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16 de enero 2008
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15 de enero 2008 |
| Dienstag - martes |
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| mehr Wolken als Sonne |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
so richtig schön ist es im Bett
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Ich bin endgültig im Bett gelandet. Es nützt alles nix - aber
ich muss die blöde Verkühlung endlich loswerden.
Ich hoffe, es hilft wenigstens. |
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Was baumelt denn da in luftiger Höhe? Das ist Diebstahlschutz, el
aseguramiento contra robos, auf der kanarischen
Baustelle unter uns. Nach Arbeitsschluss wandert die Kreissäge, la
sierra circular, die Luft.
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Sie wird ganz einfach in vielen Metern über dem
Boden für den nächsten Tag aufbewahrt. Haltet den Dieb!
iAl ladrón! kann hier niemand rufen, Diebe haben
keine Chance! Es müssten schon Artisten sein. |
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Ein Zitat von Ludwig Hirsch ist mir heute unter die Augen gekommen "Das Leben
ist ein Floh - beißt und zwickt" |
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Genau so muss das Leben sein, sonst würden wir wahrscheinlich alle in der
Gemütlichkeit versinken. Was würden wir wohl machen, wenn wir keine Hürden zu
überwinden hätten?
Ich für mich kann es mir ganz gut vorstellen.
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Ich würde mich bequem in einen Liegestuhl legen und ein Buch nach dem anderen
lesen. In der Gedankenwelt der anderen versinken. Der Anfang vom Ende wäre das -
für mich.
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Angenehm aber nicht richtig. Denn irgendwann beginnt man zu verblöden - wenn man
nur mehr auf Grund von Erkenntnissen anderer Einsichten gewinnt. Das Leben
spielt sich eben für jeden individuell und unterschiedlich ab. Zum Glück, denn
sonst würden wir ja alle in einer einzigen Suppe verkocht werden können. |
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Geschmäcker und Bedürfnisse der einzelnen Menschen sind aber Gott sei Dank
verschieden. Para gustos se hicieron los colores.
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14 de enero 2008 |
| Montag - lunes |
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| Sonnenschein am Vormittag, nachmittags Wolken um den Teide |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
Montag Morgen halb acht und immer noch kein
Wochenende!
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Ich muss meine Verkühlung endlich los werden! Mein schallgedämpfter Kopf, la
cabeza, gefällt mir gar nicht - das bin ich nicht
gewohnt.
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Ein Canario würde behaupten er hätte Grippe,
tener la gripe.
Hier auf der Insel hat jeder bei der kleinsten Verkühlung, un
resfriado, Grippe und die Wartezimmer
der diversen medizinischen Zentren sind voll - und die Rezeptblöcke der Ärzte
und die Regale der Apotheken, las farmacias,
sind leer.
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Wann ist man eigentlich ganz gesund? Denn eines ist
klar, nichts ist ungesünder als krank sein. |
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| "Wenn sie vollkommen gesund sind, |
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hat man sie lediglich noch nicht gründlich
untersucht!" |
| ein alter Spruch |
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Mich braucht niemand untersuchen, eine Erkältung erkennt man selbst. Jetzt muss
ich nur schnellstens meinen Schnupfen los werden, der Rest, el resto,
ergibt sich dann. Hatschi!
iAchís!
Also sage ich mir - Kopf hoch!
¡Ánimo!
Es wird schon wieder. |
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Georg und Chicho bauen an der Mauer weiter und ich werde mich jetzt eine Stunde
ins Bett legen. Das soll ja am besten helfen. Das Unkraut wartet so wieso auf
mich. |
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Bis morgen dann - für heute werde ich mich verabschieden! |
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Der Schnupfen
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Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse, |
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auf dass er sich ein Opfer fasse
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| und stürzt alsbald mit großem Grimm |
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auf einen Menschen namens Schrimm.
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Paul Schrimm erwidert prompt: "Pitschü!" |
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und hat ihn drauf bis Montag früh.
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Christian Morgenstern |
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¡Hasta pronto!
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13 de enero 2008 |
| Sonntag - domingo |
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| blauer Himmel und Sonnenschein |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
ein Sonntag, so ein Sonntag
was kann schöner sein? |
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Der dreizehnte eines Monats - aber heute ist nicht Freitag, sondern Sonntag!
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Sonntag, el domingo? Was bedeutet das eigentlich? Ein sonniger Tag, un
dia soleado?
Damit könnten wir heute dienen. Blauer Himmel und Sonnenschein den ganzen lieben
Tag lang. |
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Die Griechen und Römer haben diesen Tag bereits vor vielen, vielen Jahren der
Sonne gewidmet. Sie nannten den ersten Tag der Woche auf griechisch hêméra
hêliou und in der lateinischen Sprache dies solis.
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Die alten Germanen übersetzten im vierten Jahrhundert den Begriff als Sonntag,
althochdeutsch wurde der Tag sunnûntag genannt.
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Wie könnte es anders sein, die Herrschaft der Christen hat sich auch diesen Tag
zu Nutze gemacht und den Tag dafür hergenommen um das "wahre Licht und die Sonne
der Gerechtigkeit", sprich Christus zu feiern.
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In den romanischen Sprachen kann man die kirchenlateinischen Wurzeln heute noch
finden. Der Tag des Herrn - im französischen - dimanche. |
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Die Spanier haben da vielleicht ein kleines Problem Der bekannteste spanische
Sonntag ist einer ihrer
bekanntesten Sänger - Plácido Domingo. Der ist aber eher als Sänger und
Frauenliebling, el cantante y un cariño de las
mujeres, bekannt.
Oder bin ich da falsch informiert?
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Domingo ist hier zu Lande, en este país,
übrigens ein beliebter Vorname. Wer heißt bei uns schon "Sonntag"?
Ich glaube nicht, dass das geht, no creo que se
pueda hacer esto.
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Männlich oder weiblich? Allein daraus ergibt sich im
deutschen Sprachraum ein Problem. Na ja, andere Länder haben eben andere Sitten!
iCada tierra, su uso! Oder ist euch in Österreich außerhalb einer Kirche schon einmal im Leben ein
lebendiger Jesus begegnet? |
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Ganz sicher nicht, aber unser Holzhändler hat genau diesen Vornamen - und er ist
nicht der Einzige auf der Insel! Jesus - in der Mehrzahl geschrieben - gibt es auf der Insel wie
Sand am Meer. Es existiert allerdings auch hier eine kleine, winzige
Einschränkung bei der Namenswahl. Es darf niemand den Namen "Jesus Maria"
tragen. Aber wer will schon einen Namen, den sowohl Weiblein als auch Männlein
haben könnte? |
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Aber wieder zurück zu unserem sonnigen Tag, dem Sonntag. |
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Der Sonntag ist für uns ein Ruhetag, doch ist es wahrscheinlich niemanden
bewusst, dass dieses Schema aus dem Judentum stammt, vom Wort oder der
Einstellung zum Sabbat. |
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"Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke beschicken. Aber am
siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk
tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine
Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in
sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles was
darinnen ist. Aber am siebenten Tag ruhte er von allen seinen Werken. Darum
segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“ (2. Mose/Exodus 20, 8–10). |
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Aus diesem Grund wird dieser verdiente, freie Tag wahrscheinlich auch heute noch
dazu benutzt, kirchlichen Rednern das Wort zu erteilen. "Das Wort zum Sonntag"
ist wohl jedem bekannt.
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Warum reden diese Leute nicht im Alltag? Hört ihnen niemand zu? Besteht die Welt
doch aus mehr als aus Worten? |
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Ich glaube schon. Floskeln sind heutzutage so
ziemlich das Überflüssigste, was es gibt. Davon wird niemand satt, von Worten
allein erhält niemand eine Chance für die Zukunft und Worte allein machen auch
nicht glücklich. |
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Es müssen schon Taten folgen - und nur deshalb werden wir unseren Sonntag jetzt
aus vollen Zügen genießen! Euch wünsche ich dasselbe! |
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P.S.:
Das war mein Wort zum Sonntag! |
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12 de enero 2008 |
| Samstag - sábado |
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| blauer Himmel und Sonnenschein, am Nachmittag graue Wolken |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
Arbeit macht das Leben süß
oder? |
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Für andere Erdbewohner hat bereits das Wochenende begonnen - bei uns wird noch
fleißig, regular, gearbeitet! Die Mauer muss
wachsen - und sie wird mit jedem Tag höher.
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Wir sind heute aber nicht die einzigen, arbeitsamen Menschen in der Gegend
gewesen. Auf der Baustelle, las obras, unter uns waren ebenfalls
Arbeiter auf ihrem Platz und der Kranführer, el conductor
de la grúa, hat die gesamte Nachbarschaft mit dem ständigen
Sicherheitsgepiepse des eisernen Riesen genervt. |
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Normalerweise ertönt der durchdringende Signalton nur als Warnung, wenn der
Kran, la grúa, Last nach oben befördert. Als
Schutz für die Arbeiter, los trabajadores,
die in der Nähe arbeiten. Heute hat sich dieses laute Signal, el
señal, regelmäßig in eine Sirene verwandelt. |
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Wo hat sich nur der Knopf zum Abstellen dieses
nervtötenden Tones versteckt?
Schade, dass sich die Arbeiter heute nicht an den Hinweis auf dem
Baustellenschild gehalten haben. Dort steht groß und deutlich geschrieben: |
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Betreten der Baustelle verboten!
¡Prohibida la entrada a toda persona ajena a las obras!
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Weitaus ruhiger wurde auf der Finca, die gegenüber von uns liegt, gearbeitet.
Der Nachbar hat einen Teil des Feldes mit Hilfe eines Esels umgebaut. Wie in
alten Zeiten. Bedächtig und ohne viel Staub auf zu wirbeln. Landidylle eben. |
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Der Esel, genauer gesagt das Tier, heißt auf spanisch übrigens el burro.
Benennt man einen Menschen allerdings mit dieser netten Bezeichnung, verwendet
man das Wort el estúpido.
Nur für alle Fälle, irgendjemand könnte ja einmal
Bedarf haben, oder auch nicht. |
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Ab Mittag hat auch bei uns die Freizeit begonnen und nach einem kurzen Einkauf
haben seit langer Zeit zur Abwechslung Sardinenfilets und danach einen
köstlichen Fisch gegrillt.
Der Grillmeister hat - wie immer - eine Meisterleistung vollbracht, es
hat wunderbar geschmeckt.
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Für heute also nur noch eines - euch allen ein schönes Wochenende! ¡Un buen fin de semana!
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11 de enero 2008 |
| Freitag - viernes |
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| am Morgen ein paar Regentropfen, Mittag sonnig später leicht bewölkt |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
Unkraut - der zweite Teil
leider nicht der letzte ... |
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Gestern Abend hat die Magie, la magia, bei mir Regie geführt.
¡No tengas miedo! Nein, nein, keine Angst, ich
beginne nicht zu zaubern, practicar la magia.
Obwohl, aunque - öfter wäre es vielleicht von
Vorteil ... |
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Wahrscheinlich, probablemente, ist es aber
besser so, wie es ist. ¿Quién sabe? Wer weiß,
was ich mit dieser Gabe anrichten würde? Die Versuchung wäre oft zu groß ... |
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Nein, ich habe mir ganz harmlos den letzten Teil des Filmes "der Herr der Ringe"
zu Gemüte geführt und als Nachspeise flimmerten dann noch "Zwei zauberhafte
Schwestern" über den Bildschirm. Genug Stoff für fantasievolle Träume. *g*
Einfach zauberhaft! iSimple encantador! |
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Ob Elben, Zwerge, Zauberer, Hobbits oder Hexen - alle Bewohner dieser Welten
sind mir äußerst sympathisch. Schade, dass sie mehr oder weniger nur mehr in
unserer Fantasie leben.
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Außer unserer Blumenelfe natürlich. Ich muss wieder
einmal nachsehen, ob ihr Haus schon beziehbar ist. Im Moment hat sie sich auf
eine kleine Reise zu ihren Freunden begeben.
Es kann allerdings nicht mehr lange
dauern bis sie zurück kommt - die Iris haben die ersten Knospen angesetzt.
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Georg hat sich gestern fast bis zur Geisterstunde, la hora
bruja, die Füße in den Bauch gestanden. Er
ist zu einer Informationsveranstaltung für den Ausbau der Autobahn,
la ampliación de la autopista, die den
Norden der Insel - und damit auch Icod betrifft - gefahren.
Gar so viel schlauer
ist er nicht geworden, dafür hat er einen kostenlosen Spanischkurs, un
curso de idioma
gratuito, erhalten.
Wenn man es von der vorteilhaften Seite, la parte
ventajosa, sehen will.
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Aber heute wird gearbeitet! Unsere Mauer wächst stetig, es wird nicht mehr lange
dauern, dann können wir die nächsten Pflanzen setzen. |
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Ich habe mich entschlossen meine Taktik dem Unkraut, la
mala hierba, gegenüber zu ändern. Ich
liebe es! Aus den vielen grünen Häufen wird schließlich irgendwann einmal gute, braune
Erde.
Positiv denken ist also die neue Devise! |
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10 de enero 2008 |
| Donnerstag - jueves |
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| leicht bewölkt, am Nachmittag kurzer Nieselregen |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
das Unkraut wird immer mehr
keine Ahnung warum ... |
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Zum Glück schießt nicht nur das Unkraut über Nacht aus dem Nichts, die anderen Pflanzen wachsen auch wunderbar. Ich
kann ja nicht klagen. Trotzdem, die Welt wäre schöner, wenn es diese wuchernden
Kleestauden nicht geben würden! |
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Als Belohnung für diese mühsame Arbeit, sind dafür ein paar Tomaten dunkelrot an
zwei Stauden reif für die Ernte gewesen. Herrlich - sonnengereifte Tomaten
schmecken um einiges besser als die geschmacklosen Dinger aus dem Geschäft.
In
ein, zwei Wochen können wir dann den ersten Rucolasalat ernten. |
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Im Moment haben wir eine kleine Salatlücke in
unserem Garten. Unser Heimaturlaub von Dezember hinkt uns noch ein bisschen
nach. Die Pflänzchen sind zur Zeit eher in der jugendlichen Phase. |
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Wilhelm Busch hat mich gestern auf den Geschmack von längst vergessenen
Kinderbüchern gebracht. Deshalb ist mir heute der Struwwelpeter in den
Sinn gekommen. Geschaffen hat diese Figur der des Frankfurter Arzt Dr. Heinrich
Hoffmann. Angeblich, weil er für sein dreijähriges Patenkind kein geeignetes
Bilderbuch finden konnte. Na, ob ein Dreijähriger die Geschichten vom
Suppenkasper oder .... versteht? |
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Heute gibt es für den aufmüpfigen Buben sogar ein Museum -
das Sruwwelpeter
Museum |
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Ich habe als Kind allerdings ein anderes Buch bekommen. Die Struwwel Liese,
war der Titel. Mit dem Struwwelpeter hat es nichts zu tun gehabt. Es wurde
1890 von Dr. Julius Lüthje für Mädchen geschrieben.
Es handelt sich dabei um ein wildes Mädchen, dass durch verschiedene Erlebnisse
doch noch in eine "kleine sittsame Dame" verwandelt wird. |
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Bei diesem Werk war wohl eher der Wunsch Vater des
Gedankens des Dichterlings und nicht, wie bei Hoffmann, die Beobachtung von
Kindern. Gefallen hat es mir trotzdem! |
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| Vielleicht suche ich das Glück viel zu weit weg? |
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Es ist wie mit der Brille:
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ich sehe sie nicht und dabei sitzt sie mir auf der
Nase.
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So nahe! |
| Autor unbekannt |
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Heute lese ich weder Max und Moritz noch den Struwwelpeter.
Falls ich zum Lesen
komme, nehme ich andere Bücher in die Hand. Zum einen Teil sind es Bücher über
die Kanarischen Inseln, denn mich interessiert die Geschichte, die Kultur und
die Traditionen der Insel auf der ich lebe. Auch Kochrezepte und Legenden dürfen
nicht fehlen. |
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Andererseits lese ich gerne witzige, entspannende Bücher, die aber trotzdem noch
eine gewisse Weisheit auf die Seiten geschrieben haben. Eines der besten davon
ist - für mich -
Die Bären Strategie von Lothar Seiwert.
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Bärig lebt sich’s eben leichter, denn jeder Tag ist
ein glücklicher Tag!
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Bären stehen für Ruhe und die Kraft, die nötig sind,
um die Herausforderungen eines hektischen Alltags überlegen
meistern zu können. |
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Köstlich zu lesen, wenn man die verschiedenen
menschlichen Charaktere in einer bezaubernden Fabel serviert
bekommt.
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In diesem Buch werden wir Menschen
anhand von Tieren beschrieben und es ist wirklich nicht schwierig, sich selbst
wieder zu finden. |
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Falls jemand zu bequem ist, das Büchlein zu lesen -
es gibt auch ein Hörbuch davon. Schaut doch auf die Seiten von
Amazon - es lohnt sich! |
| Viel Vergnügen beim Lesen! Meine Buchtipps findet ihr in Zukunft
auf einer separaten Liste - vielleicht ist ja ab und zu auch für
euch etwas Interessantes dabei. |
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9 de enero 2008 |
| Mittwoch - miércoles |
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| bis Mittag sonnig, dann leider wolkig aber trotzdem warm |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
Arbeit macht das Leben süß
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Die neue Steinmauer ist um ein Stück gewachsen und dem Unkraut ist es an den
Kragen gegangen. Ich hasse Unkraut - und meine Blumenkinder auch! Warum gibt es
keine Welt ohne Unkraut? Ich hätte wirklich nix dagegen. Diese Gewächse erinnern
mich ans Schneeschaufeln daheim. |
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Völlig überflüssige Arbeiten aber leider notwendig. |
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Unser Kampf geht weiter! Der Graureiher hat es sich mittlerweile auf unserer
Kiefer gemütlich gemacht. Ich vermute fast, dass er dort sein Nest bauen wird.
Klingt zwar komisch, ist aber so - Graureiher nisten bevorzugt auf Nadelbäumen. |
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Das soll verstehen wer will. Auf jeden Fall
verbringt er den Großteil des Tages zwischen grünen Nadelbüscheln. |
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Kaum zu glauben, dass dies ein und derselbe Vogel sein soll, oder? Klein,
geduckt und relativ unscheinbar wirkt er auf dem linken Foto. Frech, schlank und
nicht zu unterschätzen auf dem rechten Bild. |
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Wie viele Fische sich noch in unserem Teich tummeln kann ich im Moment nicht mit
Sicherheit sagen. Heute habe ich vier Kois, zwei der Schleierfische - die beiden
Prinzessinnen - und einen normalen Goldfisch gesehen. Viel mehr haben sich nicht
an die Oberfläche getraut. Na ja, warten wir mal ab. |
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Was wäre eine Welt ohne Max und Moritz? Oder ohne die Geschichte von der frommen
Helene? |
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Heute vor hundert Jahren ist
Wilhelm Busch gestorben. Ich bin mir sicher, dass es niemanden gibt, der
kein einziges seiner Werke kennt. Seine Ironie, die er mit wenigen Strichen aufs
Papier brachte, machte ihn fälschlicherweise zum ersten Comic-Autor.
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"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert", "Leben ist immer
lebensgefährlich", "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben..." das
sind nur drei der bekanntesten Busch-Zitate - die allerdings nicht von Wilhelm
Busch sind. |
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Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder
lesen!!
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Wie zum Beispiel hier von diesen, Welche Max und
Moritz hießen; |
| die, anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren, |
| oftmals noch darüber lachten Und sich heimlich lustig machten. |
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Dieser Vers ist nachweislich von ihm und wohl der
bekannteste Spruch aus seinen Werken. Es ist der Beginn des Vorwortes für seine
Erzählung über Max und Moritz. Weiter geht es dann mit dem ersten Streich - denn
der kommt sogleich! |
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In einem seiner allerletzten Gedichte, "Abschied",
stehen die Schlusszeilen: |
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Zwei Blinde, müd vom Wandern |
| sah
ich am Ufer stehn. |
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Der Eine sprach zum Andern: |
| "Lebwohl.
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Auf Wiedersehn." |
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Auf diesen Seiten über
Wilhelm Busch
könnt ihr viele seiner Geschichten online lesen - viel Vergnügen! |
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8 de enero 2008 |
| Dienstag - martes |
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| ein angenehm sonniger Tag |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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20 °
centígrados |
Lachen ist Energie für den Alltag
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Die Arbeitswelt hat uns zum Teil, en parte, wieder. Der erste Termin beim Steuerberater
steht an. Georg ist also bereits um neun Uhr in La Orotava. |
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Ich bin zu Hause geblieben und sorge dafür, dass wir wieder ein anständiges
Brot, un pan, auf den Tisch bekommen. Ein würziges Schwarzbrot mit
Sonnenblumen- und Kürbiskernen. |
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In Icod bekommt man
allerdings auch sehr gutes Brot, aber wie sagt man
so schön?
In der Abwechslung liegt die Würze, el aroma - oder zumindest so ähnlich. |
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| Kein Mensch kann wunschlos glücklich sein, |
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denn das Glück besteht ja gerade im Wünschen. |
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Attila Hörbiger |
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Gestern hat Peter Handke
ein Interview im ORF gegeben. Ich habe zu diesem Autor eine besondere Beziehung.
Mich hat als sechzehnjährige sein Buch "Wunschloses Unglück" fasziniert. Ich
habe darüber meine erstes Referat in Deutsch gemacht. Einfach ist es nicht
gewesen, da der Text sehr eigen formuliert ist. Ob den Inhalt damals von meinen
Zuhörern verstanden worden ist oder ob es überhaupt jemanden interessiert hat,
kann ich nicht beurteilen. Das war auch nicht wichtig. |
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Für mich war das Buch mehr. Die Gedanken und holprigen Sätze dieses Werkes haben
meine Art mit dem Umgang mit der Literatur bestimmt. Mit der Fähigkeit, zwischen
den Zeilen lesen zu können.
Falls es etwas zu lesen gibt. |
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Heute ist Peter Handke ein Mensch der fünfundsechzig Jahre alt geworden ist und
sehr weise aber nicht unterwürfig auf gestellte Fragen antwortet. Er ist Mensch
geblieben. Mit Fehlern, mit Schwächen aber mit schwungvollen Gedanken, die jedem
einzelnen dabei helfen können, aufrichtig und würdig leben zu können.
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Der Schreiberling als geheimer König - dieser
Ausspruch ist nicht sarkastisch gemeint.
Ein gebürtiger Kärntner eben, eine richtig lebendige Mixtur. Nicht liebenswert,
sondern wert, sich über diesen Menschen Gedanken zu machen.
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Hat man Glück verdient? Viele Unglückliche hätten es ja auch verdient, oder
nicht? Probleme können oft auch verschwinden, indem die Literatur sie sichtbar
macht. Aber eben nicht immer. Nutzen kann man mit keinem Messgerät messen.
Aber Literatur kann vielleicht so manche eingeschlafene Seele wecken. |
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| Zuviel Freizeit kann dazu führen, |
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dass die Menschen in Zukunft dazu übergehen,
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das zu tun,
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was sie schon immer getan haben, |
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nämlich sich gegenseitig umzubringen. |
| Alexander Mitscherlich |
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7 de enero 2008 |
| Montag - lunes |
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| ein weiß grauer Wolkenmix |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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19 °
centígrados |
unser neues Problem kommt
aus der Luft! |
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Für einen großen Teil der Canarios ist heute noch Feiertag. Alle arbeitenden
Menschen, die irgendetwas mit der Bauwirtschaft zu tun haben, können sich über
einen zusätzlichen freien Tag freuen. Da der Feiertag der Könige auf einen
Sonntag gefallen ist, wird er kurzerhand auf den darauf folgenden Montag
geschoben! |
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Fortsetzung folgt, continuará ... |
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Die mystische Geschichte, el cuento
místico,
rund um unseren Fischteich geht weiter. Gestern hat
wieder ein geheimnisvoller Inselbewohner das Teichwasser großzügig umgerührt.
Schaumkrönchen und frei schwimmende Blätter waren Hinweis genug. Die Fische
haben sich in uneinsehbare Tiefen zurück gezogen - falls sie noch da sind. |
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Heute Vormittag haben wir den Übeltäter gesichtet. Hoch oben auf unserer
einzigen großen Kanarischen Kiefer, el pinus canariensis, am Ende des
Hügels hat er sich nieder gelassen. |
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Es gibt sie also doch - Graureiher auf Teneriffa!
Graureiher klingt harmlos, aber es kommt sicher nicht von ungefähr, dass der
stolze Vogel vom Volk den Namen Fischreiher bekommen hat. Jetzt ist guter Rat
teuer. Was tun? |
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Eines ist klar, er hat den Teich als gedeckten Tisch entdeckt und wird ihn
sicher nicht mehr aus dem Gedächtnis streichen. Wenn uns also nichts Gescheites
einfällt, fliegen unsere Fische in Zukunft durch die klare Luft der Insel davon.
Fliegende Fische so zusagen. |
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Teich, Fische und Reiher sind gar kein so seltenes Problem. Ich habe nur so
geschaut, wie viele Seiten ich im weltweiten Netz ich gefunden habe. Irgendeiner
der vielen Tipps wird wohl hilfreich sein. Ich hoffe es zumindest. |
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Für heute haben wir einmal gelbe Warnbänder der Post
kreuz und quer über die Wasseroberfläche gespannt. Zusätzlich haben wir den
Zugang zum Wasser mit einem Maschendrahtgeflecht verstärkt. Schön sieht es nicht
aus.
In Wirklichkeit ist es sogar noch schlimmer, aber in den nächsten Wochen wird
unser dieser Anblick leider begleiten.
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Irgendwann wird der gefiederte Genosse dann wohl die
Freude an diesem idyllischen Flecken Wassergarten verlieren. |
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Ich freue mich ja über den eleganten Vogel - und nützlich ist obendrein! Auf
seinem Speisezettel stehen außer Fischen noch viele andere Tiere. Sie ernähren
sich von Insekten, Amphibien, Reptilien und kleinen Säugetieren. Vor allem unter
der Bevölkerung der Mäuse räumen sie gewaltig auf. Kein Nachteil, oder? |
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Trotzdem, todavia - in unserem Teich ist der Jäger mit der Harpune nicht
willkommen und das werden wir ihm auch deutlich zeigen.
Sein Jagdrevier ist groß genug und als Nachspeise sind unsere Fische
tabu! |
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6 de enero 2008 - Dia Los Reyes - Drei Königstag |
| Sonntag - domigo |
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| ein grauer Tag aber warm |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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19 °
centígrados |
alles hat ein Ende
leider ... |
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Du liebe Zeit! ¡Dios mío!
Wohin ist die Zeit verschwunden? Ab morgen
glitzert und leuchtet die Welt um viele Lichter weniger. |
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Ein letztes Mal haben rund um uns die bunten Lichterketten in rot, grün, blau
und gelb ihre blinkenden Lichter in die Dunkelheit geschickt. Gestern Abend sind
die Könige aus dem Morgenland mit ihren Kamelen durch die Strassen und Gassen
von Icod de los Vinos gezogen. Die Trommelwirbel und die begleitenden Kracher
waren bis weit nach Mitternacht nicht zu überhören. |
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Die Weihnachtszeit ist endgültig vorbei!
Falls das alltägliche Leben jetzt nicht
stattfinden sollte, gibt es allerdings schon eine neue Ausrede, una disculpa
nueva - Carneval ist das
neue Reizwort. |
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Das trifft aber nicht nur auf den Inseln im Atlantik zu. Auch in unserer alten Heimat, der Hochburg des Faschings, in Villach,
ist es Realität. Lei Lei! Der
Fasching in Villach ist bereits aus seinen
Startlöchern gekrochen und hat die erste Faschingssitzung bravourös hinter sich
gebracht. |
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Wir haben uns gestern Abend der Märchenwelt der Weihnachtszeit hingegeben. Dank
Satellit ist alles möglich und wir haben uns den Film
Dinotopia zu Gemüte
geführt.
Spannend, fantasievoll und trotzdem mit viel Tiefgang.
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Herrlich - Filme und Bücher, die ich liebe! Deshalb
bin ich auch eine große Liebhaberin von gescheiten - oder auch weniger sinnigen
- Sprüchen.
Ein Spruch zur rechten Zeit kann Leben retten! Man muss nur den
richtigen finden! Auswahl gibt es genug. Es muss ja nicht unbedingt "Schuster bleib
bei deinem Leisten" sein. |
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Ihr glaubt mir das nicht?
Dann bleibt euch wahrscheinlich, probable,
nur mehr der Genuss von Johanniskraut
zur Auswahl übrig. Ist auch nicht so schlecht, es wirkt! Ich habe es selbst
schon ausprobiert. Ich für meine Person bin allerdings zu der Erkenntnis
gekommen, dass Lebensweisheiten aller Art nützlicher für das heile Seelenleben sind.
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Einen Faktor darf man dabei allerdings nicht vergessen! Der Knackpunkt ist die
Sonne. Wenn man zuwenig Sonnenstrahlen in seinen Lebensbereich holen kann, dann
sind geistreiche Sprüche auch nicht sehr effizient. |
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Da lande ich dann allerdings schon wieder bei einer alten Weisheit. |
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Zur richtigen Zeit, en el momento oportuno, sollte man am richtigen Ort sein.
Aber woher soll man wissen
wo und wann das ist? Wie erkennt man die Zeichen der Zeit,
reconocer los signos de la época? Werden die Füße kalt, wird das
Zimmer nicht mehr hell oder ist die Geldtasche leer? Mag man die Aussicht aus
dem Fenster nicht mehr, wird man der Umgebung überdrüssig? |
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Ich weiß es nicht. Ein Volksrezept gibt es dafür zum Glück nicht. Wenigstens für
diese Entscheidung hat der einzelne Bürger noch das Recht, für sich selbst
entscheiden zu dürfen.
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5
de enero 2008 |
| Samstag - sábado |
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| sonnig am Vormittag, dann nur mehr bewölkt |
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Icod de los Vinos |
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14 ° centígrados
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19 °
centígrados |
Gold, Weihrauch, Myrrhe und viele Geschenke ...
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Los Reyes Magos, die Heiligen Drei Könige haben
heute eine arbeitsreiche Nacht vor sich. Vielleicht ist ja für mich auch noch
etwas dabei? Ich kann es ja einmal versuchen und ein Büscherl Heu vor unser Haus
legen. Damit soll man die Kamele anlocken können. |
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Ob es funktioniert? Allerdings gehe ich damit auch
ein gewisses Risiko ein, denn wenn ich nicht brav gewesen bin,
werde ich mit Kohlestückchen
bestraft.
In Wirklichkeit handelt es
sich dabei allerdings um eine süße Strafe - die Kohle ist aus Zucker! |
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Die Kamele, los camellos, lassen sich vielleicht durch wohlriechendes
Futter anlocken. Die drei Magier, Sterndeuter oder Weisen, die seit dem sechsten
Jahrhundert Könige genannt werden, finden durch den Stern an den richtigen Ort. |
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Den gutmütigen Santa Claus kann ja mit einem Glas
warmer Milch und ein paar Keksen bestechen, die drei stolzen Männer aus dem
Morgenland sind angeblich unbestechlich,
incorruptible. |
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Die spanischen Familien sind in der heutigen Zeit allerdings bereits in einer Zwickmühle,
un dilema.
Die Kinder stehen vor einer wichtigen Entscheidung. Es stellt sich eine
kniffelige Frage - schreiben wir den Wunschzettel an den
Weihnachtsmann oder an die Heiligen Drei Könige? Bis jetzt sammeln die Pagen der
Könige in den ersten Jännertagen noch die Briefe mit den geheimen Wünschen der
Kinder ein. |
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Noch behalten die Weisen aus dem Morgenland die
Oberhand. Aber wie lange noch? Der gemütliche
Weihnachtsmann lässt nicht locker! |
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In Schulen,
Geschäften und an Häuserfassaden klettert immer öfter der Dicke mit dem roten
Mantel auf der Leiter nach oben.
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| Ob es immer so ein harmonisches
Nebeneinander dieser beiden Welten
bleiben wird? |
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Die güldene Krone friedlich neben dem
kleinen Mann aus der Welt von Coca-Cola?
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| ¿La corona de
oro, tranquilo a lado del
hombre de pocos recursos, de el mundo de
Coca-Cola? |
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Doch das spanische Volk ist immer schon sehr
aufgeschlossen gewesen. |
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Bei der Wahl zwischen Papá Noel und Reyes
Magos ziehen sich viele spanische Familien mit einem Kompromiss aus der
Affäre.
Zur Freude
der Kinder - feiern immer mehr Familien zweimal - einmal am Heiligen Abend,
la Noche Buena,
und ein zweites Mal am Vorabend des Dreikönigstags! |
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Caspar, Melchior und Balthasar, Melchor, Gaspar y Baltasar, werden die
Weisen seit dem 9. Jahrhundert genannt. Sie sind die Vertreter der drei Rassen,
der drei Erdteile und der drei Lebensalter.
Der drei Erdteile? Ja, denn im 14. Jahrhundert
glaubte man im christlichen Abendland, dass die Welt aus drei Kontinenten
bestehen würde - Europa, Asien und Afrika.
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Die Reliquien der drei Könige aus der Bibel wurden
in früheren Jahren in Mailand verehrt. Am 23. Juli 1164 brachte Barbarossa
sie als Geschenk nach Köln. Seitdem werden
Überbleibsel in einem Goldschrein im
Dom der deutschen Stadt aufbewahrt.
Reliquie
heißt aus dem Lateinische übersetzt wirklich nichts
anderes als Überbleibsel |
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20+C+M+B+08 würde am heutigen Tag in Kärnten wahrscheinlich über unserer
Haustüre zu lesen sein. Es bedeutet Christus mansionem benedicat -
Christus segne dieses Haus. Auch wenn die meisten Menschen glauben, dass es die
Anfangsbuchstaben der Namen von Caspar, Melchior und Balthasar sein sollen. |
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Noch einmal zurück nach Spanien. Damit ihr erkennen könnt, wie wichtig diese
drei Königsmänner in Spanien sind. Am 5. Januar feiert König Juan Carlos dieses
Jahr seinen 70. Geburtstag. Doch offizielle Festakte gibt es am Samstag nicht.
Der Tag gehört in Spanien den Drei Königen aus dem Morgenland! Como es lógico. |
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| 4
de enero 2008 |
| Freitag - viernes |
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| einfach nur bewölkt |
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Icod de los Vinos |
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12 ° centígrados
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20 °
centígrados |
es werden immer mehr!
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Die wundersame Vermehrung hat begonnen - heute sind wieder alle vier Kois aus
der Tiefe aufgetaucht!
Vielleicht hat sich die Vogelszene im Teich ja auch ganz anders als wir es uns
vorgestellt haben abgespielt? |
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Auf den Kanarischen Inseln kommt eigentlich nur eine bestimmte Art von Reihern
vor. Der Kuhreiher, Bubulcus ibis, ist ein afrikanischer Vogel, der in
ganz Afrika und in Südasien verbreitet ist. Außerdem brüten die kleinen Reiher
auch in Portugal und Südspanien. |
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Sie ernähren sich in erster Linie von Heuschrecken und anderen größeren
Insekten. Deshalb halten sie sich gern bei Viehherden auf und fangen die von den
Huftieren aufgescheuchten Insekten. Sie
lieben es auch auf dem Rücken von weidendem Vieh, wo sie Insekten und Parasiten
finden, zu reiten.
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Der Kuhreiher gehört in jedem Fall zu einer Art der
Reiher, die sich meistens in völlig trockenen Gebieten aufhält und zur
Abwechslung vielleicht einmal Jagd auf ein Mäuslein macht. |
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Ihr Glück liegt also wohl eher auf dem Rücken der Pferde als im Wasser.
Auf unsere
Fische hat es der weiße Vogel aus diesen vielen Gründen wahrscheinlich überhaupt
nicht abgesehen. Wir haben ihn zu Unrecht verdächtigt.
iPerdón! |
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Vielleicht ist er einfach nur in Panik geraten und wollte nichts anderes als
heil mit seinen Flügeln aus dem Teich heraus kommen. Da Fische bekanntlich stumm
sind, werden wir die wahre Geschichte allerdings nie erfahren! |
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Aus der richtigen Perspektive |
| Man muss die Dinge nur aus der richtigen Perspektive sehen. |
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Als Goliath den Israeliten entgegentrat, |
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dachten
alle Soldaten: er ist so groß,
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den können wir niemals überwältigen! |
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Auch David sah sich den Riesen genau an und sagte
sich: |
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der ist so groß, |
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den kann ich gar nicht verfehlen! |
| Autor unbekannt |
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Morgen bekommen die Inselkinder endlich ihre Weihnachtsgeschenke, los regalos
de Navidad. |
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Am Vorabend, la
víspera,
des Drei König Tages verteilen die Könige aus dem
Morgenland ihre Geschenke. Damit ist auf den Inseln im Atlantik die
Weihnachtszeit endgütig ein Teil der Geschichte des alten Jahres. |
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Unsere Freunde haben heute Nacht bereits wieder im eignen Bett im kalten Villach
geschlafen - auch diese Zeit ist vorbei. Viel zu schnell sind die gemeinsamen
Urlaubstage vergangen. Aber die beiden kommen ja bald wieder! |
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Wir sind spazieren gegangen und haben uns weihnachtlich geschmückte Städtchen
und Häuser angesehen. In Garachico, also nicht weit von uns entfernt,
haben wir Krippen, los belénes, bewundert und
das vorgeschriebene Touristenprogramm abgearbeitet. |
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Einmal über die Plaza gehen und dann an der Küste
ein Gläschen Wein trinken. Die Wellen schlagen ziemlich kräftig an die
Lavasteine im Wasser, der Rettungsring steckt griffbereit neben dem Spazierweg
und die aufgestellten kanarischen Trachten verführen zu einem richtigen
Kitschfoto. Nett ist es trotzdem geworden, oder? |
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Ein andermal sind wir Richtung Tacoronte gefahren. Nach einem kurzen
Zwischenstopp beim Bauernmarkt haben wir das Auto in El Pris geparkt und
sind über einen steinigen Küstenweg in den nächsten Ort an der Küste, nach
Mesa del Mar, geklettert. |
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Gegessen haben wir allerdings wieder in einem kleinen Lokal an der Straße beim
Meer im kleinen Fischerort El Pris. Dieses Mal haben wir jedoch nicht ganz so
viel Glück gehabt wie sonst. Eine gar so große Auswahl an Fischen hat es in der
Küche nicht mehr gegeben. Geschmeckt hat es allerdings vorzüglich wie immer. |
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Ruck zuck ist der letzte Tag des Jahres auf der
Matte gestanden und wir wollten ein allerletztes Mal im Jahr 2007 am Playa
San Marcos ein Glas Wein trinken. Warme Sonnenstrahlen, keine Wolke am
Himmel und die Meereswellen schlagen gegen die Steilwände der geschützten Bucht.
Schwarzer Sand zu Füßen, die wärmende Sonne im Gesicht - kann ein Jahr schöner
ausklingen? |
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Ein letzter Einkauf im Mercadona von Icod de los Vinos. Trillernde
Policia Local und ein endloser Stau. Frischer Fisch, zwei Hummer und
ofenwarmes Weißbrot standen noch auf unserer Einkaufsliste.
Nach zwei Rundfahrten haben wir
alles
geschafft - na dann - dem Silvesteressen steht nichts mehr im Wege. |
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Die beiden Grillmeister haben uns einen vorzüglich geräucherten, gegrillten
Fisch serviert. Auf den Punkt durch, würzig und saftig. Sie haben sich selbst
übertroffen!
Nur
weiter so. |
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Nach unserem feudalen Fischessen ist wie aus dem Nichts ein menschlicher
Schatten hinter der Hausecke erschienen. Wer kann denn das sein? Lange hat das
Rätselraten nicht gedauert - es war unsere Nachbarin vom Hühnerhof. Candelaria
mit ihrem zauseligen Hund "Ding Dong" |
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Nachdem die Abende auch hier ziemlich kühl werden, habe ich während unseres
Silvestermahles bereits den Ofen in unserer guten Stube eingeheizt. Damit habe
ich aber unbewusst Rauchzeichen gesetzt. "Wir sind zu Hause!" war die Bedeutung,
die ich selbst nicht erkannt habe. |
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Wir sind also noch zur Ehre einer gekochten Yamswurz - einer weihnachtlichen
Spezialität der Umgebung - gekommen, haben noch ein Gläschen Wein aufs Neue Jahr
getrunken und unser letzten Stunden im alten Jahr in den gemütlich, warmen
Innenraum verlegt. |
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Um Mitternacht haben wir stilvoll mit dem Donauwalzer und unzähligen Raketen
rund um uns das Jahr 2008 begrüßt. Es wird ein gutes Jahr werden, da bin ich mir
sicher - auch wenn das Neujahrskonzert am nächsten Morgen eher im Schonwaschgang
abgelaufen ist. |
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Nach einem ruhigen Neujahrstag haben wir am zweiten Jänner ein letztes Mal
gemeinsam in Puerto de la Cruz gegessen. Erholt haben sich die beiden prächtig!
Das Jahr ist auf eine besondere Art zu Ende gegangen. |
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3
de enero 2008 |
| Donnerstag - jueves |
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| sonnig und warm, am Nachmittag bewölkt |
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Icod de los Vinos |
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12 ° centígrados
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20 °
centígrados |
der Alltag, la rutina,
hat mich wieder
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Massenmord, asesinato en masa, in Santa
Bárbara! Zum Glück war es nicht wirklich so drastisch, aber der Schock am Morgen
war groß. Das klingt ein bisschen verwirrend,
deshalb
werde ich wohl weiter ausholen müssen. |
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Gestern Nachmittag hat Georg einen ungebetenen Besucher auf der Finca entdeckt.
Gräulich weiß gefiedert mit einem langen Schnabel. Wenn man es ganz genau nimmt
hat wohl eher der ungebetene Vogel uns gefunden. Ein Reiher, una garza,
hat den Teich entdeckt! |
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Heute früh war kein Fisch mehr zu sehen, der Teich aufgewühlt und trüb. Gar so
klar und durchsichtig ist das Wasser vorher zwar auch nicht gewesen, aber so
eine Untergangsstimmung hat unsere Wasserwelt wirklich noch nie ausgestrahlt.
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Nach dem Frühstück habe ich mich trotzdem mit der roten Dose Fischfutter auf den
Weg gemacht. Vielleicht hat es ja doch ein paar Überlebende des Massakers
gegeben? Und siehe da - im trüben Wasser sind nach vielen, bangen Minuten immer
mehr, leicht orangefärbige Schatten aufgetaucht.
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Sie sind dem Feind entkommen. Momentan könnten sie jedoch wahrscheinlich
psychologische Betreuung vertragen. Bei der kleinsten Bewegung meines Kopfes war
niemand mehr zu sehen. Abgetaucht in die trübe Tiefe, versteckt unter Blättern
des Wassersalates und der Seerosen. Einfach nicht da.
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Die Bevölkerungsdichte unserer Wasserbewohner dürfte
zwar geschrumpft sein, aber einige tapfere Fischlein haben sich kurz an die
Wasseroberfläche getraut. Von den vier Kois war heute nur ein einziger zu
sehen - aber vielleicht werden es ja morgen wieder mehr?
Ihr könnt ja die Daumen drücken! |
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Im Film "Der Herr der Ringe" sagte einer der Elben: "Eine rote Sonne geht auf -
heute Nacht ist Blut vergossen worden." Gestern ist die Sonne rot im Meer
versunken. |
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| 2
de enero 2008 |
| Mittwoch - miércoles |
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| sonnig und warm, am Nachmittag bewölkt |
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Icod de los Vinos |
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16 ° centígrados
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22 °
centígrados |
morgen beginnt das normale Leben, heute
- tener
vacaciones
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Wenn Freunde hier sind und auch noch das alte durch das neue Jahr abgelöst wird,
kommt sogar mein Zeitplan durcheinander. Dafür gibt es morgen einen kleinen aber
feinen Rückblick auf die letzten paar Tage. |
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1
de enero 2008 - Neujahr |
| Dienstag - martes |
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| sonnig und warm |
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Icod de los Vinos |
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16 ° centígrados
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22 °
centígrados |
schon wieder ein neues Jahr
- tener
vacaciones
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| ¡Feliz Año Nuevo!
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| Wir wünschen euch allen ein
wunderschönes Neues Jahr! |
| iiiProsit 2008!!! |
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15. bis 31.
Dezember 2007 |
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Schreiben Sie uns einfach eine
kleine Nachricht |