15 de junio 2008 - Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
Es geht aufwärts ....
sagte der Vogel,
als ihn die Katze auf den Speicher schleppte.
Franz Kern
Frühstück auf der Terrasse, bei blauem Himmel und Sonnenschein. Rund um uns blühen und duften die Rosen, die Vögel zwitschern, ab und zu weht ein sanfter Windhauch. Ein perfekter Sonntagvormittag! :o) lach ein wenig ... Anschließend ein ausgiebiges Sonnenbad - da kann man Energie pur tanken!
 
Gestern Abend hat Georg seine Fruchternte fotografiert. Bananen und Papayas. Die Bananen ernten wir immer Stückweise, das funktioniert perfekt. Papayas gehören ja nicht gerade zu meinen Lieblingsfrüchten, aber diese Exemplare sind sonnengereift und haben einen ausgesprochen guten, leicht exotischen Geschmack.
So, jetzt bin ich frisch geduscht, von Kopf bis zu den Zehen generalüberholt eingecremt und fühle mich wie neugeboren. Jetzt werden wir eine Aperitif trinken, Feuer machen und uns zwei Fische auf die Glut legen :o) Ich liebe solche Sonntage!
immer wieder Sonntag ...
Wie war das Wetter heute?
Bilderbuchwetter

 
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14 de junio 2008 - Samstag - sábado
Icod de los Vinos
Wen Gott auf die Probe stellen will ....
dem erfüllt er die geheimen Wünsche.
Autor für mich unbekannt
Cycas revoluta, der aus Südostasien stammende Palmfarn und ist so etwas wie ein Dinosaurier unter den Pflanzen. Das Wachstum ist extrem langsam, und es können oft zwei bis drei Jahre vergehen, bis sich ein neuer Blattkranz bildet. :o) lach ein wenig ... Bei unserem Prachtexemplar ist bis jetzt jedes Jahr verlässlich eine neue Generation von Palmblättern erschienen.
 
Die neuen Wedel wachsen eigentlich eher wie Blätter der Farne. Sie werden lang und immer länger und wickeln sich langsam auf. Mehr oder weniger über Nacht falten sie sich zu hellgrünen Palmwedeln auf.
 
In diesem Stadium fühlen sie sich fast wie Kunstblumen an - weich, geschmeidig und leicht gummiartig. Es dauert allerdings nicht lange, dann unterscheidet sich der neue Kranz von Blättern nicht mehr von den alten Palmwedeln.
ein ganz normaler Samstag ...
Wie war das Wetter heute?
sommerliches Wetter

 
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13 de junio 2008 - Freitag - viernes
Icod de los Vinos
Wer einmal ....
sich selbst gefunden hat,
der kann nichts auf der Welt verlieren.
Stefan Zweig
Aber heute ist doch ...
Das es gleich von Anfang an klar ist, desde un principio  - Freitag der dreizehnte beeindruckt mich gar nicht! Statistisch gesehen, geschehen heute nicht mehr Unfälle als an jedem anderen Tag im Jahr. Aber wer vertraut schon irgendwelchen Statistiken? :o) lach ein wenig ... Papier ist ja sehr geduldig.
Laut Statistik, la estadística, hat Teneriffa auch die größte Verkehrsdichte der Welt! Richtig gelesen - der Welt! Das stimmt natürlich auch zu hundert Prozent :o)
In diesem Jahr ist es übrigens der einzige Freitag, der auch noch die angeblich Unglück bringende Zahl dreizehn als Begleiterin hat. Im Jahr 2009 können wir uns allerdings auf drei dieser Tage freuen - im Februar, März und im November.
 
Unser Fenster, la ventana, ist endgültig ramponiert! Das ist allerdings nicht am heutigen schwarzen Freitag passiert. Georg hat es gestern Abend mit dem Bagger geschafft unser Luxusfenster zu demolieren. :o) lach ein wenig ... Jetzt hat er auch noch den Holzwürmern die Wohnung genommen, denn um einen neuen Fensterrahmen kommen wir nun nicht mehr herum.
 
Einen alten Baum soll man nicht verpflanzen - sagt man. Und doch haben wir im April noch gemeinsam mit Julian den alten Maulbeerbaum umgepflanzt. Wie alt der Baum ist, wissen wir leider nicht, aber er hat einen ziemlich starken, verwachsenen Stamm und hat bis jetzt fleißig köstliche Maulbeeren geliefert.
Wir haben es wirklich nicht übers Herz gebracht, no ser capaz de algo, den alten Mann einfach umzuschneiden. Das hätte er nicht verdient. Aber wird er es schaffen? Wird er auf seinem neuen Standplatz anwachsen? Das war die große Frage.
Heute hat er uns gezeigt, dass er weiter leben will - die ersten, zarten, grünen Blätter beginnen sich zu entfalten!

 
 
Dicht unter dem Alltag liegt die Poesie.
Man braucht die Schicht des Alltäglichen nur zu ritzen,
dann kommt sofort Poesie zum Vorschein.
Eugene O'Neill
 
Kurztrip - das klingt nach Sommer und Sonne, nach Erholung und Abwechslung. :o) lach ein wenig ... Im Moment kann ich davon nur träumen. Viel zu viel Arbeit wartet auf uns. Trotzdem - am Sonntag werden wir es uns gemütlich machen!
Freitag der dreizehnte ... .
Wie war das Wetter heute?
sommerliches Wetter

 
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12 de junio 2008 - Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Das einzige Mittel  ....
Zeit zu haben, ist,
sich Zeit zu nehmen.
Bertha Eckstein
Genau das werde ich heute tun! :o) lach ein wenig ... Ihr könnt euch also auf Post freuen!
Siempre soñé con eso. Wir hatten schon vor vielen Jahren einen Traum. Ein Haus mit Blick aufs Meer und als Highlight die Lichtsignale eines Leuchtturms. Wir hätten uns nie gedacht, dieser Traum zur Realität werden könnte. Jetzt sind wir knapp davor, lange kann es nicht mehr dauern. Das Leben ist zwar nicht immer fair - aber der Leuchtturm, el faro, von Los Silos blinkt beständig vor sich hin und zeigt nicht nur den Schiffen den Weg.

 
Die Welt besteht aus ...
Optimisten und Pessimisten.
Letztlich liegen beide falsch.
Aber der Optimist lebt glücklicher.
Kofi Annan
 
 
Auf der Baustelle unter uns wird fleißig gebaut. Klar, auf einer Baustelle soll ja gewerkelt werden, was ist daran also erwähnenswert?
Am Mittwoch hätte diese schwarze Baustelle, laut offizieller Meldung, eingestellt werden müssen. Für die Bautätigkeit gibt es keine Baugenehmigung und auch wenn der Bauherr eine Firma der Stadt Icod de los Vinos ist, müssen dieselben Regeln gelten wie für alle anderen auch, oder? Auch für die öffentliche Hand heißt es bitte warten - bis der Widmungsplan in Kraft tritt.
10. Juni 2008 so sollen die Häuser nächstes Jahr in der Landschaft stehen.
Doch so wie es aussieht, wird der Baustopp einfach ignoriert. Die Wähler, el electorado, werden sich ihren Teil denken. Jedem normalen Bürger sind die Hände gebunden, Baufirmen können nicht bauen und Arbeiter müssen ihrer Arbeitsstelle in den Süden nachfahren und die Gemeinde baut frisch und fröhlich drauf los. :o) lach ein wenig ... Ob sich der Bürgermeister, el alcalde, mit seinen Mannen irgendwann einmal Gedanken über die Konsequenzen gemacht hat?
 
Am Abend ist ein schwarzer Holzkäfer mit einer weiteren Ladung Holz aus dem Wald gekommen. Beim genaueren Hinschauen hat sich der Russ verschmierte Mann sich als Georg entpuppt. Der Bruder von Marcos und sein Vater haben ihm beim Aufladen und beim Transportieren geholfen. Trotz der schweren Ladung hat es der kleine LKW geschafft über unsere im Moment ziemlich desolate Zufahrtsstrasse zur Finca herauf zu schnaufen.
Falls das Auto schlapp gemacht hätte, hätte Georg ihn ja noch immer mit dem Bagger herauf ziehen können. Ich glaube, mit Anschieben hätte das wohl nicht so gut geklappt. Aber das war auch nur ein gut gemeinter Vorschlag :o)
endlich komme ich einmal dazu . einen Teil der Post zu erledigen ...
Wie war das Wetter heute?
strahlend schön am Vormittag, dann leicht bewölkt

 
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11 de junio 2008 - Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
Bleib ruhig  ....
in hundert Jahren ist alles vorbei.
Ralph Waldo Emerson
Wolkenloser, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein - ab Nachmittag war leider Schluss damit. Ab drei Uhr haben graue Wolken die Herschafft über den Himmel übernommen, eine Wolkendecke hat sich breit gemacht.
Das passt genau zu meiner Stimmung :o( Meine Hände sind in einem katastrophalen Zustand. :o) lach ein wenig ... Ich muss sie wohl oder übel auf Kur schicken. Im Moment kann ich mit den trockenen und rissigen Handflächen nicht einmal einen Holzrechen halten. Das nervt!!

 
Die Zeit ...
ist eine Schneiderin,
die auf Änderungen spezialisiert ist.
Faith Baldwin
 
 
Sonst hat sich heute nicht viel getan. Ein stinknormaler Tag, wie es viele davon gibt.
Zur Abwechslung habe ich in der Früh ein lecker Brot gebacken. :o) lach ein wenig ... Mit Kümmel, vielen Sonnenblumen- und Kürbiskernen. Danach habe ich einen Bananenkuchen ausprobiert - aber der wird nicht berühmt werden. Er schmeckt durchschnittlich aber meiner Meinung nach viel zu schwach nach Bananen. Er fällt wohl in die Rubrik Themaverfehlung! Da werde ich doch noch nach besseren Rezepten suchen müssen.
backe, backe Brot ... und Kuchen
Wie war das Wetter heute?
strahlend schön am Vormittag - Nachmittag leider bewölkt

 
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10 de junio 2008 - Dienstag - martes
Icod de los Vinos
Dein Auge kann die Welt trüb ....
oder hell dir machen.
Wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.
Rückert
Gestern hat mich mein Schwesterlein gefragt, ob wir schon braun gebrannt sind :o) Nein, das sind wir nicht! Klar, wir haben im Gesicht eine schöne, braune Farbe, auch die Arme und das Dekolleté ist wunderbar gebräunt. Das kommt von der Arbeit im Freien. Der Rest ist auch nur leicht getönt - leider.
Wir sind ja auch nicht auf Urlaub, las vacaciones, hier und eine Stunde gemütlich auf dem Liegestuhl, la tumbona, in der Sonne ein Buch lesen kommt nur selten vor. :o) lach ein wenig ... Ich würde es gerne öfter tun, aber die Arbeit geht vor.
Doch nicht nur Zeitmangel, por falta de tiempo, ist der Grund, die Haut gewöhnt sich an die veränderten Umstände, an die stärkeren Sonnenstrahlen und lässt sich ein bisschen Zeit bis sie eine wunderschönen Bronzeton annimmt.
Unser Helferlein motzt! :o) lach ein wenig ... Wahrscheinlich hat er zuwenig Streicheleinheiten, las caricias, und zu viele Steine in die Schaufel bekommen. Das ist dann seine Art, sich ein paar Tage Verschnaufpause zu verschaffen.
Diesmal hat der gelbe Bagger allerdings Pech - Georg hat die besonderen Schrauben sofort bekommen. Mittlerweile kennt er jede Einkaufsmöglichkeit für allerlei Ersatzteile. Bestimmte Schrauben und Muttern benötigen auch Motorradfahrer :o)
 
Meine Hortensie, la hortensia, ärgert mich ebenfalls. Im vergangenen Jahr hat sie wunderschön blau geblüht. Jetzt sind die ersten Blüten aufgegangen und - sie sind rosarot!. Das war wohl ein Mogelpaket?
Wahrscheinlich brauche ich einen Zusatzstoff beim Gießwasser - rostige Nägel als Farbunterstützung haben zu meiner Enttäuschung nicht die Bohne geholfen.
ich werde es schon noch herausfinden, dann stimmt die Farbe wieder ...  
Wie war das Wetter heute?
sonnig und am Nachmittag leicht bewölkt

 
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9 de junio 2008 - Montag - lunes
Icod de los Vinos
Hoffnung ist ....
wie Zucker im Tee:
auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.
Weisheit aus China
Ich bin fix und foxi :o) lach ein wenig ... Meine Hände sind einem Reibeisen ähnlich und die Schultern tun mir weh. Ich habe heute stundenlang unser Grünzeug gewartet - büschelweise Unkraut ausgerissen und Stauden geschnitten. Jetzt ist Schluss mit lustig und ich mach gar nichts mehr.
Georg hat am Abend noch den Rasen gemäht, das war schon mehr als dringend fällig. :o) lach ein wenig ... Im Moment wächst uns die Arbeit ein bisschen über den Kopf. Am besten wäre es, wenn wir den Tag um ein paar Stunden verlängern könnten - geht aber leider oder Gott sei Dank nicht!
In der Früh ist Georg in den Wald gefahren. :o) lach ein wenig ... Er schafft einfach alles!
Der Wald auf Teneriffa gehört mehr oder weniger zur Gänze dem Staat. Jeder Bürger kann allerdings zum Rathaus gehen und bekommt die Erlaubnis Holz aus dem Wald zu holen. Das hat Georg letzte Woche ja auch gemacht. Einige Stämme musste er allerdings zurück lassen, weil sie schlicht und einfach zu lange, zu dick und damit zu schwer waren. Und eines ist strengstens verboten - selbst mit der Motorsäge im Wald arbeiten.
Heute ist er also schon früh morgens in den Wald gefahren und hat mit den Waldarbeitern selbst geredet :o) letzt werden sie die Stämme auf die gewünschte Länge abschneiden und Georg kann das Holz mit seinen Helfern abholen. Er hat eigentlich fast eigene Holzarbeiter - nur werden sie von jemanden anderem bezahlt. Das ist doch was, oder?
 
Die ersten Granatäpfel wachsen! Sie sind noch winzig klein, auch in der Natur sind sie nur eine Spur größer als auf diesem Foto. Gleichzeitig öffnen sich immer wieder neue Blüten. Ich bin schon neugierig, ob und wie viele davon reif werden.
endlich, der Rasen hat wieder ein anständige Frisur ...  
Wie war das Wetter heute?
sonnig und am Nachmittag leicht bewölkt

 
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8 de junio 2008 - Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
Wer nur Peanuts auslegt ....
braucht sich nicht zu wundern,
dass nur Affen kommen.
Frank Ulrich Montgomery
Das sind ja nur Peanuts! :o) lach ein wenig ... Wie oft haben wir in unserem Leben diesen Spruch gehört. Meistens von Menschen, die diesen Ausspruch ziemlich überheblich über ihre Lippen perlen ließen. Ihre Worte waren nichts wert, noch weniger ihre Taten und doch wurden diese Führungskräfte bewundert.
Warum wohl? :o) lach ein wenig ... Wahrscheinlich, weiß niemand wusste, was diese Aussage überhaupt bedeutet. Es klingt halt recht nett und gesalzene Erdnüsse kennt ja auch jeder. Eine schmackhafte Knabberei zwischendurch oder zu Aperitif? Über so einen Ausspruch kann man ja nur mitlachen und dem anderen noch auf die Schulter klopfen. Probleme sind damit schon so gut wie gelöst. Sprücheklopfer haben immer sehr gut überlebt.
Bei Fremdwörtern schaut es da schon ein bisschen anders aus. Die kann sowieso jeder verwenden - ohne zu wissen, was sie wirklich bedeuten. Der Gesprächspartner ist sich da auch nicht so sicher - mit der Bedeutung meine ich.
Aber um noch einmal auf die gesalzenen Erdnüsse, die Peanuts, zurück zu kommen. Wenn jemand berechtigter Weise von Peanuts spricht, redet er davon, dass er fremdes Geld beim Fenster hinaus werfen kann oder möchte oder tut.
Ich weiß schon, das Wort tun haben wir schon in der Volksschule hinter Gefängnisgardinen setzen müssen. So schreibt man nicht, so etwas tut man nicht :o) Aber in diesem Fall stimmt es, denn wenn jemand so großzügig und dann noch äußerst selbstgefällig mit dem Eigentum anderer Menschen umgeht, dann tut er Unrecht - und das ist auch grammatikalisch richtig!
In Österreich werden heute die Väter gefeiert. In meinen jungen Jahren hat es diesen Tag noch nicht gegeben - keine Ahnung, wann er von wem eingeführt worden ist. Aber den braucht man eigentlich genauso wenig, wie ich als Mutter den Muttertag brauche :o)
Ach ja, die Europameisterschaft für das runde Leder hat gestern auch begonnen - und wir haben rein gar nix davon mitbekommen. Trotzdem bleibt wohl niemand davon verschont, egal ob man sich dafür interessiert oder nicht. Die ledernen Wuchteln fliegen über alle Satellitenstationen. Ob man will oder nicht! Wir haben nur einen Vorteil - wir müssen dafür wenigstens keine Rundfunkgebühr zahlen :o)
heute tun wir gar nix!
Wie war das Wetter heute?
Sommerwetter  mit ein paar kleinen Wolken

 
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7 de junio 2008 - Samstag - sábado

Icod de los Vinos

Nachrichtensprecher fangen stets....
mit 'Guten Abend' an und brauchen dann 15 Minuten,
um zu erklären,
dass es kein guter Abend ist.
Rudi Carrell
Wir waren richtig fleißig! :o) lach ein wenig ... Georg hat an der Mauer weiter gearbeitet und weiter das ehemalige Loch dahinter angeschüttet. Es wird Zeit, dass der Staub vor dem Fenster verschwindet.
 
Beim Blumen Gießen haben mich heute Nachbars Schafe unterhalten. :o) lach ein wenig ... Verstanden habe ich ihr Geblöke zwar nicht, aber nett war es trotzdem. Der Mensch wird ja bescheiden wenn er stundenlang mit einem stummen Gartenschlauch durch die Landschaft wandern muss.
Georg mit dem gelben Bagger und ich bei den grünen Pflanzen ...
Wie war das Wetter heute?
Sommerwetter  mit ein paar kleinen Wolken

 
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6 de junio 2008 - Freitag - viernes

Icod de los Vinos

Ein Flirt ohne tiefere Absicht ....
ist ungefähr so sinnvoll wie ein Fahrplan ohne Eisenbahn.
Marcello Mastroianni
Bumm - heute haben wir einen wahren Terminmarathon geschafft! :o) lach ein wenig ... Dabei heißt es auf der Insel, mehr als zwei Termine am Tag sind nicht machbar.
 
Ein Punkt auf der Liste war Ramon, unser Architekt. Heute mussten wir das erste Mal nach La Laguna fahren um sein Büro zu suchen. Er ist umgezogen, ans Ende der Avenida Trinidad, der Hauptstrasse der Stadt. Wir haben ihn aber relativ schnell gefunden, obwohl es jetzt mit dem Parkplatz vor der Haustüre vorbei ist.
Ab nun ist Parkgebühr im Parkhaus, la tarifa en el aparcamiento, angesagt. Billig ist das gerade nicht, aber immerhin kann man sein Auto auf einem Plätzchen abstellen und muss es nicht zusammenklappen und mitnehmen. Übrigens, unser Architekt, el arquitecto, residiert nicht in diesem schönen, alten Gebäude - man sieht es nur von seinem Bürofenster aus.
Dann war noch Zeit für ein kurzes aber delikates Mittagessen. Gebratene Sardinenfilets mit warmen Baguette. Georg hat nur eine lange halbe Stunde Zeit gehabt, dann musste er sich ins Auto schwingen und in die Berge fahren. Vier Uhr war Treffpunkt bei Marcos. Der Grund der ganzen Aktion? Baumstämme aus dem Wald.
Der Schwiegervater, el suegro, von Marcos hat sie organisiert, der Schwiegersohn, el yerno, von Patricio ist mit dem LKW gefahren, Marcos und die anderen haben geholfen das Holz zu verladen. :o) lach ein wenig ... Da alle schon losgefahren sind, hat Martha, die kleine große Tochter, la hija, von Marcos, die Navigierung für Georg übernommen und ihn perfekt zur richtigen Stelle im Wald dirigiert!
Morgen geht's noch einmal in den Wald, also dann - bis bald.
der Rasen wartet noch immer ... 
Wie war das Wetter heute?
in La Laguna düster, bei uns hat die Sonne gescheint

 
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5 de junio 2008 - Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Die größte Gefahr ist ....
dass man zu vorsichtig wird.
Alfred Adler
Ein trüber Tag, vom Anfang bis zum Ende. Muss auch einmal sein, dann fällt es mir leichter einen Bürotag einzuschieben. Der Papierkram muss erledigt werden, von selbst geht das leider nicht.
 
Zu diesem Tag passt die momentane Aussicht aus unserem Fenster eigentlich perfekt dazu. Die Umgebung ist zwar nicht grau in grau sondern in Brauntönen gehalten, aber sonderlich nett sieht diese Mondlandschaft nicht aus.
 
Baggerschaufel um Baggerschaufel trägt Georg von einer unteren Terrasse in dieses Loch. Ein Großteil der Eidechsen, los lagartos, wird sich eine neue Unterkunft, un alojamiento nuevo, suchen müssen.
Hoffentlich haben sie früh genug daran gedacht und haben sich umgeschaut. Wenn nicht? Entweder sind sie dem Steinregen zum Opfer gefallen - was ich nicht hoffe - oder sie sind obdachlos, denn ihre Wohnhöhlen befinden sich bereits tief unter dem neuen Aushubmaterial. ¡Esperemos lo mejor! Hoffen wir das Beste!
Zum Glück haben wir auch angenehme Bilder vor unseren Augen. Allein wenn man von der Strasse auf unser lang gezogenes Bauernhaus schaut, tut das gut. Die verschiedenen Rottöne spielen wunderbar miteinander. Ein Rot verstärkt und belebt die nächste Farbstufe, eine Symphonie in Farben.
Gestern Abend war der Elektriker, el electricista, hier. Patricio, unser Nachbar und Mann für alle Fragen, hat ihn uns empfohlen. :o) lach ein wenig ... Elektroleitungen verlegen und Steckdosen, los enchufes, anbringen darf auf den Kanarischen Inseln so gut wie jeder - wenn er es kann. Es ist ein freies Gewerbe. Aber für Genehmigungen benötigt man, wie auch bei uns in Österreich, eine Abnahmebestätigung vom Meister.
Das heißt nichts anderes, das ein eigens dafür geprüfter und damit berechtigter Elektriker alle Installationen überprüft und bestätigt, dass sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien eingehalten worden sind. Aber wie schon gesagt, es darf nur nicht zuu einfach sein. Zusätzlich benötigen wir noch einen Stempel der na sagen wir einmal Industriellen Kammer. Das dauert wieder ungefähr drei Wochen länger :o)
Am späten Nachmittag muss Georg ins Kulturhaus von Santa Bàrbara, en la Centro cultural de Santa Bárbara. :o) lach ein wenig ... Im Zuge des Baus der Autobahn wird auch unsere Zufahrtsstrasse verbreitert. Dafür müssen wir allerdings einige Quadratmeter Grund und Boden an die Regierung abtreten. Heute erfahren wir mehr.
der Rasen wäre zu mähen ... 
Wie war das Wetter heute?
die Sonne traut sich nicht heraus - es ist bedeckt

 
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4 de junio 2008 - Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen ....
war vor zwanzig Jahren.
Die zweitbeste ist jetzt.
Afrikanisches Sprichwort
Wir sind in dieser Beziehung sehr flexibel. :o) lach ein wenig ... Wir verpflanzen auch alte Bäume und bis jetzt haben noch alle überlebt. Wäre wirklich schade drum. Sie haben ja nur einen einzigen Fehler - sie stehen auf dem falschen Platz und deshalb müssen sie eben übersiedeln.
 
Jeden Tag wird die Blütenpracht größer, wohin man schaut wächst es um die Wette. Leider haben uns die Läuse, los piojos, auch wieder gefunden. Nicht uns persönlich - im Moment bevorzugen sie die Knospen und kleinen Blätter der Hibisken.
Auf Teneriffa hat das Ungeziefer spezielle Vorlieben. Zuerst sind die Rosen an der Reihe, dann werden die Hibisken beehrt und anschließend tauchen Schildläuse, las cochinillas, an den Oleanderblättern auf. Es gibt eine Vielzahl der ungeliebten Schmarotzer, verhindern kann man sie leider nicht.
Die chemische Keule ist auf Grund der großen Anzahl an Pflanzen auf unseren Terrassen unumgänglich. :o) lach ein wenig ... Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr wir diese Viecher lieben!
Georg ist noch als Chemiker, el químico, unterwegs und einer halben Stunde wird der Elektriker auftauchen. Er soll die Elektroinstallation abnehmen. Diese Bestätigung ist eine der vielen, die wir für unsere Benützungsbewilligung benötigen.
Die nächsten Wochen werden wohl mit bürokratische Arbeit angereichert sein. Spanische Ämter Beamte lieben nichts mehr, als Unmengen von Papier. Am besten in fünffacher Ausführung, verziert mit vielen Stempeln und Siegeln.
Eine Genehmigung wiegt hierzulande - im wahrsten Sinn des Wortes - schwer! iEn el más amplio sentido de la palabra!
die Läuse haben unsere Pflanzen gefunden ... 
Wie war das Wetter heute?
sonnig und bewölkt

 
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3 de junio 2008 - Dienstag - martes
Icod de los Vinos
Fleiß ist zwar eine Tugend ....
aber wenn man es sich selbst zu bitter macht,
dann verliert man auch das ausgeglichene und fröhliche Wesen.
Zitat aus China
Es ist ja eine Schande, jetzt sind wir schon so lange auf der Insel und trotzdem kennen wir viele Plätzchen in unserer nächsten Umgebung noch gar nicht. Deshalb haben wir uns vorgenommen, von Zeit zu Zeit einfach in eine Nebenstraße einzubiegen und uns davon überraschen zu lassen, was uns am Ende der Straße erwartet. :o) lach ein wenig ... Nach dem Motto - der Weg ist das Ziel.
 
Am Sonntag Nachmittag haben wir eine Straße im Ortsteil Santo Domingo gewählt. Santo Domingo gehört zu unserem Nachbarort La Guancha und liegt direkt neben der Hauptstrasse, auf der wir oft mehrmals in der Woche fahren.
 
Da baut sich wohl jemand einen Adlerhorst? Gar so legal wirkt das Häuschen nicht - ich kann mir nicht vorstellen, dass bei diesem Wolkenkuckucksheim ein Architekt seine Finger im spiel hat. Aber was soll's - vielleicht täusche ich mich ja auch.
 
In früheren Zeiten war es noch möglich fast an der Küste zu bauen. Nun wurde die Breite des Küstengürtels ausgeweitet und ein großer Teil des Küstenbereich bleibt so für alle zugänglich.
 
Noch ein paar Kurven weiter sind wir einen geschützten Strand gestoßen, la Playa de Santo Domingo. Die Bucht ist idyllisch zwischen riesigen Felsen eingebettet. Er bietet sich perfekt für ein Picknick am Meer an. Unter der Woche ist sicher kein Mensch auf diesem Plätzchen zu sehen. Wir werden es einmal ausprobieren.
unsere Kürbisse wachsen ... 
Wie war das Wetter heute?
ein Sommertag doch meistens ziemlich wolkig

 
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2 de junio 2008 - Monntag - lunes
Icod de los Vinos
Dem Ingenieur...
ist nichts zu schwer.
 aus dem Ingenieurslied (1871) von Heinrich Seidel
Heute Vormittag hat Georg einen Termin beim Baustadtrat gehabt - und endlich gibt es einmal eine gute Meldung.
Wir bekommen die Abnahme, la licencia apertura, für das renovierte neu gebaute Haus. Auch wenn noch keine Toiletten vorhanden sind. Aber die können wir ja nicht bauen, solange der neue Widmungsplan nicht rechtskräftig ist. Einstweilen wird jedoch das Baustellenbürohäuschen inklusive stillem Örtchen anerkannt. Georg hat es mit seiner Hartnäckigkeit geschafft - dem Ingenieur ist also wirklich nichts zu schwer!
Und eine zweite gute Nachricht gibt es auch - der Widmungsplan wird in vier Wochen rechtskräftig! :o) lach ein wenig ... Endlich bekommen wir unsere Baugenehmigung. Wir können es noch gar nicht richtig glauben :o)
Der Begriff Ingenieur, el ingeniero, wurde ursprünglich vom lateinischen Titel ingeniarius, was soviel wie Zeugmeister aber auch Festungsbaumeister bedeutet hat, abgeleitet. Leonardo da Vinci trug deshalb auch den Titel ingegnier. :o) lach ein wenig ... Kein Wunder, dass Georg ein perfekter Mauerbauer geworden ist!
 
Die Mauer für unseren zukünftigen Patio wächst und wächst - bald können wir anpflanzen.
Vor vielen, vielen Jahren habe ich viel gestrickt, später gehäkelt und gestickt. :o) lach ein wenig ... Tischdecken, el mantel, und Vorhänge, las cartinas, sind so mit Hilfe von Nadel und Faden entstanden. Fantasievolle Gemälde die Stich für Stich auf Leinen gestochen wurden oder Bilder, aus verschlungenen Fäden.
Das Wichtigste bei dieser Art von Handarbeiten ist der Faden. Egal ob dick oder dünn, grün gelb oder rot - doch ohne irgendeinen Faden ist man aufgeschmissen, es geht rein gar nichts!
 
Durch unser Leben zieht sich auch ein roter Faden. Er kann auch eine andere Farbe haben. Ist er leicht gespannt, geht alles leicht von der Hand. Doch beginnt er sich aus irgendeinem Grund zu verheddern, verbringt man ziemlich viel Zeit damit, das ganze Chaos wieder zu entwirren.
Ich glaube, wir haben es fast geschafft. Langsam aber sicher können wir weiter stricken arbeiten!
immer wieder Montag ...
Wie war das Wetter heute?
ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch

 
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1 de junio 2008 - Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
Wer glaubt ....
etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
Sokrates
Sonntag Morgen am ersten Juni 1980. Für uns war es ein besonderer Tag!
Um elf Uhr und fünfundfünfzig Minuten später hat unsere Tochter den ersten Schrei auf dieser Welt getan. :o) lach ein wenig ... Ob sie damals schockiert war und deshalb geschrieen hat? Ich kann es nicht beurteilen. Ich kann nicht einmal mein eigenes Gefühl beschreiben. Erleichterung oder Freude? Wahrscheinlich war es beides.
Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ein paar Minuten später die Kirchenglocken der Nikolaikirche zu läuten begonnen haben. Es war Mittagszeit und die meisten Menschen haben sich zu diesem Zeitpunkt zum sonntäglichen Mittagessen am Tisch versammelt. Gekocht wurde das damals typische Sonntagsmenü - Fritattensuppe und Wienerschnitzel mit Petersilkartoffeln. Das hat es zumindest in Vassach gegeben :o) Ich habe davon leider nichts bekommen - aber das war an diesem Tag nicht so wichtig.
Georg wurde damals noch nach Hause geschickt - es war für einen Mann unmöglich bei der Geburt dabei zu sein. Warum auch? Der Vater hat damit ja rein gar nix zu tun, oder etwa doch?
Obwohl ich mir nicht sicher bin, dass heutzutage alle werdenden Väter oder alle zukünftigen Mütter überhaupt gemeinsam erleben wollen, wie sich ihr Nachwuchs in die Welt kämpft. Aber das ist sicher ein anderes Thema :o)
 
Für uns hat sich an diesem Tag allerdings das Leben grundlegend verändert. :o) lach ein wenig ... Plötzlich waren wir nicht mehr zu zweit sondern eine Familie mit einem durchaus selbstbewussten Mitglied mehr. Eine junge, kleine Einheit ganz für sich allein verantwortlich. Schön war die Zeit, abgesehen von den Perioden, als die ersten Zähne unseres Töchterchens ans Licht gedrängt haben oder ...
Na ja, lang, lang ist es her. Heute ist unser Sonntagskind erwachsen und feiert seinen achtundzwanzigsten Geburtstag. Wenn ich jetzt noch sentimental werden würde, müsste ich wieder einmal sagen, wo ist die Zeit geblieben?

 
 
Die glücklichsten Tage
des vergangenen Jahres
mögen die schlechtesten des künftigen sein...
Verfasser unbekannt
 
 
Das gilt auch für das zweite Geburtstagskind der vergangenen Woche! Olaf, alles Gute nach Hamburg zu deinem runden Geburtstag!! Wir waren gestern Abend in Gedanken bei euch auf dem Gartenfest! :o) lach ein wenig ... Aber wie Kirsten richtig festgestellt hat - wir holen die Feier im Sommer auf Teneriffa nach. Darauf kannst du dich verlassen!
Der Countdown läuft - schade, dass ich wahrscheinlich nicht heraus finden werde, wer der 10.000e Leser meines Inseltagebuches sein wird. Einträge oder Kommentare sind leider sehr rar :o(
iSalud! ... ich hab leider keine Grafik mit Sektgläsern!
Wie war das Wetter heute?
ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch

 
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16. bis 31. Mai  2008
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