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1 de
diciembre
2009 |
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30 de noviembre2009 |
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Montag
-
lunes |
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San Andrés |
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Icod de los Vinos |
| Sonne am Morgen, Regen am
Abend |
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13 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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Erfolg
ist eher von Dauer, |
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wenn man ihn
erreicht, |
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ohne die eigenen
Prinzipien zu untergraben. |
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eine Weisheit von Walter Cronkite |
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Blauer Himmel beim Aufstehen, blauer
Himmel beim Frühstücken - und blauer Himmel sogar
über dem Orotavatal. Georg muss den langweiligen
Teil beim Steuerberater erledigen und ich ergreife
die Gelegenheit beim Schopf, aprovechar la
ocasión, und erkunde bei strahlendem
Sonnenschein die nähere Umgebung in diesem Stadtteil
von Puerto de la Cruz. |
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A
un par de pasos de aquí, ein paar Schritte
abseits der Hauptstrasse stoße ich auf eine
Schlucht, un barranco, durch den beim letzten
Regen mit Sicherheit Unmengen von Wasser
geflossen geschossen sind. Jetzt ist er
wieder staubig und trocken und sieht ganz harmlos
aus. Nach fünfhundert Metern weiß ich endgültig wo
ich bin - nicht weit entfernt von La Paz.
Eigenartig, wenn man immer wieder
erkennt, wie klein und übersichtlich die Umgebung
ist. |
Nach einer Stunde, also so gegen
Mittag sieht die Welt allerdings komplett anders
aus. Graue Wolken über meinem Kopf und als Draufgabe
beginnt es auch noch zu regnen.
Heute kommt die nasse Überraschung
von oben allerdings warm und fein daher, ein
angenehmer Regen für die Seele - gekrönt mit einem
zarten Regenbogen, un arco iris! |
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Wenn man sich mit einem langweiligen, |
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unglücklichen Leben abfindet, |
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weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen
Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen
Kerl gehört hat,
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der einem vorschreibt,
wie man leben soll, |
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dann hat man es
verdient! |
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Frank Zappa |
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San Andrés, das Fest der Kastanien und des neuen Weins,
wird jedes Jahr schon am Vorabend des 30. November gefeiert. Vergleichen kann man es
mit dem Martinifest in Österreich.
An diesem Tag, also besser gesagt am Abend davor, werden die
Weinkeller geöffnet und der neue Wein wird traditionell das erste Mal verkostet.
Das Martinigansel bleibt auf der Insel am Leben, den es gibt gesalzene Sardinen,
Kartoffeln mit Mojo, Gofio, Kastanien und natürlich dem neuen Wein. In unserer
Umgebung, also im Westen der Insel, ist es auch ein besonderes Fest für die
Kinder. In Puerto de la Cruz dürfen sie an diesem Abend die Erwachsenen mit
nervenaufreibendem Lärm bei guter oder schlechter Laune halten. Jede Dose, die
laut genug über den Straßenbelag scheppert ist tauglich für diesen Anlass. Die
blechernen Dinger werden aneinander geknüpft und in Form von fantasievollen oder
unschönen Blechschlangen übers Strassenpflaster gezogen. Der dabei entstehende,
ohrenbetäubende Lärm ist kein Nebenprodukt sondern der gewünschte Effekt dieser
Aktion. |
Angeblich, supuesto, soll
dieser Brauch eine Verbindung zu einer alten, volkstümlichen Tradition und der
Öffnung der Weinkeller darstellen.
Klingt blöd - und ist es wahrscheinlich auch.
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Also, das war so, siempre ha sido
así - in alten Zeiten mussten die Weinfässer für die Einlagerung des neuen
Weins, genauso wie heute, auch gereinigt werden. Gesäubert wurden die Fässer bis
ins 20. Jahrhundert mit Salzwasser, sprich Meereswasser. Die Fässer wurden dafür
mit Salzwasser aufgefüllt und anschließend über die Straße zum Strand gerollt.
Durch den dadurch verursachten Lärm wussten alle Bewohner rundum, dass in Kürze
die Weinkeller geöffnet werden würden.
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Klingt doch logisch, oder nicht? Aber
was soll's, wir alle lieben Märchen, Legenden und Sagen - davon gehe ich halt
einmal aus. Erzählungen aus alten Zeiten sind immer wieder nett, auch wenn sie
ein bisschen an den Haaren herbei gezogen werden.
Der wahre Kern wird sich schon irgendwo in der Geschichte
verstecken. |
Icod de los Vinos ist natürlich
wieder einmal ein bisschen anders als andere Orte auf der Insel.
Schon Tage vor San Andrés gehören die steilsten Gassen den
Kindern der Stadt. Einmal im Jahr haben sie die Möglichkeit ganz locker eine
Straße hinunter zu rodeln. Was dafür benötigt wird? Nicht viel - ein hölzernes
"Surfbrett", das meistens mit ein bisschen Schaumstoff aufgemotzt ist -
wahrscheinlich ein Stoßdämpfer für die A...backen - und als Zieleinlauf ein
kleiner oder größerer Berg von alten Autoreifen als Abfederung vor der nächsten
Hausmauer.
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In unserer nächsten Umgebung gibt es
ein paar dieser "Schleichwege", die wir normalerweise als Abkürzung zur
Hauptstrasse benutzen, doch in der vergangenen Woche mutierten diese Gassen zu
Mautpflichtigen Verkehrswegen. Der Verkehr wird in diesen Tagen allerdings sehr
korrekt mit selbst gemalten Straßenschildern, Straßensperren aus Autoreifen und
kleinen Verkehrspolizisten - gegen eine kleine Gebühr - geregelt. Ausgerüstet
mit Handschuhen, damit sie besser lenken und bremsen können, rutschen sie dann
auf ihren Brettern die Strasse hinunter - um anschließend die gesamte Strecke
wieder hinaufgehen zu können müssen. Schlepplift gibt es hier
keinen!
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Las Tablas und Icod de los
Vinos sind eine Einzigartigkeit, die man im restlichen Teil der Insel
nirgendwo findet, doch gestern Abend hat Petrus leider seine Gießkanne gegen
Abend über uns ausgeleert und deshalb haben wir unsere Sardinenfilets und den
neuen Wein lieber zu Hause, im Trockenen genossen. Den geforderten Wegzoll der
Kinder rund um uns haben wir aber brav gezahlt! :o) Das ist Ehrensache,
la cuestión de honor! |
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29
de noviembre2009 |
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Sonntag
-
domingo |
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1. Adventsonntag |
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Icod de los Vinos |
| wechselnd bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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23 ° temperatura
máximo |
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Am
Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines
vermissen - dein Wandern zum Ziel. |
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Marie von Ebner-Eschenbach |
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Der warme Saharawind hat uns leider
über Nacht verlassen - dafür ist die Sicht wieder
klar. Los Silos und die Küste davor ist, wie üblich,
zum Greifen nahe. Wir haben gemütlich gefrühstückt,
nun sind die Blumentöpfe gegossen und Georg räumt
noch den Vorplatz vor den neuen Steinhäusern auf.
Sogar einem Zaunfeld hat er mit braunem Lack den
endgültigen Anstrich verpasst.
Er kann es einfach nicht
lassen - auch am Sonntag nicht! |
Ich kann es noch immer nicht glauben,
dass heute der erste Adventsonntag ist, estamos
primer Adviento. Aber nachdem
es in allen Zeitungen steht und im Radio breit
getreten wird - muss es stimmen! |
Bei meinem
Adventkalender kann man das erste Türchen trotzdem
erst am ersten Dezember öffnen und deshalb gibt es
heute für die Adventstimmung hier ein Gedicht, das
mir sehr gut gefällt.
Geschrieben wurde es schon vor
vielen, vielen Jahren vom Stürmer und Dränger der
Literaturgeschichte - von Johann Wolfgang von
Goethe. |
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Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz,
Pedanterie und Angst,
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht. |
Es wird ein jeder Tag einzeln
angerichtet
aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn
und Humor. |
Man füge drei gehäufte Esslöffel
Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird das Ganze sehr reichlich
mit Liebe übergossen. |
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit. |
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von
Johann Wolfgang von Goethe
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Goethe war ja
kurze Zeit studierter Rechtsanwalt in
seinem Brotberuf, doch dafür hat er die Feinheiten
im Leben eigentlich sehr poetisch beschreiben
können. Kein Wunder, dass er im Endeffekt als
Schriftsteller und nicht als Rechtsverdreher in die
Geschichte eingegangen ist. Er ist eigentlich das
beste Beispiel dafür, welchen Vorteil es haben kann,
wenn man seine Träume nicht von heute auf morgen
verwirklichen kann. Der Startschuss zu seinem Erfolg
waren Werthers Leiden. Durch seine eigene
unglückliche Liebe zu einem gewissen Fräulein -
damals gab es dieses nette Wort noch - Charlotte
Buff wurde er zu diesem Meisterwerk, das in mit
einem Schlag berühmt machte, inspiriert. |
Wenn heute jemand das
Wort Johann Wolfgang von Goethe in den Mund nimmt,
denkt jeder Mensch an Bücher - oder an den Erlkönig.
"Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der
Vater mit seinem Kind. Er hat den Knaben wohl in dem
Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm ..."
Gibt es irgendjemanden, der sich nicht mit dieser
elendslangen Ballade in seiner Schulzeit abquälen
musste? |
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Dass er in seinem
Leben vom Geheimen Legationsrat, im Januar 1779 zum
Leiter der Kriegs- und Wegebaukommission und kurz
darauf zum Geheimen Rat ernannt wurde, weiß wohl
kaum jemand mehr. |
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Nach diversen anderen
Zwischenstationen in seinem Berufsleben war er
Leiter des Weimarer Hoftheaters und ab 1803 erhielt
er sogar die Oberaufsicht über die
naturwissenschaftlichen Institute der Universität
Jena. 1804 wurde er zum Wirklichen Geheimen Rat
ernannt und auf dem Erfurter Fürstenkongress
begegnete er Napoleon. Als krönendem Abschluss
seiner persönlichen Karriere wurde er mit dem
ehrenvollen Amt eines Staatsministers betraut.
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Ein Lebenslauf, wie er
im Bilderbuch stehen könnte. Beruflicher Erfolg auf allen Ebenen, beruflicher
Erfolg als Staatsmann, Anerkennung als Künstler, familiäres Glück und die
Freiheit, seinen privaten Interessen nachgehen zu können. Ob sich für ihn alle
seine Träume erfüllt haben? Man könnte kann es eigentlich
annehmen.
Übrigens - Goethe hat in jungen Jahren keine Schule
besucht, er wurde von seinem Vater zu Hause unterrichtet und studierte
anschließend in Leipzig Jura. |
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28
de noviembre2009 |
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Samstag
-
sábado |
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Icod de los Vinos |
| ein Sommertag mit Calima |
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19 ° temperatura
mínima |
|
26 ° temperatura
máximo |
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Es
wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, |
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während des Krieges und nach der
Jagd. |
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stellte Otto von Bismarck fest |
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Die Bewohner von Mallorca und
der Costa
Blanca blicken voll Neid auf die Inseln im Atlantik
- 26 Grad auf Teneriffa!
Langsam aber
sicher würde sich für sie ein Umzug auf die Kanarischen
Inseln auszahlen - wie in jedem Winter. Wir können
uns im Moment nicht beklagen, denn wir genießen mehr
oder weniger sommerliche Tage. Eigentlich wollte ich
mir heute Nachmittag eine ruhige Stunde im
Liegestuhl gönnen, aber dann hat die
Vorweihnachtszeit zugeschlagen - morgen ist der
erste Advent und es weihnachtet sehr! iYa viene
la Navidad! |
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Es hilft alles nix,
ich muss an meine Dekorationsvorräte.
Die Schwierigkeit besteht lediglich darin, die
richtige Kiste zu erwischen, denn je weniger
Stauraum man hat, desto besser ist er ausgenutzt.
Doch ich habe Glück gehabt, beim dritten Versuch,
sprich der dritten Faltkiste bin ich auf meine
Schätze gestoßen. Wie gefällt euch meine Dekoration
für die nächsten vier Wochen? Ich finde sie schön! |
Mit den beiden
Schneemännern verbindet sich allerdings eine kleine Geschichte. In der
Innenstadt von Icod gibt es eine wirklich nette Blumenhandlung.
Dort findet man nicht nur Schnittblumen und Topfpflanzen aller Art sondern auch
trendige Dekorationsartikel. Der Weihnachtsmann, Adventkalender, un
calendario de Adviento, der Christbaum
und sogar der Osterhase haben auch auf dieser kleinen Insel im Atlantik schon
seit Jahren ihren festen Platz gefunden. Im Grunde genommen kann hier - außer
den Zuwanderern - aber niemand wirklich mit einem Adventkalender mit
vierundzwanzig Türchen was anfangen, denn auf den Inseln sind seit
Menschengedenken die Heiligen Drei Könige für die pünktliche Lieferung der
Geschenke zuständig. Da spielt sich nix mit der Zahl vierundzwanzig, denn die
Weisen aus dem Morgenland treffen erst im Jänner ein. Egal ob mit dem Schiff
übers weite Meer oder mit dem Wüstenschiff, sprich Kamel aus irgendeinem
Tierpark. |
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Der Christbaum, un
árbol de Navidad? Na ja,
das ist ein stimmungsvolle Dekoration für Geschäfte und Wohnzimmer. Warum nicht?
Der Weihnachtsmann hat es sich mit Hilfe eines dunkelbraunen Getränks auch schon
lange bequem gemacht und diverse Engelchen sehen doch nett aus, oder? Aber was
um Himmels Willen soll man davon halten, wenn in einem weihnachtlich dekoriertem
Regal freche Weihnachtsengel aus Porzellan neben pummeligen Osterhasen aus
Keramik stehen?
Ich vermute, imagino, sie stehen deshalb so friedlich nebeneinander, weil sie farblich
aufeinander abgestimmt perfekt zusammen gepasst haben. Das kommt davon, wenn man
Dinge verkauft und keine Ahnung vom Christkind mit seinen helfenden Engelchen
und den fleißigen Osterhasen hat. Schon blöd ... |
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Auf der anderen Seite,
por otro lado,
sollte man doch ein wenig Nachsicht üben, denn was will man denn von einem unbedarften
Floristen erwarten, wenn zur Weihnachtszeit die Narzissen
Osterglocken überall auf der Insel blühen? |
Aber wieder zurück zu
meinem Nachmittag. Nachdem ich schon einmal mit Adventschmuck und vorweihnachtlicher
Stimmung angefangen habe, hat natürlich eines ins andere gegriffen.
Ob man das Weihnachtsputz nennt, la limpieza de
navidad? Das Ergebnis
meiner stundenlangen Aktion sind zwei tipp topp
saubere Regale und eine hungrige und durstige,
fleißige Hausfrau. |
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Aus diesem Grund,
por este motivo, ist nun Schluss mit lustig. Abendessen und
ein paar gemütliche Stunden stehen jetzt am Stundenplan - von mir aus auch mit
"Last Christmas" als musikalische Untermalung. |
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27
de noviembre2009 |
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Freitag
-
viernes |
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Icod de los Vinos |
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ein Sommertag mit Calima |
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16 ° temperatura
mínima |
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26 ° temperatura
máximo |
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Für
Männer gelten die Gesetze der Optik nicht - |
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wenn
man sie näher unter die Lupe nimmt, |
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werden sie plötzlich ganz klein. |
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kluge Worte von Grethe Weiser |
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Der Himmel ist
blassblau und ein paar kleine Wölkchen verteilen
sich fast neckisch am Himmelszelt. Ein sommerlicher,
warmer Tag hat begonnen, doch trotzdem kann ich den
Leuchtturm, el faro, von Los Silos und die
Küste davor kaum erkennen. Dieser Umstand ist zur
Zeit allerdings nichts Besonderes, denn der Calima
bringt uns zwar warme Luft aus der Sahara, aber der
feine Wüstensand beeinträchtigt unsere Weitsicht
- und so wird es
heute und wahrscheinlich auch morgen noch sein.
Ich kann darüber gar nicht meckern, denn die
trockene Luft ist für uns der beste Luftentfeuchter
für die restliche Feuchtigkeit in der neuen
Betondecke. |
Mit sich und der Welt
zufrieden sein - ganz nach dem Motto - man nehme
einen liebenswerten liebevollen
Lebenspartner, eine Brise schönes Wetter, genügend
Arbeit, die einem gefällt, als Ergänzung eine
ausreichende Portion gesundes, geschmackvolles Essen
und als Digestif einen gemütlichen, erholsamen Abend. |
Das wäre doch ein
Traum für jeden von uns. Doch in welchem Kochbuch findet man das
Rezept für einen gelungenen Tag? In welchem Fach
meines
Vorratsschranks hab ich nur die Nachfüllpackung für
Glück versteckt?
Liebe aus der Dose, Zufriedenheit im Glas und
Gesundheit aus der Konservendose. Das Phänomen Arbeit
könnte man eigentlich im Tiefkühlschrank
aufbewahren und Ausschlafen als Aromat zum
Drüberstreuen nicht zu vergessen. |
Das wäre doch gar
nicht so schlecht, oder? Jeder Mensch könnte sich dann sein eigenes Rezept
Menü für
den jeweiligen Tag zusammenstellen und anschließend mit
seinen bevorzugten Vorräten nachkochen. Doch solche
Möglichkeiten gibt es nur in meiner Fantasie. Schade, dass man diese Vorstellung im realen Leben so
gar nicht umsetzen kann. Deshalb müssen wir uns
weiterhin Tag für Tag vom Schicksal
überraschen lassen.
Was wird uns der Tag
heute wohl bringen? |
"Todo okay my friend?"
hört man von Jonay sicher hundert Mal am Tag aus irgendeiner Ecke rufen.
Sein Mundwerk steht nie still - obwohl er schnell
und fleißig seine Arbeit erledigt. Ich, aber vor
allem Georg, kann es schon nicht mehr hören! Ein-,
zweimal klingt es ja recht lustig, doch irgendwann
beginnen sich die stärksten Nerven zu kräuseln. Aber
wie soll man diese Leier menschlich nett abstellen?
Er meint es ja nett, ihm gefallen Wörter aus anderen
Sprachen und er setzt sie deshalb mit Begeisterung ein. Egal ob sie gerade passen
- oder nicht!
Na ja, es gibt Schlimmeres ... |
entiende
my friend
... |
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26
de noviembre2009 |
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Donnerstag
-
jueves |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und wolkenlos -
Calima |
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16 ° temperatura
mínima |
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23 ° temperatura
máximo |
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Bist
Du wütend zähl bis vier, |
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hilft das nichts dann explodier! |
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von Wilhelm Busch |
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Wolkenloser, blauer
Himmel und Sonnenschein, das sommerliche Wetter
bleibt uns noch immer erhalten!
Das soll bis mindestens Samstag Mittag auch so
bleiben, denn im Moment sorgt der Calima für eine
ziemlich stabile Wetterlage in unserer Inselwelt.
Der einzige Nachteil - die Fernsicht lässt ziemlich
zu wünschen übrig. La Palma ist seit gestern nicht
mehr zu sehen!
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Heute kommt den ganzen
Tag kein Arbeiter, denn Georg hat am
Vormittag einige Termine und am Nachmittag erledigen
wir zur Abwechslung ein paar Kleinigkeiten im Garten, die wir
schon seit einiger Zeit in Angriff nehmen wollten. |
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Als Geschenk an uns
selbst gönnen wir beide
uns den Luxus, ganz in Ruhe einen Fisch zu grillen.
Eigentlich wollten wir ja einen Bonito auf den
heißen Rost legen, aber das sollte wohl nicht so
sein. Georg hätte heute Mittag nur mehr ein
Monsterexemplar erstehen können. Logisch, die
kleineren Stücke sind schon am Vormittag verkauft
worden. Der Echte Bonito kann bis zu einem Meter
lang und über zwanzig Kilo schwer werden. Für zwei
Personen, auf gut deutsch gesagt einfach eine Nummer
zu groß. |
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Es ist
eben einmal so,
desgraciadamente es así. ¡Tonto el último! Wer zuletzt kommt, muss
eben nehmen, was übrig bleibt - oder so ähnlich. Georg hat dann kurzerhand auf
kleinere Fische umgeschwenkt, er hat sich für Sardinen und frisches Weißbrot
entschieden ... |
Mehr gibt es für heute
Abend nicht mehr zu erzählen, denn das Essen war einfach nur köstlich! Estoy
satisfecho, ich bin jetzt zufrieden und satt und deshalb werde ich mich noch
ein bisschen um die Poost auf meinem Schreibtisch kümmern. Die Fotos der letzten
Tage müsste ich endlich sortieren und einordnen, das Geschirr muss abgewaschen
werden, die Wäsche, la ropa, flattert noch immer lustig auf der Leine,
einige Blumen im Topf rufen ganz laut nach Wasser - und Sonntag ist der erste
Advent!
iBueno, entonces hasta mañana! Bis morgen also, ich bin für die nächsten
Stunden beschäftigt! |
es war einmal
ein
Fischlein, das schwamm im Meer ... |
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25
de noviembre2009 |
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Mittwoch
-
miércoles |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und wolkenlos
- Calima |
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16 ° temperatura
mínima |
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24 ° temperatura
máximo |
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Freunde
sind wie Sterne in der Nacht - |
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auch wenn sie manchmal nicht zu
sehen sind, |
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weißt du trotzdem, das sie da
sind. |
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Autor unbekannt |
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Blauer Himmel und Sonnenschein - und so sollte es
heute auch bleiben.
Zumindest haben die Wetterfrösche warmes und
sonniges Wetter für alle Inseln der Kanaren
vorhergesagt - und diese Aussage hat gestimmt!
Wolkenloser, blauer Himmel bis in die Abendstunden.
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Am späten Nachmittag,
a última hora de la tarde, haben wir Besuch aus Villach bekommen und nach
einer gemütlichen Kaffeepause bei sommerlichen Sonnenschein und Apfelkuchen mit
winterlicher Schneehaube hat uns allen vieren ein bisschen Bewegung nicht
geschadet. |
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Also haben wir mit
Margot und ihrer Schwester einen kleinen Rundgang mit Baustellenbesichtigung
gemacht. Seit April, also seit ihrem letzten Besuch, hat sich hier doch einiges
verändert und die beiden haben das neue, alte Gebäude bis jetzt nur von Fotos
her gekannt.
Bei dieser Gelegenheit, en esta ocasión, kann ich euch auch gleich
verraten, wozu die alten Dachziegel, las tejas viejo, gebraucht wurden. |
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Für einen Sims an
einer der Hausfassaden! Neue Dachziegel hätten
einfach nicht zur Steinfassade gepasst und deshalb
haben wir schon bei der Renovierung des alten Daches
für solche Zwecke, in weiser Voraussicht, con
toda probabilidad, fast alle
unbeschädigten Tonziegel vom alten Haus geputzt,
gestapelt und sicher gelagert. Nun können wir sie
bei Bedarf schnell und effektvoll einsetzen. |
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Beim Spazierengehen
kommen wir an unseren Weihnachtssternen vorbei. Sie wachsen mittlerweile in
hohen Sträuchern an vielen Stellen der Finca und ihre roten Blüten werden von
Tag zu Tag dunkler.
Oder sagt man dunkelröter? Dunkelroter? |
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Der Weihnachtsstern,
botanisch Euphorbia pulcherrima, wurde früher auch Poinsettia
genannt, aber dieser alte Name, wird eigentlich nicht mehr verwendet. Ein Punkt
bleibt allerdings immer gleich, egal wie die Pflanze genannt wird - sie ist ein
Familienmitglied der Wolfsmilchgewächse und gedeiht auf den Kanarischen Insel
fast an jedem Straßenrand. |
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La Flor de pascuas
nennen die Inselbewohner den Weihnachtsstern und auch hier, bei sommerlichen
Temperaturen gehören die roten Sterne zum Weihnachtsfest und zur
Weihnachtsstimmung wie bei uns der Christbaum. |
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Ursprünglich stammt
der Weihnachtsstern aus Amerika und wächst dort hauptsächlich in den tropischen
Laubwäldern Mittel- und Südamerikas. Erst im Jahr 1804 brachte - wie
könnte es anders sein - der Naturforscher Alexander von Humboldt einige Pflanzen
von seiner Amerikareise mit nach Europa. |
Ihre steile Karriere
in Europa begann die Pflanze mit den farbintensiven Scheinblüten als Zierpflanze
für reiche Leute. Nach kurzer Zeit wanderte sie in andere tropische und
subtropische Regionen weiter - und verwilderte.
Deshalb wächst der Weihnachtsstern heute an vielen Plätzen der Erde als
sogenannte Wildpflanze. |
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24
de noviembre2009 |
|
Dienstag -
martes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und wolkenlos |
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16 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Nichts
ist trauriger als eine Frau, |
|
die sich aus anderen Gründen
auszieht als für die Liebe. |
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Juliette Gréco |
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Heute
in einem Monat ist Weihnachten. Ich kann es kaum
glauben, aber das ist eine Tatsache!
Die Wettervorhersage für Teneriffa klingt gut und verspricht uns
sonniges Wetter für die letzten Tage im November. |
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Ich hab ein Packerl, un pequeño paquete, bekommen. Nein,
weder das Christkind, noch der Weihnachtsmann haben sich im Datum um einen
ganzen Monat geirrt!
Hanni, dein Notfallpaket ist heute angekommen. Noch einmal
vielen Dank, jetzt können wir uns in nächster Zeit ganz in Ruhe verkühlen, denn
dank deiner Unterstützung haben wir nun das perfekte Gegenmittel in unserem
Medizinkoffer! Unser netter Briefträger, el cartero, ist mit seinem Moped
in unsere Einfahrt eingebogen und hat zweimal kurz gehupt. Erstens weil wir
keine Klingel haben und zweitens hätte er das
österreichische Postpaket nicht in unseren Postkasten quetschen können! Aber
was ist, wenn der Postmann zweimal klingelt? |
Ich habe irgendwann einmal einen Film
mit dem Titel "Wenn der Postmann zweimal klingelt"
gesehen. Der Streifen The postman always rings twice nach
einem Roman von James M. Cain wurde übrigens
lustigerweise im Jahr 1981 in Santa Barbara - allerdings nicht auf Teneriffa sondern in
Kalifornien - gedreht.
Über den Inhalt kann ich nicht mehr
viel erzählen, aber der Titel hat sich irgendwo in
meinem Unterbewusstsein eingenistet. Wenn auf den Kanarischen Inseln der Postbote zweimal klingelt,
könnten allerdings die Handschellen klicken. |
Doch - was ist da wohl los,
wenn man von der Post ein harmlos aussehendes Päckchen bekommt und als Draufgabe
die Handschellen klicken? Ein zwanzigjähriger Kolumbianer in Las Palmas auf Gran
Canaria hat wohl gedacht er sei besonders clever - und hat sich per Post ein
Kilo Kokain aus Argentinien schicken lassen.
Aber ganz
so blöd wie angenommen ist die Zollfahndung
natürlich auch nicht und deshalb haben die paar Teller, die als Tarnung gedacht
gewesen sind, auch nichts geholfen. Als es vorgestern nach kurzer Zeit also ein zweites Mal an
der Wohnungstüre des jungen Mannes geklingelt hat, war die Zollfahndung zur Stelle -
und mit seinen Händen hat er im Moment wohl keine große Bewegungsfreiheit mehr.
So etwas Dummes! ¡Qué fastidio! |
in einem Monat
ist Weihnachten ... |
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23
de noviembre2009 |
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Montag
- lunes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig mit leichter
Bewölkung |
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16 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Nichts
ist trauriger als eine Frau, |
|
die sich aus anderen Gründen
auszieht als für die Liebe. |
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Juliette Gréco
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Die
letzte Novemberwoche hat mit einem sonnigen
Tagesbeginn einen guten Vorgeschmack auf die
restliche Woche gegeben.
Die Wettervorhersage klingt gut und verspricht uns
sonniges Wetter für die letzten Tage im November. |
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Für mich ist endlich die Chiliernte
angesagt! Die kleinen, roten und sehr scharfen Früchte zu ernten ist zwar
Fieselarbeit, aber es zahlt sich aus. Wir lieben die scharfen Schoten und schon
deshalb macht es Sinn, dass wir uns einen kleine Vorrat bis zur nächsten Ernte
im Frühling anlegen.
Ein Teil wird getrocknet, einen Teil habe ich in Öl eingelegt und
einen Teil bekommt Gerald für seine Mutter. |
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Für heute könnte ihr über diese
beiden Fotos Rätsel raten. Ich verrate nicht, woran Georg und Jonay tagsüber
gearbeitet haben.
Die Auflösung gibt es morgen! Eines kann ich euch als kleine
Hilfsstellung geben - es handelt sich bei den Darstellern um alte Dachziegel! |
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22
de noviembre2009 |
|
Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| ein Sommertag mit ein paar
Wolken |
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16 ° temperatura
mínima |
|
22 ° temperatura
máximo |
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Menschen
stolpern nicht über Berge sondern über
Maulwurfshügel. |
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das wusste schon Konfuzius 500 vor
Christus |
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Es ist Sonntag, die Sonne scheint, es ist fast
Mittag und mir knurrt der Bauch.
Mein Supermann arbeitet fleißig an seiner
nächsten Eisenkonstruktion und vergisst dabei ganz
einfach die Zeit! So haben wir nicht gewettet und
deshalb werde ich ihn liebevoll aber bestimmt an
seine sonntäglichen Verpflichtungen erinnern. Dazu
gehört eben auch ein ausgedehntes, gemütliches
Frühstück! |
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Einfach ein bisschen
spazieren gehen, ein wenig Bewegung und Abwechslung in frischer Atlantikluft,
mehr wollen wir heute gar nicht. Deshalb fahren wir gerade einmal zehn Minuten
und parken unser Auto hinter dem Kirchplatz von San Juan de la Rambla.
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Eingerahmt von Post und einem halb verfallenem Haus
sehen wir ein kleines Gässchen. Perfekt, in diese
Richtung marschieren wir einfach einmal drauf los.
Ein paar Schritte weiter, sehen wir ein schönes,
altes Herrenhaus am rechten Straßenrand.
La Casa de Los Granadillo, in
der Calle Antonio Oramas dominiert mit der
Kombination von einem hohen und einem
eingeschossigen Haus aus der ersten Hälfte des
achtzehnten Jahrhunderts diesen Abschnitt der engen
Gasse.
Es erinnert mich fast ein wenig an
den Palast des Fürsten von Gomera in Garachico.
|
Rechts und links der
demolierten Fahrbahn wechseln sich aufwendig
renovierte Anwesen mit mehr oder weniger fast
verfallenen Häusern ab. Es ergibt sich dadurch eine
eigenartige, aber durchaus interessante Stimmung.
Ich habe das Gefühl, dass hier aus fast vergessener
Geschichte neues Leben erwacht, denn auch die alten
Häuser werden nicht mehr dem endgültigen Verfall
preisgegeben.
Wenn man hie und da einen Blick ins
Innere der Häuser hinter die Kulissen
werfen kann, bemerkt man, dass in einigen Ruinen
emsiges Treiben herrscht. Mischmaschinen laufen und
junge sowie alte Männer werkeln fleißig im Inneren
der geheimnisvollen Mauern. |
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Vor kurzem wurde hier
ein auch neuer Gehsteig gepflastert und in
regelmäßigen Abständen sieht man rote und blaue
Schläuche aus dem Boden ragen. Die lassen darauf
schließen, dass hier in naher Zukunft sogar
Straßenlaternen ihren Platz finden werden. Der
Straßenbelag ist ziemlich demoliert, halb
aufgerissen und halb unterspült. Am Asphalt kann man
auch noch erkennen, dass es beim heftigen Regen am
Beginn der Woche ziemlich viel Schlamm durch die
Gassen und Strassen geschwemmt worden ist. |
|
In diese Gassen
verirrt sich wohl kaum
ein Urlauber, doch es
ist ein interessanter, wenn auch sehr
sanierungsbedürftiger Teil des kleinen Städtchens.
Einige alte Häuser warten wirklich darauf, aus dem
Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Wenn ich könnte
wie ich wollte, möchte ich das auch gerne tun, aber
alle seine Wünsche kann sich eben kein Mensch
erfüllen. Leider! |
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Doch
jetzt weiter bei unserem Erkundungsspaziergang. An
einer Straßenecke steht ein alter Mann, den ich zwar
freundlich gegrüßt habe, aber auf eine Unterhaltung
habe ich eigentlich keine Lust - und deshalb bin ich
nach ein paar Sätzen einfach weiter auf
Erkundungstour gegangen. |
Als ich einige Meter
weiter und ein paar Fotos reicher wieder zurück
gegangen bin war von Georg weit und breit keine Spur
mehr zu finden.
Nachdem er ja nicht an mir vorbei gegangen ist, kann
er eigentlich nur den Weg über die Brücke genommen
haben, oder? Also bin ich in diese Richtung ein
Stück weiter gegangen. Kein Mensch weit und breit.
Na dann werde ich eben warten, vom Erdboden
verschluckt wird in der Realität ja niemand. Und
plötzlich tauchen zwischen einer Hecke zwei Männer
auf - meine Welt ist wieder in Ordnung! Der alte
Mann hat Georg eine private Ortsführung inklusive
realistischer Schilderung und Dokumentation des
vergangenen Unwetter gegeben. |
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In diesem Haus ist das
Wasser an der Rückseite durch die Fenster im ersten
Stock gerauscht und durch die schmale Eingangstür
wieder auf die Strasse geschossen. Von außen kann
man keinen Schaden mehr erkennen, lediglich ein paar
demolierte Elektrogeräte warten noch auf ihre
Abholung. Wenn man sich allerdings ansieht wohin das
Haus gebaut worden ist, muss darf
man sich nicht darüber wundern, dass dieses Haus zum
Handkuss gekommen ist. Direkt hinter der Rückwand
des Gebäudes befindet sich ein natürlich
ausgeschliffenes Bachbett und die Grundmauern sind
direkt darin aufgebaut. Mit viel Fantasie könnte man
es fast mit Venedig in den Bergen von Teneriffa
beschreiben. |
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Ich verstehe schon,
nachdem seit vierzig Jahren hier keine Unmengen
Wasser mehr durch die Schlucht gerauscht sind,
wurden der Menschen mutiger und haben die Gefahren
nicht mehr ernst genommen. Das ist im Leben eben so
und nicht anders. Trotzdem sind diese natürlichen
Wasserwege einfach da und wenn es in den höheren
Regionen mehr regnet, kann die trockene Erde nichts
mehr aufsaugen und die gesamte Wassermenge sucht
sich den einfachsten Weg nach unten. Die trockenen
Schluchten werden zu rauschenden Wildbächen, die
weder einen Widerstand noch menschliche Lebensräume
berücksichtigen. Naturgewalten machen sich eigene
Gesetze. |
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Nach dem ausführlichen
Geschichtsunterricht haben wir uns von unserem
Führer verabschiedet und sind noch ein Stück der
Straße entlang marschiert. San Juan Rambla aus der
Vogelperspektive ist sehr interessant, denn im
linken Teil des Ortes stehen die Häuser wie bei
einem Modellbau eines Architekten in Reih und Glied,
doch im alten, im ursprünglichen Kern erkennt man
fast nur in sich verschachtelte Dachflächen. |
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Nach unserem
Spaziergang sind wir noch schnell in die gebirgige
Gegend von Icod gefahren und Georg hat Marcos den
ausgeborgten Schweißapparat zurück gegeben.
Als wir nach Hause gekommen sind,
war es zwar schon dunkel, aber das hat uns nicht
davon abgehalten ein knisterndes Feuerchen zu machen
um nach kurzer Zeit ein paar Sardinenfilets und
einige Gambas zu grillen.
Schade, dass Hanni und
Manfred nicht hier sind - es hätte ihnen geschmeckt! |
"Du wirst schon sehen,
was du von Freunden hast - im Endeffekt zählt immer
nur die Familie!" Dieser Satz war und ist wohl noch
immer die Lebensphilosophie meines Vaters.
Wahrscheinlich hat er diese Weisheit deshalb so
gerne verwendet weil es eben seine eigene
Einstellung zu Freundschaften war. Margot hat am
Vormittag angerufen und gefragt hat, ob bei uns
alles in Ordnung sei. Da ist mir diese Aussage
blitzartig durch den Kopf geschossen.
Sie passt im Moment wie die Faust aufs Auge - um ins
Jenseits befördert zu werden. |
Warum? Weil sich um
unser "Wohlergehen" eigentlich "nur" Freunde
Gedanken machen. Egal ob das Telefon klingelt oder
eine Email kommt - Familienmitglieder sind nicht am
anderen Ende der Leitung. Es sind Freunde, die sich
erkundigen ob uns das Jahrhundertwasser erwischt
hat, es sind Freunde, die uns gute Besserung
wünschen und es sind Freunde, die nachfragen, ob ich
mich schon wieder im Reich der Lebenden befinde.
Es ist schön, solche Freunde, oder zum Teil sogar nur gute Bekannte, zu haben,
die mit uns leben.
P.S.: Es gibt auch Ausnahmen meiner
Regel, denn auch Geschwister können Freunde sein!
:o) Hanni, auf das Rezept der
Schokoladentörtchen habe ich leider vergessen, ich
schick es dir heute noch! |
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21
de noviembre2009 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| ein perfekter Sommertag |
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15 ° temperatura
mínima |
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23 ° temperatura
máximo |
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Müde
macht uns die Arbeit, |
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die wir liegenlassen, |
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nicht die, die wir tun. |
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Marie von Ebner-Eschenbach |
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Georg ist schon seit halb acht draußen und verhilft
dem neuen Schotterturm mit Schweißgerät und
Eisenstäben die endgültige Standfestigkeit.
Die Luft ist zwar noch ein bisschen frisch, doch der
Himmel ist azurblau und die Sonne scheint schon
wärmend auf mich herunter.
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Es kann nur ein schöner Tag werden. Ich
mach mich dann mal ans Werk und beginne meinen
Rundgang bei den Blumentöpfen.
Irgendwie muss ich mir ja die Zeit bis zu unserem
gemeinsamen Frühstück um die Ohren schlagen!
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Schreiben ist wie küssen, |
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nur ohne Lippen. |
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Schreiben ist küssen mit dem Kopf. |
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Aus Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer |
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Am Nachmittag hat sich
ein alter Schulfreund von Georg gemeldet. Nicht überraschend, denn wir haben
heute mit seinem Auftauchen gerechnet :o) Er und seine Frau verbringen zwei
Wochen Urlaub auf Teneriffa. Schön war der verlängerte Nachmittag - und nächste
Woche kommen die beiden noch einmal auf einen Bonito vom Grill zu uns.
|
Wir haben
nur wenige Lebensbegleiter, aber das ist einer
davon. Mit allen seinen liebenswerten Macken und
Ecken und sogar ich, als angeheiratete Mitspielerin
möchte diesen Menschen nicht missen.
Küss die Hand - das gehört für
ihn - und mich einfach dazu. |
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Es gibt nur einige
Menschen, von denen man behaupten kann, dass sie in unserem Leben einen ganz
bestimmten Platz einnehmen. Doch es gibt sie! Jeder von uns beiden hat ein paar
davon - und auch wenn es nicht einmal eine Handvoll ist - diejenigen sind
pures Geld Gold wert! Komplizierter wird es natürlich, wenn von
Freunden die Lebenspartner wechseln. Es ist ja nicht Jeder Jedem sympathisch,
oder? Dadurch, dass wir beide schon seit einiger Zeit in unserer alten Heimat
weg vom Schuss sind, sind wir natürlich auch nicht immer up to date.
Deshalb war das Treffen mit einem an und für sich durch und durch gut bekannten
Menschen doch ein bisschen wie der Kauf von einem Überraschungsei! Welche
Überraschung verbirgt sich in der Schokoladehülle? Es
gab nix zu meckern - wir haben ein paar schöne,
gemeinsame Stunden mit viel
Lachen verlebt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den beiden. |
Georg liegt schon im
Bett und schläft und ich wollte eigentlich nur mehr den Computer herunterfahren.
Aber ohne noch einmal ein bisschen im weltweiten Netz zu stöbern geht das
natürlich nicht.
Man klickt sich dann so durch die virtuelle Welt und wundert sich darüber, wie
viele tiefgründige, fast philosophischen Gedanken man dabei begegnet. Es
existieren also doch noch sehr viele Erdbewohner, die sich diverse Gedanken über
das Leben und seinen Sinn machen. |
Ob diese fundamentalen
Erkenntnisse selbst erkocht worden sind, oder ob sie wiederum nur irgendwo
anders kopiert und verfeinert worden sind, kann ich nicht beurteilen. Ich
vermute es einmal nicht so. Warum ich so zickig bin? Wenn es
wirklich so viele kritische Menschen geben würde, müssten unsere diversen
Demokratien im Grunde genommen anders strukturiert sein. Woher kommen denn sonst
die vielen unkritischen und Politik verdrossen Menschen her? Aus irgendwelchen
geheimen Erdlöchern? Benötigen wir, also die europäischen Staaten, in Zukunft
auch internationale Wahlbeobachter? Egal - ich verabschiede mich jetzt von euch
und verlagere meine Wirkungsstätte ins Land der Träume.
Schlaft gut und träumet süß! |
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20
de noviembre2009 |
|
Freitag
- viernes |
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Icod de los Vinos |
| ein perfekter Sommertag |
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14 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Liebe
ist ein Zeitwort, |
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ein Verhältniswort, |
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ein Zahlwort |
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oder ein Umstandswort - je
nachdem. |
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|
Orson Welles |
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Hellblauer Himmel, ein zartrosa eingefärbter
Streifen und die zwei Erhöhungen der Insel La Palma -
mit diesem Bild beginnt der heutige Freitag.
Den Küstenstreifen der Insel über der
Meeresoberfläche kann ich zwar nicht erkennen, aber
das ist normal, denn ein feiner Ring aus
Wassernebel, der sich rund um die Insel legt, gehört
einfach zum kanarischen Inseldasein dazu.
Ich bin mir sicher, estoy absolutamente seguro,
dass es ein schöner, sonniger Tag werden wird. |
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¡No empieces! Nicht schon wieder Beton. Doch,
denn heute ist der perfekte Überzug mit Feinbeton fertig geworden und damit ist
die Decke fürs erste einmal dicht!
Damit ihr nicht immer nur grauen Beton seht, gibt es
heute als Draufgabe zwei fesche Männer! In Ordnung? |
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Meine Wenigkeit,
mi modesta persona, war endlich mit der
Gartenschere, la podadora, auf Finctour und als Belohnung für meinen
fleißigen Arbeitseinsatz habe ich mir nach der Schnipselei, dem Unkrautjäten,
la mala hierba, aber vor meinem Arbeitsplatzwechsel in die Küche eine halbe
Stunde auf dem Liegestuhl gegönnt. Es war herrlich! iPero qué día más
espléndido hace hoy!
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Ein Buch ist ein Freund, |
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der deine Fähigkeiten
aufdeckt, |
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es ist ein Licht in der
Finsternis und ein Vergnügen in der
Einsamkeit; |
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es gibt, und nimmt nicht! |
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Mosche Ibn Esra |
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Geendet hat der Tag heute genauso wundervoll wie er
begonnen hat. Blauer Himmel, ein stimmungsvolles Abendrot und als Highlight der
natürlichen Kulisse - die Insel La Palma am Horizont! |
In Österreich, en Austria,
gibt es aus gegebenen Anlass wieder einmal die endlose Diskussion über
Hundehaltung, Verbote für gewisse Hunderassen und die Gefährlichkeit der
beliebten Vierbeiner. |
|
Sollen die Gesetze verschärft werden? Im Grunde
genommen, en principio, sollten wahrscheinlich in diesem Fall endlich
einmal die Gesetze exekutiert werden. Denn eines ist klar - viele Hundebesitzer
sind einfach nicht dazu geeignet mit dem besten Freund des Menschen freiwillig
auf richtige Art und Weise umzugehen. |
Durch dieses Verhalten wird der Hund dann eben für
andere Mitmenschen zum Feind. Aber ist es notwendig Hunde auf
Kinderspielplätzen, auf Radwegen oder in den Innenstädten frei herumlaufen zu
lassen?
Ach so, über die beliebten Hundehäufeln kann ja
jeder sehende Mensch einfach drübersteigen. Kleine Kinder sind ja schnell, samt
Dreirad oder auch ohne, in sichere Höhen zu befördern und wenn schon einmal ein
Radfahrer in den Wadel gezwickt wird, ist er wahrscheinlich zu aggressiv durch
die Gegend geradelt. |
Das müssen ganz logisch angedacht die wahren
Tatsachen sein, denn woher würden sich viele Hundehalter sonst das Recht nehmen,
noch blöde, wenn nicht sogar freche, Weisheiten Antworten zu
verteilen? ¡Por el amor de Dios! Ja aber um Gottes Willen, warum sollte
er denn seinen heiß geliebten Waldi, Wuffi oder Schnuffi an die lange oder gar
kurze Leine legen, atar al perro? Das ist doch kein Problem! ¡No hay
problema! Das liebe Hündchen tut doch keiner Menschenseele was zu leide! Das
winzige Hundehäuferl auch noch mit nach Hause nehmen? Ja woher denn, immerhin
bezahlt er als Besitzer des geliebten Vierbeiners ja immer pünktlich seine Hundesteuer!
Sein Hund folgt ihm sowieso aufs Wort - nur beim Hund
ist diese Erkenntnis noch nicht angekommen. |
Doch diese Probleme wird es auch weiterhin geben.
Hundehalter, los propietarios de un perro, sind sich ihrer Verantwortung
leider oft gar nicht bewusst und Strafen für falsches Verhalten gibt es so gut
wie gar nicht, denn an Gesetze müssen sich in unserer modernen Gesellschaft
lediglich Autofahrer gezwungener Maßen halten. Sonst ist irgendwann der
Führerschein weg.
Yo lo veo de otro modo. Ich sehe das Problem
daher eigentlich nicht beim Hund - sondern am anderen Ende der Leine! |
Wenn ihr in dieser Nacht besonders gut schlafen solltet, hat ein kleines
Männchen seine Finger im Spiel!
Das Sandmännchen feiert heute seinen fünfzigsten
Geburtstag! |
bitte komm
doch weiter
... |
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19 de noviembre2009 |
|
Donnerstag
- jueves |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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15 ° temperatura
mínima |
|
21 ° temperatura
máximo |
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Ausnahmen
sind nicht immer Bestätigung der alten Regel.
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Sie können auch Vorboten einer
neuen Regel sein. |
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Marie von Ebner-Eschenbach |
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Sonnenschein und blauer Himmel - das Wetter wird
wieder normal.
Auf in einen neuen, sonnigen Tag.
Ein paar Wölkchen würde ich genehmigen - aber bitte
nicht übertreiben! |
Der Sommer hat uns wieder -
oder
haben wir den Sommer wieder?
Egal, diese Meldung wurde auch
von Spaniens Allgemeiner Zeitung bestätigt: "Die Stürme in Teneriffa sind
verzogen, jetzt scheint über den Kanarischen Inseln wieder die Sonne. Gran
Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma, Fuerteventura und Lanzarote melden
Badewetter bei 25 Grad Celsius. Dafür kracht es jetzt in Andalusien. Am
Donnerstag sollte man in Sevilla und Umgebung lieber einen Schirm mitnehmen,
oder gleich zu Hause bleiben. Auch in der Extremadura kann es regnen, Mallorca
und Ibiza sind bewölkt, die Costa Blanca hat nur ab und zu sonnige Abschnitte."
Na ja, gar so grammatikalisch
richtig ist was anderes - aber der Inhalt dürfte stimmen! |
|
Georg hat seine Ämterwege erledigt,
in Santa Cruz ist unser Architekt für uns aktiv und nach einer kurzen Pause mit
Stärkung machen wir uns nun auf den Weg nach Puerto de la Cruz. Wir müssen
unsere Vorräte zur Abwechslung wieder einmal auffüllen und bestimmte Zutaten
sind eben nur in unserer heimlichen Landeshauptstadt erhältlich. ¡Vamos ya!
|
Die Strasse sieht aus wie immer, doch
am Straßenrand sind auch am Heimweg - und da war es schon dunkel - noch immer
Arbeiter damit beschäftigt, die in den letzten Tagen angeschwemmte Erde zu
entfernen. Sie schaufeln und schaufeln ... Abgesehen davon, aparte de eso,
kann ich nur sagen, dass die sich die Umgebung wie gewohnt präsentiert.
Es hat sich nichts verändert, alles
ist, wie es sein soll. |
Wir werden jetzt unsere Einkäufe
artgerecht im Kühlschrank und in den diversen Regalen verstauen und uns dann
endlich einen gemütlichen Abend machen. Ich freue mich schon seit Stunden auf
einen aromatischen, starken Espresso und ein kleines Stückchen Schokoladenkuchen
von vorgestern. Und eines könnt ihr mir glauben - ich habe den
besten Kaffeekoch der Welt zu meiner ständigen Verfügung! |
|
Den gemütlichen Abend haben wir uns
heute redlich verdient, auch wenn es einige ehemalige Gefährten aus unserer
alten Heimat nicht richtig realisieren können oder wollen. Für die einen ist es
unverständlich, dass wir auf dieser Urlaubsinsel "Stress" haben und für die
anderen sind wir gar wahnsinnig, weil wir noch immer weiter an unserem Projekt
arbeiten. Das soll wohl ein Witz sein? Esto es una broma, ¿No? So ganz
verstehe ich die Gedankenschlingen der diversen Kandidaten aber überhaupt nicht.
|
Warum nicht? Ganz einfach, wir
stammen ja auch aus einer historischem Urlaubsprovinz Österreichs - warum gibt
es in Kärnten denn eigentlich überhaupt irgendjemanden der arbeitet? Die
Kärntner müssten sich eigentlich das ganze Jahr über nur vergnügen und Tourist,
sprich Urlauber, darstellen.
Aber so viel ich weiß - spielt sich
das nicht! Ohne Arbeit kein Geld für Wohnung, Computer, Hobbies oder Urlaub.
Okay, das Thema wäre damit erklärt abgehakt, oder? |
Dann gibt es noch die zweite
Variante. Bekannte oder auch Freunde kommen auf unsere schöne Insel um ihren
Urlaub hier zu verbringen und glauben, wir haben nichts anderes zu tun, um
ihnen, wann immer sie Zeit in ihrer Freizeit haben, uneingeschränkt zur
Verfügung zu stehen. Das ist doch nicht normal. iEsto no es normal! Nicht
falsch verstehen, wir freuen uns immer, wenn jemand kommt -
aber eines dürfen wir schon noch -
ein eigenes Leben führen. Und wir sind eben keine Pensionisten, die hier ihren
geruhsamen Lebensabend verbringen wollen. Unser Alltag besteht nicht aus
Strandleben und Freizeit. Wir haben uns hier unser Leben aufgebaut, wir wollen
auf diesem Plätzchen leben und arbeiten.
Das ist alles. Nicht mehr und nicht
weniger. Wir sind auch telefonisch zu erreichen - fast rund um die Uhr - denn
dann können wir unsere Freizeit auch planen und gemeinsam mit Bekannten oder
Freunden unsere Freizeit genießen. Ist das zuviel verlangt? |
Ich hoffe glaube
nicht, dass diese Gedanken Bedingungen jemanden stören könnten,
denn wenn man die Sache umgekehrt andenken würde, würde so mancher Bekannter in
Kärnten an seinem Arbeitsplatz ziemlich blöd aus der Wäsche schauen - wenn er
plötzlich mit uns als Urlaubern überrascht werden würde :o) Einfach so
... |
wir freuen uns auf einen
besonderen Besuch ... |
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18 de noviembre2009 |
|
Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und regnerisch |
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16 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
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Ich
weiß nicht, |
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ob es besser wird, wenn es
anders wird. |
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Aber es muss anders werden,
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wenn es besser werden soll. |
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Georg Christoph Lichtenberg |
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Ein neuer Tag und schönes Wetter!
Auch die Wetterfrösche sagen für die nächsten Tage
sonniges Wetter voraus und mit dieser Absicherung
kann eigentlich nix mehr schiefgehen!
Wenn ich jetzt aus dem Fenster schaue und meine
Ohren mich nicht in die Irre führen, fallen jedoch
gerade so etwas ähnliches wie Regentropfen vom
Himmel. Na ja, nachdem wir ja sonniges Wetter haben
sollten, gibt es nur mehr eine Erklärung - die Sonne
weint zur Abwechslung und die Wolken braucht sie, um
sich die Tränen aus den Augen zu wischen!
|
|
Jonay steht aufgeregt vor der Türe und faselt
irgendwas von alten Fliesen. Was will er denn bloß
damit? Wir haben weder alte noch neue Fliesen
irgendwo auf der Baustelle versteckt und soviel ich
weiß, wird im Moment weder ein Bad verfließt noch
eines verschönert. |
Er soll doch lediglich die Vorbereitungen für
den Feinbeton auf der Decke erledigen, das heißt er
soll mehrere ebene Bänder aus Beton über die ganze
Fläche ziehen, damit anschließend der Feinbeton für
das fertige Niveau mit dem richtigen Gefälle
schneller und genauer drüber gezogen werden kann.
Nicht mehr und nicht weniger - und dafür hat er eine
lange Waaglatte aus Aluminium zu Verfügung.
Wofür um alles in der Welt braucht man da alte
Fliesen? |
 |
|
Mittlerweile trocknen Sonnenstrahlen die letzten
Tropfen von den sauber gewaschenen Blättern und
werde mich versuchsweise in unseren grünen Dschungel
schlagen. Ich lass mich mal überraschen - falls es
zwischen meinen Gewächsen doch noch zu nass sein
sollte, verschiebe ich mein Vorhaben eben auf
morgen! |
Nicht vergessen, in den kommenden Nächten regnen die
Sternschnuppen der Leoniden auf unsere Erde. Die meisten
davon könnten wir - wenn es die Wolken erlauben
sollten - heute Nacht
zu sehen bekommen. Weit weg von jeder Großstadt
sollte ich
mit etwas Glück bis zu sechzig Meteore pro Stunde zu Gesicht bekommen.
Die Voraussetzungen sind nicht schlecht, denn der
Himmel ist im Moment sternenklar. Aber ich glaube,
ich werde mich jetzt ins Bett kuscheln und lieber
von Asteroiden und Leoniden träumen. Gute Nacht! |
Ach ja, das Leitungswasser hat gestern Abend
auch wieder funktioniert.
Also auf zu neuen Abenteuern! |
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17 de noviembre2009 |
|
Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| Sonne am Morgen, dann ein
Regentag |
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15 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
|
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Was
immer du tun kannst oder träumst es zu können,
fang damit an |
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|
Johann Wolfgang von Goethe |
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Der Himmel ist blau und die Sonne
scheint!
Der Teide hat den ersten kräftigen Regenschauer auch
ohne weißes Häubchen überstanden, obwohl die
Schneefallgrenze irgendwo bei dreitausend Metern
vorhergesagt war. Aber auch die lokalen
Wetterfrösche können nicht immer alles wissen! Jetzt
ist zwar alles tropfnass, die Luft ist noch ein
bisschen klarer als sonst und die Temperatur eine
Spur kühler als gestern in der Früh, aber so wie es
aussieht, wird es ein schöner Tag.
|
Das
dachte ich am Vormittag, doch zu Mittag war alles
anders - es regnet - und zwar recht gemütlich!
Gestern Abend hat es bald einmal zu
regnen aufgehört, doch trotzdem hat es beim Schlafengehen noch
munter von der Decke getropft.
Ganz einfach Nervtötend, es bien fácil matador,
- kling, klang klong, tropf, tropf ... |
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Irgendwann, alguna vez,
habe ich diese eintönigen Wassertropfen zum Glück nicht
mehr gehört - sie haben mich in den Schlaf getropft.
Eines ist mir allerdings aufgefallen - die eintönige Musik der Wassertröpfchen hat unseren
nervigen und gefräßigen Holzwurm mundtot gemacht! Wie
heißt es so schön? ¡Es por tu bien! Kein
Nachteil ohne Vorteil! In diesem Fall ist diese
blöde Theorie wirklich wahr geworden! |
Es ist schon eigenartig, wir sind gestern
anscheinend auf einer Insel der Seligen gesessen und habe gar nicht bemerkt,
dass zwanzig Kilometer weiter die Welt fast untergegangen ist.
Dafür hat es ein Mail vom Festland Spanien
gebraucht, in dem mir eine Bekannte von den Unwettern geschrieben hat. Wir haben
gestern Abend keine Nachrichten gesehen, da der für uns zuständige Satellit
Astra seinen Dienst wegen einer kompakten Regenfront aufgegeben hat. Danach habe
ich mich natürlich schlau gemacht und gesehen, dass der Schwerpunkt des
sintflutartigen Regens im Norden von Teneriffa gelegen ist. |
|
A las 18:00 horas se han registrado hasta 49
litros por metro cuadrado en ese punto del norte de la Isla. Barrancos
wurden innerhalb kurzer Zeit überschwemmt und rissen Autos, ganze Felsblöcke und
Erdmassen mit sich. Im Barrancos San Felipe spielte sich ein durchaus
sehenswertes Schauspiel ab. Dort kamen die Wassermengen mit so großer
Geschwindigkeit und in solchen Mengen heruntergeflossen, dass einige Autos
spektakulär mit der Flut bis an den Strand in der Nähe von Punta Brava, la
Playa Jardin, gespült worden sind. Da konnte die Feuerwehr und der
Zivilschutz auch nicht mehr viel ausrichten. Aber eines ist auch klar - ein
Barranco ist ein, fast das ganze Jahr über, zwar trockener Wasserlauf aber doch
kein Parkplatz! Trotzdem parken gerade in diesem trockenen Flussbett in Puerto
de la Cruz ständig irgendwelche Autos. Normalerweise geht es ja gut, aber jetzt
ist eben einmal die Zeit, in der es öfter regnen kann und soll. Und als
Draufgabe hat es ja eine Unwetterwarnung der Stufe Gelb gegeben. Menschen die
alles ignorieren und nichts auf sich selbst beziehen kann wohl niemand helfen! |
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Verunglückte Autos, überschwemmte Häuser,
Verkehrschaos und Erdrutsche auf den Straßen sorgten gestern also für ein
komplettes Chaos im Norden der Insel. Besonders betroffen waren La Orotava, La
Victoria, Puerto de la Cruz und Los Realejos. Die Zufahrt zum Einkaufszentrum
Alcampo in La Orotava war unmöglich und die Autobahn dort war sogar gesperrt. |
|
Auf der Autobahn hat es logischer Weise auch
gekracht, wie könnte es auch anders sein? Es kam es zu einigen Unfällen weil die
meisten Fahrer wieder einmal Wasser, Spurrinnen und Geschwindigkeit nicht
richtig eingeschätzt haben - verletzt wurde allerdings niemand. Auf dem
Flughafen von Los Rodeos kam es zu einigen Verspätungen und vereinzellte
Flugzeuge wurden auf den Flughafen im Süden umgeleitet. |
Eso ya pasó a la historia. Das waren die
verspäteten Nachrichten, las noticias, von gestern - lassen wir uns
überraschen, was der Tag heute noch so bringen wird.
Im Moment regnet es gemütlich vor sich hin und ich
werde zu kochen beginnen. Heute gibt es zum Wetter passend Linseneintopf mit
Semmelknödel und Krainerwürstchen. Vielleicht bis später! iTal vez hasta
después! |
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So, die Zwiebeln und das Wurzelwerk sind geschnitten, das
Grünzeug fein gehackt und gemeinsam mit den Linsen kann die ganze Mischung jetzt
lustig vor sich hin köcheln. Nachdem die Masse für die Semmelknödel noch ziehen
muss, das Internet und unser anfälliger Neuigkeitensatellit zur Abwechslung
schon wieder den Dienst verweigert, bin ich im Moment sozusagen arbeitslos.
|
Es regnet wieder stärker und ich habe
auch keine Lust irgendeine Arbeit zu beginnen.
Ein
blöder Tag! Ich wollte heute eigentlich mit meinen beiden Gartenscheren durch
die Anlage wandern und diverse Sträucher und Bäume in Form bringen. Nix da, der
Wettergott hat etwas anderes vor. Auf einem Satellitenbild habe ich gerade das
breite Wolkenband gesehen, dass für dieses Regenwetter verantwortlich ist.
Für heute sehe ich da keine
Hoffnung auf Besserung, denn Teneriffa ist von oben bis unten, von rechts nach
links vollkommen von dem weißen Wattebausch abgedeckt! |
Am Nachmittag ist die Hauptstrasse
bei San Juan Rambla gesperrt.
Eine Schlammlawine hat sich von
den Bergen gelöst und die Straße in einen rutschigen Schlammweg verwandelt.
Als Draufgabe ereignete sich dort auch ein Unfall
und die
Teilstrecke der Straße, die rund um den Ort führt, wurde endgültig gesperrt. Der Verkehr wurde
durch den verwinkelten Ortskern mit seinen schmalen
Gassen
umgeleitet, was natürlich zu rund fünf Kilometer langen Staus in beiden Richtungen führte. |
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A la altura de San Juan de La Rambla la caída de piedras a la
vía provocó que cientos de vehículos quedaran atrapados durante horas hasta que
los servicios de mantenimiento de carretera retiraron los escombros acumulados.
Y en La Orotava y Los Realejos las fuertes lluvias provocaron el cierre de
varias carreteras secundarias por la caída de rocas y barro, que también afectó
a viviendas y locales. |
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Gerald hat angerufen und uns als
Verkehrsbeobachter von oben einen Stau fast bis nach Icod gemeldet. Zum Glück müssen wir heute
nirgendwo hin! Die Verkehrsmeldung stimmt also, doch auch wenn man nur langsam
weiterfahren kann, wenigstens fahren können die Stauteilnehmer noch. Wenn das
nicht möglich wäre, gäbe es für sie keine Alternative um nach Icod oder Puerto
zu kommen, da die Höhenstrasse von La Guancha nach Icod el Alto ebenfalls
gesperrt ist. |
Mittlerweile funktioniert Fernsehen und Internet wieder ganz
normal nur das Wasser aus der Leitung lässt noch auf sich warten. Doch wir haben
uns einstweilen mit einem Zulauf aus dem großen Wassertank beholfen.
Wer hat, der hat! Bei
uns rinnt also Wasser aus dem Wasserhahn und die Klospülung funktioniert damit
auch wieder. Meine Serviettenknödel werden heute allerdings ganz luxuriös in
frischem Quellwasser gekocht, dafür möchte ich doch kein Fincawasser nehmen.
Also kurz gesagt - bei uns ist alles in Ordnung, da gibt es gar nix zu meckern. |
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Las zonas de medianías han sido las
más afectadas por la lluvia, sobre todo el barrio de El Amparo, la zona de Cruz
del Camino, La Florida y Las Lajas. Se han producido desbordamientos de
alcantarillado en San Antonio, y consecuentemente acumulaciones de agua en la
calle San Sebastián, caída de algunos muros en Las Lajas y deterioro del asfalto
en el Camino El Lance (El Amparo). A ello se unen además algunos daños en
diversas vías y pequeñas inundaciones de viviendas en La Florida. |
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Aha, jetzt bin ich endlich ein
bisschen schlauer, irgendwo im Gemeindegebiet hat wohl auch die Wasserleitung
anscheinend ein paar Steinbrocken abbekommen und deshalb streikt bei uns das
Leitungswasser. Na ja, heute stört es mich nicht mehr und morgen früh
funktioniert die Versorgung sicher wieder, denn beim Reparieren solcher Schäden
sind die guten Geister von Icod meistens sehr schnell und zuverlässig. |
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Glücklicherweise sind die Folgen dieses heftigen
Regens dieses Mal lediglich Sachschäden. Für diejenigen, die es betrifft ist das
natürlich auch kein Trost, denn beschädigte Häuser, Möbel und Autos ersetzen
sich ja bekanntlich nicht von selbst und viele Bewohner der betroffenen Zonen
können ihren Sachschaden nur mehr auf die Müllkippen entsorgen. Tormenta
del Cumbre, Unwetter von den Berggipfeln, nennen die Canarios diese Art
Naturkatastrophe, die gestern und heute für ein regelrechtes Chaos sorgte. Das letzte Mal hat
es diesen chaotischen Zustand vor vierzig Jahren, Ende November 1968, gegeben.
Alle Jahre wieder kann man deshalb zum Glück nicht sagen! |
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Bis morgen also, dann gibt es
voraussichtlich trockenere Nachrichten von unserer Insel im Atlantik. Die vor
sich hin regnenden Wolken haben den Schwerpunkt ihres Wirkungsfeldes
mittlerweile nach Gran Canaria verlegt. iHasta luego amigos!
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es gibt doch
Regenschirme
... |
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16 de noviembre2009 |
|
Montag
- lunes |
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|
Icod de los Vinos |
| sonnig und Regen am
Nachmittag |
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19 ° temperatura
mínima |
|
22 ° temperatura
máximo |
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Kein
Schnupfen ist so schlimm wie der eigene. |
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Deutsches Sprichwort |
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Eine neue Woche hat begonnen und das
Wetter ist perfekt!
Sonnenschein und blauer Himmel - was soll man
sich mehr wünschen? Ich habe am Vormittag einmal
meinen Unkrautgarten, der sich in der letzten Woche
entwickelt hat, gerodet. Da soll irgendjemand
behaupten, auf Teneriffa gäbe es keine Brennnessel.
Der kann gerne bei mir vorbeikommen - ich gebe
dieses blöde Unkraut gratis ab!
Brennnessel mit drei N ich kann es nicht fassen -
ich hasse die neue Rechtschreibung! Das schaut doch
blöd aus, oder nicht? |
Bis Mittag war es herrlich - Sommerwetter. Ich bin
endlich wieder einmal in meinen Gemüsegarten gepilgert und habe Unmengen von
Unkraut entsorgt.
Der Himmel war blau, die Sonne hat mich zum
Schwitzen gebracht und die Erde war staubtrocken. Da habe ich so still und
heimlich schon daran gedacht, dass ich mir eine halbe Stunde auf dem Liegestuhl
genehmigen könnte ...
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Ich würde so gerne in meinem Buch weiterlesen und
auf dem Liegestuhl ist es einfach entspannend und schön. Aber nix war damit,
denn plötzlich kam ein Windstoss daher und Richtung Los Silos haben die Wolken
nicht gar so gastfreundlich gewirkt. Ade Lesestunde! Ich habe gerade noch meine
reifen Tomaten geerntet und die trockene Wäsche von der Leine genommen, dann war
es mit dem Sommerwetter endgültig vorbei.
Aber was
soll's? Jetzt beginnt eben die Regenzeit und irgendwann muss es dann ja regnen.
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Beim Kochen stören
Regentropfen, die an unser nicht vorhandenes Fenster klopfen ja nicht.
Georg hat es natürlich ein bisschen ärger
nasser erwischt. Der Arbeitstag wurde heute gezwungener Maßen eine halbe Stunde
früher beendet und er ist wie ein gewaschenes Kätzchen zum Essen gekommen :o)
Aber auch da heißt es einfach - rein unter die heiße Dusche, abtrocknen und dann
gibt es zur Belohnung vor dem Essen noch einen gemütlichen Aperitif. |
Draußen rauscht der
Regen vom Himmel und ein, zwei Mal hat es sogar leise gedonnert.
Vor unserer Haustüre ist ein kleines Bächlein
vorbeigeronnen, aber es war nicht so aufregend, dass
ich mich im Schutze unseres einzigen Regenschirmes,
sprich Knirps, kein frisches Basilikum für unsere
Nudeln holen gegangen wäre. Bei uns hat es weder
Autos weggeschwemmt noch sind sonst irgendwelche
Naturkatastrophen passiert. Aber die wandern an
Santa Bárbara sowieso meistens vorbei.
Wir haben schon gewusst, wo wir uns niederlassen und
unsere Schutzpatronin weiß das eben auch! Auf unser
provisorisches Dach hat sie allerdings ein wenig
vergessen! |
An einer Stelle
tropft es deshalb ständig und nervtötend in einen
aufgestellten Kochtopf! Trotzdem - uns geht es in
unserem ansonsten dichtem Provisorium trockener als
der Friseurin, von der sich Georg immer die Haare in
Form bringen lässt. Bei so einem Regenwetter stellt
sie mindestens drei Kübel auf.
Wo es tropfen wird, weiß sie schon, denn die Stellen
kennt sie schon seit Jahren ... |
ich habe überflüssigerweise
meinen Gemüsegarten gegossen ... |
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1. bis 15. November
2009 |
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