16 de abril 2008
15 de abril 2008
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
Wir wollen Sternderl schauen ...
und plötzlich fällt ein Stern vom Himmel -
was dann?
Heute heißt es früh aus den warmen Federn klettern. Wir wollen zur Sternwarte fahren. Die Zeiten für Besucher sind allerdings sehr eng gesteckt. Von April bis Dezember, jeweils am Dienstag zwischen zehn und zwölf Uhr.
Das Frühstück wird heute also zur Abwechslung einmal im Sparmodus absolviert. :o) lach ein wenig ... Nix mit Genuss auf der Terrasse. Die Sparvariante ist angesagt, sonst können wir unser Tagesprogramm vergessen.
Die Internetseite des Observatoriums lügt - Zutritt verboten! Außer wir wären mit der Tarnkappe einer Schulklasse gekommen. Otto Normalverbraucher darf - laut telefonischer Auskunft - erst ab Juni in die heiligen Hallen.
   
Wir haben den Ausflug genossen, auch wenn es auf dieser Höhe für uns eisig kalt gewesen ist. Ganze zehn Grad hat die Quecksilbersäule angezeigt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Sonne hat uns aber doch gewärmt und der Wind ist heute in seinem Kästchen geblieben. Es war einfach nur schön!
   
Ein Phänomen gibt es auf dieser Insel. Daran kann an erkennen, dass die kleinen Punkte im Atlantik eher zu Afrika gehören als zu Europa. Das Licht! Man kann so oft man will durch die Landschaft gondeln - sie wird sich jedes Mal von einer anderen Seite zeigen.
   
Teneriffa ist also immer wieder einen Urlaub wert. Die Darsteller auf diesem Eiland wissen, was sie dem Besucher schuldig sind :o) Für fast jeden ist etwas dabei.
Wir sind heute nicht das erste und auch nicht das letzte Mal durch die Caldera, sprich durch den Kessel, gefahren. Die Landschaft ist immer wieder neu fürs Auge.
Die Sonnenstrahlen spielen ihr Spielchen, der Winkel der Betrachtung verändert sich und es macht einen großen Unterschied, ob man von A nach B oder von B nach A fährt.
Probiert es einfach aus! Der Versuch ist es wert - man beginnt das Leben mit anderen Augen zu betrachten. Warum? Wenn mir jemand erklären kann, wie eine nordische Dünenlandschaft in die Umgebung eines afrikanischen Vulkans kommt, dann ist alles gesagt. Die Farbenspiele in dieser Landschaft lassen sich wissenschaftlich wahrscheinlich leicht erklären aber für den normalen Menschen sind sie trotzdem ein wunderschönes Naturschauspiel.
   
Nicht zu vergessen sind die Darsteller der Natur. Ihr Farbenspiel, das sie mit den verschiedenen Blütezeiten veranstalten, kann man durchaus mit einer Inszenierung an einem Theater vergleichen. Im Moment ist die Zeit der Generalprobe. Der Ginster versteckt seine Blüten noch - schätzungsweise - für zwei Wochen, :o) lach ein wenig ... die Blütenansätze der Tajinaste liegen auch schon in den Startlöchern.
Sie wird in diesem Jahr wahrscheinlich in vier bis fünf, oder auch sechs Wochen ihre gigantischen Blütenstände zeigen. Dann sind wir pünktlich zur Stelle.
Dieses Schauspiel lasse ich mir in diesem Jahr sicher nicht entgehen. Vor einem Jahr sind wir leider um zwei Wochen zu spät in den Nationalpark gefahren. Anfang Juni sieht man fast nur mehr verblühte, ausgetrocknete Blütenstände. :o) lach ein wenig ... Das wird uns nicht mehr passieren!

 
Wir mögen die Himmel erstürmen
und neue Sterne ohne Zahl finden.
Es gibt immer noch den neuen Stern,
den wir nicht gefunden haben –
den, auf dem wir geboren sind.
 
Gilbert Keith Chesterton
Nach Hause gefahren sind wir heute über Chio. Die Sonnenstrahlen haben uns dazu verführt. Alles in allem - ein sonnenreicher Urlaubstag. Ach ja, nebenbei bemerkt - in Österreich schneit es wieder einmal! :o)
wir sind auf Achse ... Richtung Nationalpark ...
Wie war das Wetter heute?
sonnig ... zumindest dort, wo wir unterwegs waren ...

 
10 ° centígrados - im Nationalpark auf 2.600 m Meereshöhe
20 ° centígrados     
 
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14 de abril 2008
Montag - lunes
Icod de los Vinos
Sturmschaden - und wer zahlt dafür?
Niemand!
Selbst ist der Mann.
Heute ist Arbeitseinsatz angesagt. Der Sturmschaden muss in Grenzen gehalten werden. Ich hasse diese Naturgewalt! Die Bananenstauden schauen aus, als ob sie durch den Reiswolf gedreht worden wären, Blüten existieren momentan überhaupt nicht - und wenn sind sie mickrig und auf ein Minimum rasiert. Es ist deprimierend, wie schnell eine üppige Blumenwelt vernichtet werden kann.
 
Ich bin ganz überrascht, wie zäh Hibisken sind. Auch wenn der Sturm sie gebogen, gespalten und teilweise gebrochen hat - die Triebspitzen sind kraftvoll und grün. Kein Hinweis darauf, dass die Pflanze einen Schaden abbekommen hat. Unser Hibiskusbäumchen haben wir mit viel Liebe verarztet - hoffentlich überlebt der Patient! Bis jetzt habe ich nur eine einzige Leiche entdeckt - einen ehemals wunderschönen, gefüllten gelben Hibiskus.
Oleander sind da bei weitem anfälliger. Sie werden gespalten bis fast auf ihre Grundwurzeln. Da bleibt der Einsatz der Gartenschere nicht aus. Die Oleanderstauden muss ich zum Großteil auf eine Höhe von einem halben Meter zurück schneiden.
Mein Herz blutet. Mehr oder weniger sind die Äste mit den schönsten Blütenansätzen Opfer der Windböen geworden. Hätte ich sie nur zur rechten Zeit gekürzt. Aber nein - ich wollte sie blühen sehen. Auch wenn es richtiger gewesen wäre, sie zu kürzen. Das war jetzt die Strafe von oben. :o) lach ein wenig ... Die höhere Gewalt siegt immer, ich hätte es wissen müssen.
Aber wer will das schon? Welches Kind hört auf die Ratschläge seiner Eltern? Die sind ja auch überholt! Warum sollte man dann auf seine innere Stimme hören?
Einen Trost habe ich allerdings - in ein bis zwei Wochen werden sich die Pflanzen wieder regeneriert haben und bis auf ein paar Schadensfälle wird niemand mehr die Willkür des Sturmes erkennen können. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Ach ja, eine neue Türe ist auch montiert! Julian und Georg haben sie zusammen gebaut. Sie ist sogar noch ein bisschen schöner als die alte.
Als Abendessen gibt es heute eine italienische Nationalspeise. Keine Pasta - sondern Pizza!
Ein bisschen Geschichte gefällig? Im Jahr 1830 eröffnete die älteste Pizzeria, la Pizzeria Port' Alba in Neapel ihre Pforten. Diese Backstube soll auch den ersten belegten Teigfladen, der italienische Geschichte schrieb, an das Königspaar geliefert haben. :o) lach ein wenig ... Der erste Pizzaservice war damit geboren.
1889 lieferte diese Pizzeria eine Pizza zu König Umberto und seiner Frau Margherita.

Die Königin liebte rot, wie Tomaten, weiß wie Mozzarella  und grün wie Basilikum. Diese Pizza wurde also nach der Königin benannt - Margherita.
Schneewittchen lässt grüßen.
Die drei Farben sind übrigens auch die italienischen Nationalfarben. :o)
Geschichte eines Teigfladens
Ich schiebe jetzt also eine Pizza in den Ofen. Den Belag habe ich allerdings ein wenig abgewandelt. Er wird ergänzt durch Artischocken, Sardellen, Knoblauch und Schinken. Wie diese Kreation heißt? :o) lach ein wenig ... Keine Ahnung, das kann sich jeder selbst ausdenken - uns schmeckt es auf jeden Fall.
es kann wieder wachsen ...
Wie war das Wetter heute?
sonnig bis leicht bewölkt

 
18 ° centígrados     
20 ° centígrados     
 
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13 de abril 2008
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
Natürlich waren einst die Hühner ...
in Freiheit wilder noch und kühner.
Nur Geduld: die nächste kommt mit Sicherheit!
Sie lebten teils im tiefen Dschangel,
teils zwergicht – nur aus Nahrungsmangel –
im Hochland über tausend Meter...
Eugen Roth
Heute gibt es nicht viel zu berichten. Wir haben einen gemütlichen Tag eingeschalten.
Lange schlafen, ausgiebig frühstücken und dann auf Sparflamme schalten.
Georg und Julian haben am Nachmittag einen Teil der automatischen Bewässerung überprüft. Ich habe mein Tagebuch wieder auf Vordermann gebracht und gegen Abend haben wir traditionsgemäß ein Feuerchen entfacht und ganz Insel mäßig Hühnerkeulen darauf gegrillt.
Passend - wie immer - ist Marcos mit seinem Schwiegervater gerade zur richtigen Zeit aufgetaucht. :o) Essenszeit ist für mich zwar heilig. :o) lach ein wenig ... Aber ich darf ja nicht jammern, es gibt Ausnahmen. Er hat seinen Schweißapparat vorbei gebracht und hat als Gegenleistung der kleinen Art Futter für seine Ziegen mit genommen.
Nachdem Georg als Hüter des Feuers ausgefallen ist, hat Julian die Rolle des Grillmeisters übernehmen müssen. Hat er übrigens perfekt gemacht!
Mehr gibt es heute nicht zu erzählen. Ich für mich habe mir den Rest des Gedichtes aufgeschrieben. Falls es euch interessiert, könnt ihr es euch ja zu Gemüte führen. :o) lach ein wenig ... Wenn nicht - dann nicht. Bis morgen!
... und vom Bankiva-Huhn ward später
das Haushuhn schlechthin abgeleitet.
Vom Haushuhn gibt's rund fünfzig Rassen,
mit denen wir uns nicht befassen.
Denn mancher Züchter, fast schon manisch,
kreuzt und veredelt, welsch und spanisch,
zieht Nackthals, Leghorn, Steiermärker,
bald in Bezug auf Eier stärker,
bald mehr als Brat- und Suppenhuhn.
Und die Japaner und Chinesen –
Erzeugen wunderliche Wesen,
die, streng genommen, gar nicht nutzig,
doch drollig ungemein und putzig.
Besonders kühne Hühner seien,
sagt man, die Hähne der Malaien.
Noch sind dort (uns nur scheint's betrüblich),
die blutigen Hahnenkämpfe üblich.
Kapaunen nennt man die Eunuchen.
Jedoch nach neueren Versuchen
Verdammt man diese groben Sitten
Und lässt die Hähne unbeschnitten.
Poularden dem hingegen nennen –
wir junge, eingesperrte Hennen,
die man, durch Faulheit und durch Mast,
so dick macht, dass sie platzen fast.
Besonders hat die Zucht der Küken –
die Hausfrau weiß es – ihre Tücken.
Kaum wächst ein Tierlein, so ein liebs,
fällt es schon um und hat den Pips.
:o) lach ein wenig ... Eugen Roth
Pritscheln im Meer? Das will im Moment keiner von uns ...
Wie war das Wetter heute?
sonnig bis leicht bewölkt

 
18 ° centígrados     
20 ° centígrados     
 
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12 de abril 2008
Samstag - sábado
Icod de los Vinos
Die Schnecke trägt ihr Haus mit sich,
weil sie ihren Nachbarn misstraut.
Sprichwort aus Dänemark
Lapas in Buenavista del Norte. :o) lach ein wenig ... Ein Stück vom Meer, gewürzt mit Knoblauch, Olivenöl und Koriander.
Der Wind hat zwar seine Aktivität nicht eingestellt, aber der Nachmittag war es auf alle Fälle wert. Wir haben die Spezialitäten aus dem Meer genossen. Lapas sind Meeresschnecken und große Favoriten auf der Wunschliste von Julian.
 
In diesem Lokal in Buenavista del Norte sitzt man direkt am wilden Meeresstrand. Die Wellen donnern gegen die Felsen und der feine Wasserstaub liegt in der Luft. Eine wunderschöne und nicht austauschbare Atmosphäre am Atlantik.

 
Zu spät
Ein Mensch zertritt die Schnecke, achtlos,
die Schnecke ist dagegen machtlos.
Zu spät erst kann sie, im Zerknacken,
den Menschen beim Gewissen packen.
 
Eugen Roth
 
Sonnenschein und warmer Wind ...
Wie war das Wetter heute?
blauer Himmel am Morgen, schönes Wetter in Buenavista del Norte

 
18 ° centígrados     
20 ° centígrados     
 
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11 de abril 2008
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
Wenn zwei Falken ...
auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei,
dann sagt auch nicht ein Falke zum andern:
"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein,
schließen wir uns an!"
Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.
Indianische Weisheit
Ein gemütliches Frühstück und dann fahren wir über die Berge in den Süden der Insel. Las Águilas - Jungle Park in der Nähe von Arona ist unser Ziel.
 
Bei unserer Ankunft hat noch die Sonne vom Himmel gelacht, es war angenehm warm. Leider sind mit der Zeit dichte Wolken aufgezogen und mir ist ziemlich kühl geworden. :o) lach ein wenig ... Für Julian war die Temperatur natürlich richtig angenehm! Auch im Süden scheint nicht immer nur die Sonne!
 
Der Park ist eine Mixtur aus Zoo, Vogelpark und afrikanischen Kunstwerken gemischt mit einem gepflegten Dschungel. Auf alle Fälle ist er einen Ausflug wert!.
 
Vögel mit Charakter bestimmen die Atmosphäre in diesem Park. Im Vergleich zum Loro Park im Norden der Insel, ist dieser Ort sehr persönlich gestaltet. Man spürt, dass die Pfleger mit den Tieren leben und damit tierisch umgehen.
 
Jedes Tier hat sein freies Gehege, man hat das Gefühl, dass der Mammon Geld irgendwie im Hintergrund steht. Das ist wahrscheinlich nicht wirklich der Fall, aber der ganze Park strahlt eine gewachsene Einheit aus.

 
Gott schläft im Stein,
träumt in der Pflanze,
erwacht im Tier
und handelt im Menschen.
 
Indianische Weisheit
 
Man kann erproben, wie es ist über Hängebrücken zu gehen. Besonders aufregend, wenn man einen Sohn im Schlepptau hat, der unbedingt schaukeln will! Alles in allem ein schönes Angebot für eine Freizeitgestaltung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
   
Hängebrücke hin oder her - die Wege durch diesen Park sind es wert. Die Vegetation ist wunderschön und hat schon einige Jährchen am Buckel. Der Park ist zwar nicht geeignet für behinderte Menschen, auch Pärchen mit Kinderwägen haben es schwer, aber das soll für mich nicht der Kritikpunkt sein. Ich kann über Stiegen steigen und Kinderwagen schiebe ich auch keinen mehr vor mir her.
 
Unser persönlicher Feind landet auf dem Turm im Park. Einer seiner Verwandten hat unseren Teich entvölkert. Zwanzig Fische sind ihm zum Opfer geworden - oder auf seiner Speisekarte gelandet. Je nach dem, der Blickpunkt kann mit Sicherheit verschoben werden.
 
Die Falkner haben eine Meisterleistung hingelegt. Es war keine Show der Kleinigkeiten sondern eine Darbietung in einer anderen Größenordnung.
Im realen Leben schwirren uns die Vögel nicht so um den Kopf. Bei dieser Vorführung können die Augen den Vögeln nicht mehr folgen. Eine Meisterleistung der Falkner! Es war eine perfekt Symbiose von Mensch und Vogel, die ich so noch nie gesehen habe.
Die Show war vorbei und alle drei haben wir uns dafür entschieden, nach Hause zu fahren und uns ein delikates Essen in die Pfanne zu werfen.
Julian war der Helfer beim Waschen der Tintenfische, el calamar. Plötzlich kam von ihm die Aussage, dass eines dieser Meerestiere besonders dick und fest wäre. :o) lach ein wenig ... Ich muss ganz ehrlich sein, so ernst habe ich diese Aussage nicht genommen.
 
Ich habe wirklich schon viele Tintenfische gewaschen und zerstückelt, aber dieses Phänomen ist mir noch nicht unter gekommen. Die Puppe in der Puppe ist mir ein Begriff. Matrjoschkas sind aus Holz gefertigte und bunt bemalte, ineinander schachtelbare russische Puppen. Etwas anderes in dieser Art ist mir unbekannt.
Julian schafft das locker mit Meeresgetier. Ich habe mir nie vorstellen können, dass ein kleiner Tintenfisch einen Fisch verschlucken kann, der fast gleich groß ist wie er selbst. Wir haben nun aber den Beweis - mit Fotos festgehalten. :o)
die Vögel schwirren noch immer um unseren Kopf ...
Wie war das Wetter heute?
Wolken im Süden der Insel :o)

 
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20 ° centígrados     
 
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10 de abril 2008
Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Einer Straßenbahn
und einer Aktie darf man nie nachlaufen.
Nur Geduld: die nächste kommt mit Sicherheit!
André Kostolany
Wir fahren nach Santa Cruz, wie der Tag verlaufen wird, wissen wir noch nicht. Wir lassen uns vom Wetter überraschen. In Icod scheint die Sonne, aber wie es einige Kilometer weiter aussieht können wir von hier aus nicht abschätzen. Wir werden uns also direkt und spontan entscheiden, was wir unternehmen wollen werden.
 
Eine kleine Pause in Santa Cruz. Der Drachenbaum ist an dieser Stelle innerhalb von drei oder vier Monaten so hoch gewachsen. :o) lach ein wenig ... Er ist absolut neu an dieser Stelle.
 
Alt und neu in Eintracht nebeneinander. Wie das geht, kann man hier schön sehen. Das verspielte, schneeweiße alte Haus mit der stilvollen Fassade wird ohne viel Nachdenken mit einem schwarzen, modernen Glaspalast umbaut. Doch irgendwie hat das schöne, alte Haus dadurch fast einen schmeichelnden Rahmen bekommen.
Am frühen Nachmittag war dann eine Stärkung fällig. Wir haben ein kleines Lokal in der Nähe der Altstadt gewählt. Im Restaurante Bulan kann man vorzüglich zu normalen Preisen schlemmen.
Diesmal haben wir nach einer Viertelstunde in die Innenräume gewechselt, der Wind ist einfach wieder zu stark geworden. Unangenehm eben. Die Calamares rebozados sind würdig, in eine Sterneküche aufgenommen zu werden.
   
In der gleichen Gasse befinden sich einige Vereinslokale von Carnevalsgruppen aus Santa Cruz. Ein alter Mann hat uns eines davon von innen gezeigt. In diesen Räumen lebt die närrische Zeit das ganze Jahr über. Jahr für Jahr fein säuberlich dokumentiert . Mit unzähligen Fotos und Plakaten, die an den Wänden hängen und ihre eigene Geschichte erzählen.
Wir waren sowieso auf dem Weg zur Geschichte der Insel. Das naturhistorische Museum, el Museo de la Naturaleza y el Hombre, ist unser Ziel. :o) lach ein wenig ... Wir wollen Mumien der Ureinwohner von Teneriffa, den Guanchen, sehen.
Das Museum befindet sich in einem alten Gebäude der Stadt. Es ist das ehemalige Zivilkrankenhaus von Santa Cruz und eines der schönsten klassizistischen Bauwerke der Kanaren.
Das Museum ist weitläufig und großzügig gestaltet. Wie in Museen auf Teneriffa üblich kommt man um die unzähligen Computeranimationen über den Vulkanismus und die nicht zu zählenden Plakattafeln nicht herum. Tafeln mit Erklärungen über Steine, Blumen Tiere und allerhand anderes Kreuchendes und Fleuchendes - aber kaum Anschauungsstücke.
Dazwischen wird die Ausstellung mit ein paar aufgespießten Schmetterlingen und Käfern aufgefrischt. Anschließend spaziert man an einigen nach gebauten Fischen aus Kunststoff vorbei, landet in einem Raum mit ein paar kahlen Schädeln, kann sich noch Filme über das Töpfern ohne Töpferscheibe ansehen und Werkzeug aus Knochen, Holz und Stein gebührlich bewundern.
Mittlerweile sind wir im dritten Stockwerk angelangt - wo sind die Mumien aus den Grabhöhlen der Guanchen? Dass die Wohnstätten nur in Miniatur dargestellt werden haben wir mittlerweile heraus gefunden. Aber wenigstens die Mumien werden doch wohl echt sein, oder?
Zu unserer Schande muss ich gestehen - wir haben sie übersehen! :o) lach ein wenig ... Aber zu unserer Ehrenrettung kann ich sagen, dass wir nicht die einzigen waren. Egal, wir haben einfach den Museumswärter an der Kasse gefragt und der hat sie uns dann gezeigt. Wir sind an dem winzigen, dunklen Raum vorbei gegangen.
Ausgestellt sind zwei Mumien aus Grabhöhlen und einige Teilstücke von einbalsamierten, sterblichen Überresten. Auffallend waren eigentlich die makellosen, weißen Zähne der Ureinwohner. Hände und Füße sind eher zart, wenn nicht zierlich, obwohl die Menschen damals relativ groß gewesen sind. Von zwei Körpern habe ich mir die Maße gemerkt. Immerhin waren die beiden 165 und 170 Zentimeter groß - und das vor ein paar hundert Jahren.
 
Die Straßenbahn, la tranvia, haben wir diesmal ohne uns fahren lassen. Das Wetter war zu unfreundlich und zu kühl. Den Ausflug in die Altstadt von La Laguna haben wir deshalb verschoben. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Ein Mensch schaut in der Straßenbahn
der Reihe nach die Leute an:
jäh ist er zum Verzicht bereit
auf jede Art Unsterblichkeit.
Eugen Roth - Mitmenschen
Vielleicht holen wir ihn sogar in der kommenden Woche nach. Wenn nicht eben irgendwann einmal, die alten Gebäude laufen uns ja nicht davon :o) Morgen werden in den Süden fahren.
wir fahren nicht mit der Straßenbahn ...
Wie war das Wetter heute?
Sommer und Sonnenschein in Icod, kühl und wolkig in Santa Cruz

 
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9 de abril 2008
Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
Wer Wind sät ...
wird Sturm ernten.
Ich habe aber nur Tomaten und Salat angesät. Oder waren das Mogelpackungen?
Wir haben Alarmstufe orange, alerta naranja, Geschlafen haben wir heute nicht besonders viel, der Sturm hat mit ganzer Kraft ums Haus gepfiffen und zu guter Letzt hat sich in der Früh auch noch unsere Schönwettertüre von uns verabschiedet.
 
Die Satellitenantenne hat den Böen bis zu 120 Kilometern pro Stunde gut überstanden. Unsere Blumen sind jedoch nicht so gut davon gekommen. Kann es sein, dass die Bilder an den Tropensturm Delta, der vor einigen Jahren gewütet hat, erinnern?
Es stürmt und schneit wie in den besten Zeiten vor dem Klimawandel. :o) lach ein wenig ... Aber der ist mir so wieso ein Rätsel. Wird es in Zukunft jetzt trockener und wärmer oder feuchter und kälter? Ich bin ja nur ein einfaches Menschenkind, die Regeln habe ich noch nicht ganz mit bekommen. Diesem ominösen Wandel des Klimas wird ja bald was in die Schuhe geschoben und schuld dran sollen auch noch wir selbst sein.
Egal ob wir mit dem Auto spazieren fahren, mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder den Ofen einheizen - einer muss ja den Schwarzen Peter haben. Und wer ist als Sündenbock besser geeignet als Otto Normalverbraucher? Wahrscheinlich niemand.
Ich bin noch immer so naiv zu denken, dass man das Wetter überhaupt nicht in eine Normliste pressen kann. Es hat - und wird - sich immer ändern. Aber irgendwelche gescheiten Wissenschaftler würden mir für diese einfach gestrickte Meinung wahrscheinlich den Kopf zurecht setzen. :o) lach ein wenig ... Denke ich mir halt einmal.
Es gibt keine Regel, weder für die Temperatur am ersten April noch für die Regenmenge am elften Mai. Die aktuellen Tagestemperaturen sind immer zu heiß oder zu kalt, die Grade fürs Monat entsprechen dann komischer Weise wieder dem Durchschnitt im Jahre Schnee - oder auch nicht. Das Wetter ist einfach nie so, wie es sein sollte.
Irgendwo ist da ein Fehler, aber wo? Ich werde dieses Rätsel nicht lösen können.
 
Einige von unseren Sträuchern und Bäumen stehen jetzt da wie Gott sie geschaffen hat - nackt und ohne Blüten und Blätter. Zum Glück wächst alles wieder nach. Der Margeritenstrauch wird allerdings in den Ruhestand wandern, er wurde fast zur Gänze aus der Erde gezogen, ein junger Nachfolger tut sich da leichter.
 
Diese Callablüte hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Wohin der Rest des weißen Blütenblates entschwunden ist - keine Ahnung.
Seit dem Nachmittag hat sich der Sturm zur Ruhe gesetzt. Zumindest ist er sanfter geworden und legt immer längere Pausen zwischen seinen Arbeitseinsätzen ein.
Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen - heißt es. Das blöde ist - ich will keine Mühlen, ich möchte sonniges, warmes Wetter, vielleicht mit einem kühlenden Lüftchen, damit die Pflanzen vorbildlich wachsen können.
 
Georg reparieret unsere demolierte Außentüre, Julian rasiert den Rasen und ich habe die Pflanzen so gut es geht von ihren abgebrochenen Ästen befreit. Der Tag geht sonnig, warm und ohne Wind zu Ende. :o) lach ein wenig ... Direkt unheimlich, wenn kein Sturm an den Fensterläden rüttelt. An diese Stille kann ich mich aber schnell wieder gewöhnen.

Nutze die Talente,
die du hast.
Wenn nur die begabtesten Vögel sängen,
herrschte großes Schweigen im Walde!
Hennry van Dyke
Jetzt werde ich für das leibliche Wohl meiner zwei Männer sorgen, sie haben es sich verdient! Es gibt Ente à l'orange. Ich freu mich selbst schon drauf. Die Sauce köchelt bereits am Herd und verströmt einen verführerischen Duft. Hoffentlich erscheinen die beiden bald bei mir auf der Bildfläche.
Alltag ist schön ... wenn auch laut
Wie war das Wetter heute?
Der Sturm und die Sonne bestimmen unseren Tag - Sturmböen bis zu 120 Kilometer pro Stunde ärgern uns.

 
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25 ° centígrados     
 
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8 de abril 2008
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
Die kürzesten Wörter ...
nämlich ja und nein,
erfordern das meiste Nachdenken.
Pythagoras von Samos
Der Sturm hat sich gestern in den späten Abendstunden endgültig verabschiedet. Der Himmel war in der Nacht sternenklar und der Tag beginnt ebenfalls viel versprechend.
Der Norm ganz und gar nicht entsprechend ist der starke Wind in den Morgenstunden erneut auf der Bildfläche erschienen und die Windböen haben es in sich! :o) lach ein wenig ... Rund um unser Häuschen pfeift der Wind, als ob die Welt gleich untergehen würde - nicht ganz passend dazu lacht die Sonne vom Himmel. An irgendeine Arbeit im Freien ist momentan nicht zu denken. Der Staub fliegt wolkenförmig durch die Luft und landet mit perfekter Zielsicherheit in den Augen.
Wir haben gestern schon Pläne für heute gemacht und fahren zu Mittag an unseren Hausstrand. :o) lach ein wenig ... Vamos a la Playa San Marcos. :o) lach ein wenig ... Ein Optimist ist ein Mann, der ohne einen Cent in der Tasche Austern bestellt, in der Hoffnung, mit der Perle bezahlen zu können - sagt man.
Ich bin zwar auch eine Optimistin, aber auf Austern kann ich gerne verzichten :o) Ich wollte mich also eher an die italienische Schiene der Menükarte halten. Meereswellen, die an den Strand schlagen, Sonnenschein und Urlaubsstimmung - was will ich mehr?
Habe ich mir gedacht! Heute hat mein Optimismus nicht einmal für eine Pizza gereicht. Wegen Sturm geschlossen!
Wir haben also eine Kleinigkeit im einzig offenen Lokal in der Bucht von San Marcos gegessen und sind dann nach Hause gefahren. :o) lach ein wenig ... Als entschädigende Nachspeise gab es eine hausgemachte Schwarzwälder Kirschtorte und einen Espresso à la Georg. Genau so, wie er sein sollte - heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel und süß wie die Liebe!
Ein guter Bekannter macht zur Zeit mit seiner Frau Urlaub auf Teneriffa. In einem Hotel an der Costa Adeje, also im Süden der Insel. Heute unternehmen die beiden einen Ausflug - über den Nationalpark nach Puerto de la Cruz und anschließend wollen sie uns besuchen. :o) lach ein wenig ... Es hat auch geklappt - wir haben ein realistisches, stürmisches Wiedersehen gehabt!
 
Immerhin haben wir auf unserer Terrasse soviel Windschutz, dass wir wenigstens ein Gläschen Wein ohne Sturmschaden genießen konnten.
Trotz imponierenden Windböen - aber bei warmen 24 ° Celsius und strahlendem Sonnenschein.
 
Zwei Tage stürmisches Wetter und wir müssen bereits einige Sturmschäden beklagen. Beim ersten Kontrollgang sind mir außer "verbrannten" Blättern leider auch zwei effektive Opfer ins Auge gefallen. Ein Oleander ist in der Mitte gespalten und eine Bananenstaude hat sich aus dem aktiven Pflanzenleben verabschiedet. Der Wind hat sie ganz einfach in der Mitte abgebrochen. Die Bananen können nicht mehr in unserem Obstkorb landen.

Der Sturm spielt auf zum Tanze,
Er pfeift und saust und brüllt;
heisa! wie springt das Schifflein!
Die Nacht ist lustig und wild.
Heinrich Heine
Ich kann mir allerdings ein schöneres Ambiente vorstellen. Romantisch ist dieser Kraftprotz von Wind nicht mehr wirklich!
Jetzt ist es Abend - und der Sturm hört und hört nicht auf! Schön langsam aber sicher geht mir das blöde Geräusch auf die Nerven. Die Fensterbalken klappern, die Türe klappert und der Wind pfeift, als ob er dafür bezahlt bekommen würde! :o) lach ein wenig ... Von mir bekommt er allerdings keinen Cent! Im Gegenteil, ich überlege mir, von ihm Schadenersatz zu verlangen.
Ich geh jetzt ins Bett und hoffe, dass mir der Wind ein "Gute Nacht Lied" vorspielt. Im Moment klingt die Melodie allerdings noch mehr nach einem Alarm für die Feuerwehr :o) Trotzdem wünsch ich euch eine gute Nacht und schöne Träume - morgen ist eine anderer Tag - hoffentlich ohne Sturm!
Abwechslung stärkt den Appetit wir braten Calamares à la romana
Wie war das Wetter heute?
sonniges Wetter aber mit einem anständigen Sturm als Begleitperson

 
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7 de abril 2008
Montag - lunes
Icod de los Vinos
wer die Schule als Straßenkünstler ...
oder der Straßenkunst durchlaufen hat,
hat das Zeug - überall zu bestehen.
Viel vom Festival der Künstler des Straßenrandes haben wir gestern nicht mehr mitbekommen. :o) lach ein wenig ... Erstens sind wie zu spät weg gefahren und zweitens war das Ablaufdatum auf ein Uhr Mittag festgesetzt. Uns hat es gefallen - hier ein kleiner Ausschnitt der Künstler am Straßenrand.
 
Wir sind einfach durch die Gassen spaziert, ohne Ziel und ohne Plan. Diese zarte Elfe war eine der zahlreichen Pantomimen, la pantomima, meiner Meinung nach,  en mi opinión, die Beste.
Ihre Ausstrahlung und ihr Spiel mit der gläsernen Kugel ist leicht zu beschreiben - sie war bezaubernd, una chica encantadora!
 
Die Skulpturen aus Metallteilen wirken zwar recht witzig, aber sonderlich anspruchsvoll kann man sie nicht nennen. Die Figuren waren eher etwas für die Lachmuskeln. Aber vielleicht sollen sie das auch sein?
 
Musik aus dem neuen Jahrtausend hat dieser Strassenmusikant, el músico ambulante, mit seinem einfachen Musikinstrument geboten. Die Töne, die er mit Hilfe seiner beiden Hände geformt hat waren eigentümlich schön. Angenehm, dumpf, leise dann wieder laut und sehr melodisch, mit einem kleinen Hauch Asien im Nachklang.
 
Zwischendurch haben wir uns am Plaza del Charco eine Erfrischung, un refresco, gegönnt. Im Halbschatten unter den großen Bäumen war das richtig erholsam.
 
Der am meist belagerte Künstler war dieser junge Mann, der mit einer rasenden Geschwindigkeit kunterbunte Tiere, Blumen und Schwerter aus Luftballons für seine kleinen Bewunderer produziert hat. Eine ganze Traube von Kindern mit angespannten Gesichtern hat ihn umringt und jedes davon hat mit Ungeduld auf sein Wunschgebilde gewartet.
 
Dieses Original, la persona original, hat seine Heimat irgendwo in deutschen Landen :o) Ob er als Straßenkünstler durchs Leben zieht oder ob er sich hier seinen Urlaub finanziert? :o) lach ein wenig ... Auf alle Fälle hat er gestern mit seinem Orchester das Straßenbild von Puerto de la Cruz belebt.
Georg hat sich heute an den Maulbeerbaum herangetastet. Am Vormittag hat er es geschafft. Die Wurzeln waren frei gelegt und der Baumriese lag am Rücken.
 
Bis zum Abend wurde er mit Hilfe des Baggers und Einwesungsarbeit von Julian an seinen neuen Platz verpflanzt. Jetzt muss er nur noch anwachsen!
der Alltag pendelt sich ein wir grillen heute Drachenkopffische :o)
Wie war das Wetter heute?
sommerliches, sonniges Wetter - den ganzen Tag heftige Sturmböen!

 
18 ° centígrados     
22 ° centígrados     
 
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6 de abril 2008
Sonntag - domingo
Icod de los Vinos
Liebschaften sind wie Pilzgerichte,
ob sie ungefährlich waren,
weiß man erst später.
Heinz Erhardt
Tagwache neun Uhr. Ein gemütliches Frühstück und dann machen wir uns auf den Weg nach Puerto de la Cruz. :o) lach ein wenig ... Wir haben Urlaub und erkunden heute gemeinsam die Touristenhochburg des Nordens. Das Stichwort für diesen Ausflug ist Muecas.
Mit dem Wort konnte ich nicht viel anfangen, deshalb habe ich mich mit Hilfe eines Wörterbuches schlau gemacht. La mueca heißt übersetzt die Grimasse, hacer muecas bedeutet soviel wie Grimassen schneiden.
Beschrieben wird die Veranstaltung als Festival in den Strassen. Straßenkunst quer durch das Gemüsebeet. So falsch kann die Bezeichnung also schon einmal nicht sein.
 
Heute wird von elf bis ein Uhr Programm geboten. Von Breakdance bis Trapezkunst. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Ob es darüber heute oder morgen einen Bericht gibt, kann ich noch nicht sagen, dass kommt darauf an, wann und wie wir zurück nach Hause kommen. :o)

Der kalte Wind
Es wohnt ein Wind in Leningrad,
der pustet kalt,
wer da nicht einen Mantel hat,
der hustet bald.
Heinz Erhardt
Wir haben Sommer! Es weht also kein kalter Wind mehr, im Gegenteil, wir können herrlich warme Temperaturen genießen. Der Wettergott weiß, was er uns schuldig ist, wenn wir Besuch bekommen, obwohl es Julian im Moment noch ein bisschen zu warm ist. Das ist aber verständlich, wenn man das Wetter in Kärnten zum Vergleich hernimmt. :o) Ich bin mir aber sicher, dass er das in den nächsten Tagen anders sehen wird!
Entspannung und Erholung ist angesagt ...
Wie war das Wetter heute?
sommerliches, sonniges Wetter - herrlich! Am Abend ist plötzlich stürmischer Wind auf der Bildfläche erschienen

 
18 ° centígrados     
23 ° centígrados     
 
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5 de abril 2008
Samstag - sábado
Icod de los Vinos
Hätte der liebe Gott gewollt,
dass Frauen Pilotin werden,
dann hätte er den Himmel rosarot gemacht!
Das hat einmal ein Pilot der Lufthansa gesagt :o) lach ein wenig ... Nachdem der Himmel heute dunkelblau ist, wird Julian wohl mit einem Piloten, el piloto, am Steuer des Flugzeuges, el avión, am Flughafen, Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofía, landen. Planmäßige Ankunft soll viertel drei Uhr sein.
Frühstücken, die letzten Pflanzen gießen und dann ab. Auf dem Weg wollen wir noch zu einer Gärtnerei fahren.
 
Wir sind schon so oft an diesem Schild vorbei gefahren und jedes mal haben wir es uns wieder vorgenommen in diese Gärtnerei zu fahren. Die Besitzer sind Österreicher. Wie wir heute erfahren haben, ist die Frau aus Oberösterreich und der Mann aus Vorarlberg.
Wir sind aus diesem Grund extra früher weg gefahren, aber das hätten wir uns sparen können. Leider. Von einer Gärtnerei mit österreichschen Besitzern habe ich mir mehr erwartet.
 
Nachdem wir genug Zeit zur Verfügung hatten, die wir am Flughafen ja nicht gar so sinnvoll verbringen konnten, sind wir diesmal einen kleinen Umweg über die Küstenstrasse Richtung Flughafen gefahren.
Es mag schon sein, dass im Süden die Sonne einige Stunden mehr scheint, aber tauschen möchte ich die Umgebung nicht.
Okay, das Meer ist blau, die Luft ist warm - aber die Umwelt erinnert mich an das Armenviertel von Italien. Wasserrohre kreuz und quer, trockene Landschaft, Bananen und Tomaten versteckt hinter meterhohen Plastikwänden. Ein wirklich toller Anblick. Für mich können die paar Grade auf der Quecksilbersäule mehr das Umfeld nicht wettmachen. Aber das ist sicher Einstellungssache.
     
Wir waren zur richtigen Zeit am Flughafen und das Flugzeug von Julian ist auch pünktlich gelandet. :o) lach ein wenig ... Eine halbe Stunde nach Ankunft und einer mehr oder weniger kleinen Verhandlung mit dem Sicherheitsmann, sind wir inklusive Obstbäume und Flieder im Auto gesessen und Richtung Heimat gefahren.
Der gute Mann wollte die Einfuhr der harmlosen Bäumchen verhindern :o) Dann hat er sie großzügigerweise doch durch den Sicherheitsbereich passieren lassen- obwohl es angeblich in den Zuständigkeitsbereich der Inselregierung fallen soll. Bis jetzt ist auf diese Idee noch niemand gekommen, aber wahrscheinlich war dem guten Mann einfach langweilig oder er wollte seine Wichtigkeit ein bisschen ins Rampenlicht stellen. :o) lach ein wenig ... Keine Ahnung, was der ausschlaggebende Punkt für sein Entgegenkommen war, Bestechungsgeld war auf jeden Fall nicht im Spiel. Aber das ist auch egal, die wertvollen Stücke haben die Reise auf die kleine Insel im Atlantik ganz ohne Flugticket geschafft!

Vom Alten Fritz,
dem Preußenkönig,
weiß man zwar viel, doch viel zu wenig.
So ist es zum Beispiel nicht bekannt,
dass er die Bratkartoffeln erfand!
Drum heißen sie auch – das ist kein Witz – Pommes Fritz!
Heinz Erhardt
Am Abend haben wir gegrillt und den ersten Abend zu dritt genossen. Lammfleisch und Hähnchen vom Grill, dazu keine Pommes Fritz sondern papas arrugadas, mojo, Salat und ...
 
Ich bin eine Luxusfrau! :o) lach ein wenig ... Ich habe zwei kräftige Burschen bei der Hand, die Löcher buddeln. Gestärkt vom Essen, war es für die beiden Männer eine Kleinigkeit die fünf - angeblich illegal eingeführten - Pflanzen in die Erde zu verfrachten.
Die Obstbäume, der Flieder und die Korkenzieherhaselnuss sind eingepflanzt, der Abend ist spät geworden. Wir gehen jetzt schlafen, morgen haben wir einiges vor :o)
Wir machen uns auf den Weg in de Süden ...
Wie war das Wetter heute?
sommerliches, sonniges Wetter - herrlich!

 
14 ° centígrados     
21 ° centígrados     
 
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4 de abril 2008
Freitag - viernes
Icod de los Vinos
Ein Mensch wird müde seiner Fragen,
nie kann ein Mensch ihm Antwort sagen.
Doch gern gibt Auskunft alle Welt,
auf Fragen die er nie gestellt.
Eugen Roth
Um halb zehn am Vormittag haben wir einen Termin. Wieder einmal ist der Steuerberater in La Orotava an der Reihe. Es st schon verrückt, wie schnell drei Monate vergehen. :o) lach ein wenig ... Diesmal haben wir unsere Unterlagen deshalb so früh im Monat fertig, damit wir die zwei Wochen mit Julian Urlaub machen können. 
 
So erntet man Rucola! Eine Pflanze - macht einen Salat für zwei. Mittlerweile, entretanto, haben wir ein ganzes Feld davon und können  diese Delikatesse jeden Tag genießen. Einmal pur, einmal gemischt mit anderem Blattsalat und Zwiebel. So schmeckt die täglich grüne Vorspeise, la entrada, immer ein bisschen anders.

Zweifel
Ein Mensch ist dazu wild entschlossen:
das gute Kräutchen wird begossen,
das schlechte Unkraut ausgerottet.
Doch ach, des Lebens Wachstum spottet,
und oft fällts schwer, sich zu entschließen:
soll man nun rotten oder gießen?
Eugen Roth
In Puerto de la Cruz beginnt heute Abend ein Spektakel der besonderen Art. Von Freitag bis Sonntag werden die Straßen, Gassen und Plätze rund um den Plaza del Charco mit Schauspielern, Komikern, Artisten, Musikern, Graffitikünstlern und Gauklern voll sein. Zum vierten Mal findet die Veranstaltung Mueca statt.
Wir haben die Strassenkünstler und ihre Kunstwerke in den vergangenen Jahren noch nie gesehen. Irgendwie hat es sich nie ergeben. Diesmal haben wir uns allerdings für den Sonntag fest vorgenommen uns auch in das bunte Treiben zu stürzen. Wir werden uns überraschen lassen.
der Countdown läuft ...   drei, zwei, eins ...
Wie war das Wetter heute?
sommerliches, sonniges Wetter - herrlich!

 
18 ° centígrados     
21 ° centígrados     
 
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3 de abril 2008
Donnerstag - jueves
Icod de los Vinos
Der Philosoph wie der Hausbesitzer
hat immer Reparaturen.
Wilhelm Busch
Fühlt sich jemand beobachtet? Big Brother is watching you! :o) lach ein wenig ... Wir könnten ja fast kontrollieren, ob in unserer alten Heimat wohl der Rasen gemäht worden ist. Hier ist unser Zuhause in Villach - aufgenommen schätzungsweise im September vorigen Jahres. Zur Orientierungshilfe - es sind die roten Dächer mit der grünen Oase rundherum :o)
Man wird fast dazu verleitet, ein erfrischendes Bad im blauen Wasser zu nehmen. :o) lach ein wenig ... Bei diesen Temperaturen, die in Kärnten auf der Quecksilbersäule abzulesen sind, habe ich allerdings dann doch keine Lust dazu. Vielleicht im Sommer einmal.
Durch einen Newsletter der Kleinen Zeitung von Kärnten habe ich heute diese Aufnahme gefunden. Falls es jemanden interessiert, hier ist der Link auf das Angebot von Virtual Earth. Wenn man Villach gesucht und gefunden hat, klickt man auf Bird's Eye - und schon kann man sich Gebäude, Strassen und Stadtteile aus der Vogelperspektive ansehen.
Die Unterlagen für den Steuerberater sind fertig und den Großteil der Post habe ich auch erledigt. Der trockene Teil der Arbeit ist geschafft.
Julian hat unsere Wunschliste abgearbeitet. Heute hat er noch die Obstbäumchen und die Fliederstauden in der Gärtnerei abgeholt. Obstbäume gibt es ja wohl auf Teneriffa genug werdet ihr sagen :o) Das stimmt, aber wir wollen ja immer etwas anderes als die Allgemeinheit. :o) lach ein wenig ... Deshalb werden wir zwei ganz bestimmte Apfelsorten importieren. Cox Orange und einen Lavanttaler Bananenapfel.
Habt ihr schon einmal einen Bananenapfel gegessen? Er ist einfach köstlich! Was das sein soll? Eine Frucht halb Banane, halb Apfel? Nein, es ist ein ganz normaler Apfel. Einige Bäume mit dieser alten Apfelsorte wachsen auch in Kärnten in unserem Obstgarten.
Den Namen verdankt der Apfel seinem bananenähnlichen Geschmack. Er stammt nicht aus Kärnten sondern wurde aus Massachusetts nach Europa exportiert.
In verschiedenen Berichten kann man lesen, dass diese Apfelsorte von der Familie Birkershausen um 1882 aus Amerika nach Wolfsberg im Lavanttal mitgebracht worden sein soll. Die ursprüngliche Sorte wurde in Amerika Mother genannt.
Jetzt importieren wir diese Frucht auf die Kanarischen Inseln. :o) lach ein wenig ... Wer weiß - vielleicht entsteht so der Teneriffa Bananenapfel und wir machen der Kanarischen Banane Konkurrenz?
Flieder möchte ich auch unbedingt im Garten haben und den haben wir noch in keiner einzigen Gärtnerei entdecken können. Also wird er ebenfalls mit dem Flugzeug hierher befördert.
Wir nutzen die Gelegenheit und missbrauchen unseren Sohn als Pflanzenkurier :o) Er wird es schon schaffen, das Paket ist zwar relativ lang aber nicht sehr schwer. Er muss auch nur einmal den Weg zum Zug und dann vom Bahnhof zum Flughafen mit dieser wertvollen Fracht hinter sich bringen.
Dort wandern die Bäumchen dann zum Sperrgepäck und fliegen im Bauch des Flugzeuges mit nach Teneriffa.

Lebensleiter
Ein Mensch gelangt, mit Müh und Not,
vom Nichts zum ersten Stückchen Brot.
 
Vom Brot zur Wurst geht's dann schon besser;
der Mensch entwickelt sich zum Fresser
und sitzt nun scheinbar ohne Kummer,
als reicher Mann bei Sekt und Hummer.
 
Doch sieh, zu Ende ist die Leiter:
vom Hummer aus geht's nicht mehr weiter.
Beim Brot so meint er war das Glück -
doch findet er nicht mehr zurück.
Eugen Roth
Das Bett für unseren Sohnemann ist aufgebettet, das Zimmer gelüftet und heimelig her gerichtet. Sogar technisch ist die Ferienunterkunft auf dem letzten Stand gebracht worden. Mit seinem Laptop kann er sogar im Bett arbeiten. Es fehlt nur mehr der zukünftige Bewohner :o)
der Countdown läuft ...   in zwei Tagen ist Julian da!
Wie war das Wetter heute?
sommerlich warm, sonnig und leicht bewölkt

 
18 ° centígrados      Sonnenaufgang: 07:55 Ortszeit
21 ° centígrados      Sonnenuntergang: 20:26 Ortszeit
 
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2 de abril 2008
Mittwoch - miércoles
Icod de los Vinos
Alles Gescheite ist schon gedacht worden,
man muss nur versuchen,
es noch einmal zu denken.
Johann Wolfgang von Goethe
April, April! Ich habe niemanden in den April geschickt und ich selbst bin auch verschont worden. :o) lach ein wenig ... Das Leben spielt sowieso schon seit ein paar Jahren mit unserem Seelenzustand. Wir sind also bereits geeicht in dieser Richtung :o) So schnell führt uns niemand mehr ins Ungewisse. Gut Ding braucht eben Weile - so kann man sich wenigstens trösten.
Dadurch haben sich auch durchaus positive Aspekte aufgetan. Bei unserem Einreichplan für die Baubehörde muss unser Architekt mittlerweile Striche ziehen, die wir ihm vorgeben können. Die Mauern sind in den letzten Monaten nämlich nicht in Form von losen Steinen auf der Finca liegen geblieben sondern haben sich durch menschliche Einwirkung in Mauern verwandelt. Und zwar genau so, wie sie in die Landschaft passen.
Im umgekehrten Fall hätten wir uns nach seinen gezogenen Strichen am Papier halten müssen. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig und einem Architekten beizubringen, was man wirklich will, das ist schon fast ein Zauberkunststück. Wir sprechen in dem Fall wirklich aus Erfahrung! Aus diesem Grund haben wir bei unseren vergangenen Bautätigkeiten immer wieder mit Änderungsplänen arbeiten müssen :o) Das wird uns diesmal wohl erspart bleiben.
Zwischen wollen und können liegen oft Welten, aber genau diese Kleinigkeiten machen meist den Charme eines Bauwerkes aus. Unlogische Kanten, unnütze Nischen und irgendwelche Rundungen, die niemand freiwillig bauen würde. Sobald man es mit Altbestand zu tun hat, wird man dazu gezwungen. :o) lach ein wenig ... Zum Glück, por suerte.
Der Schein trügt eben sehr oft. Nehmen wir einmal unseren Maulbeerbaum, una mora, als Beispiel. Als auf der Finca noch jeder alte Stein auf seinem Platz gewesen ist, haben wir uns über einen kleinen, verwilderten Strauch gefreut, der köstliche, schwarze Maulbeeren getragen hat.
 
Wenn ihr euch das rechte Foto anschaut, hat ungefähr das obere Drittel des heutigen Baumes seine Äste in die Sonne halten können. Es war nicht anderes als eine buschiges Gewirr von verworrenen Zweigen.
Im Laufe der letzten zwei Jahre hat sich die Situation grundlegend geändert. Wir haben gerodet, Steine und Wege versetzt, Terrassen verändert - und siehe da - der Strauch hat nur wie ein Strauch ausgesehen. Je mehr Steine und Geröll wir entfernt haben, desto höher ist er in den Himmel gewachsen. Ohne Dünger wohlgemerkt! Die Vorbesitzer haben keinen Strauch gepflanzt sondern systematisch einen Baum in einem Geröllhügel versteckt.
Der Maulbeerbaum steht allerdings auf einer Stelle, an der er in Zukunft nicht mehr stehen kann. Er ist schlicht und einfach im Weg. Wir wollten und wollen ihn aber erhalten. Also soll er umgesiedelt werden. Georg hat heute damit begonnen, ihn aus seiner jetzigen Umgebung heraus zu schälen. Ob wir das allerdings schaffen werden ist nicht mehr so sonnenklar.
Der Baum wird immer größer! Noch wissen wir nicht, in welcher Tiefe seine Wurzeln wirklich liegen. Das Vorhaben kann glücken oder scheitern - wir wissen es noch nicht.

Der Lichtblick
Ein Mensch erblickt das Licht der Welt - 
doch oft hat sich herausgestellt
nach manchem trüb verbrachten Jahr,
dass dies der einzige Lichtblick war.
Eugen Roth
Das Bett für unseren Sohnemann ist aufgebettet, das Zimmer gelüftet und heimelig her gerichtet. Es fehlt nur mehr der zukünftige Bewohner :o)
der Countdown läuft ...   in drei Tagen ist Julian da!
Wie war das Wetter heute?
die warme Jahreszeit ist zurück gekehrt - den ganzen Tag strahlender Sonnenschein

 
13 ° centígrados
23 ° centígrados
 
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1 de abril 2008
Dienstag - martes
Icod de los Vinos
April, April,
da schickt man den Narren wohin man will!
Wer schickt wen und warum in den April? Erklärungen gibt es viele, aber ich glaube, sie sind alle ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Ob Jesus, Judas, Pontius Pilatus oder gar die germanische Göttin Freya dafür Pate gestanden haben interessiert heute niemanden mehr wirklich.
Warum Tageszeitungen an diesem Tag immer einen Aprilscherz veröffentlichen weiß ich auch nicht. Das ist aber auch nicht wichtig. :o) lach ein wenig ... Ich weiß. dass mich heute niemand in den April schicken wird - mein Schatz denkt nämlich gar nicht daran! Und ich auch nicht!

Man wird bescheiden
Ein Mensch erhofft sich fromm und still,
dass er einst das kriegt, was er will.
bis er dann doch dem Wahn erliegt
und schließlich das will, was er kriegt.
Eugen Roth
Gestern haben wir vorzüglich gespeist. Soll ich verraten was? :o)
Also, als Vorspeise Rucolasalat à la casa Taupe mit Lachs und wachsweichen Wachteleiern. Danach calamari y gambas a la romana mit frischer Zitrone vom Baum, getoastetem Weißbrot und Aioli.
Klingt feudal, oder? Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber für uns ist das ein günstiges - das Wort billig mag ich nicht - Essen. Auf der Insel sind nur Fleischtiger arm dran. Seit einem Monat speziell Rindfleischliebhaber. Denn die EU hat den Import von brasilianischem Rindfleisch erschwert - oder verboten. So genau weiß ich das nicht, denn es betrifft uns nicht.
Wir lieben Fisch und Meeresgetier aller Art. :o) lach ein wenig ... Mit dieser Vorliebe sind wir am richtigen Platz der Erde gelandet. Auf diesem Bereich können wir aus dem Vollem schöpfen. Das Angebot verändert sich zwar von Monat zu Monat, aber das macht nix. Damit ergibt sich automatisch eine Abwechslung auf dem Tisch. Egal wie - wir können immer Spezialitäten  genießen.
Calamari e gambas à la romana kennt jeder. Wir haben sie bis jetzt selbst noch nie gemacht. Ich habe immer gedacht, dass ich das ausbacken nicht so richtig hinkriege. Das stimmt aber nicht. Es geht ganz einfach. Man muss die Calamari nur in Streifen, sprich Ringe, schneiden und leicht in Mehl wälzen. Ein Sternekoch würde das Wort mehlieren verwenden :o)
In einem normalen Topf Pflanzenöl zum Sieden bringen, die Teilchen darin vier Minuten frittieren, im Öl salzen, abschöpfen - und heiß essen. :o) lach ein wenig ... Das ist das ganze Geheimnis.
Als Draufgabe zum Tunken eine würzige Aioli oder den Saft von einer frischen Zitrone. Perfekt!
Aioli bekommt man hier in den spanischen Lokalen eigentlich immer an Stelle von Butter zum Gedeck. Jeder hat sein eigenes Rezept und überall schmeckt sie ein wenig anders. Im Grunde genommen ist es nichts anderes als eine Mixtur aus Mayonnaise, also Eigelb und in diesem Fall mit Olivenöl, etwas Senf, Salz, Knoblauch, ein bisschen Zitronensaft und Petersil nach Geschmack.
Aioli heißt nichts anderes als Knoblauch und Öl. Eine französisch ail spanische olio Mischung. Wo die Spezialität genau herkommt - darüber streiten sich die  Spanier und die Franzosen. Wahrscheinlich ist es einfach eine Delikatesse des Mittelmeerraums. Auf alle Fälle schmeckt es jedem, der Knoblauch mag. Ich liebe sie!
Jetzt werde ich das Zimmer für Julian auf Vordermann bringen. Viel ist nicht zu tun, aber fertig ist fertig!
Um drei Uhr ist Gerald gekommen. Wie immer ist die Zeit rasend schnell vergangen. Bei Spaghetti und Erdbeerschnitten war es ruck zuck Abend. :o) lach ein wenig ... Ein schöner Tag ist wieder einmal verflogen!
der Countdown läuft ...   in vier Tagen ist Julian da
Wie war das Wetter heute?
Sonnig und bewölkt

 
12 ° centígrados
18 ° centígrados
 
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15. bis 31. März  2008
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