1 de junio  2014 domingo
31 de mayo 2014 sábado - Samstag 31. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
ab und zu sonnig
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Was man vergisst,
hat man im Grunde nicht erlebt.
Ernst R. Hauschka
 
Der ehemalige Uno-Generalsekretär Kofi Annan stellte einmal fest: "Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten. Letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher." Lass dir die Freude am Leben also von niemanden und nichts nehmen!
Eine Frage bleibt allerdings offen - wer lebt besser: der Optimist oder der Pessimist? ¿La optimista o la pesimista? Darüber streiten sich die Geister seit Jahrhunderten. Sicher ist nur eines, der Optimismus war vor dem Pessimismus auf der Welt. Der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 bis 1742) hat ihn so definiert. Er stellte ganz einfach fest, dass er in der besten aller Welten lebt. Der Pessimismus kann also nur als Gegengedanken zum Optimismus entstanden sein.
Zauderer und Raunzer oder Schwarzseher hat es bekanntlich immer gegeben. Seitdem haben sich unzählige Denker darüber den Kopf zerbrochen und ihre Kommentare dazu abgegeben. Der französische Dichter Gustave Flaubert stellte fest, dass die Bezeichnung Optimist nur ein anderes Wort für Dummkopf sei. Auch Sprüche wie "Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.“ kennt sicherlich jeder von euch.
Das ganze Leben ist eben auch eine Ansichtssache. "Ist das Glas halb voll oder halb leer?" ist nur eine der vielen strittigen Fragen. Der Optimist sieht die Rose - der Pessimist die Dornen. Ich kürze die Überlegungen ab und stelle einfach eine Schlussfolgerung auf - der Optimismus ist der Schlüssel zum Glück! Sogar wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass Optimisten gesünder sind und länger leben als ihre pessimistischen Menschen. Auch wenn man von solchen Studien nicht viel halten muss, es ist ja nicht verboten, sich ab und zu einige Rosinen heraus zu picken!
 

30 de mayo 2014 viernes - Freitag 30. Mai 2014
Dia de Canarias
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
bewölkt
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Herrenmenschen sind in der Regel
weder Herren noch Menschen.
Werner Mitsch
 
Heute ist ein besonderer Tag auf der Insel. Wir sind die Kanarischen Inseln, wir sind Spanien, wir sind Europa, wir sind die Welt - das ist seit fünfundzwanzig Jahren die Parole der Canarios. Canarias celebra su gran día. Am 30. Mai wird auf allen sieben Inseln der Kanaren Día de Canarias, der Tag der Kanarischen Inseln, gefeiert. Dieser Feiertag geht auf den 30.5.1983 zurück. Damals konnten die Einwohner der Kanarischen Insel das erste Mal ihre eigenen Volksvertreter frei wählen - und aus diesem Grund wird heute überall fröhlich gefeiert!
Irgenetwas muss sich seit dieser Zeit geändert haben. Vor Jahren und nach der Diktatur unter Franco war die Möglichkeit selbst wählen zu können eine Erungenschaft. Das Volk hat sich gefreut und gedacht, dass ab sofort alles anders werden würde.
Und heute? Was sagt eigentlich ein Wahlergebnis aus, wenn die Wahlbeteiligung unter fünfzig Prozent liegt? Alle dürfen zur Wahl - aber keiner geht mehr hin. Na ja, sagen wir fast keiner, aber das ist ja auch deprimierend genug. Doch im Ernst, wen sollte man denn noch wählen? Die Sieger stehen immer schon vor der Wahl fest und die Politiker lassen sich von den diversen Geldsäcken ein kaufen. Um die Meinung oder gar das Wohl des Volkes geht es sowieso nicht mehr.
 
 
Er gewann die Wette seines Lebens, doch jetzt lebt der Mensch für Menschen nicht mehr. Karlheinz Böhm ist tot. Er starb gestern Abend im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Grödig bei Salzburg.
Es ist eigentlich irgendwie komisch, aber bei diesem Namen denke ich noch immer zuerst an die Sissifilme. Sissi und Franzl. Obwohl Karlheinz Böhm so viel in seinem Leben auf die Beine gestellt hat wird er dadurch auf eine mittelmäßige Filmrolle festgelegt. Dabei hat er die Schauspielerei schon vor vielen Jahren beendet.
Könnt ihr euch noch an die Sendung "Wetten, dass?" und die legendäre Wette von Böhm erinnern? Bei einem Aufenthalt in Kenia wurde er mit der Armut in Afrika konfrontiert und aus diesem Grund wettete er in Frank Elstners "Wetten, dass?" Sendung im Jahr 1981, dass nicht jeder Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen spenden würde. Böhm behielt recht - aber es kam trotzdem ein Millionen-Betrag in die Sammelbüchse. Er hängte seine Karriere als Filmstar endgültig an den Nagel und gründete die Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen"
 
 
Hier noch ein Zeitungsbericht vom Kurier zur Erinnerung
 
Brillanter Schauspieler und mutiger Menschenfreund Der Schauspieler und Gründer von "Menschen für Menschen" starb mit 86 Jahren. Bewunderer und Fans trauern.
Karlheinz Böhm erblickte am 16. März 1928 das Licht der Welt. Die Welt, das hieß zunächst: Darmstadt, wo sein Vater Generalmusikdirektor war. Karlheinz war das einzige Kind eines berühmten Künstlerpaares: Seine Mutter war die aus München stammende Sopranistin Thea Linhard, sein Vater der in Graz geborene Dirigent von Weltrang, Karl Böhm.
 
 
1939 schickte ihn sein Vater (der sich bei den Nationalsozialisten durch zahlreiche Äußerungen beliebt machte) mithilfe eines gefälschten Attests in die Schweiz, wo er die Kriegszeit in einem Internat verbrachte. 1946 zog die Familie nach Graz. Karlheinz wollte Pianist werden. Beim Vorspielen hieß es seiner Biografie zufolge: "Für den Sohn vom Böhm ist es ein bisschen dürftig." Böhm studierte daraufhin Anglistik und Germanistik, ein Semester lang in Rom auch Kunstgeschichte, bevor er das Studium abbrach, um in Wien Schauspiel-Unterricht zu nehmen.
Es folgte eine große Schauspielkarriere, im Theater, vor allem aber beim Film. Von 1948 bis 1976 spielte Karlheinz Böhm in 46 Kinofilmen. Als Darsteller des Kaisers Franz Joseph in den drei "Sissi"-Filmen (1955–1957) mit Romy Schneider wurde Böhm zum Superstar – und gleichzeitig auf ein bestimmtes Rollenbild festgelegt, dem er bald zu entfliehen versuchte.
 
"Stinken"
Der erste bewusste Bruch in seiner Karriere kam 1960 in Michael Powells Thriller "Peeping Tom" ("Augen der Angst"), in dem er einen Serienmörder mit Vaterkomplex spielte, der seine Opfer beim Sterben filmt. Der extrem beklemmende Film gilt heute als Meisterwerk, war aber damals ein Skandal. Niemand wollte Sissis "Franz" als Frauenmörder sehen, Böhms Karriere bekam einen Knick.
In einem Interview erinnerte sich Böhm an die Premiere des Films – er und Regisseur Powell warteten vor dem Kino, um Glückwünsche entgegenzunehmen. "Dann kamen die Leute raus – und liefen alle einfach an uns vorbei. Keiner ist auch nur in unsere Nähe gekommen. Als ob wir stinken würden."  
Böhm ging nach Hollywood, war aber mit seinen Rollen unzufrieden. In den Siebzigerjahren kam es zu einer zweiten Wendung in seiner Karriere, als er auf den Regie-Künstler Rainer Werner Fassbinder traf. Böhm glänzte u. a. in dessen düsteren Ehe-Thriller "Martha" und entwickelte in den Gesprächen mit dem gesellschaftskritischen Fassbinder ein waches Bewusstsein für Unrecht.  
Anfang der Achtzigerjahre beendete er seine Schauspielkarriere und widmete sein Leben ganz dem Projekt "Menschen für Menschen".
 
Gutmensch
Gefragt, wie er zu dem abwertenden Begriff "Gutmensch" stehe, sagte Böhm einmal: "Es ist mir egal, wie andere mich nennen. Ich mache einfach nur meine Arbeit für andere Menschen." Ein anderes berühmtes Zitat von Böhm lautet: "Es gibt nicht fünf Milliarden Menschen, sondern fünf Milliarden Mal EINEN Menschen."  
Böhm war vier Mal verheiratet und hat sieben Kinder, unter ihnen die Schauspielerin Katharina Böhm.
Unermüdlicher Einsatz bis zur letzten Minute
Es war die Wut gegen die Ungerechtigkeit, die Karlheinz Böhm antrieb. „Ich will, dass die Menschen wissen, das ich seit dem 16. Mai 1981 (Gründungstag von Menschen für Menschen, Anm.) nur noch für andere Menschen lebe, nicht mehr für mich selbst. Ich gehe diesen Weg weiter. Bis zur letzten Minute“, sagt er in einem KURIER-Interview.  
 
Donnerstagabend starb Karlheinz Böhm im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Grödig bei Salzburg mit 86 Jahren. Der Schauspieler  und Gründer der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ (siehe Zusatzgeschichte unten) litt seit Jahren an Alzheimer. Schon davor hatte  er mit  den Folgen eines schweren Verkehrsunfalles zu kämpfen, der ihm fast das Leben gekostet hatte. In den vergangenen Jahren lebte er  sehr zurückgezogen.
 
Lebenswerk  
„Mein Mann war für mich immer Vorbild und Motivation. Er hat mir nicht nur seine Liebe geschenkt, sondern auch den Glauben daran, dass ein einzelner Mensch sehr viel Positives bewirken kann“, erklärt seine Frau in einer Stellungnahme. Vor wenigen Monaten hatte sie den Vorstandsvorsitz des Vereins abgegeben, um ihren schwer kranken Mann zu pflegen. „So schwer mich sein Verlust trifft, so sehr gibt mir der Glaube an seine Vision Kraft, sein Lebenswerk weiterzuführen.“ Und das war auch der ausdrückliche Wunsch ihres Mannes. In Grödig  ist die Bestürzung über den Tod des prominenten Bewohners groß – nach ihm  ist sogar eine Straße benannt. „Er war ein absolut interessanter und charmanter Gesprächspartner“, erinnert sich Bürgermeister Richard Hemetsberger. „Aber seit zwei Jahren lebte er zurückgezogen. Es war bekannt, dass er sehr krank war.“
Noch ist nicht klar, wo Karlheinz Böhm begraben wird. „Wir werden in der kommenden Woche das Gespräch mit der Familie suchen und ihre Pläne und Wünsche berücksichtigen“, erklärt Hemetsberger.  Böhm selbst sagte einst: „Ich habe in Äthiopien meine Heimat gefunden und ich möchte am liebsten eines Tages dort in die Natur zurückkehren, aus der ich gekommen bin.“
 
Rote Rosen Trauer nach dem Tod von Karlheinz Böhm… Foto: /Karl Rauchberger Die Anteilnahme ist riesig. Vor dem  Schloss Schönbrunn  – in Erinnerung an Böhms Paraderolle als Kaiser Franz-Joseph in den „Sissi“-Filmen – legten Fans rote Rosen nieder und  zündeten Kerzen an. „Karlheinz Böhm ist tot und der letzte Kaiser von Österreich gestorben“, sagt Bewunderer  Karl Rauchberger. Böhms Verein  – dem im Vorjahr die Verschwendung von Spendengeldern vorgeworfen wurde, was sich wenig später allerdings in Luft auflöste – wird nun auf neue Beine gestellt. Almaz Böhm wird Schirmherrin, ein Finanzexperte und ein Vorstand verstärken die Spitze.
Und das 33 Jahre nach  Böhms Wette in „Wetten, dass ..?“. Damals wettete Böhm, dass nicht jeder Zuschauer eine Mark oder einen Schilling für hungernde Menschen in Afrika spenden würde. Er gewann. Doppelt. Denn es kamen mehrere Millionen zusammen.
 
ÄTHIOPIEN
Der „Karlsplatz“ mitten in Addis Abeba Karlheinz Böhm wurde wegen seiner Hilfsprojekte zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt   Wenn man sich durch Addis Abeba staut, kommt man irgendwann fast immer an ihm vorbei: Am „Karlsplatz“ der äthiopischen Hauptstadt. 
 Schon zu Lebzeiten wurde Karlheinz Böhm im Herzen der Metropole ein Denkmal gesetzt – in der Mitte eines Kreisverkehrs. Eine Würdigung jenes Mannes, der mit seiner Hilfe für das Land („Menschen für Menschen“) vielen Äthiopiern ein Begriff ist – vor allem natürlich in den Projektgebieten, wo Böhm für alle nur „Mr. Karl“ war.  
„Guten Morgen, Mrs. Karl“, wurde Almaz Böhm, die Ehefrau des ehemaligen Schauspielers, einmal begrüßt. Lächelnd stellte sie klar: „Ich bin Almaz, die Frau von Karlheinz.“ Die Episode zeigt, wie sehr die Arbeit von „Menschen für Menschen“ mit der Person des nun Verstorbenen verbunden war und wohl auch nach seinem Tod verbunden bleiben wird.
 
Kleinstkredite
Das Dorf Mamo Bukune im Distrikt Derra. Zewde Tessema  treibt die kleine Schafherde, die paar Esel und das Dutzend Rinder in den Stall.  Bis vor sieben Jahre hatte die Familie kein einziges Tier. „Wir hatten zu wenig zu essen, und konnten das Schulgeld für unsere Kinder nicht aufbringen“, sagte die 36-Jährige zum KURIER.  Mit einem Kleinstkredit  (umgerechnet 70 Euro) von „Menschen für Menschen“ kaufte sie sich drei Schafe. Die Herde wuchs und mit ihr der bescheidene Wohlstand. Jetzt denkt die geschäftstüchtige Frau sogar daran, im Hauptort Gundo Meskel eine kleine Pension aufzumachen.  
Der Bezirk Derra wurde nach 13 Jahren Projektarbeit den örtlichen Behörden übertragen. Nach dieser Zeit haben 90 Prozent der Bewohner dieser Region Zugang zu sauberem Trinkwasser, zuvor waren es gerade einmal zwei Prozent; die Schulbesuchsquote konnte von 13 auf 87 Prozent gesteigert werden.
Mittlerweile profitieren fünf Millionen Äthiopier von der Hilfe, die vom Schul- und Brunnenbau über Gesundheitsinitiativen bis zu Landwirtschaftsprojekten reicht. Und das auf einer Fläche von 55.000 Quadratkilometern.  
Neuester Schwerpunkt sind Mini-Solaranlagen, mit denen die Bauern auf dem Land ihre Handys aufladen können (das Netz ist erstaunlich flächendeckend). „Bevor der Gemüsehändler kommt und mir die Ware abkauft, telefoniere ich jetzt mit meinem Vertrauensmann in der Kreisstadt Kachisi, um die aktuellen Preise zu erfragen. So kann mich der Händler nicht mehr übers Ohr hauen“, freut sich Arasa Gemeda. Privater Zusatzeffekt: Der Vater kann nun auch mit seinen beiden Töchtern in Kontakt treten, die in Kachisi eine Highschool besuchen.
Walter Friedl
 

29 de mayo 2014 jueves - Donnerstag 29. Mai 2014
Christi Himmelfahrt - in Österreich
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens sonnig
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Verstand ohne Gefühl ist unmenschlich,
Gefühl ohne Verstand ist Dummheit.
Egon Bahr
Reich ist, wer keine Schulden hat, glücklich, wer ohne Krankheit lebt. Ein chinesisches Sprichwort
 

28 de mayo 2014 miércoles - Mittwoch 28. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens sonnig
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Das Gefährliche an Halbwahrheiten ist,
dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird.
Hans Krailsheimer
 
Wenn einer eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt auf allen Millionen und Millionen Sternen, dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen hinaufschaut, um glücklich zu sein. Antoine de Saint-Exupéry
Eigenartig ist as schon, man kann am Fenster stehen und die Sterne beobachten. Eigentlich stehe ich nur am Fenster und beobachte die Lichter in der Dunkelheit. Viele erleuchtete Fenster sind mir bereits seit Jahren vertraut. Da ein paar Laternen dort ein paar flimmernde Lichtpunkte. In diesen Häusern wohnen wahrscheinlich auch Menschen, die erst sehr spät schlafen gehen. Mir sind allerdings nur die erleuchteten Fenster vertraut, die Menschen, die dahinter stecken, kenne ich nicht.
 
 
Die Frösche quaken noch immer irgendwo in einer feuchten Schlucht in der Nähe des Hügels Mein linkes Ohr bekommt eine österreichische Nachrichtenmeldung mit. Die Satelliten machen es möglich wir hören um diese Zeit Ö3. Irgendwo auf der Autobahn vor Wien sind zwei Autos zusammen gekracht. Mein rechtes Ohr bekommt Musik aus La Mancha eingespielt. La Mancha ist ein Ortsteil von Icod de los Vinos und eben dort wird in den nächsten zwei Wochen gefeiert. In diesem Fall macht es der Wind möglich - er bringt die Musik von unten nach oben. Die atlantische Luftströmung kommt vom Meer nach oben und bringt uns die Unterhaltungsmusik frei Haus mit.
Ich stehe sozusagen mitten im Leben und doch daneben. Ich bin kein Frosch, der quakt, kein Unfallopfer und tanze auch nicht auf der Fiesta! Bin ich jetzt im Leben drinnen oder daneben? So ganz klar ergibt sich das für mich momentan nicht. Wahrscheinlich ist es besser, wenn ich mich ganz schnell ins Land der Träume begebe. Wenn ich Glück habe, geben mir die Träume den Schlüssel für die Auflösung dieses Rätsels bekannt. Wer weiß?
 

27 de mayo 2014 martes - Dienstag 27. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
bewölkt
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, sollte man nicht auch noch den Kopf hängen lassen.
Autor unbekannt
 
Ein Arbeitstag wie er eben so ist - unspektakulär.
 

26 de mayo 2014 lunes - Montag 26. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
bewölkt
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Schönheit ist ziemlich bedeutungslos
für jemanden,
der gerade verhungert.
Frank Stella
 
Über den Wolken scheint fast immer die Sonne und aus diesem Grund sind wir heute Mittag mit dem Auto gestartet und sind erfolgreich in der Sonne gelandet. Wenn sich die Sonnenstrahlen nicht bis zu uns durchkämpfen wollen, durchbrechen eben wir die Wolkenschicht!
Wir haben uns heute dazu entschieden, den Nationalpark nicht über La Orotava sondern über Guia de Isora anzufahren. Die Landschaft sieht von jeder Seite anders aus und vom sogenannten Süden sind wir schon seit Jahren nicht mehr in die Caldera gefahren.
 
Also haben wir die Strasse über El Amparo quer über die Berge Richtung Santiago del Teide genommen. Die Aussicht war heute zwar eher mau mau, aber von Zeit zu Zeit sind eben immer wieder weiße Nebelschwaden über die Landschaft geschwebt.
Wann werden wir die Sonne wohl das erste Mal zu Gesicht bekommen werden? Bei uns zu Hause haben graue Wolken den Himmel bedeckt und auch bei der Wetterscheide, also beim Erjospass, hat sich daran nichts geändert.  
Bei geschätzten tausendvierhundert Meter Höhe ist der graue Nebelschleier dann endgülntig zerrissen und über uns hat sich ein strahlend blauer Himmel gewölbt.
   
Nach fünfzig Kilometer Fahrt befindet man sich von einem Meter auf den anderen in einer neuen Welt. Sommerwetter vom Allerfeinsten! Vor ein paar Minuten noch gar nicht vorstellbar.
Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter, denn ungefähr bei der Talstation der Seilbahn die auf den Gipfel des Teide führt, kann man zur Zeit die Blüte einer wunderschönen Blume erleben. Der rote Natternkopf, la tajinaste rojo, reckt sich stolz in die Höhe.
Die Tajinaste mit den rosaroten Blüten wächst nur hier oben in den Cañadas und blüht nur einmal im Jahr von Mitte Mai bis Mitte Juni. Nur zu dieser Zeit kann man die faszinierenden Riesenkerzen in ihrer vollen Pracht bewundern.
 
In schmalen Felsspalten und auf steinigem Untergrund bildet die Pflanze im ersten Jahr ihres zwei- bis dreijährigen Lebens eine kleine Rosette aus langen, schmalen, graugrünen Blättern. Zuerst wachsen nur die unscheinbaren Blattrosen in der kargen Landschaft. Dann aber - im zweiten oder dritten Jahr - erhebt sich aus ihrer Mitte die Blütenachse zu einer Höhe von bis zu drei Metern. Dass die skurrile Pflanze botanisch gesehen eigentlich ein Busch ist, kommt einem beim Anblick dieser gigantischen Blütenkerzen nicht in den Sinn.
 
 
Sobald die Pflanze verblüht ist, verschwindet sie so zusagen sang und klanglos aus der Landschaft. Die unscheinbaren Blätterbüschel, oder besser gesagt diese weißen Gerippe, fallen in dieser faszinierenden Landschaft mit Sicherheit niemanden mehr auf, denn wenn die Samen im Herbst ausgesät sind, stirbt die Pflanze ab. Dann stehen nur noch die abgestorbenen, weißen und vertrockneten Blütenstände in der Landschaft herum. Skelette der Natur.
 
 
Vor dreißig Jahren kam die Tajinaste rojo seltener vor als heute. Damals war es noch üblich, die Ziegenherden im Sommer in den Cañadas weiden zu lassen. Die rauen aber relativ saftigen Rosetten der Tajinaste zählten wahrscheinlich zu den Leckerbissen auf der Menükarte der Ziegen.
 
       
 
Als dieses Gebiet allerdings zum Nationalpark erklärt wurde, war es mit der Sommerweide für die Ziegenherden vorbei. Und obwohl seit Jahrzehnten die schützende Hand des Nationalparks für mehr Schutz seltener Pflanzen sorgt, müssen sich die Samenkörner der Tajinasten noch immer sehr anstrengen um im steinigen Untergrunds ihre Wurzeln schlagen zu können.
 
Benannt ist diese endemische Pflanze nach Hermann Wildpret. Der Teidenatternkopf wird auch Wildprets Natternkopf und botanisch echium wildpretii genannt - und sie ist eines der Wahrzeichen Teneriffas. Die Canarios nennen sie auch "den Stolz Teneriffas", el orgullo de Tenerife.
Die endemische Pflanze fasziniert immer wieder mit ihren roten, konischen Blütenstände, die bis zu drei Meter hoch in den Himmel wachsen. In kräftigen Lila, Rosa - und Purpurtönen erfüllen sie die Vulkanwüste mit Farbtupfern der ganz besonderen Art.
Kerzengerade, wie stramm stehende Soldaten, erheben sie sich aus der steinernen Wüste. Tausende rote Blüten in dieser Konzentration locken Scharen von Bienen an. Es schwirrt und brummt rund um den roten Kegel wie vor einem Bienenstock. Eine richtige Bieneweide der besonderen Art mitten in der Steinlandschaft rund um den Vulkan.
Der Natternkopf gehört zu den Rauhblattgewächsen. Es gibt davon ungefähr zwanzig Arten, die hauptsächlich im Mittelmeergebiet verbreitet sind.
Hermann Wildpret hat sein Leben seit dem Jahr 1856 als Gärtner, el jardinero, und Samenhändler auf Teneriffa verbracht. 1859 heiratete er eine Spanierin. Die beiden hatten neun Kinder, mit denen sie in La Oratava lebten.
Im Jahr 1860 wurde ihm die Stelle als Gärtner im botanischen Garten in Orotava angeboten. Als Gehalt wurden ihm damals tausend Peseten angeboten und er nahm das Angebot an.
   
Ganze vierunddreißig Jahre lang blieb er dort und  erkannte von Anfang an den Vorteil des Klimas und des Bodens auf dieser Vulkaninsel im Atlantik.
Durch seine Initiative und unter seiner Anleitung entstanden auch die öffentlichen Anlagen in Santa Cruz, La Orotava und Puerto de la Cruz.
Er legte aber auch viele Privatgärten an, oder veränderte bereits bestehende Gärten. Dazu gehört auch der Garten des Humboldt-Kurhauses in La Orotava. So kann man heute eine Fülle von Palmen und andern tropischen oder subtropischen Baumarten und vielen anderen heimischen Pflanzen im großen Park finden.
Als er als junger Gärtner nach Teneriffa kam, gab es auf der Insel nur eine einzige Palmenart, die Kanarische Palme, Phoenix canariensis. Während seines Lebens hat er jedoch über fünftausend Pflanzenarten auf den Kanarischen Inseln eingeführt und die Pflanzenwelt von Teneriffa, la flora de tenerife, stark verändert.
Hauptsächlich hat er jedoch viele Pflanzen, die noch unbekannt und zum Teil unbeachtet auf der Insel wuchsen, entdeckt, bestimmt und katalogisiert. Viele davon hat er auch veredelt. Eine große Anzahl dieser Pflanzen wurden von ihm dann nach Europa und in die ganze Welt exportiert.
Sein Lebenswerk war und ist der Botanische Garten von Orotava. Ihr kennt ihn alle, denn heute ist das der botanische Garten, der an der Einfahrtsstrasse nach Puerto de la Cruz liegt - el Botanico.
       
Nach Hause gefahren sind wir dann über La Orotava und  - wie üblich - mussten wir auch auf der Fahrt nach ins Tal durch Nebel und Wolkenschwaden tauchen. Auf der Heimfahrt ist es allerdings nicht mehr so schlimm, denn ein ganzer Tag voll gefüllt mit Sonnenschein und Blütenduft rechtfertigt auch das Schnuddelwetter in einer gewissen Höhe.
 
 

25 de mayo 2014 domingo - Sonntag 25. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
teilweise bewölkt
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Die Vergangenheit ist dazu da,
um aus ihr zu lernen
und nicht, um darin zu leben.
Oscar Wilde
 
Die buntesten Vögel singen am schlechtesten. Das gilt auch bei den Menschen. Ein Spruch von Georg Christoph Lichtenberg, einem deutschen Physiker und Meister des Aphorismus. Sollte man sich unbedingt merken!
 

24 de mayo 2014 sábado - Samstag 24. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
teilweise sonnig
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Heutzutage kennt ein Mensch
von allen Dingen den Preis und
von keinem den Wert.
Oscar Wilde
 
Sachen gibt's, die gibt es gar nicht. Glaubt man. Georg hat heute in der Früh einen Kunstdieb der ganz besonderen Art auf frischer Tat erwischt. Tatort war das Fenster bei unserem Kassahäuschen.
Auf dem rechten Bild könnt ihr - zugegeben sehr klein - hinter dem rechten Fensterflügel einen weißen Fleck erkennen. Dieser kleine, weiße Fleck ist ein Nestchen aus handgefilztem Stoff für eine Künstlerpuppe von Sylvia Natterer. Sie sitzt schon seit einigen Wochen dort und begrüßt unser Besucher. Nichts besonderes also.
 
Kunstdieb Kunstdieb
 
Georg sitzt also nichts ahnend im Nebenraum an seinem Schreibtisch und hört plötzlich ein Rascheln. Wir werden ja nicht Besuch von einem Mäuschen haben? Na ja, alles ist möglich. Das war aber nicht der Fall, die Geschichte geht ganz anders weiter.
Eine kleine Meise hat sich hier für unser Kunstwerk interessiert. Die weichen Fasern vom Filznestchen waren das Ziel ihrer Begierde. Das perfekte Material für ihre Kinderstube - hat sie sich gedacht. Ab heute ist aber Schluss mit lustig. Ich habe das Püppchen gereinigt und die Spuren am Nestchen beseitigt. Zum Glück gelingt das bei handgefilztem Material relativ gut. Für die nächste Zeit muss die Puppe allerdings auf ihre schöne Aussicht verzichten. Sie kann sich ja bei der kunstverständigen Meise dafür bedanken!
 

23 de mayo 2014 viernes - Freitag 23. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens sonnig
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Eine wirklich gute Idee
erkennt man daran,
dass ihre Verwirklichung von vorn herein
ausgeschlossen erschien.
Albert Einstein
 
Falls ihr einmal nach Icod de los Vinos kommen solltet und in der Parkgarage im Zentrum des Städtchens parken solltet, seht ihr bei der Ausfahrt der Garage seit ein paar Tagen ein Schild von ARTlandya. NIcht zu übersehen, oder?
 
Parkgarage
 
Mir gefällt das Plakat gut und ich bin mir sicher, dass wir dadurch einige Besucher mehr bekommen werden. Drei Kilometer sind ja ein Katzensprung und wenn man die Parkgarage verlässt, muss man nur mehr den Hinweisschildern, die an jeder Kreuzung stehen, folgen.
 

22 de mayo 2014 jueves - Donnerstag 22. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens bewölkt
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Drei Dinge helfen,
die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Immanuel Kant
 
Wer von euch wird so schön und so gesund am Morgen begrüßt? Georg ist schon unterwegs und für mich hat er einen romantischen Morgengruß hinterlassen. Der Pfirsich ist süß und saftig und so kann der Tag eigentlcih nur wunderschön werden!
 
guten Morgen
 
Lady Sunshine hat zwar noch nicht aus dem Bett gefunden, aber es ist trotzdem schon angenehm warm und deshalb werde ich mich jetzt erst einmal um meine kleinsten Pflanzenkinder kümmern. Der Tag kann beginnen ...
Bei Sonnenschein ist es natürlich gleich viel angenehmer mit dem Gartenschlauch als Begleiter durch die Landschaft zu marschieren - auch wenn es sich dabei um fast vier Stunden handelt. Man kann dabei seine Gedanken auf die Reise schicken, wird von Eidechsen, Vögeln und Schmetterlingen begleitet und entdeckt so manche Blütenschönheit - aber leider auch viel Unkraut.
 
Wiederholungstäter
 
Wiederholungstäter aus Wien! Bei so viel Treue müssen wir schon mit einem Gläschen Cava anstossen, das ist doch klar, oder? Die vier Urlauber aus Österreich sind meistens gemeinsam mit einem Fahrer, den sie auch schon jahrelang kennen, unterwegs. Das hat einen großen Vorteil, denn sie können ihre Ausflüge in vollen Zügen genießen und brauchen sich weder um einen Fahrplan noch um einen Parkplatz kümern. Egal wohin sie fahren, die Aufenthaltsdauer bestimmen sie selbst und am Abend werden sie sicher im Hotel abgeliefert. Ich glaube, dass ist die perfekte Lösung für einen entspannten Urlaub.
Unseren vier treuen Besuchern wünschen wir noch einen wunderschönen, erholsamen und erlebnisreichen Urlaub auf der Insel - mit viel Sonnenschein und guter Laune. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im September nächsten Jahres.
 
Alles ist möglich - nur Wunder dauern etwas länger. Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe. Diese Weisheit - oder soll man besser Erkenntnis sagen - soll vom griechischen Philosophen Platon stammen. Deshalb ist das Motto des Tages heute "Every day may not be good, but there's something good in every day."
Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass Leben von rückwärts gelesen Nebel heißt? Vielleicht fehlt uns aus diesem Grund öfter der Durchblick? Es ist kein Zufall das Leben verkehrt gelesen Nebel heißt, denn vieles im Leben wird hinter einem Schleier versteckt, damit niemand die ganze Wahrheit erfahren kann. Bei zu dichtem Nebel kann kein Mensch mehr klar sehen, alle Dinge verschwinden hinter einem diffusen Dunstschleier und man blickt erst wieder durch, wenn sich der Nebel lichtet. Aber dann ist es oft schon zu spät und der Zug ist abgefahren - sozusagen im Leben Nebel verschwunden.
 
Nebelschwaden
 
Man kann das Ganze aber auch umgekehrt sehen. Liest man Nebel von hinten nach vorne landet man mitten im Leben! Nebel verdeckt zwar öfter die Sicht und macht schlechte Laune - aber es kann auch ganz anders sein. Nebel kann Leben erst möglich machen. Zum Beispiel im ehemaligen Südwestafrika, in Namibia. Dort hoffen die Bewohner, dass er bleibt. Denn er ist lebenswichtig, überlebenswichtig!
Das hat mit dem Nebel, der sich über die Dünentäler der Wüste Namib legt zu tun. Über Städte wie Swakopmund, die Straßen und Bewohner, für die der Nebel bis jetzt genauso normal gewesen ist wie das Meer und die Wellen. Die feuchten Nebelschwaden gehörten einfach zum Leben dazu. Doch das ändert sich langsam. Seit sich weltweit das Klima wandelt, ist nichts mehr selbstverständlich. Nicht einmal das Selbstverständliche.
Kann man mit Wortspielereien wirklich eine Parallele zum Leben ziehen?
Könnte ja möglich sein, oder? Also denkt daran, wenn einmal keine Sonne scheint und ihr sehnsüchtig an die grenzenlose Freiheit über den Wolken denkt. Gönnt euch ein gutes Schlückchen und sucht die Sonne im Herzen. Der Nebel gehört zu unserem Leben - auch wenn sich das nur beim rückwärts Lesen zu erkennen ist. Nebel ist Leben, let’s do it!
 

21 de mayo 2014 miércoles - Mittwoch 21. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
sonnig
17 ° C temperatura mínima
25°  C temperatura máximo
   
Menschen,
die eine Schwäche für uns haben,
stärken unser Selbstbewusstsein.
Ernst Ferstl
 
Es gibt nicht viel zu berichten, alles ist wie immer. Ihr seht, wir leben ein langweiliges Leben. Nicht einmal das Wetter bietet momentan Gesprächsstoff. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, der Wind weht nur ganz sanft und sogar die Sonnenuntergänge sind schön. Ich kann also nicht einmal jammern. Zum Jubeln gibt es allerdings auch keinen Grund.
 
Sterntaler
 
Der Tag beginnt mit dem Aufsperren der vielen Türen und Tore, während des Tages kommen einige Besucher - und mit dem Absperren der Türen endet der Tag auch schon wieder. Am Abend haben wir noch bis acht im Garten gearbeitet und jetzt werde ich den Tisch decken und den Fisch aus der Pfanne holen. Dazu gibt es frische Petersilkartoffel und kühlen Weißwein.
Es wird also Zeit, dass sich wieder einmal irgendetwas außergewöhnliches ereignet, denn sonst gibt es bald überhaupt nichts mehr zu erzählen. Für heute gute Nacht euch allen - schöne Träume!
 

20 de mayo 2014 martes - Dienstag 20. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
ab und zu sonnig
16 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Wer sein Glück nur in der Ferne sucht,
ist nie zu Hause,
wenn es anklopft.
WortHupferl
 
Fundada en 2001, es la primera y única microcervecería de Tenerife. Elaboramos 6 tipos de cerveza artesanal, 100% natural, sin conservantes o aditivos. Los ingredientes: diversos tipos de cebada malteada, lúpulo, levadura - y trabajo!
 
Auf Teneriffa gibt es ganz etwas Besonderes - eine Gasthausbrauerei. Wir wollten eigentlich schon vor langer Zeit einmal dort hin fahren, aber entweder war keine Zeit oder wir haben nicht daran gedacht.
Im Jahr 2001 eröffneten Teresa Queipo und Jochen Zeisel die erste Gasthausbrauerei auf Teneriffa. Im Tacoa werden vom Bierbrauer Jochen, streng nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516, verschiedene Biersorten aus Wasser, Gersten- oder Weizenmalz, Hopfen und Hefe gebraut
Alle Biere werden nur durch die Mischung unterschiedlicher Malzsorten erzeugt und sind selbstverständlich ohne Konservierungsstoffe oder andere Zusatzstoffe.
   
Mit dem Bier von Tacoa ist tatsächlich Genuß ohne Reue möglich, da dieses natürliche und immer frische Bier am nächsten Morgen auch nach einem langen und feuchtfröhlichen Abend keine Spuren hinterlassen soll - hat man uns gesagt.
Jetzt hat Tacoa auch damit begonnen Bier in Flaschen abzufüllen und so kann in Zukunft jeder Liebhaber dieses speziellen Bieres sein Getränk auch zu Hause genießen.
Ihr wollt unter die Bierbrauer gehen? Auch das ist möglich, denn im angeschlossenen Geschäft könnt ihr dafür die Zutaten kaufen und wenn ihr noch keine Ahnung habt, wie das geht, nehmt doch an einem Kurs teil. Dann klappt es mit Sicherheit!
 
Falls ihr das kühle Blonde oder Dunkle einfach nur genießen wollt - das Tacoa hat nicht nur einen gemütlichen Gastraum sondern auch eine schöne Terrasse.  Ach ja, jetzt hätte ich es fast vergessen. Zu finden ist das Lokal ganz einfach, denn es liegt direkt an der Hauptstrasse von El Sauzal nach Tacoronte.
 

19 de mayo 2014 lunes - Montag 19. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
bewölkt
16 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Wenn man immer nur das tut,  
was sich gehört, 
verpasst man den ganzen Spaß!  
Katherin Hepburn
 
Nach diesem Haus habe ich schon lange Ausschau gehalten. Ich habe irgendwann einmal einen Bericht darüber gelesen und ich wollte es unbedingt in natura sehen. Heute sind wir zufällig daran vorbei gefahren. Es wird das Haus der Portugiesen, la Casa de la Portuguesa, genannt. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist ein wunderschönes Beispiel für Gebäude, die im britischen Kolonialstil auf Teneriffa gebaut wurden.
2007 wurde das schmucke Haus von Regierung der Kanarischen Inseln gemeinsam mit der Stadt Santa Úrsula, el Gobierno de Canarias y el Ayuntamiento de Santa Úrsula, gekauft. Es soll renoviert und später für kulturelle Zwecke genutzt werden.
 
La Casa de la Portuguesa 
 
La Casa de la Portuguesa, situada en el término municipal de Santa Úrsula, isla de Tenerife, (Canarias, España), es un inmueble que se localiza en la margen meridional de la Carretera Provincial TF-217 a su paso por Santa Úrsula, en las proximidades de El Calvario.
 
Holzverziehrung
 
Ich selbst finde das Gebäude wunderschön und romantisch. Vor allem die aufwendige Holzarbeit unter dem Dachgiebel des Hauptteiles. Eine zauberhafte Dekoration von Pflanzenmotiven, die fast wie kunstvoll gearbeitete Spitzen aussehen. Da wird einem erst so richtig bewußt, wie fantasielos heutzutage Häuser in die Welt gesetzt werden. Alles überflüßige Beiwerk wird weggelassen, kahler Stahl und grauer Beton, der, wenn es gut geht, noch ein bisschen farblich aufgemotzt wird. Das ist schon das Ende der Fahnenstange. Ist das nicht traurig?
 

18 de mayo 2014 domingo - Sonntag 18. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens bewölkt
17 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Schokolade löst keine Probleme
aber das macht ein Apfel ja auch nicht!
Volksweisheit
 
Eigentlich sollte ja die Sonne scheinen. Zumindest laut Wetterbericht. Aber wann kann man sich heute noch auf die Aussagen von anderen verlassen? Die Wetterfrösche sind da keine Ausnahme. Also leben wir heute eben mit grauen Wolken und ein paar vereinzelten Regentröpfchen. Was soll's - ändern kann ich es sowieso nicht.
Gestern hat mich eine Frage in einem sogenannten Netzwerk zum Nachdenken gebracht. "Familie ... was bedeutet das eigentlich genau für euch?" Im ersten Moment ist die Frage eigentlich ganz einfach zu beantworten, aber beim zweiten Hinschauen ist es schon nicht mehr so leicht. Für die einen ist sie der Fels in der Brandung, für den anderen der Nagel zum Sarg. Es kommt sicher bereits darauf an, wie man das Wort Familie überhaupt definiert. Ich bin mir sicher, dass es immer auf den persönlichen Blickwinkel ankommt.
Versteht man darunter auch Großeltern, Urgroßeltern oder sogar die Ururgroßeltern? Werden alle Ahnen aus der Kiste geholt – und welche? Nur die eigenen oder gehören die Vorfahren des Partners dazu? Onkel und Tanten, Nichten und Neffen, Cousinen und Cousins? Oder sind es einfach Menschen, die wir gerne haben, mit denen wir auf einer Wellenlänge schwimmen und gerne viel Zeit verbringen?  
 
Familie Im Grunde genommen geht es auch darum, warum diese Frage eigentlich gestellt worden ist? Ist damit die Familie im klassischen Sinn – also Vater, Mutter und Kinder – gemeint, war es die Frage nach dem Zusammenhalt des ganzen Familienclans oder betrifft es überhaupt nur ein Pärchen?
Ist Blut wirklich dicker als Wasser oder ergibt diese Feststellung überhaupt keinen Sinn?
Wer bin ich und wo komme ich her?
Ist die Familie Schutz oder Gefängnis?
Oder trifft eher der Satz "Familie sind die Menschen, die einen erden und die einem hoffentlich auch Flügel geben." zutreffend?
 
Die ursprüngliche Hauptfunktion der Familie, die wirtschaftliche Sicherheit, ist zwangsläufig schon lange in den Hintergrund gerückt. Das Idealbild vom arbeitenden Vater und der Mutter die brav zu Hause Kinder, Herd und Heim hütet ist nur mehr Thema von Legenden und Märchen.
Ich glaube, für viele Menschen ist Familie auch irgendwie ein sicherer Hafen, ein Schutz vor der eigenen Einsamkeit und ist mit Sehnsüchten und Erwartungen geschmückt. Es geht um Hilfe und Unterstützung, Zusammenhalt und Loyalität, Verlässlichkeit und Sicherheit. Familie sind Menschen, für die ich mitten in der Nacht aufstehen würde, um sie aus einem Schlamassel zu holen. Doch das erwarte ich von meiner Familie auch! Akzeptanz und Toleranz, Vertrauen und Ehrlichkeit gehören  genauso zum Familienleben dazu, wie Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam zu lachen oder Probleme zu wälzen. Man sollte die Macken der anderen kennen und ertragen, jeder sollte oder sollte so angenommen werden, wie er ist.
Wir werden auch oft gefragt, wo unsere Familie ist und einige Menschen sind ganz erstaunt, dass unsere Kinder ihr eigenes Leben in Österreich leben. Doch was ist so schlimm daran? Die Eltern auf einer Insel im Atlantik und der Nachwuchs im Alpenland. Die Entfernungen von A nach B sind heutzutage längst nicht mehr so groß als vor vierzig oder fünfzig Jahren. Mit Flugzeugen erreicht man jeden Ort auf diesem Planeten und dank Internet und Skype können wir sogar mehr Kontakt halten als zur Zeit der verkabelten Telefonleitung. Wenn man möchte. Großeltern im gemütlichen Lehnstuhl die selig ihre Enkelkinder auf den Knien schaukeln und sonst nichts zu tun haben, gibt es auch nicht mehr.
Die Zeiten haben sich geändert und auch wenn wir alle unter einem Dach leben würden, hätte jeder einzelne von uns sein eigenes Leben. Wer weiß, vielleicht würden wir uns sogar anständig auf die Nerven gehen. „Woher kommst du, wohin gehst du? Warum bist du so spät nach Hause gekommen? Zieh dir doch eine Jacke an, iss was Gscheit‘s!“ Dem Einen gefällt‘s und der Andere kann es nicht mehr hören.
 Als wir selbst erwachsen geworden sind, war für uns nichts wichtiger, als unsere eigene Vorstellung von unserer Art zu leben verwirklichen zu können. „Nichts wie raus“, war die Devise und ich glaube, damals war diese Einstellung allgemein vorhanden normal und - soweit ich das beurteilen kann - hat es weder Eltern noch Kindern geschadet. Großfamilien waren schon in meiner Jugend nicht mehr üblich, das war Schnee von gestern und längst ein Relikt der Vergangenheit.  
Familie ist wahrscheinlich eine Art soziales Langzeitexperiment das sich immer wieder ändert. Das macht der einzelne Mensch nämlich auch. Wir sollten sie so nehmen, wie sie ist und das Beste für uns selbst daraus machen jeder genauso, wie es für ihn gut tut.
 

17 de mayo 2014 sábado - Samstag 17. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens bewölkt
17 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Die Fantasie des Mannes
ist die beste Waffe der Frau.
Sophia Loren
Wohin ist die Zeit schon wieder entschwunden? Für euch hat das Wochenende begonnen und auch für uns ist der Samstag ein Zeichen, dass die Arbeitswoche bald vorbei ist. Das Wetter ist angenehm und warm, am Himmel wechseln sich Wolken und blauer Himmel ab.
 
Das perfekte Wetter für ein Geburtstagsfest im Freien. Die Barterrasse von ARTlandya wurde heute Nachmittag kurzerhand zur Kulisse für den Geburtstag eines kleinen - oder großen - hübschen Mädchens, dass sich in den Kopf gesetzt hat, ihren Ehrentag beim Puppenmuseum zu feiern. Alles Gute zum 13. Geburtstag Mirian! iFeliz cumpleanos!
     
PUPPEN & Spielzeug In der neuesten Ausgabe von PUPPEN & Spielzeug, einer Fachzeitschrift für Künstlerpuppen aus Deutschland, ist ein doppelseitiger Bericht über ARTlandya erschienen. Ein Exemplar der Ausgabe Mai/Juni 2014 war heute druckfrisch in unserem Briefkasten.
Möchtet ihr den Artikel lesen? Ich habe ihn für euch eingescannt, denn die Zeitschrift werdet ihr wahrscheinlich gerade nicht zur Hand haben. Ein PuppenMUSEUM unter Palmen könnt ihr entweder hier downloaden oder ihr habt die Möglichkeit auf die Miniaturbilder klicken. Ganz wie ihr wollt.
Über eure Rückmeldungen würden wir uns sehr freuen! Schreibt uns doch auch einmal eine kurze Nachricht, es müssen ja keine Romane sein. Wir sind auch mit Kurzmeldungen zufrieden. Schließlich liefere ich euch ja auch immer wieder Neuigkeiten von unserer kleinen Insel im Atlantik. Also dann - bis bald!
 
Unter Palmen ...   ARTlandya ...
 

16 de mayo 2014 viernes - Freitag 16.. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
meistens sonnig
18 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Die ersten Menschen
waren nicht die letzten Affen.
Erich Kästner
Vor einigen Tagen hat Georg ein Plakat für ARTlandya an einer Hauswand neben der Strasse von El Amparo Richtung Icod angebracht. Ein toller Blickfang für alle Autofahrer, die über die Berge aus dem Süden kommen. Das hat anscheinend irgendjemanden nicht gefallen, denn gestern Abend bekam unser Puppenkopf eine primitive Verschönerung verpasst.
Narrenhände beschmieren Tisch und Wände - und zur Not - Plakate oder Hinweisschilder. Wenn eben nun mal grad nix anderes da ist, wird alles genommen. Ohne wenn und aber. Der Stift wird gezückt und ran an die Verschönerungsaktion. An die Arbeit, solange kein Zuschauer dabei stören kann, denn immerhin sind Beschmierungsaktionen strafbar und nicht legal.
 
Plakat beschmiert Was denken sich diese Möchtegernkünstler denn eigentlich? Oder denken sie gar nichts? Fremdes Eigentum - den Begriff kennen sie mit Sicherheit nicht, denn sonst müßte sich ja so ein Mensch wohl auch einmal Gedanken darüber machen, wer das nächste Plakat bezahlen muss.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich geärgert habe. Die Euros regnen ja gerade auch nicht nur so vom Himmel. Abgesehen davon, dass diese sinnlose Malerei ja nicht einmal irgendjemanden befriedigen kann. Wenn ich so einen Schmierfink einmal zwischen meine Finger bekommen würde, könnte der ein kleines Wunder erleben - abgesehen davon, dass ich ihn zur Kasse bitten würden. Vielleicht überlegt er es sich dann das nächste Mal und lässt die Maluntensilien in der Tasche. Aber darüber brauche ich mir keine Gedanken machen, denn erwischt werden diese Fassadenmaler sowieso nie.
 
Den Ursprung  des Sprches der Narrenhände, die Tisch und Wände beschmieren sollen, kennt niemand genau. Zumindest habe ich keine Erklärung gefunden. Es wird aber vermutet, daß diese Redensart im Mittelalter entstanden ist. Ob damit nun geistig Zurückgebliebene, einfache Bauern oder allerlei Schabernack treibende Hofnarren damit gemeint waren?
Dabei müsste man allerdings zwischen den verschiedenen Arten der Narren der Vergangenheit unterscheiden. Der Hofnarr war zwar ein Außenseiter mit einem auffälligen Kostüm, der speziell zur Unterhaltung ausgebildet wurde, aber trotz seiner Narrenkappe mit den klingelnden Schellen eine gewisse Anerkennung genossen hat.  Körperlich und geistig behinderte Menschen oder gar Kleinwüchsige, die man Zwerge nannte, wurden brutal in Käfige gesperrt und auf den diversen Jahrmärkten präsentiert. Sie wurden zum Narren gemacht.
Doch all das entspricht wahrscheinlich keineswegs dem eigentlichen Ursprung, sich auf Wänden, Möbelstücken oder allen sich anbietenden Flächen für die Nachwelt zu verewigen. Doch das Beschmieren mit Farbe konnten weder die Redewendung noch andere Versuche der Belehrung aufhalten und feiert heute mit so manchem Wandgemälde lustige Auferstehung. Heute nennt man diese Verzierungen aber meistens Graffiti. Kunstwerke von Menschen, die einen ständigen Drang dazu entwickelt haben, sich überall - und meist auf fremden Eigentum - mitzuteilen.
Sinnlose Schmierereien, hässliches Gekritzel und zum Teil abstoßende Botschaften sind aber meiner Meinung nach überhaupt kein Markenzeichen. Ausgenommen davon sind die Sprayer, die kunstvoll die Szenerie des verlassenen Ortes für ihre Arbeit nutzen und dadurch etwas Neues und Schönes entstehen lassen. Das gibt es nämlich auch, ist aber leider die Ausnahme. Ein Großteil der Meisterwerke ist einfach nur scheußlich und hässlich!
 

15 de mayo 2014 jueves - Donnerstag 15.. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig   
sonnig
16 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Geld ist nichts.
Aber viel Geld, das ist etwas anderes.
George Bernard Shaw
Die Sonne und damit die Wärme hat uns wieder gefunden. Wir haben heute einen richtig sommerlichen Tag. Einfach herrlich! Die Eisheiligen haben uns nicht gefunden - im Gegensatz zu Österreich, da soll es ja nicht nur regnen sondern wie aus Kübeln schütten.
Für alle daheim noch ein kleiner Trost fürs schlechte Wetter, eine alte Bauernregel: "Der Mai, zum Wonnemonat erkoren, hat den Reif noch hinter den Ohren." Ich hätte noch einige auf Lager, falls das Wetter noch schlechter werden sollte - bitte melden Mark Twain sagte einmal "Alle reden vom Wetter, aber keiner tut etwas dagegen" Vielleicht fällt uns ja doch noch eine Lösung für die Vermeidung von schlechtem Wetter ein. Wer weiß das schon so genau?
 

14 de mayo 2014 miércoles - Mittwoch 14. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
teilweise sonnig
15 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
An der Grenze der Geduld beginnen die Konflikte.
Oscar Wilde
Wer kennt das nicht - es gibt Tage die sind es einfach nicht. Das Wetter ist halbwegs schön, das Frühstück schmeckt gut - doch der restliche Tag ist es ganz einfach nicht, er ist für die Katz. Keine Ahnung wie man das besser beschreiben könnte. Es passt einfach gar nix.
Zufriedenheit ist ein emotionaler Zustand des Menschen, in dem seine Bedürfnisse von ihm als befriedigt angesehen werden.
Das Bedeutungswörterbuch des Duden definiert ebenso trefflich wie kurz und bündig: zufrieden sein bedeutet
 a) innerlich ausgeglichen und nichts anderes verlangend als man hat
b) mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen einverstanden, nichts auszusetzen habend
Alles klar? Das heißt übersetzt, dass man ihm Lotto einen Sechser haben kann und trotzdem nicht zufrieden ist. "Zufriedenheit bringt auch in der Armut Glück - Unzufriedenheit ist Armut, auch im Glück." ist ein Spruch von Konfuzius. Da man auch sagt "Zufriedenheit ist der Feind zukünftiger Erfolge" bin ich ein wenig verunsichert.
Deshalb ist es wohl besser dieses Thema für heute zu beenden. Mir ist heute wahrscheinlich einfach eine Laus über die Leber gelaufen. Deshalb ist es besser, wenn ich mich für heute zurückhalte und meine Tastatur zuklappe. Ich verlege meine Wirkungsstätte in die horizontale Lage. Schlaft gut und träumt was Schönes. Bis Morgen!
 

13 de mayo 2014 martes - Dienstag 13. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
teilweise sonnig
15 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Das Glück im Leben
hängt von den guten Gedanken ab, die man hat.
Marc Aurel
Wisst ihr was das heißt - a tinywee huss? Das ist schottisch und bedeutet kleines Häuschen. Warum ich euch das frage? Heute waren Besucher aus Schottland hier und glaubten mir nicht, dass ich ihre Sprache auch verstehen könnte. Schottisch ist nämlich wirklich um einiges anders als die englische Sprache. Ich weiß zwar nicht mehr besonders viel, aber einige Wörter sind doch noch im Unterbewußtsein hängen geblieben. Immerhin hatten wir in Südafrika über ein Jahr lang Nachbarn aus Schottland. Auch wenn das schon Jahre her ist.
Warum sind Menschen scharf auf eine Kundenkarte? Kundenkarten sind klein, bunt, handlich und sehr beliebt. Locken die verschiedenen Aktionen und Rabatte oder geht es einfach ums weniger zahlen? Der erste Grund ist für viele Menschen viel simpler - die Karte kostet nix kostet und der Besitz vermittelt eine gewisse Wichtigkeit. Heute will eben jeder alles billiger, billiger oder gar, wenns ganz leicht geht, umsonst.
Aber was gibt es schon umsonst? Wenn ich jetzt ins gängige Klischee falle - nicht einmal der Tod. Der ist für die trauernden Übriggebliebenen nämlich ganz schön teuer. Das könnt ihr mir glauben, ich weiß es. Nicht einmal die letzte Ruhestätte bekommt man zum Nulltarif und soviel ich weiß gibt es für die verschiedenen Angebote nicht einmal eine Kundenkarte. Im Ernst, wer würde diese Karte in seine Geldbörse stecken? Ich bin mir sicher, diese Kundenkarte wäre ein Flopp!
 

12 de mayo 2014 lunes - Montag 12. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
teilweise sonnig
15 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Es ist ein Jammer,
daß die Dummköpfe so selbstsicher sind
und die Klugen so voller Zweifel.
Bertrand Russel
Der Songcontest ist Vergangenheit, heute geht es um die internationalen Schlagzeilen von Moskau bis New York. Der Kurier in Österreich beginnt bereits über die Kosten, die auf das Land zukommen werden nachzudenken. "Wertvoll - aber teuer. Tu felix Austria – die Wurst gewinnt!"
 Conchita Wurst oder: Celine Dion meets... Jesus? Ihr Auftritt - dramatisch, stimmgewaltig, grandios. Das kam an in Europa, egal ob in Ost oder West. Mit 290 Punkten gewinnt die Österreicherin absolut verdient den Eurovision Song Contest 2014."
 
Als Erinnerung hier noch ein Artikel aus der Zeitschrift Stern:
Merci, Chérie 11. Mai 2014, 08:50 Uhr
Mit Conchita Wurst triumphieren Toleranz und Menschenrechte beim Eurovision Song Contest. Der Erfolg der bärtigen Lady ist nicht nur ein Sieg für Österreich, auch für ESC-Fans und Homosexuelle. Von Jens Maier, Kopenhagen  
Drei Länder fehlen noch bis zum Ende der Abstimmung. Doch die Ukraine vergibt die entscheidenden Zähler: acht Punkte gehen an "Austria". Das reicht zum Sieg. Fans mit rot-weiß-roten Fahnen liegen sich jubelnd in den Armen. Mit lauten "Conchita, Conchita"-Rufen feiern die Österreicher das Ergebnis. Und nicht nur sie. Die ganze Arena von Kopenhagen steht Kopf.
Egal ob Dänen, Deutsche, Spanier oder Isländer. Sogar Holländer, denen gerade alle Hoffnung auf den ersten Platz genommen wurde, freuen sich mit. Denn die Siegerin - und das ist das Neue und einzigartige an diesem Triumph - hat nicht für ein Land gewonnen. Conchita Wurst siegt für eine Botschaft: von Akzeptanz, Toleranz und Menschenrechten.
Was sich da am Samstagabend in den B&W Hallen von Kopenhagen abspielte, kommt einer Sensation gleich. Mit dem viertbesten Ergebnis aller Zeiten und insgesamt 290 Punkten gewann Conchita Wurst mit deutlichem Abstand den Eurovision Sing Contest. Vor den von Musikkritikern hoch gelobten Countrysängern The Common Linnets aus Holland (238 Punkte) und der schwedischen Helene Fischer, Sanna Nielsen (218 Punkte), errang sie den ersten Sieg für Österreich seit 48 Jahren. Wurst erhielt 13 Mal die Höchstwertung von zwölf Punkten. Dass eine Frau mit Bart den ESC gewinnt, wird in die Annalen des Wettbewerbs eingehen. Es ist aber vor allem das Wie, das diesen Sieg ausmacht.  
Die Dragqueen vom Lande Als schräger Vogel, von Favoriten wie dem Armenier Aram MP3 milde belächelt, startete Wurst in den ESC. "Was die?", hieß es noch Anfang der Woche empört, als einige es wagten zu mutmaßen, Wurst könnte eine Anwärterin auf die vorderen Plätze sein. Doch dann geschah das Unfassbare. Im zweiten Semifinale stieg Wurst wie der von ihr besungene Phönix aus der Asche empor. Wurst war maßlos unterschätzt worden. Als Drag Queen abgetan, die vielleicht in dunklen Kellerbars in Wien ihr Publikum findet, aber doch nicht vor 140 Millionen Fernsehzuschauern auf der größten Bühne der Welt. Von wegen!   Viele erkannten jetzt erst: Diese zierliche Person, hinter der eigentlich ein schwuler Mann mit dem bürgerlichen Namen Thomas Neuwirth steckt, kann wirklich singen. Das stellte Wurst am Samstagabend erneut unter Beweis. Divengleich trug sie ihr "Rise Like A Phoenix" vor. Nicht nur stimmlich einwandfrei, sondern auch von der Inszenierung grandios. In goldenes Scheinwerferlicht getaucht stand Wurst da und eroberte mit großen Gesten ihr Publikum.
Langes Kleid, wallendes Haar, viva la Diva, die perfekte Interpretation einer österreichischen Sissi. Oder kurz: die Kaiserin.   Dabei kam es auf das Lied gar nicht so sehr an. Sicher, es passte perfekt zu dieser Geschichte vom schwulen Landjungen aus dem Salzkammergut, der auszieht in die Stadt, um eine große und gefeierte Diva zu werden. Aber die Qualität des Songs, der unter anderem von Ali Zuckowski, dem Sohn von Kinderliedsänger Rolf Zuckowski, geschrieben wurde, ist mittelmäßig. Die Kopie eines James-Bond-Songs. Da gab es bessere Balladen im Wettbewerb, aus Norwegen beispielsweise oder aus Montenegro. "Rise Like A Phoenix" wird erst in Kombination mit seiner Sängerin großartig.  
Zwischen nervigen Fragen und Dauerlächeln Viele ihrer Fans hatten in den vergangenen Tagen auf einen Sieg gehofft. Doch laut auszusprechen wagte es kaum einer. Erst nach dem zweiten Semifinale deutet sich das Unfassbare mehr und mehr an. Wurst stieg in den Wettquoten der Buchmacher auf Platz zwei, konnte sich vor Interviewanfragen aus aller Welt kaum noch retten. Jeder wollte den Favoritenschreck mit Bart und Konfektionsgröße 38 kennenlernen. Das Wunder von Kopenhagen nahm seinen Anfang.   Es erinnert ein wenig an die Geschichte einer gewissen Lena Meyer-Landruth vor vier Jahren in Oslo. Ebenso wie die Göre aus Deutschland versteht es Wurst perfekt, ihr Publikum für sich einzunehmen. Sie ist Princess Charming. Immer freundlich, immer lächelnd. Selbst nach dem 20. Interview und der hundertsten dummen Frage, ob sie sich zur Frau operieren lassen wolle, bleibt sie die coole, sympathische Lady ohne Starallüren. Eine Diva zum Anfassen, die mit Haut und Haaren für das lebt, was sie darstellt. "Ich bin froh, dass die Menschen meine Emotionen gespürt haben", sagt sie nach dem Sieg in Kopenhagen auf der Pressekonferenz. Und das haben sie.  
Man kann diese Abstimmung auch als Machtdemonstration des alten Westen deuten, der Putin die Zunge rausstrecken mochte. Schließlich kommen zwölf von dreizehn Höchstwertungen für Wurst aus westlichen Nationen. Dazu passen würden auch die Buhrufe vor und nach dem russischen Auftritt, die es in dieser Form beim Eurovision Song Contest noch nie gegeben hat. Doch diese These lässt die vielen, vielen Stimmen, die Conchita auch aus Ländern wie Russland, der Ukraine und ja, selbst aus Aserbaidschan, erhalten hat, außer acht. Auch dort haben Menschen ihre Stimme der Frau mit Bart gegeben und damit für Toleranz und Menschenrechte gestimmt. Bravo!   Kampf der Menschenrechte Mit Wurst siegt nicht nur eine Lady mit Bart, sondern eine Missionarin für die Rechte von Schwulen und Lesben. "Sie ist unsere Siegerin", sagen viele homosexuelle ESC-Fans voller Stolz. Sie ist die Kämpferin für Menschenrechte, für Liebe, Frieden, Akzeptanz und Toleranz. Das klingt ein bisschen viel auf einmal. Doch die Weltverbesserin mit Bart passt offenbar hervorragend in eine Zeit, in der West- und Osteuropa in einer gegenseitigen Vertrauens- und Wertekrise steckt. Ein bisschen Conchita statt ein bisschen Frieden.  
 Getrübt wird der Abend von Kopenhagen aus deutscher Sicht nur durch das schlechte Abschneiden von Elaiza. Die drei Musikerinnen hätten einen besseren als den 18. Rang verdient. So gut wie am Samstag waren sie bei keiner Probe. Schade, dass Europa ihre Qualität nicht erkannt hat. Sängerin Ela Steinmetz bedankte sich danach für die Unterstützung der vielen deutschen Fans und sah's pragmatisch: "Wir haben versucht, nicht letzter zu werden. Das hat geklappt." Auch sie gratulierte der Siegerin Conchita Wurst: "Das war wirklich verdient." Wurst habe nicht nur eine tolle Stimme, sondern sei auch für Toleranz eingestanden. "Ich freue mich, dass Europa so weit ist", sagte Steinmetz.
Es ist 0.32 Uhr als Conchita Wurst auf der Bühne in Kopenhagen steht und ihre Trophäe in Empfang nimmt. "Im Rampenlicht zu stehen, das ist das, was ich mir immer für mich und mein Leben gewünscht habe", hatte sie zu stern.de gesagt. Jetzt steht sie auf der größten Musikbühne der Welt und genießt, während Tausende in der Halle ihr zujubeln. Conchita, die stolze Siegerin. Eine Botschaft an alle Hasser da draußen lässt sie sich nicht nehmen. "Wir sind nicht mehr aufzuhalten", sagte sie ins Mikrofon. Die homosexuelle Fangemeinde dankt es ihr mit tosendem Applaus.
Danke, Conchita. Oder um es mit Udo Jürgens zu sagen: Merci, Chérie.
© Stern.de
 

11 de mayo 2014 domingo - Sonntag 11. Mai 2014
Icod de los Vinos
Muttertag in Österreich
bewölkt   
bewölkt
15 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Es ist unmöglich, Staub wegzublasen,
ohne dass jemand zu husten anfängt.
Philip Mountbatten
 
Heute ist nicht nur Muttertag - ich habe auch noch Geburtstag! Gleich zwei Gründe zum Feiern also. Aber jetzt habe ich wahrscheinlich eine ganz dumme Frage, die mir durch den Kopf geht. Geschenke und Blumen sind ja schön und gut zum Geburtstag und ich freue mich immer riesig darüber. Aber warum gratuliert man sich zum Geburtstag?
Gratuliert man dem Geburtstagskind weil es erfolgreich geschafft hat, ein weiteres Jahr zu überleben? Eigentlich müßte man doch der Mutter gratulieren, oder? Sie hat uns ja zur Welt gebracht hat. Selbst haben wir ja schließlich nichts dazu begetragen. Also warum gratuliert man dann? Vielleicht findet man die Antwort einige Jahrhunderte früher, vielleicht gar im Mittelalter? Damals war die Lebenserwartung ja nicht besonders hoch und jedes weitere Lebensjahr war etwas Besonderes. Da wäre es nur logisch, dass man den älteren Menschen dazu gratuliert,  dass sie wieder ein Jahr durch gehalten haben.
Aber warum feiert man seinen Geburtstag überhaupt? Feiern wir die erfolgreiche Bewältigen des vergangenen Jahres? Aber kann man das immer feiern? Eigentlich ist das ja ein Grund zu trauern, denn man ist wieder ein Jahr älter geworden. War im letzten Lebensjahr alles eitel, Wonne, Sonnenschein? War wirklich alles so toll?
Naja, ich habe mich über meinen leer gefressenen Gemüsegarten geärgert, habe mich über Schmetterlinge und Singvögel gefreut, habe über das Wetter geschimpft und hie und da ist mir auch so mancher Mitmensch auf die Nerven gegangen. Unser Haus in Villach ist noch immer nicht verkauft und unsere Zufahrtsstrasse sieht noch immer aus wie vor zwei Jahren. Es ließe sich noch Vieles mehr aufzählen, was man feiern könnte, ohne dass man es gerne feiern würde.
Man kann ja auch das kommende Lebensjahr feiern. Aber dann müsste man den kommenden Winter mit seinen kurzen Tagen und der wieder eingeführten Winterzeit feiern, dass man auch in Zukunft so langweilige Arbeiten wie Blumen gießen, Palmen schneiden und Unkraut jäten machen muss, dass das Geld noch weniger wert wird und dass zu den ersten grauen Haaren noch mehr dazu kommen werden. Ich könnte noch ganz viele Dinge aufzählen, die man feiern könnte, ohne dass man es gerne feiern möchte.
Man könnte aber auch statt der Vergangenheit und der Zukunft einfach die Gegenwart feiern, das Heute. Dafür könnte ich mir einige gute und einfachen Gründe vorstellen.
Zum Beispiel wenn Regen vorhergesagt wird und am nächsten Tag die Sonne vom blauen Himmel lacht. Wenn ein Kuchen besonders gut gelingt oder das Steak auf den Punkt gebraten ist. Wenn Pfirsiche süß und saftig schmecken, wenn der Briefträger ein unerwartetes Päckchen bringt oder das Telefon klingelt und die beste Freundin dran ist. Das sind wirklich Gründe zu feiern!
Feiern wir also einfach unbeschwert die Gegenwart, die erfreulichen Lügen mit einem Glas Sekt und lassen alle Glückwünsche und sonstigen Gratulationen einfach weg.
Und die Moral aus der Geschichte? Was würden wir uns wirklich dabei denken, wie würden wir uns fühlen, wenn niemand an unseren Geburtstag denken würde? Wenn ich ehrlich bin, das würde mir nicht in den Kram passen. Ich würde mich nicht gut fühlen und mich darüber kränken, dass keine Seele an mich denkt. Verrückt ist der Mensch schon, aber ich glaube, so sollte es auch sein. Also noch einmal danke für die vielen, lieben Geburtstagswünsche - ich habe mich ganz toll darüber gefreut!!
 

10 de mayo 2014 sábado - Samstag 10. Mai 2014
Icod de los Vinos
bewölkt   
bewölkt
15 ° C temperatura mínima
22°  C temperatura máximo
   
Die Wurzeln der Bildung sind bitter,
ihre Früchte aber sind süß.
Aristoteles
Wer kennt ihn nicht - den Sockenklau? Ich glaube, er ist in allen Waschmaschinen der Welt zu Hause. Ob dieses Monster wohl irgendwo unter der Waschmaschine hockt und sich davon ernährt? Der Sockenschwund, auf englisch auch single-socks-phänomen genannt, ist wohl eines der größten Alltagsgeheimnisse der westlichen Zivilisationen. Die Waschmaschine wurde erfunden - und die Socken verschwanden! 
Wäscheleine
Laut Aussagen von Experten kann das aber durchaus passieren! "Socken können in der Waschmaschine verschwinden. Betroffen sind jedoch auch andere kleine Wäschestücke wie Slips oder Ähnliches. Durch die Schleuderbewegung entsteht zwischen Bullauge, Trommel und Gehäuse der Waschmaschine ein Spalt, durch den gelegentlich Wäschestücke rutschen. Diese landen dann im Bottich unter der Trommel und können durch den Abwasserschlauch aus der Maschine gesaugt werden." Zitat Ende.
Welcher Hersteller dieses Zugeständnis gemacht hat möchte ich hier nicht anführen. Werbung soll und will ich nicht betreiben. Aber jetzt einmal ganz im Ernst - warum zieht man nicht von Haus aus zwei verschiedene Socken an? Wir haben ja auch einen rechten und einen linken Fuß. Und die beiden sind absolut verschieden, das ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Das ist auch der Grund, warum ein Mensch in der Wüste nicht gerade aus sondern im Kreis läuft. Der Mensch hat einen angeborenen Linksdrall. Warum? Ganz einfach, der rechte Fuß ist ein bisschen stärker als der linke und aus diesem Grund ist er dem linken Bruder immer um eine Kleinigkeit voraus. Das wird schon stimmen, denn warum geht man denn in Drehtüren immer auf der rechten Seite hinein und muss dann gezwungener Maßen nach links gehen? Andersherum würden wir es wahrscheinlich gar nicht ohne Verletzungen schaffen!
Aber wieder zurück zu den entfeuchten Socken. Wohin verschwinden die denn wirklich? Gibt es irgendwo in diesem Universum einen Sockenhimmel oder eine Kuranstalt für zu oft strapazierte Fußbekleidung? Auch wenn ich die vereinsamten Stücke in einer Schachtel sammle, ich kann nie mehr allen von ihnen den verschwundenen Partner verschaffen.  Er ist und bleibt verschwunden.
Der Grund des Verschwindens einzelner Socken gehört bis heute zu den ungeklärten Mysterien der Welt. Dem Sockenklau kann man vielleicht noch mit einem Wäschesack entgegenwirken. Wer weiß? Und wenn nicht, kann man die anscheinend unbrauchbaren Stücke als Putzlappen verwenden oder Puppen damit basteln. Positiv denken ist die Devise!
Wäsche
Warum ich euch mit einer Geschichte über Socken langweile? Gestern, also am 9. Mai war der offizielle Tag der verlorenen Socke, oder auf englisch Lost Sock Memorial Day.
Obwohl fast jeder Mensch von diesem Problem betroffen ist, wird der Gedenktag sträflich vernachlässigt und bekommt überhaupt nicht die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht. Denn, wer kennt dieses Phänomen nicht? Nach dem Waschen hat man auf einmal nicht mehr alle beisammen? Aber was fängt man mit einer einzelnen Socke an? Zusammen mit den frischen Socken zurück in den Schrank legen und hoffen, dass die Partnersocke irgendwann wieder auftaucht? Darauf spekulieren, dass eine andere Socke ähnlicher Farbe das gleiche Schicksal teilt und die beiden zusammenführen? Oder gibt es vielleicht eine andere sinnvolle Existenzberechtigung für Unikate dieser Art?
Es betrifft uns also alle, durch die Bank und aus diesem Grund haben wir am 9. Mai die Möglichkeit, ganz offiziell das hautnahe Verhältnis zu zelebrieren und all den verlorenen Socken zu gedenken, die uns solch treue Dienste geleistet haben.
Nur noch eine klitzekleine Anregung zum Schluss. Zum Tag der verlorenen Socke wird übrigens von vielen Anhängern vorgeschlagen, die verwaisten Exemplare zu sammeln und zu entsorgen, da die Rückkehr der verlorenen Geschwister aussichtslos ist. Alternativ schlagen sie vor, die übrig gebliebenen Exemplare in nützliche Gegenstände zu verwandeln wie zum Beispiel ausgestopft mit Lavendel als Duftspender oder als Putzlappen für den Schuhkasten. Ende!
 
Kennt ihr Stupedia? Nein? Da habt ihr etwas versäumt, denn dort findet man Wissen, das die Welt eigentlich nicht braucht. So unter dem Motto "Wissen Sie Bescheid? Nein? Wir auch nicht!" Als Kostprobe könnt ihr hier den Expertenbericht über den Tag der verlorenen Socke lesen:
Der Tag der verlorenen Socke ist ein internationaler Gedenktag zu Ehren der vielen voneinander getrennten Socken. Er wird jährlich von vielen Tausenden Menschen in den unterschiedlichsten Ländern der Erde am 9. Mai begangen. An diesem Tag gedenkt man der während des Waschvorgangs verloren gegangenen Socken und ihrer zurückgelassenen einsamen, nutzlos gewordenen Partner.
 
Das Problem
Socken treten normalerweise als Paar auf, was ja auch irgendwie Sinn macht, da die meisten Menschen auch zwei Füße haben. Oskar Pistorius oder der Vitruvianische Mann sollten hier bei aller gebotenen Gleichberechtigung selbstverständlich nicht als Maßstab gelten. Doch in unserer heutigen, so hektisch gewordenen Welt kommt es leider immer häufiger vor, dass die Paare plötzlich – und manchmal auch gewaltsam – auseinandergerissen werden.
Kaum kümmern sich noch treusorgende, fleißige Hausfrauen so gewissenhaft um die Wäsche ihrer Lieben wie noch in den 50er, 60er oder auch den 70er Jahren. So kommt es, dass die Fußbekleidung heute oftmals schon vor ihrem löchrigen Ende ihres Partners beraubt wird. Gerade einmal 62 % aller Sockenpaare werden noch gemeinsam ausrangiert, wie eine aktuelle Umfrage der Hans-Maulwurf-Universität für Sinnlose Studien zeigt.
Die Gründe
Böse, sockenfressende Waschmaschinen und hinterhältige und gefräßige Flauschtrockner, spielen der ahnungslosen Dreckwäsche die heile Welt vor. Geben vor, Gutes zu tun, versprechen den Socken Sauberkeit, lang anhaltende Frische und einen heimeligen Duft. Doch in Wahrheit lauern diese verlogenen Cyborgs den ahnungslosen Strickprodukten auf, um sie als Leckerbissen zu genießen. Dabei sind ihnen sowohl die Gefühle der Opfer und der Hinterbliebenen als auch die der Eigentümer wurschtpiepegal.
Auch haarsträubende Gruselgeschichten von grässlichen Sockenmonstern erzählt man sich an so manchem Frühstückstisch. Angsteinflößende Geistergestalten, die nachts heimlich die Wäschekörbe und Bügelhaufen nach Leckereien durchforsten, sollen die Sockenzahl drastisch dezimieren. Ausgerechnet die allerkleinsten der Wäschestücke suchen sich diese Feiglinge aus.
An dieser Stelle mag man geneigt sein, zu fragen, ob nicht auch gewisse Unterwäschestücke von der Größe her in das Beuteschema passen. Das tun sie, in der Tat, wenn auch nur sporadisch – sozusagen als Beifang. Nur sind Schlüpfer ausgesprochene Einzelgänger. Ihr Verschwinden wird oft schlicht nicht wahrgenommen und sie selbst von keinem Partner vermisst.
Sogar bei Galileo Mystery beschäftigte man sich schon ausführlich mit der Problematik und fragte sich: „Warum nur verschwinden manchmal sogar mehrere Socken auf einmal aber immer von unterschiedlichen Paaren?“ „Ist es die Gehässigkeit der skrupellosen Täter?“ „Stecken die Illuminaten dahinter?“ „Oder ist an den Gerüchten über Sockenkannibalismus tatsächlich mehr dran als gemeinhin vermutet wird?“
Es ist und bleibt halt ein Mysterium. Nostradamus hatte bereits im 16. Jahrhundert prophezeit, das so etwas passieren würde. Und Erich von Däniken weiß sogar warum. Die Außerirdischen haben es ihm auf seine Facebookseite gepostet, allerdings in einer Sprache, die nur sie und Däniken verstehen. Da er schwören musste, es niemandem zu verraten, wird es wohl ein Rätsel bleiben.
Entstehung und Entwicklung
Cosy Sox und Fanny Day, zwei befreundete Hausfrauen aus Manchester hatten an diesem Mysterium schon länger zu knabbern gehabt, als sie am 9. Mai 1998 beschlossen, nicht mehr die Leidtragenden zu sein. Sie riefen den Lost Socks Memorial Day ins Leben und beschlossen, von nun an jedes Jahr einen Tag lang in verschiedenen Einzelsocken herumzulaufen. Viele Menschen sprechen sie Jahr für Jahr darauf an und finden die Idee großartig.
So verbreitete sich der Gedenktag in weiten Teilen Europas und auch in Amerika. In Deutschland plant die Regierung bereits, dem Problem des Sockenschwunds mit einer Sonderzahlung an alle Haushalte mit Waschmaschinen beizukommen, die mit einer Sockensteuer finanziert werden soll. Ein neu zu gründendes „Amt für Sockenschutz“ soll sich mit der Verwaltung der Gelder befassen. In Österreich ist man noch skeptisch, denkt aber über die Einführung eines gesetzlichen Feiertags nach, an dem man die verschwundenen Socken überall im Haus suchen kann. Die Schweiz lehnt den Tag ab und äußert sich auch nicht dazu.  
Bedeutung
Mit dem Tragen der zwei unterschiedlichen Socken erinnert man an das Leid der einsamen Socken, gibt ihnen eine Chance, wieder – wenn auch nur für einen Tag – getragen zu werden. Damit bekommt die Trauer ein Gesicht, die Verzweifelten eine Stimme, mit der sie rufen: „Ich bin einsam!“ und „Mein Partner ist verschollen“. Je plakativer das Symbol – also je unterschiedlicher die Socken – desto besser! Der Gedenktag gibt auch Gelegenheit zum Protest.
Er ist eine Anklage gegen die voranschreitende Technisierung unseres Umfelds, gegen die Abschaffung traditioneller Werte, wie eine gewissenhafte Person im Haushalt, die sich um die Wäsche und nebenbei noch um das Essen kümmert, den Einkauf macht und die Bude putzt. Sei es nun die Mutti, die Frau, der Mann oder das faule Gör, das gefälligst nicht den ganzen Tag in der Schule abhängen soll, wenn sich zu Hause die Hausarbeit auftürmt und die Getränkevorräte zur Neige gehen.  
Das Fazit
So mag man sich fragen: „Was ist das nur für eine Welt, in der wir heute leben?“ Wer sie verändern will, darf sich nicht zu schade sein, Missstände aufzuzeigen, muss sagen: „Seht her! Hier stimmt was nicht!“ „Ändert das gefälligst!“ „Bitte!“
 

9 de mayo 2014 viernes - Freitag 9. Mai 2014
Icod de los Vinos
bewölkt   
bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Ob ein Mensch ein Gentleman ist,
erkennt man an seinem Benehmen
denjenigen Menschen gegenüber,
von denen er keinen Nutzen hat.
William Lyon Phelps
Un wo bleibt die versprochene Hitzewelle? Bis jetzt ist sie bei uns noch nicht angekommen. Aber wie sagt man so schön? Was du heute kannst besorgen, verschiebe stets auf morgen, denn was du heute kannst erleben kann dir morgen keiner geben!
 
Ich liebe weiße Rosen. Vor allem die, die bei uns im Garten wachsen. Wir haben das Glück gehabt, eine alte Sorte ergattern zu können und diese Rosen haben etwas, was andere Rosen nicht mehr haben. Sie duften!
Doch die weiße Rose hat auch einen bitteren Beigeschmack. "Ulm, im Jahr 1939 - im Dunkel der Nacht schleicht ein junger Mann um das Gerichtsgebäude der Stadt. Kurz zuvor hat sein bester Freund, Otl Aicher, sich geweigert, der Hitlerjugend beizutreten und er wurde nicht zum Abitur zugelassen. Als der nächtliche Aktivist sich solidarisch zeigen und ebenfalls austreten will, wird diese Erklärung ignoriert. Nun will er ein Zeichen setzen.  
Als Ulm am folgenden Morgen erwacht, trägt die Justitia vor dem Gerichtsgebäude eine Hakenkreuzbinde über den Augen. Der Täter wird nie ausfindig gemacht. Doch es bleibt das Bild der durch das Hakenkreuz erblindeten Justitia.
Der Junge, der für die Aktion seine Freiheit riskierte, trug den Nachnamen Scholl. Doch es war nicht Hans, der gemeinsam mit seiner Schwester Sophie Scholl für die Aktionen der Weißen Rose in die Geschichtsbücher eingehen sollte, sondern ihr jüngerer Bruder Werner. Denn das Geschwisterpaar war Teil einer willensstarken Familie." So ist es in einem Artikel des Spiegel Online zu lesen.
 

8 de mayo 2014 jueves - Donnerstag 8. Mai 2014
Icod de los Vinos
bewölkt   
bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Alt ist man dann, wenn man nicht mehr
zusammen mit seinen Zähnen schläft.
Enzo Petrucci
Für morgen ist die erste Hitzewelle für die Kanarischen Inseln vorher gesagt. Ich lasse mich überraschen - heute hat Petrus keine bemerkenswerte Leistung abgeliefert. Es war grau, bewölkt und frühlingshaft warm. Am Abend sind sogar dunstige Nebelschwaden über meinen Kopf gezogen. Also ich könnte mir schöneres Wetter vorstellen.
MUECA
Mueca 2014 - Strassenkunst in Puerto de la Cruz. Nach einer Pause von zwei Jahren, findet es in diesem Jahr wieder statt. Mueca heißt Theater auf die Strasse , eigenartige Gestalten, Jongleure, Akrobaten, Tänzer und Musiker beherrschen gestalten das Bild in den Gassen und auf den Plätzen der Stadt. Parks, Laternen, Häuserfassaden, Kopfsteinpflaster - alles wird für ein paar Tage zur großen, bunten Bühne!
MUECA 
Die verschiedenen Künstler haben schon mit ihrer Arbeit begonnen und in den nächsten Tagen werden noch viele dieser Fassadenbilder entstehen. Ich freue mich schon auf Sonntag, denn dann werden wir uns die Kunstwerke in natura ansehen.
El Festival Internacional de Arte en la Calle de Puerto de la Cruz, Mueca, se celebra en la ciudad turística del norte de Tenerife del 8 al 11 de mayo próximos. La Plataforma Cómplices, junto al Área de Cultura municipal, prepara desde hace meses esta nueva edición, que destacará por un alto componente internacional y por nuevos contenidos en su programa.
 

7 de mayo 2014 miércoles - Mittwoch 7. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
teilweise bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Halte dir jeden Tag
dreißig Minuten für deine Sorgen frei -
und in dieser Zeit mach ein Nickerchen.  
Abraham Lincoln
Bis Mittag war es wolkig - doch dann sind die Wolken wie von Geisterhand weggewischt, verschwunden. Der Himmel war blau und die Sonne hat übers ganze Gesicht vom Himmel gelacht.
Warum galuben einige Mitmenschen, sie könnten überall abkassieren? Ohne etwas dafür zu tun oder gar einen Cent zu investieren? Da kann man sich nur eine Frage stellen. Was würden diese einfallsreichen Mitmenschen tun, wenn es die vielen Unternehmer gar nicht gäbe? Sie hätten dann nicht einmal einen Grund für ihre Arbeit, niemand würde ihre Dienste benötigen. Sie hätten keine Möglichkeit, ihre Dienstleistungen überhaupt anbieten zu können.
Von wem ich hier schreibe? Von Reiseführern, Guides oder Guias wie sie auf spanisch genannt werden. Wahrscheinlich entstehen diese Gedanken in den diversen Köpfen, weil die sogenannten großen Reiseveranstalter anständig  auf den Putz hauen.
Zur Erklärung dazu ein kurzes Zitat aus der Zeitschrift Spiegel: "In der sogenannten Verkaufsschulung lernen Reiseleiter die Tricks und Kniffe. die etwa beim "Begrüßungscocktail" wichtig sind. Da der Reiseleiter an jeder Exkursion eine feste Provision verdient (in der Regel etwa fünf Prozent), muß er bei seinen Schützlingen zunächst einmal jede Eigeninitiative niederkämpfen, die sie von den Gruppenausflügen abhalten könnte; beliebt sind furchterregende Erzählungen über den chaotischen Verkehr und den katastrophalen Zustand der Mietautos am Urlaubsort."
Das erklärt natürlich Einiges. Uns haben Besucher zum Beispiel erzählt, dass sie die Reiseleiterin eines Veranstalters nach ARTlandya gefragt hätten. Als Antwort wurde ihnen gesagt, dass sich ein Besuch nicht auszahlen würde. Zum Glück haben sich diese zwei Besucher nicht davon beeindrucken lassen und sind trotz dieser Aussage gekommen. Die Reiseleiterin haben wir bis heute nicht zu Gesicht bekommen und die gute Frau kennt ARTlandya gar nicht - versucht aber anscheinend auf Biegen und Brechen ihre eigenen Ausflüge zu verkaufen. Das nennt man wohl Qualitätsberatung, oder?
Noch eine kurze Bemerkung zum Schluß - ich behaupte nicht, dass alle Reiseleiter so handeln, aber zur Zeit sind mir eben ein paar dieser beschriebenen Art unter gekommen.
 

6 de mayo 2014 martes - Dienstag 6. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
leicht bewölkt
16 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Tatsachen muss man kennen,
bevor man sie verdrehen kann.
Mark Twain
 
Schmeißt die Waage aus dem Fenster – heute ist Anti-Diät-Tag!  
Erfunden wurde dieser Tag von der britischen Feministin Mary Evans Young im Jahr 1992. Sie selbst litt an Magersucht und wollte darauf hinweisen, dass Diäten der Anfang von lebensgefährlichen Essstörungen sein könnten.

Gerade im Frühling erzählen uns Zeitungsberichte und immer neue, noch schlauere Ratgeber von ganz unkomplizierten Wegen zur perfekten Bikinifigur. Der Diätmarkt boomt, Light-Produkte und Zuckerersatzstoffe feiern Hochsaison. Und auch die Werbung präsentiert uns nur Menschen, die schlank, frei von Cellulitis und fit wie ein Turnschuh sind.

Doch eines weiß ja wohl auch schon jeder normale Mensch – Diäten nutzen meistens gar nichts. Den berühmten Jojo-Effekt kennt jeder, der schon auf einmal so eine Blitz-Diät gemacht hat. Kaum isst man wieder normal, kommen die Kilos auf die Hüften zurück. Schuld daran ist die Evolution, denn unser Körper empfängt bei einer Diät das Signal Hungersnot! Erst greift er also seine Reserven an, stellt sich aber gleichzeitig auf einen zukünftigen Sparkurs ein. Ein Teufelskreis.
Warum also fallen dann alle Jahre wieder so viele Diätwillige auf die Versprechen der Konsumindustrie herein und starten die nächste Diät? Ich habe keine Ahnung, das ist doch idiotisch, oder?
Vielleicht ist es aber trotzdem gar keine schlechte Idee, wenn ein Teil unserer Mitmenschen sich öfter einmal Gedanken über ihre Ernährung machen würde. Von Diäten halte ich nix und eine Waage findet ihr in unserem Haushalt auch nicht. Okay, eine gibt es schon, aber die ist ausgenommen. Es ist die Küchenwaage, aber die erfüllt ja einen anderen Zweck.
 

5 de mayo 2014 lunes - Montag 5. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
leicht bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Es gibt kein großes Genie
ohne einen Schuss Verrücktheit.
Aristoteles
 
Graue Wolken beherrschen den Himmel. Irgendwie auch nicht schlecht, da bekommt man wenigstens kein schlechtes Gewissen, wenn man lange schläft, gemütlich frühstückt und den lieben Tag mit mehr oder weniger unnötigen Dingen verbringt. Einen Gang herunter schalten tut ab und zu einfach gut.
 

4 de mayo 2014 domingo - Sonntag 4. Mai 2014
Día de la Madre - Muttertag
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
leicht bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Wir können unsere Träume erst verwirklichen,
wenn wir uns entschließen,
einmal daraus zu erwachsen.
Josephine Baker
 
Mamma mia - in Spanien werden heute alle Mütter gefeiert! Ich hätte also den Vorteil, gleich an zwei Sonntagen hintereinander den Muttertag einfordern zu können. Mach ich aber nicht - ein ganz normaler Sonntag ist mir lieber.
 
 
 
Wer von euch kennt Edda Kathleen van Heemstra Hepburn-Ruston?
Niemand, oder? Mit diesem Namen wurde Audrey Hepburn am 4. Mai 1929 in Brüssel geboren. Ihre Mutter ist die holländische Baronin Ella van Heemstra, ihr Vater der irisch-niederländischer Bankier John Victor Anthony Hepburn-Ruston.
Meistens wird ihr Name in einem Atemzug mit dem Film Frühstück bei Tiffany genannt. Mir selbst hat dieser Film aber gar nicht so gut gefallen. Ich bringe diese Schauspielerin mit meinem ersten Kinobesuch in Verbindung. Für mich war sie eine bezaubernde Darstellerin der Eliza Doolittle  in My Fair Laidy.
Sie spielte aber auch in heute vergessenen Filmen wie Ariane – Liebe am Nachmittag, Geschichte einer Nonne und Denen man nicht vergibt. Sie bekam unzählige Auszeichnungen, den Oscar, Golden Globes, den Emmy, den Grammy und den Tony Award.  
Heute hätte Audrey Hepburn ihren 85. Geburtstag gefeiert. Leider ist sie aber schon am 20. Jänner 1993 in ihrem Haus am Genfer See in der Schweiz gestorben.
 

3 de mayo 2014 sábado - Samstag 3. Mai 2014
Día de Cruz - Tag des Kreuzes
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
leicht bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Suche nicht nach Fehlern,
suche nach Lösungen.
Henry Ford
 
Der Tag des Kreuzes steht im Kalender. Am 3. Mai wird auf Teneriffa, wie überall auf den Kanarischen Inseln, der Tag des Kreuzes, el Dia de Cruz, gefeiert und die Kreuze an den Häuserwänden, in den Vorhäusern oder auf den verschiedenen Plätzen werden festlich und fantasievoll mit vielen Blumen geschmückt. In allen Gemeinden, die das Wort Kreuz im Namen tragen, ist heute auch noch Feiertag.
   
Die schönsten Kreuze sieht man, meiner Meinung nach, in Santa Cruz, Los Realejos oder in Puerto de la Cruz. 
 
Las flores y fuegos artificiales, Blumen und Feuerwerk - Andacht und kurzlebige Kunst. Im Mai feiert auch Los Realejos den Tag des Kreuzes. Es ist eine Traditionen, bei der in dieser Stadt Blumen und Feuerwerk eine farbenfreudige Kombination bilden. Bei Tag stehen die Kreuze im Mittelpunkt und am Abend findet nach einer Messe und einer prunkvollen Prozession durch die Innenstadt von Los Realejos das wohl größte und berühmteste Feuerwerk der Kanarischen Inseln statt.
Zwei Stadtviertel veranstalten dieses Spektakel, bei dem sich traditionsgemäß die Straßen Calle del Sol und Calle del Medio mit ihren Feuerwerkkünsten zu überbieten versuchen. Immense Geldsummen werden in das prächtige Schauspiel, das mehrere Stunden dauert, am Nachthimmel investiert. Von Krise ist dabei nicht die geringste Spur zu finden.
Con el paso del tiempo la imaginación hizo que se fuera perfeccionando esta forma de expresión. Cada calle prepara su fiesta por separado rivalizando en magnitud y espectacularidad. Esta preparación comienza desde que terminan las celebraciones del año anterior. Es entonces cuando se inicia otra tradición: "perra de la cruz". Dado que hay que conseguir dinero para cubrir los gastos previstos, las comisiones de fiestas piden dinero puerta por puerta, colaborando todos los vecinos y los simpatizantes.
Ein Wettstreit von Grundbesitzern in der Calle del Medio und der Kleinbauern in der Calle del Sol, der auf das Jahr 1770 zurück geht. Ursprünglich war es eine Art sozialer Krieg zwischen den beiden Bevölkerungsschichten. Beendet wurde dieser Wettstreit ziemlich abrupt durch die Auswanderung vieler armer Landbewohner nach Südamerika, vor allem nach Venezuela.
Heute wird das gigantische Feuerwerk von den Bewohnern von Los Realejos bezahlt. Unzählige Mitarbeiter der diversen Festtagskomitees arbeiten und sammeln dafür das ganze Jahr. Das trifft übrigens auf jede Fiesta der Insel zu - Touristen und diverse Schlaumeier sind in diesem Sinne also reine Schmarotzer und dürfen sich aus diesem Grund weder über Pünktlichkeit noch über die Einhaltung irgendeines Festtagsprogramms aufregen.  Tradition ist hier auf der Insel im Atlantik reine Tradition und nicht mit Folklore zu verwechseln!!!
Wenn bei uns auf der Finca das Festtagskomitee von Santa Bárbara auftaucht, dann stilvoll mit geschmücktem Wagen und traditionell gekleideten Mitgliedern der Organisatoren der Fiestas des laufenden Jahres. Spenden werden keine angenommen! Es wird zwar Geld für die Fiesta "gesammelt" aber nur mit einer Gegenleistung. Egal, ob das ein Heiligenbild, ein Los für irgendwelche sinnlose Lotterie oder sonst ein Gewinnschein ist. Nehmen und Geben ist die Devise -  und alle Zuschauer bei einer Fiesta müssten sollten sich dessen bewusst sein.
Ohne Gegenleistung wird kein Geld angenommen. Jeder Ortsteil organisiert sich so sein Fest - und nur aus diesem Grund funktioniert diese Lebensart auch. Ich hoffe, dass dies auch noch ganz lange so erhalten bleibt! Das ist Leben, soziale Gemeinschaft, die sich eigentlich jeder Mensch nur wünschen kann.
 

2 de mayo 2014 viernes - Freitag 2. Mai 2014
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
leicht bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
   
Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen,
sondern möglich machen.
Antoine de Saint-Exupery
 
Auf unserer Nachbarinsel La Palma gehören auch die Mayos - ausgestopfte Puppen, die Alltagsszenen nachstellen zum Tag des Kreuzes. Vor allem in der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma findet man sie an diesem Tag vor vielen Häusern, in Fenstern, schmalen Gassen und auf romantischen Plätzen.
 
 
Vor einigen Jahren wurden in San Isidro noch selbstgebaute Heißluftballons, die einen Durchmesser bis zu fünf Metern hatten, in die Luft gelassen. Das wurde allerdings mittlerweile verboten, weil durch die Ballons hie und da Waldbrände entstanden und bei falscher Windrichtung sogar der Flugverkehr am Flugplatz Mazo eingestellt werden musste.
 

1 de mayo 2014 jueves - Donnerstag 1. Mai 2014
Día Internacional de los Trabajadores - Tag der Arbeit
Icod de los Vinos
sonnig mit ein paar Wolken   
leicht bewölkt
15 ° C temperatura mínima
21°  C temperatura máximo
 
Wir können unsere Träume erst verwirklichen,
wenn wir uns entschließen,
einmal daraus zu erwachsen.
Josephine Baker
 
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus ...
Früher galt der Monat Mai der auch Wonnemonat oder Weidemonat genannt wird, als offizieller Beginn des Sommers. Petrus hat davon aber anscheinend keine Ahnung, denn für einen Sommertag ist es heute eindeutig zu bewölkt und kühl. Schade.
 
Feiertag ist auch hier auf der Insel. Er wird, wie in Österreich, Tag der Arbeit, Dia de los Trabajadores, genannt. Gefeiert wird allerdings am 3. Mai, aber das erzähle ich euch in zwei Tagen. Versprochen! In Österreich wird heute in den Mai getanzt und dabei steht ein geschmückter Baum im Mittelpunkt des Geschehens. Diesen Brauch kennt man hier auf der Insel nicht, da spielen übermorgen geschmückte Kreuze im Mittelpunkt.
 
Maibäume haben eine komplizierte Geschichte. Der Brauch ist ja irgendwie komisch.
Da wird mitten im Frühling ein schöner, hoher Baum gefällt, entrindet, mühsam wieder aufgestellt und mit einem Kranz und bunten Bändern geschmückt. Damit er nicht geköpft oder gar geklaut wird, muss er sogar bewacht werden, denn sonst fällt am 1. Mai der Tanz um den geschmückten Baumstamm ins Wasser.
Von Maibäumen liest man schon in Urkunden des 13. Jahrhunderts und man begegnet ihnen in fast ganz Europa. In alten Zeiten war der Maibaum ein Hexenbaum. Bei den Hexenverfolgern des 17. Jahrhunderts war der Maibaum besonders wichtig. Der Stamm des Baumes musste entrindet werden, damit die Hexen sich nicht unter der Rinde verstecken konnten. Dieser Aberglaube war auch der Grund, dass der Maibaum im 18. Jahrhundert verboten wurde.  
Die amerikanische und die französische Revolution brachten den Maibaum ins Alltagsleben zurück. Ausgehend von Boston, wo 1765 aus Protest gegen die englische Stempelsteuer auf einer Ulme zwei Strohpuppen aufgehängt wurden, entwickelten sich mit Bändern und Fahnen geschmückte Freiheitsbäume überall zum Symbol der Revolution.
Heute hat der geschmückte Baum wahrscheinlich für viele Menschen gar keine besondere Bedeutung mehr. Er ist einfach ein Anlass, ein schönes Frühlingsfest zu feiern.
 
Dazu ganz aktuell ein Artikel in der Wiener Zeitung von heute. Ich konnte nicht widerstehen und musste ihn hier verewigen!
Umgeschnittener Maibaum krachte auf Bundesstraße
Zu zwei gefährlichen Zwischenfällen mit Maibäumen ist es in den vergangenen Stunden in Kärnten gekommen. In Arnoldstein im Bezirk Villach Land krachte in der Nacht auf Donnerstag ein von Unbekannten umgesägter Baum auf die Bundesstraße (B 83).
In Rangersdorf im Bezirk Spittal kippte Mittwochabend ein Lkw samt Hebekran beim Aufstellen eines Maibaumes um. Verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand.  
In Arnoldstein beobachteten mehrere Zeugen drei Burschen beim Umschneiden. Zwei machten sich mit einer Motorsäge am Maibaum zu schaffen, der Dritte stand Schmiere. Die B 83 war für die Dauer der Aufräumarbeiten rund eine Stunde für den gesamten Verkehr gesperrt. Sachschaden an öffentlichen Einrichtungen entstand nicht.  
Der Lkw in Rangersdorf dürfte umgekippt sein, da durchnässtes Erdreich nachgab. Am Fahrzeug sowie am Kran entstand erheblicher Sachschaden. Der Kraftfahrer war nicht alkoholisiert.
   
ARTlandya
 
hier geht's zu den vergangenen Einträgen 1. bis 30. April  2014
 
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