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Nuestra Señora de
Candelaria. |
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La Basilica Nuestra Señora de la Candelaria
ist die wichtigste Wallfahrtskirche von Teneriffa.
Die Kirche wurde 1956, anstelle der 1826 bei einer
Sturmflut zerstörten alten Basilika, im
neokanarischen Stil gebaut. Sie wurde zu Ehren der
Virgin de Candelaria, der Schwarzen Madonna
errichtet. Sie ist die Schutzpatronin des gesamten
Archipels. |
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Heute
findet eines der wichtigsten Feste der Insel statt.
La Fiesta de Candelaria
wird
zu Ehren der Schutzheiligen der Kanarischen Inseln
gefeiert.
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Zu Maria Himmelfahrt pilgern die Inselbewohner zur
Nustra Senora de la Candelaria. Eine kleine
Völkerwanderung ist in diesen Stunden unterwegs.
Pilger aus allen Teilen der Insel wandern nach Candelaria.
Jung oder alt, das ist hier nicht die Frage. Pilger jeden Alters - und
nicht nur Tinerfeños - machen sich auf den
beschwerlichen Weg. |
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Einige von ihnen
lösen ein Gelübde ein. Auf Schusters Rappen, zu Fuß
nach Candelaria - zu Ehren der Jungfrau.
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Ein Versprechen, das viele Tinerfeños wenn
jemand in der Familie krank ist, auch heute noch ablegen. Die Schutzpatronin der
Kanarischen Inseln muss aber auch bei kleineren und
größeren persönlichen Dramen aus der Klemme helfen.
Die Mehrzahl der Teilnehmer dieses Volksmarsches
genießt einfach die
Landschaft oder wandern aus Spaß am Abenteuer nach
Candelaria. Gründe dafür gibt es viele. Der
Hauptgrund liegt aber sicher in der Tradition
verwurzelt. |
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Von La Orotava aus beginnt die lange Wanderung in
der Kurve oberhalb der Forellenfarm an der Straße
zum Nationalpark und führt über die Berge in den
Süden. Mit dabei ist auch einer unser
Mitarbeiter - Marcos! Er ist ebenfalls einer der Pilger.
Er startet seinen Wanderung aber bereits in den
Hügeln über Icod de los Vinos und hat damit einen
noch längeren Weg vor
sich.
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Er hat Georg des Öfteren gefragt, ob er mitgehen
möchte. Die Antwort kann man sich vorstellen?
Georg geht vielleicht in zwei Jahren mit – hat er
festgestellt. Nächstes Jahr wird es sich „leider“
auch nicht ausgehen. |
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Aufbruch für unseren Wanderer war heute um drei Uhr Nachmittag. Dauer des
Fußmarsches quer über die Insel - ungefähr zwanzig Stunden.
Gepilgert wird in Gruppen, die mindestens acht Mann
stark sind. Alleingänge sind in dieser Pilgernacht
nicht erlaubt. |
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Viele Menschen marschieren auch die Autobahn entlang.
Beim Befahren der Strecke von Santa Cruz nach
Candelaria ist also Vorsicht angebracht.
Staugefahr! |
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Man kann es sich kaum vorstellen, dass sogar in der
heutigen Zeit solche Menschenmassen auf dem Weg zur
schwarzen Madonnenfigur sind. Trotzdem ist es eine
Tatsache. |
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Erschöpft und müde erreichen sie die
Plaza de la Basílica
von Candelaria. Die Lebensgeister werden mit einigen
Gläschen Wein schnell wieder geweckt und dann sind alle
bereit für das Fest auf der Plaza. Die Pilger
feiern! |
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Die hölzerne Figur der Schutzpatronin soll um 1390 am Strand von
Candelaria gefunden worden sein. |
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Eine Legende der Guanchen erzählt, dass Hirten
nach einem Sturm an der Küste von Candelaria, am
Strand von Chimisey, eine
Frauengestalt entdeckten. |
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Sie stand aufrecht und reglos am Strand. Da sie auf
die Rufe der Männer nicht reagierte, sammelten die
Hirten Steine auf, um sie auf die unbekannte Schöne
zu werfen. Doch das war nicht möglich. Ihre Arme
erstarrten mitten in der Bewegung. |
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Nach diesem unheimlichen Erlebnis brachten sie die
Figur Añaterfe,
dem Mencey von Güimar. Er sollte entscheiden, was es
mit dieser Figur auf sich hatte und was damit
geschehen sollte. |
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Seit damals verehrten die Guanchen bei Güimar diese
Frauengestalt mit dem Kind auf dem Arm. Sie nannten
sie Chaxiraxi, Herrin der Welt. Sie galt als
heilig und wurde in eine Höhle an der Küste
gebracht. |
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Bei einem heftigen Unwetter, so heißt es, brachen
jedoch große Wellen in die Höhle und rissen die Figur mit
aufs offene Meer. |
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Die Marienfigur, die heute in Candelaria steht, ist eine Kopie der
schwarzen Madonna, von der die Geschichte erzählt.
Geschichtsforscher nehmen an, dass die erste
Marienfigur von einem spanischen Schiff stammte, das
bei dem Unwetter vor der Küste unterging. Die Kopie
wurde im 1830 von einem kanarischen Künstler
hergestellt. |
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Tatsache ist aber, dass die spanischen Eroberer bei
den Guanchen von Güimar keine Widerstände brechen
mussten, um sie zum katholischen Glauben zu
bekehren. Das Bild der Frau mit dem Kind war ihnen
bereits vertraut. Die katholischen Missionare hatten
ein leichtes Spiel. Aus diesem Grund konnten die
spanischen Eroberer mit Hilfe des Herrschers von
Güimar die übrigen acht Fürsten Teneriffas beim
Kampf um die Insel vernichtend schlagen. |
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Die Geschichte konnte ihren Lauf nehmen, der Weg war
bereits geebnet. |
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Auf der Plaza stehen zur Meerseite hin
Bronzestandbilder, die die neun Fürsten
der Guanchen Teneriffas darstellen.
Añaterfe, der mit den Spaniern gegen
die eigenen Landsleute gemeinsame Sache machte, hat
zwei Friedenstauben als Beigabe. |
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Heute gibt es Vermutungen, dass das Original der
Madonna doch noch existieren könnte. Sie soll
irgendwann in die Santa Ursula-Kirche von Arafo
gebracht worden sein. |
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Wer weiß es schon so genau? Geheimnisse sollen
Geheimnisse bleiben ... |
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