sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Was der Tag wohl bringen wird?
  Ich lass mich mal überraschen. Auf alle Fälle wird das Zimmer für Julian an diesem Wochenende fix und fertig! Weihnachten soll ganz gemütlich beginnen - ohne Stress. *g*
  Georg hat noch einen Weg in Icod und ich bin noch auf der Suche nach einer bestimmten Folie für unsere Weihnachtspackerln. Also nichts wie los. lach ein wenig :o) Der Fotoapparat ist mit dabei, denn den Weihnachtsschmuck der Stadt habe ich in diesem Jahr noch nicht gesehen - welche Schande. Die Stadt wird immer besonders aufwendig geschmückt - und jedes Jahr anders!
 
  Icod de los Vinos ist für Weihnachten gerüstet - jedes Gässchen, jede Straße, alle Plätze und Laternen haben einen romantischen Schmuck bekommen. lach ein wenig :o) Dazu der tiefblaue Himmel - wie für eine Postkarte arrangiert, schon fast kitschig! Aber soo schön!
 
  Das Rathaus, el ayuntamiento, ist mit Unmengen von roten Weihnachtssternen, estrellas de Navidad und Blumengirlanden, guirnaldas de flores, geschmückt. Am Abend ist es mit Sicherheit noch stimmungsvoller, denn eingerahmt wird das gesamte Gebäude von einem Vorhang kleiner, weißer Lichterketten.
     
  Auch auf die Straßenlaternen wird nicht vergessen.  Alle haben ein grünen Kranz, una corona verde, erhalten. Aufgeputzt ist jeder Kranz mit Lichterketten, goldenen und roten Kugeln und Bändern.
  Der dritte Tag für meinen angesetzten Orangenlikör ist angebrochen. Wer mich kennt, weiß was jetzt kommt. *g* Wenn ich ganz ehrlich bin, hat diesmal Georg dien schwarze Peter. Er konnte seine Neugier nicht bezähmen - hat den Kork entfernt und geschnuppert! lach ein wenig :o) Gekostet hat er auch!
  Eines steht heute bereits fest - er wird gigantisch!
  Am Nachmittag waren wir noch fleißig und haben unseren Obstgarten um einige Bäume reicher gemacht. Sternfrüchte, Granatäpfel und Guanábana werden in Zukunft unsere Früchtevielfalt bereichern. Zur gleichen Zeit hat unser Nachbar Kartoffel gepflanzt. Zeile für Zeile. Gearbeitet hat er, wie wir, bis es dunkel wurde.
  Als er sich mit einem Gute Nacht, ¡buenas noches! verabschiedet hat, sind wir eigentlich auch bereits auf dem Weg zum Abendessen gewesen.

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Blauer Himmel und klirrend Kälte. Zumindest empfindet man es so. 9° Celsius um sieben Uhr morgens. Ein ziemlich kalter Arbeitsbeginn und das auch noch bei Dunkelheit.
  Ein paar Stunden später kann man sich diese Frühtemperatur gar nicht mehr vorstellen! Herrlichstes Urlaubswetter! Wirklich - Wetter vom aller Feinsten. Windstille, blauer Himmel von dem die Sonne lacht.
  Richtiges Geburtstagswetter für meine beste Freundin. Eigentlich ist sie ja meine allerbeste Freundin und wenn man es ganz genau nehmen will sind wir ja fast Schwestern. *g* Na ja, nicht genetisch - aber praktisch. lach ein wenig :o) Auch wenn uns oft ein simpler Maschendrahtzaun voneinander getrennt hat. Gezwungener Maßen. Schade, dass ich das Foto nicht in Reichweit habe, aber es gibt eine Aufnahme aus unseren frühen Zeiten, das diese Aussagebelegen kann. Ein Kappstuhl jenseits des Zaunes und einer diesseits.
  Zwei kleine Mädchen auf jedem dieser Stühle. Rechts und links der beiden Mädchen eine grüne Hecke. Wir haben uns gegenseitig Märchen vorgelesen. lach ein wenig :o) Ich weiß nicht mehr genau, wie alt wir damals gewesen sind. Immerhin, lesen mussten wir können, den ein weiterer Zeuge dieses Tages war ein Märchenbuch, das ich heute noch besitze. Es wurde damals kurzzeitig im Regen liegen gelassen und der Buchumschlag ist aus diesem Grund auch heute ein ziemliches Wellental. Er hat sich nie mehr gerade pressen lassen.
  Heute könnte man die Geschichte schon fast mit "es war einmal" beginnen...
  Obwohl wir uns öfter im Leben aus den Augen verloren haben, egal ob es verschiedene Schulorte und später weit auseinander gelegne Wohnorte waren - wir sind uns nie fremd geworden. Die gemeinsame Wellenlänge blieb immer vorhanden. lach ein wenig :o) Ob wir uns gegenüber sitzen und uns nur ansehen müssen, um zu wissen was der andere sagen will, oder ob eine von uns beide in einer Situation ist, in der es schön wäre den Augenblick zu teilen, das macht - fast - keinen Unterschied.
  Möchte jemand ein absolut sichereres Mittel gegen Schluckauf wissen? Ich habe Erfahrung damit! Ein Kaffeelöffel reiner Zitronensaft. Vor lauter Schreck über den sauren Schock flüchtet jedes "Schnackerl" Mit Garantie!
  Heute hat sie also Geburtstag und ist somit wieder gleich alt wie ich. lach ein wenig :o) Sie schafft es erstaunlicher Weise jedes Jahr aufs Neue. Schade, dass wir nicht wirklich mit einem Gläschen Prosecco anstoßen können. Es wäre schön, wenn sie heute hier sein könnte!
 

Alles Gute ist mir zu wenig für dich.
Nur das Beste reicht mir nicht.
Auf ein Neues ist mir zu abgedroschen.
Dass ich heut nicht komm - verzeih mir.
Sei verständnisvoll -
In Gedanken bin ich bei dir und trink ein Gläschen auf dein Wohl!
  Alles Gute zum Purzeltag - Andrea!
  Wenn man auf der Insel von so genannten Einwanderern über die Telefonica etwas hört ist es immer negativ. Ich habe keine Ahnung warum. Wir hatten nie ein Problem, egal ob es um einen Telefonanschluß oder um den Internetzugang ging.  Ein Anruf genügte, gearbeitet wurde zum Teil sogar am Wochenende.
  Jetzt hatten wir wieder ein kleines Problem, ein großer LKW hat das darüber führende Telefonkabel empfindlich gedehnt. Ein Anruf bei der Telefoica und einige Stunden später ist ein Serviceteam zur Stelle gewesen und hat den Urzustand wieder hergestellt. Kein Problem!
  Auch das Thema die Telefonkabel in die Erde zu verlegen ist keine Debatte wert. Innerhalb von zehn Tagen soll das geschehen sein. Warum sollte man diese Aussage anzweifeln? Bis dato haben die Auskünfte auch immer gestimmt und sämtliche Abrechnungen der Telefongesellschaft sind absolut korrekt! Soviel zum Thema Telefonica.

 
mehr Wolken als Sonne :o)  
21 ° Celsius Sonnenaufgang: 07.49 Ortszeit
Icod de los Vinos Sonnenuntergang: 18.12 Ortszeit
   
  Der letzte Termin beim Steuerberater vor Weihnachten. Von Weihnachen bis zu den Heiligen drei Königen geschieht so gut wie gar nichts, denn einmal arbeitet der und dann der andere. lach ein wenig :o) Kluge Leute nehmen um diese Zeit - wenn es möglich ist - Urlaub.
  und sie klettern und klettern
  ... und sie klettern und erobern Fassaden, Balkone, Wohnungen und ganze Häuser. Auch in La Orotava erobert papá noel die  die Stadt. lach ein wenig :o) Ich habe mich schon zweifelnd gefragt, ob für Kinder in anderen Ländern überhaupt noch ein Kollege zur Verfügung steht oder ob alle Weihnachtsmänner auf die Kanarischen Inseln ausgewandert sind?
  auf Balkonen und Spalieren
  So wie uns Angel, der Steuerberater erzählt hat, werden auch auf Teneriffa die Geschenke bereits meistens am zu Weihnachten verschenkt. Die Heiligen drei Könige bringen dann nur mehr eine Kleinigkeit. lach ein wenig :o) Die Globalisierung lässt grüßen! Für die Kinder ist es allerdings viel sinnvoller. So können sie die Ferien noch dazu nutzen, die neuen Spiele auszuprobieren. Im Jänner beginnt auch für sie wieder die Schule und dann ist wenig Zeit dafür.
  Eine neue Redewendung haben wir auch wieder gelernt.  iiUn no lo tu tiene ya!! Wörtlich heißt das eigentlich, ein Nein hast du ja schon. Bei uns würde man sagen - fragen kostet Nichts!
  Wir kennen es nicht, aber in vielen Ländern Europas wird es gefeiert - das Fest der Heiligen Lucia.
  Lucia lebte im vierten Jahrhundert, zur Zeit der Christenverfolgungen unter Diokletian in Syrakus. Sie hatte eine Erscheinung der Heiligen Agathe von Catania und ließ sich daraufhin taufen und wurde Christin.
  Um zu helfen, brachte sie den Christen, die sich in den Katakomben versteckten Lebensmittel. Um beide Hände zum Tragen freizuhaben, ging sie mit einer Krone aus brennenden Kerzen auf dem Kopf in die dunklen Gänge.
  Als ihr Verlobter erfuhr, dass sie Nonne werden wollte, war er so von seiner Braut enttäuscht, dass er sie denunzierte.
Christen wurden um diese Zeit hingerichtet. Lucia sollte von Ochsen zu Tode geschleift werden, aber die Tiere weigerten sich, auch nur einen Schritt zu gehen, so sehr man sie auch quälte und antrieb.

 
mehr Wolken als Sonne :o)  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Der Passat zeigt uns im Moment wer der wahre Herr über dem Nordatlantik ist. lach ein wenig :o) In unserer Gegend, also im Nordwesten von Teneriffa, war er allerdings sehr zahm und hat nur ein Regen gebracht. Das Azorenhoch wandert jetzt jedoch Richtung Spanien und der Wind wird seine Richtung ändern und wieder warme Luft zu den Kanaren bringen. Der heutige Tag war bereits sehr viel versprechend. Meistens hat die Sonne vom blauen Himmel gelacht und die Temperatur natürlich gleich wieder um einige Grade in die Höhe getrieben. Am Abend ist es allerdings wieder trübe und bewölkt geworden. Es nieselt ein wenig.
  Der Wind hat allerdings den Flug- und Schiffsverkehr etwas beeinträchtigt. Es kam zu ein paar Verspätungen der Transportmittel - sowohl in der Luft als auch auf dem Wasser. Jetzt kann man aber nicht mehr so genau feststellen, ob der Streik des Bodenpersonals der Atlantica Handling für mehr Verspätungen und Stornierungen gesorgt hat oder der Wind.
  Die Gewerkschaft sagt, das war das streikende Personal -  die Binter Canarias sagt, das war der Wind. lach ein wenig :o) Vielleicht haben beide recht? 
  Die erste Maschine der Ryanair die in Los Rodeos gestern Früh gelandet ist, hat sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen. Eine reibungslose Ankunft so zusagen. Obwohl die Passagiere geglaubt haben müssen wieder in Irland gelandet zu sein. Bei so einem Wetter ist Los Rodeos äußerst irisch - ungemütlich, feucht und kalt. Das ist keine Gegend für mich! lach ein wenig :o) Zu hoch gelegen, zu feucht und zu kalt.
  Heute hatte ich hohen Besuch - ein Mäuschen hat sich in unsere Behausung gewagt. Na ja, eigentlich ist sie sehr selbstbewusst über den Vorleger spaziert. Klein, braun und kugelrund. Dann hat sie ihre Selbstsicherheit anscheinend doch ein wenig verlassen und sie ist zwischen meine Schuhe geflüchtet.
  Mit Georgs Hilfe haben wir sie zu zweit wieder auf den richtigen Weg gebracht. Sie hat sich doch für ein Leben in Freiheit entschieden und ist kurzerhand Hals über Kopf durch die Haustüre geflüchtet. lach ein wenig :o) Eine wahrlich kluge Entscheidung - für eine Wohngemeinschaft mit Mäusen konnten wir uns noch nicht entscheiden. *g*
 
Die Weihnachtsmaus
Die Weihnachtsmaus ist sonderbar - sogar für die Gelehrten.
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
James Krüss
hier gehts weiter :o)
  Jetzt wäre noch Zeit, sich ein Los für die Weihnachtslotterie zu kaufen. lach ein wenig :o) Ich glaube, es gibt keinen Spanier - und natürlich auch keinen Canario - der nicht wenigstens eines dieser wertvollen Los besitzt.
  Im Jahr 2005 war der Hauptgewinn, el Gordo, der Dicke, 510 Millionen Euro wert. Heuer sogar es 540 Millionen Euro.
  Die Lose mit der Nummer 20.085 wurden fast ausschließlich in der kleinen Ortschaft Vic bei Barcelona verkauft. Den Freudentaumel kann man sich vorstellen. Die Menschen jubelten und tanzten auf den Straßen. Der spanische Cava floss in Strömen.
  2004 war das Örtchen Sort in der Provinz Lleida in den Pyrenäen der Glücksort und das kann man wörtlich nehmen! Sort bedeutet Glück. Dort wurden innerhalb von zehn Jahren schon fünf Mal Lose für den Hauptgewinn verkauft, zuletzt eben 2004. Warum? In diesem Ort werden eben besonders viele Lose verkauft.
  In Sort gibt es eine Lotterieannahmestelle mit dem Namen La Bruixa d'Or, die Goldene Hexe. Inzwischen ein Wallfahrtsort für Glücksuchende aus aller Welt, denn der Besitzer, Xavier Gabriel, von La Bruixa d'Or verkauft über seine Internetseite Lose für die Weihnachtslotterie in der gesamten Welt.
  Auf der Webseite der Goldhexe, kann man also Lose für die spanische Weihnachtslotterie via Internet kaufen. Allerdings muss man mindestens fünf Losanteile kaufen, das kostet allerdings 100 Euro.
  Na dann - viel Glück! ¡imucha suerte!!

 
Wolken, Wolken, Wolken  
20 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Heiße 11° Celsius in der Nacht gekoppelt mit Wind und Regen. In den nächsten Tagen soll es auch nicht besser werden. Was soll man dazu sagen? It's wintertime in Tenerife! Das Schöne daran ist nur, das der erste Eindruck täuscht. lach ein wenig :o) Sobald sich die Sonne am Himmel zeigt ist es wunderbar warm.
  Der Teide mit Häubchen Schnee - aber wirklich nur ein Hauch *g*
  Der Teide hat über Nacht eine zarte Haube aus Schnee bekommen. lach ein wenig :o) Es ist wirklich nur ein äußerst zartes Häubchen - gar so lange wird die Pracht wahrscheinlich aber nicht halten.
  Gestern hat sogar unser Nachbar - und das ist immerhin ein abgehärteter Canario - seinen Kamin eingeheizt. lach ein wenig :o) Wir können es bezeugen, aus seinem Kamin entfleuchte grauer Rauch! Ganz eindeutig.
  Die Bewohner dieser schönen Inseln beheizen ihre Wohnungen ja nicht. Das machen ja nur die Ausländer. Die so genannten Insulaner sind ja überhaupt nicht kälteempfindlich. Heizung? Isolation? Wozu?
  Dazu könnte man in Zukunft ja noch mehr bemerken. Da in Spanien seit September eine neue Bauordnung gilt - die logischerweise auch für die Inseln im Atlantik zutrifft - wird sich in der Beziehung einiges ändern. Gezwungenermaßen so zusagen. Auch wenn diese kleinen Eilande Afrika näher am Herzen liegen als Europa - aber das ist ein eigenes Kapitel.
  Nur so viel  - alle Bauansuchen die ab jetzt eingereicht werden, müssen auch eine vernünftige Isolation, sprich Wärmedämmung, und eine alternative Heizung, sprich Solaranlage, beinhalten. Spanien ist in dieser Beziehung der Vorreiter der EU-Staaten.
  Aber kommen wir zur Heizung zurück. lach ein wenig :o) Der Canario heizt offiziell natürlich nicht - er kocht! Cocina canaria ist nichts anderes als ein offener Kamin mit einer Vorrichtung zum Kochen. Um einen Raum ein bisschen gemütlicher zu machen, reichen einige wenige Grade aus. Dieser Temperaturunterschied ist durchaus mit einem offenen Kamin zu erreichen. Wie man sieht, muss man nur den richtigen Blickwinkel einhalten. Alles klar?
  der Fussboden wird nun fertig :O) noch mal von der anderen Seite
  Bei uns werden heute fleißig Fliesen gelegt. Genau die richtige Arbeit für dieses Wetter. Der größte Raum ist fertig verlegt, der nächste wurde begonnen. Wie ist der erste Eindruck? Uns gefällt es!

 
Regentropfen, die an mein Fenster klopfen ...  
20 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Heute ist das richtige Wetter für einen gemütlichen Tag.
  Der zweite Adventsonntag steht heute im Kalender. Verflixt und zugenäht, die Zeit verfliegt wieder einmal wie im Flug! In kümmerlichen zwei Wochen ist bereits der Heilige Abend vorbei. Ich will gar nicht daran denken. lach ein wenig :o) Also weg mit diesen Gedanken, ich möchte die vorweihnachtliche Stimmung noch so richtig auskosten.
  Wie singt Udo Jürgens in einem seiner Lieder? Ich war noch niemals in New York Ich habe es in diesem Advent noch nicht geschafft, abends nach Puerto de la Cruz zu fahren. Es wird fällig! Puerto ist um diese Zeit wirklich schön geschmückt und beleuchtet.
  Ein Gläschen Wein, una copita vino, am Plaza de Charco mit der stimmungsvollen Beleuchtung rundum ist wunderschön. lach ein wenig :o) Kitschig, romantisch, überladen - einfach zum Träumen! Je weniger Schnee desto mehr Beleuchtung - das ist die Devise!
 
Heute brennen bereits zwei Kerzen.
Die ersten Vanillekipferln sind schon
aus den Keksdosen verschwunden.
  So gut wie diese werden keine Kipferln in diesem Advent, en el Adviento, mehr schmecken! Das Verbotene hat seinen Reiz nie verloren. lach ein wenig :o) Die Kekse, las galletas, die am Heiligen Abend auf dem Tisch stehen, können da nicht mehr mithalten. *g* Sie sind bereits abgelaufen, sie sind überholt.
  Einen schönen Adventsonntag euch allen! Noch 14 mal schlafen - dann kommt das Christkind.
  Heute schon gelacht?
  Fragt die eine Gans eine andere: "Glaubst du an ein Leben nach Weihnachten?"

 
Regentropfen, die an mein Fenster klopfen ...  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Regen in der Nacht - wer hätte das gedacht? Und der Wind pfeift auch um unsere Behausung. Klingt nicht gerade sehr gemütlich. Na ja, bis in die Morgenstunden hat sich dieser Ausrutscher des schönen Wetters sicher wieder verabschiedet. lach ein wenig :o) Abwarten und schlafen gehen ist da sicher das beste Rezept.
  Viel besser ist das Wetter auch in der Früh nicht. Der Regen ist aber so ziemlich vorbei. Ab und zu nieselt es noch ein bisschen. Gegen Mittag hat sich dann die Sonne heraus gewagt. Leider nicht all zu lange. Immerhin ist es bei uns windstill, im Süden weht heute ziemlich starker Wind und es regnet. Wir kommen mit ein paar grauen Wolken davon.
  Ruben baggert seit halb neun. Jetzt hat er genug Steine zu sortieren *g* Das letzte Mal hat er ja eine spektakuläre Meldung los gelassen.
  Als er das angelieferte Aushubmaterial gesehen hat, meinte er, dass die größeren Steine ja viel zu wertvoll seien, um untergebaggert zu werden. lach ein wenig :o) Aber unseren Baumstamm, den wir zu Brennholz verarbeiten wollten, hat er vor einiger Zeit ganz cool unter die Erde befördert. Da verstehe noch einer die Welt! *g*
  der nächste Bauplatz ist vorbereitet der nächste Bauplatz ist vorbereitet
  Steinwüste oder Baumaterial? der nächste Bauplatz ist vorbereitet
  Ruben hat bis auf eine Stunde Mittagspause den ganzen Tag gebaggert und einiges in der Landschaft verändert. Obwohl es geregnet hat! Ein zäher Bursche, das muss man hier wirklich festhalten. Wenn er sich etwas vornimmt, dann fährt die Eisenbahn drüber. lach ein wenig :o) Auch hier auf der Insel, auf der es gar keine Eisenbahn gibt.
  Wir wollten heute eigentlich Obstbäume pflanzen, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Regentropfen waren heute einfach in der Überzahl - die Sonnenstrahlen haben den Kampf im Endeffekt verloren. Obwohl sie am Nachmittag einen gigantischen Regenbogen auf den Himmel gezaubert haben.
  Meine Wäsche hat aus diesem Grund auch eine mehrgängige Spülung hinter sich. Nix mit trockenen Hosen und Hemden. lach ein wenig :o) Morgen schaut die Welt schon wieder anders aus, dann starte ich eben den nächsten Versuch!
  Es ist nun halb sieben am Abend und draußen wird es langsam aber sicher dunkel. Auf der Finca von Patrico sendet der Stern von Bethlehem oder besser gesagt von Santa Barbara, bereits seine Lichtimpulse in den nächtlichen Himmel. Es beginnt täglich mehr zu flimmern, zu leuchten und zu glitzern.
  Auch die Invasion der Weihnachtsmänner ist fast zur Gänze abgeschlossen. Sie sind planmäßig von den Regalen der diversen Geschäft ausgezogen um Fassaden, Balkone und Kamine zu stürmen. lach ein wenig :o) Mit Hilfe von Strickleitern, die James Bond mäßig mit Leuchtdioden ausgestattet sind, überwinden sie mit dem Rucksack auf dem Rücken jedes Hindernis!
  Eigenartig ist dieser Umstand auch deshalb, weil der Weihnachtsmann für Spanien nicht zuständig ist. Offiziell ist er in Spanien und somit auch auf den Kanarischen Inseln sogar unbekannt. Aber auch dieses Rätsel wird zu lösen sein - da bin ich mir ganz sicher! Auf alle Fälle ist es ihm irgendwie gelungen sich einzuschleichen. Ob er vielleicht auch ein illegaler Einwanderer ist?
  Falls das zutreffen sollte muss man die Fehler im System der Frontex oder der Küstenwache untersuchen. So auffällig wie der alte Mann angezogen ist muss er ja schon von Weitem zu sehen sein. Das Rot des Mantels, der Mütze und seiner Stiefel springt einem ja fast ins Auge. Das kann ja niemand übersehen!
  Aber wer sagt denn, das er übers Wasser gekommen ist? Nicht einmal die Besiedelung der Inseln ist bis jetzt gänzlich geklärt.
  Waren es Siedler aus Afrika oder von sonst woher? Das Meer rund um das Archipel ist von stürmischer See umgeben. Auch für erfahrene Seefahrer nicht leicht zu knacken. So lesen sich bis jetzt die wissenschaftlichen Berichte. Aber ob das auch auf den Weihnachtsmann zutrifft? Ich bezweifle es. Wenn er nicht bestimmte Geheimwaffen - die natürlich kein Mensch kennen kann - besitzen würde, hätte er die Erfolgskurve in der restlichen Welt ja auch nicht geschafft! Spielt unser Wunschdenken, unsere Fantasie doch auch noch eine kleine Rolle? Ich hoffe es.
  Wenn das alles nicht zutreffen sollte, bleibt nur der Weg über die Luft. lach ein wenig :o) Nachdem bis dato noch keine Rentiere bei der Guardia Civil gemeldet wurden, kommt diese Reisemöglichkeit wahrscheinlich auch nicht in Frage. Egal, wir finden es schon noch heraus. Bis Weihnachten haben wir ja Zeit. Eine kleine Galgenfrist bleibt uns noch.
 

 
Zur Weihnachtszeit
spielen die Käufer
den Nikolaus für die Kaufleute.
John Andrew Holmes
 

 
sommerliches Wetter mit vorbei ziehenden Wolken  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Maria Empfängnis, Día de la Inmaculada, heute ist in Spanien Feiertag. Im Gegensatz zu Österreich ist es hierzulande ein echter Feiertag. Die Geschäfte halten ihre Geschäftstüren also geschlossen.
  Als Kind ist mir dieser Tag immer äußerst suspekt vorgekommen. lach ein wenig :o) Wie kann jemand nach zwei Wochen ein Kind bekommen? Für ein Kind doch logisch gedacht, oder nicht?. Doch der Tag hat ja eine komplett andere Bedeutung.
  Nach der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis wurde Maria selbst von jedem Makel der Erbsünde unversehrt  - aber immerhin auf natürliche Weise - von ihrer Mutter empfangen und geboren. Damit errettete Gott Maria vom allerersten Augenblick ihres Lebens an vor der Sünde.
  Doch wie kommt ein einziger Mensch auf dieser schönen Erde zu diesem Sonderstatus? Wir normalen Kinder Gottes - oder auch nicht - kommen schon mit einem anständigen Packerl Sünden im Gepäck auf diese schöne Welt. Die Erbsünde verfolgt uns vom Anfang bis zum Ende. Von Staub bis Staub so zusagen.
  Dann kommen auch noch die vielen kleinen und großen Sünden und Verfehlungen dazu. Mal ganz ehrlich - wie soll der Mensch da glücklich leben können?
  Für mich war schon meine erst Beichte ein großes Problem. Woher die Sünden nehmen? Keine Sünde? Geht auch nicht, dann ist man ja selbstgefällig und hochmütig. Was mach man also? Man erzählt dm Priester halt das was er hören möchte. "Ich habe meinen Eltern nicht gefolgt. Ich habe meine Schwester geärgert. Ich habe meine Mutti angelogen." lach ein wenig :o) Das ich ein paar Schillinge aus der Geldtasche meiner Mutti genommen habe, habe ich dem Herrn im Beichtstuhl nicht erzählt. Das geht ihn ja auch nichts an, oder doch? Nein, ich glaube nicht. Es war sicher wichtiger, dass mich das schlechte Gewissen dazu gebracht hat, es meiner Mutter zu beichten. *g*
  Sei es wie es sei, jeder Mensch kann da seine eigene Entscheidung für sein Leben treffen. Der eine so, der eine anders.
  Heute ist das für die meisten Menschen, glaube ich, relativ uninteressant, welchen Hintergrund irgendeiner der vielen Fest- und Feiertage hat. lach ein wenig :o) Hauptsache es ist ein freier Tag, ein Feiertag eben. Man könnte ja einmal eine Umfrage starten, wer überhaupt weiß, welcher Feiertag heute ist. Den einzigen Feiertag den mit Sicherheit jeder Mensch mit dem richtigen Namen bezeichnen könnte ist sicher der Heilige Abend - das ist aber leider kein Feiertag. Und den Grund, warum und was da genau gefeiert wird können wahrscheinlich die wenigsten exakt nennen. lach ein wenig :o) Wetten das?
  Für mich werden die ganzen biblischen Geschichten, je älter und weiser ich werde, nur immer märchenhafter. lach ein wenig :o) Schön sind sie trotzdem. Aber wenn ich die Märchen lese, die Scheherazade in 1001 Nacht dem König Schahryâr erzählt hat bin ich auch fasziniert. Vielleicht weil sie eine andere, für uns sehr schillernde Welt beschreiben?
  Die Gewürze aus dem Orient waren in Europa immer begehrt. Aber erst als Napoleon vor 200 Jahren aus Ägypten zurückkehrt und außer Obelisken auch das Manuskript von 1001 Nacht im Gepäck hat, beginnt in Europa eine regelrechte Orientmanie. Ein Mythos entstand, der sich eigentlich bis heute ganz gut gehalten hat.

 
mehr Wolken als Sonne :o)  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Noch ein Arbeitstag in dieser Woche. Zumindest bei uns auf der Baustelle. Ob diese Arbeitseinteilung im öffentlichen Leben auch statt findet bezweifle ich.
  Gestern Feiertag, morgen Feiertag und danach beginnt das Wochenende, el fin de semana. lach ein wenig :o) Welcher vernünftige Mensch kommt da in seinen normalen Arbeitsrhythmus? ¡hombre!  Ich vermute, da gibt es bei den meisten Beamten wieder Termine in Madrid oder auf Gran Canaria. Wem sollte man das verübeln?
 
  Laut ist es rund um mich. Marcos ist mit dem Bagger unterwegs und zwischendurch kommt wieder ein LKW mit Aushubmaterial. Es brummt und dröhnt also auf allen Seiten. Chicho hat als einziger im Moment eine ruhige Tätigkeit. Er macht die erste Endreinigung im langen Gebäude. lach ein wenig :o) Na ja, bis auf den Staubsauger, der arbeitet natürlich nicht lautlos vor sich hin.
  Insgesamt haben wir im laufe des Tages zwölf Fuhren mit Steinmaterial bekommen. Ein Teil ist Aufschüttmaterial und ein Teil sind wunderbare Steine, die in die nächsten Mauern eingebaut werden.
  Aber jetzt ganz etwas anderes.
  Hat schon jemand das Christkind, el niño Jesús, gesehen? Obwohl das Christkind nur von Martin Luther erfunden wurde? Er verlegte 1535 die Bescherung vom Nikolaustag auf Weihnachten. Die Geschenke brachte nun nicht mehr der heilige Nikolaus, sondern der heilige Christ. lach ein wenig :o) Für die Kinder und die einfachen Leute war diese Figur allerdings viel zu anonym und gestaltlos. Also wurde daraus ein kleines Mädchen mit goldenem, lockigem Haar und zwei kleinen Flügerln.
  Wer sollte denn sonst  die vielen Briefe und Wunschzettel der Kinder ans Christkind einsammeln?
  Oder den geschmückten Christbaum, el árbol de Navidad, am Heiligen Abend, la Nochebuena, in die Wohnzimmer stellen?
  Oder den Christbaum schmücken?
  Und wer sollte denn sonst die vielen Geschenke verteilen und die kleine, silberne Glocke läuten, bevor es wieder verschwindet?
  Das Christkind ist übrigens schnell wie der Wind – deshalb sieht man es auch nicht sehr oft. lach ein wenig :o) Aber - niemand weiß ganz genau, was das Christkind alles tut oder kann. Wo es das ganze Jahr über ist oder wo es wohnt. Es ist eben ein geheimnisvolles, una persona misteriosa, Wesen, dem man seine Mystik lassen sollte.lach ein wenig :o) Man muss nur daran glauben!
  Das Christkind bringt außer im deutschsprachigen Raum auch in Italien, Gesû Bambino, und in Kolumbien, El niño Jesus, zu Weihnachten, las Navidades, die Geschenke für Groß und Klein.
  Der Weihnachtsmann ist dabei, die Lufthoheit über Österreich zu erringen. Überall trifft man den bärtigen Gesellen, während das Christkind langsam in der Versenkung zu verschwinden droht. Die Tiroler lassen das Christkind aber nicht hängen und halten ihm nach wie vor die Treue - der Verein Pro Christkind unterstützt sie dabei.
  Und in den anderen Ländern? Wir kommen die Kinder da zu ihren Geschenken? Rund um Weihnachten gibt es noch viele andere geheimnisvolle Figuren.
  Manche haben je nach Region unterschiedliche Namen, manche sind überall dieselben, einige teilen sich dieselben Funktionen, andere gibt es nur in ganz bestimmten Gegenden und nirgends sonst. Aber wir haben ja noch Zeit - die vorweihnachtliche Zeit dauert ja doch noch ein klein wenig an.
  Also werde ich in den nächsten Tagen auch über die heilige Lucia, den Sinterklaas, den Weihnachtsmann mit seinen verschiedenen Namen, Knecht Ruprecht, Samichlaus, Befana und die Heiligen Drei Könige erzählen.
  Bei uns hat das Christkind allerdings schon vor einigen Tagen ein Päckchen mitgenommen - damit es zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist!

 
mehr Wolken als Sonne :o)  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Halleluja, halleluja! So schallt es lautstark durch die Nacht! lach ein wenig :o) Immerhin ist es zwei Uhr in der Früh! Eine heilige Messe mitten in der Nacht? Keine Ahnung, auf alle Fälle erklingen die musikalischen Weisen vom Platz bei der Kirche von Santa Barbara her - sinnigerweise durch Lautsprecher verstärkt. *g* lach ein wenig :o) Wie lange die Feier danach noch weiter gegangen ist, kann ich leider nicht sagen - irgendwann bin ich eingeschlafen.
  Heute ist also Nikolaustag - ein kirchlicher Feiertag. Der Nikolaus selbst ist, wie bereits erwähnt, nicht hier. Kein Wunder, er ist ein viel beschäftigter Mann! Er reist nämlich im November mit dem Schiff von Spanien in Richtung Niederlande ab. Schließlich ist er der Schutzpatron der Seefahrer. Eine lustige Seefahrt ist also durchaus angebracht!
  In den Niederlanden besucht der Nikolaus ab dem letzten Samstag im November mit seinem Schiff die verschiedenen Hafenstädte. Sobald er seine Pflicht erledigt hat, kehrt er nach Spanien zurück. lach ein wenig :o) Wo er sich dann aufhält und was er das ganze Jahr über so treibt? Keine Ahnung, darüber habe ich keine Informationen gefunden.
  In Spanien wird heute auch ein anderer Feiertag, el Día de la Constitución, der Tag der Verfassung gefeiert. Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie.
  Ein sozusagen arbeitsfreier Tag! Aber wie es so ist - Georg kann das baggern nicht lassen. Auf der einen Seite ist es ja wirklich notwendig - wir wollen ja schnell weiter kommen und zu Weihnachten haben wir uns Urlaub vorgenommen!
  Weihnachtsstern Weihnachtsstern
  Die Weihnachtssterne, estrellas de Navidad, blühen! Nicht nur bei uns - überall blühen diese roten Scheinblüten. Am Straßenrand, auf den Hügeln und auf den Wiesen. Von Tag zu Tag werden es mehr! Das ist weihnachtliche Stimmung auf Teneriffa.
  In der Hauptstadt der Insel, Santa Cruz, wurden in diesem Jahr sage und schreibe 113.000 Weihnachtssterne in den Farben rot, rosa und weiß in den Parkanlagen der ganzen Stadt ausgepflanzt. Eine wahre Pracht!
  Nachdem ich es nun schon lange nicht mehr gemacht habe, kann ich es mir heute nicht verkeifen - hier wieder einmal ein kluger Spruch. lach ein wenig :o) Meine kleine Schwäche.
 

 
Auch wenn man kein heller Kopf ist -
in der Adventzeit geht einem ein Licht
nach dem anderen auf.
 
Autor leider unbekannt
 

 
mehr Wolken als Sonne :o)  
22 ° Celsius Vollmond um 1.24 Uhr
Icod de los Vinos  
   
  Wieder einmal ein strahlender Tag!
  Der Dezember hat gerade erst begonnen und schon ist der Krampustag da! Auf den Inseln gibt es natürlich keinen Krampus, diese dunkle Gestalt kann man bekanntlich nur in den Alpenländern finden. Ich muss zugeben - mir fehlt er nicht sonderlich! lach ein wenig :o) Aber ich hätte nichts dagegen, wenn der Nikolaus kurz vorbei schauen würde. Aber leider - er ist wahrscheinlich an irgendeinem anderen Ort der Welt sehr beschäftigt.
  Wünschen ist jedoch erlaubt und unser Nikolo, ein gütiger, alter Mann im Ornat ist ja nur eine fiktive Figur, die irgendwann einmal durch viele Legenden und Erzählungen entstanden ist.
  Georg organisiert! Gestern hat er auf dem Weg nach Icod einen riesigen Berg von Steinen entdeckt. Wie hier fast überall wird bei einem Bauaushub keine Erde aus dem Boden gebaggert sondern es wird geschremmt!
  Die Situation ist also die  - auf einer Baustelle liegen Steine, die dort niemand braucht und auf unserer Baustelle werden sie benötigt. Also hat sich Georg etwas überlegt und ein Angebot gemacht. Die Baufirma kann auch anderes Aushubmaterial, los escombros, bei uns abladen und dafür bekommen wir die begehrten Steine.
  Die andere Firma erspart sich die Entsorgungskosten und wir kommen kostenlos zu Material, das wir benötigen auch äußerst kostengünstig - nämlich umsonst. lach ein wenig :o) Ist doch genial, oder nicht?
  Was ist heute noch passiert? Eigentlich nichts besonderes. Ach ja, fast hätten wir drauf vergessen, Marcos hat heute Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! ¡¡feliz cumpleaños!!

 
Wolken, Wolken, Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Heute ist der Ehrentag der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, Baumeister und Artilleristen.
  Für uns hat das eine doppelte Bedeutung - immerhin leben wir in einem Ortsteil von Icod de los Vinos, der Santa Barbara heißt.
  Ein alter Brauch sagt, dass Zweige von Kirschbäumen oder heute auch von Forsythiensträuchern, die am heiligen Abend blühen, Glück bringen - wenn man sie am Barbaratag schneidet und in eine Vase stellt.
  Der Brauch Zweige ins Wasser zu stellen, geht vermutlich bereits auf die Germanen zurück. Die zum Leben erwachenden, scheinbar toten Zweige bedeuten Kraft und Fülle und sollen Mut und Hoffnung zum Leben geben.
  Das kann ja nicht schaden, oder? Ein guter Tipp so nebenbei. Die Knospen blühen ziemlich sicher auf, wenn man die Zweige vorher einfach einen Tag lang ins Wasser legt. lach ein wenig :o) Also - rein in die Badewanne und erst am nächsten Tag in die Blumenvase!
  Hier noch ein weiterer Tipp - speziell für das heurige Jahr. Eine liebe Freundin hat ihn mir geschrieben und ich möchte ihn hiermit weitergeben. lach ein wenig :o) Da es in diesem Jahr noch keinen ordentlichen Frost gegeben hat, muss man sie zuerst ins Tiefkühlfach legen, am besten zwei ganze Tage! Erst dann kommt die Badewanne und zu guter Letzt die Vase.
 
 
 
 
Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehn:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, ein Zweig gib du mir von der.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir:
Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.
 
 
 
  Eines macht mich allerdings sehr nachdenklich. Bei uns blühen momentan die Apfelbäume und gestern, oder war es einen Tag zuvor, haben die ersten Narzissen ihre Blüten geöffnet. Osterglocken in der Adventzeit? Bringt das Glück? Oder nicht?
  Nazissen auf der Wiese Osterglocken?
  Keine Ahnung - aber so spielt das Leben, ohne, dass man sonderlich etwas dazu beitragen muss. Ich habe nicht einmal die Blumenzwiebeln in die Erde gedrückt. lach ein wenig :o) Ich bin wirklich unschuldig.
  Am Nachmittag sind wir heute Puerto de la Cruz gewesen. Wir haben einige Wege erledigt, ein paar Einkäufe gemacht. Ich habe endlich meine Bücher abgeholt und Lebkuchen besorgt. Am Abend haben wir auch noch Domingo, unseren Bautechniker, le aparejador, getroffen.
  Die Heimfahrt war schon richtig romantisch. lach ein wenig :o) An vielen Häusern ist schon die Weihnachtbeleuchtung angebracht und es leuchtet, strahlt und blinkt immer mehr. *g* Einige werden jetzt sagen, so ein Kitsch! Aber ist Kitsch nicht auch schön? Für mich gehört es zur Weihnachtszeit!
  Einen stilvollen Abschluss hatte der heutige Tag auch noch! Der volle Mond stand am Himmel und zu Ehren der Heiligen Barbara wurde vom Platz vor der Kirche in Santa Barbara ein wunderschönes Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. Auf unserer Finca haben wir dafür einen Logenplatz! Der Sternenregen findet direkt über unseren Köpfen statt!

3. Dezember  1. Adventsonntag
 
Wolken, Wolken, Wolken  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Ich glaub es kaum, in ganzen drei Wochen ist Weihnachten. Heute in drei Wochen sind Julian und seine Freundin bereits einen Tag bei uns. lach ein wenig :o) Irgendwie war der Besuch noch so weit weg - jetzt ist er schon blad wieder vorbei.
  In der Nacht von gestern auf heute hat Santa Barbara gefeiert. La Fiesta Santa Barbara. So wie es sich gehört, mit lauter Lifemusik - mindestens bis halb zwei Uhr in der Früh. lach ein wenig :o) Einen späteren Zeitpunkt kann ich nicht bestätigen, ich bin dann eingeschlafen.
  Die kommende Woche ist so wieso eine Woche der Feiertage - das Arbeiten zahlt sich eigentlich fast gar nicht aus. Santa Barbara feiert vier Tage den Namenstag der Schutzheiligen, am 6. Dezember ist spanischer Nationalfeiertag, der Tag der Verfassung, el Día de la Constitución. An diesem Tag wurde im Jahre 1978 über die spanische Verfassung abgestimmt.
  Der nächste Feiertag lässt dann nicht lange auf sich warten. Es ist der, in Österreich umstrittene Feiertag des WEihnachtsmonats, der 8. Dezember, Maria Empfängnis nennt man ihn in Österreich, Tag der Unbefleckten Empfängnis, Día de la Inmaculada, wird er in Spanien genannt.
  Damit ist die Woche dann auch schon wieder vorbei.
  Bei uns ist das Wetter heute ein wenig bewölkt, ein bisschen trübe. So richtig geeignet für einen faulen, gemütlichen Tag. lach ein wenig :o) Wir machen rein gar nix - außer das, was uns Spaß macht.
 
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier -
dann steht das Christkind vor der Tür!
  Wir wünschen euch allen einen schönen Adventsonntag!
  Übrigens - unsere weihnachtliche Schneeflocke hängt seit heute auch wieder im Fenster. Patricio wäre uns fast zuvor gekommen. Aber er hat es nicht ganz geschafft. *g* lach ein wenig :o) Aber ein wenig später hat er auch seinen Stern positioniert. Man kann also festhalten, dass seit heute Abend im Camino Moleiro zwei Weihnachtsbeleuchtungen ihren Dienst aufgenommen haben!
  Unsere Schneeflocke still und leise - der Stern von Patricio im üblichen Takt. Langsam, langsam und dann schnell blinkend. Gott sei Dank nur in weiß und nicht blau, grün, rot!
  Aber keine Angst - es dauert nicht mehr lange und die ganze Insel blinkt und leuchtet in allen möglichen Farbvariationen - dekoriert mit vielen, vielen Weihnachtsmännern. Weihnachtsmännern, die alle möglichen Balkone und Kamine erklimmen. Weihnachtsmänner, die es hier angeblich gar nicht gibt - aber in Spanien

 
sonnig und warm  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Das erst Adventwochenende hat begonnen. Auf unserer kleinen Insel im Atlantik ist das Wetter unverschämt schön - wie auch in den letzten Tagen. lach ein wenig :o) Eines können wir aus diesem Grund nicht sagen  - es weihnachtet sehr!
  Terrasse für Obst- und Gemüsegarten Terrasse für Obst- und Gemüsegarten
  Terrasse für Obst- und Gemüsegarten Terrasse für Obst- und Gemüsegarten
  Chicho war heute bis Mittag da und er und Georg haben die Steinmauer im Obstgarten - zumindest im zukünftigen - fertig gestellt.
  Hier sind die Vor- und Nacherfotos. lach ein wenig :o) Georg ist zwar der Meinung, dass niemand einen Zusammenhang darin erkennen kann - ich bin anderer Meinung. Eines stimmt allerdings, mit der Geröllhalde von früher hat es nicht mehr viel zu tun. Als Orientierungshilfe könnt ihr ja das Gebäude unseres Nachbarn zu Hilfe nehmen.
  Ach ja, unsere Goldfische habe ich heute auch wieder gesehen - ich habe schon geglaubt, dass sie ausgewandert seín könnten. Sind sie aber doch nicht. Sie haben sich bis dato nur erfolgreich vor mir versteckt!

 
sonnig und warm  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
   
  Der Dezember beginnt mit traumhaftem Wetter. lach ein wenig :o) Wolkenloser, blauer Himmel. kein Wind und wunderbar klare Luft!
  Der 1. Dezember ist der 335. Tag des Gregorianischen Kalenders - in Schaltjahren der 336. - damit ist in 30 Tage das Jahr zu Ende. Nicht mehr all zu lange, oder?
  In Österreich öffnen heute die Kinder das erste Türchen vom Adventkalender. Auf den Kanarischen Inseln beginnt der Adventkalender mit dem 14. Dezember. Die spanischen Kinder müssen also noch warten, ehe sie das erste Fensterchen öffnen können. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, das die wenigsten Kinder hier mit einem Adventkalender überhaupt etwas anfangen können. Der Adventkalender ist wahrscheinlich nur eingeschleppt worden. Die Globalisierung macht eben auch vor den kleinen Inseln im Atlantik nicht halt.
  Im deutschen Sprachraum findet man diesen vorweihnachtlichen Kalender hingegen in fast jedem Haus. Mit seiner Hilfe kann man die Tage bis Weihnachten leichter zählen. lach ein wenig :o) Vielleicht vergeht die Wartezeit dann doch ein klein bisschen schneller?
  Eigentlich ist der Adventskalender ja ein Dezemberkalender, denn er beginnt nicht mit dem ersten Adventssonntag, sondern am 1. Dezember. Das stört aber sicher niemanden wirklich und so genau nimmt das auch niemand!
   
  Heute war der Tag der LKWs. Alles in Bewegung, von morgens bis am Abend. Bereits am Morgen wurde Schotter und Zement geliefert und später hat ein Wagen der Ferreteria Guanipa den Erdtransport übernommen. So kann man sich doch einige Baggerfahrten ersparen. Auf eine Ladefläche gehen immerhin drei bis vier Baggerschaufeln.
  Chicho hat gemischt wie eine Maschine - natürlich mit der Mischmaschine - und Marcos ist gefahren wie eine Maschine - mit dem Bagger. Zwischendurch war Chicho wieder für das Unkraut zuständig. lach ein wenig :o) Jetzt haben wir es bald geschafft und unsere Pflanzen sind wieder unkrautfrei und können wieder atmen.
  Am Abend ist Ruben gekommen. In Bezug auf den Bagger sind einige Dinge auszureden.
  Nachdem ich in unserer riesigen Behausung leider keinen Platz für einen Adventkalender habe, werde ich für mich jeden Tag ein kleines Fensterchen auf dieser Seite öffnen. lach ein wenig :o) Das ist zwar ein wenig kindlich, aber ein bisschen Kind steckt doch in jedem von uns, oder etwas nicht?
  Hier könnt ihr das erste Türchen öffnen!
16. bis 30. November 2006
Fragen, Vorschläge und Kritik
  Schreiben Sie uns einfach eine kleine Nachricht
   
 
  Ergänzungen
  * Der Adventskalender
  in Österreich nennen wir ihn Adventkalender oder Weihnachtskalender. Ohne "s"
  Die Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen.
  Die ersten Formen kamen aus dem protestantischen Umfeld. In religiösen Familien wurden nach und nach 24 Bilder  an die Wand gehängt.
  Bei anderen Varianten wurden 24 Kreidestriche an die Wand oder Türe gemalt. Die Kinder durften dann täglich einen Strich wegwischen. Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag einen bis zum Heiligen Abend.
  Bekannt sind auch noch die Weihnachtsuhr oder eine Adventskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde.
  Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1904 von dem Münchner Verleger Gerhard Lang aus Maulbronn hergestellt. Es bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit konnten die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein Feld kleben.
  Bis in die 1930er Jahre hatte die lithografische Anstalt von Reichold & Lang in München den Ruf, die kunstreichsten und fantasievollsten Werke auf diesem Spezialgebiet herauszugeben.
  Ende der 30er Jahre musste Gerhard Lang seinen Betrieb aufgeben. Bis dahin hatte er Adventkalender mit über dreißig verschiedenen Motiven herausgegeben. Der Zweite Weltkrieg setzte dem Höhenflug des Adventskalenders ein jähes Ende. Grund dafür war die Knappheit des Papiers und das Verbot, Bildkalender herzustellen.
  Im Dritten Reich wurde der Adventkalender vom Vorweihnachtskalender der Nationalsozialisten unterm Hakenkreuz  und die Christnacht von der Wintersonnenwende abgelöst.
  Das heutige Aussehen des Adventkalenders geht wahrscheinlich auf einen evangelischen Pfarrer zurück. Er hat die Idee von Lang abgewandelt hat und hinter 24 Türchen Bilder mit Gestalten aus biblischen Geschichten versteckt.
  Adventkalender Adventkalender Adventkalender
  Ab 1950 wurde er zum Massenartikel. Zu dieser Zeit konnte man die Kalender relativ preisgünstig verkaufen. Als Motiv wurden hauptsächlich Szenen aus romantisch verschneiten Städtchen verwendet. Hinter dem größer gestalteten Fenster des 24. Dezember verbarg sich meist eine Krippenszene. Die ersten mit Schokolade gefüllten Kalender gab es aber bereits im Jahr 1958. 
  Heute versteckt sich hinter den 24 Türchen neben den Bildchen Schokolade in weihnachtlichen Formen, aber auch Spielzeug kann man entdecken.
  Immer häufiger werden Adventkalender jedoch selbst gebastelt.  Ist doch schön, wenn es jeden Tag eine andere, kleine Aufmerksamkeit auspacken kann, oder nicht? Irgendwie gehört das zu geheimnisvollen Adventzeit dazu.
  Da Adventskalender mittlerweile weltweit vermarktet werden, müssen die Motive auch weltweit verstanden werden. Statt Maria und Josef findet man so inzwischen auch Bären, Puppen, Weihnachtselven und sogar Schneemänner und Bambis.
  In vielen Städten werden auch regelmäßig die Fassaden bestimmter Gebäude, oft von Rathäusern zu großen Adventskalendern umfunktioniert.
  up
  *Tag der Heiligen Barbara
  Die heilige Barbara lebte im dritten Jahrhundert nach Christus als Tochter eines reichen Kaufmanns in der heutigen Türkei. Die Legende erzählt, dass sie ein sehr schönes Mädchen war. Vom Vater behütet und beschützt wie einen Edelstein.
  Immer wenn er verreisen musste, schloss er seine Tochter Barbara in einen Turm ein, um sie vor jeder Gefahr zu schützen.
  Als er von einer Reise heimkehrte, entdeckte er an den Wänden des Turms das Zeichen der Christen, das Kreuz. Barbara war also, trotz Turm, während der Abwesenheit des Vaters Christin geworden. Die Liebe zu seinem Kind schlug beim Vater in Hass um.
  Er schleppte seine eigene Tochter vor den Richter. Sie wurde furchtbar gefoltert, verriet ihren Glauben aber nicht. Da zog der Vater selbst sein Schwert und tötete seine Tochter. Gott strafte ihn auf der Stelle mit einem Blitzschlag. Sie wurde zur Schutzherrin der Dachdecker, Glockengießer, Bauarbeiter, Kanoniere und Bergleute.
  Nach einer Legende hat sich, als Barbara auf dem Weg ins Gefängnis war, ein Kirschzweig in ihrem Kleid verfangen. Den nahm sie mit, stellte ihn in einen Becher und gab ihm von dem Wasser, das sie im Gefängnis zu trinken bekam. Genau am Tag ihrer Verurteilung zum Tode begann der Zweig zu Blühen und wurde damit für Barbara ein Zeichen der Hoffnung.
  Eine andere Version der Geschichte erzählt, dass die im kalten Winter verdorrten Blüten auf dem Grab der heiligen Barbara genau am Abend des 24. Dezember blühten. Dieses Phänomen soll sich alljährlich wiederholt haben. 
  Seitdem werden am 4. Dezember so genannte Barbarazweige eingefrischt. Dass Gehölze durch einen frostigen Kältereiz zum vorzeitigen Blühen gebracht werden können, wurde bereits vor langer Zeit entdeckt.
  Die Mädchen gaben jedem Zweig den Namen eines Verehrers. lach ein wenig :o) Je nachdem, welcher Zweig zuerst erblühte, wurde einer von ihnen zum zukünftigen Bräutigam - oder auch nicht!
  Auch heute glaubt man noch an gewisse Zeichen. Je schöner die Zweige blühen, umso mehr Glück und Segen kann man für das kommende Jahr erwarten.
  Die Zweige haben aber noch ein Geheimnis. Wenn man sie ohne Worte abschneidet und dabei an etwas ganz bestimmtes denkt, dann geht dieser Wunsch in Erfüllung. Aber nur, wenn man niemandem davon erzählt!
  up
  * Der Krampus
  Der Krampus ist im alpenländischen Adventsbrauchtum und auch in Ungarn und Teilen Kroatiens ein grusliger Geselle, der den Nikolaus begleitet. In Bayern wird der Krampus liebevoll Kramperl genannt.
  Der Krampus ähnelt in der Funktion dem Knecht Ruprecht, es bestehen aber Unterschiede zwischen beiden Figuren, zum Beispiel treten Krampusse meist in größeren Gruppen auf. Die Gruppe aus Nikolaus, Krampus und Körbelträger wird vor allem im Land Salzburg, im Tiroler Unterland und im österreichischen Salzkammergut als Pass bezeichnet.
  Früher trieb der Krampus in ganz Österreich sein Unwesen. In der Zeit der Inquisition wurde er verboten. Damals durfte sich niemand als teuflische Gestalt verkleiden. Darauf stand sogar die Todesstrafe. In Orten, die schwer erreichbar waren, wurde dieser Winterbrauch allerdings weiter gepflegt.
 
Krampus In vielen Dörfern und Städten gibt es auch heute noch Krampusumzüge, bei denen die Krampusse unter lautem Lärm ihrer Glocken durch die Straßen ziehen um Jung und Alt zu erschrecken. Ihre langen Ruten sprechen dabei auch ein Wörtchen mit.
Für Kinder ist es natürlich auch eine Mutprobe, die Krampusse zu tratzn und zu verspotten - ohne von ihnen erwischt oder geschlagen zu werden.
Krampustag ist am 5. Dezember. Das Fest des Hl. Nikolaus fällt auf den 6. Dezember, dem Nikolotag. Doch beide Gestalten wandern gemeinsam am Abend des 5. Dezembers durch die Straßen.
  In vielen Regionen vermischt sich heute jedoch die Gestalt des Krampus mit dem Perchtenbrauchtum.
  Die bekanntesten und größten Krampusumzüge finden in Osttirol, Kärnten und in Salzburg statt. Dort werden die traditionellen Masken und Gewänder auch noch in aufwändiger Handarbeit hergestellt.
  up
  * Der heilige Nikolaus
  Der heilige Nikolaus von Myra wurde zwischen 270 und 286 in Patara geboren und ist wahrscheinlich 6. Dezember 326 oder 345 oder 351 gestorben. So genau weiß das niemand. Er wird in der katholischen Kirche auch Nikolaus von Bari, in der orthodoxen Kirche Nikolaus der Wundertäter genannt.
 
Nikolaus von Myra Er soll in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra in Kleinasien, in der heutigen Türkei, gewesen sein.
Über sein Leben existieren kaum historisch belegte Tatsachen.
Myra ist ein kleines Örtchen in der heutigen Türkei, ungefähr 100 Kilometer südwestlich von Antalya, und war im 4. Jahrhundert der Bischofssitz.
Nach verschiedenen Überlieferungen wurde Nikolaus also zwischen 270 und 286 in der heutigen Türkei geboren. Er soll mit 19 Jahren von seinem Onkel, ebenfalls Nikolaus und ebenfalls Bischof von Myra, zum Priester geweiht worden sein. 
  Als Sohn aus einem reichen Elternhaus war er ziemlich vermögend. Sein ererbtes Vermögen soll er unter die Armen verteilt haben. Doch darüber gibt es verschiedene Geschichten.
  Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1087, raubten italienische Piraten oder Kaufleute seine sterblichen Überreste und brachten sie als Reliquien nach Bari. Sie hofften, damit das große Geld machen zu können. Das hat leider nicht geklappt!
  Ein Sakrileg mit Folgen - die Tat formt den Mythos um einen der berühmtesten Männer der Erde. Man könnte sagen, wenn die Seeleute die Knochen nicht gestohlen hätten, gäbe es den Nikolaus heute vielleicht nicht.
  Obwohl Nikolaus aus dem türkischen Raum stammt, wird er vor allem mit der italienischen Stadt Bari in Verbindung gebracht. Über 900 Jahre später feiern die Einwohner der Adria-Stadt noch immer den Raub der heiligen Gebeine. Jedes Jahr tragen sie eine Nikolaus-Statue zum Meer und spielen die Ankunft der Knochen nach.
  Nikolaus ist der Schutzpatron der Seefahrer, Händler, Ministranten und Kinder.
  Die unzähligen Legenden führten allerdings dazu, dass der heilige Nikolaus von vielen anderen Gruppen ebenfalls als Schutzheiliger gewählt wurde. So ist er verantwortlich für Studenten, Kaufleute, Getreidehändler, Pfandleiher, Juristen, Apotheker, Schneider, Küfer, Fuhrleute, Salzsieder, Gefängniswärter und Drescher. Sogar die Fleischhauer, also die Metzger machten den Heiligen - wegen der Scholaren im Pökelfass - zu ihrem Patron.
  Als Nationalheiliger wird Nikolaus vor allem in Russland, in Süditalien (Bari) und in Lothringen verehrt.
  up
  * Legenden um den Nikolaus
  Durch die vielen Legenden, die um seine Person entstanden sind, wurde er bald als einer der wichtigsten Heiligen angesehen.
  Die Legenden basieren allerdings nicht nur auf den angeblichen Taten des Bischofs von Myra, sondern auch auf denen eines gleichnamigen Abtes des Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara war und 564 starb.
  Hier sind einige davon zusammengetragen.
  Auferweckung der getöteten Scholaren
  Drei Scholaren, die auf dem Weg zu ihrem Studienort Athen in Myra bei einem Gastwirt unterkommen, werden von diesem aufgrund ihres Reichtums getötet, zerstückelt und in ein Salzfass eingepökelt. Durch einen Engel erfährt der heilige Nikolaus von der Untat, geht zu dem Gastwirt und sagt ihm die Tat auf den Kopf zu. Anschließend erweckt der Heilige durch eine Fürbitte bei Gott die Scholaren wieder zum Leben.
  Das Stratelatenwunder
  Nikolaus lernt drei römische Feldherren (griech. στρατηλάτης/stratelates = Feldherr) kennen, die er zu sich nach Myra einlädt. Diese werden Zeugen, wie der Bischof drei unschuldig zum Tod Verurteilte vor der Hinrichtung bewahrt, indem er dem Scharfrichter das Schwert aus der Hand reißt. Zurück in Byzanz werden die drei Feldherren Opfer einer Intrige und werden selbst zum Tod verurteilt. Im Kerker beten sie zum heiligen Nikolaus, der daraufhin dem Kaiser und dem Intriganten erscheint und im Falle der Hinrichtung erhebliche Konsequenzen ankündigt. Zutiefst erschrocken veranlasst der Kaiser die unverzügliche Freilassung der Feldherren.
  Ausstattung der drei Jungfrauen
  Ein verarmter Mann beabsichtigt, seine drei Töchter, die er mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten kann, zur Prostitution zu schicken. Nikolaus, der gerade ein großes Vermögen von seinen Eltern geerbt hat, erfährt von der Notlage und wirft in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers mit den drei Jungfrauen.
  In der dritten Nacht gelingt es dem Vater, ihn zu entdecken, ihn nach seinem Namen zu fragen und ihm herzlich zu danken.
  Die heimlichen Gaben des Nikolaus werden zum Vorbild für einen Brauch, der sich in der ganzen Welt verbreitet. Auch das Schenken beim heutigen Weihnachtsfest lässt sich direkt auf dieses Ereignis zurückführen. Auf diese Legende ist auch die Darstellung von Nikolaus mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln zurück zu führen.
  Stillung des Seesturms
  In Seenot geratene Schiffsleute rufen in ihrer gefährlichen Lage den heiligen Nikolaus an. In der Tat erscheint ihnen ein mit Wunderkräften ausgestatteter Mann und übernimmt die Navigation, setzt die Segel richtig und bringt sogar den Sturm zu Abflauen. Daraufhin verschwindet der Mann wieder. Als die Seeleute in der Kirche von Myra zum Dank für die Errettung beten, erkennen sie den Heiligen und danken ihm.
  Die Kornvermehrung
  Während einer großen Hungersnot erfährt der Bischof von Myra, dass ein Schiff im Hafen vor Anker liegt, das Getreide für den Kaiser in Byzanz geladen hat. Er bittet daher die Seeleute, einen Teil des Kornes auszuladen, um in der Not zu helfen. Diese weisen zuerst die Bitte zurück, da das Korn genau abgewogen beim Kaiser abgeliefert werden müsse. Erst als Nikolaus ihnen verspricht, dass sie für ihr Entgegenkommen keinen Schaden nehmen würden, stimmen die Seeleute zu.
  Als sie später in der Hauptstadt ankommen, stellen sie verwundert fest, dass das Gewicht der Ladung sich trotz der entnommenen Menge nicht verändert hat. Das in Myra entnommene Korn aber reicht volle zwei Jahre und kann sogar noch zur Aussaat verwendet werden.
  Heimführung eines verschleppten Kindes
  Ein Mann, der den heiligen Nikolaus um den Segen bitten will, dass ihm endlich ein Kind geboren wird, trifft den Bischof nicht mehr lebend an, sondern kommt gerade noch zur Bestattung des Bischofs. Er nimmt daher ein Stück des Leinens, auf dem Nikolaus liegt, als Reliquie mit.
  Am 6. Dezember des folgenden Jahres wird dem Ehepaar tatsächlich ein Sohn geboren. Am siebenten Geburtstag dieses Kindes jedoch wird es von Arabern nach Babylonien entführt. Wiederum ein Jahr später, wieder genau am 6. Dezember, wird das Kind, das seither als Diener beim Herrscher arbeiten muss, von einem Wirbelwind erfasst und genau vor der Nikolauskirche abgesetzt, in der die Eltern für die Rückkehr des Jungen beten.
  Bekehrung eines Juden durch das Nikolausbild
  Ein sehr reicher Jude, der von den Wundertaten des Heiligen gehört hat, lässt sich ein Nikolausbild anfertigen und befiehlt diesem, während seiner Abwesenheit über seine Schätze zu wachen. Trotzdem wird seine Habe von Dieben gestohlen. Der Jude, erbittert über den Raub, macht dem Bildnis schwere Vorwürfe und straft es mit Stock- und Peitschenhieben.
  Der heilige Nikolaus erscheint daraufhin den Dieben und kündigt ihnen einen Tod am Galgen an, wenn sie die Habe nicht zurückbrächten. Erschrocken bringen die Diebe das gestohlene Gut zurück und berichten dem Juden von ihrer Erscheinung. Tief beeindruckt lässt sich der Jude taufen.
  Bekämpfung der Diana
  Da in der Umgebung von Myra viele noch immer an die alten römischen Götter glauben, lässt Nikolaus den der Diana geweihten Baum umschlagen. Erbost über die Zerstörung ihres Heiligtums bereitet die Göttin ein gefährliches Öl, das sie in Gestalt einer frommen Frau Seeleuten übergibt, die nach Myra pilgern wollen. Diese sollen bei ihrer Ankunft die Wände der Kirche mit diesem Öl bestreichen. Nicht wissend, dass dieses Öl auf Wasser und Steinen brennt, nehmen die Pilger das Öl mit. Als sie per Schiff nach Myra reisen, kreuzt ein kleines Boot mit Nikolaus an Bord ihren Kurs.
  Der Heilige warnt die Pilger und fordert sie auf, das Öl ins Meer zu gießen. Sie gehorchen, und plötzlich steht die gesamte Wasseroberfläche in Flammen. Als die Pilger in Myra ankommen, erkennen sie den Mann in dem Boot wieder und danken ihm für die Errettung vor den "Listen des Teufels".
  Rettung des ertrunkenen Sohnes
  Ein Vater pilgert mit seinem Sohn nach Myra, um der Kirche einen wertvollen Kelch zu stiften. Bei genauer Überlegung erscheint ihm der Kelch als zu wertvoll, und er lässt einen billigeren Kelch anfertigen. Während der Überfahrt nach Myra bittet der Vater den Sohn, mit dem ersten Kelch etwas Wasser aus dem Meer zu schöpfen.
  Beim diesem Versuch fällt der Sohn über Bord und verschwindet in den Wellen. Als der Vater schließlich - mittlerweile in Myra angekommen - den zweiten Kelch auf den Altar der Nikolauskirche stellen will, fällt dieser immer wieder herunter. Völlig überraschend steht plötzlich sein Sohn mit dem ersten Kelch in der Kirche und erzählt, dass der heilige Nikolaus ihn gerettet habe. Daraufhin opfert der Vater beide Kelche.
  Bestrafung und Begnadigung eines Betrügers
  Ein Christ leiht bei einem Juden Geld und verspricht, es rechtzeitig zurückzuzahlen. Dieser Zahlungsverpflichtung kommt er allerdings nicht nach, und die beiden landen vor Gericht. Um einen Meineid zu umgehen, lässt sich der Christ einen Trick einfallen: Er füllt das geliehene Geld in einen hohlen Stock. Während des Schwurs bittet er den Juden, den Stock so lange zu halten. Er schwört daraufhin, dass er das Geld bereits zurückgegeben habe. Der Jude gibt den Stab zurück und bleibt geprellt.
  Als die beiden nach Hause gehen, wird der Christ von einem vorbeifahrenden Wagen überfahren und stirbt. Bei dem Unfall zerbricht der Stock, und der Jude erkennt die Arglist. Die umstehenden Leute fordern den Juden auf, sich nun das Geld zu nehmen, da der Christ seine gerechte Strafe erhalten habe. Voll Mitleid entgegnet der Jude, dass er das Geld nur nehmen werde, wenn der heilige Nikolaus den Christen wieder zum Leben erwecke. Tatsächlich steht daraufhin der Christ wieder lebendig auf, und der Jude lässt sich taufen.
  Erweckung eines Jungen
  Ein Mann feiert jedes Jahr dem heiligen Nikolaus zu Ehren ein Fest. An einem Abend bittet der Teufel, verkleidet als Pilger, an der Tür um ein Almosen. Als der Sohn das Almosen geben will, steht der Pilger nicht mehr an der Tür. Der Sohn eilt ihm bis zu einem Kreuzweg nach. Daraufhin zeigt der Pilger sein wahres Gesicht und erwürgt den Jungen. Als der Vater von der Tat erfährt, beklagt er sich bei dem Heiligen und fragt, ob das der Lohn für seine Verehrung sei. Jedoch, noch während der Anklage, steht sein Sohn wieder auf und ist gesund.
  Quellenwunder am Grab
  Bei der Grablegung des Heiligen Nikolaus soll am Kopfende des Sarkophags eine Quelle mit Salböl und am Fußende eine Quelle mit Wasser entsprungen sein.
  Quelle: Wikipedia
  up
  * Unser Nikolaus
  Die Figur des Nikolaus, den wir im Advent kennen, ist fiktiv. Dieser Nikolaus ist eine Verschmelzung aus zwei historischen Personen - dem Bischof Nikolaus von Myra in Kleinasien, der wahrscheinlich im 4. Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen Abt von Sion, der Bischof von Pinora war, und am 10. Dezember 564 in Lykien starb.
  Aus diesen beiden Personen entwickelte sich die ab dem 6. Jahrhundert in Legenden die fiktive Figur des wundertätigen übermächtigen Bischofs von Myra.
  Alle Datumsangaben im Zusammenhang mit Nikolaus von Myra sind reine Spekulationen. Seine Geburt im kleinasiatischen Patras, die an verschiedenen Stellen behauptete Teilnahme am Konzil von Nicäa 325, wo Nikolaus die Irrlehre des Arius bekämpft haben soll, sind ebenso wenig zu belegen wie das Datum seines Todes.
  Nach Deutschland kam der Nikolauskult vermutlich im 11. Jahrhundert, durch Theophanu, der byzantinischen Frau Ottos des Zweiten.
  Je nach den verschiedenen Ländern in denen er von Haus zu Haus zieht, wird er anders genannt. Father Christmas in England, Père Noël in Frankreich, Noel Baba in der Türkei, Santa Claus in Nordamerika und Nicolás in Spanien.
  Ab dem 17. Jahrhundert. bekam der gutmütige Nikolaus einen Furcht einflößenden Gehilfen als Begleiter zur Seite gestellt.
  Namen hat dieser Begleiter viele bekommen. In Österreich nennt man ihn Krampus, in Deutschland Knecht Ruprecht, in der Schweiz Schmutzli und in den Niederlanden den Zwarte Piet.
  Einem Mann gefiel die Figur des Nikolas jedoch ganz und gar nicht. Martin Luther schaffte ihn kurzerhand ab und erfand eine neue Figur - das Christkind. So wurde der Nikolaus in Mitteleuropa wurde er zunehmend vom Christkindl als  Lieferant der Geschenke verdrängt.
  In der heutigen Zeit wird wird nun das Christkind nach und nach durch den Weihnachtsmann und den amerikanischen Santa Claus ersetzt.
  Martin Luther hat den katholischen Nikolaus zwar abgeschafft, doch er Brauch lebte bis zum heutigen Tage weiter!
  up
  * Nikolausbrauch
  Der 6. Dezember ist ein kirchlicher Feiertag mit vielen Bräuchen. Vor allem aber es ein Tag für die Kinder.
  Einige Bräuche hängen ursprünglich mit der Perikopenordnung der Kirche zusammen. Die Perikopenordnung ist eine festgelegte Leseordnung für die Wochenpsalmen und die Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament. Auch der Predigttext für jeden Sonntag des Kirchenjahres ist dadurch fest vorgeschrieben.
  Für den 6. Dezember ist die Stelle Mattäus 25, 14 - 23 vorgeschrieben. Es wird darin das Gleichnis der Talente erzählt. Drei Knechten wurde jeweils ein Geldstück, ein Talent, anvertraut. Nach der Rückkehr des Herrn musste jeder Rechenschaft ablegen, was er mit dem Geld gemacht hatte. Der bekannte Brauch der Befragung der Kinder durch den Nikolaus, ob sie denn auch brav und fromm gewesen seien, geht auf diese Praxis zurück.
  Auf diese Geschichte geht die allgemein gestellte Frage des Nikolaus zurück: "Kinder, ward ihr schön brav und fromm?"
  Der Nikolaus beschenkt und lobt die guten Kinder. Die schlimmen Kinder werden getadelt und durch Schläge mit der Rute bestraft. Doch wer war im letzten Jahr gut und wer böse? Ganz einfach, diese Informationen liest er in seinem goldenen Buch.
  Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt.
  In mittelalterlichen Klosterschulen gab es den Brauch, dass die Kinder sich am Nikolaustag einen "Kinderbischof" aus ihren Reihen wählen durften. Nach dem Prinzip der verkehrten Welt predigte er den Erwachsenen und durfte ihr Verhalten tadeln. An einigen Orten blieb er bis zum 28. Dezember, dem Tag der unschuldigen Kinder, im "Amt".
  Viele Kinder schreiben ihre Geschenkwünsche auf einen Wunschzettel und schicken diese Briefe an den Nikolaus oder an das Christkind.
  Auch heute noch stellen Kinder am Vorabend des Nikolaustages Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Erdnüssen, Mandarinen, Schokolade und Lebkuchen füllen kann.
  up
  * Das Christkind
  Das Christkind ist ursprünglich eine Erfindung von Martin Luther(1483-1546). Im Mittelalter wurden die Kinder am Nikolaustag (6. Dezember) oder am Tag der unschuldigen Kinder (28. Dezember) beschenkt.
  Die Bescherung am Heiligabend bzw. am ersten Weihnachtsfeiertag, wie sie heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Die Protestanten lehnten jedoch die katholischen Heiligen ab. Ein Problem war hierbei jedoch der Brauch des Schenkens am Nikolaustag, von dem auch die Protestanten nicht abrücken wollten.
   Luther ersetzte deshalb den Nikolaus durch das elsässische Christkind, das am 25. Dezember Geschenke verteilt. Bis 1900 war bei Katholiken das Schenken am Nikolaustag üblich. Erst danach setzte sich das evangelische Christkind zusammen mit Adventskranz und Weihnachtsbaum auch bei Katholiken durch.
  Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig belegt. Es ist fraglich ob das Christkind mit dem neugeborenen Christus identisch ist, oder die Bezeichnung auf Weihnachtsspiele zurück geht, in denen die Christkinder zur Krippe zogen und dem Jesuskind Geschenke darbrachten. Auch wird das Christkind traditionell als Mädchen oder als Engel dargestellt.
  Im 19. Jahrhundert wurde das Christkind von der katholischen Kirche übernommen, während es im protestantischen Weihnachtsbrauch eine immer geringere Rolle spielte und langsam vom Weihnachtsmann verdrängt wurde. So kommt das ursprünglich protestantische Christkind heutzutage vor allem in katholische Haushalte.
  Quelle: Wikipedia
  up
  * Scheherazade
  ist eine der Hauptfiguren der Geschichten von Tausendundeine Nacht. Sie ist die Tochter des Wesirs von König Scharyâr, der von seiner Frau mit einem schwarzen Sklaven betrogen wurde. Davon überzeugt, dass es keine treue Frau auf Erden gibt, fasst Scharyâr den Entschluss, sich nie wieder von einer Frau betrügen zu lassen. Deshalb heiratet er jeden Tag eine neue Frau, die er am nächsten Morgen töten lässt.
  Um diesem Treiben ein Ende zu bereiten, lässt sich Scheherazade von ihrem Vater dem König als Frau geben. In der Nacht beginnt sie, dem König eine Geschichte zu erzählen, deren Handlung am nächsten Morgen abbricht. Neugierig auf das Ende der Geschichte lässt König Scharyâr sie am Leben. Unterstützt wird Scheherazade dabei von ihrer Schwester Dinharazade, die sie jede Nacht um eine neue Geschichte bittet.
  Dieses Spiel dauert 1001 Nächte. In dieser Zeit bringt Scheherazade auch drei Kinder zur Welt. Am Ende ist König Scharyâr von der Treue seiner Frau überzeugt und von ihrer Klugheit so beeindruckt, dass er sie am Leben lässt.
  up
  * Tausendundeine Nacht
  ist eine Sammlung von morgenländischen Erzählungen und ein Klassiker der Weltliteratur. Es handelt sich dabei um eine Rahmenerzählung mit vielen Schachtelgeschichten.
  Die ursprünglich indischen Erzählungen wurden zuerst ins Persische und vermutlich im  8. Jahrhundert ins Arabische übertragen. Dabei wurde das Werk islamisiert, das heißt mit islamischen Formeln und Zitaten angereichert.
  Tausendundeine Nacht hat auch keinen geschlossenen Urtext mit einem definierten Autor, Sammler oder Redaktor. Es ist Sammlung von Texten und Geschichten, in der die vielen verschiedenen Bearbeiter ihre eigene Beiträge einfliesen lassen konnten.
  In Europa wird Tausendundeine Nacht fälschlich mit Märchen für Kinder gleichgesetzt. Das Original ist jedoch eine Geschichtensammlung für Erwachsene mit zum Teil sehr erotischen Geschichten. Ursache für dieses Missverständnis ist vermutlich die erste europäische Übersetzung des französischen Orientalisten Antoine Galland, der die Geschichten 1704-1708 übersetzte, dabei aber alle religiösen und erotischen Komponenten aus dem Original entfernte.
  Im 19. Jahrhundert war die Märchensammlung ein Standardwerk in der Bibliothek jedes gebildeten Europäers. Das Interesse für den Orient war durch den Einmarsch Napoleons in Ägypten sehr groß.
  Viele Maler und Berichterstatter illustrierten die Wüstenländer in blühenden Farben und haben damit einen Mythos geschaffen.
  Im 20. Jahrhundert verblasste das Interesse an 1001 Nacht. Überlebt haben nur die Figuren einiger Geschichten, wie Sindbad der Seefahrer, Ali Baba und die Geschichte von Schehrezad selbst.
  Doch die Sammlung mehr als nur einige Abenteuer. Sie enthält lange Heldenepen, Weisheits-Parabeln, Fabeln, Geschichten von mystischer Frömmigkeit, Aufzeichnungen von Volksszenen und Abhandlungen über sexuelle Themen wie Inzest, Ehebruch, Sadismus. Die beiden Könige Schehrijar und Schahzaman, entdecken zum Beispiel, dass ihre Frauen Ehebruch begehen und schwarze Sklaven und Stallburschen ihren Ehemännern vorziehen.
  Außerdem ist 1001 Nacht eine Quelle für das Verständnis der orientalischen Kulturen im frühen Mittelalter.
  Im Jahr 2004 erschien nun eine Neuübersetzung von Tausendundeine Nacht. Diese Übersetzung ermöglicht es zum ersten Mal auch deutsprachigen Lesern die älteste erhaltene arabische Fassung der berühmten orientalischen Erzählsammlung zu lesen.
  Inhalt
  Schahriyâr, König einer Insel zwischen Indien und China, ist so schockiert von der Untreue seiner Frau, dass er sie töten lässt. Es ist die Geschichte eines despotischen Königs, der die Gewohnheit hatte, eine Frau zu heiraten, eine Nacht mit ihr zu verbringen, und sie am nächsten Morgen zu töten.
  Eines Tages heiratete er die Tochter des Vesirs, die Verstand und Wissen besaß. Sie hieß Schehrezade.
  Sie begann ihn mit erfundenen Geschichten zu unterhalten. Und als die Morgendämmerung kam, brach sie die Geschichte auf einem Höhepunkt ab. Der König war natürlich neugierig, wie die Geschichte weitergeht und so ließ er sie einen weiteren Tag am Leben. Schehrezade gewann so tausend Nächte.
  Nach tausend und einer Nacht hat sie ihm drei Kinder geboren und gestand dem König endlich ihre List, ihr Leben mit spannenden Geschichten zu gewinnen. Da begriff der König, wie klug Schehrezade war und ließ sie am Leben, um sie immer zu lieben.
  1001 Nacht beim Projekt Gutenberg
  up
  * Die Weihnachtsmaus
  Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
sogar für die Gelehrten,
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
  Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.
  Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
  Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck'ren Dingen.
  Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
  Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!
  Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
  Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.
  Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!
  Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.
  James Krüss
  up

 

© Mundo Muñecas S.L.

last update 20.11.08

~~~
None of photos used on these pages are available for download or use.
They are not public domain
~~~
This site is a part of
Artlandya - Tenerife
ARTLANDYA - eine Welt der Fantasie auf den Kanarischen Inseln. Eine Welt mit Künstlerpuppen aus Vinyl, Porzellan und anderen Materialien. Künstlerpuppen von Annette Himstedt, Hildegard Günzel, Philip Heath, Susi Eimer, Evelyn Lindner, Gabriele Braun Heidi Ott, Götz und vielen anderen Puppenkünstlern und Manufakturen. Teddybären von vielen Künstlern wie, Finhold Gallery, zwergnase, Teddy Hermann, Martin, Annette Rauch, Gaby Schlotz und anderen. Ein Erlebnispark  mit Tiergarten mit Shetland Ponys, Falabellas, Minischweinen, Dahomeyrindern, Zwergziegen sowie  Werkstätten für Puppen, Teddybären und Glas auf Teneriffa in Icod de los Vinos, der schönen Stadt des Weines. Cafe Restaurant mit Aussicht auf den Teide und das Meer. Weinverkostungen in der eigenen Bodega und Tapas im Weinkeller. Angebote für Kreativurlaub und Kursen der verschiedensten Kunsthandwerksrichtungen. Wunderschöne Appartements, Studios mit der Möglichkeit an Akademiekursen teil zu nehmen. Online Shop