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16. August 2006
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15. August 2006 - Día de la Asunción de la Virgen |
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28 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Auch auf den Kanaren ist heute Feiertag und das
richtige Wettre haben wir dazu auch noch geliefert
bekommen. Ein wunderschöner Sommertag! Die
Blütenpracht unserer Zöglinge wird immer bunter.
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Unsere Seerose bricht aber alle Rekorde. Jetzt ist
sie erst seit vier Tagen im Brunnen angesiedelt und
heute hat bereits eine Knospe die Wasseroberfläche
durchstoßen.
Ich habe im Moment leider keine Ahnung, ob die Blüte
rosa oder weiß sein wird. Die Blätter sehen leider
alle gleich aus. In wenigen Tagen wissen wir es mit
Sicherheit. |
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Ein bisschen gewerkelt haben wir trotz des
Feiertages - wir haben die neuen Tomatenpflanzen
ausgesetzt. Sechzehn Stück an der Zahl! Hoffentlich
wachsen sie kräftig und die Eidechsen finden die
reifen Früchte nicht gar so schnell. Wir haben dafür
extra ein Tomatenfeld vor der Terrasse des Büros
angelegt. |
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Heute
findet eine der wichtigsten Fiestas der Insel statt. Fiesta de Candelaria
wird
zu Ehren der Schutzheiligen der Kanarischen Inseln
gefeiert.
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Zu Maria Himmelfahrt pilgern die Inselbewohner zur
Nustra Senora de la Candelaria. Eine kleine
Völkerwanderung ist in diesen Stunden unterwegs.
Pilger aus allen Teilen der Insel wandern zur
Basilika von Candelaria. Pilger jeden Alters - und
nicht nur Tinerfeños - machen sich auf den
beschwerlichen Weg. Manche lösen ein Gelübde ein. Zu
Fuß nach Candelaria, zu Ehren der Jungfrau. Ein
Schwur, den viele Tinerfeños ablegen, wenn jemand in
der Familie krank ist. Die Schutzpatronin der
Kanarischen Inseln muss aber auch bei kleineren und
größeren persönlichen Dramen aus der Klemme helfen.
Andere Teilnehmer des Volksmarsches genießen einfach die
Landschaft oder wandern aus Spaß am Abenteuer nach
Candelaria. Beweggründe gibt es viele. Der
Hauptgrund liegt aber sicher in der Tradition
verwurzelt. |
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Von La Orotava aus beginnt die lange Wanderung in
der Kurve oberhalb der Forellenfarm an der Straße
zum Nationalpark und führt über die Berge in den
Süden. Mit dabei ist auch einer unser
Mitarbeiter - Marcos! Er ist ebenfalls einer der Pilger.
Er startet seinen Wanderung aber bereits in den
Hügeln über Icod de los Vinos und hat damit einen
noch längeren Weg vor
sich.
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Er hat Georg des Öfteren gefragt, ob er mitgehen
möchte. Die Antwort kann man sich vorstellen?
Georg geht vielleicht in zwei Jahren mit – hat er
festgestellt. Nächstes Jahr wird es sich „leider“
auch nicht ausgehen. |
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Aufbruch für unseren Wanderer war heute um drei Uhr Nachmittag. Dauer des
Fußmarsches quer über die Insel - ungefähr zwanzig Stunden.
Gepilgert wird in Gruppen, die mindestens acht Mann
stark sind. Alleingänge sind in dieser Pilgernacht
nicht erlaubt. |
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Viele Menschen marschieren auch die Autobahn entlang.
Beim Befahren der Strecke von Santa Cruz nach
Candelaria ist also Vorsicht angebracht. |
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Man kann es sich kaum vorstellen, dass sogar in der
heutigen Zeit solche Menschenmassen auf dem Weg zur
schwarzen Madonnenfigur sind. |
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Erschöpft und müde erreichen sie die
Plaza de la Basílica
von Candelaria. Die Lebensgeister werden mit einigen
Gläschen Wein wieder geweckt und dann sind alle
bereit für das Fest auf der Plaza. Die Pilger
feiern! |
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Die Figur soll um 1390 am Strand von
Candelaria gefunden worden sein. |
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Eine Legende der Guanchen erzählt, dass Hirten
nach einem Sturm an der Küste von Candelaria, am
Strand von Chimisey, eine
Frauengestalt entdeckten. Sie stand aufrecht und
reglos am Strand. Da sie auf die Rufe der Männer nicht reagierte,
sammelten die Hirten Steine auf, um sie auf die
Unbekannte zu werfen. Doch das war nicht möglich,
ihr Arme erstarrten mitten in der Bewegung. Die
Figur brachten sie dem Mencey von Güimar. |
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Seit damals verehrten die Guanchen bei Güimar diese
Frauengestalt mit dem Kind auf dem Arm. Sie nannten
sie Chaxiraxi, Herrin der Welt. Sie galt als
heilig und wurde in eine Höhle an der Küste
gebracht. |
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Bei einem heftigen Unwetter, so heißt es, brachen
jedoch große Wellen in die Höhle und rissen die Figur mit
aufs offene Meer. |
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Die Marienfigur in Candelaria ist eine Kopie der
schwarzen Madonna, von der die Geschichte erzählt.
Geschichtsforscher nehmen an, dass die erste
Marienfigur von einem spanischen Schiff stammte, das
bei dem Unwetter vor der Küste unterging. Tatsache
ist aber, dass die spanischen Eroberer bei den
Guanchen von Güimar keine Widerstände brechen
mussten, um sie zum katholischen Glauben zu
bekehren. Das Bild der Frau mit dem Kind war ihnen
bereits vertraut. |
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Heute gibt es Vermutungen, dass das Original der
Madonna doch noch existieren könnte. Sie soll
irgendwann in die Santa Ursula-Kirche von Arafo
gebracht worden sein. |
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14. August 2006 - 34.
Kalenderwoche |
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28 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Mit den vielen Sternschnuppen hat sich gestern leider nichts
abgespielt. Die vielen Sternschnuppen sind
wahrscheinlich hinter dem Theatervorhang in
Erscheinung getreten. |
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Aber das ist ja immer so. Große
Versprechungen und nichts dahinter.
Sternschnuppen verhalten sich wahrscheinlich wie
Regenbögen. Sie tauchen auf wenn man nicht damit
rechnet und der Blickwinkel muss stimmen. So soll es wahrscheinlich auch sein. Wo
käme man denn hin, wenn man sich zuvor schon eine
Wunschliste aufstellen kann, die man dann nur mehr
abhaken muss?
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Ganz ehrlich - wer hat schon sechzig Wünsche pro
Stunde parat?
Ich nicht. Ihr etwa?
Da würde ja etwas im Leben schief gelaufen sein.
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Sich etwas wünschen und dann darauf warten, dass
dieser Wunsch auch in Erfüllung geht? Ohne selbst
etwas etwas dazu beitragen zu müssen?
Sammelbestellungen ans Universum? Und wenn es nicht
klappt mit Beschwerdebrief dagegen angehen? Das
könnte ja jedermann machen, oder nicht? |
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Nehmen wir als Beispiel
das Spiel vom
Sterben des reichen Mannes! Hugo von
Hofmannsthal, kennt doch jedermann?
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Aber der
Jedermann hatte auch nur eine Stunde Zeit um
sein Leben zu ordnen. Einen größeren Spielraum hat
ihm der Tod nicht zur Verfügung gestellt.
Wichtige Dinge nehmen meist nur einen Augenblick in
Anspruch - einen Wimpernschlag. |
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13. August 2006 - Sonntag |
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29 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Ein Sommertag wie er im Bilderbuch beschrieben wird.
Heute war wirklich der erste Tag seit einem halben
Jahr, an dem wir gar nichts gearbeitet haben.
Na ja, ich habe die Blumentöpfe gegossen, deren
Bewohner ansonsten die Köpfe hängen gelassen hätten.
Georg hat die frisch betonierten Flächen mit Wasser
benetzt, damit keine Klüfte entstehen.
Gletscherspalten sind auf der Insel auch nicht
angebracht.
Aber diese Tätigkeiten nehmen wir in unsere
Arbeitsliste gar nicht auf - diese Dinge werden
unter Freizeitbeschäftigung abgehakt. |
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Als Belohnung fürs süße Nichtstun und einem
Sonnenbad habe ich einen perfekt gegrillten Fisch,
eine saftige Dorada serviert bekommen. Im Paradies
konnte es heute nicht schöner sein. Den ganzen Tag -
vom Frühstück bis zum Abendessen strahlend blauer
Himmel, eine kühle Brise vom Atlantik, Royal Dinner
und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Mehr kann
man von einem Urlaubstag nicht erwarten. |
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Als Draufgabe wird es heute angeblich Sternschnuppen regnen.
La lluvia
de estrellas soll auf uns herab kommen. Mehr
als 60 Sternschnuppen pro Stunde sollen am Himmel
über den Kanarischen Inseln zu sehen sein. Das hat das
Astrophysische Institut der Kanaren angekündigt. In
dieser Nacht werden, bei hoffentlich guter Sicht,
hunderte von Sternschnuppen vom Himmel fallen. Nach
den Berechnungen der Experten ist die beste Nacht
des Sternenregens heute - am 13. August um 01.12
Uhr.
Also eigentlich morgen Früh, wenn man ganz
genau sein will. |
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Wer heute zum Himmel aufschaut, kann als Draufgabe
noch eine
Sternschnuppe der besonderen Art sehen. Früh am
Morgen zieht die Internationale Raumstation als
leuchtender Punkt für zwei Minuten über den Himmel.
Am Sonntag um 4.51 Uhr und am Montag um 5.13 Uhr
mitteleuropäischer Zeit. Dieses Erlebnis ergibt sich aber
wahrscheinlich nur für Partygänger, Nachtschwärmer
oder Fiestabesucher. Ich ziehe um diese Zeit mein
Bett eindeutig vor.
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Wer es aber nicht lassen kann, Kopf in den Nacken,
und am Himmel danach Ausschau halten! |
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Es sieht zwar nur aus wie
ein heller Stern und ist auch nur für zwei, drei Minuten zu
sehen. Aber immerhin sitzen in diesem Lichtpunkt oder sagen wir besser in
der Internationalen Raumstation drei
Menschen, die unsere Erde momentan als blauen
Planeten erleben. Es lebe die Idylle und der blaue
Planet. |
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12. August 2006 |
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28 ° Celsius |
am Nachmittag einmal kurz bewölkt |
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Icod de los Vinos |
am Abend sternenklarer Himmel |
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Viertel acht, kein Wecker hat geklingelt, aber die
innere Uhr kann man einfach nicht ausknipsen. Ein
monotones Geräusch - ein Auto? Um diese Zeit, am
Samstag - hier? Der Nachbar schläft auch noch.
Arbeiter werden heute nicht erwartet. Vielleicht
doch eine Täuschung? Dann wieder Stille. Nichts
geschieht. Plötzlich doch ein vertrautes Geräusch -
irgendjemand hat den Bagger gestartet. |
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Na ja, irgendjemand kann der Störenfried der
morgendlichen Ruhe nicht sein.
Es kommt im Endeffekt nur einer in Frage -
Ruben! Er setzt dieses Wochenende den Alltag in
Kraft und stellt wieder einmal die ganze Finca auf
den Kopf. Ein normaler Arbeitstag hat begonnen. Mit
Vollmond am Morgen und strahlend, blauen Himmel.
Herz was willst du mehr? |
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Unsere Kartoffelkäfer haben heute die Holzlieferung
für ihren Schwarzbau erhalten. Als Zwischenlager für
das Holz haben sie ganz einfach unsere Einfahrt
benutzt. Trotzdem Hut ab! Die gesamte Lieferung hat
der, immerhin 65jährige Mann relativ elastischen
Schrittes auf seiner linken Schulter auf seine
Terrasse getragen! Morgen tut ihm sicher jeder
Knochen weh! |
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Unser patio ist seit heute Mittag auch wieder
vorzeigbar. Wir haben unseren Freizeitplatz zurück
erobert. Die vergangenen Wochen ist unser schöner
Innenhof schleichend zum Arbeitsplatz verkommen.
Sollte eigentlich nicht vorkommen, lässt sich
aber nicht immer verhindern. |
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Je mehr Ruben baggert, desto größer wird die Finca.
Die nächste Baustufe wird sich auf dieser Ebene
abspielen. In kurzer Zeit werden auf diesem Gelände
die Fundamente für die nächsten Gebäude errichtet. |
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Die Erdberge, die man hier erkennen kann, haben die
Konsistenz von Staubzucker. Einen dieser Erdhügel zu
erklimmen ist unmöglich. Nicht der Höhe wegen, das
wäre kein Problem.
Versinken im Ungewissen ist das Thema. Die Erde ist
so fein, dass man fast bis zu den Knien darin
verschwindet. |
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Das passiert, wenn die Personen, die man so still
und heimlich mit dem Photoapparat beobachtet, den
Beobachter bemerken. |
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Nach Stunden zermürbender Baggerarbeit macht Ruben
eine verdiente Pause, trinkt entspannt sein Bier und
im Zuge dessen, werden die nächsten Arbeitsschritte
besprochen. Was geschieht, wenn man als Spion
enttarnt wird? Der Gesprächspartner bekommt
das Bierfläschchen in die Hand gedrückt - man möchte
ja nicht als Trinker dargestellt werden.
Da taucht der Schelm im Manne auf. Salud! |
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Der geheimnisvolle Felsen ist ans Tageslicht
gebracht worden. Noch ist unklar, wie groß er sein
könnte und wohin seine Wurzeln führen. Zu unserer
Erleichterung verfügt der Bagger über brauchbares
Werkzeug um ihn damit zu Leibe rücken zu können. |
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Jetzt kann man auch auf dieser Finca das vertraute
Geräusch der Bautätigkeiten auf der Insel hören.
Tock, tock, tock. Der Schremmhammer kommt zum
Einsatz!
Gegen Ruben hat das Steinchen sowieso keine Chance. |
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Eine kurze Meldung zum Flüchtlingsproblem. |
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Mit heutigem Tag ist endlich die Operation Frontex gestartet
worden.
Anscheinend geht es auch ohne die Genehmigung des
Landes Senegals. Militärschiffe und Hubschrauber patrouillieren die Küsten Afrikas und der Kanaren. |
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Es ist zwar ein Sparvariante, da sich die
Europäische Union bisher nicht mit Senegal einigen
konnte. Keine Ahnung warum nicht, es ist eben
Tatsache. Besser wie nichts, auch wenn es
wahrscheinlich den Effekt eines Tropfens auf dem
heißen Stein haben wird. Die Patroulienboote und
Flugzeuge aus insgesamt 11 europäischen Ländern
patroulieren nun von den Kapverdischen Inseln, bis
zu den Kanaren. |
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Bis die Behörden im Wüstenstaat Mauretanien die
Möglichkeit haben, die lange Küste zu kontrollieren,
werden sich die Schlepper neue, lebensgefährliche
Wege nach Europa ausdenken. Und die Menschen werden
wieder bezahlen - zweitausend Euro auf die Hand.
Manchmal auch zusätzlich mit dem eigenen Leben.
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Wenn es dann effektvoll zu Toten bei einer
Überfahrt kommen sollte, dann kann man darüber auch
in der Presse des europäischen Festlandes lesen. Mit
ein bisschen Glück werden die Hauptdarsteller der
Tragödie auch noch zu Fernsehstars. Ein Thema für
Nachbar in Not? Wäre sicher sehr werbewirksam, oder
nicht? |
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Die Wege in die vermeintliche Freiheit werden also
immer länger, immer teurer und immer gefährlicher. |
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Warum? Weil niemand das Übel bei den Wurzel anpackt.
Schadensbegrenzung und halbherzige Hilfe ist die
Devise. Man kann sich nur wünschen, dass sich diese
Einstellung irgendwann, irgendwo ändern wird. |
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Trotzdem - oder erst recht - ein schönes Wochenende!
¡buen fin de semana!
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11. August 2006 |
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27 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Ich glaube, jetzt wird es einmal Zeit, auf den
Flüchtlingsansturm auf die Kanarischen Inseln
einzugehen. Ich habe das Gefühl, dass der Rest von
Europa eine ganz falsche Vorstellung vermittelt
bekommt, was sich hier tatsächlich abspielt.
Kein Wunder, bei allen Medien herrscht im Moment nur
eines - das berüchtigte Sommerloch. |
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Auf den kanarischen Inseln sind gestern so viele
Einwanderer angekommen wie noch nie an einem Tag.
532 Afrikaner in sieben Booten erreichten die Küsten
von Teneriffa und La Gomera, Lanzarote sowie Gran
Canaria. Unter den Flüchtlingen befanden sich
diesmal mindestens 20 Minderjährige, sowie 6 Frauen.
Ein Flugzeug hat 125 Meilen vor Maspalomas auf Cran
Canaria zwei weitere Cayucos gesichtet. Sie werden
voraussichtlich heute ankommen.
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Einen ausführlicheren Bericht findet ihr auf der
Seite der
Cayucos, der afrikanischen Fischerboote. |
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Chicho mit seiner treuesten Gefährtin, der
Mischmaschine - la mezcladora.
Der Schotterturm ist
eine große Entlastung für ihn, er muss nun nicht
mehr so viel schaufeln - den Schieber aufmachen und
der Schotter ist genau dort wo er hingehört. In der
Mischmaschine! Dadurch, dass er schneller Beton
mischen kann, muss er auf der andern Seite aber
schneller laufen. Was ist also besser? Schaufeln
oder laufen? |
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Wenn der Vorrat im Turm ausgeht,
schwingt sich Marcos liebend gerne auf den Bagger
und füllt den Behälter wieder mit Schotter auf.
Ein Hobby muss der Mensch ja
schließlich haben und Bagger fahren ist eines von
ihm. |
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Am Nachmittag haben wir den Brunnen mit Wasser
aufgefüllt. Die Seerosen haben ihr Heim bezogen.
Sieht doch romantisch aus, oder nicht? Ein Plätzchen
zum Träumen. Es fehlt eigentlich nur noch die Nixe,
die aus der geheimnisvollen Tiefe auftaucht,
sich auf den Blättern der Seerose ausruht und in der
Sonne räkelt. Wer weiß, vielleicht dauert es nicht
mehr lange und wir bekommen sie zu sehen? |
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Der Sage nach darf man keine Seerose pflücken - es
könnte eine verzauberte Nixe oder Teichelfe sein!
Vor langer Zeit soll eine wunderschöne Seejungfrau,
die sich in eine Seerose verwandeln konnte, den Sohn
eines Bürgermeisters - oder war es der Sohn eines
Edelmannes - in die Tiefen eines Teiches gezogen
haben. Als der Vater, der glaubte, dass sein Sohn
ertrunken wäre, aus lauter Verzweiflung mit seinem
Schwert eine Seerose köpfte, floss Blut aus dem
abgeschnittene Stengel. Sein Sohn war nun nicht mehr
zu retten, denn die Nixe, die ihn als Einzige wieder
ins normale Leben entlassen hätte können, war tot. |
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Muss doch ein Edelmann oder ein Ritter gewesen sein
- welcher Bürgermeister besitzt schon ein Schwert?
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Früher nannte man solche Teiche auch Puhle.
Eigentlich sind Puhle aber Erdgruben, die den
Menschen in der Stein- und Bronzezeit als Wohnungen
dienten. Wahrscheinlich haben sich einige dieser
Puhl erhalten und später mit Wasser gefüllt.
Vielleicht blühten früher auch mal Seerosen auf
diesen Teichen.
Jetzt wissen wir vielleicht auch, woher das Wort Pool, wie
Schwimmbecken, kommt.
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Wenn dann auch noch die Seerosen blühen werden, kann
es nicht mehr schöner werden. |
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10. August 2006 |
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27 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Diesmal lasse ich vorerst Bilder sprechen.
Ich glaube sie sagen mehr als tausend Blätter aus.
Wir beginnen mit den obligaten vorher und nachher
Fotos. Wie soll man es nennen? Der Bauzaun wurde
hiermit entfernt. Das Haus ist plötzlich aus seinem
Versteck gekommen. |
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Unmengen von Efeu, hiedra
- und es wird nicht weniger!
Aber davon konnten wir in den letzten Jahren bereits
öfters ein Lied singen. Auf in den Kampf mit dem
grünen Ungetüm, wir werden es schon noch in den
Griff bekommen. Die Gradwanderung zwischen
romantischem Blätterbewuchs und undurchdringlichem
Grünzeug müsste ja wohl zu schaffen sein, oder? |
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Der Unterbeton ist heute fast bis zur Rampe vor
gezogen worden. Sieht schon recht respektabel aus.
Georg macht sich mal wieder für seine zweite oder
dritte Arbeitsschicht fertig. Er streicht die
Innenseite des Brunnens noch einmal mit einer Wasser
undurchlässigen Schicht aus. Damit das Wasser später
auch ganz sicher im Brunnen bleibt und nicht auf
geheimen Wegen versickern kann.
Jedes Ding hat seinen Platz im Leben und Wasser
gehört eben in den Brunnen und nicht ins Erdreich
rundherum. Zum Blumengießen haben wir schließlich
einen Wasserschlauch. |
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Hier noch eine kleine Gute Nacht Geschichte
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Eine junge Frau träumte, dass sie ein
Geschäft betrat und dort einer guten Fee
begegnete. |
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"Was verkaufen Sie hier?" fragte sie. |
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Die Fee antwortete freundlich: "Alles,
was du willst." |
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Da begann die Frau ihre Wünsche
aufzuzählen. |
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"Dann hätte ich gerne das Ende aller
Kriege auf der ganzen Welt, Brot für die
Hungernden, Heilung führ die Kranken,
Trost für die Trauernden, Arbeit für die
Arbeitslosen, mehr Liebe in der Welt,
und ... und... "
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Da fiel ihr die Fee leise ins Wort |
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"Entschuldigen Sie, junge Frau. Ich habe
mich nicht richtig ausgedrückt. Wir
verkaufen hier keine Früchte, sondern
Samen." |
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Den wunderschönen Sonnenuntergang wollte ich
niemanden vorenthalten.
¡Una puesta del sol
de gran efecto! |
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Also noch einmal ich wünsch euch eine gute
Nacht.
Ich wünsche euch auch schöne Träume,
vielleicht bleiben es ja nicht nur Schäume. |
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9. August 2006 |
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27 ° Celsius |
Vollmond |
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Icod de los Vinos |
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Ab dem heutigen Tag ist der Arbeitsbeginn auf
viertel nach sieben festgesetzt worden. Warum?
Sonnenaufgang ist erst um halb acht - bis dahin ist
es verständlicherweise noch ziemlich finster!
Also darf der Wecker eine Viertelstunde später
scheppern. Das macht viel aus, man glaubt es kaum. Es
sind zwar nur fünfzehn Minuten, aber diese sind
äußert wertvoll! |
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Beim Betonieren des Unterbetons des Vorhofes wird
einem erst bewusst, wie viel Fläche da vor einem
liegt.
Bis zum Ende des ersten Hauses ist die betonierte
Fläche fertig. Gegen Arbeitsende war ein Bierchen,
una cervezita, fällig. Es war heute
zwar bewölkt aber auch ziemlich warm. Ganz kurz
gesagt - schweißtreibend! |
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Hat irgendjemand gestern
die Dokumentation über das
Flugzeugunglück im Jahr 1977 auf Teneriffa gesehen?
Der Film ist wirklich sehr interessant gewesen. Ich
habe noch weiter recherchiert und einige Fakten zusammen getragen.
Ein kleiner Bericht über diese Katastrophe ist unter
Los Rodeos
1977 zu finden. |
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Gott schütze uns vor Sturm und Wind - und vor
Deutschen, die im Ausland sind. Das war heute die
Aussage eines Anwaltes von Mallorca. Wobei der
deutsche Konsul der Balearen noch ein Schäuflein
nachlegt und behauptet, das die Hälfte aller
Deutschen, die auf Mallorca leben "Dreck am Stecken
haben". Ob das für die Kanaren auch zutrifft? |
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Keine Ahnung, aber es ist anzunehmen. Warum sollten
die Kanarischen Inseln eine Ausnahme sein?. Wie es
dazu kommen kann, dass sich Landsleute gegenseitig
so leicht und erfolgreich betrügen ist
wahrscheinlich leicht zu erklären. |
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Verständigungsschwierigkeiten und Überheblichkeit?
Der blaue Himmel und die Sonne können ja wohl nicht
ausschließlich dafür verantwortlich gemacht werden.
Es lebe das Glücksrittertum!
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Es gibt ja auch auf Teneriffa deutschsprachige
Menschen, die nach zwanzig Jahren kein spanisch
sprechen und von den Insulanern verlangen, deutsch
zu lernen, da sie ja immerhin das nötige Kleingeld
auf die Insel bringen. Richtige Sprachkolonien sind das
zum Teil. Aber auch über die Insel verteilt
funktioniert die Buschtrommel recht gut. Für
Glücksritter aller Art die beste Voraussetzung, die
es geben kann. Kleine oder größere Bekanntenkreise,
die alle mehr oder weniger
auf Hilfe angewiesen sind. Und Hilfe wird gerne
geleistet! Das Schlüsselwort der Betrüger ist das Wort
Empfehlung.
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Dann gibt es noch die zweite Schiene - mit möglichst
wenig Arbeit und Geld ganz rasch und leicht Geld
verdienen.
Das Paradies auf Erden sozusagen. Schade nur,
dass viele Zeitgenossen ziemlich unsanft aus dem
Land der Träume geholt werden. In dem Moment, in dem
das Geld und der so genannte Helfer plötzlich
unsichtbar geworden sind. |
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Doch mit Geld kann man sich auch nicht alles kaufen.
Soweit ich mich erinnern kann, ist es in Österreich
durchaus üblich, sich - mehr oder weniger - an
Gesetze zu halten, Anträge zu stellen und auf
Bescheide zu warten. Oder habe ich mich da
getäuscht.? Warum um alles in der Welt sollten diese
Regeln im Ausland plötzlich nicht mehr gelten? Warum
sollte das Geld hier nur so auf den Bäumen -
pardon, Palmen - hängen? |
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Für mich gibt es dafür keine Erklärung. Aber was
soll's. Ich bin ja nicht das Maß der Dinge und
möchte es auch gar nicht sein. |
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Noch ein kleiner Tipp am Rande - es hüte sich jeder
vor so genannten Professionisten, die ihr Büro in
die nächste Bar verlegen. Es ist kein
Entgegenkommen, es ist auch nicht die südländische
Lockerheit. Es hat schlicht und einfach den Grund,
dass es gar kein Büro gibt! Mit dem Mobiltelefon
wird diese Art der Geschäftemacherei noch perfekt
ergänzt. |
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Man ist jederzeit und überall erreichbar. Es kann
aber auch niemand feststellen, wo man sich momentan
auffällt. Erzählen kann man seinem Gesprächspartner
ja bald etwas. Wer hat das noch nicht ausgenutzt?
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Also Augen und Ohren aufmachen und nicht alles so
leichtgläubig für bare Münze nehmen! Wir sind hier
nicht im Märchenland sondern in einem Teil der
Europäischen Union! |
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8. August 2006 |
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27 ° Celsius |
Sonnenaufgang: 07:31 Ortszeit |
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Icod de los Vinos |
Sonnenuntergang: 20:54 Ortszeit
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Tipp des Tages |
Heute 8.8. 2006, 20.15 Uhr ZDF |
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Hochsommer!
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Der Brunnen wird immer perfekter! Jetzt fehlen nur
mehr ein wasserdichter Innenanstrich, die
Umwälzpumpe und der Wassereinlauf. Das wird in den
nächsten Tagen geschehen. |
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Parallel dazu wurde heute mit dem patio vor
dem alten Gebäude begonnen. Stück für Stück geht es
der Vollendung entgegen.
Im Moment ist der Unterbeton dran. |
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Die ersten Chillis werden reif. Sehr rot und sehr
scharf, fast höllisch scharf sind diese kleinen,
harmlos aussehenden Früchtchen.
Vorsicht ist also angesagt! |
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7. August 2006 33.
Kalenderwoche |
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27 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Der Brunnen ist fast fertig! Okay, aufgeräumt ist es
rundum noch nicht, aber das macht heute nicht sehr
viel aus. Die Schönheit des Objektes kann man
trotzdem erkennen. Jetzt fehlt nur mehr der
Innenanstrich, der im Endeffekt das Bauwerk
wasserdicht machen wird - und damit ist der Fisch
geputzt!
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Es macht zwar jedermann seine Späßchen darüber - so
in Richtung Schwimmbecken - aber es wird ein ganz
normaler Brunnen werden. Die Bewohnerin dafür ist
bereits auf der Finca eingebürgert. Eine
zauberhafte, champagnerfarbene Seerose. |
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Nun geht es bei der Bepflanzung des Parkplatzes II
weiter. Vor zwei Tagen haben wir damit aufgehört, da
uns zwei große Steine gefehlt haben. Diese zwei
Kleinigkeiten haben wir heute erledigt.
Einen Koloss hat Georg platziert, den zweiten
Steinriesen hat Ruben auf die richtige Stelle
gesetzt. |
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Geschicklichkeit ist gefordert, wenn man so einen
Monolithen richtig platzieren will. Immerhin wiegt
das Ding einige Kilo. Entweder wird er auf der
richtigen Stelle in die Erde gesetzt oder nicht. So
im Nachhinein ein wenig korrigieren oder verrücken
funktioniert nicht wirklich.
Dafür sind die Trümmer einfach zu schwer.
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Für die Gartengestaltung haben jedoch große Steine
den Vorrang. Es hat keinen Effekt, wenn man statt
einem großen Lavabrocken mehrere kleine Artgenossen
platziert. Man muss sich nur eines vorstellen, die
Pflanzen werden immer größer und die Steine bleiben
für alle Zeiten klein.
Wäre vielleicht eine Anregung für einen Erfinder -
ein Wachstumssubstrat für Steine. Dann müsste man
sich nicht mit so großen Felsbrocken abmühen. |
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Der Bauplatz für den Keller und damit für das
Fundament unseres Hauses wird immer realistischer!
Ruben krempelt momentan die gesamte Finca um. Sogar
meinen Weg zu unserem Gemüsegarten gibt es nicht
mehr - este camino es
fuera. Keine Ahnung, wie ich morgen
zum Gartengießen kommen werde. Aber bis jetzt hat es
noch für jede Herausforderung eine Lösung gegeben.
Abwarten und Tee trinken werde ich heute zwar nicht
mehr - aber trotzdem wird es morgen früh kein
Problem geben.
Irgendwie haben wir es immer geschafft. |
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6. August 2006 - Sonntag |
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24 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Ein Sonntag der Entspannung - sogar Ruben hat heute
den Bagger stehen lassen. Himmlische Stille,
wunderschönes Wetter - ein Sonntag, wie er schöner
nicht sein kann! |
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Seerosen sind die Königinnen des Teiches, sie
regieren in der Wasserwelt.
Unsere
Seerosen sind im Moment wohl eher Prinzessinnen im
Froschteich. Aber dieser kleine Tümpel dient nur als
Zwischenstation. Das eigentliche Zuhause dieser
wunderschönen Blumen wird ihrem Anspruch gerecht
werden. |
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Seerosen sind
richtige Sonnenkinder. Vermutlich war die
Seerose aus diesem Grund für Menschen schon immer
eine faszinierende Erscheinung. Unzählige Sagen und
Mythen ranken sich um die schwimmende Blüte. |
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In Asien ist sie das Symbol für den Ursprung des
Lebens, bei den Ägyptern wurde sie als Grabschmuck
verwendet und in Europa galt sie als Symbol für
Keuschheit.
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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Seerose
und ihre Blätter fester Bestandteil der Ornamente
des Jugendstils. Viele Maler konnten und können sich
auch heute ihrem Charme nicht entziehen. |
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Wir haben diese Blumen in zwei verschiedenen Farben
bekommen. Ein Exemplar ist champagnerfarben und zwei
Stückhaben einen rosaroten Farbton. |
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5. August 2006 - Villacher Kirchtag |
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26 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Ehe ich es vergesse, ein Tipp für einen
Fernsehtermin. Die ZDF-Dokumentation
Es geschah auf Teneriffa – Wie kam es zum
Jumbo-Crash? am Dienstag, 8. August 2006,
20.15 Uhr, schildert zum ersten Mal die komplette
Geschichte einer besonders tragischen Katastrophe in
der zivilen Luftfahrt: Am 27. März 1977 stießen auf
der Startbahn des Los Rodeos Flughafens auf der
beliebten Ferieninsel Teneriffa im dichten Nebel
zwei Jumbo-Jets der Fluglinien KLM und PAN AM
zusammen. |
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Nach einer Bombendrohung auf Gran Canaria mussten am
27. März 1977 viele Flugzeuge auf den Flughafen Los
Rodeos im Norden von Teneriffa ausweichen. Als es
schließlich Entwarnung gab, verließ ein Jumbo nach
dem anderen den völlig überlasteten Flughafen. Dabei
geriet eine voll besetzte Boeing 747 der PanAm in
den Startvorgang einer KLM-Maschine. Beim
Zusammenprall starben 583 Menschen. Von der
holländischen Maschine überlebte nur eine einzige
Frau. Sie flog nicht mehr nach Gran Canaria, da ihr
Freund Paul auf Teneriffa lebte und sie Sehnsucht
hatte. Die Liebe hat ihr das Leben gerettet! |
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Wir haben heute einen freien Tag genossen.
Wunderbar - und das bei strahlendem Sonnenschein.
Nach einem relativ gemütlichen Frühstück und einem
Arbeitsgespräch mit Ruben sind wir auf Tour
gegangen. Erste Etappe war Puerto de la Cruz. Den
Mitvertrag für unseren fahrbaren Untersatz
verlängern, ein paar Bücher kaufen, danach weiter
nach La Matanza auf den Markt. Unser Vorrat an
Feigenmarmelade geht zu Ende, deshalb mussten wir
dringend für Nachschub sorgen. |
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Vielleicht ist es auch möglich Maulbeeren zu
erstehen? Die köstlichen Beeren hat leider niemand
verkauft. Stattdessen haben wir Kastanienhonig und
Wein aus Maulbeeren gekauft. |
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Den Wein darf man sich nicht als Wein vorstellen.
Klingt jetzt ein wenig verwirrend, aber es ist eben
ein bisschen kompliziert. Vino de mora wird
zwar auf die selbe Art wie Wein hergestellt, man
kann das Getränk allerdings nur als Medizin
verwenden. Ein gutes Fläschchen am Abend kann man
davon nicht genießen. Das wäre zu viel des Guten!
Man trinkt ihn nur in ganz kleinen Mengen zur
Anregung der Durchblutung. |
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Für die Teichbepflanzung sind wir in einer Gärtnerei
bei Puerto de la Cruz fündig geworden. Seerosen,
Iris und noch ein paar andere Teichpflanzen waren
die Ausbeute des heutigen Tages. Der Bepflanzung
unseres Feuchtgebietes steht eigentlich damit nicht
mehr viel entgegen. |
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Das Landschaftsbild der Finca hat sich heute
ebenfalls gravierend verändert. Wir besitzen nun
Berge von versetzter und gesiebter Erde, Steinen und
Geröll aller Art. Den Weg vom ehemaligen alten Haus
zum Wassertank gibt es auch nicht mehr. Mit heutigem
Datum gehört er der Vergangenheit an. Einst ist es
ein sehr wichtiger Verkehrsweg für uns gewesen.
Unser erster Platz für die Mittagspause war beim
Wassertank. Diesen Platz haben wir über den nun
nicht mehr existierenden Weg erreicht. |
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Der Kellerbau rückt also immer näher!
Der erste Felsalarm hat sich übrigens als falsch
heraus gestellt. Der vermeintliche Felsen hat sich
als riesengroßer Stein entpuppt. Dafür ist Ruben
heute auf den Ausläufer einer neuen Felszunge
gestoßen. Jetzt lassen wir uns einmal überraschen.
Auch wenn es ein gewachsener Lavastein sein sollte -
dann wird eben der Schremmhammer des Baggers
eingesetzt.
Mehr wie zwei Tage kann es auch nicht dauern. |
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Im Grunde genommen kann man sagen, dass wir Besitzer
über Millionen von Steinen sind und in einer neu
erschaffenen Mondlandschaft leben. Es mag jetzt
absurd klingen, wenn wir behaupten, dass wir noch
mehr Steine benötigen. Aber es ist Tatsache! Jeder
einzelne Stein wird benötigt. Wir haben noch vor,
viele Mauern mit Natursteinen zu bauen und dafür
sind Unmengen an Steinen notwendig. |
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4. August 2006 |
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24 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Laut Wetterbericht ist es in Icod heute sonnig mit
einer Bewölkung von 7/8 der Himmelsfläche über uns.
So kann man einen tristen Tag auch beschreiben.
Optimismus ist das halbe Leben!
Wir sind auch ganz zufrieden, es ist exakt das
Wetter, das man sich zum Arbeiten im Freien wünscht. |
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Schon vor 2000 Jahren sagte der römische Philosoph
Epiktet: "Es sind nicht die Dinge, die uns
unglücklich machen, es ist unsere Sicht der Dinge."
Diesen Satz sollte man sich wohl öfter ins
Gedächtnis rufen. |
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Dieses Wochenende ist in Villach Fiesta angesagt. Am
Samstag ist Villacher Kirchtag, die Brauchtumswoche
ist bereits voll im Gange. Und damit wären wir
wieder beim leidigen Thema. Das Wetter! Heute hat es
in Villach heiße 15° C und es schüttet - laut
Wetterbericht von Ö3.
Typisches Kirchtagswetter könnte man sagen. Es kann
also nur noch besser werden. |
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Der Villacher Kirchtag ist auch ein Lostag. Früher
hat man immer gesagt, wenn es zum Kirchtag regnet,
sei der Sommer vorbei. Soweit ich mich erinnern
kann, hat diese Aussage durchaus ihre Berechtigung.
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Aber nun weg vom Wetter.
Übers Wetter redet man eigentlich nur, wenn
man sonst nichts zu erzählen hat.
Das soll eine alte japanische Weisheit sein. |
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Unser Brunnen wächst und gedeiht.
Marcos und Chicho setzen wieder einmal unsere
Gedanken um. Im Hintergrund kann man auch schon gut
erkennen, wie sehr sich die Botanik auf dieser
Terrasse gemausert hat. |
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Also, das ist einmal der Rohbau für den Brunnen. Das
Innenleben sozusagen. Die Bausünden der Vorbesitzer
wurden hinter zwei wunderschönen Säulen versteckt.
Im Moment ist es noch nicht für jedermann
erkenntlich, aber bei diesen Fotos ist es mir mehr
um den Werdegang des Brunnens gegangen |
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Nachdem wir den Radius für das neue Bauwerk
gemeinsam festgelegt haben, ist das Gerippe im Nu
aus der Taufe gehoben worden. |
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Auf dieser Baustelle ist es Brauch, den
Arbeitsschluss mit einem Bierchen für die Arbeiter
ein zu leiten. Das hat sich irgendwann ergeben und
jetzt ist es einfach so. Auf diese Art und Weise
entstehen ohne viel Aufwand Bräuche und Traditionen.
Es menschelt einfach. Dabei werden dann auch diverse
Späße selbstverständlich. Marcos demonstriert hier
den weiteren Zweck des Brunnens.
Sein Vorschlag: wir könnten ihn ja als
piscina nutzen. |
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El jefe hat darauf hin
festgestellt, das sie ja auch die Frühstückspause
darin verbringen könnten. Wenn wir am Vormittag, so
zwischen zehn und elf irgendwo in Zukunft zwei Köpfe
sehen sollten - keine Panik.
Die Arbeiter nehmen nur ein
kurzes Bad. |
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Sieht doch toll aus, oder nicht? Marcos hat das
runde Ding ziemlich schnell ins Leben gerufen. Auf
dem rechten Foto kann man die Auswirkungen der Pause
erkennen. Die Bierflasche wird kurzerhand in einen
Zwischenraum der Mauer entsorgt. Die bleibt auch an
Ort und Stelle! Wird ja sowieso verputzt.
Was soll man da noch dagegen sagen? |
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Die Baustellenaufsicht unseres Architekten ist diese
Woche auch ausgeblieben - er hat sich den Fuß
gebrochen. Jetzt ist er darauf angewiesen, dass ihn
jemand chauffiert. Das hat diese Woche leider nicht
geklappt. Macht aber nix - is halt so!
Wir wünschen ihm ein schönes Wochenende, wir werden
es auch genießen. |
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Kontakt mit Villachern zu bekommen ist dieses
Wochenende ebenfalls sinnlos - niemand daheim.
Unsere Kinder eingeschlossen. Da soll noch
irgendjemand über spanische Fiestas lästern! Viel
Spaß noch! |
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3. August 2006 |
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25 ° Celsius |
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Icod de los Vinos |
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Der erste Blick aus dem Fenster - es ist dunkel und
der Himmel bewölkt. Es ist sieben Uhr. Georg ist
bereits bei den Arbeitern.
Schade, keine freundliche Begrüßung durch einige
vorwitzige Sonnenstrahlen. Die Fiesta der
Himmelsbewohner fand heute irgendwo anders statt.
Leider. |
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Macht aber nichts. Endlich kommen wir dazu unser
provisorisches Wasserbecken zu errichten. Bis die
endgültige Feuchtzone inklusive Teich gestaltet ist,
wird es noch zwei weitere Wochen dauern und so lange
überleben unsere Wasserpflanzen in
Übergangsbehältern auf keinen Fall. Es ist einfach
zu warm dafür. |
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Es
ist uns aber nichts anderes übrig geblieben, als die
Wasserpflanzen jetzt zu kaufen. In den nächsten
Monaten ist es unmöglich Pflanzen für einen Teich zu
bekommen. Um diese Zeit werden keine Biotope mehr
angepflanzt. Der Rhythmus der Jahreszeiten ist hier
derselbe wie am Festland.
Man kann es zwar kaum glauben, aber es ist so. |
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Der Brunnenbau schreitet auch zügig voran. Ich
vermute morgen ist der Brunnen so ziemlich fertig
gemauert. Wieder ein Punkt zum Abhaken.
Die beiden Steinsäulen sind bereits in die
Höhe gewachsen. Morgen kommt noch der Aufsatz für
die Blumentöpfe drauf gesetzt - und last but not
least - der Brunnen gemauert. Damit ist die
Arbeitswoche wieder einmal vorbei. |
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So sieht die zweite Mauer im Eingangsbereich jetzt
aus. Von vorne gesehen ist sie nur halbfertig. Das
hat aber auch seinen Grund.
Wir können die Einfahrtstrompete noch nicht fertig
machen, da ja unser momentanes Wohnhaus erweitert
und zum Geschäft - oder zum Laden, wie deutsche
Mitbürger es nennen würden - umgebaut wird. |
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An erster Stelle steht für uns aber die Bepflanzung.
Bei den Bautätigkeiten einschränken wollen und
werden wir uns aber auch nicht. Aus diesem Grund
entstehen eben auch so genannte Teilstücke.
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Man kann sehen, dass uns die Arbeit durchaus Spaß
macht, oder? |
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Wir befinden uns hier auf der Insel der Seligen.
Warum ich das sage? Weil sich die meisten Menschen
so äußern. Wir zwei leben ja nicht nur auf
einer Insel im Atlantik. Das Leben - zumindest das
wirtschaftliche - geht ja ach in Kärnten weiter. Wir
genießen das Privileg der Nichtstuer oder Urlauber
leider an keinem Ende der Europäischen Union.
Im Klartext gesagt heißt das, dass wir auf beiden
Seiten eigentlich mehr arbeiten, als jemand, der
sich in einem normalen Angestelltenverhältnis
befindet und nach Dienstschluss seinen
Freizeitstress in Griff bekommen muss. |
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Einwände und Einsprüche jeder Art werden gerne
akzeptiert.
Es ist mir schon klar, dass es auch beim
normal Erwerbstätigen Ausnahmen gibt. Diese Seite
der Problematik will ich auch gar nicht ansprechen. |
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Was ich sagen will, ist schwer zu erklären. Den
Anfangspunkt zu finden, ohne jemanden auf den
Schlips treten zu wollen. Einen Moment, ich hab's
gleich! |
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Dadurch, dass wir auch mit einem Bein immer noch in
Kärnten stehen, müssen logischerweise auch bestimmte
Kotakte aufrecht erhalten werden. In vielen
Situationen muss man auch telefonieren, das lässt
sich meistens nicht umgehen. Auch wenn es heute
bereits Medien wie das Internet oder die Alternative
zum Brief, das E-Mail gibt. Oft funktioniert das
eben nicht. Egal aus welchem Grund auch immer. |
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Also - was macht man dann? Man greift zum ganz
normalen Telefon, hebt den Hörer ab, wählt die
Nummer, die man sich irgendwo gespeichert hat -
österreichisches Telefonbuch gibt es hier ja nicht -
und wartet, bis sich jemand in der alten Heimat
meldet. |
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Und dann kommt häufig der Hammer!
"Ah, du rufst von Spanien aus an? So gut möchte ich
es auch haben." Irgendwie kommt man sich immer ein
wenig verschippert vor, wenn man ganz normal,
geschäftlich, oder auch privat, telefoniert und der
Teilnehmer am anderen Ende der Telefonleitung
verhält sich so, als ob man sich auf einer
lebenslangen Kreuzfahrt befände. |
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Gedankenlosigkeit? Überheblichkeit? Eigene
Unzufriedenheit mit der Situation? Neid? |
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Keine Ahnung.
Irgendwann werden wir es auch lernen uns
dementsprechend zu verhalten und uns nicht mehr
darüber ärgern. Gleiches mit Gleichem vergelten? Oder so ähnlich.
Aber das ist wahrscheinlich auch nicht der Stein der
Weisen. Die meisten Zeitgenossen würden das nur in
den falschen Hals bekommen. Nehme ich an. |
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Zum Nachdenken habe ich aus diesem Grund einen
kurzen Brief an die Allgemeinheit geschrieben.
Vielleicht bringen die paar Zeilen einige dazu, ein
bisschen über ihr Verhalten nach zu denken. |
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Hallo Auswanderungswilliger - oder auch nicht?! |
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Auf den Kanaren ist es wie überall auf der weiten
Welt. Alltag bleibt Alltag. Egal ob in Österreich,
Deutschland oder in Spanien. Derjenige, der bereit
ist seine Leistung zu erbringen, wird auch hier
zufrieden sein und gut leben können.
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Derjenige, der glaubt, er sei auf Grund dessen, dass
er "das Privileg des Festlandes" genießt hier einer
der großen Gewinner ist - hat sich getäuscht! Wenn
du hierher kommen und auch hier leben willst, musst
du dir klar sein, dass du einen anderen Lebensraum
betrittst. Für Traumtänzer und Nichtstuer ist hier
kein Platz. Wo gibt es den schon?
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Hochstapler und Möchtegern Reiche gibt es auf den
Inseln bereits genug. Ich habe noch nie so viele
ehemalige Selbständige, die daheim so
erfolgreich waren kennen gelernt wie hier. Armes
Mitteleuropa, die besten Köpfe der Wirtschaft sind
entkommen und haben auf den Kanarischen Inseln -
oder auf der Domrep - einen neuen Wirkungskreis
gefunden.
Doch Vorsicht! Gerade diese Zeitgenossen locken am
liebsten ihre ehemaligen Landsmänner in die
berüchtigte Mausefalle! |
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Wenn du also aufgeschlossen und fleißig bist, auch
noch spanisch sprechen kannst und wirklich dein
Leben hier verbringen willst, hast du dir einen
tollen Platz ausgesucht.
Falls nicht, wird es dir hier auch nicht besser als
in deinem Herkunftsland gehen.
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Dir muss nur eines klar sein
- auch hier fliegen dir nicht die gebratenen Tauben
in den Mund. Aber du hast normalerweise einen großen
Vorteil - du wirst sie dir leisten können!
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Darüber sollte jeder einmal scharf nachdenken,
pensar con todas las fuerzas! |
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¡hasta pronto! |
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2. August 2006 |
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25 ° Celsius |
Sonnenaufgang: 07:28 Ortszeit |
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Icod de los Vinos |
Sonnenuntergang: 20:58 Ortszeit
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Der Tag hat leider ziemlich trübe und trist
begonnen. Es ist zwar angenehm warm, aber die Sonne
könnte schon einmal vorsichtig vom Himmel zwinkern.
Heute ist sie daran anscheinend überhaupt nicht
interessiert. Aber was nicht ist, kann ja noch
werden!
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Für alle, die noch Wünsche offen haben hat der
August vieles zu bieten -
Sternschnuppen
Es ist die beste Zeit im ganzen Jahr, um Schwärme
von Sternschnuppen am Himmel zu sehen! Sie sind
etwas ganz Besonderes, und wenn eine
aufleuchtet, sollte man sich ganz schnell etwas
wünschen. Der Wunsch darf allerdings niemanden
verraten werden - sonst geht er nicht in
Erfüllung. |
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Sie kommen vom Anfang der Welt, vom
Anfang oder Ende unseres Sonnensystems.
Vom Rande der Gesellschaft?
Sie rasen mit Höchstgeschwindigkeit um
die Sonne, stoßen zusammen, explodieren
und gelangen ab und zu auf unsere Erde. |
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Zauberhafte Sternschnuppen erfreuen uns
in lauen Sommernächten. |
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Was am Himmel so großspurig einen Leuchtstreifen
zieht, ist in Wahrheit winzig klein. Bereits
Körnchen von einem Gramm oder in Erbsengröße
erzeugen beim Eintritt in die Erdatmosphäre eine
Sternschnuppe. Im Grunde genommen erfreuen wir uns
an Weltraumstaub. Sollten wir unsere Wohnungen
vielleicht doch nicht so sauber und steril halten?
Vielleicht produzieren wir ja Sternschnuppen für
eine andere Bevölkerung im Weltall?
Who knows? |
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Nein, kehren wir wieder zur Seriosität zurück. Unser
Planet ist täglich einem Bombardement unzähliger
Objekte ausgesetzt. Die Größe der Himmelskörper
schwankt zwischen Bruchteilen eines Gramms und
Stücken, die einige Kilogramm schwer sein können.
Jährlich stürzen rund 200 Millionen Kilogramm
Material in die Schutzschicht um unsere Erde! Das
kann ich mir eigentlich gar nicht mehr vorstellen.
Aber wie sagte schon die Maus? Aufgepasst!
¡Queridos amigos del ratón! Liebe Fans der
Kleinen Maus!
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Das ist eine Sternschnuppe. Sieht eigentlich ganz
romantisch aus. Ist es aber nicht! Muss es auch gar
nicht sein. Ist eigentlich nur Abfall aus dem
Universum und sieht recht nett aus!
So einfach ist das. Was kann man daraus
lernen?
Auch Kleinvieh macht Mist. Ist aber egal. |
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Auf englisch haben Sternschnuppen die nicht sehr
romantischen Namen falling oder
shooting star und auf
spanisch nennt man die zauberhaften
Himmelserscheinungen la
estrella fugaz. |
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Also nicht
vergessen, abends öfter den Sternenhimmel, el
cielo estrellado, betrachten!
Vielleicht werden ja doch einige Wünsche
Wirklichkeit. |
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Wer das Sternbild des Perseus gefunden hat, sollte
Mitte August einmal etwas genauer hinsehen. Er
könnte einige Sternschnuppen, die zu den
Perseiden
gehören entdecken. Zu sehen sind sie zwischen dem
20. Juli und dem 19. August. |
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Und wann ist die beste Zeit, um die Perseiden zu
sehen? Die größte Aktivität wird in diesem Jahr am
13. August zwischen 1 und 4 Uhr MESZ erwartet. Die
beste Zeit ist also in den Stunden vor der
Morgendämmerung am Sonntag, dem 13. August. Trotz
des hellen Mondlichts kann man in dieser Zeit
schätzungsweise 40 Meteore pro Stunde beobachten. |
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Und ich besitze die Sterne, da niemand vor mir daran
gedacht hat, sie zu besitzen. |
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Antoine de Saint-Exupéry |
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1. August 2006 |
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28 ° Celsius |
am Nachmittag bewölkt |
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Icod de los Vinos |
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Auch in diesem Jahr wurden wieder die begehrten
blauen Flaggen, die banderas azul für die
schönsten Strände der Kanarischen Inseln vergeben.
Teneriffa hat mit ganzen acht Stränden die meisten
Auszeichnungen erhalten. Insgesamt wurden auf den
Kanarischen Inseln 28 blaue Flaggen vergeben. |
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Zehn Uhr Termin beim Bürgermeister, verschiedene
andere Erledigungen und schon ist Mittag. |
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Auf der Baustelle wurde heute der linke Teil des
Eingangsbereiches fast fertig gemauert. Morgen am
Abend werden wir die Bepflanzung in Angriff nehmen.
Dann gibt es auch wieder mehr Fotos. Eigentlich
wollte ich heute Fotos unserer wunderschönen
Gartengestaltung machen, aber es sind zu viele
Werkzeuge und Schubkarren im Vordergrund gestanden.
Eine richtige Baustelle eben. |
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Sonst gibt es heute nix neues von der kleinen Insel
im Atlantik. |
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Auf langem Weg und im schmalen Bett erkennt man den
Freund. |
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En luengo camino y en cama angosta se conocen los
amigos. |
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Ein schlauer Spruch musste einfach wieder einmal
sein! |
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¡hasta pronto amigos! |
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15. bis 31. Juli 2006 |
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Fragen, Vorschläge und Kritik |
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Schreiben Sie uns einfach eine kleine
Nachricht |
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Ergänzungen |
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*Aberglaube um die „Götterboten“
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Das Wort Sternschnuppe stammt vom mittelalterlichen
Wort snuppen, das so viel wie putzen
bedeutete. |
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Man bezeichnete auch das verkohlte Ende eines
Kerzendochtes, das beim Putzen von Talglichtern noch
glühend zu Boden fiel als Schnuppe. |
| |
Da die leuchtende Himmelserscheinung so ähnlich
aussah, glaubten die Menschen, ein Stück Abfall sei
von einem Stern weggeputzt worden – eine
Sternschnuppe.
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Andere
Deutungen für die Entstehung von Sternschnuppen
waren im Mittelalters auch Vulkanausbrüche. |
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Viel positiver sah man die Sternschnuppen im
Altertum. Die Griechen betrachteten das himmlische
Gestein als Geschenk der Götter. Sie gaben ihm
deshalb den Namen Götterbote und bewahrten die
Steine an heiligen Orten auf. |
| |
Im 18. Jahrhundert wurden sie auch mit dem Tod eines
Menschen in Verbindung gebracht. Man glaubte, dass
Gott bei der Geburt eines Kindes einen Stern am
Himmel befestigte, der beim Tod des Menschen wieder
herunter fiel. Meteoriten waren auch als
Teufelssteine bekannt.
Damit diese Steine kein Unglück anrichten konnten,
wurden sie angekettet und in Kirchen
aufbewahrt. |
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Wünsch Dir was! |
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Auch als die Menschen im 19. Jahrhundert dem
kosmischen Ursprung der Schnuppen auf die Spur
kamen, blieb ein Teil des überirdischen Zaubers
erhalten. Es entstand der Brauch, sich beim Anblick
eines Meteors etwas zu wünschen. Manche Historiker
deuten dies als den Versuch, die kalte, rationale
Welt der Frühindustrialisierung mit ein wenig
Phantasie, Magie und Trost zu füllen. |
| |
Der Brauch hat sich bis heute gehalten. Damit der
Wunsch aber wahr wird, müssen zwei Bedingungen
erfüllt werden. Man darf seinen Sternenwunsch nicht
laut aussprechen
und man muss ihn vor dem Verglühen des
Feuerschweifes zu Ende gedacht haben.
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up |
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Stern der Liebe |
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Ob sich Träume erfüllen?
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Es war einmal ein kleines Engelkind mit winzigen
weißen Flügelchen. Dieser kleine Engel langweilte
sich sehr, flatterte zu Gott und fragte, ob er eine
Arbeit für ihn hätte. Dieser sagte im väterlichen
Ton: "Mein kleines Engelchen, wenn du willst, darfst
du die Sterne putzen."
|
| |
Das Engelchen sah Gott dankbar an. Gott nickte und
winkte einen großen Engel zu sich. Dieser hielt eine
riesige Rolle Haushaltspapier in seinen Händen.
"Aber eines muss ich dir unbedingt noch sagen." Das
Engelchen sah Gott aufmerksam und neugierig an. "Sei
vorsichtig beim Polieren, denn die Spitzen der
Sterne sind sehr zerbrechlich. Sie fallen zur Erde
und sind dort als Sternschnuppen zu sehen." |
| |
Das Engelchen bewegte ungeduldig seine Flügelchen.
"Lieber Gott", sagte es mit niedlicher Stimme, "ich
werde sehr vorsichtig sein." Gott lächelte das
Engelkind liebevoll an. "Das weiß ich. Aber weißt
du, dass sich die Menschen auf der Erde was
wünschen, wenn sie eine Sternschnuppe sehen?" |
| |
Das Engelchen schüttelte den Kopf. " Sag mal, warum
tun die das denn? Ich dachte, die Menschen haben
doch alles, was sie sich wünschen." Gott setzte sich
auf eine Wolke und zog das Engelkindchen auf seinen
Schoss. "Hmm... da hast du sicher recht. Aber die
Menschen wollen immer mehr. Alles können sie sich
mit Geld kaufen, nur ein paar Dinge nicht: zum
Beispiel Liebe..."
|
| |
Das Engelchen wurde nachdenklich. "Was ist denn
'Liebe' eigentlich?" Gott sah das kleine Engelchen
lange an. "Putze die Sterne und du wirst es
irgendwann erfahren."
|
| |
Das Engelchen sah Gott schweigend an, nahm die
Haushaltsrolle und flatterte zu den Sternen. Lange
Jahre putze es, bis auf einmal die Spitze eines
Sternes abbrach. Das Engelchen verlor das
Gleichgewicht, hielt sich an der Sternspitze fest
und viel damit auf die Erde.
|
| |
Im selben Moment sah einer der vielen Menschen, die
auf der Erde leben, diese Sternschnuppe. Er schloss
die Augen und wünschte sich, seine große Liebe zu
finden.
|
| |
Der kleine Engel hatte den Wunsch gehört und wollte
gleich zu diesem Menschen gehen. Es wusste aber
nicht wie er aussah.
Seither sucht das kleine Engelchen diesen Menschen,
von dem es nur weiß, dass er die selbe Sehnsucht wie
es selbst in sich trägt.
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up |
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*
Perseiden
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Das Feuerwerk aus Sternschnuppen stammt vom Schweif
eines Kometen mit dem Namen 109P Swift-Tuttle. Die
Erde gerät immer im Juli und August in seinem
staubigen Kometenschweif. Dann dringen winzige
Staubpartikel mit einer Geschwindigkeit von fast
200.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre
ein und sorgen durch ihr Verglühen für
eindrucksvolle Sternschnuppen. Am intensivsten ist
der Sternschnuppenstrom, wenn die Erde den
staubigsten Teil des Kometenschweifs durchläuft. |
| |
Am besten sind die Perseiden morgens zu beobachten.
Vorzugsweise weit entfernt von jeglicher
Straßenbeleuchtung, irgendwo auf dem Land.
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| |
Im Volksmund werden die Perseiden auch
Laurentiustränen genannt. Die Bezeichnung geht
auf Laurentius von Rom zurück. Damals sollen
besonders viele Sternschnuppen erschienen sein. |
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| |
Im Jahre 258 wollte Kaiser Valerian die Schätze der
Kirche in seinen Besitz bringen. Als Diakon
von Rom war Laurentius in Vertretung des Papstes für
die Verwaltung des örtlichen Kirchenvermögens und
dessen Verwendung zu sozialen Zwecken zuständig.
Nachdem der römische Kaiser Valerian Papst Sixtus
enthaupten ließ, wurde Laurentius aufgefordert,
alles Eigentum der Kirche herauszugeben. Laurentius
verteilte aber das ganze Geld der Kirche an die
Notleidenden des Landes. |
| |
Am dritten Tag führte er dem Kaiser die Blinden,
Lahmen und Armen als die wahren Schätze der Kirche
vor. |
| |
Der Kaiser kochte vor Wut und lies Laurentius
mehrfach foltern und als krönenden Abschluss auf
einem glühenden Rost zu Tode verbrennen. |
| |
In der Legende heißt es, dass in der Nacht nach
seinem Tod so viele Sternschnuppen fielen, dass
sogar der Himmel um ihn weinte. Da die meisten
dieser Sternschnuppen zwischen dem 10. und 14.
August zu beobachten sind, glaubt man nach einer
böhmischen Sage, dass der heilige Laurentius an
seinen Festtag, dem 10. August, feurige Tränen
weint. |
| |
Seitdem soll
Laurentius jeden Freitag aus dem Paradies in das
Fegefeuer hinabsteigen, um eine Seele zu retten. |
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Laurentius ist der Schutzheilige der Bibliothekare
und aller Berufe, die etwas mit Feuer und Glut zu
tun haben. Schmiede, Glaser, Köche, Kuchenbäcker,
Bierbrauer, Wäscherinnen und ebenso die Feuerwehr
gehören zu seinen Schutzbefolenen. |
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up |
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*
Auch Optimismus kann man lernen |
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Es kommt immer auf den Blickwinkel an. Man kann sich
über ein halbvolles Sektglas freuen, oder man ärgert
sich darüber, weil es schon wieder halb leer ist. |
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Optimismus und Pessimismus sind
Einstellungen, die im Leben des Menschen eine
gravierende Rolle spielen. Doch unser Schicksal
können wir zum Teil selbst lenken. |
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Das ist nicht möglich? Ich bin mir sicher, das
dies der Fall ist, aber vielleicht können einige
kleinen Beispiele auch andere davon überzeugen. |
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Das erste Beispiel: |
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Vor einigen Jahren lief in den USA ein Versuch im
Gesundheitswesen. Ärzte verschrieben mehreren
tausend Patienten statt Medikamenten so genannte
Placebos. Das sind Scheinmedikamente, die aus
Wasser, Zucker Farbe und Mehl bestehen und keinerlei
medizinische Wirkung haben.
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Die Placebos verfehlten bei - sage und schreibe -
fast neunzig Prozent der Patienten ihre Wirkung
nicht. Sie fühlten sich nach der Behandlung
wesentlich besser oder sogar geheilt und schworen
auf die neue Pille. |
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Und hier das zweite Beispiel: |
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Auf einem Güterbahnhof wurde ein Bahnarbeiter
versehentlich in einem Kühlwagen eingeschlossen. Der
Arbeiter wusste, dass er sich in einem Kühlwagen
befand, und glaubte, dass er erfriert, wenn er nicht
schnell befreit wird. Erst nach zwanzig Stunden
wurde der Wagen wieder geöffnet. Der Arbeiter war
tot und die Ärzte diagnostizierten Symptome des
Erfrierens.
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Paradoxerweise stellte man jedoch auch fest, dass
das Kühlsystem gar nicht eingeschaltet war. |
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Fazit: der Arbeiter war - mit den äußeren Merkmalen
des Erfrierungstodes - gestorben, weil er geglaubt
hatte, dass er in dem Kühlwagen nicht überleben
könne. Ein Beweis dafür, dass ein pessimistischer
Glaube im Extremfall sogar zum Tode führen kann. |
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Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? |
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Der Optimist, der davon ausgeht, dass er Erfolg hat,
ist meistens auch tatsächlich erfolgreich. |
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Wenn Optimismus eine suggestive Kraft ist, dann kann
man vermuten, dass dies auch für den Pessimismus
zutrifft. |
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Auch das ist so gut wie bewiesen. Ärzte und vor
allem Psychotherapeuten können von der suggestiven
Kraft ein Lied singen. Viele Menschen, die einen
Psychotherapeuten aufsuchen, leiden eindeutig unter
ihrer eigenen, pessimistischen Einstellung.
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Der Pessimist fühlt sich vom Schicksal als Pechvogel
abgestempelt. Ihm gelingt nichts und das Unglück
zieht er unweigerlich an. Alles was er anfasst, geht
schief. Das Erstaunliche daran ist, dass dies in den
meisten Fällen zutrifft. Der Pessimist erartet das
Unglück und das Schicksal hat nichts besseres zu tun
als zu zuschlagen.
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Er rechnet beim neuen Auto sofort mit einer Schramme
und bekommt eine. Er erwischt beim ersten
Herbststurm eine schwere Bronchitis, bekommt einen
heißem Kopf und verschwindet im Bett. Schifahren? Er
fährt gar nicht in die Berge, er könnte sich ja Hals
und Bein brechen. Er würde auch mit einem Gipsbein
wieder nach Hause kommen! |
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Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: "Das Unglück,
das uns tatsächlich ereilt, ist nur halb so schlimm
wie das, was wir erwarten." Das heißt eigentlich,
dass unsere Vorstellungen meistens viel schlimmer
sind als die Realität selbst. |
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Falls jemand noch immer unsicher sein sollte, ob
diese Thesen oder Theorien zutreffen mögen, ein
Vorschlag für einen kleinen Selbstversuch: |
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Stellt euch vor, ihr hättet eine wunderschöne,
gelbe, saftige Zitrone vor euch liegen. Nehmt diese
Zitrone in die Hand und riecht daran.
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Durch die Schale könnt ihr das Säuerliche der
Zitrone wahrnehmen. Man kann es förmlich riechen. Es
duftet wunderbar und erinnert den einen oder den
anderen an Urlaub, oder? |
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Nun nehmt ein Messer und schneidet die Zitrone in
zwei Hälften. Zitronensaft läuft über die Hand.
Schnuppert noch einmal an einer der
durchgeschnittenen Hälften. Die Säure der Frucht
kommt immer näher. |
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Und nun stellt euch vor, ihr beißt so richtig
herzhaft in die Zitrone.
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Was ist dann passiert? |
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Im Mund hat sich Speichel angesammelt und ihr habt
garantiert das Gesicht verzogen! |
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Dieser kleine Selbstversuch beweist eindeutig, dass
Gedanken und Vorstellungen keine harmlosen Freunde
sind. Sie sind Kräfte, die den Körper zu bestimmten
Reaktionen veranlassen. Der Körper hat so reagiert,
als würde die Vorstellung tatsächlich geschehen. |
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Daran kann man
erkennen, dass das Gehirn nicht unterscheiden kann,
ob etwas tatsächlich geschieht oder ob man sich
etwas nur einbildet.
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Jedermann |
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Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes ist ein
Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal, das am 1.
Dezember 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der
Regie von Max Reinhardt uraufgeführt wurde. Seit
1920 ist die Darbietung ein fester Bestandteil der
Salzburger Festspiele. Hugo von
Hofmannsthal war auch einer der Gründer der
Festspiele. |
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Nach dem Vorbild spätmittelalterlicher
Mysterienspiele und dramatischer Bearbeitungen aus
der frühen Neuzeit treten im Jedermann Gott, der
Tod, der Teufel und andere abstrakte Wesen als
Personen auf.
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Der wohlhabende Jedermann sieht sich mit dem
unerwarteten Tod konfrontiert, der ihn vor Gottes
Himmelstür führen will. Weder sein treuer Knecht,
noch seine Freunde, noch sein Geld wollen ihn ins
Grab begleiten. Erst der Auftritt seiner Werke und
des Glaubens bringen ihn dazu, sich zur Christenheit
zu bekennen und als reuiger Bekehrter ins Grab zu
steigen. |
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Gott hab ihn seiner selig. |
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Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes |
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