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Geschichte des ersten
Gebäudes
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1. Kapitel |
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Nachdem das erste Haus fast fertig ist, wollen
wir einmal einen kleinen Rückblick machen. |
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Würden wir nur eine Geschichte erzählen, würde
ich wissen, mit welchen Worten ich das Märchen
beginnen würde. Märchen ist es ja gerade keines
gewesen. Obwohl es öfter angebracht gewesen wäre
an Elfen, Feen und Kobolde zu glauben. Zumindest
an ein paar kleine Helferlein. |
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So hat unser Altbestand ausgesehen. Richtig
romantisch könnte man es nennen, oder? |
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Möchte jemand auch noch einen kleinen Rundgang
durch die Innenräume machen?
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Heute kann ich diese Möglichkeit anbieten. Als
wir die Finca erworben haben, mussten wir den
Schlüsseln eine ganze Weile hinterher laufen.
Unsere Makler hatten alles in der Hand und
wollten es auch partout nichts aus der Hand
geben.
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Wir sind anscheinend nicht als Besitzer sondern
als Geldgeber eingestuft worden.
Aber das soll
ja öfter vorkommen. |
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Wenn man dann noch die halbe Zeit in Österreich
ist, wird einem ja bald einmal klar gemacht, das
es nicht möglich ist, vom Ausland aus etwas zu
regeln. Was natürlich gar nicht zutrifft. Wobei
man eines schon zugeben muss, man lässt sich
auch ganz gerne einlullen. Besser ausgedrückt,
man macht es sich selbst oft lieber bequem und
einfach. Sonst würde man nicht in solche
Situationen kommen. |
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Ein Rechtsanwalt von Mallorca hat einmal ganz
richtig bemerkt, dass er es nicht verstehen
kann, warum so viele Menschen im Ausland auf
Betrüger oder Abzocker hereinfallen.
Sein
Resümee war, dass es am Flughafen irgendeine
Bestrahlung geben muss, die normales Denken
ausschalten würde. |
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Schlussendlich haben wir die Schlüssel ja dann
doch bekommen und so können wir nun den Rundgang
starten. |
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Die Überraschung war groß - eine vollständige
Küche war hinter den Türen verborgen. Der
Kühlschrank voll funktionstüchtig - oder auch
nicht. Immerhin hat er noch fleißig vor sich
hingekühlt. Was er gekühlt hat? Luft! Hat aber
niemanden gestört, obwohl er wahrscheinlich
schon lange keine Daseinsberechtigung mehr
hatte. |
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Im nächsten Raum stand ein Esstisch mit
dazugehörenden Sesseln inklusive Sitzpolstern,
im anschließenden Raum ein Schreibtisch, der
leider bereits von den alten Dachziegeln ein
wenig in Mitleidenschaft gezogen worden ist.
Aber wie sagt man so locker? Alles Gute kommt
von oben! Immer ist das allerdings nicht der
Fall. |
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Jetzt kommen wir zum so genannten romantischen
Teil des ganzen Hauses.
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Ein alter Frisiertisch, inklusive
aller Utensilien, die dazu gehören.
Ein stilvoller, leider zerfressener
Tisch, mit einem schönen,
geschliffenen, halb blinden Spiegel.
Wer davor wohl zuletzt gesessen ist? |
| Eine alte
señora oder ein junges
Mädchen? Das bleibt der Phantasie
überlassen. Bett konnten wir im
ganzen Haus übrigens keines
ausfindig machen. |
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Wer hat überhaupt in diesem Haus gelebt? Wer hat
es gebaut? Wir wissen es nicht. Doch für diese
Gegend und vor allem für diesen ländlichen
Bereich, muss es ein feudales Haus gewesen sein.
Schade, dass wir noch nicht mehr darüber in
Erfahrung bringen konnten. |
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Ein paar stimmungsvolle "Gemälde" sind mit dem
Fincakauf auch in unseren Besitz über gegangen. |
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Die Entrümpelungsaktion haben sie leider nicht
überlebt. Sie waren durch Wind und Wetter schon zu
sehr beschädigt. Eine Restaurierung wäre nicht mehr
angebracht gewesen. Schade drum. |
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Abschließen können wir unseren Rundgang im ersten
Raum. Er hat anscheinend in der letzten Zeit als Bodega
gedient. Die Fässer kann man leider auch nur mehr
zur Dekoration verwenden. Aber immerhin etwas. |
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Verborgene Schätze haben wir keine gefunden. Wir
sind nur wieder einmal in die Lage gekommen, die
Überreste vergangener Zeiten zu entsorgen. Genauso
wie es uns in unserem Mietshaus in La Vega ergangen
ist. |
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Mit einem kleinen Unterschied - diesmal war es unser
eigener Mist, wenn auch nur unwissentlich frisch
erworben, damals war es ein gemieteter! |
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Die große Überraschung kam für uns allerdings im
letzten Raum. Mit neuzeitlichem Unrat haben wir
eigentlich nicht gerechnet. Doch wie heißt das elfte
Gebot? Richtig! Du sollst dich nicht täuschen. |
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Gelebt hat auf der Finca ja schon lange niemand
mehr. Ein Sohn einer der ehemaligen Besitzer hat
hier aber des Öfteren sein Wochenenden verbracht.
Mit viel Wein und anscheinend auch mit Unmengen von
Yoghurt! |
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Drei große Müllsäcke voll Yoghurtbecher haben wir
entsorgt - von anderem Müll gar nicht zu reden. |
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So, dass war einmal der erste Rundgang. Dieses war
der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich! |
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Die Renovierung kann beginnen! Oder wie kann man das
sonst noch nennen? Wir nennen es auf alle Fälle
Renovierung! Aus alt mach neu - und genau das haben
wir gemacht. |
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Deshalb können wir in unserem
Bilderbuch ein wenig weiterblättern ... |
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Die ganze Geschichte kann man nicht
auf einmal erzählen, es wird noch öfter heißen -
Fortsetzung folgt ... |
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2. Kapitel |
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