hier geht's zu den nächsten Einträgen :o) lach ein bisschen 1 de marzo 2009
 
28 de febrero 2009
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
ein sonniger Tag
10 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
noch einmal  Karneval
 
Du musst die Gegenwart so lange genießen wie sie nicht Vergangenheit ist und darfst während du in der Gegenwart lebst nicht die Zukunft mit ihr planen!
Cevin Cen Claar
 
 
 
Wolkenloser, blauer Himmel begrüßt uns heute Morgen. Bis Mittag arbeitet Georg an den Verschönerungsarbeiten der Eingangsmauer.  :o) lach ein bisschen Dann gibt es einen ausgiebigen Brunch und der Rest des Tages gehört nur mehr uns! Diesmal beginnt auch für uns das Wochenende Samstag Mittag. Wir werden uns einen schönen Nachmittag in unserer Nachbarstadt machen.
Der Karneval wurde in Puerto de la Cruz zwar bereits mit viel Wehklagen am Aschermittwoch in Form einer Sardine verbrannt, doch heute Nachmittag findet der große Umzug, Gran Coso Apoteosis del Carnaval, statt. Africa, tierra de tribus, Afrika und seine Stämme ist und war das Thema des Karnevals 2009.
 
Diese Parade wird von verschiedenen Faschingsgruppen der Insel begleitet und gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen des Carnaval portuense, dem Karneval von Puerto de la Cruz.
 
In diesem Jahr findet dieser Umzug zum neunundneunzigsten Mal statt. Salsagruppen, Narren aller Art bis hin zur Königin mit ihrem Hofstaat - alle lassen sich hier bewundern. Insgesamt sollen auch zehn geschmückte Wagen im Zug mit dabei sein.
 
Nach dem Karnevalsumzug in Santa Cruz, ist der närrische Zug in Puerto de la Cruz der Zweitgrößte der Insel. Er beginnt in der Avenida de Colón und endet hinter der Plaza del Charco im Paseo Luis Lavaggi.
 
Wir sind um acht Uhr am Abend nach Hause gefahren. Das heißt allerdings nicht, dass um diese Zeit alles vorbei war. Das Ende des Narrenzuges war noch immer nicht zu sehen. Heute Nachmittag war mit Sicherheit jeder Einwohner von Puerto de la Cruz verkleidet und sämtliche Musikanlagen der Insel wurden auf die Autos und Zugmaschinen gepackt. :o) lach ein bisschen Es hat einfach alles gestimmt - das Wetter und die Stimmung, denn feiern können die Insulaner wirklich. Sowohl die Kleinsten als auch die Ältesten!
Mit dem Ende von Francos Zeiten wurden alte Bräuche und Feste von den Inselbewohnern endgültig wieder aus der Versenkung geholt. Während der Jahren i denen der Diktator mit eiserner Hand regiert hatte, war ja nicht nur der Karneval fast überall verboten. Auch das Begräbnis der Sardine, el entierro de la sardina, war dem Staat und der Kirche nicht ganz geheuer und wurde ebenfalls kurzerhand abgeschafft.
 
Icod celebra hoy sábado a partir de las 20’00 horas el entierro de la sardina, en el que miles de viudos y viudas participarán en esta despedida del Carnaval con la llegada de la Cuaresma. Desde La Centinela y pasando por las calles San Agustín y San Sebastián, la comitiva concluirá su recorrido en la Plaza de América, donde a continuación tendrá lugar el baile de viudos con “Samady” y Arturo Castillo y su orquesta.
 
In Icod wird die Sardine erst heute Abend dem Jenseits übergeben. :o) lach ein bisschen Das kleine Weinstädtchen feiert eben immer ein bisschen anders als die anderen Städte der Insel, Icod ist anders!
Überall sonst auf der Insel wird am Aschermittwoch, also am Ende des Karnevals und dem Beginn der Fastenzeit , la cuaresma, um die Sardine getrauert. Mit großer Ehrbezeugung durch einen jammernden Schwarm männlicher Trauerfrauen, die ein lautstarkes und ziemlich zweideutiges Theater veranstalten. :o) lach ein bisschen Da könnte so mancher Travestiekünstler blass vor Neid werden. Von Trauer ist natürlich weit und breit keine Spur zu finden, denn nachdem der bunte Fisch endgültig in den Flammen sein Leben ausgehaucht hat, wird bis in die Morgenstunden gefeiert.
Bei diesem Faschingsbruch wird eine bunt bemalte Sardine aus Pappmachee, mit einer würdigen, feierlichen und doch scheinheiligen Prozession der Trauergemeinde, die als Äbte, Pfarrer, Mönche, Nonnen und schwarze Witwen verkleidet sind, zu Grabe getragen. :o) lach ein bisschen Der Karneval ist tot - es lebe der Karneval! iEl carnaval es muerto - viva el carnaval!
 
 
27 de febrero 2009
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
ein sonniger Tag
10 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
Hausarbeit  ist auch erledigt
 
 
Die Menschen sehen nur das,
worauf sie vorbereitet sind.
Ralph Waldo Emerson
 
 
 
Der Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel und warmen Sonnenschein. Der Teide blendet mit seiner weißen Kopfbedeckung und sogar über dem Meer kann ich kaum Wolken erkennen. :o) lach ein bisschen Einem schönen Sonnentag steht also nichts im Wege.
 
Auf Teneriffa blühen zur Zeit zwar viele Blumen, doch die Feueranke, botanisch Pyrostegia venusta, zeigt sich in ihrer vollsten Blütenpracht. Auf Teneriffa nennt man sie einfach flor de fuego was nichts anders als Feuerblume heißt. Und so wirken diese Blüten auch - wie ein wahres Feuerwerk, fuegos artificiales, in den Farben gelb-orange-rot!
 
Ihre knalligen, orangeroten Blütenkaskaden, leuchten weithin von unseren Mauern. Die Ausläufer der Pflanze werden meterlang und klammern sich selbst immer wieder mit feinen Fangarmen an jeder Unebenheit fest. :o) lach ein bisschen Ob sie duften kann ich gar nicht sagen, ich glaube, ich werde einmal daran schnuppern müssen.
Ab Mittag hat der Teide leider wieder seinen übergroßen Sonnenhut aufgesetzt. Für ein paar Stunden ist es damit mit der Sonne vorbei.
 
Georg hat sich an die Endverschönerung des Eingangstores gemacht. Rechts und links entstehen zwei handmodellierte Pyramiden, dos pirámides, und in der Mitte wird ein Glockenturm, un campanario, das ganze Bauwerk schmücken. Jetzt müssen wir uns noch eine schöne, alte Glocke, una campana antigua, suchen finden. :o) lach ein bisschen Na ja, eine wirklich große Glocke wird es nicht werden, vielleicht sollte ich doch eher Glöckchen, la campanilla, dazu sagen.
 
Schon wieder so ein blödes Stimmenfang SMS. Der Herr Lexer gibt wohl nicht so schnell auf. Dass ich sowieso die falsche Adresse bin stört anscheinend niemanden. :o) lach ein bisschen Als Villacherin könnte ich ihn auf gar keinen Fall wählen - er kandidiert nämlich in Klagenfurt!
 
 
26 de febrero 2009
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
ein sonniger Tag
10 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
 
 
der Eingang ist perfekt verputzt
 
 
Der Erfolg hat viele Väter -
der Misserfolg aber ist immer ein Waisenkind
John F. Kennedy
 
 
 
Ein wunderschöner, sonniger und warmer Tag. Da macht die Gartenarbeit richtig Spaß. Bis zum frühen Abend, a última hora de la tarde, haben wir alles geschafft was wir uns für heute vorgenommen haben. :o) lach ein bisschen Um sieben Uhr abends prasselte plötzlich ein Regenuss auf unsere Köpfe und hat damit den Arbeitstag, auch für Georg, einmal früher beendet! 
 
Unser Prunktstück, la obra maestra, ist endgültig fertig. :o) lach ein bisschen Irgendwann kommt dann noch ein zweiflügeliges, dunkles Holztor in den Durchgang. Aber das hat noch Zeit, pero eso no corre prisa. Der Verputz soll jetzt langsam richtig austrocknen und dann bekommt das komplette Bauwerk seinen letzten Anstrich mit weißer Farbe.
 
So sieht der zukünftige Eingang, la entrada, von der anderen Seite aus. Obwohl der Innenhof, el patio, jetzt ja noch nicht geschlossen ist, haben wir wieder einen gemütlichen Essplatz. Diesmal ohne Anzuchtstation im Rücken. :o) lach ein bisschen Jetzt haben wir Platz und können sogar einen Sonnenschirm, una sombrilla, aufstellen. Wir werden dieses gemütliche Plätzchen so oft es geht nutzen.
   
Links von diesem Teil der Mauer wird Georg in den nächsten Tag den Aufgang zur Treppe fertig machen. Vorher müssen allerdings noch sämtliche Rohre in einen Kanal verlegt werden. Der Schacht dafür ist bereits fertig, es fehlt nur mehr die Abdeckung. Im Großen und Ganzen, en general, ist dieser Teil also fertig.
 
Nachrichten aus der Heimat bringen mich oft dazu, etwas nachdenklich zu werden. Hat man im Leben immer alles richtig gemacht? Oder doch nicht? Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich es nicht ganz genau weiß. Ob es anderen Menschen auch so ergeht?
Wahrscheinlich wollte jede Generation immer alles besser als die vorherige machen. Wir auch. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir diesen Vorsatz auch wirklich umsetzen konnten. Mein Vati hat immer gesagt, dass die Familie alles das Wichtigste sei. Das glaube ich auch, doch wenn es darum geht, mit der Familie zu reden, relativiert sich diese Aussage. Eigentlich wird nicht wirklich geredet, es werden allgemeine Informationen ausgetauscht - wenn überhaupt. Aber so dürfte es in der Regel überall der Fall sein. :o) lach ein bisschen Ich mache ja auch niemanden einen Vorwurf, denn ich selbst mache auch nichts anderes. Warum?
Weil ich keine gescheiten Kommentare als Draufgabe zur Realität vertragen würde. Es stempelt uns sowieso schon jeder als Träumer oder gar als Fantast der anderen Art ab. Für die näheren Umstände, oder wie es zu dieser Verzögerung gekommen ist, will oder möchte ja gar niemand begreifen. Im Grunde genommen ist es auch egal. Wir selbst wissen warum und weshalb wir so und nicht anders arbeiten und leben wie wir es eben tun. Im Endeffekt werden es auch die anderen immer gewusst haben - oder auch nicht, Das hängt davon ab, ob wir Erfolg haben werden - oder nicht.
Mich interessiert diese Anerkennung eigentlich auch gar nicht mehr, weil ich erkannt habe, dass unser Leben nur uns selbst betrifft. Wir selbst müssen damit klar kommen, wir selbst müssen wissen, was wir machen und welche Zugeständnisse wir uns selbst gegenüber machen wollen oder können. Und wir wissen es und können damit leben - weil wir sicher sind, dass es sich lohnt.
Man muss seinen eigenen Weg gehen um glücklich zu sein und ich habe das Glück, meinen Deckel gefunden zu haben. Wenn zwei Menschen fast dreißig Jahre an einem, gemeinsamen Strang ziehen, kann im Leben nicht mehr viel daneben gehen.
Was hat unser Nachbar vor ein paar Tagen gesagt? Er wird sich irgendwann seine Finca, sprich Salatfelder, verkaufen und ein Appartement am Strand kaufen. :o) lach ein bisschen Kein Grünzeug mehr, keine Arbeit mehr, ein Plastikvogel in einem Käfig auf dem Balkon genügt ihm vollkommen. So arbeiten wie wir, das könnte er nicht.
Dabei schneidet er mit seiner Frau jeden Tag unzählige Salatköpfe - und das bei jedem Wetter. Eines stimmt schon, acht Stunden arbeiten die beiden nicht und bei uns wird oft bis in die finstere Nacht gearbeitet. Aber die beiden arbeiten auch nur zu zweit. Sie pflanzen, pflegen und ernten rund ums Jahr Unmengen von Salatköpfen. Diese Arbeit haben sie sich vor zehn Jahren ausgesucht und verdienen damit ihren Lebensunterhalt. :o) lach ein bisschen Das ist schon klar, dass man das Gemüse irgendwann nicht mehr sehen kann. Trozdem, es gibt schlimmeres, als jeden Tag Salat ernten zu müssen.
 
 
25 de febrero 2009
Mittwoch - miércoles
Aschermittwoch - miércoles de ceniza
Icod de los Vinos
bewölkt mit einem Wolknbruch
9 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
¡Adiós carnaval! oder doch nicht?
 
 
Der Beamte und der Philosoph
beziehen ihre Stärke aus der Sachfremdheit.
 Friedrich II. der Große
 
 
 
Gestern Abend hat es zu regnen begonnen - allerdings, bis wir um Mitternacht, la medianoche, ins Bettchen geschlüpft sind, konnte ich bereits wieder einen sternenklaren Himmel mit ins Land der Träume nehmen. Wie das Wetter heute wird? Keine Ahnung. :o) lach ein bisschen Según la previsión, laut Vorhersage der Wetterfröschen sollte es eigentlich ziemlich feucht werden.
Worüber kann man sich in der Nacht den Kopf zerbrechen? Keine Ahnung, mein Kopf hat mich heute früh allerdings mit einem unangenehmen Pochen begrüßt. Nach nicht wirklich langer Überlegung habe ich mich dazu entschieden, meinen Tag wenigstens bis zur Mittagszeit im Bettchen zu verbringen. Ein Glas Wasser, angereichert mit Aspirin C und dann die Augen wieder zu. Schaden kann es auf keinen Fall.
Am Nachmittag hat ein richtiger Wolkenbruch den Tag für die draußen arbeitenden unterbrochen. Im Camino Moleiro wurde heute in Stereo betoniert. Miguel, unser Nachbar, hat mit dem Aufbau seiner Mauer begonnen und Georg hat den Untergrund für die Rampe begonnen.
 
Die Mischmaschinen, las mezcladoras, rattern vor sich hin, überall wird Sand geschaufelt und Beton gemischt. Auf unserer Seite arbeitet Georg heute allein auf weiter Flur und Miguel hat sich zwei Arbeiter zur Unterstützung geholt. Den Chef, el jefe, erkennt man wohl auf den ersten Blick, a primera vista, oder?
 
Heute ist ein trauriger Tag, der Karneval wird zu Grabe getragen. Beim alljährlichen Begräbnis der Sardine, el entierro de la Sardina, wird - wie der Name jedoch schon sagt - eigentlich eine Sardine verbrannt.
Wenn der in einer Sardine versteckte Karneval durch die Straßen geleitet wird und schließlich, begleitet von einer untröstlichen, laut weinenden und jammernden Schar von tiefschwarz gekleideten Witwen, in Flammen aufgeht, sollte die närrische Zeit für ein Jahr vorbei sein.
Die Betonung liegt in diesem Fall jedoch auf dem kleinen Wörtchen "sollte". Dem ist nämlich nicht so! In Icod de los Vinos wird das fantasievoll gestaltete Schuppentier erst am 28. Februar in Flammen aufgehen und am kommenden Samstag findet in Puerto de la Cruz der große Karnevalsumzug  el Gran Coso Apoteosis del Carnaval statt. Diese Parade wird von vielen Faschingsgruppen der Insel begleitet und gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen des Carnaval portuense, dem Karneval von Puerto de la Cruz. :o) lach ein bisschen Von einem Ende der Faschingszeit kann man also nicht wirklich ausgehen.
Auch in der Hauptstadt Santa Cruz gibt es keinen Grund zum Traurigsein. Der offizielle Schlussstrich des Karnevals wird ebenfalls erst am  Wochenende gezogen. Mit der Piñata Chica, wird der Karneval mit Aufführungen, Straßenfesten und Umzügen verabschiedet.
Meine Wenigkeit besitzt ein österreichisches Wertkartenhandy. Oder Mobiltelefon zum besseren Verständnis. Auf der Insel ist es im Grunde genommen ziemlich nutzlos, aber wir verwenden es zur Ortung, falls wir beide zwar in der selben Stadt aber an verschiedenen Orten unterwegs sind. Das ist recht praktisch und kostet nicht viel. Eines ist allerdings selten. Mein Telefon klingelt im Alltag daheim so gut wie gar nie. Es liegt still und unauffällig im Regal.
Heute habe ich allerdings eine interessante Nachricht bekommen. Ein SMS aus Kärnten. Wahlwerbung für die Landtagswahl in Kärnten. Ob solche Aktionen erlaubt sind? Soviel ich weiß, sind solche Aktionen verboten! Was soll's, die Politik schreckt wohl vor gar nix mehr zurück - und versendet solche Anweisung auch noch anonym über den Internetanbieter sms.at. Na dann - viel Glück bei der Wahl Herr Reinhold Lexer!
Ach ja, vielen Dank für eure vielen, netten Kommentare und Mails! :o) lach ein bisschen Es ist wirklich schön, wenn man sieht, dass man doch nicht aus den Augen, aus dem Sinn ist.
 
 
24 de febrero 2009
Dienstag - martes
Faschingdienstag - martes de Carnaval
Icod de los Vinos
kein sonniger Tag
9 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
wer ist da wohl dahinter?
 
Leute, die an ihren Ansichten und Meinungen festhalten,
werden definitiv leiden, aber niemals bereuen
 Dir en Grey
 
 
 
Geschlossene Gesellschaft, reunión privada, auf der kleinen Insel im Atlantik. Heute ist auf diesem Eiland Feiertag. Auf Teneriffa herrscht der Ausnahmezustand! :o) lach ein bisschen Es lebe die verrückte Welt, es wird gefeiert bis zum Abwinken. Der Faschingdienstag ist zwar kein durch die Regierung abgesegneter Feiertag, doch so gut wie alle Gemeindväter greifen dafür auf die Tage zurück, die sie als lokale Feiertage bestimmen können. Und deshalb ist heute der normale Wochentag zu einem närrischen Feiertag erhoben worden.
Wir werden zur Feier des Tages, para celebrar el día, unseren neuen Terrassenplatz perfekt gestalten. Von unserer altkanarischen Mauer sind übrigens die Canarios, die sie in den letzten Tagen zu sehen bekommen haben, restlos begeistert! :o) lach ein bisschen Mit diesem Bauwerk ist Georg ein Meisterstück, una obra maestra, gelungen.
Fotos folgen - ich begebe mich in die kulinarische Abteilung und zaubere meinen berühmten Heringsalat. :o) lach ein bisschen Eine erste Kostprobe gibt es bei uns traditionell bereits heute Abend!
 
 
23 de febrero 2009
Montag - lunes
Rosenmontag - lunes m de Carnaval
Icod de los Vinos
ein sonniger Tag
10 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
 
die Zeit rinnt  davon
 
 
Abstinenzler sind Leute,
die niemals entdecken, was sie versäumt haben.
 Marcello Mastroianni
 
 
 
 
Diesen gefiederten Gesellen habe ich heute auf einem Mandelbaum entdeckt. Entweder hat er sich nach einer neuen Wohnung umgesehen oder war ihm einfach nur langweilig. Um welchen Vogel es sich handelt - keine Ahnung. Aber ich werde es schon noch heraus finden. Rotkelchen kann es, meiner Meinung nach, nicht sein. :o) lach ein bisschen Ich bilde mir ein, dass Rotkelchen einen breiteren Schnabel haben.
 
So, die Bewohner meines Gewächshauses habe ich heute endgültig umgesiedelt. Jetzt stehen alle Töpfchen und Pflänzchen die besonderen Schutz oder Aufmerksamkeit beanspruchen wieder dort, wo sie hin gehören. :o) lach ein bisschen Unter Dach und Fach geschützt vor Regen, im Schatten. Meine Blumenkinder haben wieder ein Dach über dem Kopf, tener una vivienda.
 
 
22 de febrero 2009
Sonntag - domingo
 
Icod de los Vinos
ein sonniger Tag
10 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
 
ein gemütlicher Sonntag
 
Mit dem Aberglauben ist es auch so eine Sache.
Ich habe noch keinen Menschen getroffen,
der sein 13. Monatsgehalt zurückgegeben hat.
 Fritz Muliar
 
 
 
 
Il Sendero del Agua, der Küstenweg von der Rambla de Castro Richtung Puerto de la Cruz - das dritte Teilstück. Um die Mittagszeit haben wir uns von San Vicente bei Los Realejos als Ausgangspunkt auf den Weg gemacht. :o) lach ein bisschen Das Häuschen auf dem linken Foto kennt ihr bereits vom letzten Sonntag. Genau, dort haben wir die Aufnahmen mit dem Wassertank gemacht. Heute gehen wir allerdings in die entgegen gesetzte Richtung. Es dauert nicht lange und wir können die Küste von Puerto de la Cruz erkennen.
 
In der letzten Bucht Richtung Punta Brava liegen vor einem Strand tief unter uns zwei gigantische Felsen im Meer, el Roque Grande y el Roque Chio. Wir sind beim Felsenstrand, la Playa de los Roques, angekommen. Dieser Felsstrand Kiesstrand ist ein ziemlich steiniger Strand. Soviel wir von oben aus unserer Vogelperspektive erkennen konnten liegen dort relativ große, schwarze Steine überall verteilt. :o) lach ein bisschen Zum Sonnenbaden wäre das für mich ein etwas zu harter Untergrund.
 
Kinder und Narren sagen die Wahrheit - :o) lach ein bisschen sagt man. Ein Witz ist, von der Literatur aus betrachtet, eine Kurzgeschichte. Hier ist ein Beispiel davon. Ihr könnt ja nach dem Lesen entscheiden, ob ihr es in die Kategorie Witz oder Kurzgeschichte einordnen wollt.
Vor vielen, vielen Jahren kamen viele einige Menschen in die Hölle. Am Ende ihrer Reise waren sie erstaunt, wo sie gelandet waren. Die Umgebung war ihnen wie ihre eigene Wohnung vertraut. Wozu also der Aufwand und die Trauer ihrer Angehörigen? Es gab Essen und Trinken in Hülle und Fülle, Musik, die ihnen gefiel und Freizeitangebote, die sie ihr Leben lang nie genutzt hatten. "Das ist ja wie im Himmel“, sagte der eine, "wir haben uns die Hölle immer ganz anders vorgestellt, meinte der andere." "Wie denn? Was habt ihr euch denn vorgestellt?" fragte da ein älterer Höllenbewohner. Ich glaube, es war ein ehemaliger Nachbar von uns.  "Etwa so?" und zeigt auf einen Brunnenschacht aus dem Rauch aufstieg und Menschen gequält aufstöhnten. Die zukünftigen Höllenbewohner konnten mit dieser Frage nicht viel anfangen, doch irgendwie kam dieses Szenario ihrer Vorstellung der Hölle schon ein bisschen näher. So wurde ihnen die Hölle ihr Leben lang beschrieben. Mit dem Himmel in der Hölle konnten sie relativ wenig anfangen, deshalb beantworteten sie die Frage mit einem zögerlichen "ja". Wollt ihr wissen, wie die Antwort aus der Hölle gelautet hat? "Das sind alles Christen. Die wollen das so."
Das war mein Wort zum Sonntag. Ihr könnt es aber noch in die Faschingszeit einordnen - da gelten ja andere Regeln. :o) lach ein bisschen In diesen Tagen hat jeder Mensch das Recht, die Welt umzukehren. Es lebe die verkehrte Welt!
 
 
21 de febrero 2009
Samstag - sábado
 
Icod de los Vinos
sonnig und Wolken am Abend
7 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
 
wieder ein Teil fertig
 
 
 
Der Sinn des Lebens ist deinem Leben einen Sinn zu geben.
 Kool Savas
 
 
 
Wir haben den absoluten Wintertemperaturtiefpunkt erreicht! Heiße sieben Grad Celsius zeigt die Quecksilbersäule um acht Uhr an. Ziemlich frisch für uns, doch im Februar ist auf der Insel der "Winter". Der Teide hat als Draufgabe noch einmal eine weiße Schicht über gezuckert bekommen aber der Himmel ist wolkenlos und tief blau. :o) lach ein bisschen Die Sonne lacht vom Himmel und bei unserem Nachbarn wird emsig gearbeitet. Dort wo sonst Salat wächst, bewegt sich auf der oberen Terrasse seit acht Uhr ein Bagger.
 
Die ganze Welt ist heute ein Faschingskrapfen - zumindest in Villach - Lei, Lei! Für die Villacher Narren wird heute mit einem großen Faschingsumzug durch die Innenstadt der Höhepunkt und zugleich der Abschluss der närrischen Zeit gefeiert. Irgendwann in den Morgenstunden des morgigen Sonntags ist die närrische Zeit für die Narrenhochburg zu Ende.
c Villacher Faschingsgilde   c Villacher Faschingsgilde
Am Faschingsamstag muss allerdings jeder lustig sein, ob er oder sie will oder nicht. In den meisten Geschäften der Stadt sind die Angestellten verkleidet und statt mit "Grüß Gott" wird man mit dem Schlachtruf "Lei Lei" begrüßt. Verordnete Fröhlichkeit - mein Ding ist das nicht, ich bin kein Faschingsmensch und mit vorgeschriebener oder erwarteter Lustigkeit kann ich auch nicht viel anfangen. :o) lach ein bisschen Mir ist die Welt im Alltag schon närrisch genug. Die Narren sind in unserer Zeit sowieso das ganze Jahr über im Dienst.
 
 
20 de febrero 2009
Freitag - viernes
 
Icod de los Vinos
wechselnd bewölkt Regenschauer am Abend
10 ° temperatura mínima
17 ° temperatura máximo
 
es gibt mehr als Büroarbeit
 
Im Computer kann man Unmengen von Daten speichern, die man nicht bräuchte,
wenn man keinen Computer hätte.
 Erhard Blanck
 
 
 
Der Tag beginnt mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Leider bleiben uns die Sonnenstrahlen nicht lange erhalten. Gegen Mittag machen sich die Wolken wieder einmal auf ihren gewohnten Weg vom Meer Richtung Teide. :o) lach ein bisschen Schade, ich hätte nichts gegen einen schönen, sonnigen Tag. Eines ist jedoch fast sicher - die kühlen Tage müssen bald vorbei sein. Warum ich mir da so sicher bin? Unsere beiden Wasserschildkröten sind gestern aus ihrem Winterschlaf erwacht und das erste Mal nach zwei oder doch drei Monaten an der Wasseroberfläche aufgetaucht. Zwar mit verstaubten Panzer aber putzmunter und hungrig.
 
Allen Unkenrufen zum Trotz konnten sich die Veranstalter des Wiener Opernballs gestern Abend über ein gelungenes Fest freuen. Die Plätze der Wiener Staatsoper waren restlos ausverkauft und ich bin mir sicher, dass die Ballbesucher die Ballnacht in der wunderschön geschmückten Oper genossen haben.
 
Gerade in der heutigen Zeit wird es für viele Menschen immer wichtiger, einmal vom Alltag Abstand zu gewinnen und die Dinge mit Heiterkeit und Humor zu betrachten.
Doch sogar am Opernball konnten es einige Reporter nicht lassen und haben die Gäste nach der Finanzkrise gefragt. Ich kann das Wort schon nicht mehr hören. Für alles wird die Krise verantwortlich gemacht. So kann es ja wohl auch nicht sein. Das Desaster hat zum großen Teil andere Ursachen. Wobei ich den Verdacht nicht los werde, dass gerade ein paar Täter dabei sind, sich als Opfer zu definieren - Handaufhalten inklusive.
Die Medien tragen dazu ja ordentlich bei. Zur Zeit lautet das Motto "Wer hat schon Angst? Wer will noch mal? Wer noch nicht? " Als in den letzten Tagen ein Banker bei einer Diskussion festgestellt hat, dass man nicht alle Manager, Banker und Banken über einen Kamm scheren könnte, dass die Zeiten zwar im Moment nicht so gut wären, dass die Krise allerdings eher im Kopf der meisten Menschen stattfinden würde, wurde er - fast hysterisch - vom Moderator zurecht genießen. Diese Aussage könne er nicht gelten lassen, denn die alles ruinierende Krise gebe es sehr wohl, basta! Warum? :o) lach ein bisschen Na klar - man muss ja nur in der Früh die Zeitung aufschlagen. Da steht es schwarz auf weiß!!!
Mittlerweile kennt wohl jeder von uns die laufenden Informationseinblendungen über Aktienkurse und andere sinnvolle Informationen aus der Finanzwelt. Bei allen Nachrichtensendungen sind sie vom unteren Bildschirmrand ja fast nicht mehr weg zu denken. Und wofür soll das gut sein? Otto Normalverbraucher kann damit nichts anfangen und die wahren Spieler der Börse wären schlecht beraten, wenn sie auf diese Informationen angewiesen wären. Na ja, vielleicht gehört es heute zur Allgemeinbildung, dass jede Frau und jeder Mann täglich darüber informiert ist, ob die Börsen in Tokio, Wien und New York mit wie viel Prozenten im Minus geschlossen haben. An mir hat sich diese Entwicklung lautlos vorbei geschlichen.
Ja merkt da denn hier keiner, was da gespielt wird?! In den letzten Jahren sind Milliarden von Euros für Aktionäre, Provisionen, Luxus und sonstige utopische Projekte großzügig verteilt worden. Schlicht und einfach gnadenlos vernichtet. Skrupellos wurde mit fremden Geld gezockt gespielt und spekuliert. Küsten wurden mit Hotels und Appartements zugekleistert, Schilifte und Schneekanonen vermehrten sich wie die Schwammerln im Herbst und bald werden wir in aller Herren Länder mehr Golfplätze als kultivierte Äcker und Felder haben.
Es sollte sich vielleicht beizeiten jemand den Kopf darüber zerbrechen, wie man sich von Golfbällen und Rasen ernähren könnte. Ein Golfkochbuch wäre sicher ein Knaller und in kürzester Zeit ein Bestseller! Auf Grund der Krise müssten ja auch die Golfer vom grünen Golfrasen verschwinden. Oder gibt es doch Menschen, bei denen die Krise noch immer nicht angekommen ist?
Wahrscheinlich hatte John F. Kennedy doch recht. Er hat folgendes gesagt: "Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit." In der Krise liegt aus diesem Grund die Chance für einen Neustart. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit gekommen, der Gefahr ins Auge zu schauen - und richtig zu handeln.
Eines ist mir allerdings noch nicht ganz klar. Wie soll das funktionieren, wenn dieselben Personen als Krisenberater auftreten, die eigentlich die Krisenverursacher waren? Nicht jedes Rettungspaket entpuppt sich als wirkliche Hilfe zur Rettung, vor allem, wenn man bedenkt, dass am Ende immer der Staat gemeint die SteuerzahlerIn die Rechnung bezahlen wird muss.
Jammern ist bekanntlich nicht das Klügste was man in solchen Situationen tun sollte. Damit ändert sich gar nix. Also - Kopf hoch und durch, jammern sollen die Anderen. :o) lach ein bisschen Vielleicht bringt euch ja die nachfolgende Geschichte auf die richtigen Gedanken.
Die Sorgen der Anderen
Eine Frau war mit ihrem Schicksal unzufrieden; sie war ärmer als alle anderen. Das Brot reichte nie für ihre sieben Kinder. Ihr Mann war schon früh gestorben.
Eines Nachts, nach verzweifeltem Gebet, erschien ihr ein Engel, der ihr einen Sack gab und befahl, alle ihre Sorgen und Nöte in ihn hineinzuwerfen. Der Sack war kaum groß genug, um soviel Kummer, Sorgen und Ängste zu fassen. Der Engel aber nahm sie bei der Hand und führte sie, die stöhnend und vor sich hin schimpfend den Sack trug, in den Himmel.
Oben angekommen, staunte die Frau nicht schlecht. Sie hatte sich den Himmel in ihrer Fantasie ganz anders vorgestellt. Die Wolken waren keine zarten Wattebäusche sondern Sorgensäcke verschieden große Säcke. Auf dem größten der Säcke saß ein alter, sehr ehrwürdiger alter Mann, der ihr aus der Kindheit von Bildern her noch irgendwie bekannt war.
Der Allwissende kannte ihre Sorgen, denn er war derjenige, der jeden Tag ihre Gebete und Flüche gehört hatte. Er gebot ihr, ihren eigenen Sack abzustellen und sagte, dass sie alle anderen Säcke öffnen dürfe, um zu sehen, was darin verborgen war. Am Ende müsse sie sich aber für einen der vielen Säcke entscheiden und ihn in ihr Erdenleben zurücknehmen.
Sie öffnete einen Sack nach dem anderen und fand Ärger, Probleme, bedrängende Konflikte, Langeweile und ähnliches mehr. Viele dieser Dinge kamen ihr fremd vor, andere bekannt und von wiederum anderen wusste sie nicht recht, ob sie sie schon einmal gesehen hätte oder nicht.
Mühsam arbeitete sie sich durch die Wolken, bis sie endlich zum letzten Sack kam. Diesen öffnete sie, breitete den Inhalt aus, gliederte ihn und erkannte, dass es ihr eigener war. Als sie den Sack aber hoch hob, kam er ihr viel leichter vor, mehr noch - ihre Sorgen sorgten sie nicht mehr, ihre Schmerzen schmerzten sie nicht mehr. Stattdessen sah sie reale Missstände, objektive Drohungen und lohnende Ziele.
Der Autor ist unbekannt, es soll eine orientalische Geschichte sein.
Gute Nacht allerseits!
 
 
19 de febrero 2009
Donnerstag - jueves
 
Icod de los Vinos
bewölkt und leicht regnerisch
10 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
 
ohne Kaffee geht  gar nix!
 
 
Eine Aktie ist nicht mehr,
als die Spekulation darauf,
dass andere arbeitend ihr Geld machen müssen.
 Erhard Blanck
 
 
 
Welches Wetter haben wir heute? ¿Qué tiempo tenemos hoy?
Während wir geschlafen haben, haben sich die restlichen vierzig Prozent des vorher gesagten Regens auf den Weg zur Erde gemacht. Der prophezeite Sturm ist allerdings in der Atmosphäre oder sonst wo geblieben. :o) lach ein bisschen Bei uns ist der windige Geselle zum Glück gar nicht erst angekommen. Aber wie ich bereits vor Tage festgestellt habe - auch Wetterfrösche können sich irren. Soviel zum Wetter.
Georg arbeitet fleißig an unserem kanarischen Bauwerk weiter. Es wird von Tag zu Tag perfekter. Ich wette, dass es weit und breit keinen soo schönen Eingang in einen Innenhof gibt. Wer nimmt sich heute noch die Zeit für so genannte überflüssige Spielereien? Fast niemand, denn erstens ist es für die meisten Zeitgenossen zu altmodisch, zweitens entwerfen Architekten lieber gesichtslose Glas- und Metallburgen und drittens ist dieser romantische Firlefanz einfach zu teuer! Außer man legt selbst Hand an. :o) lach ein bisschen An die vielen Handgriffe und die unzähligen Arbeitsstunden darf man natürlich nicht denken.
 
Auf der Insel ist der Fasching, el carnaval, mit voller Kraft ausgebrochen. An jedem Ort und jeden Tag wird gefeiert. Auf Teneriffa finden seit dieser Woche unzählige Wahlen statt. Gewählt werden die schönsten Komparsen, die Karnevalskönigin der Kinder und Königin der Senioren - und das in jeder Stadt. Mit viel Musik, Tanz und prächtigen Kostümen.
Santa Cruz ya tiene Reina. Gestern Abend wurde in der Hauptstadt der Insel, Santa Cruz de Tenerife, bei einer Gala die Schönste von den acht angetretenen Kandidatinen zur Königin des Karnevals, la Reina del Carnaval, gewählt. Ana María Tavarez Mata, es la nueva Reina del Carnaval de Santa Cruz de Tenerife 2009. Süße achtzehn Jahre ist sie alt und kann mit diesem Traum aus Rosa den Menschen den Kopf verdrehen - oder sie gar verhexen?
Das phantasievolle Kostüm wurde von  einem Designer namens Leo Martínez erschaffen und von ihm Embrujada, was soviel wie verhext heißt, genannt. Bezahlt und dafür tief in Tasche gegriffen hat in dem Fall eine spanische Tageszeitung, el periodico El Dia.
Heute Abend ist Puerto de la Cruz an der Reihe. "Este Jueves 19 de Febrero se celebrará la Gala de Elección de la Reina del Carnaval Internacional de Puerto de la Cruz 2009 a partir de las 21:00 horas en el recinto carnavalero en la explanada del futuro parque marítimo." Morgen Abend wird in Icod de los Vinos die Schönste aller Schönen für dieses Jahr gekürt.
Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. :o) lach ein bisschen Ob Fasching, Fastnacht, Karneval, el carnaval oder il carnevale, ob Faschingsball, el baile de carnaval, oder der Wiener Opernball - in diesen Tagen wollen alle Menschen dasselbe - feiern, tanzen, trinken, lachen und sich amüsieren. Dafür ist diese verrückte, oder besser gesagt, diese verkehrte Welt bereits seit einigen Jahrhunderten zuständig.
Heute Abend schaut fast die ganze Welt mit Hilfe der Satellitentechnik in die Wiener Staatsoper. Der Wiener Opernball ist jedes Jahr der gesellschaftliche Höhepunkt im Wiener Fasching. Der Ball findet immer in der Wiener Staatsoper statt und alle Jahre wieder sorgt er für die Vollbeschäftigung von Meinungsforschern, Journalisten und anderen gescheiten Leuten, die darüber laut nachdenken, ob denn gerade dieser Ball noch zeitgemäß sei. Doch Krise hin oder her - der Wiener Opernball 2009 wird trotzdem ein Erfolg, er ist restlos ausverkauft!
Karten gibt's ab 245 Euro, Logen ab neuntausend Euro, ein Glas Bier kostet sieben und Würstel neun Euro! - Willkommen am 53. Opernball, der Donnerstagabend in der Wiener Staatsoper über die Bühne gehen wird! 5.500 Gäste werden am Ball erwartet, darunter wie jedes Jahr auch heuer wieder viele Promis.
Ich gehe heute Abend nicht hin. :o) lach ein bisschen Wien ist doch ein bisschen zu weit weg. Ich mach' es mir im Pyjama gemütlich und beobachte die Operette Opernball im Fernsehen - das ist viel amüsanter und noch dazu kostenlos. Also dann, bis morgen - es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!
 
 
18 de febrero 2009
Mittwoch - miércoles
 
Icod de los Vinos
wechselnd bewölkt und leicht regnerisch
11 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
die Wäsche hebe  ich noch gestern gewaschen
 
 
Ein Mensch ohne Geduld,
 ist ein Mensch ohne Anfang und Ende.
 Autor unbekannt
 
 
 
Für heute sieht die Wettervorhersage nicht sonderlich gut aus. Eines muss ich allerdings auch zugeben - die Wetterfrösche sind sich wie so oft überhaupt nicht einig. Im Grunde genommen ist das Wetter vogelfrei, alles ist möglich! :o) lach ein bisschen Ich lasse mich überraschen.
Die Waschmaschine habe ich gestern Abend noch gestartet, denn wie heißt es so schön? Es kommt nicht immer alles so, wie man denkt glaubt! Unverhofft kommt oft, donde menos se piensa salta la liebre.
Im Moment sieht es allerdings ziemlich triste aus. Der kleine Streifen blauer Himmel ist von den grauen Wolken verdrängt worden - und es hat leicht zu regnen begonnen. :o) lach ein bisschen Es kann also nur noch besser werden!
 
Es gibt nichts besseres als frischgebackenes Brot, pan recién salido del horno. Was haltet ihr von einer, fast noch warmen, Scheibe Brot mit Butter und Honig? Ich habe den trüben Vormittag dazu genutzt um frisches Brot mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen, un pan fresco con pipas de girasol y calabaza, zu backen. :o) lach ein bisschen Auch schlechtes Wetter bekommt so seine positiven Seiten!
 
So hat es Ende Jänner im Eingangsbereich ausgesehen. Ein paar letzte, aber nicht vergessene, Pflanzen und sonst so gut wie nichts. Eine leere Fläche. Drei Jahre lang haben hier meine Blumentöpfchen und Pflänzchen ihr geschütztes Zuhause gehabt. :o) lach ein bisschen Sie wurden hier vor Wind und Wetter, por mal tiempo que haga, geschützt und haben sogar den legendären "Deltasturm" überstanden.
Auf diesen Brettern die die Welt bedeuten habe ich Pflanzen aus Samen gezogen, Blumen mit Hilfe von Stecklingen vermehrt und die Zöglinge, die nicht gar so scharf auf prallen Sonnenschein sind, haben hier ihren Platz gehabt. Auf diesem Foto fehlt bereits die Rückwand und das Dach meines Gewächshauses, el invernadero, aber ich glaube, ihr könnt euch den Platz noch vorstellen, oder?
Immerhin sind wir auf diesem Plätzchen mit vielen Freunden und Bekannten um unseren Esstisch gesessen. :o) lach ein bisschen Diese Zeiten wurden mit dieser Abrissaktion beendet und wir müssen ein neues Plätzchen für unsere Mahlzeiten im Freien finden.
 
En vez de invernadero, an Stelle des Gewächshauses ist während der letzten zwei Wochen eine Mauer gewachsen. :o) lach ein bisschen Natürlich nicht aus ein paar Samenkörnchen sondern aus vielen, vielen Steinen, Ziegeln, Sand und Zement, mujos, mujos piedras, bloques, arena y cemento. Wie ihr erkennen könnt, wird es auch kein langweiliger, normaler Eingang mit einer anschließenden Mauer. 
Georg hat mit viel Geduld, la paciencia, Stück für Stück eine neue alte Mauer im altkanarischen Stil gestaltet. Das ganze Mauerwerk ist nicht gerade, aber auch nicht krumm und schief - und hie und da schaut vorwitzig ein roher Stein aus dem Verputz, el revoque.
 
Jeder Zentimeter bedeutet Handarbeit pur, trabajo manual. Der Verputz wird nicht einfach so an die Wand geschmissen sondern relativ dick aufgetragen und mit einem nassen Schwamm und viel Wasser kunstvoll aber unregelmäßig verrieben. :o) lach ein bisschen Ich freue mich schon darauf, wenn das Gesamtwerk in strahlendem Weiß fertig da stehen wird.
 
 
17 de febrero 2009
Dienstag - martes
 
Icod de los Vinos
wechselnd bewölkt
11 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
 
der Wecker  hat geklingelt
 
 
 
Wenn die Wurzel auch nichts von den Früchten weiß,
sie ernährt sie doch.
 Rainer Maria Rilke
 
 
 
Mir kommt es vor wie mitten in der Nacht. Draußen ist es noch stockdunkel, aber nachdem wir ziemlich früh in La Orotava sein müssen, nutzt das ganze Jammern nichts. Raus aus den warmen Federn! :o) lach ein bisschen Wir wollen ja noch gemütlich frühstücken.
Geschafft! Es ist fast Mittag und wir haben unseren Termin abgearbeitet. Die Sonne scheint und deshalb werden wir noch gemütlich einen Kaffee trinken und eine kleine Runde spazieren gehen. Vom Playa Jardin hat man einen schönen Blick auf Punta Brava - und da wollen wir noch hin
Diese kunterbunte Siedlung auf der schwarzen Lavazunge gehört zum ältesten Teil von Puerto de la Cruz und wurde in früheren Zeiten hauptsächlich von Fischern bewohnt. :o) lach ein bisschen Das hat sich heute zwar geändert, doch auch ohne Fischerromantik ist es ein nettes Dörfchen.
 
Von einem Dörfchen kann man eigentlich nicht sprechen, der alte Ortsteil gliedert sich mittlerweile nahtlos in das Siedlungsgebiet von Puerto de la Cruz ein. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Eingang zum bekannten Loro Park. :o) lach ein bisschen Das Gekreische der Papageien kann man trotz Verkehrslärm bis zur ersten Häuserreihe der Siedlung laut und deutlich hören, es ist unüberhörbar, mucho fuerte!
Mich würde das nerven, aber wahrscheinlich hört man das Gekrächze mit der Zeit gar nicht mehr. So gut mir die bunten Vögel gefallen, aber das Gekreische ist mir viel zu laut und misstönig. Einfach schauderbar und Nerv tötend! Das betrifft allerdings auch die sprechenden Mitglieder dieser Vogelart. Ich könnte mir nicht vorstellen, so einen Vogel, der mir ständig nachspricht, in meiner Umgebung zu haben.
Meine eigene Aussage und Meinung, mi opinión, kenne ich - auf eine andere bin ich neugierig. :o) lach ein bisschen Wenn zwei immer einer Meinung sind, ist einer überflüssig - heißt es. Ich möchte jetzt keinen Papagei mit einem Menschen vergleichen, oder umgekehrt. Doch diese Spezies, die jedem nach dem Mund redet gibt es auch bei den angeblich hoch entwickelten, menschlichen Wesen. Wenn ich ein Echo meiner eigenen Meinung hören möchte, gehe ich irgendwohin in die Berge. Da werde ich immer die richtige Antwort bekommen. :o) lach ein bisschen Was kommt zurück, wenn ich gegen die Felswände rufe "wer liebt mich"? Genau - "ich, ich, ich"
Aber das ist - wie so oft - ein anderes Thema, pero esto no tiene nada que ver con este tema! Deshalb gehen wir wieder zurück und setzen den Spaziergang in Punta Brava fort. Doch gerade beim Dahinschlendern machen sich meine Gedanken auf den Weg ...
 
Wir sind allerdings nicht auf der Hauptstrasse geblieben sondern sind durch eine Gasse Richtung Küste spaziert. Die Besitzer der Häuser, die an vorderster Reihe die Stellung zum Meer halten, sind nicht zu beneiden. Das Salz des Meerwassers frisst den Verputz unermüdlich von den Fassaden. Wohin man schaut - es bröckelt und rostet leise vor sich hin.
 
Das betrifft aber keineswegs nur alte, verwahrloste Häuser - es gibt keine Ausnahmen. Das Meer unterscheidet nicht zwischen alten oder neuen Häusern. Das schmale, hohe, rote Haus wurde im letzten Jahr frisch renoviert und auch hier kann man im unteren Bereich schon den Heißhunger des Meersalzes erkennen.
Nach unserem kleinen Rundgang ist die Sonne verschwunden und es ist relativ kühl geworden. :o) lach ein bisschen Uns hat dieser Umstand allerdings nicht sonderlich gestört, denn wir hätten uns so oder so auf den Heimweg gemacht. Also - nix wie ab ins Auto!
 
 
16 de febrero 2009
Montag - lunes
 
Icod de los Vinos
ein wolkiger Tag
11 ° temperatura mínima
18 ° temperatura máximo
heute gibt's  wieder einmal Fotos
 
Spanisch spreche ich zum Volk,
 Französisch spreche ich zum Adel,
Italienisch spreche ich zu den Damen und
Deutsch spreche ich zu meinem Pferd
 Kaiser Karl V.
 
 
 
In der Nacht hat es leicht geregnet und der heutige Tag ist trüb und feucht. Es regnet zwar nicht, aber es ist ein feiner, fast nicht wahrnehmbarer Wassernebel in der Luft. Genau das passende Wetter für den Schreibtisch! :o) lach ein bisschen Das ist doch perfekt, so kann ich in Ruhe Ordnung in meine Fotos bringen.
Unser Spaziergang an der Küste bei la Rambla de Castro war wirklich schön. Beim letzten Mal sind wir den Abschnitt bis zu Hacienda Castro und dem kleinen Fortin de San Fernando gewandert. Diesmal wollten wir das nächste Teilstück erkunden. Wir haben unser Auto am Ortsende von San Vicente, auf dem Parkplatz beim Mirador San Pedro abgestellt und sind los gegangen.
Das Majoratsgut, el Mayorazgo de Castro entstand Anfang des 16. Jahrhunderts durch die Landverteilung von Alonso Fernández de Lugo, dem Eroberer von Teneriffa. Der portugiesischer Händler, Hernando de Castro legte den Grundstein für das Imperium und nutzte die fruchtbaren Flächen für die Landwirtschaft. Zum Anwesen gehören unter anderem das Herrenhaus La Hacienda de Castro, das allerdings erst im 17. Jahrhundert errichtet wurde, die Kirche San Pedro, la Ermita de San Pedro und die kleine Festung, el Fortín de San Fernando, die beide im 18. Jahrhundert erbaut wurden.
 
Durch die breite Schlucht, el barranco, die sich bis an die Küste zieht, führen viele Spazierwege. Sie verschlingen und entwirren sich, so dass man sich oft wie in einem Labyrinth vorkommt. Wir haben kein bestimmtes Ziel gehabt, deshalb sind wir einfach der Nase lang gegangen - und sind prompt in einer Sackgasse gelandet. :o) lach ein bisschen Die Aussicht hat alles wieder wettgemacht, die Küste Richtung Icod ist von hier aus betrachtet besonders schön.
 
Vom Hauptweg, der von der kleinen Festung Richtung Puerto de la Cruz führt, geht man über eine Holzbrücke über den Barranco Godínez weiter. Sträucher, blühende Margeritten, Drachenbäume und allerhand andere mir unbekanntes Grünzeug wohin das Auge schaut. Rechts von uns türmen sich die Felsen in die Höhe. An vielen Stellen tropft oder rinnt Wasser die senkrechten Wände herunter.
 
Mitten im Gebüsch mussten wir uns an einer Abzweigung entscheiden. :o) lach ein bisschen Bleiben wir auf dem Hauptweg, der sich oberhalb des Meeres weiter schlängelt, oder sollten wir einen Abstecher an die Küste machen? Wir haben uns für den Weg an die Küste entschieden, das nächste Mal gehen wir geradeaus und nehmen den Hauptweg zum Elevador de Aguas de la Gordejuela und weiter bis zur Playa de Los Roques. Das haben wir uns fest vorgenommen.
Auf dem Wegweiser stand "Fajana zwanzig Minuten". Hinter dem Namen Playa Fajana hat sich eine Bucht mit einem groben, schwarzen Felsstrand, der ungefähr sechzig Meter unter dem Wanderweg liegt, verborgen
 
Ein Serpentinenpfad mit teilweise ganz schön hohen Stufen aus Naturstein führt uns langsam in die Tiefe. Von oben können wir einen Wassertank und Dächer von zwei oder drei Häusern entdecken.
   
Na, erkennt ihr den Wanderer, der da durchs Wasser geht? :o) lach ein bisschen Er konnte es nicht lassen! Mir war diese Wanderung zu unheimlich, die Wasseroberfläche ist zwar spiegelglatt aber dunkel wie ein unergründlich tiefer Bergsee. Nach zwei Metern auf dem Mauerrand habe ich es vorgezogen, wieder festen Boden unter meine Schuhsohlen zu bekommen.
Wasser, ist in diesem Teil des Naturschutzgebietes an alles Stellen zu sehen, zu riechen und zu hören. :o) lach ein bisschen Es sprudelt zwischen den Steinen neben dem Häuschen aus dem Boden, tropft von den hohen Felsen und quillt aus einem kleinen, betonierten Brunnen nahe dem Strand, es rinnt durch saftige hellgrüne Wiesen, verschwindet unter dem betonierten Weg und plätschert an vielen verschiedenen Stellen durch einzelne Rohre Schlussendlich  in die beiden Wassertanks.
 
Im Hintergrund sieht man auf diesem Foto die älteste Pumpstation der Insel, el Elevador de Aguas de Gordujuela. :o) lach ein bisschen Aber das ist eine andere Geschichte! Zwischen uns und der Casa Hamilton, wie sie genannt wird, liegt ein noch langes Wegstück. Doch egal ob hier oder dort hüben wie drüben, das Wasser aus dieser Gegend ist verantwortlich dafür, dass diese Gegend der fruchtbarste und grünste Teil der Insel war und noch immer ist.
 
Rund um einen kleinen Platz mit zwei Feigenbäumen stehen drei halbverfallene Häuschen. Eines davon war mit Sicherheit irgendwann einmal eine Pumpstation. Die Teile der Anlage sind allerdings schon so verrostet, dass sich in den alten Rohren und Metalleilen ziemlich große Löcher gebildet haben.
 
Ein idyllisches Plätzchen haben wir hier gefunden. :o) lach ein bisschen Vielleicht kommen wir im Sommer wieder einmal her.
Es muss schön sein, unter den grünen Feigenbäumen zu sitzen und aufs Meer zu schauen. Hier ist eine der schönsten Ecken zwischen La Orotava und Icod de los Vinos und so wie es aussieht recht einsam und ruhig. Das hat sicher damit zu tun, das man sich bei einem Blick von oben gar nicht vorstellen kann, dass es unterhalb der Anhöhe ein fast paradiesisches Stückchen Land gibt.
 
 
hier geht's zu den vergangenen Einträgen :o) lach ein bisschen 1. bis 15. Februar 2009
 
 

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