1. Jänner 2007

 

31. Dezember Silvester - Nochevieja
 
Sonne den ganzen Tag  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Jetzt haben wir es endlich geschafft - der letzte Tag des Jahres 2006 ist da!
  Ein traumhafter Tag hat begonnen. Wolkenloser, tiefblauer Himmel und eine Temperatur, die man sich im Sommer oft wünschen könnte. Diese Art von Wetter kann gar keinen gängigen Namen mehr haben. Kaiserwetter kann es in Spanien ja keines geben - aus dem einfachen Grund, weil wir eben keinen Kaiser sondern einen König auf dem Thron sitzen haben - aber auch diese Bezeichnung würde diesem Wetter nicht gerecht werden!
  Irgendwo da oben muss irgend jemand alle Störungen von unserer Insel weit, weit weg schieben! Wenn ich nur wüsste wer dafür zuständig ist! Man könnte ja später wieder einmal darauf zurück greifen.
  Julian und seiner Freundin verbringen den Nachmittag am Strand und wir beide betätigen uns noch ein bisschen als Maulwurf. Morgen können wir dann ganz leger davon erzählen, was wir im alten Jahr alles gepflanzt haben. Diese Gelegenheit kann man sich ganz einfach nicht entgehen lassen. *g* Außerdem haben wir ja noch eine Stunde mehr Zeit! Wir werden also eine Stunde später um ein Jahr älter!
  Falls wir vorher nichts mehr voneinander hören sollten -
 

Prosit Neujahr!
¡Feliz Año Nuevo!
A Happy New Year!
Buon anno!
Bonne année!
  Es sollen alle nur erdenklichen Wünsche in Erfüllung gehen!
  Den Donauwalzer für Mitternacht haben wir schon bereit - die Übertragung aus Österreich können wir ja leider nicht nutzen - ihr seid uns ganz einfach eine Stunde voraus! *g*
  Wir sehen, lesen und hören uns im Neuen Jahr - auf ein Wiedersehen 2007 - aber erst nach dem Neujahrskonzert!

 

30. Dezember  
 
Sonne den ganzen Tag  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
   
  Bis Mittag haben wir alle ein wenig gearbeitet. Christina hat sich dem Klee gewidmet, Georg und Julian haben eine provisorische Wasserleitung verlegt und ich habe die Pflanzen mit Wasser versorgt. Dann sind wir an den Strand gefahren und haben den warmen Sand und die Sonne genossen.
   
  Eine Pizza bei Cosimo und einen kleinen Abstecher zum Mercadona. Einkaufschaos pur. Oft fragt man sich wirklich - wird hier etwas verschenkt oder bricht morgen eine Hungersnot aus? lach ein wenig :o)  Sogar die Policia Local muss in die Verkehrsregelung eingreifen, damit der Verkehrsfluss irgendwie aufrecht erhalten werden kann.
  Auf Gran Canaria ticken die Uhren sogar ganz anders. In Las Palmas findet heute - am 30. Dezember - das größte Spektakel am nächtlichen Himmel statt. Das neue Jahr wird mit 3.000 Kilo Schwarzpulver begrüßt. Insgesamt eine Stunde und zwanzig Minuten lang. lach ein wenig :o)  Das ganze Spektakel hat nur einen Fehler - es findet zu früh statt und 48.000 Euro lösen sich somit einen Tag zu früh in Luft auf!
  Was wie ein Scherz oder ein Schildbürgerstreich klingt, passiert aber aus purer Rücksichtnahme auf die Bürger. *g*
  Nachdem die Canarios das Silvesterfest gerne im Kreis ihrer Familien und Freunde feiern, haben die Stadtväter beschlossen das Feuerwerk schon einen Tag früher steigen zu lassen  - damit auch alle dabei sein können.
  Außerdem ist es heute einfacher die Sicherheitskräfte zu koordinieren - vor allem sind sie an diesem Tag vermutlich nüchtern.
 
Die Rheinländer werden geliebt weil sie so nett sind. Die Österreicher und die Bayern für ihre Kochkunst!
Zitat Horst Lichter - Fernsehkoch im ZDF

 

29. Dezember  
 
Sonne den ganzen Tag  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Die Zeit vergeht wie im Flug. Ein Jahr ist bald wieder vorbei. Einmal mit den Augen zwinkern - und hast du es nicht gesehen schreiben wir das Jahr 2007. Auf einer Seite erschreckend, auf der anderen Seite ist doch viel geschehen.
  "Wird's besser? Wird's schlimmer?" fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich - Leben ist immer lebensgefährlich." stellte schon Erich Kästner fest. Warum sollte sich daran etwas geändert haben? Ich wüsste keinen Grund dafür.
  Das Aufsehen über den Jahreswechsel ist ziemlich banal - wenn man es genau nimmt. Schließlich kommt ein neues Jahr, un año nuevo, jedes Jahr wieder.
  Jahre sind eine ziemlich beständige Ware. lach ein wenig :o)  Sie werden pünktlich,  puntual, geliefert, und jedes hält, was es verspricht: Genau ein Jahr, keine Sekunde mehr, aber auch keine Sekunde weniger. Oder kann jemand das Gegenteil bewiesen?
  Aber zum philosophieren und gute Vorsätze fassen haben wir ja noch eine kleine Galgenfrist. Was ist also heute geschehen?
  Georg hat seine Weihnachtsreise durch Icod und noch einige andere Wege erledigt. Er war den ganzen Vormittag unterwegs - gut Ding braucht eben Weile. Das Wetter war wieder so traumhaft schön, dass Unkrautjäten oder irgendeine andere Gartenarbeit fast wie Urlaub ist. Deshalb habe ich die Zeit dafür genutzt.
  Libelle bei der Eiablage  einer der Goldfische
  Nach dem Frühstück hat Julian heute Teichstudien betrieben. Unsere neuen Teichbewohner sind auch gesund und munter - ein Todesopfer hat es allerdings gegeben. Der Rest schwimmt aber ganz frisch und fröhlich durchs Wasser und erkundet die neue Umgebung. Julian hat auch einige schillernde Libellen beobachtet.
  Um die Mittagszeit sind Sabrina und Patrick gekommen und wir haben über Patricks Weihnachtsausflug als Weihnachtsmann herzlich lachen können. lach ein wenig :o)  Verkleidet als Weihnachtsmann nach Deutschland zu einem Überraschungsbesuch zu fliegen ist wirklich eine tolle Idee. Das muss einem erst einmal einfallen! Auf alle Fälle ist ihm die Überraschung perfekt geglückt.
  Sabrina -   - und Patrick
  Zu Mittag haben wir dann ganz gemütlich im Garten gegessen. Blauer Himmel und wunderbar warm. Fast wie im Sommer und so wie es aussieht, wird dieses schöne Wetter auch in den nächsten Tagen anhalten.
  Mittagessen unter Pflanzen *g*  da ist jemanden warm geworden
  Am Abend sind Georg, Christina und Julian der Einladung von Marcos gefolgt. Er hat uns alle zum Grillen eingeladen. lach ein wenig :o)  Ich bin schon gespannt, was sie erzählen werden.
   
 

Mit 20 hat jeder das Gesicht,
das Gott ihm gegeben hat,
mit 40 das Gesicht,
dass ihm das Leben gegeben hat,
und mit 60 das Gesicht,
das er verdient.
Albert Schweitzer
   

 

28. Dezember  
 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Die Weihnachtsfeiertage sind nun auch für uns vorbei - irgendwann fordert die Natur, la naturaleza, wieder ihre Rechte ein. lach ein wenig :o)  An unsere Freizeit hält sich weder das so genannte Unkraut, noch die Pflanzen mit ihrem Bedürfnis nach Wasser. So sehr wir uns darüber freuen, dass wir wunderschönes Wetter genießen können - die Botanik, la botánica, fordert ihren berechtigten Anteil an Feuchtigkeit - und möchte vom Unkraut befreit werden.
  Und so ganz nebenbei sind auch noch einige bürokratische Arbeiten zu erledigen. Georg hat das heute schon am frühen Morgen begonnen. Für mich war wieder einmal Gartenkosmetik angesagt.
   
 
unser Briefträger Julian und Christina haben  sich für heute die Stadt Icod vorgenommen.
Wir haben den Rest des Tages im Garten weiter gearbeitet.
Unseren liebenswerten Postboten haben wir auch auf frischer Tat ertappt und die Gelegenheit bim Schopf gepackt und ihm schon heute ein gutes Neues Jahr gewünscht.
   
  Dann haben wir uns dann auf den Weg gemacht, die Jugend wieder ein zu sammeln. Das war so ausgemacht. Also erst einmal die fehlenden Kleinigkeiten einkaufen und danach Goldfische für unseren Teich besorgen, dann nichts wie ab nach Hause. Feuer machen, Kartoffel braten, Tisch decken und die neuen Teichbewohner auf die zukünftige Umgebung vorbereiten.
   
 
die neuen Bewohner des Teiches Fünfzehn plus eins heißt die Devise, el lema. Fünfzehn Goldfische und eine Wasserschildkröte!
Laut spanischem Wörterbuch heißt dieser Fisch el ciprino dorado, aber der nette Mann in der Zoohandlung nennt ihn ganz einfach "Goldfisch" Es ist also durchaus nicht immer notwenig, eine Fremdsprache zu beherrschen?!
   
  Nachdem die Fische, die wir heute für unser Abendessen am Grill gebraten haben, ja nicht mehr im Teich schwimmen können, haben wir unserer Neuerwerbung langsam auf die neue Umgebung gewöhnt und sie danach in die so genannte Freiheit entlassen.
  Wer ganz genau hinschaut, kann in der rechten unteren Ecke die winzige Wasserschildkröte entdecken. lach ein wenig :o)  Bitte gut merken - wer weiß wann wir sie wieder sehen. *g*
  Der gegrillte Fisch hat übrigens vorzüglich geschmeckt - das nur noch am Rande bemerkt.

 

27. Dezember  
 
Sonne den ganzen Tag  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Heute ist für unsere Jugend ein Badetag angesagt. Das Wetter kann man im Moment nur als Königswetter bezeichnen. Königswetter? In Spanien liegt das logischerweise auf der Hand. Das Staatsoberhaupt ist eben ein König und kein Kaiser. Egal wie immer man dieses Wetter bezeichnen will - es ist ganz einfach traumhaft.
  Für den heutigen Ausflug haben wir uns einen Strand in Puerto de la Cruz ausgesucht, den Playa Jardin. Bekannt wurde der Strand durch den öffentlichen Garten hinter dem Strand.
  Der bekannte Landschaftsarchitekt César Manrique hat diesen Gartenstrand entworfen. In diesem Park findet man eine Sammlung tropischer Pflanzen aus aller Welt, wie man sie sonst nur aus botanischen Gärten kennt. lach ein wenig :o)  Abgesehen davon ist es ganz einfach ein schöner, schwarzer Sandstrand.
  Punta Brava  Punta Brava
  Von hier aus hat man auch einen wunderschönen Blick auf die Landzunge von Punta Brava, dem ältesten Stadtteil von Puerto de la Cruz. Wenn als Draufgabe noch die hohen Wellen des Atlantiks gegen die Felsen donnern ist die Kulisse eigentlich mehr als perfekt.
  Anschließend sind haben wir noch einige kleinere Einkäufe erledigt. Über eines sollte man sich ab nun jedoch besonders bewusst werden. Die Frequenz in den Einkaufszentren und Geschäften im allgemeinen erhöht sich ab nun schlagartig.
  Man hat direkt das Gefühl, irgendwo müssen wahre Schätze verschenkt werden. Die Insel, oder besser gesagt die Bewohner dieses Eilandes sind in Bewegung. Silvester und die Heiligen Drei Könige sind bereits in greifbarer Nähe.
  Eines habe ich heute allerdings vergessen! lach ein wenig :o)  Meine Wünsche für das nächste Jahr hätte ich heute einem der drei königlichen Gestalten ins Ohr flüstern können. Ich habe es wieder einmal vermasselt. Im Einkaufszentrum La Villa haben sie sich heute geduldig - fast schon gelangweilt - die Wünsche der Kinder angehört.
  Da kommen Geschäftsleute im restlichen Europa ja wirklich günstig weg. Sie müssen nur einen Weihnachtsmann bezahlen - hier sind es immerhin gleich drei Personen. Verkleidet sind sie allerdings auch nicht viel besser. Auch hier muss der Vollbart aus der Wattetüte herhalten. Aber für Kinder ist das anscheinend dort wie da in Ordnung. Sie stehen ganz andächtig vor diesen Jammergestalten in billigen Kostümen und geben ihre Wünsche preis.
  Schade eigentlich, dass die erwachsenen Menschen so leichtfertig mit Märchenfiguren umgehen und dann auch noch den Hochmut besitzen, dieses armselige Ergebnis den Kindern als Wahrheit zu präsentieren.

26. Dezember Stefanietag - Österreich
 
Sonne den ganzen Tag  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Junge, wärst du nur daheim geblieben - dann hätten wir einen Feiertag! Auf den Kanarischen Inseln ist heute ein ganz normaler Tag im Kalender. Ein Arbeitstag wie immer. Ein zweiter Weihnachtsfeiertag ist hier nicht bekannt. Uns betrifft es diesmal allerdings nicht - wir haben bekanntlich Urlaub, vacaciones.
  Buenavista del Norte  Lapas
  Buenavista del Norte  Buenavista del Norte
  Ein Tag wie im Bilderbuch - wir sind nach Buenavista del Norte gefahren. Lapas und Calamares sind auf unserer Wunschliste gestanden. Mehr kann man dazu auch gar nicht sagen, der Tag war einfach perfekt. lach ein wenig :o)  Kein Wölkchen am Himmel, wärmende Sonnenstrahlen, rauschende, hellblaue Wellen und illustre Gäste.
  Lady aus Graz oder Linz?  was werden wir essen?
  Wir hätten also auch eine perfekte Unterhaltung geboten bekommen, wenn wir selbst keine Gesprächsthemen gehabt hätten - was aber nicht der Fall gewesen ist. *g*
  Nachdem wir diesen Punkt auf Julians Wunschliste erfolgreich abgehackt haben, sind wir am Heimweg in Garachico stehen geblieben und haben ein kurzen Spaziergang in die Innenstadt gemacht. Ich wollte die Krippe sehen!
  Die Enttäuschung war groß, als wir bei der Kirche angelangt sind - alle drei Kirchenportale waren geschlossen.
  links steht Nicolás  einer der Heiligen Drei Könige
  Als ich auf der Suche nach einem offenem Tor der Kirche war, hat mich ein Canario angesprochen und gesagt, dass er die Türe zur Krippe um fünf Uhr öffnen wir. Und so war es auch! Er hat sich dann auch vorgestellt - Nicolás ist sein Name - und er hat diese Krippe auch aufgebaut. Eine wunderschöne Krippe mit allen Finessen.
  Die Weihnachtskrippe 
  Er hat in diese Weihnachtslandschaft Gebäude von Garachico eingebaut, liebevoll dekoriert und beleuchtet.
  Anschließend haben wir uns noch eine Ausstellung über den Vulkanismus der Inseln angesehen und als wir wieder auf der Strasse gestanden sind, hat uns die Weihnachtsbeleuchtung der Stadt den Weg zum Auto gewiesen.
  Weihnachtsstimmung  Weihnachtsstimmung
  Weihnachtsstimmung  Weihnachtsstimmung
  Ein wunderschöner Tag mit einem fast märchenhaftem Ende. Eine eigenartige Stimmung - Dämmerung mit noch immer blauem Himmel und alle alten Gebäude mit romantischer Weihnachtsbeleuchtung. Die Luft noch aufgewärmt von der Sonne und doch schon ein wenig kühl. lach ein wenig :o)  Etwas schöneres kann man sich für einen Weihnachtsfeiertag, den es hier eigentlich gar nicht gibt, gar nicht wünschen.
  Nennt man dies dann wunschlos glücklich?
  26. Dezember 2004. Stimmt, das ist bereits zwei Jahre her - trotzdem hat sich dieses Datum fest gesetzt. Die damalige Feiertagruhe wurde jäh von einer Meldung, die um die Welt ging, unterbrochen. Tsunami!
  Ein Seebeben der Stärke 9,0 vor der indonesischen Insel Sumatra  erschütterte den Indischen Ozean. Die vom Erdbeben ausgelösten gigantischen Flutwellen verwüsteten die Küsten von sieben süd- und südostasiatischen Staaten und Küstenregionen in Somalia am Horn von Afrika. Die Katastrophe forderte 220.000 Menschenleben und löste eine beispiellose Hilfsaktion aus.

25. Dezember Christtag
 
Sonne den ganzen Tag  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Lange schlafen, gemütlicher Weihnachtsbrunch und dann ab in die Sonne!
  Es ist wunderbar warm und sonnig, blauer Himmel, die Vögel zwitschern und Georg hat so eben ein Feuer auf unserem Luxusgriller entfacht.lach ein wenig :o)   Deshalb werde ich mich zu ihm gesellen. Das Schöne am Grillen ist immer die Zeit, in der das Holz schön langsam zu Glut verbrennt.
  Vielleicht melde ich mich später noch einmal. Wenn nicht - noch einmal Frohe Weihnachten euch allen!
  Bei  uns gibt es keinen Truthahn ...  ... aber es schmeckt *g*
  Der Grillmeister hat beste Arbeit geleistet, es hat vorzüglich geschmeckt. Für den Nachtisch - Vanilleeis mit heißen Maulbeeren haben wir den Standort allerdings in den Raum verlegt. Abends wird es doch relativ kühl, da tut die Wärme im Raum gut. Und was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsfilm?
  Santa Claus muss herhalten - wenn man so will - Unterhaltung der Extraklasse. lach ein wenig :o)  Gott sei Dank hat Santa Claus eine Frau gefunden. Was würden wir sonst in Zukunft am 24. Dezember machen? Was wäre das Jahr ohne Vanillekipferln und ohne Weihnachten? Einen Fixpunkt im Leben braucht der Mensch, oder nicht?

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
20 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
 
¡¡Feliz Navidad!!
Fröhliche Weihnachten!
Weihnachten ist überall schön!
Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!
Georg und Ingrid
Die Weihnachtsgans
 
Tiefgefroren in der Truhe liegt die Gans aus Dänemark.
Vorläufig lässt man in Ruhe sie in ihrem weißen Sarg.
Ohne Beine, Kopf, Gekröse ruht sie neben dem Spinat.
Ob sie wohl ein wenig böse ist, dass man sie schlachten tat?
Oder ist es doch zu kalt ihr? Man sieht's an der Gänsehaut...
Nun, sie wird bestimmt nicht alt hier: morgen wird sie aufgetaut.
Hm, welch ein Duft zieht aus dem Herde durch die ganze Wohnung dann!
Macht, dass gut der Braten werde, morgen kommt der Weihnachtsmann!
Guten Appetit!
Egal ob Truthahn, Gans oder Ente!
  Heute feiern wir ja ein zweifaches Fest. Den vierten Advent und gleichzeitig den Heiligen Abend. Aus diesem Grund gibt es ein allerletztes Mal einen Auszug aus einem Gedicht, das zur Adventzeit gehört.
   
 

Denkt Euch - ich habe das Christkind geseh'n!
Es kam aus dem Wald, das Mützchen voll Schnee,
mit rot gefrorenem Näschen.
In diesem Jahr sind wir wieder nicht in Österreich - dafür feiern wir mit Julian und seiner Freundin Weihnachten unter Palmen. lach ein wenig :o)  Wir singen aber trotzdem nicht "Oh Palmenbaum"! Weihnachten wird gefeiert wie daheim. Der einzige Unterschied ist das Wetter. Weihnachtsstimmung klammert sich an keinen Breitengrad - das könnt ihr mir ruhig glauben.
 
Bei uns ist es nur ein wenig anders als in Österreich - draußen scheint die Sonne, der Himmel ist blau, einige Wolken ziehen vom Meer Richtung Teide. Der allerdings dieses Jahr auch keine weiße Haube. Keine weißen Weihnachten auf Teneriffa! lach ein wenig :o)  Die Temperaturen sind angenehm, bei Tag hat es so um die 20 bis 22 Grad, in der Nacht fällt das Thermometer allerdings auf 10 Grad herunter.
Eines ist allerdings sicher - im Gegensatz zu euch sind wir relativ gut dran! Wir frieren nicht und Schnee brauchen wir auch nicht schaufeln!!
 
Am Nachmittag haben wir beschlossen nach Puerto de la Cruz zu fahren und ein gutes Eis zu essen. Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Stadt gebummelt in auch auf dem Weihnachtsmarkt im Hafen gelandet. Julian und Christina konnten sich eine Fahrt mit dem Karussell natürlich nicht entgehen lassen *g*
 
Auf dem Weg nach Hause ist es bereits dunkel geworden und so haben wir noch einen kleinen Abstecher in die Altstadt von Icod gemacht um uns die Weihnachtsbeleuchtung in voller Pracht anzusehen.
 
Richtig romantisch ist sie dieses Jahr. In den nächsten Tagen werden wir einmal einen Abendspaziergang durch die beleuchtete Stadt machen und uns die Krippe im Kloster ansehen. Aber das hat noch Zeit.
 
Daheim angekommen haben wir zuerst gemütlich und gut gegessen und danach ist auch bei uns das Christkind herein geflattert. Fast hätten wir es nicht bemerkt - es hat sein silbernes Glöckchen in Österreich vergessen. Aber auch das Christkind weiß sich zu helfen - ein Messer und ein Weinglas klingen fast so schön wie das himmlische Geklingel.
Weihnachten ist auf den Kanarischen Inseln ein bisschen anders als in Österreich, wahrscheinlich auch anders als auf dem Festland. Weihnachten dauert hier vom 24. Dezember bis zum 6. Jänner. Dieses Jahr auch für uns - die Arbeiter sind auf Urlaub. lach ein wenig :o)  Wir haben sozusagen Betriebsurlaub.
Die Adventzeit ist hier relativ ruhig. Nikolaus, Weihnachtsbaum, Adventskalender und -kränze spielen hier keine Rolle. Die vier Kerzen, die nacheinander an den Adventssonntagen angezündet werden, kennt man nicht.
Die Vorweihnachtszeit beginnt einfach irgendwann. Man bemerkt es an der immer heller werdenden Lichterdekoration an den Häusern, auf den Strassen und in den Städten.
In diesen Tagen schreiben die spanischen Kinder die letzten Wunschzettel. Allerdings nicht an das Christkind oder den Weihnachtsmann, sondern an die Reyes Magos, die Heiligen Drei Könige. Diese äußerst wichtigen Personen bringen am 6. Januar die Geschenke in die gute Stube.
Im Mittelpunkt des Weihnachtsfests steht hier die Krippe, la belén. Doch auch der Christbaum hat seinen Weg in viele Häuser  gefunden. Das tiefe Meer zwischen Mitteleuropa und dieser kleinen Außenstelle der Institution konnte diese Entwicklung ach nicht aufhalten. So steht er - der Baum - dann meistens den ganzen Dezember, bunt geschmückt mit blinkenden, bunten, Lichtern in den diversen Wohnzimmern.
Das Weihnachtsfest besteht auf der Insel hauptsächlich aus einem guten Festessen am Abend des 24. Dezembers. Um Mitternacht findet in den Kirchen die Mitternachtsmette, la Misa del Gallo, die statt.
Am 25. Dezember geht es dann - eigentlich wie auch bei uns zu Hause - lach ein wenig :o)  mit dem Essen weiter.
Alle werfen sich in Schale, das beste Geschirr wird aufgedeckt und das Haus festlich geschmückt. Traditionellerweise wird gefüllter Truthahn serviert. Es kommen aber auch Fleischeintöpfe und frische Meeresfrüchte auf den Tisch. Ein festliches Weihnachtsessen mit vielen Verwandten und Freunden.
Zum Abschluss gibt es Süßigkeiten, wie Turrón - hergestellt aus Nugat, gerösteten Mandeln, Zucker, Honig und Eiern - Marzipan, Polvorones oder Schokolade.
Weihnachtskekse sind hier nicht bekannt, aber - die weihnachtlichen Leckereien haben es auch hier in sich und werden in Massen verschlungen!
  Den zweiten Weihnachtsfeiertag, den Stephanietag, gibt es hier nicht.  Wohl aber den Unschuldigen Kindertag. El Día de los Inocentes am 28. Dezember ist der dia de bromas und mit unserem ersten April vergleichbar.
  Wer nicht aufpasst, der wird zum Narren gehalten und - ich weiß leider nicht wohin - geschickt. *g* Der April kann's ja wohl nicht sein!
  Ich bin mir sicher, dass das Christkind auf niemanden vergessen hat - vor allem, wenn man bedenkt, dass es uns sogar in Spanien, irgendwo im Atlantik, gefunden hat.
  Also noch einmal: Frohe Weihnachten! ¡¡Feliz Navidad!!

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Jetzt ist Endspurt! Julian ist auch schon unterwegs - um halb sieben am Abend landen die beiden auf Teneriffa.
  Der Christbaum ist geschmückt, das Essen vorbereitet. Jetzt muss nur mehr das Flugzeug pünktlich landen und das Christkind unsere aktuelle Adresse ausfindig machen. Dann wäre der Fisch geputzt! *g*
  23. Dezember ein schöner Tag  der Teide am Morgen
  So schön hat der Tag heute begonnen! Blauer Himmel rundherum. Was kann da noch schief gehen?
  Georg werkelt noch in Christkindls Werkstadt, ich habe auch noch ein paar Kleinigkeiten zu tun, dann werden wir unsere letzten Einkäufe erledigen. Wir brauchen noch frisches Weißbrot und einige Lebensmittel. Dann werden wir uns auf den Weg in den Süden machen.
  Wir sind pünktlich gewesen - aber wir hätten uns ruhig noch mehr Zeit nehmen können. Das Verkehrsaufkommen am Flughafen ist gigantisch gewesen. Rudi Carrell hätte es nicht treffender formulieren können. ...am laufenden Band!
  Unsere beiden Neuankömmlinge haben wir glücklich in Empfang genommen und haben uns danach wieder auf den Weg in den Norden gemacht. Leider ist es schon dunkel gewesen und Christina konnte nicht mehr viel von der schönen Landschaft sehen. Dafür gab es aber eine Vorstellung der kanarischen Weihnachtsbeleuchtung am laufenden Band.
  Am Abend wurden noch Julians kulinarische Gelüste befriedigt und dann ging es ab - ins Bett! Für den morgigen Tag gibt es keinen Plan. Wir werden ihn ganz einfach planlos genießen. Termin fürs Frühstück? Gibt es nicht! Erholung und Urlaub ist ab heute angesagt. Wie haben diese Auszeit alle vier verdient!
  Ach ja, die beiden hatten noch den Auftrag, Sternspritzer zu besorgen. In Wien sind diese Wunderkerzen unter dem Namen Sterspucker bekannt. Nur ur Information, falls einmal irgendjemand auf den Gedanken kommen sollte, solche Dinger in Wien kaufen zu wollen. *g*

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Der allerletzte Arbeitstag im alten Jahr. Ab jetzt ist Urlaub angesagt!
  Julian und seine Freundin machen sich heute auf den Weg. Weihnachten auf einer Insel im Atlantik ist angesagt. Zuerst fahren sie einmal mit dem Zug nach Wien. Übernachten werden sie bei Tante und Onkel.
  In Spanien fällt heute der geheime Startschuss für die Weihnachtszeit.
  Die Gewinnzahlen der großen Weihnachtslotterie werden gezogen! Diese Lotterie, Sorteo de Navidad, hat eine lange Tradition. lach ein wenig :o)  Es gibt eigentlich keine Möglichkeit, sich diesem Rummel zu entziehen.
  Es gibt kaum einen Spanier, der nicht mindestens ein Los besitzt. Man kann fast behaupten, jeder Spanier nimmt daran teil, die wenigsten allerdings mit einem ganzen Los.
  Da ein Los immer noch 200 Euro kostet, werden die meisten Lose als Zehntellose, décimo, à 20 Euro verkauft. Um die ganze Serie, also alle 180 Losteile, aufzukaufen, benötigt man 38.000 Euro. Aus diesem Grund gibt es nie nur einen Gewinner des Dicken, sondern viele. Meistens kommen sie aus der gleichen Gegend und deshalb befinden sich am 22. Dezember oft ganze Landstriche oder Dörfer im Glückstaumel!
  Der Verkauf der Lose beginnt bereits im Sommer und in der Adventszeit werden sie an allen nur erdenklichen Orten verkauft. Kein Schuhgeschäft und keine Eisenhandlung, keine Gärtnerei nicht einmal der Bäcker von nebenan ist ausgenommen.
  Am 22. Dezember hängt dann ganz Spanien vor dem Fernseher. Seit 1957 werden die Gewinnzahlen in einer Fernsehshow, die drei Stunden dauert, ausgestrahlt. Neben El Gordo, dem Dicken, also dem Hauptgewinn werden auch viele kleinere Gewinne ausgespielt.
  Die spanische Weihnachtslotterie gilt als größte und älteste Lotterie der Welt. Das erste Mal wurde sie im Jahr 1763 ausgespielt. König Karl III. wollte auf diese Art und Weise seine leere Staatskasse auffüllen.
  Auch nicht blöd, oder? Auf diese Idee ist der Finanzminister von Österreich vor Jahren auch gekommen. Wie wir jetzt wissen, wurde das System aber nicht neu erfunden. Es wurde einfach modernisiert.
  Aber zurück nach Spanien. Die Losziehung in der bis heutigen gültigen Form, besonders die Verkündung der Gewinnnummern durch einen Kinderchor, gibt es seit 1812.
  Heute singen die Schüler der Madrider Schule San Ildefonso die Gewinnzahlen vor. Früher waren es Waisenkinder.
  Auch wir besitzen mittlerweile ein Los der Weihnachtslotterie. lach ein wenig :o)  Man ist ja lernfähig, oder? Irgendwie ist es uns aber untergejubelt worden. Wie das geschehen konnte?
  Ach, mir fällt es wieder ein.
  Das Fincawaser war zu bezahlen. Den Betrag einzuheben ist die Aufgabe des Wassermeisters. Die gesamte Summe für die Wassermenge wollte er nicht kassieren, er hat uns einen Preisnachlass gegeben. Und wie das Schicksal es will, war es genau die Summe für ein Los der Weihnachtslotterie.
  So ein Zufall! Er hatte natürlich auch diese Lose in seinem Sortiment. *g* Welchen Schluss kann man daraus ziehen? Bingo! Und aus genau diesem Grund sind wir jetzt stolze Besitzer eines Loses dieser Weihnachtslotterie!
  Wenn wir heute kein Glück haben sollten, können wir es zwei Wochen später bei der kleineren Weihnachtslotterie des Christkindes, El Niño, versuchen. Die Ziehung findet am 6. Januar statt.

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Die Zeit wird immer knapper, aber noch nicht zu knapp. Ich habe es sogar geschafft, die Geschenke mit Geschenkspapier zu verschönern. lach ein wenig :o)  Die Lage ist also noch nicht hoffnungslos.
  Georg ist den ganzen Tag in Santa Cruz unterwegs gewesen. Aber er hat den begehrten Eingangsstempel bekommen und damit kann Weihnachten beginnen! Im Einkaufstempel von Corte Ingles sind ihm sogar Weihnachtsengerln begegnet. Ist doch schön, oder nicht? Schade, dass ich sie nicht gesehen habe. lach ein wenig :o)  Doch wie sagt man so leichtfertig? Man kann nicht alles haben - und das Christkind benötigt auch eine gewisse Zeit. Wenn es bei seinen Arbeiten nicht gestört wird ist es sehr dankbar.
  Marcos und Chicho haben heute eine neue Mauer begonnen. Die Rampe auf die oberste Terrasse wird befestigt.

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Marcos hat heute den ersten Fensterflügel verglast. lach ein wenig :o) Eine Puzzlearbeit! Jedes kleine Scheibchen muss eingepasst, mit Silikon befestigt werden und zu guter Letzt wird das Ganze noch mit vier kleinen, lackierten Leistchen fixiert. *g* Dieses war der erste Streich - morgen folgt der Rest.
  Die letzten Vorbereitungen für Weihnachten sind an der Reihe. Die Windbäckerei trocknet noch im Backrohr vor sich hin. lach ein wenig :o) Das dauert bis diese zarte, weiße Masse wirklich trocken ist.
  Mir schmecken sie ja am besten, wenn sie im Inneren noch ein bisschen zäh sind. Ich lass mich mal überraschen.
  Ansonsten ist es mit der Weihnachtsstimmung im Moment nicht so besonders. Fast könnte man sagen alle Jahre wieder - pfuscht uns der Behördenmarathon dazwischen. lach ein wenig :o) Eigentlich dürfte das also gar keine sonderliche Rolle mehr spielen, die Gewohnheit müsste den Effekt abfedern.
  Ist aber nicht der Fall, leider. Wer ist schon mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet? Es müssten für solche Dinge Überlebenskurse angeboten werden. Das wäre eine wirkliche Marktlücke. Warum hat das bis heute noch niemand erkannt? Unter dem Motto - denn das Gute liegt so nah! *g*
  Worum es geht? Wir benötigen für einen Antrag beim Gobierno aktuelle Fotos der Finca, die von einem Notar auf ihre Richtigkeit bestätigt sein müssen. Nichts leichter als das, oder? Falsch gedacht. Soo einfach ist die Sache wieder nicht. Der Notar bestätigt die Fotos nur mit einem Vermerk, una nota, vom Rechtsanwalt. Darunter kann man leichter verständlich eine kurze Beschreibung der Sachlage verstehen. lach ein wenig :o) Wahrscheinlich sollte man die Bezeichnung jedoch auf nota de caja, eine Rechnung ändern, denn die Fotos wiederum dürfen - laut Rechtsanwalt und Notar - nur mit der Kamera des Notars gemacht werden.
  Das Ergebnis der Milchmädchenrechnung? Die Notarkosten belaufen sich auf 200 Euro und der Rechtsanwalt verlangt 180 Euro für den ganzen Spaß. Das offizielle Amt verlangt jedoch nur bestätigte Fotos - ohne Beschreibung.
  Also doch eher eine Rechnung mit zwei Unbekannten?!
  Vorgangsweise also wie folgt. Zuerst finde man einen Notar, der innerhalb der nächsten zwei Wochen Zeit hat, dann einen Rechtsanwalt, der noch schneller arbeitet und dann gibt man den Antrag noch im alten Jahr bei der Behörde ab. Was zu dieser speziellen Jahreszeit diese Woche bedeutet. Ab Sonntag ist Weihnachtszeit, das bedeutet zwölf Tage Fiesta.
  Auf die Heiligen Drei Könige, los Reyes Magos, können wir allerdings nicht warten. Den Stein der Weisen werden wir aber auf alle Fälle irgendwie knacken. Wie heißt es so schön?
  Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger. lach ein wenig :o) Deshalb werden wir morgen zu zaubern beginnen.
 

Der Vernünftige passt sich der Welt an;
der Unvernünftige versucht hartnäckig,
die Welt dazu zu bewegen, dass sie sich ihm anpasst.
Deshalb hängt aller Fortschritt von den Unvernünftigen ab.
Georg Bernhard Shaw

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
24 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Ein schöner Tag - un buen día.
  Nichts besonderes geschehen. Arbeit wie immer. Ach ja, der Bagger ist aus dem Krankenstand zurück gekehrt - der Kühler hat sein Kur beendet.
  Am Nachmittag haben wir das schöne Wetter genutzt und haben die Arbeit eines Gärtners weiter gemacht.
 

na, wo stand das nur?

 
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind -
das Universum und die Dummheit.
Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher!
Albert Einstein
 
   

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
24 ° Celsius Calima
Icod de los Vinos  
   
  Stockdunkel und bei uns läutet der Wecker. Es ist dreiviertel fünf. Wir haben heute einen Termin in Las Palmas, der Hauptstadt von Gran Canaria. Wie das?
  Wo soll ich da beginnen? Nicht zu langatmig sollte das Ganze ja nicht werden. lach ein wenig :o) Ich versuch es einmal auf diese Weise, also - geographisch kann man die Kanarischen Inseln, Islas Canarias, Afrika zu ordnen. Wie bekannt gehören sie aber politisch zu Spanien. Die Regierung sitzt also in Madrid.
  Seit 16. August 1982 bilden die Inseln zusammen eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens mit der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Am 30. Mai 1983 konnte also erstmals in der Geschichte der Inseln frei gewählt werden - eigenständige politische Institutionen entstanden. Der 30. Mai ist aus diesem Grund hier ein gesetzlicher Feiertag.
  Die Autonome Gemeinschaft besteht aus zwei Provinzen:
  Las Palmas mit den östlichen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote.
  Provinzhauptstadt ist Las Palmas.
  Santa Cruz de Tenerife mit den westlichen Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.
  Provinzhauptstadt ist Santa Cruz.
  Das Gobierno Civil von Las Palmas ist die übergeordnete Instanz, der Zivilgouverneur der Kanarischen Inseln ist auch Regierungsdelegierter von Madrid.
  Die Verwaltungsbehörde auf jeder der sieben Inseln werden Cabildos Insulares genannt. Diese wiederum schließen sich im Mancomunidad de Cabildos zusammen. Die Cabildos Insulares sind dann in Gemeinden mit je einem Rathaus, ayuntamiento, unterteilt.
  Das ist eine kleine Zusammenfassung und gleichzeitig die Erklärung dafür, warum man für bestimmte Angelegenheiten auf eine andere Insel, in diesem Fall Gran Canaria, fahren muss. Nachdem es sich, wie allgemein bekannt, um Inseln handelt, die auch noch einzeln im Meer verstreut sind, hat man die Wahl zwischen Wasser und Luft.
  Den Seeweg haben wir bereits einmal ausprobiert. Also wählten wir diesmal die Variante durch die Luft. Die meisten Binnenflüge werden am Flughafen Teneriffa Nord, Los Rodeos, abgewickelt. Damit wir nicht in den alltäglichen Morgenstau Richtung Santa Cruz erwischen, machen wir uns bereits um halb sieben in der Früh auf den Weg. lach ein wenig :o) Aber die Annahme, dass es um diese Zeit zügig voran geht, war leider falsch!
  Ab Tacoronte das übliche Bild - zwei, mehr oder weniger stehende, Autoschlangen. Um diese Zeit. Na ja, dann eben im Schritttempo weiter. Bis zum Flughafen ist es nicht mehr so weit. Eine Viertelstunde hat uns der Stau trotzdem gekostet. Aber das macht nichts, wir haben genügend Zeit eingeplant.
  Die Tickets sind schnell gekauft, Zeit für einen café cortado und eine Zigarette vor der Tür und dann geht es los. Der Check In fällt in diesem Fall weg, da die Passagiere so gut wie alle, nur mit Handgepäck reisen. Die meisten fliegen, wie wir auch, am selben Tag wieder nach Teneriffa zurück.
  Sicherheitskontrolle, einsteigen in den Bus der uns zum Flugzeug bringt und einsteigen. Wie üblich, freundliche Begrüßung der Flugbegleiter, die neuesten Tageszeitungen und freie Sitzwahl. Boarding abgeschlossen, Handgepäck verstauen, Gurte anlegen und los geht es Richtung Startbahn. Obwohl stündlich eine Maschine nach Gran Canaria fliegt, ist das Flugzeug, eine Boeing 737 zu zwei Drittel besetzt.
  Die Maschine hebt ab, die Warnleuchten erlöschen und die Stewardessen verteilen Schokoladeschnitten an die Fluggäste. Danach kommt noch ein Körbchen mit Bonbons und schon heißt es - bereit für den Landeanflug!
  Der Landung nach u schließen wurde dieser Flug als Übungsflug benutzt so eine harte Landung habe ich überhaupt noch nie erlebt! lach ein wenig :o) Ein Wunder, dass das Fahrgestell und die Landebahn diese Belastung aushalten. Man kann sagen, der fünfzehn Minuten lange Flug wurde abrupt beendet. *g*
  Der Flughafen von Gran Canaria befindet sich in Gando im Osten der Insel, circa 18 Kilometer südlich der Hauptstadt  in einer Bucht, der Bahía de Gando. Bis nach Las Palmas fährt man mit dem Taxi ungefähr eine halbe Stunde.
  Nach zügiger Fahrt und um 25 Euros ärmer landen wir auf den Punkt genau an unserem Ziel. Geschafft! Unseren Termin können wir pünktlich einhalten.
  Hafen von Las Palmas Schiff im Hafen
  Nachdem wir unsere Arbeit in den Amtsräumen des Gobiernos de Canarias erledigt haben, sind wir noch ein wenig durch die Straßen gewandert. Getrennt durch eine Straße befindet sich in diesem Teil der Stadt der große Hafen von Las Palmas.
  Las Palmas Las Palmas
  Zum Spazierengehen keine schöne Gegend. Außer Schiffen, Autos und einem riesigen Einkaufszentrum gibt es nichts besonderes zu sehen. Geht man ein paar Gassen und viel Baustellenlärm weiter , kommt man auf der anderen Seite der Landzunge wieder ans Meer.
   Strand von Las Palmas Strand von Las Palmas
  Diesmal ist es der Badestrand der Stadt. Eingesäumt von einer wenig einladenden Strandpromenade. Aber immerhin, einige Lokale haben doch ein paar Tische im Freien aufgestellt. So richtigen Urlaubsflair strahlt die Umgebung jedoch nicht aus, der Ausdruck "Tristesse" wäre für mich passender.
  Da wir aber einige Kilo Papier in Form diverser Akten durch die Gegend zu schleppen hatten, sind wir relativ schnell in einem Lokal gelandet. Gemütlich essen, etwas trinken und die Gespräche noch einmal aufarbeiten - dann ist es schon wieder Zeit, Richtung Flughafen aufzubrechen.
  Es wird gerade dunkel, als das Flugzeug abhebt. lach ein wenig :o) Unter uns leuchten Straßenlaternen und kaum ist Gran Canaria außer Sichtweite kann man die Lichter der Küste von Teneriffa erkennen. Die Autobahn im Norden sieht aus wie ein lange Weihnachtskette mit roten und weißen Lichtern. Der Himmel ist noch nicht ganz dunkel, die Küste flimmert verzaubert und im Hintergrund ragt der Teide in die Höhe. Das Flugzeug landet nach einer großen Schleife über dem Meer ganz sanft auf der Rollbahn. lach ein wenig :o) Teneriffa hat uns wieder, willkommen zu Hause! ¡bienvenido a casa!

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
24 ° Celsius Calima
Icod de los Vinos  
   
  Sonntag - der dritte Adventsonntag. Länger schlafen, ein gemütliches Frühstück, un desayuno a gusto. Schön! lach ein wenig :o) Eines ist auch bewiesen - Lebkuchen, pan de especias, schmeckt auch bei Sonnenschein und warmen Temperaturen! *g* Glühwein haben wir noch nicht ausprobiert, aber zu einem richtigen Sonntagsfrühstück passt ein Gläschen Sekt oder besser gesagt, un vaso de cava sowie so besser, es mejor!
 
 
Der Stern
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
 
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht, ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
Wilhelm Busch
  Adventstimmung können wir auch bieten, unser Appartement ist geschmückt. Jetzt kommt noch das Zimmer für Julian an die Reihe. lach ein wenig :o) Davon werde ich allerdings keine Fotos herzeigen - ein bisschen Überraschung muss schon sein!
 
  Dreaming of  a white Christmas? Nicht wirklich. Wir freuen uns auf sonnige, warme Weihnachten. lach ein wenig :o) Obwohl - wenn der Teide mit einer weißen Haube geschmückt ist, spricht man auch auf der Insel von weißen Weihnachten. Die wird es dieses Jahr wohl nicht geben. Seit gestern wärmt der Calima wieder einmal die Luft um einige Grade an. Er soll bis Mitte der Woche anhalten.
  Die weiße Weihnacht ist in den meisten Teilen der Welt sowieso mehr Mythos als Realität. Auf der Südhalbkugel fällt Weihnachten sogar in den Hochsommer!
  Wo haben weiße Weihnachten wohl ihren Ursprung? Sind es die vielen Weihnachtslieder wie "Winter - Wonderland", "White Christmas" oder "Last Christmas" die diese Stimmung aus einem Gemisch von Schnee und prasselndem Feuer verbreiten?
  Bei uns scheint die Sonne und ein prasselndes Feuer wäre nur um Zweck eines Grills angebracht. Vielleicht machen wir das sogar noch. Wäre keine schlechte Idee.
  Also dann, noch einen schönen Adventsonntag - egal ob mit oder ohne Schnee. Diejenigen, denen ich in letzter Zeit eine Antwort fürs elektronische Postfach schuldig geblieben bin, bitte ich hiermit offiziell um Verzeihung. Ich werde alle fälligen Schreiben nachholen - nur im Moment läuft mir die Zeit ein wenig davon. lach ein wenig :o) Man könnte es ja als Weihnachtsamnestie betrachten. Ich gelobe Besserung!

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Wir haben den 350. Tag des Jahres, es sind noch ganze 15 Tage bis zum Jahresende! Der Count down hat begonnen.
  Heute in einer Woche - sind wir zu Mittag bereits auf dem Weg in den Süden. Unser Ziel - der Flughafen Teneriffa Süd Reina Sofia. lach ein wenig :o) Bis dahin ist allerdings doch noch etwas Zeit. *g*
  Der heutige Tag heißt Samstag, sábado, und ist eigentlich der Beginn des allgemeinen Wochenendes. Im Grunde genommen ist er allerdings auch nur einer von sieben Wochentagen.
  Die deutsche Sprache schafft es auch immer wieder zu verblüffen. Wir leisten uns unter anderem den Luxus, für einen Wochentag gleich zwei unterschiedliche Namen zur Auswahl zu haben. Da soll sich noch jemand auskennen! Der sechste Tag der Woche wird sowohl Samstag als auch Sonnabend genannt. lach ein wenig :o) Man könnte ja glatt glauben, im deutschsprachigen Raum dauert die Woche einen Tag länger!
  Zur weiteren Bereicherung möchte ich deshalb heute noch einen weiteren Aspekt hinzufügen. *g*
  Vom russischen Wort für den Samstag, subbota wird der subbotnik abgeleitet. Das wiederum ist die Bezeichnung für die freiwillige, oft unentgeltliche, Arbeit am Samstag. Nachdem wir ja international tätig sind und uns als Weltenbürger bezeichnen, ergibt sich die Arbeit an diesem Tag als fast wie von selbst. lach ein wenig :o) Oder könnte man das doch ein wenig anders sehen?
  Wir haben heute einen Beerentag eingelegt. Nicht auf dem Speisetisch sondern im Garten. Brombeeren, Himbeeren, Schwarzbeeren oder Heidelbeeren wie man auf deutsch sagt, ach ja und Ribisel, sprich Johannisbeeren haben wir heute eingepflanzt. Ergänzt wurde die botanische Vielfalt mit Hibisken, Myrten und Melissen.
  Kann sich noch jemand an Valentin erinnern? Sicher nicht. Es ist der Enkel, el nieto, von unserem Nachbarn, el vecino, über uns. Wenn man zu einem jungen Mann im Alter von vier Jahren entzückend sagt, ist das sicherlich keine sonderlich gute Aussage. Das kommt ungefähr dorthin, dass einem irgend so eine alte Tante gönnerhaft über den Kopf streicht und dabei feststellt:" Ach, bist du wieder groß geworden In welche Klasse gehst du denn jetzt?" Dabei fühlt man sich selbst schon so erwachsen! lach ein wenig :o) Ganz einfach schauderbar! Aber Valentin ist wirklich, sagen wir einmal, umwerfend!
  Na egal. Auf alle Fälle haben wir genügend Pflanzen zum Einsetzen gehabt - wir haben unser Arbeitspensum bei weitem noch nicht geschafft - da kommt Rufino mit seinem Enkel Valentin an die Mauerkante. Womit? lach ein wenig :o) Mit Ablegern aus seinem Besitz. Yamswurzeln, Tachinaste und irgendwelche Wolfsmilchgewächse. Noch mehr Löcher zu graben.
  Schlussfolgerung? Ich möchte dieses Leben nicht mehr missen! Menschlichkeit ist Balsam für die Seele. Gewisse Dinge kann man sich weder kaufen noch bekommt man sie selbstverständlich. Auch wenn sie oft nicht zum perfekten Zeitpunkt eintreffen. *g* Doch damit kann man ganz gut leben!
  Wenn ich da an unsere Heimat denke?!
  Ich möchte nicht ungerecht sein - wir beide entsprechen wahrscheinlich auch nicht den Traumvorstellungen der meisten Menschen. Wir sind keine Vereinsmenschen und keine Stammtischbrüder, keine Mitläufer. Wir haben unser eigene Vorstellung vom Leben. Wir haben immer schon das gemacht, was wir wollten. Es st ja auch unser Leben und nicht das von anderen Erdbewohnern  - egal ob verwandt, bekannt oder gar nichts von beiden.
  Wenn wir uns etwas vorgenommen haben, haben wir es ganz einfach gemacht. Mit einem einjährigen Kind nach Afrika? Warum nicht? Andere Menschen können in diesem Land ja auch ganz gut leben, oder nicht? Unserem Kind hat es auch nicht geschadet.
  Für uns waren diese Entscheidungen auch gut so, sonst wäre unser Horizont heute nicht der, den wir vom Leben für uns haben. Das Wichtigste im Leben ist Toleranz! Toleranz sich selbst gegenüber aber vor allem Toleranz und Respekt anderen Kulturen und Lebensgewohnheiten gegenüber. Wer das nicht akzeptieren kann, verliert im Leben. lach ein wenig :o) Es kommt im Endeffekt immer auf den Blickwinkel an.
  Ist das berühmte Glas halb voll oder halb leer?
  Man kann durch New York gehen und eine Grille zirpen hören - wenn man weiß, wie eine Grille zirpt - sonst hört man nur den Straßenlärm. Vielleicht ein blödes Beispiel, aber mir fällt im Moment kein besseres ein.
  In der Einfachheit liegt die Kraft und die Freude am Leben - und so aufgeschlossene, offene Menschen wie hier habe ich selten kennen gelernt. Daran könnten sich viele Menschen ein Beispiel nehmen. Einen Versuch wäre es immerhin wert!
  Na ja, es ist schon spät, zum Philosophieren bleibt noch genug Zeit im Leben. Man sollte eigentlich Schluss machen, wenn es am schönsten ist, oder? Also dann, träumt was Schönes!
1. bis 15. Dezember 2006
Fragen, Vorschläge und Kritik
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  Ergänzungen
  * Flughafen Teneriffa Süd - Reina Sofia
 
38610 Granadilla de Abona
Teneriffa, Spanien
Tel.: +34 (0) 922 759 000
Fax: +34 (0) 922 759 247
Email:infotfs@aena.es
  Der Flughafen Reina Sofia im Süden Teneriffas (TFS) ist ca. 60 km  von Santa Cruz entfernt. Nähere Informationen findet man auf der Webseite http://www.aena.es
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  * Das Märchen von den verlorenen Farben
  Es war einmal ein Regenbogenprinz und eine Prinzessin namens Rosenquarz. Die beiden trennte ein unüberwindlich tiefes Wasser. Die einzige Verbindung war ein zauberhafter Regenbogen, den die Sonne mit ihren Strahlen zum leuchten bringen konnte.
  Einmal im Jahr veranstaltet die Prinzessin in ihrem Schloss ein großes Fest. Dann kam ein alter Fährmann und ließ seine Fähre ins Wasser und brachte den Regenbogenprinz zur Prinzessin. Die Beiden durften sich jedoch nicht berühren, nur miteinander sprechen. Die Prinzessin bietet dem Prinz ein Glas Sekt an, damit durften die beiden anstoßen. In diesem Getränk war all die Liebe und Sehnsucht verborgen, sie kann ins Herz und Seele flüchten. Es war ein unheimlicher Rausch der Gefühle.
  Bei einer körperlichen Berührung würde alles mit fürchterlichem Getöse zusammenbrechen und in der Erde verschwinden. Vor diesem Unglück hatten beide fürchterliche Angst. Nur das Wunder von tausend Sternen könnte die Beiden für immer zusammenbringen.
  Es war einmal ein ganz gewöhnlicher Morgen. Doch irgendetwas schien anders zu laufen.
  Die fröhliche Sonne hat ihr Fenster fest verschlossen und der müde Tag kroch wie ein trauriger, grauer Schleier von den Bergspitzen ins Tal. Die Stille der Nacht gähnt aus jedem sonst so munteren Bächlein.
  Die stets so fröhlichen Vögel haben ihr Morgenkonzert nicht angestimmt, es fehlte die Lust zu singen und zu musizieren.
  Was war da geschehen? Keine Farben am Himmel und auf den Wiesen und Feldern. Hat die Natur ihr Augenlicht verloren? Oder hat da ein Blitz der Traurigkeit eingeschlagen? Die Notenblätter sind nur weiß, keine einzige Note;
  Sogar der kleine grüne Frosch am Teich dreht sein Notenblatt einige Male hin und her. Er hätte so gerne seiner Geliebten ein Morgenständchen gequakt. Vor Traurigkeit kollern ihm zwei Tränen über seine runzligen Wangen.
  Der alte Fährmann sieht das und sucht seinen Farbenkübel, da war auch keine Kleinste Spur von Farbe. Er hat doch gestern den Regenbogenprinz mit der Fähre nach Hause gebracht, da war alles noch in Ordnung. Es ist dabei alles
Mit rechten Dingen zugegangen.
  Nur der alte Mann weiß wie dieses Glück mit Prinzessin und Regenbogenprinz zulösen geht. Da muß ihm eine böse Fee einen Streich gespielt haben.
  Die schöne Prinzessin wartet im Schloss bis die Sonne aufgeht und der Regenbogen sich wieder über das tiefe Wasser spannt. Der Prinz sitz am Ufer unter einer farblosen Eiche und kann nicht verstehen, warum die Sonne ihr Fenster heute nicht öffnet. Alles war still, farblos und traurig.
  Der alte Mann strengt seinen Kopf an und sucht nach einer Lösung.
  Nur ein Wunder von tausend Sternen kann die Beiden zueinander bringen. Ohne Licht Farben und Fröhlichkeit ist das nicht möglich. Jeder hat doch einen Schutzengel; Den will er nun rufen. Der Mann setzt sich auf einen großen Fels und breitet seine Arme aus, als wolle er davon fliegen. Da erscheinen rechts und links zwei wunderschöne gestalten, die fliegen durch die farblose Luft.
  Sie setzen sich rechts und linkt zu dem Mann und schreiben ihm etwas in seine Handfläche. Der Mann zieht die Stirne in Falten und bedankt sich. Die beiden Engelsgestalten sind rasch wieder verschwunden.
  Da wo der bunte Regenbogen am anderen Ufer seinen Platz hat, hat sich eine böse Fee einen Streich ausgedacht.
  Gestern Abend kurz bevor die Sonne ihr Fenster schließt, nimmt die böse Fee das eine Ende des Regenbogens und reißt es mit Gewalt aus seiner Verankerung. Mit ihren schmutzigen krummen Fingern wie Teufels Krallen, spult sie den Regenbogen auf einen dürren Baumstamm und versteckt ihn unter einen Haufen vertrocknetem Laub.
  Dann setzt sie sich auf den Hügel und lässt ihre bösen Blicke über den Himmel schweifen. „Das mir da ja keine Sonne hervor kommt!“ Sie hat gestern das Sonnenfenster fest verschlossen Und den Schlüssel zu sich genommen.
  Der alte Mann hat sich inzwischen in seine Fähre gesetzt und rudert über das tiefe Wasser. Als die Hexe das sieht, faucht sie vor Wut, dass sich die Wasseroberfläche in ein stürmisches Meer verwandelt. Der alte Mann kennt solche Stürme und lässt sich nicht beeindrucken. Er steuert mit sicherer Hand das Boot zum anderen Ufer. Dort wird er eine Abrechnung machen. Je näher er dem Ufer kommt, desto blasser wird das Gesicht der bösen Fee.
  Prinz und Prinzessin wissen nichts von diesem Schauspiel. Sie haben nur große Sehnsucht im Herzen und tiefe Traurigkeit In ihrer Seele. Eine Hoffnung, dass eines Tages der Himmel für sie tausend Sterne über sie Ausschüttet und der böse Fluch ein Ende hat.
  Der alte Mann ist inzwischen am anderen Ufer angekommen und steigt Festen Schrittes zur bösen Fee auf dem Haufen dürren Laubes. Er stellt mit lauter Stimme die Frage:
  "Wo hast du die Farben dieser Erde versteckt?“
  Sie hält sich die Ohren zu und strampelt wie verrückt auf dem Hügel von dem dürren Laub. Sie schreit: "Ich hab nichts! Ich gebe nichts! Verschwinde aus meiner Nähe!“
  Da beginnt der Mann mit dem Farbenpinsel in seinen Kübel zu tauchen, und bemalt das Gesicht der bösen Fee mit Wasser und Erde. Der Schlamm dringt ihr in Augen, Nase und Ohren. Wenn du mir den Schlüsse für das Sonnenfenster nicht gibst, dann stopfe ich dir das Maul voll, bis du keine Luft mehr bekommst!
  Das versetzt die Hexe in derartige Angst, dass sie den Schlüssel aus ihrem Versteck hervor kramt und dem alten Mann übergibt.
  Den Regenbogen bekommst du aber nicht, das werde ich nie zulassen, dass Regenbogenprinz und Rosenquarzprinzessin ein Paar werden.
  Der alte Mann sperrt das Sonnenfenster auf und die Sonne lässt ihre schönsten Sonnenstrahlen über Wiesen und Felder scheinen. Die Vögel können wieder ihre Fröhlichen Lieder singen und der kleine Frosch hat seine Noten auch wieder Gefunden und quakt nach Herzenslust, jetzt laufen ihm die Freudentränen über die Wangen. Alles wiegt sich wieder in Freude und Glück.
  Nur Prinz und Prinzessin sind noch nicht ganz glücklich.
  Die Sonnenstrahlen finden so viele neue Wassertropfen in der Luft und baut damit einen neuen zauberhaften Regenbogen. Der Prinz kann so wieder seine Grüsse zu seiner Geliebten hinüber schicken. Aber vereint sind sie noch immer nicht.
  In einer schlaflosen Nacht legt sich die Prinzessin auf die Wiese und sieht in den Sternenhimmel. Der Prinz findet auch keinen Schlaf und Schaut in den Nachthimmel voll Sterne.
  Da huschen zwei wunderschöne Engelgestalten über das Firmament und tippen mit ihren zarten Fingern an einen besonders hellen Stern. Plötzlich fliegen tausend glitzernde Sterne vom Himmel und lassen das tiefe Wasser verschwinden, sie nehmen auch die böse Hexe mit in die Tiefe der Erde.
  So können Regenbogenprinz und Rosenquarzprinzessin für immer Zusammen in ein Schloss ziehen und bis an ihr Lebensende ein glückliches Leben miteinander führen. Es gehen jede Nacht viele tausend Sterne auf und jeden tag werden Bunte Regenbogen gebaut, aber das Glück wohnt immer in zwei glückliche Herzn.
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  Auszüge aus einer Rede des Indianerhäuptlings Seattle an den Präsidenten der USA aus dem Jahr 1855
  "Der große Häuptling in Washington lässt uns wissen, dass er unser Land kaufen will. Er sagt uns dazu Worte der Freundschaft und des guten Willens. Dies ist sehr freundlich von ihm, da wir wissen, dass er kaum auf unsere Freundschaft angewiesen ist. Wir werden uns aber euer Angebot überlegen, da wir wissen, dass, wenn wir es nicht tun, der weiße Mann vielleicht kommen mag, um uns unser Land mit Hilfe von Gewehren wegzunehmen. Was Häuptling Seathle sagt, kann der große Häuptling in Washington mit der gleichen Sicherheit als wahr nehmen, mit der unsere weißen Brüder mit der Wiederkehr der Jahreszeiten rechnen können. Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.
  Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen - wie die Wärme des Landes? Diese Idee scheint uns sehr merkwürdig. Wir besitzen auch die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht. Wie könnt ihr sie da von uns kaufen? Jedes Stück dieses Bodens ist meinem Volk heilig. Jede schimmernde Kiefernnadel, jedes sandige Ufer, der zarte Dunst in der Dunkelheit der Wälder, jede Lichtung und jedes summende Insekt ist der Erinnerung und dem Erleben meines Volkes heilig.
  Es gibt in den Städten der Weißen keinen Ort der Stille, keinen Ort, um dem Singen der Frühjahrsblätter oder dem Knispeln eines Insektenflügels zu lauschen. Aber vielleicht deshalb, weil ich ein Wilder bin und nichts verstehe, erscheint meinem Ohr der Lärm so schmerzhaft.
  Die Luft ist dem Roten Mann teuer, deshalb, weil alle denselben Atem haben: die Tiere, die Bäume, die Menschen. Der Weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, gar nicht zu merken - wie ein Mensch, der tagelang dahin stirbt, ist er für den Gestank empfindungslos.
  Falls ich mich entscheiden sollte, dem Angebot zuzustimmen, werde ich eine Bedingung zu stellen haben: Der Weiße Mann muss alle Tiere des Landes als seine Brüder behandeln. Ich bin ein Wilder und verstehe es nicht anders .... Was ist der Mensch ohne Tiere? Wenn alle die Tiere nicht mehr da wären, würde der Mensch an der großen seelischen Einsamkeit sterben, denn alles, was den Tieren widerfährt, trifft auch die Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was immer der Erde zustößt, stößt auch den Menschen zu!
  Eins wissen wir, und der Weiße Mann wird es vielleicht eines Tages auch entdecken: Unser Gott ist derselbe Gott. Ihr mögt jetzt denken, dass ihr ihn so besitzt, wie ihr auch das Land besitzen wollt. Aber das könnt ihr nicht. Er ist Gott für alle Menschen. Und sein Mitleid für die weißen und die roten Menschen ist dasselbe. Ihm ist die Erde wertvoll, und die Erde zu verletzen heißt, Verachtung auf den Schöpfer zu häufen.
  Macht weiter, Euer Bett zu beschmutzen, und eines Nachts werdet ihr in eurem eigenen Müll ersticken. Wenn die Büffel alle abgeschlachtet sind, die wilden Pferde alle gezähmt, die heimlichen Winkel des Waldes schwer vom Geruch vieler Menschen und der Anblick der reifen Hügel verdeckt ist, wo ist dann das Geheimnis des Dickichts? Es ist fort. Wo ist der Adler hin? Er ist fort. Mit all eurer Kraft, mit all eurem Mut und mit ganzem Herzen bewahrt es für eure Kinder und liebt es so, wie Gott uns alle liebt.
  Eines wissen wir: Unser Gott ist derselbe Gott. Die Erde ist ihm wertvoll."
   
   
  * Schönes Wetter von Roman Pliske
  Als Gott den Menschen besonders heftig zürnte, schickte er ihnen zur Strafe schlechtes Wetter. Es hat dann wirklich lange geregnet, alles war überschwemmt, und Gott bekam wieder einmal seinen Willen. Seit diesem Zeitpunkt sah er, dass die Sache mit dem Wetter wichtig ist, und kommandierte gleich mal einen Apostel dafür ab. Viele meinen auch heute noch, dass Petrus für das Wetter verantwortlich sei. Das ist, genau genommen, falsch. Seit einigen Jahrhunderten hat diese ehrenamtliche Funktion ein anderer Herr inne: der Nachfolger des Apostels Petrus in Rom. Und immer wenn das Wetter sich so grauenhaft zeigt wie in diesem Jahr sehr lange, versucht der Heilige Vater von seiner Verantwortung abzulenken, beispielsweise mit einem Scheingefecht.
  Everywhere you go, always take the weather with you. Wir kennen es aus dem Zeichentrickfilm: Wenn man richtig Pech hat, hängt eine kleine graue Regenwolke den ganzen Tag über dem Kopf. Sie zeigt, dass die Laune und die Wetterlage unzertrennbar zusammengehören. "Geh mir aus der Sonne!" Schon Diogenes hatte keine Lust auf schlechte Stimmung. Hab Sonne im Herzen und so weiter ... Ein Problem scheint, dass es Charaktere geben soll, die - nach dem persönlichen Traumwetter gefragt - von Nieselwanderungen im schottischen Hochland schwärmen.
  You are the sunshine of my life. Meine liebsten Szenen im großen Kino spielen in Betty Blue am Strand. Die Luft ist salzig, das helle Licht flimmert, er kocht Chili con carne. Sie haben wilden, wunderschönen Sex, aus den Poren treten kleine Schweißkuppeln, die sanft zerplatzen und den Weg zum Boden suchen. Ein verknittertes Bettlaken wird Synonym für diesen Tag. Die anderen Tage werden von einem Typen bestimmt, der irgendwie die Miete will, von einem Filterpapier, das nicht durchlässig ist, und von etlichen Strandbuden, die gestrichen werden müssen. Ein verknittertes Gesicht schaut verärgert in die Sonne. So sieht die Wahrheit des Sommers aus. Man will sie nur selten glauben, deshalb die immer währende Suche nach dem großen Glück.
  Viele Menschen würden gern Liegestühle am Strand von Marokko vermieten. Sagen sie. Wenige wären dort glücklich. Sage ich. Nach einem Dutzend Tagen schon würden sie vor Langerweile fluchen und in den Schatten flüchten. Weil sie feststellen, dass das schöne Wetter hier die Regel ist. Es fehlt wie so oft das qualifizierende Gegenteil; schnell kann man den brennenden Feuerball am nie bedeckten Himmel nicht mehr sehen. Und muss es jeden Tag. Daran sieht man, wie subjektiv schönes Wetter ist. In Irland sagen die Menschen: "Oh dear, it's a heat wave!", wenn das Thermometer zwei Tage hintereinander knapp über 20 Grad zeigt. Und jede Frau trägt einen Minirock.
  Hab Sonne im Herzen. Das Wetter als Spiegel der Weltlage - das war schon im elisabethanischen Zeitalter so. Immer wenn es bei Shakespeare Ärger gibt, wenn etwas faul ist im Staate Dänemark, zieht ein bedrohlicher Wind auf. "Die Luft geht scharf, es ist entsetzlich kalt." Hamlet läge auch lieber auf der Sonnenbank. Und dem geläuterten König Johann wird von Pandolph gern geholfen: "Mein Atem war es, der dieses Unwetter erregte, nachdem ihr euch aber auf eine solch glückliche Art verändert habt, so soll eben dieser Atem diesen Sturm des Kriegs wieder hinweg hauchen und schönes Wetter in euerm erschütterten Lande machen." Na also: König gut, Wetter gut, alles gut. Schön, dass alles so einfach ist. Vorhang.
   
  I'm singing in the rain, just singing in the rain. Der Wunsch, das Wetter zu beeinflussen, ist alt. Sehr alt. Die einen springen um ein Feuer und opfern diverse Naturalien oder mehr. Sie schicken Pfeile in die Wolken, um sie zu verletzen, damit sie dann Wasser bluten. Wenn die Tropfen tatsächlich fallen, glauben sie an ihren Erfolg und vollführen ausgelassen den Regentanz. Sie haben nun schönes Wetter. Das ist aber sehr weit weg.
  Bei uns gibt es auch immer wieder Zweckoptimisten, die gute Miene zu bösem Spiel machen. Sie nennen dann den Regen reinigend, loben die klare Luft danach und verweisen auf die Vorteile des Nass' für die Landwirtschaft. Wahrscheinlich haben sie ihren Aristoteles zweimal gelesen: Es ist gut, wenn ich will, was ich muss. Normal Empfindende haben höchstens ein wohliges Gefühl, wenn es ordentlich schüttet und sie es aus dem Hausinneren hören und sehen können. Sie liegen dann gerne im warmen Bett und freuen sich, dass sie nicht wie ein verlassen Wartender (Ich steh im Regen) draußen bleiben müssen.
  Der Hundertjährige Kalender, ein immer noch bestehender Versuch aus dem 17. Jahrhundert, verheißt ab dem 15. Juli 1999 schönes Wetter auf lange Zeit. Schau mer mal. Sitzen wir dann abends auf dem Nordbalkon und sehen jagende Wolken durch das Abendrot stürmen, oder nippen wir gar am Hafen eines verträumten Fischerdörfchens an einem Glas Wein, sehen den Alten beim Knüpfen der Netze zu und betrachten das Meer, wie es die späte Sonne von der Ferne auf einer roten Straße bis an die Mole bringt, dann, spätestens dann, erliegen wir voll dem ganzen, sanften Seelenkitsch: Ach, ist das schön.
  © DIE ZEIT 1999
  up
  * Teddy und Annie
  GB, 1995
  ORF1: 08.12.2006, 07:15 Uhr - 07:40 Uhr
  Regie: Graham Ralph
  Teddy, ein brauner Bär, und Annie, eine Puppe, lernen sich nach Weihnachten in einer Mülltonne kennen. Beide sind sehr traurig, denn offensichtlich werden sie von ihren ehemaligen Spielkameraden nicht mehr geliebt. Aber wenn ihre Kinder sie nicht mehr wollen, dann müssen sich die beiden eben neue Kinder suchen. Noch ziellos machen sich Teddy und Annie auf eine abenteuerliche Suche.
   
   
  das ist schon möglich de hecho es posible
  der letzte Schrei  el último grito
  das ist gut und schön, aber ...  todo esto suena muy bien, pero...
   
   
   
   
   
   

 

© Mundo Muñecas S.L.

last update 20.11.08

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