hier geht's zu den nächsten Einträgen lach einmal :o) 1 März 2010
 
28 de febrero 2010
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
sonnig und warm
13° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde:
alle dummen Männer.
 
Marie von Ebner-Eschenbach
 
Kurz und schmerzlos hat unser Tag heute begonnen. Wir haben ausgeschlafen, gut gefrühstückt und uns dann auf den Weg in den Norden gemacht. Einmal in der Woche muss man den Kopf frei machen, irgendetwas anderes sehen, raus aus dem Alltagstrott. lach einmal :o) Das haben sich die Menschen in Tacoronte wohl auch gedacht, denn dort hat heute ein großer Faschingsumzug stattgefunden.
Eigentlich wollte ich meine schlauen Meldungen ja noch heute - vor Mitternacht - ins Netz setzen, aber das ist mir nicht vergönnt. Seit ein paar Minuten gibt es keinen Strom. Mich tangiert es nicht sonderlich - ich liebe und lebe auch mit Kerzenlicht! Deshalb schreibe ich meinen Tagesbericht noch zu Ende, auch wenn ihr diese Z
In der Nähe von Bajamar, am Rande des Anagagebirges, liegt der kleine Ort Punto del Hildago. An dieser Stelle sind wir so ziemlich am nördlichsten Punkt der Insel. Das Dörfchen oder die Ansiedlung am Meer ist nichts besonders - bis auf ein kleines, aber feines skurriles Bauwerk. 
Bei unserem Spaziergang entlang der Hauptstraße haben wir diesen Turm entdeckt. lach einmal :o) Kann das sein? ¿Verdad? Ein bisschen versteckt hinter großen Bäumen und ein paar Palmen steht ein kleiner Doppelgänger des Wahrzeichens von La Gomera - La Torre del Conde.
Una Réplica de la Torre del Conde de la Isla de La Gomera, encargada por doña Inés Pérez de Ayala y construida por don Julián Méndez Herrera en 1961. Como referencia se usò una vieja fotografía. En su fáchada reza una placa alusiva a su construcción. Uso privado.
Laut einem Zeitungsberricht aus dem Jahr 2004 vererbte die Besitzerin das Bauwerk der Stadt La Laguna - mit dem Wunsch, es den Bewohnern von Hildago und anderen interessierten Besuchern zugänglich zu machen. Davon bemerkt man allerdings nicht. Die Gartentore sind verschlossen und fallen schon fast aus den Angeln. Schade, ich hätte mir den Innenraum gerne angesehen ...
El Ayuntamiento de La Laguna hará realidad el deseo expresado en su testamento por Inés Peraza de Ayala Rodrigo: donar a Punta del Hidalgo la casa de su propiedad que se edificó como copia de la famosa Torre del Conde de La Gomera. El inmueble, en la foto de arriba, fue encargado por la propia Inés Pérez de Ayala y construido por Julián Méndez Herrera en 1961, usando como referencia una vieja fotografía. El albacea del testamento ha comunicado que la casa se lega “a favor del pueblo de Punta del Hidalgo para que sus habitantes la visiten cuando quieran y también habitantes de otros lugares”. Entre las condiciones figura que “el Ayuntamiento podrá elevar una nueva planta, añadir otro piso tal y como estaba la antigua Torre de la Gomera (foto de la derecha), pero nunca quitarle la lápida de mármol en la que se lee Historia de las Islas Canarias-Poeta Viana-porque del Gran Peraza que he nombrado las heredó su hija y sucesora, que hubo por nombre Doña Inés Peraza y Fue Reina y Sra. De estas Islas- año 1460-”. Asimismo, se debe colocar, en el interior del inmueble, “una fotografía del retrato de la testadora pintado al óleo y, además, el atril con el Libro de Firmas”.
El Dia Sábado, 4 septiembre 2004
Und hier ist das Original des imposanten Turmes. Er steht in San Sebastian, der Hauptstadt der Insel Gomera und der einzig übrig gebliebene Teil der früheren Wehranlagen von La Gomera.
Um den Turm ranken sich auch finstere Geschichten, wie zum Beispiel das Schicksal von Beatriz de Bobadilla. Aber das ist eine andere Baustelle :o) lach einmal :o) Ich habe sie allerdings schon einmal erzählt - das muss Ende August 2009 gewesen sein. Ihr könnt ja im Archiv nachlesen.
 
27 de febrero 2010
Samstag - viernes
 
Icod de los Vinos
bewölkt und regnerisch
16° temperatura mínima
29 ° temperatura máximo
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute;
seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
 
George Bernard Shaw
 
Der Tag danach hat begonnen. Noch immer pfeift uns der Wind um die Ohren und nach einem Rundgang stellen wir mit Erleichterung fest, dass wir relativ gut davon gekommen sind. lach einmal :o) Aber ich glaube, ich muss ein bisschen weiter ausholen, den gestern Abend war die Welt noch mehr oder weniger windstill und in Ordnung.
Die Kanarischen Inseln haben eine stürmische Nacht hinter sich. Die Orkanböen erreichten Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern. Über die Bergspitzen der Insel La Palma brausten die Böen sogar mit bis zu 190 Stundenkilometern. Auf dem Flughafen von La Palma wurden zahlreiche Flüge abgesagt und mehrere Straßen wurden gesperrt. Strom und Bäume weg, Stromausfälle, tote Telefonleitungen und entwurzelte Bäume -das ist die erste Bilanz des  sogenannten perfekten Orkans, der in der Nacht über die Kanarischen Inseln fegte.
Lo peor de la tormenta ya ha pasado. El Gobierno de Canarias da por concluida la alerta, que pasa a prealerta en todas las Islas, salvo en las cumbres, donde de alerta máxima se pasa a alerta. No hay daños personales ni incidencias de consideración, aunque sí han caído grúas, árboles y señales de tráfico, así como los cortes de luz han afectado a unas 9.000 personas en Tenerife.
Der Höhepunkt des Sturms ist seit heute Mittag Vergangenheit. Die kanarische Regierung hat die Wetterwarnung für die Inseln, ausgenommen der höheren Regionen, aufgehoben. Beim nächtlichen Spektakel gab es zum Glück weder Personenschäden noch oder andere schwere Zwischenfälle. Auf Teneriffa waren  Güímar, Icod de los Vinos, Los Realejos, La Orotava and Puerto de la Cruz am meisten betroffen. Die Schäden halten sich aber zum Glück in Grenzen - ein Baukran ist in Güímar auf ein Haus und ein neues Auto gekracht, viele Bäume haben ihr Leben über Nacht ausgehaucht oder haben nun weniger Äste und Blätter, Ampeln, Hinweisschilder und Reklametafeln haben unfreiwillig den Standort gewechselt.
La Orotava hat der Sturm auch nicht so schlimm wie befürchtet getroffen und die Stromausfälle halten sich ebenfalls in Grenzen. Nur neuntausend Menschen im Gebiet von La Guancha bis Tacoronte sind dieses Mal seit zwei Uhr Früh ohne Energie aus der Steckdose. Bis heute Abend sollte dieser Schaden jedoch behoben sein.
Um  Mitternacht haben auch uns die Sturmböen erreicht. Bei diesem Getöse war an Schlaf bald nicht mehr zu denken. Die Luft ist immer wärmer geworden und die Windgeschwindigkeit stärker. Um drei oder vier Uhr hat der Sturm dann so richtig los geschlagen.  lach einmal :o) Alle paar Minuten ist der Strom für Sekunden abgetaucht, die Türe hat bedenklich geklappert und der uralte Fensterrahmen hat es sich kurzfristig überlegt, ob er sich nicht doch endgültig verabschieden sollte. Wenn wir den Balken nicht geöffnet und damit den Windwiderstand verkleinert hätten, wäre er uns mit Sicherheit um die Ohren geflogen. Ist er aber nicht - zum Glück!
Irgendwann um halb fünf sind wir nach einigen Gläschen Wein und - sagen wir einmal einer Mitternachtseinlage - mit gebratenem Kürbis und Spiegelei trotz Windgeheule in die Federn gekrochen - und eingeschlafen. lach einmal :o) Irgendwo, in einem der vielen Foren des weltweiten Netzes, hat jemand, der in einem Ortsteil von Icod wohnt, geschrieben, dass es sich nur um einen auffrischenden Wind gehandelt hätte - seiner Meinung nach. Na ja, das ist für mich zwar eine mehr als eigenartige Aussage - aber das ist wohl eine andere Geschichte.
Wir dürfen allerdings nicht jammern, die Schäden halten sich in Grenzen, trotzdem sie sind halt nicht zu übersehen. lach einmal :o) Die Banenenstauden ähneln zur Zeit eher abgeräumten Christbäumen an denen das Lametta vergessen worden ist. Viele Pflanzen mit weichen Blättern sehen aus, als ob sie mit heißen Wasser übergossen worden wären, ein Zitronenbäumchen hat es regelrecht in der Luft zerrissen, zwei wunderschöne Hibisken wurden wohl mehrmals um die eigene Achse gedreht bevor sie endgültig ins Nirwana befördert worden sind und die restlichen Schäden werden erfahrungsgemäß erst mit der Zeit sichtbar.
Den, zugegebener Maßen provisorischen, Griller hat es in Einzellteile zerlegt und die vielen kleinen Erdbeerstöckchen, die wir darauf abgestellt hatten, gleichmäßig rundherum verteilt. Sogar den Schotterturm hat der "auffrischende Wind" aufs Kreuz gelegt - und der steht in keinem Verhältnis zu einem Blumentopf. lach einmal :o) Allerdings ist uns die Satellitenschüssel erhalten geblieben, der Telefonmast, der für unsere Kommunikation mit der Außenwelt verantwortlich ist, steht noch windschief auf Nachbars Grund, Fenster und Türen haben dicht gehalten und das Auto steht auch noch unbeschädigt vor der Tür. Das Leben kann also ganz normal, lediglich mit ein paar kleinen Schrammen verziert, weitergehen.
Unsere gefiederten Freunde haben bis jetzt noch keine Schadensmeldungen abgegeben. Sie haben anscheinend den richtigen Instinkt bei der Auswahl ihres Nestbaus. Dicht gewoben und verborgen, perfekt geschützt durch das Laub der Sträucher haben sie in ihren Nestern die nächtlichen Turbulenzen unbeeindruckt überstanden.

Liebe das Leben - und das Leben liebt dich.

mit freundlicher Genehmigung vom Verlag

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Heute Nacht wartet das Festland Spanien auf die meteorologische Bombe, denn in der Nacht zum Sonntag dürfte der Sturm das spanische Festland erreichen. Wir können heute tief und fest schlafen. Es ist windstill und vollkommen leise, kein Grashalm bewegt sich. Lediglich ein paar Frösche quacken in der Ferne leise vor sich hin ...
 
26 de febrero 2010
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
sonnig und warm
16° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur,
weil der Weg zur falschen gerade nicht frei war.
 
Hans Krailsheimer
 
Taunass und warm hat der Tag heute begonnen. Es ist zwar noch leicht trüb und diesig, aber ich bin mir sicher, dass es ein schöner Freitag werden wird. lach einmal :o) Das Wochenende ist greifbar nahe!
Mein neuer Brunnen ist fertig! Vielleicht könnt ihr euch noch nicht viel darunter vorstellen, seine zukünftige Ausstrahlung sieht man noch nicht. Er ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe und wird sich perfekt in die Umgebung einfügen. Ohne Schnick Schnack - einfach und funktionell - aber traditionell. Na ja, ein bisschen abgeändert wurde das Design schon, aber die kleine Abweichung fällt wirklich nicht in die Waagschale.
Das ist der verantwortliche, gestaltende Baumeister. lach einmal :o) Er trägt die Verantwortung für den letzten, pfiffigen Schliff des Gartenbauwerks. Aber nicht nur dafür, denn er hat auch die Steinkreise aus unserer Vorstellung in die Realität umgesetzt. Darauf sind nicht nur wir stolz - er kann es auch sein!
Bei der Endbehandlung dieses Bodenbelages hat er heute mit Sicherheit einige Muskeln aufgebaut. Man muss sich vorstellen, dass die gesamte Fläche mit einer Drahtbürste abgerieben werden muss, damit sie eine gewisse alte Ausstrahlung bekommt. Das ist Knochenarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Aber es zahlt sich aus, denn eine so große Fläche, die kurzerhand mit Steinplatten ausgelegt werden würde, ist einfach langweilig und steril. lach einmal :o) Und das würde überhaupt nicht zu uns passen. Wir ticken eben anders als die anderen. Das hat sich auch schon herum gesprochen und wir bekommen von Zeit zu Zeit Inspektionsbesuch aus der Umgebung.
Seit Tagen drehen sich in den Medien der Insel um nichts anderes, als um die nächste Unwetterkatastrophe. Der staatliche spanische Wetterdienst AEMET hat vor drei Tagen eine Unwetterwarnung für die Kanaren herausgegeben. Betroffen von der höchsten Alarmstufe Orange sollen die Inseln Gran Canaria, Teneriffa und La Palma sein. Die Unwetterwarnung gilt von Freitag bis Samstag. In den Bergen der Inseln werden Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde erwart. Für die tieferen Lagen der Inseln gilt gelber Alarm. Hier könnten die Sturmböen noch mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometer pro Stunde wehen.
In diversen Meldungen wurde gleich einmal die Tatsache der Höhenlage weggelassen - stört doch niemanden, oder? In anderen Foren und Meldungen sind die Windgeschwindigkeiten gar auf bis zu 180 Kilometer pro Stunde eskaliert. Das Wetter mutiert schon jetzt zu einem Unwetter.
Aber vielleicht liegt Santa Bárbara ja wirklich auf einer Insel der Seligen, denn bei uns war der Tag windstill - wohlgemerkt Wind still - sonnig und warm. lach einmal :o) Ich habe mir sogar für eine Stunde den Luxus geleistet auf meinem Liegestuhl mit Buch und Fotoapparat die Seele baumeln zu lassen.
Die Wolkenbilder haben die unterschiedlichsten Geschichten erzählt. Es war einfach faszinierend die Veränderungen der weißen, duftigen Gebilde hoch droben zu beobachten. Einmal kompakt und einem Tornado ähnlich, dann wieder sanft, wellenartig und fast zärtlich über den blauen Himmel streichend. lach einmal :o) Der Himmel war allerdings nie richtig bewölkt, denn die duftigen Gebilde sind schnell und fast wie von Zauberhand geschaffen aufgetaucht und wieder verschwunden.
Gegen Abend sind dann die obligaten Wolken von der Küste herauf gezogen und aus der Richtung Orotavatal tauchte ein Gebilde auf, das auf eine bestimmte Art fast an einen Wirbelsturm erinnert hat. lach einmal :o) Aber dieses Schauspiel hat sich hoch oben, in himmlischen Höhen abgespielt - und nicht bei uns am Boden. Zum Glück ist es - bis jetzt - ruhig geblieben.
AEMET hat seine Wetterwarnung nach oben korrigiert. Ab Samstag Null Uhr ist für die höheren Lagen auf den Inseln La Palma, Teneriffa und Gran Canaria die höchste Warnstufe Rot ausgegeben.  In den Bergen La Palmas und in den Gebieten um La Orotava und Vilaflor wird mit Windböen von bis zu 160 Kilometern in der Stunde gerechnet, in den Bergen Gran Canarias mit bis zu 130 km/h. In allen anderen Teilen der Provinz Teneriffa sowie auf der Insel Gran Canaria gilt die Warnstufe Orange, lediglich die Inseln Lanzarote und Fuerteventura kommen nur auf die Warnstufe Gelb.
Mittlerweile ist es fast Mitternacht und seit acht Uhr abends pfeift der Wind ums Haus. Bis jetzt bezeichne ich diesen Zustand jedoch als normale Windböen und nicht als Sturm. lach einmal :o) Ob es dabei geblieben ist, erzähle ich euch morgen. Für heute verabschiede ich mich und gehe schlafen. Gute Nacht!
 
25 de febrero 2010
Donnerstag - hueves
Icod de los Vinos
sonnig und sehr warm
15° temperatura mínima
23 ° temperatura máximo
Die zwei größten Tyrannen der Erde sind der Zufall und die Zeit.
 
Johann Gottfried von Herder
 
Sommer, Sonne, Sonnenschein - auch wenn im Kalender noch immer Februar steht. lach einmal :o) Solche Wintertage kann man sich durchaus gefallen lassen, da gibt es wirklich nichts zu meckern! Blauer, wolkenloser Himmel von morgens bis abends, warme Sonnenstrahlen und kein Hälmchen bewegt sich im Wind - sommerliches Wetter vom Allerfeinsten. Der windige Geselle macht wahrscheinlich grade seinen wohlverdienten Urlaub!
Wie gestern versprochen, gibt es heute wieder einmal ein Dokumentationsfoto von der Baustelle. Die beiden Männer sind fleißig gewesen und haben bis zum Abend einen Teil der Terrassenfläche den endgültigen Feinschliff gegeben. Noch ist der Beton nass und schaut nach nix aus, aber morgen wird man seine ganze stimmungsvolle Schönheit erkennen können.
Auch Blumenkinder können ziemlich eitel sein. lach einmal :o) Diese drei Grazien sind anscheinend ganz verliebt in ihr Spiegelbild. Kein Wunder - die Wasseroberfläche des Teiches schmeichelt ihnen doch sehr!
Heute habe ich beim Kochen so nebenbei eine skurrile Diskussion mitverfolgt. Das Thema lautete so ähnlich wie "Wir sind ein extremes Paar" Einige der Teilnehmer haben ihr Leben hauptsächlich im Ausland verbracht, sind von einem Ort zum anderen gezogen, und erzählten von einer Lebensart, die eine Mischung aus Abenteuer und Wanderlust war oder immer noch ist. Den Gegenpol bildeten Menschen, die es sich nicht vorstellen konnten, dass man auch außerhalb von Österreich glücklich sein kann.
Da fielen Argumente wie Nestflüchtlinge, Aussteiger und Ignoranten. Ein junger Mann hat gar die Meinung vertreten, dass es wichtiger sei Traditionen wie sie in Rudervereinen, Trachtengruppen und Faschingsgilden hoch gehalten werden, weiter in die Zukunft zu tragen als seinen eigenen Lebenstraum zu verwirklichen. Eine ältere Frau stellte bei Auswanderern sogar die Religiosität in Frage. "Ich könnte nie ohne meine Kirchengemeinschaft leben. Ich begrüße den Tag auch immer mit den Worten Gelobt sei Jesus Christus!" lach einmal :o) Abgesehen davon, dass ich in der Früh lieber Guten Morgen sage, verstehe ich den Zusammenhang Religion und fremde Länder nicht.
Ist Glaube denn wirklich an einen bestimmten Ort gebunden? Sind Aussteiger auf der Flucht? Aber wovor? Vielleicht genau vor dieser Engstirnigkeit?  Es sind wahrscheinlich dieselben, die glauben, wenn jemand irgendwohin in den Süden zieht, dass derjenige den ganzen Tag am Strand verbringt, ein Glas Wein nach dem anderen trinkt und das Leben an sich vorbei plätschern lässt. Das ganze Jahr Party und Urlaub! lach einmal :o) Muss doch herrlich sein! Oder doch eher schrecklich?
Woher nehmen manche Erdbewohner eigentlich das Recht, die Lebensweise anderer abzuurteilen? "Aber wenn im Ausland alles schief geht, kommen alle wieder zurück!" Dieser Satz birgt wahrscheinlich die Essenz der Wahrheit in sich verschlüsselt. Eigene Mutlosigkeit, Ängstlichkeit, Risikoscheue, Neid und Schadenfreude.
Was verstehen, diese der Heimat so streng und traditionell verbundenen Menschen denn unter dem Begriff Aussteiger? Ich würde die Weltenbürger eher - zumindest die meisten von ihnen - als Einsteiger bezeichnen. Jeder Mensch lebt eben sein Leben nach der eigenen Fasson. Es ist doch schön, dass wir heutzutage die Möglichkeit dazu haben. Es wird ja niemand dazu gezwungen - weder zum Weggehen noch zum Daheimbleiben. lach einmal :o) Und das ist auch gut so!

Wer zuviel Ballast mit sich trägt, verliert die Leichtigkeit im Leben.

mit freundlicher Genehmigung vom Verlag

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24 de febrero 2010
Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
sonnig und warm
17° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Männer, die behaupten,
sie seien die uneingeschränkten Herren im Haus,
lügen auch bei anderen Gelegenheiten.
 
Mark Twain
 
Das Hintergrundbild von Himmel und Teide könnte man fast mit einem Gemälde vergleichen. lach einmal :o) Ein farbenfrohes, kitschiges Bild, wie für ein Werbeprospekt gemalt. Wunderschön und majestätisch trohnt der Teide mit einer weißen Haube aus Schnee hoch über der Insel. Wer will, kann sich die weiße Pracht ab heute wieder aus der Nähe ansehen. Die bis Montag gesperrten Zufahrtsstraßen sind wieder freigegeben worden. lach einmal :o) Aber  nicht vergessen -  es wird eine Reise in den Winter!
Georg und Jonay haben die Vorbereitungen für die Pflasterung der Dachterrasse fast abgeschlossen und daher gibt es morgen wieder Fotos von der Baustelle. lach einmal :o) Später geht's zur Abwechslung noch einmal in mein Reich - in die Botanik.
Jetzt muss ich aber erst einmal Küchenfee spielen, denn ich möchte endlich irgendetwas Leckeres aus den Blättern des kanarischen Kohls zaubern.
So, wir haben köstlich gegessen gespeist, das schmutzige Geschirr ist abgewaschen und die Waschmaschine rüstet sich für ihren letzten Schleudergang. lach einmal :o) Ich hasse Waschmaschinen in der Küche! Sie nerven. Es lässt sich zur Zeit allerdings nicht ändern und deshalb ist es egal, denn in zehn Minuten müsste der Spuk erfahrungsgemäß endlich beendet sein. Dann kehrt wieder Ruhe in unsere Behausung ein und ich kann wieder klar denken.
Wo war ich stehen geblieben. Ach ja, bei meinem Kochexperiment. Was soll ich sagen - es hat herrlich geschmeckt! Die ursprüngliche Art des Kohls schmeckt richtig gut - würzig, kräftig und erinnert leicht an den Geschmack von Rucola. Heute habe ich auf die Schnelle Krautwickel mit Senfpüree gekocht, aber das nächste Mal möchte ich Kohlrouladen mit Fisch versuchen. Vom Geschmack her müsste es passen.
Was soll denn das sein? Eine Riesenananas? Sieht fast so aus - ist es aber nicht! Ist aber auch eine blöde Frage, denn wer soll darin schon einen Drachenbaum erkennen? El Drago, der Drache unter den Bäumen und das Wahrzeichen der Kanarischen Inseln. Mit dem mystischen Baum hat dieses Drachenkind natürlich noch keine Ähnlichkeit. lach einmal :o) Aber was nicht ist kann ja noch werden, oder?
Dieses Exemplar ist ungefähr drei, vier Jahre alt und heute habe ich dem armen Kerl die unteren Blätter abgeschnitten. Durch diesen Schnitt trocknen die verbliebenen Teile der Blätter schneller, fallen nach ein paar Monaten von selbst ab und der Stamm bleibt unverletzt. Er soll möchte ja - irgendwann einmal - zu einem Prachtexemplar heranwachsen. Der kleine Drachenbaum hat sein großes Vorbild ja fast vor der Nase - den tausendjährigen Drachenbaum, el Drago Milenario de Icod.
Wir werden das Ziel seiner Wünsche mit Sicherheit nicht mehr erleben, aber das kleine Gewächs darf davon träumen. Wir werden es dabei auch mit Sicherheit unterstützen - mehr können wir allerdings nicht zu seinen Träumen beisteuern.
Dragos, wie ihn die Einheimischen nennen, sind faszinierende Gewächse der Kanarischen Inseln. Mit ihrer Ausstrahlung übertreffen sie jede Palme, jeden Kaktus und andere tropische Pflanzen. Der Drachenbaum ist ein verzauberter, skurrilen Baum, der aus einem anderen Zeitalter zu kommen scheint.
Man findet sie überall auf der Insel. Es sind Einzelgänger. Gruppen von Drachenbäumen habe ich bis jetzt nur auf La Palma gesehen. Normalerweise wachsen sie verstreut in der Landschaft - so, als hätte jemand Samenkörner vom Himmel regnen lassen.
Sie sind uralt, eigentlich ein Relikt aus dem Tertiär, ein lebendes Fossil, wie es auch versteinerte Funde in Südfrankreich bestätigen. Das ist wieder einmal der Beweis, dass an vielen Tatsachen das Klima schuld ist und war. Heute würden die Medien bei dieser Erkenntnis mit Sicherheit von Klimakatastrophe oder zumindest von Klimawandel berichten.
Aber dass sich das Wetter nicht an die Vorstellung der Menschen halten kann oder will beweist die Entwicklung der Erde. Die Eiszeiten veränderten biologisch und geologisch den gesamten Mittelmeerraum  - bis nach Marokko. Auf Grund dieser Veränderungen im Klimageschehen bildete sich Makronesien. Dazu zählt man heute die Azoren, Madeira, die Kanarischen Inseln und zu guter Letzt die Kapverden.
Ob der Drachenbaum von Icod de los Vinos der älteste seiner Art ist? lach einmal :o) Keine Ahnung, aber es klingt ganz gut und die Gemeindeväter der kleinen Weinstadt sind vor Jahren schon so schlau gewesen und haben das Gewächs ins Guinness Buch der Rekorde eintragen lassen.
Die Geschichte vom tausendjährigen Alter stimmt aber mit Sicherheit nicht, auch wenn er von der Bevölkerung stolz Drago Milenario, also tausendjähriger Drachenbaum genannt wird. Das exakte Alter eines Dragos ist schwer zu bestimmen, da er kein Baum sondern eine Art Agavengewächs ist. Das Alter kann man also nicht mit Hilfe von Jahresringen bestimmen - er hat schlicht und einfach keine! An seinen vielen Verästelungen kann man jedoch mit viel Glück ungefähr ausrechnen wie viele Jahre er auf seinen Buckel hat. lach einmal :o) Nach dieser Berechnung ist der tausendjährige Drachenbaum wahrscheinlich ungefähr sechshundert Jahre alt.
 
23 de febrero 2010
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
sonnig und warm
15° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Reisen ist besonders schön,
wenn man nicht weiß, wohin es geht.
Aber am allerschönsten ist es,
wenn man nicht mehr weiß,
woher man kommt.
 
Lao-tse
 
Blauer Himmel und Sonnenschein - so begrüßt mich der neue Tag. lach einmal :o) Genau so, wie es sein sollte! Ein Hochdruckgebiet hat das ungeliebte und überflüssige Tief wohl endgültig auf einen anderen Platz verschoben.
Über das Wachstum der Botanik auf Teneriffa kann man sich ja wahrlich nicht beklagen. Das milde Klima ist, vor allem im nördlichen Teil der Insel, wie gemacht für die schönsten Gartenanlagen und Gemüsegärten.
Ich will mich auch gar nicht beklagen, aber das Unkraut könnte sich im Wachstum schon ein bisschen zurück halten. Ich werd überhaupt nicht mehr fertig mit den vielen ungebetenen Kräutlein. Sie wuchern und wachsen, überziehen sonst leere Flächen mit einem blühenden Teppich, schlingen sich um Äste von Sträuchern und Bäumen - und ich darf sie Mengenweise entsorgen. Zur Zeit sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr Unkraut kleinere Pflanzen gar nicht mehr.
Und wer ist schuld an diesem Arbeitsüberangebot? Der Regen! Und was machen wir dagegen? Wir pflanzen den nächsten Teil der Gartenanlage an. lach einmal :o) Uns ist ja wirklich nicht mehr zu helfen, oder?
Als Draufgabe, los guantes, helfen uns bei der Bepflanzung auch noch unzählige Vögel, die sich mittlerweile pudelwohl in unserer Katzen freien Botanik fühlen, mit. Dort eine Tomatenstaude, die zwischen einer Pelargonie wuchert, da ein paar Salatköpfe die plötzlich am Rand des Weges im Gemüsegarten stehen und am Abhang neben unserer Hausauffahrt wachsen gleich zwei kräftige, kanarische Kohlstauden, la col canariensis.
Da werde ich wohl einmal ein kanarisches Kochbuch durchblättern und nachschauen, was die Canarios aus dem beliebten Wintergemüse so zaubern. Am Markt werden zur Zeit die Blätter Bundweise angeboten. Die Pflanzen werden einfach von unten nach oben abgeerntet und bleiben dann am Feldrand stehen. Ich habe es noch nicht wirklich beobachtet, aber ich vermute, dass ein und dieselbe Pflanze mehrere Jahre lang immer wieder frische Blätter liefern.
Übrigens - alle Artgenossen des europäischen Kohls, oder wie wir sagen Kraut, stammen von dieser Wildform ab. Die Urform dieser krautigen Pflanzen wachsen hauptsächlich an den Küsten der Mittelmeerländer, der Kanarischen Inseln und an der europäischen Atlantikküste.
 
 
22 de febrero 2010
Montag - lunes
Icod de los Vinos
sonnig und warm
15° temperatura mínima
21 ° temperatura máximo
Bei der Behörde ist es genau wie beim Theater -
ein paar arbeiten, und die anderen schauen zu.
 
Heinz Erhardt
 
Der Kürbis, la calabaza - ich habe heute viele Kürbisse an unserer Pflanze entdeckt. lach einmal :o) Es wird zwar noch ein paar Monate bis zur Ernte dauern, aber das macht gar nix. Die Zeit verfliegt sowieso wie im Flug, el tiempo pasa volando.
Der Kürbis als eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde ernährt den Menschen schon seit Jahrtausenden. Prähistorische Funde von Kürbissamen lassen sich sogar auf die Zeit um 10.000 vor Christus zurückdatieren. lach einmal :o) Meine Pflanzen haben allerdings noch das jugendliche Alter von drei Monaten und um welche Sorte es sich dabei handelt, weiß ich auch nicht.
Ich habe einfach den köstlichen Kürbis, den wir von unserem Nachbarn bekommen haben, weiter vermehrt. Das gelingt ganz leicht - Kerne waschen, trocknen und wieder einsetzen. lach einmal :o) Fertig ist die aufwendige Aktion. Meistens dauert es nur ein paar Tage, bis die ersten neugierigen Blattspitzen der neuen Pflänzchen aus der Erde stupfen.
Kürbispflanzen sind Rekordhalter - sie entwickeln die größten Früchte der Erde. Zu so einem Riesen wird sich dieses Exemplar nicht entwickeln, doch die "Mutterfrucht" konnte sich doch mit einer Länge von über vierzig Zentimetern brüsten. Für uns beide reicht diese Größe aber allemal. Trotzdem wäre es interessant so eine Monsterfrucht einmal in natura zu sehen, denn immerhin reicht die Größe dieser schmackhaften Früchte – je nach Sorte und Kultur – von kaum birnengroß bis hin zu Riesenfrüchten von über einem Meter Durchmesser, über drei Meter Umfang und bis zu 150 Kilogramm. In Rekordfällen haben sie sogar über 500 Kilogramm Gewicht auf die Wage gebracht.
Ach ja, Kürbisse sind damit die größten Beeren der Welt! lach einmal :o) Stellt euch einmal eine Stachelbeere in dieser Größe vor! Marmeladekochen würde sich dann wohl in einer anderen Dimension abspielen ...
 
21 de febrero 2010
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
sonnig und warm
14° temperatura mínima
25 ° temperatura máximo
Die Frau ist das einzige Geschenk,
dass sich selbst verpackt.
 
Jean-Paul Belmondo
 
Wenn wir einen ganz gemütlichen Sonntag verbringen wollen, lassen wir den Tag einfach so dahin gleiten. lach einmal :o) Nur keine Termine - und wenn es irgendwie möglich ist, auch keine großartigen Pläne! Es kommt sowieso immer anders als man denkt. Nachdem wir uns nach einem ausgedehnten Sonntagsbrunch ein bisschen Meeresluft um die Nase wehen lassen, irgendwo ein bisschen spazieren gehen und ein gutes Glas Wein genießen wollten, sind wir kurzerhand ein paar Kilometer Richtung Isla Baja gefahren.
Wie so oft, sind wir zehn Minuten später in Garachico stehen geblieben. Das kleine Nachbarstädtchen verführt uns des öfteren zu interessanten Entdeckungsspaziergängen und eigenartiger Weise entdecken wir immer wieder - für uns - unbekannte Fleckchen. Vor uns tauchen, halb versteckt hinter alten Palmen, Bäumen und viel Gestrüpp geheimnisvolle, alte Mauern auf.
La Casa El Lamero, ein prächtiges Herrenhaus aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, steht auf einer großen Finca mit dem selben Namen am Ortsbeginn von Garachico.
Das Anwesen wurde von einer Familie Gallegos gegründet und ging später in die Hände der Familie von El Hoyo über. In diesem Anwesen soll es eine ganz besondere steinerne Treppe geben, die auf den Kanaren einzigartig sein soll. Ob dieses Schmuckstück allerdings überhaupt noch existiert, weiß ich nicht. Vorstellen kann ich es mir nicht, denn der Zahn der Zeit nagt ungehindert an dem alten Herrenhaus.
Irgendwo auf dem Gelände steht wohl auch noch eine Kapelle, die San Antonio de Padua geweiht ist und 1633 von Alonso de Ponte y Jímenez erbaut wurde.
La Casa El Lamero. Espléndida casona del S.XVII, situada en la finca del mismo nombre, con una escalera de piedra única en Canarias. Posee una ermita dedicada a San Antonio y un molino de época. Su situación privilegiada le permitió huir de la devastadora acción del volcán. La Urbanización El Lamero está ubicada en la zona del mismo nombre en Garachico. Concretamente, en el lado Este de la  población, rodeada de plantaciones de plátanos y pinares y protegida por las laderas montañosas y graníticas de la zona, entre otras, la Montaña Negra, antesala de Parque Natural del Teide.
Durch seine Lage, wurde das Anwesen beim verheerenden Vulkanausbruch im Jahr 1706 nur leicht beschädigt, doch was die Natur nicht geschafft hat, macht nun der Mensch - er lässt dieses Kulturgut still und leise verfallen. 
Ob dieses Bauwerk wohl ein Teil eines alten Systems von Wassermühlen gewesen ist? Früher gab es in dieser Gegend viele davon, doch mit dem wirtschaftlichen Niedergang, hatten auch sie keine Berechtigung auf Erhaltung und sind der Reihe nach zu Ruinen verfallen.
 
20 de febrero 2010
Samstag - sábado
Icod de los Vinos
sonnig, bewölkt und warm
10° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
Verschwiegenheit ist eine Tugend, 
Schweigsamkeit kann eine sein,
Verschweigen ist keine.
 
Wolfdietrich Schnurre
 
Ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß - besser könnte man die Kanarischen Inseln zur Zeit nicht besser beschreiben. Auf Gran Canaria und Teneriffa liegt nach dem Unwetter relativ viel Schnee auf den Bergen.
Und wo bleibt der Frühling werdet ihr fragen? Alexander Freiherr von Humboldt hat diese Frage so beantwortet: "Im Winter, während der Vulkan mit Eis und Schnee bedeckt ist, genießt man in diesem, Landstrich eines ewigen Frühlings". So beschrieb er den Winter im Orotavatal. Auf Teneriffa fällt jeden Winter Schnee, das ist nix Neues. Aber keine Angst, wir sind nicht eingeschneit, denn die weißen Flocken landen nicht im Küstenbereich, sondern weit oben auf dem Teide, dem 3.718 Meter hohen, höchsten Berg Spaniens.
Der Samstag ist bei uns heute eine Mischung aus Sonnenschein und warmen Wetter und am Nachmittag gibt's Schweinsbraten mit Rosmarinkartoffeln und frischem Papayaeis. lach einmal :o) Dazwischen ein bisschen Gartenarbeit - so angenehm kann ein Wochenende beginnen. Endlich sind die Grashalme gefallen.
Wir müssen zwar keinen Schnee schaufeln, dafür wächst das Gras in den Wintermonaten im Rekordtempo! Nachdem es in letzter Zeit öfter geregnet hat, konnte man die grüne Fläche wohl eher Wiese als Rasen nennen und eine Sense wäre angebrachter als der Rasenmäher gewesen. Doch Georg hat das Werk erfolgreich beendet - die besiegten Grashalme liegen am Boden. Ein Foto vom geschnittenen "Rasen" zeige ich euch heute nicht, denn er sieht ziemlich zerrupft aus. Also auf keinen Fall ein Vorzeigerasenteppich.
Der Terminplan der Faschingsveranstaltungen auf Teneriffa wurde durch das schlechte Wetter ziemlich durcheinander geschüttelt. In Icod de los Vinos wird heute Abend die traditionelle Sardine - und damit der Fasching - begraben verbrannt  und morgen Nachmittag wird der große Faschingsumzug nachgeholt. Ein Fasching ohne Umzug? Das ist unvorstellbar! Der Karneval hat also nur ein paar wenige Stunden seinen Frieden, denn ab den Nachmittagsstunden regieren auf den Straßen unseres Städtchens wieder die Narren.
Mittlerweile ist es Nacht geworden und der Wind hat sich zu einem Sturm entwickelt. Ich geh jetzt schlafen und lasse mich vom Sonntagswetter überraschen.
 
19 de febrero 2010
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
sonnig und warm
10° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
Hoffnung ist ein gutes Frühstück,
aber ein schlechtes Abendbrot.
 
Francis Bacon
 
Alles ist wieder normal, kein Lüftchen regt sich, der Himmel ist zwar leicht bewölkt aber die Sonne scheint trotzdem. lach einmal :o) Wir haben Wetter - und der Teide ist mit einer dicken Schneeschicht bedeckt. Dieses Mal reicht die Schneedecke weit herunter. Schön sieht er aus el Padre Teide!
Die Straßen in den Nationalpark sind allerdings bis Montag gesperrt. Falls also irgendjemand vorhaben sollte, eine Schneeballschlacht auf Teneriffa zu veranstalten, muss er bis dahin warten. Die Strassen sind zu eisig und Winterreifen besitzt auf dieser Insel wohl niemand.
Las tres carreteras que dan acceso al Teide estarán cerrados durante el fin de semana ante el riesgo de nuevas heladas, la presencia de hielo y nieve y a la entrada de una nueva borrasca, informó hoy el Cabildo de Tenerife por medio de un comunicado.
Ich zeige euch heute keine Schneefotos, denn ich war den ganzen Tag im Garten, habe umgetopft, geschnitten und Unkraut gejätet. lach einmal :o) Nach den letzten Tagen mit Stubenarrest ein Hochgenuss! Außerdem ist die Natur wie eine kleine - oder große - Schatzkiste. Immer und überall kann man auf eine Überraschung stoßen. Plötzlich wächst irgendwo ganz unvermutet ein Tomatenpflänzchen, Salat oder Schnittlauch, drei Oleanderpflanzen sind von selbst aufgegangen und heute habe ich eine Pflanze entdeckt, die ich leider nirgends einordnen kann.
Die Blätter des Findlings ähneln Kürbisblättern, sind auf der Unterseite stark behaart und an den Blattspitzen sitzen gemeingefährliche Stacheln. Im ersten Moment wollte ich das Gewächs ausreißen, doch nachdem ich mich gleich einmal ordentlich gestochen habe, bin ich davon abgekommen. lach einmal :o) Sie ist ja recht schön und hat auch ein Recht auf Leben, ich werde sie also weiter wachsen lassen und warten, was daraus wird.
Was gibt es sonst noch Neues? Nicht viel - es wird fleißig gearbeitet und die Tage vergehen viel zu schnell. Ach ja, seit einiger Zeit werden unsere Arbeiter mit Tee statt mit Bier versorgt. Domingo braucht Hustentee - also bekommt er eine Mischung aus Fenchel, Anis und Thymian, mit einem Hauch Honig. Jonay leidet noch immer unter Kreuzweh. Man merkt es ihm auch an, aber zu Hause bleiben will er nicht - also bekommt er speziellen Gymnastikunterricht, gute Ratschläge und Hagebuttentee. lach einmal :o) Wenn wir unsere Baustelle abgeschlossen haben könnten wir eigentlich ein Gesundheitszentrum aufmachen, oder?
Aber was macht man nicht alles für fleißige Mitarbeiter? Morgen beginnt das Wochenende und in zwei Tagen sieht die Welt schon wieder ganz aus!
 
18 de febrero 2010
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
stürmisch und nass
14° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
Unsere äußeren Schicksale interessieren die Menschen,
die inneren nur den Freund.
 
Heinrich von Kleist
 
Der Sturm und der Schlagregen hat sich in der Nacht anständig ausgetobt.  Und wie wird das Wetter heute? Ziemlich stürmisch, nass und ungemütlich. In Icod sind zur Zeit viele Straßen gesperrt - hat uns Jonay berichtet. "La lluvia ha provocado algunas incidencias, quizás la más destacable ha sido el desbordamiento del Barranco del Preceptor, a causa del aumento del caudal de agua, en tres puntos, en Las Lajas, en la urbanización La Candelaria, donde incluso se han inundado varias fincas, y en El Amparo, en la carretera general", precisa el edil Francisco Rivero - war die offizielle Meldung von Icod und weiter - "Uno de los mayores problemas ha sido la afección del depósito de aguas de La Candelaria, a causa de este desbordamiento del Preceptor, lo que ha provocado cortes en el suministro de agua en el casco, La Centinela, Playa de San Marcos y San Antonio”, añade el concejal, quien señala que “los operarios están trabajando para poder restablecerlo a lo largo del día".
Aufräumen lautet die Devise. In der Innenstadt soll es die ganze Nacht über kein Wasser gegeben haben. lach einmal :o) Wozu auch? Es hat sowieso waagrecht geregnet. Wer braucht da schon Wasser aus der Leitung? Wir selbst sind ganz gut weggekommen. Gestürmt und geschüttet hat es natürlich auch hier, denn Petrus hat leider keinen großen Regenschirm über unsere Finca gehalten, aber im Wohnraum sind wir halbwegs vom Wasser verschont geblieben. Der wunde Punkt ist lediglich unsere luxuriöses Fenster gewesen. lach einmal :o) Aber das ist nicht so schlimm - mit ein paar Badetüchern als provisorischen Schwamm kann man dieses Problem wunderbar lösen.
Momentan befinden sich diese besagten Badeschwämme in der Waschmaschine - doch die rührt sich nicht mehr. Stromausfall! Auch egal, ich denke eher positiv und der Akku von meinem Laptop hält noch gute fünf Stunden. Endlich einmal Zeit, um einen umfassenden Tagesbericht zu schreiben. Bevor ich mich jetzt allerdings als Berichterstatter betätigen werde, werde ich das Sonnenfenster nützen und mir einige frische Zutaten für unser Mittagessen aus dem Garten holen. Kochen ist dank Gasherd ja kein Problem - auch ohne Energie aus der Steckdose!
A las 12:08 horas de ayer, toda la isla de Tenerife volvió a quedarse sin luz. Un fallo en la central térmica de Las Caletillas –cuyo origen y naturaleza en ese momento se desconoce– arrastró consigo a toda la red hasta generar un cero energético absoluto. El segundo en menos de un año, después del sufrido el 26 de marzo de 2009 que, como en esta ocasión, también afectó a los algo más 467.000 clientes que Unelco-Endesa tiene en la Isla.
So, ich bin wieder da. Petersil und Suppenkraut, frischer Schnittlauch und Salat sind gewaschen, die Kartoffeln köcheln vor sich hin und der Fisch kommt erst später in die Pfanne. Jonay und Domingo haben ebenfalls umgesattelt - statt Hobel und Mischmaschine wird zur Zeit der Pinsel geschwungen. Flexibel muss der Mensch sein, oder? Also dann - weiter gehts! In der Medienlandschaft der Kanarischen Inseln existieren heute ausschließlich zwei Begriffe - Wetter und Fasching, el tiempo y carnaval!
Spaniens Allgemeine Zeitung schreibt heute: "Auf den Kanarischen Inseln ist die Hölle los, es wird immer schlimmer. Am Mittwoch gaben die Behörden erneut Sturm- und Hochwasserwarnungen. Zwar konnte auf La Palma, El Hierro und La Gomera der Flugverkehr nach einer dreitägigen Unterbrechung wieder aufgenommen werden. Aber die Meteorologen sagten eine neue Verschlechterung des Wetters voraus. Auf den drei Inseln waren von Sonntag bis Dienstag praktisch alle Flüge wegen Sturms gestrichen worden. Nach Angaben der Flughafenbehörde AENA waren von den Absagen mehr als 9.000 Passagiere betroffen."
Fred Olsen hat die Fährverbindung zwischen Gran Canaria und Teneriffa wegen des Unwetters kurzfristig eingestellt. Bis zu fünf Meter hohe Wellen machen eine Überfahrt viel zu gefährlich. Die Verbindungen nach La Palma und den anderen Westinseln können unter diesen Umständen ebenfalls nicht aufrecht gehalten werden. Die Fährverbindungen nach Lanzarote und Fuerteventura funktionieren noch. Doch ich glaube, dass bei diesen Bedingungen eine Seefahrt auf gar keinen Fall lustig sondern eher turbulent ist. Mich würde niemand auf so eine Fähre bringen.
Dieses Gefühl kennen die 225 Passagiere, die gestern nach Gran Canaria wollten, wohl auch. Die Fähre von Fred Ohlsen konnte auf Gran Canaria nicht anlegen und musste nach Teneriffa zurückkehren. Eine stürmische, kurze und sinnlose Reise hat ihr Ende gefunden.
Stundenlang kein Strom! Am Abend um sechs Uhr wurde unsere unmittelbare Umgebung plötzlich wie von Geisterhand angeknipst, wieder lebendig. Die Trommel der Waschmaschine begann sich zu bewegen, der Kühlschrank hat sich eingeschaltet, meine Schreibtischlampe hat das Licht der Kerzen am Tisch überstrahlt, die Stimme des Ö3 Moderators klang aus den Lautsprechern und die Informationsquelle des weltweiten Netzes sprudelte ihre Weisheiten lautlos auf meinen Bildschirm. Das Leben hat uns wieder!
Auf Gran Canaria vergnügen sich einige übermütige Erwachsene mit Schneebällen! In den Cumbres hat es geschneit und Schnee ist nahe der Küste Afrikas halt doch etwas besonderes! Da die Quecksilbersäule in den hohen Bergen der Insel auf Null Grad gesunken ist, schneite es. Über das Städtchen Tejeda hat sich eine dünne Schneedecke gelegt. lach einmal :o) Weiße Schneeflocken sind an die Stelle der rosenroten Mandelblüten getreten. Lange liegenbleiben wird der Schnee wohl nicht, dafür ist es zu warm, doch Schnee auf Gran Canaria ist in den Bergen keine Seltenheit - und hat rein gar nix mit dem Klimawandel zu tun.
Wer gestern das Pech hatte, im Süden unterwegs gewesen zu sein, erlebte vor allem auf der Autobahn zwischen Santa Cruz und dem Inselsüden sowie auf der Bergstraße zwischen Arona und Guia de Isora die reinste Weltuntergansstimmung. Straßen haben sich innerhalb kurzer Zeit in Bäche verwandelt.
Wo soll man da weiter fahren? Wenn man sich allerdings schon mitten im Chaos befindet, hat man keine große Wahl. Stehenbleiben ist in diesem Fall keine kluge Lösung, denn irgendwie muss es vor- oder rückwärts weitergehen. Die bessere Entscheidung wäre natürlich eine andere gewesen. Aber wer will schon daheim auf der Couch eine Stunde Leben versäumen? Es könnte ja irgendwo etwas Spektakuläres passieren - und dann möchte man doch life dabei sein, oder etwa nicht?
Mich wundert es immer wieder, wie schnell und zügig das Alltagsleben in unserer Umgebung seinen Lauf nimmt. Die Krisenkommission der Inselregierung hat fünfhundert starke Männer und zweihundert Fahrzeuge in Alarmbereitschaft versetzt. Sie sind für die Beseitigung der Unwetterschäden zuständig.
Aus Regenschauern und Wind werden schnell Unwetter, es wird darüber geredet, berichtet und breit getreten, doch eines darf man dabei nie vergessen - das sind die Merkmale des Winters auf den Kanaren. Doch soviel ich weiß, gibt es kein Fleckchen Erde auf der Welt, an dem 365 Tage im Jahr das perfekte Sommerwetter statt findet, genug Trinkwasser vorhanden ist und sowohl kulturelles als auch ein - für uns gewohntes - soziales Umfeld vorhanden ist. Das Paradies auf Erden hat - soviel mir bekannt ist - noch niemand gefunden.
 
17 de febrero 2010
Mittwoch - miércoles
Aschermittwoch - miércoles de ceniza
  
Icod de los Vinos
regnerisch
14° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Der Mensch bringt sogar die Wüsten zum Blühen.
Die einzige Wüste, die ihm noch Widerstand bietet,
befindet sich in seinem Kopf.
 
Ephraim Kishon
 
Kurz vor Mitternacht - ein Sternenhimmel wie mitten in der Dunkelheit der Wüste - ein verlorenes Wolkenschiff am Himmel, umgeben von unzähligen, strahlenden Sternen. lach einmal :o) Die Luft ist lau, nur der Wind spielt Violine.
Nach fünf enthaltsamen Jahren haben wir gestern Abend die erste Villacher Faschingssitzung der Villacher Faschingsgilde über den Bildschirm flimmern sehen. Das hätte ich nicht erwartet, doch es war so. Also haben wir es uns nach alter Familientradition mit Heringssalat und einer Flasche Sekt vor dem Patschenkino gemütlich gemacht.
Ob wir dieses Ereignis wohl den Olympischen Spielen zu verdanken haben? Die Faschingssitzung wird ja normalerweise immer im ersten Programm gesendet, aber an diesem Sendeplatz dort regiert ja momentan der Sport! lach einmal :o) Auch gut - doch der interessiert mich gar nicht.
Der spanische staatliche Wetterdienst AEMET hat den Unwetteralarm auf den Kanaren bis Donnerstag verlängert. Auf den westlichen Kanaren gilt nach wie vor die Alarmstufe Orange. Auf den Inseln Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura gilt die gelbe Alarmstufe. Auf den Inseln La Palma und Teneriffa fielen in den letzten zwölf Stunden bis zu hundertfünfzig Liter Regen pro Quadratmeter.
Wir haben den Regentag genutzt um unsere Einkäufe zu erledigen. Ans Arbeiten im Freien ist sowieso nicht zu denken - außer man zählt sich zur Gruppe der Fische oder Frösche. Auf der Strecke von Icod de los Vinos bis Puerto de la Cruz stürzen zur Zeit unzählige Wasserfälle über die Felswände. Schade, dass man sie immer nur in der Regenzeit für ein paar Tage bestaunen kann. Auf der Straße war eigentlich alles wie immer - außer, dass man stellenweise eben durch kleine Seen fährt. Ach ja, eines ist mir auch aufgefallen - in ziemlich regelmäßigen Abständen haben wir Patrouillen der Policia Local und der Guardia Civil im Gegenverkehr entdeckt. Sie haben wohl die Strecke überprüft, denn eines ist schon klar, Steine oder kleine Erdlawinen können bei diesem Wetter jederzeit auf der Fahrbahn landen.
 
16 de febrero 2010
Dienstag - martes
Faschingsdienstag - martes de carnaval
 
Icod de los Vinos
sonnig, warm, abends windig
13° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
Die Frauenseele ist für mich ein offenes Buch -
geschrieben in einer unverständlichen Sprache.
 
Ephraim Kishon
 
Nach einer stürmischen Nacht im wahrsten Sinne des Wortes, en el más amplio sentido de la palabra, mit Windgeheule und Regen zeigt sich jetzt am Vormittag ein strahlend blauer Himmel. Nur die Spitze vom Teide versteckt sich verschämt hinter ein paar schneeweißen Wolken. Wenn ich allerdings Richtung La Palma blicke, sieht es über dem Meer ziemlich dunkelgrau aus. lach einmal :o) Eine klare Linie zwischen grauen Wolken und dunkelgrauem Meereswellen kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Die ungeliebte Schlechtwetterfront ist also noch nicht endgültig weiter gezogen, es könnte gegen Abend durchaus noch einmal zu regnen beginnen.
Aber was soll's, jetzt scheint über bei uns die Sonne und Georg hat eine Verabredung mit der Mischmaschine - auch wenn alle anderen den närrischen Feiertag genießen! lach einmal :o) Wir sind eben keine begeisterten Narren.
Der Faschingsdienstag, Martes de Carnaval, ist in Icod de los Vinos Feiertag. Es gibt zwar kein offizielles Programm für den heutigen Tag, doch alle Baustellen, Handwerker, Geschäfte und andere Dienststellen sind geschlossen. Auch bei der Bank heißt es heute - kein Anschluss unter dieser Nummer.
© Ayuntamiento Icod de los Vinos
In unserer kleinen Weinstadt gibt es noch einen kuriosen Faschingsbrauch. El alcalde une en matrimonio a dos mascaritas. Jedes Jahr wird nach alter Tradition ein maskiertes Pärchen vom amtierenden Bürgermeister in den Stand der Ehe gehoben und in Begleitung der maskierten Hochzeitsgesellschaft getraut. Das es bei dieser Amtshandlung besonders würdevoll zugeht ist nicht anzunehmen - ob das Eheversprechen ernst zu nehmen ist oder ob es sich dabei eher um einen Scherz handelt, weiß ich nicht. lach einmal :o) Ich war noch nie eingeladen.

Der Glaube an Wunder kann unmögliches möglich machen.

mit freundlicher Genehmigung vom Verlag

www.oups.com

Jetzt habe ich gerade gelesen, dass der spanische Wetterdienst AEMET den Unwetteralarm bis Mittwoch verlängert und die Stufe weiter auf der höchsten Alarmstufe Orange belassen hat. Betroffen sind die Inseln El Hierro und La Gomera sowie Teilen der Inseln La Palma, Teneriffa und Gran Canaria. Lassen wir uns überraschen! Nach einem windstillen, warmen Nachmittag ist der Wind zwar wieder aufgewacht und es stapeln sich einige Wolken am Himmel, doch im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass wir eine zweite stürmische Nacht erleben werden.
Die Inselregierung Teneriffas hat heute allerdings in einer Pressemitteilung alle Bewohner aufgefordert, wenn es möglich sein sollte, die Häuser wegen des Unwetters bis Morgen nicht zu verlassen. Über die Kanarischen Inseln zogen seltene Gewitterstürme und die heftigen Niederschläge legten den Verkehr auf vielen Straßen still. Alle öffentlichen Gebäude auf den Kanaren sind aus diesem Grund seit heute Nachmittag geschlossen.
 
hier geht's zu den vergangenen Einträgen lach einmal :o) 1. bis 15. Februar 2010
 
 

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