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1 de mayo 2008 |
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30 de abril 2008 |
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Dienstag - martes |
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Icod de los Vinos |
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Es ist deine
Entscheidung, |
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in deinem Traum die Hauptrolle |
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oder in dem Traum eines anderen die Nebenrolle zu
spielen. |
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Auf der grünen Wiese hab' ich sie gefragt: "Liebst du mich, Luise?" "Ja!" hat
sie gesagt! |
Der Eindruck täuscht allerdings gewaltig.
Die Sonnenanbeter sitzen auf keinem weichen
Rasen - sie haben die Badesaison in Puerto de la Cruz eröffnet und lassen die
wärmenden Sonnenstrahlen auf sich scheinen. Ort des Geschehens - ein grünes
Plätzchen auf den Lavasteinen in der Bucht bei San Telmo. |
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Keine Ahnung, um welches Gewächs es sich dabei
handelt. Auf alle Fälle ergeben sich dadurch wunderschöne Farbspiele zwischen
Meereswellen, Schaumkronen, schwarzen Felsen und grünem Teppich.
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Lust auf ein Eis? Schade, wir haben es bereits heute Nachmittag
weggeschleckt aus der frisch gemachten Waffel gelöffelt. Es hat
wunderbar geschmeckt!
Ihr solltet es wirklich auch einmal kosten.
Man bekommt es in einem kleinen Eisgeschäft vor der Kapelle von San Telmo. |
sonniges Sommerwetter ...
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Wie war das Wetter heute?
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| der Calima ist verschwunden |
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18 ° centígrados temperatura
mínima |
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20 °
centígrados temperatura máximo |
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29 de abril 2008 |
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Dienstag - martes |
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Icod de los Vinos |
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Wer die Zeit
totschlägt ... |
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begeht Selbstmord. |
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Alexander Eilers |
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Und was macht man, wenn einem die Zeit davon läuft,
wenn der Tag zu kurz wird? |
Vielleicht finde ich es heute im Laufe des Tages noch heraus.
Am Abend bin ich mit Sicherheit gescheiter. |
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Der Wind hat uns zwei Tomatenstauden gnädiger Weise übrig gelassen. Wie man
sehen kann, schmecken die reifen Früchte auch anderen Zeitgenossen. Eidechsen
waren wieder einmal am Werk :o) Na ja, es sei ihnen gegönnt - aber auch nur
deshalb, weil es zur Zeit außergewöhnlich heiß ist und die eigentlich netten
Echsen irgendwo her Flüssigkeit bekommen müssen. |
Dafür lassen sie unseren Salat in Ruhe. Das sind
wahre Prachtexemplare geworden. Morgen werden wir den ersten Salatkopf ernten
köpfen. |
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So sieht unsere Nachzucht der Tomaten aus. Innerhalb von ein paar Tagen sind die
Pflänzchen richtig stämmig geworden. Für das Wachstum ist die Wärme Goldes wert!
Auch wenn es seinen Preis hat - der Wasserspiegel im Wassertank sinkt in
Rekordzeit. Kein Wunder - wir müssen im Moment Stundenlang bewässern.
Und die kultivierten Flächen werden wie von
Zauberhand immer größer. |
Aber wir haben alles im Griff, beziehungsweise den Wasserschlauch in der Hand.
Zum Glück sind auch bereits auf den meisten Terrassen Bewässerungsschläuche
verlegt.
Damit gießt sich wenigsten ein Teil der
Pflanzen fast wie von selbst. |
Der Waldbrand, el incendio, auf La Gomera war ist
in diesem Jahr das erste große Feuer auf den
Kanarischen Inseln. Mehr als 800 Hektar Land wurden durch die Brände zerstört. Die
Brandbekämpfung war durch große Hitze und den stürmischen Wind sehr schwer.
Als zusätzliche Hilfe wurden auch spanische Soldaten nach Gomera abkommandiert.
Nur wenn alle Kräfte zusammenarbeiten können auf den Inseln im Notfall größere
Katastrophen verhindert werden.
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Der Nationalpark Garajonay auf La Gomera steht wegen seinem einmaligen
Ökosystem seit 1986 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Mit seinen
fast vier Hektar nimmt der
1978 gegründete Nationalpark fast zehn Prozent der Insel ein. |
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Das Herzstück des
Nationalparks besteht aus immergrünem Nebelwald mit bis zu zwei Meter hohen
Farnen. Von den Bäumen hängen lange Bartflechten und in den Wäldern findet man
mit Moos bewachsene, knorrige
Äste und Bäche mit Wasserfällen. Eine Perle der Natur, ein Überbleibsel der
überlebenden Pflanzen der letzten Eiszeit. |
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Im el Cedro stehen baumhohe Erikagewächse, der bis zu fünfundzwanzig
Meter hohe Zedernwachholder und andere Baumarten des Lorbeerwaldes bilden den
botanischen Kern des Nationalparks. Dieser Urwald soll wie eine Mischung aus
Märchen- und Regenwald wirken - majestätisch, ruhig und geheimnisvoll. |
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Wir haben ihn leider noch nicht selbst gesehen, aber das werden wir mit
Sicherheit noch in diesem Jahr machen. Gomera liegt so nahe bei Teneriffa, dass
sich ein Wochenendausflug auszahlt. |
angenehm warm ...
das sommerliche Wetter pendelt sich ein |
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Wie war das Wetter heute?
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| Hochsommer - der Calima ist im abklingen |
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23 ° centígrados temperatura
mínima |
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30 °
centígrados temperatura máximo |
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28
de abril 2008 |
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Montag - lunes |
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Icod de los Vinos |
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Früh aus den Federn und dann nichts wie den
Gartenschlauch in die Hand nehmen und gießen,
gießen, gießen ... |
Viel heiße Luft um nichts? Uns bringt die für uns persönlich
durchaus willkommene heiße warme Luft den ganzen Tagesablauf
durcheinander. Wenn wir uns nicht sputen, lassen unsere Pflanze die Köpfchen
hängen. Vor allem unsere Blumen, die wir vor kurzem ins Freie gesetzt haben,
Pflänzchen in der Kinderstube und in den Blumentöpfen. |
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Sie schlucken das Wasser im vorbeigehen. Die Töpfe, die ich in der Früh förmlich
unter Wasser setze, sind in den Abendstunden erschreckend trocken. Also muss das
ganze Programm wieder von vorne gestartet werden. |
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Georg hat am späten Nachmittag einige schmierige Stunden seinem Liebling widmen
müssen. Der Schalthebel für die Hydraulik wollte nicht mehr so wie er es wollte.
Er hat nur mehr ins Leere gegriffen. |
Ein Öl verschmierter Mann, ein pechschwarz verziertes Arbeitshemd und eine
wieder erschwarzte Haarpracht war das Ergebnis der Aktion. Und nicht zu
vergessen - ein wieder funktionstüchtiger Hebel, der die Hydraulik im Griff hat!
Gekonnt ist eben gekonnt.
Georg kennt sein Helferlein schon sehr gut! |
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Heute habe ich einmal ein Rätsel, una adivinanza,
für euch :o) Zu welchem Grünzeug gehört diese Blüte? Ihr alle kennt
dieses Gewächs. Daheim ist es als Zimmerpflanze bekannt und hatte in den
Sechziger Jahren einen ziemlich modernen Status. |
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Man konnte sie in fast jeder Wohnung finden.
Sie gehörte als Statussymbol mehr oder
weniger zum guten Ton der bürgerlichen Gesellschaft dazu. Ein kleiner Tipp von
mir - der Gummibaum ist es nicht! |
ich hätte gerne Hitzeferien ...
aber unsere Pflanzen spielen nicht mit |
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Wie war das Wetter heute?
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| Hochsommer - der Calima ist im abklingen |
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25 ° centígrados temperatura mínima |
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30 °
centígrados temperatura máximo |
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27
de abril 2008 |
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Sonntag - domingo |
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Icod de los Vinos |
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warm, wärmer,
hochsommerlich warm ... |
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Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, |
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um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. |
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Mark Twain |
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¡Hay que calor! Der Calima vernebelt
versandet die Sicht. Von Fernblick kann man
im Moment nicht reden. Sogar den Teide sehe ich nur,
weil ich weiß, dass er da ist :o) Man weiß
nicht, soll man sich die Augen reiben, ist es
nebelig oder ist die Brille beschlagen. |
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Die runde Scheibe auf dem rechten Foto ist kein
Vollmond - es ist die Sonne! Gestern Abend hat sie
ihre Leuchtkraft in der Sandschicht der Luft
verloren. |
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Dabei geht es uns auf dieser Seite der Insel bei
Calima meistens gut und wir werden vom Sand ziemlich
verschont. In Santa Cruz oder im Süden der Insel
sieht es da schon anders aus. Wir bekommen
hauptsächlich den Vorteil der afrikanischen Heißluft
zu spüren. Den Sand dürfen andere Inselbewohner
zusammen kehren, bei uns ist die dünne Schicht aus
Saharasand zu verkraften. |
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Santa Cruz war bereits vorgestern von einer riesigen Sandwolke bedeckt. In La
Laguna soll der Sand sogar die Sicht auf die Nachbarhäuser verwehrt haben - aber
das hat nur jemand erzählt. Die örtlichen Erholungsbereiche wurden allerdings
geschlossen. und die Raffinerie in Santa Cruz hat ihre Tätigkeit eingeschränkt. |
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Prohibido hacer fuego en las áreas recreativas de la zona forestal por la ola
de calor y calima. Auf Teneriffa wurden vorsichtshalber die öffentlichen
Grillplätze gesperrt, ebenso die Forstwege. Das sind Vorsichtsmaßnahmen, die
niemanden weh tun, aber wahrscheinlich viel zur Vermeidung von Waldbränden
beitragen. Und davon haben wir im Vorjahr wohl genug bekommen. Teilweise
erinnern die schwarzen Baumleichen noch immer daran. |
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La Gomera ist nicht so gut davon gekommen. Seit gestern brennt es auf dem
nördlichen Teil
der kleinen Insel. Der heiße Calima ist die perfekte Unterstützung zur
Ausbreitung der Flammen. Hoffentlich wird das Feuer bald gelöscht, bis jetzt
wurden schon über tausend Menschen evakuiert. Auch Feuerwehren aus Teneriffa
sind bereits zu den Bränden unterwegs. |
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| Viele Menschen sind zu gut erzogen, |
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um mit vollem Mund zu sprechen;
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aber sie haben keine Bedenken, |
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dies mit leerem Kopf zu tun. |
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Orson Welles |
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Deshalb bin ich jetzt ruhig und gehen essen. Abendessen bei sommerlichen
Mittagstemperaturen am Abend sind auch hier um diese Zeit die Ausnahme von der
Regel.
Als Nachspeise gönne ich mir heute eine
Riesenportion Eis mit einem Schuss Cointreau - oder wird doch ein Eiskaffee
daraus? Im Moment habe ich große Lust auf beides. |
wir haben Hitzeferien ...
denn heute ist Sonntag! |
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Wie war das Wetter heute?
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| Hochsommer -
wir haben noch immer Calima |
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25 ° centígrados temperatura mínima |
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33 °
centígrados temperatura máximo |
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26
de abril 2008 |
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Samstag - sábado |
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Icod de los Vinos |
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Als Hundstage ... |
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werden die heißen Tage im Hochsommer bezeichnet |
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Wir haben weder Hochsommer noch Hundstage, obwohl
das Thermometer genau das feststellt
:o) Die sommerliche Jahreszeit hat begonnen,
wenn auch ein bisschen plötzlich. Zu meckern gibt es
allerdings nichts daran. Wir genießen ganz einfach
die ungewohnte Hitze! |
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Blumengießen bis Mittag und dann ist Schluss mit
Arbeit. Es ist zu heiß für irgendeine Tätigkeit im
Freien, denn hier scheint die afrikanische Sonne vom
Himmel. Sogar die Vögel haben sich zur Siesta zurück
gezogen. Es ist mucksmäuschenstill. Ab und zu flitzt
noch eine hitzebeständige Eidechse über die heißen
Steine. |
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Am Abend sind wir nach Icod gefahren und haben uns das angekündigte Konzert mit
Piano zu Gemüte geführt. Gerald hat uns dazu verführt, Treffpunkt zehn Uhr beim
Pavillon. |
Um neun Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht.
Für uns eine total unübliche Zeit, um noch
irgendwohin zu fahren. Aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel. |
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In einer der steilen Gassen am Rand der Innenstadt haben wir sogar einen
Parkplatz bekommen und sind dann gemütlich Richtung Zentrum spaziert. Die
Straßen von Icod sind stimmungsvoll geschmückt. Blumenampeln schaukeln von den
Laternen und zwischen den Häusern baumeln traditionelle Symbole der
verschiedenen Ortsteile von Icod. |
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Die Plaza war traumhaft geschmückt - es wäre einem Starangebot gerecht geworden.
Weiß gedeckte Tische mit stilvoll umhüllten Sessel - wie für ein Galadiner der
oberen Zehntausend. Stimmungsvoll beleuchtet unter einem bunten Himmel von
unzähligen farbenfrohen Bändern. |
Wir haben noch einen Tisch, der zur Bar der Plaza gehört, ergattert. Domingo,
der Kellner hatte heute eine besonders gute Laune, eigentlich war er schon fast
übermütig.
Er hat Georg zu seiner schönen Begleitung
gratuliert, una guapa. Damit war wohl ich gemeint :o)
neben oder hinter mir saß niemand. Ein guter Beginn für einen
schönen Abend, oder? Wann bekommt man schon so ein nettes Kompliment, wenn auch
indirekt. |
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Laue Luft,
Stimmengewirr und Kinderlachen, ein Gläschen kühler Wein - irgendwie eine
Stimmung wie bei einem Fünfuhrtee, nur eben mitten in der Nacht. |
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Der Klavierspieler gehörte nicht zur Spitzenklasse, ein Hobbymusiker, der zu
seinem Vergnügen im Wohnzimmer daheim spielt, kann die Leistung auch bringen.
Aber das tut in dem Fall überhaupt nichts zur Sache. |
Die Menschen genießen die Stimmung. Grüppchen auf
Parkbänken unterhalten sich, andere sitzen an den gestylten Tischen direkt bei
der Bühne und wieder andere, so wie wir, unterhalten sich im
Stadtcafé in der Bar. Die Musik ist eine nette Untermalung für einen
angenehmen, lauen Sommerabend. |
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Zum Glück haben die Darsteller im Laufe des Abends gewechselt. Nach der
Darbietung am Piano, das in Wahrheit ein Flügel war, ist eine Dixielandband
aufgetreten. Die Burschen haben ein bisschen mehr musikalische Stimmung bieten
können. Angenehm und schön. |
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Verabredet haben wir uns eigentlich mit Gerald, aber im Laufe des Abends hat
sich eine spanisch, deutsch, österreichische Familierunde ergeben. Es war ein
schöner Abend und wir haben eine Stimmung kennen gelernt, die wir so noch nicht
kannten. |
Ach ja, apropos Gerald und spanische Familie - über seinen Schwager haben wir
uns kennen gelernt.
Indirekt. |
Wir kennen seinen Schwager nicht und der kennt uns auch nicht. Aber er wohnt
irgendwo in Sichtweite von uns und als Gerald sich irgendwann einmal für unsere
Mauern interessiert hat, weil sie ihm gefalle haben hat uns
sein Schwager als Australier verkauft :o) |
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Den Rest der Kuppelarbeit hat dann unser Briefträger geleistet. Als Gerald
nämlich das erste Mal vor unserer Türe gestanden ist, waren wir nicht da. Aber
der Mann von der Post stand vor dem Briefkasten an unserer Einfahrt - mit
Briefen für uns. Davon hat sich unser Freund den Namen abgeschrieben, die Nummer
im Telefonbuh gesucht und auch gefunden ... |
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So, es ist jetzt wirklich schon spät, das war die Gute Nacht Geschichte für den
Samstag Abend. Ich werde mich jetzt auch flach legen, mein Schatz schläft schon
tief und fest. Bis bald! |
Urlaub habe ich leider keinen ...
aber ein Sonnenbad gönne ich mir trotzdem! |
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Wie war das Wetter heute?
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| Hochsommer -
wir haben noch immer Calima |
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26 ° centígrados temperatura mínima |
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33 °
centígrados temperatura máximo |
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25
de abril 2008 |
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Freitag - viernes |
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Icod de los Vinos |
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Das Gesunde an
einem Garten ist ... |
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dass er sich hauptsächlich unten befindet. |
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Damit wird man automatisch zu höchst gesunden
Kniebeugen gezwungen |
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... und erspart sich damit das teure Fitnessstudio
:o) |
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Heute früh hab ich meine Äuglein geöffnet, die Sonne
hat gescheint, der Ausblick vom Bett auf den Himmel
war eigentlich genau so, wie die Tage davor. Blauer
Himmel. Und doch, irgendetwas stimmt nicht. Aber
was? |
Es ist sieben Uhr und bei unserem Nachbarn brennt
noch kein Licht. Haben sie etwa verschlafen? Kein
Geräusch kommt von der illegalen
Baustelle unter uns. Haben wir irgendwas übersehen?
¿Hacer caso omiso de algo?
Im Kalender scheint kein Feiertag auf. Trotzdem
- ein freier Tag liegt in der Luft. |
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Ich habe in meinem eigenen Tagebuch nachlesen müssen
:o) |
In Icod ist heute ein regionaler Feiertag!
Festividad de San Marcos Evangelista. Auf
fast der ganzen Insel nimmt das
Leben seinen gewohnten Lauf, aber in unserem
Weinstädtchen ruht die Arbeit.
San Marcos ist der Schutzheilige für den Wein
und damit logischer Weise für Icod de los Vinos -
die schöne Stadt des Weines! Die Fiesta San Marcos
zieht sich in unserem Städtchen bereits seit einem
Monat hin, beendet ist sie mit dem heutigen Tag
allerdings noch immer nicht. |
|
Jeden Tag, todos los días, gibt es irgendwo
eine andere Veranstaltung.
|
Egal, sea lo que sea,
ob es sich dabei um einen Schönheitswettbewerb unter
Trachtenträgerinnen, ein Tennisturnier oder einen
Klavierabend auf der Plaza handelt.
Das Festtagsprogramm kann sich sehen lassen. |
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Okay, verspätet aber doch haben wir begriffen, dass
in Icod heute nicht gearbeitet wird. |
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Georg hat sogar den Bagger, den er in der Früh
gestartet hat, wieder abgestellt. Irgendwie kommt
man sich komisch vor, wenn man diese unheimliche
Ruhe mit Motorenlärm stört. Abgesehen davon, dass
einem diese Stille selbst ganz gut tut. Wenn es hier
einmal im Jahr totenstill ist, ist es wirklich
ruhig. So ruhig, dass man jedes Wort von einem
Nachbarn verstehen kann, der gut hundert Meter
entfernt den ganzen Tag mit Familie feiert! Man
könnte sich fast ins Gespräch einklinken :o) |
Wir haben uns also dafür entschieden leise Arbeiten
zu erledigen. Dabei ist uns heute aber salziges
Wasser von der Stirne gelaufen.
Wir haben Calima, das heißt die warme
heiße Luft von Afrika strömt auf die Insel.
Heute Nachmittag um drei Uhr wurden bei der
Wetterstation in Icod satte 33 ° C gemessen! |
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Am Abend hat diese Hitze natürlich einen großen
Vorteil - der Abend ist angenehm lau wie sonst nur
im Sommer. |
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Georg hat zwar nur kurze Zeit mit dem Bagger
gearbeitet, doch dabei gab es zwei bedauerliche
Todesopfer, las víctimas mortal. |
|
Beim Abtragen des Geröllhügels dürfte er eine
illegale Wohnung zerstört haben. Tief im Inneren
haben sich Kaninchen angesiedelt. Statik hin oder
her, ihr Heim ist anscheinend über ihnen zusammen
gebrochen und sie wurden wie bei einem Erdbeben von
den Steinmassen erschlagen. Man könnte dazu weinen,
aber ändern kann man die Situation leider auch
nicht.
|
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Wir haben sie standesgemäß begraben und hoffen, dass
es nicht noch mehr Todesopfer gegen wird. Vielleicht
hätten sie sich doch bei uns melden sollen?
Man sieht also wieder einmal, dass sich
Schwarzbauten nicht auszahlen, denn wenn wir
gewusst hätten, dass sie zwischen den vielen Steinen
ihren Wohnsitz haben, hätten wir sie bei Zeiten
evakuieren können. |
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Am Nachmittag haben wir erst einmal Palmen
beschnitten und Callas ausgegraben. Diese Pflanzen
lieben uns und wir sie! Es sind die elitärsten
Schnittblumen die man sich vorstellen kann. In der
Vase halten die Blüten fast eine ganze Woche. Davon
kann man also nie genug haben. Bei uns vermehren sie
sich von selbst, wir müssen sie nur von Zeit zu Zeit
auslichten und die so gewonnen Knollen neu
aussetzen. |
 |
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Und genau das haben wir heute im Schweiße unseres
Angesichts, con el sudor de nos frente,
getan. Gemeinsam haben wir wahre Monsterpflanzen
ausgegraben, geerntet und an neuen Plätzchen einzeln
wieder eingegraben. |
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Des Gärtners Freud und Leid ist und bleibt die
Gartenarbeit! Pflanzen, jäten, hacken, schneiden,
düngen ... |
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Wir sind zur Zeit mitten im Geschehen und arbeiten
uns von Terrasse zu Terrasse vor. Die Vegetation für
den Park wird von Monat zu Monat umfangreicher und
im Grunde genommen wissen wir nicht mehr, wo uns der
Kopf steht. Wo anfangen und wo aufhören? |
|
Wir schaffen das schon, aber es wäre angenehmer,
wenn wir endlich wieder normal arbeiten könnten.
Solange die gesetzlichen Voraussetzungen nicht
geschaffen sind, bleibt uns aber nichts anderes
übrig. Zu zweit ist es äußerst mühsam, denn
eigentlich sollte so ein blöder Tag nicht
achtundvierzig Stunden sondern gleich noch einmal
eine Draufgabe von vierundzwanzig Stunden mehr
haben. |
Wo die Arbeit in der Früh anfängt und wo sie am
Abend aufhört steht schon lange auf keinem
Terminkalender mehr.
Es wäre recht, alles gleichzeitig zu machen - doch
das funktioniert leider auch nicht. |
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Lange kann es ja nicht mehr dauern, auch die
Inselregierung hat Termine, die sie einhalten muss.
Aber welche Konsequenzen entstehen, wenn sie es
nicht tut? Der gesetzlich vorgeschriebene Zeitpunkt
für die Bestätigung des Widmungsplanes der Gemeinde
ist bereits überschritten. |
|
Heute nehmen wir uns die neu gebauten und bereits
bepflanzten Terrassen vor. Einige Pflänzchen werden
wir noch in die Erde verfrachten, alles sauber
machen, mit kleinen Kieselsteinchen aus Lavagestein
abdecken - und wieder ist einer der Punkte im
Pflichtenheft abgehakt. |
Julian ist ab Mai stolzer Autobesitzer! Gestern hat
er dafür alles geregelt. Er übernimmt unser Auto
daheim und kann dann auch in unsere
Versicherungsstufe einsteigen.
Er kann sein Leben als Autobesitzer mit der
niedrigsten Stufe, mit der Stufe null, beginnen und
muss sich nicht Jahre lang hoch herunter
arbeiten. Das ist doch was! |
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Der Hamster rennt ein Leben lang
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und kommt nicht von der Stelle.
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Er müht sich ab, |
|
voll Freiheitsdrang -
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und schwitzt doch nur in seinem Felle.
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Ich hatte einmal einen Hamster. Ich wollte unbedingt
einen haben, deshalb bin ich heimlich und ganz
allein in die Tierhandlung gestiefelt und habe mir
einen kleinen, braunen Hamster und einen Käfig mit
einem Laufrad gekauft.
Dann habe ich meine Eltern einfach vor die
Tatsache gestellt, dass es ab nun einen Bewohner
mehr geben wird. |
|
Eine gute Wahl habe ich leider nicht getroffen - mein Hamster war einer der
bissigen Sorte. Also konnte ich nix mit ihm anfangen. Er war absolut kein
Kuscheltier, dass ich aus dem Käfig nehmen konnte um damit zu spielen.
Kunststücke lernen wollte er auch nicht, aber dafür durfte ich regelmäßig seinen
Dreck wegräumen. |
Ein richtiger Glücksgriff! Fragt sich nur für wen? Blödsinn, die
Frage muss man sich gar nicht stellen, es hat nur einen Nutznießer gegeben. |
|
Wenn ich heute darüber nachdenke, kommen mir ganz andere Gedanken. |
|
Dieser kleine, braune, bissige Hamster hat eigentlich dasselbe getan, was heute
viele Menschen machen. Er hat sein Futter bekommen, sein Vorratslager angelegt,
seinen Mist hinterlassen und ist Nacht für Nacht in seinem Rad gelaufen. Nacht
für Nacht. Was ich von ihm wollte hat ihn nicht interessiert. Warum auch? An
seiner Situation hätte sich nichts geändert. Ich hätte ihn schon nicht
erschlagen. So war es möglich, dass ein kleines Tierchen die Regeln bestimmt
hat. |
|
Heute ist das eine Geschichte von gestern, eine Kindheitserinnerung. Der Kleine
Hamster - Mucki habe ich ihn damals genannt - lebt schon lange nicht mehr, aber
ab und zu taucht er noch in meinem Leben auf. |
|
Heute umgeben mich Menschen, die sich wie mein Hamster verhalten. Menschen, die
mit einer Selbstverständlichkeit einfach nur das machen, was sie wollen. Obwohl
sie dazu nicht das Recht haben. Aber was soll's? Man kann sie ja nicht
erschlagen, oder? Selbstjustiz ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei! |
|
Wie heißt es so schön? Recht haben, heißt nicht Recht bekommen! Es nützt nicht
einmal, wenn man Recht bekommt - wenn sich der andere nicht an Vereinbarungen
halten will. Aber so spielt das Leben. |
Gartenarbeit die zweite ...
und sicher nicht die Letzte! |
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Wie war das Wetter heute?
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| Hochsommer - um drei Uhr Nachmittag 33° C auf der Richterskala -
wir haben Calima |
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21 ° centígrados |
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33 °
centígrados |
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24
de abril 2008 |
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Donnerstag - jueves |
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Icod de los Vinos |
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Alles für den
Garten ... |
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deshalb pflanzen wir heute Tomaten |
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Der Wind, el vento, ist daran schuld - wir müssen
einige Tage gemeinsame Gartenarbeit einlegen. Der Sturm, der uns drei Tage lang
treu geblieben ist, hat unschuldige Opfer hinterlassen. Von unseren
Tomatenstauden haben nur zwei Stück überlebt. |
|
Meine liebevoll gezüchteten Chilitomaten liegen
ebenfalls am Boden zerstört danieder. Ich werde nie
erfahren, wie sie geschmeckt hätten, denn bis vor
einer Woche war noch keine einzige von den violetten
Früchten reif. |
|
Zum Glück, por suerte, existiert von unseren normalen Tomaten,
los tomates, bereits eine Nachzucht. Deshalb beginnen wir heute mit den Renovierungsarbeiten
im Gemüsegarten. Die vom Wind gebeutelten Pflanzen werden entsorgt und die neuen
Pflänzchen, neun Stück an der Zahl, eingepflanzt. |
Georg muss auch seinen Teil dazu beitragen, denn er
muss die neuen Stangen für die Rankhilfe der Tomaten wieder einmal tief in die
Erde schlagen. Das schaffe ich alleine nicht.
Es gibt eben immer wieder Arbeiten, bei denen man
auf die starken Männer nicht verzichten kann. |
 |
Im Jahr 1544 wurde die Frucht von einem italienischen Botaniker als Goldapfel, als pomi d'oro, beschrieben. Damals galt
das Gewächs allerdings
noch als Zierpflanze.
Warum ist mir zwar ein Rätsel, denn soo toll
sieht die
Pflanze auch wieder nicht aus. |
Wenn uns die Früchte nicht so gut schmecken würden,
würde ich mir nicht die Mühe machen, ständig irgendwelche Ranken in die Höhe zu
binden. Die Blüten können es ja wohl nicht sein?
Dann kann ich mir ja auch Gurken auf die Fensterbank
stellen! |
|
Um 1720 wurde bekannt, dass die Italiener diese roten Früchte, die Tomaten,
sogar essen sollten. Bis diese Erkenntnis in die Alpenländer vorgedrungen ist,
hat es aber noch lange zweihundert Jahre gedauert. Kochen ohne Tomaten kann ich
mir heute gar nicht vorstellen. Was wären Spaghetti oder eine Pizza ohne
Tomaten? Bei Tomatensalat oder Tomatensuppe gehen die Geschmäcker ja bereits
wieder auseinander. |
Egal ob roh oder gekocht, mir schmecken sie immer!
¡Gracias a Dios!
Gott sei Dank, hat Christoph Kolumbus 1498
einige Exemplare von dieser Pflanzenart nach Spanien und Portugal gebracht. |
unsere Welt bewegt sich momentan im grünen Bereich ...
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Wie war das Wetter heute?
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| wie jeden Tag - bis elf Uhr wolkenloser Himmel, dann übernehmen
die Wolken die Vorherrschaft |
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17 ° centígrados |
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20 °
centígrados |
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23
de abril 2008 |
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Mittwoch - miércoles |
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Icod de los Vinos |
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Die Katze auf dem
heißen Blechdach ... |
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eine kanarische Version. |
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die Geschichte gibt's am Ende des Tages ... |
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Gestern Nachmittag haben wir es wahr gemacht - wir haben uns Pueblo Chico,
das kleine Dorf, noch einmal angesehen. Pueblo chico heißt zwar übersetzt
kleines Dorf doch es ist ein Ausflugsziel in der Nähe von Puerto de a Cruz. Der
Park wirbt mit dem Versprechen, dass man die Kanaren im Kleinformat, Canarias
en miniatura, erleben könnte kann. |
 |
Diese Aussage ist zwar ein bisschen großspurig, aber der Park, el parque,
ist recht nett. Mit Minimundus
in Kärnten kann man diese Modellbauten aber
überhaupt nicht vergleichen.
Dafür sind die Modelle, los modellos,
zu einfach und zu ungenau gearbeitet. In der kleinen Welt
am Wörthersee werden alle Gebäude mit den
originalen Werkstoffen nach den realen Plänen nachgebaut. Die Miniatur ist also
wirklich eine Verkleinerung der Originals. |
 |
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Hier zählt nur die Wirkung, el efecto - und die lässt bei vielen Gebäuden
zu wünschen übrig - schade. Trotzdem ist es ein netter Ausflug und ein
kurzweiliger Rundgang durch eine Miniaturwelt zwischen Puerto de la Cruz und
Orotava. |
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Pueblo Chico hat
auch eine eigene Homepage - allerdings in spanischer Sprache. |
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Wer kann bei so einem Angebot schon widerstehen? Bei
dieser charmanten Aufforderung muss man ein Foto machen. Wie ein Zwerg oder ein
kleines Kind, como el enano o un niño pequeño,
habe ich mich trotz des Riesenstuhls, la silla gigante, nicht gefühlt.
|
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Der Ausflug war gestern und heute war Arbeit angesagt. Georg hat sich ein neues
Sieb gebaut. Für den Sandkasten ist es nicht gedacht, dafür ist es zu groß und
zu schwer. Damit will er in Zukunft die vielen Steine leichter sortierten. |
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Unter dem Motto, die guten ins Töpfchen, die
schlechten ins Kröpfchen. Oder war das umgekehrt? |
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Egal, es geht sowieso nicht um Erbsen oder Bohnen sondern um Steine :o) |
Miguel, unser Nachbar hat seit einigen Jahren eine schwarze Katze
eigentlich einen Kater mit vier weißen Pfoten. Seit einer Woche ist der
Stubentiger, der sich im Alltag eher wie ein Hündchen verhält, verschwunden.
Georg hat die schwarze Katze vorgestern Abend
aufgrund ihres Gemaunzes orten können. Er hat sich darüber gefreut und das
Töchterlein sofort von seiner Entdeckung informiert. Aber es kam keine Reaktion
aus dem Nachbarhaus. |
|
Die Katze hat sich nicht auf unserer Finca verlaufen!
Sie hat sich ihre weißen Pfote auch nicht auf einem
heißen Blechdach verbrannt. Sie ist irgendwie auf das Flachdach der Schule in
Santa Bárbara gelangt. Von einem Teil unserer Finca können wir die Schule sehen
und wie es der Zufall wollte, war das Kätzchen eben genau auf diesem Dach. |
|
Vielleicht war sie als Romeo unterwegs und Julia ist ihr entwischt? In ihrer
Enttäuschung hat sie dann die Orientierung verloren und ist in den Hungerstreik
getreten? Oder sie einfach nicht mehr nach Hause gefunden. |
Dort saß sie allerdings einen Tag später, also bis
gestern Abend ach noch immer. Miguel wollte oder
konnte nicht glauben, dass es seine Katze sein
sollte könnte. Aus diesem Grund hat
er den ganzen Tag lang keine
Anstalten gemacht, überhaupt nach zu sehen, ob es
seine schwarze Katze sein könnte.
|
|
Hätten wir sie aus ihrem Gefängnis befreien sollen
und ihm auf einem Silbertablett servieren sollen?
Das wäre wohl ein bisschen zuviel des Guten gewesen,
oder? |
Gestern Abend, natürlich zu der Zeit, als wir unser Festmahl genossen haben,
tanzt der gute Mann an und fragt uns, ob wir eine lange Leiter hätten.
Erstens haben wir keine lange Leiter und zweitens
wohnt seine ganze Verwandtschaft in der Umgebung der Schule. |
|
Ob er seinen Liebling im Endeffekt gerettet hat werde ich ja heute im Laufe des
Tages bemerken. Eigentlich müsste er mit einem Finderlohn kommen - oder doch
besser nicht, das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken :o) |
|
Um Katzen rankt sich ja so mancher Aberglaube, vor allem um schwarze Katzen.
Eine Katze auf dem Dach bedeutet Glück und Reichtum für die Bewohner. Läuft sie
einem über den Weg, ich weiß jetzt nicht ob von links oder rechts, soll sie
Unglück bringen. |
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Wahrscheinlich ist das
so wieso Unsinn, denn wie uns allen bekannt ist, gehen Katzen immer ihren
eigenen Weg. |
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Die Maus |
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Es wollte eine kleine Maus – im Keller wohnhaft –
hoch hinaus; |
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und eines nachts, auf leisen Hufen, |
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erklomm sie achtundneunzig Stufen |
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und landete mit Weh und Ach ganz oben, |
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dicht unter dem Dach. |
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Dort wartete bereits auf sie, die Katze, namens
Doremi.
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weiterlesen ... |
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Die Katze ist wieder Zu Hause! Ein Freund von Miguel ist aufs Schuldach
gestiegen und hat den Vierbeiner gerettet. Ende gut - alles gut! |
Pueblo Chicho heißt übersetzt kleines Dorf ...
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Wie war das Wetter heute?
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| blauer Himmel in der Früh, dann wieder wolkig aber warm |
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17 ° centígrados |
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21 °
centígrados |
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22
de abril 2008 |
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Dienstag - martes |
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Icod de los Vinos |
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Wer aufhört,
besser werden zu wollen ... |
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hört auf, gut zu sein. |
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Marie von Ebner-Eschenbach |
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Ein wahrer Spruch, oder?
Nachdem ich meine Kenntnisse als Gärtnerin
gezwungenermaßen ständig verbessere, muss ich bereits ein sehr guter
Mensch sein :o) Eigenlob stinkt, sagt man zumindest. Auf der anderen
Seite heißt es auch, dass man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen soll?! |
|
Was bedeutet diese Aussage überhaupt? Der Scheffel war in alten Zeiten ein Gefäß
für ein Getreidemaß. Wenn also jemand seine Kerze oder auch sein Petroleumlicht
statt daneben darunter gestellt hat, konnte man die Mengeneinteilung auf dem
Gefäß nicht erkennen. Diese Aktion ist also kontraproduktiv gewesen - vor allem
für den Verkäufer des Korns. |
|
Bis ins 19. Jahrhundert wurde Getreide nicht nach
Gewicht, sondern nach Volumen gemessen, ebenso wie Salz, Beeren, Nüsse oder
Hülsenfrüchte.
|
|
Bis 1872 war der Scheffel ein deutsches Hohlmaß für schüttbare, feste Dinge.
Die Mengenangabe wurde aber von Gebiet zu Gebiet variabel gehandhabt :o)
Das hölzerne Hohlmaß hatte eine Genauigkeit, die sich zwischen 30 und 300 Liter
bewegte. Praktisch, oder? |
Natürlich immer nur für einen der Geschäftspartner.
Daher kommt wohl auch der Ausdruck vom Geld
scheffeln. Heute würde das nicht mehr so einfach funktionieren, aus diesem Grund
hat sich ein neuer Berufszweig gebildet - die Geldfälscher. Aber das ist nur so
eine Annahme von mir. |
|
Streitigkeiten waren also an der Tagesordnung, denn der Müller bestimmte dadurch
den Gewinn des Bauern - je nachdem, in welchem Landstrich sich die Mühle befand
und wie der Müller die gelieferte Getreidemenge gemessen hat. |
Der Scheffel war aber auch ein Feldmaß. Es bezeichnete die Feldgröße, die
benötigt wurde, um einen Scheffel Saat zu säen.
Alte Sprüche haben also meistens sehr wohl
einen Sinn - man muss nur ein wenig nach den ehemaligen Lebensumständen graben. |
Ach ja, in Amerika ist der Scheffel noch immer eine offizielle Maßeinheit. An
der Börse wird Getreide in Scheffeln gehandelt - oder wie man das nennt. Welche
Menge heute dafür angenommen wird? Angepasst an den Käufer oder an den
Verkäufer? Nein, im Ernst - ein US bushel entspricht heute 35.259 Litern, ein
britisches bushel entspricht allerdings 36.37 Litern.
Ob da Mister Bush die Finger im Spiel hat? |
|
Aber jetzt zu einer ganz anderen Geschichte ... |
 |
Da staunt ihr, oder? Das ist der Echter Pfifferling, cantharellus cibarius,
oder Eierschwammerln - wie wir dazu sagen :o) Und das ist kein
geklautes Bild aus dem Internet.
Ersten mache ich so etwas nicht und zweitens
hätten wir die köstlichen Waldbewohner heute Abend
sonst nicht verspeisen können. |
|
Wir waren in Puerto de la Cruz und in La Orotava unterwegs. Auf der
Ausfahrtsstrasse von Puerto stand ein Mann am Straßenrand. Das ist an und für
sich nichts Besonderes. Auf Teneriffa wird oft neben der Strasse irgendetwas
verkauft, meistens Obst und Gemüse. Das Angebot ändert sich von Monat zu Monat.
Von Orangensäcken, ganzen Bananenschöpfen, Zwiebelzöpfen und Säcken mit
Kartoffeln. Im Herbst ergänzen die Maroniöfen das Bild und zur Weihnachtszeit
wird allerorts die Yamswurz als Spezialität angeboten ... |
|
Also, da stand ein Mann am Straßenrand, neben sich zwei kleine Steigen mit etwas
Gelben als Inhalt. Waren das gerade Eierschwammerln? Das kann doch gar nicht
sein - oder doch? |
Na ja, wir waren so wieso schon vorbei und das Auto kann man an dieser Stelle
nicht wenden. Wir sind also weiter zum Steuerberater nach La Orotava gefahren.
Rauf auf die Autobahn, zwei Abfahrten wieder runter, hinauf zum Büro unserer
Buchhaltung, zurück auf die Autobahn und nach Hause wieder
Richtung Puerto. |
Der Mann stand immer noch an der selben Stelle
und er hat tatsächlich Eierschwammerln in seinen
beiden, kleinen Holzkistchen. Frisch gesammelt im Gebiet oberhalb von Orotava.
Dem Regen der letzten Tage sein Dank :o) |
|
Wir haben uns ein Kilo der gelben Schwammerln gekauft. Verlangt hat er fünfzehn
Euro für ein Kilo, aber das sind sie auch wert gewesen. Sie waren hervorragend
geputzt und ganz frisch. Und wie oft leistet man sich schon so eine Delikatesse? |
La cantarela, das Eierschwammerl oder der Pfifferling ist eine der
wenigen Spezialitäten, das bis heute noch nicht gezüchtet werden kann. Das
Schwammerl wächst auf der Insel in
Laub- und Nadelwäldern hauptsächlich in den
Wintermonaten.
Nicht zu verwechseln mit dem Winter, wie er im
Kalender steht. Wintermonate bedeutet auf Teneriffa die Zeit zwischen Februar
und April. Soviel zur Insel des ewigen Frühlings :o) |
|
Auf Teneriffa bekommt man auch herrliche Herren- oder Steinpilze. Die tauchen
allerdings bereits im Dezember auf den verschiedenen Märkten auf. Ein besonderes
Paradies für
Pilzsammler und -gourmets soll allerdings unsere
kleine Nachbarinsel La Palma sein. Dort sollen über tausend verschiedene
Pilzarten vorkommen - obwohl, bis auf den Kastanienbaum, fast alle europäischen
Laubbäume als Begleiter der Schwammerln und Pilzein den Wäldern fehlen. |
 |
Etwas Olivenöl in die Pfanne, ein halbe, gehackte Zwiebel, eine
getrocknete Chilischote zerbröseln,
Eierschwammerln kurz anrösten, salzen und ein paar Löffel Crème Fraiche in die
Pfanne geben. |
|
Ein paar Minuten leicht köcheln lassen, mit dem frisch gehackten Petersil vermischen -
fertig ist die Delikatesse! |
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Geschmeckt hat es hervorragend! Schade, dass keiner von euch mit uns essen
konnte. Vielleicht ein anderes Mal? |
ich scheffle Unkraut ...
und warum kein Gold? |
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Wie war das Wetter heute?
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| blauer Himmel in der Früh, dann leider wolkig aber warm |
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17 ° centígrados |
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19 °
centígrados |
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21
de abril 2008 |
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Montag - lunes |
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Icod de los Vinos |
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Vollmondnacht die
zweite ... |
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keine Sterne am Himmel und der Mond versteckt sich
hinter Wolken ... |
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aber ich bin das erste Mal um drei Uhr aufgewacht.
Ich werde ja nicht mondsüchtig werden? Geschlafen
habe ich nicht sehr viel. Dabei hat mich der Vollmond eigentlich noch nie
gestört. |
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Heute ist Gartenarbeit angesagt. Es ist bewölkt aber angenehm warm, das perfekte
Wetter für diese Arbeit. |
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Begleitet hat mit ziemlich zutraulich und mit viel frechem Gezwitscher ein
kleines Vögelchen. Verstanden habe ich leider kein Wort. So wichtig wird es
nicht gewesen - vielleicht war ihm überhaupt nur langweilig :o) |
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Der nächste Hügel wird beseitigt. Georg wühlt sich mit der Baggerschaufel durch
den Geröllhaufen. Was würden wir nur ohne unserem Helferlein machen?
Aufgeschichtet ist dieser Seinhaufen sicher im Laufe vieler Jahre
worden. Stein für Stein. Ein Lagerplatz für unnütze Steine, die Jahr für Jahr
beharrlich an die Erdoberfläche wandern. |
|
Mit der Zeit ist daraus ein Hügel entstanden, den
wir jetzt mit viel Zeitaufwand abtragen werden. |
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Ich bin schon gespannt, wie tief der nächste Maulbeerbaum in den Steinen
versteckt worden ist. Bis heute Abend sind noch keine Wurzeln zwischen den
Steinen sichtbar geworden. |
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Erfahrungen sammelt man wie Pilze - |
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einzeln und mit dem Gefühl,
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dass die Sache nicht ganz geheuer ist. |
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| Erskine Caldwell |
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Wir leben nicht im Wald - aber wir haben Pilze,
las setas. Sie wachsen direkt unter einem kleinen Orangenbäumchen.
Schwammerlgulasch werde ich zur Vorsicht aber keines
kochen, keine Angst! |
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Ich weiß zwar nicht, welche Exemplare das sind, Fliegenpilze sind es auf alle
Fälle nicht. Der wäre mit seiner roten Kappe und den weißen Tupfen viel
fotogener :o) Die dekorativen Kappenträger, also ich meine den
Fliegenpilz, la amanita muscaria, wächst übrigens auf Teneriffa.
Ein Glücksbringer, den man im Wald finden
kann - wenn man Glück hat. |
Der Alltag hat uns wieder ...
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Wie war das Wetter heute?
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| blauer Himmel in der Früh, dann leider wolkig aber warm |
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17 ° centígrados |
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20
de abril 2008 |
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Sonntag - domingo |
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Icod de los Vinos |
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Vollmondnacht ... |
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und
die Sterne leuchten ... |
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Jetzt scheint die Sonne!
Einem schönen Sonntag steht nichts im Weg. "Früh
sprang ich heut aus warmer Daune ins Bad und dann zum Frühstückstisch..." |
Das war nur ein kopierter Scherz :o) Er könnte aber fast
von mir sein! Wir haben uns heute einfach einen gemütlichen Tag
gegönnt. Nicht mehr und nicht weniger. Das Wetter passt auch dazu. |
|
Begonnen hat der Tag mit Sonnenschein und blauen
Himmel und hat dann unbemerkt zu Wolken vom Meer bis zum Berg gewechselt.
|
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Alles in allem - eine Tag ohne besondere Vorkommnisse! |
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Ich geh jetzt Knoblauch schälen, heute gibt es spaghetti carbonara :o)
Wir leben heute italienisch und genießen das dolce vita. |
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Gestern habe ich noch einen Zungenbrecher entdeckt - Christina, der ist für
dich! |
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Drei Hexen schauen sich drei Swatch Uhren an.
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Welche Hexe schaut welche Swatch Uhr an? |
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Und nun das Ganze in englischer Sprache! |
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Three witches watch three swatch watches. |
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Which witch watch which swatch watch?? |
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Bis morgen, hasta mañana! Morgen ist auch noch ein Tag, mañana
es otro día. |
Immer wieder Sonntag ...
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Wie war das Wetter heute?
|
| von allem etwas *g* |
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19
de abril 2008 |
|
Samstag - sábado |
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Icod de los Vinos |
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Enjoy your flight ... |
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oder wie Patricio gestern gesagt hat - |
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¡Buen viaje! |
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Das letzte gemeinsame Frühstück für lange Zeit!
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die man genießen
sollte - auch wenn es gerade diesen Zustand nicht wirklich gibt. Es existiert
eigentlich nur der Augenblick, einen Wimpernaufschlag kurz. Der Rest des
Empfindens ist in Wahrheit bereit wieder Vergangenheit. |
 |
|
Flughafen Teneriffa Süd. Vor zwei Wochen sind wir
auch dort gewesen. Damals wie heute hat die Sonne vom Himmel gelacht. Doch wohin
sind die zwei Wochen dazwischen verschwunden?
|
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Julian hat seinen Flieger bestiegen und wir haben uns auf den Weg nach Hause
gemacht. |
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|
Auf der Höhe von Santiago del Teide beginnt der
Ginster zu blühen. In den nächsten Tagen wird sich die Landschaft in eine weiße
Blütenwolke verwandeln. |
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Winzige, kleine Blüten, die die Illusion von Schnee vermitteln. Außer man sieht
genauer hin - dann erkennt man die einzelnen Sträucher, die mitten in einer
erdigen Landschaft stehen. |
Julian fliegt seiner Heimat entgegen ...
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Wie war das Wetter heute?
|
| das schöne Wetter hat uns verfolgt :o) |
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18
de abril 2008 |
|
Freitag - viernes |
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Icod de los Vinos |
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Urlaub ist wie
einmal Volltanken ... |
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und die Akkus auffüllen. |
|
Achim Schmidtmann |
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Heutzutage ist eine Urlaubsreise schon fast ein bisschen billiger als
einmal seinen Tank aufzufüllen :o)
Noch nicht hier auf unserer kleinen Insel
im Atlantik, aber in Österreich. Auf alle Fälle ist
Urlaub erholsam und wir haben jetzt fast ganze zwei
Wochen mit Julian - mehr oder weniger - Urlaub
gemacht.
|
|
Heute ist der letzte Tag, den wir gemeinsam verbringen, morgen Nachmittag steigt
er bereits wieder in einen Flieger und hebt Richtung Salzburg ab. Wo sind die
Tage geblieben? |
|
Wir haben für heute kein gigantisches Programm beschlossen. Ein schöner,
erholsamer Tag war das Ziel von uns drei - einstimmig angenommen. Nach einem
gemütlichen Frühstück wollten wir uns auf den Weg machen. Buchstäblich in
letzter Minute wurden wir daran gehindert. |
|
Unvorhergesehener Besuch ist erschienen. Ein "alter" Bekannter von unserem
Chinesen in Puerto de la Cruz ist aufgetaucht. Hat zwar nicht in den
Terminkaleder gepasst, aber es es war menschlich einfach in Ordnung. Uns ist ja
nichts davon gelaufen. Wir sind nur eine Stunde später los gefahren. |
 |
Unser Ziel war Icod el Alto, denn von dort kann man die Umgebung aus der
Vogelperspektive betrachten. Die Welt liegt einem zu Füssen.
Na ja, realistisch gesehen ist es nur ein
kleiner Teil davon - schön ist es aber trotzdem! |
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|
Danach haben wir einen kleinen Abstecher ins
Monasterio bei Puerto de la Cruz gemacht. Georg und ich haben eine Vorspeise für
unser Abendessen genossen - Julian hat mit der Nachspeise begonnen :o)
Noch einige kleine Besorgungen im Al Campo und ab nach Hause zu einem
zünftigen Fischgrill! |
Auf der halben Strecke von Puerto nach Icod hat sich plötzlich eine massive
Verkehrsstockung ergeben. Komisch, aber keinem von uns ist es aufgefallen, dass
uns auf der Gegenfahrbahn bereits seit einiger Zeit kein Auto mehr entgegen
gekommen ist.
Da muss ein Unfall passiert sein. Das kann auf
dieser Strecke durchaus einen stundenlangen Stau bedeuten.
Georg hat zum Glück schnell reagiert und wir
sind über einen Umweg nach Hause gefahren. |
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Einmal wenden, ein paar Kilometer zurück und den Weg über die Berge. Wir sind
also die gleiche Strecke, die wir am Vormittag für unseren Ausflug gewählt
haben, wieder nach Hause kutschiert. |
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Holz anzünden, Kartoffeln kochen - der Rest des Festmahles war bereits
vorbereitet. Julian hat sch heute durch die fischige Speisekarte gegessen.
Calamares vom Grill, Gambas als Zwischengang und als Hauptspeise einen
Wolfsbarsch, Lubina oder Branzino, wie er in Italien genannt wird. |
|
Zwischendurch ist noch Patricio aufgetaucht und hat den reparierten Kompressor
zurück gebracht und während unseres Abendessens ist noch Marcos bei uns gelandet
um sich ein Werkzeug auszuleihen. |
Ein Kommen und Gehen, wie man es besser nicht erleben kann. Nur - wofür wir den
hausgebrannten Schnaps von Marcos verwenden sollen?
Er ist eher dafür geeignet zukünftige Kunden
für Blindenhunde zu schaffen. Und ich weiß wovon ich rede! Doch der Wille
heiligt die Mittel, oder? |
Wir sehen uns die Umgebung heute einmal von oben an ...
|
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Wie war das Wetter heute?
|
| das schöne Wetter hat uns verfolgt :o) |
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17
de abril 2008 |
|
Donnerstag - jueves |
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Icod de los Vinos |
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Der Amtsschimmel
wiehert ... |
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die Bürokratie lebt sich aus - |
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hier genau so wie in anderen europäischen Ländern... |
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Wenn nicht mit noch mehr Perfektion und Papierkram
:o) Es geht einfach nix weiter. Egal welche Partei am
Ruder sitzt.
Wer den Amtschimmel also wieder einmal wiehern hören möchte - hier
ist er an der richtigen Stelle!
|
In Icod de los Vinos hat vor einem Jahr die PSOE die Herrschaft an eine neue
Koalition abgeben müssen. Die Wähler haben diese Entscheidung mit Hilfe ihrer
Stimmzettel bei der letzten Wahl getroffen. Geändert hat sich
dadurch überhaupt nichts! Im Gegenteil - irgendwie herrscht hier nun ein
unkontrolliertes Chaos. Man könnte in Versuchung kommen, zu behaupten, dass die
wirtschaftliche Welt still steht.
|
Na ja, so krass ist es nicht.
Angrenzend an unser
Grundstück wird frisch und fröhlich gebaut. Eine Reihenhaussiedlung mit 58
Wohneinheiten. Zurzeit natürlich ohne Genehmigung. |
|
Wer der Bauherr ist? Eine Unterfirma der Gemeinde.
Die durchführende Baufirma ist übrigens eine vom spanischen Festland und die
zwanzig Arbeiter, die hier fleißig arbeiten sind so zusagen Gastarbeiter auf der
kleinen Insel. Ihre Heimat befindet sich zweitausend Kilometer von hier
entfernt. Anstandshalber sind vier Canarios auf der Großbaustelle beschäftigt. |
|
Soviel zum neuen Stand in der Gemeindepolitik. Auch
wenn der Bürgermeister und seine Helfer wirklich
zuvorkommend und hilfsbereit sind, aber auch ihnen
sind die Hände gebunden. Wie gesagt - der
Amtschimmel wiehert! |
Mich erinnert das ganze Spielchen ein bisschen an
das Buch "Die Farm der Tiere" von George Orwell. Die intelligentesten Tiere der
Farm, die Schweine, haben in dieser Geschichte die die Revolution angezettelt
und das Kommando übernommen.
Und was ist dabei heraus gekommen? Nix! |
George Orwell wollte mit seinem Buch zeigen, dass jede Revolution in der
Geschichte der Menschheit sinnlos ist. Kein Aufstand bringt Veränderungen mit
sich. Der alte Zustand bleibt immer erhalten, wenn auch vielleicht
auf eine andere Art und Weise. Für den einzelnen Menschen ändert sich nicht
wirklich etwas. |
|
Oder kann mir jemand erklären worin der Unterschied zwischen Überheblichkeit und
Unwissenheit liegt? Auch wenn es diesen kleinen, feinen Unterschied geben sollte
- es ändert nichts an der Tatsache, dass beide Eigenschaften gleich schädlich
für die Wirtschaft sind.
|
|
Die neuen Herrscher des Bauernhofes stellten damals bewundernswerte Gesetze auf: |
|
 |
Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein
Feind. |
|
Alles, was auf vier Beinen geht oder
Flügel hat, ist ein Freund.
|
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Kein Tier soll Kleider tragen.
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Kein Tier soll in einem Bett schlafen.
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Kein Tier soll Alkohol trinken.
|
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Kein Tier soll ein anderes töten.
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Alle Tiere sind gleich.
|
|
Es dauerte allerdings nicht lange und die Regeln
wurden still und heimlich ergänzt.
Plötzlich hieß es: kein Tier soll Alkohol trinken -
im Übermaß. Oder - alle Tiere sind gleich, aber
manche sind gleicher! |
|
Warum ist der Mensch noch immer nicht fähig, aus
alten Texten zu lernen? Weil wir diese Ratschläge
als Märchen oder Geschichten einstufen? |
Das macht man im Normalfall eigentlich nur bei guten
Empfehlungen aus elterlichem Munde. Diese Weisheiten
will niemand hören, denn die nächste Generation ist
immer schlauer als die alte. Das haben wir schon so
praktiziert und das wird auch in Zukunft die Regel
sein. Die Finger verbrennen muss sich eben jeder
selbst :o) Denn wie heißt es so schön?
Nur aus eigener Erfahrung
wird man klug! |
Wir haben uns dazu entschlossen, heute einen Austag
einzulegen. Ich glaube, ich habe die Nerven meiner
beiden Männer gestern ziemlich gespannt.
Die beiden möchten am Abend zwar schöne Fotos
sehen, aber auf die Fotografin warten, das wollen
sie nicht. Dafür spazieren sie tratschend durch die
Gassen und sehen die halben Dinge nicht. |
 |
|
Neben dem Liceo de Taoro erhebt sich im
Garten Victoria, en el Jardín Victoria, oder,
wie er auch genannt wird, im Garten del
Marquesado de la Quinta Roja das Mausoleum des
VIII. Marqués von La Quinta Roja, Don Diego de Ponte
y Castillo. Der Marqués war einer der bekannten
Söhne der Stadt und gehörte auch zur Freimaurerloge
von Taoro.
|
|
Der junge Mann soll ein streitbarer, junger Adliger
gewesen sein. Mit achtundzwanzig Jahren lag der
Marqués im Sterben.
|
|
Weil der Priester
aus Orotava, Don Acisclo, el clérigo
José Borgues Acosta,
in einer seiner Sonntagspredigten über das Unwesen
der Freimaurerei gewettert hatte, verwehrte der
Adelige ihm den Zutritt zu seinem Anwesen und
konnte so auch nicht die letzte Ölung bekommen. |
|
Deshalb
verweigerte der Priester der Mutter das Begräbnis
des so früh dahingeschiedenen Rebellen in geweihter
Erde. Auf dem Friedhof war damit kein Plätzchen für
ihren Sohn frei, er musste auf dem Totenacker der
Gehenkten und Selbstmörder verscharrt werden. Welche
Schande für die angesehne Familie! |
|
Die tief gekränkte Mutter Doña Sebastiana del
Castillo beauftragte 1882 den
französischen Architekten Adolphe Coquet mit der
Planung einer letzten Ruhestätte für ihren
einzigen Sohn. |
|
Coquet war ein Verehrer antiker Mythen und so
entwarf der französische Architekt einen
Marmorpantheon. Ursprünglich wurde das Grabmal auch
von einem keltischen Kreuz gekrönt. Das ist
allerdings verschwunden. |
 |
|
Das Mausoleum wurde also für die Familie Ponte
gebaut. Aber
die sterblichen Überreste des Sohnes wurden dort
jedoch nie zur letzten Ruhe gebettet. Dabei hat man
von diesem Punkt aus einen wunderschönen Ausblick
auf die Stadt.
|
|
Seine Witwe war dagegen. Sie verhinderte die
Überführung des Leichnams, da sie mittlerweile vom
Papst in Rom die Erlaubnis für ein christliches
Begräbnis bekommen hatte. Deshalb blieb das
wunderschöne Mausoleum gegen den Willen ihrer
Schwiegermutter leer.
|
|
Don Acisclo soll schließlich mit den Worten "Dein
Wille geschehe, o Herr, nicht meiner!" der Umbettung
des Marquis auf den Gemeindefriedhof zugestimmt
haben. Seitdem ruht der VIII. Marqués von La Quinta
Roja, Don Diego de Ponte y Castillo in geweihter
Erde. |
 |
|
Das Mausoleum ist heute also lediglich ein kleines,
leeres Schmuckstück aus weißem Marmor. Kunstvoll
gestaltet - und nie genutzt. |
|
Papst Pius IX verbot zu dieser Zeit generell den
Eintritt von Freimaurern in geistliche Orden und in
den Klerus. Er ordnete an, dass Freimaurern kein
Ehesegen gespendet wird und verweigerte den
Freimaurern die kirchlichen Begräbnisse.
Die kirchliche Gesetzgebung ging dann etwas
gemildert in den Codex Iuris Canonici des Jahres
1917 ein. |
|
Das ist schon lange Zeit her und heute hat sich
zwischen Kirche und den Logen wieder ein Dialog
entwickelt. Die fünf Grundpfeiler der Freimaurerei
sind
übrigens Freiheit, Gleichheit,
Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. |
Fincaleben ist heute angesagt ...
wir brauchen eine kulturelle
Verschnaufpause |
|
Wie war das Wetter heute?
|
| feinster Nieselregen am Vormittag - Nachmittag bewölkt und
trocken. |
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17 ° centígrados |
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20 °
centígrados |
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16
de abril 2008 |
|
Mittwoch - miércoles |
|
Icod de los Vinos |
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Es klappert die
Mühle am rauschenden Bach ... |
|
klipp, klapp! |
|
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach,
klipp, klapp! |
|
Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot, |
|
und haben wir dieses, so hat's keine Not. |
|
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp! |
|
In La Orotava klappern
mahlen die Mühlen anders Gofio.
Ursprünglich wurde Gofio aus gerösteter Gerste
hergestellt. Heute besteht das feine Mehl meistens
aus gerösteten Maiskörnern. |
|
Ich persönlich kann damit nicht wirklich etwas anfangen, obwohl ich es mit
bestem Vorsatz versucht habe. Und eine schlechte Köchin ohne Fantasie bin ich
auch nicht! Doch irgendwie und irgendwann lassen mich auch meine
Vorstellungskräfte im Stich - vor allem, wenn mir unser Nachbar erzählt, dass er
Salat mit Gofio liebt. :o)
|
Ein Kitzel für die Geschmacksnerven kann diese Variante nicht sein - ich würde
es eher unter Mastfutter einstufen. Aber jeder soll auf seine Weise,
de esta manera, glücklich
werden.
Para gustos se hicieron
los colores. Gusto und Geschmack sind zum Glück eine
persönliche Entscheidung. |
|
Wenn die Geschmäcker überall auf der Welt gleich wären, könnten sich die
internationalen Lebensmittelkonzerne eine Unmenge an Kosten und Mühen sparen.
Doch der spanische und der österreichische Geschmack ist auf einer anderen Ebene
zu finden. |
Durchaus nicht zum Nachteil - man kann sich immer
wieder die Spezialitäten des fremden Landes heraus pieken.
Wir lieben es! Aber diese Vorgehensweise haben wir
in jedem Land, in dem wir bis jetzt gelebt haben,
praktiziert. Kultur - und dazu gehört für mich eben
auch die Essenskultur - fällt nicht unter das
Gießkannenprinzip. Jedes Land hat bei seinem
Lebensmittelangebot seine Vor- und Nachteile. Man
kann es sich jederzeit überall richten :o)
und sein Brot eben selbst backen. |
|
 |
|
Der Bauer baut mit Müh und Not das Korn für unser
täglich Brot. |
|
Zum Müller wird das Korn gebracht und feines Mehl
daraus gemacht. |
|
Der Bäcker nimmt das Mehl ins Haus und bäckt im Ofen
Brot daraus. |
|
Die Mutter streicht noch Butter drauf und wir - wir
essen alles auf. |
|
|
Beim Geschmack stößt sogar die Globalisierung an Grenzen. Doch unter dem
Motto - was ich mir nicht kaufen kann, produziere ich eben selbst, funktioniert
die Befriedigung der Geschmacksnerven überall auf der Welt, zumindest
bis jetzt - für mich.
|
 |
|
Die alten Wassermühlen findet man im oberen Ortsteil
von Orotava. Teilweise sind sie sehr versteckt und
wenn man aus der falschen Richtung kommt, übersieht
man sie leicht. Einige entdeckt man, wenn man die
steilen Gassen vorsichtig nach unten geht, die
anderen sieht man, wenn man die Wege nach oben
klettert. |
 |
|
Im höher gelegenen Teil der Stadt, en la Villa de
Arriba, beginnt, der Weg der Wassermühlen, la
ruta de los Molinos de Agua. |
In früheren Zeiten profitierten die Müller vom
Wasserreichtum der Stadt. Irgendwann sind
wahrscheinlich Quellfassungen gebaut worden und
damit ist das fließende Wasser, wie auf vielen
Stellen der Erde, verschwunden.
Auch in Kärnten können wir ein Lied davon
singen - aber das ist wieder ein anderes Thema. |
|
Die Mühlen in Orotava standen entlang der steil
ansteigenden Straßen San Francisco und Doctor
Domingo Gonzáles Garcia und produzierten das
Grundnahrungsmittel Gofio für die kanarische
Bevölkerung. Verbunden waren die Mühlen durch
Galerien, die das Wasser des Baches Araujo von einer
zur anderen Mühle beförderte.
|
Den kleinen Fluss kennt heute niemand mehr.
Die ausgetrocknete Schlucht, el barranco,
könnte noch ein kleiner, hilfreicher
Hinweis darauf sein. Aber da bin ich mir nicht so
sicher. |
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Dort stehen heute noch immer sieben Wassermühlen,
die im 17. und 18. Jahrhundert gebaut worden sind.
Bei einigen kann man die alten Ausmauerungen der
Kanäle, in denen früher das Wasser floss, sehen. |
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Eine der drei Mühlen, die heute - allerdings mit
Strom - in Betrieb sind, befindet sich in der Gasse
Colegio Nr.3, en las calles Doctor
Domingo González García, San Francisco y Colegio.
Die Mühle von La Máquina.
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Das ist La Orotava von einer ganz anderen Seite.
Diese Blumen blühen nicht in irgendeinem Garten -
sie sprießen entlang einer Dachkante. Hoch über der
Straße, in luftiger Höhe. |
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Nennt man diese Art der Bepflanzung dann Hochbeet?
Oder Dachbeet? Wahrscheinlich keines von
beiden, doch das Phänomen der bewachsenen
Dachpfannen ist auf der Insel nicht wirklich selten.
Diese romantische Art der Grünoasen kann man hier
oft entdecken. |
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Man muss nur mit offenen Augen durch die Gassen
gehen und Blick das eine oder das andere Mal nach
oben schweifen lassen. |
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Eine Stadt, die unzählige, kleine, enge Gässchen
hat, in denen man viel Schönes entdecken kann. Von
kitschig schön bis farbenprächtig und halb
verfallen. Egal wie man diese Blickwinkel nennt -
sie bestimmen das pulsierende Leben und sind in
einigen Jahren wahrscheinlich von der Bildfläche
verschwunden. |
Orotava ganz gemütlich entdecken ...
das st heute unser Ziel |
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Wie war das Wetter heute?
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| sonnig ... zumindest dort, wo wir unterwegs waren ... |
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17 ° centígrados |
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20 °
centígrados |
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1. bis 15. April 2008 |
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