hier geht's zu den nächsten Einträgen :o) lach ein bisschen 16 de enero 2009 
 
15 de enero 2009 
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
wir fahren nach   Santa Cruz
 
 
Leben ist das, was passiert,
während du eifrig dabei bist,
andere Pläne zu machen.
John Lennon
 
 
 
Das Wetter eines gesamten Jahres in einem Tag! Genauso ist der fünfzehnte Jänner wettermäßig für uns verlaufen. Um neun Uhr Früh sind wir bei Nebel, la niebla, und leichtem Regen von zu Hause weg gefahren. Bis Puerto de la Cruz hat es geschüttet. Zur großen Überraschung hat bei Los Rodeos plötzlich die Sonne über die Wolken gesiegt. Dabei ist diese Gegend knapp vor La Laguna als Schlechtwetterzone und Kälteloch bekannt.
Das viel versprechende Sonnenfenster ist allerdings ziemlich schnell wieder von der Himmelsbühne verschwunden. Über Santa Cruz hängt eine dicke, graue Wolkendecke und der Wind pfeift anständig durch die Straßen.
 
Nach einer Stunde und nach getaner Arbeit verwandelt sich der trübe Regentag in einen warmen Frühlingstag. Die Sonnenstrahlen kitzeln uns im Gesicht und wir finden in einem Park ein sonniges Plätzchen unter einem Sonnenschirm. :o) lach ein bisschen Na ja, wenn Engel unterwegs sind reisen, muss es ja so sein - sagt man zumindest im Volksmund.
 
Den kleinen Hund hat es nicht gestört, aber er war auch warm eingepackt und kam anscheinend frisch vom Haardesigner. Von da an hat sich Petrus für Aprilwetter im Jänner entschieden. :o) lach ein bisschen Ein Regenschauer hat lauen Nieselregen und strahlenden Sonnenschein abgelöst. Wer der heutige Tagesieger geworden ist? Keine Ahnung - die Abwechslung hat bis zu unserer Abfahrt angehalten.
Immerhin, haben wir es geschafft trocken zum Auto zu kommen - den Regenschirm haben wir nämlich dort zurück gelassen. Als wir vom Parkplatz Richtung Innenstadt gegangen sind hat die Sonne vom Himmel gescheint. Verabschiedet hat sich der Wetterzuständige von Santa Cruz dafür mit einem wunderschönen, doppelt angelegten Regenbogen.
Die Heimfahrt war aus heutiger Sicht sehr spannend. Es hat sich vor jeder Kurve eine interessante Frage gestellt. Wie sieht es hinter der nächsten Küsteneinkerbung aus? :o) lach ein bisschen Das Orotavatal, Valle de Orotava, Humboldts Lieblingsplatz der Insel, ist wie so oft unter grauen Wolken versteckt gewesen - aber zu Hause sind wir mit sommerlichen Wetter begrüßt worden. :o) lach ein bisschen So ein Inseltag kann ganz schön spannend sein, oder?
Ein Inselleben der anderen Art könnte angeblich jedermann in Australien kennen lernen. Sogar noch mit fürstlicher Bezahlung fürs fast nix tun!
Eigentlich ist es ja nur eine ziemlich witzige Werbeaktion. Es ist Winter und die Wirtschaftskrise geistert durch alle Köpfe Medien. Deshalb trifft das Angebot für den angeblich besten Job der Welt wohl genau den Nerv vieler Menschen. Das Angebot klingt ja nicht schlecht - sechs Monate auf einer Trauminsel inklusive allem Komfort und für zwölf Arbeitsstunden im Monat über 13.000 Euro Gehalt als Draufgabe.
Inselwart im Great Barrier Reef.
Im australische Bundesstaat Queensland - gibt es den zur Zeit angeblich besten Job der Welt.
Sie wohnen auf der "Island Caretaker" in einer Villa - am Rande einer Schlucht mit phantastischen Ausblick. (drei Zimmer und eingener Pool) Eine Jacht, Jet-Ski und ein Golfbuggy stehen ebenfalls zur Verfügung.
Was müssen Sie dafür tun:
- ein Insel-Tagebuch führen und im Internet berichten
- durch das Great Barrier Reef reisen
- jedes mögliche Abenteuer auszuprobieren
- Fragen von Journalisten beantworten
Wie kommen Sie an den Job:
- bis spätestens 22. Februar mit einem Video auf der Homepage www.islandreefjob.com bewerben.
(Hinweis: öfter probieren - hoher Andrang)
Die elf interessantesten Kandidaten werden im Mai auf Hamilton-Island geflogen, wo sie sich dem letzten Auswahltest unterziehen. Gehalt für 6 Monate = 150 000 Dollar (ca. 72 000 Euro)
Quelle: GoMoPa
Das beste Geschäft macht allerdings der australische Fremdenverkehrsverband.
Die Anzahl der Arbeitsstunden soll sich auf etwa zwölf Stunden pro Monat belaufen - nicht pro Tag wohl gemerkt - zumindest laut Schätzung des australischen Fremdenverkehrsverbandes. Dazu gehört das Füttern von Schildkröten und das Beobachten von Walen zum Beispiel. Na mehr wird sich in zwölf Stunden ja auch nicht ausgehen. Dafür gibt umgerechnet 80.000 Euro Pauschallohn. Das sind monatlich 13.333 Euro. :o) lach ein bisschen Anreise und Spesen werden selbstverständlich ebenfalls bezahlt.
Für die Touristiker der ehemaligen Strafkolonie Englands lohnt es sich jedoch allemal, einer Person einen sechsmonatigen Urlaub und Bargeld noch dazu zu schenken. Bereits jetzt ist die Werbewirkung unbezahlbar, dabei kommt die Kampagne in achtzehn Ländern gerade erst in Schwung. :o) lach ein bisschen Das Auswahlverfahren für den Job findet Schritt für Schritt, poco a poco, unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Die elf letzten Bewerber müssen Anfang Mai zu einer Art Realityshow auf die Insel. Einer von ihnen tritt am 1. Juli den Job an. Ob diese Reise der Fremdenverkehrsverband von Australien auch bezahlt? Das steht in den Sternen.
Ab dann trägt das Projekt für die australischen Touristiker noch mehr Früchte, denn der Auserwählte muss über das Inselleben in einem Blog mit Unterstützung von Videos sowie Fotos berichten und Journalisten Rede und Antwort stehen - kurz gesagt: :o) lach ein bisschen er soll allen Daheimgebliebenen sechs Monate lang den Mund wässrig machen. Dabei wünsche ich dem Gewinner viel Vergnügen! Hoffentlich ereignen sich auf diesem kleinen Eiland genügend Abenteuer - auf historische oder gar kulturelle Ereignisse wird der Inselträumer wohl nicht urück greifen können.
Schüchterne Leute sind - so nebenbei  bemerkt - nicht erwünscht, ebenso keine Nichtschwimmer. Die Bewerber sollten zusätzlich Qualitäten im Umgang mit dem Internet und ein Faible für die freie Natur haben. Eine Vorliebe für Schnorcheln und Tauchen sowie exzellente Kommunikationsfähigkeiten wären ebenfalls von Nutzen Vorteil. :o) lach ein bisschen "Der Gewinner muss das Meer lieben, die Sonne und die Natur", sagte auch Anthony Hayes vom Tourismusbüro der australischen Region Queensland. "Und er muss von Zeit zu Zeit auch mit Journalisten sprechen, deshalb darf er nicht schüchtern sein."
Na, wäre das nichts für euch? :o) lach ein bisschen Für mich nicht. :o) lach ein bisschen Ich schreibe mein Tagebuch lieber auf unserer selbst ausgewählten, kleinen Insel im Atlantik. Hier gibt es weder Haie noch irgendwelche giftigen Schlangen oder Spinnen - keine Krokodile und tödlichen Qualen. :o) lach ein bisschen Die Bezahlung wäre allerdings nicht schlecht - aber man kann leider nicht alles auf einmal haben. Ich habe lieber den Spatz in der Hand, als für sechs Monate die Taube auf dem Dach.
Falls sich jemand genauer informieren möchte - hier sind noch einige treffende Internetadressen.
 
 
14 de enero  2009 
Mittwoch - miércoles
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
für heute alles    geschafft
 
 
 
Eine Übung,
die von Kopf bis Fuß erfrischt,
ist das Anheben der Mundwinkel.
Else Pannek
 
 
 
Ein heller Sternenhimmel, un cielo estrellado, beim Schlafen gehen, wolkenloser Himmel in der Früh und jetzt scheint die Sonne vom blauen Himmel. Die Gartenarbeit, el trabajo en el jardín, kann also zügig weitergehen.
Jetzt zahlt es sich aus, dass wir einige Pflanzen einfach irgendwo dazwischen gepflanzt haben. Im Freiland wachsen gleich um einiges schneller als im Blumentopf. Heute haben wir den Vorteil wahre Prachtexemplare umsetzen zu können. :o) lach ein bisschen Georg muss zwar die Schaufel und ab und zu auch den Pickel schwingen aber dafür sieht es danach aus, als ob die Sträucher immer dort gestanden wären.
 
 
13 de enero  2009 
Dienstag - martes
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
13 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
Gartenarbeit   die zweite Vorstellung
 
Was du bist, hängt von drei Faktoren ab:
Was du geerbt hast,
was deine Umgebung aus dir machte
und was du in freier Entscheidung
aus deiner Umgebung und deinem Erbe gemacht hast.
Aldous Huxley
 
 
 
Das Wetter ist so so lala. Vereinzelt sind Wolken am Himmel, die Sonne hat Kraft - aber die Luft ist noch kühl. Perfektes Wetter für unsere Gartenarbeit. :o) lach ein bisschen Wir kommen nicht ins Schwitzen und unsere umgesiedelten Pflanzenkinder lieben solche Wetterverhältnisse so wieso.
 
Diesen Hügel werden wir heute verschönern. Wir bepflanzen eine Art Steingarten mit Aloen, Kakteen, verschiedenen Arten von Hauswurz. 
 
Diese Riesenhauswurz, Aeonium, links stammt aus der Gegend von La Guancha, die vielen Aloen haben wir selbst vermehrt. :o) lach ein bisschen Von zwei unserer Mutterpflanzen haben wir fast zwanzig Jungpflanzen abtrennen können. Eine schöne Ausbeute, oder? Eine Anzahl von Pflanzen, die für heute genau richtig bemessen war. In einigen Wochen ist die Bepflanzung perfekt angewachsen und wird eine Augenweide sein!
Morgen wird weiter begrünt. Lasst euch überraschen.
 
Ach ja, die Mandelbäume, los almendros, beginnen zu blühen. Heute habe ich die ersten geöffneten, zartrosa Blüten entdeckt. Unzählige Knospen, los capullos incontable, sind knapp vor dem Aufplatzen. In einigen Tagen werden sich die Mandelbäume in einen weißen Blütentraum verwandeln.
Der scheidende Präsident Bush hat sein Resümee gezogen. Er war aus seiner Einschätzung n den acht Jahren seiner Amtszeit sehr erfolgreich - leider habe er im Iran keine Massenvernichtungswaffen gefunden. Kein Wunder, G. W. Bush hat auch keinerlei Kriegserfahrung, er hat sich erfolgreich vor dem Vietnamkrieg drücken können - übrigens mit Hilfe des Vaters.
Der Rest der Welt sieht die Erkenntnis von Mister President zwar wahrscheinlich ein bisschen anders, aber wen stört das schon? Die Geschichte hat schon andere selbstgefällige Typen verkraftet verkraften müssen. Mit dem Sturz irgendwelcher Statuen hat sich in der Vergangenheit Geschichte der Welt noch nie etwas verändert.
Im Grunde genommen wurde dieser arme Mensch doch nur dafür missbraucht, das Werk seines gescheiterten Vaters zu Ende zu führen. Ohne wenn und aber. Vater Bush hat den ersten Golfkrieg vermasselt und nur deshalb war der Sohn gut genug dafür, diesen Makel auszulöschen. :o) lach ein bisschen Und so nebenbei, konnte der Familienclan einen guten Patzen Dollars in die Privatschatulle schaufeln.
Nur aus diesem Grund wurde der Junior, höchst peinlich, mit wenigen möglicher Weise gefälschten Stimmen Vorsprung nach endlosem Auszählen von maximal fünfundzwanzig Prozent der wahlberechtigten US-Bürger zum Präsidenten gewählt. Wir haben dieses Märchen vor vielen, vielen Jahren auf Bali miterlebt. :o) lach ein bisschen Wenn es den Film oder das Buch "die unendliche Geschichte" noch nicht gegeben hätte - damals wäre ihre Geburtstunde gewesen.
Die Katastrophe als Chance! Vor Jahren wurde der elfte September dafür benutzt - die heutige Krise ist ja lediglich das relativ unspektakuläre Rest Ende der Aktion! Eine Finanzkrise, die eigentlich nur Spekulanten und Finanzverbrecher betrifft. Zahlen soll dafür aber Otto Normalverbraucher! Alle anderen sanieren sich erhobenen Hauptes. Sie fühlen sich keiner Schuld bewusst,  ihre goldenen Schäfchen haben sie schon längst in Sicherheit gebracht.
Bush Senior, der Übervater der amerikanischen Nation hätte ja noch ein weiteres Blatt im Ärmel. Einen Erfolg versprechenden Sohn hat er für die nächste amerikanische Wahl noch anzubieten. :o) lach ein bisschen Sein Name? Fällt mir im Moment nicht ein.
Ich glaube nicht, dass die Welt noch eine Art Ritter von der traurigen Gestalt verkraften könnte. Dieser Part wird bereits Don Quixote de la Mancha seit 1605 besetzt beansprucht.
Zwischen G. W. Bush und Don Quijote gibt es allerdings sowieso einen gravierenden Unterschied. Der sagenhafte Spanier hat zwar als Narr gelebt, doch stirbt er am Ende als Weiser. Er sieht seine Dummheit und Verblendung ein und schlummert als guter Christ und kluger Mensch sanft hinüber. :o) lach ein bisschen Diese Erkenntnis können wir vom jetzigen Staatsoberhaupt der USA nicht erwarten.
 
 
12 de enero  2009 
Montag - lunes
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
10 ° temperatura mínima
15 ° temperatura máximo
Gartenarbeit    den ganzen Tag lang
 
 
Ich bin wie alle Menschen:
Ich sehe die Welt so,
wie ich sie gerne hätte, u
und nicht so, wie sie tatsächlich ist.
Paulo Coelho
 
 
 
Wochenbeginn - der Alltagstrott, el dia normal, hat uns wieder fest im Griff, es muy mañosa. Es geht weiter - wie immer. Auf der einen Seite zum Glück, auf der anderen Seite muss ich sagen, dass es einmal sehr erholsam wäre, wenn es wenigstens im Geiste ein paar Austage gäbe. Gibt es aber leider nicht. Es muss wohl so sein und soo übel ist der Zustand ja auch nicht. :o) lach ein bisschen Aber ab und zu wünsche ich mir eine ganz normale Wohnung mit Zimmer, Küche Kabinett und als Draufgabe vielleicht noch ein Badezimmer mit Wanne. Klingt das unbescheiden?
Nein, so wie die Situation zur Zeit ist, wendet sich alles zum Besseren. ¿De qué se trata? Es handelt sich nur mehr um Monate. :o) lach ein bisschen Dann wird von heute auf morgen alles so funktionieren, wie wir es uns vorstellen. Diese Behauptung mag zwar im Moment ein bisschen naiv klingen - ist es aber nicht! Ihr werdet es sehen!
Deshalb nichts wie ab in die Botanik, die Palmen wollen geschnitten werden und sonst sind auch noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen.
 
 
11 de enero  2009 
Sonntag - domingo
 
Icod de los Vinos
sonnig aber kühl
10 ° temperatura mínima
15 ° temperatura máximo
wir haben heute    viel vor ...
 
 
 
Hunde blicken zu uns auf,
Katzen schauen auf uns herab
und Schweine behandeln uns als Gleichgesinnte.
Winston Churchill
 
 
 
Der Sonntag beginnt mit relativ grauem Himmel, aber schon während unseres gemütlichen Frühstücks wird es immer schöner. Die Luft ist zwar noch kühl, aber das Wetter verlockt zu einem Ausflug. :o) lach ein bisschen Also machen wir uns auf den Weg zu neuen Abenteuern!
 
Wir entscheiden uns für eine Fahrt in die Hügel oberhalb von La Guancha. In dieser Gegend sind wir vor einem Jahr bereits einmal kreuz und quer durch die Landschaft gefahren, heute suchen wir uns eine neue Straße. Es gibt einige, kleine Wege in dieser Gegend - zumindest laut Straßenkarte.
Wir wählen die Abzweigung nach der Kirche von La Guancha und fahren auf einer relativ breiten, asphaltierten Straße eine Etage höher im Straßennetz der Insel. Rund um uns sehen wir Terrassen ohne Ende. Auf den meisten Äckern ist die Erde bereits umgepflügt und vermutlich sind der Großteil davon mit Kartoffeln bepflanzt worden.
 
Nach kurzer Zeit gelangen wir auf die Hauptstraße TF 344, die durch das Gebiet von  La Guancha über San Juan de la Rambla nach Icod Alto und weiter nach Los Realejos führt. Eine wunderschöne, ländliche Gegend. An vielen Stellen treffen wir auf ganze Arbeitstrupps.
Genau genommen handelt es sich dabei meistens um Familien, in denen alle Mitlieder zusammen helfen, um die kleinen und großen Äcker zu bearbeiten und zu bepflanzen. Den selben Zusammenhalt gibt es dann natürlich auch beim Unkraut jäten und bei der Ernte. :o) lach ein bisschen So eine Großfamilie könnten wir auch ab und zu gebrauchen.
 
In Icod Alto machen wir noch einen kleinen Abstecher auf einem steilen Weg Richtung Meer. Zuerst fahren wir am obligaten Fußballplatz vorbei und anschließend sehen wir einen kleinen Dorffriedhof, el cementerio. Ich kann natürlich nicht widerstehen, die Eingangstüre steht offen und in den Nachmittagsstunden herrscht ein reges Kommen und Gehen.
 
Auf diesem Gottesacker ist zwischen den typischen Gräberzeilen auch Platz für einige Holzkreuze in der Erde. Ob das wohl eher Armengräber sind? Auf den meisten Holzkreuzen ist lediglich mit Lack ein Name drauf geschrieben. Kein Geburtsdatum, kein Sterbedatum - und doch - bei den meisten, schon ziemlich verwitterten Kreuzen, la cruz, stehen frische Blumen davor.
Aber jetzt nichts wie ab nach Hause. :o) lach ein bisschen Wir haben beide Hunger bekommen und freuen uns aufeinen gemütlichen Sonntagabend.
In der vergangenen Nacht stand der volle Mond am Himmel. Draußen war es auch ohne Straßenbeleuchtung taghell - und ich habe wunderbar geschlafen. In den Morgenstunden wollte ich den Vollmond fotografieren, es ist mir leider nicht gelungen. Innerhalb einiger Minuten hat er sich hinter irgendwelchen diffusen Wolken versteckt.
Okay, kein Bild vom vollen Mond - dafür hat mich der vermeintliche Weihnachtsbraten, sprich Gockelhahn, unseres Nachbarn geschlagene zwei Stunden so halbwegs wach gehalten. Der Typ glaubt wirklich, das irgendjemand auf sein Kikerikie steht. Ich nicht - und seinen weiblichen Untertanen Hennen ist er auch relativ egal. Er kommuniziert anscheinend mit irgendwelchen Artgenossen in der näheren Umgebung. :o) lach ein bisschen Daheim ist er logischer Weise sowieso der Hahn im Korb, sprich ein Macho.
Irgendwann werde ich ihm den Hals umdrehen - es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Entweder sein Besitzer, oder die Gerechtigkeit schlägt zu. Wir schlafen ja bei offenem Fenster und sind somit die ersten Zuhörer seiner musikalisch Darbietungen. Sein Besitzer verbringt die Stunden der Träume bei geschlossenen Fensterflügeln und kommt so überhaupt nicht in den Genuss der Arien seines Stars im Hühnerstall. Leider. Ich bin mir sicher, dass dieser impertinente Gockel seine letzte Stunde schon vor vielen, vielen Tagen erlebt hätte.
Das ist aber nur meine persönliche Einstellung, ein Bewohner von Ghana würde mir mit erhobenen Ziegefinger seine traditionelle Volksweisheit vermitteln - wenn du den Hahn einsperrst, geht die Sonne doch auf - und damit hätte er wahrscheinlich den Nagel auf dem Kopf getroffen. Ein intelligenter Mensch lässt sich nicht von so einem stolzen, wenn auch aus vollem Hals krächzendem Vogel aus dem Hühnerhof stören lassen. Über diesen Einflüssen oder akustischen Störungen steht man - oder doch nicht?
Passend dazu ist hier noch eine kleine Gute Nachtgeschichte :o) lach ein bisschen mir hat sie gefallen.
Es war einmal ein alter Mann, der hieß Pettersson. Der war oft so allein, dass er sich am Morgen am liebsten die Decke über den Kopf gezogen hätte und verschwunden wäre.
Bis seine Nachbarin ihm einen Pappkarton bracht, auf dem "Findus grüne Erbsen" stand. Drinnen waren aber keine grünen Erbsen. Drinnen war ein Kater, der noch so klein war, dass er Platz in Petterssons Hand hatte. Jeden Abend las er ihm Geschichten vor. Und eines Tages war es so weit: Der Kater sprach seine ersten Worte. "So eine Hose möchte ich auch haben", sagte Findus. Was für einen wunderbaren Kater er doch hatte!
Seit der Hahn Caruso auf dem Hühnerhof Einzug gehalten hat, war bei Pettersson und Findus nichts mehr so wie früher. :o) lach ein bisschen Alle Hühner hatten nur noch Augen für den eingebildeten Hahn. Genau so einer hat ihnen noch gefehlt.
Findus verstand die Welt nicht mehr. Hat er die Hühner nicht immer gut unterhalten und ihnen immer so schön die Zeit vertrieben? Wozu brauchten die dummen Hühner auf einmal einen Hahn? :o) lach ein bisschen Und dann erst diese ständige Kräherei. Das fing schon in aller Früh an, und dann hörte das den ganzen Tag nicht mehr auf. Wieder und wieder und immer noch einmal! Gab es denn wirklich nichts, womit man dem Hahn das Krähen abgewöhnen könnte? :o) lach ein bisschen Ob Petterson das Problem lösen konnte?
 
 
10 de enero  2009 
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
10 ° temperatura mínima
15 ° temperatura máximo
 
wird Zeit, dass es    wärmer wird
 
Nichts auf der Welt
ist so gerecht verteilt wie der Verstand.
Denn jedermann ist überzeugt,
dass er genug davon habe.
René Descartes
 
 
 
In der Nacht hat es ordentlich geregnet und der Teide ist tief verschneit. Es scheint zwar die Sonne, die Luft ist aber trotzdem ziemlich frisch und wenn der Wind weht wird es ungewöhnlich kalt. :o) lach ein bisschen Brrr... es war schon wärmer um diese Zeit! Immerhin - Schnee schaufeln müssen wir nicht, da sind wir eindeutig besser dran als die Bewohner von Madrid.
Der Winter, el invierno, verschont auch sonnenverwöhnten Kanarischen Inseln nicht. Väterchen Frost macht zur Abwechslung heuer Urlaub auf den Inseln nahe der afrikanischen Küste. Laut Meteorologen, los meteorólogos, soll es sogar der kälteste Winter seit fünfunddreißig Jahren sein.
 
Der Anblick ist jedoch wunderschön. :o) lach ein bisschen Vor allem, wenn es vor der eigenen Haustüre grünt und blüht, die Tomaten und die Erdbeeren täglich reif werden und der grüne Salat und Paprika von Tag zu Tag größer werden. Heute sogar ohne Gießwasser, Petrus hat die Arbeit in der Nacht für mich erledigt.
 
 
9 de enero  2009
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
wolkig und regnerisch
12 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
hab ich alles    erledigt?
 
 
 
Talente finden Lösungen,
Genies entdecken Probleme.
Hans Krailsheimer
 
 
 
Grau in grau präsentiert sich der Himmel heute Früh. :o) lach ein bisschen Es kann also im Laufe des Tages nur noch besser werden!
So wie es aussieht, wird sich am Wetter heute nicht viel ändern. Es ist warm, windstill aber der Himmel ist Wolken verhangen. Die Wolke von gestern hat schon die richtigen Signale gesendet - schlechtes Wetter! Doch uns geht es gut, ich habe soeben eine Meldung gelesen, dass der Flughafen in Madrid auf Grund von Schneestürmen geschlossen worden ist. Aber das ist nichts außergewöhnliches im Jänner. Zu dieser Zeit ist es in dem Gebiet von Spanien einfach kalt, stürmisch und meistens ziemlich verschneit. ¡Qué frío en Madrid!
Zwei Uhr Mittag - es hat zu regnen begonnen und daran wird sich nicht mehr viel ändern. Es regnet sich ein, es erinnert mich fast ein wenig an den berühmten Salzburger Schnürlregen. :o) lach ein bisschen Sanft und windstill - das Unkraut die Wildkräuter werden jubeln!
Zur Zeit arbeite ich an einem Artikel, warum und wieso wir unser Projekt gerade hier auf diese kleinen Vulkaninsel verwirklichen wollen. Wenn man dann so vor sich hinschreibt und Für und Wider näher beleuchtet, begibt man sich schon auf ein sehr emotionales Terrain. Aber so spielt das Leben, es gibt immer ein Auf und ein Ab. :o) lach ein bisschen Was dazwischen liegt ist eine lange Geschichte, die noch immer nicht zu Ende gelebt ist, doch diese Geschichte möchte ich ein paar Seiten später erzählen.
Die Heiligen Drei Könige haben uns gestern verspätet mit einem Paket beglückt.
Nein im Ernst, es war der Paketzusteller von Icod, der uns einen großen Karton mit vielen, vielen Päckchen gebracht hat. :o) lach ein bisschen Am Abend haben wir eines nach dem anderen ausgepackt und eine Delikatesse nach der anderen entdeckt.
Nachdem wir beide sehr patriotisch sind - zumindest im Bezug auf unsere Bräuche und Gewohnheiten - bedanken wir uns bei unserem Christkind!
Eine kleine Bemerkung noch so nebenbei - der künstlerisch, gestaltete Weihnachtsmann stammt aus der Feder unseres Töchterleins - und ist einsame Spitze!
Deshalb habe ich die Zeichnung auch eingescannt und möchte sie euch zeigen. :o) lach ein bisschen Ich bin mir hundert Prozent sicher, dass niemand sonst eine so schöne Weihnachtskarte bekommen hat. Man muss einfach schmunzeln wenn man dieses Gesicht sieht. Christina, damit ist dir ein Volltreffer gelungen. :o) lach ein bisschen Danke!
Die asiatischen Gewürzmischungen werde ich in nächster Zeit austesten und dir die Erkenntnisse darüber mitteilen. Aber einen frischen, warmen Brownie würden wir mit dir und Michael gerne teilen. :o) lach ein bisschen Vielleicht habt ihr ja einmal Zeit? Meldet euch einfach :o)
 
 
8 de enero  2009 
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
die Sonne lacht vom Himmel
12 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
Gartenarbeit ist   heute angesagt
 
Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
kürzt die öde Zeit,
und er schützt uns durch Vereine
vor der Einsamkeit.
Joachim Ringelnatz
 
 
 
Ein wunderschöner, sommerlicher Tag. Blauer Himmel und Sonnenschein von morgens bis abends.
Das Einzige, was mich ein bisschen irritiert ist diese besondere Wolke, die sich über den Teide schmiegt. Im Normalfall ist diese Form der Wolkengebilde ein Zeichen für kommendes schlechtes Wetter. :o) lach ein bisschen Na ja, das muss ja nicht immer so sein. Ausnahmen bestätigen schließlich die Regel, la excepción confirma la regla.
 
Gartenarbeit bei dieser Aussicht - na, wäre das nichts für euch?
Dunkelblaues Meer so weit das Auge reicht, hasta donde alcanza la vista. Dazu laue Luft, das Glockenspiel, el carillón, der Kirchenglocken von Santa Bárbara, Kinderlachen aus dem Schulhof unter uns und als kleines Härchen in der Suppe Unmengen von Unkraut. Hoppla, wie schreibt man das jetzt wirklich richtig? Häärchen, Härchen oder gar Häarchen? :o) lach ein bisschen Laut Duden ist Härchen korrekt, also bleibe ich auch dabei!
Apropos Unkraut vergeht nicht, bicho malo nunca muere. Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst. Da stellt sich des öfteren eine komplett unsinnige, aber doch logische Frage - soll ich dieses Grünzeug gießen oder roden?
Zu meinem eigenen Schutz werde ich diese wild wachsenden Kräutlein jetzt einfach in Wildkräuter umbenennen. Positive Einstellung nennt man so eine Aktion. :o) lach ein bisschen Jäten werde ich wohl trotzdem müssen - leider!
Die teuersten Pflanzen kann man ganz locker vernichten. Entweder sie bekommen zu viel Wasser - oder zu wenig. Sie sind für den vorbestimmten Standort, den man aus Dekorationszwecken ausgewählt hat, einfach nicht geeignet. Entweder vertragen sie keine Morgensonne oder sie sind allergisch gegen die heiße Mittagssonne. Sie sollen müssen sonnig stehen - aber sie vertragen keine direkte Sonne. :o) lach ein bisschen Den Platz muss man in seiner Wohnung oder dem Garten erst einmal finden. Bei dieser Schnitzeljagd sind nicht einmal die Erkenntnisse von Feng Shui hilfreich!
Das Unkraut, Verzeihung, die Wildkräuter verhalten sich in diesen geforderten Situationen komplett kontraproduktiv. Sie gedeihen und wuchern an jeder nur erdenklichen Stelle. Eines ist allerdings sicher. Ohne Regen gibt es keine grüne Landschaft und ohne wild wachsenden Pflanzen keine blühende Vielfalt. Was wir selbst für uns haben wollen, können wir ja selbst entscheiden. Ich bin mir allerdings sicher, dass ich selbst lieber Sauerklee ins Jenseits befördere, bevor ich in einer Stein-, Sand- oder Kakteenwüste leben möchte!
Man könnte dieses Thema sogar auf die politische Spielwiese verlagern. Oskar Kokoschka hat einmal gesagt: "Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Diktatur der Gärtner." Doch ich glaube, es wäre sinnlose Liebesmühe, dieses Unterfangen in Angriff zu nehmen. Unsere zeitgenössischen Lebenskünstler Politiker könnten mit dieser sinnigen Aussage rein gar nichts mehr anfangen. :o) lach ein bisschen Der Bildungsgrad der handelnden Darsteller der politischen Szene liegt dafür einfach zu tief.
Themenwechsel - der Fasching, el carnaval, hat begonnen. Laut Kalender zwar bereits am 11. 11. des vergangenen Jahres, aber nun beginnen die Blüten zu blühen.
Villach und im Besonderen die Villacher Narren haben ein neues Faschingsthema! Rauchen ja oder nein?
"Närrischer Streit um blauen Dunst. Lei losn heißt es in Villach auch beim Rauchverbot. Magistrat will Rauchen bei Faschingssitzungen durch Gesetzesübertretung erlauben.
Wahrscheinlich den besten Faschingsscherz liefert Villach bereits vor der ersten Lei-lei-Sitzung: Der Magistrat will den Veranstaltungssaal im Congress Center Villach mit tausend Sitzplätzen kurzerhand zum Nebenraum erklären, um mit dieser absurden Finte das Rauchen bei den Faschingssitzungen zu erlauben."
© Zitat Kleine Zeitung vom 7.1.2009
Eines wird mir mit jedem Tag und jeder Nachrichtensendung klarer - auch falls irgendwo Rauch die Luft trüben sollte - ausbaufähige Themen werden in diesem Jahr sowohl die Medien als auch diverse Spezialisten und selbst ernannte Fachleute am endlosen Band zur Auswahl haben. :o) lach ein bisschen Tut's der Rauch nicht, sucht und findet Fachmann man die Krise. Falls sich diese verflüchtigen sollte, hätten wir noch den Klimawandel und das Wetter im Angebot! Also - nur zugreifen - wir befinden uns im globalen Selbstbedienungsladen. Am Ende des Jahres werden wir dann feststellen können, welches neue Unwort wir uns merken sollten.
 
 
7 de enero  2009 
Mittwoch - miéroles
 
Icod de los Vinos
heiter bis wolkig
12 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
der Alltag hat uns wieder
 
Das Glück ist süß wie Kuchen,
und schön wie ein Gedicht.
Du musst es aber suchen.
Sonst findet es Dich nicht.
© Frantz Wittkamp
 
 
 
Der normale Alltag greift langsam aber sicher nach uns. Die Zeiten der Feiertage sind noch nicht endgültig vorbei - aber fast. Egal, bei uns läuft wieder fast alles seinen geregelten Weg. Am Vormittag haben wir einen Termin um unsere Steuerunterlagen abzugeben und danach werden wir die Gelegenheit beim Schopf packen, aprovechar la ocasión, um vielleicht zum halben Preis zu Arbeitsschuhen zu kommen. Ab heute beginnt auf der Insel der Winterschlussverkauf, las Rebajas de Invierno, und das heißt, dass man so ziemlich alle Artikel die man so brauchen kann zum halben Preis erstehen kann.
Also dann - drückt uns halt einmal die Daumen. Ich bin zwar kein Abverkaufsfan, genau gesagt bin ich weder ein Einkaufsfanatiker noch ein Schnäppchenjäger, :o) lach ein bisschen aber wenn sich schon la ocasión, die Gelegenheit, bietet, sollte man auch nicht wegschauen!
Georg hat in Puerto de la Cruz neue Arbeitsschuhe bekommen und ich bin auch fündig geworden. Zwei T-Shirts waren meine Beute! Genau die Farben, die ich gesucht habe und beide zusammen zum heißen Preis von neun Euro!
Die Sonne hat ihre wärmenden Strahlen vom Himmel geschickt und wir haben eine kleine Pause an der Promenade eingelegt. Den Rest des Einkaufes wollten wir sowieso ein paar Kilometer weiter erledigen. Auf dem Weg zum Meer habe ich heute einmal Eindrücke der anderen Art eingefangen.
 
Puerto de la Cruz hat nicht nur ein Gesicht - hier ein paar Beispiele davon. Wie sieht es denn da aus? Eine ziemlich skurrile Penthauswohnung - oder ist es nur eine Mülldeponie über den Dächern der Stadt? :o) lach ein bisschen Die Wohnung scheint für seine Besitztümer eindeutig zu klein zu sein. Oder ob es ein Messie ist, der von einem sauberen, aufgeräumten Heim nur träumen kann, aber nicht fähig ist, sich von seinen Besitztümern zu trennen?
La ventana, das Fenster,  daneben ist allerdings liebevoll geschmückt. Zwar ein bisschen abenteuerlich und mit einem eigenwilligen Geschmack, aber immerhin. Rechts und links zwei afrikanischen Köpfe, eine Schachtel von einem Puzzle von Schloss Neuschwanstein und vielen bunten Blumen. Über Geschmack lässt sich allerdings nicht streiten, para gustos se hicieron los colores.
Den geplanten Einkauf haben wir später kurzerhand gezwungener Maßen auf einen anderen Tag verschoben. Beim Einkaufszentrum La Villa in La Orotava war so ein starker Andrang, dass der Verkehr von vier Polizisten in den zwei Kreisverkehren geregelt wurde. Ins Parkhaus beim Einkaufstempel wurde so gut wie kein Auto mehr gelassen, es war voll. ¡El sitio ya está ocupado! Stau ohne Ende und das in doppelter Reihe - also sind wir geradeaus wieder auf die Autobahn zurück gefahren und haben uns auf den Heimweg gemacht.
Ob die Leute wohl alle etwas geschenkt bekommen oder ob sie gar die Krise, la crisis, suchen? Nur ums Einkaufen kann es ja nicht wirklich gehen - die Geschenke sind schon gestern in der Früh verteilt worden. :o) lach ein bisschen Was immer der Grund gewesen sein sollte, bei diesen Menschmassen bekomme ich die Krise! ¡Me va a dar un ataque!
Von jetzt ab geht's bergab! Aber was bringt uns diese Einstellung? Rein gar nichts - außer eine selbst gebastelte Depression. Doch wer wünscht sich das schon? Die Spekulanten haben, wie immer, sowieso schon abgesahnt. Für alle anderen ist es eine gute Ausrede. Egal worum es sich im Moment handelt, die sonst so beliebten Sündenböcke wie schlechtes Wetter, die Olympiade oder irgendeine Weltmeisterschaft haben ausgedient. Es ist auch viel einfacher, das allgemeine Versagen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. :o) lach ein bisschen Die Krise ist tot gibt es nicht, es lebe die weltweite Krise!
"Ich kam im tiefsten Winter zur Welt, hab' dreimal geniest, mich müde gestellt, der Vater war wütend, er wollt' einen Sohn, ich sah mich so um und wusste auch schon: von nun an geht's bergab." Wer kennt das Lied von Hildegard Knef nicht? Eines ist allerdings ganz sicher - nach dem Regen kommt Sonnenschein und oft wird das schlechte Wetter zusätzlich mit einem farbenprächtigen Regenbogen verschönt. An diese Erkenntnis sollten wir uns eigentlich halten!
Martin Luther sagte vor ewigen Zeiten: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Schlechten Zeiten muss man die Stirn bieten – jammern und klagen nutzt da gar nichts. Auch wenn uns viele selbsternannt Spezialisten etwas anderes weiß machen wollen.
Halten wir uns lieber am Wahlslogan von Barack Obama fest - yes, we can, wir schaffen es!
 
 
6 de enero  2009 
Dienstag - martes
Drei Königstag
Dia de los Reyes - Epifanía del Señor
Icod de los Vinos
sonnig und nachmittags regnerisch
12 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
SS MM Reyes Magos
 
Aus fernen Landen kommen wir gezogen,
nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren,
doch wandern wir in unsern Silberhaaren,
ein schöner Stern ist vor uns her geflogen.
Autor unbekannt
 
 
 
Am heutigen Tag wird in unserer Umgebung noch einmal mit der ganzen Familie oder mit Freunden gefeiert. Es gibt ein großes Festessen und traditionell gibt es als krönenden Abschluss einen Dreikönigskuchen, el Roscón de Reyes.
Überall in den Geschäften sieht man dieses Gebäck seit Tagen. Es ist eigentlich nur ein gebackener Kranz aus Germteig mit kandierten Früchten. Darin wird allerdings als Draufgabe eine kleine Überraschung in Form eines Minikönigs eingebacken. Wer diese Figur in seinem Stück findet, ist für dieses Jahr der Glückspilz der Familie. Wobei es offiziell noch eine andere Geschichte gibt. Derjenige, der den kleinen König findet, muss auch den Kuchen bezahlen. Ob man damit Glück im Unglück definieren kann? :o) lach ein bisschen Auf alle Fälle ist eine sicher - mit dem heutigen Tag ist auch in Spanien die Weihnachtszeit zu Ende - jetzt kann der Fasching beginnen!
In Österreich sind genau genommen ja die Sternsinger unterwegs. Falls sie auch bei euch  "C + M + B" mit weißer Kreide auf die Tür schreiben sollten, ist dies als Segen für das Haus gedacht. :o) lach ein bisschen Aber wer von euch weiß, was diese Buchstaben bedeuten? Die drei Buchstaben sind nämlich kein Abkürzung für Caspar, Melchior und Balthasar. Sie bedeuten auf gut alt Latein Christus Mansionem Benedicat - Christus segne das Haus, und haben das ursprünglich aufgemalte Kreuz abgelöst.
Ob der Segenspruch wirklich hilft? Keine Ahnung, denn eines muss uns schon klar sein. Die angeblichen heiligen drei Könige sind reine Märchengestalten, die die heutige Kirche für ihre Zwecke benutzt.  Laut alten Schriften waren diese Männer entweder Magier, Sterndeuter oder irgendwelche reiche Reisende. Sie wurden weder heilig gesprochen, noch waren es Könige, geschweige, dass ein schwarzer Mann je dabei gewesen ist.
Wahrscheinlich hat es sich um persische Gelehrte gehandelt und die Zahl drei hat sich aus ihren angeblichen Mitbringseln, Gold, Myrrhe und Weihrauch, ergeben. Wohin und warum sie in der Wüste unterwegs waren, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, denn erst ungefähr fünfhundert Jahre nach Christus tauchen die Namen Melkon von Persien, Gaspar von Indien und Baltassar von Arabien auf. Wahrscheinlich sind damit die "Heiligen Drei Könige" erfunden worden.
Das macht aber nichts - wir glauben ja auch ans Christkind der an Santa Claus. Wenn die anderen beiden Figuren mit ihren Helferlein in der Weihnachtszeit ihre Berechtigung haben, dann soll diese Chance auch den drei Weisen aus dem Morgenland zustehen! Wintermonate brauchen ihre Märchen, ihren Zauber. :o) lach ein bisschen Wer ist schon an der Realität interessiert? Die kommt noch früh genug auf uns zu!
Deshalb haben wir den letzten Tag der Weihnachtsfeiertage gaanz gemütlich verbracht und uns den Nachmittag mit Reisen nach Australien verschönt - und wenn es nur mit Filmen im Fernsehen war.
 
 
5 de enero  2009 
Montag - lunes
 
Icod de los Vinos
sonnig und nachmittags bewölkt
14 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
 
heute kommen die Tres Reyes
 
Man sieht es deutlich, unbestritten,
mein Mantel hat ein Loch,
ich habe es herausgeschnitten,
man sieht es aber doch.
© Frantz Wittkamp
 
 
 
Heute Abend haben die Heiligen Drei Könige mit ihren Pagen und dem ganzen, farbenprächtigen Hofstaat ihren großen Auftritt. :o) lach ein bisschen Sowohl in Icod als vielleicht auch bei euch. Mit einem großen Unterschied. Auf Teneriffa sind sie mit Geschenken, los regalos, beladen und in Österreich wollen sie Spenden von euch haben. :o) lach ein bisschen Die einen geben - die anderen nehmen, wie so oft im Leben.
Tausende Kinder in ganz Spanien warten auf die Könige aus dem Morgenland. Miles de niños de toda España esperan ansiosos la llegada mañana de las cabalgatas de Reyes Melchor, Gaspar y Baltasar.
Noch einmal zur Erinnerung, das ist als erster Melchior, ein alter Mann mit einem langen, weißen Bart. Seine Gabe ist das Gold. Caspar bringt duftenden Weihrauch als Geschenk und Balthasar ist mit den Jahren zum schwarzen König mutiert und hat Myrrhe im Gepäck.
Das Gold ist das Symbol für die Weisheit eines Königs, der Weihrauch steht für das Gebet, die Myrrhe symbolisiert die rein haltende Kraft der Selbstbeherrschung.
In Icod ist heute Abend großes Programm. Die Könige kommen gegen acht Uhr am Abend mit ihren Kamelen in der Stadt an, ziehen dann mit ihrem ganzen Hofstaat zum Palast von Herodes, der vor dem Rathhaus zu finden ist, und gehen erst dann weiter zu Maria, Josef und dem Jesuskind um dort ihre Geschenke abzugeben. Danach sind die Kinder dran! Endlich.
Kinder, die heute Abend zu Hause geblieben sind, legen ein Büschel Heu und Wasser für die Kamele vors Fenster - und können ihre Päckchen dann morgen Früh auspacken. Aber natürlich nur die braven Kinder, böse Kinder bekommen schwarze Kohle. Es handelt sich dabei zwar um gefärbte Zuckerstücke, aber es lohnt sich nicht, diese Süßigkeit zu kosten. :o) lach ein bisschen Es schmeckt schauderbar!
Wir wollten uns dieses Weihnachtsmärchen eigentlich selbst ansehen, aber dann ist uns ein leichter Nieselregel in die Quere gekommen. Nachdem bei uns sowieso das Christkind zuständig gewesen ist, ist das auch nicht so schlimm. Das orientalische Märchen sehen wir uns eben im nächsten Jahr an.
Auf den spanischen König wird an diesem Tag - wie jedes Jahr - fast vergessen. Unsere Majestät Juan Carlos I. feiert heute seinen einundsiebzigsten Geburtstag. Aber es liegt halt in der Natur der Dinge, dass der heutige Tag den Kindern gehört und damit die Könige aus dem Morgenland an erster Stelle stehen. Der wirkliche König wird es verstehen.
 
 
4 de enero  2009 
Sonntag - domingo
 
Icod de los Vinos
bewölkt und windig
14 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
 
wir genießen den Sonntag
 
Die Menschen,
die die Härte des Lebens erfahren haben,
reifen zum Charakter und lernen sich zu beugen,
ohne ihren Stolz zu verlieren.
aus Indien
 
 
 
Buenavista del Norte - ein kleiner Ort auf der Westküste. Er wird zur Isla Baja gezählt. Baja bedeutet auf deutsch soviel wie Rückgang, Kündigung oder Kursverfall. Ein relativ negativer Ausdruck. In diesem Fall darf man die Übersetzung allerdings nicht so Wort wörtlich nehmen. Auf Teneriffa wird die Region von Garachico bis Los Silos, El Tanque und Buenavista del Norte so bezeichnet und als Geheimnis der Insel gehandelt, el secreto de Tenerife. Zumindest laut Tourismusamt der Kanaren. Vergleichen könnte man es eher mit den Bezeichnung Oberkärnten und Unterkärnten, oder Norddeutschland und Rheinland.
Egal, wir machen uns heute auf den Weg dorthin. Wir wollen ein paar kleine Straßen erkunden. Vielleicht entdecken wir etwas besonderes. :o) lach ein bisschen Nichts ist unmöglich.
Buenavista sollte man heute eigentlich in Buenoviento umbenennen. :o) lach ein bisschen Die Sicht war zwar gut, aber der Wind hat den Tag regiert. Er war ganz einfach unangenehm. Trotzdem war der Ausflug interessant und schön. Eine Abwechslung, die man ab und zu braucht.
 
Auf der Heimfahrt haben wir den Weg durch die Bananenpantagen eingeschlagen. Bananen, Bananen und noch einmal Bananen. Irgendwo in diesem Plantagenlabyrinth stand dann plötzlich ein Schild - Faro de Buenavista. Das konnte nur der Leuchtturm sein, den wir von unserem Fenster aus blinken sehen. Also nichts wie hin.
 
Links abbiegen und nach kurzer Zeit parken wir unser Auto vor dem weißen Turm. Schade, es ist einer der modernen Leuchttürme, aber das haben wir schon aus weiter Entfernung vermutet. Er wurde 1991 erbaut und schraubt sich schneeweiß in den Himmel. Der war heute leider ziemlich bewölkt und da uns der Wind auch noch ziemlich unfreundlich um die Nase gepfiffen hat, haben wir uns auf den Heimweg gemacht.
Es ist schon spät und ich werde mich jetzt in das Land der Träume, los sueños, begeben. Träume - wer hat heute noch Träume? Habt ihr noch Träume? :o) lach ein bisschen Ich schon! Und der kleine Bär und der kleine Tiger von Janosch hatten auch noch solche Hirngespinste. Sie wollten unbedingt nach Panama - obwohl sie keine Ahnung hatten, wie sie dorthin kommen sollten. Sie lebten selig und zufrieden in einem kleinen, gemütlichen Häuschen und wollten trotzdem an einen anderen Ort. Sie waren einfach überzeugt davon, dass es in Panama, egal wo das sein sollte, besser, größer und schöner als zu Hause sein würde. Panama wurde zum Land ihrer unerfüllten Träume.
Aber wie dahin kommen? Wenn man nicht einmal weiß, wo dieses paradiesische Land liegt? Die Lösung war im Leben der beiden abenteuerlichen Gesellen kein GPS System sondern die Straßenkarte und ein Wegweiser. Ein Wegweiser ist immer gut, denn er weist, wie der Name schon sagt, den Weg. Verlaufen kann man sich aus diesem Grund schon einmal nicht.
Die beiden haben also ganz nach ihren Vorstellungen einen Wegweiser aufgestellt und sind los gezogen. Immer dem Pfeil nach.
Auf ihrem Weg, en el camino, sind sie vielen Tieren Menschen begegnet, alle haben ihnen eine Sicht aus ihrer Sicht erklärt. Das klingt jetzt zwar ein bisschen komisch - ist es aber nicht, denn der eigene Horizont verändert sich nur dadurch, indem man andere Sichtweisen wenigstens anstandshalber betrachtet. Im Normalfall bekommt man durch andere Betrachtungswinkel einen komplett anderen Sichtwinkel. Plötzlich erkennt man, wie wertvoll die eigene Perspektive der Dinge sein kann, oder auch nicht.
Aber wieder zurück zu unseren beiden Freunden, dem kleinen Bären und dem tapferen Tiger. Ein kleiner, nein ein großer Vogel nämlich eine schwarze Krähe hat den beiden ihr eigenes Zuhause aus der Vogelperspektive gezeigt - und beide waren von der Schönheit ihres Heimes begeistert. So etwas Schönes hatten sie vorher noch nie gesehen! Sie sind in ihrem Traumland angekommen.
Die Moral aus der Geschichte? Für mich? Ich wir haben habe unser mein Traumland gefunden. Es ist nie hundert Prozent perfekt - aber fast! Und wenn man diesen Punkt auf der Erde einmal gefunden hat - dann halte ihn fest! Du wirst keinen besseren mehr finden. Es lohnt sich allemal alte Gewohnheiten aufzugeben - man hat die Chance, eine neue Freiheit zu finden. Nicht geschenkt - aber sehr wertvoll. :o) lach ein bisschen Das ist nur meine persönliche, bescheidene Meinung, ich erhebe damit keinen Anspruch auf Wertigkeit!
Wie sagt Janosch in seinem Buch? "Du meinst, dann hätten sie doch gleich zu Hause bleiben können? Du meinst, dann hätten sie sich doch den weiten Weg sparen können? O nein, denn dann hätten sie ja nicht den Fuchs und die Krähe, den Hasen und den Igel getroffen – und: Sie hätten nie erfahren, wie gemütlich so ein schönes, weiches Sofa aus Plüsch ist.“
Allein deshalb sollte man Träume haben - und versuchen, sie irgendwie umzusetzen. Mit viel Glück kann es gelingen! Und dann waren alle Strapazen und Entbehrungen es wert!
 
 
3 de enero  2009 
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
ein wunderschöner Tag
13 ° temperatura mínima
21 ° temperatura máximo
 
alles Gute  zum Geburtstag!
 
So wie die Biene den Duft und die Farbe der Blume
nicht im Geringsten schädigt
und nur ein wenig vom Honig nippt,
so wandle der Weise in der Welt
Gautama Buddha
 
 
 
Ein strahlend schöner Sommertag. Wir haben unseren Rasen gemäht, Orangen, Zitronen, Chilis und Tomaten geerntet - und ich habe morgen bestimmt Spatzen, auf gut deutsch gesagt einen Muskelkater. Nebenbei habe ich Unkraut, sprich Sauerklee entfernt und bei dieser Tätigkeit sind Kniebeugen angesagt. Meine  Abendgymnastik kann ich mir damit ersparen. Außerdem bin ich musikalisch geschädigt. Warum? Das ist ganz einfach zu erklären.
Die Kirche von Santa Bárbara ist von uns ungefähr vierhundert Meter Luftlinie entfernt. Alle vier Stunden erklingt ein Glockenspiel. Das ganze Jahr über spielt der Pfarrer oder wer immer, seine Melodie. Ihr werdet es wahrscheinlich nicht glauben, aber es handelt sich um das Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht"
 
Seit einer Woche hat der Verantwortliche für das Glockenspiel allerdings umdisponiert. Seitdem erklingt die Melodie von Jingle Bells. Perfekt inszeniert, aber wenn man sie alle paar Stunden ins Ohr gedrückt bekommt - kann man sie nicht mehr hören! Trotzdem muss ich sagen, dass es wunderschön ist, wenn man vor die Tür geht und das Glockenspiel hört. Wer und wo hat schon die Gelegenheit, so etwas zu hören? An diesem Beispiel kann man wieder einmal erkennen, wie undankbar der Mensch werden kann! Ich nehme mich selbst davon gar nicht aus.
Sommer im Winter - ich würde nie mehr im Leben tauschen. Hier ist unser Lebensmittelpunkt - und dabei wird es auch bleiben.
Ich habe doch noch ein Motto, un lema, für das Neue Jahr gefunden! :o) lach ein bisschen Sinnigerweise in einem alten Poesiealbum. Keine Ahnung ob dieser Bücher heute noch modern sind, wir hatten als Kinder alle ein Stammbuch und alle Mitschüler, Onkel, Tanten und andere Verwandten mussten sich - ob sie wollten oder nicht - darin mit sinnigen Sprüchen verewigen. Am begehrtesten waren natürlich Mitmenschen die besonders gut zeichnen konnten. Alle anderen haben leider nur irgendwelche Klebebildchen dekorativ auf den Seiten verteilt. Bildchen, die mittlerweile schon ziemlich vergilbt sind.
Aber jetzt zu meinem ausgewählten Jahresspruch. "Jeder Tag bringt etwas Freude, jeder Tag bringt etwas Glück. Lache in den Tag hinein - tausendfach lacht er zurück! " Klingt doch viel versprechend, oder? Es wäre wohl gelacht, wenn wir diese Einstellung nicht umsetzen könnten! ¡Sería ridículo si no pudiéramos hacerlo!
Das Jahr hat für uns gut begonnen - genau so wie Christina es uns prophezeit hat. Ihre Aussage war: "Im Jahr 2009 könnt ihr ernten, was ihr in den Jahren vorher gesät habt!" Woher sie diese Weisheit hat, oder ob sie sie für uns erdacht hat, das ist überhaupt nicht das Thema für mich. Das Resultat zählt! In diesem Fall betrifft es zwar unser altes und noch immer jetziges Leben in Vassach, aber auch diese Entscheidung ist ein Erfolg. Vielleicht sogar deshalb, weil unser altes Leben mit jedem Tag mehr entschwindet.
Der Spruch, dass man nicht auf zwei Kirchtagen tanzen kann - stimmt. Man setzt sich sonst wirklich zwischen zwei Stühle. Es ist zwar schwer, aber im Grunde genommen bleibt einem nichts anderes übrig, als los zu lassen. Auch wenn es schwer ist. Wahrscheinlich liegt es daran, dass der Mensch im allgemeinen glaubt, die ganze Welt gehört ihm. Ohne Verluste, ohne etwas hinter sich lassen zu müssen.
Das ist aber höchstwahrscheinlich ein fataler Irrglaube - man kann eben nicht alles zur gleichen Zeit haben. Besitz bedeutet auch Verantwortung. Und wenn niemand die Verantwortung übernehmen will? :o) lach ein bisschen Dann muss man die Konsequenzen ziehen und sich entscheiden, auf welchem Sessel man sitzen will.
Wir wissen es jetzt wirklich! Ich wir möchten die von uns eingepflanzten Palmen wachsen sehen, wir fühlen uns wohl und haben eigentlich keine Lust mehr, Schnee zu schaufeln. Die Menschen, die mit und um uns leben sind mehr oder weniger liebenswert und bodenständig.
Okay, der spanische Papierkram übersteigt alle Vorstellungen eines österreichischen Staatbürgers der den Umgang mit Behörden gewohnt ist. In Spanien lautet die Devise papeles! :o) lach ein bisschen Aber Papier ist geduldig, del dicho al hecho hay mucho trecho, und im Endeffekt ist so viel Papier vorhanden, dass sich niemand mehr darum schert, was auf dem einzelnen Blatt geschrieben steht. Das hat irgendwie auch seinen Vorteil. :o) lach ein bisschen Man muss die Gedankengänge nur erst ergründen und begreifen.
Im Grunde genommen muss man sich nur das Beispiel eines Menschen nehmen, der einen Schlaganfall erlitten hat. Gewisse Hirnzellen fallen aus, aber in der Rehabilitation kann man erlernen, dass andere Zellen die alt vertrauten Tätigkeiten übernehmen können.
In der heutigen Zeit wird ja nicht mehr ausgewandert. Warum auch? Ganz Europa ist ein Land, eine familiäre Einheit - so wird es uns zumindest erzählt oder weis gemacht. Man verlegt eigentlich nur mehr seinen Hauptwohnsitz - oder auch nicht. Seinen Beruf oder seiner Berufung kann man überall im europäischen Raum nachgehen.
Die einzelnen Staaten interessieren sich im Grunde genommen, en el fondo, lediglich darum, wo und wie der europäische Bürger sein Geld verdient. Denn in diesem Land ist er dann steuerpflichtig. Wobei dieses Thema eigentlich kein Thema sein dürfte - immerhin befinden wir uns in einer riesengroßen Wirtschaftskrise! :o) lach ein bisschen Eine Krise, die Otto Normalverbraucher, el consumidor, zwar noch nicht gefunden hat, aber wenn es noch weiterhin in den Medien gepredigt wird wie sonst nur die Sonntagsmesse verbreitet wird, kann es schon dazu kommen.
Journalisten oder Reporter sind aber ein anderes Thema - und dabei möchte ich es heute auch belassen. Abschreiben wurde bei uns bereits in der Volksschule bestraft. Etwas anderes betreibt die Liga der Zeitungsmenschen allerdings nicht. Nicht nur auf den Kanarischen Inseln, wo Städte von einer Insel ganz selbstverständlich auf eine andere verlagert werden, nur weil irgendwelche Schreiberlinge nicht fähig sind sich auf der Landkarte auszukennen. Von Sprachkenntnissen gar nicht zu reden.
Esto no cambia nada. Es gibt ja keinen Unterschied zwischen La Palma und Teneriffa? Oder doch? Eine Insel - oder doch zwei verschiedene Eilande? Na ja, immerhin betrifft es die Provinz Teneriffa. Was macht das schon, ob das Trinkwasser von einem Ort auf der Insel La Palma von irgendeiner Meldung betroffen ist, oder ob man diesen Ort kurzerhand nach Teneriffa verlegt? Auch wenn dieser ominöse Ort dann nicht einmal mit GPS auf Teneriffa gefunden werden kann - weil es ihn einfach nicht gibt?
Ist doch kein Drama - aber es steht gedruckt in irgendeiner blöden Zeitung. Und die Meldung setzt sich in irgendwelchen Köpfen fest. :o) lach ein bisschen Macht aber nix - Zeitung von heute ist Einwickelpapier von morgen. Falls noch irgendjemand eine Zeitung zum Einwickeln für irgendwas verwenden sollte. Ich persönlich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass diese Zeiten ebenfalls vorbei sind! :o) lach ein bisschen Schade, denn dann wären manche Zeitungsenten wenigsten für etwas gut. Aber das ist längst Vergangenheit und nicht mehr aktuell, die Eu-Richtlinien verhindern sogar dieses sinnvolle Recycling.
Auf den Inseln scheitert zwar manche Reportage an den Sprachkenntnissen, aber wenn ich mir die Zeitungen, los periódicos, in Europa durchblättere, wird mir auch ein wenig übel. Recherchiert wird so gut wie gar nicht mehr - doch alle Schreiberlinge sind Götter hinter der nicht mehr vorhandenen Druckerpresse. :o) lach ein bisschen Soviel zum Thema Pressefreiheit, la libertad de prensa!
Last - but not least. ¡Feliz cumpleaños! Alles Gute zum Geburtstag! Heute feiert mein Herr Papa Geburtstag - er hat ein dreiviertel Jahrhundert geschafft! :o) lach ein bisschen Schade, dass wir nicht mit ihm feiern können, schon wieder ein Geburtstag, den wir nachholen, recuperar, müssen! Und ich hab schon wieder kein Stückchen der Geburtstagstort bekommen.
 
 
2 de enero  2009 
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
wechselhaft
13 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
 
für uns ein schöner Tag 
 
Zwei Dinge sind für den Erfolg nötig:
unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft,
etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat,
wieder wegzuwerfen.
Albert Einstein
 
 
 
Am Silvestertag sind wir am Nachmittag über La Guancha nach Hause gefahren. :o) lach ein bisschen Viele, verschiedene Wege führen nach Icod de los Vinos - nicht nur nach Rom.
In dem kleinen Städtchen haben wir diesen geschmückten Balkon entdeckt! Ich habe auf der Insel schon viele fantasievolle Dekorationen gesehen, aber weihnachtliche Szenen, die so aufwendig gestaltet wurden bis jetzt noch nicht.
 
Dieses Haus können die Heiligen Drei Könige auf keinen Fall übersehen - ihre Ebenbilder warten fast in Lebensgröße seit Wochen bei Wind und Wetter vor der Türe dieser Familie. :o) lach ein bisschen Jetzt dauert es ja nicht mehr lange und auch die kanarischen Kinder bekommen ihre Geschenke. Der Einkaufsmarathon in den Geschäften hat bereits begonnen. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte man Einkaufstempel bis zum fünften Jänner tunlichst meiden. :o) lach ein bisschen Es ist die Hölle los - und das sozusagen für himmlische Zwecke, die Hölle auf Erden, la miseria absoluta. In Icod hat ein Großteil der Geschäfte sogar am Sonntag geöffnet.
Wir haben heute fleißig gearbeitet und werden uns später einen gemütlichen Fernsehabend machen. Um sieben Uhr am Abend wird unser Wassertank aufgefüllt. Georg muss sich deshalb bald auf den Weg über die Hügel machen, der Hüter des Wassers, el canlero wie er hier genannt wird, ist meistens auf die Minute pünktlich. Dann rinnt das Wasser zwölf Stunden lang über teilweise offene Gerinne in unseren Wassertank und wir haben wieder genug Wasser für einige Zeit.
 
 
1 de enero  2009 
Dia de Año Nuevo Neujahr
Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
sonnig mit Wolkenbegleitung
13 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
Viel Glück im  Neuen Jahr! Ich hoffe, ihr seid weich gelandet ...
 
"Wird's besser? Wird's schlimmer?"
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
das Leben ist immer lebensgefährlich.
Erich Kästner
 
 
 
Das wichtigsten zwölf Glockenschläge des Jahres, die in der Silvesternacht, haben wir im Fernsehen gehört und gesehen. Sie werden wurden von der Kirche Nuestra Señora de la Concepción in Santa Cruz übertragen. Zu unserer Überraschung werden parallel zu den Glockenschlägen grüne Weintrauben eingeblendet. Wir haben trotzdem keine einzige Traube geschluckt!
Neujahrskonzert der Wiener Philharmonika und ein gutes Frühstück - so muss das neue Jahr beginnen! :o) lach ein bisschen Die Sonne scheint, die Luft ist mild und wir sind einfach nur faul und bequem. Der erste Tag des Jahres muss für uns so sein. Am Abend gehen wir mit dem Traumschiff auf große Fahrt und vernichten die Reste vom Silvestermenü. Und dann? Nach diesem aufregend erholsamen Tag gehen wir schlafen und träumen von einem neuen Jahr, in dem wir alle unsere Ziele erreichen werden. Klingt vielleicht komisch - ist aber so!
Träumen wird man ja wohl noch dürfen, oder? Nein, im Klartext heißt das, dass wir spätestens im September unseren Traum der Öffentlichkeit zugänglich machen können werden. :o) lach ein bisschen Die Sterne stehen sehr gut dafür und wer interessiert sich schon für den Rest?
Aber darüber ein andermal mehr. Der erste Jänner ist für solche Überlegungen wohl nicht der geeignete Tag - außerdem befinden wir uns noch voll in der Weihnachtszeit! Vielleicht bringen die Heiligen Drei Könige auch für uns ein Überraschungspaket. Wer weiß das schon so genau ...
La Nochevieja, Sylvester ist Vergangenheit. Seit einigen, wenigen Stunden schreiben wir also das Jahr 2009.  :o) lach ein bisschen Das neue Jahr liegt noch ganz unschuldig und klein in der Wiege und fast alle Menschen haben um Mitternacht unzählige gute Vorsätze gefasst - die mittlerweile wohl schon einige Male gebrochen worden sind. Für so Manchen sind die gefassten, guten Vorsätze die ersten Enttäuschungen im Neuen Jahr. Macht aber nix, der nächste Silvester kommt bestimmt!
Mein guter Vorsatz wie jedes Jahr um diese Zeit - keine Vorsätze fürs neue Jahr!!! Ich habe mir nichts vorgenommen, ich will mich nicht bessern, wozu auch? :o) lach ein bisschen Das macht nur Stress und diesen Zustand kann ich gar nicht leiden. Nein im Ernst, gute Vorsätze hat wohl jeder von uns und auch ich möchte einige Dinge ändern. Ich werde es versuchen, aber wenn es nicht sofort klappt ist es auch nicht schlimm.

 
 
Es gibt bereits alle guten Vorsätze,
wir brauchen sie nur noch anzuwenden.
Diesem Satz ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen.
Gehen wir an die Arbeit!
Packen wir's an!
 
Blaise Pascal (1623-62)
Ein Wimpernschlag, ein kleines Lächeln, ein Wunsch, ein Traum mehr. :o) lach ein bisschen Heute ist der Tag um eine Sekunde eine Schaltsekunde länger. Damit die Statistik der Zeitrechnung wieder funktioniert. Uns normale Bürger betrifft es nicht und damit sollte das Thema eigentlich sowieso vom Tisch sein. Was macht schon eine Sekunde aus? Gar nix! Außer irgendjemand ist im Spitzensport zu Hause und verdient sich dort sein Geld. Da kann ein Augenzwinkern oft zwischen Gold oder Silber entscheiden.
 
16. bis 31. Dezember 2008
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