Die Banane
 
Lateinisch: musa sapientum
Englisch: banana
Spanisch: el plátano
Italienisch: la banana
   
   
   
  Das Wort Banane kommt aus dem Arabischen. Banan heißt Finger.
  Ihren wissenschaftlichen Namen musa sapientum erhielt sie von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné, der im 18. Jahrhundert damit begann, die Pflanzenwelt zu klassifizieren.
  Übersetzt bedeutet dieser lateinische Begriff „die Frucht des weisen Mannes“. So nannten die Soldaten Alexanders des Großen die Banane, als sie auf dem Indienfeldzug kluge Lehrer beim Bananenessen beobachteten.
  Der Welthandel mit Bananen begann im Jahr 1899. Damals wurde die Firma "United Fruit Company" in den USA gegründet. Bis heute beherrscht dieser Konzern, der heute Chiquita heißt, zusammen mit zwei anderen Großkonzernen, "Dole" und "Del Monte" den Bananenanbau und -handel auf der Welt.
Herkunft
  Die Banane, wie auch die Mango, ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt.
  Die Geschichte beginnt vor rund dreitausend Jahren in Südostasien. Von dort aus breitete sich die Banane über tropische Regionen Südasiens, Afrikas und Latein- und Zentralamerikas aus. verarbeitet werden.
  Aus der kaum genießbaren Wildfrucht wurden die süße Obstbanane und die Kochbanane, die - gekocht, gebacken oder geröstet - zu den Grundnahrungsmitteln ihrer Ursprungsländer zählt, gezüchtet.
  In Indonesien gibt es aber auch noch die nicht essbare Faserbanane. Ihre Blattfasern werden zu Netzen, Tauen und Garnen verarbeitet.
  Hauptanbaugebiete der Bananen sind heute Brasilien, Ecuador, Honduras, Costa Rica, Panama und Kolumbien. Die Früchte werden grün geerntet und in Kühlschiffen in alle Welt transportiert.
Botanik
  Die Banane gehört zur Familie der Musaceae. Die Pflanze wächst aus einer Knolle und wird bis zu fünf Meter hoch. Der Stamm besteht aus lauter ineinander geschachtelten Blättern, die bis zu sechs Meter lang sind. Dies bezeichnet man auch als Scheinstamm, da es kein richtiger hölzerner Stamm ist.
  Die Banane könnte man biologisch korrekt also den Kräutern zuzuordnen.
  Nach 7 bis 9 Monaten steckt eine große dunkelrot-violette Knospe ihre Spitze durch die Blätter.
  Daraus wachsen später die Bananen. Während die Blüte immer weiter aus den Blättern herauswächst und schließlich als langer, dicker Stengel zum Boden hängt, entwickeln sich immer mehr Bananen.
  Die einzelne Banane nennt man übrigens Finger. Ungefähr 14 bis 20 Bananen bilden jeweils eine Hand. Eine Staude wiegt ungefähr 40 Kilo und besteht aus bis zu 200 Bananen! Nach drei bis vier Monaten sind die Bananen reif und können geerntet werden. Eine richtige Erntezeit gibt es nicht.  Bananen wachsen und reifen das ganze Jahr über .
  Auch die kanarische Banane mit dem wissenschaftlichem Namen musa cavendishii war früher viel weiter verbreitet als heute. Umgangssprachlich nennt man die aromatische und kleinwüchsige Banane la enana, die Zwergin.
  Obwohl die kanarischen Bananen geschmackvoller als die südamerikanischen sind, kommen die gelben Früchte von den Kanaren nach dem zweiten Weltkrieg auf dem Weltmarkt in Bedrängnis. Die Südamerikaner züchteten größere und schönere Bananen, die auch noch billiger waren. Da sich die Transportzeiten aus Südamerika verkürzten und zunehmend mehr Kühlschiffe Südamerika und Europa verbinden, reduzierten sich die Kosten der südamerikanischen Banane noch einmal.
  Kurz vor dem "Aus" für die kanarischen Bananen verbietet 1972 Franco die Einfuhr von Früchten aus Übersee. Daraus ergibt sich eine erneute Stärkung des kanarischen Bananenanbaus, der mit erhöhten Preisen auf dem spanischen Festland einher geht.
  Durch den Eintritt Spaniens in die EU verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage der Bananenbauern einschneidend. Jetzt müssen sich die Zwerge wieder gegen die Billigkonkurrenz aus Übersee durch setzen.
  Das gelingt den Kanaren nur schlecht. Erstens müssen künstliche Mauern gebaut werden, um die Pflanzen vor den Passatwinden zu schützen und zweitens führt die künstliche Bewässerung und Düngung der ausgelaugten Böden zur Versalzung.
  Ob der Bananenanbau auch in der Zukunft für die Kanarischen Inseln erhalten bleibt oder nur noch einzelne Plantagen als Touristensensationen geöffnet bleiben, ist nicht sicher.
  Die einzige Rettung für den kanarischen Bananenanbau wäre die Durchsetzung der Neuzüchtungen wie die große Zwergin, gran enana, die dem Geschmackder Verbraucher gerechter wird. Eine weitere Chance für die kanarischen Bananen wären Garantiepreise aus Brüssel. Mit dem ist wahrscheinlich nicht zu rechnen.
  Die europäischen Verbraucher sind gefragt, denn sie werden mit ihrem Einkauf entscheiden, ob die kanarische Banane ausstirbt oder nicht. Wählt der Verbraucher die größere und billigere Überseebanane, obwohl sie nicht so aromatisch ist wie die kanarische, dann ist das Schicksal der Banane besiegelt...
Der beste Standort
  Die Banane ist eine tropische Waldpflanze. Sie mag es schattig und windstill und bevorzugt humusreiche und feuchte Böden.
Pflegetipp
  Auch Jungpflanzen vertragen die pralle Mittagssonne, sollten aber allmählich daran gewöhnt werden.
Konservierung
  Bananen sollten zwar trocken und kühl, aber auf keinen Fall im Kühlschrank gelagert werden.
Geschmack und Verwendung in der Küche
  Je reifer die Banane, desto intensiver und süßer schmeckt sie. Während grünlich-gelbe Bananen nur einen geringen Zuckergehalt haben und darum sehr frisch schmecken, sind reife Bananen mit bräunlichen Flecken so richtig süß und enthalten viel Zucker.
  Als Zwischenmahlzeit oder Dessert etwa liefert sie wichtige Nährstoffe und Vitamine.
  Neben Bananenbrei, Bananenchips und Bananenmilch findet man vor allem in der indischen Küche tolle Rezepte mit Bananen.
Wissenswertes
   
Hätten Sie es gewusst?
  Im Fernen Osten steht sie als Mittel gegen Akne auf dem Speiseplan.
 

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last update 19.03.07

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