1 de noviembre de 2007 - Donnerstag - jueves
31 de octubre de 2007 - Mittwoch - miércoles
 
 
19 ° centígrados  
20° centígrados  
Icod de los Vinos 44. Kalenderwoche
  Grau, grau und noch einmal grau. Gestern am Abend hat es doch noch geregnet. Nicht gar so lange, aber doch einigermaßen ergiebig. Die Pfützen stehen heute Mittag noch auf den Steinplatten. Für mich ergibt sich dadurch ein heimeliger Tag. Nichts zu tun in meiner Gärtnerei - zumindest nicht, wenn ich es nicht unbedingt will. lächeln kann nie schaden :o) Und ich will heute nicht!
  Der 31. Oktober müsste eigentlich der Gedenktag des Grauens für Generationen von Sparschweinen sein. Aber die Zeiten des Schreckens sind für diese netten Tiere wohl schon lange vorbei. Sparschweine sind, soweit ich informiert bin, so gut wie ausgestorben. Das Massenschlachten an den Bankschaltern entfällt unter den gegebenen Umständen wohl mehr oder weniger. Nicht einmal das Kopfgeld zieht mehr. Aus diesem Grund haben es einige Geldinstitute auch abgeschafft und spenden die ausgesetzte Summe - mehr oder weniger sinnvoll - an irgendwelche Hilfsorganisationen.
  Ich kann mich noch gut an den Ansturm in der Villacher Sparkasse erinnern. Ich war damals so sieben oder acht Jahre alt. Die große Schalterhalle war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Hunderte Kinder sind mit ihren blechernen Sparbüchsen in der Hand vor den Schaltern und haben damit konkurriert, wer wohl mehr Schillinge in der Büchse hatte.
  Aber egal wie viele Münzen und vielleicht auch noch Scheine der Bankangestellte aus der Dose geholt hat, die Belohnung war das Wichtigste. lächeln kann nie schaden :o) Einmal waren es Filzstifte, dann eine Taschenlampe und das Jahr darauf? Ich kann mich nicht mehr erinnern. Sinnvolle oder gar wertvolle Dinge sind es nie gewesen, trotzdem hat das System funktioniert.
  Heute sieht die Welt natürlich ein wenig anders aus. lächeln kann nie schaden :o) Was soll man einem Kind, als Siegerprämie anbieten? Der Computer steht zu Hause, die diversen Spiele auch, das Handy ganz selbstverständlich im Hosensack und die Ohrstöpsel vom MP3 Player sind fest im Ohr verankert. Ein Malblock mit sechs Farbstiften punktet da nicht wirklich!
  Erfunden wurde der Weltspartag in Mailand. Auf dem Internationalen Sparkassenkongress im Oktober 1924 beschloss man, die Sparer mit kleinen Geschenken in die Bank zu locken und zum Sparen zu animieren.
  "Spare, ahorrar, in der Zeit dann hast du in der Not"
  Erinnert sich noch jemand an das kleine grüne Männchen mit der Münze als Bauch? Das Jahr 1956 war das Geburtsjahr einer der bekanntesten österreichischen Kultfiguren - des Sparefroh.
  Der Sparefroh hat viele Väter. Eigentlich stammt die Figur aus Deutschland, vom Deutschen Sparkassenverlag in Stuttgart. Der lustige, kleine Mann wurde allerdings nirgendwo so sehr geliebt wie in Österreich! Doch in der heutigen Zeit fällt er auch schon in die Lade der Nostalgie.
 

 
 
Trick or treat, trick or treat
trick or treat we say!
If you don’t have treats for us
we’ll never go away!
 
  In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sollen die Seelen der Toten die Erde besuchen. Es liegt also eine besondere Nacht vor uns - it's Halloween!
  Ursprünglich war es ein Fest der keltischen Druiden. Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November symbolisierte im keltischen Kalender den Jahreswechsel. Es war der Wechsel von der warmen in die kalte Jahreszeit. Könnte also sehr wohl auf unsere kleine Insel Atlantik zutreffen. Hier findet man zwar auch schon Ansätze, sprich diverse Kostüme in den Auslagen der Geschäfte, aber im großen und ganzen geht dieses Fest an den Canarios - noch - relativ unbeachtet vorbei!
  Den Ursprung dieses Festes muss man allerdings im Norden Europas, genauer gesagt in Irland suchen. Dort ehrten die Druiden in dieser Nacht den Todesfürsten Samhain und gedachten der toten Seelen.
  Heute hat diese Nacht zwar keine religiöse Bedeutung mehr - gefeiert wird trotzdem!
  Was haben eigentlich die Kürbisse mit Halloween zu tun? Die kunstvoll ausgehöhlten und strahlend orangeroten Früchte verschaffen der Dunkelheit eine ganz besondere Stimmung. lächeln kann nie schaden :o) Aber wie der Kürbis zu seiner Rolle gekommen ist, das ist eine ganz andere Geschichte.
  Es war einmal ein alter Mann. Er wurde Jack O'Lantern genannt und lebte in Irland ...
 

Der Kürbis
Erst ist er grün und murmelklein,
dann aber wächst er ungemein.
Wird semmelgelb und kugelrund
und wiegt noch mehr als hundert Pfund.
Rollt so ein Kerl dir auf den Zeh,
dann hüpfst du wie ein junges Reh.
Alfred Könner
  Mir sind Kürbisse im Kochtopf allerdings lieber und auf den Kanarischen Inseln gehören alle Arten von Kürbissen eigentlich das ganze Jahr über zum Speiselan. Der Kürbis,  la calabaza, hat immer Saison!
30 de octubre de 2007 - Dienstag - martes
 
19 ° centígrados  
23° centígrados  
Icod de los Vinos 44. Kalenderwoche
  Sie spart keine Energie - sagt der Präsident des Umweltbundesamts. Sie könnte gesundheitsschädlich sein - sagen diverse Wissenschaftler. Sie ist unbeliebt - sagen die Meinungsforscher. Für dieses Jahr ist die Sommerzeit seit einem Tag allerdings sowieso Geschichte.
  Bis Ende 2007 soll die Europäische Union, la Unión Europea UE, wieder einmal einen Bericht zu den Auswirkungen der Sommerzeit, el horario de verano, vorlegen. Die erwiesenen, nicht vorhandenen wirtschaftlichen Vorteile und der bürokratische Aufwand lassen vermuten, dass für die Sommerzeit die letzte Stunde geschlagen haben könnte.
  Dann stellt sich allerdings die Frage wohin der Zeiger auf dem Zifferblatt wandern wird? Für immer vor oder für immer zurück? Lassen wir uns überraschen! lächeln kann nie schaden :o) Mir wäre es lieber, wenn die "Winterzeit" abgeschafft werden würde - aber mich fragt ja so wieso niemand.
  Direkt ungewohnt, dass es am Morgen nun etwas früher hell ist.
  Noch gewöhnungsbedürftiger ist für mich aber die zu früher Stunde hereinbrechende Dunkelheit am Abend. lächeln kann nie schaden :o) Doch damit müssen wir in den nächsten Monaten wohl oder übel leben.
  Blauer Himmel um acht Uhr in der Früh, spätestens um zehn Uhr dümpeln dann aber bereits wieder gräuliche Wolken am Himmel. Berühmt ist das Wetter zur Zeit nicht wirklich. Dazu kommt noch der ungute Wind. Ich bin froh, dass ich heute meine Blumenkinder alleine lassen kann. lächeln kann nie schaden :o) Ich mag keinen Wind - und heute schon gar nicht!
   
  Ein angenehmer Arbeitsplatz, oder? lächeln kann nie schaden :o) Man könnte ihn fast beneiden, wenn da nicht die kniffelige Arbeit und der Wind wären ...
  Georg hat in die Tischlerei gewechselt und arbeitet an einer Doppeltüre und Fensterläden für die Werkstatt. Morgen sollte das kleine Häuschen eigentlich soweit sein, dass man Fenster und die Türe verschließen kann. lächeln kann nie schaden :o) Wieder ein Punkt abgehakt.
29 de octubre de 2007 - Montag - lunes
 
19 ° centígrados Sonnenaufgang 08:15 Ortszeit
23° centígrados Sonnenuntergang 19:25 Ortszeit
Icod de los Vinos 44. Kalenderwoche
  Trübes Wetter, alles grau in grau, aber leider kein Regen. Am Nachmittag hat der Wind aufgefrischt, am Abend war es allerdings wieder windstill. lächeln kann nie schaden :o) Geregnet hat es ganze drei Minuten - diesmal habe ich wirklich auf die Uhr geschaut! Nicht mehr aber auch nicht weniger.
  Am Samstag haben wir nicht nur den Mercadillo del Agricultor de Tacoronte gesucht und gefunden, wir sind die Strasse dann weiter gefahren und sind in Bajamar gelandet, einem ursprünglich kleinen Fischerdorf, das im ersten Moment keine sonderlich liebenswerte Ausstrahlung hat. Ein fast vergessenes Urlaubsparadies der sechziger Jahre.
   
  Von Tacoronte aus fährt man einfach Richtung Valle de Guerra, in das Tal des Krieges. In dieser Umgebung hat sich am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts das Schicksal der stolzen Inselbewohner entschieden. Ein ungleicher Kampf, den im Endeffekt die spanischen Eroberer für sich entscheiden konnten.
  Der Name dieses schönen Tales stammt aus der Zeit der spanischen Eroberung von Teneriffa. Benannt wurde es nach einem spanischen Kriegshelden, der nach der Eroberung durch Don Alonso Fernández de Lugo dieses Gebiet der Insel als Lohn für seinen Kriegsdienst erhielt.
  Neben der Straße sieht man große Bananen- und Strelizienfelder. Nicht umsonst wird diese Gegend auch der Garten Teneriffas genannt. Mitten in dieser schönen, weiten Landschaft steht auch das Haus des ehemaligen Kriegers, das Herrenhaus der Adelsfamilie Guerra. Heute befindet sich in diesem alten Gebäude allerdings ein Heimatmuseum, el Museo de Antropologica de Tenerife.
  Auf dem Weg nach Bajamar kommt man auch durch das kleine Dorf Tejina, in dem es die einzige Rumfabrik er Insel gibt, las Destilerías cocal.
  Diesmal sind wir allerdings nur durch die Ortschaft gefahren. Wir wollten zu einem sonnigen Plätzchen am Meer kommen und Tejina ist ganz sicher mehr als einen Spaziergang wert. Der ist allerdings viel schöner bei Sonnenschein und blauem Himmel. lächeln kann nie schaden :o) Aus diesem Grund werden wir das Örtchen ein anderes Mal erkunden.
  Wenn man, wie jeder normale Tourist auf der Autobahn von Santa Cruz nach Puerto de la Cruz unterwegs ist, kann man sich gar nicht vorstellen, welche schönen Seiten der Landschaft sich zwischen Asphaltband und Küste verbergen. Der Delikatessenladen der Natur liegt abseits der Hauptverkehrswege. Sie sind es allemal wert, erkundet zu werden.
     
  Bajamar liegt an den Ausläufern des Anagagebirges. Ein typisch kanarisches Fischerdorf, das mehr Treppen und bunte Häuser als Gärten besitzt.
  Rund herum umlagert und eingebaut von einfallslosen Apartmenthäusern. Die Kleinode findet man nur in den Gässchen, hinter der touristischen Fassaden. Eine Mischung aus Tradition, alter kanarischer Lebensweise und Freizeitort sowohl für Canarios als auch - hauptsächlich - deutschen Langzeiturlauber.
   
  Der Ort an der stürmischen Atlantikküste muss schon bessere Zeiten gesehen haben. Gewisse Verfallserscheinungen kann man nicht übersehen. Aber vielleicht täuscht dieser Eindruck. Immerhin wird der gesamte Ort großzügig generalsaniert. Die Meeresbecken erstrahlen bereits im neuen Glanz, die Promenade wurde mit den heute unvermeidlich modernen Stahlkonstruktionen verschönt.
  Den heutigen Architekten kann man wirklich zu Recht eine penetrante Fantasielosigkeit vorwerfen. Einer hat es erfunden und alle anderen finden anscheinend nichts Neues mehr. Stahlrohre symmetrisch angeordnet, dort mit Blumen und ein andermal mit lackiertem Holz oder einem Glasdach verschönert. So schaut die Fantasie dieser Baukünstler heute wohl überall auf der Welt gleich auch. Egal ob sie damit einen denkmalgeschützten Bahnhof in Europa oder eine Promenade in eine kleinen Örtchen auf Teneriffa verschandeln. Oder mü0te man es Verschönerungsaktion nennen? 
   
  Das alte Fischerdorf an vorderster Front wird ebenfalls renoviert und so wie es aussieht, kommt wenigstens dieses Kleinod mit einem blauen Auge davon und es kann seine Individualität bewahren. Stahlgebilde haben in den engen Gassen und Hauseingängen Gott sei Dank keinen Platz.
   
  Wir haben ein schönes, sonniges Fleckchen mit Blick auf die gigantischen Wellen, die sich an der Molenmauer brechen, gefunden und haben eine Kleinigkeit gegessen.
   
  Anschließend sind wir noch ein Stück die Promenade entlang spazieren gegangen. Es war ziemlich stürmisch aber trotzdem schön. Die Bäume haben es auch schon gelernt - sie wachsen ganz einfach mit dem stürmischen Wind.
28 de octubre de 2007 - Sonntag - domingo
 
 
17 ° centígrados  
23° centígrados  
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Eine ganze Stunde länger schlafen. Wann bekommt man schon einen Sonntag mit einer Dauer von fünfundzwanzig Stunden geboten? lächeln kann nie schaden :o) Das sollte man nur genießen und nicht viel darüber nachdenken.
  Ein paar Sonnenstrahlen, einige Wassertröpfchen und viele, viele Wolken. Das Wetter zeigt sich heute nicht gerade von der besten Seite. lächeln kann nie schaden :o) Für uns - positiv gesehen - allerdings das perfekte Sonntagswetter.
  Wenn drau0en keine Sonne scheint, hat man kein schlechtes Gewissen, wenn man es sich im Haus gut gehen lässt. Doch dieses "sich fallen lassen" braucht der Mensch ab und zu. Für uns ist es wichtig. Es muss einfach auch Tage geben, an denen absolut nichts konstruktives, nichts wichtiges geschieht. Einen Tag, an dem das Leben einfach gelebt wird. Auch im "Nichts" liegt die Kraft. Warum würden sich sonst die Wissenschaftler dieser wunderbaren Welt darüber die Köpfe zerbrechen, wie viel Bedeutung das "Nichts" hat?
  Eigentlich ja absurd, wenn über etwas, das es anscheinend ja gar nicht gibt, so viel geredet wird. lächeln kann nie schaden :o) Aber das ist mir heute ziemlich egal, darüber zerbreche ich mir vielleicht ein anderes Mal den Kopf.
  Wir haben uns heute wunderbar erholt - vielleicht kann die kleine Geschichte auch ein wenig zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Abschalten ist oft das halbe Geheimnis der Entspannung.
   
 
Eine alte, chinesische Legende
Sie standen am Spielplatz, als der Schüler den Meister fragte: "Wie kommt es, dass zwar alle Menschen glücklich sein wollen, es aber doch nicht schaffen."
 
Der Meister wies auf die spielenden Kinder. "Sie sind glücklich!"
"Wie ist es aber um das Glück der Erwachsenen bestellt?" fragte der Schüler.
Der Meister holte eine Handvoll Münzen hervor und warf sie unter die spielenden Kinder.
Da verstummte mit einem Mal das fröhliche Lachen, und die Kinder stürzten sich auf die Münzen, lagen auf der Erde und rauften sich.
 
Statt Lachen erscholl nun ein Geschrei und Gezeter. Das Triumphgeheul der glücklichen Eroberer mischte sich mit Wutgeheul der Unterlegenen.
"Und nun", fragte der Meister, "was hat ihr Glück zerstört?"
"Der Streit", erwiderte der Schüler.
"Und wer hat den Streit erzeugt?"
"Die Gier!"
"Nun hast du die Antwort auf deine Frage.
Alle Menschen erfüllt die Sehnsucht nach dem Glück, aber die Gier in ihnen, es zu erjagen, bringt sie gerade um das, was sie sich sehnlich wünschen!"
  Darüber sollte man einmal nachdenken, oder?
27 de octubre de 2007 - Samstag - sábado
 
 
14 ° centígrados  
23° centígrados  
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Markttag Nummer zwei. Nachdem wir den Bauernmarkt in Tacoronte letzten Samstag nicht gefunden haben, starten wir heute den nächsten Versuch. lächeln kann nie schaden :o) Wo sich der Fehler eingeschlichen hat, wissen wir bereits.
  Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Markt, el mercado, und Markt, el mercadillo.
  El Mercado Municipal de Tacoronte ist eine normale Markthalle im Ort. Von einer Strasse kann man ihn fast ebenerdig betreten, kommt man von der anderen Seite des Gebäudes muss man vier Stockwerke in die Höhe klettern um die heiligen Hallen zu erreichen. Dieser Markt war jedoch nicht unser erwähltes Ziel.
  El mercadillo heißt richtig übersetzt eigentlich Flohmarkt, das kann es also auch nicht sein - oder doch?
 

Was der Bauer nicht kennt,
das isst er nicht.
Würde der Städter kennen,
 was er isst – er würde umgehend Bauer werden.
Oliver Hassenkamp
  Den Ort den wir suchen wird Mercadillo del Agricultor de Tacoronte und liegt außerhalb der Stadt. Diesen Markt gibt es seit 1980 und er ist  jeden Samstag und Sonntag im Ortsteil, el barrio, San Juan geöffnet. lächeln kann nie schaden :o) Wir waren letzten Samstag also ziemlich knapp, muy cerca, dran!
   
  Bilder sagen wohl mehr als viele Worte. Der Markt in Tacoronte vermittelt Leben in Reinkultur! Von Obst, Gemüse, Kartoffeln aller Art bis Käse, Blumen, Pflanzen, Brot und Unmengen von Süßwaren wird hier alles angeboten. Das zu einem Preis, von dem man in den ortsüblichen Geschäften teilweise träumen kann.
  Paprika die sonnengereift rot in den Kisten legen, Ananas von der kleinen Nachbarinsel El Hiero, die einen Duft verströmen, dass man meinen könnte, eine besondere Duftessenz vor sich zu haben, Brotlaibe, die verführerisch aussehen aber leider doch nicht so schmecken wie man es erwartet - man findet fast alles, was man sich so von einem richtigen, ehrlichen Markt wünschen kann.
     
  Vor der Markthalle steht eine Palme und in den Stamm dieser Palme wurde eine kleine, aber feine Nische geschlagen. Das ganze Kunstwerk ist vielleicht zwanzig Zentimeter hoch. Die Größe ist auch gar nicht wichtig. lächeln kann nie schaden :o) Hauptsache die Jungfrau - welche weiß ich leider nicht - beschützt den Standort. Das Konzept dürfte wirklich aufgehen, denn sonst wäre die kleine Statue sicherlich nicht mit einer frischen Blüte geschmückt worden.
  Vergesst heute nicht die Uhren umzustellen - immerhin bekommen wir heute Nacht die gestohlene Stunde vom März zurück. Wenn auch ohne Zinsen!
  Es regnet! Endlich bekommen unsere Pflanzen wieder einmal himmlisches Wasser zu spüren!
  Gute Nacht - buenas noches!
26 de octubre de 2007 - Freitag - viernes Nationalfeiertag (Österreich)
 
 
15 ° centígrados  
23° centígrados  
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Nationalfeiertag in Österreich! iLa fiesta nacional en Austria! Österreich ist frei und unabhängig!
  Ich gönne mir aus diesem Grund auch einen Feiertag und mache nur das, was mir Spaß macht! So einen Tag braucht der Mensch ab und zu einmal. Sogar das Wetter spielt mit - es ist trüb, wolkig aber recht warm. Auf alle Fälle habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich meinem Vergnügen am Schreibtisch nachgehe. lächeln kann nie schaden :o) Im Schwedenofen knistert ein kleines Feuer und und strahlt eine angenehme Wärme in den Raum. Richtig gemütlich und kuschelig.
 
 
 
Gönne dich dir selbst!
Ich sage nicht, tu das immer.
Ich sage nicht, tu es oft:
Aber ich sage, tu es wieder einmal.
 
Sei, wie für alle anderen Menschen auch, für dich selbst einmal da.
 
Bernhard von Clairvau
 
  Nicht einmal meine Blumenkinder rufen nach mir. lächeln kann nie schaden :o) Auch sie gönnen mir mein Vergnügen.
  Am 15. Mai 1955 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet, der Österreich die Freiheit bringen sollte. Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrags auf Schloss Belvedere wurde Österreich wieder zu einem souveränen Staat. Im Gegenzug mussten sich die Österreicher verpflichten, nach dem Vorbild der Schweiz  neutral zu werden.
  Der 25. Oktober 1955 war der letzte Tag einer 90-Tage-Frist und damit war der 26. Oktober der erste Tag, an dem sich keine fremden Truppen mehr auf österreichischem Hoheitsgebiet aufhalten durften.
  An diesem Tag beschloss der österreichische Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes die immerwährende Neutralität.  Am 26. Oktober 1955 wurde das erste Mal in der 2. Republik der "Tag der österreichischen Fahne" gefeiert. Zum Nationalfeiertag wurde dieser Tag erst im Jahr 1965 erklärt.
 
  Am Heldenplatz in Wien werden heute traditionell die Rekruten angelobt. In Kärnten wurden in der Gemeinde Glanegg  bereits gestern über tausend junge Soldaten vereidigt. Es war Kärntens größte Angelobung im heurigen Jahr.
   
  Die Jungsoldaten der Garnison Villach gehören dem Fernmeldebataillon 1 in der Lutschounigkaserne und dem Pionierbataillon 1 in der Rohrkaserne an. Julian ist also seit heute für die Verteidigung unseres Vaterlandes zuständig.
 
  Die Bevölkerung, insbesondere die Angehörigen der anzugelobenden Soldaten sowie die Vertreter der Medien, werden zur Teilnahme an dieser militärischen Veranstaltung herzlich eingeladen - Zitat Bundesministerium für Landesverteidigung Roßauer Lände 1, 1090 Wien.
  Wir konnten leider nicht daran teilnehmen, es wären doch etwas über viertausend Kilometer zu überwinden gewesen. Aber der Technik sei Dank - wir sind fast dabei gewesen. lächeln kann nie schaden :o) Ein großes Dankeschön auch an den fleißigen Fotografen!
  Es ist also nichts faul im Staate Österreich! Vielleicht wird deshalb heute die Premiere eines historisch wichtigen Filmes gefeiert - Lissi und der wilde Kaiser. Oder ist doch nicht alles Eitel Wonne Sonnenschein? Ist  in der Alpenrepublik doch nicht alles Gold was so vor sich hinglänzt?
 
  Wie auch immer - wir sind nicht die einzigen Leidtragenden in Europa. Immerhin können wir auf einen Bundeskanzler zurückgreifen, dem es möglich war, sich seinen Sandkastentraum zu verwirklichen. Das ist heute nicht einmal mehr in Amerika möglich. Außer man gehört dem Geldadel an. Das Märchen "vom Tellerwäscher zum Millionär" ist auch schon lange ausgeträumt!
  Gedanken in der Nacht von Donnerstag auf Freitag
  Mein Leben orientiert sich am Mondkreislauf. lächeln kann nie schaden :o) So bin ich nun einmal.
  Der Rhythmus des Mondes trifft irgendwie meinen Lebensnerv. Unsere beiden Kinder sind bei Vollmond geboren worden. Das eine ein Sonntagskind, das zweite an einem Donnerstag. Das eine zwei Wochen zu spät, das zweite eine Woche zu früh - laut ärztlicher Berechnung.
  Doch beide wollten die Welt bei Licht und nicht bei Dunkelheit entdecken und haben dafür die Beleuchtung des vollen Mondes gewählt. Sie hätten es auch nicht besser treffen können. Beide haben dadurch wahrscheinlich vom ersten Atemzug an den Durchblick auf unserer oftmals doch sehr mit diffusem Licht erleuchteten Erde gehabt.
  In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es wieder einmal soweit - exakt um 6 Uhr 31 erhellt der Vollmond unseren blauen Planeten.
   
  Hat er sich im Mandelbaum verfangen? Sieht fast so aus.
  Es ist direkt erschreckend, in welcher Geschwindigkeit sich die Vollmondnächte wiederholen. Kaum ist die silberne Kugel am Himmel kugelrund, ist sie wieder verschwunden und - scheinbar - Augenblicke später leuchtet sie schon wieder am dunklen Nachthimmel.
  Der Mond benötigt 27,33 Tage für seine monatliche Reise. Aber da unsere Mutter Erde zusätzlich die Sonne umkreist, so wie sie selbst vom Mond umrundet wird, muss der Mond zwei weitere Tage dazu legen, um wieder die gleiche Position zur Erde und der Sonne einzunehmen.
  Der Mond braucht also lange 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten, um seinen Platz wieder an der selben Stelle am Himmelszelt behaupten zu können.
 
Gestern Abend hat sich zum Vollmond noch eine ganz spezielle Wolkenformation eingestellt.
Die duftigen, weißen Gebilde haben sich wie zwei UFOs um das Haupt des Teides geschmiegt.
Normalerweise kann man dieses Wolkengebilde als Hilfe für die Wettervorhersage benutzen. lächeln kann nie schaden :o) Unbekannte Flugobjekte kündigen nahenden Regen an.
  Wir lassen uns überraschen und ich geselle mich jetzt zu meinem Liebsten unter die Bettdecke. Die Mitternacht hat sich bereits verabschiedet und auch wenn die Himmelslaterne den Schlafbereich taghell erleuchtet, geht doch erst in einigen Stunden die Sonne wieder auf.
  "Lady Sunshine und Mister Moon können gar nichts dagegen tun, dass sie am Himmel sich niemals trafen, denn wenn er ausgeht, dann geht sie schlafen." hat Conny Froboess einst geträllert.
  Ich muss die ganze Angelegenheit heute von der umgekehrten Reihenfolge her betrachten. lächeln kann nie schaden :o) Wenn der Mond in ein paar Stunden unsere Gefilde verlässt, ist es wieder Zeit um aus dem warmen Bett zu kriechen. Der Wecker lässt grüßen!
25 de octubre de 2007 - Donnerstag - jueves
 
 
19 ° centígrados  
23° centígrados  
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Bei uns tickt einer nicht ganz richtig! Im alten Fensterstock lebt ein betagter Holzwurm, la carcoma, der ihn frisch und fröhlich von innen her auffrisst. In den stillen Nachtstunden kann dieses kleine - und mittlerweile sicher sehr beleibte - Ungetüm an den Nerven knabbern. lächeln kann nie schaden :o) Er frisst und frisst! Na ja, sonst hat er ja nichts zu tun.
  In Wahrheit ist er eigentlich ein Untermieter. Da könnten wir ja Miete verlangen? Vielleicht werden wir ihn auf diese Art und Weise los? Chemie zahlt sich bei dem antiken Gebälk wohl nicht mehr aus. Das Mittel wäre teurer als der Zeitwert des ohnehin schon wettergeschädigten Holzkunstwerkes.
 

 
"Ich kann fliegen!"
Sagte der Wurm, als er mit dem Apfel vom Baum fiel!
 
  Heute ist der Wurm ausnahmsweise aber nicht im Apfel sondern im Fensterstock und dort wird er uns voraussichtlich auch überleben. Wenn wir diese Wohnstätte verlassen, wird das liebe Tier seine Wirkungsstätte allerdings ebenfalls verlieren. Der Fensterstock hat nur mehr eine begrenzte Lebensberechtigung.
  "Pessimisten stehen im Regen - Optimisten duschen unter einer Wolke."
  Die Wolken haben heute die Vorherrschaft am Himmel übernommen und die Gemeinde verweigert im Moment die Wasserlieferung aus dem Wasserhahn. lächeln kann nie schaden :o) Ich kann mich wohl zu den Optimisten zählen!
  Nachdem meine Hände so wieso schon schmutzig sind, werde ich diesen Umstand ausnutzen und noch in paar kleine Pflanzen umtopfen. Dann zahlt sich das Hände waschen später wenigstens aus! Falls das Wasser doch wieder aus der Leitung sprudeln sollte. Aber das wird schon klappen!
24 de octubre de 2007 - Mittwoch - miércoles
 
 
19 ° centígrados  
25° centígrados  
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Heute bekommt unsere Wasserlandschaft den letzten Schliff! Das haben wir uns fest vorgenommen. lächeln kann nie schaden :o) Georg verpasst dem letzten Stück des Bachlaufes noch einen allerletzten Anti-Wasser-versicker-Anstrich.
  Doch jetzt wird erst einmal gefrühstückt und anschließend geht es los!
  In ein bis zwei Stunden ist der hilfreiche Belag trocken und nicht einmal das kleinste Wassertröpfchen kann sich dann auf die Reise ins Erdreich machen! Das Wasser bleibt endlich an der Stelle, die wir dafür vorgesehen haben.
   
  Die letzten Pflanzenexemplare werden von den engen Blumentöpfchen in die Wasserwildnis umgesiedelt.
  Die einzelnen Pflanzen aus den verformten Töpfen zu bekommen war zum Teil Schwerarbeit. lächeln kann nie schaden :o) Von Beißzange über scharfes Messer und Wasserbad war jedes Hilfsmittel willkommen. Das Hauptziel war, die Pflanzen und vor allem die Wurzelballen unbeschädigt aus der Plastikumarmung zu befreien.
  Falls sich Fische auch in ihrer Freizeit treffen sollten oder sogar eine Chillout Lounge besuchen sollten, haben sie heute Gesprächsthemen in Hülle und Fülle. Sobald wir eine Aktion im Wasser gesetzt haben, sind uns - Georg - die Fische um die Beine geschwommen. lächeln kann nie schaden :o) Eines ist also ganz klar - vor allem Goldfische sind neugieriger als Kinder vor Weihnachten!
   
  Calla - schneeweiß und märchenhaft schön! Das ist aber nur eine der verschiedenen Blütenformen. Egal welche Farbe die Blütenkelche haben - sie faszinieren! Vor allem sind sie hervorragend für die Teichbepflanzung geeignet, es sind nämlich Sumpfpflanzen. Dazu gehören übrigens auch die Cannas, auch Blumenrohr genannt. (Das ist die Pflanze, die man am Foto oben neben Georg sehen kann *g*)
   
  Ein richtig rauschender Bach ist für den Garten nicht nur unrealisierbar, sondern macht das Leben für die meisten Pflanzen und Tiere im und am Bach unmöglich. Deshalb ist unsere Ausführung auch ein Plätscherbach, der sich nur langsam durch die Landschaft und über die verschiedenen Hürden aus Stein schlängelt.
  Der Probelauf hat funktioniert - das Werk ist vollbracht!
23 de octubre de 2007 - Dienstag - martes
 
 
19 ° centígrados  
26 ° centígrados  
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Es fast neuen Uhr und die Sonne blinzelt schon recht viel versprechend über die Hügelkante. Georg wird auch gleich da sein, er ist unterwegs um frisches Quellwasser, agua de manantial, zu holen.
  Das macht er einmal in der Woche. Das Wasser aus der Leitung kann man schon trinken, aber das frische Wasser aus der Quelle oberhalb von Icod schmeckt eben viel, viel besser. lächeln kann nie schaden :o) Trinkwasser ist eben nicht Trinkwasser, agua potable.
  El toro, der Stier spielt in fast allen Kulturen im Mittelmeerraum eine Rolle. Das Tier symbolisierte Kraft und Fruchtbarkeit. Seit Jahrhunderten messen die Menschen im südlichen europäischen Raum ihre Kräfte mit dem Stier.
  Im Mittelalter waren die Stierkämpfe ein fester Programmpunkt der Feste am königlichen Hof. Hauptsächlich in den Ländern Spanien und Frankreich.
  Während Ritter und Adelige den starken Stier vom Pferd aus bekämpften stand der Mann aus dem Volk seinem Rivalen auf gleicher Höhe gegenüber. Das niedere Volk kämpfte seit jeher zu Fuß.
  Den Bourbonen kamen durch diese Veranstaltungen viele gute Soldaten abhanden und so verlor diese Art von Unterhaltung ihre Bedeutung. Unter König Philipp V. wurde der Stierkampf kurzerhand verboten. Sein Nachfolger Ferdinand VI. führte ihn jedoch bald wieder ein. Das Kräftemessen konnte weiter gehen.
  Aus dem Stierkampf des kleinen Mannes entwickelte sich die heutige Form - la Corrida de toros.
  Mit Tierquälerei hat dieser Kampf für die meisten Spanier nichts zu tun, es handelt sich um einen althergebrachten Sport.
  Hauptfigur des Stierkampfes ist der Matador de Toros, der Stiertöter. Ein Matador beginnt als Neuling, el novillero Als Neuling oder Novize kämpft er mit Jungstieren, los novillos.
  Nach dieser Lehrzeit und vielen Kämpfen, las corridas, mit Jungstieren wird der Novillero in einer besonderen Zeremonie, el alternativa, in einen höheren Rang befördert. Ab nun kann er sich Matador de Toros nennen und hat das Recht gegen ausgewachsene Kampfstiere zu kämpfen.
  Und damit soll jetzt Schluss sein? Kein rotes Tuch mehr, mit dem der stolze Stier gereizt werden kann?
  Mit einem Spanier sollte man sich nie über den Stierkampf, la corrida, unterhalten.
 
Angeblich kann ein Nichtspanier diese Kultur nicht verstehen. lächeln kann nie schaden :o) Wie auch immer.
Jetzt haben die Gegner dieser Tradition zum ersten Mal  ihre Forderungen im spanischen Parlament eingebracht.
  Unterstützt von prominenten Schriftstellern, Sportlern und Schauspielern haben vor ein paar Tagen siebzig Tierschutzverbände bei einer Tagung im spanischen Parlament ein Ende des Stierkampfes im Land gefordert.
  Ob die Minderheit mit ihrem Kampf gegen die alte Tradition Erfolg haben wird, wird sich erst in der Zukunft erweisen.  Obwohl in einigen Regionen Spaniens der Stierkampf heute schon verboten ist. Dazu zählen unter anderem auch die Kanarischen Inseln.
  Wobei ich mir nicht sicher in, dass es auf den kleinen Inseln im Atlantik überhaupt einmal eine Veranstaltung dieser Art gegeben hat. lächeln kann nie schaden :o) Hier sind eher Hahnenkämpfe traditionell verankert. Stiere sind wahrscheinlich eine Schuhnummer zu groß und von einer aufgelassenen Arena habe ich auch nichts finden können.
  Es handelt  sich also meistens um Regionen, in denen der Kampf mit dem Stier nie eine bedeutende Rolle gespielt hat. Doch auch in den Hochburgen der Tradition nimmt das Interesse der Bevölkerung an den tierischen Spektakeln stetig ab.
  In Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens im Norden von Spanien, werden ab 2008 auch keine Stierkämpfe mehr statt finden. Die Stadt Barcelona hat sich aber bereits im Jahr 2005 zur Anti-Stierkampf-Stadt erklärt. Allerdings nicht aus Tierliebe sondern aus finanziellen Gründen. Bei jedem Stierkampf wird ein Verlust von über 20.000 Euro gemacht und dieses Argument zählt mehr als jedes andere.
  Da die Spanier ihre Angelegenheiten meistens ziemlich gründlich erledigen, soll die Stierkampfarena in Barcelona 2008 geschlossen und dann auch gleich abgerissen werden. iOlé! Bravo, das muss wohl so sein, wenn schon, denn schon!
22 de octubre de 2007 - Montag - lunes
 
 
16 ° centígrados Sonnenaufgang 08:11 Ortszeit
25 ° centígrados Sonnenuntergang 19:31 Ortszeit
Icod de los Vinos 43. Kalenderwoche
  Sommerliches Wetter und Arbeit im Garten. Viel mehr gibt es heute nicht zu erzählen. lächeln kann nie schaden :o) Ein ganz normaler Tag im Oktober. Durchschnittlich - doch trotzdem schön.
  Was ist schon Durchschnitt? War der Tag unterdurchschnittlich schön oder gar darüber? Der Durchschnitt, el promedio, hat eigentlich nur mathematisch gesehen eine Bedeutung. Das Leben besteht jedoch nicht aus Zahlen.
  Und doch gibt es Zahlen, die das Leben ausmachen. Wie oft atmen wir? Wie viele Haare verlieren wir am Tag oder wie viele Fältchen hat der vierzigjährige Erdbewohner im Gesicht. Wie viele Jahre des Lebens verschlafen wir und wie oft lachen oder weinen wir?
  Entsprechen wir der Norm? Wer von uns ist Durchschnitt und wer liegt darüber oder darunter? Kann man menschliche Eigenschaften, Körperfunktionen und Reaktionen überhaupt auf einer Punkteliste festlegen?
  Wohl kaum, sonst müsste mir die Statistik viel erklären. Wer trinkt zum Beispiel, por ejemplo, die mir zugedachten Gläser Bier?
  Kinder lachen angeblich vierhundertfünfzig mal am Tag, Erwachsene durchschnittlich nur mehr fünfzehn mal pro Tag. Ist uns das Lachen abhanden gekommen? Wie oft lacht Ihr? Was macht Ihr, damit Ihr etwas zu lachen habt?
  Ich lache gerne, aber ab und zu spielt schon eine Menge Galgenhumor die Hauptrolle bei dieser Aktion. Gewisse Dinge kann man nicht weglachen, so gern man es auch tun würde.
  Wir lachen trotzdem über alles Mögliche, obwohl nur das Wenigste wirklich komisch ist.
  Gott sei Dank, denn lachen ist gesund! Lachen stärkt das Immunsystem, es setzt körpereigene Glückshormone frei, stabilisiert den Kreislauf, regt die Verdauung an und soll sogar Schmerzen lindern. Lachen baut Stress ab und kann bei depressiven Verstimmungen helfen.
  Das sind doch Gründe genug, um den Tag wenigstens mit einem Lächeln Richtung Spiegel zu beginnen!
 

 
Wer von euch weiß,
warum sich Adenauer eine junge Schildkröte gekauft hat?
Er wollte sehen, ob sie tatsächlich 200 Jahre alt wird!
 
  In unserem Teich, en el estanque, tummeln sich mittlerweile vier Wasserschildkröten, las tortugas. Leider, por desgracia, sind sie ziemlich scheu und verschwinden bei der vorsichtigsten Annäherung mit einem Kopfsprung im Wasser. lächeln kann nie schaden :o) Mit einem feuchten Küsschen ist in meinem Fall also nicht zu rechnen.
21 de octubre de 2007 - Sonntag - domingo
 
 
14 ° centígrados  
23 ° centígrados  
Icod de los Vinos 42. Kalenderwoche
  Immer wieder Sonntag ...
  Weil wir unsere Fische lieben, brechen wir für diesen Sonntag unsere Regel und pflanzen die gestern neu erworbenen Schätze für den wässrigen Bereich in die neu angelegte Wasserlandschaft - so haben wir es gestern Abend geplant.
  Der Sonntagsbequemlichkeit hat sich allerdings durchgesetzt - die Pflanzaktion haben wir kurzerhand verschoben und den Sonntag Sonntag sein lassen.
  Das Wasser kann ohne Fische auskommen, aber kein Fisch ohne Wasser, das ist ein altes Sprichwort.
  Fisch muss schwimmen", ist da was dran? In Frankreich ist er das "Alibi" für Wein beim Fisch-Essen. Poisson sans boisson est poison - Fisch ohne Getränk ist Gift!
  Ob das so Wort wörtlich gemeint ist? Nein, ist es natürlich nicht. In früheren Zeiten waren Salzheringe die einzigen Seefische, die im Binnenland angeboten wurden. Wenn diese Heringe vor der Zubereitung aber nicht ausreichend gewässert wurden, kam man in den Genuss, ein Unmenge an Salz mit zu essen. lächeln kann nie schaden :o) Und dieses Salz verlangte nach Flüssigkeit, egal in welcher Form.
  Wer kein Getränk dazu mag, sollte es vielleicht einmal mit Fischsuppe versuchen - vielleicht ist das des Rätsels Lösung?
   
  An der Steilküste im Norden von Teneriffa findet man immer wieder kleine, traumhafte Sandbuchten mit schwarzem Sand. Mesa del Mar haben wir schon gesehen, gestern haben wir uns El Pris vorgenommen.
  El Pries wird in verschiedenen Reiseführern als idyllisches Fischerdorf mit viel Charme beschrieben. Wir wollten uns überraschen lassen und waren seit dem Besuch von Mesa del Mar eigentlich auf alles gefasst.
  Was ist der Charme eines kanarischen Fischerdorfes? Beschreibung habe ich davon leider keine gefunden. Darunter stellt sich wahrscheinlich jeder etwas anderes vor. lächeln kann nie schaden :o) Eine Punkteliste für charmante Dörfer existiert - soviel ich weiß - nirgendwo auf der Welt.
  Aber gehen wir einmal von der allgemeinen Vorstellung der Idylle oder des Charmes aus. Dann kann man diese Anhäufung von Unterkünften weder als idyllisches noch als charmantes Fischerdorf bezeichnen.
  Fall es in diesem Ort jemals einen gewissen Charme gegeben haben sollte, ist davon nicht viel geblieben.
   
  Hier ist vor langer Zeit eine kleine Ansiedlung von Behausungen von Menschen entstanden, die ihren Lebensunterhalt mit Fischfang bestritten haben. Das strahlt genau so viel Charme wie ein Bergbauernhof aus. Die Kraft zu Überleben!
  Die Idylle des österreichischen Bauernhofes erkennt auch nur der Großstädter. Der Bauer sucht sie höchstwahrscheinlich vergeblich! Aber das ist der Unterschied der zwischen Gästen und Gastgebern, zwischen Reiseführern und Reisenden, zwischen Vieh im Stall und Versorgern besteht. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille.
  El Pris hat durchaus seinen Charme. Woraus er besteht? Vielleicht aus den Menschen, die dort leben, sich auf der "Promenade" aufhalten? Die Einfachheit der Lokale und der Herzlichkeit der Wirte? Das Nichtvorhandensein des Tourismus?
  Ich habe es nicht ergründen können und doch war das pure Leben spürbar, greifbar - es war zu fühlen.
  Luxus kann auch aus einem Tisch und Sessel aus Plastik bestehen. Gläser mit Wein und Wasser finden auch darauf ihren Platz. Die Speisekarte hat der Wirt im Kopf und die Köstlichkeiten, die er auf den Tisch bringt sind auch nicht zu verachten. Para picar heißt das kleine Zauberwort. Übersetzt bedeutet es soviel, wie kleine Mengen essen. Mit diesen zwei Wörtern als Zusatz zur Bestellung kann man von allen Gerichten der Küche eine kleine Portion bekommen und so die verschiedensten Geschmäcker kombinieren.
  Das gilt nicht speziell für El Pris, diese Zauberformel gilt auf der ganzen Insel. Niemand erwartet, dass tagsüber irgendjemand eine komplette Speise bestellt. Wenn man nur eine Kleinigkeit essen will, kann man jedes Gericht auf diese Art und Weise bestellen. Die Menge wird an die Personen, die am Tisch sitzen, angepasst.
  Jeder bekommt ein Teller und Besteck, die georderten Speisen werden einfach in die Mitte des Tisches platziert. Egal ob Suppe, Fisch, Fleisch oder Nachspeise. lächeln kann nie schaden :o) Wenn das bei uns zu Hause Gäste in einem Lokal machen würden, würden die meisten Wirte einen Nervenzusammenbruch bekommen und sich fragen, ob es keine zahlungskräftigen Gäste mehr gibt!
  Doch gerade dieses "sich durch kosten" ist Lebensqualität! Von jeder Geschmacksrichtung etwas. Heiß und scharf, würzig und saftig, ein bisschen Fisch, ein wenig Fleisch, papas arrugadas y mojo verde und als Abwechslung frisches Weißbrot. lächeln kann nie schaden :o) Zur richtigen Zeit am richtigen Ort können einfach gekochte Speisen besser schmecken als jedes Luxusmenü.
   
 
El Pris liegt nördlich von Tacoronte.
Das Örtchen ist nicht sehr groß und auch nicht sehr schön. Aber es hat das gewisse Etwas.
Die Häuser klammern sich an einem Felshang fest, es gibt keine Straßen und die Gässchen sind in Wahrheit steile Stiegen.
Es gibt ein Meerwasserschwimmbecken, einige nette kleine Lokale und eine wunderbare Aussicht auf die Küste und den Teide.
   
  Wenn man Lust hat, kann man von hier aus der Küste entlang zu Fuß zum schwarzen Sandstrand von Mesa del Mar gehen. Wie lange man dafür braucht weiß ich nicht, aber länger als eine halbe Stunde dürfte es nicht sein.
20 de octubre de 2007 - Samstag - sábado
 
 
14 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos 42. Kalenderwoche
  Heute wird nicht gearbeitet, aber wir stehen trotzdem früh auf. Wir wollen um neun Uhr Richtung Tacoronte aufbrechen. Ob wir das schaffen?
  Auf dem Plan stehen der Bauernmarkt und ein Besuch in einer Gärtnerei für Wasserpflanzen.
 

Gib einem Menschen einen Fisch - er hat einen Tag zu essen.
Gib einem Menschen viele Fische - er hat viele Tage zu essen.
Lehre ihn fischen - und er wird nie hungern.
ein chinesisches Sprichwort
  Wir halten uns eher an einen anderen Spruch! "Bleibe fröhlich, frisch und munter, wie ein Fisch - und geh´ nicht unter!"
  Unsere Fische haben ein fischwertes Leben verdient. lächeln kann nie schaden :o) Deshalb werden wir ihren Lebensraum in ein kleines aber feines Paradies umwandeln.
  Immerhin sorgen die netten Flossenträger dafür, dass sämtliche ungebetenen Gäste wie Gelsen und Algen nicht die Herrschaft rund um und im Teich übernehmen. Sie sind unsere Guardia Civil für den wassertechnischen Bereich auf der Finca.
  Wir sind heute zwar nicht um neun Uhr sondern erst eine Stunde später weggefahren. Trotzdem haben wir - fast -  alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben.
  Einen Bericht darüber gibt es morgen - oder übermorgen. lächeln kann nie schaden :o) Jetzt geht es ab ins Bett!
19 de octubre de 2007 - Freitag - viernes
 
 
14 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos 42. Kalenderwoche
  In einem Bächlein helle ...
  Das klingt so leicht, frisch und locker. Man versetzt sich sofort in eine liebliche Landschaft mit einem kleinen, glucksenden Bächlein, einer grünen Wiese, irgendwo ein alter Baum und im Schatten der starken Äste eine Decke mit einem gut gefüllten Picknickkorb. lächeln kann nie schaden :o) Idylle wie sie im Bilderbuch steht aber kaum mehr in freier Wildbahn zu finden ist.
  Was macht der Mensch? Er holt sich die heile Welt in den Garten und baut sich einen Teich, einen Tümpel oder einen Bach. Dann kommen noch ein paar Fische hinein, ein bisschen Grünzeug wird im und ums Wasser verteilt - fertig ist das Wunderwerk! So stellt man sich das vor.
  Ganz so einfach haben wir uns die Arbeit nicht vorgestellt, aber unvorsichtig sind wir auch geworden. Oder übermütig? Egal, auf alle Fälle war der letzte Teil des Bachlaufes nicht dicht. Nix war mit Wasserfall, la cascada! Das Wasser hat sich einen anderen Weg gesucht und hat sich auf diese Weise in so genanntes "Kriechwasser" verwandelt.
  Nachdem wir von der Qualität unserer Arbeit ja überzeugt gewesen sind, haben wir schon vorgestern die Filterbecken und das Bachbett mit Filtersteinchen aufgefüllt. Zwei gefüllte Baggerschaufeln haben darin Platz gefunden. Das ist eine durchaus beachtliche Menge. lächeln kann nie schaden :o) Nur zu Hintergrundinformation!
  Ein Teil der Wasserpflanzen wurde an die dafür vorgesehenen Plätzchen gesetzt, ein paar dekorative Bachsteine im Bachbett verteilt und dann hat es geheißen - Wasser marsch!
  Das Wasser hat sich auch an den Befehl gehalten, doch den vorgeschriebenen Kreislauf hat es nicht beachtet. Die Wassertropfen hatten wohl Höhenangst und wollten nicht über die Kannte in die Tiefe springen. Sie haben sich einen anderen Weg gesucht und auch gefunden! Langsam aber stetig haben sie sich behutsam über einen Schleichweg zwischen den Steinenn die Erde vertropft und sind verschwunden. Über Nacht hat das kühle Nass es geschafft, die Flucht zu ergreifen. Gestern Früh war das Becken leer!
  Also ist uns nichts anderes übrig geblieben als zur Schaufel zu greifen. ¡Hombre! Die Aktion kann von vorne beginnen, de nuevo. Na, dann wollen wir mal! ¡Empezamos entonces!
   
  Feuer und Wasser gehören also doch zusammen! lächeln kann nie schaden :o) Die vier Elemente setzen sich eben einmal aus der Grundelementen der Natur - Feuer, Wasser, Luft und Erde, fuego, agua, aire y tierra.
  Georg hat das Problem also mit Feuer gelöst und jetzt haben die aufmüpfigen Wassertropfen keine Chance mehr. Sie müssen, ob sie wollen oder nicht, in den für sie vorgeschriebenen Bahnen rinnen.
  Nach ein Tag zusätzlicher Arbeit ist unser Wasserspiel also endgültig dicht! Jetzt steht der Inbetriebnahme der Wasserspiele kein Steinchen mehr im Wege, wir können sagen - in einem Bächlein helle ...
 

 
Es gibt keine ehrlichere Liebe
als die Liebe zur Nahrung
 
Georg Bernard Shaw
  Ob die Liebe wirklich durch den Magen geht?
  Österreicher, Deutsche und sogar die Spanier sind zwar verliebt in ihre Fernsehköche. Ob am heimischen Herd allerdings mit genauso viel Begeisterung gekocht wird, wage ich zu bezweifeln. In den Supermärkten finde ich immer mehr Fertigprodukte und die Landschaft in der Tiefkühltruhe hat sich auf der Insel in den letzten beiden Jahren sehr verändert.
  Der Klimawandel, el cambio climático, kann dafür wohl nicht verantwortlich gemacht werden.
  Selbst kochen, cocinar?? Nein, das macht zu viel Arbeit, man braucht viel zu viel Zeit und außerdem ist das viel zu teuer. Der Pizzaservice ist doch viel bequemer und Töpfe braucht man auch keine schrubben. lächeln kann nie schaden :o) Wenn's gut geht, muss man nicht einmal Teller und Besteck aus dem Schrank holen.
  Kochkenntnisse sind nicht weit verbreitet und auf Kochbücher, los libros de cocina, kann man sich auch nicht immer verlassen. Vor allem, wenn man die Autorenliste durchstöbert. Egal welchen Beruf irgendjemand in der Realität ausübt, kluge Ratschläge für die Schlacht am Herd werden gerne und großzügig gegeben. "Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern - Sie könnten an einem Druckfehler sterben" hat schon Mark Twain festgestellt. Dieser Ausspruch trifft heute auch auf Kochbücher zu.
  Kommt ein miserabler Koche nach seinem Tod eigentlich automatisch in Teufels Küche? lächeln kann nie schaden :o) Trifft das auch auf die Verfasser der aktuellen Kochbibeln zu? Ich hoffe es, denn meistens sind nur die schönen Fotos zu gebrauchen, bei den Rezepten braucht man oft schon einen Schlüssel um den Geheimcode zu entschlüsseln.
  Kein Wunder also, dass immer mehr Mitmenschen statt Töpfe auf die Herdplatten zu arrangieren oder das Backrohr einzuschalten auf den Knopf der Mikrowelle drücken. Die Anleitung auf den bunten Packungen versteht wohl jeder - und falls jemand nicht lesen kann, hat er immer noch die Möglichkeit, sich mit Hilfe der aufschlussreichen Bildchen schlau zu machen. Das schmeckt gut, esto sabe bien! Aber ob's wirklich schmeckt?
  Falls doch - guten Appetit! ¡Que aproveche!
  Mach's gut! ¡Que te vaya bien!
18 de octubre de 2007 - Donnerstag - jueves
 
 
14 ° centígrados  
24 ° centígrados  
Icod de los Vinos 42. Kalenderwoche
  Blauer oder grauer Himmel? Das kann ich leider noch nicht fest stellen. Es ist noch zu dunkel. Dabei ist es bereits acht Uhr, Zeit um schön langsam aus den Federn zu kriechen. Jetzt kommt wieder die Zeit im Jahr, in der ich zuerst die Arbeit am Schreibtisch oder die Hausarbeit in unserem großen Haus erledige.
  Für andere Arbeiten ist es bei weitem angenehmer, darauf zu warten, bis die liebe Sonne ihre Strahlen auf die Reise schickt. Für mich im Moment noch eine Sache der Einteilung. Zum Glück, por suerte.
  Neun Uhr und die Welt ist wieder in Ordnung. Blauer Himmel und die Sonne strahlt mit den Blumen um die Wette!
 

Ich geh' dann heute zur Abwechslung einmal in meinen kleinen, aber feinen Gemüsegarten.
Die Karotten, las zanahorias, wollten zwar nicht wachsen, aber die ersten Tomaten und Paprika, tomates y pimientos, sind reif für die Ernte. Sonnengereift, rot und saftig sind die Paradeiser seit einigen Tagen.
  Gekaufte Tomaten schmecken im Vergleich dazu richtig langweilig. Irgendwie langweilig und wässrig. Mittlerweile auch die meisten kanarischen roten Früchtchen, da im allgemeinen gut geschützt hinter und unter schützenden Planen reifen. lächeln kann nie schaden :o) Wenn man es genau nimmt, werden sie eigentlich nur rot und gaukeln Reife vor!
   
  Die Karotten wollten zwar nicht wachsen - dafür keimen meine Erdnüsse. In ein paar Tagen werde ich sie pikieren, damit sie kräftige Wurzeln bilden können.
  Pikieren ist unbedingt notwendig, weil die kleinen Sämlinge bald nicht mehr genug Platz für ihre Wurzeln finden und dann ineinander wachsen. Beim späteren Versetzen könnte man die Wurzeln nicht mehr ohne Beschädigung trennen.
  Ich bin jetzt schon ganz gespannt, wie die Pflanzen am Ende aussehen werden. In die Erdnussproduktion bin ich erst vor kurzem eingestiegen *g* Meine Erfahrung damit ist also gleich Null. lächeln kann nie schaden :o) Nachdem das Ziehen dieser Pflanzen aber auch vorzüglich für Kinder geeignet sein soll, kann ja nicht viel daneben gehen.
   
  Die Weihnachtssterne bereiten sich bereits auf Weihnachten vor. Pünktlich wie jedes Jahr. Die ersten. kleinen und noch zarten Hochblätter beginnen sich rot zu färben.
  Weihnachtsstern stimmt auf unserer Insel im Atlantik sowieso nicht. Die Pflanzen mit den wunderschönen, tiefroten Blütenschöpfen erblühen bereits Mitte November an den Straßenrändern. Man sollte sie vielleicht umtaufen? lächeln kann nie schaden :o) Vorweihnachtsstern oder Adventsternchen wäre ganz passend.
  Apropos Weihnachten - gestern Abend hat Robert angerufen. Gitti und er haben doch noch einen tollen Flug für Weihnachten bekommen. Sie fliegen zwar über München und Madrid, aber dafür kommen sie am Nordflughafen an.  Bis Los Rodeos fahren wir nur eine halbe Stunde, von dort können wir sie ganz gemütlich abholen ...
  Jetzt müssen wir nur noch ein schönes Appartement bekommen. Aber das schaffen wir auch noch.
  Ab dem 25. Dezeber haben wir also Besuch. lächeln kann nie schaden :o) Ob das Christkind seine Fingerchen im Spiel gehabt hat? Wir freuen uns schon auf die beiden.
17 de octubre de 2007 - Mittwoch - miércoles
 
 
14 ° centígrados Sonnenaufgang 08:07 Ortszeit
24 ° centígrados Sonnenuntergang 19:38 Ortszeit
Icod de los Vinos 42. Kalenderwoche
  Morgenstund' hat Gold im Mund. Wenn es um acht Uhr in der Früh noch stockdunkel und so kühl ist, dass man einen Pullover einerseits und eine Taschenlampe anderseits braucht, klingt das relativ lächerlich!
  Hab' ich nicht recht? lächeln kann nie schaden :o) Es wird Zeit, dass die Zeit umgestellt wird.
  Na ja, ein Pullover am Morgen ist ja noch nichts gegen eine vereiste Windschutzscheibe. Diese Arbeit und die damit unweigerlich verbundenen eiskalten Finger bleiben uns allerdings erspart. Wir müssen nur ein wenig darauf warten, bis die Sonne sich bequemt, hinter dem Hügel hervor zu kriechen.
  Die gute Dame ist in unseren Zonen eben auch ein Morgenmuffel. Hat sie es aber geschafft, wird es angenehm warm und die oberste Schicht der Zwiebelbekleidung kann wieder in den Kleiderschrank wandern - bis morgen Früh.
 

Man sollte jede Geschichte - und sei sie auch noch so klein - niederschreiben.
Man kann nie wissen, ob daraus nicht eine bezaubernde, lustige oder sogar die beste Geschichte des Lebens wird.
  Genau dafür sind Tagebücher da.
  Ob daraus einmal die beste Geschichte meines Lebens wird? Auf alle Fälle ist es ein wunderbares Büchlein um in der vergangenen Zeit nach zu blättern.
   
  Der Anfang ist geschafft, der erste Teil des Bächleins ist fertig und schlängelt sich leise glucksend durch die Landschaft.
  Am Samstag holen wir uns noch die restlichen Bestandteile für das Bachbett. Dann ist das Kunstwerk endgültig fertig.
16 de octubre de 2007 - Dienstag - martes
 
 
14 ° centígrados Sonnenaufgang 08:07 Ortszeit
24 ° centígrados Sonnenuntergang 19:38 Ortszeit
Icod de los Vinos 42. Kalenderwoche
  Die zweite Hälfte des Monats hat begonnen, das verbleibende Jahr wird mit jedem Tag kürzer. lächeln kann nie schaden :o) Stimmt schon, Neuigkeit ist das keine. Trotzdem ist es immer wieder erschreckend, wie schnell ein Jahr zu Ende geht.
  Als unsere Kinder noch klein waren, habe ich immer gesagt, wenn die Schule Anfang September beginnt, ist Weihnachten nicht mehr weit. lächeln kann nie schaden :o) Klingt zwar blöd, ist aber so! Es hat sich immer wieder bewiesen. Den Grund dafür kenne ich auch nicht und wissenschaftlichen Beweis dafür gibt es sicherlich nicht. Trotzdem ist es eine Tatsache.
  Man lernt jedoch irgendwann einmal mit dieser Gegebenheit umzugehen. Bestimmte Dinge im Leben kann man ganz einfach nicht ändern, man muss - oder sollte - damit leben lernen. lächeln kann nie schaden :o) Positiv denken lautet die Devise!
   
  Gestatten, der Chef ist im Dienst. *g* Damit ihr nicht ganz vergesst, wie wir aussehen. Den Spaß an der Arbeit lassen wir uns meistens auch nicht nehmen. Mit einem Lächeln im Gesicht, geht eben alles ein bisschen leichter.
   
  Seit gestern um zwei Uhr nachts ist der Wassertank wieder gefüllt. Von vier Uhr am Nachmittag bis zwei Uhr morgens ist Wasser in den Tank gelaufen. Deshalb habe ich heute die oberste Terrasse gründlich wässern können. Die letzten drei Tage hatten wir leider kein Fincawasser - der Tank war leer. 
  Zum Auffüllen muss man, wenn man das Recht auf landwirtschaftliches Nass hat, den zuständigen Wassermeister holen. Er öffnet dann den Zuflusskanal und das Wasser kann strömen. Am Wochenende war der gute Mann allerdings auf einer Fiesta, das heißt kurz und bündig - nix mit Wasser!
  Seit heute ist der riesige Wasserbehälter wieder gut gefüllt und Sonnenschein und Trockenheit kann uns nicht mehr aus der Ruhe bringen.
  Es ist doch ziemlich warm gewesen in den letzten Tagen. Vier ganze Stunden war ich mit dem Wasserschlauch unterwegs und Georg hat natürlich nichts besseres zu tun gehabt, als mich mit versteckter Kamera zu knipsen. Am Ende habe ich ihn aber doch erwischt!
1. bis 15. Oktober 2007
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© Mundo Muñecas S.L.

last update 16.09.08

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