hier geht's zu den nächsten Einträgen :o) lach ein bisschen 1 de febrero 2009
 
31 de enero 2009
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
sonnig mit einigen Wolken
11 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
 
wohin verschwindet    die Zeit?
 
Er denkt - also ist er.
Dachte er.
Denkste - dachte sie.
Autor unbekannt
 
 
 
Der Jänner ist schon fast Vergangenheit, ein Zwölftel des Jahres ist vorbei. Wohin ist die Zeit verschwunden? Haben wir nicht gerade erst das Neue Jahr begrüßt? Uns ein gutes, neues Jahr, viel Glück und Gesundheit gewünscht?
Seit den frühen Morgenstunden lacht die Sonne vom Himmel, doch die Lufttemperatur befindet sich noch im Kellerbereich. :o) lach ein bisschen So wie es aussieht kann sich dieser Umstand jedoch schnell ändern. Ich lasse mich überraschen.
Viel wärmer ist es leider nicht geworden, doch wir haben unsere Yuccas eingepflanzt und sonst noch so Kleinigkeiten erledigt. Um Acht Uhr abends sind wir noch zum Mercadona gefahren. Wir haben gedacht, da ist außer uns und ein paar wenigen, anderen Spätkäufern sowieso niemand mehr. Doch dieser Gedanke war ein typisches Beispiel für eine Fehlspekulation. Der Parkplatz war bis auf den letzten Platz besetzt. Ich bin also ins Geschäft gegangen und Georg hat auf das nächste, freie Abstellplätzchen für unser Auto gewartet. :o) lach ein bisschen Ins Geschäft kann man den fahrbaren Untersatz ja schlecht mitnehmen.
So sieht die Wirtschaftskrise in Icod de los Vinos aus. Spät Abends werden die vollen Einkaufswägen nach Hause geschoben. Es ist allerdings kein Trick dahinter - geschenkt bekommt hier niemand etwas! Allerdings dürfte der verstärke Ansturm auf Lebensmittel mit dem Montag zu tun haben. Am zweiten Februar sind hier die Geschäfte geschlossen.
Den Grund dafür, also den Anlass, habe ich allerdings noch nicht in Erfahrung bringen können. Eines ist allerdings sicher - es liegt eine Fiesta in der Luft. Die Musik klingt bis zu meinem Kopfpolster. Gute Nacht allerseits!
 
 
30 de enero 2009
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
ein Regentag
14 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
 
Zeit dass    das Wochenende kommt
 
Fleiß ist zwar eine Tugend,
aber wenn man es sich selbst zu bitter macht,
dann verliert man auch das ausgeglichene und fröhliche Wesen.
Zitat aus China
 
 
 
Kaum bin ich aus dem Land der Träume in der Realität angekommen, werde ich von einem unerwarteten Geräusch irritiert. Es regnet - nein es schüttet aus Kübeln. :o) lach ein bisschen Na, dann werde ich mich noch einmal ins warme Bettzeug kuscheln und den Tag gemütlich angehen. Es ist acht Uhr und bei strömenden Regen ist heute keine Arbeit möglich. Auch gut, dann wird der Tag eben umorganisiert auf Büro- und Schreibarbeit.
Der heftige Regenschauer war nach einer Stunde schon wieder Bestandteil der Vergangenheit. Draußen stehen ziemlich große Wasserteiche am Boden und vom Himmel kommen in regelmäßigen Abständen fein verteilte Regentropfen auf die Erde. Für morgen ist allerdings wieder schönes Wetter vorher gesagt. Was wollen wir mehr? Wie das Wetter wirklich werden wird? Keine Ahnung, ni idea! Für schönes Wetter gibt es eben keine Garantie.
Wenn man sich dieser Tage öfter von den diversen Medien berieseln lässt, kommt man sich von Zeit zu Zeit vor, als ob man in einer anderen Welt leben würde. Handelt es sich um eine pandemische seuchenartige Hysterie, Dummheit, Frechheit oder eine Verfälschung der Geschichte? Es wäre ja nicht das erste Mal, das gewisse Situationen von den Tätern bewusst noch einmal als Betätigungsfeld benutzt werden.
Wovon ich rede? Das nette Wort Krise oder la crisis, wie es auf der Insel genannt wird. Das arme Ding ist so ziemlich für alles verantwortlich wofür irgendjemand den Kopf hinhalten soll. Warum sind die Menschen nicht so ehrlich und geben ihr eigenes Unvermögen zu? Egal ob es sich dabei um ein Chaos in der Politik, der Finanzwelt oder bei bestimmten Industriezweigen handelt.
Die Gewinner machen noch immer auf Kosten der Bevölkerung Gewinne - auch wenn die Aktien ihren Wert verlieren. Die richtigen Leute haben ihren persönlichen Reichtum zur rechten Zeit ins eigene, kleine Kämmerlein gebracht. Nun werden Milliardenbeträge in Firmen und Banken gepumpt, die ihr Desaster selbst verursacht haben. Ganz überlegt und bewusst. Woher kommt denn dieser angenehme, warme Geldsegen? Von oben wohl eher nicht! Vermutlich wird er aus der Geldbörse des kleinen Mannes gezogen und die Finanzbetrüger machen sich frisch, fröhlich auch mit diesem Geld noch auf und davon.
Ganz legal, staatlich unterstützt und abgesichert. Und wer schenkt uns ein paar Euros? Ich würde gar keine Millionen brauchen, ein paar Hunderttausend würden reichen. :o) lach ein bisschen Wir würden den schnöden Mammon allerdings besser anlegen.
Otto Normalverbraucher hat vom großen Geldsegen nichts abbekommen, er bleibt aber auch jetzt relativ verschont.
Auch wenn es den einen oder anderen treffen sollte, geduldig im Kaninchenbau sitzen zu bleiben und darauf zu warten bis uns selbst die Krise holt, wird auch nicht das große, verheißungsvolle Erfolgsrezept sein. Oder habt ihr die Krise noch gar nicht gesehen? Na ja, wenn wir alle etwas dagegen machen, wird sie bei uns nie ankommen.
Wahrscheinlich hat man öfter mehr Glück als Verstand, tener más suerte que entendimiento! So denke ich eben. Es muss und kann nicht immer der direkte Weg sein. Sicher, oft ist Umdenken schwer. Man hat feste Pläne und Vorstellungen im Kopf und muss immer wieder umdenken und umplanen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es für uns der richtige Weg ist. :o) lach ein bisschen Es gibt eben Zeiten, da muss man alle Hebel in Bewegung setzen um das zu erreichen, was man als Ziel vor Augen hat. Oft hat man auch mehr als Glück im Unglück? ¿Dentro de lo malo, lo mejor?
Träumen allein reicht im Leben nicht aus. Träume und Pläne haben nur dann einen Sinn, wenn man selbst voll dahinter steht und auch bereit ist, mit viel Aufwand und Arbeit dafür zu kämpfen. Man sollte nicht sein Leben verträumen - man sollte seinen Traum leben!
Klingt einfach - ist es aber nicht immer. Das ist vielen Menschen auch in der Vergangenheit passiert. Lebensträume sind vor allem in schlechten Zeiten umgesetzt worden. In jeder Krise steckt die Chance für einen Neuanfang. Das ist die ursprüngliche Bedeutung dieser Wortschaffung. :o) lach ein bisschen Krise bedeutet nicht Desaster - höchstens bei den Politikern oder diversen ungebildeten Medienleuten. Aber die wissen es eben nicht besser. Leider.
Einer unserer Nachbarn, Nasario, den wir respektlos respektvoll "Kartoffelkäfer" nennen ist nun schon seit zwei oder doch schon drei Monaten bei seiner Tochter in Südamerika. Er hat sein Leben mit seiner Familie in Venezuela aufgebaut und verbracht. Als er sich in den nächsten Lebensabschnitt, das Pensionsalter, begeben hat, sind er und seine Frau wieder nach Teneriffa zurück gekehrt. Im Spätsommer des vergangenen Jahres ist seine Frau verstorben und er hat sich neuerlich auf den Weg über den Atlantik gemacht.
Zurück in die Vergangenheit oder auf in die Zukunft bei der Familie seiner Tochter und seinem neu geborenen Enkel? Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man diese Reise definieren soll oder kann. Ob wir ihn je wieder sehen werden? Ich denke eher nicht. Aber wer weiß das schon? Zur Zeit hält ein mit ihm verwandtes oder bekanntes Ehepaar seinen Garten in Ordnung. Obwohl die beiden, laut ihren eigenen Worten, keine allzu große Lust mehr dazu haben. :o) lach ein bisschen Hut ab vor so viel Hilfsbereitschaft!
Auswandern, einwandern, umsiedeln oder sein Leben einfach auf dem Punkt der Erde verbringen, den man sich selbst aussucht. Egal wie man die verschiedenen Wanderungen des Menschen nennt, man kommt auf alle Fälle auf einen bestimmten Punkt. Den könnte man auch das Ziel der Träume nennen. Ob sich die diversen Luftschlösser verwirklichen lassen steht auf einem anderen Blatt Papier. Das kann und muss jedoch immer Nebensache gewesen sein, warum hätten sonst so viele Menschen die Realität hinter sich gelassen um ins Ungewisse aufzubrechen?
Auf einer kleinen Anhöhe bei Garachico ist irgendwann, vor einigen Jahren, ich glaube 1990, ein Gedenkplatz für die Auswanderer von Teneriffa, el Mirador El Emigrante,  errichtet worden. Nicht weit entfernt vom Fischerhafen, im Ortsteil Risco Partido, an der Straße nach Los Silos. Von diesem Punkt hat man einen schönen Blick über das Städtchen, den alten Hafen und die kleine Insel im Meer. Man kann auch die zwei Lavaströme am Berghang, die vom Ausbruch des Vulkans Montaña de Trebejo im Jahr 1706 stammen, ganz gut erkennen. Damals zerstörte die Lava ganze Teile der Stadt und den Hafen.
Die Statue ist irgendwie typisch kanarisch. Beschreiben kann ich das Wort typisch in dem Sinne nicht, aber auf den Inseln im Archipel sieht man eben überall irgendwelche Kunstwerke aus Metall Bronze oder noch besser halb verrostetem Metall an fast jeder Ecke in der Gegend herum stehen.
Wir sind unzählige Male daran vorbei gefahren und keiner von uns beiden hat sich sonderliche Gedanken über diese Figur gemacht. Es ist und war der Platzhalter für viele Inselflüchtlinge in die neue Welt. Der Mann aus Metall hat mehrere Koffer in der Hand und in seiner Brust klafft ein großes Loch. Na und? Ist eben abstrakte Kunst. Es wurde 1990 von Los Chicharros Mensajeros errichtet und ist im Kopf des Bildhauers Fernando Garcíarramos entstanden.
Der Erschaffer dieser Statue wollte damit eine klare Aussage festhalten. Das kann man allerdings nur verstehen oder begreifen, wenn man die Geschichte dazu kennt.
Die Auswanderer vergangener Zeiten haben zwar ihr Gepäck mit genommen - ihr Herz ist jedoch auf der Insel zurück geblieben! Das sollen die Koffer und das Loch in der Brust des Mannes aus Bronze für alle Zeiten festhalten.
In der heutigen Zeit denkt fast niemand mehr daran, dass die Bevölkerung der Kanaren bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts bettelarm war. So manches Familienoberhaupt hat zu dieser Zeit für viel Geld seine Kinder mit dem berühmt, berüchtigtem Persilkarton unterm Arm in ein kleines, unsicheres Boot nach Venezuela gesetzt. Darin sah die Bevölkerung eine Chance, dass der Rest der Familie nicht verhungern musste. Viele davon haben ihr Ziel wohl nie erreicht, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Die Zeit der Armut, la pobreza, begann Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Erste Weltkrieg, la primera guerra mundial, und später die Diktatur von General Franco, der Zweite Weltkrieg, la segunda guerra mundial, ließen die kanarische Wirtschaft zusammen brechen. Auf Teneriffa hat es Jahre des Hungers und der Armut gegeben und für viele Inselbewohner lag das Land ihrer Träume weit, weit weg. Irgendwo Richtung Amerika, irgendwo am Ende des Atlantiks. Die Menschen träumten von einem Leben in Südamerika. Europa war für sie weiter entfernt als der Mond.
Im Jahr 1936 krempelte General Franco die spanische Welt auf seine Art um. Er inszenierte seinen Putsch auf dem Festland von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa zwar nicht, die wirtschaftliche Isolierung und ihre Folgen waren jedoch auch hier für viele Menschen lebensbedrohlich.
Deshalb wanderten in den Jahren 1914 bis 1955 viele Inselbewohner nach Südamerika aus. Venezuela war für die meisten von ihnen das gelobte Land. Noch heute besteht ein Drittel der venezolanischen Bevölkerung aus den Nachkommen kanarischer Auswanderer.
Die Kanarischen Inseln  waren in der Zeit der Herrschaft Francos - also bis 1975 - zusätzlich ein Gebiet der Verbannung. Wer in Spanien nicht ins politische Schema passte und unangenehm aufgefallen ist, wurde in die Außenstation im Atlantik verfrachtet. War doch praktisch, oder?
Auswandern, emigrar de, von den Kanarischen Inseln nach Amerika war in Laufe der Geschichte allerdings zeitweise verboten, bei Bedarf wurde die Auswanderung wieder gefördert. Einmal war sie illegal und unerwünscht und dann wieder legal und willkommen. Die Menschen auf der Insel haben sich für die gesetzlichen Bedingungen nicht interessiert. Wenn sie gehen wollten, haben sie Wege gefunden - und oft auch ihr Glück.
An erster Stelle der Ziele standen in Lateinamerika Venezuela, Kuba und Hispaniola, weniger Uruguay und der Norden Mexikos. Legalisiert wurde die Auswanderungswelle allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Das dürfte die Menschen allerdings nicht sonderlich interessiert haben.
Venezuela wird auf den Kanaren als die achte Insel bezeichnet und zahlreiche Heimkehrer verursachen heutzutage viele Probleme. Nicht gewollt, es ergibt sich einfach.
Stellt euch einmal vor, der Großvater fährt auf dem Schiff nach Mexico, Kuba oder Venezuela. Er baut sich dort eine Familie und sein Leben auf. Die Kanaren sind ab diesem Zeitpunkt weit weg. Ja, daheim bleibt eine Finca zurück, Sohn und Tochter oder Bruder und Schwester. Aber irgendwann einmal denkt man nicht mehr daran. Vielleicht erzählt man den Kindern Geschichten aus seiner Jugend. Erlebnisse mit Kamelspeditionen, Ochsen und Eseln - aber das war's dann schon.
Brüderlein und Schwesterlein bleiben buchstäblich auf der Insel und der Finca sitzen. Sie gehört ihnen zwar nicht, aber der eigentliche Besitzer ist irgendwo im gelobten Land und weit, weit weg. Sie halten Haus und Hof in Stand, kultivieren die Felder und leben ein ruhiges, wenn auch bescheidenes Leben.
Im Märchen,  en un cuento de hadas, würde man jetzt sagen, wenn sie nicht gestorben sind ...
In der Realität, en la realidad, schaut das natürlich ein bisschen anders aus.
Die politischen Zeiten in Südamerika haben sich geändert und viele Nachkommen der ehemaligen Auswanderer pilgern in die genetische Heimat zurück. Und was verursachen sie hier? Ihre Anwesenheit verursacht nicht immer nur Freude sondern kann auch so manches Problem verursachen.
Warum das? Erstens sind die jungen Leute oft besser ausgebildet, denn sie beherrschen neben der Weltsprache spanisch meistens auch die Möglichkeit sich auf englisch zu verständigen. Zweitens beanspruchen sie Besitztümer, die ihnen zwar oft rechtlich zustehen, die aber in der Realität oft gar nicht mehr existieren würden, wenn nicht die Zurückgebliebenen der Familie sie erhalten hätten.
Wer hat also recht? Schwer zu sagen - gesetzlicher Rechtsanspruch bedeutet nicht immer recht haben. Genauso wenig, wie Recht haben und Recht bekommen nicht ein Ding sind. ¡Me va a dar un ataque! Da könnte ich auch die Krise bekommen - oder nicht?
So, für heute waren das viele Gedanken, morgen gibt es wieder Fotos - versprochen!
 
 
29 de enero 2009
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
Sonne mit leichter Bewölkung
14 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
Seifenblasen    wären schön ...
 
 
 
Vorurteile sind wie ein Blumenstrauß,
den man wenigstens von Zeit zur Zeit neu arrangieren sollte.
Luther Burbank
 
 
 
 
Bis um vier Uhr habe ich bei strahlendem Sonnenschein die Pflanzenwelt auf der Bogenterrasse beschnitten und in Form gebracht. Danach wirkt der Weg leider immer wieder wie ein grünes Schlachtfeld. Aufgeräumt wird morgen, denn ich bin leider erst bis zur Hälfte gekommen. Jetzt tun mir alle Knochen weh und die sauberste Gartenmaus bin ich auch nicht wirklich. Jetzt geht es also erst einmal unter die Dusche und dann verwandle ich mich wieder in einen zivilisierten Menschen.
Mit den Abendstunden sind leider graue Wolken aufgetaucht. Mittlerweile ist der ganze Himmel bewölkt. Schade, aber eigentlich stört es mich gar nicht. :o) lach ein bisschen Ich mach mir jetzt einen gemütlichen Abend, una velada agradable.
 
 
28 de enero 2009
Mittwoch - miércoles
 
Icod de los Vinos
Sonne mit leichter Bewölkung
14 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
die Mauer    wächst ...
 
Warum es den Leuten so schwer fällt, glücklich zu sein?
Weil sie die Vergangenheit besser sehen, als sie war,
die Gegenwart schlechter, als sie ist,
und die Zukunft herrlicher als sie sein wird.
Marcel Pagnol
 
 
 
Hay pulpo! So ab und zu fährt ein fliegender Fischhändler unsere Straße herauf. :o) lach ein bisschen Durch seine Lautsprecherdurchsage sind wir heute zu einer Delikatesse gekommen. Frischen Tintenfisch sollte man sich nicht entgehen lassen. Bis zum Abend war das gute Stück mit seinen acht Fangarmen gekocht und damit zwar um die Hälfte vom Volumen kleiner, aber butterzart.
 
Wie man das Ding richtig kocht? Eigentlich ganz einfach - alle angepriesenen Tipps und Tricks mit einfrieren und irgendwelchen Korken im Kochwasser sind einfach nur blöd und völlig überflüssig.
Wasser zum Kochen bringen, das Ungetüm ins blubbernde Wasser verfrachten, zehn Minuten wallend kochen und danach ungefähr eine dreiviertel Stunde ziehen lassen. Mit kaltem Wasser abschrecken und warten, bis der ehemalige Meeresbewohner ausgekühlt ist. :o) lach ein bisschen Das ist das ganze Geheimnis. Ihr könnt es mir glauben, ich habe es schon unzählige Male genau so praktiziert. Und bis jetzt hat es uns - aber auch vielen anderen - immer vorzüglich geschmeckt.
Pulpo à la Vinaigrette ist einfach ein Gedicht. :o) lach ein bisschen Für die Zubereitung muss man kein großer Kochkünstler, un artista culinario, sein. Essig, Senf, Salz, Pfeffer und Olivenöl als Basis, una cebolla, pimientos verde y rojo, Zwiebel, grünen und roten Paprika in feine, kleine Würfel schneiden, die gekochte Kracke von ihrer schleimigen Haut und den Saugnäpfen Polypen befreien, in mundgerechte Stückchen schneiden, alles vermischen und am nächsten Tag mit frischem Baguette genießen! iNo hay más secreto que ese! Das ist das ganze Geheimnis einer perfekten Vorspeise!
 
 
27 de enero 2009
Dienstag - martes
 
Icod de los Vinos
Sonne mit leichter Bewölkung
14 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
Brennholz ist   notwendig
 
 
Ein Pessimist ist ein Mensch,
der sofort nach dem Sarg Ausschau hält,
wenn er Blumen gerochen hat.
Henry Louis Mencken
 
 
 
Die Sonne scheint, aber in den frühen Vormittagsstunden ist die Luft noch ziemlich frisch. Lange wird es nicht dauern, dann haben die Sonnestrahlen ihre Arbeit erledigt und ich kann bei angenehmen Temperaturen mit der Baumschere ausrücken. Los árboles, arbustos y las palmeras, Bäume, Sträucher und Palmen müssen unbedingt zurück geschnitten werden. :o) lach ein bisschen Wenn es nur nicht so viele wären! Jammern nützt allerdings nicht viel - also nichts wie an die Arbeit. Von selbst erledigt sie sich leider nicht.
Das war für heute die kurze Meldungen vom Tag, noticias breves del día.
 
 
26 de enero 2009
Montag - lunes
 
Icod de los Vinos
mehr Wolken als Sonne
14 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
eine Pizza  wäre nicht schlecht
 
 
Die Menschheit wird erst glücklich sein,
wenn alle Menschen Künstlerseelen haben werden.
Mit anderen Worten:
wenn allen ihre Arbeit Freude macht.
Maria Rojo
 
 
 
In der Nacht muss es zu unserem Erstaunen geregnet haben. Als wir bei blauem Himmel und Sonnenschein um neun Uhr weg gefahren sind, sind vor unserer Haustüre noch immer zwei relativ große Pfützen Wasserlacken, dos charcos, gestanden. Auf der Fahrt Richtung La Orotava ist es allerdings immer wolkiger geworden.
Ich in mir ziemlich sicher, dass in den kanarischen Wintermonaten, sprich Jänner und Februar, das Wetter in Icod viel sonniger als im Orotavatal ist. Auch wenn bei uns oft Wolken den Himmel bevölkern, aber in dieser Gegend tummeln sie sich rund um den Gipfel des Teide. Im Orotavatal, la Valle de Orotava, hängen die meistens dunkelgrauen Wolken tief über der Stadt. Das wirkt irgendwie ziemlich bedrückend - zumindest für mich.
Der Vormittag war für bürotechnische Angelegenheiten reserviert. Wir haben es allerdings geschafft, dass wir wenigstens am Nachmittag noch etwas sinnvolles arbeiten können. :o) lach ein bisschen Ein kurzes, aber geschmackvolles Restlessen mit einer Honig gesüßten, gebackenen Banane und einem starken Espresso als Draufgabe und dann nichts wie ab ins Freie!
 
Im Moment verändert sich das Aussehen auf einer unserer Terrassen fast täglich, vor einer Stunde ist der letzte Baum an falscher Stelle gefallen. Dieses Exemplar war besonders hartnäckig. Als wir vor etwas mehr als einem Jahr die Stiege neu betoniert haben, hat Georg den Mispelbaum, el nispero, kurzerhand mit der Motorsäge eliminiert. :o) lach ein bisschen Es hat allerdings nicht lange gedauert und aus dem alten Baumstumpf hat sich ein neuer Baum Richtung Himmel gestreckt.
Dieses Mal wird ihm das nicht mehr gelingen, da kann er wollen wie er will oder kann. In einigen Tagen wird er unter einer Betonschicht endgültig verschwinden. Tut mir leid für ihn, aber ab und zu ist das Schicksal eben gegen einen.
 
 
25 de enero 2009
Sonntag - domingo
 
heiter bis wolkig
strahlender Sonnenschein
14 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
heute haben wir frei
 
 
 
Das beste Alter
Das beste Alter für den Mann:
Wo er schon weiß, wo er noch kann!
Eugen Roth
 
 
 
Frühstücken, tratschen - dann machen wir uns auf den Weg um unseren Vorrat an Trinkwasser, agua potable, für die kommende Woche zu bunkern. Ein Blick nach oben bringt mich dazu, die Menschen zu bemitleiden, die in diesen Höhenlagen wohnen. Dichter Nebel zieht die Berghänge nach oben. Für mich uns ist es eine wunderschöne Stimmung, aber wir wohnen zum Glück nicht in diesen Höhenlagen.
Richtet man den Blick aufs Meer hinaus, sieht man erst graues, dann blaues Wasser. Die Himmelslandschaft spiegelt sich auf der Meeresoberfläche. Über unseren Köpfen brauen sich allerdings zum Teil dichte Nebelbänke zusammen. Ab und zu kommen wir auf unserer Fahrt in die höher gelegenen Regionen von Icod immer wieder in Zonen, in denen die Sicht wieder einige hundert Meter weit reicht. Oft scheint es so, als ob eine Hand, die von oben gelenkt wird, ab und zu einen zarten aber dichten, weißen Store zur Seite zieht - oder sanft über die Landschaft gleiten lässt. :o) lach ein bisschen Vielleicht gibt es auf dieser Vulkaninsel im Atlantik doch Feen? So abwegig ist der Gedanke meiner Meinung nach nicht.
Bei der Abfüllanlage der Quelle war der Andrang heute nicht besonders groß, wir haben eine gute Zeit erwischt. Ruck zuck haben wir unsere sechs Behälter voll befüllt und sind wieder Richtung Küste gefahren. :o) lach ein bisschen Georg wollte noch ein paar Sonnenstrahlen mit tosenden Meereswellen genießen und deshalb haben wir noch einen kleinen Abstecher nach San Juan de la Rambla gemacht.
Die Steilküste vor dem ehemaligen Fischerdorf San Juan de la Rambla gehört zum Kulturgut der Kategorie Archäologie von Teneriffa. Die Steilwände der Küstenlandschaft sowie die Schluchten Chaurera und Ruiz, Barranco Chaurera  y Barranco de Ruiz, gelten als Orte für ursprüngliche Begräbnisstätten und Wohnsiedlungen und damit als besonders schützenswert.
In einer kleinen Strandbar im Ortsteil Las Aquas haben wir bei einem Gläschen trockenem Inselwein die Sonne und das ziemlich turbulente Meer genossen. Herrlich! :o) lach ein bisschen Anschließend war die Windschutzscheibe des Autos allerdings mit sanftem Meeresgold beschichtet und wie haben das Pech gehabt, dass wir kein Wasser mehr in unserer Scheibenwaschanlage gehabt haben. Die Heimfahrt war aus diesem Grund eher ein Tasten mit dem Blindenstock. Eine verschmierte Scheibe gepaart mit strahlendem Sonnenuntergang kann die Hölle sein. :o) lach ein bisschen Na ja, so schlimm war es auch nicht. Mein Schatz sieht noch immer wie ein Luchs - im Gegensatz zu mir.
Das Land der untergehenden Sonne feiert heute Neujahr. Ab jetzt ist der Stier, el toro, für das Glück des chinesischen Volkes zuständig, das Rindvieh soll China glücklich machen. Vielleicht fällt ja ein kleines Stückchen Glück für mich ab. Ich bin zwar keine Chinesin aber mein lebenslanges Sternzeichen ist der Stier.
Die Vorhersage chinesischer Weißer klingt ganz plausibel: "Für das Krisenjahr 2009 sagen Wahrsager voraus, dass sich harte Arbeit und Fleiß auszahlen sollen. Das Rind stehe im chinesischen Tierkreis für Geduld und Unbeirrbarkeit. Mit schnellen Erfolgen sei allerdings nicht unbedingt zu rechnen." :o) lach ein bisschen Mit dieser Ansicht, Einsicht oder Voraussicht kann ich durchaus leben. Also packen wir den Stier bei den Hörnern, tomar al toro por los cuernos!
 
 
24 de enero 2009
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
Regenwetter jeder Art
14 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
wir gehen   einkaufen
 
Fragen
Ein Mensch wird müde seiner Fragen:
Nie kann ein Mensch ihm Antwort sagen.
Doch gern gibt er Auskunft alle Welt
auf Fragen, die er nie gestellt.
Eugen Roth
 
 
Blauer Himmel beim Aufstehen, aber hast du es nicht gesehen ziehen die Nebelschwaden vom Meer über die Hügel. Werden sie sich wieder verziehen oder bleiben sie uns erhalten? Wir warten einmal ab. :o) lach ein bisschen Für heute Nachmittag haben wir uns bereits gestern eine Auszeit gegeben. Wir lassen die Ereignisse also einfach auf uns zukommen. Nun wird erst einmal - um halb zwölf Uhr Mittag - gefrühstückt, oder wie der halbwegs gebildete Mensch heute sagt, gebruncht.
Ab jetzt haben wir Zeit. Wenn sich das Wetter beruhigen sollte, machen wir uns einen schönen Nachmittag in Puerto de la Cruz. :o) lach ein bisschen Wenn nicht, dann eben nicht.
Tüt, tüt, klingt es in unserer Einfahrt als wir eigentlich gerade weg fahren wollen. Ein guter Freund schaut vorbei. Na denn, für einen kurzen Tratsch ist auch Zeit, die zwei Männer gönnen sich noch die allerletzten eine Zigarre und dann brechen wir endgültig auf.
Im Orotavatal verwandelt sich das warme, angenehme, leichte Regenwetter von Icod in regelrechtes Sauwetter. Die Temperatur ist zwar auch dort angenehm warm, aber die grauen Regenwolken hängen so tief über der Landschaft, dass man das Gefühl hat, man könnte sie als Kopfbedeckung tragen. :o) lach ein bisschen Und ich hasse Hüte aller Art! Wahrscheinlich weil ich eitel bin und nicht den vollkommen fotogenen Kopf für diese Art der Hauptbedeckung habe. Sie stehen mir nicht zu Gesicht und wenn ich so ein Ding auf dem Kopf habe, habe ich immer das Gefühl, irgend etwas zu übersehen.
Es gibt heute also nicht mehr zu erzählen. Was wir genau eingekauft haben wird ja hoffentlich niemanden interessieren, oder? Ich glaube, da gibt es wichtigere Dinge im Leben. :o) lach ein bisschen Einen Vorteil hat dieses triste Wetter allerdings für mich gehabt. Mein Schatz hat nicht über einen diversen Zeitverlust gejammert - denn bei Regenwetter hätte er sowieso nicht arbeiten können. Deshalb habe ich ihn heute fast ganz allein für mich gehabt!
Ein schönes Wochenende! ¡Buen fin de semana!
 
 
23 de enero 2009
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
mehr oder weniger Sonnenschein
14 ° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
wir pflanzenweiter
 
 
Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit:
Stecke mehr Zeit in deine Arbeit
als Arbeit in deine Zeit.
Friedrich Dürrenmatt
 
 
 
Das Wetter ist schön, hace buen tiempo. :o) lach ein bisschen Es war zwar kein strahlend schöner Tag - und doch war es ein schöner Tag! Uns schien die Sonne ins Gesicht, el sol nos dio en la cara, es ist sommerlich warm und ich genieße die Arbeit im Freien. Der blaue Himmel spielt nicht immer die Hauptrolle im Wettergeschehen. Er wurde am Nachmittag durch aufziehende Nebelschwaden gestört und dadurch ist eine ganz eigenartige Stimmung entstanden.
 
Wir haben unseren Hügel fertig bepflanzt und allerhand Aufräumarbeiten erledigt. Mehr gibt es nicht zu berichten.
Einen interessanten Artikel habe ich heute irgendwo im weltweiten Netz gefunden. :o) lach ein bisschen Lest in euch einmal durch, vielleicht muss man die ganzen Pisatestergebnisse doch noch einmal überdenken?
Lesen - einmal anders
Nach eienr Stidue der Cmabridge Uinverstiaet ist es eagl in wlehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen. Es ist nur withcig, dsas der ertse und lettze Bchusatbe an der ricthgien Stlele snid. Der Rset knan total falcsh sein und man knan es onhe Porbelme leesn. Das ist so, wiel das mneschilche Geihrn nciht jeden Bchustbaen liset sodnern das Wrot als gaznes. Krsas, oedr?
Na, überrascht? Es ist eben nicht immer alles so wie es scheint, eso no quiere decir nada, oder? :o) lach ein bisschen Der Schein kann auch trügen, las apariencias engañan. Das war schon immer so, siempre ha sido así!
Also dann - gute Nacht und träumt was schönes! ¡Buenas noches y sueños maravilloso!
 
 
22 de enero 2009
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
strahlender Sonnenschein
14 ° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
das geht auch mit  dem Besen ...
 
 
 
Wenn du kein Kompliment bekommen kannst –
mach dir selbst eines!
Mark Twain
 
 
 
Für heute habe ich noch keinen Plan. :o) lach ein bisschen Was nicht ist, kann oder muss mit Sicherheit noch werden. Die Sonne lacht vom Himmel - ein perfektes Wetter für das, was wir uns gestern vorgenommen haben.
Es war einmal ein kleines Gewächshaus und eine gemütliche Terrasse, auf der wir in den letzten drei Jahren viele Stunden mit Freunden verbracht haben. Ein hemeliges Plätzchen - schön sonnig und Wind geschützt. Rund um hat sich in den letzten Jahren ein richtiger Urwald entwickelt. Auf den Regalen haben in Samenkästchen kleine, vorwitzige Pflanzen das Licht der Welt erblickt und in unzähligen Blumentöpfen habe ich Stecklinge gezogen und viele verschiedene Blumen vermehrt.
Seit heute Nachmittag, por la tarde, kann ich allerdings nur mehr eines sagen - es war einmal, érase una vez, und ist nicht mehr, ein kleines, Sturm Delta erprobtes Gewächshaus ...
 
Eines ist allerdings damit auch klar - es geht voran! Das erste Provisorium wird abgetragen und in einer Woche wird dieses Plätzchen schon ganz anders aussehen. Bis zum Abend wurden Blumentöpfe und alles was so noch dazu gehört in ihre neue Heimat umgesiedelt.
 
Für die nächsten Wochen können sie die warmen Sonnenstrahlen windgeschützt vor schönen Natursteinmauern verbringen. :o) lach ein bisschen Dies ist zwar auch nicht der endgültige Standort, aber als Ausweichlager hätten unsere Blumenkinder es schlechter treffen können.
Die Überreste der Terrasse vermitteln momentan einen traurigen Eindruck, una impresión triste. Also werden wir in die Hände spucken, poner manos a la obra, und das Chaos aufs Schnellste beseitigen.  Bis unsere endgültige Terrasse fertig ist, werden wir uns für den Griller und unseren Tisch ein neues Plätzchen suchen.
 
 
21 de enero 2009
Mittwoch - miércoles
 
Icod de los Vinos
blauer Himmel und Sonnenschein
13 ° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
was ist heute wichtig?
 
 
 
Wenn wir bedenken,
dass wir alle verrückt sind,
ist das Leben erklärt.
Mark Twain
 
 
 
Blauer Himmel soweit das Auge reicht. Die Sonne scheint und die Regenwolken haben sich anscheinend endgültig verabschiedet. Der Wellengang an der Küste ist weiterhin spektakulär und wunderschön - aber Respekt einflößend. Dessen sollte sich auch jeder Mann und jede Frau bewusst sein. Jahr für Jahr werden einige besonders dumme mutige Fotographen oder Spaziergänger ins Meer gerissen.
So, die Post ist erledigt, ab jetzt stehen wieder andere Punkte auf dem Stundenplan. :o) lach ein bisschen Zum Glück spielt sogar das Wetter mit, denn Sonnenschein verführt direkt zur Arbeit im Freien.
 
 
20 de enero 2009
Dienstag - martes
 
Icod de los Vinos
wolkig und regnerisch
13 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
Yes we can también!
 
Als die ersten Missionare nach Afrika kamen,
besaßen sie die Bibel und wir das Land.
Sie forderten uns auf zu beten.
Und wir schlossen die Augen.
Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt:
Wir hatten die Bibel und sie das Land.
Desmond Tutu
 
 
 
Mein Mann sägt vor sich hin, Nachbars Hahn, el gallo, kräht sich aus voller Kehle die Seele aus dem Leib - und da soll man noch schlafen? Es ist stockdunkel und die Uhr zeigt fünf Uhr an. :o) lach ein bisschen Zum Aufstehen also noch viel zu früh, aber die beiden männlichen Geschöpfe dieser Welt lassen sich nicht stören.
Kann mir jemand erklären, warum ein Hahn überhaupt ständig kräht? Vor allem bevor die Sonne aufgeht. Es macht ihm ja niemand sein Revier streitig, es ist schließlich eingezäunt. Im Grunde genommen will dieser angeberische Gockel wahrscheinlich nur seinem Harem imponieren. :o) lach ein bisschen Irgendwann drehe ich ihm den Hals um - obwohl es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Ran an den Herd, Coq au vin à la Bourguignonne klingt auch nicht schlecht, oder?
Heute befindet sich ganz Washington im Freudentaumel: "Yes we can" und "Bye Bye Bush" lautet die Devise dieses kalten Jännertages.
Weniger als vierzig Worte machen Barack Obama heute zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten. "Ich, Barack Hussein Obama, gelobe feierlich, dass ich pflichtgetreu das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten ausüben werde und mit allem, was in meiner Macht steht, die Verfassung der Vereinigten Staaten bewahren, schützen und verteidigen werde."
 
Er schwor den Eid, el juramento, mit der Hand auf die Bibel, la Biblia, seines Vorbildes Abraham Lincolns, der 1863 die Abschaffung der Sklaverei verkündet hatte. Seine Frau Michelle hat das alte Buch in ihren Händen gehalten. :o) lach ein bisschen Good Luck, Mr. President! ¡Mucha suerte! Er hat keine leichten Aufgaben zu lösen und trotzdem oder gerade deshalb ist er der Hoffnungsträger von vielen Menschen - nicht nur von Amerikanern.
In seiner mitreißenden und klugen Antrittsrede hat er einen, für mich, wichtigen Satz gesagt: "An diesem Tag kommen wir zusammen, weil wir die Hoffnung über die Angst gestellt haben, das gemeinsame Ziel über Uneinigkeit und Zwietracht!"
 
 
19 de enero 2009
Montag - lunes
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
ich lach mir heute einen Ast ...
 
 
Wer ein Ziel hat,
nimmt auch schlechte Straßen in Kauf
Kyrilla Spiecker
 
 
 
Nebelschwaden ziehen vom Meer über die Hügel hoch - und wieder zurück. :o) lach ein bisschen Ein typischer Tag für Büroarbeit.
Auf Teneriffa spielen sich Jahr für Jahr mehrere Frühlingsmärchen ab. Die Hauptdarsteller sind im Jänner die Mandelbäume. Stellt euch einmal folgendes vor. Kahle, blattlose unscheinbare Bäume, die in der Landschaft stehen verwandeln sich fast über Nacht in wahre weiße oder rosenrote Blütenwolken. Diese Blütenträume wirken unwirklich, fremd und wie von Feenhand geschaffen. A Mitte Jänner verwandelt sich die steinige, schwarze Lavalandschaft rund um die Dörfer in ein Blütenmeer.
Die vielen Mandelbäume auf den Kanarischen Inseln wurden - wie viele Pflanzen - eingeführt und kultiviert. Der Mandelbaum, el almendro, stammt ursprünglich aus Asien, doch er fühlt sich auf den Inseln anscheinend genau so wohl wie in seiner ursprünglichen Heimat. Mittlerweile ist die Mandel ein fester Bestandteil der kanarischen Küche geworden. Auf jeder Fiesta bekommt man frisch gebrannte Mandeln, viele süße Nachspeisen und Kuchen bestehen aus Mandeln und wer Süßes nicht man, kann die Mandeln auch gesalzen und geröstet zum Wein knabbern.
Auf unserer Finca stehen auch einige alte Mandelbäume. Tag für Tag öffnen sich mehr Blüten. Noch ein bisschen zaghaft öffnet sich eine Knospe nach der anderen, doch in einigen Tagen werden wir mehrere Blütenwolken sehen können. Mandelblüten können weiß oder leicht rosa sein - beide Arten bezaubern. :o) lach ein bisschen Die geschmackvollsten Früchte entwickeln sich allerdings aus den schneeweißen Blüten.
 
 
18 de enero 2009
Sonntag - domingo
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
ein guter    Frühstückskaffee ist wichtig
 
Die Schärfe des Tages findet man in der Würze der Nacht
Diyar A.
 
 
 
Der Atlantik zeigt in den Wintermonaten seine wirkliche Kraft und eine überwältigende Schönheit.
Die Farbe der Meeresoberfläche wechselt von tiefem blau bis zu türkisen Tönen und verwandelt sich an den Felsen der Küste in eine schneeweiße Gischt. Doch nicht nur optisch zeigt das Meer seine Stärke - die Wellen rollen mit einem hörbaren Grollen ans Land. Es klingt fast wie das Geräusch einer in den Bahnhof einfahrenden Lokomotive. In hohen Fontänen verteilen sich die riesigen Wogen mit feinem, nach Salz schmeckenden Tröpfchen in der Luft.
 
Die Wellen können bei diesem Wetter eine Höhe von vier bi fünf Metern erreichen. Die Umfahrungsstrasse von Garachico war aus diesem Grund gestern gesperrt und der Verkehr wurde zur Sicherheit durch die engen Gassen der Innenstadt umgeleitet. Heute konnten wir allerdings wieder ganz normal auf der Hauptstrasse nach Los Silos weiterfahren.
 
In Los Silos wurde am Sonntag ein Fest zu Ehren des Schutzpatrons der Tiere aller Art, San Antonio Abad gefeiert. Wir haben davon nichts mitbekommen. :o) lach ein bisschen Am Nachmittag war die Tierweihe bereits ein Punkt in der Vergangenheit. Auf der Plaza waren allerdings noch die Kunsthandwerker mit ihren Ständen vertreten und rund um die Kirche wurde noch lustig gefeiert.
 
 
17 de enero 2009
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
20 ° temperatura máximo
heute ist das  Grünzeug dran
 
 
 
 
Ein Mensch ohne Geduld,
ist ein Mensch ohne Anfang und Ende.
Autor unbekannt
 
 
 
Grünzeug war Vormittag - Besuch war Nachmittag.
Ursprünglich hat es hat es ja eine andere Abmachung gegeben. Wir wollten uns mindestens alle zwei Monate treffen. Im Grunde genommen wäre das ganz einfach zu machen, aber irgendwie vergeht dann meistens ein viertel Jahr bis wir uns wieder sehen. :o) lach ein bisschen Einmal hat der eine zu viel zu tun und einmal der andere. Trotzdem - oder gerade deshalb - Qualität steht geht vor Quantität.
Durch den kleinen Ramon bekommen wir den Spiegel der Zeit vorgehalten. Er ist gerade erst auf die Welt gekommen, hat im vergangenen Oktober seinen ersten Jahrestag gefeiert und ist mittlerweile schon wieder ein Stück gewachsen.
 
Unweigerlich kommen mir dann so Sätze wie "ist der groß geworden" oder so ähnlich über die Lippen. :o) lach ein bisschen Na was denn sonst, nada más? Soll er vielleicht schrumpfen? Warum verteilen wir die selben Weisheiten in der Welt, die uns als Kinder schon auf die Nerven gegangen sind? Diese Aussprüche passen zu alten Tanten und Onkeln, zu Opas und Omas - aber doch nicht zu uns mir! Diese Erkenntnisse müssen also in unseren Genen fest verankert sein, anders kann es gar nicht sein. :o) lach ein bisschen Ich habe leider keine andere Erklärung für diese unsinnigen Sprüche.
Auf alle Fälle war es wunderschöner, sonniger, unterhaltsamer Nachmittag. Ich hoffe, es wird nicht wieder bis Ostern dauern, bis wir uns wieder treffen. Wir werden uns zwar nicht morgen wieder sehen, nos vemos mañana, aber wir sollten nicht wieder Wochen vergehen lassen. Also ihr drei - noch einmal - liebe Grüße von unten nach oben. Die roten Lichter des Senders zeigen unseren Gedanken den Weg!
In Garachico ist seit gestern die Hauptstrasse gesperrt. Der Atlantik zeigt in den Wintermonaten seine Kraft. Die Wellen schlagen oft meterhoch an die Küsten. Deshalb wird die Umfahrungsstrasse in unserem Nachbarort mindestens einmal im Jahr aus gegbenen Umständen zur Vorsicht abgesperrt und der Verkehr durch die schmalen Gassen der Stadt geleitet.
Diese Brandung möchte ich morgen aus der Nähe sehen. :o) lach ein bisschen Aber - wir werden sehen.
 
 
16 de enero 2009
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
¡Feliz  cumpleaños!
 
 
Ein Lächeln
erfreut mindestens zwei,
den Schenkenden
und den, der es erhält.
Prof. William James 1842 - 1910
 
 
 
Ein neuer Tag und draußen ist alles nass. Die nächtliche Gießkanne hat wieder einmal perfekt funktioniert. Noch ein kurzer Regenschauer vor dem Frühstück und dann hat sich Petrus wieder beruhigt. :o) lach ein bisschen Fast alles eitel Sommer, Wonne, Sonne, Sonnenschein - und wir wohnen mitten drinnen. Eigentlich ein blöder Spruch. Ich hab auch keine Ahnung, woher der stammt. Trotzdem taucht er ab und zu aus dem Unterbewusstsein auf.
Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren ein Tag in der Mitte von Kärnten, als ein kleines Mädchen mit ein paar kräftigen Schreien der Welt seine Existenz bestätigte. Man schrieb das Jahr 1939 ...
Kärnten hieß damals in diesen kalten Jännertagen noch einfach Kärnten, der Krieg war noch jung und von dem kleinen Bauernhof in Seeboden nahe dem Millstätter See relativ weit weg. Am ersten Mai 1939 wurde das südlichste Bundesland Österreichs allerdings zu einem eigenen Reichsgau erklärt. Keine Ahnung, ob sich durch diesen Status etwas am Leben der Bewohner geändert hat.
Das kleine Mädchen wurde gemeinsam mit vielen Geschwistern auf einem Bauernhof am Waldrand groß und als es den Kinderschuhen entwachsen war, machte es sich auf, um in die große, weite Welt zu ziehen. Gar so weit ist das kleine Fräulein nicht gekommen. Sind oder waren es zwanzig oder gar dreißig Kilometer gewesen? :o) lach ein bisschen Sie hat eine ihrer großen Schwestern in Villach besucht - und ist am Ende dort bei einem Mann hängen geblieben.
Wie könnte es anders sein, sie hat sich verliebt, verlobt verheiratet, das junge Pärchen hat sich ein Haus gebaut, Obstbäume gepflanzt und drei Töchter bekommen ...
Mittlerweile hat sie mit diesem Mann bereits fünfzig gemeinsame Jahre verbracht und feiert heute einen runden Geburtstag.
Alles Gute zu deinem Ehrentag! ¡Feliz cumpleaños mamaíta! Mutti, alles Gute zum Geburtstag!
Bleib so wie du bist und bleibe weiterhin so jung, neugierig und lernbegierig. Bleib deinem ansteckenden Lachen treu, lache auch in Zukunft so von Herzen, dass dir dabei die Tränen aus deinen blauen Augen kullern. Wir lieben dich dafür!
Geburtstag feiern - das ist schön. Ein uralter Brauch, der wahrscheinlich schon einige tausend Jahre alt ist. Langsam aber sicher, despacio pero seguro, wird es zu Regel, dass wir kein einziges Stück der Geburtstagstorte bekommen. Schade, dass wir diesen runden Geburtstag nicht gemeinsam feiern können!
 
 
hier geht's zu den vergangenen Einträgen :o) lach ein bisschen 1. bis 15. Jänner 2009
 
 

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last update 14.02.09

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