lach ein wenig :o) Geschichte des ersten Gebäudes lach ein wenig :o)

1. Kapitel

 
Nachdem das erste Haus fast fertig ist, wollen wir einmal einen kleinen Rückblick machen.
Würden wir nur eine Geschichte erzählen, würde ich wissen, mit welchen Worten ich das Märchen beginnen würde. Märchen ist es ja gerade keines gewesen. Obwohl es öfter angebracht gewesen wäre an Elfen, Feen und Kobolde zu glauben. Zumindest an ein paar kleine Helferlein.
 
 
 
So hat unser Altbestand ausgesehen. Richtig romantisch könnte man es nennen, oder?
Möchte jemand auch noch einen kleinen Rundgang durch die Innenräume machen?
Heute kann ich diese Möglichkeit anbieten. Als wir die Finca erworben haben, mussten wir den Schlüsseln eine ganze Weile hinterher laufen. Unsere Makler hatten alles in der Hand und wollten es auch partout nichts aus der Hand geben.
Wir sind anscheinend nicht als Besitzer sondern als Geldgeber eingestuft worden. lach ein wenig :o) Aber das soll ja öfter vorkommen.
Wenn man dann noch die halbe Zeit in Österreich ist, wird einem ja bald einmal klar gemacht, das es nicht möglich ist, vom Ausland aus etwas zu regeln. Was natürlich gar nicht zutrifft. Wobei man eines schon zugeben muss, man lässt sich auch ganz gerne einlullen. Besser ausgedrückt, man macht es sich selbst oft lieber bequem und einfach. Sonst würde man nicht in solche Situationen kommen.
Ein Rechtsanwalt von Mallorca hat einmal ganz richtig bemerkt, dass er es nicht verstehen kann, warum so viele Menschen im Ausland auf Betrüger oder Abzocker hereinfallen. lach ein wenig :o) Sein Resümee war, dass es am Flughafen irgendeine Bestrahlung geben muss, die normales Denken ausschalten würde.
 
 
 
Schlussendlich haben wir die Schlüssel ja dann doch bekommen und so können wir nun den Rundgang starten.
 
 
 
Die Überraschung war groß - eine vollständige Küche war hinter den Türen verborgen. Der Kühlschrank voll funktionstüchtig - oder auch nicht. Immerhin hat er noch fleißig vor sich hingekühlt. Was er gekühlt hat? Luft! Hat aber niemanden gestört, obwohl er wahrscheinlich schon lange keine Daseinsberechtigung mehr hatte.
 
 
 
Im nächsten Raum stand ein Esstisch mit dazugehörenden Sesseln inklusive Sitzpolstern, im anschließenden Raum ein Schreibtisch, der leider bereits von den alten Dachziegeln ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Aber wie sagt man so locker? Alles Gute kommt von oben! Immer ist das allerdings nicht der Fall.
Jetzt kommen wir zum so genannten romantischen Teil des ganzen Hauses.
 
Ein alter Frisiertisch, inklusive aller Utensilien, die dazu gehören. Ein stilvoller, leider zerfressener Tisch, mit einem schönen, geschliffenen, halb blinden Spiegel. Wer davor wohl zuletzt gesessen ist?
Eine alte señora oder ein junges Mädchen? Das bleibt der Phantasie überlassen. Bett konnten wir im ganzen Haus übrigens keines ausfindig machen.
 
Wer hat überhaupt in diesem Haus gelebt? Wer hat es gebaut? Wir wissen es nicht. Doch für diese Gegend und vor allem für diesen ländlichen Bereich, muss es ein feudales Haus gewesen sein. Schade, dass wir noch nicht mehr darüber in Erfahrung bringen konnten.
 
 
 
Ein paar stimmungsvolle "Gemälde" sind mit dem Fincakauf auch in unseren Besitz über gegangen.
Die Entrümpelungsaktion haben sie leider nicht überlebt. Sie waren durch Wind und Wetter schon zu sehr beschädigt. Eine Restaurierung wäre nicht mehr angebracht gewesen. Schade drum.
 
 
 
Abschließen können wir unseren Rundgang im ersten Raum. Er hat anscheinend in der letzten Zeit als Bodega gedient. Die Fässer kann man leider auch nur mehr zur Dekoration verwenden. Aber immerhin etwas.
Verborgene Schätze haben wir keine gefunden. Wir sind nur wieder einmal in die Lage gekommen, die Überreste vergangener Zeiten zu entsorgen. Genauso wie es uns in unserem Mietshaus in La Vega ergangen ist.
Mit einem kleinen Unterschied - diesmal war es unser eigener Mist, wenn auch nur unwissentlich frisch erworben, damals war es ein gemieteter!
 
 
 
Die große Überraschung kam für uns allerdings im letzten Raum. Mit neuzeitlichem Unrat haben wir eigentlich nicht gerechnet. Doch wie heißt das elfte Gebot? Richtig! Du sollst dich nicht täuschen.
Gelebt hat auf der Finca ja schon lange niemand mehr. Ein Sohn einer der ehemaligen Besitzer hat hier aber des Öfteren sein Wochenenden verbracht. Mit viel Wein und anscheinend auch mit Unmengen von Yoghurt!
Drei große Müllsäcke voll Yoghurtbecher haben wir entsorgt - von anderem Müll gar nicht zu reden.
So, dass war einmal der erste Rundgang. Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich!
Die Renovierung kann beginnen! Oder wie kann man das sonst noch nennen? Wir nennen es auf alle Fälle Renovierung! Aus alt mach neu - und genau das haben wir gemacht.

Deshalb können wir in unserem Bilderbuch ein wenig weiterblättern ...

Die ganze Geschichte kann man nicht auf einmal erzählen, es wird noch öfter heißen - Fortsetzung folgt ...

 
2. Kapitel
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last update 06.07.12

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