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16 de noviembre
2009 |
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15 de noviembre2009 |
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Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| sonnig |
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19 ° temperatura
mínima |
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22 ° temperatura
máximo |
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Eine
Zigarette ist wie ein rascher Flirt, |
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eine Zigarre wie eine
anspruchsvolle Geliebte, |
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die Pfeife aber ist wie eine
Ehefrau. |
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Michael Ende |
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Endlich wieder Sonntag und die Welt
ist auch für mich wieder in Ordnung, todo está
bien!
Vielleicht ist ja sogar ein kleiner Ausflug drinnen?
Die Chancen liegen gut, denn es ist ein strahlend
schöner Tag! Wolkenloser, blauer Himmel mit einer
strahlenden Sonne als Draufgabe spannt sich über
Santa Bárbara. Und ich habe Glück - auch Georg ist
meiner Meinung und so machen wir eine gemütliche
Fahrt in die Hügel oberhalb von Icod. |
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Wo wir heute wohl landen werden? Wir lassen uns, wie so oft, überraschen. Heute
fahren wir Richtung Kirche und schlängeln uns mit dem Auto auf der Strasse links
davon vorbei. Von hier sieht die Kirche unseres Ortsteiles plötzlich ganz anders
aus. Ein ungewohnter Anblick, aber schön. Danach fahren wir weiter Richtung
Wald. |
Es ist eine schmale Strasse, auf der zwei Autos kaum aneinander vorbei kommen,
doch trotzdem ist die Gegend hier relativ dicht besiedelt und eine Weinfinca
wird von der nächsten abgelöst. Noch einmal anständig Schwung holen, denn wir
stehen vor einem Wegstück, dass sicher einen Steigungsgrad von fünfzig Prozent
hat.
Bum, soo steil sind wir noch nie kerzengrade in die nächste Etage
geklettert! |
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Danach fahren wir durch ein schönes Waldstück und kommen neben einer Kirche, die
mitten im Wald steht, wieder auf eine, na sagen wir einmal, Hauptstrasse. Wir
sind im Ortsteil Cruz del Tronco gelandet. La Ermita de la Cruz del
Tronco y de Nuestra Señora de Fátima, eine strahlend weiße Kirche steht auf
einem freien Platz fast mitten im Wald. Davor findet man einen Baumstamm, der
mit drei Kreuzen und vielen Blumen geschmückt ist. Ich vermute, dass der
kümmerliche Rest eines Baumes der Namenspate für diesen Teil von Icod ist. El
tronco heißt auf deutsch übersetzt Baumstamm. |
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Weiter geht es jetzt zur Abwechslung steil bergab und es dauert
nicht lange, dann fahren wir am nächsten Ortsteilschild vorbei. Wir sind in
La Florida.
Die Betonung bitte auf
der zweiten Worthälfte, denn es handelt sich um einen Ortsteil von Icod de los
Vinos und nicht um ein Gebiet in Amerika! An der Stadtgrenze zu La Guancha
landen wir erneut auf einer Hauptstraße, die von Icod über La Guancha, Icod el
Alto nach Los Realejos führt. In diese Richtung wollen wir aber nicht mehr
fahren, denn wir haben eigentlich schon Hunger und frisches Quellwasser wollen
wir auch noch holen. Also nehmen wir die nächstbeste Stichstrasse Richtung Küste
und fahren auf einer luxuriös ausgebauten Strasse durch die Hügel - Richtung
Santo Domingo. |
Von dort ist es dann nicht mehr weit
bis nach Hause.
Auf halber Strecke
bleiben wir allerdings noch einmal kurz stehen. Ein schmiedeeisernes Kreuz mit
einem Hinweisschild macht uns neugierig und wir landen nach ein paar Metern auf
einem riesigen, neu asphaltiertem Parkplatz mit fantastischer Aussicht auf die
Küste. |
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Wir stehen vor den Toren eines neuen, feudalen Friedhofes von La Guancha - El Cementerio Municipal EL Roque.
Ich liebe Friedhöfe und ich gehe auch kaum an einem vorbei. Doch dieser erinnert mich
eher an eine neue Vorstadtsiedlung als an eine Geschichtssammlung. |
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Ein modernes, leeres Appartement reiht sich hier ans nächste - die meisten
Plätze davon
sind noch zu haben. Ob derjenige, dessen Überreste hier die letzte Wohnung
findet etwas von dieser fantastischen Anlage hat, kann ich wohl mit Recht
bezweifeln,
aber diejenigen, die in Zukunft für das schöne Aussehen der Ruhestätte
verantwortlich sind, haben den Vorteil, ihre Pflichten in einem wunderschönen,
stimmigen Ambiente verrichten zu können. Das Ambiente hat fast schon die
Ausstrahlung von einer Ferienanlage. |
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Vergleichbar mit einer Penthauswohnung sind auch diese zwei
steinernen Türme mit den stimmigen Eingangsbögen, die auf beiden Seiten mit Bougainvilleas bewachsen sind. Die Mietpreise
für diese Unterkünfte dürften in der exklusiven Umgebung um
einiges höher als in den normalen Reihen sein, denn die Grabstätten sind so gut
leer. |
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Ich habe leider keine Ahnung wie alt oder wie neu dieser Friedhof
ist, aber es fehlt wirklich an keinem Komfort - weder für die Lebenden noch für
die Toten. Oder hat irgendjemand von euch schon einmal Toiletten auf einem
Friedhof vorgefunden? Ich bis jetzt nicht! Doch hier ist für alles gesorgt, auch
für großzügig verteilte Steinbänke, von denen man unter dem Schatten von
kunstvoll gestutzten Benjaminen die unverbaute Aussicht aufs Meer genießen kann. |
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Die meisten der Gräber, eigentlich alle, sind liebevoll mit Blumen und anderen
Geschenken an die Verstorbenen geschmückt, trockene Gestecke habe ich nirgends
entdecken können - nur eines ist mir aufgefallen.
Ein bestimmter Steinmetz trifft
hier den Geschmack der Masse. Eine polierte Steinplatte mit einer Bordüre, links ein Kreuz
mit dem gekreuzigten Jesus, in der Mitte der
individuelle Text und ein
Gefäß für die Blumen sowie in der rechten oberen Ecke ein Portrait des
Verstorbenen, festgehalten für die Ewigkeit - und ganz modern in Farbe. |
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Die letzte Etappe unserer sonntäglichen Erkundungsfahrt endet
heute in einem höher gelegenen Teil von Icod, en Icod alta.
Von Candelaria aus führt
uns die Strasse vorbei an San Antonio, durch El Amparo zur Quelle,
die im Ortsteil von Cruz del Camino liegt. Wie so oft, ziehen hier die
Nebelschwaden über die Felder, Sonne ist hier weit und breit keine mehr zu
sehen. Unseren Wasservorrat von frischem Quellwasser für die nächste Woche haben wir bald abgefüllt und
dann nichts wie ab und nach Hause ins sonnige Santa Bárbara! |
Heute sind wir durch ziemlich viele verschiedene Ortsteile von
Icod gefahren, und trotzdem war ich noch immer nicht in jedem der vielen verschiedenen
Stückchen der Stadt, denn das Städtchen Icod de los Vinos
besteht
aus sage und schreibe siebenundzwanzig Stadtteilen! Das wären: El Amparo, Santa
Bárbara, La Florida, La Vega, Las Canales, La Mancha, Buen Paso, San Felipe,
Playa San Marcos, La Centinela, Los Piquetes, La Patita, Llanito Perera, Cueva
del Viento, San Antonio, Campino, La Coronela, La Candelaria, El Paredón, La
Cruz del Camino, Las Lajas, Hoya Nadía, Las Abiertas, Redondo, La Cruz del
Tronco, El Lance y Pueblo Nuevo.
Ich hoffe, ich habe keinen
vergessen. |
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14 de noviembre2009 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| ein sonniger Tag |
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19 ° temperatura
mínima |
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21 ° temperatura
máximo |
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Nichts
ist so sehr für die gute alte Zeit
verantwortlich wie ein schlechtes Gedächtnis. |
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Anatole France |
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Hallo, ich bin wieder da!
iHola, aquí estoy de nuevo! Heute kann ich
sagen, ich bin krank gewesen,
he estado enfermo. Die Betonung liegt auf
gewesen!
Die vergangene Woche ist nur
so an mir vorbei gehuscht, vom realen Leben habe ich
nicht allzu viel mitbekommen, aber jetzt bin ich
wieder einsatzfähig und voll Tatendrang, con
espíritu emprendedor! |
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Die letzten Tage waren wettermäßig hier in Santa Bárbara leider grau und
ein bisschen bewölkt, gris y poco nublado - zumindest
nachmittags.
Als Ausgleich, como compensación, zur tristen
Außenwelt, como compensación por el mundo exterior triste, zeige ich euch
hier ein paar Fotos aus Icod de los Vinos, die sonnige Stimmung, un ambiente
soleado, verbreiten. |
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Icod de los Vinos wird bunt, denn aus
irgendeinem Grund, den ich noch nicht kenne, werden viele Mauern mit Szenen aus
dem traditionellen, kanarischen Leben bemalt. A mí me gusta mucho. Mir
gefällt es sehr gut - aber urteilt selbst! Ich finde es toll, wie sich trostlose
Mauern mit Farbe und vielen Pinselstrichen in ein buntes Bilderbuch, un libro
de dibujos, verwandeln. |
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Bei diesen Bildern wird ein beliebter Zweikampf der
Kanarischen Inseln dargestellt. Es handelt sich dabei um den kanarischen
Ringkampf La Lucha Canaria. Bei diesem Sport kommt es in erster Linie
auf die schnelle Reaktionsfähigkeit und gute Griffe und nicht auf Kraft und
Muskeln an.
Obwohl die meisten Kämpfer, die ich bis jetzt
bewundern konnte, ganz schöne Muskeln oder Fettpölsterchen hatten, ist es ein
Kampf, bei dem es darum geht, den Gegner ohne Aggression und Gewalt auf den
Boden zu werfen. Darum gilt bei diesem Sport auch allgemeinen, dass
der Grosse nicht immer den Kleineren umwirft,
el grande no siempre tira al pequeño. |
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Gekämpft wird in einer Sandarena, die el Terrero genannt wird, mit einem
Durchmesser von circa zehn Metern. Der Kampf wird barfuss ausgetragen und die
Sportler sind mit einem weiten T-Shirt und einer etwas längeren Hose bekleidet.
Die Hoseröhren werden bis über den Oberschenkel hochgekrempelt und an diesem
Umschlag oder besser gesagt bei dieser Stoffrolle packt der Gegner im Kampf dann
zu. |
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Drei Runden mit maximal zwei Minuten dauert ein Durchgang, bei dem die Kämpfer,
los Luchadores, am Anfang Schulter an Schulter auf den Startruf des
Ringrichters warten. Dabei klammern sie sich mit möglichst kräftigem Griff an
das aufgekrempelte Hosenbein des Gegners. Hat der Ringrichter, el
elárbitro del ring, das Kommando zum Start, la brega, gegeben,
versuchen die Kämpfer den Gegner in den Sand zu werfen. Derjenige Kämpfer, der
den Boden berührt, verliert die Runde. |
Für einen Sieg muss der Gegner mindestens zweimal zu Boden
geworfen werden. Sollte in der ersten Runde der Eine und in der zweiten Runde
der Andere gewinnen, gibt es noch eine dritte Runde.
Geht nach abgelaufener
Zeit keiner von den Zwei zu Boden, werden beide Kämpfer disqualifiziert. Ein
Ringkampf dauert also so lange, bis von einem Team alle zwölf Ringer zu Boden
gehen. |
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Beim Lucha Canaria sind Tritte oder
Schläge absolut nicht erlaubt und nach dem Kampf hilft der Sieger dem Verlierer
traditionsgemäß beim Aufstehen und begleitet ihn an seinen Platz zurück. Dann
geht es auf zur nächsten Runde ... |
schönes
Wochenende euch allen ... |
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13 de noviembre2009 |
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Freitag
- viernes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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Wer
aufhört zu werben, um Geld zu sparen, |
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kann ebenso seine Uhr anhalten,
um Zeit zu sparen. |
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Henry Ford |
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Blauer Himmel und Sonnenschein, aber
ich bleibe am Vormittag, por la mañana, doch
noch im Bett.
Den Tag
werden meine Blumenkinder auch noch ohne mich
überleben und für mich ist es sicher
vernünftiger, heute noch ein bisschen kürzer zu
treten. Dabei hasse ich es außer Gefecht zu sein -
ich bin es einfach nicht gewohnt und ich habe auch
keine Lust dazu, no me da la gana!
Im Bett
ist es auch noch ziemlich langweilig - so ganz
alleine und schwitzend. Es wird also wirklich
endlich Zeit, ya va siendo hora,
dass ich wieder auf die Beine komme! |
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Al aire libre hace sol, draußen scheint die
Sonne warm vom Himmel, die Brüstungsmauer der Terrasse oder besser gesagt,
mejor dicho, die Frontmauer eines der Häuser wird heute bis zum Abend fertig
und Georg ist gerade losgefahren, um die Leitungen zum Wassertank auf ihre
Durchlaufkraft zu überprüfen. Der Tank wird ab vier Uhr nachmittags zehn Stunden
lang aufgefüllt. Damit ist unser Wasservorrat wieder für einige Zeit gesichert.
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Nun ist es schon
dunkel, ya se hace de noche, und Georg macht sich noch einmal auf einen
seiner Kontrollgänge, um zu sehen, ob das Wasser wohl in den richtigen Tank
rinnt. Das klingt vielleicht ein bisschen verwirrend, denn warum sollte das
Wasser woanders hin plätschern? Das ist mit dem Zulaufsystem recht schnell
erklärt, denn dabei handelt es sich zum Teil um offene Rinnen und mit Hilfe von
ein paar alten Tüchern Fetzen, algunos retazos viejo,
ist der Wasserlauf ruck zuck umgeleitet. ¡Pero no tengas miedo! Aber
keine Angst, wir befinden uns nicht in einer Bananenrepublik, in der jeder
machen kann was er will.
Dieses Bewässerungssystem betrifft nur das
sogenannte Fincawasser und da gelten eben noch andere, landwirtschaftliche
Regeln, es otra cosa! |
Fotos kann ich euch zu meinem Bedauern noch keine zeigen, aber die werden
nachgeliefert - versprochen! Ich habe heute noch absolutes Ausgehverbot - ums
Eck kann ich nicht fotografieren und mein Zeichentalent hält sich leider in
Grenzen. |
¿Qué día es hoy?
Welcher Tag ist heute? Oh, jetzt sehe ich es erst - heute ist Freitag der
Dreizehnte, hoy es viernes trece! Viele Menschen glauben, dass dieser Tag
ein Unglückstag ist. Das ist aber nicht überall so. Für die Spanier und
Südamerikaner ist der Kalender dann an ihrem Unglück Schuld, wenn der Dreizehnte
auf einen Dienstag fällt und die Italiener glauben an einem Freitag den
Siebzehnten ans große Unglück. In der jüdischen Tradition ist die Dreizehn
allerdings eine Glückszahl und auch in Japan gilt sie als Glück bringende Zahl.
Die Auswahl an Unglücks- und Glückstagen ist also
weltweit sehr groß und jeder Mensch kann sich nach Belieben bedienen. |
Der Dreizehnte war
immer unser Glückstag, un día de suerte, und nachdem es in diesem Jahr
der letzte Freitag mit diesem Datum ist, müsste er eigentlich als besonderer
Glücksverstärker wirken, oder? Ich könnte ja auch noch einmal die Sterne
befragen - Zeit dazu hab' ich heute ja genügend. Irgendwie muss ich mir ja die
Zeit totschlagen, matar el tiempo. Mein Schatz lässt mich nämlich nicht
nach draußen :o) Also werde ich mich jetzt einmal schlau machen.
Schaden kann's ja nicht - auch wenn's nix nützen
sollte. |
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Hier die erste Erkenntnis: "Am Donnerstag setzen Sie sich durch,
egal, wie groß die Widerstände sind. Ihre Kraft holen Sie sich beim Mond im
Steinbock. Bei den Fischen soll sich mit der Sommersonnenwende am Samstag vieles
verändern - Mehr Liebe, mehr Geld, mehr Glück - Venus, Sonne und Merkur sollen
ab dann für mehr Schwung sorgen." Na ja, welche Widerstände ich gestern
überwinden hätte sollen? Keine Ahnung, vielleicht verrät mir das ja das nächste
Horoskop? |
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Jedes Sternzeichen, cada uno signo
astrológico, hat anscheinend einen bestimmten Glückstag in der Woche für
sich reserviert. Dem Stier gehört der Freitag und den Fischen der Donnerstag.
Aha, als ist doch heute mein Tag! |
Mit der Hilfe, con ayuda de
estrellas, der Sterne am Himmel können Astrologen angeblich bestimmte
Informationen über Menschen, die unter einem bestimmten Sternzeichen geboren
sind, herausfinden.
Als Essenz aus einigen dieser
Katalogweisheiten über mein Sternzeichen, den Stier, habe ich folgendes
gefunden: |
| Der Stier - 21. April - 20. Mai
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Planet: Venus |
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Element: Erdzeichen |
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Glücksstein: Smaragd, Türkis, Saphir
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Türkis mag ich gar nicht |
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Farben: Rosa, leuchtendes Grün,
Erdfarben |
rosa ist nicht meine Farbe, ich liebe
blau |
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Glückstag: Freitag |
kann sein |
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Glückszahlen: 5, 25, 75 |
weiß ich nicht |
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Blumen: Lilie, Hyazinthe, Rose,
Apfelbaum |
Flieder, Maiglöckchen und Glockenblumen |
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Metalle: Kupfer |
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Tiere: Stier, Seehund, Kuh, Büffel,
Haushund, Nashorn, Pferd |
Schafe und Ziegen sind eher meins |
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In der Astrologie, en la astrología, gilt der
Stier als gelassener Gewohnheitsmensch, der geordnete Verhältnisse liebt und
sehr großen Wert auf emotionelle, finanzielle und materielle Sicherheit legt. |
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Zu seinen charakterlichen
Eigenschaften zählen Beständigkeit, Verlässlichkeit, Konsequenz, Geduld,
Vitalität und Kreativität. Aber auch die Stier Menschen haben negative
Eigenschaften, so sind sie sehr nachtragend, eigensinnig, stur und dickköpfig. |
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Die Stiere verfügen über einen ausgeprägten Schönheits- und
Familiensinn. In dieser Beziehung sind Stiere hingebungsvoll, treu, häuslich und
fürsorglich, aber auch hier kommt immer wieder der Drang nach Sicherheit und
Gewohnheit zu Tage. |
Freunde und Arbeitskollegen schätzen
den Stier als freundlichen, verlässlichen und verständnisvollen Menschen und
darüber hinaus als hervorragenden Gastgeber und Koch.
Stiergeborene sind so schnell
nicht aus der Ruhe zu bringen und sehr gutmütig, doch wenn diese Gutmütigkeit
und Geduld überreizt oder ausgenutzt wird, kann es sein, dass die aufgestauten
Gefühle explosionsartig zum Ausbruch kommen. |
Okay, im Großen und Ganzen, en general, kann ich mich mit meinem
Sternzeichen identifizieren, aber wahrscheinlich würden auch viele
Beschreibungen von anderen Tieren auf mich zutreffen. Keine Ahnung, ni idea, ob
unser Leben von diesen himmlischen Sternkonstellationen bestimmt werden.
Vielleicht zu einem kleinen Teil, aber ich glaube, wir beeinflussen unseren
Lebensweg doch zu einem großen Teil selbst - der Rest ist eben Glück oder
Unglück - oder Schicksal? |
ich glaub, dass ist
Humbug ... |
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12 de noviembre2009 |
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Donnerstag
-
jueves |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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Die
Kunst, Zeit zu haben, ist auch die Kunst, |
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sich die Leute vom Leibe zu
halten, |
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die uns die Zeit stehlen. |
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Emil Oesch |
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Mir geht es heute um Häuser besser,
sogar die Stimme ist fast wieder normal!
Zu
Mittag bin ich aus dem Bett gekraxelt, mit tut schon
alles weh vom langen Liegen.
Einmal ist Schluss mit
lustig, deshalb habe ich mich warm angezogen und als
erstes einmal die Waschmaschine in Betrieb gesetzt.
Jetzt werde ich mich wieder ans senkrecht Stehen
gewöhnen und dann eine Zwiebelsuppe fabrizieren.
Die tut uns beiden gut und schmeckt ausgezeichnet. |
Draußen hängen graue Wolken am Himmel, doch über dem Meer ist
blauer Himmel zu sehen. Laut Wettervorhersage müsste es eigentlich sonnig sein.
Da sich die Sonne aber trotzdem hinter Wolken versteckt muss es sich wohl um
eine regionale Bewölkung handeln.
Heute ist es mir auch
noch ziemlich egal, ich geh' sowieso noch nicht vor die Tür, aber morgen wäre es
schon nett, wenn mich ein paar Sonnenstrahlen kitzeln würden. |
Es ist schon eigenartig, raro, wenn man gesund ist, denkt
man über seine einzelnen Körperteile gar nicht nach. Es funktioniert mehr oder
weniger einfach alles so, wie es sein soll. Aber wehe, da kommen ein paar so
kleine Störenfriede in Form von Viren oder Bakterien daher. Dann sieht die Sache
gleich ganz anders aus.
Schlagartig, de
repente, weiß man mit Sicherheit wo der Kopf sitzt, dass es irgendeine
geheimnisvolle Verbindung zwischen Ohren, Nase und Hals gibt - es stellt sich
ein anderes, wenn auch nicht unbedingt besseres Körperbewusstsein, ein. |
Ob es mit wirklich immer nur Viren
und Bakterien, virus y bacterias, sind, die uns krank machen wird ja von
vielen Wissenschaftlern angezweifelt und es gibt die verschiedensten Thesen und
Theorien über Kranksein und werden. An und für sich sind das ja keinen neuen
Erkenntnisse, denn das auch die Psyche krank machen kann ist ein alter Hut,
es lo de siempre.
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Wie oft hört man, dass zuerst der
Ehepartner gestorben oder einfach aus dem gemeinsamen Leben verschwunden ist und
dann, als Draufgabe, der Überlebende auch noch mit einer schweren Krankheit
kämpfen muss. Wie viele Menschen wohl schon an gebrochenem Herzen gestorben
sind? Wahrscheinlich mehr, als wir uns vorstellen können. Es ist einfach eine
Tatsache, das es giftige, menschliche Beziehungen gibt, die uns krank machen
können. |
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Diese sogenannten Giftversprüher
können wir in allen Lebensbereichen finden. Am Arbeitsplatz, discriminación
laboral, in der Nachbarschaft, en el vecindario, unter sogenannten
Freunden oder in der Familie, entre amigos vayos o en la familia. Es sind
Menschen, die andere beherrschen und beeinflussen wollen. Der Einzelne reagiert
mit den unterschiedlichsten Gefühlen. Die einen mit Hilflosigkeit, Angst oder
Zynismus, die anderen mit Frustration und Hoffnungslosigkeit. Heute hat diese
Verhaltensweise den Namen Mobbing erhalten - glaube ich. |
Manche Mobbingforscher wollen
herausgefunden haben, dass Mobbingopfer im Durchschnitt ängstlicher,
unterwürfiger und konfliktscheuer als andere Menschen sind. Eine andere Ursache
für Mobbing zeigt sich aber auch die Persönlichkeit des Mobbers, denn einige
Forscher gehen davon aus, dass Menschen zu Mobbern werden, um ihr eigenes,
schwaches Selbstvertrauen zu kompensieren. Das Ergebnis solcher menschlichen
Schikanen ist dasselbe, wie der Angriff von Viren und Bakterien - und deshalb
bin ich bei meiner Überlegung wohl bei diesem Punkt gelandet.
Beide machen krank -
nicht nur physisch sondern auch psychisch - und das sollte man irgendwie, wenn
es möglich ist, vermeiden. |
Ein glückliches Leben, eine
ausgewogene Ernährung und viel Lachen sind wahrscheinlich das beste Rezept für
ein gesundes Leben.
Da ist es wahrscheinlich oft
vernünftig, wenn man sich aus solchen klinisch toten
Beziehungen rettet, um selbst gesund am Leben zu bleiben - denn wer lässt sich
denn schon freiwillig mit Fliegenpilzen füttern? |
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Ich werde jetzt eine überbackene Zwiebelsuppe machen und auf
meinen Schatz warten. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird er hungrig zur
Tür herein kommen. |
für heute
noch außer Dienst ... |
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11 de noviembre2009 |
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Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
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Freude,
Mäßigkeit und Ruh, |
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schließt dem Arzt die Türe zu. |
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Friedrich von Logau |
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K.O. Tag der dritte.
Ich schwitze im Bett und Georg hat einen Termin in
Santa Cruz. Er hat erzählt, dass es bis Tacoronte
und La Laguna ziemlich heftig geregnet hat - aber in
Santa Cruz hat ein regelrechter Sommertag mit blauem
Himmel und 26° Grad Wärme stattgefunden. |
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Schade, dass ich nicht mitfahren konnte! Bei uns hat es am Abend auch noch zu
regnen begonnen. Ist auch nicht schlecht, der Wettergutt weiß anscheinend dass
ich zur Zeit nicht einsatzbereit bin und erbarmt sich über meinen Gemüsegarten. |
es wird
schon wieder besser ... |
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10 de noviembre2009 |
|
Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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20 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
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Eine
Frau macht niemals einen Mann zum Narren; |
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sie sitzt bloß dabei und sieht
zu, |
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wie er sich selbst dazu macht. |
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Frank Sinatra |
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In der Nacht hat es leicht geregnet
und in den Morgenstunden hat sich ein wunderschöner,
intensiver Regenbogen von den Hügeln bis weit ins
Meer hinaus über den grauen Himmel gespannt.
Die Zeit der Regenbogen, los arcos iris, hat
wieder begonnen. Sonst habe ich von dem heutigen Tag
nicht viel mitbekommen. |
Ich war meistens im Land der Träume,
doch schlafen und schwitzen ist zur Zeit für mich die beste
Medizin. Bis demnächst also - und danke für die
Genesungswünsche! ¡Muchas gracias por los deseos
por la convalecencia! |
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9
de noviembre2009 |
|
Montag
- lunes |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
|
18 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
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Frauen
machen sich nicht schön, |
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um Männern zu gefallen. |
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Sie tun es, um andere Frauen zu
ärgern. |
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Marcel Aymé |
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War's gestern der Wind oder das himmlische Kind?
Einer von beiden hat mich heute ins Bett befördert -
und ich kann mich nicht einmal darüber aufregen oder
gar schimpfen, denn die Stimme ist leider auch weg.
Außer krächzen geht gar nix! |
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Aus diesem Grund gibt es keine Nachrichten von unserer kleinen Insel im Atlantik
- die Nachrichtenschreiberin ist kurzzeitig außer Dienst! |
es kann nur
besser werden ... |
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8
de noviembre2009 |
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Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, dann bewölkt und
windig |
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20 ° temperatura
mínima |
|
19 ° temperatura
máximo |
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Ein
Pessimist ist ein Mensch, |
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der sich über schlechte
Erfahrungen freut, |
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weil sie ihm recht geben! |
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Heinz Rühmann |
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Sonntagmorgen - blauer Himmel und ein
Frühstück wie im Paradies. Duftender Tee, ein weich
gekochtes Ei, frische, knackige Paprikascheiben,
würziger Kärntner Speck, frischer Ziegenkäse,
gebratenes Kürbisgemüse mit Datteln und Chili ...
|
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Danach haben wir einen Spaziergang an
der Küste gemacht und uns den frischen Atlantikwind
um die Ohren wehen lassen. La Playa La Caleta de
Interian liegt direkt am Ortsbeginn zu Los Silos
gehört aber noch zu Garachico und eignet sich
wunderbar für einen gemütlichen Spaziergang. |
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Außer zwei, drei mutigen Burschen,
die mit ihren Wellenbrettern zwischen den Wellen
herum gekurvt sind, waren wir heute fast die
einzigen Menschen am Strand. Die Boote am Rand des
Weges sind schon wintergerecht mit allerhand
färbigen Planen und Decken verhüllt und weit und
breit ist kein bunter Sonnenschirm mehr zu sehen.
Der Strand hat Ruhepause - zumindest für diesen Tag. |
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Die Luft ist zwar relativ warm, doch
mit der Zeit, con el tiempo, spürt man den
Wind irgendwie im Kopf und in der Ohren. ¡Ya va
siendo hora! Es wird allmählich Zeit, um heim zu
fahren. |
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Bevor wir nach Hause gefahren sind,
ein Zwischenstopp in Garachico.
Auf der Plaza haben sich dort
heute einige Leute die Füße auf einem sogenannten
Kunsthandwerksmarkt in den Bauch gestanden. Gleich
beim ersten Stand haben wir die Vizebürgermeisterin und
Kulturbeauftragte von Icod getroffen. Ist doch nett
- sie hat uns gleich für eine Spiegelveranstaltung
Ende November in Icod auch so einen Stand angeboten.
Ich habe leider überhaupt
keine Vorstellung davon, was wir da verkaufen
sollten. Sie wahrscheinlich auch nicht - aber das
ist sowieso eine andere Geschichte ... |
|
Macht aber nix, wir haben die
Stunde auf der Plaza genossen und sind dann nach
Hause gefahren und haben uns unser Abendessen am
offenen Feuer gebraten. Schade, dass Hanni und
Manfred nicht mehr da sind, denn heute haben wir die Gambas auf unserem Improvisationsgrill gebraten -
und sie waren köstlich. Diese kleinen Meerungeheuer
muss man nicht einmal würzen, denn das natürliche
Meeressalz, das die rohen Gambas umgibt, ist Würze
genug. Ein bisschen salzig, sehr knackig und "gschmackig"
Nur Kastanien braten ist besser! |
Gibt es einen Unterschied zwischen
Suppenhenne und gut durchtrainiertem Freilandhuhn,
una gallina criada en el campo?
Ich wage es im Moment nicht
mehr, in dieser Hinsicht eine Wertung abzugeben.
|
Warum? Ich habe gestern ganz
unbedarft und mit frohem Herzen Brathähnchen ins
Rohr geschoben. Das Ergebnis war allerdings äußerst
zweifelhaft - entweder hat sich wirklich ein
Suppenhuhn, un pollo para hacer sopa, in die
Liga der freilaufenden Biohennen verirrt - oder es
war ganz einfach nur ein ganz normaler Gummiadler,
der auf unseren Tellern notgelandet ist.
Zum Glück hat unser Luxusmenü
ja noch mehrere Varianten aufzuweisen gehabt. Doch
im Grunde genommen landen wir wieder einmal bei der
Aussage, die wir bereits auf La Palma revidieren
mussten. Mit einem Hähnchen kann man nichts
verhauen. Sein oder Nichtsein, das ist hier die
Frage, ser o no ser, esta es la cuestión. |
Ihr könnt euch nicht mehr erinnern?
Wir sind nicht diejenigen, die einfach einmal
irgendwohin essen gehen. Nur weil wir etwas essen
wollen. Da muss schon die Umgebung stimmen. Oder es
gibt eine Spezialität, für die es sich lohnt in ein
Lokal zu gehen. Doch wenn man irgendwo auf
Erkundungstour ist und Hunger oder Durst bekommt,
ist das natürlich ganz was anderes.
Bei diesen
Gelegenheiten galt für uns eigentlich immer der
Spruch, dass man mit einem Hühnchen oder Hähnchen
nix verhauen kann. Auf La Palma wurden wir das erste
Mal eines besseren belehrt - dieses besagte Hähnchen ist
wahrscheinlich einen Tag zuvor durch einen aktiven
Vulkan geflogen. So hat es zumindest ausgesehen -
und auch geschmeckt! Schwärzlich, trocken und zäh!
So arg war unser Exemplar gestern nicht - aber weit
entfernt kann man die geflügelte Verwandtschaft auch
nicht ansiedeln. |
Wer Tagebuch, un diario, schreibt, lebt doppelt intensiv.
Habe ich
irgendwo gelesen. Ob ich dadurch intensiver lebe,
kann ich nicht mit Sicherheit behaupten, aber eines
ist ganz klar und logisch - ich habe durch mein
Tagebuch einen besseren Überblick über die
vergangene Zeit. Oft bin ich mir nach ein paar Tagen
nicht mehr sicher, wann was wo passiert ist. In
meinen aufgeschriebenen Gedanken werde ich fast
immer fündig und deshalb werde ich unsere kleinen
oder auch großen Erlebnisse - aber auch gewisse
Nichtigkeiten weiterhin aufschreiben. |
Auf der einen Seite
ist es bereits zur Gewohnheit geworden und andererseits hilft es auch, Probleme
oder scheinbar unlösbar Knoten zu lösen.
Auf diese Art und Weise hat jeder etwas davon - ich
verarbeite meinen Tag, ihr könnt an unserem Leben teilhaben - und ein paar
kleine Geheimnisse bleiben trotzdem in meiner kleinen Schatzkiste :o)
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7
de noviembre2009 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, dann bewölkt und
windig |
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20 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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Nicht
den Tod sollte man fürchten, |
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sondern dass man nie beginnen
wird, zu leben. |
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Marc Aurel |
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Über Nacht, de la noche a la
mañana, ist es wieder wärmer geworden und die
Warnungen für den Küstenbereich wurde auf die Inseln
Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria begrenzt.
Wir können also wahrscheinlich einem schönen
Wochenende entgegensehen. |
Jetzt wird allerdings erst einmal gemütlich gefrühstückt und anschließend müssen
wir uns gezwungener Maßen auf Einkaufstour begeben. Das bleibt uns heute leider
nicht erspart. Dafür, para esto, haben wir dann wieder eine Woche
Ruhe - und eine Reserveflasche Gas zu Hause.
Frisches Quellwasser wäre auch nicht zu verachten,
nada desdeñable ... |
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Bum, vor ein paar Tagen hat in Icod Mercadona seine neue Wirkungsstätte
eröffnet. Wir haben den Ort des Geschehens heute das erste Mal genießen
können müssen.
Es war schauderbar. ¡Huy, huy, huy! Das ganze
Geschäft voll mit kaufwilligen Menschen - aber niemand hatte einen Plan.
Irgendwie haben sich die Menschen wie in einem aufgescheuchtem Hühnerstall
verhalten. Wo ist die Milch, wo finden wir frisches Brot, in welchem Gang
versteckt sich das Gemüse oder der frische Fisch? Keine Ahnung, ni idea!
Wer suchet, der findet, quién busca encuentra, ist im Moment die Devise.
In ein, zwei Wochen wird sich das Einkaufsverhalten wieder in die Normalität
bewegen, aber im Moment, de momento, ist es einfach nur Nerven raubend. |
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Zum Glück, por suerte, haben wir nur ein paar Kleinigkeiten gebraucht,
deshalb kann mir das Chaos mehr oder weniger gestohlen bleiben, por mí, que
se pierda. Irgendwann in der nächsten Woche, werde ich mich ganz gemütlich
schlau machen, wo was zu finden ist - und dann ist die Einkaufswelt wieder in
Ordnung! |
ich mag überhaupt nicht
shoppen gehen ... |
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6 de noviembre2009 |
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Freitag
- viernes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, dann bewölkt und
windig |
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17 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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Das
sind die Starken, |
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die unter Tränen lachen, |
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eigene Sorgen verbergen und
andere glücklich machen. |
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Franz Grillparzer |
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In der Nacht, por la noche,
hat es wieder geregnet, doch jetzt scheint die Sonne
und es ist angenehm warm, hace calor.
¡Qué lástima!
Schade, heute weht ein kühler Wind und ich glaube,
für das Wochenende gibt es eine Warnung für starke
Wellen an den Küstengebieten.
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Auch hier auf der Insel wird es langsam winterlich,
invernal. Winter bedeutet auf den Kanaren
allerdings nicht Kälte, Schnee und Eis, frío,
nieve y hielo, sondern ein paar Regenschauer,
etwas kühlere Nächte, stürmische Atlantikwellen und
ab und zu eine steife Briese. Ich nenne es lieber
die dritte Jahreszeit, la tercera estación del
año, denn der Ausdruck Winter wird automatisch
mit Eis und Schnee, klirrender Kälte oder
Schneematsch in Verbindung gebracht. Wir haben das
Glück, tenemos una suerte, dass wir uns nur
die Gustostückerln der kühleren Zeit des Jahres
heraus picken können.
Ein Feuer im Kamin - für die Gemütlichkeit,
gebratene Kastanien mit einem Gläschen guten Rotwein
und das kombiniert mit sommerlich warmen Tagen. Mehr
kann man sich für einen Abend nach einem
arbeitsreichen Tag nicht wünschen.
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Im Gemüsegarten reifen Tomaten und
Paprika, der Salat und die Kohlrabi gedeihen
prächtig, die Hibisken laufen zu ihrer Höchstform
auf, die Weihnachtssterne verändern die Farbe ihrer
Hochblätter und haben schon einen roten Schein über
den grünen Blättern, die Narzissen bohren sich
zaghaft aus dem Boden und
vor ein paar Tagen haben die Erdbeerbäume, los
madroños, botanisch Arbutus unedo genannt, das
erste Mal zu blühen begonnen.
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Schwein muss man haben, haber nacido de pie, aber wenn es geht - keine
Schweinegrippe! Seit Tage, gibt es in allen Medien
fast nur mehr ein beherrschendes Thema - die ominöse Schweinegrippe,
gripe porcina!
Impfen ja, impfen nein, wer soll sich impfen lassen
und wer nicht? Warum lässt sich der deutsche
Gesundheitsminister mediengerecht gegen Grippe impfen - allerdings
lediglich gegen die normale, saisonale Grippe - und
der österreichische Minister, der für die Gesundheit
des Landes zuständig ist, nicht?
Ich kann es schon nicht mehr hören. ¡Déjame
tranquilo con eso!
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Erst waren es die Zecken, dann kam die Hühner-,
Verzeihung, Vogelgrippe und jetzt müssen die armen
Schweine herhalten.
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Nicht einmal der richtige Name der diesjährigen
Grippevariation hat sich durchgesetzt. Was kommt wohl im nächsten Jahr auf uns
zu? Kommt dann die Froschgrippe, oder wie wäre es zur Abwechslung einmal mit
einer Katzengrippe? Na, da hätten die Verantwortlichen wohl ein kleines Problem
mit den vielen Katzenmüttern und -vätern. Denn dann ginge es wohl auch den
kleinen Stubentigern an den Kragen und wer trennt sich schon von seinem
geliebten Haustier?
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Wer weiß das schon, mañana Dios dirá, lassen
wir uns überraschen, dejémonos sorprender, irgendetwas wird der
Pharmaindustrie schon einfallen, schließlich kann man mit solchen Länder
übergreifenden Aktion sehr gut verdienen - der Absatz wird ja praktischerweise
kostenlos von den diversen Regierungen beworben und gefördert. Welcher
Geschäftsmann würde sich das nicht wünschen? |
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Das Influenza A
H1N1-Virus ist überhaupt kein unbekanntes Virus. Dieser Subtyp
wurde schon im Jahr 1918 in der sogenannten Spanischen Grippe identifiziert und ist seit 1977,
in einer sich von der neuen H1N1 unterscheidenden
Variante, in der saisonalen Grippewelle weltweit
jährlich vertreten.
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In Deutschland wird bereits geimpft, in Österreich startet die Aktion am
kommenden Montag und in Spanien wird noch heftig diskutiert, denn allen Unkenrufen und Katastrophenszenarios zum Trotz hat die Schweinegrippe in
Spanien bisher keine besonderen Auswirkungen gezeigt. Von hunderttausend
Kindern zwischen 5 und 14 Jahren erkrankten nur fünfhundert an der neuen Grippe.
"Die Abwesenheit von der
Schule aufgrund der neuen Grippe sei genau so hoch wie in anderen Jahren bei der
herkömmlichen Grippe", hieß es übereinstimmend von den Leitern mehrerer Schulen
in Katalonien.
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Also dann - wir werden abwarten und Tee trinken, esperar a ver qué pasa,
und falls es uns wirklich ins Bett steckt, bleiben wir einfach für ein paar Tage
drinnen liegen und schwitzen die Grippe in die Bettwäsche.
Ach ja, wir sind im Moment leider beide ein bisschen angeschlagen, sprich
verkühlt - aber so wie es aussieht haben wir Schwein gehabt, tener suerte!
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heute doch lieber
einen heißen Tee ... |
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5 de noviembre2009 |
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Donnerstag
- jueves |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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16 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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Was
wir brauchen, |
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sind ein paar verrückte Leute;
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seht euch an, wohin uns die
Normalen gebracht haben. |
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George Bernard Shaw |
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¡Vale! Eh klar, ich lass
einmal über Nacht meine Wäsche zum Trocknen auf der
Leine baumeln und prompt tritt etwas ein, das wir
schon seit Monaten nicht mehr hatten. Um sechs Uhr
hat mich ein ungewohntes Geräusch geweckt. Es
regnet, está lloviendo.
Nicht lange, aber immerhin haben die Pflanzen
wenigstens eine kurze, wenn auch sanfte Dusche
bekommen. Sonst gibt es heute eigentlich nix Neues,
ein total normaler Tag. ¡Sin novedad en el frente!
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¡Ah ya! Ach ja, als Hanni und Manfred da waren, wollten wir eigentlich
gemeinsam den ersten reifen Granatapfel, la granada, ernten.
Wir sind aber nicht mehr dazu gekommen und jetzt essen wir den schmackhaften
Paradiesapfel halt selbst. :o) Aber es kommt immer anders als man denkt,
las cosas nunca pasan como uno se piensa.
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Oder kennt jemand von euch eine Sekretärin, auf irgendeinem Amt, die sich selbst
Dulce, Süsse, nennt? Sicher nicht. Doch hier ist alles möglich, denn die
Namensvielfalt auf den Kanaren ist groß - oder auch nicht.
Kein Wunder, no es ningún milagro, dass sich fast jeder zweite
Inselbewohner einen eigenen Vornamen kreiert, wenn fast hundert Prozent der
weiblichen Bevölkerung mit dem Vornamen Maria ausgestattet wurden. |
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Als Draufgabe wird im Taufschein dann auch noch eine
ganz bestimmte Marienfigur genannt und man sein
ganzen Leben mit dem aufbauenden Namen Maria der
Schmerzen herumrennt. Das hab ich mir nicht
ausgedacht, eine Mitarbeiterin von uns hat diesen
Namen verpasst bekommen. Genannt hat sie sich
allerdings ganz anders, doch als sie die Papiere für
die Anmeldung hergeben musste, war es ihr ganz
peinlich, dass ihr wahrer Taufname schwarz auf weiß
auf dem Papier zu lesen war. |
Die hundert Prozent sind
natürlich ein bisschen übertrieben aber immerhin
heißen 28 Prozent der spanischen Einwohnerinnen
Maria und 13 Prozent der Männer haben den
Namen José. Zu Zeiten Francos gehörte es eben zum
guten Ton, den Kindern einen dieser beiden
biblischen Vornamen zu geben.
Ob das ein kleiner Protest gegen den Diktator
gewesen ist? |
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Als Alternative
steht
auf Teneriffa auch noch eine Menge an alten Namen
der Guanchen zur Auswahl. Wie wäre es denn mit
Chaxiraxi, Dácil, Timanfaya oder Yaiza für ein
Mädchen oder die klingenden Nahmen wie Bentor, Jonay
oder Pelinor für einen Buben? Geheimnisvoll klingen
sie allemal, oder? |
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Seit 2006 soll sich Topliste der beliebtesten
Vornamen allerdings geändert haben. In den
vergangenen Jahren war der beliebteste Vorname bei
den Buben Alejandro, Alexander, und bei den Mädchen
Lucia. |
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4 de noviembre2009 |
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Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, nachmittags bewölkt |
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16 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Was
ist ein Mann? |
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Ein Hosenträger! |
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Johann Nepomuk Nestroy |
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Die Zaunfelder bekommen endlich
Farbe!
Wäre das schön, wenn man sie in die Sonne legen
könnte, damit sie braun werden. Wir müssen leider
Pinsel und Lack, pincel y barniz, in die Hand
nehmen und drauflos pinseln. Heute werden sie
grundiert und morgen bekommen sie ihren endgültigen
Anstrich. |
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Weil Fotos von gestrichenen
Zaunfeldern und Brettern nicht sonderlich interessant sind, zeige ich euch heute
einmal zwei Stadtwappen. Auf dem linken Bild ist das Stadtwappen von unserem
Nachbarort La Guancha zu sehen und auf der rechten, blauen Säule ist das
Wappen von Icod de los Vinos angebracht. |
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Vier starke Männer prägen das Wappen
von Icod und zwei sexy Bienen stehen für La Guancha stramm. Der Name des Ortes
bedeutet auf deutsch übersetzt die Ureinwohnerin oder die Guanchin.
Und dazu gibt es eine kleine Geschichte ... |
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Es war einmal, ein spanischer Eroberer mit dem klingenden Namen
Alonso Fernández de Lugo. Als er mit seinen seinen Soldaten in das kleine
Bergdorf kam um die Guanchen zu unterwerfen, sah einer seiner Männer ein
wunderschönes einheimisches Mädchen, das gerade Wasser aus einer Quelle schöpfte,
contempló a una bellísima aborigen que cogía agua de una fuente. Der Spanier
war überwältigt von ihrer Schönheit und wollte sie ansprechen, doch als das
Mädchen den Soldaten bemerkte, floh sie blitzschnell aus seiner Nähe. |
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Alonso Fernández de Lugo gab seinen
Soldaten den Befehl, das Mädchen zu ergreifen und zu ihm zu bringen. Doch seine
Männer konnten diesen Befehl nicht ausführen, den das hübsche Guanchenmädchen
entschied sich für einen Sprung von einer Klippe. Ein Sprung, der ihr zwar das
Leben kostete, aber ihr die Freiheit bewahrte. Obwohl die Soldaten ohne die
Schöne zu ihrem Befehlshaber zurück kehrten, benannte der den kleinen Ort nach
ihr - la Guancha, el lugar sería conocido como Fuente de la Guancha. |
Die Kiefer im Wappen von La Guancha symbolisiert die
Wälder, die rund um die Gemeinde wachsen. El pino simboliza los bosques que
existen en las cumbres del municipio. Die Geschichte der zwei rassigen
Schönen kennt ihr ja bereits - zumindest von einer davon.
Woher die zweite Frau stammt weiß ich nicht.
Vielleicht ist es ja nur ein Spiegelbild, das sich in der Wasseroberfläche der
Quelle spiegelt? Oder hat einer der Soldaten damals doppelt gesehen? |
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Über das Wappen der Stadt Icod kenne ich leider keine Geschichte.
Ich weiß nur, dass die vier Männer die vier Könige der Guanchen, los Menceyes,
der Königreiche Icod, Daute, Abona und Adeje darstellen. Diese vier Menceyes
versuchten zu Zeit der spanischen Eroberung gemeinsam den Frieden in diesem
Gebiet mit dem kastilischen Eroberer zu verhandeln. Los cuatro tenantes
representan a los cuatro reyes o menceyes guanches de los de Icod, Daute, Adeje
y Abona que se reunieron en este territorio para acordar la paz con los
conquistadores castellanos. Geglückt ist ihnen dieses Vorhaben allerdings
nicht. |
Der alte Drachenbaum zwischen den
vier Männern ist nicht nur Wahrzeichen von Icod de los Vinos, sondern – neben
dem Teide und der Basilika von Candelaria – auch das Wahrzeichen von ganz
Teneriffa.
Botaniker rätseln zwar am Alter dieses riesigen Dragos,
doch egal wie alt er ist, eines ist sicher, der Drachenbaum von Icod ist der
älteste Drago der Inseln im Atlantik. |
Mittlerweile ist es dunkel geworden,
am sternenklaren Himmel leuchtet silbern der volle Mond, an der Küste bei Los
Silos blinkt der Leuchtturm und die Lichter des kleinen Städtchens flimmern
hell. In der Ferne kann ich heute sogar die Lichter an der Küste von La Palma
erkennen! Die Nachtluft ist ziemlich kühl frisch aber in
unserer kleinen Kemenate ist es angenehm warm - wir haben ein kleines Feuerchen
in unserem Schwedenofen angezündet.
Damit es richtig gemütlich wird, werden wir jetzt noch ein
paar Kastanien braten - den Glühwein lassen wir allerdings weg. Also dann, bis
morgen! ¡Hasta mañana! |
mann
niest ... |
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3
de noviembre2009 |
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Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, nachmittags bewölkt |
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17 ° temperatura
mínima |
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23 ° temperatura
máximo |
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Ein
Präsident ist wie ein Friedhofsverwalter. |
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Er hat eine Menge Leute unter
sich, |
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aber keiner hört zu. |
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Bill Clinton |
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So stimmungsvoll, muy expresivo,
hat der Tag begonnen. Um sechs Uhr Früh hat der
volle Mond aus dem Meer vor los Silos einen
silbernen See gezaubert. Eine Stunde später konnte
man schon den blauen Himmel erahnen, trotzdem hat
der Vollmond, la luna llena, seine Stellung
noch immer gehalten und einen hellen Kreis auf die
Meeresoberfläche gemalt. |
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Kurz darauf ist er dann am Horizont
verschwunden und wurde übergangslos von der Sonne
abgelöst.
Bis Mittag war der Himmel wolkenlos und strahlend blau, am
Nachmittag sind leider Wolken aufgetaucht und nix
mehr war mit einer kurzen Pause auf dem Liegestuhl. |
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2 de noviembre2009 |
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Montag
- lunes |
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Allerseelen in Österreich |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, nachmittags bewölkt |
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17 ° temperatura
mínima |
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23 ° temperatura
máximo |
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Und
weil er uns sonst niederhaut, |
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drum preisen wir ihn alle laut. |
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Johann Nepomuk Nestroy |
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Georg hat heute damit begonnen, den
ehemaligen Wassertank auszuräumen. Bis jetzt hat er
uns als Lagerraum gedient, aber damit ist jetzt
Schluss, denn nun wird er wird verputzt und mit einem
Dach versehen.
Die ersten Untersteller hat er auch schon vor der
noch nicht vorhandenen Haustüre gelagert. In den
nächsten Tagen werden die ersten Räume nicht mehr
wie ein dichter Wald wirken sondern das Aussehen
alter Innenräumen annehmen. Die Deckenkonstruktion
ist ausgehärtet und darf sich ab jetzt selbst
tragen.
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Auf der Insel Teneriffa, en la isla Tenerife, kennt man keinen zweiten Feiertag zu Ehren der verstorbenen
Seelen. Allerheiligen, Todos los Santos, ist vorbei, die letzten Kerzen sind wahrscheinlich bereits
in der Nacht verloschen und heute müssen alle Kinder ganz normal in die Schule
gehen, die Banken und Ämter haben geöffnet - das Leben regiert. Dabei ist gerade Allerseelen, Día de Difuntos,
der Tag für das allgemeine Volk, ein Gedenktag der katholischen
Kirche, der dazu gedacht ist, durch Gebete, Almosen und Fürbitten die Leiden der
Armen Seelen der Verstorbenen, die im Fegefeuer sind, en el purgatorio, zu erleichtern.
Höchstwahrscheinlich gibt es in Spanien keine Toten, die durchs Fegefeuer gehen
müssen? |
Keinen will ihn und niemand will über ihn reden und doch kommen wir auch im
Alltag kaum um ihn herum.
Der Sensenmann Tod hat sich in jeder Sprache einen festen Platz
erobert.
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Wir können Begebenheiten totschweigen, Geschichten begraben - oder sie nach
langer Zeit, meistens unnötigerweise, wieder ausgraben.
Man kann tot umfallen, caer muerto, oder sich nur tot stellen, o
fingirse el muerto.
Ich kann mich zu Tode langweilen, aburrirse como una ostra, oder totlachen und man kann todmüde sein,
muerto de sueño. Man
kann sich todsicher, sin falta, auch zu Tode schuften und man kann oder könnte, dank der
Medizin, fast alles überleben - nur nicht den Tod. "Die Geburt ist ein
Todesurteil, das nur für unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde" lässt Nestroy einen
seiner Darsteller auf der Bühne dem Volk ausrichten. Mit dieser zynischen
Aussage hat er wohl den Sargnagel auf den Kopf getroffen! |
im Moment hab ich
keinen Durchblick ... |
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1
de noviembre2009 |
|
Sonntag
- domingo |
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Todos los Santos in
Spanien |
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Allerheiligen in
Österreich |
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Icod de los Vinos |
| sonnig, nachmittags bewölkt |
|
17 ° temperatura
mínima |
|
23 ° temperatura
máximo |
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Jäten
ist Zensur an der Natur. |
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Oskar Kokoschka |
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Am ersten November besuchen die meisten Menschen ihre Gräber am
Friedhof. Die einen, weil sie es wollen und die anderen weil sie es müssen, es
gehört sich einfach so. |
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Selbstverständlich
traditionell müssen alle Gräber genau an diesem Tag geschmückt sein. Der
Friedhof verwandelt sich fast über Nacht in einen bunten Acker der verstorbenen
Seelen.
Die Gärtner und Floristen freut's,
einige Grabbesitzer vielleicht vereinzelt doch nicht so.
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Aber so ist das eben, Traditionen,
las tradiciónes, wollen gehegt und gepflegt
werden. Wenn wir sie nicht hätten, wären die ersten
Novembertage wohl ein wenig grauer und irgendetwas
würde fehlen. Deshalb werden auch heuer wieder
Kerzen angezündet und der neue Wintermantel wird bei
Frosttemperaturen das erste Mal ausgeführt.
So ist es halt in meiner Jugendzeit
gewesen und gar so viel wird sich in den paar Jahren auch nicht verändert haben. |
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Das Schönste an diesen, meist grauen und kalten, Tagen waren eigentlich die zwei
schulfreien Tage. Wenn wir aber erst am späten Nachmittag auf den Friedhof
gegangen sind, waren die vielen, flackernden Lichter in den Abendstunden der
Höhepunkt. In
dieser Beleuchtung hat der Friedhof geheimnisvoll und romantisch gewirkt,
friedlich und ganz still.
Dabei sollte am Allerheiligentag
eigentlich ein lustiges Fest gefeiert werden, ein Fest für die
Lebenden, doch das macht niemand. Zumindest nicht in unserem Kulturkreis. |
Etwas Außergewöhnliches zu Friedhöfen
fällt mir ein. In Tirol, in Kramsach,
findet man ein einzigartiges Überbleibsel aus alten
Zeiten. Einen lustigen Friedhof.
Na ja, eigentlich ist es kein
richtiger Friedhof sondern eher ein Museumsfriedhof,
denn der Besitzer einer Schmiede hat unzählige
Grabkreuze und Grabsteine aus dem vorigen
Jahrhundert zusammenzutragen und auf einem kleinen
Hügel einen kuriosen Friedhof geschaffen. Auf den
alten Tafeln der Kreuze aus Schmiedeeisen kann
man Sprüche wie diesen lesen: "Hier liegt in süßer
Ruh' erdrückt von seiner Kuh Franz Xaver Maier,
daraus sieht man wie kurios man sterben kann."
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Im großen und ganzen lösen Friedhöfe
jedoch bei den meisten Menschen eher eine
beklemmende Stimmung aus. Von mir kann ich das nicht
behaupten, ich gehe gerne auf diese Stätten des
vergangenen Lebens. Es ist ein lebendiger
Spaziergang in die Vergangenheit. Für mich erzählen
die alten Zeitzeugen, egal ob Kreuze oder
Grabinschriften, lebendige Geschichten. |
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Auf Mexikos Friedhöfen ticken zu Allerheiligen, día de muertos,
die Uhren sowieso anders, dort wird gefeiert - und
zwar am Friedhof, mitten unter den Verstorbenen und
ihren Seelen. |
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La Catrina ist
eine Skelettdame, die ein Symbol für
den Tag der Toten in Mexiko geworden
ist. Vermutlich stammt sie vom
mexikanischen Kupferstecher José
Guadalupe Posada, der sich damit
über die mexikanische Oberschicht
unter Porfirio Díaz lustig gemacht
hat. Catrina bedeutet im Spanischen
soviel wie eine wohlhabende oder
reiche Person - allerdings mit
abwertendem und sarkastischem
Unterton.
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Den Tag
der Toten begehen die Mexikaner als großes Volksfest, mit einem Picknick am
Familiengrab, Volksmusik, die neben der Friedhofskapelle
gespielt wird und schaurig
süßen Totenköpfen aus Zuckerguss. Die Mexikaner haben ein ganz besonderes
Verhältnis zu ihren Toten. Tagelang feiern die Menschen mit der
tröstenden Vorstellung,
dass die Toten zurückkehren, um ihre Verwandten zu besuchen.
Ich hoffe nur, es kommen nur die
geliebten und nicht die unguten Verwandten zurück zu
ihrer lebendigen Familie, aber ganz so sicher bin
ich mir da nicht, denn aussuchen kann sich das mit
Sicherheit niemand. |
Wie es auch sei, die häuslichen Altäre werden trotzdem liebevoll
mit Postkarten der diversen Heiligen, los santitos, und der Jungfrau Maria, mit
Totenschädeln aus Zucker,
mit Obst, Gemüse, sowie mit Fotos und anderen Erinnerungsstücken an die Toten
geschmückt
und mit einer orangefarbenen Tagetesblume, die schon von den Indios Cempasúchitl
genannt wurde, aufgeputzt. Anschließend werden noch die Lieblingsspeisen der
Toten gekocht, transportfähig verpackt und dann wandert die ganze Familie mit
Kind und Kegel zu den Gräbern auf den Friedhöfen, die an diesem Tag wohl eher
wie ein riesiger Picknickplatz wirken. Tequila und Bier dürfen natürlich auch
nicht fehlen und dann wird bis in die Morgenstunden gefeiert! Für die
Verstorbenen ist allerdings um Mitternacht Sperrstunde die Zeit
gekommen, wieder ins Jenseits zurückzukehren. Für sie ist das Fest für dieses
Jahr zu Ende. |
bei Vollmond flogen die
Geister durch die Lüfte ... |
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16. bis 31. Oktober
2009 |
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Unser Postkasten freut sich auf
jede
kleine Nachricht |