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1 de febrero 2009 |
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| 31 de enero 2009 |
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Samstag
-
sábado |
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Icod de los Vinos |
| sonnig mit
einigen Wolken |
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11 ° temperatura
mínima |
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17 ° temperatura
máximo |
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wohin verschwindet
die Zeit? |
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Er denkt - also ist er. |
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Dachte er.
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Denkste - dachte sie. |
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Autor unbekannt |
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Der Jänner ist schon fast Vergangenheit, ein Zwölftel des Jahres ist vorbei.
Wohin ist die Zeit verschwunden? Haben wir nicht gerade erst das Neue Jahr
begrüßt? Uns ein gutes, neues Jahr, viel Glück und Gesundheit gewünscht? |
Seit den frühen Morgenstunden lacht die Sonne vom Himmel, doch die
Lufttemperatur befindet sich noch im Kellerbereich.
So wie es aussieht kann sich dieser Umstand
jedoch schnell ändern. Ich lasse mich überraschen. |
Viel wärmer ist es leider nicht geworden, doch wir haben unsere Yuccas
eingepflanzt und sonst noch so Kleinigkeiten erledigt. Um Acht Uhr abends sind
wir noch zum Mercadona gefahren. Wir haben gedacht, da ist außer uns und ein
paar wenigen, anderen Spätkäufern sowieso niemand mehr. Doch dieser Gedanke war
ein typisches Beispiel für eine Fehlspekulation. Der Parkplatz war bis auf den
letzten Platz besetzt. Ich bin also ins Geschäft gegangen und Georg hat auf das
nächste, freie Abstellplätzchen für unser Auto gewartet.
Ins Geschäft kann man den fahrbaren Untersatz
ja schlecht mitnehmen. |
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So sieht die Wirtschaftskrise in Icod de los Vinos aus. Spät Abends werden die
vollen Einkaufswägen nach Hause geschoben. Es ist allerdings kein Trick dahinter
- geschenkt bekommt hier niemand etwas! Allerdings dürfte der verstärke Ansturm
auf Lebensmittel mit dem Montag zu tun haben. Am zweiten Februar sind hier die
Geschäfte geschlossen. |
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Den Grund dafür, also den Anlass, habe ich
allerdings noch nicht in Erfahrung bringen können. Eines ist allerdings sicher -
es liegt eine Fiesta in der Luft. Die Musik klingt bis zu meinem Kopfpolster.
Gute Nacht allerseits! |
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| 30 de enero 2009 |
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Freitag - viernes |
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Icod de los Vinos |
| ein Regentag |
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14 ° temperatura
mínima |
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17 ° temperatura
máximo |
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Zeit dass
das Wochenende kommt |
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Fleiß ist zwar eine Tugend, |
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aber wenn man es sich selbst zu bitter macht,
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dann verliert man auch das ausgeglichene und
fröhliche Wesen. |
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Zitat aus China |
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Kaum bin ich aus dem Land der Träume in der Realität angekommen, werde ich von
einem unerwarteten Geräusch irritiert. Es regnet - nein es schüttet aus Kübeln.
Na, dann werde ich mich noch einmal ins warme
Bettzeug kuscheln und den Tag gemütlich angehen. Es ist acht Uhr und bei
strömenden Regen ist heute keine Arbeit möglich. Auch gut, dann wird der Tag
eben umorganisiert auf Büro- und Schreibarbeit. |
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Der heftige Regenschauer war nach einer Stunde schon wieder Bestandteil der
Vergangenheit. Draußen stehen ziemlich große Wasserteiche am Boden und vom
Himmel kommen in regelmäßigen Abständen fein verteilte Regentropfen auf die
Erde. Für morgen ist allerdings wieder schönes Wetter vorher gesagt. Was wollen
wir mehr? Wie das Wetter wirklich werden wird?
Keine Ahnung, ni idea! Für schönes Wetter gibt es eben keine Garantie. |
Wenn man sich dieser Tage öfter von den diversen Medien berieseln lässt, kommt
man sich von Zeit zu Zeit vor, als ob man in einer anderen Welt leben würde.
Handelt es sich um eine
pandemische seuchenartige Hysterie,
Dummheit, Frechheit oder eine Verfälschung der Geschichte? Es wäre ja nicht das
erste Mal, das gewisse Situationen von den Tätern bewusst noch einmal als
Betätigungsfeld benutzt werden. |
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Wovon ich rede? Das nette Wort Krise oder la crisis, wie es auf der Insel
genannt wird. Das arme Ding ist so ziemlich für alles verantwortlich wofür
irgendjemand den Kopf hinhalten soll. Warum sind die Menschen nicht so ehrlich
und geben ihr eigenes Unvermögen zu? Egal ob es sich dabei um ein Chaos in der
Politik, der Finanzwelt oder bei bestimmten Industriezweigen handelt. |
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Die Gewinner machen noch immer auf Kosten der Bevölkerung Gewinne - auch wenn
die Aktien ihren Wert verlieren. Die richtigen Leute haben ihren persönlichen
Reichtum zur rechten Zeit ins eigene, kleine Kämmerlein gebracht. Nun werden
Milliardenbeträge in Firmen und Banken gepumpt, die ihr Desaster selbst
verursacht haben. Ganz überlegt und bewusst. Woher kommt denn dieser angenehme,
warme Geldsegen? Von oben wohl eher nicht! Vermutlich wird er aus der Geldbörse
des kleinen Mannes gezogen und die Finanzbetrüger machen sich frisch, fröhlich
auch mit diesem Geld noch auf und davon. |
Ganz legal, staatlich unterstützt und abgesichert. Und wer schenkt uns ein paar
Euros? Ich würde gar keine Millionen brauchen, ein paar Hunderttausend würden
reichen.
Wir würden den schnöden Mammon allerdings
besser anlegen. |
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Otto Normalverbraucher hat vom großen Geldsegen
nichts abbekommen, er bleibt aber auch jetzt relativ verschont.
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Auch wenn es den einen oder anderen treffen sollte, geduldig im Kaninchenbau
sitzen zu bleiben und darauf zu warten bis uns selbst die Krise holt, wird auch
nicht das große, verheißungsvolle Erfolgsrezept sein. Oder habt ihr die Krise
noch gar nicht gesehen? Na ja, wenn wir alle etwas dagegen machen, wird sie bei
uns
nie ankommen. |
Wahrscheinlich hat man öfter mehr Glück als Verstand, tener más suerte que
entendimiento! So denke ich eben. Es muss und kann nicht immer der direkte
Weg sein. Sicher, oft ist Umdenken schwer. Man hat feste Pläne und Vorstellungen
im Kopf und muss immer wieder umdenken und umplanen. Trotzdem bin ich mir
sicher, dass es für uns der richtige Weg ist.
Es gibt eben Zeiten, da muss man alle Hebel in
Bewegung setzen um das zu erreichen, was man als Ziel vor Augen hat. Oft hat man
auch mehr als Glück im Unglück? ¿Dentro de lo
malo, lo mejor? |
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Träumen allein reicht im Leben nicht aus. Träume und
Pläne haben nur dann einen Sinn, wenn man selbst voll dahinter steht und auch
bereit ist, mit viel Aufwand und Arbeit dafür zu kämpfen. Man sollte nicht sein
Leben verträumen - man sollte seinen Traum leben! |
Klingt einfach - ist es aber nicht immer. Das ist vielen Menschen auch in der
Vergangenheit passiert. Lebensträume sind vor allem in schlechten Zeiten
umgesetzt worden. In jeder Krise steckt die Chance für einen Neuanfang. Das ist
die ursprüngliche Bedeutung dieser Wortschaffung.
Krise bedeutet nicht Desaster - höchstens bei
den Politikern oder diversen ungebildeten Medienleuten. Aber
die wissen es eben nicht besser. Leider. |
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Einer unserer Nachbarn, Nasario, den wir respektlos respektvoll "Kartoffelkäfer"
nennen ist nun schon seit zwei oder doch schon drei Monaten bei seiner Tochter
in Südamerika. Er hat sein Leben mit seiner Familie in Venezuela aufgebaut und
verbracht. Als er sich in den nächsten Lebensabschnitt, das Pensionsalter,
begeben hat, sind er und seine Frau wieder nach Teneriffa zurück gekehrt. Im
Spätsommer des vergangenen Jahres ist seine Frau verstorben und er hat sich
neuerlich auf den Weg über den Atlantik gemacht. |
Zurück in die Vergangenheit oder auf in die Zukunft
bei der Familie seiner Tochter und seinem neu geborenen Enkel? Ich bin mir nicht
ganz sicher, wie man diese Reise definieren soll oder kann. Ob wir ihn je wieder
sehen werden? Ich denke eher nicht. Aber wer weiß das schon? Zur Zeit hält ein
mit ihm verwandtes oder bekanntes Ehepaar seinen Garten in Ordnung. Obwohl die
beiden, laut ihren eigenen Worten, keine allzu große Lust mehr dazu haben.
Hut ab vor so viel Hilfsbereitschaft! |
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Auswandern, einwandern, umsiedeln oder sein Leben einfach auf dem Punkt der Erde
verbringen, den man sich selbst aussucht. Egal wie man die verschiedenen
Wanderungen des Menschen nennt, man kommt auf alle Fälle auf einen bestimmten
Punkt. Den könnte man auch das Ziel der Träume nennen. Ob sich die diversen
Luftschlösser verwirklichen lassen steht auf einem anderen Blatt Papier. Das
kann und muss jedoch immer Nebensache gewesen sein, warum hätten sonst so viele
Menschen die Realität hinter sich gelassen um ins Ungewisse aufzubrechen? |
Auf einer kleinen Anhöhe bei Garachico ist irgendwann, vor einigen Jahren,
ich glaube 1990, ein Gedenkplatz
für die Auswanderer von Teneriffa,
el Mirador El Emigrante, errichtet
worden. Nicht weit entfernt vom Fischerhafen, im Ortsteil Risco Partido,
an der Straße nach Los Silos. Von diesem Punkt hat man einen schönen Blick über
das Städtchen, den alten Hafen und die kleine Insel im Meer.
Man kann auch die zwei Lavaströme am Berghang, die
vom Ausbruch des Vulkans Montaña de Trebejo im Jahr 1706 stammen, ganz
gut erkennen. Damals zerstörte die Lava ganze Teile der Stadt und den Hafen.
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Die Statue ist irgendwie typisch kanarisch. Beschreiben kann ich das Wort
typisch in dem Sinne nicht, aber auf den Inseln im Archipel sieht man eben
überall irgendwelche Kunstwerke aus Metall Bronze oder noch
besser halb verrostetem Metall an fast jeder Ecke in der Gegend herum stehen. |
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Wir sind unzählige Male daran vorbei gefahren und keiner von uns beiden hat sich
sonderliche Gedanken über diese Figur gemacht. Es ist und war der Platzhalter
für viele Inselflüchtlinge in die neue Welt. Der Mann aus Metall hat mehrere
Koffer in der Hand und in seiner Brust klafft ein großes Loch. Na und? Ist eben
abstrakte Kunst. Es wurde 1990 von Los Chicharros Mensajeros errichtet und ist
im Kopf des Bildhauers Fernando Garcíarramos entstanden. |
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Der Erschaffer dieser Statue wollte damit eine klare
Aussage festhalten. Das kann man allerdings nur verstehen oder begreifen, wenn
man die Geschichte dazu kennt. |
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Die Auswanderer vergangener Zeiten haben zwar ihr Gepäck mit genommen - ihr Herz ist
jedoch auf
der Insel zurück geblieben! Das sollen die Koffer und das Loch in der Brust des
Mannes aus Bronze für alle Zeiten festhalten. |
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In der heutigen Zeit denkt fast niemand mehr daran, dass die Bevölkerung der
Kanaren
bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts
bettelarm war. So manches Familienoberhaupt hat zu dieser Zeit für viel Geld
seine Kinder mit dem berühmt, berüchtigtem Persilkarton unterm Arm in ein
kleines, unsicheres Boot nach Venezuela gesetzt. Darin sah die Bevölkerung eine
Chance, dass der Rest der Familie nicht verhungern musste. Viele davon haben ihr
Ziel wohl nie erreicht, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. |
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Die Zeit der Armut, la pobreza, begann Anfang
des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Erste Weltkrieg, la primera guerra
mundial, und später die Diktatur von General Franco, der Zweite Weltkrieg,
la segunda guerra mundial, ließen die kanarische Wirtschaft zusammen
brechen. Auf Teneriffa hat es Jahre des Hungers und der Armut gegeben und für
viele Inselbewohner lag das Land ihrer Träume weit, weit weg. Irgendwo Richtung
Amerika, irgendwo am Ende des Atlantiks. Die Menschen träumten von einem Leben
in Südamerika. Europa war für sie weiter entfernt als der Mond. |
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Im Jahr 1936 krempelte General Franco die spanische
Welt auf seine Art um. Er inszenierte seinen Putsch auf dem Festland von
Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa zwar nicht, die
wirtschaftliche Isolierung und ihre Folgen waren jedoch auch hier für viele
Menschen lebensbedrohlich. |
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Deshalb wanderten in den Jahren
1914 bis 1955 viele Inselbewohner nach Südamerika
aus. Venezuela war für die meisten von ihnen das gelobte Land. Noch heute
besteht ein Drittel der venezolanischen Bevölkerung aus den Nachkommen
kanarischer Auswanderer. |
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Die Kanarischen Inseln waren in der Zeit der
Herrschaft Francos - also bis 1975 - zusätzlich ein Gebiet der Verbannung. Wer
in Spanien nicht ins politische Schema passte und unangenehm aufgefallen ist,
wurde in die Außenstation im Atlantik verfrachtet. War doch praktisch, oder? |
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Auswandern, emigrar de,
von den Kanarischen Inseln nach Amerika war in Laufe
der Geschichte allerdings zeitweise verboten, bei Bedarf wurde die Auswanderung
wieder gefördert. Einmal war sie illegal und unerwünscht und dann wieder legal
und willkommen. Die Menschen auf der Insel haben sich für die gesetzlichen
Bedingungen nicht interessiert. Wenn sie gehen wollten, haben sie Wege gefunden
- und oft auch ihr Glück.
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An erster Stelle der Ziele standen in Lateinamerika
Venezuela, Kuba und Hispaniola, weniger Uruguay und der Norden Mexikos.
Legalisiert wurde die Auswanderungswelle allerdings erst nach dem Zweiten
Weltkrieg. Das dürfte die Menschen allerdings nicht sonderlich interessiert
haben.
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Venezuela wird auf den Kanaren als die achte Insel
bezeichnet und zahlreiche Heimkehrer verursachen heutzutage viele Probleme.
Nicht gewollt, es ergibt sich einfach. |
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Stellt euch einmal vor, der Großvater fährt auf dem Schiff nach Mexico, Kuba
oder Venezuela. Er baut sich dort eine Familie und sein Leben auf. Die Kanaren
sind ab diesem Zeitpunkt weit weg. Ja, daheim bleibt eine Finca zurück, Sohn und
Tochter oder Bruder und Schwester. Aber irgendwann einmal denkt man nicht mehr
daran. Vielleicht erzählt man den Kindern Geschichten aus seiner Jugend.
Erlebnisse mit Kamelspeditionen, Ochsen und Eseln - aber das war's dann schon. |
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Brüderlein und Schwesterlein bleiben buchstäblich auf der Insel und der Finca
sitzen. Sie gehört ihnen zwar nicht, aber der eigentliche Besitzer ist irgendwo
im gelobten Land und weit, weit weg. Sie halten Haus und Hof in Stand,
kultivieren die Felder und leben ein ruhiges, wenn auch bescheidenes Leben. |
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Im Märchen, en un cuento de hadas, würde man jetzt sagen, wenn sie
nicht gestorben sind ... |
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In der Realität, en la realidad, schaut das natürlich ein bisschen anders
aus. |
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Die politischen Zeiten in Südamerika haben sich geändert und viele Nachkommen
der ehemaligen Auswanderer pilgern in die genetische Heimat zurück. Und was
verursachen sie hier? Ihre Anwesenheit verursacht nicht immer nur Freude sondern
kann auch so manches Problem verursachen. |
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Warum das?
Erstens sind die jungen Leute oft besser ausgebildet, denn sie beherrschen neben der
Weltsprache spanisch meistens auch die Möglichkeit sich auf englisch zu
verständigen. Zweitens beanspruchen sie Besitztümer, die ihnen zwar oft
rechtlich zustehen, die aber in der Realität oft gar nicht mehr existieren
würden, wenn nicht die Zurückgebliebenen der Familie sie erhalten hätten. |
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Wer hat also recht? Schwer zu sagen - gesetzlicher Rechtsanspruch bedeutet nicht
immer recht haben. Genauso wenig, wie Recht haben und Recht bekommen nicht ein Ding
sind. ¡Me va a dar un ataque! Da könnte ich auch die Krise bekommen -
oder nicht? |
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So, für heute waren das viele Gedanken, morgen gibt es wieder Fotos -
versprochen! |
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| 29 de enero 2009 |
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Donnerstag
-
jueves |
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Icod de los Vinos |
| Sonne mit
leichter Bewölkung |
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14 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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Seifenblasen
wären schön ... |
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Vorurteile sind wie ein Blumenstrauß,
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den man wenigstens von Zeit zur Zeit neu
arrangieren sollte. |
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Luther Burbank |
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Bis um vier Uhr habe ich bei strahlendem Sonnenschein die Pflanzenwelt auf der
Bogenterrasse beschnitten und in Form gebracht. Danach wirkt der Weg leider
immer wieder wie ein grünes Schlachtfeld. Aufgeräumt wird morgen, denn ich bin
leider erst bis zur Hälfte gekommen. Jetzt tun mir alle Knochen weh und die
sauberste Gartenmaus bin ich auch nicht wirklich. Jetzt geht es also erst einmal
unter die Dusche und dann verwandle ich mich wieder in einen zivilisierten
Menschen. |
Mit den Abendstunden sind leider graue Wolken aufgetaucht. Mittlerweile ist der
ganze Himmel bewölkt. Schade, aber eigentlich stört es mich gar nicht.
Ich mach mir jetzt einen gemütlichen Abend,
una velada agradable. |
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| 28 de enero 2009 |
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Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| Sonne mit
leichter Bewölkung |
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14 ° temperatura
mínima |
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19 ° temperatura
máximo |
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die Mauer
wächst ... |
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Warum es den Leuten so schwer fällt, glücklich
zu sein? |
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Weil sie die Vergangenheit besser sehen, als sie
war, |
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die Gegenwart schlechter, als sie ist, |
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und die Zukunft herrlicher als sie sein wird. |
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Marcel Pagnol |
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Hay pulpo! So ab und zu fährt ein fliegender Fischhändler unsere Straße
herauf.
Durch seine Lautsprecherdurchsage sind wir
heute zu einer Delikatesse gekommen. Frischen Tintenfisch sollte man sich nicht
entgehen lassen. Bis zum Abend war das gute Stück mit seinen acht Fangarmen
gekocht und damit zwar um die Hälfte vom Volumen kleiner, aber butterzart. |
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Wie man das Ding richtig kocht? Eigentlich ganz
einfach - alle angepriesenen Tipps und Tricks mit
einfrieren und irgendwelchen Korken im Kochwasser
sind einfach nur blöd und völlig überflüssig. |
Wasser zum Kochen bringen, das Ungetüm ins
blubbernde Wasser verfrachten, zehn Minuten wallend kochen und danach ungefähr eine
dreiviertel Stunde ziehen lassen. Mit kaltem Wasser abschrecken und
warten, bis der ehemalige Meeresbewohner ausgekühlt ist.
Das ist das ganze Geheimnis. Ihr könnt es mir
glauben, ich habe es schon unzählige Male genau so praktiziert. Und bis jetzt
hat es uns - aber auch vielen anderen - immer vorzüglich geschmeckt. |
Pulpo à la Vinaigrette ist einfach ein Gedicht.
Für die Zubereitung muss man kein großer
Kochkünstler, un artista culinario, sein. Essig,
Senf, Salz, Pfeffer und Olivenöl als Basis, una cebolla, pimientos verde y
rojo, Zwiebel, grünen und roten Paprika in
feine, kleine Würfel schneiden, die gekochte Kracke von ihrer schleimigen Haut
und den Saugnäpfen Polypen befreien, in mundgerechte Stückchen
schneiden, alles vermischen und am nächsten Tag mit frischem Baguette genießen!
iNo hay más secreto que ese! Das ist das ganze Geheimnis einer perfekten Vorspeise! |
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| 27 de enero 2009 |
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Dienstag
-
martes |
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Icod de los Vinos |
| Sonne mit
leichter Bewölkung |
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14 ° temperatura
mínima |
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18 ° temperatura
máximo |
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Brennholz ist
notwendig |
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Ein Pessimist ist ein Mensch, |
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der sofort nach dem Sarg Ausschau hält,
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wenn er Blumen gerochen hat. |
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Henry Louis Mencken |
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Die Sonne scheint, aber in den frühen Vormittagsstunden ist die Luft noch
ziemlich frisch. Lange wird es nicht dauern, dann haben die Sonnestrahlen ihre
Arbeit erledigt und ich kann bei angenehmen Temperaturen mit der Baumschere
ausrücken. Los árboles, arbustos y las palmeras, Bäume, Sträucher und Palmen müssen unbedingt zurück geschnitten
werden.
Wenn es nur nicht so viele wären! Jammern
nützt allerdings nicht viel - also nichts wie an die Arbeit. Von selbst
erledigt sie sich leider nicht. |
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Das war für heute die kurze Meldungen vom Tag, noticias breves del día. |
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| 26 de enero 2009 |
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Montag
-
lunes |
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Icod de los Vinos |
| mehr Wolken
als Sonne |
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14 ° temperatura
mínima |
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18 ° temperatura
máximo |
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eine Pizza
wäre nicht schlecht |
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Die Menschheit wird erst glücklich sein, |
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wenn alle Menschen Künstlerseelen haben werden. |
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Mit anderen Worten:
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wenn
allen ihre Arbeit Freude macht. |
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Maria Rojo |
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In der Nacht muss es zu unserem Erstaunen geregnet
haben. Als wir bei blauem Himmel und Sonnenschein um
neun Uhr weg gefahren sind, sind vor unserer
Haustüre noch immer zwei relativ große
Pfützen Wasserlacken, dos charcos,
gestanden. Auf der Fahrt Richtung La Orotava ist es
allerdings immer wolkiger geworden. |
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Ich in mir ziemlich sicher, dass in den kanarischen
Wintermonaten, sprich Jänner und Februar, das Wetter
in Icod viel sonniger als im Orotavatal ist. Auch
wenn bei uns oft Wolken den Himmel bevölkern, aber
in dieser Gegend tummeln sie sich rund um den Gipfel
des Teide. Im Orotavatal, la Valle de Orotava,
hängen die meistens dunkelgrauen Wolken tief über
der Stadt. Das wirkt irgendwie ziemlich bedrückend -
zumindest für mich. |
Der Vormittag war für bürotechnische Angelegenheiten
reserviert. Wir haben es allerdings geschafft, dass
wir wenigstens am Nachmittag noch etwas sinnvolles
arbeiten können.
Ein kurzes, aber geschmackvolles Restlessen
mit einer Honig gesüßten, gebackenen Banane und
einem starken Espresso als Draufgabe und dann nichts
wie ab ins Freie! |
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Im Moment verändert sich das Aussehen auf einer
unserer Terrassen fast täglich, vor einer Stunde ist der letzte Baum an falscher
Stelle gefallen. Dieses Exemplar war besonders hartnäckig. Als wir vor etwas
mehr als einem Jahr die Stiege neu betoniert haben, hat Georg den Mispelbaum,
el nispero, kurzerhand mit der Motorsäge eliminiert.
Es hat allerdings nicht lange gedauert und aus dem alten Baumstumpf hat sich ein
neuer Baum Richtung Himmel gestreckt.
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Dieses Mal wird ihm das nicht mehr gelingen, da kann er wollen wie er will oder
kann. In einigen Tagen wird er unter einer Betonschicht endgültig verschwinden.
Tut mir leid für ihn, aber ab und zu ist das Schicksal eben gegen einen. |
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| 25 de enero 2009 |
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Sonntag
-
domingo |
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heiter bis wolkig |
| strahlender
Sonnenschein |
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14 ° temperatura
mínima |
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18 ° temperatura
máximo |
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heute haben wir
frei |
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Das beste Alter |
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Das beste Alter für den Mann: |
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Wo er schon weiß, wo er noch kann! |
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Eugen Roth |
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Frühstücken, tratschen - dann machen wir uns auf den Weg um unseren Vorrat an
Trinkwasser, agua potable, für die kommende Woche zu bunkern. Ein Blick
nach oben bringt mich dazu, die Menschen zu bemitleiden, die in diesen
Höhenlagen wohnen.
Dichter Nebel zieht die Berghänge nach oben. Für
mich uns ist es eine wunderschöne Stimmung, aber wir wohnen zum
Glück nicht in diesen Höhenlagen. |
Richtet man den Blick aufs Meer hinaus, sieht man
erst graues, dann blaues Wasser. Die Himmelslandschaft spiegelt sich auf der
Meeresoberfläche. Über unseren Köpfen brauen sich allerdings zum Teil dichte
Nebelbänke zusammen. Ab und zu kommen wir auf unserer Fahrt in die höher
gelegenen Regionen von Icod immer wieder in Zonen, in denen die Sicht wieder
einige hundert Meter weit reicht. Oft scheint es so, als ob eine Hand, die von
oben gelenkt wird, ab und zu einen zarten aber dichten, weißen Store zur Seite
zieht - oder sanft über die Landschaft gleiten lässt.
Vielleicht gibt es auf dieser Vulkaninsel im Atlantik doch Feen? So abwegig ist
der Gedanke meiner Meinung nach nicht. |
Bei der Abfüllanlage der Quelle war der Andrang heute nicht besonders groß, wir
haben eine gute Zeit erwischt. Ruck zuck haben wir unsere sechs Behälter voll
befüllt und sind wieder Richtung Küste gefahren.
Georg wollte noch ein paar Sonnenstrahlen mit
tosenden Meereswellen genießen und deshalb haben wir noch einen kleinen
Abstecher nach San Juan de la Rambla gemacht. |
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Die
Steilküste vor dem ehemaligen Fischerdorf San Juan de la Rambla
gehört zum Kulturgut
der Kategorie Archäologie von Teneriffa. Die
Steilwände der Küstenlandschaft sowie die Schluchten Chaurera und Ruiz,
Barranco Chaurera y Barranco de Ruiz,
gelten als Orte für ursprüngliche
Begräbnisstätten und Wohnsiedlungen und damit als besonders
schützenswert. |
In einer kleinen Strandbar im Ortsteil Las Aquas
haben wir bei einem Gläschen trockenem Inselwein die
Sonne und das ziemlich turbulente Meer genossen.
Herrlich!
Anschließend war die Windschutzscheibe des Autos
allerdings mit sanftem Meeresgold beschichtet und
wie haben das Pech gehabt, dass wir kein Wasser mehr
in unserer Scheibenwaschanlage gehabt haben. Die
Heimfahrt war aus diesem Grund eher ein Tasten mit
dem Blindenstock. Eine verschmierte Scheibe gepaart
mit strahlendem Sonnenuntergang kann die Hölle sein.
Na ja, so schlimm war es auch nicht. Mein Schatz
sieht noch immer wie ein Luchs - im Gegensatz zu
mir. |
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Das Land der untergehenden Sonne feiert heute Neujahr. Ab jetzt ist der Stier,
el toro, für das Glück des chinesischen Volkes zuständig, das Rindvieh
soll China glücklich machen. Vielleicht fällt ja ein kleines Stückchen Glück für
mich ab. Ich bin zwar keine Chinesin aber mein lebenslanges Sternzeichen ist der
Stier. |
Die Vorhersage chinesischer Weißer klingt ganz
plausibel: "Für das Krisenjahr 2009 sagen Wahrsager voraus, dass sich harte
Arbeit und Fleiß auszahlen sollen. Das Rind stehe im chinesischen Tierkreis für
Geduld und Unbeirrbarkeit. Mit schnellen Erfolgen sei allerdings nicht unbedingt
zu rechnen."
Mit dieser Ansicht, Einsicht oder Voraussicht kann ich durchaus leben. Also
packen wir den Stier bei den Hörnern, tomar al toro por los cuernos! |
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| 24 de enero 2009 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| Regenwetter
jeder Art |
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14 ° temperatura
mínima |
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18 ° temperatura
máximo |
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wir gehen
einkaufen |
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Fragen |
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Ein Mensch wird müde seiner Fragen: |
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Nie kann ein Mensch ihm Antwort sagen. |
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Doch gern gibt er Auskunft alle Welt |
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auf Fragen, die er nie gestellt.
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| Eugen Roth |
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Blauer Himmel beim Aufstehen, aber hast du es nicht gesehen ziehen die
Nebelschwaden vom Meer über die Hügel. Werden sie sich wieder verziehen oder
bleiben sie uns erhalten? Wir warten einmal ab.
Für heute Nachmittag haben wir
uns bereits gestern eine Auszeit gegeben. Wir lassen die Ereignisse also einfach
auf uns zukommen. Nun wird erst einmal - um halb zwölf Uhr Mittag -
gefrühstückt, oder wie der halbwegs gebildete Mensch heute sagt, gebruncht. |
Ab jetzt haben wir Zeit. Wenn sich das Wetter
beruhigen sollte, machen wir uns einen schönen
Nachmittag in Puerto de la Cruz.
Wenn nicht, dann
eben nicht. |
Tüt, tüt, klingt es in unserer Einfahrt als wir
eigentlich gerade weg fahren wollen. Ein guter
Freund schaut vorbei. Na denn, für einen kurzen
Tratsch ist auch Zeit, die zwei Männer gönnen sich
noch die allerletzten eine Zigarre
und dann brechen wir endgültig auf. |
Im Orotavatal verwandelt sich das warme, angenehme,
leichte Regenwetter von Icod in regelrechtes
Sauwetter. Die Temperatur ist zwar auch dort
angenehm warm, aber die grauen Regenwolken hängen so
tief über der Landschaft, dass man das Gefühl hat, man
könnte sie als
Kopfbedeckung tragen.
Und ich hasse Hüte aller Art! Wahrscheinlich weil ich
eitel bin und nicht den vollkommen fotogenen Kopf für diese Art der
Hauptbedeckung habe. Sie stehen mir nicht zu Gesicht
und wenn ich so ein Ding auf dem Kopf habe, habe ich
immer das Gefühl, irgend etwas zu übersehen. |
Es gibt heute also nicht mehr zu erzählen. Was wir
genau eingekauft haben wird ja hoffentlich niemanden
interessieren, oder? Ich glaube, da gibt es
wichtigere Dinge im Leben.
Einen Vorteil hat dieses triste Wetter
allerdings für mich gehabt. Mein Schatz hat nicht
über einen diversen Zeitverlust gejammert - denn bei
Regenwetter hätte er sowieso nicht arbeiten können.
Deshalb habe ich ihn heute fast ganz allein für mich
gehabt! |
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Ein schönes Wochenende! ¡Buen fin de semana!
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| 23 de enero 2009 |
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Freitag
-
viernes |
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Icod de los Vinos |
| mehr oder
weniger
Sonnenschein |
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14 ° temperatura
mínima |
|
20 ° temperatura
máximo |
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wir pflanzen weiter |
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Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit:
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Stecke mehr Zeit in deine Arbeit |
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als Arbeit in deine Zeit. |
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Friedrich Dürrenmatt |
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Das Wetter ist schön, hace buen tiempo.
Es war zwar kein strahlend schöner Tag - und
doch war es ein schöner Tag! Uns schien die Sonne ins Gesicht, el sol nos dio
en la cara, es ist sommerlich warm und ich genieße die Arbeit im Freien. Der
blaue Himmel spielt nicht immer die Hauptrolle im Wettergeschehen. Er wurde am
Nachmittag durch aufziehende Nebelschwaden gestört und dadurch ist eine ganz
eigenartige Stimmung entstanden. |
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Wir haben unseren Hügel fertig bepflanzt und allerhand Aufräumarbeiten erledigt.
Mehr gibt es nicht zu berichten. |
Einen interessanten Artikel habe ich heute irgendwo
im weltweiten Netz gefunden.
Lest in euch einmal durch, vielleicht muss man die
ganzen Pisatestergebnisse doch noch einmal überdenken? |
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Lesen - einmal anders
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Nach eienr Stidue der Cmabridge Uinverstiaet ist es
eagl in wlehcer Reiehnfogle die Bchustebaen in Woeretrn vokrmomen.
Es ist nur withcig, dsas der ertse und lettze Bchusatbe an der
ricthgien Stlele snid. Der Rset knan total falcsh sein und man knan
es onhe Porbelme leesn. Das ist so, wiel das mneschilche Geihrn
nciht jeden Bchustbaen liset sodnern das Wrot als gaznes. Krsas,
oedr? |
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Na, überrascht? Es ist eben nicht immer alles so wie
es scheint, eso no quiere decir nada, oder?
Der Schein kann auch trügen, las apariencias
engañan. Das war schon immer so, siempre ha sido así! |
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Also dann - gute Nacht und träumt was schönes! ¡Buenas noches y sueños
maravilloso! |
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| 22 de enero 2009 |
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Donnerstag
- jueves |
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Icod de los Vinos |
| strahlender
Sonnenschein |
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14 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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das geht auch mit
dem Besen ... |
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Wenn du kein Kompliment bekommen kannst –
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mach dir selbst eines! |
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Mark Twain |
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Für heute habe ich noch keinen Plan.
Was nicht ist, kann oder muss mit Sicherheit
noch werden. Die Sonne lacht vom Himmel - ein perfektes Wetter für das, was wir
uns gestern vorgenommen haben. |
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Es war einmal ein kleines Gewächshaus und eine gemütliche Terrasse, auf der wir
in den letzten drei Jahren viele Stunden mit Freunden verbracht haben. Ein
hemeliges Plätzchen - schön sonnig und Wind geschützt. Rund um hat sich in den
letzten Jahren ein richtiger Urwald entwickelt. Auf den Regalen haben in
Samenkästchen kleine, vorwitzige Pflanzen das Licht der Welt erblickt und in
unzähligen Blumentöpfen habe ich Stecklinge gezogen und viele verschiedene
Blumen vermehrt. |
Seit heute Nachmittag, por la tarde, kann ich allerdings nur mehr eines
sagen -
es war einmal, érase una vez, und ist
nicht mehr, ein kleines, Sturm Delta erprobtes
Gewächshaus ... |
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Eines ist allerdings damit auch klar - es geht voran! Das erste Provisorium wird
abgetragen und in einer Woche wird dieses Plätzchen schon ganz anders aussehen.
Bis zum Abend wurden Blumentöpfe und alles was so noch dazu gehört in ihre neue
Heimat umgesiedelt. |
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Für die nächsten Wochen können sie die warmen Sonnenstrahlen windgeschützt vor
schönen Natursteinmauern verbringen.
Dies ist zwar auch nicht der endgültige
Standort, aber als Ausweichlager hätten unsere Blumenkinder es schlechter
treffen können. |
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Die Überreste der Terrasse vermitteln momentan einen traurigen Eindruck, una
impresión triste. Also werden wir in die Hände spucken, poner manos a la
obra, und das Chaos aufs Schnellste beseitigen. Bis unsere endgültige
Terrasse fertig ist, werden wir uns für den Griller und unseren Tisch ein neues
Plätzchen suchen. |
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| 21 de enero 2009 |
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Mittwoch
-
miércoles |
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Icod de los Vinos |
| blauer Himmel
und Sonnenschein |
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13 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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was ist heute
wichtig? |
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Wenn wir bedenken,
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dass wir alle verrückt sind,
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ist das Leben erklärt. |
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Mark Twain |
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Blauer Himmel soweit das Auge reicht. Die Sonne scheint und die Regenwolken
haben sich anscheinend endgültig verabschiedet. Der Wellengang an der Küste ist
weiterhin spektakulär und wunderschön - aber Respekt einflößend. Dessen sollte
sich auch jeder Mann und jede Frau bewusst sein. Jahr für Jahr werden einige
besonders dumme mutige Fotographen oder Spaziergänger ins Meer
gerissen. |
So, die Post ist erledigt, ab jetzt stehen wieder andere Punkte auf dem
Stundenplan.
Zum Glück spielt sogar das Wetter mit, denn
Sonnenschein verführt direkt zur Arbeit im Freien. |
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| 20 de enero 2009 |
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Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| wolkig und
regnerisch |
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13 ° temperatura
mínima |
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18 ° temperatura
máximo |
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Yes we can
también!
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Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, |
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besaßen sie die Bibel und wir das Land. |
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Sie forderten uns auf zu beten.
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Und wir schlossen die Augen.
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Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau
umgekehrt:
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Wir hatten die Bibel und sie das Land. |
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Desmond Tutu |
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Mein Mann sägt vor sich hin, Nachbars Hahn, el gallo, kräht sich aus
voller Kehle die Seele aus dem Leib - und da soll man noch schlafen? Es ist
stockdunkel und die Uhr zeigt fünf Uhr an.
Zum Aufstehen also noch viel zu früh, aber
die beiden männlichen Geschöpfe dieser Welt lassen sich nicht stören. |
Kann mir jemand erklären, warum ein Hahn überhaupt ständig kräht? Vor allem
bevor die Sonne aufgeht. Es macht ihm ja niemand sein Revier streitig, es ist
schließlich eingezäunt.
Im Grunde genommen will dieser angeberische Gockel
wahrscheinlich nur seinem Harem imponieren.
Irgendwann drehe ich ihm den Hals um - obwohl
es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Ran an den Herd, Coq au vin à la
Bourguignonne klingt auch nicht schlecht, oder? |
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Heute befindet sich ganz Washington im Freudentaumel: "Yes we can" und "Bye Bye
Bush" lautet die Devise dieses kalten Jännertages. |
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Weniger als vierzig Worte machen Barack Obama heute
zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten. "Ich, Barack Hussein Obama, gelobe
feierlich, dass ich pflichtgetreu das Amt des Präsidenten der Vereinigten
Staaten ausüben werde und mit allem, was in meiner Macht steht, die Verfassung
der Vereinigten Staaten bewahren, schützen und verteidigen werde."
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Er schwor den Eid, el juramento, mit der Hand
auf die Bibel, la Biblia, seines Vorbildes Abraham Lincolns, der 1863 die
Abschaffung der Sklaverei verkündet hatte. Seine Frau Michelle hat das alte Buch
in ihren Händen gehalten.
Good Luck, Mr. President! ¡Mucha suerte!
Er hat keine leichten Aufgaben zu lösen und trotzdem oder gerade deshalb ist er
der Hoffnungsträger von vielen Menschen - nicht nur von Amerikanern. |
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In seiner mitreißenden und klugen Antrittsrede hat er einen, für mich, wichtigen
Satz gesagt: "An diesem Tag kommen wir zusammen, weil wir die Hoffnung
über die Angst gestellt
haben, das gemeinsame Ziel über Uneinigkeit und Zwietracht!" |
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| 19 de enero 2009 |
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Montag
-
lunes |
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Icod de los Vinos |
| heiter bis
wolkig |
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13 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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ich lach mir heute
einen Ast ... |
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Wer ein Ziel hat, |
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nimmt auch schlechte Straßen in Kauf |
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Kyrilla Spiecker |
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Nebelschwaden ziehen vom Meer über die Hügel hoch - und wieder zurück.
Ein typischer Tag für Büroarbeit. |
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Auf Teneriffa spielen sich Jahr für Jahr mehrere Frühlingsmärchen ab. Die
Hauptdarsteller sind im Jänner die Mandelbäume. Stellt euch einmal folgendes
vor. Kahle, blattlose unscheinbare Bäume, die in der Landschaft stehen
verwandeln sich fast über Nacht in wahre weiße oder rosenrote Blütenwolken.
Diese Blütenträume wirken unwirklich, fremd und wie von Feenhand geschaffen. A
Mitte Jänner verwandelt sich die
steinige, schwarze Lavalandschaft rund um die Dörfer in ein Blütenmeer. |
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Die vielen Mandelbäume auf den Kanarischen Inseln wurden - wie viele Pflanzen -
eingeführt und kultiviert. Der Mandelbaum, el almendro, stammt
ursprünglich aus Asien, doch er fühlt sich auf den Inseln anscheinend genau so
wohl wie in seiner ursprünglichen Heimat. Mittlerweile ist die Mandel ein fester
Bestandteil der kanarischen Küche geworden. Auf jeder Fiesta bekommt man frisch
gebrannte Mandeln, viele süße Nachspeisen und Kuchen bestehen aus Mandeln und
wer Süßes nicht man, kann die Mandeln auch gesalzen und geröstet zum Wein
knabbern. |
Auf unserer Finca stehen auch einige alte Mandelbäume. Tag für Tag öffnen sich
mehr Blüten. Noch ein bisschen zaghaft öffnet sich eine Knospe nach der anderen,
doch in einigen Tagen werden wir mehrere Blütenwolken sehen können. Mandelblüten
können weiß oder leicht rosa sein - beide Arten bezaubern.
Die geschmackvollsten Früchte entwickeln sich
allerdings aus den schneeweißen Blüten.
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| 18 de enero 2009 |
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Sonntag
-
domingo |
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Icod de los Vinos |
| heiter bis
wolkig |
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13 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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ein guter
Frühstückskaffee ist wichtig |
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Die Schärfe des Tages findet man in der Würze der
Nacht |
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Diyar A. |
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Der Atlantik zeigt in den Wintermonaten seine wirkliche Kraft und eine
überwältigende Schönheit. |
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Die Farbe der Meeresoberfläche wechselt von tiefem
blau bis zu türkisen Tönen und verwandelt sich an den Felsen der Küste in eine
schneeweiße Gischt. Doch nicht nur optisch zeigt das Meer seine Stärke - die
Wellen rollen mit einem hörbaren Grollen ans Land. Es klingt fast wie das
Geräusch einer in den Bahnhof einfahrenden Lokomotive. In hohen Fontänen
verteilen sich die riesigen Wogen mit feinem, nach Salz schmeckenden Tröpfchen
in der Luft.
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Die Wellen können bei diesem Wetter eine Höhe von vier bi fünf Metern erreichen.
Die Umfahrungsstrasse von Garachico war aus diesem Grund gestern gesperrt und
der Verkehr wurde zur Sicherheit durch die engen Gassen der Innenstadt
umgeleitet. Heute konnten wir allerdings wieder ganz normal auf der Hauptstrasse
nach Los Silos weiterfahren. |
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In
Los Silos wurde am Sonntag
ein Fest zu Ehren des Schutzpatrons der Tiere aller
Art, San Antonio Abad gefeiert. Wir haben davon nichts
mitbekommen.
Am Nachmittag war die Tierweihe bereits ein
Punkt in der Vergangenheit. Auf der Plaza waren allerdings noch die
Kunsthandwerker mit ihren Ständen vertreten und rund um die Kirche wurde noch
lustig gefeiert. |
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| 17 de enero 2009 |
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Samstag
-
sábado |
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Icod de los Vinos |
| heiter bis
wolkig |
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13 ° temperatura
mínima |
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20 ° temperatura
máximo |
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heute ist das
Grünzeug dran |
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Ein Mensch ohne Geduld,
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ist ein Mensch ohne Anfang und Ende. |
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Autor unbekannt |
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Grünzeug war Vormittag - Besuch war Nachmittag. |
Ursprünglich hat es hat es ja eine andere Abmachung gegeben. Wir wollten uns
mindestens alle zwei Monate treffen. Im Grunde genommen wäre das ganz einfach zu
machen, aber irgendwie vergeht dann meistens ein viertel Jahr bis wir uns wieder
sehen.
Einmal hat der eine zu viel zu tun und einmal
der andere. Trotzdem - oder gerade deshalb - Qualität steht
geht vor Quantität. |
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Durch den kleinen Ramon bekommen wir den Spiegel der Zeit vorgehalten. Er ist
gerade erst auf die Welt gekommen, hat im vergangenen Oktober seinen ersten
Jahrestag gefeiert und ist mittlerweile schon wieder ein Stück gewachsen. |
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Unweigerlich kommen mir dann so Sätze wie "ist der groß geworden" oder so
ähnlich über die Lippen.
Na was denn sonst, nada más? Soll er
vielleicht schrumpfen? Warum verteilen wir die selben Weisheiten in der Welt,
die uns als Kinder schon auf die Nerven gegangen sind? Diese Aussprüche passen
zu alten Tanten und Onkeln, zu Opas und Omas - aber doch nicht zu uns
mir! Diese Erkenntnisse müssen also in unseren Genen fest verankert sein, anders
kann es gar nicht sein.
Ich habe leider keine andere Erklärung für
diese unsinnigen Sprüche. |
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Auf alle Fälle war es wunderschöner, sonniger, unterhaltsamer Nachmittag. Ich
hoffe, es wird nicht wieder bis Ostern dauern, bis wir uns wieder treffen. Wir
werden uns zwar nicht morgen wieder sehen, nos vemos mañana, aber wir
sollten nicht wieder Wochen vergehen lassen. Also ihr drei - noch einmal - liebe
Grüße von unten nach oben. Die roten Lichter des Senders zeigen unseren Gedanken
den Weg! |
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In Garachico ist seit gestern die Hauptstrasse gesperrt. Der Atlantik zeigt in
den Wintermonaten seine Kraft. Die Wellen schlagen oft meterhoch an die Küsten.
Deshalb wird die Umfahrungsstrasse in unserem Nachbarort mindestens einmal im
Jahr aus gegbenen Umständen zur Vorsicht abgesperrt und der Verkehr durch die
schmalen Gassen der Stadt geleitet. |
Diese Brandung möchte ich morgen aus der Nähe sehen.
Aber - wir werden sehen. |
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| 16 de enero 2009 |
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Freitag
-
viernes |
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Icod de los Vinos |
| heiter bis
wolkig |
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13 ° temperatura
mínima |
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18 ° temperatura
máximo |
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¡Feliz
cumpleaños! |
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Ein Lächeln |
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erfreut mindestens zwei, |
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den Schenkenden |
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und den, der es erhält. |
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Prof. William James
1842 - 1910 |
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Ein neuer Tag und draußen ist alles nass. Die nächtliche Gießkanne hat wieder
einmal perfekt funktioniert. Noch ein kurzer Regenschauer vor dem Frühstück und
dann hat sich Petrus wieder beruhigt.
Fast alles eitel Sommer, Wonne,
Sonne, Sonnenschein - und wir wohnen mitten drinnen. Eigentlich ein
blöder Spruch. Ich hab auch keine Ahnung, woher der stammt. Trotzdem taucht er
ab und zu aus dem Unterbewusstsein auf. |
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Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren ein Tag in der Mitte von Kärnten, als
ein kleines Mädchen mit ein paar kräftigen Schreien der Welt seine Existenz
bestätigte. Man schrieb das Jahr 1939 ... |
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Kärnten hieß damals in diesen kalten Jännertagen noch einfach Kärnten, der Krieg
war noch jung und von dem kleinen Bauernhof in Seeboden nahe dem Millstätter See
relativ weit weg. Am ersten Mai 1939 wurde das südlichste Bundesland Österreichs
allerdings zu einem eigenen Reichsgau erklärt. Keine Ahnung, ob sich durch
diesen Status etwas am Leben der Bewohner geändert hat. |
Das kleine Mädchen wurde gemeinsam mit vielen
Geschwistern auf einem Bauernhof am Waldrand groß
und als es den Kinderschuhen entwachsen war, machte
es sich auf, um in die große, weite Welt zu ziehen.
Gar so weit ist das kleine Fräulein nicht gekommen.
Sind oder waren es zwanzig oder gar dreißig
Kilometer gewesen?
Sie hat eine ihrer großen Schwestern in
Villach besucht - und ist am Ende dort bei einem
Mann hängen geblieben. |
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Wie könnte es anders sein, sie hat sich verliebt, verlobt verheiratet, das junge
Pärchen hat sich ein Haus gebaut, Obstbäume gepflanzt und drei Töchter bekommen
... |
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Mittlerweile hat sie mit diesem Mann bereits fünfzig
gemeinsame Jahre verbracht und feiert heute einen runden Geburtstag.
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Alles Gute zu deinem Ehrentag! ¡Feliz cumpleaños
mamaíta! Mutti, alles Gute zum Geburtstag! |
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Bleib so wie du bist und bleibe weiterhin so jung,
neugierig und lernbegierig. Bleib deinem ansteckenden Lachen treu,
lache auch in Zukunft so von Herzen, dass dir dabei die Tränen aus
deinen blauen Augen kullern. Wir lieben dich dafür!
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Geburtstag feiern - das ist schön. Ein uralter Brauch, der wahrscheinlich schon
einige tausend Jahre alt ist. Langsam aber sicher, despacio pero seguro,
wird es zu Regel, dass wir kein einziges Stück der Geburtstagstorte bekommen.
Schade, dass wir diesen runden Geburtstag nicht gemeinsam feiern können! |
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1. bis 15. Jänner 2009 |
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Unser Postkasten freut sich auf
jede
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