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Was der Tag wohl bringen wird? |
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Ich lass mich mal überraschen. Auf alle Fälle wird
das Zimmer für Julian an diesem Wochenende fix und
fertig! Weihnachten soll ganz gemütlich beginnen -
ohne Stress. *g* |
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Georg hat noch einen Weg in Icod und ich bin noch
auf der Suche nach einer bestimmten Folie für unsere
Weihnachtspackerln. Also nichts wie los.
Der Fotoapparat ist mit dabei, denn den
Weihnachtsschmuck der Stadt habe ich in diesem Jahr
noch nicht gesehen - welche Schande. Die Stadt wird
immer besonders aufwendig geschmückt - und jedes
Jahr anders! |
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Icod de los Vinos ist für Weihnachten gerüstet -
jedes Gässchen, jede Straße, alle Plätze und
Laternen haben einen romantischen Schmuck bekommen.
Dazu der tiefblaue Himmel - wie für eine
Postkarte arrangiert, schon fast kitschig! Aber soo
schön! |
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Das Rathaus, el
ayuntamiento, ist mit Unmengen von roten
Weihnachtssternen, estrellas de Navidad und
Blumengirlanden, guirnaldas de
flores, geschmückt. Am Abend ist es mit
Sicherheit noch stimmungsvoller, denn eingerahmt
wird das gesamte Gebäude von einem Vorhang kleiner,
weißer Lichterketten. |
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Auch auf die Straßenlaternen wird nicht vergessen.
Alle haben ein grünen Kranz, una
corona verde,
erhalten. Aufgeputzt ist jeder Kranz mit
Lichterketten, goldenen und roten Kugeln und
Bändern. |
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Der dritte Tag für meinen angesetzten Orangenlikör
ist angebrochen. Wer mich kennt, weiß was jetzt
kommt. *g* Wenn ich ganz ehrlich bin, hat diesmal
Georg dien schwarze Peter. Er konnte seine Neugier
nicht bezähmen - hat den Kork entfernt und
geschnuppert!
Gekostet hat er auch! |
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Eines steht heute bereits fest - er wird gigantisch! |
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Am Nachmittag waren wir noch fleißig und haben
unseren Obstgarten um einige Bäume reicher gemacht.
Sternfrüchte, Granatäpfel und Guanábana werden in
Zukunft unsere Früchtevielfalt bereichern. Zur
gleichen Zeit hat unser Nachbar Kartoffel gepflanzt.
Zeile für Zeile. Gearbeitet hat er, wie wir, bis es
dunkel wurde.
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Als er sich mit einem Gute Nacht, ¡buenas noches!
verabschiedet hat, sind wir eigentlich auch
bereits auf dem Weg zum Abendessen gewesen. |
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21 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Blauer Himmel und klirrend Kälte. Zumindest
empfindet man es so. 9° Celsius um sieben Uhr
morgens. Ein ziemlich kalter Arbeitsbeginn und das
auch noch bei Dunkelheit. |
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Ein paar Stunden später kann man sich diese
Frühtemperatur gar nicht mehr vorstellen!
Herrlichstes Urlaubswetter! Wirklich - Wetter vom
aller Feinsten. Windstille, blauer Himmel von dem
die Sonne lacht. |
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Richtiges Geburtstagswetter für meine beste
Freundin. Eigentlich ist sie ja meine allerbeste
Freundin und wenn man es ganz genau nehmen will sind
wir ja fast Schwestern. *g* Na ja, nicht genetisch -
aber praktisch.
Auch wenn uns oft ein simpler Maschendrahtzaun
voneinander getrennt hat. Gezwungener Maßen. Schade,
dass ich das Foto nicht in Reichweit habe, aber es
gibt eine Aufnahme aus unseren frühen Zeiten, das
diese Aussagebelegen kann. Ein Kappstuhl jenseits
des Zaunes und einer diesseits. |
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Zwei kleine Mädchen auf jedem dieser Stühle. Rechts
und links der beiden Mädchen eine grüne Hecke. Wir
haben uns gegenseitig Märchen vorgelesen.
Ich weiß nicht mehr genau, wie alt wir damals
gewesen sind. Immerhin, lesen mussten wir können,
den ein weiterer Zeuge dieses Tages war ein
Märchenbuch, das ich heute noch besitze. Es wurde
damals kurzzeitig im Regen liegen gelassen und der
Buchumschlag ist aus diesem Grund auch heute ein
ziemliches Wellental. Er hat sich nie mehr gerade
pressen lassen. |
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Heute könnte man die Geschichte schon fast mit "es
war einmal" beginnen... |
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Obwohl wir uns öfter im Leben aus den Augen verloren
haben, egal ob es verschiedene Schulorte und später
weit auseinander gelegne Wohnorte waren - wir sind
uns nie fremd geworden. Die gemeinsame Wellenlänge
blieb immer vorhanden.
Ob wir uns gegenüber sitzen und uns nur
ansehen müssen, um zu wissen was der andere sagen
will, oder ob eine von uns beide in einer Situation
ist, in der es schön wäre den Augenblick zu teilen,
das macht - fast - keinen Unterschied. |
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Möchte jemand ein absolut sichereres Mittel gegen
Schluckauf wissen? Ich habe Erfahrung damit! Ein
Kaffeelöffel reiner Zitronensaft. Vor lauter Schreck
über den sauren Schock flüchtet jedes "Schnackerl"
Mit Garantie! |
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Heute hat sie also Geburtstag und ist somit wieder
gleich alt wie ich.
Sie schafft es erstaunlicher Weise jedes Jahr
aufs Neue. Schade, dass wir nicht wirklich mit einem
Gläschen Prosecco anstoßen können. Es wäre schön,
wenn sie heute hier sein könnte! |
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Alles Gute ist mir zu wenig für
dich. |
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Nur das Beste reicht mir nicht. |
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Auf ein Neues ist mir zu abgedroschen. |
| Dass ich heut nicht komm - verzeih
mir. |
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Sei verständnisvoll - |
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In Gedanken bin ich bei dir und trink
ein Gläschen auf dein Wohl! |
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Alles Gute zum Purzeltag - Andrea! |
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Wenn man auf der Insel von so genannten Einwanderern
über die Telefonica etwas hört ist es immer negativ.
Ich habe keine Ahnung warum. Wir hatten nie ein
Problem, egal ob es um einen Telefonanschluß oder um
den Internetzugang ging. Ein Anruf genügte,
gearbeitet wurde zum Teil sogar am Wochenende. |
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Jetzt hatten wir wieder ein kleines Problem, ein
großer LKW hat das darüber führende Telefonkabel
empfindlich gedehnt. Ein Anruf bei der Telefoica
und einige Stunden später ist ein Serviceteam zur
Stelle gewesen und hat den Urzustand wieder
hergestellt. Kein Problem!
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Auch das Thema die Telefonkabel in die Erde zu
verlegen ist keine Debatte wert. Innerhalb von zehn
Tagen soll das geschehen sein. Warum sollte man
diese Aussage anzweifeln? Bis dato haben die
Auskünfte auch immer gestimmt und sämtliche
Abrechnungen der Telefongesellschaft sind absolut
korrekt! Soviel zum Thema Telefonica. |
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21 ° Celsius |
Sonnenaufgang: 07.49 Ortszeit |
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Icod de los Vinos |
Sonnenuntergang: 18.12 Ortszeit
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Der letzte Termin beim Steuerberater vor
Weihnachten. Von Weihnachen bis zu den Heiligen drei
Königen geschieht so gut wie gar nichts, denn einmal
arbeitet der und dann der andere.
Kluge Leute nehmen um diese Zeit - wenn es
möglich ist - Urlaub. |
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... und sie klettern und erobern Fassaden, Balkone,
Wohnungen und ganze Häuser. Auch in La Orotava
erobert papá noel die die Stadt.
Ich habe mich schon zweifelnd gefragt, ob für
Kinder in anderen Ländern überhaupt noch ein Kollege
zur Verfügung steht oder ob alle
Weihnachtsmänner auf die Kanarischen Inseln
ausgewandert sind? |
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So wie uns Angel, der Steuerberater erzählt hat,
werden auch auf Teneriffa die Geschenke bereits
meistens am zu Weihnachten verschenkt. Die Heiligen
drei Könige bringen dann nur mehr eine Kleinigkeit.
Die Globalisierung lässt grüßen! Für die
Kinder ist es allerdings viel sinnvoller. So können
sie die Ferien noch dazu nutzen, die neuen Spiele
auszuprobieren. Im Jänner beginnt auch für sie
wieder die Schule und dann ist wenig Zeit dafür. |
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Eine neue Redewendung haben wir auch wieder gelernt.
iiUn no lo tu tiene ya!! Wörtlich heißt
das eigentlich, ein Nein hast du ja schon. Bei uns
würde man sagen - fragen kostet Nichts! |
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Wir kennen es nicht, aber in vielen Ländern Europas
wird es gefeiert - das Fest der Heiligen Lucia. |
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Lucia lebte im vierten Jahrhundert, zur Zeit der
Christenverfolgungen unter Diokletian in Syrakus.
Sie hatte eine Erscheinung der Heiligen Agathe von
Catania und ließ sich daraufhin taufen und wurde
Christin. |
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Um zu helfen, brachte sie den Christen, die sich in
den Katakomben versteckten Lebensmittel. Um beide
Hände zum Tragen freizuhaben, ging sie mit einer
Krone aus brennenden Kerzen auf dem Kopf in die
dunklen Gänge.
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Als ihr Verlobter erfuhr, dass sie Nonne werden
wollte, war er so von seiner Braut enttäuscht, dass
er sie denunzierte.
Christen wurden um diese Zeit hingerichtet. Lucia
sollte von Ochsen zu Tode geschleift werden, aber
die Tiere weigerten sich, auch nur einen Schritt zu
gehen, so sehr man sie auch quälte und antrieb. |
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21 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Der Passat zeigt uns im Moment wer der wahre Herr
über dem Nordatlantik ist.
In unserer Gegend, also im Nordwesten von
Teneriffa, war er allerdings sehr zahm und hat nur
ein Regen gebracht. Das Azorenhoch wandert jetzt
jedoch Richtung Spanien und der Wind wird seine
Richtung ändern und wieder warme Luft zu den Kanaren
bringen. Der heutige Tag war bereits sehr viel
versprechend. Meistens hat die Sonne vom blauen
Himmel gelacht und die Temperatur natürlich gleich
wieder um einige Grade in die Höhe getrieben. Am
Abend ist es allerdings wieder trübe und bewölkt
geworden. Es nieselt ein wenig. |
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Der Wind hat allerdings den Flug- und Schiffsverkehr
etwas beeinträchtigt. Es kam zu ein paar
Verspätungen der Transportmittel - sowohl in der
Luft als auch auf dem Wasser. Jetzt kann man aber
nicht mehr so genau feststellen, ob der Streik des
Bodenpersonals der Atlantica Handling für mehr
Verspätungen und Stornierungen gesorgt hat oder der
Wind. |
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Die Gewerkschaft sagt, das war das streikende
Personal - die Binter Canarias sagt, das war
der Wind.
Vielleicht haben beide recht?
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Die
erste Maschine der Ryanair die in Los Rodeos gestern
Früh gelandet ist, hat sich davon jedoch nicht
beeindrucken lassen. Eine reibungslose Ankunft so
zusagen. Obwohl die Passagiere geglaubt haben müssen
wieder in Irland gelandet zu sein. Bei so einem
Wetter ist Los Rodeos äußerst irisch - ungemütlich,
feucht und kalt. Das ist keine Gegend für mich!
Zu hoch gelegen, zu feucht und zu kalt. |
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Heute hatte ich hohen Besuch - ein Mäuschen hat sich
in unsere Behausung gewagt. Na ja, eigentlich ist
sie sehr selbstbewusst über den Vorleger spaziert.
Klein, braun und kugelrund. Dann hat sie
ihre Selbstsicherheit anscheinend doch ein
wenig verlassen und sie ist zwischen meine Schuhe
geflüchtet.
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Mit Georgs Hilfe
haben wir sie zu zweit wieder auf den richtigen Weg
gebracht. Sie hat sich doch für ein Leben in
Freiheit entschieden und ist kurzerhand Hals über
Kopf durch die Haustüre geflüchtet.
Eine wahrlich kluge Entscheidung - für eine
Wohngemeinschaft mit Mäusen konnten wir uns noch
nicht entscheiden. *g* |
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Die Weihnachtsmaus
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Die Weihnachtsmaus ist sonderbar - sogar
für die Gelehrten. |
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Denn einmal nur im ganzen Jahr |
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entdeckt man ihre Fährten.
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James Krüss |
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hier gehts weiter :o) |
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Jetzt wäre noch Zeit, sich ein Los für die
Weihnachtslotterie zu kaufen.
Ich glaube, es gibt
keinen Spanier - und natürlich auch keinen Canario - der
nicht wenigstens eines dieser wertvollen
Los besitzt.
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Im Jahr 2005 war der Hauptgewinn, el Gordo,
der Dicke, 510 Millionen Euro wert. Heuer sogar es
540 Millionen Euro. |
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Die Lose mit der Nummer 20.085 wurden fast
ausschließlich in der kleinen Ortschaft Vic bei
Barcelona verkauft. Den Freudentaumel kann man sich
vorstellen. Die Menschen jubelten und tanzten auf den Straßen. Der spanische Cava
floss in Strömen.
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2004 war das Örtchen Sort in der Provinz Lleida
in den Pyrenäen der Glücksort und das kann man
wörtlich nehmen! Sort bedeutet Glück. Dort wurden
innerhalb von zehn Jahren schon fünf Mal Lose für
den Hauptgewinn verkauft, zuletzt eben 2004. Warum?
In diesem Ort werden eben besonders viele Lose verkauft. |
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In Sort gibt es eine Lotterieannahmestelle mit dem
Namen
La Bruixa d'Or, die Goldene Hexe. Inzwischen
ein Wallfahrtsort für Glücksuchende aus aller Welt,
denn der Besitzer, Xavier Gabriel, von La Bruixa
d'Or verkauft über seine Internetseite Lose für die
Weihnachtslotterie in der gesamten Welt.
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Auf der Webseite der Goldhexe, kann man also Lose
für die spanische Weihnachtslotterie via Internet
kaufen. Allerdings muss man mindestens fünf
Losanteile kaufen, das kostet allerdings 100 Euro.
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Na dann - viel Glück! ¡imucha
suerte!! |
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20 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Heiße 11° Celsius in der Nacht gekoppelt mit Wind
und Regen. In den nächsten Tagen soll es auch nicht
besser werden. Was soll man dazu sagen? It's
wintertime in Tenerife! Das Schöne daran ist nur,
das der erste Eindruck täuscht.
Sobald sich die Sonne am Himmel zeigt ist es
wunderbar warm. |
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Der Teide hat über Nacht eine zarte Haube aus Schnee
bekommen.
Es ist wirklich nur ein äußerst zartes Häubchen -
gar so lange wird die Pracht wahrscheinlich aber
nicht halten. |
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Gestern hat sogar unser Nachbar - und das ist
immerhin ein abgehärteter Canario - seinen Kamin
eingeheizt.
Wir können es bezeugen, aus seinem Kamin
entfleuchte grauer Rauch! Ganz eindeutig. |
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Die Bewohner dieser schönen Inseln beheizen ihre
Wohnungen ja nicht. Das machen ja nur die Ausländer.
Die so genannten Insulaner sind ja überhaupt nicht
kälteempfindlich. Heizung? Isolation? Wozu? |
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Dazu könnte man in Zukunft ja noch mehr bemerken. Da
in Spanien seit September eine neue Bauordnung gilt
- die logischerweise auch für die Inseln im Atlantik
zutrifft - wird sich in der Beziehung einiges
ändern. Gezwungenermaßen so zusagen. Auch wenn diese
kleinen Eilande Afrika näher am Herzen liegen als
Europa - aber das ist ein eigenes Kapitel. |
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Nur so viel - alle Bauansuchen die ab jetzt
eingereicht werden, müssen auch eine vernünftige
Isolation, sprich Wärmedämmung, und eine alternative
Heizung, sprich Solaranlage, beinhalten. Spanien ist
in dieser Beziehung der Vorreiter der EU-Staaten.
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Aber kommen wir zur Heizung zurück.
Der Canario heizt offiziell natürlich nicht -
er kocht! Cocina canaria ist nichts anderes
als ein offener Kamin mit einer Vorrichtung zum
Kochen. Um einen Raum ein bisschen gemütlicher zu
machen, reichen einige wenige Grade aus. Dieser
Temperaturunterschied ist durchaus mit einem offenen
Kamin zu erreichen. Wie man sieht, muss man nur den
richtigen Blickwinkel einhalten. Alles klar? |
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Bei uns werden heute fleißig Fliesen gelegt. Genau
die richtige Arbeit für dieses Wetter. Der größte
Raum ist fertig verlegt, der nächste wurde begonnen.
Wie ist der erste Eindruck? Uns gefällt es! |
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20 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Heute ist das richtige Wetter für einen gemütlichen
Tag. |
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Der zweite Adventsonntag steht heute im Kalender.
Verflixt und zugenäht, die Zeit verfliegt wieder
einmal wie im Flug! In kümmerlichen zwei Wochen ist
bereits der Heilige Abend vorbei. Ich will gar nicht
daran denken.
Also weg mit diesen Gedanken, ich
möchte die vorweihnachtliche Stimmung noch so
richtig auskosten. |
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Wie singt Udo Jürgens in einem seiner Lieder?
Ich
war noch niemals in New York Ich habe es in
diesem Advent noch nicht geschafft, abends
nach Puerto de la Cruz zu fahren. Es wird fällig!
Puerto ist um diese Zeit wirklich schön geschmückt
und beleuchtet.
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Ein Gläschen Wein, una copita vino, am Plaza de Charco mit
der stimmungsvollen Beleuchtung rundum ist
wunderschön.
Kitschig, romantisch, überladen - einfach zum
Träumen! Je weniger Schnee desto mehr
Beleuchtung - das ist die Devise! |
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Heute brennen bereits zwei Kerzen. |
| Die ersten Vanillekipferln sind
schon |
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aus den Keksdosen verschwunden. |
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So gut wie diese werden keine
Kipferln in diesem Advent,
en el Adviento, mehr schmecken!
Das Verbotene hat seinen Reiz nie verloren.
Die
Kekse, las galletas,
die am Heiligen Abend auf dem Tisch stehen,
können da nicht mehr mithalten. *g* Sie sind bereits
abgelaufen, sie sind überholt. |
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Einen schönen Adventsonntag euch allen! Noch 14 mal
schlafen - dann kommt das Christkind. |
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Heute schon gelacht? |
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Fragt die eine Gans eine andere: "Glaubst du an ein
Leben nach Weihnachten?" |
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Regen in der Nacht - wer hätte das gedacht? Und der
Wind pfeift auch um unsere Behausung. Klingt nicht
gerade sehr gemütlich. Na ja, bis in die
Morgenstunden hat sich dieser Ausrutscher des
schönen Wetters sicher wieder verabschiedet.
Abwarten und schlafen gehen ist da sicher das beste
Rezept. |
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Viel besser ist das Wetter auch in der Früh nicht.
Der Regen ist aber so ziemlich vorbei. Ab und zu
nieselt es noch ein bisschen. Gegen Mittag hat sich
dann die Sonne heraus gewagt. Leider nicht all zu
lange. Immerhin ist es bei uns windstill, im Süden
weht heute ziemlich starker Wind und es regnet. Wir
kommen mit ein paar grauen Wolken davon. |
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Ruben baggert seit halb neun. Jetzt hat er genug
Steine zu sortieren *g* Das letzte Mal hat er ja
eine spektakuläre Meldung los gelassen. |
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Als er das angelieferte Aushubmaterial gesehen hat,
meinte er, dass die größeren Steine ja viel zu
wertvoll seien, um untergebaggert zu werden.
Aber unseren Baumstamm, den wir zu Brennholz
verarbeiten wollten, hat er vor einiger Zeit ganz
cool unter die Erde befördert. Da verstehe noch
einer die Welt! *g* |
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Ruben hat bis auf eine Stunde Mittagspause den
ganzen Tag gebaggert und einiges in der Landschaft
verändert. Obwohl es geregnet hat! Ein zäher
Bursche, das muss man hier wirklich festhalten. Wenn
er sich etwas vornimmt, dann fährt die Eisenbahn
drüber.
Auch hier auf der Insel, auf der es gar keine
Eisenbahn gibt. |
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Wir wollten heute eigentlich Obstbäume pflanzen,
aber das Wetter hat uns einen Strich durch die
Rechnung gemacht. Die Regentropfen waren heute
einfach in der Überzahl - die Sonnenstrahlen haben
den Kampf im Endeffekt verloren. Obwohl sie am
Nachmittag einen gigantischen Regenbogen auf den
Himmel gezaubert haben. |
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Meine Wäsche hat aus diesem Grund auch eine
mehrgängige Spülung hinter sich. Nix mit trockenen
Hosen und Hemden.
Morgen schaut die Welt schon wieder anders
aus, dann starte ich eben den nächsten Versuch! |
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Es ist nun halb sieben am Abend und draußen wird es
langsam aber sicher dunkel. Auf der Finca von
Patrico sendet der Stern von Bethlehem oder besser
gesagt von Santa Barbara, bereits seine Lichtimpulse
in den nächtlichen Himmel. Es beginnt täglich mehr
zu flimmern, zu leuchten und zu glitzern. |
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Auch die Invasion der Weihnachtsmänner ist fast zur
Gänze abgeschlossen. Sie sind planmäßig von den
Regalen der diversen Geschäft ausgezogen um
Fassaden, Balkone und Kamine zu stürmen.
Mit Hilfe von Strickleitern, die James Bond mäßig
mit Leuchtdioden ausgestattet sind, überwinden sie
mit dem Rucksack auf dem Rücken jedes Hindernis! |
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Eigenartig ist dieser Umstand auch deshalb, weil der
Weihnachtsmann für Spanien nicht zuständig ist.
Offiziell ist er in Spanien und somit auch auf den
Kanarischen Inseln sogar unbekannt. Aber auch dieses
Rätsel wird zu lösen sein - da bin ich mir ganz
sicher! Auf alle Fälle ist es ihm irgendwie gelungen
sich einzuschleichen. Ob er vielleicht auch ein
illegaler Einwanderer ist? |
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Falls das zutreffen sollte muss man die Fehler im
System der Frontex oder der Küstenwache untersuchen.
So auffällig wie der alte Mann angezogen ist muss er
ja schon von Weitem zu sehen sein. Das Rot des
Mantels, der Mütze und seiner Stiefel springt einem
ja fast ins Auge. Das kann ja niemand übersehen! |
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Aber wer sagt denn, das er übers Wasser gekommen
ist? Nicht einmal die Besiedelung der Inseln ist bis
jetzt gänzlich geklärt. |
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Waren es Siedler aus Afrika oder von sonst woher?
Das Meer rund um das Archipel ist von stürmischer
See umgeben. Auch für erfahrene Seefahrer nicht
leicht zu knacken. So lesen sich bis jetzt die
wissenschaftlichen Berichte. Aber ob das auch auf
den Weihnachtsmann zutrifft? Ich bezweifle es. Wenn
er nicht bestimmte Geheimwaffen - die natürlich kein
Mensch kennen kann - besitzen würde, hätte er die
Erfolgskurve in der restlichen Welt ja auch nicht
geschafft! Spielt unser Wunschdenken, unsere
Fantasie doch auch noch eine kleine Rolle? Ich hoffe
es. |
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Wenn das alles nicht zutreffen sollte, bleibt nur
der Weg über die Luft.
Nachdem bis dato noch keine Rentiere bei der Guardia
Civil gemeldet wurden, kommt diese Reisemöglichkeit
wahrscheinlich auch nicht in Frage. Egal, wir finden
es schon noch heraus. Bis Weihnachten haben wir ja
Zeit. Eine kleine Galgenfrist bleibt uns noch. |
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| Zur Weihnachtszeit |
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spielen die Käufer
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den Nikolaus für die Kaufleute.
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John Andrew Holmes |
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23 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Maria Empfängnis,
Día de la Inmaculada, heute ist in Spanien
Feiertag. Im Gegensatz zu Österreich ist es
hierzulande ein echter Feiertag. Die Geschäfte
halten ihre Geschäftstüren also geschlossen.
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Als Kind ist mir dieser Tag immer äußerst suspekt
vorgekommen.
Wie kann jemand nach zwei Wochen ein Kind
bekommen? Für ein Kind doch logisch gedacht, oder
nicht?. Doch der Tag hat ja eine komplett andere
Bedeutung.
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Nach der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis wurde
Maria selbst von jedem Makel der Erbsünde unversehrt
-
aber immerhin auf natürliche Weise - von
ihrer Mutter empfangen und geboren. Damit errettete
Gott Maria vom allerersten Augenblick ihres Lebens
an vor der Sünde.
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Doch wie kommt ein einziger Mensch auf dieser
schönen Erde zu diesem Sonderstatus? Wir normalen
Kinder Gottes - oder auch nicht - kommen schon mit
einem anständigen Packerl Sünden im Gepäck auf diese
schöne Welt. Die Erbsünde verfolgt uns vom Anfang
bis zum Ende. Von Staub bis Staub so zusagen. |
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Dann kommen auch noch die vielen kleinen und großen
Sünden und Verfehlungen dazu. Mal ganz ehrlich - wie
soll der Mensch da glücklich leben können?
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Für mich war schon meine erst Beichte ein großes
Problem. Woher die Sünden nehmen? Keine Sünde? Geht
auch nicht, dann ist man ja selbstgefällig und
hochmütig. Was mach man also? Man erzählt dm
Priester halt das was er hören möchte. "Ich habe
meinen Eltern nicht gefolgt. Ich habe meine
Schwester geärgert. Ich habe meine Mutti angelogen."
Das ich ein paar Schillinge aus der Geldtasche
meiner Mutti genommen habe, habe ich dem Herrn im
Beichtstuhl nicht erzählt. Das geht ihn ja auch
nichts an, oder doch? Nein, ich glaube nicht. Es war
sicher wichtiger, dass mich das schlechte Gewissen
dazu gebracht hat, es meiner Mutter zu beichten. *g* |
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Sei es wie es sei, jeder Mensch kann da seine eigene
Entscheidung für sein Leben treffen. Der eine so,
der eine anders.
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Heute ist das für die meisten Menschen, glaube ich,
relativ uninteressant, welchen Hintergrund
irgendeiner der vielen Fest- und Feiertage hat.
Hauptsache es ist ein freier Tag, ein Feiertag eben.
Man könnte ja einmal eine Umfrage starten, wer
überhaupt weiß, welcher Feiertag heute ist. Den
einzigen Feiertag den mit Sicherheit jeder Mensch
mit dem richtigen Namen bezeichnen könnte ist sicher
der Heilige Abend - das ist aber leider kein
Feiertag. Und den Grund, warum und was da genau
gefeiert wird können wahrscheinlich die wenigsten
exakt nennen.
Wetten das? |
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Für mich werden die ganzen
biblischen Geschichten, je älter und weiser ich
werde, nur immer märchenhafter.
Schön sind sie trotzdem. Aber wenn ich die
Märchen lese, die
Scheherazade in 1001 Nacht dem König
Schahryâr erzählt hat bin ich auch fasziniert.
Vielleicht weil sie eine andere, für uns sehr
schillernde Welt beschreiben?
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Die Gewürze aus dem Orient waren in Europa immer
begehrt. Aber erst als Napoleon vor 200 Jahren aus
Ägypten zurückkehrt und außer Obelisken auch das
Manuskript von
1001 Nacht im Gepäck hat, beginnt in Europa
eine regelrechte Orientmanie. Ein Mythos entstand,
der sich eigentlich bis heute ganz gut gehalten hat. |
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21 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Noch ein Arbeitstag in dieser Woche. Zumindest bei uns auf der
Baustelle. Ob diese Arbeitseinteilung im
öffentlichen Leben auch statt findet bezweifle ich. |
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Gestern Feiertag, morgen Feiertag und danach beginnt
das Wochenende, el fin de semana.
Welcher vernünftige Mensch kommt da in seinen
normalen Arbeitsrhythmus? ¡hombre! Ich
vermute, da gibt es bei den meisten Beamten wieder
Termine in Madrid oder auf Gran Canaria. Wem sollte
man das verübeln?
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Laut ist es rund um mich. Marcos ist mit dem Bagger
unterwegs und zwischendurch kommt wieder ein LKW mit
Aushubmaterial. Es brummt und dröhnt also auf allen
Seiten. Chicho hat als einziger im Moment eine
ruhige Tätigkeit. Er macht die erste Endreinigung im
langen Gebäude.
Na ja, bis auf den Staubsauger, der arbeitet
natürlich nicht lautlos vor sich hin. |
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Insgesamt haben wir im laufe des Tages zwölf Fuhren
mit Steinmaterial bekommen. Ein Teil ist
Aufschüttmaterial und ein Teil sind wunderbare
Steine, die in die nächsten Mauern eingebaut werden. |
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Aber jetzt ganz etwas anderes. |
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Hat schon jemand das
Christkind, el niño Jesús,
gesehen? Obwohl das Christkind nur
von Martin Luther erfunden wurde? Er verlegte 1535
die Bescherung vom Nikolaustag auf Weihnachten. Die
Geschenke brachte nun nicht mehr der heilige
Nikolaus, sondern der heilige Christ.
Für die Kinder und die einfachen Leute war diese
Figur allerdings viel zu anonym und gestaltlos. Also
wurde daraus ein kleines Mädchen mit goldenem,
lockigem Haar und zwei kleinen Flügerln. |
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Wer sollte denn sonst die vielen Briefe und
Wunschzettel der Kinder ans Christkind einsammeln? |
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Oder den geschmückten Christbaum,
el árbol de Navidad,
am Heiligen Abend, la
Nochebuena, in die Wohnzimmer stellen? |
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Oder den Christbaum schmücken? |
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Und wer sollte denn sonst die vielen Geschenke
verteilen und die kleine, silberne Glocke läuten,
bevor es wieder verschwindet? |
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Das Christkind ist übrigens schnell wie der Wind –
deshalb sieht man es auch nicht sehr oft.
Aber - niemand weiß ganz genau, was das
Christkind alles tut oder kann. Wo es das ganze Jahr
über ist oder wo es wohnt. Es ist eben ein
geheimnisvolles, una
persona misteriosa, Wesen, dem man seine
Mystik lassen sollte.
Man muss nur daran glauben! |
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Das Christkind bringt außer im deutschsprachigen
Raum auch in Italien, Gesû Bambino, und in
Kolumbien, El niño Jesus, zu Weihnachten,
las Navidades, die
Geschenke für Groß und Klein.
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Der Weihnachtsmann ist dabei, die Lufthoheit über
Österreich zu erringen. Überall trifft man den
bärtigen Gesellen, während das Christkind langsam in
der Versenkung zu verschwinden droht. Die Tiroler
lassen das Christkind aber nicht hängen und halten
ihm nach wie vor die Treue - der Verein
Pro Christkind unterstützt sie dabei. |
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Und in den anderen Ländern? Wir kommen die Kinder da
zu ihren Geschenken? Rund um Weihnachten gibt es
noch viele andere geheimnisvolle Figuren. |
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Manche haben je nach Region unterschiedliche Namen,
manche sind überall dieselben, einige teilen sich
dieselben Funktionen, andere gibt es nur in ganz
bestimmten Gegenden und nirgends sonst. Aber wir
haben ja noch Zeit - die vorweihnachtliche Zeit
dauert ja doch noch ein klein wenig an. |
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Also werde ich in den nächsten Tagen auch über die
heilige Lucia, den Sinterklaas, den Weihnachtsmann
mit seinen verschiedenen Namen, Knecht Ruprecht,
Samichlaus, Befana und die Heiligen Drei Könige
erzählen. |
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Bei uns hat das Christkind allerdings schon vor
einigen Tagen ein Päckchen mitgenommen - damit es
zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist! |
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22 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Halleluja, halleluja! So schallt es lautstark
durch die Nacht!
Immerhin ist es zwei Uhr in der Früh! Eine
heilige Messe mitten in der Nacht? Keine Ahnung, auf
alle Fälle erklingen die musikalischen Weisen vom
Platz bei der Kirche von Santa Barbara her -
sinnigerweise durch Lautsprecher verstärkt. *g*
Wie lange die Feier danach noch weiter gegangen ist,
kann ich leider nicht sagen - irgendwann bin ich
eingeschlafen. |
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Heute ist also
Nikolaustag
- ein kirchlicher Feiertag. Der Nikolaus selbst ist,
wie bereits erwähnt, nicht hier. Kein Wunder, er ist
ein viel beschäftigter Mann! Er reist nämlich im
November mit dem Schiff von Spanien in Richtung
Niederlande ab. Schließlich ist er der Schutzpatron
der Seefahrer. Eine lustige Seefahrt ist also
durchaus angebracht! |
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In den Niederlanden
besucht der Nikolaus ab dem letzten Samstag im
November mit seinem Schiff die verschiedenen
Hafenstädte. Sobald er seine Pflicht erledigt hat,
kehrt er nach Spanien zurück.
Wo er sich dann aufhält und was er das ganze Jahr
über so treibt? Keine Ahnung, darüber habe ich keine
Informationen gefunden. |
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In Spanien wird heute auch ein anderer Feiertag,
el Día de la Constitución, der Tag der
Verfassung gefeiert. Gemäß der Verfassung vom 6.
Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und
demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer
parlamentarischen Monarchie. |
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Ein sozusagen arbeitsfreier Tag! Aber wie es so ist
- Georg kann das baggern nicht lassen. Auf der einen
Seite ist es ja wirklich notwendig - wir wollen ja
schnell weiter kommen und zu Weihnachten haben wir
uns Urlaub vorgenommen! |
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Die Weihnachtssterne, estrellas de Navidad,
blühen! Nicht nur bei uns - überall blühen diese
roten Scheinblüten. Am Straßenrand, auf den Hügeln
und auf den Wiesen. Von Tag zu Tag werden es mehr!
Das ist weihnachtliche Stimmung auf Teneriffa. |
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In der Hauptstadt der Insel, Santa Cruz,
wurden in diesem Jahr sage und schreibe 113.000
Weihnachtssterne in den Farben rot, rosa und weiß in
den Parkanlagen der ganzen Stadt ausgepflanzt. Eine
wahre Pracht! |
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Nachdem ich es nun schon lange nicht mehr gemacht
habe, kann ich es mir heute nicht verkeifen - hier
wieder einmal ein kluger Spruch.
Meine kleine Schwäche. |
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Auch wenn man kein heller Kopf ist - |
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in der Adventzeit geht einem ein Licht |
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nach dem anderen auf. |
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Autor leider unbekannt |
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22 ° Celsius |
Vollmond um
1.24
Uhr |
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Icod de los Vinos |
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Wieder einmal ein strahlender Tag! |
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Der Dezember hat gerade erst begonnen und schon ist
der Krampustag da! Auf den Inseln gibt es
natürlich keinen
Krampus,
diese dunkle Gestalt kann man bekanntlich nur in den
Alpenländern finden. Ich muss zugeben - mir fehlt er
nicht sonderlich!
Aber ich hätte nichts dagegen, wenn der
Nikolaus kurz vorbei schauen würde. Aber
leider - er ist wahrscheinlich an irgendeinem
anderen Ort der Welt sehr beschäftigt. |
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Wünschen ist jedoch erlaubt und unser
Nikolo,
ein gütiger, alter Mann im Ornat ist ja nur eine
fiktive Figur, die irgendwann einmal durch viele
Legenden und Erzählungen entstanden ist. |
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Georg organisiert! Gestern hat er auf dem Weg nach
Icod einen riesigen Berg von Steinen entdeckt. Wie
hier fast überall wird bei einem Bauaushub keine
Erde aus dem Boden gebaggert sondern es wird
geschremmt!
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Die Situation ist also die - auf einer
Baustelle
liegen Steine, die dort niemand braucht und
auf unserer Baustelle werden sie benötigt. Also hat
sich Georg etwas überlegt und ein Angebot gemacht.
Die Baufirma kann auch anderes Aushubmaterial,
los escombros,
bei uns abladen und dafür bekommen wir die begehrten
Steine. |
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Die andere Firma erspart sich die Entsorgungskosten
und wir kommen kostenlos zu Material, das wir
benötigen auch äußerst kostengünstig - nämlich
umsonst.
Ist doch genial, oder nicht? |
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Was ist heute noch passiert? Eigentlich nichts
besonderes. Ach ja, fast hätten wir drauf vergessen,
Marcos hat heute Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
¡¡feliz cumpleaños!! |
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21 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Heute ist der Ehrentag
der heiligen Barbara, der Schutzpatronin
der Bergleute, Baumeister und Artilleristen. |
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Für uns hat das eine doppelte Bedeutung - immerhin
leben wir in einem Ortsteil von Icod de los Vinos,
der Santa Barbara heißt. |
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Ein alter Brauch sagt, dass Zweige von Kirschbäumen
oder heute auch von Forsythiensträuchern, die am
heiligen Abend blühen, Glück bringen - wenn man sie
am Barbaratag schneidet und in eine Vase stellt. |
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Der Brauch Zweige ins Wasser zu stellen, geht
vermutlich bereits auf die Germanen zurück. Die zum
Leben erwachenden, scheinbar toten Zweige bedeuten
Kraft und Fülle und sollen Mut und Hoffnung zum
Leben geben. |
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Das kann ja nicht schaden, oder? Ein guter Tipp so
nebenbei. Die Knospen blühen ziemlich sicher auf,
wenn man die Zweige vorher einfach einen Tag lang
ins Wasser legt.
Also - rein in die Badewanne und erst am nächsten
Tag in die Blumenvase! |
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Hier noch ein weiterer Tipp - speziell für das
heurige Jahr. Eine liebe Freundin hat ihn mir
geschrieben und ich möchte ihn hiermit weitergeben.
Da es in diesem Jahr noch keinen ordentlichen
Frost gegeben hat, muss man sie zuerst ins
Tiefkühlfach legen, am besten zwei ganze Tage! Erst
dann kommt die Badewanne und zu guter Letzt die
Vase.
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Geh in den Garten am Barbaratag. |
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Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag: |
| Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit. |
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Der Winter beginnt, der Frühling ist
weit. |
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Doch in drei Wochen, da wird es geschehn: |
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Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so
schön. |
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Baum, ein Zweig gib du mir von der. |
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Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir: |
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Und er wird blühen in seliger Pracht |
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mitten im Winter in der heiligen Nacht. |
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Eines macht mich allerdings sehr nachdenklich. Bei
uns blühen momentan die Apfelbäume und gestern, oder
war es einen Tag zuvor, haben die ersten Narzissen
ihre Blüten geöffnet. Osterglocken in der
Adventzeit? Bringt das Glück? Oder nicht? |
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Keine Ahnung - aber so spielt das Leben, ohne, dass
man sonderlich etwas dazu beitragen muss. Ich habe
nicht einmal die Blumenzwiebeln in die Erde
gedrückt.
Ich bin wirklich unschuldig. |
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Am Nachmittag sind wir heute Puerto de la Cruz
gewesen. Wir haben einige Wege erledigt, ein paar
Einkäufe gemacht. Ich habe endlich meine Bücher
abgeholt und Lebkuchen besorgt. Am Abend haben wir
auch noch Domingo, unseren Bautechniker, le
aparejador,
getroffen. |
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Die Heimfahrt war schon richtig romantisch.
An vielen Häusern ist schon die
Weihnachtbeleuchtung angebracht und es leuchtet,
strahlt und blinkt immer mehr. *g* Einige werden
jetzt sagen, so ein Kitsch! Aber ist Kitsch nicht
auch schön? Für mich gehört es zur Weihnachtszeit! |
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Einen stilvollen Abschluss hatte der heutige Tag
auch noch! Der volle Mond stand am Himmel und zu
Ehren der Heiligen Barbara wurde vom Platz vor der
Kirche in Santa Barbara ein wunderschönes Feuerwerk
in den Nachthimmel geschossen. Auf unserer Finca
haben wir dafür einen Logenplatz! Der Sternenregen
findet direkt über unseren Köpfen statt! |
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21 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Ich glaub es kaum, in ganzen drei Wochen ist
Weihnachten. Heute in drei Wochen sind Julian und
seine Freundin bereits einen Tag bei uns.
Irgendwie war der Besuch noch so weit weg -
jetzt ist er schon blad wieder vorbei. |
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In der Nacht von gestern auf heute hat Santa Barbara
gefeiert. La Fiesta Santa Barbara. So wie es
sich gehört, mit lauter Lifemusik - mindestens bis
halb zwei Uhr in der Früh.
Einen späteren Zeitpunkt kann ich nicht
bestätigen, ich bin dann eingeschlafen. |
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Die kommende Woche ist so wieso eine Woche der
Feiertage - das Arbeiten zahlt sich eigentlich fast
gar nicht aus. Santa Barbara feiert vier Tage den
Namenstag der Schutzheiligen, am 6. Dezember ist
spanischer Nationalfeiertag, der Tag der Verfassung,
el Día de la Constitución. An diesem Tag
wurde im Jahre 1978 über die spanische Verfassung
abgestimmt.
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Der nächste Feiertag lässt dann nicht lange auf sich
warten. Es ist der, in Österreich umstrittene
Feiertag des WEihnachtsmonats, der 8. Dezember,
Maria Empfängnis nennt man ihn in Österreich, Tag
der Unbefleckten Empfängnis, Día de la Inmaculada, wird er in Spanien genannt. |
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Damit ist die Woche dann auch schon wieder vorbei. |
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Bei uns ist das Wetter heute ein wenig bewölkt, ein
bisschen trübe. So richtig geeignet für einen
faulen, gemütlichen Tag.
Wir machen rein gar nix - außer das, was uns
Spaß macht. |
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Advent, Advent, ein Lichtlein
brennt. |
| Erst eins, dann zwei, dann drei,
dann vier - |
| dann steht das Christkind vor der
Tür! |
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Wir wünschen euch allen einen schönen Adventsonntag! |
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Übrigens - unsere weihnachtliche Schneeflocke hängt
seit heute auch wieder im Fenster. Patricio wäre uns
fast zuvor gekommen. Aber er hat es nicht ganz
geschafft. *g*
Aber ein wenig später hat er auch seinen
Stern positioniert. Man kann also festhalten, dass
seit heute Abend im Camino Moleiro zwei
Weihnachtsbeleuchtungen ihren Dienst aufgenommen
haben! |
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Unsere Schneeflocke still und leise - der Stern von
Patricio im üblichen Takt. Langsam, langsam und dann
schnell blinkend. Gott sei Dank nur in weiß und
nicht blau, grün, rot!
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Aber keine Angst - es dauert nicht mehr lange und
die ganze Insel blinkt und leuchtet in allen
möglichen Farbvariationen - dekoriert mit vielen,
vielen Weihnachtsmännern. Weihnachtsmännern, die
alle möglichen Balkone und Kamine erklimmen.
Weihnachtsmänner, die es hier angeblich gar nicht
gibt - aber in Spanien
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23 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Das erst Adventwochenende hat begonnen. Auf unserer
kleinen Insel im Atlantik ist das Wetter unverschämt
schön - wie auch in den letzten Tagen.
Eines können wir aus diesem Grund nicht sagen
- es weihnachtet sehr! |
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Chicho war heute bis Mittag da und er und Georg
haben die Steinmauer im Obstgarten - zumindest im
zukünftigen - fertig gestellt.
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Hier sind die Vor- und Nacherfotos.
Georg ist zwar der Meinung, dass niemand
einen Zusammenhang darin erkennen kann - ich bin
anderer Meinung. Eines stimmt allerdings, mit der
Geröllhalde von früher hat es nicht mehr viel zu
tun. Als Orientierungshilfe könnt ihr ja das Gebäude
unseres Nachbarn zu Hilfe nehmen. |
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Ach ja, unsere Goldfische habe ich heute auch wieder
gesehen - ich habe schon geglaubt, dass sie
ausgewandert seín könnten. Sind sie aber doch nicht.
Sie haben sich bis dato nur erfolgreich vor mir
versteckt!
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23 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Der Dezember beginnt mit traumhaftem Wetter.
Wolkenloser, blauer Himmel. kein Wind und wunderbar
klare Luft! |
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Der 1. Dezember ist der 335. Tag des Gregorianischen
Kalenders - in Schaltjahren der 336. - damit ist in
30 Tage das Jahr zu Ende. Nicht mehr all zu lange,
oder? |
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In Österreich öffnen heute die Kinder das erste
Türchen vom
Adventkalender. Auf den
Kanarischen Inseln beginnt der Adventkalender mit
dem 14. Dezember. Die spanischen Kinder müssen also noch warten,
ehe sie das erste Fensterchen öffnen können. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, das die
wenigsten Kinder hier mit einem Adventkalender
überhaupt etwas anfangen können. Der Adventkalender
ist wahrscheinlich nur eingeschleppt worden. Die
Globalisierung macht eben auch vor den kleinen
Inseln im Atlantik nicht halt. |
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Im deutschen Sprachraum findet man diesen
vorweihnachtlichen Kalender hingegen
in fast jedem Haus. Mit seiner Hilfe kann man die
Tage bis Weihnachten leichter zählen.
Vielleicht
vergeht die Wartezeit dann doch ein klein bisschen
schneller?
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Eigentlich ist der Adventskalender ja ein
Dezemberkalender, denn er beginnt nicht mit dem
ersten Adventssonntag, sondern am 1. Dezember. Das
stört aber sicher niemanden wirklich und so genau
nimmt das auch niemand!
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Heute war der Tag der LKWs. Alles in Bewegung, von
morgens bis am Abend. Bereits am Morgen wurde
Schotter und Zement geliefert und später hat ein
Wagen der Ferreteria Guanipa den Erdtransport
übernommen. So kann man sich doch einige
Baggerfahrten ersparen. Auf eine Ladefläche gehen
immerhin drei bis vier Baggerschaufeln. |
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Chicho hat gemischt wie eine Maschine - natürlich
mit der Mischmaschine - und Marcos ist gefahren wie
eine Maschine - mit dem Bagger. Zwischendurch war
Chicho wieder für das Unkraut zuständig.
Jetzt haben
wir es bald geschafft und unsere Pflanzen sind
wieder unkrautfrei und können wieder atmen. |
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Am Abend ist Ruben gekommen. In Bezug auf den Bagger
sind einige Dinge auszureden. |
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Nachdem ich in unserer riesigen Behausung leider
keinen Platz für einen Adventkalender habe, werde
ich für mich jeden Tag ein kleines Fensterchen auf
dieser Seite öffnen.
Das ist zwar ein wenig
kindlich, aber ein bisschen Kind steckt doch in
jedem von uns, oder etwas nicht? |
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Hier könnt ihr das erste
Türchen
öffnen!
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16. bis 30. November 2006 |
 |
Fragen, Vorschläge und Kritik |
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Schreiben Sie uns einfach eine kleine
Nachricht |
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Ergänzungen |
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* Der
Adventskalender |
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in Österreich nennen wir ihn Adventkalender oder
Weihnachtskalender. Ohne "s"
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Die Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert
zurückverfolgen. |
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Die ersten Formen kamen aus dem protestantischen
Umfeld. In religiösen Familien wurden nach und nach
24 Bilder an die Wand gehängt.
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Bei anderen Varianten wurden 24
Kreidestriche an die Wand oder Türe gemalt.
Die Kinder durften dann täglich einen Strich
wegwischen. Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe
gelegt, für jeden Tag einen bis zum Heiligen Abend. |
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Bekannt sind auch noch die Weihnachtsuhr oder eine
Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten
Markierung abgebrannt wurde. |
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Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1904 von
dem Münchner Verleger Gerhard Lang aus Maulbronn
hergestellt. Es bestand aus einem Bogen mit 24
Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24
Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit
konnten die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein
Feld kleben. |
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Bis in die 1930er Jahre hatte die lithografische
Anstalt von Reichold & Lang in München den Ruf, die
kunstreichsten und fantasievollsten Werke auf diesem
Spezialgebiet herauszugeben. |
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Ende der 30er Jahre musste Gerhard Lang seinen
Betrieb aufgeben. Bis dahin hatte er Adventkalender
mit über dreißig verschiedenen Motiven
herausgegeben. Der Zweite Weltkrieg setzte dem
Höhenflug des Adventskalenders ein jähes Ende. Grund
dafür war die Knappheit des Papiers und das Verbot,
Bildkalender herzustellen. |
| |
Im Dritten Reich wurde der Adventkalender vom
Vorweihnachtskalender der Nationalsozialisten unterm
Hakenkreuz und die Christnacht von der
Wintersonnenwende abgelöst. |
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Das heutige Aussehen des
Adventkalenders geht wahrscheinlich auf einen
evangelischen Pfarrer zurück. Er hat die Idee von
Lang abgewandelt hat und hinter 24 Türchen Bilder
mit Gestalten aus biblischen Geschichten versteckt. |
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Ab 1950 wurde er zum Massenartikel. Zu dieser Zeit
konnte man die Kalender relativ preisgünstig
verkaufen. Als Motiv wurden hauptsächlich Szenen aus
romantisch verschneiten Städtchen verwendet. Hinter
dem größer gestalteten Fenster des 24. Dezember
verbarg sich meist eine Krippenszene. Die ersten mit
Schokolade gefüllten Kalender gab es aber bereits im
Jahr 1958.
|
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Heute versteckt sich hinter den 24 Türchen neben den
Bildchen Schokolade in weihnachtlichen Formen, aber
auch Spielzeug kann man entdecken. |
| |
Immer häufiger werden Adventkalender jedoch selbst
gebastelt. Ist doch schön, wenn es jeden Tag
eine andere, kleine Aufmerksamkeit auspacken kann,
oder nicht? Irgendwie gehört das zu geheimnisvollen
Adventzeit dazu. |
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Da Adventskalender mittlerweile weltweit vermarktet
werden, müssen die Motive auch weltweit verstanden
werden. Statt Maria und Josef findet man so
inzwischen auch Bären, Puppen, Weihnachtselven und
sogar Schneemänner und Bambis. |
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In vielen Städten werden auch regelmäßig die
Fassaden bestimmter Gebäude, oft von Rathäusern zu
großen Adventskalendern umfunktioniert. |
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up |
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*Tag der
Heiligen Barbara |
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Die heilige Barbara lebte im dritten Jahrhundert
nach Christus als Tochter eines reichen Kaufmanns in
der heutigen Türkei. Die Legende erzählt, dass sie
ein sehr schönes Mädchen war. Vom Vater behütet und
beschützt wie einen Edelstein.
|
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Immer wenn er
verreisen musste, schloss er seine Tochter Barbara
in einen Turm ein, um sie vor jeder Gefahr zu
schützen.
|
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Als er von einer Reise heimkehrte, entdeckte er an
den Wänden des Turms das Zeichen der Christen, das
Kreuz. Barbara war also, trotz Turm, während der
Abwesenheit des Vaters Christin geworden. Die Liebe
zu seinem Kind schlug beim Vater in Hass um. |
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Er schleppte seine eigene Tochter vor den Richter.
Sie wurde furchtbar gefoltert, verriet ihren Glauben
aber nicht. Da zog der Vater selbst sein Schwert und
tötete seine Tochter. Gott strafte ihn auf der
Stelle mit einem Blitzschlag. Sie wurde zur
Schutzherrin der Dachdecker, Glockengießer,
Bauarbeiter, Kanoniere und Bergleute.
|
| |
Nach einer Legende hat sich, als Barbara auf dem Weg
ins Gefängnis war, ein Kirschzweig in ihrem Kleid
verfangen. Den nahm sie mit, stellte ihn in einen
Becher und gab ihm von dem Wasser, das sie im
Gefängnis zu trinken bekam. Genau am Tag ihrer
Verurteilung zum Tode begann der Zweig zu Blühen und
wurde damit für Barbara ein Zeichen der Hoffnung. |
| |
Eine andere Version der Geschichte erzählt, dass die
im kalten Winter verdorrten Blüten auf dem Grab der
heiligen Barbara genau am Abend des 24. Dezember
blühten. Dieses Phänomen soll sich alljährlich
wiederholt haben. |
| |
Seitdem werden am 4. Dezember so genannte
Barbarazweige eingefrischt.
Dass Gehölze durch einen frostigen Kältereiz zum
vorzeitigen Blühen gebracht werden können, wurde
bereits vor langer Zeit entdeckt.
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Die Mädchen gaben jedem Zweig den Namen eines
Verehrers.
Je nachdem, welcher Zweig zuerst erblühte,
wurde einer von ihnen zum zukünftigen Bräutigam -
oder auch nicht! |
| |
Auch heute glaubt man noch an gewisse Zeichen. Je
schöner die Zweige blühen, umso mehr Glück und Segen
kann man für das kommende Jahr erwarten. |
| |
Die Zweige haben aber noch ein Geheimnis. Wenn man
sie ohne Worte abschneidet und dabei an etwas ganz
bestimmtes denkt, dann geht dieser Wunsch in
Erfüllung. Aber nur, wenn man niemandem davon
erzählt! |
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up |
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* Der Krampus |
| |
Der Krampus ist im alpenländischen Adventsbrauchtum
und auch in Ungarn und Teilen Kroatiens ein
grusliger Geselle, der den Nikolaus begleitet. In
Bayern wird der Krampus liebevoll Kramperl genannt.
|
| |
Der Krampus ähnelt in der Funktion dem Knecht
Ruprecht, es bestehen aber Unterschiede zwischen
beiden Figuren, zum Beispiel treten Krampusse meist
in größeren Gruppen auf. Die Gruppe aus Nikolaus,
Krampus und Körbelträger wird vor allem im Land
Salzburg, im Tiroler Unterland und im
österreichischen Salzkammergut als Pass bezeichnet.
|
| |
Früher trieb der Krampus in ganz Österreich sein
Unwesen. In der Zeit der Inquisition wurde er
verboten. Damals durfte sich niemand als teuflische
Gestalt verkleiden. Darauf stand sogar die
Todesstrafe. In Orten, die schwer erreichbar waren,
wurde dieser Winterbrauch allerdings weiter
gepflegt. |
| |
 |
In vielen Dörfern und Städten gibt es
auch heute noch Krampusumzüge, bei denen
die Krampusse unter lautem Lärm ihrer
Glocken durch die Straßen ziehen um Jung
und Alt zu erschrecken. Ihre langen
Ruten sprechen dabei auch ein Wörtchen
mit.
|
|
Für Kinder ist es natürlich auch eine
Mutprobe, die Krampusse zu tratzn und zu
verspotten - ohne von ihnen erwischt
oder geschlagen zu werden. |
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Krampustag ist am 5. Dezember. Das Fest
des Hl. Nikolaus fällt auf den 6.
Dezember, dem Nikolotag. Doch beide
Gestalten wandern gemeinsam am Abend des
5. Dezembers durch die Straßen.
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| |
In vielen Regionen vermischt sich heute jedoch die
Gestalt des Krampus mit dem Perchtenbrauchtum. |
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Die bekanntesten und größten Krampusumzüge finden in
Osttirol, Kärnten und in Salzburg statt. Dort werden
die traditionellen Masken und Gewänder auch noch in
aufwändiger Handarbeit hergestellt. |
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up |
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* Der heilige
Nikolaus |
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Der heilige Nikolaus von Myra wurde zwischen 270 und
286 in Patara geboren und ist wahrscheinlich 6.
Dezember 326 oder 345 oder 351 gestorben. So genau
weiß das niemand. Er wird in der katholischen Kirche
auch Nikolaus von Bari, in der orthodoxen Kirche
Nikolaus der Wundertäter genannt. |
| |
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Er soll in der ersten Hälfte des 4.
Jahrhunderts Bischof von Myra in Kleinasien, in der
heutigen Türkei, gewesen sein. |
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Über sein Leben existieren kaum historisch belegte Tatsachen.
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Myra ist ein kleines Örtchen in der
heutigen Türkei, ungefähr 100 Kilometer südwestlich von Antalya,
und war im 4. Jahrhundert der Bischofssitz. |
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Nach verschiedenen Überlieferungen wurde Nikolaus
also zwischen 270 und 286 in der
heutigen Türkei geboren. Er soll mit 19 Jahren von
seinem Onkel, ebenfalls Nikolaus und ebenfalls
Bischof von Myra, zum Priester geweiht worden sein.
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|
| |
Als Sohn aus einem reichen Elternhaus war er
ziemlich vermögend. Sein ererbtes
Vermögen soll er unter die Armen verteilt haben.
Doch darüber gibt es verschiedene Geschichten. |
| |
Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1087,
raubten italienische Piraten oder Kaufleute seine
sterblichen Überreste und brachten sie als Reliquien
nach Bari. Sie hofften, damit das große Geld machen
zu können. Das hat leider nicht geklappt!
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Ein Sakrileg mit Folgen - die Tat formt den Mythos
um einen der berühmtesten Männer der Erde. Man
könnte sagen, wenn die
Seeleute die Knochen nicht gestohlen hätten, gäbe es
den Nikolaus heute vielleicht nicht. |
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Obwohl Nikolaus aus dem türkischen Raum stammt, wird
er vor allem mit der italienischen Stadt Bari in
Verbindung gebracht. Über 900 Jahre später feiern
die Einwohner der Adria-Stadt noch immer den Raub
der heiligen Gebeine. Jedes Jahr tragen sie eine
Nikolaus-Statue zum Meer und spielen die Ankunft der
Knochen nach. |
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Nikolaus ist der Schutzpatron der Seefahrer,
Händler, Ministranten und Kinder. |
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Die unzähligen Legenden führten allerdings dazu,
dass der heilige Nikolaus von vielen anderen Gruppen
ebenfalls als Schutzheiliger gewählt wurde. So ist
er verantwortlich für Studenten, Kaufleute,
Getreidehändler, Pfandleiher, Juristen, Apotheker,
Schneider, Küfer, Fuhrleute, Salzsieder,
Gefängniswärter und Drescher. Sogar die
Fleischhauer, also die Metzger machten den Heiligen
- wegen der Scholaren im Pökelfass - zu ihrem
Patron.
|
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Als Nationalheiliger wird Nikolaus vor allem in
Russland, in Süditalien (Bari) und in Lothringen
verehrt. |
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up |
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* Legenden
um den Nikolaus |
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Durch die vielen Legenden, die um seine Person
entstanden sind, wurde er bald
als einer der wichtigsten Heiligen angesehen. |
| |
Die Legenden basieren allerdings nicht nur auf den
angeblichen Taten des Bischofs von Myra, sondern
auch auf denen eines gleichnamigen Abtes des
Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara
war und 564 starb. |
| |
Hier sind einige davon zusammengetragen. |
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Auferweckung der getöteten Scholaren |
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Drei
Scholaren, die auf dem Weg zu ihrem Studienort Athen
in Myra bei einem Gastwirt unterkommen, werden von
diesem aufgrund ihres Reichtums getötet, zerstückelt
und in ein Salzfass eingepökelt. Durch einen Engel
erfährt der heilige Nikolaus von der Untat, geht zu
dem Gastwirt und sagt ihm die Tat auf den Kopf zu.
Anschließend erweckt der Heilige durch eine Fürbitte
bei Gott die Scholaren wieder zum Leben. |
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Das
Stratelatenwunder |
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Nikolaus lernt drei römische
Feldherren (griech. στρατηλάτης/stratelates =
Feldherr) kennen, die er zu sich nach Myra einlädt.
Diese werden Zeugen, wie der Bischof drei unschuldig
zum Tod Verurteilte vor der Hinrichtung bewahrt,
indem er dem Scharfrichter das Schwert aus der Hand
reißt. Zurück in Byzanz werden die drei Feldherren
Opfer einer Intrige und werden selbst zum Tod
verurteilt. Im Kerker beten sie zum heiligen
Nikolaus, der daraufhin dem Kaiser und dem
Intriganten erscheint und im Falle der Hinrichtung
erhebliche Konsequenzen ankündigt. Zutiefst
erschrocken veranlasst der Kaiser die unverzügliche
Freilassung der Feldherren. |
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Ausstattung der drei Jungfrauen
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Ein
verarmter Mann beabsichtigt, seine drei Töchter, die
er mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten
kann, zur Prostitution zu schicken. Nikolaus, der
gerade ein großes Vermögen von seinen Eltern geerbt
hat, erfährt von der
Notlage und wirft in drei aufeinander folgenden
Nächten je einen großen Goldklumpen durch das
Fenster des Zimmers mit den drei Jungfrauen.
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In der dritten Nacht gelingt es dem Vater, ihn zu
entdecken, ihn nach seinem Namen zu fragen und ihm
herzlich zu danken.
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Die heimlichen Gaben des Nikolaus werden zum Vorbild
für einen Brauch, der sich in der ganzen Welt
verbreitet. Auch das Schenken beim heutigen
Weihnachtsfest lässt sich direkt auf dieses Ereignis
zurückführen. Auf
diese Legende ist auch die Darstellung von Nikolaus mit drei
goldenen Kugeln oder Äpfeln zurück zu führen. |
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Stillung des Seesturms |
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In Seenot
geratene Schiffsleute rufen in ihrer gefährlichen
Lage den heiligen Nikolaus an. In der Tat erscheint
ihnen ein mit Wunderkräften ausgestatteter Mann und
übernimmt die Navigation, setzt die Segel richtig
und bringt sogar den Sturm zu Abflauen. Daraufhin
verschwindet der Mann wieder. Als die Seeleute in
der Kirche von Myra zum Dank für die Errettung
beten, erkennen sie den Heiligen und danken ihm. |
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Die Kornvermehrung |
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Während einer großen
Hungersnot erfährt der Bischof von Myra, dass ein
Schiff im Hafen vor Anker liegt, das Getreide für
den Kaiser in Byzanz geladen hat. Er bittet daher
die Seeleute, einen Teil des Kornes auszuladen, um
in der Not zu helfen. Diese weisen zuerst die Bitte
zurück, da das Korn genau abgewogen beim Kaiser
abgeliefert werden müsse. Erst als Nikolaus ihnen
verspricht, dass sie für ihr Entgegenkommen keinen
Schaden nehmen würden, stimmen die Seeleute zu.
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Als sie später in der Hauptstadt ankommen, stellen
sie verwundert fest, dass das Gewicht der Ladung
sich trotz der entnommenen Menge nicht verändert
hat. Das in Myra entnommene Korn aber reicht volle zwei Jahre
und kann sogar noch zur Aussaat verwendet werden. |
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Heimführung eines verschleppten Kindes |
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Ein
Mann, der den heiligen Nikolaus um den Segen bitten
will, dass ihm endlich ein Kind geboren wird, trifft
den Bischof nicht mehr lebend an, sondern kommt
gerade noch zur Bestattung des Bischofs. Er nimmt
daher ein Stück des Leinens, auf dem Nikolaus liegt,
als Reliquie mit.
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Am 6. Dezember des folgenden Jahres wird dem Ehepaar
tatsächlich ein Sohn geboren. Am siebenten
Geburtstag dieses Kindes jedoch wird es von Arabern
nach Babylonien entführt. Wiederum ein Jahr später,
wieder genau am 6. Dezember, wird das Kind, das
seither als Diener beim Herrscher arbeiten muss, von
einem Wirbelwind erfasst und genau vor der
Nikolauskirche abgesetzt, in der die Eltern für die
Rückkehr des Jungen beten. |
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Bekehrung eines Juden durch das Nikolausbild |
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Ein
sehr reicher Jude, der von den Wundertaten des
Heiligen gehört hat, lässt sich ein Nikolausbild
anfertigen und befiehlt diesem, während seiner
Abwesenheit über seine Schätze zu wachen. Trotzdem
wird seine Habe von Dieben gestohlen. Der Jude,
erbittert über den Raub, macht dem Bildnis schwere
Vorwürfe und straft es mit Stock- und
Peitschenhieben.
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Der heilige Nikolaus erscheint daraufhin den Dieben
und kündigt ihnen einen Tod am Galgen an, wenn sie
die Habe nicht zurückbrächten. Erschrocken bringen
die Diebe das gestohlene Gut zurück und berichten
dem Juden von ihrer Erscheinung. Tief beeindruckt
lässt sich der Jude taufen. |
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Bekämpfung der Diana |
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Da in der Umgebung
von Myra viele noch immer an die alten römischen
Götter glauben, lässt Nikolaus den der Diana
geweihten Baum umschlagen. Erbost über die
Zerstörung ihres Heiligtums bereitet die Göttin ein
gefährliches Öl, das sie in Gestalt einer frommen
Frau Seeleuten übergibt, die nach Myra pilgern
wollen. Diese sollen bei ihrer Ankunft die Wände der
Kirche mit diesem Öl bestreichen. Nicht wissend,
dass dieses Öl auf Wasser und Steinen brennt, nehmen
die Pilger das Öl mit. Als sie per Schiff nach Myra
reisen, kreuzt ein kleines Boot mit Nikolaus an Bord
ihren Kurs.
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Der Heilige warnt die Pilger und fordert sie auf,
das Öl ins Meer zu gießen. Sie gehorchen, und
plötzlich steht die gesamte Wasseroberfläche in
Flammen. Als die Pilger in Myra ankommen, erkennen
sie den Mann in dem Boot wieder und danken ihm für
die Errettung vor den "Listen des Teufels". |
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Rettung des ertrunkenen Sohnes |
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Ein Vater
pilgert mit seinem Sohn nach Myra, um der Kirche
einen wertvollen Kelch zu stiften. Bei genauer
Überlegung erscheint ihm der Kelch als zu wertvoll,
und er lässt einen billigeren Kelch anfertigen.
Während der Überfahrt nach Myra bittet der Vater den
Sohn, mit dem ersten Kelch etwas Wasser aus dem Meer
zu schöpfen.
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Beim diesem Versuch fällt der Sohn über Bord und
verschwindet in den Wellen. Als der Vater
schließlich - mittlerweile in Myra angekommen - den
zweiten Kelch auf den Altar der Nikolauskirche
stellen will, fällt dieser immer wieder herunter.
Völlig überraschend steht plötzlich sein Sohn mit
dem ersten Kelch in der Kirche und erzählt, dass der
heilige Nikolaus ihn gerettet habe. Daraufhin opfert
der Vater beide Kelche. |
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Bestrafung und Begnadigung eines Betrügers |
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Ein
Christ leiht bei einem Juden Geld und verspricht, es
rechtzeitig zurückzuzahlen. Dieser
Zahlungsverpflichtung kommt er allerdings nicht
nach, und die beiden landen vor Gericht. Um einen
Meineid zu umgehen, lässt sich der Christ einen
Trick einfallen: Er füllt das geliehene Geld in
einen hohlen Stock. Während des Schwurs bittet er
den Juden, den Stock so lange zu halten. Er schwört
daraufhin, dass er das Geld bereits zurückgegeben
habe. Der Jude gibt den Stab zurück und bleibt
geprellt.
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Als die beiden nach Hause gehen, wird der Christ von
einem vorbeifahrenden Wagen überfahren und stirbt.
Bei dem Unfall zerbricht der Stock, und der Jude
erkennt die Arglist. Die umstehenden Leute fordern
den Juden auf, sich nun das Geld zu nehmen, da der
Christ seine gerechte Strafe erhalten habe. Voll
Mitleid entgegnet der Jude, dass er das Geld nur
nehmen werde, wenn der heilige Nikolaus den Christen
wieder zum Leben erwecke. Tatsächlich steht
daraufhin der Christ wieder lebendig auf, und der
Jude lässt sich taufen. |
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Erweckung eines Jungen |
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Ein Mann feiert
jedes Jahr dem heiligen Nikolaus zu Ehren ein Fest.
An einem Abend bittet der Teufel, verkleidet als
Pilger, an der Tür um ein Almosen. Als der Sohn das
Almosen geben will, steht der Pilger nicht mehr an
der Tür. Der Sohn eilt ihm bis zu einem Kreuzweg
nach. Daraufhin zeigt der Pilger sein wahres Gesicht
und erwürgt den Jungen. Als der Vater von der Tat
erfährt, beklagt er sich bei dem Heiligen und fragt,
ob das der Lohn für seine Verehrung sei. Jedoch,
noch während der Anklage, steht sein Sohn wieder auf
und ist gesund. |
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Quellenwunder am Grab |
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Bei der Grablegung
des Heiligen Nikolaus soll am Kopfende des
Sarkophags eine Quelle mit Salböl und am Fußende
eine Quelle mit Wasser entsprungen sein. |
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Quelle: Wikipedia |
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* Unser Nikolaus |
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Die Figur des Nikolaus, den wir im Advent kennen,
ist fiktiv. Dieser Nikolaus ist eine Verschmelzung
aus zwei historischen Personen - dem Bischof
Nikolaus von Myra in Kleinasien, der wahrscheinlich
im 4. Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen
Abt von Sion, der Bischof von Pinora war, und am 10.
Dezember 564 in Lykien starb.
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Aus diesen beiden Personen entwickelte
sich die ab dem 6. Jahrhundert in Legenden die
fiktive Figur des wundertätigen übermächtigen
Bischofs von Myra. |
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Alle Datumsangaben im Zusammenhang mit Nikolaus von
Myra sind reine Spekulationen. Seine Geburt im
kleinasiatischen Patras, die an verschiedenen
Stellen behauptete Teilnahme am Konzil von Nicäa
325, wo Nikolaus die Irrlehre des Arius bekämpft
haben soll, sind ebenso wenig zu belegen wie das
Datum seines Todes. |
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Nach Deutschland kam der Nikolauskult vermutlich im
11. Jahrhundert, durch Theophanu, der byzantinischen
Frau Ottos des Zweiten.
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Je nach den verschiedenen Ländern in denen er von
Haus zu Haus zieht, wird er anders genannt.
Father Christmas in England, Père Noël in
Frankreich, Noel Baba in der Türkei, Santa Claus in
Nordamerika und Nicolás
in Spanien. |
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Ab dem 17. Jahrhundert. bekam der gutmütige Nikolaus
einen Furcht einflößenden Gehilfen als Begleiter zur
Seite gestellt. |
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Namen hat dieser Begleiter viele bekommen.
In Österreich nennt man ihn Krampus, in Deutschland
Knecht Ruprecht, in der Schweiz Schmutzli und in den
Niederlanden den Zwarte Piet. |
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Einem Mann gefiel die Figur des Nikolas jedoch ganz
und gar nicht. Martin Luther schaffte ihn
kurzerhand ab und erfand eine neue Figur - das
Christkind. So wurde der Nikolaus in Mitteleuropa wurde er zunehmend vom Christkindl
als Lieferant der Geschenke verdrängt.
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In der heutigen Zeit wird wird nun
das Christkind nach und nach durch den Weihnachtsmann und den
amerikanischen Santa Claus ersetzt.
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Martin Luther hat den katholischen Nikolaus zwar
abgeschafft, doch er Brauch lebte bis zum heutigen
Tage weiter! |
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* Nikolausbrauch |
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Der 6. Dezember ist ein kirchlicher Feiertag mit
vielen Bräuchen. Vor allem aber es ein Tag für die
Kinder.
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Einige Bräuche hängen ursprünglich mit der Perikopenordnung der Kirche zusammen.
Die Perikopenordnung ist eine festgelegte
Leseordnung für die Wochenpsalmen und die Lesungen
aus dem Alten und Neuen Testament. Auch der
Predigttext für jeden Sonntag des Kirchenjahres ist
dadurch fest vorgeschrieben. |
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Für den 6. Dezember ist die Stelle Mattäus 25, 14 -
23 vorgeschrieben. Es wird darin das Gleichnis der Talente
erzählt. Drei Knechten wurde jeweils ein Geldstück,
ein Talent, anvertraut. Nach der Rückkehr des Herrn
musste jeder Rechenschaft ablegen, was er mit dem
Geld gemacht hatte. Der bekannte Brauch der
Befragung der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn
auch brav und fromm gewesen seien, geht auf diese
Praxis zurück. |
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Auf diese Geschichte geht die allgemein gestellte
Frage des Nikolaus zurück: "Kinder, ward ihr schön
brav und fromm?" |
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Der Nikolaus beschenkt und lobt die
guten Kinder. Die schlimmen Kinder werden getadelt und durch
Schläge mit der Rute bestraft. Doch wer war im
letzten Jahr gut und wer böse? Ganz einfach, diese
Informationen liest er in
seinem goldenen Buch.
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Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der
Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies
auch heute noch. Erst wegen der Haltung der
Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die
Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag
verlegt. |
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In mittelalterlichen Klosterschulen gab es den
Brauch, dass die Kinder sich am Nikolaustag einen
"Kinderbischof" aus ihren Reihen wählen durften.
Nach dem Prinzip der verkehrten Welt predigte er den
Erwachsenen und durfte ihr Verhalten tadeln. An
einigen Orten blieb er bis zum 28. Dezember, dem Tag
der unschuldigen Kinder, im "Amt". |
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Viele
Kinder schreiben ihre Geschenkwünsche
auf einen Wunschzettel und
schicken diese Briefe an den Nikolaus oder an das Christkind.
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Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des
Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die
Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die
Nacht mit Erdnüssen, Mandarinen, Schokolade und
Lebkuchen füllen kann. |
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* Das Christkind |
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Das Christkind ist ursprünglich eine Erfindung von
Martin Luther(1483-1546). Im Mittelalter wurden die
Kinder am Nikolaustag (6. Dezember) oder am Tag der
unschuldigen Kinder (28. Dezember) beschenkt. |
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Die Bescherung am Heiligabend bzw. am ersten
Weihnachtsfeiertag, wie sie heute üblich ist, gab es
damals noch nicht. Die Protestanten lehnten jedoch
die katholischen Heiligen ab. Ein Problem war
hierbei jedoch der Brauch des Schenkens am
Nikolaustag, von dem auch die Protestanten nicht
abrücken wollten. |
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Luther ersetzte deshalb den Nikolaus durch das
elsässische Christkind, das am 25. Dezember
Geschenke verteilt. Bis 1900 war bei Katholiken das
Schenken am Nikolaustag üblich. Erst danach setzte
sich das evangelische Christkind zusammen mit
Adventskranz und Weihnachtsbaum auch bei Katholiken
durch. |
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Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig belegt.
Es ist fraglich ob das Christkind mit dem
neugeborenen Christus identisch ist, oder die
Bezeichnung auf Weihnachtsspiele zurück geht, in
denen die Christkinder zur Krippe zogen und dem
Jesuskind Geschenke darbrachten. Auch wird das
Christkind traditionell als Mädchen oder als Engel
dargestellt. |
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Im 19. Jahrhundert wurde das Christkind von der
katholischen Kirche übernommen, während es im
protestantischen Weihnachtsbrauch eine immer
geringere Rolle spielte und langsam vom
Weihnachtsmann verdrängt wurde. So kommt das
ursprünglich protestantische Christkind heutzutage
vor allem in katholische Haushalte. |
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Quelle: Wikipedia |
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*
Scheherazade |
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ist eine der Hauptfiguren der Geschichten von
Tausendundeine Nacht. Sie ist die Tochter des Wesirs
von König Scharyâr, der von seiner Frau mit einem
schwarzen Sklaven betrogen wurde. Davon überzeugt,
dass es keine treue Frau auf Erden gibt, fasst
Scharyâr den Entschluss, sich nie wieder von
einer Frau betrügen zu lassen. Deshalb heiratet er
jeden Tag eine neue Frau, die er am nächsten Morgen
töten lässt. |
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Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, lässt sich
Scheherazade von ihrem Vater dem König als Frau
geben. In der Nacht beginnt sie, dem König eine
Geschichte zu erzählen, deren Handlung am nächsten
Morgen abbricht. Neugierig auf das Ende der
Geschichte lässt König Scharyâr sie am Leben.
Unterstützt wird Scheherazade dabei von ihrer
Schwester Dinharazade, die sie jede Nacht um eine
neue Geschichte bittet. |
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Dieses Spiel dauert 1001 Nächte. In dieser Zeit
bringt Scheherazade auch drei Kinder zur Welt. Am
Ende ist König Scharyâr von der Treue seiner Frau
überzeugt und von ihrer Klugheit so beeindruckt,
dass er sie am Leben lässt. |
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*
Tausendundeine Nacht
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ist eine Sammlung von morgenländischen Erzählungen
und ein Klassiker der Weltliteratur. Es handelt sich
dabei um eine Rahmenerzählung mit vielen
Schachtelgeschichten. |
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Die ursprünglich indischen Erzählungen wurden zuerst
ins Persische und vermutlich im
8. Jahrhundert ins Arabische übertragen.
Dabei wurde das Werk islamisiert, das heißt mit
islamischen Formeln und Zitaten angereichert. |
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Tausendundeine Nacht hat auch keinen geschlossenen
Urtext mit einem definierten Autor, Sammler oder
Redaktor. Es ist Sammlung von Texten und
Geschichten, in der die vielen verschiedenen
Bearbeiter ihre eigene Beiträge einfliesen lassen
konnten. |
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In Europa wird Tausendundeine Nacht fälschlich
mit Märchen für Kinder gleichgesetzt. Das
Original ist jedoch eine Geschichtensammlung für
Erwachsene mit zum Teil sehr erotischen Geschichten.
Ursache für dieses Missverständnis ist vermutlich
die erste europäische Übersetzung des französischen
Orientalisten Antoine Galland, der die Geschichten
1704-1708 übersetzte, dabei aber alle religiösen und
erotischen Komponenten aus dem Original entfernte. |
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Im 19. Jahrhundert war die Märchensammlung ein
Standardwerk in der Bibliothek jedes gebildeten
Europäers. Das Interesse für den Orient war durch
den Einmarsch Napoleons in Ägypten sehr groß. |
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Viele Maler und Berichterstatter illustrierten die
Wüstenländer in blühenden Farben und haben damit
einen Mythos geschaffen.
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Im 20. Jahrhundert verblasste das Interesse an 1001
Nacht. Überlebt haben nur die Figuren einiger
Geschichten, wie Sindbad der Seefahrer, Ali Baba und
die Geschichte von Schehrezad selbst.
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Doch die Sammlung mehr als nur einige Abenteuer. Sie
enthält lange Heldenepen, Weisheits-Parabeln,
Fabeln, Geschichten von mystischer Frömmigkeit,
Aufzeichnungen von Volksszenen und Abhandlungen über
sexuelle Themen wie Inzest, Ehebruch, Sadismus. Die
beiden Könige Schehrijar und Schahzaman, entdecken
zum Beispiel, dass ihre Frauen Ehebruch begehen und
schwarze Sklaven und Stallburschen ihren Ehemännern
vorziehen. |
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Außerdem ist 1001 Nacht eine Quelle für das
Verständnis der orientalischen Kulturen im frühen
Mittelalter.
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Im Jahr 2004 erschien nun eine
Neuübersetzung von Tausendundeine Nacht.
Diese Übersetzung ermöglicht es zum ersten Mal auch
deutsprachigen Lesern die älteste erhaltene
arabische Fassung der berühmten orientalischen
Erzählsammlung zu lesen. |
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Inhalt |
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Schahriyâr, König einer Insel zwischen Indien und
China, ist so schockiert von der Untreue seiner
Frau, dass er sie töten lässt. Es ist die Geschichte
eines despotischen Königs, der die Gewohnheit hatte,
eine Frau zu heiraten, eine Nacht mit ihr zu
verbringen, und sie am nächsten Morgen zu töten. |
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Eines Tages heiratete er die Tochter des Vesirs, die
Verstand und Wissen besaß. Sie hieß Schehrezade. |
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Sie begann ihn mit erfundenen Geschichten zu
unterhalten. Und als die Morgendämmerung kam, brach
sie die Geschichte auf einem Höhepunkt ab. Der König
war natürlich neugierig, wie die Geschichte
weitergeht und so ließ er sie einen weiteren Tag am
Leben. Schehrezade gewann so tausend Nächte.
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Nach tausend und einer Nacht hat sie ihm drei Kinder
geboren und gestand dem König endlich ihre List, ihr
Leben mit spannenden Geschichten zu gewinnen. Da
begriff der König, wie klug Schehrezade war und ließ
sie am Leben, um sie immer zu lieben. |
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1001 Nacht beim Projekt Gutenberg |
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* Die
Weihnachtsmaus |
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Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
sogar für die Gelehrten,
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten. |
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Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später. |
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Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
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Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck'ren Dingen. |
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Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen! |
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Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage! |
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Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
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Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.
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Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen! |
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Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen. |
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James Krüss |
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