:o)1 de octubre 2014
30 de septiembre 2014 martes
Icod de los Vinos
   
leicht bewölkt
19 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Als Gott den Menschen erschuf,
  war er bereits müde,
  das erklärt manches.
  Mark Twain
 
Gestern habe ich nicht wie üblich am Computer gearbeitet, deshalb zeige ich euch heute ein paar Fotos von unserem Ausflug nach Buenavista del Norte.
 
Tenogebirge
 
 Kein anderes Restaurant hat so eine tolle Lage. Im Burgado sitzt man auf der fischernetzbedachten  Terrasse direkt am Meer. Die wilde Brandung schlägt an die schwarzen Lavafelsen und gleichzeitig hat man auch noch eine wunderschöne Aussicht auf das Tenogebirge.
 
 
Bei dieser Lage wird die Küche zwar fast zur Nebensache. und wir essen eigentlich meistens nur eine Kleinigkeit, aber die Küche ist ausgezeichnet. Ich liebe hier ein ganz besonderes Gericht - Lapas in der gußeisernen Pfanne, dazu frisches Weißbrot und einen kühlen Weißwein von der Insel.
 
 
Playa de las Arenas heißt der Strand neben dem Lokal. Er hat mehr Steine als Sand und sieht für mich nicht sehr einladend aus. Zwischen den Steinen sieht man dafür viele kleine, natürliche Wasserbecken die mit vielen bunten Sonnenschirmen aufgeputzt sind. Wegen der starken Brandung ist der kleine Strand auch nicht besonders gut zum Schwimmen geeignet aber für die meisten Strandbesucher ist das sowieso egal und wer unbedingt seine Bahnen ziehen will, kann ja ins Schwimmbad gleich neben dem Golfplatz ausweichen.
 
 
29 de septiembre 2014 lunes
Icod de los Vinos
sonnig   
sonnig
19 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Alle Frauen warten
  auf den Mann ihres Lebens,
  aber in der Zwischenzeit heiraten sie.
  Iris Berben
 
Der neunundzwanzigste September 1979 war ein Samstag und für den Fernsehabend stand "Am laufenden Band" mit Rudi Carell im Hauptabendprogramm. In Wien hatte Kardinal König den Großmufti von Damaskus zu Besuch um über die Einheit der Religion und die Brüderlichkeit zwischen Christentum und Islam zu diskutieren und Papst Johannes Paul II landete in Dublin. Der brutale Diktator Francisco Macias Nguema verstarb in einem der kleinsten Länder Afrikas, in Äquatorianguinea. Das Wetter in Villach war laut Wetteraufzeichnungen ein bisschen zu warm für Jahreszeit - obwohl es ziemlich kalt war, zumindest in meiner Erinnerung.
 
 
Fünfunddreißig Jahre, das klingt wie eine Ewigkeit. Wenn man zehn oder zwölf Jahre alt ist, ist ein Dreißigjähriger fast schon ein Scheintoter. Na ja, nicht ganz, aber auf alle Fälle jenseits von gut und böse. Ihr könnt aber ganz sicher sein - wir sind zwar nicht mehr taufrisch aber auch noch nicht vollkommen verschrumpelt. :o) Ich finde, wir haben uns ganz gut gehalten.
 
 
Wir haben viele Jahre gemeinsam verbracht, haben länger miteinander als ohne den anderen gelebt, Kinder erzogen, Höhen und Tiefen durchlebt und fast immer gemeinsam gearbeitet. :o) Ich könnte mir mein Leben nicht anders vorstellen. Liebe ist nicht weil - sondern trotzdem ...
Weil wir beide eher Einzelgänger sind, feiern wir unsere Geburtstage oder andere "Gedenktage" lieber alleine. Wir sind weder Partylöwen noch Vereinsmenschen. 
Wir genießen gerne im Stillen   Salud!!  und das werden wir auch heute tun.
 
Da es sonst nicht mehr viel zu erzählen gibt, schreibe ich euch noch eine nette Geschichte ins Büchlein. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung wo ich sie das erste Mal gelesen habe. Auf alle Fälle hat sie mir so gut gefallen, dass ich sie in meinem Archiv aufbewahrt habe. Es handelt sich dabei eigentlich um die einfachste SacheWahrheit der Welt. Aber lest selber - wenn ihr Lust dazu habt.
 
Der Stern der Liebe
Ob sich Träume erfüllen?
Es war einmal ein kleines Engelkind mit winzigen weißen Flügelchen. Dieser kleine Engel langweilte sich sehr, flatterte zu Gott und fragte, ob er eine Arbeit für ihn hätte. Der alte Mann sagte im väterlichen Ton: "Mein kleines Engelchen, wenn du willst, darfst du die Sterne putzen."
Das Engelchen sah Gott dankbar an. Gott nickte und winkte einen großen Engel zu sich, der eine riesige Rolle Haushaltspapier in seinen Händen hielt. "Aber eines muss ich dir unbedingt noch sagen." Das Engelchen sah Gott aufmerksam und neugierig an. "Sei vorsichtig beim Polieren, denn die Spitzen der Sterne sind sehr zerbrechlich. Sie fallen zur Erde und sind dort als Sternschnuppen zu sehen."
Das Engelchen bewegte ungeduldig seine Flügelchen. "Lieber Gott", sagte es mit niedlicher Stimme, "ich werde sehr vorsichtig sein."
Gott lächelte das Engelkind liebevoll an. "Das weiß ich. Aber weißt du, dass sich die Menschen auf der Erde was wünschen, wenn sie eine Sternschnuppe sehen?"
Das Engelchen schüttelte den Kopf. "Sag mal, warum tun die das denn? Ich dachte, die Menschen haben doch alles, was sie sich wünschen."
Gott setzte sich auf eine Wolke und zog das Engelkindchen auf seinen Schoss. "Hmm... da hast du sicher recht. Aber die Menschen wollen immer mehr. Alles können sie sich mit Geld kaufen, nur ein paar Dinge nicht: zum Beispiel Liebe..."
Das Engelchen wurde nachdenklich. "Was ist denn 'Liebe' eigentlich?" Gott sah das kleine Engelchen lange an. "Putze die Sterne und du wirst es irgendwann erfahren."
Das Engelchen sah Gott schweigend an, nahm die Papierrolle und flatterte zu den Sternen. Der kleine Engel putze und polierte die Sterne viele Jahre lang, - bis einmal die Spitze eines Sternes abbrach. Das Engelchen verlor das Gleichgewicht, hielt sich an der Sternspitze fest und viel damit auf die Erde. Im selben Moment sah einer der vielen Menschen, die auf der Erde leben, diese Sternschnuppe. Er schloss die Augen und wünschte sich, seine große Liebe zu finden.
Der kleine Engel hatte den Wunsch gehört und wollte gleich zu diesem Menschen gehen. Es wusste aber nicht wie er aussah. Seither sucht das kleine Engelchen diesen Menschen, von dem es nur weiß, dass er die selbe Sehnsucht wie es selbst in sich trägt.
 
 
28 de septiembre 2014 domingo
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
leicht bewölkt
19 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Man empfindet es oft als ungerecht,
  dass Menschen,
  die Stroh im Kopf haben,
  auch noch Geld wie Heu besitzen.
  Gerhard Uhlenbruck
 
Juchu, wir haben es geschafft! Sucht man im weltweiten Netz nach Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa erscheint folgendes Ergebnis:
 
Tripadvisor ARTlandya
 
Spannend wird es allerdings erst nach einem weiteren Klick auf den Link zu TripAdvisor, denn auf Teneriffa gibt es immerhin 217 aufgelistete Attraktionen. Und was sieht man dann? :o) ARTlandya, die Welt der Puppenkunst auf den Kanaren ist an erster Stelle! Wir haben sogar den Spitzenreiter der Natur, den Teide an die zweite Stelle gedrängt.
 
Tripadvisor ARTlandya
 
Qualität plus Menschlichkeit und Mut sind die Schlüssel zum Erfolg! Auf dieses Ergebnis sind wir stolz und es ist auch der Ansporn dafür, genauso weiter zu machen. So macht die Arbeit gleich noch einmal mehr Freude. Und wenn durch die Zufriedenheit der Gäste die Besucherzahlen kontinuierlich steigen, ist Erfolg auch messbar. Ein schönes Gefühl! Da kommen keine Zweifel auf. So wie es aussieht, stimmt dieser Spruch am Ende doch. "Gewinner sind nicht diejenigen, die niemals verlieren,  sondern diejenigen, die niemals aufgeben."
Ein herzliches Dankeschön danke!!! an diejenigen Besucher, die uns mit ihren Beiträgen bei TripAdvisor dabei geholfen haben!
 
Für jeden Topf gibt es angeblich einen passenden Deckel. No hay olla tan fea que no encuentre su cobertera. Man weiß nur nicht wo man ihn findet. Schließlich kann der Topf in Europa und der passende Deckel auf Umwegen in Australien gelandet sein. Dann wird es schwierig. Es gibt sogar ein sehr altes Sprichwort, das die alten Römer logischer Weise auf Latein niedergeschrieben haben. Reperit patella aperculum, was so viel heißt wie eine Schüssel findet ein Deckelchen oder jeder Topf findet seinen Deckel.
Gemeint ist damit allerdings kein Küchenutensil sondern schlicht und einfach der Mensch und seine Beziehungskisten. Es war schon immer schwer, den passenden Deckel für sich und sein Leben zu finden, aber in der heutigen Zeit ist es sicher noch schwieriger geworden. Es hat noch nie so ein unüberschaubares Angebot von Küchenmaschinen, Fertiggerichten und Dosen mit essbarem Inhalt gegeben wie in der heutigen, modernen Zeit.
Ja ja, die gute alte Zeit. Damals gab's noch kleine Küchenmaschinen und anbrennen ließ auch niemand etwas. In der heutigen, hektischen und schnelllebigen Zeit, hat wahrscheinlich niemand mehr die Zeit nach Deckeln zu suchen. Oder sind die Menschen heute einfach zu bequem dazu? Da nimmt man schnell mal das, was gerade zur Hand ist. Abgesehen davon, dass die vielen, zufriedenen Singles sowieso ihr eigenes, einsames Süppchen kochen. Die persönliche Darstellung steht ganz oben auf der Wunschliste fürs Leben - auch wenn dadurch viel Lebensqualität verloren geht. Das wird schon richtig sein, wir sind ja emanzipiert! Doch das ist eine andere Geschichte, es otra historia ...
Aber noch einmal zurück zu den Töpfen und Deckeln. Jeder Topf findet angeblich seinen Deckel. Trotz aller festgesetzten Normen ist die Anzahl der Formen, Größen, Farben und Materialien unübersichtlich. Wenn der Topf zu groß, oder der Deckel zu klein ist, spielt sich das Spiel nicht. Ist der Deckel zu groß und der Topf zu klein - könnte es funktionieren. Aber der Topf und Deckel sind dann nicht ganz dicht und der Deckel wird ewig klappern und scheppern. :o) Drum prüfe, wer sich ewig bindet, wie sich der Topf zum Deckel findet, es muss halt passen!
Es ist schon ein Kreuz mit den Kreuzungen - die Prinzessin sucht keinen Frosch zum Küssen, ein Frosch sucht die Prinzessin um geküsst zu werden! Den richtigen Partner zu finden ist nicht immer einfach. Und dann ist da auch noch die Tatsache, dass Märchen aus der Mode gekommen sind, sie sterben aus!
Auf welcher Kreuzung des Lebens findet man also seine Ergänzung? In einem Geschäft, auf einer Party, im Fitnessstudio oder einfach auf der Straße? Im gemütlichen Cafe, beim Spaziergang im Wald oder in einem der vielen Internetportalen die den Traumpartner im Archiv haben? Bei mir war es eine Brücke - und das ist schon eine Zeit lang her, drei Jahrzehnte wenn ich ehrlich sein soll. Wenn ich genau nachrechne sind es sogar sechsunddreißig Jahre.
Ich habe allerdings keinen nie einen Frosch geküsst und ich bin keine Prinzessin gewesen - ein Märchen ist trotzdem draus geworden. :o) Besiegelt wurde es morgen vor fünfunddreißig Jahren ...
 
 
27 de septiembre 2014 sábado
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
leicht bewölkt
19 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.
  Charlie Chaplin
 
 
Wenn der Teide seinen Sombrero trägt, sieht das zwar wunderschön aus, aber der Schein trügt. Die Föhnwolke, die sich so weich um den Gipfel schmiegt, ist der beste Wetterfrosch der Welt. Sie sagt ganz verlässlich Regen voraus. Warten wir also einmal ab ob es auch dieses Mal zutrifft.
 
 
Wir leben ja angeblich auf der Insel der Seligen - oder wie einige Menschen sagen, auf der Insel der Glückseligen. Na ja, das ist wohl Ansichtssache. Ich sehe es eher so, dass wir auf einer schönen Insel im Atlantik leben. Das Leben geht ja ach in Kärnten weiter.
Wir genießen das Privileg der Nichtstuer oder Urlauber leider an keinem Ende der Europäischen Union. Im Klartext gesagt heißt das, dass wir auf beiden Seiten eigentlich mehr arbeiten, als jemand, der sich in einem normalen Angestelltenverhältnis befindet und nach Dienstschluss seinen Freizeitstress in Griff bekommen muss. Einwände, Kritiken und Einsprüche jeder Art werden gerne akzeptiert.
Es ist mir schon klar, dass es auch beim normal Erwerbstätigen Ausnahmen gibt. Diese Seite der Problematik will ich auch gar nicht ansprechen. Was ich sagen will, ist schwer zu erklären. Den Anfangspunkt zu finden, ohne jemanden auf den Schlips treten zu wollen. :o) Einen Moment, ich hab's gleich!
Dadurch, dass wir auch mit einem Bein immer noch in Kärnten stehen, müssen logischerweise auch bestimmte Kotakte aufrecht erhalten werden. In vielen Situationen muss man auch telefonieren, das lässt sich meistens nicht umgehen. Auch wenn es heute bereits Medien wie das Internet oder die Alternative zum Brief, das E-Mail gibt. Oft funktioniert das eben nicht. Egal aus welchem Grund auch immer.
Was macht man dann? Man greift zum ganz normalen Telefon, hebt den Hörer ab, wählt die Nummer, die man sich irgendwo gespeichert hat - österreichisches Telefonbuch gibt es hier ja nicht - und wartet, bis sich jemand in der alten Heimat meldet. Und dann kommt häufig der Hammer! "Ah, du rufst von Spanien aus an? So gut möchte ich es auch haben."
Irgendwie kommt man sich dann ein wenig verschippert vor. Man telefoniert geschäftlich, oder auch privat und der Teilnehmer am anderen Ende der Telefonleitung verhält sich so, als ob man sich auf einer lebenslangen Kreuzfahrt befände. Gedankenlosigkeit? Überheblichkeit? Eigene Unzufriedenheit mit der Situation? Neid? Keine Ahnung. Irgendwann werden wir es auch lernen uns dementsprechend zu verhalten und uns nicht mehr darüber ärgern. Gleiches mit Gleichem vergelten? Oder so ähnlich. Aber das ist wahrscheinlich auch nicht der Stein der Weisen. Die meisten Zeitgenossen würden das nur in den falschen Hals bekommen. :o) Nehme ich an.
 
Zum Nachdenken habe ich aus diesem Grund einen kurzen Brief an die Allgemeinheit geschrieben. Vielleicht bringen die paar Zeilen einige dazu, ein bisschen über ihr Verhalten nach zu denken.
 
Hallo Auswanderungswilliger!
Auf den Kanaren ist es wie überall auf der weiten Welt. Alltag bleibt Alltag. Egal ob in Österreich, Deutschland oder in Spanien. Derjenige, der bereit ist seine Leistung zu erbringen, wird auch hier zufrieden sein und gut leben können. Derjenige, der glaubt, er sei auf Grund dessen, dass er "das Privileg des Festlandes" genießt hier einer der großen Gewinner ist - hat sich getäuscht!
Wenn du hierher kommen und auch hier leben willst, musst du dir klar sein, dass du einen anderen Lebensraum betrittst. Für Traumtänzer und Nichtstuer ist hier kein Platz. Wo gibt es den schon? Hochstapler und Möchtegern Reiche gibt es auf den Inseln bereits genug.
Ich habe noch nie so viele ehemalige Selbständige, die daheim so erfolgreich waren kennen gelernt wie hier. Armes Mitteleuropa, die besten Köpfe der Wirtschaft sind entkommen und haben auf den Kanarischen Inseln - oder auf der Domrep - einen neuen Wirkungskreis gefunden. Doch Vorsicht! Gerade diese Zeitgenossen locken am liebsten ihre ehemaligen Landsmänner in die berüchtigte Mausefalle!
Wenn du also aufgeschlossen und fleißig bist, auch noch spanisch sprechen kannst und wirklich dein Leben hier verbringen willst, hast du dir einen tollen Platz ausgesucht. Falls nicht, wird es dir hier auch nicht besser als in deinem Herkunftsland gehen. Dir muss nur eines klar sein - auch hier fliegen dir nicht die gebratenen Tauben in den Mund. :o) Aber du hast normalerweise einen großen Vorteil - du wirst sie dir leisten können!
Darüber sollte jeder einmal scharf nachdenken, pensar con todas las fuerzas!
  
 
26 de septiembre 2014 viernes
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
leicht bewölkt
19 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Das Leben ist eine Reise -
  nimm nicht zu viel Gepäck mit.
  Billy Idol
 
Nichts gegen Äpfel oder Birnen, aber Feigen, frisch und reif vom Baum gepflückt, spielen in einer anderen Liga. Die süßen Früchte sind eine Spezialität der Natur, saftig und zuckersüß.
 
Feigen
 
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm wird im allgemeinen behauptet. Die Feige muss man pflücken, liegt sie erst einmal auf dem Boden ist nicht mehr viel von der süßen Frucht übrig. Das saftige Fruchtfleisch lassen sich auch Eidechsen gerne auf der Zunge zergehen. Mit dem Apfel bringt der Mensch automatisch Adam und Eva ins Spiel der Weltgeschichte. Dabei sind Äpfel weder Paradiesfrüchte noch die Ursache für die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies.
Eva hat Adam nämlich einen Granatapfel angeboten! Die Geschichte vom Apfel als verbotene Frucht steht auch nicht in der Bibel. Der Apfel war im Nahen Osten zu dieser Zeit nicht bekannt, er ist erst viel später aus Asien eingeführt worden.
Die nette Geschichte ergibt sich vielmehr aus einer falschen Übersetzung des lateinischen Wortes malus. Dieses Wort kann sowohl böse, schlimm oder schlecht - aber auch Apfelbaum bedeuten. Die Interpretation steht jedem frei. Der Name der Früchte lässt zwar eine Verwandtschaft vermuten, aber die beiden haben miteinander gar nichts zu tun. Bodenständig die eine und exotisch, verführerisch die andere. Der Apfelbaum wird in der Bibel auch Baum der Erkenntnis, el árbol de la comprensión, genannt.
"Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben." 2. Mose 2, 16-17
Als Baum der Erkenntnis von Gut und Böse wird in der Paradieserzählung des Buches Genesis der Bibel also ein Baum bezeichnet, der, mit dem Baum des Lebens, in der Mitte des Garten Edens zu finden ist. Gott hat den Menschen allerdings streng verboten, von diesen Früchten zu naschen. Warum wohl?
Angst vor der Erkenntnis? Wollte er nicht, dass der Mensch hinter sein Geheimnis kommt? Gibt es überhaupt ein Geheimnis? Vielleicht ist Fallobst aufschlussreicher als wir glauben? Lassen wir diese Frage für heute einfach einmal im Raum stehen. Jeder Mensch beantwortet sie so wieso für sich selbst.
Vielleicht bringt Fallobst wirklich die bessere Erkenntnis. Auch wenn der Apfel nicht weit vom Stamm fällt - oder gerade aus diesem Grund? Eine Tatsache ergibt sich allerdings aus diesen Überlegungen ganz klar. ¡De verdad! Die wahren Paradiesfrüchte müssen doch die Feigen sein! Wer das nicht glaubt, muss nur die Bibel aufschlagen. In diesem Buch gibt es die Geschichte, in der Moses erzählt, dass Adam und Eva Feigenblätter pflückten. Daraus haben sie sich Schurze geflochten, um damit ihre Nacktheit, ihre Blöße, zu verbergen.
 
Feigenbaum
 
Vom Apfel ist nirgends die Rede und ob der Baum der Erkenntnis ein Apfelbaum war, steht auch in den Sternen. Apfel, Granatapfel oder Feige - ganz egal wie immer es sich auch abgespielt haben soll, eines steht fest - im Paradies müssen Feigen gewachsen sein. Woher soll sonst das Feigenblatt gekommen sein? Vom Himmel gefallen ist es mit Sicherheit nicht! :o) Vom Himmel fallen nur kleine Engelchen oder Sternschnuppen. Auch wenn man dann ganz verschämt zugeben muss, dass es sich zum Teil nur um Staub aus dem endlosen Weltall handelt.
  
Das wäre übrigens ein Gedanke für Reinlichkeitsfanatiker. Ein bisschen Staub und Nachlässigkeit kann durchaus zu schönen Erlebnissen führen. Ohne Weltraumschmutz keine Sternschnuppe - und damit auch keine Illusion eines freien Wunsches. Die Welt wäre perfekt steril - und ohne Überraschung. Kein Regenbogen, kein "Stern" der vom Himmel fällt. :o) Wäre das nicht schade?
Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bibel keine Märchensammlung ist. Oder ein Mythos, eine Legende? Wie die griechischen Götter- und Heldensagen? Ein Tatsachenbericht ist sie ja wissenschaftlich belegt nicht. Zeitzeugen haben es anscheinend nicht für wert befunden, die Ereignisse fest zuhalten. Für die heutige Arbeitswelt ist dieses Buch allerdings sehr wichtig. Das umfassende Werk sichert viele Arbeitsplätze. Was würden unzählige Archäologen, Schriftgelehrte und Theologen als Grund für ihre Forschungen anführen? Wer würde die ganzen wissenschaftlichen Projekte unterstützen?
Aber was ist die Aussage eines Wissenschaftler denn wirklich wert?
Dr. Anton Zeilinger, der bekannte Quantenphysiker, hat sich auch zum Stand der Forschung in der Gentechnik geäußert. "Ängste und Vorbehalte gegen die Gentechnik" sagt er, "entbehrten jeder sachlichen Grundlage." Das ist die kurze Übersetzung der Äußerung: "Ich bin zwar kein Gentechniker und habe auch nicht die geringste Ahnung, welche Folgen uns die Gentechnik in 20 oder 30 Jahren beschert, welche Folgen die Verbreitung und der Konsum gentechnisch veränderter Organismen auf die Welt hat. Aber auf meine Kollegen lasse ich nichts kommen."
Gute Nacht. ¡Buenas noches!
 
 
25 de septiembre 2014 jueves
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
leicht bewölkt
19 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Der Klügere gibt nach!
  Eine traurige Wahrheit,
  sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
  Marie von Ebner-Eschenbach
 
Wenn man Chilis so richtig scharf mag, sollte man sie nicht zu früh - aber auch nicht zu spät ernten. Der richtige Erntezeitpunkt bestimmt also die Schärfe und das Aroma. :o) Das ist ein ganz kleiner Teil des Geheimnisses der scharfen Schoten.
 
 
Bei uns wachsen wahre Prachtexemplare! Die verschiedenen Sorten haben ganz unterschiedliche Schärfegrade. Die einen wachsen auf einem Strauch, sind dunkelrot und ziemlich scharf und klein, die anderen sind lang, dünn, grün und auch scharf und die Sorte, die wir in Tontöpfen ziehen beginnen seit ein paar Tagen zu reifen. Sie verändern ihre Farbe von weiß, über hellorange bis zu einem dunklen Rot und sie sind die schärfsten Exemplare, die wir zu bieten haben.
 
 
Wir lieben unsere Gewürzpflanzen mit der gewissen Schärfe! Damit in der Küche das ganze Jahr über scharf gekocht werden kann, werden die roten Früchtchen jetzt auch getrocknet.
 
 
24 de septiembre 2014 miércoles
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
meistens sonnig
20 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Respekt und Achtung verlieren sich am schnellsten in der Wut.
  Julian Scharnau
 
Heute ist ein Email  mit dem Hinweis, dass eine Besucherin aus Finnland einen Bericht über ARTlandya in ihren Blog veröffentlicht hat, im Postfach gelandet. Ich verstehe leider kein Wort davon, aber für unser Archiv habe ich den Text von Ritta in mein Tagebuch kopiert. :o) Ich bin mir sicher, dass nix Negatives darin zu finden ist. Falls jemand von euch finnisch spricht und mir das übersetzten kann - ich würde mich freuen!
   
 
Eilen kävimme Icodin nukkemuseossa. Paikka oli enemmän kuin museo, se oli oikeastaan taidenukkenäyttely eri taiteilijoilta, joukossa oli myös harvinaisuuksia, joita ei ole maailmassa monta. Paikka oli hieman vaikea löytää, ennen Icodia käännytään T-5:lta T-342-tielle La Guanchan suuntaan. Netistä löytyy kyllä ajo-ohjeet. Paikka yllätti sillä, että kokoelma oli suuri ja nuket todella puhuttelevia, kauniita ja yksilöllisiä. Museossa oli myös nallenäyttelyosasto.
Meille esiteltiin myös nukkien valmistamisprosessia, joka on mielenkiintoinen. Yksi tekniikoista on se, että taiteilija valmistaa massasta originaalinuken, josta sitten valetaan kipsimuotit. Muoteilla tehdään posliinivalut, jotka saavat lopullisen kovuutensa keramiikkauunissa. Kasvot ja muut yksityiskohdat maalataan kuten posliininmaalauksessa yleensä ja värit kiinnitetään uunissa. Nukkeja oli valmistettu myös muista materiaaleista, vahasta, paperimassasta, huovasta, ”sukkahoususta”…
Kylläpä tekisi mieli alkaa tekemään nukkeja itsekin!
 
 
23 de septiembre 2014 martes
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
meistens bewölkt
20 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Wenn du glaubst,
  Abenteuer seien gefährlich,
  probier's mal mit Routine - die ist tödlich!
  Paulo Coeltho
 
Herbstbeginn - zumindest laut Kalender. Doch der erste Blick aus dem Fenster bestätigt diese Tatsache nicht. Blauer Himmel mit ein paar verstreuten Wölkchen sind zu sehen und über den Hügeln schickt Frau Sonne schon ihre ersten Sonnenstrahlen zu uns.
Seit heute Mittag hat also die Jahreszeit gewechselt und der Herbst hat die Regentschaft übernommen. Der Tag und die Nacht sind gleichberechtigt, beide dauern gleich lange.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Primavera, verano, otoño y invierno. Der immer gleiche Ablauf eines Jahres. Das Ende des Jahres kommt unweigerlich immer näher. Es wird nicht lange dauern, dann können wir Weihnachten feiern.
Auf unserer Insel spielt sich dieses Szenario ein wenig anders ab. Den Jahreszeitenwechsel spürt man hier nicht wirklich, eigentlich so gut wie gar nicht. Zumindest nicht an der Temperatur. Die Tage werden auch nicht viel kürzer doch sie beginne später. In der Früh ist es einfach länger dunkel. Und zwar stockdunkel. Dämmerung gibt es so gut wie nicht. Dafür sind wir dem Äquator zu nahe.
 
 
22 de septiembre 2014 lunes
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
sonnig
20 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
  aus dem man nicht vertrieben werden kann.
  Jean Paul
 
Ein fauler Tag zu Hause, einfach gar nix tun. Am Nachmittag sind wir für eine Stunde an den Strand von San Marcos gefahren. Wir sind schon lange nicht mehr dort gewesen, vielleicht ist es uns deshalb besonders arg aufgefallen, wie vernachlässigt die kleine Bucht zur Zeit ist. Überall liegen Steine. In allen Größen und Farben. :o) Da bekommt jeder was er will, die Auswahl ist riesengroß. Vielleicht sollte man aber doch einmal mit Aufräumen beginnen? Schlecht wäre es nicht, dann gäbe es wieder mehr Platz für Sonnenanbeter und Schwimmer.
 
 
Fürs Kochen bin ja ich zuständig, doch heute hat sich unser fahrbarer Untersatz ins Rampenlicht gedrängt und hat zu kochen begonnen. Mit Ach und Krach sind wir noch nach Hause gekommen.
 
 
Peinlich, aber man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen - Marco Pollo, immerhin ein Reiseführer mit einem gewissen Anspruch auf Qualität und das Magazin Focus verändern den europäischen Atlas. Warum? :o) Deshalb!
Mallorca – die größte Kanarische Insel.
Marco Polo und Focus Online haben jetzt offenbar herausgefunden, dass die größte der Kanarischen Inseln nicht mehr Teneriffa, sondern das rund 2.200 km entfernte Mallorca ist. Aber bei so vielen Inseln kann man schließlich mal durcheinander kommen. :o) Ist doch egal, ob man im Mittelmeer oder im Atlantik dümpelt.
 
 
21 de septiembre 2014 domingo
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
sonnig
20 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
   
  Altern ist ein hochinteressanter Vorgang:
  man denkt und denkt und denkt -
  und plötzlich kann man sich an nichts mehr erinnern.
  Ephraim Kishon
 
Zu allererst ein Hinweis in eigener Sache. Mich haben einige Leser des Tagebuches darauf angesprochen angeschreiben, dass man den Link auf das Archiv nicht so leicht findet. Wenn ihr hier auf Archiv klickt, landet ihr direkt im Inahltsverzeichneis der Vergangenheit und ihr könnt in Beiträgen bis ins Jahr 2006 stöbern. :o) Viel Vergnügen!
 
 
London lacht: BBC berichtet über SPÖ-Gartenzwerge. :o) Nun habe die SPÖ eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise auf den Verbleib der "Coolmen" ausgelobt, so Einwallner. Insgesamt hat die SPÖ 20.000 Zwerge bestellt. Sie sollen den Sozialdemokraten für die Landtagswahl im Land hinter den sieben Bergen am 21. September als Wahlkampf-Fußvolk dienen.
 
ÖVP setzt auf Wallner, SPÖ auf Zwerge
ÖVP und SPÖ haben am Donnerstag die Intensivphase des Landtagswahlkampfes eingeläutet. Während die Volkspartei mit ihren Wahlplakaten vor allem auf Landeshauptmann Markus Wallner setzt, plant die SPÖ den „Zwergenaufstand“.
Die Zwergensymbolik sei bewusst gewählt, so Ritsch gegenüber dem ORF Vorarlberg: Der Zwerg sei eigentlich „der erste Hackler, der erste Sozialdemokrat“ gewesen. Außerdem sei die SPÖ Vorarlberg klein - quasi der siebente Zwerg hinterm großen Berg. Ziel bei der Landtagswahl sei es, mit einem Wahlergebnis von 20.000 Stimmen in den Landtag einzuziehen, wodurch das vierte Mandat gesichert wäre - deshalb verteile man auch ebenso viele Zwerge im Land.
 
 
SPÖ vermisst 400 Gartenzwerge
Die SPÖ hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kamen 400 Werbefiguren, genannt "Coolmen", abhanden. An ihrer Stelle sollen jetzt ÖVP-Plakate hängen. Die Zwerge waren zwischen Rankweil und Bregenz an Laternenmasten in rund drei Metern Höhe angebracht. Gleich 400 dieser Werbefiguren für die Landtagswahl seien gestohlen worden, schreibt die SPÖ in einer Aussendung. Zwar dürfe man solche Zwerge durchaus mit nach Hause nehmen, meint SPÖ-Landesgeschäftsführer Reinhold Einwallner, doch sicher nicht gleich 400 Stück im Wert von fast 3.000 Euro.
Die Vorarlberger Volkspartei wies die Vorwürfe der SPÖ klar zurück. Wer ohne jeglichen Beweis solche ungerechtfertigten Anschuldigungen erhebe, sei moralisch nicht weit von den tatsächlichen Tätern entfernt, so Landesgeschäftsführer Dietmar Wetz. Man habe im Wahlkampf außerdem Wichtigeres zu tun, als sich um Zwerge zu kümmern. Die ÖVP würde sich inhaltlich mit dem Mitbewerber auseinandersetzen.
 
 
Aber - Entwarnung an alle Gartenzwergliebhaber! Es sind ja nicht alle Zwerge abgetaucht, die SPÖ hat noch immer sechstausend Gartenzwerge zu verschenken.
wofür sind  Gartenzwerge gut?
 
 
20 de septiembre 2014 sábado
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
sonnig
20 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
  Das Schönste, was wir erleben können,
  ist das Geheimnisvolle.
  Albert Einstein
 
Illusionen. Klingt gut - aber tun sie gut?
Vision, Illusion, Halluzination oder Traum? Was wäre, wenn alles was man sieht, nur eine Illusion wäre? Es könnte ja niemand das Gegenteil beweisen, oder doch? Lebensträume entpuppen sich dadurch eigentlich also zur reinen Ansichtssache.
Besteht die Realität aus Logik oder aus einer schönen Illusion? Für den einen ist es Realität, für den anderen lediglich ein Witz, eine Illusion. Doch wo entstehen die Bilder? Entstehen sie nur in unserem Kopf. Ist die Wirklichkeit doch nur ein Traum?
Albert Einstein hat dieses Problem vielleicht besser auf den Punkt gebracht - alles ist relativ!
 
 
Ich habe schon noch Träume und bin mir ziemlich sicher, dass einige davon auch in Erfüllung gehen werden. Träume und Pläne sind überlebenswichtig. Was würden wir denn ohne sie tun? Ohne sie wäre der Alltag wohl ziemlich grau und trostlos. Ohne Träume hätten wir auch kein Ziel mehr vor Augen.
Ein Leben ohne Ziele? Das ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Oder hat doch Salvador Dali recht? Er sagte einmal: "Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt der Träume." :o) Doch bis es soweit ist, machen wir uns ans Werk um unsere Träume zu verwirklichen!
 
 
19 de septiembre 2014 viernes
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
bewölkt
20 ° C temperatura mínima
24 ° C temperatura máximo
  Ein Kluger bemerkt alles,
  ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen.
  Heinrich Heine
 
Gestern Abend hat es zu regnen begonnen. Es war ein ganz ungewohntes Geräusch als plötzlich Regentropfen auf den Boden prasselten. Kein Nieselregen sonder richtig dicke Tropfen sind aus den Wolken gefallen. Einfach herrlich! Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Die Pflanzen haben sicher mit den Wurzeln geklatscht, denn Regenwasser feuchtet die Erde ganz einfach viel besser durch als das Wasser, das aus dem Wasserschlauch vergossen wird. Vor allem, wenn es so ruhig vor sich hin regnet.
 
 
Great Britain bleibt Grossbritanien und mutiert nicht zu Little Britain. Die Schotten haben entschieden.
Konrad Kramar schreibt dazu im Kurier von heute: "Die Angst hat gesiegt. Firmen drohten mit Abwanderung aus Schottland, Supermärkte kündigten Preissteigerungen an und diverse Erdölexperten sahen die Vorräte in der Nordsee fast wöchentlich noch weiter schwinden: Mit solchen Schlagzeilen haben britische Tageszeitungen in den vergangenen Wochen die Schotten fast unaufhörlich beglückt.  Dazu kam eine Armada von Londoner Spitzenpolitikern, allen voran Premier Cameron, die nach Schottland pilgerten.
Dort waren sie zwar fast ausnahmslos nicht willkommen, ihre Botschaft aber brachten sie trotzdem an. Wenn ihr nur bei uns bleibt, bekommt ihr von uns all die wirtschaftliche und politische Freiheit, die ihr schon lange fordert. Wenn ihr aber geht, geht ihr nicht nur ein unkalkulierbares Risiko ein, wir werden euch auch noch vorsorglich ein paar Steine in den Weg legen. Das wirkte."
 
 
18 de septiembre 2014 jueves
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
meistens bewölkt
20 ° C temperatura mínima
26 ° C temperatura máximo
  Das Leben ist bezaubernd,
  man muss es nur durch die richtige Brille sehen.
  Alexander Dumas
 
Die PONS Redewendung der Woche lautet "Die Schotten dicht machen"
Nein, niemand will die Schotten abfüllen, und schon gar nicht heute. Die Einzahl von Schotten ist in diesem Fall "das Schott"  - Schotten spielten z.B. beim Untergang der Titanic eine Rolle. 
Das Schott ist ein vorschiebbarer Verschluss mit dem man einen Durchbruch einer Wand schnell verschließen kann. Gibt es im Rumpf eines Schiffes mehrere Trennwände, kann das Wasser, wenn man die Schotten dicht macht, in nur dem Teilbereich des Rumpfes gehalten werden, wo es eindringt. So kann ein Schiff gegebenenfalls trotz Leck vor dem Sinken bewahrt werden.
Die Titanic ging dennoch unter:  Der Eisberg riss 6 Lecks, die alle 6 vorderen Teilbereiche des Schiffes fluteten, ob die Schotten dicht waren oder nicht.  Die Redewendung „Die Schotten dicht machen“ bekommt vor diesem Hintergrund noch viel mehr Nachdruck!
 
 
17 de septiembre 2014 miércoles
Icod de los Vinos
   
meistens sonnig
20 ° C temperatura mínima
27 ° C temperatura máximo
  Die Ahnung der Frau ist meistens zuverlässiger als das Wissen der Männer.
  Joseph Rudyard Kipling
 
In Puerto de la Cruz findet bis zum 29. September PERIPLO, ein Kulturfestival der Reise- und Abenteuerliteratur statt. Un Festival Internacional de Literatura y Aventuras de Puerto de la Cruz.
 
 
Ob die Wandmalerein ebenfalls alle das Thema Reise und Abenteuer haben weiß ich nicht, denn die Künstler haben zum Großteil erst am Montag mit ihrer Arbeit begonnen.
 
 
 
16 de septiembre 2014 martes
Icod de los Vinos
sonnig   
sonnig
20 ° C temperatura mínima
27 ° C temperatura máximo
  Die Zeit mag Wunden heilen,
  aber sie ist eine miserable Kosmetikerin.
  Mark Twain
 
Wale und Delphine verständigen sich mit Klick- und Pfeiftönen. Vögel twitschern fröhlich, Hunde bellen und Katzen miauen. Sogar Eidechsen sind nicht stumm und können ziemlich laut pfauchen. Die Verständigung zwischen den verschienen Lebewesen funktioniert also ganz gut, oder? :o) Ich nehme es halt einmal an.
Der Mensch hat die Sprache. Damit müssten sich diese Lebewesen eigentlich ganz gut verständigen können. Vor allem, wenn sie die gleiche Landessprache sprechen.
Ich möchte damit sagen, dass ich es ja noch verstehe, wenn ein Italiener einen Engländer nicht versteht oder ein Deutscher nicht ganz genau mitbekommt, was der Spanier mit den Sätzen meint, über die er sich halb tot lacht. Das Geheimnis liegt wahrscheinlich in den unterschiedlichen Kulturen. Aber wenn sich nicht einmal Freunde oder Familienmitglieder auf einer Ebene verständigen können, liegt das Problem mit Sicherheit ganz wo anders.
Männer und Frauen leben ja angeblich auch in verschiedenen Welten und reden ständig aneinander vorbei. :o) Sie bewegen sich auf verschiedenen Ebenen - sagt man. Frauen sagen im Schnitt 23.000 Wörter pro Tag, Männer nur 12.000. Ist das der Grund, warum's immer wieder in der Kommunikation hapert?
 
 
Eigentlich könnte alles so einfach sein. Man sagt was, ein anderer versteht sofort, was man gemeint hat und antwortet. Das geht dann stundenlang friedlich so hin und her. Es gäbe keinen Streit und keine Kriege, Bridget Jones müsste nicht so viel Schokolade frühstücken, die Supernanny wäre arbeitslos und der Berufsstand des Psychologen ab sofort überflüssig.
Ohne die Angst vor der Reaktion des Gesprächspartners würden vieles wahrscheinlich völlig anders ablaufen. Niemand möchte als Verlierer dastehen, kein Mensch will sein Gesicht verlieren und so wird über bestimmte Dinge gleich gar nicht geredet. Oberflächlichkeit und Sprachlosigkeit regiert die Sprachlandschaft der Gegenwart. Es wird geplaudert aber nicht gesprochen. :o) Meistens jedenfalls.
Ich kenne das von Menschen, die eigentlich nur an sich interessiert sind und nur das hören, was sie hören wollen. Sie haben kein wirkliches Interesse an anderen Menschen und somit trennen sich über kurz oder lang wohl ihre Wege. Gleichgültigkeit nennt man diesen Zustand dann.
Post     erledigt ...
 
 
15 de septiembre 2014 lunes
Icod de los Vinos
   
sonnig
22 ° C temperatura mínima
29 ° C temperatura máximo
   
  Sommer ist die Zeit,
  in der es zu heiß ist,
  um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.
  Mark Twain
 
Heute gibt es einmal Geschichtsunterricht über zwei Wappen. Auf dem linken Bild ist das Stadtwappen von unserem Nachbarort La Guancha zu sehen und auf dem rechten Foto ist das Wappen von Icod de los Vinos abgebildet.
 
La Guancha   Icod de los Vinos
 
Vier starke Männer prägen das Wappen von Icod und zwei sexy Bienen stehen für La Guancha stramm. Der Name des Ortes bedeutet auf deutsch übersetzt die Ureinwohnerin oder die Guanchin. Und dazu gibt es eine kleine Geschichte ...
Es war einmal, ein spanischer Eroberer mit dem klingenden Namen Alonso Fernández de Lugo. Als er mit seinen seinen Soldaten in das kleine Bergdorf kam um die Guanchen zu unterwerfen, sah einer seiner Männer ein wunderschönes einheimisches Mädchen, das gerade Wasser aus einer Quelle schöpfte, contempló a una bellísima aborigen que cogía agua de una fuente. Der Spanier war überwältigt von ihrer Schönheit und wollte sie ansprechen, doch als das Mädchen den Soldaten bemerkte, floh sie blitzschnell aus seiner Nähe.
Alonso Fernández de Lugo gab seinen Soldaten den Befehl, das Mädchen zu ergreifen und zu ihm zu bringen. Doch seine Männer konnten diesen Befehl nicht ausführen, den das hübsche Guanchenmädchen entschied sich für einen Sprung von einer Klippe. Ein Sprung, der ihr zwar das Leben kostete, aber ihr die Freiheit bewahrte. Obwohl die Soldaten ohne die Schöne zu ihrem Befehlshaber zurück kehrten, benannte der den kleinen Ort nach ihr - la Guancha, el lugar sería conocido como Fuente de la Guancha.
Die Kiefer im Wappen von La Guancha symbolisiert die Wälder, die rund um die Gemeinde wachsen. El pino simboliza los bosques que existen en las cumbres del municipio. Die Geschichte der zwei rassigen Schönen kennt ihr ja bereits - zumindest von einer davon. Woher die zweite Frau stammt weiß ich nicht. Vielleicht ist es ja nur ein Spiegelbild, das sich in der Wasseroberfläche der Quelle spiegelt? Oder hat einer der Soldaten damals doppelt gesehen?
Über das Wappen der Stadt Icod kenne ich leider keine Geschichte. Ich weiß nur, dass die vier Männer die vier Könige der Guanchen, los Menceyes, der Königreiche Icod, Daute, Abona und Adeje darstellen. Diese vier Menceyes versuchten zu Zeit der spanischen Eroberung gemeinsam den Frieden in diesem Gebiet mit dem kastilischen Eroberer zu verhandeln.
Los cuatro tenantes representan a los cuatro reyes o menceyes guanches de los de Icod, Daute, Adeje y Abona que se reunieron en este territorio para acordar la paz con los conquistadores castellanos.
Geglückt ist ihnen dieses Vorhaben allerdings nicht. Der alte Drachenbaum zwischen den vier Männern ist nicht nur Wahrzeichen von Icod de los Vinos, sondern – neben dem Teide und der Basilika von Candelaria – auch das Wahrzeichen von ganz Teneriffa. Botaniker rätseln zwar am Alter dieses riesigen Dragos, doch egal wie alt er ist, eines ist sicher, der Drachenbaum von Icod ist der älteste Drago der Inseln im Atlantik.
 
 
14 de septiembre 2014 domingo
Icod de los Vinos
bewölkt   
bewölkt
20 ° C temperatura mínima
27 ° C temperatura máximo
  Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.
  Marcus Tullius Cicero
 
"Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen; solche, die sich zu Tode arbeiten und solche, die sich zu Tode langweilen." stellte Winston Churchill fest.  
 
 
13 de septiembre 2014 sábado
Icod de los Vinos
teilweise bewölkt   
teilweise bewölkt
20 ° C temperatura mínima
27 ° C temperatura máximo
  Man vergisst vielleicht,
  wo man die Friedenspfeife vergraben hat.
  Aber man vergisst niemals,
  wo das Beil liegt.
  Mark Twain
 
In Mittelamerika haben viel Kinder sogenannte Kummerpuppen oder Sorgenpüppchen. Das sind kleine Püppchen aus Wolle. Die Kinder erzählen ihnen abends ihr Problem, legen sie dann unters Kopfkissen, und am nächsten Morgen sind die Sorgen schon viel kleiner geworden.
Viele Frauen im Norden Guatemalas weben bunte Stoffe für ihre Kleidung und als Nebenprodukt entstehen die kleinen Puppen gegen die Sorgen. Einer Legende nach hatte Prinzessin Ixmucane die Gabe, die Probleme anderer Menschen zu lösen. Als jedoch  immer mehr Menschen mit ihren Sorgen zu ihr kamen, bat sie den Sonnengott ihr zu helfen. Der wusste Rat und stellte ihr sechs Helferlein an die Seite, damit die Nöte der Menschen nicht länger allein auf ihren Schultern lasteten.
 
 
Über große Sorgen sollte man trotzdem lieber mit einem vertrauten Menschen reden, aber bei einem kleinem Kummer hilft so eine Puppe ganz bestimmt. Und wer sagt, dass es nur Kindern hilft? Wer weiß, vielleicht erledigen die bunten Püppchen ihre Aufgabe wirklich schnell und verlässlich. :o) Also schlaft gut und legt eure Sorgen unters Kopfkissen - morgen Früh sind die Sorgen weg, nur die Püppchen sind noch da!
 
 
12 de septiembre 2014 viernes
Icod de los Vinos
   
sonnig
20 ° C temperatura mínima
27 ° C temperatura máximo
  Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
  Man weiß nie, was man bekommt.
  Forrest Gump
 
Ist Kunst alles, was gefällt? Ist Kunst alles, was als solche deklariert wird? Kunst gibt es für jeden Geschmack - egal, ob gut, schlecht oder nur teuer. :o) Schlechten Geschmack kann man kaufen - guten Geschmack muss man haben.
 
 
Kunstwerke dienten immer sowohl als moralische als auch geschmacksbildende Stütze. Man war überzeugt - das Schöne hat einen positiven Einfluss auf die Betrachter - das ist klar.
Heute muss Kunst vor allem aber eines sein - teuer! Der Luxus steht im Mittelpunkt - und der scheint losgelöst von Geschmack jeder Art. Was teuer ist, wird in unserer Gesellschaft automatisch mit Bedeutung gleichgesetzt und zum Prestigeobjekt erhoben. Nicht mehr - aber auch nicht billiger. :o) Und die Frage Kitsch oder Kunst ergibt sich auch - denn Kitsch ist Kunst!
 
für alles braucht man    einen Plan ...
 
 
11 de septiembre 2014 jueves
Icod de los Vinos
   
sonnig
22 ° C temperatura mínima
29 ° C temperatura máximo
   
  Die Dinge, die mich in meinem Leben am meisten gereizt haben, waren immer die, vor denen ich ein bisschen Schiss hatte.
  Joachim Fuchsberger
 
"Ich ruf es nach oben, der Himmel muß warten, ich hab' noch was vor!" Heute hat der Himmel nicht mehr gewartet. Joachim "Blacky" Fuchsberger ist mit 87 Jahren gestorben, für den großartigen Schauspieler ist der letzte Vorhang gefallen.
Zu seinem 85. Geburtstag hat er augenzwinkernd in einem Gedicht über den Tod sinniert. "Aus hohlen Augen grinst er dich an und sagt: kommst du freiwillig mit, alter Mann? Wehren ist zwecklos, mach dich bereit, für den letzten Schritt in die Ewigkeit. Du schaust und legst zum Ende, in seine Hände Deine zitternden Hände. Im brechenden Auge ein Hoffnungsschimmer, und dann gibste den Löffel ab - für immer."
Angst vor dem Tod? Die hat er wohl nicht gehabt, denn in einem Interview hat er vor ein paar Monaten gesagt: "Nein, ich habe mein Haltbarkeitsdatum ja schon lange überschritten und empfinde jeden neuen Tag als ein Geschenk. Momentan mobilisiere ich meine allerletzten Kräfte. Ich hatte ein wundervolles Leben, da hat man keine Wünsche mehr. Da fragt man sich nur noch, was soll noch kommen? Denn da ich nicht an Gott und Wiedergeburt glaube, ist der Tod für mich definitiv das Ende."
 
 
In einem seiner Bücher hat er mit dem zeitgenössischen Jugendwahn abgerechnet. "Altwerden ist nichts für Feiglinge" lautet deshalb auch der Titel des Buches, das 2011 erschienen ist und in dem er sich gnadenlos aber auch augenzwinkernd mit Freud und Leid eines hohen Lebensalters auseinander gesetzt hat. "Es gibt für mich kein Leben oder Wiedersehen nach dem Tod. Der Tod ist für mich das Ende und Feierabend."
Dass Altwerden tatsächlich nichts für Feiglinge ist, hat Joachim Fuchsberger selbst erfahren müssen. Gesundheitliche Probleme und der tragische Tod seines Sohnes Thomas im Oktober 2010 haben seine letzten Jahre überschattet.
 
 
Für mich bleibt er als rüstiger Rockrentner Degenhard in den Filmen "Rocco und die Herzschrittmacher" und die "Spätzünder - der Himmel soll warten" in Erinnerung. Diese beiden Streifen kann ich mir immer wieder ansehen.
 
 
10 de septiembre 2014 miércoles
Icod de los Vinos
   
sonnig
22 ° C temperatura mínima
29 ° C temperatura máximo
  Freude ist eine Liebeserklärung an das Leben.
  A. L. Balling
 
 
Zweifel
Ein Mensch ist dazu wild entschlossen:
das gute Kräutchen wird begossen,
das schlechte Unkraut ausgerottet.
 
Doch ach, des Lebens Wachstum spottet,
und oft fällts schwer, sich zu entschließen:
soll man nun rotten oder gießen?
Eugen Roth
 
 
9 de septiembre 2014 martes
Icod de los Vinos
sonnig   
sonnig
22 ° C temperatura mínima
29 ° C temperatura máximo
  Frauen wollen durchschnittliche Männer haben,
  und die Männer tun alles,
  um so durchschnittlich wie möglich zu sein.
  Margaret Mead
 
Stellt euch vor, es gibt eine ganz neue Erkenntnis - Fertiggerichte sind teurer als selbst Geschnibbeltes. Zu faul zum Schnibbeln, Schälen und Putzen? Das kann teuer werden! Na so was, das Ist ja eine ganz überraschende Neuigkeit! Bequemlichkeit muss eben leiden büßen. :o) Bequemlichkeit hat also ihren Preis.
Angeblich sind Fertiggerichte aber praktisch für die schnelle Küche auch wenn sie nicht den besten Ruf haben. Pizza, Lasagne, Linsensuppe, Baguettes aller Art und Nasi Goreng werden in den Hitparaden der Industrieküche gelistet. Pizzaservice und Schnitzeldienst sind dabei anscheinend noch gar nicht eingerechnet.
 
 
Im Vergleich zu selbst gekochten Gerichten sind Fertigprodukte deutlich teurer, wie nun die Verbraucherzentrale Hamburg meldet. Insgesamt verglichen die Tester 14 frisch zubereitete Lebensmittel mit 21 Fertigvarianten.
Das Ergebnis? Im Schnitt war das Fertiglebensmittel um 184 Prozent teurer. Im höchsten Fall waren es sogar 650 Prozent. Bemerkenswert ist eines - die meisten der ersparten Zubereitungsschritte hätten mit wenig Aufwand selbst ziemlich schnell erledigt werden können. Im Preis inbegriffen sind allerdings Aromen und Zusatzstoffe. Ist doch was, oder?
Mich interessiert diese neue Erkenntnis nur am Rande - ich habe immer schon lieber selbst gekocht und kann mir sicher sein, dass ich weiß, was ich esse. Abgesehen davon, dass es dann genauso schmeckt, wie es unserem Geschmack entspricht. Selbst ist die Frau der Mann am Herd!
 
 
8 de septiembre 2014 lunes
Icod de los Vinos
Sommer, Sonne ...   
sonnig
22 ° C temperatura mínima
30 ° C temperatura máximo
  Wir sind verantwortlich für das,
  was wir tun,
  aber auch für das, was wir nicht tun.
  Voltaire
 
Eigentlich wollten wir unseren freuen Tag heute an einem schönen Sandstrand verbringen. Ich glaube, wir sind schon seit drei, wenn nicht sogar vier, Jahre dort gewesen. Also haben wir nach dem Frühstück unsere Kühlbox eingepackt und uns auf den Weg gemacht.
 
 
Kennzeichen von Mesa del Mar ist das riesige, blaue Hotel direkt an der Küste. Außerhalb der Saison ist der kleine Ort fast menschenleer und nur wenige Besucher sonnen sich in aller Ruhe am Strand La Arena. Genau dort, wo wir heute hin wollen.
Mesa del Mar gehört zu Tacoronte und wurde 1497 von Sebastian Machado aus Guimarães gegründet. Die ersten Siedler lebten in Berghölen an der steilen Küste, aber durch die Nähe zum Meer und den fruchtbaren Böden war für Mensch und Tier ausreichend Wasser und damit auch Nahrung zur Verfügung.Mesa del Mar war damals ein kleines Fischerdörfchen - heute kann man davon nichts mehr erkennen. Der Tourismus der 60er Jahre hat erfolgreich zugeschlagen.
 
 
Aus unserem Strandaufenthalt an diesem schönen Küstenabschnitt ist leider nichts geworden. Der Strand ist wegen Felsschlaggefahr gesperrt und wird zur Zeit saniert. Der Eintrittspreis, sprich angedrohte Strafe von 750 Euro war uns dann doch etwas zu teuer und so sind wir wieder ins Auto gestiegen und noch ein paar Kilometer weiter Richtung Norden gefahren.
 
 
Mit Punta del Hidalgo ist die Insel zu Ende. Hier seht ihr den Leuchturm an der Spitze dieses Strandes. Der moderne Turm, der irgendwie einer Raketenabschussstation ähnlich sieht wurde 1992 in die Landschaft gestetzt und ragt seitdem mit seinen 52 Metern Höhe weit über den kleinen Ort hinaus.
 
 
An dieser Stelle befindet sich der nördlichste Punkt der Insel. An diesem flachen Küstenstreifen hat der Atlantik viele kleine, natürliche Becken in den Lavastein gespült und die Wellen haben damit fast viele, wenn auch kleine Schwimmbecken geschaffen. Deshalb ist Punta del Higaldo auch ist ein beliebter Bade- und Angelplatz für ganze Familien.
 
 
Auch wir haben uns ein Plätzchen gesucht und endlich unser Pciknick ausgepackt. Einfach herrlich - und es schmeckt viel besser als in irgendeinem Luxusrestaurant. Die Füsse auf den warmen Steinen, der Wein gut gekühlt, schmackhafter Fisch und frisches Weißbrot, dass man sogar auf den aufgeheizten Lavasteinen knusprig toasten kann - wenn man will. Luxus pur, oder?
 
 
Stundenlang können wir bei diesem Wetter leider nicht am Strand bleiben, denn wir haben leider keinen neuen Strandschirm auftreiben können. Die Geschäfte auf der Insel stellen sich nämlich, genau wie überall in Europa, auf den Herbst ein. Die Gefahr, dass wir uns in rote Krebse verwandeln ist zu groß, deshalb müssen wir dieses schöne Plätzchen trotz dieser traumhaften Aussicht wieder verlassen. :o) Aber wir kommen ganz bestimmt bald wieder hier her!
 
 
am siebten Tage     sollst du ruh'n ....
 
 
7 de septiembre 2014 domingo
Icod de los Vinos
sonnig   
sonnig
21 ° C temperatura mínima
29 ° C temperatura máximo
  Es ist nie zu spät,
  der zu werden,
  der man schon immer sein wollte.
  Autor unbekannt
 
Ein wunderschöner Tag folgt dem anderen auf den Fersen - und ich bekomme schön langsam Angst vor der nächsten Wasserrechnung.
 
 
6 de septiembre 2014 sábado
Icod de los Vinos
   
sonnig
22 ° C temperatura mínima
29 ° C temperatura máximo
  Man will nicht nur glücklich sein,
  sondern glücklicher als die anderen.
  Und das ist deshalb so schwer,
  weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.
  Charles-Louis de Montesquieu
 
und es sind immer wieder die selben Lieder ...
 
 
Wo sind diese Tage an denen wir glaubten, wir hätten nichts zu verlieren.
Wir machen alte Kisten auf, holen unsere Geschichten raus. Ein großer, staubiger Haufen Altpapier.
Wir hören Musik von früher, shauen uns verblasste Fotos an. Erinnern uns, was mal gewesen war.
Und immer wieder sind es dieselben Lieder, die sich anfühlen, als würde die Zeit stillstehen.
Ich geh' auf meine Straße, lauf' zu unserem Laden. Seh' euch alle da sitzen, weiß, dass ich richtig bin. In welchen Höhen und welchen Tiefen wir gemeinsam waren. Drei Kreuze, dass wir immer noch hier sind.
Und immer wieder, sind es dieselben Lieder, die sich anfühlen, als würde die Zeit stillstehen. Denn es geht nie vorüber, dieses alte Fieber, das immer dann hochkommt, wenn wir zusammen sind.
Wir stoßen an, mit jedem Glas auf alle, die draufgegangen sind.
 
 
5 de septiembre 2014 viernes
Icod de los Vinos
Sommer, Sonne ...   
sonnig
21 ° C temperatura mínima
30 ° C temperatura máximo
  Ein schlechtes Gedächtnis hat den Vorteil,
  dass man schöne Dinge
  ein zweites Mal zum ersten Mal erlebt.
  Autor unbekannt
 
Bis vor kurzem war diese Pflanze noch unter dem Namen Datura bekannt. Auf Betreiben von amerikanischen Biologen wurde die Engelstrompeten vor circa zehn Jahren auf Brugmansia umbenannt. Der neue botanische Name soll an den holländischen Botaniker und Mediziner Sebald Justinus Brugmans (1763–1819) erinnern.
Engelstrompeten heißen Engelstrompeten weil ihre Blüten an Trompeten erinnern. Außerdem sind sie so schön, wie es nur die Trompeten von Engeln sein können - und sie duften auch noch himmlisch süß!
 
ARTlandya
 
Bei uns auf der Finca blühen sie in vielen verschiedenen Farben aber zur Zeit übertrumpfen diese orangen Blüten alle anderen Exemplare. Sind sie nicht traumhaft schön?
 
Die Engelstrompete gehört zu der Familie der Stechäpfel. Heimisch ist die Pflanze in Südamerika, wo sie allerdings nicht nur zur Zierde angepflanzt wurde.
Die Ureinwohner Südamerikas schätzten die medizinische Wirkung der Datura und inhalierten den Rauch um Asthma zu lindern. Doch warum findet man den Stechapfel in unserer Medizin nicht so gut wie gar nicht mehr? Und wieso verschwinden immer häufiger Engelstrompeten über Nacht aus den Gärten ihrer Besitzer?
Die Ureinwohner von Südamerika haben die Engelstrompete nicht nur zu medizinischen Zwecken verwendet. Blüten und Blätter können einen stark berauschenden Effekt haben. So brauten die peruanischen Ureinwohner ein narkotisches Getränk aus den Blättern der Pflanze, den sogenannten Tonga. Dieses Gebräu wurde vor allem vor Beschwörungen und Ritualenverwendet um in Ekstase zu verfallen. Neben dem Tee wurde auch das Rauchen der Blätter und Blüten als sinneserweiternde Maßnahme genutzt.  In dieser Kultur ging man davon aus, dass der Rauschzustand eine Verbindung zu den Göttern herstellen würde.
 
Datura
 
Wenn heute aus den Gärten Engelstrompeten gestohlen werden, ist aber nur selten die Suche nach einer engeren Verbindung zu Gott der Grund. Das viele Gewächse eine berauschende Wirkung haben, ist auch der Jugend nicht entgangen und anders als die meisten Drogen ist die Engelstrompete in Nachbars Garten zu finden. Dabei kann sich der stimmungsaufhellende Rausch allerdings schnell in einen Albtraum verwandeln.
Der Konsum kann zu Halluzinationen, die wahnähnliche Ausmaße annehmen, zu extremer Hektik und Unruhe führen. Die Dosierung ist äußerst schwierig, weil man nie genau weiß wie viel Wirkstoff in einem einzelnen Blatt oder einer Blüte enthalten ist. Das kann von Blatt zu Blatt und von Pflanze zu Pflanze stark variieren. Also - Finger weg davon!!
Wer eine Engelstrompete im Garten stehen hat, muss sich jetzt aber keine Sorgen machen, dass er wegen Drogenanbaus hinter Gittern landen könnte. Die wunderschöne Zierpflanze gilt hier zu Lande rechtlich gesehen nicht als Droge.
wohin man schaut -     Staub ....
 
 
4 de septiembre 2014 jueves
Icod de los Vinos
Sommer, Sonne ...   
sonnig
21 ° C temperatura mínima
30 ° C temperatura máximo
  Der größte Feind der Qualität ist die Eile.
  Henry Ford
 
Nicht viel. Ein typischer Tag im Laufe des Jahres. Es geschieht zwar viel - aber es gibt nichts zu erzählen. :o) Zumindest nichts, worüber es sich lohnt zu schreiben. Oder soll ich euch erzahlen, wie ich mir in der Früh die Zähne geputzt habe? Der erste Blick in den Spiegel? Nein, lieber nicht!
Nach der Arbeit lassen wir es uns heute gut gehen. Georg zündet jetzt ein Feuerchen an und dann dauert es hoffentlich nicht mehr lange und wir können unseren Fisch auf den Grillrost legen.
 
 
Es bleibt heute also dabei - melde gehorsamst, keine sonderlichen Vorkommnisse - aber alles im grünen Bereich!
ich habe Kohldampf ...
 
 
3 de septiembre 2014 miércoles
Icod de los Vinos
   
sonnig
21 ° C temperatura mínima
29° C temperatura máximo
  Wer im Leben kein Ziel hat,
  verläuft sich.
  Henry Ford
 
 
Warum fotografiert man eigentlich so gerne Sonnenuntergänge, puestas del sol? Warum lichtet man nicht ab und zu einen Sonnenaufgang, una salida del sol, ab? Ich hab noch nie darüber nachgedacht, aber irgendwie ist es eigenartig. Nimmt man lieber Abschied? :o) Eigentlich sollte man doch den neuen Tag begrüßen!
 
 
Der Sonnenuntergang und der Tod, das ist eine lange Geschichte. Die alten Ägypter machten sich nach dem Tod auf die Reise Richtung Westen, also der untergehenden Sonne entgegen. Die Sonne stirbt im Westen und wird ein paar Stunden später im Osten wiedergeboren - warum sollte es diese Möglichkeit für Menschen nicht geben?
Heutzutage sind wir ja weltgewandt und gebildet und wissen natürlich, das dem nicht so ist. Wenn wir einen langen Flug Richtung Westen hinter uns gebracht haben erleben wir meistens lediglich einen Jetlag und keine Wiedergeburt, oder?
Im Englischen wird sunset aber auch für alles was im Sterben liegt verwendet. Da sagt man sunset industries  für veraltete Unternehmen und  für alte Menschen gibt es sunset homes. Im Wörterbuch für amerikanisches englisch gibt es sogar ein Verb "to sunset", was so viel wie abschaffen, schließen oder verschrotten bedeutet.
 
 
Sonnenuntergänge haben also mit Sicherheit etwas mit Abschied zu tun - aber auch mit Zukunft, denn wir wissen ja, dass Lady Sunshine in ein paar Stunden wieder auftauchen wird.
Bewahrt also jeden Sonnenuntergang in eurem Herzen, denn ihr habt immer weniger Gelegenheiten, noch einen zu erleben.
 
 
2 de septiembre 2014 martes
Icod de los Vinos
   
sonnig
21 ° C temperatura mínima
29° C temperatura máximo
  Am längsten dauert die Arbeit,
  die man nie anfängt.
  John R. R. Tolkien
 
Sonne und blauer Himmel. smile :-) Bei uns auf der Insel regiert der Sommer und damit auch der Gartenschlauch.
Die Bougainvillea beim Eingang zeigt sich in ihrer ganzen Pracht! Sie strahlen Leben aus und vermitteln südlichen Flair. Farbenfroh und üppig wuchern sie überall auf der Insel über Mauern und Zäune. Doch das war nicht immer so denn die Heimat dieser Pflanzen ist Brasilien.
Es geschah auf der ersten französischen Weltumseglung. Als im Jahr 1769 eine Expedition in der Gegend um Rio de Janeiro im Urwald unterwegs war, standen sie plötzlich vor einem flammenden Blütenmeer. So eine intensive Farbenpracht hatte vorher noch kein Teilnehmer der Expedition gesehen! In der damaligen Zeit war es üblich, neu entdeckte Pflanzen zu Ehren des Kapitäns zu benennen. Der verantwortliche Arzt der Expedition, der Naturforscher Philibert Commerson gab der Wildform dieser farbenprächtigen Pflanze den Namen des französischen Kapitäns Louis-Antoine Comte de Bougainville. Er nannte sie Bougainvillea.
 
 
Auch unter Pflanzen gibt es Hochstapler, los impostores! Bei den Bougainvilleen - wie auch beim Weihnachtsstern - ist das, was wir als Blütentraum ansehen, gar keine Blüte. Es sind nur gefärbte Hochblätter, die Insekten anlocken sollen. Die eigentlichen Blüten sind ganz unscheinbar, sehr klein und weiß. Und weil immer drei davon von Hochblättern in den verschiedensten Farben umgeben sind, nennt man sie auch Drillingsblume.
 
und noch eine    ist in die Falle getappt
 
 
1 de septiembre 2014 lunes
Icod de los Vinos
sonnig   
sonnig
21 ° C temperatura mínima
30 ° C temperatura máximo
  Auch der Dumme hat manchmal einen gescheiten Gedanken.
  Er merkt es nicht.
  Danny Kaye
 
Der August hat sich mit Sonnenschein verabschiedet und der September begrüßt uns mit strahlend blauem Himmel. Das dritte Drittel des Jahres hat begonnen. Wenn schon der erste Tag mit so schönen Vorzeichen beginnt, kann es eigentlich nur bedeuten, dass die restliche Zeit des Jahres perfekt werden wird. Der Sommer geht auf der Insel weiter - und dauert im Normalfall bis Mitte Oktober.
 
 
Einen Besuch im Drago Park haben wir uns schon vor langer Zeit vorgenommen, aber bis jetzt haben wir es immer wieder vor uns her geschoben. :o) Aber das passiert vielen Menschen, denn Aussichtsziele, die in der Nähe liegen laufen ja nicht davon, oder? Egal, wir haben uns heute Nachmittag auf den Weg in die Innenstadt gemacht um wenigstens einmal durch diesen Park zu spazieren.
Wir wissen ja wo der Eingang in den Park ist aber ich könnte mir vorstellen, dass es für viele Touristen gar nicht so einfach ist dort hin zu finden. Wegweiser sind nirgendwo zu sehen - leider. smile :-) Wenn man allerdings seinen Spürsinn benutzt muss man nur der Kette der Souvenierläden folgen, dann landet man beim Einlass in den Park.
 
 
In unserem kleinen Städtchen wächst also der älteste Drachenbaum, Dracaena draco canariensis, des gesamten Kanarischen Archipels. Das Urgewächs ist eines der Wahrzeichen der Insel und seit dem Jahr 1917 steht er unter Naturschutz. Sein Stammdurchmesser ist mittlerweile fast zwanzig Meter und die Höhe wird mit siebzehn Metern angegeben.
Wenn man die Haut des Baumes anritzt, quillt ein blutroter Saft an die Oberfläche. Aus diesem Grund wurde die Flüssigkeit schon von den Ureinwohnern Drachenblut genannt. Für die Guanchen war der Drachenbaum ein wichtiges Gewächs, das auch in der Medizin eine wichtige Rolle spielte. Auch zur Mumifizierung der Toten wurde der kostbare Saft verwendet. Aber darum geht es heute nicht!
Der Name Drago Milenario, also tausendjähriger Drachenbaum trifft allerdings nicht zu. Er hat ein paar hundert Jahre weniger auf dem Buckel. Da er ja kein richtiger Baum ist, könnte man auch keine Jahresringe zählen. Wenn sich also jemand ausrechnen will, wie alt das Prunkstück wirklich ist, muss er sich daran machen, die Verästelungen der Krone zu zählen. Mit dieser Methode sind die Botaniker auf ein Alter zwischen vier- und fünfhundert Jahre gkommen. Ich lasse diese Zahl einfach einmal so stehen.
 
 
Im Park selbst gibt es eigentlich nichts Außergewöhnliches zu sehen. Man kann auf verschlungenen Wegen herum spazieren, aber einen richtigen Plan hat man nicht und die meisten Wege enden als Sackgasse. Versteckt im Gebüsch findet man eine alte Weinpresse und ein paar aufgeschichtete Holzhaufen, die über die Geschichte der Köhlerei in Icod erzählen sollen, durch einen schmalen Baranco schleicht sich ein leises Bächlein, ab und zu hört man einen Hahn krähen und unter einem Strauch haben wir noch ein paar Enten entdeckt.
 
 
Wenn man lange genug sucht, findet man im Park auch diese abenteuerliche Höhle, in der eine einsame Mumie, zumindest ein Nachbau, eines Guanchen liegt. Aber Vorsicht ist geboten, es ist sehr spärlich beleuchtet und die überhängenden Felsen sind auch nicht ganz ungefährlich. smile :-) Man sollte also besser seinen Kopf einziehen!
 
 
Der angelegte Park ist recht nett, aber er wirkt auch ziemlich lieblos und vertrocknet. Auf diesem Foto seht ihr die sogenannte medizinische Abteilung, aber außer ein paar kümmerlichen Stauden ist nicht viel zu sehen. Schade, ich hätte mir mehr erwartet, aber über endemische Pflanzen oder gar die Guanchen habe ich nichts erfahren, was ich nicht schon wüßte. smile :-) Trotzdem war der Nachmittag recht nett, auch wenn wir die Zeit besser am Strand von San Marcos verbringen hätten sollen.
 
 
Zu diesem Foto möchte ich gar nichts sagen bzw. schreiben. Ich hänge einfach einmal einen alten Artikel vom Wochenblatt an. Für mich selbst ist es ein vollkommen sinnloses Gebäude, das überhaupt nicht zwischen die alten Häuser passt. Außerdem stehen in unmittelbarer Umgebung genug Räume und Häuser frei, die für ein Besucherzentrum geeignet wären. Darunter auch ein wunderschönes Herrenhaus. :o) Aber nein - moderne Architektur muss sein und alte Gebäude lassen wir einfach verrumpeln.
 
Im Jahr 2011 wurde in Icod de los Vinos mit dem Bau des Besucherzentrums des Drachenbaumparks begonnen. Mit einem Budget von 1,78 Millionen Euro sollten in zwei bis drei Jahren die Pläne des Architektenduos Felipe Artengo und José María Rodríguez Pastrana umgesetzt werden, die ein modernes, aber stilvoll in die Umgebung und die Altstadt von Icod eingebettetes Gebäude vorsahen.
08.02.2014 - Teneriffa - Bis 2014 sollte das Gebäude spätestens fertig sein. Doch daraus wurde, wie man bei einem Besuch in Icod de los Vinos feststellen kann, nichts. Nachdem die Inselverwaltung von Teneriffa durch die krisenbedingten Kürzungen in vielen Bereichen die für 2013 zugesagten Mittel strich, wurden nun für dieses Jahr knappe 417.000 Euro zugesagt, mit denen das Gebäude fertiggestellt werden soll, teilte Baustadtrat Manuel Ramón Luis Socas mit. Wenn diesmal die Fristen eingehalten werden, könnte das „Centro de Visitantes Parque del Drago“ endlich Wirklichkeit werden. Das Gebäude, dessen Rohbau auf den ersten Blick mehr wie ein grauer Klotz anmutet wie das lichtdurchflutete und perfekt in die Umgebung eingefügte Gebäude, das von den Architekten als Bindeglied zwischen dem Stadtkern und dem Drachenbaumpark bezeichnet wird, soll in den nächsten Monaten den letzten Schliff bekommen. Mit den vom Cabildo zugesagten Mitteln soll insbesondere der Innenbereich des Gebäudes in Angriff genommen werden. Das Besucherzentrum wird nach der Eröffnung Raum für Ausstellungen, einen Multimediabereich und eine kleine Bibliothek bieten. Die Ausstellungsfläche beträgt 225 Quadratmeter und die Raumhöhe acht Meter, sodass originalgetreue Modelle, zum Beispiel des Drachenbaumstamms, ausgestellt werden könnten. Das Team um Felipe Artengo und seinen 2012 im Alter von 59 Jahren verstorbenen Kollegen José María Rodríguez Pastrana ist unter dem Namen AMP Arquitectos bekannt und hat sich auf regionaler, nationaler und auch internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Mit ihrem unverwechselbaren Stil haben sie sich in Bauwerken wie dem Magma Kongresszentrum in Arona und dem Regierungssitz in Santa Cruz de Tenerife verewigt. Diesem Baustil bleibt auch das Gebäude des Besucherzentrums in Icod treu.
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