16. Jänner 2007 Dienstag

 

15. Jänner 2007 Montag
 
Sonne den ganzen Tag  
25 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Canarina canariensis  Canarina canariensis
  Die Kanarische Glockenblume, Canarina canariensis, beginnt nun zu blühen. Heute, hoy, habe ich die erste Knospe entdeckt. Glockenblumen sind für mich im allgemeinen wunderschöne Blumen, doch die Glockenblume der Kanaren ist auf der Hitliste ganz oben zu finden. Die Größe der Blüten und ihre intensive, lebendige Farbe fasziniert ganz einfach. Mehr als hundert, große Glockenblüten pro Pflanze sind keine Seltenheit. Die Pflanze wächst jedoch nur in der kühleren und feuchten Jahreszeit. Sobald die trockene Zeit kommt, verschwindet sie wieder im Boden.
  Sie ist auch die Nationalblume der Kanarischen Inseln und wird hier Bicácaro genannt.
  Die seltene Pflanze kommt nur auf der kanarischen Inselgruppe vor. Hier wächst sie in den  Lorbeerwäldern in 300 bis 1.500 Metern Höhe - und bei uns. *g*
   
  Löwenzahn kennt wohl jeder? Hier wächst diese Pflanze in anderen Dimensionen. Riesengroß sind die Gewächse. Zur Zeit sieht man sie fast überall. Egal ob auf Steinhalden, Mauern oder auf der Wiese. Essbar sind die großen Blätter allerdings nicht.
   
  Aeonium ist eine Pflanzengattung sukkulenter Pflanzen der Subtropen. Sie kommt hauptsächlich auf den Kanarischen Inseln vor. Auf unserer Finca in Massen. Der Name wird aus dem griechischen abgeleitet. Aaionios bedeutet ewig, ausdauernd.
  Teneriffa weist unter allen kanarischen Inseln die größte Pflanzenvielfalt auf. Von den rund 1.300 verschiedenen Pflanzenarten, die auf der Insel zu finden sind, gelten 135 Arten als endemisch. Endemisch heißt, dass es diese Pflanzen nur hier auf der Insel gibt. Weitere 260 Arten sind auch auf dem übrigen Archipel, Madeira und den Azoren anzutreffen. Die restlichen Arten gehören zur südeuropäisch-nordafrikanischen Flora oder sie wurden aus anderen Teilen der Welt eingeführt.
  Pflanzenarten, die im Quartär auf dem Festland ausgestorben sind, haben sich hier als wertvolle lebende Fossilien erhalten. Dazu gehören auch el drago und der Lorbeerbaum.
  Das war für heute ein kleiner botanischer Spaziergang. Er hat sich aus unserem Tagespensum ergeben. Die gesamte Mannschaft war an diesem Tag in und mit der Natur, con la naturaleza, beschäftigt.
  Drei Mann haben die Gartenterrasse für die Aussaat von Grassamen vorbereitet. In naher Zukunft soll eine große Fläche mit Rasen, el césped, geschmückt sein. lach ein wenig :o) Ich habe, wie immer in der letzten Zeit, meinen Kampf mit dem Unkraut, la mala hierba, fortgesetzt.
  Im Gartenbereich hat Chicho diesen Kampf unterstützt - leider ist mein lange gehegter und gepflegter Kren, oder Meerrettich, ein Opfer der Kriegsführung geworden. lach ein wenig :o) Es sind eben immer wieder Tote zu beklagen. *g* Aber es gibt schlimmeres! Für unsere Osterjause muss ich mir allerdings etwas einfallen lassen.

 

14. Jänner 2007 Sonntag
 
Sonne den ganzen Tag  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Wolkenloser Himmel, ein Streicheln auf der Haut, warme Luft. Sonntagmorgen.
  Wir sind dabei unseren Brunch vorzubereiten. Eine gemischte Pfanne bestückt mit Kürbis, Zwiebeln, Petersilie, Speck, Ei und natürlich geschmolzener Käse, garniert und gewürzt mit frischem Chili.
  Tüt tüt, so ertönt es vor der Türe. Wer wagt es, zu dieser Zeit zu stören? lach ein wenig :o) Der rote Blitz ist unterwegs.
  Die Geschichte ist schwer zu beschreiben. Ich versuche es einmal - also:
  Wir haben einen ganz netten und hilfsbereiten Nachbarn, der auch gleichzeitig unser Hauptlieferant der Baumaterialien ist. Einen besseren kann man sich nicht wünschen.
  Heute Vormittag, a la mañana, hat Patricio einmal etwas von uns gebraucht. Etwas, was er selbst geliefert hat - ein bisschen Sand. lach ein wenig :o)  So spielt das Leben. Was nutzt ein großes Sandlager, wenn es auf der falschen Stelle ist? Zu seiner ferretería wollte er am Sonntagvormittag nicht fahren. Es könnte ihn ja jemand sehen und dann kann er gleich sein Geschäft aufsperren. Was liegt also nahe? Er fragt einen Nachbarn um das - in diesem Fall wertvolle - Material. Ohne Sand geht beim Betonieren eben nix!
  Ein Lachen kann man sich aber trotzdem kaum verkneifen. Aber die Komik der Situation ist eben sehr schwer zu beschreiben. Sie ist nur in einem bestimmten Moment vorhanden und für Außenstehende kaum vorstellbar.
  Diese Momente bestätigen unsere Art und Weise des miteinander leben. Miteinander und nicht gegeneinander, aber trotzdem mit der notwendigen Distanz. Gute Nachbarschaft, un vecindario bueno.
  Winterstimmung  Winterstimmung
  Gestern war die Welt, el mundo, noch grau in grau. Heute war keine Spur mehr davon zu finden. Wir haben wirklich einen Sommertag genossen.
  Winterstimmung  Winterstimmung
  Frischer, grüner Salat, lechuga, aus dem Garten, und fangfrischen Fisch aus dem Meer auf dem Grillrost. Dazu Kartoffeln und mojo. Die Sonne im Nacken - was kann man sich mehr wünschen. Ich möchte mit niemandem tauschen.
   
 

Man kann den Menschen nichts beibringen.
Man kann ihnen nur helfen,
es in sich selbst zu entdecken.
Galileo Galilei
   

 

13. Jänner 2007 Samstag
 
grau in grau mit einigen, wenigen sonnigen Augenblicken  
20 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Um halb sechs in der Früh ist er gekommen - der Sturm. Ziemlich drohend hat er durch die Gegend gepfiffen aber außer ein paar umgeworfene Blumentöpfe hat er nichts schlimmes angerichtet.
  Der Teide hat auch seine, von allen vermisste Winterhaube bekommen. Es hat ziemlich weit ins Tal herunter geschneit. Irgendwie eigenartig, die Luft ist nämlich ziemlich warm. Abkühlung hat weder der Wind noch der Regen gebracht.
  Es hat auch sehr imposant geblitzt und gedonnert - eines der seltenen Gewitter, una tormenta, auf der Insel. Das Wetter hat uns heute eine breite Palette geboten. Die Natur hat uns wieder einmal gezeigt, was sie alles gleichzeitig zu Stande bringt. Ein Regenbogen hätte das Ganze noch abgerundet. lach ein wenig :o) Aber man kann nicht alles haben!
  Teide im Winterkleid  Schnee am Teide
  grau in grau  Winterlandschaft
  Hier ein paar Stimmungsbilder von heute. Ein Tag grau in grau, monótono. Fast könnte man glauben, dass hier Schwarz-Weiß Aufnahmen gemacht worden sind. Schaut aber nur so aus! lach ein wenig :o) Leider konnte ich keines der Sonnenfenster einfangen oder festhalten. Die Sonne ist mir heute immer wieder entkommen.
  Ein richtiger Tag zum faulenzen. Ein bisschen lesen, Musik hören und Zeit haben für Dinge, zu denen ich sonst kaum komme. Den Gedanken freien Lauf lassen.
  Was ist eigentlich Geschichte, la historia? Wer schreibt sie? Google? Ebay? Die österreichische Monarchie? Das römische Reich? Wer sind die Darsteller und warum?
  Einen roten Faden gibt es. Die meisten Helden der Geschichte wollten die größten, die erfolgreichsten Menschen aller Zeiten sein. Das wollten Cäsar und Napoleon. Auch Hitler ist auf dieser Schiene zu finden. Was hat es gebracht? Momentane Macht auf Kosten anderer.
  Das würde heute nicht mehr so einfach geschehen können. Nein? Ich behaupte doch!
  Dem Menschen ist auch im neuen Jahrtausend nichts wichtiger als Macht! Mit aller Macht, con todas las fuerzas, und allen nur möglichen Mitteln wird dafür gekämpft, die Herrschaft über andere Menschen zu bekommen und die begehrte Spitze zu erklimmen.
  Die Moral aus der Geschichte? ¿la moraleja de la historia? lach ein wenig :o) Ich kann keine finden.
  Und genau aus diesem Grunde, por este motivo, wird sich alles wiederholen, was man aus Geschichtsbüchern jeder Art herausfischen kann.
  Erfahrung, la experiencia, kann kein Mensch weitergeben - jeder muss sie für sich selbst machen. Ein ungefragter Ratschlag, oder Tipp, wie man es heute nennt, ist nichts wert. Gratis ist gleich kostenlos und damit zum Vergessen.
  Das ist eine Tatsache und damit auch gar nicht zu verurteilen. Jeder Mensch muss seine Erfahrungen selbst sammeln.
  Wir haben unseren Eltern nicht geglaubt, sie belächelt und alles besser gewusst. lach ein wenig :o) Warum sollen wir es von unseren Kindern anders erwarten? Im Endeffekt betrifft es, Gott sei Dank, so wieso immer den einzelnen Menschen. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Entscheidung muss jeder für sich treffen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Cada cual se labra suerte.
  Schade, dass die Welt heute oft so sprachlos ist, fast wortlos. Jeder behält seine Gedanken für sich, fast niemand macht sich die Mühe, seine wirklichen Gedanken und Überlegungen in Worte zu fassen und seine Träume oder Pläne anderen Menschen näher zu bringen. Sich zu unterhalten, zu diskutieren. Miteinander und nicht gegeneinander zu reden.
  Vielleicht liegt es auch daran, dass es keine Zuhörer mehr gibt? Weil niemand mehr fähig ist zuhören zu können?  Oder es keiner mehr will?
  Es kann natürlich auch sein, dass man die Welt nur von seinem eigenen Blickwinkel aus betrachtet. Ich bezweifle es allerdings für mich selbst. Ich bin mir sicher, dass ich Dinge von mehreren Seiten her beleuchten kann. Das Für und Wieder abwägen kann.
  Mein ganz normaler Hausverstand, mit dem ich eigentlich immer ganz gut gefahren bin, gibt mir ein Signal. Ich kann es im Moment nur einfach nicht weiter geben. Ich kann es nicht formulieren. Wahrscheinlich weil ich bin mir ganz sicher bin, dass das rote Signal nicht richtig verstanden wird. lach ein wenig :o) Diese Art von Ratschläge möchte niemand hören.
  Vielleicht schaffe ich es ja doch einmal. Wer weiß? Irgendwann wird der richtige Zeitpunkt da sein. Er wird kommen, auch wenn die Zeit keine Anhalter mitnimmt.
   
 

Es ist schlimm, in einem Land zu leben,
in dem es keinen Humor gibt.
Aber noch schlimmer ist es,
in einem Land zu leben in dem man Humor braucht.
Bertold Brecht
 
   

 

12. Jänner 2007 Freitag
 
am Nachmittag leicht bewölkt  
20 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Gestern fegte ein starker Wind, el viento fuerte, mit Sturmböen über die Kanarischen Inseln. Im Süden von Teneriffa haben umgestürzte Laternenmasten den Verkehr behindert. Zwischen Lanzarote und Fuerteventura wurde der Fährbetrieb eingestellt.
  Und wir haben davon nicht ein bisschen bemerkt. lach ein wenig :o) Da soll noch jemand über das schlechte Wetter im Norden von Teneriffa mosern. Wir hatten einen regelrechten Sommertag zu verbuchen.
  Heute hat der meteorologische Dienst der Kanarischen Inseln die Unwetterwarnung, die für die vergangenen 24 Stunden herausgegeben wurde, aufgehoben. Besonders betroffen von den heftigen Stürmen war vor allem die Ostprovinz mit den Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote.
  Erfolgsmeldung des Tages - der Notar aus Icod ist, mit ein wenig Nachhilfe durch einen Kollegen, heute Abend auf der Finca gewesen und hat schlussendlich doch noch die gewünschten Fotos gemacht. lach ein wenig :o) Was der ihm wohl erzählt hat?
  Wenn man ganz genau sein will, hat ja seine Sekretärin fotografiert, denn der Herr Notar musste auf jedem Bild abgebildet sein.
  Seine neuen, blitzblanken Designerschuhen haben dabei auch Bekanntschaft mit Erde, Staub und Steinen gemacht. *g* Staub auf Schuhen? Für uns schon fast selbstverständlich. Für diesen Herren natürlich nicht. Plötzlich erzählte er auch von Wiener Schnitzeln und Schweinsstelzen. Was er genau gemeint hat, konnte man allerdings nur erraten. Mit der deutschen Aussprache hapert es ein wenig.
  Die Kosten für den Rechtsanwalt hätten wir uns auch sparen können wenn... Ja wenn sich der Rechtsanwalt besser durchsetzen hätte können. Aber das ist eine andere Geschichte.
  Eigentlich hat es ja nur geheißen, dass wir vom Notar beglaubigte Fotos benötigen. lach ein wenig :o) Da müsste doch eine Ablichtung des Notars genügen, oder?
  Drei Tage Aufwand für Georg um zu diesen wertvollen Dokumentationen zu kommen! Aber eines haben wir wieder einmal dazu gelernt. Wir wissen jetzt auf den Punkt genau, wann man welchen Notar auswählen kann und wann nicht. Ist doch immerhin auch etwas!
  Der Abend, la última hora de la tarde, hat begonnen. Sonnenuntergang, puesta del sol, haben wir keinen geboten bekommen. Im Moment sieht die Welt grau in grau aus. Am Meer draußen dürfte es regnen. lach ein wenig :o) Einige, wenige Regentropfen, gotas de lluvia, sind auch bei uns vom Himmel gefallen. Vielleicht haben wir das Glück und der Regen beehrt uns in der Nacht, por la noche, auch einmal. Die Hoffnung, la esperanza, darf man nie aufgeben. Das ist die Devise, el lema - auch für dieses Jahr.
  Jetzt ist es fast Mitternacht. Draußen herrscht ein diffuses, graues Licht. Es ist nicht hell und auch nicht dunkel. Dunkelgraue Lieder schwirren durch die Luft. Der Atem der Luft ist allerdings zärtlich, weich und warm.
  Die Lichtsignale des Senders über La Vega sind rot leuchtend in der Dunkelheit zu sehen, die Lichter des Leuchtturmes von Los Silos kann ich im Moment nicht orten.
  Eine Nacht, gemacht zum Träumen. Ich glaube ich werde sie auch dafür nutzen und unter der Bettdecke verschwinden. Träume sind nicht immer Schäume. Aber wer weiß, was so in den Nachtstunden auf einem zukommt?
  Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit mit Menschen auszukommen, die man nicht ausstehen kann. - Autor leider unbekannt. *g*

 

11. Jänner 2007 Donnerstag
 
Sonne den ganzen Tag  
20 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Sommer, Sonne, Sonnenschein! Bis jetzt keine Winterstürme, nicht einmal ein Stürmchen - aber auch kein Regen.
  Dabei hat bereits der Winterschlussverkauf, rebajas de invierno, begonnen. Doch der Winter ist bis jetzt noch nicht aufgetaucht. Er muss sich verlaufen haben *g*
  Heute wird bei der Rampe noch ein Sockel von ungefähr einem halben Meter aufgemauert. Darauf werden dann kanarische Holzfelder als Abschluss befestigt. Dann ist die Auffahrt endgültig fertig.
  Steinmauer Nummer wieviel?  Stein auf Stein
  Bis auf die Holzfelder werden wir es morgen wohl schaffen. Dann bekommt der Obstgarten den letzten Schliff.
  Man glaubt es kaum Puerto de la Cruz hat wieder eine Internetseite! Veranstaltungskalender habe ich leider keinen gefunden, die Informationen über die Stadt sind jedoch recht gut. lach ein wenig :o) Wer Lust hat, sollte einfach selbst mal nachsehen.
  Gestern ist noch etwas passiert. Der Deckel einer alte Truhe auf dem Dachboden hat sich wie von Zauberhand geöffnet. Zauberei? Magie?
  Natürlich war es keines von beiden. lach ein wenig :o) Es ist auch nicht der Deckel einer Truhe gewesen, der sich durch unsichtbare Hand geöffnet hat. Ein Mail ist in mein Postfach geflattert. Ein ganz besonderes.
  Da glaubt man den Absender falsch zu lesen, wenn man plötzlich eine Botschaft aus einer fast schon anderen Welt bekommt. Jahrelang kein Kontakt, kein Schreiben, kein Treffen, kein Telefonat. Und dann plötzlich ist die Verbindung wieder da. Ausgelöst vielleicht durch eine Kleinigkeit. Oder doch Schicksal?
  Alte Wegbegleiter tauchen wie aus dem Nichts auf. lach ein wenig :o) Es wäre schön, wenn die Wege wieder nebeneinander verlaufen würden.
  Die österreichische Bundesregierung wird angelobt. 11.1.2007 um 11 Uhr. Wenn das kein Faschingsdatum ist. Es fehlet wirklich nur ein Einser. Dem Prinzenpaar wird immer der Stadtschlüssel übergeben, ich hoffe nur, dass die neu geborene Regierung mit dem Staatsschlüssel umgehen kann.
  Meine Zweifel möchte ich allerdings an dieser Stelle fest halten.

 

10. Jänner 2007 Mittwoch
 
am Nachmittag leicht bewölkt  
19 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Die Mauer an der oberen Rampe ist fertig. Das ist die gute Meldung!
  Von Icod bis Garachico gibt es nur einen Notar, un notario. Das wäre an und für sich keine schlechte Meldung - ist es aber doch!
  Ein Notar der anscheinend göttliche Ambitionen entwickelt. Oder ist es bei irgendjemanden schon vorgekommen, dass er einen zweiten Notar zu Hilfe rufen muss, damit der zuständige zur Ordnung gerufen wird?
  Ich nicht! lach ein wenig :o)  Und wir haben in unserem Leben durchaus mit einigen Notaren zu tun gehabt.
  Worum es geht? Wir benötigen eigentlich nur einige, vom Notar beglaubigten, aktuelle Fotos der Finca. Nicht mehr und nicht weniger. Das klingt so einfach - ist es aber nicht. Der Notar fordert nämlich, das ein Rechtsanwalt eine Notiz über die Finca verfasst. Natürlich mit allem was man sich so wünschen kann. Originalkaufvertrag, Original der Steuernummer und und und. Erst dann ist er bereit, die Fotos zu beglaubigen. Also muss ein Rechtsanwalt her.
  Das ist ja alles auch noch recht nett. Doch kaum hat der Rechtsanwalt seine Anforderungen erfüllt, verlangt er einen Auftrag von demjenigen, für den die Fotos gebraucht werden. So einen Blödsinn habe ich überhaupt noch nirgends gehört. Soll derjenige, für den die Fotos bestimmt sein die ganze Chose auch noch bezahlen? Im allgemeinen zahlt ja der Auftraggeber - soweit ich mich erinnern kann. In diesem Fall wäre es sogar besonders brisant - die beglaubigten Fotos benötigen wir für die Inselregierung, das Cabildo. Hiermit wäre dann auch die Inselregierung der Auftrageber und zugleich der Empfänger!
  Das Blöde an der ganzen Sache ist nur, dass man bei einer Angelegenheit, die direkt die Finca betrifft nicht um den ortsansässigen Notar herum kommt.
  Warten wir mal ab. lach ein wenig :o) Der Notar, mit dem wir bis jetzt zusammen gearbeitet haben wird ein Wort von Kollege zu Kollege mit diesem komischen Menschen wechseln. Bin gespannt, morgen wissen wir mehr.
 
 
Ich träumte,
das Leben sei ein Paradies.
 
Ich erwachte und siehe,
das Leben war Arbeit.
 
Ich tat diese Arbeit und siehe,
das Leben war ein Paradies.
Seneca
 
  Auf den Kanarischen Inseln werden seit geraumer Zeit tausende kanarischen Dattelpalmen, phoenix canariensis, gepflanzt. Die Vergangenheit soll wieder auferstehen und die Inseln sollen mit unzähligen, dichten Kronen der Palmen überzogen sein.
  Die kanarische Dattelpalme ist auch ein Symbol der kanarischen Identität. lach ein wenig :o) Die Namen Las Palmas, La Palma und andere wurden ja schließlich nicht zufällig gewählt.

 

9. Jänner 2007 Dienstag
 
Sonne den ganzen Tag  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Der ultimative Tag ist da. Abreisetag nennt man das wohl im Allgemeinen. Unser Ofen hat uns heute Früh auch noch einen Streich gespielt und hat gequalmt statt geheizt. lach ein wenig :o)
  Das Frühstück war trotzdem noch gemütlich. Nach einem kleinen Abstecher um noch ein paar bestimmte Kekse zu besorgen haben wir die Abzweigung in den Süden genommen.
  Wie immer sind wir über Santiago de Teide, also über die Berge, zum Flughafen gefahren. Diese Route ist für uns einfach schöner und sympathischer. Wenn man Glück hat, kann man auf der Fahrt auch noch die Nachbarinseln La Palma und La Gomera sehen.
  La Gomera
  Und auch heute hatten wir wieder diese schöne Aussicht. Zuerst hat uns La Palma begleitet und anschließend ist La Gomera im Meer draußen aufgetaucht. Schönere Erinnerungsmomente kann man sich eigentlich gar nicht wünschen!
  Flughafen  Heimflug
  Am Flughafen hatten wir das Glück, dass noch keine Hotelbusse angekommen sind. Zumindest nicht für den Flug nach Nürnberg. Die Koffer sind in nicht einmal zehn Minuten auf dem Förderband beim Check In verschwunden. Noch ein kurzer, gemeinsamer Kaffee und dann stehen wir alleine auf dem Gelände.
  In ein paar Stunden ist Julian wieder zu Hause. In zwölf Stunden bei einer Haustüre hinaus und bei der nächsten hinein. Morgen früh beginnt die Schule und damit die Normalität.
  Auch für uns beginnt damit wieder der Alltag, el dia normal. Irgendwie auch wieder schön. Es geht weiter.
  Der Christbaum, el árbol de Navidad, wird morgen weggeräumt, ebenso die Weihnachtsdekoration. Die Kekse sind - fast - aufgegessen. Ich glaube kaum, dass wir noch einige ins Osternest legen werden oder müssen.  Bettwäsche muss gewaschen und aufbewahrt werden. Die Weihnachtszeit ist endgültig beendet.
  Ach ja, in Österreich gibt es brandaktuelle T-Shirts zu kaufen. lach ein wenig :o) Der sinnige Aufdruck darauf lautet: "Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!"
  Ein roter Kanzler mit einer schwarzen Regierung ist auch mit Sicherheit ein Novum in der Politik und wird dem Pyrrhussieg der österreichischen Sozialisten auf alle Fälle gerecht, etwas anderes konnte man sich nicht erwarten. Eine Regenbogenregierung war ja wirklich nicht vorstellbar. Oder doch? Rechnerisch wäre es sich allerdings in Betrachtung der gewissen Freundschaftserklärungen der kleineren Parteien nie ausgegangen.
  Die Zusammenstellung hätte allerdings farblich sehr apart wirken können. Rot, grün und blau. Oder Schwarz, orange und ... Das ist wirklich nur reine Farbzusammenstellung - in der Realität nie nachvollziehbar. Ein Regenbogen soll das bleiben, was er ist. Eine Sinnestäuschung, die wunderschön ist und die Seele streichelt. Man sollte ihn wirklich nicht missbrauchen.
  Auf die Angelobung der neuen Regierung kann man ja gespannt sein. Erhobenen Hauptes wird sich der neue Kanzler nicht in die Hofburg bewegen können. Aber die Suppe, die man anderen einbrockt muss man bekantlicher Weise immer selbst auslöffeln. Wer hat dem österreichischen bzw. dem wienerischem Teil der Bevölkerung beigebracht gegen ungeliebte Regierungen zu demonstrieren? Es ist noch nicht so lange her - soweit ich mich erinnern kann.
  Diesmal sind es allerdings Parteigenossen und das ist sicher bittere Medizin.
  Ich fühle mich dabei als vogelfreier Beobachter. Das erste Mal in meinem Leben habe ich meine Stimme nicht abgegeben. Für mich ist ganz einfach niemand mehr wählbar und wenn ich Unterhaltung haben will, kaufe ich mir eine Eintrittskarte ins Kabarett. Aber nicht einmal das ist im Moment notwendig - die Clownerie bekommen wir frei Haus, per Satellit, geliefert. Es lebe der Fortschritt.
  Obwohl - wenn man genauer darüber nachdenkt - komme ich eigentlich zu der Auffassung, dass ich darauf verzichten könnte. Warum drückt man dann nicht auf den berühmten Knopf und schaltet diese Information ganz einfach weg?
  Kuriositätenkabinett kann man hier auch live erleben. Dafür benötigt man weder eine Satellitenschüssel noch ein Empfangsgerät. Doch dazu morgen mehr.
  Heute war der Tag lange genug und wir beide Hinterbliebenen haben ihn auch sehr schön abschließen können.
  Julian ist bereits gut in Salzburg gelandet und liegt wahrscheinlich mittlerweile schon in seinem eigen Bett. Aus diesem Grund werde ich ich jetzt auch in die Federn verabschieden - bis morgen.

 

8. Jänner 2007 Montag
 
Sonne den ganzen Tag  
21 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Der erste Arbeitstag im neun Jahr. Die Mauer für die Rampe auf die oberste Terrasse ist weiter gewachsen - natürlich durch die Arbeit von Marcos und Chicho. lach ein wenig :o) Wäre zu schön, wenn so ein Bauwerk von selbst entstehen würde.
   
  Julian ist heute den letzten Tag bei uns und aus diesem Grund sind wir zu Mittag noch einmal nach Puerto de la Cruz gefahren.
  Für diesen Besuch das letzte Mal ein köstliches Eis, un helado, in einer frisch gedrehten Tüte, ein letztes Mal ins Einkaufszentrum, centro comercial, um noch einige, wichtige Dinge einzukaufen und um danach endlos im Stau zu stehen. lach ein wenig :o)
  Wer denkt schon daran, dass heute der erste Tag der großen Umtauschaktion der Weihnachtsgeschenke begonnen haben könnte? Wir jedenfalls nicht.
  Die Kampfwochen im Handel haben begonnen! Seit heute purzeln auch die Preise! Alles, was die Heiligen Drei Könige übrig gelassen haben und nicht unter den Gabentisch wanderte, wird nun mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent im Handel verscherbelt. Egal ob es sich dabei um Kleidung, Schuhe, Haushaltsartikel oder Möbeln handelt. Rebajas, frei übersetzt Winterschlussverkauf,  ist das Zauberwort!
  Die Canarios gehören mit zu den Weltmeistern im Umtausch ungeliebter Weihnachtsgeschenke und lösen in den ersten Tagen nach den Feiertagen auch ihre Geschenkgutscheine ein. Mit Wartezeiten und langen Schlangen an den Kassen muss man also vor allem in größeren Geschäften zu rechnen. Man muss nur früh genug daran denken. Wenn man einmal in das Karussell eingestiegen ist, kommt man davon nicht mehr so schnell herunter.
  Zusätzlich müssen einige Inselbewohner knapp am Verhungern sein. Immerhin war es ja zwei Tage lang nicht möglich, einkaufen zu gehen. Schlimm muss das sein. *g*
  Aber ganz egal wodurch das Verkehrschaos rund ums La Villa ausgelöst worden ist. lach ein wenig :o) Wir haben es geschafft mit relativ entspannten Nerven daheim anzukommen. Den Rest des Filmes, Afrika mon Amour, auf den ich mich bereits seit zwei Wochen gefreut habe, habe ich auch noch zu sehen bekommen.
  Was will der Mensch den mehr? lach ein wenig :o) Wunschloses Unglück, wie Peter Handke einen Buchtitel gewählt hat, wäre der absolut falsche Titel für diesen Tag. Es gibt wirklich schlimmeres und man muss sich einfach eingestehen, dass man nicht immer alles zur gleichen Zeit haben kann.
  Die letzten Gambas in der Pfanne, die letzte Ananas, la última piña, auf dem Teller zerteilt - der Besuch unseres Sohnemannes ist damit fast vorbei. Wie immer wie im Flug vergangen.
  Jetzt werden noch die Koffer, las maletas, gepackt, ein letztes Mal auf Teneriffa geschlafen. Man kann eigentlich nur mehr sagen - bis zum nächsten Mal!
  In Österreich spielt sich ja im Moment eine andere Operette ab. Womit sich der zukünftige Bundeskanzler wohl sein Amt erhandelt hat?
  Ein Bundeskanzler ohne Macht und ein Koalitionspartner, der die wichtigen Karten in der Hand behält. Wer hätte sich das gedacht? Na ja, man kann eben nie abschätzen, was einem Menschen ein Lebenstraum wert ist. Anscheinend so ziemlich alles. lach ein wenig :o) Seine Parteifreunde müssten allerdings eigentlich Albträume haben.
  Auf die Fortsetzung der Komödie bin ich gespannt. Es dürfte sehr unterhaltsam werden. Für Abwechslung und Überraschungen wird sicher gesorgt werden.
  Wir gehen jetzt schlafen, morgen wollen wir noch gemütlich frühstücken, dann müssen wir uns auf den Weg in den Süden machen. Das Flugzeug, el avión, hebt um halb zwei Uhr vom Boden ab.

 

7. Jänner 2007 Sonntag
 
ziemlich bewölkt  
19 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Ein gemütlicher Tag mit gemeinsamen Frühstück in der Sonne. Danach waren Julian und Christina am Strand. lach ein wenig :o) Nach einem kurzen Zwischenspiel der Wolken hat jedoch die Sonne wieder die Regie übernommen. Ein schöner, letzter Urlaubstag.
  Nicolás, der die Krippe in Garachico betreut hat heute angerufen und uns noch ein Glückliches Neues Jahr gewünscht. Wahrscheinlich das letzte Mal - un feliz año nuevo!
  Am Abend stand noch eine Fincabesichtigung bei Marcos und seinem Schwiegervater auf dem Programm. Marcos hat uns alle eingeladen seine Tiere und die Pflanzungen anzusehen. Diese Gelegenheit darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. So oft hat sie auch wieder nicht.
  Tiere aller Gattungen sind hier vertreten. Von der Henne und dem Hahn über Enten und Truthähnen zu Schafen, Ziegen und Schweinen. Und alle müssen versorgt werden. lach ein wenig :o) Sogar einen Esel für die Reitstunden der kleinsten Tochter ist gesattelt!
   
  Passt doch genau zur Jahreszeit! Vielleicht bringen die beiden Schweine auch noch ein bisschen zusätzliches Glück. Wissen kann man ja nie, lach ein wenig :o) oder?
   
  Schade, dass es dann bereits dunkel geworden ist, aber für die Zitronenernte hat es noch gereicht. Ungespritzte, saftige Zitronen. Sogar die Blätter duften ganz intensiv - herrlich. Ein Teil davon wird die Reise nach Österreich antreten.
 
Wer ist blind?
Der eine andere Welt nicht sehen kann.
Wer ist stumm?
Der zur rechten Zeit nichts Liebes sagen kann.
Wer ist arm?
Der von allzu heftigem Verlangen Gequälte.
Wer ist reich?
Dessen Herz zufrieden ist.
aus Nepal

 

6. Jänner 2007 Dreikönigstag - Reyes Magos
 
ziemlich bewölkt  
19 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
  Es begab sich zu einer Zeit, als den Wünschen noch geholfen wurde ...
  ein Bild sagt mehr als tausend Worte .... 
  Santa Claus und die Heiligen Drei Könige haben sich mit dem heutigen Tag endgültig verabschiedet. Die Feiertage und Fiestas sind vorbei, am Montag beginnt das normale Arbeitsleben. Die Realität hat uns wieder voll im Griff.
  Der heutige Tag war am Vormittag sonnig, doch dann haben uns, das erste Mal seit langer Zeit, die Wolken die Ehre gegeben. Doch es war total entspannend. Frühstück mit Sonne und danach den Tag einfach laufen lassen. Einfach so, an der langen Leine. Fachsimpeln, ein wenig planen, Nichts tun. lach ein wenig :o) Ein Gläschen Wein trinken, gegen Abend ein Feuer anmachen, gut essen, den Abend auf sich zu kommen lassen.
  Wir können uns nicht beklagen - und morgen haben wir den ganzen Sonntag zu unserer freien Verfügung.
  Schlaft gut und träumt schön - wir machen es auch!

 

5. Jänner 2007  
 
Sonne den ganzen Tag  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
 

Indirekt ist heute der große Tag der Heiligen Drei Könige, los Reyes Magos. Das ist der Tag für die spanischen Kinder. Heute - bis spätestens morgen in der Früh - kommen so zu sagen der Weihnachtsmann, das Christkind und die Heiligen Drei Könige mit üppigen Geschenken zu den Sprösslingen auf der Insel. lach ein wenig :o) Die Geschäfte haben zum Teil so lange geöffnet, wie Kunden anwesend sind.

  Auf alle Fälle werden auch wir uns heute die Ankunft der Gabenbringer ansehen. Wir hätten dafür viele Orte zur Auswahl. Für dieses Jahr haben wir uns für Puerto de la Cruz entschieden. Julian möchte auch noch unbedingt chinesisch essen gehen und da können wir diese beiden Erlebnisse miteinander verbinden. Das Abreisedatum kommt unweigerlich immer näher. Auch zwei Wochen verfliegen in Rekordzeit.
  Um 19 Uhr werden im Castillo San Felipe die Heiligen Drei Könige empfangen. Anschließend ziehen sie bis zur Plaza del Charco und Plaza de Europa, wo auch ein Krippenspiel aufgeführt wird. Nach der Verabschiedung der Heiligen Drei Könige gibt es ein großes Feuerwerk. So steht es im Veranstaltungskalender. lach ein wenig :o) 
  Wir sind schon am Nachmittag nach Puerto de la Cruz gefahren und haben mit einem gemütlichen Essen beim Chinesen am Plaza del Charco begonnen. Gegen Abend sind wir durch kleine, weihnachtlich geschmückte Gassen zum Castillo San Felipe geschlendert. Überall tauchten Menschen auf, vor allem viele Kinder. Aber alle hatten verschiedene Ziele. Die einen wanderten in die Stadt, die anderen Richtung Strand.
  The day befor Christmas ist hier der 5. Jänner. Die Heiligen Drei Könige werden schon sehnsüchtig erwartet. Vor allem von den Kindern. Goldene Krönchen aus Papier werden verteilt und stolz auf den Kopf gesetzt.
  Die Menge verdichtet sich rasch, es wird immer enger - und immer dunkler. Doch es ist nichts zu sehen. Es dauert noch ein bisschen. Als es dann richtig dunkel ist hört man plötzlich Trommeltöne. Sie werden immer lauter.
  Und dann ist es endlich soweit. Der erste König taucht kurz am Dach des Castillos auf - und verschwindet wieder. Doch die Kinder sind jetzt gespannt wie die Sehnen eines Bogens. Sie können es kaum mehr erwarten. Die Augen werden immer größer und die Rufe immer lauter.
 
  Und dann sind sie endlich ja und werden jubelnd begrüßt! Es wird gelacht, gesungen und gerufen. Da stehen sie nun hinter den Zinnen der Burg und werden mit einem Feuerwerk gebührend empfangen. Melchor, Gaspar y Baltasar. Traumhaft, maravilloso!
   
  Los Reyes Magos halten noch eine kurze Rede und dann machen sie sich endlich auf den Weg um mit ihrem großen Gefolge auf ihren Thronwägen durch die Strassen und engen Gassen zu ziehen. Tausende von Zuschauern säumen ihren Weg!
   
  Begleitet von prunkvoll gekleideten Pagen, Trägern, die die großen Truhen mit Geschenke auf den Schultern tragen und mit lauten Trommelwirbeln. Sie verteilen kleine Geschenke und natürlich noch mehr Süßigkeiten. Ein Regen von Bonbons prasselt auf die Zuschauer herab. Wehe dem, der am Kopf getroffen wird. *g*
  Mein Schluss aus der Veranstaltung? Man darf die spanischen Kinder nicht bemitleiden, dass sie keinen Christbaum und kein Christkind kennen. Wobei man den Christbaum schon differenziert betrachten muss. Der steht mittlerweile ja bereits in vielen Häusern.
  Sie bekommen dafür ein ganzes Märchen präsentiert! Ein Schauspiel der Sonderklasse - Magie der Nacht, Zauberei, der bildlich dargstellt wird. Eine Theateraufführung für die Bevölkerung. Mystik, die jeder für sich mit nach Hause nehmen kann.
  Eine Stimmung, die man schwer beschreiben kann, da die gesamte Inszenierung für uns ungewohnt ist. Man muss es selbst erleben, diese Kinderaugen leuchten sehen. Aber auch Erwachsene, die in diesem Moment vergessen, das sie erwachsen geworden sind und irgendwo auf diesem Weg die Kindheit verloren haben.
  In der Dunkelheit der Nacht sind sie unbeobachtet und mit der goldenen Krone auf dem Kopf, die sie ja nur den Kindern zuliebe aufgesetzt haben, nicht erkennbar. Da hat sogar der kleine Teil Kindheit das Recht für kurze Momente wieder an die Oberfläche zu kommen. Für einen Wimpernschlag nur. Die Seelenregulierung für eine gewisse Zeit?
  Etwas Schöneres kann man keinem Kind wünschen, denn, wie ich gesehen habe, werden sogar Erwachsene dadurch indirekt in eine magische Welt entführt und leben in diesem Moment mit ihren Kindern in derselben Welt. Sie haben ein gemeinsames Erlebnis. Wer hat denn diese Gelegenheit im Leben? lach ein wenig :o) Und wer nimmt sie wahr?
  Vielleicht sollte man öfter daran denken und die Kinder in ihrer uneingeschränkten Freude als Vorbild sehen?
  Also nehmt euch alle an der Nase und ergreift bei der nächsten Gelegenheit die Möglichkeit und betrachtet mit kindlicher Freude und runden Kinderaugen die Welt! Diese Momente kommen im Leben sehr selten! Man muss sie wirklich nutzen. Die Freude, die innere Zufriedenheit, das Lachen aus ganzem Herzen und die Erwartung dieser kleinen Erdenbürger sind Goldes wert. Grenzen zwischen verschiedenen Menschen fallen dadurch automatisch, sie sind plötzlich gar nicht mehr vorhanden.
  Zum Schluss noch eine kleine Bemerkung am Rande. Es gibt einen Unterschied, ob man die Ankunft der Könige erlebt oder den Umzug in Puerto de la Cruz selbst. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
  Der Tipp von einem Canario, uns die Begrüßungszeremonie anzusehen war goldrichtig! Wir sind danach auf Schleichwegen vor dem ganzen Zug auf dem Plaza del Charco gewesen und konnten den Einzug der Könige im Umzug erleben. Es ist nur mehr ein Abklatsch, ein Faschingszug gewesen. Die mystische Stimmung entsteht in der Mitte der Touristenhochburg nicht mehr. Das Märchen ist verloren gegangen. Dazu benötigt man keine Stunde. Schade.

 

4. Jänner 2007  
 
Sonne den ganzen Tag  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
 

Zur Abwechslung wird heute einmal ein ganzer Arbeitstag eingeschaltet. Vielleicht schaffen wir es, den oberen Gartenteil so halbwegs fertig zu bekommen. Wir möchten endlich einen weiteren Teil abhaken können und dieser Abschnitt zieht sich bereits in die Länge. Wir haben die Arbeit unterschätzt. *g*

  fleißig Helfer bei der Arbeit -  und beim Pause machen *g*
  Also dann - rann an die Arbeit Georg, Julian und seine Freundin sind bereits fleißig, ich musste leider den ersten Papierkram erledigen. Der nächste Buchhaltungstermin ruft leider hüben wie drüben. lach ein wenig :o)  Ich liebe diese Arbeit!
 

Besonders lustig und einfach wird das Ganze natürlich auch durch die Entfernung nach Österreich.
Doch wir haben ja Gott sei Dank noch ein fleißiges Töchterchen zur Seite.
An dieser Stelle einmal ein ganz dickes Bussi, un beso para ti, und ein herzliches lach ein wenig :o)  Danke, für die oft mühsamen, Postzusammenfassungen! ¡muchas gracias!
  Bis zum Nachmittag haben wir viel geschafft und weil wir ja doch irgendwie ein bisschen Urlaub haben, wurde der schöne Tag mit einem Nudelessen in der Abendsonne beendet.
  Nach dem Essen haben unsere Youngsters noch einen kurzen Ausflug ins Land der Süßigkeiten gemacht und in der dulceria La Pirámide  kleine, köstlicher Stückchen für den Nachtisch geholt. Anschließend wollten die beiden Männer noch zur Quelle oberhalb Icod frisches Wasser holen fahren. lach ein wenig :o) Aber wie immer - es kommt anders als man denkt.
  Marcos, sein Vater und sein Schwiegervater sind mit Äpfeln und frischem Fleisch aufgetaucht und Georg hat sein Betätigungsfeld nach draußen verlegt. Unterstützt mit Weingläsern und der dazu gehörigen Flasche Wein. Ziemlich frisch ist es allerdings um diese Zeit. *g*
  Die drei sind heute auf dem Weg alle Verwandten und Freunde zu beschenken. Am Nachmittag wurde geschlachtet, das Fleisch aufgeteilt - und am Abend verschenkt. Dank unserer Vorkenntnisse konnten wir mit diesem riesigen Stück Fleisch auch umgehen. Doch ohne diese? Keine Ahnung, wie das irgend jemand braten könnte. Die Stücke wurden nämlich nicht ausgelöst sondern einfach die zwei Schweinehälften in große, breite Stücke zersägt. Vier rippenbreite Teile sind so ei uns gelandet.
  Eine schönere Integrationsbestätigung kann man eigentlich gar nicht bekommen, oder?
  Auf diese "Verteilerliste" muss man erst einmal kommen! Aber es ist schon so - wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.
  Die meisten EU-Bürger, oder auch andere, die hier ihre Zelte aufschlagen, beginnen die meisten Sätze damit: ...aber bei uns zu Hause ist das ganz anders! Was erhofft sich jemand mit dieser Aussage? Ich kann es mir nicht erklären.
  Wenn man in ein anderes Land geht, muss man sich doch erst einmal darüber im Klaren sein, dass man einem anderen Land ist. Man hat ja die Qual der Wahl. Asiatischer, afrikanischer, amerikanischer oder europäischer Raum. In welcher Kultur fühle ich mich wohl? Kann ich damit umgehen? Kann ich die Sprache? Was möchte ich machen?
  Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass man in dem Land, das man sich ausgewählt hat - oder noch besser gesagt - das einem überhaupt die Möglichkeit bietet, alles und jedes für gut befindet. Doch wer hat diese Voraussetzung denn in seiner so genannten Heimat? Im Ausland werden dann plötzlich alle groß und überheblich. Fast niemand ist bereit, über die neue Kultur nachzudenken, geschweige über die Mentalität der Menschen.
  Doch genau das ist der Punkt!
  Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Das ist der Grundsatz für Menschlichkeit. Der Knackpunkt liegt jedoch bei der Eigenliebe, die heute so schnöde als Egoismus abgehandelt wird. Wie viele Menschen können sich heutzutage noch am Morgen im Spiegel anschauen? Sich oder den neuen Tag lächelnd begrüßen?
  Heute tut sich der Mensch selbst ja oft schlimmeres an, als er es seinen Nachbarn antun würde.
  Für viele Menschen geht es in der heutigen Zeit ums Überleben. Das ist gar nicht weg zu diskutieren. Doch es hat immer eine Gesellschaftsschicht gegeben, für die nur das pure Überleben gegolten hat. Der Mensch musste immer kämpfen. So lautet die Regel.
  Heute hat sich ganz einfach der Standard verändert.
  Grundschüler brauchen zum Überleben ein Mobiltelefon. Telefoniert wird an jedem Platz an der Sonne oder vor dem Kühlregal. Am Caféhaustisch, beim Essen, mitten in einer Besprechung oder auf der Straße. Muss wohl so sein - denke ich mir. Für mich sind das alles arme Menschen, die ihr Geld für irgendwelche Schallwellen in den Wind schicken. lach ein wenig :o) Aber mit dieser Meinung stehe ich sicher ziemlich alleine auf dieser Seite unseres blauen Planten.
  Heute muss man ja schon den Umkehrschluss ziehen. Wer kann es sich leisten, ab und zu unerreichbar zu sein? Wo sind die goldenen Zeiten des Festnetzanschlusses geblieben? Büro geschlossen - kein Anschluss unter dieser Nummer!
  Aber ich glaube, jetzt beginne ich mich zu verzetteln. Mir kann ja auch jeder zu Recht vorhalten, dass ich die neuen Medien benutze, ich könnte mir das Internet auch gar nicht mehr wegdenken. Nicht nur das, unsere Arbeit könnten wir unter anderen Umständen fast gar nicht erledigen. Es wäre unmöglich für uns, denn nur so können wir "fast" in zwei verschiedenen Büros - eines in Österreich und eines auf Teneriffa - arbeiten. Trotzdem muss ich eingestehen, mit SMS und Handy, wie es in Österreich genannt wird, kann ich nur bedingt umgehen. lach ein wenig :o) Zu meiner Schande?
  Ich bin eben der Typus Mensch, der sich lieber mit dem Gesprächspartner an einen Tisch setzt und sich von Angesicht zu Angesicht unterhält. Und dafür benötige ich wirklich keine Technik!

 

3. Jänner 2007 Vollmond
 
Sonne den ganzen Tag  
23 ° Celsius Sonnenaufgang 7.59 Ortszeit
Icod de los Vinos Sonnenuntergang 18.23 Ortszeit
Kalenderblatt  
 

Für heute steht der Loro Parque in Puerto de a Cruz auf dem Programm lach ein wenig :o) Das Wetter ist - wie könnte es anders sein - traumhaft. Aber das ist auch nichts Neues mehr.

  Nach dem Frühstück haben wir die Jugend also nach Puerto gebracht. Wir sind ja schon öfter im Loro Parque gewesen, deshalb haben wir den schönen Sommertag auch lieber auf der Finca verbracht.
   
  Am Abend haben wir die beiden wieder abgeholt. Die Wartezeit haben wir mit einem Gläschen Wein im Café de Paris an der Promenade von Puerto de la Cruz genutzt. Das sind zwei Fotos der wunderschönen Abendstimmung.
  Eine traurige Meldung noch zum Schluss - wir haben leider ein weiteres Todesopfer zu beklagen. Ein oranger, kleiner Goldfisch hat heute im Laufe des Tages sein kurzes Leben ausgehaucht. Vielleicht haben wir ihn gestern Abend mit dem Duft köstlich gegrillter Fische die Lust auf ein langes Leben vermiest? Wer weiß?

 

2. Jänner 2007  
 
Sonne den ganzen Tag  
23 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
 

Die Sonne bleibt uns weiterhin treu. Julian und Christina sind am Strand, a la playa, in San Marcos und wir verbringen unsere Stunden mit Gartenarbeit. lach ein wenig :o) Bei dem schönen Wetter ist diese Arbeit aber sogar ein Vergnügen.

   
  Gegen Abend sind wir dann zum kulinarischen Teil des Tages übergegangen. Geschmeckt hat es ausgezeichnet - wie immer.
 
Mögest du immer Arbeit haben,
für deine Hände etwas zu tun.
Mögest du immer Geld in der Tasche haben,
eine Münze oder zwei.
Immer möge das Sonnenlicht
auf deinem Fenstersims schimmern
und in deinem Herzen die Gewissheit wohnen,
dass ein Regenbogen auf den Regen folgt.
Irischer Segensspruch

 

1. Jänner 2007 Neujahr - Año Nuevo
 
Sonne den ganzen Tag  
22 ° Celsius  
Icod de los Vinos  
Kalenderblatt  
 

 

 

Neujahrstag 2007  Neujahrstag 2007

  Was will man mehr? Traumhaftes Wetter, ein kulinarisch hochwertiges Frühstück mit der Kulisse Neujahrskonzert und ein erfrischendes Telefonat. Mehr kann man sich gar nicht wünschen!
  K & K? Dieser Ausdruck ist irgendwie für die letzte Monarchie Österreichs bekannt. Ich habe diese Abkürzung heute einer neuen Bedeutung zugeführt. Kinder und Kometen - beide sind nicht einschätzbar. :-) Stars in der Manege?
  Der Neujahrstag eignet sich ausgezeichnet dafür, den Tag einmal mit einem Märchen den Tag zu beschließen.
  Wer will - sollte sich also eine Märchenstunde gönnen - ist wirklich entspannend. Auch als Erwachsener muss man sich öfter in diese, oft fälschlicherweise als kindliche Welt bezeichnete Umgebung bewegen.
  Nur keine Berührungsängste!
  Meine Devise fürs neue Jahr? Alles oder Nichts!
  Versuche zu Lächeln auch wenn du keinen Grund hast - sagte schon Charlie Chaplin. Entschuldigung, hier sein vollständiger Titel - Sir Charles Spencer Chaplin. Er wurde als kleiner, trauriger Landstreicher, als Tramp weltberühmt. Gerade er musste es eigentlich wissen, oder?
  Und wenn gar nichts mehr hilft - Musik streichelt die Seele immer wieder aufs Neue. Das beste Rezept fürs neue Jahr - verordnet von mir - für mich! Für den Fall, dass es zu Nebenwirkungen kommen sollte - fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! *g*
  Falls jemand doch noch im alten Jahr stöbern möchte - hier geht's zu meinem Archiv. Ich glaub allerdings, dass man seinen Blickwinkel eher nach vorne ausrichten sollte. Das alte Jahr ist abgelaufen!
 

Prosit Neujahr!

 

16. bis 31. Dezember 2006
Fragen, Vorschläge und Kritik
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  Ergängungen
  Afrika mon Amour
  Iris Berben spielt darin eine Frau der hohen Berliner Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts, einer Zeit, als die Grundlagen für die Emanzipation der Frau gelegt wurden, und erzählt mit der Geschichte der Katharina von Strahlberg (Iris Berben) ein bemerkenswertes Frauenschicksal vor dem Hintergrund der Kolonialzeit. Sie wird unerwartet mit dem Ehebruch ihres Mannes (Atzorn) konfrontiert. Damit bricht für sie eine Welt zusammen. Das Patriarchat regiert und eine Scheidung scheint unmöglich. Einsam und gedemütigt flüchtet sie nach Afrika. Sie findet neue Kraft, fängt von vorn an und findet in der wilden Romantik Afrikas eine neue Liebe. Doch die Rache ihres Mann verfolgt sie...
  Als Katharinas Schwägerin Martha (Catherine Flemming) aus Verzweiflung ihrem Leben ein Ende setzt, weil sie schwanger ist, – allerdings nicht von ihrem Ehemann Richard (Alexander Held), sondern von Katharinas Ehemann Oberst Richard von Strahlberg (Robert Atzorn) – beginnt für Katharina ein ungeheuer schwerer Weg, um sich aus den
Fesseln ihrer Ehe zu befreien. Eine Scheidung kommt auf Grund der herrschenden Rechtslage nicht in Frage, dennoch verlässt sie ihren Mann und muss dabei in Kauf nehmen, dass ihr der Umgang mit ihrem geliebten Sohn Georg (Benjamin Strecker) untersagt wird.
  Im notleidenden Berlin des Jahres 1914 gerät Katharina daraufhin schnell gesellschaftlich und sozial ins Abseits. Ihr bleibt nur eine Wahl: Sie muss Berlin verlassen. Deshalb nimmt sie die Einladung von Richards undurchsichtigem Geschäftspartner Arne Larson (Thorsten Merten) nach Deutsch-Ostafrika an. Als sie in Tanga ankommt, ist Larson allerdings verschwunden, und Katharina muss alleine als Frau in der Fremde von vorne anfangen. Erst als sie den Tropenarzt Dr. Franz Lukas (Matthias Habich), den sie durch die Krankenschwester Tanja (Bettina Zimmermann) kennen gelernt hat, um Hilfe bittet, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Auf der wunderschön gelegenen
Farm des deutschen Aussteigers Sebastian Hofmann (August Schmölzer) kommt Katharina erstmals zur Ruhe. Dort trifft sie auch den Schotten Victor March (Pierre Besson), der für das britische Militär arbeitet. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen.
  Doch die Schatten der Vergangenheit holen Katharina schneller ein, als ihr lieb ist. Denn sie begegnet Richard und Heinrich wieder – die sich wegen dubioser Geschäfte in Deutsch-Ostafrika aufhalten und Georg bei sich haben. Noch bevor Katharina sich mit ihrem Sohn versöhnen kann, kommt dieser in einem Hinterhalt tragisch ums Leben. Katharina ist blind vor Trauer und Wut. Sie schwört den Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen, doch vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, der nun auch die Kolonien erfasst hat, ist an Ermittlungen von offizieller Seite nicht zu denken. Ungereimtheiten rund um die Geschäfte der von Strahlbergs geben Katharina indessen weitere Rätsel auf, und in den Kriegswirren kommen weitere "Geschäftspartner" der Brüder auf rätselhafte Weise ums Leben. Aber Katharina gibt nicht auf. Sie will herausfinden, was Georgs Tod mit den geheimnisvollen Machenschaften zu tun hat.
   
   

 

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last update 01.02.07

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