hier geht's zu den nächsten Einträgen lach einmal :o) 1. Jänner 2010
 
31 de diciembre 2009
Donnerstag - jueves - Vollmond  20:12:36 Uhr
Silvester - Nochevieja
Icod de los Vinos
sonnig und leicht bewölkt
19 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Die Zeit verrinnt,
die Spinne spinnt in heimlichen Geweben.
Wenn heute Nacht das Jahr beginnt,
beginnt ein neues Leben.
 
Joachim Ringelnatz
 
Wir feiern heute ganz gemütlich zu viert den letzten Abend des alten Jahres. Robert und Gitti kommen zu uns und gemeinsam werden wir mit gegrilltem Fisch und guter Unterhaltung das Jahr 2009 verabschieden. Ein schöner Abend ist mit dem Donauwalzer zu Ende gegangen und ich freue mich auf das neue Jahrzehnt. Vor allem auf das nächste Jahr! Deshalb wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und ein besonders schönes Neues Jahr.

Mögen alle Wünsche in Erfüllung gehen!

Prosit Neujahr!

Laut gregorianischem Kalender erleben wir den letzten Tag des Jahres mit einem vollen Mond in der allerletzten Nacht des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend. :o) lach doch mal ... Wenn das kein Glück bedeutet!
In einigen Gegenden Österreichs und Deutschlands wird dieser Tag auch Altjahr, Altjahrsabend oder das Alte Jahr genannt. Damit kann man sich auch ganz leicht die spanische Bezeichnung alte Nacht, la nochevieja, merken. Eigentlich gar keine schlechte Bezeichnung, denn mit der heutigen Nacht ist das vergangene Jahr ja wirklich alt geworden. Es dauert nicht mehr lange, dann wird es vorbei und fast vergessen sein. Um Mitternacht wird es ziemlich unsentimental verabschiedet und ein Nachfolger euphorisch begrüßt werden. Wer redet morgen noch vom vergangenen Jahr? Das ist innerhalb von Minuten vergessen - und abgelaufen! Die Zukunft zählt, oder? Zumindest für uns in Europa.
Silvester oder Neujahr, gestern oder morgen? An der Internationalen Datumsgrenze im Pazifik wird die Sache mit dem Jahreswechsel allerdings schnell ganz schön kompliziert. Wenn in der Südsee auf der Insel Samoa die Sektkorken knallen, ist das neue Jahr auf Tonga, ein paar Inseln weiter, schon einen Tag alt. Zwischen den Inseln im Pazifik liegen aber nur ungefähr neunhundert Kilometer. Sie haben zwar die gleiche Uhrzeit, aber andere Wochentage. Das heißt, wenn es auf Tonga Freitag im Kalender steht, gehen die Bewohner auf Samoa noch gestern, also am Donnerstagabend schlafen.
Schuld daran ist der Nullmeridian in Greenwich. Bezogen auf diesen Ort wird die Uhrzeit rund um die Weltkugel berechnet. Richtung Westen wird es immer früher, nach Osten hin später. Wenn auf Tonga Silvester gefeiert wird, schlagen die Uhren in London elf Uhr, in Deutschland zwölf Uhr und in Singapur sieben Uhr am Abend. Westlich von London, zum Beispiel auf den Azoren ist es dann erst zehn Uhr, in New York sechs Uhr Früh und an der amerikanischen Westküste mitten in der Nacht. Auf Samoa beginnt zur gleichen Stunde, pünktlich um Mitternacht, ein neuer Tag!
Anfang und Ende - der Unterschied ist minimal. Vergangenheit und Zukunft liegen also lediglich einen kleinen Augenblick und einige Kilometer auseinander. Genau genommen irgendwo im unendlich Meer zwischen den beiden Inseln Tonga und Samoa, in deren Nähe die internationale Datumsgrenze gezogen worden ist.
 
30 de diciembre 2009
Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
sonnig und nachmittags bewölkt
13 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
Die Zeit ist kein Geld.
Aber den einen nimmt das Geld die Zeit und den anderen die Zeit das Geld
 
Ron Kritzfeld
 
In der vergangenen Nacht hat es leicht geregnet und in der Früh ist es gleich um ein paar Grad kühler gewesen. :o) lach doch mal ... Mittlerweile kitzeln mich allerdings schon wieder einige warme Sonnenstrahlen und die Welt ist vollkommen in Ordnung.
Es wird noch fleißig gearbeitet, doch ab morgen nehmen wir uns ein paar Tage frei! Jonay hat mit seiner Freizeit schon heute begonnen. Zur gewohnten Zeit, um acht Uhr, war weit und breit nichts von ihm zu sehen. Dafür war Domingo umso fleißiger und hat Georg den versprochenen Apfelkuchen mitgebracht. Nicht schlecht - allerdings ganz schön süß!
Irgendwann gegen Mittag ist unser Guanche dann aufgetaucht. Angeblich hat ihn seine kleine Prinzessin die ganze Nacht wach gehalten, aber wahrscheinlich hat er gestern einfach ein bisschen viel vorgefeiert! Als Ersatz wollte er morgen arbeiten kommen, aber daraus wird nix! :o) lach doch mal ... Morgen ist unsere Baustelle absolut arbeiterfreie Zone!
 
Ich habe mich durch den Sauerklee auf der obersten Terrasse gekämpft und dabei viele weiße Schwammerln gefunden. Schade dass ich diese Art nicht kenne, sonst hätte ich daraus ein schmackhaftes Abendessen zaubern können. Deshalb habe ich sie stehen gelassen, denn wer weiß wie giftig die niedlichen, weißen Erdfrüchte sind. :o) lach doch mal ... Nur kein Risiko eingehen, ich halte mich lieber an Eierschwammerln und Steinpilze.
 
29 de diciembre 2009
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
sonnig und warm
18 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Die Zeiten ändern sich -
und wir mit mit ihnen.
 
Ovid
 
Hellblauer Himmel mit zartrosa Wolkenschlieren haben in den Morgenstunden den silbernen Mond abgelöst. :o) lach doch mal ...  So wie es aussieht, steht uns ein sonniger und warmer Tag bevor.
Gestern war hier auf der Insel so etwas ähnliches wie der erste April bei uns zu Hause. Der 28. Dezember ist in Spanien - und auch in Lateinamerika - zwar ebenfalls der Tag der unschuldigen Kinder, el Dia de los Santos Inocentes, doch die Kinder ziehen nicht wie gewohnt von Haus zu Haus um irgendwelche Süßigkeiten einzusammeln.
Auf Teneriffa, oder besser gesagt auf den Kanarischen Inseln, machen sich an diesem Tag angeblich die Erwachsenen gegenseitig zum Narren und denken sich die blödesten Aktionen aus, um irgendjemanden zu blamieren oder - symbolisch gesehen - aufs Glatteis zu führen. Unter dem uns bekannten Motto - April, April, da schickt man den Esel wohin man will! :o) lach doch mal ... Nachdem einer unserer Nachbarn aber sowieso einen lebendigen Esel hat, sind wir von diesem Brauch verschont geblieben.
 
28 de diciembre 2009
Montag - lunes
Icod de los Vinos
sonnig und leicht bewölkt
19 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Es ist keine Kunst,
ein ehrlicher Mann zu sein,
wenn man täglich Suppe zu löffeln hat.
 
Heinrich Böll
 
Die letzte Arbeitswoche im Jahr hat - wenn auch ein wenig verspätet - ganz normal begonnen. Jonay hat ein bisschen verschlafen, aber wir waren uns nicht einmal sicher, ob er heute überhaupt auftauchen würden. Es ist schließlich Weihnachtszeit! :o) lach doch mal ... Eine halbe Stunde später ist  Domingo, unser Haus- und Hoftischler aufgetaucht - er kann nicht mehr zu Hause herum sitzen - sagt er. Das Kreuz tut ihm weh und zuviel gegessen hat er auch. Die weihnachtliche Realität hat also voll zugeschlagen.
Mir tun nach stundenlanger Betätigung mit diversen Gartenscheren die Hände weh. Kratzer und Risse auf den Armen und lädierte Fingerkuppen sind die Ausbeute meiner derzeitigen Arbeit. Immerhin habe ich fünf Monsterexemplare von an und für sich wunderschönen, aber im Moment leider ziemlich zerlegten, Bougainvilleas in Form geschnitten und gemeinsam mit Georg die letzten Hibiskenopfer des Sturmes versorgt. Nächstenliebe kann ziemlich anstrengend sein!
Nun knurrt uns der Magen. :o) lach doch mal ... Es ist schon lange Arbeitsschluss und in keinem unserer Töpfe schmurgelt irgendetwas Essbares vor sich hin. :o) lach doch mal ... Kein Wunder, die kleinen hilfreichen Weihnachtswichtel sind noch nicht bis auf die Kanaren vorgedrungen. Das hat bis dato lediglich der Weihnachtsmann, hier liebevoll Papa Noel genannt, geschafft. Das soll allerdings keine Katastrophenmeldung sein, denn wir haben es gemeinsam innerhalb einer halben Stunde geschafft, ein ordentliches Essen auf den Tisch zu bringen. Georg war für den Salat zuständig und ich habe ein schmackhaftes Risotto kreiert.
Nach getaner Arbeit werden wir nun ganz gemütlich und entspannt essen und uns einen humorvollen Film ansehen. Nicht mehr und nicht weniger. Gute Nacht allerseits!
 
27 de diciembre 2009
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
sonnig und leicht bewölkt
19 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Die Talente sind oft gar nicht so ungleich,
im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede.
 
Theodor Fontane
 
Ein Tag ohne Plan jedoch mit viel Sonne! Am Nachmittag haben wir eine kleine Rundfahrt Richtung Icod el Alto gemacht. :o) lach doch mal ... Eigentlich wollten wir ja nur frisches Quellwasser holen, doch das schöne Wetter hat uns dazu verführt, einen kleinen Umweg über La Guancha zu machen.
Sonst gibt es für heute keine besonderen Vorkommnisse zu melden. :o) lach doch mal ... Weihnachtliche Ruhe herrscht auch bei uns noch vor.
 
26 de diciembre 2009
Samstag - sábado
Stephanietag in Österreich
Icod de los Vinos
sonnig und leicht bewölkt
19 ° temperatura mínima
23 ° temperatura máximo
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
 
Konrad Adenauer
 
Es ist direkt ungewohnt leise. Ich habe es mir schon fast nicht mehr vorstellen können, wie es ohne Windgeräusche sein wird. Doch es ist wirklich war - wir haben wieder ganz normales Wetter! Ohne Wind und ohne Regen! Da werden wir unser Weihnachtsessen ja auf der Terrasse genießen können!
 
Gitti und Robert helfen uns heute, unseren gebratenen Weihnachtsvogel zu vertilgen! Wenn wir beide alleine gewesen wären, hätten wir uns wahrscheinlich mit zwei handlichen Entenbrüsten zufrieden gegeben. Doch so war die Verführung natürlich groß, denn zu viert sehen die Voraussetzungen natürlich gleich ganz anders aus. :o) lach doch mal ... Für uns zwei wäre so ein ganzes Federvieh einfach zu groß gewesen.
 
Sagt die Gans zum Pfarrer: "Herr Pfarrer, bitte sagen Sie mir die Wahrheit. Gibt es ein Leben nach Weihnachten?" :o) lach doch mal ... Wir haben zwar einer Gans das Leben geschenkt doch statt dessen einer Ente das Leben geraubt. Ich hoffe, sie hat es nicht umsonst verloren, denn ich habe noch nie eine Ente gebraten.
Heute wird das ehemals gefiederte Flugobjekt gefüllt - wohlgemerkt nicht gestopft - und dann zwei Stunden lang schonend im Backrohr knusprig gebraten. Dazu gibt es fruchtiges Apfelrotkraut und keine Knödel - nicht ganz so, wie es sich gehört! Als Beilage habe ich den Rest der Fülle knusprig gebraten. Ihr könnt es mir glauben, gemeinsam mit dem schmackhaften Bratensaft der zarten Ente hat unser weihnachtlicher Braten hervorragend geschmeckt! :o) lach doch mal ... Manfred - die Weihnachtsente könnte ein Konkurrenzessen zu deinem ausgezeichneten Truthahn werden!
P.S.: als Nachspeise gab es frisches, fruchtiges Bananeneis! *g*
 
25 de diciembre 2009
Freitag - viernes
Navidad - Christtag
Icod de los Vinos
bewölkt aber warm
19 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Weihnachten - ein Stern leuchtet am Himmel,
führt uns nach Hause.
Zu uns.
Helga Schäferling
 
Heute hat uns kein Wecker mit seiner blöden Melodie aus den Federn geholt. Wir sind ganz freiwillig aufgestanden und werden jetzt gemütlich frühstücken.  Himmlisch! Für uns zwar ungewohnt - doch daran könnte ich mich gewöhnen.
Der Wind hat sich, so wie es aussieht, endgültig verabschiedet und damit steht einer sicheren Landung der Flugzeuge nichts mehr im Wege. Um halb sechs Uhr werden Gitti und Robert in Los Rodeos ankommen. Nachdem sie mit einer halben Stunde Verspätung in Madrid abgeflogen sind, werden wir uns jetzt auf den Weg zum Flughafen machen und die beiden in Empfang nehmen.
 
In der Halle für die Abflüge werden wir von ganz eigenartigen Gebilden begrüßt. Überall sind künstlerisch gestaltete Fische verteilt. Gesponsert hat diese bunten Kunstwerke anscheinend der Loro Parque und dem Namen der Ausstellung nach zu schließen soll es sich um stilisierte Orcas handeln. :o) lach doch mal ... Ich kann darin zwar keine Wale erkennen, aber interessant sind diese Stücke auf alle Fälle!
 
Nach kurzer Fahrt nach Puerto de la Cruz sind die Koffer im Zimmer verstaut und zu viert beenden wir in einem netten Lokal im weihnachtlich geschmückten La Paz den ersten, gemeinsamen Abend. Salud auf die nächsten zwölf Tage!
 
24 de diciembre 2009
Donnerstag - jueves
Heiliger Abend - Nochebuena
 
Icod de los Vinos
bewölkt, windig, trocken und warm
19 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Weihnachten -
es war immer mein schönstes Fest!
 
Theodor Storm
 
Bis zwei Uhr nachmittags wurde fleißig gearbeitet, doch ab dann hat Weihnachten auch bei uns Einzug gehalten. Ein ganz gemütlicher Heiliger Abend. Sogar der Wind hält sich heute in gewissem Sinne an die Feiertagsregeln. Ab und zu zeigt er uns zwar noch, was er mit seinem Gebläse zustande bringen könnte - doch im großen und ganzen gibt er sich friedlich. :o) lach doch mal ... Weihnachtsfriede ist eingekehrt.
 
Die Kerzen brennen, Weihnachtsmusik trällert aus den Lautsprechern, der Christbaum ist aufgeputzt, bei unseren Kindern ist das Christkind schon fleißig gewesen und wir selbst haben ebenfalls einen wunderschönen Abend fast hinter uns. :o) lach doch mal ... Die Luft war und ist noch immer verführerisch lau und deshalb sind wir lange Zeit mit einem Glas Wein vor der Türe gestanden und haben die warme Umgebung genossen. Rund um uns werden sporadisch Raketen in den Winterhimmel geschossen und aus der Richtung eines Nachbarn weht der Wind den Geruch von gegrilltem Fleisch um unsere Nasen.
Aus unserem Weihnachtszimmer klingen Weihnachtslieder lautstark ins Freie und die Päckchen vom Christkind warten noch immer darauf, endlich ausgepackt zu werden. :o) lach doch mal ... Doch nur keine Hektik - wir haben heute alle Zeit der Welt.
Und genau das wünschen wir euch auch - einen Abend lang ernste Gedanken auf die Seite schieben, im Licht der Kerzen sitzen und einfach nur die Ruhe genießen. Ein gemütliches Essen, ein gutes Glas Wein und ein paar süße Kekse. Lachen, reden und leuchtende Augen unter dem Weihnachtsbaum – dieses Gefühl wünschen wir euch für das weihnachtliche Fest heute Nacht!

iFeliz Navidad!

 
23 de diciembre 2009
Mittwoch - miércoles
 
Icod de los Vinos
bewölkt, regnerisch und warm
18 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Morgen Kinder wird's was geben,
morgen werden wir uns freuen ...
 
Martin Friedrich Philipp Bartsch
 
Wasser und Wind haben sich  in der Nacht ausgetobt. :o) lach doch mal ... Wir sind gestern eigentlich ganz gut davon gekommen, in anderen Zonen von Icod hat es bei weitem mehr geregnet als hier in Santa Bárbara. Zwei umgeworfene Blumentöpfe, das ist bis jetzt das Ergebnis. Draußen ist zwar alles triefend nass, aber die Luft ist ungewöhnlich lau, es ist fast tropisch feucht und warm zugleich. Die Unwetterwarnung ist für den Norden Teneriffas von der Stufe orange auf gelb zurück genommen worden, also dürfte sich das schlechte Winterwetter wohl langsam zurückziehen.
Heute Vormittag war für uns - als gelernte Insulaner - der letzte Abdruck, um noch irgendetwas einzukaufen. Aus diesem Grund haben wir uns relativ früh auf den Weg ins Einkaufszentrum bei la Orotava gemacht. Nicht das jetzt jemand glaubt, wir leben hier im Hinterland einer Bananenrepublik im Atlantik, doch spezielle Dinge bekommt man eben nur in bestimmten Geschäften. Die sind weder lebensnotwenig noch braucht man sie jeden Tag, doch heute sind wir auf der Jagd nach geräucherten Hering. Nachdem wir diesen Fisch in den letzten Tagen in Icod nicht auftreiben konnten, bleibt uns heute nichts anderes übrig, als in die nächste "Großstadt" zu pilgern.
Wie soll ich die aktuelle Stimmung an einem dreiundzwanzigsten Dezember in einem Geschäft beschreiben? Hektik, Stress und Gedränge pur. Wir selbst haben die Dinge, die wir wollten relativ schnell in unserem Einkaufswagen verstaut gehabt. :o) lach doch mal ... Es sind keine sonderlichen Vorkommnisse zu melden - außer, dass Georg beim Telefonieren mit einem alten Bekannten die Security auf den Plan gerufen hat.
Wie es dazu kommen kann? Wenn man schon in diesem Trubel telefoniert, sucht man sich ein ruhiges Plätzchen, um wenigstens halbwegs verstehen zu können, was der andere Teilnehmer ein paar tausend Kilometer entfernt ins Telefon hineinspricht. So eine Stelle hat Georg bei einem Noteingang gefunden, sich dann ganz bequem gegen einen Türflügel gelehnt - und ein Signal ausgelöst. Keine zwei Minuten später ist der Sicherheitsmann vor ihm gestanden. Aber keine Bange, auf der Insel ticken die Uhren und auch die Menschen anders als bei uns zu Hause. Es menschelt noch immer, trotz der Hektik des Weihnachtsgeschäfts. :o) lach doch mal ... Mit einem Lächeln und einem entschuldigenden Schulterzucken war die Sache erledigt.
Als wir nach unserem Einkaufsausflug in der mittlerweile überfüllten Tiefgarage angekommen sind, hat es uns fast aufs Hinterteil gesetzt. Stau in alle Richtungen! Im ersten Moment hat es gewirkt, als ob rein gar nix mehr geht. Der erste Eindruck hat sich zum Glück nicht bestätigt, denn mit der fairen Reißverschlusstechnik im stockenden Zufahrtsverkehr haben wir es innerhalb einer Viertelstunde geschafft, bis zum Kreisverkehr Richtung Heimat zu kommen. In den nächsten zehn Tagen sieht uns kein Geschäft mehr von der Nähe - wir haben vorgesorgt.
Wehe dem, der zwischen den Feiertagen einkaufen gehen muss! Man hat das eigenartige Gefühl, dass irgendwo Notrationen für ein verhungerndes Volk gratis verteilt werden. Dem ist aber nicht so - im Gegenteil, jetzt wird für die Familienfeiern eingekauft. Weihnachten, Silvester und als Abschluss für die Feiern zu Ehren der Heiligen Drei Könige. Alles klar?
Im Orotavatal war es heute ziemlich grau und Wolkenverhangen. Auf der Heimfahrt ist es Richtung Icod immer sonniger, stürmischer und zu guter Letzt auch sehr nass geworden. Dafür hat uns zu Hause ein wunderschöner Regenbogen über dem Atlantik begrüßt. der schillernde Lichtbogen ist aus den Meereswellen aufgestiegen, hat seinen bunten Streifen weit gespannt und hat sein Ende wieder im Atlantik eintauchen lassen. :o) lach doch mal ... Schade, dass ich nicht weiß, an welchem Ende der sagenhafte Goldschatz versteckt ist. Ich könnte ihn wirklich gebrauchen! Es wäre ein schöne Alternative zu unserem Nichtgewinn bei der Weihnachtslotterie. Wir haben dieses Jahr ja das erste Mal so ein Los gezwungener Massen erstanden. :o) lach doch mal ... Doch das Leben ist ungerecht - unsere Losnummer 60053 hat nicht einmal einen Cent gewonnen!
El Gordo ist allerdings eine eigene, spanische Geschichte. Am 22. Dezember hört ganz Spanien singenden Kindern zu. Sechsunddreißig Buben und Mädchen der Klosterschule San Ildefonso sind seit 1771 die Glücksbringer der Nation und sie singen keine Weihnachtslieder sondern verkünden in einem komischen Singsang die Prämien und Losnummern der Weihnachtslotterie. Ich habe diese Aktion noch nie vorher beobachtet, doch gestern wollte ich die Wetternachrichten sehen und habe am Bildschirm statt dem Satellitenbild zwei Mädchen in Schuluniform präsentiert bekommen. Das System dieser Weihnachtslotterie habe ich lediglich theoretisch durchblickt. Wie die Ziehung aufgebaut ist, ist für mich ein - noch - ungelöstes Rätsel.
Das System dieses nationalen Glückspiels besteht aus vielen Zehntellosen und verschiedenen Serien. Den Hauptgewinn gibt es 1.800 Mal und damit ist er eigentlich großzügig aufgeteilt, denn es gewinnen viele Leute ziemlich viel Geld. Es werden einhundertachtzig Serien verkauft mit fünfundachtzigtausend verschiedenen, fünfstelligen Nummern ergibt sich daraus eine Vielzahl an Losnummern. Grundsätzlich besteht ein Los aus zehn Einzellosen, las décimas. Diese Anzahl pro Serie multipliziert mit zehn ergibt die stolze Summe von 1.800 Gordos à 300.000 Euro. Damit haben wir einen Hauptgewinn mit der gigantischen Summe von 540 Millionen Euro. Dieses Geld wird mit dem System allerdings gut verteilt - und wir haben keinen einzigen Euro davon bekommen! :o) lach doch mal ... Unser fleißiger Maurer allerdings auch nicht!
Mittlerweile ist es wieder einmal Mitternacht geworden und sogar der Sturm ist für kurze Zeit schlafen gegangen. Jetzt wütet er wieder kraftvoll und stürmisch - er rüttelt an meinen Nerven. Wenn so ein blöder Wind stundenlang durch die Gegend pfeift, ist es irgendwann einfach einmal genug. Unsere Botanik schaut zum Teil schon wie nach einem Giftgasanschlag aus. Blattlos und kahl. Es kann wirklich nur besser werden, aber ich habe das ungute Gefühl, dass wir dieses Jahr relativ stürmische Weihnachten erleben werden.
Liebes Christkind, bitte nimm den windigen Gesellen mit nach Hause und gönne unseren Blumenkindern eine Erholungspause. Ist das zuviel verlangt? Immerhin ist morgen dein großer Abend und ich habe mich das ganze Jahr über vorbildlich um die Pflanzen gekümmert ...
So wie es aussieht hat das Christkind zwei taube Ohren - die Sturmböen werden immer stärker und irgendwann werden uns die Blechtafeln der Baustelle unter uns um die Ohren fliegen. Ich geh jetzt lieber schlafen, morgen früh schaut die Welt vielleicht schon wieder ganz friedlich - und vor allem windstill - aus!
 
22 de diciembre 2009
Dienstag - martes
 
Icod de los Vinos
bewölkt, regnerisch und sehr warm
19 ° temperatura mínima
24 ° temperatura máximo
Die meisten Leute feiern Weihnachten,
weil die meisten Leute Weihnachten feiern.
 
Kurt Tucholsky
 
Peitschender Regen mit Sturmböen gestern Abend und eine ruhige, sternenklare Nacht liegt hinter uns. :o) lach doch mal ... Laut den Erzählungen sollen gestern aber einige Keller, oder besser gesagt ebenerdige Räume, in Icod von den "wilden" Wassermassen heimgesucht worden sein. Die Baubehörde soll angeblich mit einem halben Meter Wasser geflutet worden sein. Auch wenn es vielleicht nicht ganz so drastisch abgelaufen sein sollte - Ausreden für verschleppte Verfahren liegen damit natürlich verlockend auf dem Tablett. Immerhin ist es laut sogenannten Augenzeugen erwiesen, dass "Unmengen" Papiere entsorgt worden sind. Was wirklich stimmt, steht allerdings in den Sternen - ich bin leider nicht selbst dabei gewesen.
Zahnarzttermin für Georg in Los Silos. Es ist warm, wie im Sommer und ich bin total falsch angezogen. :o) lach doch mal ... Das Thermometer hat in der Früh unglaubliche 19° Celsius - nicht Fahrenheit - angezeigt, aber irgendwie habe ich diese Tatsache nicht registriert. Na ja, mir war halt ziemlich warm - aber es gibt wirklich Schlimmeres!
Am Nachmittag war Christkindls Backstube auf dem Programm, denn mein Göttergatte hat festgestellt, dass bei ihm ohne Vanillekipferl und Pariserstangerl keine Weihnachtsstimmung aufkommt. :o) lach doch mal ... Das möchte ich natürlich auf gar keinen Fall riskieren, denn was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsstimmung? Also, nichts wie ab in die Welt der Kekse und Backöfen!
Dafür hat es als Mittag- oder besser gesagt Abendessen lediglich Rucolasalat und einen simplen Schinken-Käse-Toast auf dem Teller gegeben. Die Kekse sind allerdings bestens gelungen! Das hat mir mein Keksspezialist gesagt und damit ist diese Tatsache ganz klar und deutlich amtlich festgestellt.
Jetzt ist es fast Mitternacht und anständige Windböen pfeifen um unser Häuschen. Der Himmel ist fast sternenklar, kein Tröpfchen Wasser fällt vom Himmel und die schmale Mondsichel blinzelt hinter einer Wolkenbank hervor. Ich habe unsere Weihnachtspost verschickt und werde mich jetzt auch verabschieden, morgen ist auch noch ein Tag.
Ach ja - der Teide hat über Nacht eine weiße Schneehaube verpasst bekommen! :o) lach doch mal ... Wir können also ebenfalls von weißen Weihnachten reden - mit einem kleinen Unterschied zu euch. Wir müssen keinen Schnee schaufeln und bei diesen sommerlichen Temperaturen auch nicht frieren. Nur der Wind geht mir zur Zeit auf die Nerven!
 
21 de diciembre 2009
Montag - lunes
 
Icod de los Vinos
bewölkt, regnerisch und warm
15 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich - und dann gewinnst du.
 
Mahatma Gandhi
 
Die Woche beginnt grau und bewölkt, für alle Inseln ist wechselhaftes Wetter mit Regenschauern vorhergesagt - und das trifft auch zu! Der Wind pfeift und von Zeit zu Zeit prasselt der Regen aufs Dach.
Im großen und ganzen gesehen nichts besonderes, aber Regenwetter ist halt immer ein dankbares Thema auf der Insel. Von sibirischer Kälte oder Schnee bekommen wir jedoch gar nichts mit. Damit müssen sich nur die Festlandspanier ebenso beschäftigen wie der Großteil der Europäer. :o) lach doch mal ... Nicht einmal der Teide hat bis jetzt ein weißes Käppchen abbekommen.
Ab morgen geht es sowieso wieder aufwärts - mit der Länge der Tageszeit! Heute ist allerdings der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Der Winter beginnt hochoffiziell, denn wir haben Wintersonnenwende, auch Wendekreis des Steinbocks genannt.
Doch nun geht es wieder bergauf, die Tage werden jeden Tag um einen Augenblick länger - das neue Jahr kann kommen. :o) lach doch mal ... Es ist jetzt fast Mitternacht, am Himmelszelt sind alle Sterne zu sehen, doch der Wind hat seine Arbeit noch nicht aufgegeben und pfeift ordentlich um unsere Hausecken. Ich schon neugierig, auf welche Art und Weise mich das Wetter morgen früh begrüßen wird. Mit - oder ohne Regentropfen?
 
20 de diciembre 2009
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
bewölkt
15 ° temperatura mínima
23 ° temperatura máximo
Der Pessimist klagt über den Wind,
der Optimist hofft, dass er dreht,
der Realist richtet das Segel aus.
 
Sir William Ward
 
Schon wieder ist eine Woche vorbei und Weihnachten rückt immer näher. :o) lach doch mal ... Es dauert nicht mehr lange, dann verabschiedet sich jeder von jedem mit der Beifügung Feliz Navidad, fröhliche Weihnachten!
vier Kerzen brennen   noch viermal schlafen ...
 
19 de diciembre 2009
Samstag - sábado
Icod de los Vinos
sonnig und warm
15 ° temperatura mínima
19 ° temperatura máximo
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.
 
Mark Twain
 
Heute steht Gartenarbeit mal zwei, sprich für uns beide, auf dem Stundenplan. Ihr müsst Schnee schaufeln und wir endlich unseren Rasen mähen. Wir haben ihn sträflich vernachlässigt und durch das fruchtbare Regenwetter der letzten Tage sind die grünen Halme Knietief in die Höhe geschossen! Georg hat es trotzdem mit dem Rasenmäher geschafft, denn er hat die Messer so scharf geschliffen, dass ihm wahrscheinlich jeder Barbier drum neidig gewesen wäre. Man hätte sich damit wirklich rasieren können. Leider haben wir bei unserer Gartenarbeit heute noch einige versteckte Sturmleichen entdeckt.
Einige Hibisken sind ziemlich durch die Windmaschine gedreht worden und haben ihre Bruchstellen bis jetzt relativ gut verborgen gehabt. Drei, nein vier, Bananenstauden wurden ebenfalls ins Jenseits befördert, aber das ist halb so schlimm, denn sie sind dafür bekannt, dass sie schnell und zuverlässig für genügend Nachwuchs sorgen.
 
Über eine Altersversorgung für Bananen muss sich sowieso niemand den Kopf zerbrechen, denn nachdem sie einmal Früchte getragen haben, verabschiedet sich die Pflanze von ganz alleine. :o) lach doch mal ... So etwas wie eine ehemalige, typische Großfamilie, die aus mehreren Generationen besteht ist aus diesem Grund gar nicht möglich.
Auch wenn sie in Familienähnlichen Gruppen in der Landschaft stehen, entscheidet in diesem Fall der Wind, wer sein Leben aushaucht. Das Schicksal schlägt ganz unkontrolliert und unerbittlich zu. Die Banane ist der höheren Gewalt hilflos ausgeliefert, vielleicht auch deshalb, weil für sie von Beginn an kein langes Leben vorgesehen ist. Familienzusammenhalt ist damit von vornherein ausgeschlossen.
Die Kinder bleiben sich selbst überlassen und Eltern sind ebenfalls für sich alleine verantwortlich. In der Realität sind die verbrauchten, alten Bananenstauden natürlich auch auf fremde Hilfe angewiesen, denn würde sie niemand abschneiden und entsorgen, würden sie wohl irgendwann einmal ihre eigenen Kinder erdrücken oder abbrechen. Wildwuchs ist also auch in diesem Fall nicht angesagt, deshalb werden Bananen wohl in akkurat angepflanzten Plantagen gehalten und gehätschelt und gepflegt, damit der Mensch die Chance bekommt, die aromatischen und gesunden Früchte überhaupt genießen zu können.
Da fallen mir unweigerlich die Geschichten über uralte, weise, knorrige Bäume in meinen Märchen der Jugend ein. Egal, ob es sich dabei um eine mit Flechten überzogene alte Tanne oder einen ächzenden Apfelbaum gehandelt hat. Alte Bäume haben in dieses Erzählungen immer ihre Weisheiten an den Nachwuchs weiter gegeben und ihnen damit das Leben erklärt. :o) lach doch mal ... Der hölzerne Nachwuchs hat durch die Weisheit der Alten begriffen, warum der eine sein junges Leben als kostbarer Schrank, als Weinfass oder als scheinbar nutzloses Weihnachtsbäumchen beenden wird - und war zufrieden und stolz.
 Bananenkinder können davon nur träumen!
 
18 de diciembre 2009
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
sonnig und warm
15 ° temperatura mínima
21 ° temperatura máximo
Wie geht's, sagte ein Blinder zu einem Lahmen.
Wie Sie sehen, antwortete der Lahme.
 
Georg Christoph Lichtenberg
 
Der Tag danach, el dia después, beginnt mit strahlendem Sonnenschein und blauen Himmel. Es ist fast ein Hohn, un sarcasmo, denn der Sturm hat ganz schön heftig und tatkräftig zugeschlagen. Nun habe ich die traurige Pflicht, un triste deber, das Chaos aufzuräumen und die Wunden der Opfer zu pflegen und die Leichen zu beseitigen.
Auf den ersten Blick, a primera vista, sieht es in unserer Botanik ein bisschen chaotisch aus und bei meinem ersten Rundgang habe ich auch die ersten Schäden entdeckt - leider. Gestern haben die afrikanischen Tulpenbäume wunderschön geblüht, heute sind weder Blüten noch Blätter zu sehen. Traurig und kahl, triste y pelado, verteidigen sie mit nackten Ästen ihren Platz an der Sonne.
 
Der alte Weihnachtsstern, der als prächtiger Baum vor unserer Einfahrt geblüht hat - den gibt es nicht mehr. Eine Windböe hat ihn mit einem glatten Bruch seines Stammes ins Jenseits befördert. Kurz und schmerzlos. Aber wer weiß, ob er den geplanten Abbruch der windschiefen Ziegelmauer, die direkt vor ihm steht, überlebt hätte. Schade drum, aber vielleicht sollte es einfach so sein.
 
Die Tonscherben sind eingesammelt und die meisten Pflanzen habe ich mit der schneidenden Hilfe von Gartenscheren entflochten und entwirrt, geschnitten und aufgebunden. Meine Finger, los dedos, sind zerstochen, die Hände wirkungsvoll zerkratzt doch die Schäden an den Pflanzen halten sich zum Glück in Grenzen. :o) lach doch mal ... Der stürmische Besucher in der Nacht hat doch eine gewisse Milde walten lassen. Es hat im ersten Moment schlimmer ausgesehen, als es im Endeffekt dann wirklich war. Da haben wir noch einmal Glück gehabt! ¡Ahora sí que hemos tenido suerte!
 
17 de diciembre 2009
Donnerstag - jueves
  
Icod de los Vinos
sonnig und warm - Sturm am Abend
17 ° temperatura mínima
23 ° temperatura máximo
Erwartungsloses Geben ist genauso schwierig wie vorbehaltloses Nehmen.
 
Robert Kroiß
 
Ayer por la noche, gestern Nacht hat es pünktlich um Mitternacht, a la medianoche, zu regnen begonnen. Nachdem es auch noch hell und beeindruckend über dem  Tenogebirge geblitzt hat, habe ich mich entschieden, früher ins Bett zu gehen. :o) lach doch mal ... Solange der Regen immer in der Nacht vom Himmel fällt, kann es von mir aus jeden Tag regnen. Den Pflanzen tut es gut - und mir auch, denn ich erspare mir die Bewässerung.
Der heutige Tag hat mit einem zauberhaften Morgenrot, una aurora encantador, begonnen, hat uns stundenlang mit viel Sonnenschein und blauen Himmel beglückt und uns am Abend einen ordentlichen Sturm vorbei geschickt. Der Winter lässt grüßen! :o) lach doch mal ... Die ersten beiden Todesopfer unter den Tontöpfen können wir bereits nach der ersten Viertelstunde melden. Vorsichtshalber haben wir nun alle Pflanzbehälter mit höheren Pflanzen selbst flach gelegt - da kann der stürmische Bursche nicht mehr viel anrichten.
Doch warum der stürmische Geselle überhaupt bei uns seine Arbeit aufgenommen hat ist mir ein Rätsel. Er dürfte eigentlich nur auf Lanzarote, Fuerteventura und im Ausnahmefall auf Gran Canaria sein stürmisches Unwesen treiben. :o) lach doch mal ... Der himmlische Bursche dürfte im Geografieunterricht geschlafen haben und die Inseln ein bisschen verwechseln. Es sei ihm fast verziehen - falls er in nächster Zeit nicht wieder eine Hauptrolle im Wettergeschehen im Auge haben sollte. Wenn es bei der heutigen Situation bleiben sollte, haben wir, den für Dezember üblichen Sturm, ganz gut überstanden - glaube ich jedenfalls. Pero si no me equivoco, aber ich kann mich auch täuschen, bei Tageslicht sieht die Welt oft ganz anders aus.
Wir haben schon eindrucksvollere Windböen auf dieser Insel erlebt. :o) lach doch mal ... Aber ich will den Morgen nicht vor Mitternacht loben. Wer weiß was sonst noch nach kommt. ¿Quién sabe? Jetzt im Moment beruhigt sich die stürmische Außenwelt ein klein wenig. Es regnet kaum noch und die Windböen kommen in immer größeren Abständen.
Wenn es in den frühen Abendstunden auch so gewesen wäre, hätten wir unseren Hauptabendfilm mit vollständigen Dialogen genießen können. Das war allerdings leider nicht der Fall, denn immer wenn es spannend wurde, hat die Satellitenschüssel einen Windstoss abbekommen, der den Schauspielern förmlich das Wort aus dem Mund gerissen hat. :o) lach doch mal ... Kabelfernsehen wäre bei dieser Wetterlage eindeutig von Vorteil.
Aber was soll's? ¿Qué más da? Wir sind immer noch besser dran als viele andere Europäer - Spanien wird vom Schneefall in Schach gehalten, auf Mallorca bibbern Einheimische und Touristen und in Österreich hat ebenfalls Väterchen Frost die Regentschaft übers Winterwetter übernommen. Wir leben deshalb, also trotz Sturm und ein paar Regentropfen, trotzdem auf einer liebens- und lebenswerten Insel im Atlantik.
 
16 de diciembre 2009
Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
bewölkt und regnerisch
17 ° temperatura mínima
22 ° temperatura máximo
Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben.
Heute, da ich alt bin, weiß ich: es stimmt.
 
hat Oscar Wilde festgestellt
 
Schade, für heute und morgen wird uns schlechtes Wetter prophezeit. :o) lach doch mal ... Der Tag ist auch wirklich ziemlich grau und wolkig, aber bis jetzt ist es trocken und warm geblieben.
 
So, die Fotos der letzten beiden Wochen habe ich erfolgreich verstaut und dabei sind mir diese paar bunten Bilder untergekommen. :o) lach doch mal ... Es handelt sich dabei nicht um übergroße Christbaumkugeln sondern um Öltanks. Die bunten Kreationen gehören zur Raffinerie in Santa Cruz und stehen das ganze Jahr mit dieser fantasievollen Bemalung in der Gegend herum.
 
Die spanische Raffinerie Cepsa, Compañía Española de Petróleos, wurde schon im Jahr 1929 als erster privat Ölproduktionsbetrieb in Madrid gegründet und ist heute ein wichtiger Teil der Industrie von Teneriffa. Bereits ein Jahr nach der Gründung wurde 1930 erstmals von Teneriffa aus Kraftstoffe für Schiffe verkauft. Heute werden von der Insel aus Propan- und Treibgas sowie verschiedene Arten von Schmierstoffen exportiert.
Aber warum wurde dieser Betrieb auf den Kanarischen Inseln angesiedelt - weit weg vom spanischen Mutterland? Ganz einfach, man umschiffte mit der Wahl dieses Standortes ganz elegant ein Gesetz, la Ley del Monopolio de Petróleos de 1927, dass die Gründung und den Betrieb von privaten Raffinerien auf der spanischen Halbinsel verbot.
Über diese Raffinerie gibt es noch viel mehr zu erzählen, aber für heute verabschiede ich mich - Fortsetzung folgt bestimmt.
 
hier geht's zu den vergangenen Einträgen :o) lach doch mal ... 1. bis 15. Dezember 2009
 
 

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last update 15.01.10

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