Sternschnuppen
  Für alle, die noch Wünsche offen haben hat der August vieles zu bieten - Sternschnuppen Es ist die beste Zeit im ganzen Jahr, um Schwärme von Sternschnuppen am Himmel zu sehen!
  Sie sind etwas ganz Besonderes, und wenn eine aufleuchtet, sollte man sich ganz schnell etwas wünschen. Der Wunsch darf allerdings niemanden verraten werden - sonst geht er nicht in Erfüllung.
  Sie kommen vom Anfang der Welt oder vom Anfang oder Ende unseres Sonnensystems. Vom Rande der Gesellschaft? Sie rasen mit Höchstgeschwindigkeit um die Sonne, stoßen zusammen, explodieren und gelangen ab und zu auf unsere Erde. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Zauberhafte Sternschnuppen erfreuen uns in lauen Sommernächten.
  Was am Himmel so großspurig einen Leuchtstreifen zieht, ist in Wahrheit ganz winzig klein. Bereits Körnchen von einem Gramm oder in Erbsengröße erzeugen beim Eintritt in die Erdatmosphäre eine Sternschnuppe.
  Im Grunde genommen erfreuen wir uns an Weltraumstaub. Sollten wir unsere Wohnungen vielleicht doch nicht so sauber und steril halten? ein Lächeln macht die Welt heller *g* Vielleicht produzieren wir ja Sternschnuppen für eine andere Bevölkerung im Weltall? Who knows?
  Nein, kehren wir wieder zur Seriosität zurück. Unser Planet ist täglich einem Bombardement unzähliger Objekte ausgesetzt. Die Größe der Himmelskörper schwankt zwischen Bruchteilen eines Gramms und Stücken, die einige Kilogramm schwer sein können.
  Jährlich stürzen rund 200 Millionen Kilogramm Material in die Schutzschicht um unsere Erde! Das kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Aber wie sagte schon die Maus? Aufgepasst! ¡Queridos amigos del ratón! Liebe Fans der Kleinen Maus!
  Das ist eine Sternschnuppe. Sieht eigentlich ganz romantisch aus. Ist es aber nicht! Muss es auch gar nicht sein. Ist eigentlich nur Abfall aus dem Universum und sieht recht nett aus! So einfach ist das. Was kann man daraus lernen? Auch Kleinvieh macht Mist. Ist aber egal.
 

 
Und ich besitze die Sterne,
da niemand vor mir daran gedacht hat,
sie zu besitzen.
Antoine de Saint-Exupéry
  Auf englisch haben Sternschnuppen die nicht sehr romantischen Namen falling oder shooting star und auf spanisch nennt man die zauberhaften Himmelserscheinungen, la estrella fugaz.
  Also nicht vergessen, abends öfter den Sternenhimmel, el cielo estrellado, betrachten! Vielleicht werden ja doch einige Wünsche erfüllt.
  Wer das Sternbild des Perseus gefunden hat, sollte Mitte August genauer hinschaun. Er könnte - bei guter Sicht - einige Sternschnuppen, die zu den Perseiden gehören, entdecken.
 
  Aberglaube um die „Götterboten“
  Das Wort Sternschnuppe stammt vom mittelalterlichen Wort snuppen, das so viel wie putzen bedeutete.
  Man bezeichnete auch das verkohlte Ende eines Kerzendochtes, das beim Putzen von Talglichtern noch glühend zu Boden fiel als Schnuppe.
  Da die leuchtende Himmelserscheinung so ähnlich aussah, glaubten die Menschen, ein Stück Abfall sei von einem Stern weggeputzt worden – eine Sternschnuppe.
  Andere Deutungen für die Entstehung von Sternschnuppen waren im Mittelalters auch Vulkanausbrüche.
  Viel positiver sah man die Sternschnuppen im Altertum. Die Griechen betrachteten das himmlische Gestein als Geschenk der Götter. Sie gaben ihm deshalb den Namen Götterbote und bewahrten die Steine an heiligen Orten auf.
  Im 18. Jahrhundert wurden sie auch mit dem Tod eines Menschen in Verbindung gebracht. Man glaubte, dass Gott bei der Geburt eines Kindes einen Stern am Himmel befestigte, der beim Tod des Menschen wieder herunter fiel. Meteoriten waren auch als Teufelssteine bekannt. Damit diese Steine kein Unglück anrichten konnten, wurden sie angekettet und in Kirchen aufbewahrt.
 
  Wünsch Dir was!
  Auch als die Menschen im 19. Jahrhundert dem kosmischen Ursprung der Schnuppen auf die Spur kamen, blieb ein Teil des überirdischen Zaubers erhalten. Es entstand der Brauch, sich beim Anblick eines Meteors etwas zu wünschen. Manche Historiker deuten dies als den Versuch, die kalte, rationale Welt der Frühindustrialisierung mit ein wenig Phantasie, Magie und Trost zu füllen.
  Der Brauch hat sich bis heute gehalten. Damit der Wunsch aber wahr wird, müssen zwei Bedingungen erfüllt werden. Man darf seinen Sternenwunsch nicht laut aussprechen ein Lächeln macht die Welt heller *g* und man muss ihn vor dem Verglühen des Feuerschweifes zu Ende gedacht haben.
 
  Stern der Liebe
  Ob sich Träume erfüllen?
  Es war einmal ein kleines Engelkind mit winzigen weißen Flügelchen. Dieser kleine Engel langweilte sich sehr, flatterte zu Gott und fragte, ob er eine Arbeit für ihn hätte. Dieser sagte im väterlichen Ton: "Mein kleines Engelchen, wenn du willst, darfst du die Sterne putzen."
  Das Engelchen sah Gott dankbar an. Gott nickte und winkte einen großen Engel zu sich. Dieser hielt eine riesige Rolle Haushaltspapier in seinen Händen. "Aber eines muss ich dir unbedingt noch sagen." Das Engelchen sah Gott aufmerksam und neugierig an. "Sei vorsichtig beim Polieren, denn die Spitzen der Sterne sind sehr zerbrechlich. Sie fallen zur Erde und sind dort als Sternschnuppen zu sehen."
  Das Engelchen bewegte ungeduldig seine Flügelchen. "Lieber Gott", sagte es mit niedlicher Stimme, "ich werde sehr vorsichtig sein." Gott lächelte das Engelkind liebevoll an. "Das weiß ich. Aber weißt du, dass sich die Menschen auf der Erde was wünschen, wenn sie eine Sternschnuppe sehen?"
  Das Engelchen schüttelte den Kopf. " Sag mal, warum tun die das denn? Ich dachte, die Menschen haben doch alles, was sie sich wünschen." Gott setzte sich auf eine Wolke und zog das Engelkindchen auf seinen Schoss. "Hmm... da hast du sicher recht. Aber die Menschen wollen immer mehr. Alles können sie sich mit Geld kaufen, nur ein paar Dinge nicht: zum Beispiel Liebe..."
  Das Engelchen wurde nachdenklich. "Was ist denn 'Liebe' eigentlich?" Gott sah das kleine Engelchen lange an. "Putze die Sterne und du wirst es irgendwann erfahren."
  Das Engelchen sah Gott schweigend an, nahm die Haushaltsrolle und flatterte zu den Sternen. Lange Jahre putze es, bis auf einmal die Spitze eines Sternes abbrach. Das Engelchen verlor das Gleichgewicht, hielt sich an der Sternspitze fest und viel damit auf die Erde.
  Im selben Moment sah einer der vielen Menschen, die auf der Erde leben, diese Sternschnuppe. Er schloss die Augen und wünschte sich, seine große Liebe zu finden.
  Der kleine Engel hatte den Wunsch gehört und wollte gleich zu diesem Menschen gehen. Es wusste aber nicht wie er aussah. ein Lächeln macht die Welt heller *g* Seither sucht das kleine Engelchen diesen Menschen, von dem es nur weiß, dass er die selbe Sehnsucht wie es selbst in sich trägt.
 
  Perseiden
  Das Feuerwerk aus Sternschnuppen stammt vom Schweif eines Kometen mit dem Namen 109P Swift-Tuttle. Die Erde gerät immer im Juli und August in seinem staubigen Kometenschweif. Dann dringen winzige Staubpartikel mit einer Geschwindigkeit von fast 200.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und sorgen durch ihr Verglühen für eindrucksvolle Sternschnuppen. Am intensivsten ist der Sternschnuppenstrom, wenn die Erde den staubigsten Teil des Kometenschweifs durchläuft.
  Am besten sind die Perseiden in den Morgenstunden zu beobachten. Am besten weit entfernt von irgendeiner Straßenbeleuchtung, irgendwo auf dem Land.
  Im Volksmund nennt man die Perseiden auch Laurentiustränen. Die Bezeichnung geht auf Laurentius von Rom zurück.
 
  Die Tränen des Laurentius
  Im Jahre 258 wollte Kaiser Valerian die Schätze der Kirche in seinen Besitz bringen. 
  Als Diakon von Rom war Laurentius in Vertretung des Papstes für die Verwaltung des örtlichen Kirchenvermögens und dessen Verwendung zu sozialen Zwecken zuständig. Er war einer der sieben Diakone der Christengemeinde in der Stadt Rom, und damit für die Finanzen und die Sozialarbeit der Kirche von Rom zuständig.
  Nachdem der römische Kaiser Valerian Papst Sixtus enthaupten ließ, wurde Laurentius aufgefordert, alles Eigentum der Kirche herauszugeben. Laurentius verteilte aber das ganze Geld der Kirche an die Notleidenden des Landes.
  Am dritten Tag führte er dem Kaiser die Blinden, Lahmen und Armen als die wahren Schätze der Kirche vor.
  Der Kaiser kochte vor Wut und lies Laurentius mehrfach foltern und als krönenden Abschluss auf einem glühenden Rost zu Tode verbrennen.
  In der Legende heißt es, dass in der Nacht nach seinem Tod so viele Sternschnuppen fielen, dass sogar der Himmel um ihn weinte. Da die meisten dieser Sternschnuppen zwischen dem 10. und 14. August zu beobachten sind, glaubt man nach einer böhmischen Sage, dass der heilige Laurentius an seinen Festtag, dem 10. August,  feurige Tränen weint.
  Seitdem soll Laurentius jeden Freitag aus dem Paradies in das Fegefeuer hinabsteigen, um eine Seele zu retten.
  ein Lächeln macht die Welt heller *g*
  Laurentiustränen nennt man die Sternschnuppen in den Augustnächten. Laurentiusbrot wurde früher gesegnet und dann an Arme, aber oft auch an das Vieh, verteilt. Laurenzilorbeer wird die Goldrute genannt. Die Pflanze wird als Heilmittel für verschiedene Krankheiten verwendet. Laurenzikohlen und der Laurentiussegen sollen vor Feuer und  seelischen Qualen schützen. Die Winzer opfern ihm an seinem Tag die ersten, reifen Trauben. ach ihm ist auch die Rebsorte St. Laurent benannt.
  Kein Wunder also, dass der liebe Mann viel zu tun hat. In der Gewerkschaft war er anscheinend nicht - dafür ist sein Arbeitspensum ganz einfach zu umfangreich.
  Er ist der Schutzheilige der Bibliothekare und aller Berufe, die etwas mit Feuer und Glut zu tun haben. Schmiede, Glaser, Köche, Kuchenbäcker, Bierbrauer, Wäscherinnen und ebenso die Feuerwehr gehören zu seinen Schutzbefohlenen.
   
 

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last update 10.08.07

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