1  de octubre de 2007 - Montag - lunes
30  de septiembre de 2007 - Sonntag - domingo
 
 
18 ° centígrados  
25 ° centígrados gefühlt wie 29 ° C
Icod de los Vinos  
  Ein wolkenloser Tag wie im Hochsommer. Richtig geeignet zum Sonne und Energie tanken. Die können wir die kommende Woche auch gut gebrauchen.
 
 
Damit es Frieden in der Welt gibt,
müssen die Völker in Frieden leben.
Damit es Frieden zwischen den Völkern gibt,
dürfen sich die Städte nicht gegeneinander erheben.
 
Damit es Frieden in den Städten gibt,
müssen sich die Nachbarn verstehen.
Damit es Frieden zwischen Nachbarn gibt,
muss im eigenen Haus Frieden herrschen.
Damit im Haus Frieden herrscht,
muss man ihn im eigenen Herzen finden.
 
Lao Tse, 6. Jahrhundert. v. Chr.
   
29  de septiembre de 2007 - Samstag - sábado
 
 
19 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
   
  Zwei Fotos und was liegt dazwischen? Richtig - zwei mal Druck auf die Leertaste. *g* Zwei Menschen, und einige gemeinsame Jährchen liegen dazwischen. Wo sind sie nur geblieben?
  Schöne und angenehme Stunden, Tage oder auch Jahre vergehen bekannter Weise ja schneller als unangenehme. lach ein wenig :o) Vielleicht sind die Jahre deshalb so verflogen?
 
  Zwischen den beiden Fotos liegt ein halbes Leben, einige Abenteuer und vieles andere. Zwei wunderbar gelungene Kinder, die mittlerweile ihr Leben selbst perfekt gestalten. lach ein wenig :o) Bei den Eltern kann es ja gar nicht anders sein.
  Wir haben am Vormittag fleißig gearbeitet. Georg und Chicho haben den Abschluss der hohen Mauer gemacht und ich habe die restlichen Bouganvilleas zu zukünftigen Bäumen modelliert. Eine relativ stachelige Angelegenheit - leider.
  Jetzt machen wir uns auf den Weg an unseren Hausstrand. Wir fahren nach San Marcos und werden dort bei Meeresrauschen auf die nächsten hundert Jahre anstoßen. iSalud!
28  de septiembre de 2007 - Freitag - viernes
 
 
19 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Gestern Abend ist es ein bisschen später geworden, aber mit Gerald sind die Stunden verflogen. Ein schöner Abend mit kunterbunter Unterhaltung, noch lauer Luft und einem "fast" Vollmond als natürlicher Beleuchtung am Himmel. Das ist Leben, zumindest ein Teil des Lebens, der uneingeschränkt positiv ist.
  Dafür war der erste Blick aus dem Fenster heute nicht sehr aufbauend. Knapp über den Hügeln war ein ganz schmaler, blauer Streifen zu erkennen, der Rest des Himmels war leider ziemlich grau.
  Dabei ist es auch geblieben. Um die Mittagszeit hat es sogar für eine halbe Stunde geregnet. Nicht viel und nicht stark, aber ich hoffe, es hat dazu gereicht, die Blätter zu entstauben.
  Seit heute Mittag haben wir einen neuen Stromzähler. Warum? lach ein wenig :o) Keine Ahnung, vielleicht hat der alte schon eine gewisse Altersschwäche gezeigt. Ich weiß es nicht, denn der Zähler in der rustikalen Betonsäule an der Strasse ist schon vor unserer Zeit angebracht worden. Wie viele Jährchen er wohl schon auf dem Buckel hatte?
  Wir brauchen uns auch keine Gedanken mehr darüber machen, er hat ja heute einen Nachfolger bekommen und hat damit seinen Ruhestand angetreten. lach ein wenig :o) Wie korrekt der Neue zählt, werden wir ja an der nächsten Stromrechnung sehen.
27  de septiembre de 2007 - Donnerstag - jueves
 
 
19 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Heute war ich eine richtige Erdmaus. Ich war der Tier- und Pflanzenwelt anscheinend so ähnlich, dass sogar zwei Meisen auf mich eingezwitschert haben. Eine von rechts und die andere von links. Wahrscheinlich habe ich den beiden in ihr Rendezvous gepfuscht. lach ein wenig :o) Anders kann ich mir die Aufregung nicht erklären.
  Außer Arbeit mit Baumschere und anderen aufregenden Helferchen ist heute nicht viel passiert. Der Komposthaufen ist wieder um ein schönes Stück gewachsen.
  Ach ja, unsere zwei "Hauspalmen" haben wir heute auch endlich umgetopft. Es war leichter, als wir es uns vorgestellt haben. Kein Wunder, in den Blumentöpfen waren nur mehr Wurzelballen.
26  de septiembre de 2007 - Mittwoch - miércoles
 
 
19 ° centígrados 21 Uhr und 45 Minuten - Vollmond!
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Heute hat es uns den ganzen Tagesablauf durcheinander geworfen. Termine in Puerto und dann noch in La Laguna. Ab Mittag sind wir also unterwegs gewesen. Trotzdem - es war ein schöner Tag.
  Unsere Termine sind abgehakt und erledigt und den Rest haben wir mit notwendigen Dingen aufgefüllt.
  Als Belohnung haben wir uns vor der Heimfahrt eine Pause im Monasterio gegönnt. lach ein wenig :o) Wenn schon kein Urlaub, dann müssen wenigstens kleine Überraschungen möglich sein. Die zahlen sich auf alle Fälle aus, denn sie unterbrechen den Alltagstrott.
  Nachdem wir heute - wie so oft - neue Pflanzen gekauft haben, ist morgen wieder einmal ein Tag des Umtopfens angesagt. Die günstigsten Pflanzen bekommt man hier immer in Töpfen, die eigentlich schon von allen Wurzeln gesprengt werden. Das ist aber relativ egal, wenn man mit dieser Tatsache umgehen kann.
  Mit der Einstellung und dieser Arbeitsmethode kann man zu einer Vielfalt in der Pflanzenwelt kommen, die einem sonst aus Kostengründen einfach verschlossen bleibt. lach ein wenig :o) Pflege und Wissen bestimmen die Botanik. Das haben wir gelernt - und wer nicht sucht und nimmt, was es gerade so gibt, der hat schon gehabt.
  Am Anfang des Insellebens ist man sich ja nicht bewusst, wie weit man von Europa wirklich entfernt ist.
  Man bekommt hier alles, was man sich nur wünschen kann. Von Toblerone bis Danone mit Sahne. Doch eines ist auch klar, wenn Gärtnereien Pflanzen bekommen, werden diese Behälter über das Meer geschippert. Der Inhalt der blechernen Behälter wird dann zum Verkauf angeboten. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Einmal dies und einmal das.
  Ist die Ladung verkauft, ist sie nicht mehr da. Nichts zu machen.
  Also muss man von Zeit zu Zeit ganz einfach eine Rundfahrt machen, den sonst kommt man zu gar nichts. Oder man zahlt horrende Preise. Das können, noch wollen, wir uns das leisten. Selbst ist der Gärtner! Das haben wir schon vor langer Zeit gelernt. Damit können wir auch leben und es macht Freude, die diversen kleinen bis winzigen Pflänzchen zu beobachten, wie sie zu schönen, gesunden Riesenpflanzen heran wachsen.
  Man wird irgendwie süchtig danach, irgendwelche Schnäppchen oder Besonderheiten zu ergattern. lach ein wenig :o) Es zahlt sich aber auch aus!
  Zusätzlich waren wir heute noch sehr übermütig und haben uns frische Austern gekauft. Wir mögen zwar beide keine rohen Exemplare davon, aber man kann sie ja auch anders genießen.
  Wir haben sie in Butter heraus gebraten - und auf diese Art waren sie wirklich köstlich. Doch es gibt besseres - meiner Meinung nach. Die Dinger aus den zusammen geklemmten Schalen zu bekommen war schon schwerer.
   
  Wir sind ja schließlich keine Austernspezialisten und besitzen auch kein Austernmesser. Im Endeffekt haben wir - Georg - es doch geschafft, an den Inhalt der unscheinbaren Muschelschalen zu kommen. lach ein wenig :o) Perle war darin leider keine versteckt.
  Gestern Abend habe ich die Sendung "kreuz und quer" gesehen. Das Thema der Sendung war "Kann denn Liebe Sünde sein?"
  Kann sie? lach ein wenig :o) Dazu müsste man wahrscheinlich erst einmal klar definieren können, was Sünde, Liebe und Sexualität denn wirklich sind. Das ist allerdings anscheinend gar nicht so einfach, denn über die Wertigkeit, die Kostbarkeit oder überhaupt den Sinn von Sexualität und Liebe streiten sich auch in unserer anscheinend so aufgeklärten Gesellschaft die Geister der gebildeten Welt.
  Literaten, Kirchenleute, Psychologen und andere gescheite Köpfe wollen das Geheimnis der Lust - oder doch der Liebe - ergründen, beweisen und einordnen. Gibt es Sex ohne Liebe? Liebe ohne Sexualität? Wer darf, wer muss und wer sollte Sex haben? Hat Gott damit etwas zu tun? Ist Sex gar göttlich?
  Guter Sex - was ist das? Wann ist Sex gut? Wann tut Sex gut? Was bedeutet „gut“ im Zusammenhang mit Sex?
  Warum wird in der heutigen so viel darüber geredet? Jede Zeitung, jedes bunte Wochenmagazin, jeder Fernsehsender versucht mit diesem Thema mehr Leser oder Zuseher zu ergattern.
  Da muss doch irgendetwas dran sein, aber warum gibt es heutzutage immer weniger intakte Beziehungen? Überall funktioniert es - nur bei mir nicht?
  Augustinus von Hippo sagte als Jugendlicher vor seiner Bekehrung lach ein wenig :o) "Herr, gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit, aber noch nicht jetzt!" Daraus kann man eigentlich auch bestimmte Schlüsse ziehen.
  Lust, Liebe und Sexualität gehören ganz einfach zum Leben dazu - wie das Einatmen der Luft. Dafür braucht es keine bestimmten Voraussetzungen, sondern Glück.
  Der eine hat es und der andere Mensch nicht. Wenn man dieses Gluck hat, einen Partner zu finden, mit dem so ein Leben möglich ist, sollte man es genießen - ohne Wertung und ohne wenn und aber.
25  de septiembre de 2007 - Dienstag - martes
 
 
19 ° centígrados Sonnenaufgang: 07:56 Ortszeit
25 ° centígrados Sonnenuntergang: 20:01 Ortszeit
Icod de los Vinos  
  Die Sonne lässt sich in der Früh schon sehr lange Zeit, bis sie endlich erscheint. Bis acht Uhr ist es also finster im Walde. Dämmerung gibt es so nahe dem Äquator so gut wie gar nicht.
  Keine Morgendämmerung, el ocaso und keine Dämmerung am Abend, el crepúsculo. Die Sonne erscheint - es wird hell, die Sonne geht unter - es wird dunkel. lach ein wenig :o) Ist doch ganz einfach.
 
  Die Geburt eines Monsterblattes. Zwischen dem ersten und dem letzten Foto liegen ungefähr vierzig Stunden. Seit gestern ist der Philodenron um ein weiteres, riesiges Blatt größer geworden.
  Im Moment gibt es nicht viel Außergewöhnliches zu berichten. Zur Zeit sind die Elemente der Erde an der Reihe. Pflanzen, Bewässerung, Pflege, eintopfen, umtopfen, beschneiden und vermehren.
  Klingt nicht sehr spektakulär, aber es ist sehr arbeitsintensiv. Trotzdem ist es Arbeit, deren Resultat man sehen kann. Langsam aber sicher entwickelt sich dadurch ein Blumenparadies, dass schon so manchen unserer "Besucher" die Rede verschlagen hat. Gärtnereien in auf der Insel können sich mit unserer Artenvielfalt und der Blütenpracht nicht mehr messen.
  Aber das ist ja auch kein Wunder - wir haben uns überall die Gustostückerln geholt. Und die Pflanzen, die man hier nicht kaufen kann, lassen wir uns jetzt von einer Gärtnerei für exotische Samen aus der Schweiz einfliegen. Darauf freue ich mich, denn diese Pflanzen werden noch das Tüpfelchen auf dem "I".
 

 
Der Rosenelf - die ganze Geschichte
Inmitten eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch,
der war ganz voller Rosen,
und in einer davon, der schönsten von allen,
wohnte ein Elf; er war so winzig klein,
dass kein menschliches Auge ihn sehen konnte,
hinter jedem Blatt in der Rose
hatte er so wohlgestalt und hübsch,
wie ein Kind nur sein konnte,
und hatte Flügel an den Schultern,
hinab bis zu den Füßen.
Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern,
und wie hell und schön waren die Wände!
Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter.
Hans Christian Andersen
 
  Schade, dass man Roseduft nicht übers Internet verströmen kann. Bei uns duftet jede einzelne Blüte dieser dornigen Gewächse. Wenn man die Nase in eine dieser Blüten steckt wird man nicht enttäuscht - Parfumfläschchen können damit nicht konkurrieren!
  Wer kennt nicht das Sprichwort "Keine Rose ohne Dornen"?
  Doch dieser Ausspruch ist ganz einfach falsch!
  Biologisch gesehen unterscheiden wir zwischen Dornen und Stacheln. Vereinfacht erklärt sind Dornen etwas, das aus dem Holz der Pflanze entsteht. Stacheln sind allerdings Auswüchse der Haut oder der Rinde.
  Den Unterschied kann man leicht selbst feststellen. Man muss nur versuchen, einen Dorn oder Stachel zu entfernen.
  Ein Stachel lässt sich leicht abbrechen, die Pflanze verletzt man dabei nicht. Bei einem Dorn sieht die Sache schon anders aus.
  Moral aus der Geschichte? Rosen haben Stacheln - keine Dornen!
  Das Thema könnte man noch weiter spinnen - denn Kakteen haben auch keine Stacheln - sie die haben Dornen!
24  de septiembre de 2007 - Montag - lunes
 
 
19 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Adam war ein Gärtner, und Gott, der ihn erschaffen hat, sorgt dafür, dass die Hälfte aller guten Gartenarbeit auf den Knien erledigt wird. lach ein wenig :o) Dieses Statement hat Joseph Rudyard Kipling, (1865 - 1936), ein englischer Erzähler, der 1907 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde zu Papier gebracht.
  Georg hat es heute zu spüren bekommen. er hat die automatische Parkbewässerung erweitert.
  Das klingt so einfach, ist es aber nicht. Dafür muss man sich unter Sträucher, Bäume und diverse andere Grünpflanzen begeben.
  Auf den Kanarischen Inseln gibt es zwar weder giftige Schlangen, una serpiente tóxico, noch gefährliche Spinnen. Das eigene Leben wird also nicht gefährdet. Spinnen und Spinnennetze gibt es allerdings in Massen. lach ein wenig :o) Ich kann ein Lied davon singen. Egal wie, ich schaffe es immer wieder mit meinem Kopf in so einem Kunstwerk zu landen. Ein Haarnetz ist dagegen nicht konkurrenzfähig, das könnt ihr mir glauben!
  Wie auch immer, nachdem die Spinne hier nicht sonderlich giftig sind, zählen sie auch nicht zu meinen Feinden. Obwohl ich mir sehr oft Gedanken darüber mache, wie man es anstellen könnte, diese ungewünschten Genossen ins Jenseits zu befördern.
  Spinnennetze sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Sie sind weder schön noch erwünscht. Aber sie sind eine Tatsache, sie sind Realität. lach ein wenig :o) Wobei man auch noch einen weiteren Punkt festhalten muss. Ich habe noch nie so reißfeste Spinnenfäden vorgefunden wie hier! Man benötigt immerhin einen kleinen Stab oder einen stärkeren Zweig um eines dieser Netze zu zerstören. Einfach so - mit der Hand - funktioniert das nicht.
  Die Krabbeltiere haben hier schon ein bisschen mehr zu bieten. Sie sind hartnäckiger und damit erfolgreicher. Sie bekommen auf diese Art und Weise immerhin von der Fliege über die Biene bis zur kräftigen Libelle jede Art von Insekten ins Netz. Ihre Speisekarte ist sehr vielseitig besetzt. Die Spinnen leben also ziemlich elitär und vornehm.
  Am Abend haben wir heute ein eigenartiges Phänomen beobachtet. Ich habe zwar darüber schon gelesen aber ich habe es bewusst noch nie wahrgenommen.
  Es gibt hier den Ausdruck "horizontaler Regen". Was soll das denn sein?
  Im Scheinwerferlicht kann man es erkennen. Es ist ein feiner Wasserstaub, wie aus einer Wasserpumpe, die man im allgemeinen für Topfpflanzen, die eine gewisse Luftfeuchtigkeit benötigen,  verwendet. So feiner Wasserstaub, dass man ihn auf der Haut nicht spürt.
  Trotzdem ist er vorhanden - wir haben ihn mit eigenen Augen gesehen - aber nicht gespürt!
  Etwas besseres kann es für die Vegetation gar nicht geben. Sanft, feucht und warm.
23  de septiembre de 2007 - Sonntag - domingo
 
 
15 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Seit heute Mittag hat die Jahreszeit, la estación del año, gewechselt - der Herbst hat die Regentschaft laut Kalender übernommen. Der Tag und die Nacht sind gleichberechtigt, beide dauern gleich lange.
  Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Primavera, verano, otoño y invierno. Der immer gleiche Ablauf eines Jahres. lach ein wenig :o) Das Ende des Jahres kommt unweigerlich immer näher. Es wird nicht lange dauern, dann können wir Weihnachten feiern.
  Auf unserer Insel spielt sich dieses Szenario einwenig anders ab. Den Jahreszeitenwechsel spürt man hier nicht sonderlich, eigentlich so gut wie gar nicht. Zumindest nicht an der Temperatur. Die Tage werden auch nicht viel kürzer doch sie beginne später. In der Früh ist es einfach länger dunkel. Und zwar stockdunkel. Dämmerung gibt es so gut wie nicht. lach ein wenig :o) Dafür sind wir dem Äquator zu nahe.
 

 
Du kannst Dinge tun, die ich nicht tun kann.
Ich kann Dinge tun, die Du nicht tun kannst.
Zusammen können wir große Dinge tun.
Mutter Teresa
 
  Wir haben einen wunderschönen, gemütlichen Sonntag verbracht und freuen uns auf die neue Woche. Ich hoffe, euch geht es gleich!
  Bis morgen, hasta mañana.
22  de septiembre de 2007 - Samstag - sábado
 
 
15 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Heute hat Chicho die Gartenmannschaft unterstützt. Er hat Palmen, las palmeras, gesäubert und Unmengen von abgeschnittenen Trieben und Ästen weggeräumt.
  Man kann oft gar nicht glauben, wie viel Arbeit alleine das Pflegen der Pflanzen macht. lach ein wenig :o) Bei der Menge kommt da einiges zusammen.
   
  Jetzt können sich die Palmen wieder sehen lassen. Richtig edel wirken sie nachdem der Stamm, el tronco, von den Teilen der alten Palmwedel befreit worden ist.
   
  Georg hat vor einigen Tagen Scheinwerfer mit Bewegungsmelder montiert.
  Jetzt wird jeder, der sich hier in der Dunkelheit bewegt unweigerlich entdeckt und ins Scheinwerferlicht gestellt. Ob er will oder nicht! Zusätzlich hat sich dadurch noch ein weiterer Vorteil ergeben - wir haben am Abend automatisch eine Beleuchtung für unseren Platz zwischen den Blumentöpfen.
  Richtig romantisch. Wenn wir die Fenster vom Büro aufmachen haben wir sogar musikalische Untermalung im Hintergrund. lach ein wenig :o) Diese Umstände werden wir jetzt nutzen und uns in die laue Nacht setzen und ein Gläschen Wein bei schöner Musik inmitten von blühenden Schönheiten genießen.
  Deshalb sage ich für heute "Gute Nacht". Träumt was schönes und schlaft gut und lange - morgen ist Sonntag!
21  de septiembre de 2007 - Freitag - viernes
 
15 ° centígrados ziemlich windig
23 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Ach ja, was ich gestern ganz vergessen habe - die beste Pizza kann man in Puerto de la Cruz im El Pomodoro bekommen. Sie schmeckt wie in Italien! Der Pizzabäcker versteht sein Handwerk! Diesen Genuss sollte man sich nicht entgehen lassen, voraus gesetzt man ist ein Liebhaber dieser ofenfrischen Speise!
  Apropos Liebhaber. lach ein wenig :o) Es ist schon eigenartig, wie sich die Perspektiven im Leben verändern können, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Plötzlich sind Dinge möglich, die man vorher überhaupt nicht für möglich gehalten hätte. Irgendwie absurd, oder?
20  de septiembre de 2007 - Donnerstag - jueves
 
 
15 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Zehn Uhr - Termin, una cita, beim Architekten in La Laguna. Man sieht, es geht endlich weiter!
  Es ist zwar jetzt einige Zeit vergangen seit ich Ramon das letzte Mal gesehen habe, aber er ist immer noch derselbe wichtige Mensch.
  Ein bisschen kindisch, ein bisschen kompliziert und als letzte Variante - sehr klug. Eben ein Europafähiger Architekt, der der englischen Sprache nur in der Gegenwartsform mächtig ist.
  Aber das ist auf den Kanarischen Inseln keine Seltenheit. "I go to town" wird verstanden, verwendet man aber die Abwandlung "I went to town" stößt man auf unüberwindliche Grenzen. Es wird nicht verstanden. Ende der Debatte.
  Es gibt also nur zwei Möglichkeiten. Entweder man spricht englisch wie ein Gastarbeiter oder man beherrscht die spanische Sprache. Wenn nicht, ergeben sich die Konflikte von selbst. Babylon lässt herzlich grüßen!
  Wir haben ja ein tolles Beispiel kennen gelernt. Der verflossene Bürgermeister von Icod war - oder ist - ja Lehrer für die englische Sprache. Interessant daran ist jedoch nur, dass er sich in dieser Sprache so gut wie gar nicht verständigen konnte. Wie sollen es dann die Schüler lernen?
  Ich bin schon wieder aufs Abstellgleis ausgewichen, bleiben wir bei unserem Star, dem Architekten vom Dienst.
  Leicht wird die nächste Zeit nicht, aber das schaffen wir auch. lach ein wenig :o) Wir haben ja bereits eine harte Schule hinter uns. Gott sei Dank haben wir bereits einen praktisch denkenden Bautechniker gefunden. Der ist hier auch obligatorisch! Wahrscheinlich weil sich die Architekten bei diverser Technik und der Statik nicht auskennen.
  Vielleicht lösen wir das Problem Architekt auch anders. Auch andere Mütter haben schöne - oder kluge - Söhne. Wer suchet, der findet.
  Da wir schon in der Gegend waren, sind wir noch zu Perez Ortega, einer großen Gärtnerei, gefahren.
  Kling, Glöckchen, klingelingeling, kling, Glöckchen, kling. Im Eingangsbereich steht bereits ein riesengroßer, dunkelgrüner, künstlicher Weihnachtsbaum. Statt Seidenblumen wird silberner und goldener Weihnachtsschmuck in die Regale geräumt. Ein Zeichen, dass sich das Jahr dem Ende nähert.
  Das klingt jetzt zwar eigenartig, aber es ist eben so. Trotzdem - bis Weihnachten vergehen schon noch einige Wochen und in der Zeit haben wir noch viel zu tun.
  Georg hat verschiedene Teile für unsere Rasenbewässerung gebraucht - und gefunden! In Zukunft wird der Rasen mit Hilfe von versenkbaren Düsen begossen. Ist toll, oder?
  Zwei extravagante Pflanzen habe ich auch erstanden.
   
  Eine Diva in Rosa. lach ein wenig :o) Es ist eine Medinilla magnifica auch Malaysian Orchid genannt. Magnifica heißt lateinisch prächtig und eine andere Bezeichnung kann man sich bei dieser traumhaft schönen Blume auch nicht vorstellen. Er passt perfekt!
  Sie stammt aus den philippinischen Urwäldern und soll sich zu einem eindrucksvollen Strauch entwickeln. Das Prunkstück der Botanik hat intensiv grüne, dicke, lederartige Blätter und die vielen, rosaroten Blüten können eine bis zu dreißig Zentimeter lange Rispe bilden.
  Diese exotische Blume wurde nach dem Spanier Josè de Medinilla y Pineda benannt. Der gute Mann war im 19. Jahrhundert Gouverneur auf der pazifischen Inselgruppe der Marianen. 
  Na ja, mit dem Begriff Marianen kann wahrscheinlich niemand etwas anfangen. Für mich war diese Bezeichnung ebenfalls total unbekannt. Noch nie davon gehört - muss ich zugeben.
  Ich habe also ein wenig recherchiert ...
  Im Jahr 1521 entdeckte Ferdinand Magellan als erster Europäer diese Inselgruppe und nannte sie Islas de Ladrones, Ladronen oder Diebsinseln.
  Die Insulaner sollen nach europäischer Auffassung verschiedene Dinge von Magellans Schiffen gestohlen haben. 1667 wurde die Inselgruppe von Spanien in Besitz genommen und nach der spanischen Königin Maria Anna von Österreich, der Gemahlin von König Philipp IV., benannt. Alles klar?
  Es geht aber noch spannender weiter! lach ein wenig :o) Ich hätte nie gedacht, wie viel Geschichtsunterricht man vermittelt bekommt, wenn man sich mit Pflanzen beschäftigt.
  Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg trat Spanien den südlichen Teil an die USA ab und verkaufte mit dem Deutsch-Spanischen Vertrag am 12. Februar 1899 den nördlichen Teil an das Deutsche Reich.
  Dann war der Erste Weltkrieg zu Ende und die Marianen wurden durch den Völkerbund unter japanische Kontrolle gestellt.
  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet mit Unterstützung der UNO unter Kontrolle an die USA abgegeben.
  Falls jemand die Inseln auf der Landkarte suchen möchte - sie befinden sich im nördlichen Pazifik, südlich von Japan.
   
  Die Curcuma Alismatifolia wird auch siamesische Tulpe genannt. Sie stammt ursprünglich aus Thailand und gehört zur exotisch klingenden Familie der Ingwergewächse.
  Die Botanik haben wir heute erfolgreich bereichert, die Woche kann also nur mehr positiv zu Ende gehen. lach ein wenig :o) Arbeit hin oder her, sie zahlt sich auf alle Fälle aus.
19  de septiembre de 2007 - Mittwoch - miércoles
 
 
19 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Wetter wie gehabt mit einer kleinen Draufgabe um die Mittagszeit. Da haben uns ein paar Regentröpfchen die Ehre gegeben. Als Ersatz fürs Garten gießen hat es leider nicht gereicht.
  Heute war Gartenarbeit angesagt. Die Himbeeren und Brombeeren haben endlich die notwendige Unterstützung bekommen. Den Bougainvilleas haben wir starke Stangen als Stützen an die Seite gesetzt. Sie sollen ja nicht wild durch die Gegend wuchern, sondern genau so wachsen und blühen wie wir es wollen.
  Bei diesen Arbeiten vergeht die Zeit wie im Flug. Auf einmal war es halb fünf und wir haben das Mittagessen total vergessen. lach ein wenig :o) Aber aufgeschoben ist nur aufgehoben. Wir haben eben ein wenig später unseren Hunger gestillt.
   
  Bougainvilleas sind ein Symbol des Südens. Sie strahlen Leben aus. Farbenfroh und üppig wuchern sie in südlichen Breitengraden über Mauern und Zäune.
  Die Heimat dieser Pflanzen ist allerdings Brasilien.
  Es geschah auf der ersten französischen Weltumseglung. Als im Jahr 1769 eine Expedition in der Gegend um Rio de Janeiro im Urwald unterwegs war, standen sie plötzlich vor einem flammenden Blütenmeer. So eine intensive Farbenpracht hatte vorher noch kein Teilnehmer der Expedition gesehen!
  In der damaligen Zeit war es üblich, neu entdeckte Pflanzen zu Ehren des Kapitäns zu benennen.
  Der verantwortliche Arzt der Expedition, der Naturforscher Philibert Commerson gab der Wildform dieser Pflanzen den Namen des französischen Kapitäns Louis-Antoine Comte de Bougainville. Er nannte sie Bougainvillea.
  Farben, warum braucht die Welt Farben? Ganz einfach, sonst wäre unser Leben grau oder genauer gesagt schwarz und weiß.
  Die Tomate wäre nicht rot sondern grau, das Gras nicht grün und der Himmel nicht blau. lach ein wenig :o) Schon gut, der blaue Himmel ist kein gutes Beispiel - oft genug ist er ja wirklich grau.
  Hoffen wir, dass er morgen blau ist, denn bunt ist gesund! Das gilt zwar hauptsächlich fürs Gemüse, aber Sonne und Himmel sind fürs Seelenleben zuständig und da kann ein positiver Einfluss auch nicht schaden!
 

 
Farben sind das Lächeln der Natur
und Blumen sind ihr Lachen.
 
James Henry Leigh Hunt  (1784 - 1859)
  Farben sind das Lächeln der Natur.
18  de septiembre de 2007 - Dienstag - martes
 
 
19 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Am Morgen strahlender Sonnenschein, doch ab Mittag übernehmen die Wolken die Regentschaft. So war es gestern und heute ist es auch nicht anders.
  Gedämpftes Schönwetter, oder? Dafür sind die Sonnenuntergänge jeden Tag sensationell. Blutrot mit einem leichten Stich ins orange - so versinkt der Feuerball am Abend im Meer.
  Heute ist der Tag der Feige. Er steht nicht im Kalender, sondern spielt sich in der Küche ab.
  Seit einigen Tagen sind die Feigen reif und nachdem sie ja nicht wochenlang am Baum hängen bleiben und darauf warten, bis jemand von den süßen Früchten naschen will, wollen sie geerntet werden.
  Arbeitsteilung, la división del trabajo, ist angesagt. Georg erntet und ich veredle die dunklen, violetten, saftigen Früchte.
   
  Nichts gegen Äpfel oder Birnen, aber Feigen, frisch und reif vom Baum spielen in einer anderen Riege.
  Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm wird im allgemeinen behauptet. Die Feige muss man pflücken, liegt sie erst einmal auf dem Boden ist nicht mehr viel von der süßen Frucht übrig. Das saftige Fruchtfleisch lassen sich auch Eidechsen gerne auf der Zunge zergehen.
  Mit dem Apfel, la manzana, bringt der Mensch automatisch Adam und Eva ins Spiel der Weltgeschichte. Dabei sind Äpfel weder Paradiesfrüchte noch die Ursache für die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies, el paraíso. Eva hat Adam nämlich einen Granatapfel, una granada, angeboten!
  Die Geschichte vom Apfel als verbotene Frucht steht auch nicht in der Bibel.
  Der Apfel war im Nahen Osten zu dieser Zeit nicht bekannt, er ist erst viel später aus Asien eingeführt worden. Die nette Geschichte ergibt sich vielmehr aus einer falschen Übersetzung des lateinischen Wortes malus. Dieses Wort kann sowohl böse, schlimm oder schlecht - aber auch Apfelbaum bedeuten. lach ein wenig :o) Die Interpretation steht jedem frei.
  Der Name der Früchte lässt zwar eine Verwandtschaft vermuten, aber die beiden haben miteinander gar nichts zu tun. Bodenständig die eine und exotisch, verführerisch die andere.
  Der Apfelbaum wird in der Bibel auch Baum der Erkenntnis, el árbol de la comprensión, genannt.
  "Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach:
Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,
aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen;
denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben."
2. Mose 2, 16-17
  Als Baum der Erkenntnis von Gut und Böse wird in der Paradieserzählung des Buches Genesis der Bibel also ein Baum bezeichnet, der, mit dem Baum des Lebens, in der Mitte des Garten Edens zu finden ist.
  Gott hat den Menschen allerdings streng verboten, von diesen Früchten zu naschen. Warum wohl? lach ein wenig :o) Angst vor der Erkenntnis?
  Wollte er nicht, dass der Mensch hinter sein Geheimnis kommt? Gibt es überhaupt ein Geheimnis?
  Vielleicht ist Fallobst aufschlussreicher als wir glauben?
  Lassen wir diese Frage für heute einfach einmal im Raum stehen. Jeder Mensch beantwortet sie so wieso für sich selbst. Vielleicht bringt Fallobst wirklich die bessere Erkenntnis. Auch wenn der Apfel nicht weit vom Stamm fällt - oder gerade aus diesem Grund.
  Eine Tatsache ergibt sich allerdings aus diesen Überlegungen ganz klar. ¡De verdad! Die wahren Paradiesfrüchte müssen doch die Feigen sein!
  Wer das nicht glaubt, muss nur die Bibel aufschlagen. In diesem Buch gibt es die Geschichte, in der Moses erzählt, dass Adam und Eva Feigenblätter pflückten. Daraus haben sie sich Schurze geflochten, um damit ihre Nacktheit, ihre Blöße, zu verbergen.
  Vom Apfel ist nirgends die Rede, no se trata de eso, und ob der Baum der Erkenntnis ein Apfelbaum war, steht auch in den Sternen.
  Apfel, Granatapfel oder Feige - ganz egal wie immer es sich auch abgespielt haben soll, eines steht fest - im Paradies müssen Feigen gewachsen sein. lach ein wenig :o) Woher soll sonst das Feigenblatt gekommen sein?
  Vom Himmel gefallen ist es mit Sicherheit nicht! Dieses Vorrecht haben nur Engel oder Sternschnuppen. Auch wenn man dann ganz verschämt zugeben muss, dass es sich auch nur um Staub aus dem endlosen Weltall handelt.
  Das wäre übrigens ein Denkanstoss für Reinlichkeitsfanatiker. lach ein wenig :o) Ein bisschen Staub und Nachlässigkeit kann durchaus zu schönen Erlebnissen führen. Ohne Weltraumschmutz keine Sternschnuppe - und damit auch keine Illusion eines freien Wunsches. Die Welt wäre perfekt steril - und ohne Überraschung.
  Kein Regenbogen, kein "Stern" der vom Himmel fällt. Wäre das nicht schade?
  Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass die Bibel keine Märchensammlung ist. Oder ein Mythos, eine Legende? Wie die griechischen Götter- und Heldensagen? Ein Tatsachenbericht ist sie ja wissenschaftlich belegt nicht. Zeitzeugen haben es anscheinend nicht für wert befunden, die Ereignisse fest zuhalten.
  Für die heutige Arbeitswelt ist dieses Buch allerdings sehr wichtig. Das umfassende Werk sichert viele Arbeitsplätze. Was würden unzählige Archäologen, Schriftgelehrte und Theologen als Grund für ihre Forschungen anführen? Wer würde die ganzen wissenschaftlichen Projekte unterstützen?
  Als Denkanstoss zum Schluss noch ein kleines Zitat. Was ist die Aussage eines Wissenschaftler denn wirklich wert?
  "Dr. Anton Zeilinger, der bekannte Quantenphysiker, hat sich auch zum Stand der Forschung in der Gentechnik geäußert. Ängste und Vorbehalte gegen die Gentechnik, sagt er, entbehrten jeder sachlichen Grundlage." (SN)
  Die Übersetzung der Äußerung: "Ich bin zwar kein Gentechniker und habe auch nicht die geringste Ahnung, welche Folgen uns die Gentechnik in 20 oder 30 Jahren beschert, welche Folgen die Verbreitung und der Konsum gentechnisch veränderter Organismen auf die Welt hat. Aber auf meine Kollegen lasse ich nichts kommen."
  Gute Nacht. ¡Buenas noches!
17  de septiembre de 2007 - Montag - lunes
 
 
19 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Am Samstag sind wir auch durch einen Teil des Teide Nationalparks gefahren. Auch dort kann man stellenweise die Spuren des großen Waldbrandes sehen.
 
  Aus der Ferne betrachtet sieht es aus, als ob der Herbst seinen Farbpinsel geschwungen hätte. Kommt man näher, ändert sich das Bild jedoch. Von Herbststimmung keine Spur mehr.
   
  Hier hat eindeutig der Feuerteufel gewütet. Die Stämme der Bäume sind teilweise kohlschwarz und die versengten Nadeln haben sich in ein intensives orange verwandelt.
 
  Kleinere Flecken sind total verbrannt, bei den Bäumen daneben sind die Baumstämme nicht einmal angekohlt, lediglich die Hitze hat hier die Nadeln verdorren lassen. Dazwischen zartes hellgrün und vollkommen unversehrte Bäume. Trotzig und stolz stehen sie in der Landschaft.
   
  Wir haben Steine für unseren Rosengarten mitgebracht. Wunderschöne, rot gefärbte Lavasteine. Riesengroß aber ziemlich leicht. Irgendwie haben sie die Konsistenz von Bimstein. Kein Wunder, no es ningún milagro,es ist Tuffgestein - in der Geburtsurkunde, la acta de nacimiento, steht "Herkunft aus den Tiefen der Erde". Geburtshelfer waren die diversen Lavaströme. Erst sie konnten dieses Grundmaterial aus den Tiefen des Erdinneren an die Oberfläche befördern.
  Jetzt werden diese luftigen, bizarren Gebilde unseren Garten verschönern. lach ein wenig :o) Sie sind am Ziel angelangt.
16  de septiembre de 2007 - Sonntag - domingo
 
 
19 ° centígrados  
25 ° centígrados  
Icod de los Vinos  
  Ein Tag, wie fürs Kuscheln gemacht  lach ein wenig :o) Lange schlafen, bei Sonnenschein frühstücken und den Tag einfach so an sich vorüber ziehen lassen. Kuscheln ist angesagt - Wellness für die Seele. Auf der modischen Schiene ausgedrückt. Sonst würde ich es einfach "einen Tag zum Wohlfühlen" nennen. Die Seele baumeln lassen.
  Kraft tanken, denn Kreativität braucht die richtige Stimmung und Freiheit. Erst dann kann sie sich entfalten und trägt wohlschmeckende Früchte.
 

 
Es gibt den Maler,
der aus der Sonne einen gelben Fleck macht.
 
Aber es gibt auch den,
der mit Überlegung und Handwerk
aus dem gelben Fleck eine Sonne macht.

Pablo Picasso

 
 
  Wir hatten einen wunderschönen Sonntag! lach ein wenig :o)  Einer neuen, arbeitsreichen Woche steht also nichts mehr im Weg.
1. bis 15. September 2007
Schreiben Sie uns einfach eine kleine Nachricht
   
   
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last update 16.09.08

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