16. August 2006
15. August 2006 - Día de la Asunción de la Virgen
 
wir haben Hochsommer *g*
28 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Farbenpracht  Seerose
  Auch auf den Kanaren ist heute Feiertag und das richtige Wettre haben wir dazu auch noch geliefert bekommen. Ein wunderschöner Sommertag! Die Blütenpracht unserer Zöglinge wird immer bunter.
  Unsere Seerose bricht aber alle Rekorde. Jetzt ist sie erst seit vier Tagen im Brunnen angesiedelt und heute hat bereits eine Knospe die Wasseroberfläche durchstoßen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Ich habe im Moment leider keine Ahnung, ob die Blüte rosa oder weiß sein wird. Die Blätter sehen leider alle gleich aus. In wenigen Tagen wissen wir es mit Sicherheit.
  Ein bisschen gewerkelt haben wir trotz des Feiertages - wir haben die neuen Tomatenpflanzen ausgesetzt. Sechzehn Stück an der Zahl! Hoffentlich wachsen sie kräftig und die Eidechsen finden die reifen Früchte nicht gar so schnell. Wir haben dafür extra ein Tomatenfeld vor der Terrasse des Büros angelegt.
  Heute findet eine der wichtigsten Fiestas der Insel statt. Fiesta de Candelaria wird zu Ehren der Schutzheiligen der Kanarischen Inseln gefeiert.
  Madonna  Nustra Senora de la Candelaria
  Zu Maria Himmelfahrt pilgern die Inselbewohner zur Nustra Senora de la Candelaria. Eine kleine Völkerwanderung ist in diesen Stunden unterwegs. Pilger aus allen Teilen der Insel wandern zur Basilika von Candelaria. Pilger jeden Alters - und nicht nur Tinerfeños - machen sich auf den beschwerlichen Weg. Manche lösen ein Gelübde ein. Zu Fuß nach Candelaria, zu Ehren der Jungfrau. Ein Schwur, den viele Tinerfeños ablegen, wenn jemand in der Familie krank ist. Die Schutzpatronin der Kanarischen Inseln muss aber auch bei kleineren und größeren persönlichen Dramen aus der Klemme helfen.  ein Lächeln macht die Welt heller *g* Andere Teilnehmer des Volksmarsches genießen einfach die Landschaft oder wandern aus Spaß am Abenteuer nach Candelaria. Beweggründe gibt es viele. Der Hauptgrund liegt aber sicher in der Tradition verwurzelt.
  Von La Orotava aus beginnt die lange Wanderung in der Kurve oberhalb der Forellenfarm an der Straße zum Nationalpark und führt über die Berge in den Süden. Mit dabei ist auch einer unser Mitarbeiter - Marcos! Er ist ebenfalls einer der Pilger. Er startet seinen Wanderung aber bereits in den Hügeln über Icod de los Vinos und hat damit einen noch längeren Weg vor sich.
  Er hat Georg des Öfteren gefragt, ob er mitgehen möchte. Die Antwort kann man sich vorstellen? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Georg geht vielleicht in zwei Jahren mit – hat er festgestellt. Nächstes Jahr wird es sich „leider“ auch nicht ausgehen.
  Aufbruch für unseren Wanderer war heute um drei Uhr Nachmittag. Dauer des Fußmarsches quer über die Insel - ungefähr zwanzig Stunden. Gepilgert wird in Gruppen, die mindestens acht Mann stark sind. Alleingänge sind in dieser Pilgernacht nicht erlaubt.
  Viele Menschen marschieren auch die Autobahn entlang. Beim Befahren der Strecke von Santa Cruz nach Candelaria ist also Vorsicht angebracht.
  Man kann es sich kaum vorstellen, dass sogar in der heutigen Zeit solche Menschenmassen auf dem Weg zur schwarzen Madonnenfigur sind.
  Erschöpft und müde erreichen sie die Plaza de la Basílica von Candelaria. Die Lebensgeister werden mit einigen Gläschen Wein wieder geweckt und dann sind alle bereit für das Fest auf der Plaza. Die Pilger feiern!
   Die Figur soll um 1390 am Strand von Candelaria gefunden worden sein.
  Eine Legende der Guanchen erzählt, dass Hirten nach einem Sturm an der Küste von Candelaria, am Strand von Chimisey, eine Frauengestalt entdeckten. Sie stand aufrecht und reglos am Strand. Da sie auf die Rufe der Männer nicht reagierte, sammelten die Hirten Steine auf, um sie auf die Unbekannte zu werfen. Doch das war nicht möglich, ihr Arme erstarrten mitten in der Bewegung. Die Figur brachten sie dem Mencey von Güimar.
  Seit damals verehrten die Guanchen bei Güimar diese Frauengestalt mit dem Kind auf dem Arm. Sie nannten sie Chaxiraxi,  Herrin der Welt. Sie galt als heilig und wurde in eine Höhle an der Küste gebracht.
  Bei einem heftigen Unwetter, so heißt es, brachen jedoch große Wellen in die Höhle und rissen die Figur mit aufs offene Meer.
  Die Marienfigur in Candelaria ist eine Kopie der schwarzen Madonna, von der die Geschichte erzählt. Geschichtsforscher nehmen an, dass die erste Marienfigur von einem spanischen Schiff stammte, das bei dem Unwetter vor der Küste unterging. Tatsache ist aber, dass die spanischen Eroberer bei den Guanchen von Güimar keine Widerstände brechen mussten, um sie zum katholischen Glauben zu bekehren. Das Bild der Frau mit dem Kind war ihnen bereits vertraut.
  Heute gibt es Vermutungen, dass das Original der Madonna doch noch existieren könnte. Sie soll irgendwann in die Santa Ursula-Kirche von Arafo gebracht worden sein.
14. August 2006 - 34. Kalenderwoche
 
wir haben Hochsommer *g*  
28 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Mit den vielen Sternschnuppen hat sich gestern leider nichts abgespielt. Die vielen Sternschnuppen sind wahrscheinlich hinter dem Theatervorhang in Erscheinung getreten.
  Aber das ist ja immer so. Große Versprechungen und nichts dahinter. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Sternschnuppen verhalten sich wahrscheinlich wie Regenbögen. Sie tauchen auf wenn man nicht damit rechnet und der Blickwinkel muss stimmen. So soll es wahrscheinlich auch sein. Wo käme man denn hin, wenn man sich zuvor schon eine Wunschliste aufstellen kann, die man dann nur mehr abhaken muss?
  Ganz ehrlich - wer hat schon sechzig Wünsche pro Stunde parat? Ich nicht. Ihr etwa? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Da würde ja etwas im Leben schief gelaufen sein.
  Sich etwas wünschen und dann darauf warten, dass dieser Wunsch auch in Erfüllung geht? Ohne selbst etwas etwas dazu beitragen zu müssen? Sammelbestellungen ans Universum? Und wenn es nicht klappt mit Beschwerdebrief dagegen angehen? Das könnte ja jedermann machen, oder nicht?
  Nehmen wir als Beispiel das Spiel vom Sterben des reichen Mannes! Hugo von Hofmannsthal, kennt doch jedermann? ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Aber der Jedermann hatte auch nur eine Stunde Zeit um sein Leben zu ordnen. Einen größeren Spielraum hat ihm der Tod nicht zur Verfügung gestellt. Wichtige Dinge nehmen meist nur einen Augenblick in Anspruch - einen Wimpernschlag.
13. August 2006 - Sonntag
 
wir haben Hochsommer *g*  
29 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Ein Sommertag wie er im Bilderbuch beschrieben wird. Heute war wirklich der erste Tag seit einem halben Jahr, an dem wir gar nichts gearbeitet haben. Na ja, ich habe die Blumentöpfe gegossen, deren Bewohner ansonsten die Köpfe hängen gelassen hätten. Georg hat die frisch betonierten Flächen mit Wasser benetzt, damit keine Klüfte entstehen. Gletscherspalten sind auf der Insel auch nicht angebracht. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Aber diese Tätigkeiten nehmen wir in unsere Arbeitsliste gar nicht auf - diese Dinge werden unter Freizeitbeschäftigung abgehakt.
  Als Belohnung fürs süße Nichtstun und einem Sonnenbad habe ich einen perfekt gegrillten Fisch, eine saftige Dorada serviert bekommen. Im Paradies konnte es heute nicht schöner sein. Den ganzen Tag - vom Frühstück bis zum Abendessen strahlend blauer Himmel, eine kühle Brise vom Atlantik, Royal Dinner und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Mehr kann man von einem Urlaubstag nicht erwarten.
  Als Draufgabe wird es heute angeblich Sternschnuppen regnen. La lluvia de estrellas soll auf uns herab kommen. Mehr als 60 Sternschnuppen pro Stunde sollen am Himmel über den Kanarischen Inseln zu sehen sein. Das hat das Astrophysische Institut der Kanaren angekündigt. In dieser Nacht werden, bei hoffentlich guter Sicht, hunderte von Sternschnuppen vom Himmel fallen. Nach den Berechnungen der Experten ist die beste Nacht des Sternenregens heute - am 13. August um 01.12 Uhr. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Also eigentlich morgen Früh, wenn man ganz genau sein will.
  Wer heute zum Himmel aufschaut, kann als Draufgabe noch eine Sternschnuppe der besonderen Art sehen. Früh am Morgen zieht die Internationale Raumstation als leuchtender Punkt für zwei Minuten über den Himmel. Am Sonntag um 4.51 Uhr und am Montag um 5.13 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Dieses Erlebnis ergibt sich aber wahrscheinlich nur für Partygänger, Nachtschwärmer oder Fiestabesucher. Ich ziehe um diese Zeit mein Bett eindeutig vor.
  Wer es aber nicht lassen kann, Kopf in den Nacken, und am Himmel danach Ausschau halten!
  Es sieht zwar nur aus wie ein heller Stern und ist auch nur für zwei, drei Minuten zu sehen. Aber immerhin sitzen in diesem Lichtpunkt oder sagen wir besser in der Internationalen Raumstation drei Menschen, die unsere Erde momentan als blauen Planeten erleben. Es lebe die Idylle und der blaue Planet.
12. August 2006
 
die Sonne lacht, aber ab und zu ziehen ein paar Wolkenschwaden durch  
28 ° Celsius am Nachmittag einmal kurz bewölkt
Icod de los Vinos am Abend sternenklarer Himmel
  Viertel acht, kein Wecker hat geklingelt, aber die innere Uhr kann man einfach nicht ausknipsen. Ein monotones Geräusch - ein Auto? Um diese Zeit, am Samstag - hier? Der Nachbar schläft auch noch. Arbeiter werden heute nicht erwartet. Vielleicht doch eine Täuschung? Dann wieder Stille. Nichts geschieht. Plötzlich doch ein vertrautes Geräusch - irgendjemand hat den Bagger gestartet.
  Na ja, irgendjemand kann der Störenfried der morgendlichen Ruhe nicht sein. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Es kommt im Endeffekt nur einer in Frage - Ruben! Er setzt dieses Wochenende den Alltag in Kraft und stellt wieder einmal die ganze Finca auf den Kopf. Ein normaler Arbeitstag hat begonnen. Mit Vollmond am Morgen und strahlend, blauen Himmel. Herz was willst du mehr?
  Unsere Kartoffelkäfer haben heute die Holzlieferung für ihren Schwarzbau erhalten. Als Zwischenlager für das Holz haben sie ganz einfach unsere Einfahrt benutzt. Trotzdem Hut ab! Die gesamte Lieferung hat der, immerhin 65jährige Mann relativ elastischen Schrittes auf seiner linken Schulter auf seine Terrasse getragen! Morgen tut ihm sicher jeder Knochen weh!
  sieht doch gleich ganz anders aus :o)  und so sieht es im Detail aus
  Unser patio ist seit heute Mittag auch wieder vorzeigbar. Wir haben unseren Freizeitplatz zurück erobert. Die vergangenen Wochen ist unser schöner Innenhof schleichend zum Arbeitsplatz verkommen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Sollte eigentlich nicht vorkommen, lässt sich aber nicht immer verhindern.
  Bauplatz  Bauplatz
  Je mehr Ruben baggert, desto größer wird die Finca. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Die nächste Baustufe wird sich auf dieser Ebene abspielen. In kurzer Zeit werden auf diesem Gelände die Fundamente für die nächsten Gebäude errichtet.
  Die Erdberge, die man hier erkennen kann, haben die Konsistenz von Staubzucker. Einen dieser Erdhügel zu erklimmen ist unmöglich. Nicht der Höhe wegen, das wäre kein Problem. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Versinken im Ungewissen ist das Thema. Die Erde ist so fein, dass man fast bis zu den Knien darin verschwindet.
  Baubesprechung  Baubesprechung
  Das passiert, wenn die Personen, die man so still und heimlich mit dem Photoapparat beobachtet, den Beobachter bemerken.
  Nach Stunden zermürbender Baggerarbeit macht Ruben eine verdiente Pause, trinkt entspannt sein Bier und im Zuge dessen, werden die nächsten Arbeitsschritte besprochen. Was geschieht, wenn man als Spion enttarnt wird?  Der Gesprächspartner bekommt das Bierfläschchen in die Hand gedrückt - man möchte ja nicht als Trinker dargestellt werden. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Da taucht der Schelm im Manne auf. Salud!
  unser Felsen :o)  und die Waffe dagegen
  Der geheimnisvolle Felsen ist ans Tageslicht gebracht worden. Noch ist unklar, wie groß er sein könnte und wohin seine Wurzeln führen. Zu unserer Erleichterung verfügt der Bagger über brauchbares Werkzeug um ihn damit zu Leibe rücken zu können.
  Jetzt kann man auch auf dieser Finca das vertraute Geräusch der Bautätigkeiten auf der Insel hören. Tock, tock, tock. Der Schremmhammer kommt zum Einsatz! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Gegen Ruben hat das Steinchen sowieso keine Chance.
  Eine kurze Meldung zum Flüchtlingsproblem.
  Mit heutigem Tag ist endlich die Operation Frontex gestartet worden. Anscheinend geht es auch ohne die Genehmigung des Landes Senegals. Militärschiffe und Hubschrauber patrouillieren die Küsten Afrikas und der Kanaren.
  Es ist zwar ein Sparvariante, da sich die Europäische Union bisher nicht mit Senegal einigen konnte. Keine Ahnung warum nicht, es ist eben Tatsache. Besser wie nichts, auch wenn es wahrscheinlich den Effekt eines Tropfens auf dem heißen Stein haben wird. Die Patroulienboote und Flugzeuge aus insgesamt 11 europäischen Ländern patroulieren nun von den Kapverdischen Inseln, bis zu den Kanaren.
  Bis die Behörden im Wüstenstaat Mauretanien die Möglichkeit haben, die lange Küste zu kontrollieren, werden sich die Schlepper neue, lebensgefährliche Wege nach Europa ausdenken. Und die Menschen werden wieder bezahlen - zweitausend Euro auf die Hand. Manchmal auch zusätzlich mit dem eigenen Leben.
  Wenn es dann effektvoll zu Toten bei einer Überfahrt kommen sollte, dann kann man darüber auch in der Presse des europäischen Festlandes lesen. Mit ein bisschen Glück werden die Hauptdarsteller der Tragödie auch noch zu Fernsehstars. Ein Thema für Nachbar in Not? Wäre sicher sehr werbewirksam, oder nicht?
  Die Wege in die vermeintliche Freiheit werden also immer länger, immer teurer und immer gefährlicher.
  Warum? Weil niemand das Übel bei den Wurzel anpackt. Schadensbegrenzung und halbherzige Hilfe ist die Devise. Man kann sich nur wünschen, dass sich diese Einstellung irgendwann, irgendwo ändern wird.
  Trotzdem - oder erst recht - ein schönes Wochenende! ¡buen fin de semana!
11. August 2006
 
die Sonne lacht, aber ab und zu ziehen ein paar Wolkenschwaden durch  
27 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Ich glaube, jetzt wird es einmal Zeit, auf den Flüchtlingsansturm auf die Kanarischen Inseln einzugehen. Ich habe das Gefühl, dass der Rest von Europa eine ganz falsche Vorstellung vermittelt bekommt, was sich hier tatsächlich abspielt. Kein Wunder, bei allen Medien herrscht im Moment nur eines - das berüchtigte Sommerloch.
  Auf den kanarischen Inseln sind gestern so viele Einwanderer angekommen wie noch nie an einem Tag. 532 Afrikaner in sieben Booten erreichten die Küsten von Teneriffa und La Gomera, Lanzarote sowie Gran Canaria. Unter den Flüchtlingen befanden sich diesmal mindestens 20 Minderjährige, sowie 6 Frauen. Ein Flugzeug hat 125 Meilen vor Maspalomas auf Cran Canaria zwei weitere Cayucos gesichtet. Sie werden voraussichtlich heute ankommen.
  Einen ausführlicheren Bericht findet ihr auf der Seite der Cayucos, der afrikanischen Fischerboote.
  la industria  die Mischmaschine ist unabkömmlich
  Chicho mit seiner treuesten Gefährtin, der Mischmaschine - la mezcladora. Der Schotterturm ist eine große Entlastung für ihn, er muss nun nicht mehr so viel schaufeln - den Schieber aufmachen und der Schotter ist genau dort wo er hingehört. In der Mischmaschine! Dadurch, dass er schneller Beton mischen kann, muss er auf der andern Seite aber schneller laufen. Was ist also besser? Schaufeln oder laufen?
  Wenn der Vorrat im Turm ausgeht, schwingt sich Marcos liebend gerne auf den Bagger und füllt den Behälter wieder mit Schotter auf. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Ein Hobby muss der Mensch ja schließlich haben und Bagger fahren ist eines von ihm.
  der Brunnen als Herberge  Unterwasserflora
  Am Nachmittag haben wir den Brunnen mit Wasser aufgefüllt. Die Seerosen haben ihr Heim bezogen. Sieht doch romantisch aus, oder nicht? Ein Plätzchen zum Träumen. Es fehlt eigentlich nur noch die Nixe, die aus der geheimnisvollen  Tiefe auftaucht, sich auf den Blättern der Seerose ausruht und in der Sonne räkelt. Wer weiß, vielleicht dauert es nicht mehr lange und wir bekommen sie zu sehen?
  Der Sage nach darf man keine Seerose pflücken - es könnte eine verzauberte Nixe oder Teichelfe sein! Vor langer Zeit soll eine wunderschöne Seejungfrau, die sich in eine Seerose verwandeln konnte, den Sohn eines Bürgermeisters - oder war es der Sohn eines Edelmannes - in die Tiefen eines Teiches gezogen haben. Als der Vater, der glaubte, dass sein Sohn ertrunken wäre, aus lauter Verzweiflung mit seinem Schwert eine Seerose köpfte, floss Blut aus dem abgeschnittene Stengel. Sein Sohn war nun nicht mehr zu retten, denn die Nixe, die ihn als Einzige wieder ins normale Leben entlassen hätte können, war tot.
  Muss doch ein Edelmann oder ein Ritter gewesen sein - welcher Bürgermeister besitzt schon ein Schwert? ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Früher nannte man solche Teiche auch Puhle. Eigentlich sind Puhle aber Erdgruben, die den Menschen in der Stein- und Bronzezeit als Wohnungen dienten. Wahrscheinlich haben sich einige dieser Puhl erhalten und später mit Wasser gefüllt. Vielleicht blühten früher auch mal Seerosen auf diesen Teichen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Jetzt wissen wir vielleicht auch, woher das Wort Pool, wie Schwimmbecken, kommt.
  Wenn dann auch noch die Seerosen blühen werden, kann es nicht mehr schöner werden.
10. August 2006
 
die Sonne lacht, aber ab und zu ziehen ein paar Wolkenschwaden durch  
27 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  vorher -  und nachher *g*
  Diesmal lasse ich vorerst Bilder sprechen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Ich glaube sie sagen mehr als tausend Blätter aus. Wir beginnen mit den obligaten vorher und nachher Fotos. Wie soll man es nennen? Der Bauzaun wurde hiermit entfernt. Das Haus ist plötzlich aus seinem Versteck gekommen.
  das war erst der Anfang  und das ist noch lange nicht das Ende :o)
  Unmengen von Efeu, hiedra  - und es wird nicht weniger! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Aber davon konnten wir in den letzten Jahren bereits öfters ein Lied singen. Auf in den Kampf mit dem grünen Ungetüm, wir werden es schon noch in den Griff bekommen. Die Gradwanderung zwischen romantischem Blätterbewuchs und undurchdringlichem Grünzeug müsste ja wohl zu schaffen sein, oder?
  der Weg vor dem Haus ist fast fertig  auf zur zweiten Arbeitsschicht :o)
  Der Unterbeton ist heute fast bis zur Rampe vor gezogen worden. Sieht schon recht respektabel aus. Georg macht sich mal wieder für seine zweite oder dritte Arbeitsschicht fertig. Er streicht die Innenseite des Brunnens noch einmal mit einer Wasser undurchlässigen Schicht aus. Damit das Wasser später auch ganz sicher im Brunnen bleibt und nicht auf geheimen Wegen versickern kann. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Jedes Ding hat seinen Platz im Leben und Wasser gehört eben in den Brunnen und nicht ins Erdreich rundherum. Zum Blumengießen haben wir schließlich einen Wasserschlauch.
  Hier noch eine kleine Gute Nacht Geschichte ein Lächeln macht die Welt heller *g*
 
Eine junge Frau träumte, dass sie ein Geschäft betrat und dort einer guten Fee begegnete.
"Was verkaufen Sie hier?" fragte sie.
Die Fee antwortete freundlich: "Alles, was du willst."
Da begann die Frau ihre Wünsche aufzuzählen.
"Dann hätte ich gerne das Ende aller Kriege auf der ganzen Welt, Brot für die Hungernden, Heilung führ die Kranken, Trost für die Trauernden, Arbeit für die Arbeitslosen, mehr Liebe in der Welt, und ... und... "
Da fiel ihr die Fee leise ins Wort
"Entschuldigen Sie, junge Frau. Ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. Wir verkaufen hier keine Früchte, sondern Samen."
  ein Sonnenuntergang wie ...  ... im Bilderbuch
  Den wunderschönen Sonnenuntergang wollte ich niemanden vorenthalten. ¡Una puesta del sol de gran efecto!
  Also noch einmal  ich wünsch euch eine gute Nacht. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Ich wünsche euch auch schöne Träume, vielleicht bleiben es ja nicht nur Schäume.
9. August 2006
 
die Sonne lacht, aber ab und zu ziehen ein paar Wolkenschwaden durch  
27 ° Celsius Vollmond
Icod de los Vinos  
  Ab dem heutigen Tag ist der Arbeitsbeginn auf viertel nach sieben festgesetzt worden. Warum? Sonnenaufgang ist erst um halb acht - bis dahin ist es verständlicherweise noch ziemlich finster! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Also darf der Wecker eine Viertelstunde später scheppern. Das macht viel aus, man glaubt es kaum. Es sind zwar nur fünfzehn Minuten, aber diese sind äußert wertvoll!
  Innenleben eines Weges  Unterbeton
  Beim Betonieren des Unterbetons des Vorhofes wird einem erst bewusst, wie viel Fläche da vor einem liegt. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Bis zum Ende des ersten Hauses ist die betonierte Fläche fertig. Gegen Arbeitsende war ein Bierchen, una cervezita,  fällig. Es war heute zwar bewölkt aber auch ziemlich warm. Ganz kurz gesagt - schweißtreibend!
  Hat irgendjemand gestern die Dokumentation über das Flugzeugunglück im Jahr 1977 auf Teneriffa gesehen? Der Film ist wirklich sehr interessant gewesen. Ich habe noch weiter recherchiert und einige Fakten zusammen getragen. Ein kleiner Bericht über diese Katastrophe ist unter Los Rodeos 1977 zu finden.
  Gott schütze uns vor Sturm und Wind - und vor Deutschen, die im Ausland sind. Das war heute die Aussage eines Anwaltes von Mallorca. Wobei der deutsche Konsul der Balearen noch ein Schäuflein nachlegt und behauptet, das die Hälfte aller Deutschen, die auf Mallorca leben "Dreck am Stecken haben". Ob das für die Kanaren auch zutrifft?
  Keine Ahnung, aber es ist anzunehmen. Warum sollten die Kanarischen Inseln eine Ausnahme sein?. Wie es dazu kommen kann, dass sich Landsleute gegenseitig so leicht und erfolgreich betrügen ist wahrscheinlich leicht zu erklären.
  Verständigungsschwierigkeiten und Überheblichkeit? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Der blaue Himmel und die Sonne können ja wohl nicht ausschließlich dafür verantwortlich gemacht werden. Es lebe das Glücksrittertum!
  Es gibt ja auch auf Teneriffa deutschsprachige Menschen, die nach zwanzig Jahren kein spanisch sprechen und von den Insulanern verlangen, deutsch zu lernen, da sie ja immerhin das nötige Kleingeld auf die Insel bringen. Richtige Sprachkolonien sind das zum Teil. Aber auch über die Insel verteilt funktioniert die Buschtrommel recht gut. Für Glücksritter aller Art die beste Voraussetzung, die es geben kann. Kleine oder größere Bekanntenkreise, die alle mehr oder weniger auf Hilfe angewiesen sind. Und Hilfe wird gerne geleistet! Das Schlüsselwort der Betrüger ist das Wort Empfehlung.
  Dann gibt es noch die zweite Schiene - mit möglichst wenig Arbeit und Geld ganz rasch und leicht Geld verdienen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Das Paradies auf Erden sozusagen. Schade nur, dass viele Zeitgenossen ziemlich unsanft aus dem Land der Träume geholt werden. In dem Moment, in dem das Geld und der so genannte Helfer plötzlich unsichtbar geworden sind.
  Doch mit Geld kann man sich auch nicht alles kaufen. Soweit ich mich erinnern kann, ist es in Österreich durchaus üblich, sich - mehr oder weniger - an Gesetze zu halten, Anträge zu stellen und auf Bescheide zu warten. Oder habe ich mich da getäuscht.? Warum um alles in der Welt sollten diese Regeln im Ausland plötzlich nicht mehr gelten? Warum sollte das Geld hier nur so auf  den Bäumen - pardon, Palmen - hängen?
  Für mich gibt es dafür keine Erklärung. Aber was soll's. Ich bin ja nicht das Maß der Dinge und möchte es auch gar nicht sein.
  Noch ein kleiner Tipp am Rande - es hüte sich jeder vor so genannten Professionisten, die ihr Büro in die nächste Bar verlegen. Es ist kein Entgegenkommen, es ist auch nicht die südländische Lockerheit. Es hat schlicht und einfach den Grund, dass es gar kein Büro gibt! Mit dem Mobiltelefon wird diese Art der Geschäftemacherei noch perfekt ergänzt.
  Man ist jederzeit und überall erreichbar. Es kann aber auch niemand feststellen, wo man sich momentan auffällt. Erzählen kann man seinem Gesprächspartner ja bald etwas. Wer hat das noch nicht ausgenutzt?
  Also Augen und Ohren aufmachen und nicht alles so leichtgläubig für bare Münze nehmen! Wir sind hier nicht im Märchenland sondern in einem Teil der Europäischen Union!
8. August 2006
 
wir haben Hochsommer *g*  
27 ° Celsius Sonnenaufgang: 07:31 Ortszeit
Icod de los Vinos Sonnenuntergang: 20:54 Ortszeit
 
Tipp des Tages Heute 8.8. 2006, 20.15 Uhr ZDF
  Hochsommer!  wir haben Sommer :o)
  der erst Brunnen ist fast fertig  ein neuer Weg entsteht
  Der Brunnen wird immer perfekter! Jetzt fehlen nur mehr ein wasserdichter Innenanstrich, die Umwälzpumpe und der Wassereinlauf. Das wird in den nächsten Tagen geschehen.
  Parallel dazu wurde heute mit dem patio vor dem alten Gebäude begonnen. Stück für Stück geht es der Vollendung entgegen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Im Moment ist der Unterbeton dran.
  Chillis  Chillis
  Die ersten Chillis werden reif. Sehr rot und sehr scharf, fast höllisch scharf sind diese kleinen, harmlos aussehenden Früchtchen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Vorsicht ist also angesagt!
7. August 2006 33. Kalenderwoche
 
wir haben Hochsommer *g*  
27 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Brunnenansicht I  Brunnenansicht II
  Der Brunnen ist fast fertig! Okay, aufgeräumt ist es rundum noch nicht, aber das macht heute nicht sehr viel aus. Die Schönheit des Objektes kann man trotzdem erkennen. Jetzt fehlt nur mehr der Innenanstrich, der im Endeffekt das Bauwerk  wasserdicht machen wird - und damit ist der Fisch geputzt! ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Es macht zwar jedermann seine Späßchen darüber - so in Richtung Schwimmbecken - aber es wird ein ganz normaler Brunnen werden. Die Bewohnerin dafür ist bereits auf der Finca eingebürgert. Eine zauberhafte, champagnerfarbene Seerose.
  Stein im Bagger  Perfektionsarbeit
  Nun geht es bei der Bepflanzung des Parkplatzes II weiter. Vor zwei Tagen haben wir damit aufgehört, da uns zwei große Steine gefehlt haben. Diese zwei Kleinigkeiten haben wir heute erledigt. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Einen Koloss hat Georg platziert, den zweiten Steinriesen hat Ruben auf die richtige Stelle gesetzt.
 
  Geschicklichkeit ist gefordert, wenn man so einen Monolithen richtig platzieren will. Immerhin wiegt das Ding einige Kilo. Entweder wird er auf der richtigen Stelle in die Erde gesetzt oder nicht. So im Nachhinein ein wenig korrigieren oder verrücken funktioniert nicht wirklich. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Dafür sind die Trümmer einfach zu schwer.  
  Für die Gartengestaltung haben jedoch große Steine den Vorrang. Es hat keinen Effekt, wenn man statt einem großen Lavabrocken mehrere kleine Artgenossen platziert. Man muss sich nur eines vorstellen, die Pflanzen werden immer größer und die Steine bleiben für alle Zeiten klein. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Wäre vielleicht eine Anregung für einen Erfinder - ein Wachstumssubstrat für Steine. Dann müsste man sich nicht mit so großen Felsbrocken abmühen.
  eine neue Terrasse?  plötzlich haben wir einen Ausblick *g*
  Der Bauplatz für den Keller und damit für das Fundament unseres Hauses wird immer realistischer! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Ruben krempelt momentan die gesamte Finca um. Sogar meinen Weg zu unserem Gemüsegarten gibt es nicht mehr - este camino es fuera. Keine Ahnung, wie ich morgen zum Gartengießen kommen werde. Aber bis jetzt hat es noch für jede Herausforderung eine Lösung gegeben. Abwarten und Tee trinken werde ich heute zwar nicht mehr - aber trotzdem wird es morgen früh kein Problem geben. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Irgendwie haben wir es immer geschafft.
6. August 2006 - Sonntag
 
die Sonne lacht, aber ab und zu ziehen ein paar Wolkenschwaden durch  
24 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Ein Sonntag der Entspannung - sogar Ruben hat heute den Bagger stehen lassen. Himmlische Stille, wunderschönes Wetter - ein Sonntag, wie er schöner nicht sein kann!
  Seerosen im Zwischenquartier  Landeplatz für Libellen
  Seerosen sind die Königinnen des Teiches, sie regieren in der Wasserwelt. ein Lächeln macht die Welt heller *g*  Unsere Seerosen sind im Moment wohl eher Prinzessinnen im Froschteich. Aber dieser kleine Tümpel dient nur als Zwischenstation. Das eigentliche Zuhause dieser wunderschönen Blumen wird ihrem Anspruch gerecht werden.
  Seerosen sind richtige Sonnenkinder. Vermutlich war die Seerose aus diesem Grund für Menschen schon immer eine faszinierende Erscheinung. Unzählige Sagen und Mythen ranken sich um die schwimmende Blüte.
  In Asien ist sie das Symbol für den Ursprung des Lebens, bei den Ägyptern wurde sie als Grabschmuck verwendet und in Europa galt sie als Symbol für Keuschheit.
  Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Seerose und ihre Blätter fester Bestandteil der Ornamente des Jugendstils. Viele Maler konnten und können sich auch heute ihrem Charme nicht entziehen.
  Wir haben diese Blumen in zwei verschiedenen Farben bekommen. Ein Exemplar ist champagnerfarben und zwei Stückhaben einen rosaroten Farbton.
5. August 2006 - Villacher Kirchtag
 
wir haben Hochsommer *g*  
26 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Ehe ich es vergesse, ein Tipp für einen Fernsehtermin. Die ZDF-Dokumentation Es geschah auf Teneriffa – Wie kam es zum Jumbo-Crash? am Dienstag, 8. August 2006, 20.15 Uhr, schildert zum ersten Mal die komplette Geschichte einer besonders tragischen Katastrophe in der zivilen Luftfahrt: Am 27. März 1977 stießen auf der Startbahn des Los Rodeos Flughafens auf der beliebten Ferieninsel Teneriffa im dichten Nebel zwei Jumbo-Jets der Fluglinien KLM und PAN AM zusammen.
  Nach einer Bombendrohung auf Gran Canaria mussten am 27. März 1977 viele Flugzeuge auf den Flughafen Los Rodeos im Norden von Teneriffa ausweichen. Als es schließlich Entwarnung gab, verließ ein Jumbo nach dem anderen den völlig überlasteten Flughafen. Dabei geriet eine voll besetzte Boeing 747 der PanAm in den Startvorgang einer KLM-Maschine. Beim Zusammenprall starben 583 Menschen. Von der holländischen Maschine überlebte nur eine einzige Frau. Sie flog nicht mehr nach Gran Canaria, da ihr Freund Paul auf Teneriffa lebte und sie Sehnsucht hatte. Die Liebe hat ihr das Leben gerettet!
  Wir haben heute einen freien Tag genossen. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Wunderbar - und das bei strahlendem Sonnenschein. Nach einem relativ gemütlichen Frühstück und einem Arbeitsgespräch mit Ruben sind wir auf Tour gegangen. Erste Etappe war Puerto de la Cruz. Den Mitvertrag für unseren fahrbaren Untersatz verlängern, ein paar Bücher kaufen, danach weiter nach La Matanza auf den Markt. Unser Vorrat an Feigenmarmelade geht zu Ende, deshalb mussten wir dringend für Nachschub sorgen.
  Vielleicht ist es auch möglich Maulbeeren zu erstehen? Die köstlichen Beeren hat leider niemand verkauft. Stattdessen haben wir Kastanienhonig und Wein aus Maulbeeren gekauft.
  Den Wein darf man sich nicht als Wein vorstellen. Klingt jetzt ein wenig verwirrend, aber es ist eben ein bisschen kompliziert. Vino de mora wird zwar auf die selbe Art wie Wein hergestellt, man kann das Getränk allerdings nur als Medizin verwenden. Ein gutes Fläschchen am Abend kann man davon nicht genießen. Das wäre zu viel des Guten! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Man trinkt ihn nur in ganz kleinen Mengen zur Anregung der Durchblutung.
  Für die Teichbepflanzung sind wir in einer Gärtnerei bei Puerto de la Cruz fündig geworden. Seerosen, Iris und noch ein paar andere Teichpflanzen waren die Ausbeute des heutigen Tages. Der Bepflanzung unseres Feuchtgebietes steht eigentlich damit nicht mehr viel entgegen.
  so lebt der Mann im Mond  Steine, Steine und noch einmal Steine
  Das Landschaftsbild der Finca hat sich heute ebenfalls gravierend verändert. Wir besitzen nun Berge von versetzter und gesiebter Erde, Steinen und Geröll aller Art. Den Weg vom ehemaligen alten Haus zum Wassertank gibt es auch nicht mehr. Mit heutigem Datum gehört er der Vergangenheit an. Einst ist es ein sehr wichtiger Verkehrsweg für uns gewesen. Unser erster Platz für die Mittagspause war beim Wassertank. Diesen Platz haben wir über den nun nicht mehr existierenden Weg erreicht.
  der Weg ist verschwunden  man kann tief fallen *g*
  Der Kellerbau rückt also immer näher! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Der erste Felsalarm hat sich übrigens als falsch heraus gestellt. Der vermeintliche Felsen hat sich als riesengroßer Stein entpuppt. Dafür ist Ruben heute auf den Ausläufer einer neuen Felszunge gestoßen. Jetzt lassen wir uns einmal überraschen. Auch wenn es ein gewachsener Lavastein sein sollte - dann wird eben der Schremmhammer des Baggers eingesetzt. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Mehr wie zwei Tage kann es auch nicht dauern.
  Idylle mit Staub  es war einmal ein Ziegenstall
  Im Grunde genommen kann man sagen, dass wir Besitzer über Millionen von Steinen sind und in einer neu erschaffenen Mondlandschaft leben. Es mag jetzt absurd klingen, wenn wir behaupten, dass wir noch mehr Steine benötigen. Aber es ist Tatsache! Jeder einzelne Stein wird benötigt. Wir haben noch vor, viele Mauern mit Natursteinen zu bauen und dafür sind Unmengen an Steinen notwendig.
4. August 2006  
 
leider alles bewölkt :o(  
24 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Laut Wetterbericht ist es in Icod heute sonnig mit einer Bewölkung von 7/8 der Himmelsfläche über uns. So kann man einen tristen Tag auch beschreiben. Optimismus ist das halbe Leben! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Wir sind auch ganz zufrieden, es ist exakt das Wetter, das man sich zum Arbeiten im Freien wünscht.
  Schon vor 2000 Jahren sagte der römische Philosoph Epiktet: "Es sind nicht die Dinge, die uns unglücklich machen, es ist unsere Sicht der Dinge." Diesen Satz sollte man sich wohl öfter ins Gedächtnis rufen.
  Dieses Wochenende ist in Villach Fiesta angesagt. Am Samstag ist Villacher Kirchtag, die Brauchtumswoche ist bereits voll im Gange. Und damit wären wir wieder beim leidigen Thema. Das Wetter! Heute hat es in Villach heiße 15° C und es schüttet - laut Wetterbericht von Ö3. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Typisches Kirchtagswetter könnte man sagen. Es kann also nur noch besser werden.
  Der Villacher Kirchtag ist auch ein Lostag. Früher hat man immer gesagt, wenn es zum Kirchtag regnet, sei der Sommer vorbei. Soweit ich mich erinnern kann, hat diese Aussage durchaus ihre Berechtigung.  
  Aber nun weg vom Wetter. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Übers Wetter redet man eigentlich nur, wenn man sonst nichts zu erzählen hat. Das soll eine alte japanische Weisheit sein.
  Unser Brunnen wächst und gedeiht. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Marcos und Chicho setzen wieder einmal unsere Gedanken um. Im Hintergrund kann man auch schon gut erkennen, wie sehr sich die Botanik auf dieser Terrasse gemausert hat.
  einer arbeitet - der Rest beobachtet - muss auch sein!  rund muss es werden
  Also, das ist einmal der Rohbau für den Brunnen. Das Innenleben sozusagen. Die Bausünden der Vorbesitzer wurden hinter zwei wunderschönen Säulen versteckt. Im Moment ist es noch nicht für jedermann erkenntlich, aber bei diesen Fotos ist es mir mehr um den Werdegang des Brunnens gegangen
  knapp vor Abeitsschluss  man könnte darin auch baden *g*
  Nachdem wir den Radius für das neue Bauwerk gemeinsam festgelegt haben, ist das Gerippe im Nu aus der Taufe gehoben worden.
  Auf dieser Baustelle ist es Brauch, den Arbeitsschluss mit einem Bierchen für die Arbeiter ein zu leiten. Das hat sich irgendwann ergeben und jetzt ist es einfach so. Auf diese Art und Weise entstehen ohne viel Aufwand Bräuche und Traditionen. Es menschelt einfach. Dabei werden dann auch diverse Späße selbstverständlich. Marcos demonstriert hier den weiteren Zweck des Brunnens. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Sein Vorschlag: wir könnten ihn ja als piscina nutzen.
  El jefe hat darauf hin festgestellt, das sie ja auch die Frühstückspause darin verbringen könnten. Wenn wir am Vormittag, so zwischen zehn und elf irgendwo in Zukunft zwei Köpfe sehen sollten - keine Panik. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Die Arbeiter nehmen nur ein kurzes Bad.
  Brunnen von oben  Lückenfüller
  Sieht doch toll aus, oder nicht? Marcos hat das runde Ding ziemlich schnell ins Leben gerufen. Auf dem rechten Foto kann man die Auswirkungen der Pause erkennen. Die Bierflasche wird kurzerhand in einen Zwischenraum der Mauer entsorgt. Die bleibt auch an Ort und Stelle! Wird ja sowieso verputzt. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Was soll man da noch dagegen sagen?
  Die Baustellenaufsicht unseres Architekten ist diese Woche auch ausgeblieben - er hat sich den Fuß gebrochen. Jetzt ist er darauf angewiesen, dass ihn jemand chauffiert. Das hat diese Woche leider nicht geklappt. Macht aber nix - is halt so! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Wir wünschen ihm ein schönes Wochenende, wir werden es auch genießen.
  Kontakt mit Villachern zu bekommen ist dieses Wochenende ebenfalls sinnlos - niemand daheim. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Unsere Kinder eingeschlossen. Da soll noch irgendjemand über spanische Fiestas lästern! Viel Spaß noch!
3. August 2006  
 
leider alles bewölkt :o(  
25 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
  Der erste Blick aus dem Fenster - es ist dunkel und der Himmel bewölkt. Es ist sieben Uhr. Georg ist bereits bei den Arbeitern.  ein Lächeln macht die Welt heller *g* Schade, keine freundliche Begrüßung durch einige vorwitzige Sonnenstrahlen. Die Fiesta der Himmelsbewohner fand heute irgendwo anders statt. Leider.
  klein und provisorisch  aber es erfüllt den Zweck
  Macht aber nichts. Endlich kommen wir dazu unser provisorisches Wasserbecken zu errichten. Bis die endgültige Feuchtzone inklusive Teich gestaltet ist, wird es noch zwei weitere Wochen dauern und so lange überleben unsere Wasserpflanzen in Übergangsbehältern auf keinen Fall. Es ist einfach zu warm dafür.
  Es ist uns aber nichts anderes übrig geblieben, als die Wasserpflanzen jetzt zu kaufen. In den nächsten Monaten ist es unmöglich Pflanzen für einen Teich zu bekommen. Um diese Zeit werden keine Biotope mehr angepflanzt. Der Rhythmus der Jahreszeiten ist hier derselbe wie am Festland. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Man kann es zwar kaum glauben, aber es ist so.
  am Morgen  bei Arbeitsschluss
  Der Brunnenbau schreitet auch zügig voran. Ich vermute morgen ist der Brunnen so ziemlich fertig gemauert. Wieder ein Punkt zum Abhaken. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Die beiden Steinsäulen sind bereits in die  Höhe gewachsen. Morgen kommt noch der Aufsatz für die Blumentöpfe drauf gesetzt - und last but not least - der Brunnen gemauert. Damit ist die Arbeitswoche wieder einmal vorbei.
   
  So sieht die zweite Mauer im Eingangsbereich jetzt aus. Von vorne gesehen ist sie nur halbfertig. Das hat aber auch seinen Grund. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Wir können die Einfahrtstrompete noch nicht fertig machen, da ja unser momentanes Wohnhaus erweitert und zum Geschäft - oder zum Laden, wie deutsche Mitbürger es nennen würden - umgebaut wird.
  An erster Stelle steht für uns aber die Bepflanzung. Bei den Bautätigkeiten einschränken wollen und werden wir uns aber auch nicht. Aus diesem Grund entstehen eben auch so genannte Teilstücke. ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Erdvorbereitungen  meine Waffe - der Wasserschlauch *g*
  Man kann sehen, dass uns die Arbeit durchaus Spaß macht, oder?
  Wir befinden uns hier auf der Insel der Seligen. Warum ich das sage? Weil sich die meisten Menschen so äußern. Wir zwei leben ja nicht nur auf einer Insel im Atlantik. Das Leben - zumindest das wirtschaftliche - geht ja ach in Kärnten weiter. Wir genießen das Privileg der Nichtstuer oder Urlauber leider an keinem Ende der Europäischen Union. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Im Klartext gesagt heißt das, dass wir auf beiden Seiten eigentlich mehr arbeiten, als jemand, der sich in einem normalen Angestelltenverhältnis befindet und nach Dienstschluss seinen Freizeitstress in Griff bekommen muss.
  Einwände und Einsprüche jeder Art werden gerne akzeptiert. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Es ist mir schon klar, dass es auch beim normal Erwerbstätigen Ausnahmen gibt. Diese Seite der Problematik will ich auch gar nicht ansprechen.
  Was ich sagen will, ist schwer zu erklären. Den Anfangspunkt zu finden, ohne jemanden auf den Schlips treten zu wollen. Einen Moment, ich hab's gleich!
  Dadurch, dass wir auch mit einem Bein immer noch in Kärnten stehen, müssen logischerweise auch bestimmte Kotakte aufrecht erhalten werden. In vielen Situationen muss man auch telefonieren, das lässt sich meistens nicht umgehen. Auch wenn es heute bereits Medien wie das Internet oder die Alternative zum Brief, das E-Mail gibt. Oft funktioniert das eben nicht. Egal aus welchem Grund auch immer.
  Also - was macht man dann? Man greift zum ganz normalen Telefon, hebt den Hörer ab, wählt die Nummer, die man sich irgendwo gespeichert hat - österreichisches Telefonbuch gibt es hier ja nicht - und wartet, bis sich jemand in der alten Heimat meldet.
  Und dann kommt häufig der Hammer! ein Lächeln macht die Welt heller *g* "Ah, du rufst von Spanien aus an? So gut möchte ich es auch haben." Irgendwie kommt man sich immer ein wenig verschippert vor, wenn man ganz normal, geschäftlich, oder auch privat, telefoniert und der Teilnehmer am anderen Ende der Telefonleitung verhält sich so, als ob man sich auf einer lebenslangen Kreuzfahrt befände.
  Gedankenlosigkeit? Überheblichkeit? Eigene Unzufriedenheit mit der Situation? Neid?
  Keine Ahnung. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Irgendwann werden wir es auch lernen uns dementsprechend zu verhalten und uns nicht mehr darüber ärgern. Gleiches mit Gleichem vergelten? Oder so ähnlich. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Aber das ist wahrscheinlich auch nicht der Stein der Weisen. Die meisten Zeitgenossen würden das nur in den falschen Hals bekommen. Nehme ich an.
  Zum Nachdenken habe ich aus diesem Grund einen kurzen Brief an die Allgemeinheit geschrieben. Vielleicht bringen die paar Zeilen einige dazu, ein bisschen über ihr Verhalten nach zu denken.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Hallo Auswanderungswilliger - oder auch nicht?!
  Auf den Kanaren ist es wie überall auf der weiten Welt. Alltag bleibt Alltag. Egal ob in Österreich, Deutschland oder in Spanien. Derjenige, der bereit ist seine Leistung zu erbringen, wird auch hier zufrieden sein und gut leben können.
  Derjenige, der glaubt, er sei auf Grund dessen, dass er "das Privileg des Festlandes" genießt hier einer der großen Gewinner ist - hat sich getäuscht! Wenn du hierher kommen und auch hier leben willst, musst du dir klar sein, dass du einen anderen Lebensraum betrittst. Für Traumtänzer und Nichtstuer ist hier kein Platz. Wo gibt es den schon?
  Hochstapler und Möchtegern Reiche gibt es auf den Inseln bereits genug. Ich habe noch nie so viele ehemalige Selbständige, die daheim so erfolgreich waren kennen gelernt wie hier. Armes Mitteleuropa, die besten Köpfe der Wirtschaft sind entkommen und haben auf den Kanarischen Inseln - oder auf der Domrep - einen neuen Wirkungskreis gefunden. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Doch Vorsicht! Gerade diese Zeitgenossen locken am liebsten ihre ehemaligen Landsmänner in die berüchtigte Mausefalle!
  Wenn du also aufgeschlossen und fleißig bist, auch noch spanisch sprechen kannst und wirklich dein Leben hier verbringen willst, hast du dir einen tollen Platz ausgesucht. Falls nicht, wird es dir hier auch nicht besser als in deinem Herkunftsland gehen.
  Dir muss nur eines klar sein - auch hier fliegen dir nicht die gebratenen Tauben in den Mund. Aber du hast normalerweise einen großen Vorteil - du wirst sie dir leisten können!
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Darüber sollte jeder einmal scharf nachdenken, pensar con todas las fuerzas!
  ¡hasta pronto!
2. August 2006  
 
leider alles bewölkt :o(  
25 ° Celsius Sonnenaufgang: 07:28 Ortszeit
Icod de los Vinos Sonnenuntergang: 20:58 Ortszeit
  Der Tag hat leider ziemlich trübe und trist begonnen. Es ist zwar angenehm warm, aber die Sonne könnte schon einmal vorsichtig vom Himmel zwinkern. Heute ist sie daran anscheinend überhaupt nicht interessiert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden! ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Für alle, die noch Wünsche offen haben hat der August vieles zu bieten - Sternschnuppen ein Lächeln macht die Welt heller *g* Es ist die beste Zeit im ganzen Jahr, um Schwärme von Sternschnuppen am Himmel zu sehen! Sie sind etwas ganz Besonderes, und wenn  eine aufleuchtet, sollte man sich ganz schnell etwas wünschen. Der Wunsch darf allerdings niemanden verraten werden  - sonst geht er nicht in Erfüllung.
   
 
Sternschnuppen Sie kommen vom Anfang der Welt, vom Anfang oder Ende unseres Sonnensystems. Vom Rande der Gesellschaft? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Sie rasen mit Höchstgeschwindigkeit um die Sonne, stoßen zusammen, explodieren und gelangen ab und zu auf unsere Erde.
Zauberhafte Sternschnuppen erfreuen uns in lauen Sommernächten.
   
  Was am Himmel so großspurig einen Leuchtstreifen zieht, ist in Wahrheit winzig klein. Bereits Körnchen von einem Gramm oder in Erbsengröße erzeugen beim Eintritt in die Erdatmosphäre eine Sternschnuppe. Im Grunde genommen erfreuen wir uns an Weltraumstaub. Sollten wir unsere Wohnungen vielleicht doch nicht so sauber und steril halten? Vielleicht produzieren wir ja Sternschnuppen für eine andere Bevölkerung im Weltall? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Who knows?
  Nein, kehren wir wieder zur Seriosität zurück. Unser Planet ist täglich einem Bombardement unzähliger Objekte ausgesetzt. Die Größe der Himmelskörper schwankt zwischen Bruchteilen eines Gramms und Stücken, die einige Kilogramm schwer sein können. Jährlich stürzen rund 200 Millionen Kilogramm Material in die Schutzschicht um unsere Erde! Das kann ich mir eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Aber wie sagte schon die Maus? Aufgepasst!  ¡Queridos amigos del ratón! Liebe Fans der Kleinen Maus! ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Das ist eine Sternschnuppe. Sieht eigentlich ganz romantisch aus. Ist es aber nicht! Muss es auch gar nicht sein.  Ist eigentlich nur Abfall aus dem Universum und sieht recht nett aus! So einfach ist das. Was kann man daraus lernen? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Auch Kleinvieh macht Mist. Ist aber egal.
  Auf englisch haben Sternschnuppen die nicht sehr romantischen Namen falling oder shooting star und auf spanisch nennt man die zauberhaften Himmelserscheinungen la estrella fugaz.
  Also nicht vergessen, abends öfter den Sternenhimmel, el cielo estrellado, betrachten! ein Lächeln macht die Welt heller *g* Vielleicht werden ja doch einige Wünsche Wirklichkeit.
  Wer das Sternbild des Perseus gefunden hat, sollte Mitte August einmal etwas genauer hinsehen. Er könnte einige Sternschnuppen, die zu den Perseiden gehören entdecken. Zu sehen sind sie zwischen dem 20. Juli und dem 19. August.
  Und wann ist die beste Zeit, um die Perseiden zu sehen? Die größte Aktivität wird in diesem Jahr am 13. August zwischen 1 und 4 Uhr MESZ erwartet. Die beste Zeit ist also in den Stunden vor der Morgendämmerung am Sonntag, dem 13. August. Trotz des hellen Mondlichts kann man in dieser Zeit schätzungsweise 40 Meteore pro Stunde beobachten.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Und ich besitze die Sterne, da niemand vor mir daran gedacht hat, sie zu besitzen.
  Antoine de Saint-Exupéry
1. August 2006  
 
die Sonne lacht, aber ab und zu ziehen ein paar Wolkenschwaden durch  
28 ° Celsius am Nachmittag bewölkt
Icod de los Vinos  
  Auch in diesem Jahr wurden wieder die begehrten blauen Flaggen, die banderas azul für die schönsten Strände der Kanarischen Inseln vergeben. Teneriffa hat mit ganzen acht Stränden die meisten Auszeichnungen erhalten. Insgesamt wurden auf den Kanarischen Inseln 28 blaue Flaggen vergeben.
  die linke Mauer vom Eingang  morgen wird angepflanzt
  Zehn Uhr Termin beim Bürgermeister, verschiedene andere Erledigungen und schon ist Mittag.
  Auf der Baustelle wurde heute der linke Teil des Eingangsbereiches fast fertig gemauert. Morgen am Abend werden wir die Bepflanzung in Angriff nehmen. lach ein wenig :o) Dann gibt es auch wieder mehr Fotos. Eigentlich wollte ich heute Fotos unserer wunderschönen Gartengestaltung machen, aber es sind zu viele Werkzeuge und Schubkarren im Vordergrund gestanden. Eine richtige Baustelle eben.
  Sonst gibt es heute nix neues von der kleinen Insel im Atlantik.
  Auf langem Weg und im schmalen Bett erkennt man den Freund. 
  En luengo camino y en cama angosta se conocen los amigos.
  Ein schlauer Spruch musste einfach wieder einmal sein!
  Hasta pronto
  ¡hasta pronto amigos!
15. bis 31. Juli 2006
Fragen, Vorschläge und Kritik
  Schreiben Sie uns einfach eine kleine Nachricht
   
 
  Ergänzungen
  *Aberglaube um die „Götterboten“
  Das Wort Sternschnuppe stammt vom mittelalterlichen Wort snuppen, das so viel wie putzen bedeutete.
  Man bezeichnete auch das verkohlte Ende eines Kerzendochtes, das beim Putzen von Talglichtern noch glühend zu Boden fiel als Schnuppe.
  Da die leuchtende Himmelserscheinung so ähnlich aussah, glaubten die Menschen, ein Stück Abfall sei von einem Stern weggeputzt worden – eine Sternschnuppe.
  Andere Deutungen für die Entstehung von Sternschnuppen waren im Mittelalters auch Vulkanausbrüche.
  Viel positiver sah man die Sternschnuppen im Altertum. Die Griechen betrachteten das himmlische Gestein als Geschenk der Götter. Sie gaben ihm deshalb den Namen Götterbote und bewahrten die Steine an heiligen Orten auf.
  Im 18. Jahrhundert wurden sie auch mit dem Tod eines Menschen in Verbindung gebracht. Man glaubte, dass Gott bei der Geburt eines Kindes einen Stern am Himmel befestigte, der beim Tod des Menschen wieder herunter fiel. Meteoriten waren auch als Teufelssteine bekannt. Damit diese Steine kein Unglück anrichten konnten, wurden sie angekettet und in Kirchen aufbewahrt.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Wünsch Dir was!
  Auch als die Menschen im 19. Jahrhundert dem kosmischen Ursprung der Schnuppen auf die Spur kamen, blieb ein Teil des überirdischen Zaubers erhalten. Es entstand der Brauch, sich beim Anblick eines Meteors etwas zu wünschen. Manche Historiker deuten dies als den Versuch, die kalte, rationale Welt der Frühindustrialisierung mit ein wenig Phantasie, Magie und Trost zu füllen.
  Der Brauch hat sich bis heute gehalten. Damit der Wunsch aber wahr wird, müssen zwei Bedingungen erfüllt werden. Man darf seinen Sternenwunsch nicht laut aussprechen ein Lächeln macht die Welt heller *g* und man muss ihn vor dem Verglühen des Feuerschweifes zu Ende gedacht haben.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  up
  Stern der Liebe
  Ob sich Träume erfüllen?
  Es war einmal ein kleines Engelkind mit winzigen weißen Flügelchen. Dieser kleine Engel langweilte sich sehr, flatterte zu Gott und fragte, ob er eine Arbeit für ihn hätte. Dieser sagte im väterlichen Ton: "Mein kleines Engelchen, wenn du willst, darfst du die Sterne putzen."
  Das Engelchen sah Gott dankbar an. Gott nickte und winkte einen großen Engel zu sich. Dieser hielt eine riesige Rolle Haushaltspapier in seinen Händen. "Aber eines muss ich dir unbedingt noch sagen." Das Engelchen sah Gott aufmerksam und neugierig an. "Sei vorsichtig beim Polieren, denn die Spitzen der Sterne sind sehr zerbrechlich. Sie fallen zur Erde und sind dort als Sternschnuppen zu sehen."
  Das Engelchen bewegte ungeduldig seine Flügelchen. "Lieber Gott", sagte es mit niedlicher Stimme, "ich werde sehr vorsichtig sein." Gott lächelte das Engelkind liebevoll an. "Das weiß ich. Aber weißt du, dass sich die Menschen auf der Erde was wünschen, wenn sie eine Sternschnuppe sehen?"
  Das Engelchen schüttelte den Kopf. " Sag mal, warum tun die das denn? Ich dachte, die Menschen haben doch alles, was sie sich wünschen." Gott setzte sich auf eine Wolke und zog das Engelkindchen auf seinen Schoss. "Hmm... da hast du sicher recht. Aber die Menschen wollen immer mehr. Alles können sie sich mit Geld kaufen, nur ein paar Dinge nicht: zum Beispiel Liebe..."
  Das Engelchen wurde nachdenklich. "Was ist denn 'Liebe' eigentlich?" Gott sah das kleine Engelchen lange an. "Putze die Sterne und du wirst es irgendwann erfahren."
  Das Engelchen sah Gott schweigend an, nahm die Haushaltsrolle und flatterte zu den Sternen. Lange Jahre putze es, bis auf einmal die Spitze eines Sternes abbrach. Das Engelchen verlor das Gleichgewicht, hielt sich an der Sternspitze fest und viel damit auf die Erde.
  Im selben Moment sah einer der vielen Menschen, die auf der Erde leben, diese Sternschnuppe. Er schloss die Augen und wünschte sich, seine große Liebe zu finden.
  Der kleine Engel hatte den Wunsch gehört und wollte gleich zu diesem Menschen gehen. Es wusste aber nicht wie er aussah. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Seither sucht das kleine Engelchen diesen Menschen, von dem es nur weiß, dass er die selbe Sehnsucht wie es selbst in sich trägt.
  up
  * Perseiden
  Das Feuerwerk aus Sternschnuppen stammt vom Schweif eines Kometen mit dem Namen 109P Swift-Tuttle. Die Erde gerät immer im Juli und August in seinem staubigen Kometenschweif. Dann dringen winzige Staubpartikel mit einer Geschwindigkeit von fast 200.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und sorgen durch ihr Verglühen für eindrucksvolle Sternschnuppen. Am intensivsten ist der Sternschnuppenstrom, wenn die Erde den staubigsten Teil des Kometenschweifs durchläuft.
  Am besten sind die Perseiden morgens zu beobachten. Vorzugsweise weit entfernt von jeglicher Straßenbeleuchtung, irgendwo auf dem Land.
  Im Volksmund werden die Perseiden auch Laurentiustränen genannt. Die Bezeichnung geht auf Laurentius von Rom zurück. Damals sollen besonders viele Sternschnuppen erschienen sein.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Im Jahre 258 wollte Kaiser Valerian die Schätze der Kirche in seinen Besitz bringen.  Als Diakon von Rom war Laurentius in Vertretung des Papstes für die Verwaltung des örtlichen Kirchenvermögens und dessen Verwendung zu sozialen Zwecken zuständig. Nachdem der römische Kaiser Valerian Papst Sixtus enthaupten ließ, wurde Laurentius aufgefordert, alles Eigentum der Kirche herauszugeben. Laurentius verteilte aber das ganze Geld der Kirche an die Notleidenden des Landes.
  Am dritten Tag führte er dem Kaiser die Blinden, Lahmen und Armen als die wahren Schätze der Kirche vor.
  Der Kaiser kochte vor Wut und lies Laurentius mehrfach foltern und als krönenden Abschluss auf einem glühenden Rost zu Tode verbrennen.
  In der Legende heißt es, dass in der Nacht nach seinem Tod so viele Sternschnuppen fielen, dass sogar der Himmel um ihn weinte. Da die meisten dieser Sternschnuppen zwischen dem 10. und 14. August zu beobachten sind, glaubt man nach einer böhmischen Sage, dass der heilige Laurentius an seinen Festtag, dem 10. August,  feurige Tränen weint.
  Seitdem soll Laurentius jeden Freitag aus dem Paradies in das Fegefeuer hinabsteigen, um eine Seele zu retten.
  Laurentius ist der Schutzheilige der Bibliothekare und aller Berufe, die etwas mit Feuer und Glut zu tun haben. Schmiede, Glaser, Köche, Kuchenbäcker, Bierbrauer, Wäscherinnen und ebenso die Feuerwehr gehören zu seinen Schutzbefolenen.
  up
  * Auch Optimismus kann man lernen
  Es kommt immer auf den Blickwinkel an. Man kann sich über ein halbvolles Sektglas freuen, oder man ärgert sich darüber, weil es schon wieder halb leer ist.
  Optimismus und Pessimismus sind Einstellungen, die im Leben des Menschen eine gravierende Rolle spielen. Doch unser Schicksal können wir zum Teil selbst lenken.
  Das ist nicht möglich? Ich bin mir sicher,  das dies der Fall ist, aber vielleicht können einige kleinen Beispiele auch andere davon überzeugen.
  Das erste Beispiel:
  Vor einigen Jahren lief in den USA ein Versuch im Gesundheitswesen. Ärzte verschrieben mehreren tausend Patienten statt Medikamenten so genannte Placebos. Das sind Scheinmedikamente, die aus Wasser, Zucker Farbe und Mehl bestehen und keinerlei medizinische Wirkung haben.
  Die Placebos verfehlten bei - sage und schreibe - fast neunzig Prozent der Patienten ihre Wirkung nicht. Sie fühlten sich nach der Behandlung wesentlich besser oder sogar geheilt und schworen auf die neue Pille.
  Und hier das zweite Beispiel:
  Auf einem Güterbahnhof wurde ein Bahnarbeiter versehentlich in einem Kühlwagen eingeschlossen. Der Arbeiter wusste, dass er sich in einem Kühlwagen befand, und glaubte, dass er erfriert, wenn er nicht schnell befreit wird. Erst nach zwanzig Stunden wurde der Wagen wieder geöffnet. Der Arbeiter war tot und die Ärzte diagnostizierten Symptome des Erfrierens.
  Paradoxerweise stellte man jedoch auch fest, dass das Kühlsystem gar nicht eingeschaltet war.
  Fazit: der Arbeiter war - mit den äußeren Merkmalen des Erfrierungstodes - gestorben, weil er geglaubt hatte, dass er in dem Kühlwagen nicht überleben könne. Ein Beweis dafür, dass ein pessimistischer Glaube im Extremfall sogar zum Tode führen kann.
  Welche Schlüsse kann man daraus ziehen?
  Der Optimist, der davon ausgeht, dass er Erfolg hat, ist meistens auch tatsächlich erfolgreich.
  Wenn Optimismus eine suggestive Kraft ist, dann kann man vermuten, dass dies auch für den Pessimismus zutrifft.
  Auch das ist so gut wie bewiesen. Ärzte und vor allem Psychotherapeuten können von der suggestiven Kraft ein Lied singen. Viele Menschen, die einen Psychotherapeuten aufsuchen, leiden eindeutig unter ihrer eigenen, pessimistischen Einstellung.
  Der Pessimist fühlt sich vom Schicksal als Pechvogel abgestempelt. Ihm gelingt nichts und das Unglück zieht er unweigerlich an. Alles was er anfasst, geht schief. Das Erstaunliche daran ist, dass dies in den meisten Fällen zutrifft. Der Pessimist erartet das Unglück und das Schicksal hat nichts besseres zu tun als zu zuschlagen.
  Er rechnet beim neuen Auto sofort mit einer Schramme und bekommt eine. Er erwischt beim ersten Herbststurm eine schwere Bronchitis, bekommt einen heißem Kopf und verschwindet im Bett. Schifahren? Er fährt gar nicht in die Berge, er könnte sich ja Hals und Bein brechen. Er würde auch mit einem Gipsbein wieder nach Hause kommen!
  Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: "Das Unglück, das uns tatsächlich ereilt, ist nur halb so schlimm wie das, was wir erwarten." Das heißt eigentlich, dass unsere Vorstellungen meistens viel schlimmer sind als die Realität selbst.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Falls jemand noch immer unsicher sein sollte, ob diese Thesen oder Theorien zutreffen mögen, ein Vorschlag für einen kleinen Selbstversuch:
  Stellt euch vor, ihr hättet eine wunderschöne, gelbe, saftige Zitrone vor euch liegen. Nehmt diese Zitrone in die Hand und riecht daran.
  Durch die Schale könnt ihr das Säuerliche der Zitrone wahrnehmen. Man kann es förmlich riechen. Es duftet wunderbar und erinnert den einen oder den anderen an Urlaub, oder?
  Nun nehmt ein Messer und schneidet die Zitrone in zwei Hälften. Zitronensaft läuft über die Hand. Schnuppert noch einmal an einer der durchgeschnittenen Hälften. Die Säure der Frucht kommt immer näher.
  Und nun stellt euch vor, ihr beißt so richtig herzhaft in die Zitrone. ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Was ist dann passiert?
  Im Mund hat sich Speichel angesammelt und ihr habt garantiert das Gesicht verzogen!
  Dieser kleine Selbstversuch beweist eindeutig, dass Gedanken und Vorstellungen keine harmlosen Freunde sind. Sie sind Kräfte, die den Körper zu bestimmten Reaktionen veranlassen. Der Körper hat so reagiert, als würde die Vorstellung tatsächlich geschehen.
  Daran kann man erkennen, dass das Gehirn nicht unterscheiden kann, ob etwas tatsächlich geschieht oder ob man sich etwas nur einbildet.
  up
  * Jedermann
  Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes ist ein Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal, das am 1. Dezember 1911 im Berliner Zirkus Schumann unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt wurde. Seit 1920 ist die Darbietung ein fester Bestandteil der Salzburger Festspiele. Hugo von Hofmannsthal war auch einer der Gründer der Festspiele.
  Nach dem Vorbild spätmittelalterlicher Mysterienspiele und dramatischer Bearbeitungen aus der frühen Neuzeit treten im Jedermann Gott, der Tod, der Teufel und andere abstrakte Wesen als Personen auf.
  Der wohlhabende Jedermann sieht sich mit dem unerwarteten Tod konfrontiert, der ihn vor Gottes Himmelstür führen will. Weder sein treuer Knecht, noch seine Freunde, noch sein Geld wollen ihn ins Grab begleiten. Erst der Auftritt seiner Werke und des Glaubens bringen ihn dazu, sich zur Christenheit zu bekennen und als reuiger Bekehrter ins Grab zu steigen.
  Gott hab ihn seiner selig.
  Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
  up
   
© Mundo Muñecas S.L.

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