16 de mayo 2008
15 de mayo 2008
Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Bei uns  ...
haben die Eisheiligen nicht einmal einen Kurzurlaub gemacht!
Wunderschöner, dunkelblauer Himmel. Sommer pur. Georg ist schon seit viertel acht Uhr mit dem Bagger unterwegs, mir ist es noch ein bisschen zu kühl um draußen irgendetwas zu tun. Also ist erst einmal saubermachen an der Reihe :o)
Eigentlich wollten wir heute buddeln und anpflanzen, aber daraus wird nix. Wir bekommen Aushubmaterial auf die Finca und da muss Georg zwischendurch immer wieder das abgeladene Material einebnen.
Morgen haben wir einen Termin in La Orotava und werden das praktischer Weise gleich damit verbinden um unsere Einkäufe zu machen. Aber am Samstag sind dann endgültig die Pflanzen am Terminplan!
 
Die kärntnerischen Apfelbäumchen haben sich bereits eingelebt - sowohl der Lavanttaler Bananenapfel wie auch der Cox Orange. So wie es aussieht, fühlen sie sich äußerst wohl bei uns.
So viel ich weiß, haben die Eismänner in diesem Jahr auch auf den obligaten Zwischenstopp in Kärnten verzichtet. :o) lach ein wenig ... Aber - was ist wirklich dran - an den Eisheiligen?
Ich würde sagen eine nette Geschichte, denn wissenschaftlich gesehen sind die Eisheiligen im besten Fall Scheinheilige.
Die Hochachtung für die  frostigen Gesellen stammt noch aus einer Zeit, als die Menschen ihr Jahr nach einem anderen Kalendersystem gelebt haben.
Papst Gregor VIII. beschloss eine Reform des damals gültigen Kalenders, um den Unterschied des julianischen Kalenders zum Sonnenjahr zu korrigieren. Der 15. Mai war vor dieser Berichtigung der 22. Mai. Die kalte Sophie kann also auch noch Ende des Monats zuschlagen :o)
Die Eismänner, wie sie bei uns genannt werden, bestimmen heute noch die Arbeit der Hobbygärtner. Vor den Tagen, die den Eisheiligen vorbehalten sind, werden weder Balkonpflanzen noch irgendwelche sommerliche Kübelschönheiten ins Freie gestellt. Zumindest nicht ohne einem schlechten Gefühl, denn die böse kalte Sophie könnte der ganzen Pracht ja doch noch am 15. Mai ein Ende setzen.
Für uns sind die angeblich Kälte bringenden Heiligen allerdings zum Glück kein Thema. Auf unserer kleinen Insel im Atlantik wächst und sprießt es seit ein paar Wochen vorbildlich. Klar - die Nachttemperaturen haben sich eingependelt. Es ist zwar angenehm kühl für einen erholsamen Schlaf - aber nicht mehr zu kühl, um im Freien Samen zum Keimen zu bringen.
wir pflanzen noch immer nicht ...
Wie war das Wetter heute?
sommerlich warm mit dunkelblauem Himmel

 
17 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Unser Postfach würde sich über eine Nachricht freuen :o)
 
14 de mayo 2008
Mittwoch- miércoles
Icod de los Vinos
Zwei Dinge  ...
sollen Kinder von ihren Eltern bekommen:
Wurzeln und Flügel.
Johann Wolfgang von Goethe
Regentropfen, die an unser nicht vorhandenes Fenster klopfen, haben uns heute in der Früh geweckt. Es wird also ein gemütlicher Tag werden :o)
Genau das richtige Wetter um zur Abwechslung eine gute Suppe zu kochen :o) Sie steht schon auf dem Herd. Danach gibt es Kas-Press-Knödel. Die hat meine Omi immer gemacht. Ich habe sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen, aber irgendwann einmal habe ich das Rezept dafür gefunden. Dazu gibt es frischen Salat aus dem Garten!
Georg baggert noch fleißig einen Steinhaufen nach dem anderen auf die Seite und bereitet den Boden zum Bepflanzen vor. Heute ist es uns zu nass, aber morgen wollen wir endgültig unsere Pflanzen aussetzen.
 
Na, was sagt ihr zu meinen Tomatenstäudchen? Denen gefällt das Wetter sehr gut. In der letzten Woche sind sie außerordentlich schnell gewachsen. und die ersten Blüten habe ich auch entdeckt.
 
Das Mangobäumchen blüht seit zwei Wochen, ob sich daraus allerdings Früchte entwickeln werden? Ich glaube, dafür ist der Baum noch ein wenig zu klein. Er steckt ja quasi noch in den Kinderschuhen :o)

 
Kinderland, du Zauberland,
Haus und Hof und Hecken.
Hinter blauer Wälderwand
spielt die Welt Verstecken.
Detlev von Liliencron (1844-1909)
Wir alle brauchen Wurzeln, um fest stehen zu können, auch wenn es in unserem Leben stürmt und tobt. :o) lach ein wenig ... Die Flügel brauchen wir zum Träumen, denn was wäre ein Leben ohne Höhenflüge?
Goethe hat den Ausspruch zwar auf die Eltern dieser Welt beschränkt, trotzdem ist etwas Wahres dran. Im Endeffekt müssen aber auch Kinder wissen, welche Träume und Ziele sie mit ihren Flügeln erreichen wollen.
heute ist Bürotag ...
Wie war das Wetter heute?
Regen am Morgen, dann bewölkt und trocken

 
17 ° centígrados temperatura mínima
20 ° centígrados temperatura máximo
 
Unser Postfach würde sich über eine Nachricht freuen :o)
 
13 de mayo 2008
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
Mein Schatz hat blaue Augen ...
und ich hab' blondes Haar,
wenn wir beisammen stehen,
sind wir ein schönes Paar.
Oh Himmel sag an, was hab' ich getan,
die Lieb' ist schuld daran. ...
Das ist ein Lied, das wir als Kinder oft gesungen haben. :o) lach ein wenig ... Dass die Aussage seit fast dreißig Jahren für mich zu Wirklichkeit, sprich zur Realität, geworden ist, steht wahrscheinlich auf einer anderen Karte des Schicksaals :o)
Was war der Tag heute? Realität und ganz normal - keine sonderlichen Vorkommnisse.
nichts Besonderes ...
Wie war das Wetter heute?
sonnig und warm am Vormittag, nachmittags bewölkt

 
17 ° centígrados temperatura mínima
21 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
12 de mayo 2008
Montag - lunes - in Österreich Pfingstmontag
Icod de los Vinos
Das Alter hat die Heiterkeit dessen ...
der seine Fesseln los ist und sich nun frei bewegt.
Arthur Schopenhauer
Auf den Inseln wird zwar oft und gerne gefeiert, aber einen Pfingstmontag kennt man hier genauso wenig wie den Ostermontag oder den Stefanietag zu Weihnachten. :o) lach ein wenig ... Anscheinend benötigen die Inselbewohner keinen zweiten Tag für ihre geistige Erleuchtung.
Düngen ist an der Reihe. Heute habe ich die Pflanzen rund um den Teich, bei der Einfahrt und alle Blumentöpfe gedüngt. Morgen folgt der zweite Streich.
Georg macht noch seine letzten Arbeiten im Büro fertig, also habe ich noch ein bisschen Zeit für unseren Spaziergang in Santa Cruz de la Palma.
Am Dienstag Vormittag haben wir das Hotel in Fuencaliente, La Pama Princess, verlassen und sind über die Südspitze mit den schönen Leuchttürmen und den Salinen über Breña Baja wieder nach Santa Cruz gefahren. Breña bedeutet übrigens so viel wie "im Gestrüpp gelegener bewachsener Fels"
Früher, als der Wein noch den wichtigsten Teil der Wirtschaft darstellte, lebten hier die Landwirte, die den Wein für die Großgrundbesitzer, die in Santa Cruz wohnten, anbauten. Als großzügigen Lohn erhielten sie dafür einen Teil der Ernte. Das war's dann auch schon. Die einen verdienten damit ihren relativ guten Wohlstand, die anderen blieben arm wie die Kirchenmäuse.
Einen Parkplatz haben wir direkt am Meer gefunden und haben uns durch eine kleine Seitengasse auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Unser Ziel war ein nettes Lokal auf der Placeta Borrero - La Placeta.
Unser erster Verdacht - dieses Lokal muss ein Deutscher oder Österreicher führen. Der Kaffee perfekt und der Zwetschgenkuchen auch. Da muss ein Österreicher sein Händchen drinnen haben :o) Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.
Durch den Tipp einer Kellnerin sind wir auch noch zu einer Übernachtungsmöglichkeit erster Klasse gekommen. Im Tourismusamt hat das nette Fräulein nur ein neu errichtetes Hotel aus der Tasche ziehen können. Aber was soll's, wahrscheinlich bekommt sie von dort eine Provision bezahlt
Wir sind jedenfalls in einem Haus, keine dreihundert Meter weiter, gelandet und haben ein nettes, wenn auch einfaches Appartement bekommen, los Apartamentos La Fuente. Es war alles vorhanden, ein komfortables Bett, eine Küchenzeile mit kaltem Kühlschrank und ein kleines Bad, mit Aussicht auf die Pachtstrasse von Santa Cruz.
Uns hat eigentlich nur mehr das Abendessen gefehlt. In eines der Lokale wollten wir nicht mehr gehen, wir wollten nur mehr eine Kleinigkeit essen. Aber woher die Zutaten bekommen?
Auf Teneriffa gibt es in jedem Ort viele kleine Geschäftchen - in Santa Cruz de la Palma findet man diese nicht! Nach einer kleinen Irrfahrt durch die schmalen Strassen der Stadt sind wir vor den Toren eines Sparmarktes gelandet.
Auf La Palma kann man wirklich behaupten, dass man außer Spargeschäften keine auch anderen findet. Mit den Deutschen sind anscheinend in den 80er Jahren auch diese Geschäfte entstanden. Ein Spar ist immer in deiner Nähe :o)
Wir haben uns für ein gemütliches Abendessen eingedeckt und haben das beim Fenster unseres Zimmers - auf typisch kanarischen Fenstersitzen schmecken lassen. :o) lach ein wenig ... Herrlich!
Nach einer Nacht, in der wir wie die Engel auf Wolke sieben geschlafen haben, sind wir noch einmal auf Entdeckungstour gegangen.
Auf den ersten Blick wirkt Santa Cruz wie eine ganz normale Stadt. Na ja, eher wie ein kleines Städtchen, das am Meer liegt. Nichts besonderes.
Auf den zweiten Blick entpuppt es sich allerdings als romantische Schönheit mit unzähligen alten, stilvollen Häusern, idyllischen Innenhöfen und wunderschönen Balkonen.
Die Holzbalkone stammen ursprünglich aus der spanischen Kolonialzeit. Einwanderer aus Andalusien haben dieses Bauelement mitgebracht, verändert wurden die Vorbauten dann von den Portugiesen.
Eigentlich sind die Balkone nachträgliche Anbauten an die Hausfassaden, die doppelstöckigen Balkone findet man allerdings nur auf La Palma.
Mit ihren verschiedenen Balustraden, Sprossenfenstern und kunstvollen Verglasungen sind sie heute der Aufputz vieler Häuser.
Santa Cruz de la Palma wurde am 29. September 1493 - ein ganzes Jahr vor der Gründung von Santa Cruz de Tenerife - von Alonso Fernández de Lugo gegründet.
Das Städtchen hat also eine lange Geschichte hinter sich und trotzdem - oder gerade deshalb - hat man oft das Gefühl, dass die Zeit in den kleinen Gassen stehen geblieben ist.
Wir haben die Zeit in dieser einzigartigen Atmosphäre genossen. Hier kann man die Seele baumeln lassen.
 
Santa Cruz war übrigens die erste Stadt der Kanaren die von elektrischem Licht erhellt wurde. Das war im Jahr 1893 - heute hat die Insel La Palma, als einzige Kanarische Insel, eine eigene Verordnung für Lichtstärken. Die Sternforschung im Observatorium in luftiger Höhe soll schließlich durch keine Nebenwirkungen beeinträchtigt werden.
 
"Wegen Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" können die Forscher des Himmels für sich wahrscheinlich nicht in Anspruch nehmen.
Es gibt noch viel über diese kleine Insel zu erzählen - für mein Tagebuch ist das allerdings zu viel. Eines ist auch sicher, irgendwann in den nächsten Wochen fliegen wir noch einmal auf die Insel und erkunden den für uns bis jetzt noch unbekannten Teil.
Die Insel mag zwar ruhig sein und die Dinge, die ein wenig anders aussehen als Bäume oder Vulkane werden auch nicht vermarktet oder angepriesen. Im Gegenteil - keiner findet sie für erwähnenswert.
Doch sie sind da - man muss sie nur finden. La Palma gehört jedoch offiziell den Wandervögeln. Ist mir auch recht. :o) lach ein wenig ... Uns ist es zuwenig, aber wir sind schon ein wenig schlauer geworden und werden uns von der Natur pur als Nichtwandervögel nicht mehr abschrecken lassen.
leider kein Feiertag ...
Wie war das Wetter heute?
sonnig und warm mit einem kühlen Wind vom Berg

 
17 ° centígrados temperatura mínima
21 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
11 de mayo 2008
Pfingstsonntag - Pentecostés - in Österreich ist heute auch Muttertag :o)
Icod de los Vinos
Von Vater hab ich die Statur ...
des Lebens ernstes Führen,
von Mütterchen die Frohnatur und Lust zu fabulieren.
schrieb schon Goethe
Gar so daneben liegt er für mich mit seiner Aussage nicht! Einen schönen Muttertag wünsche ich meiner Mutti!
Wir feiern heute was? :o) lach ein wenig ... Pfingsten, Muttertag oder Geburtstag? ¿Pentecostés, el Día de Madre o cumpleaños? Keines von allen - wir haben uns auf Ostern geeinigt :o)
Ich brauche keine Torte, und keinen Rummel - ich möchte nur einen schönen Tag verbringen. :o) lach ein wenig ... Mein schönstes Geschenk ist so wieso immer bei mir.

Wann ist man alt?
Ein Spiegel hängt in deinem Zimmer,
du stehst davor, das Haupt geneigt
und seufzest, weil ein grauer Schimmer
sich an deinen Schläfen zeigt.
Beim Lesen streikt dir die Pupille,
und neue Zähnchen brauchst du bald.
Du seufzt und murmelst in der Stille:
"Ach ja, ich werd nun langsam alt."
Du seufzest und solltest lieber schmunzeln,
kriegt auch dein Haar ein Silberstich
und deine Stirn ein paar Runzeln,
das ist doch alles äußerlich.
Manch einer ist vielleicht erst zwanzig
und außen herrlich von Gestalt,
doch innen schwunglos, trocken, ranzig
und miesepetrig, - das ist alt!
Natürlich kannst du nicht mehr wachsen
aber immerhin -
so lang du für Humor und Faxen
und Zärtlichkeiten hast 'nen Sinn.
Ich wünsch euch noch schöne Pfingstfeiertage - und danke für die vielen, lieben Glückwünsche!!
wir sind nicht da ...
Wie war das Wetter heute?
ziemlich bewölkt aber sommerlich warm

 
19 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
10 de mayo 2008
Samstag - sábad0
Icod de los Vinos
Man führt heutzutage  ...
nicht mehr genug Selbstgespräche
Man hat wohl Angst, sich selbst die Meinung zu sagen.
Jean Giraudoux
Deshalb schreibe ich mein Tagebuch. :o) lach ein wenig ... Das ist ja fast so etwas wie ein Selbstgespräch. Ich weiß ja nie, wer sich am Gespräch beteiligt.
Am Vormittag waren wir einkaufen und haben noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Jetzt sitzt Georg auf dem Bagger und bereitet den nächsten Pflanzplatz vor und ich bin dabei einen Reindling zu backen. :o)
Morgen ist ja Pfingsten, Muttertag und ich feiere meinen Geburtstag.
Wen man auf etwas wartet was nie zutrifft sagt man auch "Na, da kannst du warten bis Ostern und Pfingsten auf einen Tag fällt!"
Nachdem dieses Ereignis ja nie eintreffen kann, werden wir es morgen mit einer Osterjause zu Pfingsten versuchen. Schaden kann es auf keinen Fall und schmecken wird es uns ganz sicher vorzüglich! :o) lach ein wenig ... Bei diversen Torten bin ich sowieso nicht zu Hause, ein guter Käse oder Schinken schmecken bei weitem besser!
Unseren gemeinsamer Spazierganz durch Santa Cruz de la Palma müssen wir leider verschieben. ¡Lo siento! Tut mir leid, ich komme heute nicht mehr dazu. Aber am Montag habe ich Zeit dafür. Nicht böse sein :o)
Ich hole jetzt den Reindling aus dem Backrohr und dann werden wir endlich AbendMittagessen. Mein Magen knurrt!
Georg baggert ... wieder einmal
Wie war das Wetter heute?
ziemlich bewölkt aber sommerlich warm

 
19 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
9 de mayo 2008
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
Alltag ist nur durch Wunder erträglich.
Wo bleiben die Wunder?
das Zitat ist von Max Frisch, einem Dramatiker aus der Schweiz
Unweigerlich ist er wieder da - der Alltagstrott. :o) lach ein wenig ... Auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite ziemlich eintönig. Vor allem, wenn man glaubt, auf der Stelle zu treten. Man hat das Gefühl, zwischen zwei Mühlsteine zu geraten.
Diese Erkenntnis hat nur mit einem kleinen Teil mit dem Leben auf der Insel zu tun. Wir haben ja auch noch ein Schattenleben in Österreich und da spreizt es sich.
Ein Nachbar glaubt, er kann machen was er will. Und das schon seit Jahren. Aber darüber will ich jetzt gar nicht nachdenken, wir ärgern uns so wieso schon viel zu viel mit diesem Menschen herum. Keine Ahnung, wie man sich gegen so ein Verhalten wehren kann.
Heutzutage ist es anscheinend so, dass derjenige, der frech genug ist, am längeren Ast sitzt. Ob Recht oder Unrecht - das ist reine Anschauungssache. Oder habe ich mich da irgendwo vertan?
Was mich ärgert ist, dass es dadurch möglich wird, das ein Mensch in gewisser Weise fähig ist, mein oder unser Leben zu beeinflussen.
Das Dasein könnte so schön sein, wenn es diese Einflüsse nicht geben würde. :o) lach ein wenig ... Aber auch diese Störfaktoren werden wir noch aus unserem Leben entfernen.
Jetzt aber weg damit! Erstens haben wir schöne Tage auf La Palma erlebt und zweitens habe ich bald Geburtstag. Da will ich mir die Zeit einfach nicht vermiesen sondern genießen.
Ausflug nach La Palma von 5. bis 7. Mai 2008
Am Montag sind wir nach La Palma aufgebrochen. Wir haben uns diesmal fürs Fliegen entschieden. Die Fähre war uns ganz einfach zu mühsam. Erstens braucht man fast zwei Stunden für die Überfahrt, zweitens kann man nicht einmal an Deck gehen und drittens fährt das Schiff erst um acht Uhr am Abend weg, kommt um zehn Uhr auf La Palma an - und dann?
Von Los Rodeos aus startet jede Stunde eine Maschine der Binter Air  und eine halbe Stunde später steht man bereits am Flughafen auf der Nachbarinsel. Das hat seinen Reiz, oder?
 
Könnt ihr noch eure Seele baumeln lassen? Nein? :o) lach ein wenig ... Auf La Palma würdet ihr es gezwungenermaßen lernen müssen. Es ist ruhig auf diesem Eiland, sehr ruhig! Vor Jahren gab es dort nur Kartoffeln und Ruhe. Dann kamen die Deutschen und der Spar und damit begann das Erwachen des kleinen Eilandes.
Zwanzig Minuten nach der Landung haben wir unser Mietauto gestartet und sind Richtung Santa Cruz de la Palma, der Inselhauptstadt aufgebrochen.
 
Kurz nach dem Flughafen steht ein Kraftwerk direkt am Meer. Warum diese Bauten immer an die Küste gebaut werden ist mir schleierhaft. Es gibt schönere Anblicke als rauchende, schwarze Schlote. Aber der Mensch ist eben an Steckdosen gewöhnt. Ohne Strom geht nix mehr. Mir fällt kein Gerät auf die Schnelle ein, dass ohne die Kraft aus der Dose funktionieren würde :o) Sogar meine Batterien für den Fotoapparat lade ich damit auf - sonst könntet ihr keine Fotos anschauen. :o) lach ein wenig ... Wäre schade, oder?
Fünf Minuten später haben wir den Hafen von Santa Cruz erblickt.
 
Dieser Hafen wirkt heute ganz normal, wie ein Hafen eben so ist. In früheren Zeiten war es jedoch ein sehr bedeutender Umschlagplatz. Nach Antwerpen und Sevilla war der Hafen von La Palma der wichtigste Hafen Europas. Von hier ist auch Christoph Kolumbus zu seinen Fahrten nach Amerika aufgebrochen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Prachtstraße der Stadt haben wir uns gemütlich gestärkt und sind Richtung Norden weiter gefahren. Über kurvige Straßen durch grüne Schluchten über San Andrés y Sauces und Barlovento.
   
Aus welchem Grund auch immer, irgendwie sind wir bei bei diesem Ort auf eine Nebenstraße geraten. Eine kleine, noch kurvigere Strasse, kein Auto weit und breit - nur grün, grün und noch einmal grün.
Durch grob behauene Tunnel, die wirklich noch stockdunkel sind. So dunkel, dass man oft gar nicht mitbekommt, ob man die Scheinwerfer eingeschalten hat oder nicht.
 
Eine kleine Pause wäre nach der langen Fahrt recht angenehm gewesen, aber das einzige was weit und breit nicht zu finden war - war eine Bar. :o) lach ein wenig ... Auf Teneriffa stolpert man an jeder Ecke in eine dieser sozialen Einrichtungen - auf La Palma aber nicht. Da ticken die Uhren noch ein bisschen gemächlicher.
Dafür gibt es grüne Bäume, Sträucher, unendlich viele Bananen, ab und zu ein paar Häuser oder eine Kirche. Das war's dann. Natur pur, mit dem Vorteil, dass man auf einer schön ausgebauten Strasse durch die Landschaft fahren kann.
 
Weiter geht's! Nur keine Müdigkeit vorschützen und zum Trinken wird es wohl auch bald etwas geben. Gegen Abend wird allerdings noch eine Frage aktuell. Wo werden wir schlafen? Bis jetzt haben wir nicht ein Hotel oder eine kleine Pension entdecken können.
 
In Puntagorda machen wir einen Zwischenstopp. Nebelschwaden ziehen uns um die Nase. Es ist zwar angenehm warm, aber es wird feucht. Und wir sind durstig! In einer kleinen Gasse taucht eine winzige Bar auf - wir sind gerettet. :o)
Der Kaffee schmeckt köstlich, Georg bekommt eine hausgemachte Mehlspeise aus Mandeln, Schlag gemischt mit einer Art Biskuit Tiramisu auf kanarisch und der Weiswein ist kühl, trocken und kräftig. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg Richtung Süden.
Viele Kurven weiter und eine Stunde später haben wir den südlichen Spitz der Insel erreicht. :o) lach ein wenig ... Leider sehen wir nicht wirklich etwas, der Nebel vermasselt uns die Sicht. In der Nähe von Fuencaliente lichtet sich die weiße Suppe ein bisschen und wir können erkennen, dass unter uns die Sonne scheint.
 
Aus der Vogelperspektive können wir einige Schwimmbecken und viele Dächer erkennen.  :o) lach ein wenig ... Da muss es ja schon verhext zugehen, wenn wir da kein Hotel finden sollten. Nach einem endlosen kurvigen Serpentinenlauf landen wir vor einem riesigen Hotelkomplex. Die ganze Dachlandschaft, die wir als kleine Ansiedlung vermutet haben, entpuppt sich als eine Touristenhochburg.
Aber was soll's! Heute haben wir keine andere Wahl. Der Preis ist in Ordnung, das Zimmer gemütlich und sauber, aber das Abendessen unter jeder Kritik. Oder sind wir nur keine internationalen Gaumenfreuden gewohnt?
Ein typischer Speisesaal mit allerlei Köstlichkeiten am Buffet und Besteckgeklapper in der Luft. :o) lach ein wenig ... Ich liebe diese Geräuschkulisse! Es hat etwas mit Wartesaalromatik am Bahnhof zu tun. Zum Glück gab es noch einen Balkon, auf den man flüchten konnte. Also - was will man noch mehr?
Die Zunge hat sich bei diesem Essen niemand verbrennen können. Vom Kartoffel bis zum Fleisch war alles lauwarm. Kein Fisch weit und breit zu sehen, dabei ist das Meer rundherum voll davon. Und die fleischlichen Genüsse halten sich in Grenzen. Hoffentlich wird das Frühstück besser - haben wir uns gedacht. Vier Sterne am Hotelportal müssen ja schließlich irgendetwas bedeuten?!
Leider war auch das ein Fehlgedanke. Wisst ihr was ein amerikanisches Frühstück ist? Ich habe mir bis jetzt noch keine Gedanken darüber gemacht, aber nun weiß ich es! Das Angebot am Frühstückbuffet nichts sagend und als Draufgabe ein Kaffee, bei dem sie wahrscheinlich einen Kaffeebeutel durch das heiße Wasser gezogen haben. :o) lach ein wenig ... Ich weiß schon, warum ich lieber Schwarzen Tee trinke - Georg gibt die Hoffnung aber nie auf.
Wir haben es überlebt - aber von Hotels bin ich für die nächste Zeit geheilt.
 
Unser Weg hat uns durch Bananenfelder an das Kap der Insel geführt. Wenn ihr mich fragt, die Palmeros haben die Schallschutzwände erfunden :o) Zumindest fühlt man sich so. Rechts und links Bananenplantagen versteckt hinter weißen Planen. Alle paar Meter erhascht man einen Blick aufs blaue Meer - irgendwo weit, weit weg.
Dann sind die Planen plötzlich verschwunden und die Plantagen sind uns zu Füssen gelegen. Irgendwie ein fast unwirklicher Anblick, oder? Neben der Straße ein riesengroßes Wasserbecken und die Bananen sind bis zur Meeresküste gepflanzt.
 
Auf der anderen Straßenseite stehen die Bananen wiederum direkt im schwarzen Lavagestein. Man fragt sich, wie die Pflanzen hier wachsen können. Die Lavazungen und Steine vermitteln einen kargen, unwirtlichen Eindruck. Darüber vergisst man ganz, wie nährstoffreich der Lavasand eigentlich ist.
 
 
Steine und bunte Gewächse wie diese Aeonium mobile säumen unseren Weg, dann liegen die Salinen von La Palma unter uns.
 
Die Salinen von Fuencaliente liegen direkt an der Südspitze der Insel und wurden 1967 errichtet. Als sie profitabel wurden, brach der Vulkan Teneguia aus und der feine Steinchenregen, Lapilli, begrub die Anlage unter sich. Lapilli kommt aus dem italienischen und bedeutet Steinchen. Bei Vulkanausbrüchen wird Erbsen- bis Nussgroßes, eckiges oder abgerundetes Auswurfmaterial so bezeichnet.
Die Salinen wurden aber wieder aufgebaut und erweitert und heute ist es der einzige Betrieb der Provinz Santa Cruz de Tenerife, der Salz aus dem Meer gewinnt.
 
Im Jahr werden ungefähr 500 000 Kilo Meeressalz gewonnen. Ob es die Salinen allerdings auch in Zukunft noch geben wird ist nicht sicher. Dadurch, dass sehr viel billiges Tafelsalz importiert wird, ist dieser Betrieb sehr gefährdet.
Dabei ist diese Saline ein Musterbeispiel für ein Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Natur, zwischen Mensch und Tier. Gebaut wurden die Becken aus Tonerde und Vulkansteinen. Durch die Verdunstung von Meerwasser durch die Sonne wird das Salz gewonnen. Die Salzfelder, die so entstehen, bilden einen idealen Lebensraum für verschiedene Vogelarten, die mit ihren Schnäbeln den Grund nach Nahrung durchsuchen.
 
Am Straßenrand sieht man, wie auf Teneriffa, sehr oft geschmückte Kreuze. Nachdem auf den Inseln am zweiten und dritten Mai der Tag des Kreuzes, Dia de la Cruz, gefeiert wurde, sieht man zur Zeit fast in jedem Ort und an vielen Ecken und Hauseingängen schön geschmückte Kreuze.
 
Bei Mazo liegt diese lebevoll restaurierte Mühle, el Molino de Ramón y Vina. In ein kleinen Werkstatt werden hier Keramiken nach Art der Ureinwohner hergestellt und auch verkauft.
So, das ist der erste Teil meiner Erzählung. Fortsetzung folgt wahrscheinlich morgen :o)
 
Damit ich es nicht vergesse - das Mittagessen war leider nicht unser kulinarischer Höhepunkt des Tages. :o) lach ein wenig ... Die arme Henne ist ihren HungerTod völlig umsonst gestorben. Und dann hat sie auch noch das Pech gehabt, unter glühende Lava zugeraten. Zumindest hat sie so ausgesehen. Dürr, trocken und verbrannt. Schade um ein Hühnerleben!
Wir hätten nicht den Fehler machen dürfen, in der Nähe von Fuencaliente etwas zu essen. Der Ort ist in der Vergangenheit immer wieder von Vulkanausbrüchen betroffen gewesen und ist dadurch zur ärmsten Gemeinde der Insel geworden.
Erst durch die heutigen Bewässerungsmöglichkeiten können nun Bananen und Wein angebaut werden. Der Tourismus hat sich bis jetzt allerdings noch sehr spärlich bis hierher durch gearbeitet.
Bis morgen also, dann erzähle ich euch etwas über Santa Cruz de la Palma ...
das Leben geht ganz normal weiter ...
Wie war das Wetter heute?
sonnig mit einem kühlen Wind, gestern Nacht hat es kurz geregnet.

 
19 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
8 de mayo 2008
Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Der Alltag  ...
der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten.
Anna Magnani
Wir sind wieder daheim. :o) lach ein wenig ... Heute ist so ein Übergangstag - ein Kontrollgang durch unsere Pflanzenwelt war das Erste, was wir gemacht haben.
Alles ist in Ordnung. Der Alltag wird sich ab morgen einpendeln, dann gibt es auch einen Reisebericht von unserem Ausflug auf die kleine Nachbarinsel :o) Die Fotos und Gedanken müssen erst einmal geordnet werden.
wir sind wieder da ...
Wie war das Wetter heute?
wir haben Sommer

 
19 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
7 de mayo 2008
6 de mayo 2008
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
La isla bonita ...
gesungen hat das Lied Madonna vor x Jahren
aber wo liegt die schöne Insel?
Bis jetzt haben wir die Insel immer nur von Teneriffa aus gesehen.
Einmal klar und deutlich, die meiste Zeit allerdings nur ziemlich schemenhaft. :o) lach ein wenig ... Beim Sonnenuntergang im Sommer ist uns die kleine Insel auch noch im Weg. Sie verhindert, dass wir die Sonne im Meer untergehen sehen.
wir sind auf la Palma ...
Wie war das Wetter heute?
laut Wettervorhersage schön

 
19 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
5 de mayo 2008
Montag - lunes
Icod de los Vinos
Das Leben ist eine Reise ...
mimm nicht zu viel Gepäck mit.
Billy Idol
Wenn ihr diese Zeilen lest, sind wir nicht mehr da. :o) lach ein wenig ... Wir sind auf dem Weg nach La Palma, unserer kleinen Nachbarinsel.
Wenn einer eine Reise tut, hat er viel zu erzählen ...
Ich bin mir sicher, dass ich das auch tun werde - bis in ein paar Tagen, dann ich wieder zur Stelle!
wir wechseln den Aufenthaltsort ...
Wie war das Wetter heute?
laut Wettervorhersage schön

 
19 ° centígrados temperatura mínima
22 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
4 de mayo 2008
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
Dia de Madre ...
oder Dia Maria, denn heute wird ihr Namenstag gefeiert
Ihr habt schon richtig gelesen, ich habe mich nicht im Kalender geirrt! :o) lach ein wenig ... Ich kann also zweimal Muttertag feiern :o)  gefeiert.
In Spanien wird der Ehrentag der Mütter am Namenstag von Maria gefeiert - und der ist immer am ersten Sonntag im Mai. Das war nicht immer so. Ursprünglich wurde der Muttertag in Spanien am 8. Dezember, also zu Maria Empfängnis.
 
Heute um die Mittagszeit hat die Sonne plötzlich ein ganz eigenartiges Bild gezeigt. Auf dem Foto kann man es leider nicht gar so gut erkennen. Rund um die Sonne war ein grauer Kreis, der von einem Regenbogen begrenzt war.
Ich habe so etwas noch nie gesehen und nach einer Viertelstunde war der Regenbogen wieder verschwunden und die Sonne hat vom blauen Himmel gelacht.
Ansonsten war es ein normaler Tag. Außer gießen nix gewesen :o)
heute wird um die Wette gegossen ... warum erfahrt ihr morgen
Wie war das Wetter heute?
sommerlich warm

 
19 ° centígrados temperatura mínima
23 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
3 de mayo 2008
Samstag - sábado
Icod de los Vinos
Dia de la Cruz ...
In allen Gemeinden, die das Kreuz, la cruz, im Namen tragen, ist heute Feiertag
In Santa Cruz de Tenerife wird natürlich besonders ausgiebig gefeiert, denn die Stadt wurde am 3. Mai 1494 gegründet. :o) lach ein wenig ... Kein Wunder, dass sich die Steuerbehörde in der Avenida Tres de Mayo befindet. Da gehört die Schatzkammer der Insel logischer Weise hin, oder?
In Icod de los Vinos gibt es leider keinen Ortsteil, der das Kreuz im Namen trägt, oder doch? Ich kann es im Moment nicht sagen, denn alle neunundzwanzig Ortsteile fallen mir auf die Schnelle nicht ein. :o) lach ein wenig ... Aber für uns ist das kein Problem - wir fahren in diesem Jahr nach Puerto de la Cruz.
Die Bürokratie der Insel unterstützt uns momentan in unserem Freizeitprogramm. Nachdem die offiziellen Bestätigungen noch immer auf sich warten lassen, greifen wir zur Selbsthilfe und erkunden die menschlichen und kulturellen Seiten der Inseln.
Irgendwie muss der Mensch ja überleben. :o) lach ein wenig ... Kräfte sammeln lautet die Devise!
 
Heute wird also auf Teneriffa, wie überall auf den Kanarischen Inseln, der Tag des Kreuzes, el Dia de la Cruz, gefeiert. Alle Kreuze an den Häusern und anderen wichtigen Punkten werden mit Blumen geschmückt.
 
Den explosiven Teil der Veranstaltung liefern zwei Feuerwerksfirmen aus Los Realejos. Heute Abend findet dieses Feuerwerk statt. Zwei Familien treten für drei Stunden in einen Wettbewerb am Himmel gegen einander an - und das Jahr für Jahr.
Wir werden uns das Spektakel heuer das erst Mal zu Gemüte führen.
Los gefahren sind wir um sieben Uhr. Wir haben ja keine Ahnung, wie die Veranstaltung ablaufen wird - und eines ist immer und überall Mangelware - ein Parkplatz.
Wir haben unser Auto perfekt in einer Nebenstrasse geparkt und sind dann wie die Bergziegen nach oben gewandert. Unser Ziel war der Platz vor dem Rathaus. Da soll noch irgendjemand behaupten, dass Icod ein Bergdorf sei. In Los Realejos sind die Gassen und Straßen um einiges steiler.
Dann hat der griffige Teil des Abends begonnen. Bitte warten, bitte warten ...
Aber das ist hier eigentlich überall üblich. Die Canarios sind Meister im Anstehen und warten. Deshalb regt sich auch niemand außer ein paar Touristen darüber auf, wenn zwei Ortsansässige am Rande einer Kreuzung einen kleinen Tratsch halten. :o) lach ein wenig ... Ein Hupkonzert wird dadurch nur in den seltensten Fällen ausgelöst.
Aber wieder zurück zu unserem gestrigen Abend. Angekündigt ist das Feuerwerk für neun, halb zehn Uhr in der Nacht gewesen. Aber wir hätten es ja schon besser wissen müssen. Ohne Pfarrer und irgendeinem Heiligen, der mit viel Leid und vielen Blumen durch die Gassen geschleppt wird - geht hier gar nix!
 
Und genau so hat es sich dann auch abgespielt. Erst die Trommler, dann der Pfarrer und hintendran ein wunderschön geschmücktes Kreuz. Aufgeputzt mit Silberkandelabern und Unmengen von Blumen, getragen von vierundzwanzig jungen Männern.
 
Knapp vor elf Uhr hat dann allerdings ein gigantisches Feuerwerk begonnen. Das Warten war zwar mühsam aber es hat sich ausgezahlt. Wie viel Kilo Sprengstoff da in die Luft gejagt worden sind, weiß ich nicht. Am Ende war der Himmel bis Puerto de la Cruz ein einziger Nebel am vorher blauen Himmel.
Ach ja, unseren Wasservorrat haben wir heute auch wieder aufgefüllt - der Tank ist voll. Es kann also warm bleiben.
Samstag und ein Wetter, das diesem Tag alle Ehre macht ...
Wie war das Wetter heute?
blauer Himmel, Sonnenschein und klare Sicht - ein perfekter Tag

 
18 ° centígrados temperatura mínima
23 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
2 de mayo 2008
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
Ist es schlau ...
die Dummen bestimmen zu lassen?
Sicher nicht, aber wenn es passiert dann müssen andere die Dummheit auslöffeln. :o) lach ein wenig ... So wie wir heute! Wir müssen nach Taco fahren - das ist ein Ort vor Santa Cruz - um ein Paket abzuholen. Das sind ja nur sechzig Kilometer - ein winziger Katzensprung.
Ich würde mich lieber in die Sonne legen, denn im Normalfall werden Pakete auch auf unserer kleinen Insel im Atlantik direkt ins Haus geliefert. Wir leben schließlich nicht im tiefsten Afrika sondern lediglich am südlichsten Punkt Europas. Aber das ist in diesem Fall eine völlig andere Geschichte.
Auslöser ist die Dummheit Ahnungslosigkeit eines deutschen Postangestellten. Der gute Mann hat die Kanarischen Inseln nicht als europäisches Territorium anerkannt. Die Pisastudie hat anscheinend doch ihre Berechtigung - allerdings sollte sie nicht bei Schülern erhoben werden. Sinnvoller wäre es, Erwachsene auf ihren Geisteszustand Bildungsgrad hin zu überprüfen. Dummheit ist kein Vorrecht der Jugend - im Gegenteil, im Alter kommt oft noch die Überheblichkeit dazu. Und dann ist sowieso alles verloren.
Geographie gehört meiner Meinung nach zur Grundausbildung eines durchschnittlichen Europäers. Von Amerikanern würde ich es nicht erwarten, aber diese Erkenntnis ergibt sich auf einer anderen Ebene. Warum sollte der normal sterbliche Bürger des amerikanischen Kontinents besser gebildet sein als Georg W. Bush der erste Mann des Staates?
Obwohl - als Österreicherin sollte ich meinen Mund vielleicht auch nicht gar so weit aufmachen. :o) lach ein wenig ... Wir haben immerhin einen Bundeskanzler, der bereits im Sandkasten von einem Posten als ersten Mann der Alpenrepublik geträumt hat. Ob er sich heute wohl wieder dahin zurück wünscht?
Wir machen uns jetzt einmal auf den Weg in die Hölle der Bürokratie.
Ich bin gespannt, was wir erreichen werden. Kommen wir mit - oder ohne - dem Paket nach Hause?

 
Freundlichkeit ist eine Sprache,
die der Blinde lesen
und der Taube hören kann.
 
Mark Twain
 
Es ist die Geschichte eines Paketes mit einem wunderschönen Inhalt - ein Puppentheater und fantasievolle Puppen einer russischen Künstlerin. Ich habe nämlich bald Geburtstag :o)
La Administración Tributaria Canaria, das Steueramt, ist unser erstes Ziel. Wir fahren also nach Santa Cruz. Die richtige Adresse haben wir gleich gefunden und dort einen Stempel auf unser Postpapier erhalten. Jetzt geht es also zur nächsten Station. Das Postamt, vielmehr das Hauptverteilungslager der Post in Taco muss gefunden werden.
 
Aber wer suchet der findet :o) Auch wenn es im Moment ein bisschen schwierig ist, da halb Taco eine Baustelle ist. Wir haben noch eine halbe Stunde Zeit, dann schlägt die Uhr ein Uhr nach Mittag.
Mit viel menschlicher Hilfestellung sind wir in einem Postamt angelangt und haben dort eine Viertelstunde gewartet um zu unserem Paket zu kommen. Viel kann ja nicht mehr passieren, wir haben es geschafft. Dachten wir - bis uns die nette Dame hinter dem Schalter erklärte, dass wir ins Lager, el almacén, der Post fahren müssten.
Zehn Minuten bis zum Count down - das schaffen wir nie mehr!
Aber man soll nie nie sagen. Zehn Minuten nach ein Uhr haben wir das Hauptverteilungslager erblickt.
Einen Haken hat die gute Nachricht allerdings noch. Die Post befindet sich auf der linken Seite der Strasse und wir haben keine Möglichkeit auf die andere Straßenseite zu kommen. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als geradeaus weiter zu fahren.
Irgendwann muss doch so ein blöder Kreisverkehr, una rotonda, kommen! Und wirklich - nach zwei, drei Kilometern fahren wir einmal im Kreis und können wieder zurück fahren. Wie schön - und die Minuten ticken. ¡Dios mío! Die Zeit läuft uns davon.
 
Geschafft! Es ist zwar bereits halb zwei Uhr, aber probieren geht über studieren, oder?
Und tatsächlich, man glaubt es kaum, wir bekommen unser Paket! Der Zöllner lässt es sich allerdings nicht nehmen, in den Karton hinein zu schauen. Warum? Wahrscheinlich war er neugierig oder unser Päckchen ist durch Zufall ins Rädchen der Stichprobenprüfung gefallen.
Allerdings glaubte er, dass Musikinstrumente in der Schachtel verpackt wären. Irgendwo auf dem Karton stand etwas von einer Musikalienhandlung. Als wir ihm gesagt haben, dass Puppen darin wären, hat er gemeint, dass auch Puppen sehr viel wert sein könnten, so vier- bis fünfhundert Euro.
Unsere Lieferung hat er allerdings nach kurzem Nachdenken als Dekoration eingestuft und damit war der Fisch geputzt. Abgesehen davon - die Kanarischen Inseln sind eben ein Teil von Europa und gehören zu Europäischen Union. Waffen haben wir ja keine geschmuggelt und das ist die Hauptsache.
 
Auf dem Heimweg haben wir einen kurzen Stopp beim Weinmuseum, el Casa de Vino, in el Sauzal eingelegt. Wir haben uns auf die Terrasse gesetzt, ein Gläschen Wein getrunken und herrlichen Käse dazu gegessen.
Fotos der Puppen gibt es in den nächsten Tagen - ihr werdet staunen! :o) lach ein wenig ... Solche Stücke habt ihr wahrscheinlich noch nie gesehen! Sie sind zauberhaft, farbenfroh, einzigartig und vollkommen! Mit diesen Kriterien ausgestattet passen sie perfekt in ein Museum auf eine kleine, geheimnisvolle Insel im Atlantik.
Übrigens - vergesst morgen nicht mit einem Lächeln im Gesicht aufzuwachen! Der Tag ist als internationaler Tag des Lachens im Kalender eingetragen! :o)
eigentlich arbeitet heute kein vernünftiger Mensch ... warum wir?
Wie war das Wetter heute?
sommerlich warm mit herrlichem Sonnenschein, ziemlich dunstig

 
18 ° centígrados temperatura mínima
23 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
1 de mayo 2008
Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Wieso heißt es eigentlich ...
Tag der Arbeit - el día del trabajo
wenn keiner arbeitet?
Na - gut geschlafen? :o) lach ein wenig ... Dann habt ihr die Walpurgisnacht verschlafen!
Hui, da reiten die Hexen auf dem Besen ...
Über der Nacht liegt der Duft einer deftiger Hexensuppe, Krüge mit Krötenwein und Krähenschnaps machen die Runde. Es ist Walpurgisnacht, die Hexen fliegen zum Tanzen auf den Blocksberg und begrüßen den Frühling. Ob sie auf dem Teide auch unterwegs sind?
Mit bürgerlichem Namen heißt der als Hexentanzplatz berüchtigte Blocksberg Brocken und ist mit 1.142 Metern der höchste Berg im Harz. Zu seinem Weltruhm für den Hexenkult kam er mit Hilfe von Johann Wolfgang von Goethe. Er ließ Faust die Walpurgisnacht dort verbringen.

Der Chor der Hexen auf dem Brocken
Die Hexen zu dem Brocken ziehn,
Die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün.
Dort sammelt sich der große Hauf,
Herr Urian sitzt oben auf.
So geht es über Stein und Stock,
Es farzt die Hexe, es stinkt der Bock.
Goethe, Faust I, Walpurgisnacht
Aber die abenteuerliche Nacht ist bereits vorbei und die Sonne lacht vom blauen Himmel. Der Wonnemonat Mai hat heute begonnen. Die zweite Jahreszeit der Kelten kann mit Wärme und sommerlichen Wetter kommen. :o) lach ein wenig ... Ich freue mich darauf.
In Österreich wurden gestern die Maibäume aufgestellt, in der Nacht mehr oder weniger gut bewacht und heute wird unter dem Maibaum getanzt und gefeiert und besonders mutige Burschen versuchen auf die Spitze des glatten Stammes zu klettern. Maibäume kennt man auf den Kanarischen Inseln nicht, getanzt wird hier aber auch.
Auf Teneriffa nennt man den Tanz in den Mai Baile en mayo. :o) lach ein wenig ... Es wird gefeiert und getanzt, entweder mit oder ohne Heiligenfiguren - auf alle Fälle aber ohne uns! Wir machen es uns daheim gemütlich.

 
Der Mai ist gekommen
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,
da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus!
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
 
Zum Schluss noch ein kleiner Blick in die Geschichtsbücher :o)
Anfang 1886 begann die nordamerikanische Arbeiterbewegung ihren Kampf um den Acht-Stundentag.
Zur Durchsetzung ihrer Forderung wurde am 1. Mai 1886 zum Generalstreik aufgerufen. In den Industrieregionen kam es daraufhin zu Massenstreiks. In Chicago endete eine Auseinandersetzung zwischen Polizei und Streikposten, zwei Tage später, mit einer Schiesserei, bei der vier Arbeiter ums Leben kamen.
Bei Tags darauf stattfinden Protestkundgebung wurde eine Bombe in die Reihen der Polizei geworfen. Acht Polizisten starben, 67 wurden verletzt. Bei dem anschließenden Aufruhr wurde eine nie veröffentlichte Zahl von Demonstranten getötet und über 200 verletzt.

Von den acht Angeklagten, denen eine direkte Beteiligung nicht nachgewiesen werden konnte, wurden wegen Verschwörung vier hingerichtet, einer beging Selbstmord. Die übrigen drei wurden sechs Jahre später begnadigt und freigelassen
Der tatsächliche Bombenwerfer wurde jedoch nie gefunden. Indizien sprechen dafür, dass der Anschlag auf das Konto eines Polizeispitzels geht.

Die damals herrschende Klasse nahm die Ereignisse in Chicago zum Anlass gegen die organisierte Arbeiterbewegung vorzugehen, worauf der 1. Mai von der 2. sozialistischen Internationalen 1889 zum Tag der Arbeiter und Arbeiterinnen erklärt wurde.
Seitdem wurde an diesem Tag nicht nur den Ereignissen in Chicago gedacht, sondern auch überall auf der Welt gegen die Unterdrücker und für eine ausbeutungsfreie Gesellschaft demonstriert.
Zum ersten mal wurde der 1.Mai im Jahr 1890 begangen.

Dies änderte sich in Deutschland im Jahr 1933. Die Nazis instrumentalisierten den Kampftag und machten ihn zum gesetzlichen Feiertag, den "Tag der Arbeit".
ein kleiner historischer Rückblick - der Autor dieser Zeilen ist mir leider unbekannt.
 
alles neu macht der Mai ...
Wie war das Wetter heute?
sommerlich warm mit herrlichem Sonnenschein

 
18 ° centígrados temperatura mínima
20 ° centígrados temperatura máximo
 
Ihr wollt einen Kommentar abgeben?
 
16. bis 30. April  2008
Schreiben Sie uns einfach eine kleine Nachricht
Archiv und Inhaltsverzeichnis
© Mundo Muñecas S.L.

last update 09.09.08

~~~
None of photos used on these pages are available for download or use.
They are not public domain
~~~
This site is a part of
Artlandya - Tenerife