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1 de septiembre
2009 |
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31
de agosto 2009 |
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Montag
- lunes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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20 ° temperatura
mínima |
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25 ° temperatura
máximo |
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An
vielen Frauen heutzutage ist ein Mann
verlorengegangen. Und an vielen Männern auch. |
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Hanne Wieder |
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Zur Zeit reifen bei uns Bananen in Hülle und Fülle,
los plátanos a montones. Sie sind zuckersüß und
so geschmackvoll, dass man annehmen könnte, dass irgendjemand heimlich eine
Spritze mit Zuckerwasser eingesetzt haben könnte. Das ist aber nicht der Fall,
Mutter Natur schafft es ganz alleine diese Köstlichkeiten zu produzieren. |
Daraus kann man das beste Bananeneis der Welt machen - wir haben
es schon ausprobiert!
Einfach köstlich, simple delicioso! |
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30
de agosto 2009 |
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Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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22 ° temperatura
mínima |
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25 ° temperatura
máximo |
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Eine
Frau verzeiht alles, aber sie erinnert uns oft
daran, dass sie uns verziehen hat. |
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Karl-Heinz Böhm |
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"Kultur bedeutet Fortschritt und ohne
sie kann von keinem Volk moralisches Verhalten
erwartet werden. La cultura engendra progreso y
sin ella no cabe exigir de los pueblos ninguna
conducta moral" lautet ein Spruch von José
Vasconcelos. |
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Am Nachmittag ist es ruhig in Santa
Bárbara, gefeiert wird erst am Abend wieder. Am
Mittwoch nach dem festlichen
Pilgermarsch
Umzug, la romeria, dem Umzug werden die
Cestos y Bollos wieder in ihre Bestandteile zerlegt.
Heute ist das nicht mehr von großer Bedeutung, außer
jemand hat Lust darauf, einen außerordentlichen
Obsttag einzulegen oder möchte eine der
Zuckerfiguren kosten. Früher war es das Fest nach
dem Fest. ¡Felices Fiestas! |
Eine Fiesta ohne Feuerwerk -
undenkbar. Böller und feuerspeiende Himmelskörper
gehören auf der Insel zu jedem Fest.
Je lauter es
kracht und je stärker es raucht, desto besser! |
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Hunde, Katzen, Mäuschen, Ratten und
Vögel sind hierzulande schussfest. Das müssen sie ganz einfach sein, sonst haben
sie keine Chance um zu Überleben. Da heißt es nur entweder oder. Psychologische Betreuung gegen
Schussängste würden hier entweder Psychologen oder
Homöopathen stinkereich machen oder jeden
Tierbesitzer ins Armenhaus bringen. |
Es kracht und raucht im Sommer immer
und überall - doch dafür gibt es keine
Gewitter. Von Blitz und Donner werden wir verschont!
Da ist es eigentlich nur recht und billig, wenn man
mit gewissen anderen Lärmquellen leben muss, oder? |
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Mit dem üblichen Krachen und einem rauschenden, knallenden
Wasserfall ist das Feuerwerk, los fuegos artificiales, vorbei - das Fest
geht aber weiter! |
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29 de agosto 2009 |
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Samstag
- sábado |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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25 ° temperatura
máximo |
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Hätte
es Frauen nicht gegeben, säßen wir immer noch in
Höhlen und fräßen rohes Fleisch. Wir haben die
Zivilisation nämlich nur hervorgebracht, um
unseren Freundinnen zu imponieren. |
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Orson Welles |
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Cestos y Bollos - heute
Nachmittag ist ganz Santa Bárbara auf den Beinen.
Wir haben den Samstagvormittag ohne Arbeiter dafür genutzt,
einige Pflanzen auf der richtigen Stelle eine neue
Heimat zu geben und um drei Uhr hatten wir einen
Termin bei unserem Nachbarn.
Die beiden Cestos
mussten aufs Auto verladen und anschließend verabschiedet werden.
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Jetzt ist es bereits sechs Uhr Abends
und die ersten Böller verkrachen in der Luft. Der
Festzug hat sich also in Bewegung gesetzt - sehen
kann man allerdings noch nichts davon. Es dauert
allerdings nun nicht mehr lange und die zwölf
Jungfrauen, die den Zug anführen, sind in der Ferne
zu erkennen. |
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Die farbenprächtigen Hüte werden von
unverheirateten jungen Frauen auf dem Kopf bis zur
Kirche tragen. Zwölf, doce bollos y
doce señoritas. Jede von ihnen steht für einen
Buchstaben für Santa Bárbara. |
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Das spanische Wort bollo kann
man mit vielen verschiedenen Begriffen übersetzen.
Es kann Semmel oder Hefegebäck, Beule, Noppe oder
auch Durcheinander bedeuten, doch nichts davon
trifft auf die zarten Figuren auf den geschmückten
Hüten der Jungfrauen von Santa Bárbara zu. |
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Die sogenannten Bollos sollen
wahrscheinlich an Blumen, kleine Vögel allerlei
Kleinkram darstellen. Immer wird auf etwas Feines
und Kleines, Elegantes hingewiesen, das man der
spirituellen Mutter darbringen möchte. Bollos nennt
man genaugenommen das ganze Gesteck, bestehend aus
kleinen Figuren aus Zuckergebäck, die fast wie weiße
Porzellanteile wirken. |
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Als Dank für die durch das Jahr erfahrene Gunst der heiligen
Barbara brachten ihr die Leute verschiedene Gaben. Früher waren es besonders
schönes Gemüse oder süße Früchte. Später wurden sie in geflochtenen Körben zur
Kirche gebracht und heute werden die Körbe mit Obst und Gemüse aller Art
kunstvoll besteckt und dekoriert und der Korb in der Mitte verschwindet unter
der Menge der Gaben. Diese Kunstwerke werden Cestos de Frutas,
Früchtekörbe, genannt und werden auf starken Männerschultern einige Kilometer
bis zur Kirche von Santa Barbara getragen. |
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Los cestos de Santa Bárbara se confeccionan a base de frutas y
productos de la huerta que, portados por vecinos ataviados con el traje típico,
recorren las principales calles del barrio hasta el pórtico de la iglesia de
Santa Bárbara, donde son depositados. Los bollos son figuritas de azúcar que
simulan animales rodeadas de cintas multicolores, que representan las promesas
de las jóvenes. |
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Bei diesem Festzug gibt es zwar Zuschauer, aber diese Spezies ist
eindeutig in der Minderheit.
Die Einwohner des ganzen Ortsteils marschieren
schließlich mit und feiern ihr Fest - auch während des langen
Marsches. |
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Es wird mit den unterschiedlichsten
Instrumenten musiziert, laut und fröhlich gesungen und schwungvoll getanzt. Ob
alt oder jung, Oma oder Enkel, mit bunter, traditioneller Tracht oder ohne - all
das spielt keine Rolle, alle sind gleich! |
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Irgendwann, auf halber Strecke hat Miguel Georg seine Tragstange
in die Hand gedrückt. Er hat sich wohl ein bisschen ausruhen wollen und ist für
kurze Zeit einfach verschwunden. Da blieb Georg gar keine andere Wahl - er
musste durfte die Last auf seine Schulter nehmen und weiter
marschieren. Doch in Wahrheit ist es auch eine Ehre, wenn man eines der Symbole
tragen darf! |
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Na, haben wir nicht einen feschen Bürgermeister? Er hat es sich
nicht nehmen lassen, eine Tragstange auf seine Schultern zu hieven und
die schwere Last den fremden Korb wenigstens einige Meter lang zu
tragen.
Ob man diese Aktion schon als Wahlwerbung einordnen
sollte? |
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Im Endeffekt funktioniert der Festzug wie ein Schwamm. Die am
Straßenrand stehenden Beobachter werden aufgesogen und am Ende landen alle am
Festplatz vor der Kirche. Die Versorgungswägen werden geschoben und gezogen, die
Allgemeinheit wandert gemütlich mit dem Festzug mit -
und einige wenige haben das Privileg
getragen gefahren zu werden. |
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Noch ein paar Meter, dann ist der letzte steile Hügel vor dem
Platz der Kirche geschafft und die schon sehnsüchtig erwarteten Träger der
Fruchtkörbe treffen der Reihe nach ein, werden namentlich begrüßt und tragen
ihre Gaben an der geschmückten Santa Bárbara vorbei um sie neben der Kirche
abzustellen. |
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Morgen werden sie gemeinsam mit den
Hüten der Jungfrauen über dem Portal der Kirche aufgehängt. ¡Cestos y Bollos
- viva Santa Bárbara! Das Fest und der Tanz am Abend kann beginnen. |
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28 de agosto 2009 |
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Freitag
- viernes |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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25 ° temperatura
máximo |
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Viele
Menschen sind gut erzogen, um mit vollem Mund zu
sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit
leerem Kopf zu tun. |
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Orson Welles |
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Der Tag beginnt mit blauem Himmel und
Sonnenschein. Da geht die
Arbeit gleich viel besser von der Hand.
Möchte man meinen.
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Am frühen Nachmittag war der Boden fertig betoniert, Jorge hat
mit dem Ansatz der Mauer begonnen und dann wurde sollte die
neue, zukünftige Eingangstüre fixiert werden. Im Prinzip eigentlich keine
sonderliche Angelegenheit, aber wie heißt es so schön? Drei
viele Köche verderben den Brei!
Muchas manos en la
olla echan el guiso a perder. |
Wenn einer da klopft und der andere
dort, kann man stundenlang einen Türstock einrichten. Die Konstruktion wird
immer irgendwo einen Millimeter schief stehen. ¡Cada vez se pone mejor la
cosa! Irgendwann war dann Schluss mit lustig und Georg hat die Notbremse
gezogen. iZapatero a tus zapatos!
Schuster bleib bei deinem Leisten! Der Maurer soll
mauern denn der Tischler ist schließlich für den Türstock zuständig. Zu guter
Letzt ist doch noch alles so vorbereitet worden, dass die Mauer am Montag
aufgezogen werden kann. |
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Am Abend waren wir bei unseren
Nachbarn und haben ihnen zugesehen, wie sie die traditionellen Körbe, los
cestos, für den Umzug morgen Nachmittag fertig gesteckt haben. Dieses Jahr
besteht ihr Kunstwerk aus Äpfeln, Zwiebeln, Trauben, rotem Paprika und Früchten
des Erdbeerbaumes. Als Aufputz ein bisschen Farnkraut und als Lückenfüller kommt
noch rotes Seidenpapier zwischen die grünen Äpfel. |
Obwohl die beiden soviel Arbeit
haben, fertigen sie jedes Jahr ihren Teil für die Fiesta - das gehört für sie
einfach zur Tradition.
Leila und Tochter sind auf die Fiesta entfleucht und
wir haben mit Miguel noch ein Gläschen vom köstlichen, weißen Wein von Gomera
getrunken. |
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Die Vorbereitungen für die
Fiesta sind erledigt, Musik vom Dorfplatz geleitet uns in den Schlaf und morgen
gibt es mehr Fotos der Fiesta de Santa Bárbara. iBuenas noches! |
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27 de agosto 2009 |
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Donnerstag
- jueves |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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25 ° temperatura
máximo |
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Dass
die Frauen das letzte Wort haben, beruht
hauptsächlich darauf, dass den Männern nichts
mehr einfällt. |
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Hanne Wieder |
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Hoaxes
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Die beiden Damen spiegeln genau die
Situation wider, die wir heute erlebt haben.
Okay, der Steuerberater hat uns nicht ausgelacht,
dieses Thema haben wir zu unserer Zufriedenheit,
a plena satisfacción, erledigen können. |
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Der Schuster, el zapatero, hat
uns auch nicht enttäuscht. Die versprochenen
Schuheinlagen haben wir bekommen und die
Gürtelschnalle konnte er auch wieder zusammen
flicken.
Er arbeitet übrigens auf einer alten Nähmaschine,
la máquina de coser, die er liebevoll Emma
nennt. La obra maestra, das Prunkstück hat er
von seinem Lehrherrn als Startkapital für sein Leben
in Spanien bekommen. Es ist eine uralte
Singermaschine - doch Alterserscheinungen hat sie
keine! |
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Sind diese Schuhe Miniaturen oder sind es doch
Schuhe für uns Menschen? Beides ist der Fall! Das
anmutige, nostalgische Stück ist in der Realität
eine Miniatur und die beiden eleganten Herrenschuhe
könnte man sofort anziehen und los marschieren. Der
Schein trügt eben des Öfteren, las apariencias
engañan con mucha frecuencia . |
Der Rest unserer kleinen Reise war
allerdings sehr unbefriedigend. Die bestimmte
Schraube für den Bagger war nicht lagernd, der
Wasserfilter eine Autobahnabfahrt später ist erst in
einem Monat wieder erhältlich und den
Terrassentisch, den wir uns eingebildet haben, gibt
es nicht mehr.
Quieras o no.
Auch gut, was nicht sein soll ... |
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26 de agosto 2009 |
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Mittwoch
- miércoles |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und leicht bewölkt |
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18 ° temperatura
mínima |
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25 ° temperatura
máximo |
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Du
kannst dein Leben nicht verlängern und du kannst
es auch nicht verbreitern - aber du kannst es
vertiefen. |
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Autor unbekannt |
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Es ist zwar noch August, aber die
Weihnachtssterne auf den Kanaren bereiten sich schon
auf die Weihnachtszeit vor. Ich habe es geschafft,
aus einer alten Pflanze ein schönes Bäumchen zu
basteln und die Gruppe mit den gefüllten Blüten der
weihnachtlichen Pflanzen steht ebenfalls dicht
belaubt in der Landschaft. Die ersten
Scheinblütenblätter nehmen bereits eine kaum
wahrnehmbare, rote Färbung an.
Eines ist damit ganz
sicher - Weihnachten ist nicht mehr weit entfernt. |
Morgen
Nacht, eine halbe Stunde nach Mitternacht, soll sich
ein besonderes Naturschauspiel ereignen.
Am Himmel werden sollen zwei Monde
zu sehen sein. |
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Zur Zeit geistert eine kuriose Meldung durch die Medien. "Der
Planet Mars wird das am stärksten leuchtende Stern im Himmel sein, so groß wie
der Vollmond! Der Mars wird 55,75 Millionen Kilometer von der Erde entfern sein.
Es wird aussehen als ob die Erde zwei Monde hätte ... Das nächste Mal wird
dieses Ereignis im Jahre 2287 stattfinden." |
Um es kurz zu sagen - die Mails, die
im Internet kursieren, sind ein Blödsinn.
Genau wie viele andere Juxmeldungen. Das Original
dieses ausgemachten Blödsinns ist bereits einige Jahre alt und erzählt von einem
Ereignis im Jahr 2003. Damals war der Mars der Erde zwar sehr nahe, aber das
waren aber immer noch 55 Millionen Kilometer. Wer will, kann sich auf der
offiziellen Webseite der Nasa davon überzeugen.
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Der ORF erspart sich diese Recherche
und strahlt die Ankündigung sogar über den
Satelliten in die große, weite Welt.
Toll, wenn Journalisten immer so akribisch
ermitteln, können wir uns auf die Meldungen
jederzeit voll und ganz verlassen - oder doch nicht? |
na dann
gute Nacht ... |
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25 de agosto 2009 |
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Dienstag
- martes |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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20 ° temperatura
mínima |
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26 ° temperatura
máximo |
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Wäre
jeder Tag ein Feiertag, sich vergnügen wäre so
ermüdend wie arbeiten. |
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William Shakespeare |
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Georg fährt schon um sieben Uhr los
um Domingo abzuholen und dann geht's in den Wald.
Die Fahrt dauert ungefähr eine dreiviertel Stunde,
Holz auf die Ladefläche befördern und wieder zurück
nach Icod.
Heute ist der Tag, an dem sich alles ums Holz dreht. |
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Um drei Uhr nachmittags sind zwei Fuhren Holz abgeladen und Georg
kann sich endlich aus seiner, mit Ruß verzierten, Wäsche schälen.
Er sieht aus, wie ein verhinderter Rauchfangkehrer.
Der Waldbrand von 2007 lässt grüßen.
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24 de agosto 2009 |
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Montag
- lunes |
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Icod de los Vinos |
| bewölkt |
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20 ° temperatura
mínima |
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26 ° temperatura
máximo |
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Zeit
haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht
haben. Und damit haben sie es weitergebracht als
alle anderen. |
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Giovanni Guareschi |
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Der Alltag hat uns wieder.
Georg ist in den Bergen von Icod unterwegs. Nein,
er macht keine Wanderung, er arbeitet. :o) |
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Wenn wir in den nächsten Tagen die
Decke unserer Häuser betonieren benötigen wir Untersteher, viele Untersteher!
Und die können wir morgen an einer bestimmten Stelle im Wald holen. Das heißt,
auf die Schnelle einen LKW organisieren, die Autonummer im Rathaus bekannt geben
und die Strecke einmal abfahren, damit auch sicher ist, dass man mit einem
großen Lastwagen durch die zum Teil engen Wege kommt. |
All diese Vorbereitungen hat
Georg bis drei Uhr am Nachmittag geschafft! Dem Holztransport morgen
Vormittag steht also nichts mehr im Wege. Jetzt heißt es nur noch einen
zweiten Mann als Hilfe zu finden, Jorge ist ja leider noch im Urlaub und
Domingo kann da leider nicht viel helfen.
Aber das schafft mein Schatz auch noch! Geht nicht
- gibt's nicht!
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23 de agosto 2009 |
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Sonntag
- domingo |
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Icod de los Vinos |
| sonnig und warm |
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20 ° temperatura
mínima |
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27 ° temperatura
máximo |
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Wer
einmal Reiseleiter war, hat das Fegefeuer
bereits hinter sich. |
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Emilio Tacchini |
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Gestern Abend sind wir nach Hause gekommen und haben uns über den Aufputz
unserer Eingangstüre gewundert.
Wer wird nach einem Kurzurlaub schon schriftlich und so liebevoll mit einem
"Willkommen zu Hause" begrüßt?
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Wir haben einen ganzen Tag Zeit, unseren Kurzurlaub ausklingen zu
lassen und am Nachmittag erscheinen auch noch Kirsten und Olaf.
Sie waren die "Einbrecher", die ihre Visitenkarte auf diese fantasievolle Art
hinterlassen haben. Sie sind bereits am Donnerstag hier gewesen, doch einbrechen
hätten sie nicht können. Miguel hat sein Auto während unserer Abwesenheit in
unserer Einfahrt geparkt und als sie aus dem Wagen geklettert sind um uns zu
überraschen, war unser aufmerksamer Nachbar schon zur Stelle! ¡Muchas gracias
Miguel! |
Heute Nachmittag haben wir einige schöne Stunden mit den beiden
verbracht. Am Donnerstag sehen wir uns noch einmal und am Samstag ist für unsere
vier Nordlichter der Urlaub leider schon wieder vorbei.
Schade, es ist immer wieder schön mit ihnen zu tratschen. |
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22 de agosto 2009 |
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Samstag
- sábado |
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San Sebastian de Gomera |
| sonnig und warm |
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25 ° temperatura
mínima |
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33 ° temperatura
máximo |
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Reisen
ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin
es geht. |
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Aber am allerschönsten ist es,
wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt. |
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Lao-Tse |
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Wir haben gestern Abend schnell ein nettes Appartement gefunden und haben
heute den ganzen Tag nur gefaulenzt. Gemütlich auf der Terrasse gefrühstückt, mit
allem was dazu gehört, und anschließend haben wir unsere Strandtücher gepackt,
Badehose und Badeanzug angezogen und haben uns in den warmen, schwarzen Sand
gelegt. |
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Urlaub, wie er im Bilderbuch steht.
Zumindest für uns - oder was wir unter Urlaub verstehen. Schade, dass er heute
schon wieder zu Ende ist, aber wir haben eine wunderschöne Zeit auf unserer
kleinen Nachbarinsel verlebt. |
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Ohne eine Flasche Wein einzukaufen funktioniert für uns
kein Urlaub. Vor allem dann nicht, wenn der Weißwein so schmeckt wie auf La
Gomera. Ein Stopp bei einer Bodega ist aus diesem Grund Pflicht. Der weiße Wein
der Insel hat etwas ganz spezielles. Schwer zu beschreiben - er ist leicht zu
trinken, ist aber trotzdem schwer wie ein Portwein. Die Farbe? Relativ dunkel,
tiefgelb würde ich sagen. Auf alle Fälle haben wir einige Flaschen für unseren
zukünftigen Weinkeller mitgenommen - und haben gleichzeitig
auch noch die besten reifsten Mangos seit langer Zeit gekauft!
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V |
Gegenüber der Bodega spannt sich ein alter Steinbogen über einen
Wasserlauf. Das Wasser ist der Quell der landwirtschaftlichen Vielfalt in diesem
Tal. Im Sommer lebt die Betreiberin der Bodega in luftiger Höhe, doch im Winter
wohnt sie mit ihrer Familie auf ihrer Finca am Talboden. Aus dieser Zone kommen
auch die reifen, süßen Mangos. Dort pflanzt sie auch Lavendel, Oregano, Zwiebel,
Papayas und andere subtropische Früchte.
Im Winter kommt sie nur zum Arbeiten in diese
Höhenlage - um hier zu wohnen ist es zu kalt. Hat sie uns erzählt. |
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Die Wälder auf der Insel sind uralte Lorbeerwälder.
Eine Eiszeit hat es auf den Kanaren nicht
gegeben. Alleine das ist schon ein Grund, hier zu leben. Denn so viel und so oft
wie heute ist über den Klimawandel ja noch nie debattiert worden. Oder täusche
ich mich? Und wenn, stört es mich auch nicht, denn ich bin mir sicher, dass ich
selbst keine Eiszeit mehr erleben werde. Egal, ob die mir sympathischen
Glühbirnen jetzt abgeschafft werden - oder auch nicht. |
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Das weltweit einzigartige Areal
mit seinem Zedernwald und dem artenreichen Lorbeerbestand wurde schon 1986 von
der UNESCO zum schützenswerten
Kulturgut der Menschheit ernannt. Wenn man durch die grünen Tunnel des Waldes
fährt, kommt man sich vor wie in einem Märchenland. Die Sonne zaubert die
unterschiedlichsten Grüntöne in den Blätterwald und lässt die Umgebung fast
unwirklich erscheinen. |
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Der Teide ist zum Greifen nahe. Man hat fast das Gefühl, dass er
ein Teil dieser Insel ist und nicht auf der Nachbarinsel in den Himmel ragt. Diese perfekte Silhouette sieht man auf Teneriffa
kaum. |
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Da fährt man ganz unbedarft durch die Landschaft und plötzlich
tauchen aus dem Nichts gigantische Felsen auf! Die zuckerhutförmigen Felsriesen
am Rand des Lorbeerwaldes werden einfach los Roques, Felsen, genannt. Bei
diesen felsigen Ungetümen handelt es sich um den harten Kern von ehemaligen
Vulkanen. Sie bestehen deshalb aus besonders widerstandsfähiger Magna, die im
Schlot des Vulkanes erstart ist. Alle drei Felsen zusammen werden von der
Inselbevölkerung auch liebevoll Familia de los Roques genannt. Der größte
von ihnen ist 1.251 Meter hoch und heißt Roque Agando. |
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Von dieser Stelle aus dauert es nicht mehr lange und wir können
San Sebastian tief unter uns erkennen. Die Landschaft wird jetzt trocken und
öde, kein Baum weit und breit. |
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Die Fähre nach Teneriffa fährt um fünf Uhr ab und wir können uns
noch eine kleine Pause gönnen. Wir haben noch eineinhalb Stunden Zeit, aber wir
haben eigentlich nicht damit gerechnet, dass wir so lange fahren werden um zum
Hafen zu kommen. |
Für ein bisschen Geschichte reicht es allerdings
noch. La Villa nennen die Gomeros ihre Hauptstadt, die eigentlich eher
die Größe eines Dorfes hat.
Das kleine Städtchen hat stolze siebentausend
Einwohner, das sagt wohl alles. |
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Das Leben ist ruhig und beschaulich,
ein Städtchen zum Wohlfühlen.
Mañana, mañana - morgen ist auch noch ein Tag. Genießt den Augenblick,
der Tag ist schön. Am Dorfplatz, la Plaza de la Constitución, kann man
gemütlich im Schatten der alten Lorbeerbäume sitzen und Leute beobachten. Mitten
auf dem Platz steht ein typisch kanarischer Pavillon und sein Name erinnert an
Kolumbus - las Carabelas. |
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Am Rand des schönen Platzes steht das ehemalige Zollhäuschen, la
Casa de Aguada, aus dem 17. Jahrhundert und das Haus, in dem Kolumbus so
manche stürmische Nacht verbracht haben soll, la Casa de Colón. Im
geduckten Zollhaus wurden früher Waren gelagert, später fanden kleinere
Verbrecher in den Räumen ihr vorübergehendes Zuhause. Heute ist in einem Raum
die Tourismusinformation untergebracht und in den restlichen Räumen erfährt man
warum Kolumbus die Kanaren als Ausgangspunkt für seine Fahrten gewählt hat. |
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Auf dieser Insel entkommt man einem
Mann nicht. Fast an jeder Straßenecke stolpert man über einen Italiener, genauer
gesagt über den Seefahrer Christoph Kolumbus oder Cristóbal Colón wie er
hier genannt wird. |
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Kolumbus war staatenlos und deshalb
behaupten sowohl Spanier als auch Canarios, dass er ein waschechter Spanier
gewesen sei. Der Columbus Kult hat auf den Kanaren Hochsaison. Mallorca
behauptet sogar, Columbus wäre dort geboren worden und seine sterblichen Reste
sollen gleich in drei Orten beerdigt sein. Es gibt kaum einen Ort auf den
irgendeiner der Kanarischen Inseln in dem nicht mindestens eine Gasse, Strasse
oder ein Haus nach ihm benannt worden ist. |
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In Wirklichkeit ist er das Kind eines Leinewebers aus
Genua. Seine
Expeditionen wurden jedoch vom spanischen und nicht vom italienischen Hof
finanziert. Was er eigentlich auf den Kanarischen Inseln gemacht hat, weiß heute
niemand so genau, Auf seiner zweiten Reise 1492, auf der er Kuba entdeckte,
hat er nachweislich auf La Gomera Halt gemacht. Warum es ausgerechnet das kleine
Gomera gewesen ist, bleibt aber ein Rätsel. Die Gräfin Beatriz de Bobadilla könnte ein Grund gewesen sein.
Vielleicht war es aber auch nur die günstige Lage der Insel. Wir werden es nicht
mehr erfahren. |
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Im Brunnen, der im Innenhof des
Zollhauses steht, soll er das Wasser geschöpft haben, von dem es heißt,
dass damit Amerika getauft wurde. "Colón hizo aguada en este pozo en 1492 el
Viaje del Descubrimiento y en los de 1493 y 1498" Aus diesem Brunnen
versorgte sich Kolumbus mit Wasser für seine Entdeckungsfahrt 1492 und für seine
Reisen 1493 und 1498. Das soll auf einer Steintafel irgendwo bei dem kleinen
Brunnen stehen. Ich habe sie allerdings nirgends entdecken können - obwohl ich
wirklich danach gesucht habe.
Statt dessen lehnt eine kleine Steintafel an einem Palmstamm, auf der die
Aussage vom Taufwasser zu lesen ist. |
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Ob Cristóbal Colón in der Kirche Maria Himmelfahrt zum Gebet niederkniete,
ob er mit Beatriz de
Bobadilla tatsächlich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung hatte und ob das
Wasser aus dem Brunnen des Zollhauses in San Sebastian für die Taufe Amerikas
benutzt wurde, wird sich nie beweisen lassen. Wahrheit oder schöne Legende?
Historisch belegt ist von all dem nur, dass sich Kolumbus 1492 und während
späterer Entdeckungsreisen, 1493 und 1498, auf der Insel aufgehalten hat. |
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Am 12. August 1492 lag seine Flotte vor der
Atlantiküberquerung auf alle Fälle an der Küste Gomeras. Es wurde Proviant und Wasser
für die Reise geladen.
Im Namen der spanischen Krone brach der Genueser von San Sebastian zu
seiner Entdeckungsreise nach Indien auf. Er sollte Gold und Gewürze nach Europa
bringen und weil arabische Zwischenhändler den Landweg kontrollierten, wollte er
die Passatwinde nutzen und mit ihrer Hilfe auf dem Seeweg an die Luxusgüter
kommen. Kolumbus war zwar ein erfahrener Seefahrer, trotzdem landete er nicht in
Indien, las Indias, sondern in einer fremden, neuen Welt, die wir heute
Amerika nennen. |
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Noch heute rühmt man sich als Isla Columbiana
und berichtet, dass Amerika mit Wasser aus La Gomera geweiht wurde.
Viele Einheimische, so wird erzählt, heuerten damals als Matrosen in seiner
Flotte an und gingen auf große Fahrt.
Ob sich die beiden auch Geschichten über vergangene Zeiten erzählen? |
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La Iglesia de la Asunción, die Kirche Nuestra Senora de la
Asuncion wurde das erste Mal unter der Herrschaft von Hernán Peraza erbaut. 1681
wurde sie von marokkanischen Piraten zerstört und prächtiger als zuvor wieder
aufgebaut. Eines der Kirchentore trägt den makaberen Namen "Tor der Vergebung",
Puerta del Perdón. |
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Warum dieser Name einen unguten Beigeschmack hat, erklärt die
Geschichte - und schon wieder taucht Kolumbus, wenn auch nur indirekt, darin
auf. Aber dafür muss ich ein bisschen weiter ausholen. Es handelt sich um die
schöne Beatriz de Bobadilla. |
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Die Karriere der schönen Beatriz
begann in Spanien als Hofdame und Geliebte König Ferdinands von Aragonien. Sie
war eine der Hofdamen Isabellas I, der Königin von Kastilien, die ihre Rivalin
kurzerhand im Jahr 1481 ans Ende der Welt, nach Gomera, verbannte. Als
Strafverschärfung musste die verstoßene Hofdame auch noch den unberechenbaren
Herrscher der Insel, Hernán Peraza heiraten. |
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Der gute Mann war für den Tod vieler
Ureinwohner der Insel verantwortlich, er war aber auch Geld gierig genug, um
viele von ihnen als Sklaven zu verschachern. Durch die Heirat mit der schönen
Beatriz wurde er allerdings um keinen Deut besser. Im Gegenteil, Beatriz liebte
Intrigen und Machtspiele. Als es 1484 zu einem Aufstand der Inselbewohner kam,
musste die Herrscherfamilie in den Festungsturm, la Torre del Conde,
flüchten und auf den Gouverneur von Gran Canaria, Pedro de Veras, warten, der
sie befreite und ihnen wieder zur Macht verhalf. |
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Vier Jahre später wurde Hernán Peraza von seinen unterdrückten
Untertanen ermordet. Nach
dem Tod ihres brutalen Mannes übernahm die Witwe 1487 die Herrschaft über La
Gomera und wurde zur grausamen Inselherrin. Doch bevor es dazu kam, musste
Beatriz noch einmal mit Kind und Kegel im Festungsturm Schutz suchen.
Und wieder wurde sie von Pedro de Veras gerettet. |
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Die Herrscherin der Insel schwor Rache und inszenierte in dieser
Kirche eine makabere Zeremonie. Sie versprach allen Gomeros, die ihre Mitschuld
an der Rebellion zugeben würden, Straffreiheit zu. Als Zeichen dafür, sollten
diese Menschen die Kirche durch das linke Tor, das Tor der Vergebung, die Kirche
betreten. Dann schnappte die Falle zu, denn von Begnadigung war natürlich keine
Rede mehr. Beatriz ließ alle Männer durch den Henker ins Jenseits befördern und
über vierhundert Frauen und Kinder wurden von ihr versklavt. |
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Und dann kommt Kolumbus ins Spiel. Als der Seefahrer 1492 nach
Gomera kam, lernte er die schöne Beatriz kennen und blieb gleich lange drei
Wochen auf der Insel. Auch bei seinen nächsten beiden Reisen vergnügte er sich
mit seiner Inselschönheit, nur bei seiner letzten Fahrt im Jahr 1502, ließ er
das Eiland und seine Geliebte links liegen und segelte an der Insel vorbei.
"Seine" Beatriz hatte den Wohnsitz und den Geliebten gewechselt und lebte mit
dem neuen, mächtigen Mann der Kanaren, Alonso Fernández de Lugo, dem
Eroberer Teneriffas, als dessen Gemahlin auf der Nachbarinsel. |
Auf Gomera setzte sie für die
Regierungsgeschäfte Statthalter ein, die sie - einen nach dem anderen - ermorden
ließ. Die beiden Witwen verbündeten sich und reichten beim spanischen Königshof
eine Klage gegen Beatriz de Bobadilla ein. Und damit schloss sich der Kreis. Die
ehemalige Hofdame musste sich aufs Festland begeben und ist dort 1504 unter
ungeklärten Umständen gestorben. Angeblich soll sie einem Giftanschlag zum Opfer
gefallen sein.
Aber genaueres weiß man nicht. |
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21 de agosto 2009 |
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Freitag
- viernes |
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Valle Gran Reyes |
| sonnig und warm |
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25 ° temperatura
mínima |
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32 ° temperatura
máximo |
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Je
älter man wird, |
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desto mehr ähnelt die
Geburtstagstorte einem Fackelzug. |
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Kathrin Hepburn |
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Meine langjährige Freundin feiert heute ihren Geburtstag.
¡Feliz cumpleaños! Leider können wir nicht
mit ihr feiern, es trennen uns doch einige Kilometer von einander.
Aber in Gedanken sind wir bei ihr in Döbriach am Millstättersee
und feiern mit! |
Wir sind gestern nach einer knappen Stunde Fahrt im Hafen der
Hauptstadt von La Gomera, in San Sebastian, an Land gegangen
gefahren und haben als erstes lernen müssen, dass auch auf dieser Insel die
Parkplätze äußerst rar sind. Nach einer Ehrenrunde rund um die Innenstadt von
San Sebastian haben
wir aber eines der begehrten Plätzchen für uns erobern können. Auto absperren
und auf ins Abenteuer lautete die Devise! Nicht nur für uns, denn Gomera lebt
zum Teil - so sieht es wenigstens für mich aus - von Tagestouristen, die mit der
Fähre hier her geschippert und nach einer kleinen Stadtführung in den Bus
verfrachtet werden, einmal die Insel umrunden und am späten Nachmittag wieder
Richtung Teneriffa Platz auf der Fähre nehmen. |
Jetzt wollen wir erst einmal einen Cortado und ein Wasser trinken
und dann machen wir uns auf den Weg. Eigentlich wollen wir in Valle Gran Rey,
ins Tal des großen Königs, aber wir finden die Abzweigung der Straße nicht. Das
muss man sich einmal vorstellen, eine Ministadt mit ein paar Straßen und wir
finden die Straße, die wir suchen nicht.
Verrückt, aber was soll's, fahren wir eben in die
andere Richtung. |
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Gomera - warum heißt diese kleine Insel im Atlantik so und nicht
anders? Eine der möglichen Antworten hat Pepe Carvalhos anzubieten. Nachzuhören
ist es in im Kriminalhörspiel " Im Tal des großen Königs", das vom
Südwestdeutschen Rundfunk aufgezeichnet worden ist. |
Der Dialog lautet so: "Warum heißt
Gomera Gomera? Pepe Carvalhos, ein berühmter spanischer Detektiv kennt die
Antwort. "Das war so: vor langer, langer Zeit wurde die Insel schlicht und
einfach G genannt. Eines schönen Tages kam ein Fischer mit seinem Boot übers
Meer und war von der Schönheit der Insel so beeindruckt, dass er laut "O"
ausgerufen hat. Das G und das O waren sich sympathisch und haben zueinander
gefunden. Die beiden blickten einträchtig auf das raue Meer. "Meeeer" sagte das
O, "Aaah" sagte das G. Ein Kanarienvogel, der gerade vorbei flog bildete aus
diesem Buchstabenpuzzle ein Wort - Gomera."
So lautet zumindest die kleine Geschichte, die Edmar Podlech dem spanischen
Detektiv sehr poetisch in den Mund legte. |
La Gomera ist nach El Hiero die kleinste Insel der Kanaren. Ein
Stückchen Land im Atlantik, fast kreisrund, mit vielen Tälern und Schluchten,
fruchtbaren Terrassen, uralten Wäldern und sechs Gemeindegebieten, Agulo,
Alajeró, Hermigua, San Sebastián de la Gomera, Valle Gran Rey und Vallehermoso.
Der höchste Berg ist 1.486 Meter hoch und auf der ganzen Insel gibt es keine
Ampel! Stimmt nicht ganz, den in der Hauptstadt wurde vor einer Woche bei einer
Baustelle eine Verkehrsampel mit Batterie montiert. Ob die Inselbewohner wohl
darauf reagieren?
In Südafrika stand neben Ampel sehr oft ein Schild
mit der Aufschrift "wait for green light". Hier habe ich aber weder die Ampel
noch ein Schild gesehen. |
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Na ja, aber wir sind jetzt auf Gomera und nicht in Afrika - und
wir fahren Richtung Agulo. |
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Nach ein paar Kilometern Fahrt hat mein Schatz den Fehler gemacht
und mich gefragt, ob wir zum Parador abbiegen sollen. Ich hab ja gesagt, warum
auch nicht? Der oder das Parador hat sich zwar als Hotel geoutet, aber dadurch
sind wir auf der kleinen Rundfahrt in den Hügeln oberhalb von San Sebastian an
diesem schönen, alten Leuchtturm vorbei gefahren. Fotografieren bedeutet hier
allerdings ein kleines Abenteuer - der Wind pfeift mit beachtlicher Stärke durch
die Gegend.
Das nächste Mal werde ich eine Bleiweste mitnehmen,
damit muss ich dann wohl keine Angst vorm Abheben haben. |
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Der kleine Ort Hermigua liegt
in einem langgestreckten grünen Tal. Ein Wahrzeichen des Ortes sind die
Zwillingsfelsen Roques de San Pedro. Die aus dem Erdinneren
emporgeschossenen Vulkanschlote markieren zugleich den Ortsteil Monteforte.
Früher soll hier eine Zuckermühle in Betrieb gewesen sein. In der heutigen Zeit
hat der süße Stoff allerdings schon lange seine Bedeutung für die Kanarischen
Inseln verloren. |
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Vom Ort selbst haben wir leider nicht viel gesehen, denn wir
konnten die Häuser und Felder nur aus der Ferne betrachten. Es wird zur Zeit
eine neue Brücke gebaut und aus diesem Grund wurden wir kurzerhand auf eine
schmale Straße auf der anderen Talseite umgeleitet. |
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Agulo liegt im Norden La Gomeras und ist die
kleinste der sechs Gemeinden der Insel. Hauptsitz der ganzen Gemeinde ist das
Dorf Agulo, dass sich seine Ursprünglichkeit bis heute bewahrt hat. Der Ortskern
liegt auf ungefähr 250 Meter über dem Meeresspiegel. Mit den schroffen Bergen im
Rücken und der traumhaften Sicht aufs Meer und die Nachbarinsel Teneriffa wird
der Ort von den einheimischen auch gerne als "der grüne Balkon" bezeichnet.
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Dieser Platz, la Plaza de Leonico Bento, ist zugleich der
Rathaus- und der Kirchplatz. Im Schatten eines uralten, indischen Lorbeerbaumes
steht die Kirche des kleinen Städtchens. |
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Die weiße Kirche, la Iglesia San Marcos, in Agulo wurde
nach Plänen des Architekten Pintor y Ocete im maurischen Stil erbaut. Mit ihren
vier weißen Kuppeln erinnert sie ein bisschen an eine Moschee, deshalb wird sie
von den Bewohnern auch la Mezquita genannt. Sie wurde 1925 von den reich
gewordenen Bananenbaronen der Region finanziert. Für einen hohen Kirchturm hat
das Budget aber anscheinend nicht gereicht, deshalb ziert das Gebäude ein eher
kleiner, minarettartiger Glockenturm an der Ecke neben dem Kirchentor. |
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Auf der Terrasse einer kleinen Bar haben wir hier köstliches
Ziegenfleisch mit Kartoffeln gegessen und sind nach dem kurzen Spaziergang durch
die beiden Ortsteile nach Vallehermoso weiter gefahren. |
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Vallehermoso, übersetzt "das schöne Tal", ist ein kleiner Ort mit
vielleicht sechshundert Einwohnern. In der Mitte des Ortes liegt, wie in vielen
Orten, la Plaza de la Constitución. Hier findet man auch das Rathaus und eine kleine Markthalle, zwei
Bars und ein freien Platz, auf dem Kinder ihre Fahrradkünste zeigen. Etwas
unterhalb dieses Platzes, am Ortsanfang liegt ein ganz besonderer Spielplatz.
Ein Plätzchen für Kinder zum Spielen, aber zugleich ein Ort, an dem irgendein
Künstler seine skurrilen Objekte aufgestellt hat.
Eine Open Air Galerie für Kinder? |
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Die Johanniterkirche, la Iglesia de San Juan Bautiosta,
die am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erbaut worden ist, wird im Moment
renoviert. Der Putz ist abgeschlagen, Gerüste sind aufgebaut und die Kirchentore
sind für die Allgemeinheit unter der Woche verschlossen. Arbeiter sind zur Zeit
die Hauptdarsteller auf diesem Platz. |
Nach einer kurzen Pause machen wir uns wieder auf den Weg. Die
Straße Richtung Valle Gran Rey wird zur Zeit ausgebaut und so müssen wir ab und
zu anhalten und warten, bis der Bagger die Fahrbahn vom Geröll befreit hat. Das
hat aber auch seine Vorteile - man steht und hat Zeit, die Umgebung wahr zu
nehmen.
Mit Ruhe und nicht nur im vorbei fahren. |
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Alle Wege führen ins Tal des Großen
Königs, la Valle Gran Rey! Irgendwie ist diese Gegend fast ein Kunstwerk
der Natur. Wunderschön und Atem beraubend ist der erste Blick aus der
Vogelperspektive hoch oben über dem fruchtbaren Tal.
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Früher war das Valle Gran Rey ein Paradies für Aussteiger.
Heute sind die Hippies mehr oder weniger verschwunden. Das Tal ist bekannt für die kleinen, fast
zusammenhängenden kleinen Ortschaften, die sich hier angesiedelt haben.
Wir sind am Ziel! Jetzt müssen wir nur noch ein Zimmer finden und dann wird gar
nix mehr getan - nur gefaulenzt! |
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20
de agosto 2009 |
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Donnerstag
- jueves |
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Valle Gran Reyes |
| Sommer |
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24 ° temperatura
mínima |
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33 ° temperatura
máximo |
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Leute,
die auf Rosen gebettet sind, |
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verraten sich dadurch, dass sie
immerzu über die Dornen jammern. |
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Françoise Sagan |
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Heute stechen wir in See. El despertador, der Wecker
klingelt um halb sechs Uhr, Abfahrt mit der Fähre ist um neun Uhr vom Hafen in Los Christianos.
Vierzig Minuten später sollten wir auf der kleinen Nachbarinsel La Gomera
ankommen. Mehr kann ich im Moment noch nicht sagen, aber in zwei oder drei Tagen
gibt es einen genaueren Bericht - versprochen! Also dann, bis bald und noch eine
schöne Woche! |
Wenn wir zurück kommen können wir
gleich weiter feiern, die Fiesta von Santa Bárbara hat begonnen! En agosto,
en honor a su patrona, Santa Bárbara, se celebra la característica romería de
los cestos y bollos.
Eine ereignisreiche, restliche und nächste Woche liegt vor uns. |
wir sind reif
für die Insel ... |
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19
de agosto 2009 |
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Mittwoch -
miércoles |
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Icod de los Vinos |
| Sonne und Wolken |
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19 ° temperatura
mínima |
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26 ° temperatura
máximo |
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Wer
ohne Grund traurig ist, |
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hat Grund, traurig zu sein |
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Françoise Sagan |
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Schnell noch die Blumentöpfe gießen und dann nichts wie ab.
Wir wollen morgen für zwei Tage nach La Gomera fahren und haben heute noch
einiges zu erledigen. Domingo macht in den nächsten Tagen Urlaub mit seinem
Enkel und kann sich auch einmal von Hobel und Säge erholen. Und wir brauchen
auch ein paar Tage Erholung. |
Die haben wir uns redlich verdient - und ich freue mich darauf
eine andere Insel zu sehen.
Aber das ist morgen, heute rufen uns noch diverse Ämter
und Firmen, denn in der nächsten Woche wird wieder anständig gearbeitet.
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Wir haben wirklich alle Punkte abhaken können! ¡Vale! Wir
haben es geschafft, sogar Wasser für den Tank ist für kommenden Samstag
organisiert. Georg macht noch einen allerletzten Rundgang, überprüft die
Bewässerung, den Wasserstand im Teich und Brunnen und verschließt die Tore.
Jetzt können wir den Abend
genießen - heute leider ohne spektakulären Sonnenuntergang. |
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18
de agosto 2009 |
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Dienstag - martes |
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Icod de los Vinos |
| ein sonniger Vormittag |
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20 ° temperatura
mínima |
|
26 ° temperatura
máximo |
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Es
gibt ein Alter, in dem eine Frau schön sein
muss, um geliebt zu werden. |
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Und dann kommt das Alter, in dem
sie geliebt werden muss, um schön zu sein. |
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Françoise Sagan |
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Heute Früh ist es relativ kühl.
Das Thermometer zeigt zwar neunzehn Grad, aber mir kommt es kühler vor. Das wird
sich aber schnell ändern, denn die Sonne blinzelt schon durch. |
Das Wetter ist wie gestern, fast ein Spiegelbild. Sonne bis
Mittag, dann bewölkt und am Abend wieder schön sonnig.
Aber heute habe ich die Wolken ausgetrickst und habe mich vor der Arbeit am
Nachmittag in die Sonne gelegt. Herrlich, eine halbe Stunde warme Sonnenstrahlen
am Rücken und ein amüsantes Buch zu lesen.
Fast wie Urlaub. |
Am Abend haben wir die Bewässerung für unseren Rasen fertig
gestellt. Na ja, ich habe dabei eigentlich nicht sehr viel gemacht, gegraben und
verlegt hat Georg die Rohre. Ich habe heute lediglich die ausgestochenen
Rasenstücke Teilchen für Teilchen wieder auf die Wunde im Rasen gedrückt. Jetzt
ist der Schlauch vergraben, die Wasserdüsen sind im Boden versenkt und heben
sich nur beim Gießen. Nun muss nur noch der Rasen lückenlos zuwachsen, dann ist
alles wieder perfekt! Aber das wird nicht gar so lange dauern, denke ich einmal.
Bis Hanni und Manfred im Oktober kommen ist der
Rasen, el césped, wieder tipp topp in Ordnung! |
in Zukunft wird
Rasen mähen lustig ... |
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17
de agosto 2009 |
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Montag -
lunes |
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Icod de los Vinos |
| Sonne und Wolken |
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20 ° temperatura
mínima |
|
26 ° temperatura
máximo |
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Ich
bin wie ich bin. |
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Die einen kennen mich, die
anderen können mich. |
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Konrad Adenauer |
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Typisch Montag, Sonnenschein solange ich arbeiten muss und
plötzlich, hast du es nicht gesehen, ist der Himmel bewölkt. Eigentlich wollte
ich mich heute einmal eine halbe Stunde in die Sonne legen und ein neues Buch zu
lesen beginnen - aber das war nur ein Wunschgedanke. Stattdessen hat sich die
Sonne verzogen und an ihrer Stelle ist Gerald gekommen um die versprochenen
Minzenableger zu holen.
Das hat heute perfekt gepasst. Eine unterhaltsame Pause mit Kaffe und einem
Gläschen Cava - denn aus meiner Sonnenpause wäre sowie so nix geworden. |
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Christoph Waltz sagte einmal bei einem Interview: "Wenn man den
Weg verlässt, lernt man die Gegend kennen ..." Diese Aussage gefällt mir, denn
sie spiegelt das Leben wieder. Wenn man immer nur stur geradeaus marschiert, hat
man nie die Möglichkeit, Neues kennen zu lernen. Und nichts ist spannender, als
unbekannte Gebiete zu erkunden.
|
Gewohnheiten machen faul und
träge bequem. Dabei besitzen wir unzählige Gehirnzellen, doch leider
benutzen wir nur einen Bruchteil davon. Wie viel
Prozent es in der Realität sind - steht in diversen Statistiken - oder in den
Sternen. Es kommt immer darauf an, wer welche Aussage für sich nutzen will.
Volkshochschulen, esoterische Kursveranstalter, Gedächtnistrainer mit bildhaften
Trainingsprogrammen, Aktivisten gegen Alzheimer oder diverse andere Scharlatane.
Es kann sich ja jeder Mann - oder jede Frau - das passende Programm aussuchen
und bezahlen.
Es sollte also jeder Mensch die ideale Lösung für
jedes Problem finden können. |
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Ich hätte einen besseren Vorschlag. Wie wäre es damit, einen
kleinen Schalter umzulegen und den ganz stinknormalen Menschenverstand
anzuknipsen? Das kann Wunder bewirken! Plötzlich werden menschliche Beziehungen,
scheinbar unlösbare Probleme, falsche Verhaltensmuster - normal! Kostenlos und
ohne ein sündteures Kursangebot. Diese Entscheidung liegt allerdings bei jedem
Menschen selbst.
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Woher kommt die dumme Aussage der vielen
ungenutzten Hirnzellen unseres Denkaparates eigentlich? Vom Meister
persönlich. Albert Einstein soll "der Mensch nutzt nur zehn Prozent seiner
Gehirnkapazität," gesagt haben.
Ob das stimmt oder nicht weiß wahrscheinlich nicht
einmal das Licht. Und wenn doch - was sollte sich durch diese Erkenntnis in
unserem Leben verändern?
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Wenn zehn Prozent der geistigen Kapazität gereicht haben um
sowohl sinnvolle als auch sinnlose Erfindungen zu erschaffen, muss der Rest der
kreativen Zellen eigentlich als Reserve angesehen werden.
Genialität hat die Welt noch nie vertragen. Im Gegenteil - Menschen, die ihrer
Zeit voraus waren oder einfach anders als die Masse gedacht und gehandelt haben
- waren und bleiben abnormal. Sie entsprechen nicht der Norm und verunsichern
den Rest der Bevölkerung. Sie entsprechen eben nicht der Norm. |
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Abgesehen davon, wer sagt denn, dass mehr Hirnaktivität
"besseres" Denken garantiert? In unserer Zeit? In einer Zeit, die fast nur mehr
aus Einzelpersonen, auf neudeutsch Singles, besteht? Ich bin ich - und wer du
bist kann und darf mich nicht interessieren! Ob diese Einstellung auch von den
vielen, ungenutzten Hirnzellen gefördert wird?
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Das wäre doch ein Thema für
irgendeinen schlauen Wissenschaftler, oder doch
nicht? Vielleicht könnte man
dann ja einen neuen Impfstoff gegen schläfrige Hirnzellen
entwickeln? Für diverse Pandemien, die sich an
Tierviren aufhängen, werden in naher Zukunft
bestimmt die Tiergattungen ausgehen. Vogelgrippe,
Schweinegrippe - vielleicht fällt der
Pharmaindustrie mit ihren politischen Hintermännern
ja bald etwas Neues ein. Ich hätte einen absoluten
Geheimtipp! Katzen- oder Hundegrippe wäre ein
Erfolgsschlager! Damit könnte man gleich zwei
Fliegen mit einer Klappe schlagen - Mensch und Tier!
Dann hätten endlich die vielen Kleintiertierärzte
auch etwas von der Krise! |
Egal, ob wir zehn, zwanzig oder mehr
Prozent unseres möglichen Denkpotentials einsetzen -
es ist mehr als perfekt - besser als richtig!
Einstein hat vielleicht nur eines sagen wollen.
"Benutzt eure Hirnzellen - sie sind zum Denken da!"
Mobiltelefone waren zu seinen Zeiten ja noch nicht
aktuell und wer weiß schon, wie viel Intelligenz
durch dieses technische Wunderwerk schon in
Kindesjahren vernichtet wird?
Immerhin gibt es Hinweise, dass zumindest bei Ratten
auch elektromagnetische Felder mit einer niedrigen
Frequenz Schäden an der DNA in Gehirnzellen
verursachen können. Aber Menschen sind ja keine
Ratten ... |
soll ich den rechten
oder den linken Käse kaufen ... |
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16
de agosto 2009 |
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Sonntag -
domingo |
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Icod de los Vinos |
| ab und zu ein paar Wolken |
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20 ° temperatura
mínima |
|
27 ° temperatura
máximo |
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Ja
sagen verlangt mitunter Courage, |
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Nein sagen immer Stärke. |
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Kurt Haberstich |
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In Garachico wird heute der Schutzheilige der Fischer, San Roque,
gefeiert. Um zwei Uhr Mittag beginnt der lange, traditionelle Umzug, la
Romeria, mit Ochsengefährten, Musik und vielen vergnügten Menschen. Wir
wollen heute einen Ausflug ins Tenogebirge nach Teno Alto machen. Ein bisschen
Ruhe und schöne Landschaft genießen. Dabei ergibt sich nur ein Problem. Wir
müssten durch das kleine Städtchen Garchico nach Buenavista del Norte fahren, um
dort Richtung El Palmar weiter fahren zu können.
Wenn in Garachico gefeiert wird, gibt es auf dieser
Straße absolut kein Durchkommen. Da geht nix mehr. |
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Die Straße an der Küste ist
kilometerlang verparkt und auf beiden Fahrbahnen stauen sich die Autos. Es sind
hoffende Autofahrer, die entweder glauben, dass sie doch noch irgendwo ein
Plätzchen für ihren fahrbaren Untersatz bekommen könnten oder einfach nur durch
die Stadt fahren wollen. |
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Wir nehmen lieber einen kleinen Umweg
über die Berge in Kauf und wählen den Weg über El Tanque. Das dauert zwar
ein bisschen länger, aber heute werden wir mit einem wunderschönen Ausblick auf
das Meer und die Küste belohnt. Ein Meer, das an die Karibik erinnert,
dunkelblauer Himmel und warme Luft. Was kann es schöneres geben? |
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Nach dem Ortsende von El Palmar liegt ein eigenartig,
zerklüfteter Hügel in der Landschaft. Er ist über und über mit Agaven bewachsen.
Direkt bizarr säumen sie die Kanten des grünen Kogels mit ihren intensiv gelben,
meterhohen Blütenständen. |
Agaven gehören zu den Liliengewächsen, wie Yuccas, Spargel,
Knoblauch und auch Zwiebel.
Klingt zwar komisch, ist aber so. Der Name dieser
Pflanzen stammt aus dem Griechischen agauos und heißt soviel wie
prächtig, erhaben oder bewundernswert. Und das sind diese Pflanzen auf alle
Fälle. |
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Die Agave ist allerdings nicht nur schön, sondern wurde
und wird zum Teil auch heute noch wirtschaftlich genutzt. Aus den
Fasern der Pflanzen wird Sisal oder auch Tequila hergestellt.
Die Fasern werden oder wurden dazu aus den Blättern gewonnen - eine alte
Erkenntnis der Die Azteken und Mayas. An vielen Orten, an denen Schiffbau
betrieben worden ist, wurden deshalb auch diese robusten Pflanzen kultiviert.
Seile und Taue halten eben kein Leben lang, sie müssen immer wieder erneuert
werden und damit konnte man Geld verdienen. |
Wenn man selbst eine Agave pflanzt sollte man allerdings über
genügend Geduld verfügen um einen dieser Blütenstände bewundern zu können. Es
dauert eine kleine Ewigkeit - mindestens ein Jahrzehnt!
Ich werde meine kleinen und größeren Exemplare also
weiterhin geduldig hegen und pflegen ... |
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Am Fuße des oben beschriebenen Hügels
schmiegt sich eine kleine, idyllische Siedlung an den Bergrücken. Alte und neue
Häuser stehen in Eintracht vor den tiefen Einschnitten der Landschaft. Früher
ist hier einmal Material für den Straßenbau gewonnen worden, heute wirkt die
Gegend relativ verschlafen und ruhig. |
Fast direkt gegenüber dieser Siedlung ist die Abzweigung zum
Bauernmarkt von El Palmar und der Strasse nach Teno alto.
Klein aber fein - und leicht zu übersehen. Die
Kilometerangabe auf den Wegweisern lautet wie folgt: Teno Alto acht Kilometer -
Strassenkilometer. Laut Wanderweg sind es nur dreieinhalb Kilometer. Wir wollen
heute allerdings nicht auf Schusters Rappen ins Gebirge sondern nur ganz bequem
die Gegend erkunden. Deshalb wählen wir die längere Route und fahren mit dem
Auto. |
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Das Tenogebirge steht unter Naturschutz und deshalb haben sich
hier nicht nur endemische Pflanzen sondern auch Tierarten einen Zufluchtsort
gefunden, der ihr Überleben sichert. Der kanarische Falke und einige vom
Aussterben bedrohte Echsenarten haben hier ihr ganz persönliches Paradies. |
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Könnt ihr euch vorstellen, in einem Ort zu leben, der nur zu Fuß
erreichbar ist? Auf dem Hochplateau von Teno Alto war das noch vor einer
Generation Realität. Erst 1972 wurde hier eine Straße gebaut. Vorher mussten
Mensch und Tier Esel mit ihren Lasten irgendwie durch den
Barranco Risco klettern um nach Buenavista del Norte zu kommen. Kein leichtes
Leben, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Gegend sehr fruchtbar ist und die
Bewohner die Früchte ihrer Arbeit ja nur im Tal verkaufen konnten. |
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Heute leben im kleinen Dorf Los Bailaderos sicher nicht
mehr sehr viele Menschen. Es ist der Endpunkt der Strasse. Ein Geschäftchen,
eine Kirche mit schwarzer Madonna, ein paar kleine geduckte Häuschen, einige
feudal renovierte Anwesen und zwei Bars - das ist das Dorf hoch oben im
Tenogebirge. |
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Wir haben in der Bar Los Bailaderos frischen Ziegenkäse,
Brot und einen fruchtigen, frischen Rotwein der Region genossen. Die Wirtin hat
uns erzählt, dass sie hier, in diesem Ort geboren worden ist, genauso, wie ihr
Mann. Mittlerweile bewirtschaftet sie die Bar alleine und ihr Mann ist
Taxifahrer in Los Gigantes. Dort ist es viel wärmer.
Doch am Festland, in Galizien sei es im Winter noch viel unfreundlicher als
hier. Man sieht also wieder einmal - das Glas kann halb leer, oder halb voll
sein. |
Es kommt eben immer auf die Sichtweise an! Und wenn ich dann in
irgendeinem Forum oder einem Reisebericht lese, dass die Wirtin zwar sehr nett,
aber das halbe Kaninchen nur aus Knochen bestanden hätte, dann denke ich mir
meinen Teil. Doch das sollten andere Menschen vielleicht auch einmal machen -
denn der Brustkorb eines Kaninchens ist eben einmal keine Hühnerbrust sondern
ein von Haut überzogener Knochenhaufen. Vielleicht sollte man selbst einmal
kochen und nicht nur Dosen öffnen, auf die Portionsgrößen schauen und dann
ahnungslos kritisieren.
Aber das nur nebenbei gesagt. |
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Wir sind dieses Mal leider ein wenig zu spät an diesem Ort
gewesen. Die täglichen Nebelschwaden haben uns eingeholt und zum Schluss ist es
relativ kühl geworden. Wenn wir und das nächste Mal auf den Weg ins Gebirge des
Teno machen, werden wir früher aufbrechen, denn um die Mittagszeit muss es in
diesem Gebiet wunderschön sein! |
Das Gebiet von Teno Alto, war zur Zeit der
spanischen Eroberung Jahrzehnte lang einer der letzten Zufluchtsorte der
Guanchen, die sich nicht den Spaniern unterwerfen wollten. Es ist eine
eigenartig sanfte Gegend in luftiger Höhe und ich glaube, für uns gibt es noch
viel zu entdecken,
aber das werden wir wohl eher auf Schusters Rappen
tun müssen. |
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1. bis 15. August
2009 |
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jede
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