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1 Februar
2010 |
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31 de enero 2010 |
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Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| ein sonniger Wintertag |
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10 ° temperatura
mínima |
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16 ° temperatura
máximo |
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Wer
so tut, |
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als bringe er die Menschen
zum Nachdenken, |
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den lieben sie. |
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Wer sie wirklich zum
Nachdenken bringt, |
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den hassen sie. |
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Aldous Huxley |
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Regentropfen,
die an dein Fenster klopfen ...
Dumpfes Donnergrollen aus der Ferne, Windböen und
heftiger Regen, so beginnt
der Sonntag. Das
klingt nach einem entspannten Sonntag
:o) Gegen Mittag
lockern die Wolken auf und die Sonne schickt ihre
warmen Strahlen zu uns, deshalb fahren wir doch noch
an den Strand von Los Silos.
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Am
verlassenen Strand von Caleta de Interián pfeift uns zwar der Wind
ziemlich kräftig um die Ohren doch die Luft ist warm und lau. Das Thermometer im
Auto zeigt schon wieder 23° Celsius an. Auf der Promenade geht ein Pärchen mit
einem kleinen Hund spazieren und wir beide sind ganz alleine am Strand. |
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Das ist
auch gut so, denn wir wollen Steine sammeln. Schöne, schwarze, von den
Meereswellen polierte, ovale Steine. Na ja, erlaubt ist das gerade nicht, aber
was sollen wir den tun - es gibt sie nirgendwo zu kaufen. Wozu wir diese
verbotenen Steine brauchen? Wir wollen damit typisch kanarische Steinmuster
legen und so verschiedene Stellen auf unseren Wegen und Plätzen verzieren. Wird
schon nicht so schlimm für die Natur sein, wir tragen ja keine Lastwagenladung
weg und die Wellen des Atlantiks nehmen ja auch immer wieder Steine mit ins
Meer. |
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30 de enero 2010 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| ein sonniger Wintertag |
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13 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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Ist
man in kleinen Dingen nicht geduldig, |
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bringt man die großen
Vorhaben zum Scheitern. |
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Konfuzius |
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Viele
Maler, Komponisten und Dichter erzählen in
Gedichten, Gemälden oder Liedern vom silbernen
Mondlicht - zu sehen bekommt man es äußerst selten.
Doch heute Früh um halb sieben war der erste Blick
aus dem Fenster wie ein Ausflug in eine Märchenwelt.
Silbern, hell und fast ein bisschen unwirklich hat
mich der Vollmond begrüßt. Kugelrund und strahlend
weiß hat er das Meer vor Los Silos in unwirkliches,
silbernes Mondlicht getaucht. Schade, dass ich
solche Stimmungen nicht einfangen kann.
Pinsel und Leinwand
wären da angebrachter - aber ich kann leider nicht
gar so gut malen. |
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Der
Mond, vor allem der Vollmond, la luna más la luna
llena, begleitet uns in der Nacht durchs ganze
Jahr. Er verhilft uns zu vielen romantischen
Stunden, kitzelt sehnsüchtige Gedanken in uns wach
und verzaubert phantasievoll unser Welt. Im Grunde
genommen ist es ja unsere eigene Phantasie, die uns
träumen lässt - aber ganz unschuldig ist Mister Moon
daran auch nicht. |
Das nächtliche Himmelslicht
beeinflusst unser Leben auch im täglichen Leben.
Da wird mit dem Mond gegärtnert, gesät und geerntet,
gebacken und gekocht. Mit dem Mond werden Haare
geschnitten , es wird geliebt, gereist und geheilt.
Immer wieder versuchen eifrige Wissenschaftler Licht
in das Dunkel der Geheimnisse des Mondes zu bekommen
- geschafft es hat bis jetzt noch niemand. Die
Kräfte des Mann im Mondes werden
wohl immer ein Rätsel bleibe. |
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Wie steht es schon in der
Schöpfungsgeschichte geschrieben? "Und Gott machte
zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag
regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht
regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie
an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die
Erde und den Tag und die Nacht regierten und
schieden Licht und Finsternis." |
Auf dem
heutigen Tagesplan steht groß und bedrohlich
"einkaufen". Tiene que ser, was sein muss,
muss sein, von selbst wandern die Lebensmittel
schließlich nicht in den Kühlschrank. Andere
Menschen lieben es einkaufen oder shoppen, wie man
heute sagt, zu gehen. Ich leider gar nicht. Vor
allem nicht, wenn die Sonne warm vom Himmel lacht
und es viel schöner wäre, irgendwas im Garten zu
machen.
Aber das bleibt unter uns, muss ja nicht jeder
wissen. ¡Esto queda entre nosotros! |
Was
soll's, ab und zu passt das schon. Wir erledigen eben so viel wie möglich auf
einmal, dann geht alles in einem Abwasch und wir ersparen uns diese lästige Beschäftigung wieder für eine
ganze Woche.
Blumenerde, einige Pflanzen, ein paar Blumentöpfe,
überlebensnotwendige Dinge wie Fisch, Gemüse, Zahnpasta, Zigaretten, Zigarren
... Nein, nein, unseren Einkaufszettel liste ich jetzt nicht auf, dafür ist er
zu uninteressant.
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Innerhalb
von vier Stunden war das Auto bis auf den letzten Zentimeter bepackt, wir sind -
um einige Euros ärmer doch als Draufgabe noch um wunderschöne Erdbeerpflanzen
reicher - erfolgreich aber hungrig und durstig wieder zu Hause.
Mission, la misión, erfolgreich beendet! Also
dann, ich werde noch meine neu erworbenen Pflanzen verstauen und mit frischem
Wasser versorgen und dann beginnt für mich endlich das Wochenende. Euch allen
noch einen gemütlichen Abend, una velada agradable! |
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29
de enero 2010 |
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Freitag
- viernes |
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Icod de los Vinos |
| ein sonniger Wintertag |
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9 ° temperatura
mínima |
|
16 ° temperatura
máximo |
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Liebe
ist ein Zeitwort, ein Verhältniswort, |
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ein Zahlwort oder ein
Umstandswort - je nachdem. |
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Orson Welles |
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Wolkenloser,
blauer Himmel, Sonnenschein und heiße acht Grad - so
schön beginnt der Freitag in Santa Bárbara.
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Heute bekommt die lange Treppe eine
Verschönerungskur verpasst.
Langsam aber sicher, despacio, pero seguro,
wird ein Fleckchen nach dem anderen fertig.
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Meine
Wenigkeit beschäftigt sich zur Abwechslung mit Farnkraut. Die an und für sich ja
schönen Blätter werden hier bis zu einem Meter hoch und verwandeln die Umwelt
ruck zuck in einen märchenhaften Wald. Dieses Spielchen hat allerdings den
Nachteil, dass man seine Pflanzen nicht mehr findet - und schon gar nicht sieht.
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Da steh
ich dann vor der Bepflanzung beim Parkplatz und überlege mir, wo wohl die
Kakteen mit den unangenehmen Stacheln sein könnten? Wie groß ist die Chance,
dass ich mir an der Spitze einer Agave die Finger blutig stechen werde? Aber da
muss ich jetzt durch!
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Keine Angst, no te asustes,
wenn ich mein Hirn einschalte und mich vorsichtig vorarbeite, wird mich schon
nicht aufgespießt werden. Wenn die Dinger ein bisschen schneller wachsen würden,
wäre es auch leichter sie zu finden, aber gewisse Kakteenarten wachsen eher
zurück als in die Höhe.
Die Pflanzen aus Mittel- und Südamerika sind daher
die besten Lehrmeister in Bezug auf Gelassenheit, Geduld und innere Ruhe. |
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Rosen haben Dornen, las espinas, und Kakteen Stacheln,
los pinchos.
Stimmt nicht, es ist
genau umgekehrt! Die Sukkulenten, das heißt die Wasser speichernden Pflanzen,
sind mit Dornen gespickt! Wie man auf dem Foto sehen kann, wachsen die
stacheligen Nadeln direkt aus dem Kaktusblatt heraus.
Pflanzengeschichtlich betrachtet sind
die Dornen der Kakteen umgewandelte, harmlose Blätter.
Warum sie sich allerdings in mörderisch piecksige Waffen verwandelt haben, weiß
ich leider nicht genau.
Vielleicht, tal vez, haben die
fleischigen Blätter zuviel Wasser verdunstet. Stacheln können das aufgrund ihrer
winzigen Oberfläche wohl nicht so gut. In der Wüste könnte das überlebenswichtig
sein. Egal - es ist gut so, wie es ist, denn was
wäre denn ein Kaktus ohne Stacheln - pardon Dornen. |
Stacheln hingegen sitzen, wie bei der
Rose, auf der Außenhaut drauf. Deshalb kann man sie auch relativ leicht
abstreifen. Dornen sind also umgebildete Blätter und Stacheln sind Ausstülpungen
der Rinde.
Das sind die Tatsachen, aber Rosenstacheln - wie
klingt denn das? Einfach nur blöd! Also ich werde auch in Zukunft Rosendornen
und Kaktusstachel sagen - es reicht ja vollkommen, wenn man die Wahrheit kennt.
Man muss sein Wissen ja nicht jeden aufs Butterbrot schmieren! |
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28
de enero 2010 |
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Donnerstag
- jueves |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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10 ° temperatura
mínima |
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16 ° temperatura
máximo |
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Wir
suchen niemals die Dinge, sondern das Suchen
nach ihnen. |
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Blaise Pascal |
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Tief
winterliche Straßenverhältnisse in ganz
Teneriffa Österreich. Liegengebliebene
Autos vom Burgenland bis Vorarlberg, von Ost bis
West.
Auf Teneriffa ist sogar der Teide bis jetzt ohne
weiße Kopfbedeckung. Die Wölkchen über dem Meer sind
mit einer zarten Röte überzogen, der Tag beginnt ja
fast romantisch - wenn auch kalt.
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Leider
war das Wetter den ganzen Tag über eher trist und grau, die Morgenröte ist der
einzige Farbtupfen am Himmel geblieben. Als Draufgabe hat es am Nachmittag auch
noch zu tröpfeln begonnen. So ein Blödsinn, gar so lange kann man bei diesem
Nieselregen nicht im Freien arbeiten. Also habe ich mein Gartenwerkzeug verstaut
und werde jetzt ganz in Ruhe etwas brutzeln.
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Heute
gibt es Fisch, Senfpüree und gemischten Salat. Irgendwie verführt das Wetter zu
einer Suppe. Ich glaube, ich werde ein paar Karotten schneiden und eine Suppe
daraus kochen.
Vielleicht nenne ich dieses ungemütliche Wetter in
Zukunft Suppenwetter? Georg wird erst in einer Stunde zum Essen auftauchen, also
werde ich mich einmal ans Gemüseschnippeln machen. |
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27
de enero 2010 |
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Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| ein sonniger Wintertag |
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10 ° temperatura
mínima |
|
16 ° temperatura
máximo |
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Es
bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft, |
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das auszuführen, wovon er
überzeugt ist. |
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Johann Wolfgang von Goethe |
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Regentropfen,
die an dein Fenster klopfen ...
Um halb sechs Uhr früh
hat es zu regnen begonnen. Um acht Uhr war
allerdings schon wieder alles vorbei und jetzt
scheint die Sonne. Es ist zwar ziemlich abgekühlt,
aber wenn ich an die Minusgrade in Österreich denke,
bin ich ganz zufrieden. Achtundzwanzig Grad unter
Null wurden heute Früh im Alpenland gemessen. Ich
glaube, so kalt war es das letzte Mal vor fünfzehn
Jahren. |
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Gedanken
zur Erschaffung von Kunstmenschen gab es schon in der Antike, en la
Antigüedad. Sogenannte Androide, die sich aus Marionetten, Automaten,
Schaufensterpuppen usw. zusammensetzten, wurden bereits vor hunderten von Jahren
erwähnt. Effigien zählen zu den ältesten Kunstfiguren der Menschheit. Sie
stammen ursprünglich aus dem Herrscher- und Begräbniskult und wurden als
Platzhalter für gerade Verstorbene benutzt. Sie standen an Stelle eines
Verstorbenen. Die wächsernen Figuren wurden im Laufe ihrer Geschichte immer
natürlicher gestaltet. Sie wurden mit echtem Haar, menschenähnlichen Hauttönen
und geschminkten Augen geschmückt und der jeweiligen Mode angeglichen. |
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Kleiderpuppen
zählen zu der jüngsten Generation der Kunstfiguren, las figuras artística.
Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Modepuppe, el figurín, von den Damen
an den europäischen Höfen als Hilfe für ihre Einkäufe für ihre neue Garderobe
verwendet. Die reichen Damen wollten sich den Weg zum Schneider, un modisto,
ersparen und schickten stellvertretend einen Torso mit ihren Maßen zuerst in die
Schneiderwerkstatt und dann auf den Laufsteg. An diesen Modellen aus
Weidengeflecht konnte oder musste der Meister der flinken Nadel dann die Kleider
immer wieder probieren und anpassen. |
So bequem hatte es die High Society
dieser Zeit. Statt endlose Anproben und Schneiderterminen konnten sie ihre Zeit
mit Spaziergängen und Teegesellschaften verbringen.
Dieser süßliche Lebensstil ist allerdings schon
einige Zeit her, exakt war das bis Ende des 18.Jahrhunderts üblich und möglich.
Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Vorfahren der heutigen
Schaufensterpuppen. Noch kopflos, aus Pappmachee, Holz, Eisen oder Gips. |
¡No tengas miedo! Keine Angst,
es gibt heute keinen weitere Vorträge über die Geschichte der
Schaufensterpuppen. Diese Büsten habe ich gestern in Los Silos fotografiert und
dabei sind meine Gedanken automatisch Richtung Puppenszene gewandert. Langsam
aber sicher werden die Puppen endlich wieder mehr Platz in meinem
Aufgabenbereich einnehmen. Prospekte und Informationsmaterial, folletos y
material informativo, entwerfen sich leider zum Glück nicht
von selbst.
Ihr werdet also doch ab und zu etwas von dieser
Arbeit mitbekommen. |
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Doch
zurück zu diesen Exemplaren. Im ehemaligen Kloster von Los Silos, en el
Convento de San Sebastián, wird zur Zeit eine Ausstellung vorbereitet und
die Schaufensterpuppen, los maniquís, bekommen farbenprächtige Trachten
über ihre Nacktheit gestülpt und verbinden mit ihren modern geschminkten
Gesichtern die Tradition mit dem täglichen Leben.
Mir gefallen sie, me gusta! |
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26
de enero 2010 |
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Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, am Abend bewölkt |
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12 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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Freundlichkeit
ist eine Sprache, |
|
die Taube hören und Blinde
lesen können. |
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Mark Twain |
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Einmal
Los Silos und wieder zurück.
Was kann man in einer
Stunde in diesem kleinen Ort der Isla Baja erleben?
Im Nordosten Teneriffas liegt die la Isla Baja,
der untere Teil der Insel, genannt wird. El
Secreto de Tenerife, das Geheimnis von Teneriffa
- so wird diese Region poetisch genannt. Warum?
Keine Ahnung, es ist auf jeder Landkarte zu finden.
So geheim oder gar geheimnisvoll kann diese Gegend
also gar nicht sein.
Die Isla Baja ist auch
nicht das Ende der Welt, doch nach Buenavista del
Norte, am Punta de Teno, ist sehr wohl das Ende der
Strasse im Nordwesten von Teneriffa. |
Das Gebiet der Isla Baja besteht aus den Gemeinden Buenavista del Norte,
Garachico, Los Silos und El Tanque. La baja
kann unter anderem aber auch ein Kündigungsschreiben
oder Entlassung bedeuten.
In diesem Fall ist das allerdings nicht der Fall.
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Im Gegenteil, es handelt sich um einen
wunderschönen, interessanten und besonders grünen Teil der Insel, dessen
Ausstrahlung vor vielen, vielen Jahren hauptsächlich von Portugiesen, Spaniern,
Genuesern und Engländern geprägt worden ist. Die kleinen Städtchen haben sich
ihren ursprünglichen Charme zum großen Teil erhalten können. Auf eine besondere
Art und Weise vermischt sich hier Altes mit Neuem, die Schönheit der Landschaft
mit den Errungenschaften der Gegenwart.
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Wenn man Richtung Los Silos fährt, sieht man den Vulkankegel Taco schon von
Weitem. Der spuckt aber schon lange keine Lava mehr aus - im Gegenteil,
mittlerweile wird er als Wasserspeicher für die ganze Gegend genutzt. Rechts
davon erkennt man einen Leuchtturm. Der gehört allerdings bereits zum Nachbarort
Buenavista.
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Ein Kreisverkehr, einige hundert Meter auf der Bundesstrasse geradeaus weiter,
ein zweiter Kreisverkehr - und schon ist man an Los Silos vorbei gefahren. Wenn
man sich allerdings die Zeit nimmt, das Auto stehen lässt und durch die Straßen
und schmalen Gässchen spaziert, kann man viel entdecken.
Von Massentourismus ist hier nichts zu spüren.
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Menschlichkeit und vielleicht sogar ein wenig
altmodische Idylle ist hier eher zu finden. Beeindruckende, alte
Herrenhäuser, die zum Teil verfallen und jedes Monat ein kleines Stückchen
weniger werden und daneben liebevoll restaurierte Häuschen und Fassaden, die
jeder großen Stadt einen Pluspunkt verleihen würden. Ein Spiel der Gegensätze,
denn hier vereint sich ein Hauch der Geschichte auf eigenartige Weise mit der
modernen Welt. |
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La Calle del Olivo ist ein Teil der alten Königsstrasse.
Die Bezeichnung König bedeutet nicht, dass hier irgendwann einmal ein König
huldvoll dahin geritten ist. Diese Handelswege wurden nach der Eroberung der
Insel durch die Spanier im 15. Jahrhundert im Auftrag der Krone gebaut und
werden heute noch Königsstrassen oder -wege genannt. |
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Die Königswege, los Caminos Reales, wurden
so breit gebaut, dass Bauern ihre Ernte mit Hilfe von Eselkarren zum nächsten
Markt transportieren konnten. Diese gepflasterten Pfade durften hauptsächlich
Kaufleuten und Bauern mit Tieren benutzen. Die Königswege standen jedoch nicht
nur unter dem besonderem Schutz des Königs sondern fielen auch unter die
Rechtssprechung der Krone. |
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So entstand
in kurzer Zeit ein gut ausgebautes Wegenetz, das Vilaflor und Granadilla
im Süden der Insel mit La Orotava, La Laguna und dem Anagagebirge im nördlichen
Teil verband.
Diese Verbindungen waren für das wirtschaftliche Leben aller
Bevölkerungsschichten lebenswichtig und notwendig. Getreide, Zucker, Kartoffeln
und Wein konnten viel schneller und bequemer mit Fuhrwerken transportiert werden
und die Frauen und Töchter der Fischer mussten nicht mehr über Stock und Stein
klettern. Die Frauen trugen ihre schweren Körbe, die mit Gemüse oder Fisch
gefüllt waren oft kilometerweit und stundenlang querfeldein von der Küste ins
Innere der Insel zu ihren Käufern. Getauscht wurde Fisch gegen Holz oder Obst
für neue Schuhe.
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Im
dichter besiedelten Norden der Insel wurden die neuen Ansiedlungen wie
Buanavista und Los Silos direkt an der damaligen Hauptstrasse aufgebaut. Im
fruchtbaren und wasserreichen Norden befanden sich die riesengroßen Plantagen
der portugiesischen und spanischen Landherren, die Kontore der englischen
Händler und die Warendepots der Kaufleute aus Genua - und der wichtigste Hafen
der Insel in Garachico. |
Im vergangenen Jahrhundert wurden die Königswege auch als Pilgerwege
genutzt, doch die Bedeutung als Handelsstrassen wurde mit der Zeit immer
geringer, obwohl viele Orte der Insel bis vor zwanzig oder dreißig Jahren nur
durch diese Wege miteinander verbunden waren. In Vergessenheit geraten werden
diese Wege nie - auch wenn fast niemand mehr ihre Geschichte und damit ihre
ursprüngliche Bedeutung kennt.
Sie sind steinerner Bestandteil der Insel und so
mancher Wanderer ist schon auf einen dieser alten, gepflasterten Wege durch die
Landschaft gestiefelt. Viele Teilstücke sind bereits restauriert und im großen
Netz der Wanderwege eingegliedert. |
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25
de enero 2010 |
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Montag
- lunes |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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13 ° temperatura
mínima |
|
18 ° temperatura
máximo |
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Das
Alter verklärt oder versteinert. |
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Marie von Ebner-Eschenbach |
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Was du
heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf
morgen, no dejes para mañana lo que puedas hacer
hoy!
Na dann werde ich mich wohl an die Arbeit machen
müssen - auch wenn es draußen leider ziemlich
bewölkt und kühl ist. Mehr grau als blau ... |
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Dieser
kleine gefiederte Freund war bei seinem ersten Ausflug ein bisschen zu neugierig
- und ist in Georgs Büro gelandet. Zum Glück ist er nicht in Panik geraten und
Georg hat ihn retten können. Er hat sich ruhig von zwei unbekannten Händen
einfangen lassen. Wir haben ihn dann in der Nähe seiner elterlichen Wohnung auf
einen Stein gesetzt und bis ihn seine Mutter gefunden hat, ist nicht viel Zeit
vergangen. Ein aufgeregtes Gezwitscher zwischen den beiden und ein paar
Augenblicke später - und weg war das Vögelchen. |
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Man muss sich nur die richtige CD in
den Kopf schieben! Traurige Musik deprimiert und schwungvolle Melodien verleihen
unserem Leben Wohlbefinden und Kraft. Das ist nicht von mir sondern von einem
jungen Afrikaner, der es vorgezogen hat, eine, wenn auch kleine, Tomatenplantage
in der Wüste von Algerien anzulegen anstatt mit einem der vielen
Flüchtlingsboote zu einer der europäischen Küsten zu schippern. Er bliebe lieber
sein eigener Herr, hat er gesagt. In Europa sei er ja auch nur ein Bittsteller
oder könne bestenfalls als Tellerwäscher arbeiten.
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Ein kluger Kopf, un cerebrito, recht hat er! Nicht
nur mit seiner Einstellung zum Leben sondern auch mit der bildhaften
Darstellung seiner Einstellung. Im täglichen Leben fällt es uns nicht sonderlich
auf, aber vor allem in der deutschen Sprache wimmelt es nur so von Begriffen,
die sich auf die musikalische Welt beziehen. Ein paar Beispiele, algunos
ejemplos, gefällig?
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Eine
einfache Aufzählung ist relativ langweilig, ich brauche irgendeinen roten Faden,
un hilo, durch die Geschichte. Aber woher nehmen und nicht stehlen?
¿De dónde quieres que lo saque?
Ich hab's! Welches Thema würde sich besser eignen
als die viel diskutierte Krise, die zwar bei dem einen oder anderen indirekt
angekommen ist, aber im Grunde genommen, en el fondo, ein Fall für
Sherlock Holmes wäre. Das pfeifen ja schon die Spatzen von den Dächern, eso
es ya un secreto a voces! |
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Da müsst
ihr jetzt nicht gleich ein Klagelied, una elegía, anstimmen. Das hätte
überhaupt keinen Sinn und die Experten, die noch immer nichts anderes als die
große Pleite wichtig finden und die Krise fürs eigene Versagen vorschieben,
haben bei mir endgültig ausgespielt. Die haben ja von Tuten und Blasen keine
Ahnung, no saber ni jota! Im Grunde genommen gehört ihnen ordentlich der
Marsch geblasen, poner a alguien de vuelta y media! Sie sollen keine
Opern, ninguna ópera, mehr quatschen sondern endlich einmal was positives
tun. Dazu sind sie aber wahrscheinlich gar nicht in der Lage und auf ihre
Vorhersagen können wir auch in Zukunft alle pfeifen. |
Doch
diese Erkenntnis ändert auch nichts an der Lage der Nation. Wir werden eben alle
selbst etwas sinnvolles tun müssen, der Himmel hängt eben nicht voller Geigen.
Wenn wir das nicht tun - war das wohl das Ende vom Lied!
"Mit der Stimme wird nur Lärm
gemacht. Gesungen wird mit dem Gehirn." ist eine Weisheit von Luciano Pavarotti.
Wenn man mit diesem Spruch ein wenig spielt, kann man auch zu dem Ergebnis
kommen, dass es sehr sinnvoll sein könnte wäre, wenn man seinen Denkapparat mit
guter Laune benutzen würde. Das Ergebnis wäre sicher besser als die Summe von
tiefsinnigen Grübeleien. |
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24 de enero 2010 |
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Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
|
14 ° temperatura
mínima |
|
18 ° temperatura
máximo |
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Kein
Mensch kann sich wohl fühlen, |
|
wenn er sich nicht selbst
akzeptiert. |
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Mark Twain |
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Endlich,
por fin, wieder Sonntag! Mittlerweile der einzige Wochentag,
an dem das nervige Geräusch vom Wecker des Handies
nicht klingelt.
Heute gilt nur eine Devise - ausschlafen!
Herrlich! Auch wenn der Himmel mehr grau als blau
ist. Was soll's, eigentlich ein perfektes
Kuschelwetter für einen gemütlichen Sonntag. |
Wir
treffen uns heute Nachmittag mit einer bekannten
Unbekannten. Oder soll ist es eine unbekannte
Bekannte?
Ein Blind Date? Was ist ein Blind Date eigentlich?
Laut WikipediA heißt es: "Als Blind Date bezeichnet
man eine Verabredung zwischen zwei Menschen, die
sich bislang nicht getroffen haben und nichts oder
nur sehr wenig über einander wissen. Im engeren
Sinne bezeichnet ein Blind Date ein Date, bei dem
keiner ein Foto des anderen vorab gesehen hat."
|
Diese Aussage trifft aber eigentlich
auch nicht zu. Na egal wie man sowas nennt, wir
treffen uns heute das erste Mal mit einer
mittlerweile recht guten Bekannten, die seit
Dezember auf Teneriffa ihre Zelte aufgeschlagen hat.
Gesehen oder getroffen haben wir uns allerdings noch
nicht. Es hat sich irgendwie nie ergeben.
Damit wir nicht mit einer roten Rose als
Erkennungszeichen in der Bar am Meer auffallen,
haben wir Fotos ausgetauscht. Die Vorraussetzung,
dass wir uns relativ schnell erkennen, ist damit
ganz gut. :o) |
 |
Genau so ist es auch gewesen! Wie es
der Zufall wollte, sind wir exakt zur gleichen Zeit
auf die Straße nach Las Aguas abgebogen. Einer von
rechts, der andere von links kommend.
Im Prinzip haben wir
uns bereits durch die Autoscheibe erkannt. Na ja,
für uns war das Erkennungsspiel in dem Fall ein
bisschen einfacher. Wie viele Autos mit Wiener
Kennzeichen gibt es wohl auf dieser kleinen und doch
großen Insel im endlosen Atlantik? Ich habe in den
vergangenen Jahren kein einziges erspähen können!
|
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Nach langer Zeit wieder einmal
"österreichisch" reden, gemütlich zusammen sitzen
und sich gut unterhalten - das ist die Kurzfassung
des Nachmittags. Schade, dass es relativ kühl war.
Na ja, es ist eben Winter und deshalb halten auch
zwei Lokale in Las Aguas zur Zeit ihren
Winterschlaf. |
Heute
feiert eine Freundin in Villach ihren gestrigen Geburtstag
mit einer - für sie - unaussprechlichen Zahl.
Wir haben den Flieger leider verpasst und haben
unsere Wünsche für die nächsten Lebensjahre deshalb durch die Lüfte geschickt.
Irgendwann werden wir irgendwo gemeinsam unsere
vielen Ehrentage wohl nachfeiern müssen - denke ich.
Deshalb nur aus der Ferne -
herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! ¡Felicidades
en el día de tu cumpleaños!
|
|
Erich
Segal, der bekannte Erfolgsautor der ebenso
weltberühmten Love Story, ist tot. Er wurde nur 72
Jahre alt und starb am 17. Jänner in London.
Er war Verfasser von einigen Bestsellern und ich
habe kein einziges seiner Bücher gelesen. Trotzdem
ist mir sein Name ein Begriff. Wie vielen von euch -
wahrscheinlich. Love Story wurde angeblich über drei
Millionen Mal verkauft aber ich habe den Bestseller
trotzdem nie gelesen. Doch es war einer der ersten
Filme, den ich mit meiner Freundin im Kino erlebt -
und nie vergessen - habe. |
|
Love
Story, eine traurige und doch fröhliche, lebendige
und lebensnahe Geschichte von zwei jungen Menschen,
die zusammen nicht kommen sollten. Der vornehme,
höfliche Oliver aus bestem Haus der Oberschicht und
Jenny Cavelleri, ein unkonventionelles,
blitzgescheites Mädchen mit einem ziemlich losen
Mundwerk, aber aus dem italienischen Teil der
amerikanischen Bevölkerung. |
Gegen den Willen der Eltern Olivers
leben sie kurze Zeit ein glückliches Leben - bis
Jenny an Leukämie erkrankt und umschlungen von
Schläuchen in den Armen von Oliver ihr junges Leben
aushaucht.
Nicht ohne das letzte Wort gehabt zu haben! |
|
Bei diesen Szenen ist wohl so manche
Träne in die Augenwinkel der gerührten Zuschauer
gestiegen oder gar lautlos die eine oder andere
Wange gekullert. Ich liebte diesen Film.
Wahrscheinlich auch deshalb, weil man auf eine
bestimmte Art ziemlich leicht in die Leben auf der
Leinwand schlüpfen konnte. Die Probleme der beiden
Kinohelden waren und sind einfach zu menschlich.
Deshalb wurden Ali MacGraw und Ryan O’Neal für
vielen jungen Menschen durch diesen Film zu Idolen. |
So
Schluss für heute, basta por hoy, morgen beginnt ein neuer Tag!
Ganz was Neues *g* |
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23 de enero 2010 |
|
Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
|
14 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
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Wenn
man den Zweifel nicht kuriert, |
|
gar leicht daraus
Verzweiflung wird. |
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Eugen Roth |
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In
Madrid findet zur Zeit, actualmente, eine der größten spanischen Tourismusmessen, die FITUR,
la Feria Internacional de Turismo, statt. Die Kanarischen Inseln, also Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote,
Fuerteventura, La Palma, El Hierro und La Gomera, werben dieses Jahr mit dem
trendigen Slogan "Sag Nein zum Winter Blues" La campaña promocional
"Di No al Winter Blues" de la Consejería de Turismo del Gobierno de Canarias.
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Gar kein
so schlechtes Motto, wenn ich an das Wetter denke, von dem unsere Kinder
in Österreich erzählen. Obwohl Kärnten vom Wettergott ja noch relativ gut bedient wird!
Doch tauschen
möchte ich trotzdem nicht und wenn mich jemand fragen würde, ob ich lieber
Schnee schaufle oder Unkraut jäte, würde ich eindeutig letzterem den Vorzug
geben! Und wenn man es ganz genau nimmt, ist Unkraut zupfen zusätzlich noch effizienter
als Schnee schippen.
|
Warum?
¿Por qué? Schnee wird irgendwann einmal zu Schmelzwasser und versickert ganz von selbst in der
Erde. Egal ob ich Mengen davon vorher auf einen Haufen geschaufelt habe, weil
ich aus dem Haus gehen wollte oder nicht. Ausgerissenes Unkraut ergibt auch einen
Haufen voll Grünzeug - doch irgendwann wird wieder Erde draus. Und die bleibt
uns erhalten! Ja ja, stimmt schon, de hecho es cierto, ohne Wasser wächst keine Unkraut.
Aber das ist ein anderes Thema, ese asunto no
está sobre la mesa. |
Das ist schon richtig - aber das
Wasser kann ja ebenso in Form von Regentropfen, las gotas de lluvia, auf die Erde fallen. Vorzugsweise auf
die Art und Weise, wie es hier bei uns meistens der Fall ist. Während der Nacht.
Da liege ich im Bett, träume von warmen Sommertagen und wenn ich aufwache
scheint bereits wieder die Sonne.
Por lo general sea como sea, meistens jedenfalls.
Heute leider nicht, por desgracia no! Ich habe
Petrus wohl zu sehr gelobt! |
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So
sonnig stimmungsvoll kann das Dach einer kleinen Steinhütte
sein! Es ist eine Kombination aus Natur und Gärtnerei. Kakteen, Farne und
Wolfsmilchgewächse bilden den natürlich Hintergrund und mit dem färbigen Aufputz
habe ich ein bisschen unterstützend eingegriffen. |
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Graue Wände? Kahle Mauern? Dagegen
hat die Feuerranke, botanisch Pyrostegia venusta, etwas. Die
Kletterpflanze mit den knallig orangeroten Blüten stammt, wie so viele
Blumenschönheiten, aus Brasilien und fühlt sich hier bei uns pudelwohl, ella
está como el pez en el agua. |
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22 de enero 2010 |
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Freitag
- viernes |
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Icod de los Vinos |
| vereinzelt ein paar Wolken |
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14 ° temperatura
mínima |
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23 ° temperatura
máximo |
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Ein
Mensch sagt - und ist stolz darauf - |
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er geht in seinen Pflichten
auf. |
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Bald aber, nicht mehr ganz so
munter, |
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geht er in seinen Pflichten
unter. |
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Eugen Roth |
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Wie ist
das Wetter heute? ¿Qué tiempo tenemos hoy?
Wie soll's schon sein?
Sonnenschein und blauer, wolkenloser
Himmel. Nur die Frühtemperaturen sind schon wieder, y dale, ein
bisschen kühler! Aber ist normal, denn immerhin
steht im Kalender klar und deutlich Jänner und nicht
Juli.
Die Arbeitswoche endet also wie sie begonnen hat - mit
sommerlich warmen Wetter. |
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Wir brechen auf zu neuen Ufern - das kann man doch
ganz klar und deutlich, en puridad, erkennen, oder?
Meine zwei starken Helden haben heute das nötige
Transportmittel dafür fast fertig gestellt. Will jemand mitfahren? Wohin die
Reise geht, verrate ich euch nächste Woche! Lasst euch überraschen! |
So, mittlerweile, entretanto, ist es Abend
geworden.
Wir haben gemütlich und gut gegessen - jetzt kann
das Wochenende beginnen! Morgen werden wir ohne Wecker aufstehen und uns dann
mit unserem Grünzeug beschäftigen. Blumentöpfe von A nach B befördern, ein paar
Bäume einpflanzen und ziemlich viele Palmblätter ins Jenseits befördern. Die
perfekte Arbeit für einen sonnigen Samstag! |
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P. S.: Ich habe mir heute eine ganze Lesestunde -
ohne schlechtem Gewissen, sin cargo de conciencia - auf dem Liegestuhl
gegönnt! Bei strahlendem Sonnenschein und im Badeanzug. Aber nur kein Neid, la
envidia - meine Arbeit hat sich trotzdem nicht von alleine erledigt -
leider! ¡Por desgracia! |
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21 de enero 2010 |
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Donnerstag
- jueves |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, am Abend bewölkt |
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15 ° temperatura
mínima |
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22 ° temperatura
máximo |
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Eine
Frau macht niemals einen Mann zum Narren - |
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sie sitzt bloß dabei und
sieht zu, |
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wie er sich selbst dazu
macht. |
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Frank Sinatra |
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Sonnenschein
von früh bis spät!
Na ja, fast. Am späten Nachmittag
Im Laufe des Nachmittags, en el curso de la tarde,
haben uns die obligaten Wolken besucht. Sie ziehen
regelmäßig gegen Abend von der Küste herauf und
machen sich auf die Wanderung Richtung Berg. Doch
die stören mich überhaupt nicht, denn spätestens
morgen Früh sind sie wieder verschwunden.
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Georg hat auf die "Veröffentlichung"
dieses Fotos bestanden.
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Die Frau
des Hauses, la señora de la casa, beim Montieren der Tontröge auf der
Brüstung. Dabei habe ich nur einen klitzekleinen Teil der Montagearbeit
übernommen. Die notwendigen Löcher gebohrt und die meisten Schrauben, los más
tomillos, fachgerecht versenkt hat nämlich mein Göttergatte, mi media
naranja - der kann das viel besser!
Meine Wenigkeit hat lediglich ein paar der Schrauben
mit Beilagscheiben und Dübel ausgestattet und mit dem Akkuschrauber in die
fertigen Löcher gedreht.
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Nicht
dass ihr glaubt, mir sei die Farbe ausgegangen - hier ist das Ergebnis der
Verschönerungsaktion wieder in bunter Ausgabe. Sieben Tontröge - kunstvoll
unregelmäßig auf die gesamte Länge verteilt. Es soll ja nicht wie ein säuberlich
bepflanzter Balkon aussehen.
Ein bisschen lebendige Unordnung muss einfach sein! |
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Einen Teil der Tröge habe ich am
Nachmittag auch noch bepflanzt, nach der Hälfte ist mir allerdings die
Blumenerde ausgegangen.
Ruck zuck und der Sack war leer. Macht aber nix, das
kann ich auch in den nächsten Tagen noch machen, die Pflanzen laufen mir ja
nicht davon.
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Der
tägliche Geschirr Abwasch leider auch nicht, ich hätte nichts
dagegen. Schade, dass es keine Heinzelmännchen mehr gibt, die würden mir eine
große Freude machen, wenn sie diese blöde Arbeit für mich still und leise in der
Nacht erledigen würden. |
ich liebe Geschirr abwaschen
von ganzem Herzen ... |
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20
de enero 2010 |
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Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und warm |
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14 ° temperatura
mínima |
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21 ° temperatura
máximo |
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Humor
ist der Regenschirm der Weisen. |
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Erich Kästner |
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Wolken
am Morgen bringen einen sonnigen Jännertag!
Ein Tag ist zur Zeit schöner als der andere. Wir
haben das perfekte Winterwetter! Die Nächte sind
zwar etwas kühler als im Sommer, doch tagsüber ist
es sommerlich warm.
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Als wenn wir ein Manko an Pflanzen
hätten.
Zur Zeit bestehen meine Tage aus jäten, schneiden
und wieder jäten, doch in der Gärtnerei haben wir gestern perfekte Sträucher für
den farblichen Aufputz der Steinfassaden gefunden - und gekauft!
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Himmelblüte oder
Taubenbeere, botanisch Duranta
repens genannt. Intensiv grüne Blätter und blaue Blütentrauben von edler
Eleganz - so sieht die Pflanze aus. Die himmelblauen bis hellvioletten
Blütenrispen sollen wie Weintrauben von den Triebenden hängen. Sie öffnen sich
zeitversetzt von oben nach unten. Im Herbst verwandeln sie sich in leuchtende,
orangefarbene Beeren. Die Heimat der Himmelblüte liegt in Mittelamerika und im
nördlichen Südamerika.
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Ach ja, der Name Duranta bedeutet
soviel wie "Dauerblüher" und ist auch als Kübelpflanze sehr gut geeignet. Ihr
könnt sie also auch in den Sommermonaten auf die Terrasse stellen. Frostsicher
ist die kleine Schönheit allerdings nicht. |
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19
de enero 2010 |
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Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, am Abend bewölkt |
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15 ° temperatura
mínima |
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22 ° temperatura
máximo |
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Wer
A sagt, der muss nicht B sagen. |
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Er kann auch erkennen, dass A
falsch war. |
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Bertolt Brecht |
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Gestern
Abend ist es plötzlich auf der Baustelle unter uns
lebendig geworden. Ein Sattelschlepper hat einen
Bagger den Hügel herauf gebracht, Betonmischer und
allerhand anders Zeug wurden angeliefert. Die werden
ja wohl nicht weiter bauen? Das wäre ja zu schön,
wenn die Reihenhäuser endlich fertig werden würden.
Dann würde auch endlich der undekorative Kran aus
unserem Blickfeld verschwinden. |
Zwischen
minus sieben und plus siebzehn Grad Frühtemperatur
liegen ungefähr viertausend Kilometer,
vierundzwanzig Grad, fast zwei
Jahreszeiten - und ein Sommertag!
Den haben wir heute mit blauen Himmel, warmer Luft
und viel Sonnenschein wirklich genossen. Georg hat
einen Termin in Los Silos, aber mittlerweile kenne
ich dort fast jedes Haus und deshalb bin ich fünf
Minuten weiter nach Buenavista gefahren. Viel
länger braucht man nicht, um sein Auto in der Nähe
der Plaza de los Remedios, also ziemlich im
Zentrum der kleinen Stadt, zu parken. |
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Die
kleine Gemeinde Buenavista del Norte lag
ursprünglich am Rand von Zuckerrohrplantagen, heute
wachsen auf den Ebenen rund um den Ort nur mehr
viele Bananen und andere Obstbäume. Doch die Zeit
der Zuckerbarone ist schon lange vorbei. Geschichten
darüber, erinnern eher an Erzählungen aus dem
Märchenbuch.
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Es war
einmal ein reicher Portugiese mit dem wohlklingenden
Namen Juan Méndez der Ältere. Dieser reiche Mann
besaß ein Landgut mit dem Namen La Fuente. Er
muss von den anderen Bewohnern dieser Gegend sehr
geachtet worden sein, denn sonst hätten sie ihn im
Jahr 1513 nicht damit beauftragt, zum Inselrat zu
reisen, um die Genehmigung zur Gründung einer
Ortschaft zu bekommen.
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Der Inselrat entschied noch im selben
Jahr zu seinen Gunsten, doch es mussten viele
verschiedene Regeln für die Erbauung des Ortes
eingehalten werden.
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Der
königliche Weg, der zur Hacienda La Fuente führte,
wurde als südliche Grenze und gleichzeitig als
Ausgangspunkt für alle Strassen der zukünftigen
Ansiedlung festgelegt.
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Von diesem Punkt aus mussten alle
Strassen schnurgerade und Schachbrettartig gebaut
werden. Der Stadtkern selbst sollte in der Nähe der
Schlucht, jedoch mindestens zweihundert Schritte
davon entfernt festgelegt werden. Rund um die Kirche
musste eine großzügige, freie Fläche erhalten
werden. Es wurden auch Weiden und Gemeindeanger
festgelegt. Klar definierte Bereiche für das Vieh
wurden abgetrennt und ein gemeinschaftliches Gehege
errichtet. Darin konnte auch das Vieh, das außerhalb
der festgelegten Grenzen weidete, untergebracht
werden. Ein gewisser Juan der Ronda wurde zum ersten
Bürgermeister des Dorfes bestimmt.
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Das Landgut La Fuente liegt ein wenig
außerhalb des Ortskerns - da möchte ich nächste
Woche hingehen.
Heute habe ich es nicht geschafft, denn eine Stunde
ist dafür zu wenig Zeit. |
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Wer
kauft denn hier ein? Ob die kleine Schönheit aus Spanien stammt oder ob sie eine
Immigrantin ist kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle hat sie ein kleines Mädchen
beim Einkauf in einer Gärtnerei begleitet. Ob ihr Armband das Kennzeichen für
einen "All inclusive Urlaub" ist?
Wahrscheinlich ist es einfach nur ein farblicher
Aufputz für die Silikonschönheit mit den übernatürlichen Kulleraugen. |
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18
de enero 2010 |
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Montag - lunes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und warm |
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15 ° temperatura
mínima |
|
22 ° temperatura
máximo |
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Ein
freundliches Wort kostet nichts, |
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und dennoch ist es das
Schönste aller Geschenke. |
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Daphne du Maurier |
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Haben
wir etwa einen Feiertag übersehen oder hat Jonay am
Wochenende zu viel gefeiert?
Wir werden es wohl erst morgen erfahren, denn heute
ist von ihm weit und breit nix zu sehen!. Ich geh
jetzt in die Botanik - bis später! ¡Hasta después!
|
Mittlerweile ist es Abend geworden. Die Sonne
ist hinter dem Hügel untergegangen und über das
Wäldchen in unserer Nähe ziehen weiße Nebelschwaden
Richtung Teide. Jonay ist übrigens zu Mittag
aufgetaucht. Er hat auch nicht gefeiert sondern war
wegen irgendeinem Kindergeld für seine Prinzessin in
Santa Cruz.
¡Lo siento! Tut mir leid, da hab ich ihm wohl
unrecht getan! |
Mir tun
die Arme und der Rücken weh. Na ja, sie schmerzen
nicht wirklich,
aber ich spüre, dass ich mit Sicherheit zwei Arme,
zehn Finger und einen Rücken habe! Stundenlang mit
der großen Heckenschere Sträucher und Bäume
beschneiden hinterlässt eben Spuren. |
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Trotzdem
ist die Arbeit schön, denn überall grünt und blüht
es. Eines der kleinen Apfelbäumchen, un manzano
pequeño, hat sich mit unzähligen, rosenroten
Blüten aufgeputzt. Sind die Apfelblüten, las
flores del manzano, nicht romantisch? |
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Die
Nektarinenbäume sind über und über mit Blüten
bedeckt. Irgendwie erinnern sie mich an
Mandelblüten, doch unsere Mandelbäume, los
almendros, blühen erst ganz zaghaft. |
Wir
haben vor kurzem gegessen und ich habe versucht,
meine müden Glieder unter dem warmen Strahl der
Dusche und dem Zusatz von aromatischen Orangengel
wieder ein bisschen munter zu machen.
Ganz ist es mir allerdings nicht gelungen. |
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Trotzdem köchelt am Herd ein fruchtiges Experiment
vor sich hin. Ob es möglich ist, aus Tamarillos ein
wohlschmeckendes Fruchtmark zu machen? Es duftet
bereits verführerisch und fruchtig - ob's auch
schmeckt, kann ich euch morgen erzählen. |
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17
de enero 2010 |
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Sonntag -
domingo |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, am Abend bewölkt |
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17 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Der
Jugend wird oft der Vorwurf gemacht, |
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sie glaube, dass die Welt mit
ihr erst anfange. |
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Aber das Alter glaubt noch
öfter, |
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dass mit ihm die Welt
aufhöre. |
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Friedrich Hebbel |
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Ein
gemütlicher Sonntag - nicht mehr und nicht weniger,
das haben wir uns für heute vorgenommen.
Einfach tun und lassen,
wozu wir Lust haben. Im Topf am Herd schmurgelt
Rindfleisch in einem köstlichen Gemüsebett vor sich
hin, Georg beschäftigt sich mit Teerpappe auf dem sonnigen Dach
und ich? |
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Ich habe es mir mit einem neuen Buch
im Liegestuhl bequem gemacht und bin ins alte
Barcelona abgetaucht. Mittlerweile haben graue
Wolken die Sonne verdeckt, ich habe meinen Schmöker
für heute zugeklappt und werde gemütlich unser Essen
fertig machen. Euch allen noch einen schönen
Sonntagabend! |
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16
de enero 2010 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und warm |
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15 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Ein
Archäologe ist der beste Ehemann, den eine Frau
haben kann; |
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je älter sie wird, um so mehr
interessiert er sich für sie. |
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Agatha Christie |
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Warm und
sonnig!
Wir haben Sommer und
deshalb werden wir am Nachmittag ein paar
Sardinenfilets auf den Grillrost legen.
Ergänzt haben wir das
kulinarische Angebot mit gegrillten Ripperln und
Strangerlsalat. Ein perfekter Sommertag mitten im
Jänner! |
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Die närrische Zeit hat
natürlich auch auf den Inseln im Atlantik begonnen. Dieses Jahr lautet das Motto
von Santa Cruz de Tenerife "Teneriffa, die Geschichte eines Karnevals" Tenerife,
historia de
un carnaval.
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Puerto de la Cruz, die zweite Hochburg der Narren der Insel, feiert im "Land der Vulkane"
en al tierra de volcanes.
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| Der heurige Fasching
beginnt in Puerto de la Cruz also am 7. Februar mit der Wahl der
Kinderkarnevalskönigin und in Santa Cruz de Tenerife am 10. Februar
mit der spektakulären Krönung der Karnevalskönigin.
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Karnevalskalender 2010 für |
|
Santa Cruz de Tenerife
|
|
10. Februar: Wahl der
Karnevalskönigin |
|
12. Februar: Umzug als Auftakt zum
Karneval |
|
16. Februar: „Coso“ – großer
Karnevalsumzug |
|
17. Februar: Bestattung der Sardine
|
|
21. Februar: Ende des Karnevals 2010
|
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|
Puerto de la Cruz |
|
07. Februar: Wahl der Kinderkönigin |
|
11. Februar: Wahl der Karnevalskönigin |
|
13. Februar: Eröffnungsumzug |
|
17. Februar: Bestattung der Sardine |
|
19. Februar: Tunten Wettlauf |
|
20. Februar: „Coso“ – großer Umzug |
|
21. Februar: Ende des Karnevals 2010 |
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1. bis 15. Jänner
2010 |
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