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1
de agosto de 2007 -
Mittwoch - miércoles |
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31
de julio de 2007 - Dienstag - martes |
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29 ° centígrados |
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30 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Calima |
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Nach ein paar Stunden Schlaf erschnuppert meine Nase
Brandgeruch. Der Holzwurm knabbert sich durch einen
der Fensterbalken, eigentlich alles normal. Der
Vollmond steht hoch und gelb am Himmel - und es ist
noch leicht orangerot am Himmel. Es brennt also noch
immer. |
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Es ist dreiviertel sieben Uhr. |
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Eine Stunde später ist der Mond und auch die
"Morgenröte" verschwunden. Der Himmel ist mit Rauch
bedeckt und immer wieder quellen schwarze Wolken in
den Himmel. Es riecht extrem nach verbranntem Holz
obwohl der Wind den Rauch eigentlich von uns weg
treibt. |
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Die Hubschrauber fliegen fast im Minutentakt,
dazwischen sieht man öfter ein Flugzeug im
Löscheinsatz. |
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Unsere Finca wurde zur direkten Einflugschneise. Der
Qualm wandert immer weiter über die Hügel. Gott sei
Dank nicht in unsere Richtung, sondern von uns weg.
Schätzungsweise steigt er in 600 Luftmetern
Entfernung aus den Bäumen auf. |
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Jetzt ist es Mittag und Patrick und Sabrina werden
bald auftauchen. Wir haben sie angerufen, da wir
gesehen haben, dass beim Sender aller voller
Rauchschwaden ist und ihr Haus steht gleich unter
dem Sender. Wir bieten im Moment zwar viel Fluglärm
aber immerhin ist die Luft bei uns wieder so
halbwegs frisch und sauber. |
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Das Kirchlein oder die Kapelle in La Montañeta
gibt es nicht mehr. Verbrannt. Ich wollte diese
kleine Kirche immer fotografieren, aber wir haben
uns nie die Zeit genommen, einmal anzuhalten. Jetzt
ist es zu spät - vorbei! |
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Feuer kann die Gehirnwindungen in Schwingungen
versetzen. Es ist eigenartig, was dieses Feuer
bewirkt. Man kann es im Grunde gar nicht
realisieren, was in diesen Stunden passiert. Es ist
nahe, aber doch so weit weg. |
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Plötzlich sind einhundert Meter mehr oder weniger
alles wert. Überleben, Leben oder wenigstens etwas
aus seinem alten Leben in die neue Realität retten
zu können. Viele Menschen hatten dazu keine
Gelegenheit. |
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Marcos haben wir heute nicht erreichen können, die
Telefonleitungen sind verschmort und mit dem Handy
oder wie man es international nennt - mit dem
Mobilen Telefon - ist es nie möglich gewesen, ihn zu
erreichen, da sein Haus in einem Funkloch steht. |
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Den ganzen Tag über sind die Hubschrauber und
Kleinflugzeuge über unsere Köpfe geflogen. Ein, zwei
Minuten später sind ganz still und leise kleine
Wassertropfen auf uns gerieselt. |
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Am Abend hat Gerald angerufen. In La Guancha
ist der Brand wieder aufgelodert. Vorbei ist
die Gefahr noch immer nicht - sie ist nur ein wenig
weiter in die Ferne gerückt. |
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30
de julio de 2007 -
Montag - lunes |
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29 ° centígrados |
Vollmond |
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35 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Calima |
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Am Freitag, dem 27. Juli hat das Cabildo von
Teneriffa aufgrund der heißen Temperaturen offene
Feuer auf den Grillplätzen in den Bergen vorerst bis
einschließlich heute verboten. Gestern wurde aus
gelb sogar orange. Voraussichtlich bis morgen gilt
also Alarmstufe orange, alerta naranja. |
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Am Samstag wurden auf dem ewig kalten Nordflughafen
von Teneriffa, Los Rodeos 39,5 Grad gemessen,
in Villaflor sogar hei0e 45 Grad.
In den nächsten Tagen soll es auch weiterhin
kuschelig warm bleiben, bis zu 40 Grad im Schatten! |
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Der Tag hat heute mit einem perfekt blauen Himmel
begonnen. Traumhaft. Angenehm warm - zumindest bis
Mittag. Ab dann ist es unerträglich heiß geworden.
38 Grad sind keine angenehme Wärme mehr, zumindest
nicht für mich. |
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Wie ich gestern schon vorhergesehen habe, war heute
der Gartenschlauch mein Begleiter. Obwohl wir
bereits einen Großteil der Pflanzen automatisch
bewässern, bleibt diese Arbeit erhalten. |
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Irgendwann habe ich von meinem Blumentöpfe
aufgeschaut und was sehen meine Augen? Wolken! Doch
wo kommen diese Gebilde her? Außerdem haben sie eine
eigenartige Färbung. Weiß, grau mit einem kleinen
Stich ins Rosa. |
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Abendrot um diese Zeit? So lange habe ich auch noch
nicht gearbeitet. Die Zeit vergeht zwar schnell,
aber nicht in diesem Tempo. |
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Irgendwo schleicht sich der Gedanke ein, dass es
brennen könnte. Gar so gefährlich haben die
Rauchwolken allerdings nicht gewirkt. Und ein
kleiner Brand bei dieser Hitze wäre auch nicht
sonderlich absurd. |
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Um halb elf hat uns der Postbote erzählt, dass es in
den Hügeln oberhalb von San Juan de la Rambla
brennt. Das ist einige Kilometer von uns entfernt.
Auf den Rauch haben wir deshalb auch gar nicht mehr
geachtet. Einmal war mehr von diesem weißen Schleier
am Himmel, einmal weniger. |
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Im Radio haben wir gehört, dass es bei El Tanque
brennen soll. Aber der Rauch ist aus der entgegen
gesetzten Richtung gekommen. Das konnte es
allerdings auch nicht sein. Na, wenn sie nicht
einmal in den Nachrichten eine Meldung bringen, wird
es schon nicht so schlimm sein - denkt man sich so. |
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Um drei Uhr sind wir nach Puerto de la Cruz
aufgebrochen. Unser Drucker hat seinen Dienst
quittiert und streikt. Reparieren geht nicht oder
zahlt sich nicht mehr aus - und das bei einem Gerät,
dass grade erst einmal zwei Jahre für uns gearbeitet
hat.
Aber so sind die Zeiten eben - die Geräte
sind bereits rasant gealtert, sobald man sie bei der
Türe des Geschäftes hinaus trägt. |
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Um diese Zeit hat der Rauch schon um einiges
bedrohlicher gewirkt. Aber was soll's? Machen kann
man so wieso nix und was ganz genau im Gange ist,
weiß man auch nicht. Also nichts wie weg, auf der
Finca hat es um diese Zeit 38 Grad. Da ist sogar der
warme Fahrtwind leicht kühlend. |
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In Puerto de la Cruz hat um diese Zeit niemand mehr
bemerkt, dass es brennt. Man konnte zwar in der
Ferne noch Rauchwolken sehen, ich bin mir aber
sicher, dass die für ganz normale Wolken gehalten
worden sind. |
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Wir haben uns auch nicht mehr viele Gedanken
gemacht. |
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Auf Gran Canaria hat angeblich ein
entlassener Waldarbeiter Feuer gelegt. Die
Feuerwehr ist im Dauereinsatz seit Tagen im
Dauereinsatz, Häuser und Campingplätze wurden
geräumt. Der bisher größte Waldbrand in der
Geschichte Gran Canarias hat bereits eine 3500
Hektar große Fläche mit Pinien und Eukalyptusbäumen
auf Insel vernichtet. Und der Brand ist noch immer
nicht gelöscht. |
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Auf La Gomera war es nicht gar so schlimm und
der Brand ist, wie auf La Palma, bereits
unter Kontrolle. |
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Es hat also auf La Gomera gebrannt, auf La Palma und
es brennt auf Gran Canaria - aber bei uns? |
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Ein typischer Fall von - du sollst dich nicht
täuschen! Ja näher wir Icod auf der Heimfahrt
gekommen sind, desto mehr Rauch war in der Luft. Die
Landschaft Richtung Teide versteckt hinter einem
Vorhang aus Rauch und Wolken. |
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Hier sieht man einen der vier Helikopter bei
Löscharbeiten oberhalb von Los Realejos. Ein Tropfen
auf dem heißen Stein. |
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Als es dann dunkler geworden ist, war es fast wie
sonst bei Sonnenuntergang. Die Himmelsrichtung hat
allerdings nicht ganz gestimmt. Doch der ganze
Horizont war rot! |
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Georg hat mit Marcos telefoniert, er wohnt in einem
Ortsteil von Icod, der direkt betroffen ist. Die
Finca seines Vaters ist bereits ein Raub der Flammen
geworden. Das Haus wurde aber gerettet, die
Feuerwehr ist vor Ort und Marcos meint, dass es für
ihn schon gut ausgehen werde. Hoffentlich. |
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Daran hat sich auch bis jetzt nichts geändert. Es
ist mittlerweile ein Uhr morgens, der Vollmond
scheint vom nachtblauen Himmel und taucht ab und zu
in Russwolken ein. Wenn man Richtung Teide schaut
ist die Landschaft heute nicht in Mondlicht getaucht
sondern von Feuer blutrot erhellt. Immer wieder
schlagen hohe Flammen in den Himmel, angefacht vom
warmen Wind aus Afrika. |
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Es wirkt so, als ob die ganze Insel brennen würde.
Ich kann die Flammen direkt hören und der Geruch des
Feuers kommt bis in die niederen Lagen.
Man kann es riechen und
man hört die Hubschrauber fliegen und immer wieder
die Sirenen der Feuerwehrwägen. |
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Eine unheimliche Stimmung
- man bekommt Angst, weil man weiß, dass man
überhaupt nichts tun kann. |
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Ein Ende der
Löscharbeiten ist auch jetzt, mitten in der Nacht
nicht abzusehen. Mit komm vor, der Brand ist wieder
von neuem so richtig angefacht worden. |
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Laut einer Meldung 19.30 Uhr sind bereits über 2.600
Hektar Wald verbrannt. |
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"Originado en Los Realejos esta mañana, el fuego
ya devasta monte de San Juan de la Rambla, La
Guancha, Icod, El Tanque, Garachico y Guía de Isora...
" so lautete die Meldung der Inselregierung. |
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Am Abend sind mehrere Dörfer evakuiert und rund
2,000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Das
betrifft die Gemeinden Icod de los Vinos, La
Guancha, Garachico
und Los Realejos. Das Feuer
wütet an vier verschiedenen Fronten gleichzeitig und
hat bereits eine Brandschneise überwunden. |
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Wegen der großen Hitze und des starken Windes sei
der Brand nur schwer einzudämmen, sagte
Inselratspräsident Ricardo Melchior. Vermutlich ist
Brandstiftung die Ursache des Feuers, das heute Früh
in der Gegend um Los Realejos ausgebrochen ist.
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Zwei
weitere Waldbrände sind aus dem Süden Teneriffas
gemeldet worden.
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29
de julio de 2007 -
Sonntag - domingo |
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23 ° centígrados |
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39 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Calima |
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Der Hochsommer ist da. Der Calima trägt mit seiner
heißen Luft aus Afrika das seine bei. Je höher desto
wärmer lautet de Faustregel. |
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Auf einer Seite richtig angenehm, auf der anderen
Seite haben wir allerdings den Nachteil, dass sich
das Dach so richtig schön auf Grilltemperatur
aufheizt und die Hitze gleichmäßig und beständig an
unsere Behausung abgibt. |
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Am Nachmittag waren wir bei Kirsten und Olaf zum
Grillen eingeladen. Sie wohnen im Urlaub in einer
Ferienwohnung oberhalb von Santo Domingo. |
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Nach einem wunderschönen Nachmittag sind wir noch
ein wenig im Freien gesessen. Der Vollmond taucht
die ganze Umgebung in helles Licht und die warme
Luft kommt direkt in so kleinen Luftwolken daher. Im
Freien richtig schön. |
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Wie es allerdings beim Schlafen sein wird kann ich
noch nicht vorhersehen. Um Mitternacht zeigt das
Thermometer noch immer 30 Grad im Mondlicht an. |
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Nur eines weiß ich heute schon mit Sicherheit -
Wasser marsch steht morgen ganz oben auf der Liste! |
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28
de julio de 2007 -
Samstag - sábado |
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23 ° centígrados |
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35 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Calima |
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Man muss sich nur anständig aufregen - dann stimmt
das Wetter auch wieder! Strahlender Sonnenschein und
ein wolkenloser Himmel ist die Belohnung für Kritik.
Das sollte man sich vielleicht auch für
andere Lebenslagen merken. |
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Wir haben Calima, dass heißt, es könnte
ziemlich warm werden. Je höher man fährt, desto
höher klettert das Quecksilber in der Säule. |
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Um elf Uhr sind wir heute nach
San José de los Llanos, einem Ortsteil, un
barrio, von El Tanque, aufgebrochen.
Am „Día de la Trilla“ wird das Getreide auf
traditionelle Art gedroschen. |
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Dieses Gebiet war vor allem im 17. und 18.
Jahrhundert für den Getreideanbau bekannt. 1996
kamen die Verantwortlichen der Ortschaft El Tanque
auf die Idee, wieder an die alte Form der
Weizendresche zu erinnern. Immerhin handelt es sich
um eine der landwirtschaftlichen Wurzeln der Insel. |
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Alte Traditionen sollen wirklich nicht Vergessenheit
geraten. Das Schöne auf dieser Insel ist, dass diese
Traditionen nicht für Touristen sondern für die
Bevölkerung selbst erhalten und gepflegt werden.
Diese Einstellung findet man selten. Vor allem nicht
in Ländern, in denen die Bevölkerung zu einem
Großteil vom Geschäft mit dem Urlaub lebt. |
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Wir haben heute aber weder ein englisches noch ein
deutsches Wort gehört - die ortsansässige
Bevölkerung war vertreten.
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Gerade deshalb war es wunderschön und ursprünglich.
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Wer fragt da nach einem Programmpunkt, nach einem
termingerechtem Ablauf? Wofür? Feste oder fiestas
ergeben sich von selbst. Menschen treffen sich
aus irgendeinem Grund und feiern. Heute auf eine
andere Art und Weise, wie es vor dreißig Jahren
geschehen ist. Aber was ändert das schon? Die
Lebensqualität bleibt erhalten. |
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Dieses Fest findet als Erinnerung
an vergangene Zeiten statt. An Zeiten, als das
Dreschen des Getreides noch als ein fröhliches Fest
am Ende der Getreideernte von Weizen und Gerste
gefeiert wurde. Als Belohnung für die Entbehrungen
und die harte Arbeit auf den Feldern. |
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Damals gab es nicht viele Anlässe um zu feiern. Aber
wenn gefeiert wurde, dann ausgelassen und
überschwänglich - mit Essen, Trinken und Musik. Die
Feldarbeit wurde für dieses Jahr endgültig verabschiedet. |
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Bei dieser Art des Dreschens werden die geernteten
Getreideähren auf einem gepflasterten Steinkreis
verteilt. Dann werden entweder Pferde oder Ochsen
mit einem möglichst schweren Brett darüber gezogen.
Immer im Kreis, immer rund um. So werden die
Getreidekörner aus den Ähren "getrampelt". Es wird
die Spreu vom Weizen getrennt. |
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Früher ist vielleicht irgendwann der Großvater auf
so einem Brett platziert worden. Heute ist es das
größte Glück der Kinder einen Platz auf diesem
Schlitten zu ergattern. Es geht ja nicht mehr um den
Ernst des Lebens sondern um die Bewahrung einer
Tradition. |
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Einen Großvater, der scharf darauf gewesen wäre, auf
einem dieser Bretter platziert zu werden habe ich
heute also nicht entdecken können.
Die Kinder sind allerdings Schlange
gestanden. Wie bei uns daheim vor einem Karussell.
Aber da muss es natürlich high tech sein. Je
mehr Nervenkitzel geboten wird, desto besser. |
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Hier reicht noch ein Holzbrett, das von zwei Kühen
gezogen wird. Nachdem aber nur zwei dieser
"Schlitten" zur Verfügung standen, war die
Enttäuschung bei einigen der kleinen Zuschauer immer
wieder groß. Im Endeffekt ist aber sicherlich jeder
auf eine Kosten gekommen.
Mit ein bisschen Geduld funktioniert eben alles. |
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Man kann es also fast mit der Warteschlange vor
einem Karussell betrachten. Aber eben nur fast. Denn
hier handelt es sich offiziell um ein Ochsengespann,
dass die Bretter über das Getreide zieht. |
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Apropos Ochsen - ich habe mich vorher nicht
vertippt oder so.
Mir ist allerdings ein Ochse mit Euter gänzlich
unbekannt. Soviel ich weiß, ist ein Ochse ein Eunuch
im Tierbereich. Ein entmannter Stier! Ein männliches
Rind ohne Manneskraft. Ich kenne keinen Ochsen, der
ein volles Euter hat, also gerade eben erst einmal
Mutter geworden ist. Dafür sind eigentlich Kühe
zuständig, oder? |
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Da sieht man wieder einmal, was die Emanzipation
angerichtet hat.
Sogar die Kühe müssen heute die
Doppelbelastung aushalten die uns unsere
emanzipierten Vorreiterinnen eingebrockt haben. Die
Weiblichkeit alleine ist nicht mehr gefragt. |
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Nicht einmal mehr im Reich der Tiere. Aber das hat
ja schon George Orwell in seinem Buch über die Farm
der Tiere festgestellt.
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Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind
gleicher! Darüber sollten wir Menschen vielleicht
auch einmal nachdenken. Schweine gibt es überall. |
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Heute war eines dieser Rasse der Gewinn für ein Los
um einen Euro. Sein Besitzer hat es ganz einfach
Stückchenweise verkauft. Gar nicht so schlecht
wahrscheinlich - aber genau das macht ein Volksfest
aus. Ich hoffe nur, dass diese Traditionen noch
lange erhalten bleiben. Nicht, dass wir unseren
Kindern irgendwann eine Geschichte erzählen müssen,
die damit beginnt: "Es war einmal,
érase una vez...
" |
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Aber da wären wir schon wieder bei einem anderem
Thema. Also wieder zurück zu den Ochsen oder besser
gesagt zur Abteilung der Rinder. Wann gibt eine Kuh
Milch? Ist das eine eigene Züchtung? Eine eigene
Rasse? |
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass darauf fast
niemand mehr eine Antwort geben kann. Die Milch
produziert ja so wieso die Molkerei. Oder doch
nicht? |
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Aber bleiben wir der Einfachheit halber beim
Dreschen von Getreide. |
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Nachdem die Pferde oder Ochsen unermüdlich im Kreis
über das Getreide traben oder stampfen und Männer
mit Holzgabeln die Halme immer wieder wenden, muss
das Stroh nur mehr in die Luft geworfen werden - den
Rest der Arbeit erledigt der Wind. |
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Aus diesem Grund sind diese Steinkreise
bevorzugt an Stellen errichtet worden, die vom Wind
begünstigt waren. Der Wind, das himmlische Kind, hat
damit einen Teil der beschwerlichen Arbeit kostenlos
übernehmen können. |
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Früher war es harte Arbeit. Heute wird zwar gefeiert
- aber ein Hauch aus der Vergangenheit weht trotzdem
über das Land. In alten Zeiten war diese Zeremonie
die erste Station der Erzeugung von Gofio. |
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Die Getreidekörner wurden anschließend geröstet und
vermahlen. Ein Grundnahrungsmittel, das bereits die
Guanchen für das Überleben notwendig war, hat auch
heute noch seine Bedeutung. Keine fiesta ohne
Gofio! Das geröstete Mehl gehört auch in der
heutigen Zeit zum Alltag der Inselbevölkerung. |
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El Dia de la Trilla war ein Erlebnis. |
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Danach sind wir in eine kleine Bar oberhalb von
Los Llanos gefahren und haben anschließend noch
einen kleinen Spaziergang gemacht. Dabei haben wir
eine fast verzauberte Landschaft entdeckt. |
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Die Insel ist wirklich mit Geheimnissen aller Art
gesegnet. Man müsste sich nur öfter die Zeit dafür
nehmen. |
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Man geht einfach einem Weg nach und findet hinter
jeder Wegbiegung eine neue Überraschung. |
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Schade, dass man sich nicht öfter die Zeit dafür
nehmen kann. Wie hat Gerald das heute einmal
treffend formuliert? Andere Menschen arbeiten fünf
Tage in der Woche und selbst nimmt man sich nicht
einmal einen Tag in diesen sieben frei, um den Kopf
auszulüften. |
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Recht hat er! Man sollte es sich wirklich zu Regel
machen. Ich bin mir sicher, dass man so auch viel
mehr Energie in seinen Alltag bringen könnte. Man
muss nur den Mut dazu haben, seinen Alltag zu
unterbrechen. Immerhin arbeiten wir um zu leben -
und nicht umgekehrt. Oder habe ich da jetzt
irgendetwas verwechselt? |
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Auf der Heimfahrt haben wir noch einen kurzen
Zwischenstopp in El Amparo gemacht. Der Platz
vor der Kirche ist bereits festlich geschmückt, denn
morgen früh beginnt hier der Höhepunkt eines Festes.
Heute Nacht wird in den Bergen gefeiert und in den
Morgenstunden kommen die mit frischen Zweigen
aufgeputzten Autos im Konvoi in den Ort -
la Romería del Poleo wird dieses Fest genannt. |
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Und
dann? Dann wird eine Messe abgehalten, die Heiligen
kommen an die frische Luft - und danach wird
gefeiert! |
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Es lebe das Leben. Ehrlich und ohne Schnick Schnack.
Weder für Touristen noch für die Medien. Die
Menschen feiern für sich und sind stolz auf ihre
Traditionen. Es ist nicht so, dass diese Feste im
Geheimen und versteckt gefeiert werden würden, doch
sie werden nirgendwo auf dem Silbertablett
präsentiert oder gar sonderlich vermarktet. |
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Als kleine Grenze wird - falls notwendig - der
Trachtenzwang ausgeübt. Auch auf diese charmante Art
kann man, mehr oder weniger, auch in Zeiten der
Verallgemeinerung und der Effekthascherei, unter
sich bleiben. |
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Seine Feste feiern, ohne zum Bestandteil eines
zoologischen Gartens zu werden. Ohne, dass
irgendjemand, der sich für Traditionen und
"Folklore" interessiert, sein Programmheft in die
Hand nehmen kann und die Pünktlichkeit des
Programmpunktes einfordern kann oder könnte. |
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Es gibt keine Regeln im Leben - außer der, dass
jeder Mensch ein Recht auf seine Art des Lebens hat.
Gleiches Recht für alle! Im menschlichen Leben
sollte es keine Darsteller und keine Zuschauer
geben. |
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Falls jemand doch diese Einstellung haben sollte,
kann er ja gerne in eines der vielen Theater oder
Kinos dieser Welt gehen. Die Karten bekommt man
sogar im Vorverkauf. Obwohl - wenn man sich seine
Karten zu früh sichert, kann es auch passieren, dass
ein Konzert oder eine andere künstlerische
Darbietung gar nicht statt findet. Aus welchem Grund
auch immer. That's life. |
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"Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, dann
sieht jedes Problem wie ein Nagel aus." Eine
Erkenntnis von Abraham Maslow - wer immer das auch
gewesen sein mag. |
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27
de julio de 2007 -
Freitag - viernes |
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19 ° centígrados |
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22 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
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Auf den Azoren wechselt
das Wetter so schnell, dass man vier Jahreszeiten in
einem Tag erleben kann. Davon ist bei uns allerdings
nicht die Rede. Die Wolken bleiben uns treu!
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Von Treue halte ich ja an und für sich sehr viel,
aber in diesem Fall könnte ich wirklich darauf
verzichten.
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Der Mörder war wieder der Gärtner, und der
plant schon den nächsten Coup ... |
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Wer hat da wen um die Ecke gebracht? War die
Polizei, la
policía,
schon da? Wem gehören denn diese verräterischen
Hände? |
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Keine Angst, es ist kein Verbrechen, el delito,
geschehen. Georg hat sich am Abend an die Arbeit
gemacht und hat mit viel Geduld, la
paciencia, Maulbeeren
geerntet. Man kann es deutlich erkennen, oder? Da
hilft nur viel Zitronensaft um diese Farbspuren
wieder los zu werden. |
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Ganze drei Kilo sind es geworden.
Ist ja auch kein Wunder, er hat ja mit Hilfe des
Baggers geerntet. |
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Nein, ich darf nicht ungerecht werden - die
Baggerschaufel dient nur als Steighilfe. Anders ist
es im Moment nicht möglich an die Früchte zu kommen.
Wir leben eben auf einer riesigen Baustelle. |
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So harmlos hängen die köstlichen Beeren auf dem
alten Maulbeerbaum. Sie reifen sehr versetzt,
deshalb kann man nicht alle auf einmal ernten
sondern muss jeden zweiten Tag an die Arbeit gehen. |
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Weiter geht es in unserem aktuellen Obstangebot.
Richtig, das ist eine unserer Papayapflanzen,
el papayo. Sie blühen
und tragen Früchte gleichzeitig. |
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Premierenvorstellung, el estreno! Gestern
Abend haben wir die allererste, eigene Papaya, la
papaya,
unseres Lebens geerntet. |
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Die spanische Übersetzung irritiert hier vielleicht
ein wenig, aber so sieht der Unterschied aus - die
Pflanze ist männlich und die Frucht weiblich! Was
würden wohl unsere Männer sagen, wenn sie die
Früchte tragen müssten? |
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Auf den Punkt gereift, fruchtig und sehr
"lecker". Andrea, sie würden
dir vorzüglich schmecken! |
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Noch dazu handelt es sich um eine bevorzugte Sorte mit relativ geringem
Innenleben, dafür sehr gutem Geschmack. Ab jetzt
müssen wir diese Früchte nicht mehr kaufen, es wird
eine nach der anderen auf der Finca gelb - und damit
reif.
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In den Geschäften ist die Reife der Früchte immer
wieder ein Glücksspiel, un juego de azar. Das ist zwar
unverständlich, da hier wirklich viele Papayas
wachsen und damit auch reif werden sollten, es ist
aber so.
Na ja, seit gestern tangiert und diese
Tatsache nur mehr peripher. *g* |
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26
de julio de 2007 -
Donnerstag - hueves |
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19 ° centígrados |
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22 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
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Ab und zu traut sich die Sonne ja wohl zwischen den
Wolken durchzublinzeln. Im großen und ganzen ist
jedoch ziemlich trübe. Die Luft ist allerdings
angenehm warm, das Mittagessen, el
almuerzo,
können wir also im Freien genießen.
Das passt heute wirklich gut, den Gerald kommt zum
Essen und zu dritt ist es in unserer Luxusherberge
ein bisschen eng. |
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"Morgen hätte ich eigentlich einen Termin beim
Zahnarzt, el dentista ..." |
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"Gehst du zu einem deutschen oder zu einem
kanarischen Zahnarzt?"
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"Nein, zu einem Chinesen."
Abwarten, welche Note der bekommen wird! Wir werden
es bald erfahren! |
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Jorge ist nicht der neue Baggerfahrer. Er arbeitet
wie immer auf seinem Spezialgebiet - den Steinen,
las piedras. |
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Er möchte allerdings lernen, mit dem Gerät
umzugehen. Deshalb ist er nach Arbeitsschluss und
einem schnellen Abendessen, la cena, noch
einmal für zwei Stunden gekommen und hat geübt. Das
wird er noch öfter machen müssen,
denn auch Baggerfahrer purzeln nicht aus den
Wolken! |
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Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen,
la práctica hace al maestro. |
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Heute ist "Lavendelpflanztag"
Silberblattlavendel um ganz genau zu sein. Diese
Lavendelart stammt aus den Bergen Süd- und
Südostspaniens. Er ist robust und anspruchslos und
liebt es eher etwas trocken als zu feucht. |
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Lavendel wird in Frankreich liebevoll blaues Gold,
l'or bleu, genannt. Im Volksmund nennt man das
duftende Kräutlein auch Schwindelkraut, Zitterblume
oder Nervenkräutlein genannt. |
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Ein alter Spruch lautet: "Was Rosmarin für den
Geist, ist Lavendel für die Seele" |
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Lavendel riecht aber nicht nur gut, er ist ein
Heilkraut. Er
lindert vor allem Magen- und Darmbeschwerden.
Schon die römischen Legionäre kannten seine die
Heilkraft und nutzten den Lavendel für diese Zwecke. |
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Lavendel soll beruhigen und die Nervenkraft stärken. Er
bringt seelische Klarheit und lenkt das Bewusstsein
auf Lebensbereiche oder Beziehungen, die zu
bereinigen sind.
Was will man mehr? |
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Ein paar Anissamen |
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Einen Mörser und einen Stößel - |
| oder eine Holzschüssel und einen
Löffel |
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Einen Teelöffel Rosmarin |
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Ein paar Baldrianteeblätter |
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Ein Stück indische Baumwolle |
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Ein blaues Band - fertig ist ein
Zauberspruch! |
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Die beste Wirkung erzielt man um Mitternacht bei
Vollmond. Der volle Mond ist in ein paar Tagen
wieder am Himmel. Der Rest der Zutaten ist
eigentlich leicht zu besorgen. Also dann -
viel Glück! iMucha
suerte!
Hex, hex, mit diesem Zauberspruch klappt fast alles
- und vergessen kann man ihn auch nicht so leicht. |
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Damit kann man angeblich seine Ex-Prinzen in Frösche
verwandeln oder sein Glück beschwören. Einen Versuch
ist es immerhin wert, oder? Falls es nicht
funktionieren sollte geht die Welt auch nicht unter.
No se acaba el mundo por eso. |
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Beim Heilkräuter-Fachsymposium Mitte Juni 2007 im
Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau wurde
Lavendel als die Heilpflanze des Jahres 2008
der Öffentlichkeit vorgestellt. |
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Ausschlaggebend für diese Wahl war vor allem seine
Bedeutung als Nervenpflanze. |
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25
de julio de 2007 -
Mittwoch - miércoles |
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19 ° centígrados |
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22 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Sprühregen |
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Grauer Himmel und Nieselregen. Jorge, unser
Steinmaurer hat sich deshalb entschieden, doch
wieder nach Hause zu gehen. Eine vernünftige
Entscheidung, denn auch wenn es nicht richtig
regnet, ist man nach einer Stunde ganz einfach nass. |
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Am Vormittag hat der Regen zwar aufgehört, nur ab
und zu verirren sich noch ein paar Tropfen vom
wolkenbedeckten Himmel zu uns auf die Erde. |
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Gegen Mittag sind Kirsten und Olaf mit ihren beiden
Kindern vorbei gekommen. Sie verbringen drei Wochen
Urlaub auf Teneriffa. Eine Woche ist allerdings
schon wieder vorbei. Die Zeit verfliegt also nicht
nur für uns. Am Sonntag sind wir bei ihnen zum
Grillen eingeladen. Ich freue mich schon! |
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Rund um uns wachsen die Trauben an den Reben. Reif
sind sie noch nicht, aber gar so lange wird es nicht
mehr dauern. Die heurigen Weine sollen ja eine
besonders gut werden.
So wird es vorhergesagt. |
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Der Name der Stadt sagt ja alles aus - Icod de
los Vinos. Das bedeutet so viel wie "Schöne
Stadt des Weins". |
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Auf der Insel gibt es fünf Weinanbaugebiete,
consejos reguladores de Denominación de Orígen. |
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Cumbres de Abona, Valle de la Orotava, Valle de
Guímar, Tacoronte Acentejo und Ycoden Daute Isora.
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Ycoden Daute Isora liegt im Nordwesten
der Insel und besteht aus den Gemeinden San Juan de
la Rambla, La Guancha, Icod de los Vinos, El Tanque,
Garachico, Los Silos, Buenavista del Norte, Santiago
del Teide und Guia de Isora. |
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Die Böden auf der Insel bestehen ja hauptsächlich
aus vulkanischer Erde und Asche. Betrieben wird der
Weinanbau, la viticultura,
in dieser Gegend von 50 Meter bis 1.400 Meter
über dem Meeresspiegel. |
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Von alten Aufzeichnungen weiß man, dass in Icod
schon im Jahr 1503 die ersten Reben angepflanzt
wurden. 1507
soll der erste Wein gekeltert worden sein. |
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Gezogen werden die Weinreben, la vid, auch
heute noch nach alter Tradition,
por tradición, auf
einem Holzgerüst, parral alto. Immer öfter
findet man jedoch auch Reihenanlagen oder Gerüste,
die ungefähr einen Meter hoch sind und die Form
eines Ts haben, so genannte parral bajo. |
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Da auf dieser kleinen Insel im Atlantik eine der
wenigen Regionen weltweit die Reblaus nie Fuß fassen
konnte, wachsen auch heute noch viele Weinreben
wurzelecht. Dadurch ist auch die Sortenvielfalt
einzigartig geblieben.
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Die Reben entwickeln aufgrund des Mikroklimas und
der vulkanische Erde ganz spezifische Aromen und
einen Geschmack, der den Weinen einen besonderen
Charakter verleiht. Rund um Icod findet man
hauptsächlich weiße Trauben -
wir befinden uns in der Weißweingegend der Insel. |
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| Leben allein genügt nicht, |
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sagte der Schmetterling,
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Sonnenschein, Freiheit
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und eine kleine Blume muss man auch
haben. |
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Hans Christian Andersen
(1805 - 1875) |
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24
de julio de 2007 -
Dienstag - martes |
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21 ° centígrados |
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25 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
leichter Regen in
der Nacht |
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Kein Wecker! Herrlich. |
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Ein Blumentopf, zwei Blumentöpfe, drei Blumentöpfe
... |
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Ich habe den ganzen Tag Pflanzen umgetopft und Georg
hat die Wasserinstallation im Garten fertig gemacht. |
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Gegen Abend sind die Nebel vom Meer heraufgezogen
und es hat leicht zu nieseln begonnen. Leider nicht
genug. Am Abend also noch einmal zwei Terrassen
höher klettern und Gemüsegarten gießen. |
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Jetzt bin ich müde und verstaubt. Der feine Erdstaub
ist überall, also ist eine Totalsanierung meiner
Wenigkeit an der Reihe. Ab unter die Dusche, la
ducha, und Wasser marsch! |
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Frisch geduscht, Haare gewaschen und eingecremt -
ich fühle mich wie ein neuer Mensch! |
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Man kann nicht lernen,
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wie eine Elfe zu zaubern,
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zu denken oder zu sein. |
| Man kann aber davon träumen! |
| Der Zauber besteht nur in unserer
Fantasie - |
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doch da sollte er seinen festen Platz
haben. |
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Es wird schon dunkel, Georg wird also auch bald
auftauchen. Viel sehen kann er ja nicht mehr. Dann
trinken wir noch ein gemütliches Gläschen und
begeben uns dann auf die Reise, el viaje -
ins Land der Träume! |
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23
de julio de 2007 -
Montag - lunes |
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21 ° centígrados |
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25 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
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Eine neue Woche hat begonnen. Der Alltag hat sich
dadurch nicht verändert. Die Arbeit bleibt immer die
selbe. Sie verändert sich nur im Detail.
Löcher für Pflanzen werden eben an anderen Stellen
gegraben. |
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Strelizien brauchen vier Jahre, bis sie das erste
mal blühen. Hat das jemand von euch gewusst?
Vielleicht war das der Grund, warum wir so lange
bis zu endgültigen Baugenehmigung warten mussten?
Mittlerweile sind unsere, von klein auf gezogenen
Pflanzen so alt. Jetzt sind wir in der großzügigen
Lage, unsere Schützlinge auswildern zu können. |
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Strelizien stammen aus dem südlichen Afrika. Wie so
viele Pflanzen, die hier auf den kanarischen Inseln
heimisch sind, stammt sie aus Südafrika. Ihren Namen
erhielten sie zu Ehren von Prinzessin Charlotte von
Mecklenburg-Strelitz, der Ehefrau des englischen
König Georg III. |
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Im
18. Jahrhundert wurde die Pflanze von Afrika
nach England gebracht. Im Jahr 1818 kam sie von
England nach Deutschland. Die erste Blüte hat sie
allerdings auch dort erst vier Jahre später gezeigt.
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Über die Strelizie erzähle ich euch noch mehr - aber
nicht heute! |
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Wir verbringen unseren Abend heute menschlich - ohne
PC und ohne Telefon. Mit einem Freund im netten
Gespräch, ganz altmodisch von Angesicht zu
Angesicht. |
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Deshalb kann ich euch nur mehr eine gute Nacht
wünschen. Träumt schön! |
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Abends, a la tarde, wenn ich schlafen geh', dreizehn Englein um
mich stehn ...", das vierzehnte macht gerade Urlaub. |
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Müssen die Schutzengel Überstunden machen? Ich
glaube nicht - aber falls doch - schaden kann es auf
keinen Fall!. Ich würde es mir von meinem
Schutzengel wünschen - denn gar so vernünftig
stolpere ich nicht durch mein Leben. Einen
Schutzengel kann ich in jeder Lebenslage gebrauchen. |
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Wir sind auch schon reif für die Insel - oder besser
gesagt - urlaubsreif. Ob wir es schaffen werden,
einmal ein paar Tage aus unserem Trott auszureisen?
Ich weiß es nicht. No sé de
nada. |
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22
de julio de 2007 -
Sonntag - domingo |
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21 ° centígrados |
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25 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
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Ein Sonntag wie er im Bilderbuch steht.
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Wir haben gemütlich auf unserer Terrasse
gefrühstückt, den Kaffee haben wir allerdings an
unserer Stehtheke im "Haus" getrunken. Der Wind ist
irgendwie, irgendwann doch zu ungemütlich geworden.
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Nach einem wirklich entspannendem Nachmittag haben
wir noch einen ganz besonderen Sonnenuntergang
beobachten können. Die Sonne ist rot im
Meer versunken, die wahrhaft schönen Farbspiele hat
uns heute Abend aber der Teide serviert. |
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Bei dieser Ansicht ist wohl keine Erklärung mehr
notwendig, oder? Dazu ein Film von Rosamunde Pilcher
und der romantische Kitsch erreicht seine
Perfektion! |
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Sommerfrische - kennt noch irgendjemand die
Bedeutung dieses Wortes? Die Brüder Grimm haben den
Begriff als Erholungsaufenthalt der Städter auf dem
Lande zur Sommerzeit
definiert.
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Wir sagen heute ganz einfach Urlaub, las
vacaciones, dazu. |
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Urlaub ist - laut offizieller Definition - die Zeit,
die ein arbeitsfähiger Arbeitnehmer, Beamter oder
auch Selbstständiger von seinem Arbeitsplatz
berechtigt fernbleibt. Klingt ziemlich steril. |
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Urlaub sollte aber eigentlich mehr sein, oder?
Urlaub bedeutet für mich einmal aussteigen aus dem
Alltag, Kraft tanken. |
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Vielleicht wäre es besser, das Wort Ferien zu
verwenden? Das Wort "Ferien" stammt aus dem
Lateinischen von feriae ab und bedeutet so
viel wie Festtage oder Feste. Mit dieser klaren
Definition befinden wir uns wieder in Spanien, bei
den fiestas! Wobei man gerechterweise schon
festhalten muss, dass das Feiern in den
Sommermonaten kein Privileg der Südländer ist. |
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Sommerzeit, la temporada de
verano, ist die Zeit, in der gefeiert
wird. Egal ob die Veranstaltung Kirchweih, Kirchtag
oder Feuerwehfest heißen. |
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Es liegt wahrscheinlich in der Natur des Menschen,
die warme Jahreszeit für menschliche Begegnungen zu
nutzen. Den Rest des Jahres igelt er sich im
allgemeinen ja in seinen geschützten vier Wänden ein
und wundert sich, dass er vor dem "Patschenkino"
niemanden kennen lernt. |
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Also jammert nicht über die Hitzewelle, la ola de
calor, sonder ergreift die Gelegenheit beim
Schopf und genießt das Bad in der Menschenmenge! Was
für ein schöner Tag! |
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Man sollte die Feste wirklich feiern, celebrar,
wie sie fallen. Das kann man auch durchaus im
kleinen Kreis, una fiesta en la más estricta
intimidad, en familia, machen. Es muss ja nicht
immer gleich eine aufwendige Party sein. Ein Fest zu
zweit hat auch seinen Reiz. Feiert einfach den
Sonntag - wir tun es auch! |
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Das war für heute das aktuelle Wort zum Sonntag!
iHasta pronto amigos mio! |
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Die Geschichte lehrt dauernd, |
| aber sie findet keine Schüler. |
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Ingeborg Bachmann |
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21
de julio de 2007 -
Samstag - sábado |
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21 ° centígrados |
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25 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
abklingender
Calima |
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Ausschließlich Wolken kann ich nicht einzeichnen,
denn ab und zu, de vez en
cuando, blinzelt die Sonne ja doch durch.
Aber eben nur ab und zu. |
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Zugegeben, über unserem Kopf befindet sich eine
einheitliche, hellgraue Wolkendecke. Und es ist
schwül! Aber was soll's? Wir haben uns vorgenommen
ein Stück der Bepflanzung fertig zu stellen - und
dabei bleibt es auch,
no hay cambios! |
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Wir haben ein vorzügliches Frühstück genossen und
anschließend unseren Plan in die Realität umgesetzt.
Wir können uns wirklich auf die Schultern klopfen,
dass wir so tapfer durch gehalten haben. Ein kleines
Erfolgserlebnis muss der Mensch ja einmal am Tag
haben. Auch, wenn es - relativ - schwer erarbeitet
ist. |
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Wenn man den Himmel auf Erden sucht, hat man in der
Schule so wieso nicht richtig aufgepasst! |
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Das sagt man so leicht daher. Die Realität schaut
allerdings ganz anders aus. Der Himmel ist
relativ und eine Ansichtssache. Man kann es
nirgendwo so real wir auf den Kanarischen Insel
beobachten. |
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Wo beginnt die klare Sicht auf den blauen Himmel? Am
Strand? ¿A la playa?
In dreihundert Meter Seehöhe? Oder gar erst ab
tausend Meter, in luftiger Höhe? |
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Es kommt immer darauf an, wie klar man sehen will.
Warum? Ins Auto einsteigen, starten und losfahren
ist ja keine Schwierigkeit. Zumindest nicht, wenn
man ein Auto hat. |
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Der Rest ist eine persönliche Entscheidung. Fährt
man in den so genannten "Süden" der Insel oder
klettert man die Höhenmeter auf der geographischen
Skala nach oben. Beides kann befriedigend sein. Je
nach dem. Strandleben pur oder einfach nur schönes
Wetter mit einem tiefblauen Himmel. |
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Auf dieser Insel findet man beides - und noch viel
mehr - jeden Tag. Wir leben auf einem Eiland, das
bekannt und beliebt ist, eben weil es in der
allgemeinen Klimatabelle nicht eindeutig ein
zuordnen ist. |
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Wir könnten uns das Wetter fast jeden Tag aussuchen.
Wenn es unser Tagesablauf zu lassen würde. |
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Arbeitenden Menschen ist diese Entscheidungsfreiheit
nicht immer gegönnt, leider. Aber der Urlauber hat
hier die Qual der Wahl. Optimales Wanderwetter oder
lieber ein Tag am Strand? Wenn man es genau nimmt -
ein Paradies. |
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Ein Paradies war ursprünglich ein Zaubergarten, ein
herrschaftlicher Park. Oder war es doch der Garten
Eden? Der Sündenfall - was immer das auch gewesen
sein soll? |
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Paradies hat auf alle Fälle einen positiven Klang.
Schönheit, sich wohl fühlen, leben. Mensch sein
können und nicht irgendeine Nummer sein müssen. |
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Den Gedanken, la idea, könnte man noch weiter
spinnen, doch ich werde mir jetzt einmal die
Spinnweben des heutigen Tages aus den Haaren waschen
und mich dann ins Bett begeben. Der Sonntag winkt
mir schon verführerisch zu. |
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Alle Welt macht zur Zeit Urlaub, las
vacaciones. Wir nicht, aber das ist auch
gar nicht so wichtig, importante. Wir
schaufeln uns dazwischen ein wenig Freizeit frei.
Dieser Weg ist - im Moment, de
momento - für uns der bessere. |
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¡Buenas noches!
Gute Nacht allerseits - und nicht böse sein, wenn
ich zur Zeit irgendwelche Antworten per E-Mail
schuldig geblieben bin oder bleiben sollte. |
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Auch für mich hat der Tag nur vierundzwanzig
Stunden. Ein Großteil davon geht für die tägliche
Routinearbeit drauf, ein kleiner Teil dafür, was
noch so nebenbei erledigt werden muss und einen
klitzekleinen bewahre ich mir im Moment für mich
selbst auf. Meine eiserne Reserve so zusagen.
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Ich wünsch' euch allen einen schönen, erholsamen
Sonntag! |
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P.S.: Heute Abend haben wir selbst geräucherte
Forellen verspeist! Georg hat wieder einmal sein
Talent für Improvisation unter Beweis gestellt und
hat mit einigen Ziegelsteinen ganz schnell einen
Räucherofen aufgebaut. |
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Zwei kurze Stunden später haben wir frisch
geräucherte, warme Forellen mit Oberskren und
Weißbrot genossen. Ein perfekter Tagesabschluss! |
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20
de julio de 2007 -
Freitag - viernes |
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21 ° centígrados |
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25 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
abklingender
Calima |
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Unser warmes Sandwindchen ist noch immer da. Die
Sicht auf das Meer ist nicht gerade umwerfend im
Moment. Wir haben - blöd gesagt - momentan einen
beschränkten Horizont.
Das kann jeder auslegen, wie er es will. *g* |
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Alles in allem ein normaler Tag. Georg war am
Vormittag in Icod unterwegs. Bank, Rathaus und noch
ein paar so Kleinigkeiten. Ich habe mich während der
Zeit durch einen Teil unserer Botanik geschlagen -
und das kann man wirklich wörtlich nehmen! Zwar
nicht mit der Axt aber dafür mit zwei gut
schneidenden Blumenscheren. Einer handlichen kleinen
und einer etwas größeren für die schon kräftigeren
Exemplare unserer Blumenkinder. |
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Nach einem kurzen Mittagessen - diesmal wirklich
fast zur Mittagszeit - haben wir uns auf die Reise
begeben. Zwar auf eine kleine, aber notwendige, Reise.
Auf eine Schweiß treibende Reise.
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Je näher man Santa
Cruz kommt, desto mehr spürt man den Calima. Feucht,
heiß und drückend. Wenn es in der Umgebung von Los
Rodeos, dem Nordflughafen einmal 27 Grad hat, dann
heißt das was. Im Normalfall ist das der Kühlschrank
der Insel. In Zeiten des Calimas wird es allerdings
leicht subtropisch angehaucht. Also - Augen zu und
durch, besser gesagt, seine Termine schnell
erledigen und wieder nach Hause fahren. In Icod
herrscht zwar wolkiges aber warmes Wetter mit einem
angenehmen Windhauch.
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Wir wollen ja nicht immer eisgekühlt fern sehen, wir
brauchen dringend ein neues Netzgerät. Erhältlich
ist das Ding in der Industriezone, la
zona industrial, von La Laguna.
Sonst kann man es nur in irgendeinem Geschäft
bestellen - und warten. Nachdem wir für unsere
nächste Pflanzaktion auch noch Torf benötigen,
verbinden wir eben beides. |
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Wer suchet der findet, quién
busca encuentra!
Mittlerweile,
entretanto, sind wir ja perfekte Inseldetektive
geworden. Wir finden alles!
Oder sollte man doch
sagen - fast alles? |
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Auf alle Fälle haben wir heute die Servicestelle der
Firma Basic Line erfolgreich aufgespürt. Bitte
darauf achten, es wird so ausgesprochen, wie der
Name geschrieben wird. Andernfalls hat man überhaupt
keine Chance, dass irgendjemand irgendetwas
versteht. |
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Es handelt sich also wirklich um eine ernst zu
nehmende "Schriftsprache". Vor allem wenn es um
Begriffe aus der englischen Sprache geht. Das Gesetz
gilt übrigens auch für Ketchup - falls das einmal
einer von euch zum Toast, sprich "Sandwich" (Sand
wich) auf dem Teller haben möchte.
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Das soll ja nicht zum Problem werden, oder? Man muss
es nur wissen, denn sonst wird die Verständigung
alles andere als Nerven schonend. Seine perfekten
Englisch Kenntnisse kann man ja anderswo anbringen. |
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Nach einigen Rundfahrten durch das Industriegebiet
haben wir es also tatsächlich geschafft. Wir sind am
Ziel unserer Wünsche angelangt. |
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Von der Hauptstrasse, la
calle principal,
aus würde allerdings niemand vermuten, dass sich
hinter einer Hausecke, eine enge Rampe ins Ungewisse
direkt neben einer Parkplatzauffahrt für einen
Mercadonna einige Gewerbebetriebe verbergen.
Wirklich gut versteckt.
¿De verdad? |
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Deshalb, por eso, sind wahrscheinlich auch
die Baumaschinen gleich dort geblieben. Derjenige,
der sie abholen sollte, hat sie wohl nicht gefunden.
In Spanien darf ein normal Sterblicher ja kein Auto
abschleppen oder irgend ein anderes Gefährt auf der
Strasse transportieren. Dafür gibt es spezielle
Firmen mit Abschleppwägen, la grua. |
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Ein tolles Kontrastprogramm auf kleiner Fläche.
Moderne Technik im Geschäft und am Parkplatz, en
el aparcamiento,
ein technisches Museum. Das nennt man dann ein all
inclusive Angebot, oder nicht? |
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Wir haben geschwitzt und die Luft im Mund ist immer
trockener geworden. Eigentlich hatten wir ja vor, in
Santa Cruz noch einen gemütlichen Zwischenstopp
einzulegen. Der Calima hat uns aber eines anderen
belehrt. |
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Deshalb haben wir auf der Strasse nach Icod einen
kleinen Stopp eingelegt. |
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Ab und zu beschert einem auch eine Kleinigkeit einen
Tapetenwechsel. Man wird ja bescheiden. Die
Cafeteria der Tankstelle El Mirador ist dafür
wirklich ein guter Tipp! Sowohl für das Auto als
auch für den Fahrer, el
conductor,
oder die Mitfahrenden. 24 Stunden geöffnet und ein
Lokal mit einer traumhaften Aussicht.
Wie hat Georg zu mir gesagt? "Willst du mit der
Aussicht Richtung Icod oder Richtung Puerto sitzen? |
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Ein Tipp, un consejo
- wenn ihr das Auto geparkt habt - werft einen Blick
über die Mauer. Es lohnt sich! |
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Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht, wir hätten
unter einem Wasserproblem zu leiden.
Aber diese schneeweiße Vogel wartet eindeutig
vergeblich auf Wasser. |
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Wir sind erfolgreich nach Hause zurück gekehrt. |
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Im Gepäck ein neues Netzteil für unseren
Nachrichtenlieferanten, Torf, für das Umfeld der
neuen Blumenkinder,
einigen kleinen Yuccapflanzen, ein bisschen Schilf
für die Teichbepflanzung, frische,
schmackhafte, kleine Makrelen, warmes
Stangenweißbrot und gereiften Ziegenkäse für unser
Abendessen. |
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Das Auto vor unserer Luxusherberge geparkt und die
Schätze ausgepackt. Die Lebensmittel verstauen,
Pflanzen auf ein schattiges Platzerl stellen und Georg hat, wie
es sich für einen richtigen Mann,
un hombre hecho y derecho, gehört, das Feuer
für das Abendessen, la cena, entfacht. |
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Flackerndes Feuer, ein Glas Wein und eine Zigarre.
Ja ja, ich weiß, Rauchen kann ihr Leben verkürzen.
*g* Aber jeder macht es eben nach seinem Geschmack.
Georg mit seiner Zigarre, un puro, und ich mit meinem
schlankeren Glimmstengel, un
pitillo, sprich Zigarette, un
cigarrillo. |
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Vom Rauchen abhalten könnte mich eigentlich nur eine
effiziente Wahrheit. Das betrifft allerdings nur den Umgang mit
Feinden, con los enemigos. "Wenn Blicke töten könnten, würde ich
meinem Feind ganz tief in die Augen schau'n." |
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Dann müsste ich allerdings mit dem Rauchen aufhören
- damit ich ihn noch lange überlebe! Sonst hätte die
ganze Aktion ja keinen Sinn, oder? |
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Wir haben unsere gegrillten Makrelen mit frischem
Weißbrot genossen, dazu ein Glas Wein und ein
Gläschen Sekt getrunken. Für die morgige
Gartenaktion sind wir gestärkt und können restlos
zufrieden auf angenehme Träume warten. |
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Also schlaft gut - wir werden es ganz sicher tun.
Leider nur sehr kurz. Um sieben Uhr morgen Früh -
noch fast in der Dunkelheit - steht Chicho für die
Arbeit am Samstag vor der Türe! |
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Einen Satz muss ich hier noch als Gedächtnisstütze
festhalten. Er steht im Moment in keinen
Zusammenhang mit irgend etwas - aber andernfalls
entfleucht er meinen Gedanken. "Mallorca
ist ein Stück deutscher Gegenwartskultur." |
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|
Lasst euch überraschen! |
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19
de julio de 2007 -
Donnerstag - jueves |
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21 ° centígrados |
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28 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Calima |
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Afrika lässt grüßen. Der Calima bestimmt wieder
einmal das Wetter auf der Insel.
Als ob wir selbst nicht genug Sand in der
Luft hätten. Die Baustelle unter uns beginnt zu
nerven. Der feine Erdstaub wird langsam aber sicher
unerträglich. |
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Die letzten Arbeiten am Gartenhaus. |
Es verändert sich von Tag zu Tag
mehr zu einem bezaubernden
Steinhäuschen.
Viel zu schade für Werkstatt und
Holzlagerraum,
un taller y almacén de leña. |
| Nein, das stimmt nicht. Auch
Arbeitsräume sollen schön sein, sonst
macht das Arbeiten darin auch keinen
Spaß. |
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Vielleicht sollten wir ein Ferienhaus,
un chalet para las vacaciones,
daraus machen? Aus einem ehemaligen,
einfachen Holzlager wird wirklich nun
ein Schmuckstück, una joya. |
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Fotos gibt allerdings erst vom fertigen
"Kellerraum" |
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Während Jorge und Georg heute die Dachkonstruktion
montiert haben, bin ich dem Rasen zu Leibe gerückt.
Ich habe alle meine Sünden abgebüßt. Der Schweiß ist
mir sogar in die Augen getropft. Hätte es um diese
Zeit nicht ein bisschen kühler sein können? |
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Nach einer Stunde - schätze ich - habe ich es
geschafft. Der Tank vom Rasenmäher, el
cortacésped, ist fast
leer und unsere Grashalme haben einen
Kurzhaarschnitt verpasst bekommen. Die Kaninchen,
los conejos, müssen sich für eine Weile wieder
einen anderen Selbstbedienungsladen suchen. |
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Er
liebt mich, er liebt mich nicht? |
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Hat sich jemand von euch frisch verliebt? Unsere
Margeriten blühen in allen Farben. Weiß, hellrosa
und pink. Dem Blütenorakel steht also nichts im
Wege. Blüten dafür stehen in Unmengen zur Verfügung. |
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Es bleibt nur mehr eine klitzekleine Frage offen.
Welche Farbe ist dafür besser geeignet? Rosa oder
weiß? |
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Zugegeben, normaler Weise nimmt man dafür
Gänseblümchen und zupft ein Blütenblättchen nach dem
anderen ab. Aber mit Gänseblümchen kann ich leider
nicht dienen. Ich habe auf der Insel noch keines
entdecken können. Entweder sie haben sich vor mir
versteckt - oder es gibt keine?! |
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Es müssen ja nicht immer Gänseblümchen sein, um
herauszufinden, ob es mit der Liebe klappt oder
nicht. |
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Es gibt auch noch andere
Blumenorakel. Wer wissen will, ob zwei bald
heiraten werden, braucht nur zwei Blätter von einem
Buchsbaum. Auf eine heiße Herdplatte legen und
abwarten. Je nachdem, ob sie sich durch die Hitze
zusammen ziehen oder auseinander rollen, hat man
eine klare Antwort bekommen. Wir heiraten bald oder
wir heiraten gar nicht!
|
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Das Blumenorakel hat auch der Dichterfürst Goethe in
eines seiner Werke eingebaut. Wer hat in seinen
Jugendjahren nicht das Monsterwerk "Faust" auf und
ab lesen dürfen? Genau in diesem Werk befragt das
Gretchen das Orakel der Blumen,
consultar el oráculo de flores.
"Ja, mein Kind! Lass dieses Blumenwort Dir
Götter-Ausspruch sein. Er liebt dich!“ war die
Antwort auf ihre Frage. |
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Moral, la moral, aus der Geschicht?
Glaub' einem Orakel nicht! Die Geschichte des
armen Gretchens ist ja bekannter Weise nicht gar so
gut ausgegangen. |
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Trotz allem, a pesar de
todo
- Blumen sagen mehr als tausend Worte. Doch
aufgepasst, es muss schon das richtige Grünzeug
sein!
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Bei
einigen Blumen sollte man daher Vorsicht walten
lassen. Denn Blumen können verschiedene Sprachen
sprechen und nicht alle sind nett. |
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Die Sprache der Blumen hat eine lange Tradition.
In früheren Zeiten hat vor allem der
weibliche Teil der Gesellschaft mit Hilfe der Blumen
ohne Worte seine Gefühle zeigen können.
Die feinen Damen der Gesellschaft mussten ja
sehr zurückhaltend und vornehm sein. So wurde die
Blumensprache entwickelt. |
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Daher haben viele Pflanzen eine eigene, seit alter
Zeit überlieferte Bedeutung.
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Einige Übersetzungen habe ich gefunden, vielleicht
kann sie ja jemand bei passender Gelegenheit
anwenden. |
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Die Chrysantheme, el
crisantemo
- egal ob im Strauß oder Knopfloch - bedeutet: "Ich
bin noch frei und interessiert."
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Salbeiblüten, la flor de
salvia,
signalisieren: "Ich denke an dich."
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Die Geranie, el
geranio,
sagt durch die Blüte, dass man sich wieder an einem
bestimmten Ort treffen will.
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Ein paar Lavendelzweige, la lavanda, stärken
das Selbstbewusstsein: "Das werden wir schon
schaffen, das wird schon klappen." |
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Die Brennnessel, la ortiga, sagt laut und
deutlich: "Ich habe dich durchschaut, du kannst mir
nichts vormachen."
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Die Aster, la áster, flüstert leise: "Ich
glaube nicht, dass du wirklich treu sein kannst."
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Auch die stachelige Distel, la cardo, ist
eindeutig "Die Sache ist mir viel zu gefährlich, mit
dir will ich lieber nichts zu tun haben." |
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Das endgültige Aus einer erhofften Liebe verkünden
allerdings die leuchtend bunten Blüten der Dahlie,
la dalia: "Ich bin schon vergeben. Dreh dich
rum und gehe am besten."
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Brennnessel, Aster, Distel oder Dahlie bringen also
keine erfreulichen Nachrichten.
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Die Blumensprache hat in diesen Fällen eher einen
bitteren Beigeschmack. |
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18
de julio de 2007 -
Mittwoch - miércoles |
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21 ° centígrados |
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28 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
Calima |
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Laut Wetterbericht, el parte meteorológico,
haben wir heute strahlenden Sonnenschein und 28 Grad
auf der Quecksilbersäule.
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Die Temperatur stimmt zwar, aber die Sonne? Die war
heute leider nicht zu sehen - außer wir wären in
höhere Lagen gefahren. Strahlender Sonnenschein und
25 Grad bei der Bergstation vom Teide! Der Calima
schlägt wieder einmal zu.
Die Sahara lässt grüßen. |
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Wir können von unserer Finca die wandernden
Nebelschwaden, los velos de
niebla, beobachten. Wohnt jemand in einer
Höhenlage von fünf- bis sechshundert Metern Seehöhe
hat er heute allerdings Waschküchenklima. Er sitzt
mitten in den ach so idyllischen Nebelschwaden. |
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Das ist um diese Zeit allerdings keine Seltenheit.
Das Meer erwärmt sich und die Luft nimmt den
aufsteigenden Wasserdampf mit.
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Rund um den Teide sammeln sich diese feinen
Wassertröpfchen dann zu ziemlich dichten Wolken. Von
oben gesehen hat der Teide dann einen perfekten Ring
um seinen Gipfel geschlungen. Die Insel teilt sich
damit nicht in einen nördlichen und einen südlichen
Teil sondern in "drunter und drüber"
Einfacher ausgedrückt, man befindet sich unter den
Wolken oder darüber.
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Die duftigen Nebelwölkchen haben allerdings den
Vorteil, la ventaja, dass sie ihre
Feuchtigkeit an die Pflanzen abgeben. Sanft und
zärtlich. Die grüne Landschaft holt ihren Reichtum
aus dieser Luftfeuchtigkeit und belohnt uns mit
ihrer Schönheit, la belezza. |
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Ma sollte man sich allerdings hüten, bei
Kaiserwetter ein Grundstück oder Haus zu
besichtigen, dass man kaufen möchte. Bei
Immobilienmaklern, los agentes inmobiliario,
gibt es eine klare, ungeschriebene Regel, una
norma - bei Topwetter auf in die Höhenlagen!
Die Fernsicht, la vista panorámica,
ist wunderbar und unübertrefflich und das Wetter
perfekt! In gewissen Höhenlagen aber eben nur einige
Tage im Jahr. Dafür sind die Preise der
Liegenschaften moderat, el precio moderado.
Es ist also ziemlich verführerisch. |
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Sitzt man dann in so einem Traumhaus, kann man von
Sonnenschein ab Mittag nur mehr träumen, sonar
con algo. |
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Wenn man Glück hat,
tener suerte,
hat man die sechshundert Höhenmeter überschritten
und lebt einen Großteil des Jahres über den Wolken.
Man hat dann zwar Sonnenschein und blauen Himmel,
aber einen Ausblick, als ob man ständig im Flugzeug
sitzen würde. Von faszinierender Fernsicht ist weit
und breit nichts mehr zu sehen. Sie ist schlicht und
einfach in die Ferne gerückt. |
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Möglichkeit Nummer zwei,
posibilidad número dos, ist jedoch bei
weitem schlimmer, hay cosas
peores! Man sitzt ab Mittag in einer
Nebelsuppe. Angenehm - oder unangenehm - feucht, auf
alle Fälle blickdicht und haltbar. Die Sonne sollte
man also beim Frühstück genießen, später gibt es
dafür keine Garantie mehr. |
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Falls man dann den Fehler, la falta, macht,
dass man Wäsche kurz vor Mittag auf die Leine hängt
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Na ja, Unglück geschieht schon keines, aber trocken
werden die guten Stücke in den nächsten zwanzig
Stunden auch nicht mehr. Der Zeitpunkt für
trochnende Luft ist festgesetzt auf einen Zeitraum
zwischen sieben bis elf, höchstens zwölf Uhr Mittag.
Das ist alles nur Einteilungssache oder die Arbeit
für einen Wäschetrockner
una secadora para ropa.
Der Wäscheständer, el tendedero, oder die gute,
alte Wäscheleine, la cuerda de la ropa, hat
ausgedient. |
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Wir haben diesen Zustand, el estado, ein
halbes Jahr genossen, da unsere Maklerin uns ein
Haus irgendwelcher ihrer Verwandten vermittelt hat.
Ich weiß also wovon ich rede.
Man muss auf den Inseln nicht aufpassen ob man ein
Haus mit Meerblick hat, ob das Hotelzimmer im
Norden, Süden, Osten oder Westen der Insel liegt. Es
kann alles schön sein und jeder Mensch hat eine
andere Vorstellung von Urlaub. Die Höhenmeter sind
der Knackpunkt!
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Irgendwie auch logisch oder? In den Alpenländern
liegen die Almhütten ja auch nicht an den
Badestränden. |
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Ob blauer Himmel oder nicht - bei uns wird
gearbeitet. Dafür ist dieses Wetter wiederum
perfekt. Keine Schweißbäche, die den Rücken hinunter
rinnen, keine Schweißperlen, die auf der Stirne
glitzern und die Sonnenbrille kann man auch im Etui
stecken lassen. |
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In Österreich hat man früher immer gesagt, wenn
jemand gar nichts kann, geht er zu Bundesbahn. |
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Hier gibt es auf jeder Baustelle einen Arbeitsplatz
für jemanden, der gar nichts kann. Das Problem auf
den Baustellen der Insel ist der Staub! Feinster
Erdstaub, der in jede Ritze dringt. Aus diesem Grund
steht immer irgendjemand mit einem Schlauch in der
Gegend herum und spritzt Wasser durch die Luft.
Besondere Kenntnisse muss dafür keiner vorweisen.
Einen Wasserschlauch, una
manguera,
halten und spritzen, das kann schließlich jeder,
oder?
Man sieht es ja an mir!
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Wenn Georg mich sucht, braucht er nur einem
Wasserschlauch nachgehen! Obwohl - so einfach ist
das auch nicht mehr - er muss schon den richtigen
aussuchen. An irgendeinem Ende findet er dann -
mich! |
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Heute war die Bepflanzung mit Kakteen, Lavendel,
Oleander und endemischen Pflanzen, cactus,
lavanda, adelfa y plantas entomológico, an der
Reihe. Handwäsche war angesagt. Die Bagger und LKWs
der Baustelle unter uns haben die Pflanzen so mit
feinem Erdstaub eingepudert, dass die Pflanzen im
wahrsten Sinne des Wortes keine Luft mehr zum Atmen
hatten. |
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Angewachsen sind unsere Pflanzenkinder bis jetzt
allerdings vorbildlich. Auf dem linken Foto kann man
noch ganz gut das Kakteenblatt, das wir eingesetzt
haben, erkennen. Die restlichen Blätter sind jetzt
innerhalb von einigen Monaten gewachsen. Es wird
nicht lange dauern, dann wird aus unserem letzten
Steckling auch ein ansehnlicher Kaktus werden! |
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Mittlerweile ist es Abend geworden. Ruhe ist
eingekehrt. Es tranquilo. ¿No
es así? Oder nicht? |
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Keine Baumaschine bewegt sich mehr - bis auf unseren
Bagger. Georg benutzt die Baggerschaufel als
Steighilfe für den Maulbeerbaum. Von diesen
köstlichen Beeren will er so wenige wie möglich an
andere Nutznießer verlieren. Weder Vögel noch
Eidechsen, ni
pájaros
ni lagartos,
sollen in den Genuss der süßen Früchte kommen. |
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Er hat ja recht. Kaufen kann man sich Maulbeeren
nämlich nicht. Weder im Supermarkt noch im kleinen
Tante Emma Laden um die Ecke.
Man hat sie - oder nicht! Wir haben das
Glück. |
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17
de julio de 2007 -
Dienstag - martes |
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21 ° centígrados |
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28 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
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Heute findet in Puerto de la Cruz das
wichtigste Fest des Jahres statt.
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La
Embarcación de la Virgen del Carmen.
Die
Schutzheilige der Fischer,
la Virgen del Carmen, wird mit einem
großen Fest, una fiesta grande, gefeiert. Aus
diesem Grund ist dieser besondere Tag in Puerto de
la Cruz auch ein Feiertag.
In allen anderen Orten der Insel wird
allerdings noch fleißig gearbeitet. |
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Wir sind gestern Abend nach Puerto de la Cruz
gefahren. Am Vorabend des heutigen Feiertages wird
traditionell das Sardinenfest, la Sardinada
gefeiert. Und das wollten wir auch einmal
erleben. |
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Die kleine Fiesta findet unter der Kirche von San
Telmo statt. Es ist nichts besonderes, aber es
werden Unmengen von Sardinen gegrillt, es wird
gegessen, getrunken und gefeiert. Es qualmt, raucht
und duftet köstlich nach gebratenen Sardinen.
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Auf allen Mauern und den Steinen rundum
sitzen und stehen Menschen und lassen sich die
gegrillten Fische mit einem Stück Weißbrot und einem
Gläschen Wein, sardinas con una
rebanada de
pan blanco y un vasito vino, oder Bier
schmecken. |
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Musikgruppen und Tänzer,
músicos
y bailadores,
tragen ihren Teil zum Fest bei und anschließend
folgt die unverzichtbare Diskomusik in Gehör
schädigender Lautstärke.
Wobei ich zugeben muss, in der Bucht bei San Telmo
sind die Wellen des Atlantik bei weitem lauter als
die Musik, die aus den Lautsprechern dröhnt. Die
hört - besser gesagt spürt - man eigentlich nur,
wenn man in unmittelbarer Nähe der riesigen
Musikboxen steht. |
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Manfred - wäre dieses kulinarische Angebot nach
deinem Geschmack? Die Fiesta vielleicht nicht, aber
die gebratenen Sardinen, las sarinas o
chicharras, wie man sie
hier auch nennt? Wir haben sie allerdings in
dem Lokal genossen, in dem wir mit dir deinen
Geburtstag gefeiert haben. |
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Warum? Wir haben das System des Sardinenfestes am
Anfang nicht richtig durchschaut und dann hätten wir
sicher über eine halbe Stunde anstehen müssen!
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Beim Grillmeister bestellen ging nämlich nicht.
Dafür musste man zuvor - an einer unscheinbaren
Kasse am Anfang der Treppe - seine Rechnung
bezahlen, sprich an der Grillstelle einen gelben
Zettel vorlegen. Also erst beim Bestellen und
Bezahlen anstehen und danach beim Einlösen. |
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Das wollten wir dann doch nicht. ¿Qué se le va a
hacer? |
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Aus diesem Grund,
a causa de,
haben wir uns dazu entschieden, die Sardinen mit dem
Ausblick auf das Fest zu genießen. Für uns war es
eine gute und richtige Entscheidung. Wir haben den
Abend abseits vom Getümmel, el
gentío,
genossen! |
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16
de julio de 2007 -
Montag - lunes |
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21 ° centígrados |
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30 °
centígrados |
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Icod de los Vinos |
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Termin Nummer drei bei der neu gewählten Besetzung
des Rathauses ist heute ein Rendezvous mit der
Vizebürgermeisterin, la primera teniente de
alcalde,
Isabel García, die auch Stadträtin für
Kultur ist.
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Man kann es kaum fassen, wie sehr sich die Situation
seit den Wahlen geändert hat. Wo waren die fähigen
und kompetenten Politiker denn bis jetzt versteckt?
So viel Unterstützung und Begeisterung kann
man eigentlich gar nicht mehr begreifen.
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Isabel Garcia hat sich heute - als erste Politikerin
- dafür bedankt, dass wir dieses kulturelle Projekt
in Icod de los Vinos umsetzen.
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Es kann also nichts mehr schief gehen. Gott sei
Dank! iGracias a Dio!
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Sommer, Sonne, Badestrand! Verano, sol y la playa!
Nicht nur in Österreich herrscht
hochsommerliches Wetter, auch auf den Inseln des
angeblich ewigen Frühlings pilgern am Wochenende
ebenfalls Menschenmassen zum Strand.
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Es ist Ferienzeit und - Sommer. Las vacaciones de
verano y - verano. Jedes Plätzchen wird genützt
und das Leben spielt sich abends und vor allem am
Wochenende am Strand ab. Vamos a la playa
heißt die Devise!
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Wer zu Hause bleibt, hat verloren und ist selbst
schuld. Das Wohnzimmer wird kurzerhand auf schwarze
Felsen und an die kleinen Strände mit heißem,
schwarzen Sand verlegt.
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Sonnenschirme, el parasol, Kühltaschen, la
glacière, Klappsessel,
la chaise pliante und was sonst noch für
einen gemütlichen Nachmittag gehört wird von allen
Familienmitgliedern geduldig an den Strand
geschleppt.
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Nicht selten
über abenteuerliche Wege, die über steile Felsen zum
Meer hinunter führen. Wege über Stock und Stein.
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Auffe schaun. Sternderl schaun. |
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Waßt was, wir picken uns an raus, irgend
an. |
| Wie wär's mit dem da über uns, dem
frechen Klan'? |
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Und wenn ma's wollen, so richtig wollen, |
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wirst sehe, dann schickt er uns ein
Grinsen |
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und blinzelt uns in Bauch. |
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Und das tut gut, tut so gut, das tut
gut. |
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Ludwig Hirsch |
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hier
ist der vollständige Text ... |
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Sterne - unendlich viele Sterne und die Milchstrasse
am dunklen Himmelszelt. Ein Abend, eine Nacht zum
Träumen. Das Leben ist schön! |
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Was ist das? Mir zwinkert,
guiñar,
ein Stern zu?
Nein, es ist kein Stern, es ist ein Satellit, no
estrella pero un
satélite.
Einer der vielen, die jeden Tag über uns kreisen. |
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Welche Daten von diesen unbekannten Flugobjekten
aufgezeichnet werden, weiß ich nicht. Wenn ich
ehrlich bin, interessiert es mich auch gar nicht.
Gläserner Mensch hin oder her. Mir ist es egal. |
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Was soll von meinem Innenleben denn aufgezeichnet
werden? Ich kann höchstens als Person geortet
werden. Auf diese Weise ist allerdings so wieso
jeder auffindbar, der ein Handy, sprich
Mobiltelefon, in der Tasche hat.
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Meine Gedanken, las ideas, kann ja niemand
lesen. Außer Menschen, die mich sehr gut kennen.
Aber dagegen habe ich auch nichts. Gibt es etwas
Schöneres auf der Welt, als ein Gespräch, dass sich
nur mit Blicken abspielt? Man schaut sich an und
kann die Gedanken des anderen lesen. Worte sind
dabei überflüssig! |
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Satelliten und Überwachungskameras sind für mich
deshalb nicht interessant. |
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1. bis
15. Juli 2007 |
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Schreiben Sie uns einfach eine
kleine Nachricht |
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