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Die Kanarische Glockenblume, Canarina canariensis,
beginnt nun zu blühen. Heute, hoy, habe
ich die erste Knospe entdeckt. Glockenblumen sind
für mich im allgemeinen wunderschöne Blumen, doch
die Glockenblume der Kanaren ist auf der Hitliste
ganz oben zu finden. Die Größe der Blüten und ihre
intensive, lebendige Farbe fasziniert ganz einfach.
Mehr als hundert, große Glockenblüten pro Pflanze
sind keine Seltenheit. Die Pflanze wächst jedoch nur
in der kühleren und feuchten Jahreszeit. Sobald die
trockene Zeit kommt, verschwindet sie wieder im
Boden. |
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Sie ist auch die Nationalblume der Kanarischen
Inseln und wird hier Bicácaro genannt. |
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Die seltene Pflanze kommt nur auf der kanarischen
Inselgruppe vor. Hier wächst sie in den
Lorbeerwäldern in 300 bis 1.500 Metern Höhe - und
bei uns. *g* |
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Löwenzahn kennt wohl jeder? Hier wächst diese
Pflanze in anderen Dimensionen. Riesengroß sind die
Gewächse. Zur Zeit sieht man sie fast überall. Egal
ob auf Steinhalden, Mauern oder auf der Wiese.
Essbar sind die großen Blätter allerdings nicht. |
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Aeonium ist eine Pflanzengattung sukkulenter
Pflanzen der Subtropen. Sie kommt hauptsächlich auf
den Kanarischen Inseln vor. Auf unserer Finca in
Massen. Der Name wird aus dem griechischen
abgeleitet. Aaionios bedeutet ewig, ausdauernd. |
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Teneriffa
weist unter allen kanarischen Inseln die
größte Pflanzenvielfalt auf. Von den rund 1.300
verschiedenen Pflanzenarten, die auf der Insel zu
finden sind, gelten 135 Arten als endemisch.
Endemisch heißt, dass es diese Pflanzen nur hier auf
der Insel gibt. Weitere 260 Arten sind auch auf dem
übrigen Archipel, Madeira und den Azoren
anzutreffen. Die restlichen Arten gehören zur
südeuropäisch-nordafrikanischen Flora oder sie
wurden aus anderen Teilen der Welt eingeführt. |
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Pflanzenarten, die im Quartär auf dem Festland
ausgestorben sind, haben sich hier als wertvolle
lebende Fossilien erhalten. Dazu gehören auch el
drago und der Lorbeerbaum. |
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Das war für heute ein kleiner botanischer
Spaziergang. Er hat sich aus unserem Tagespensum
ergeben. Die gesamte Mannschaft war an diesem Tag in
und mit der Natur, con la
naturaleza, beschäftigt. |
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Drei Mann haben die Gartenterrasse für die Aussaat
von Grassamen vorbereitet. In naher Zukunft soll
eine große Fläche mit Rasen, el césped,
geschmückt sein.
Ich habe, wie immer in der letzten Zeit,
meinen Kampf mit dem Unkraut, la
mala hierba,
fortgesetzt. |
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Im Gartenbereich hat Chicho diesen Kampf unterstützt
- leider ist mein lange gehegter und gepflegter
Kren, oder Meerrettich, ein Opfer der Kriegsführung
geworden.
Es sind eben immer wieder Tote zu beklagen. *g* Aber
es gibt schlimmeres! Für unsere Osterjause muss ich
mir allerdings etwas einfallen lassen. |
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Wolkenloser Himmel, ein Streicheln auf der Haut,
warme Luft. Sonntagmorgen. |
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Wir sind dabei unseren Brunch vorzubereiten. Eine
gemischte Pfanne bestückt mit Kürbis, Zwiebeln,
Petersilie, Speck, Ei und natürlich geschmolzener
Käse, garniert und gewürzt mit frischem Chili. |
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Tüt tüt, so ertönt es vor der Türe. Wer wagt es, zu
dieser Zeit zu stören?
Der rote Blitz ist unterwegs. |
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Die Geschichte ist schwer zu beschreiben. Ich
versuche es einmal - also: |
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Wir haben einen ganz netten und hilfsbereiten
Nachbarn, der auch gleichzeitig unser Hauptlieferant
der Baumaterialien ist. Einen besseren kann man sich
nicht wünschen.
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Heute Vormittag, a la mañana, hat
Patricio einmal etwas von uns
gebraucht. Etwas, was er selbst geliefert hat - ein
bisschen Sand.
So spielt das Leben. Was nutzt ein
großes Sandlager, wenn es auf der falschen Stelle
ist? Zu seiner ferretería
wollte er am Sonntagvormittag nicht fahren. Es
könnte ihn ja jemand sehen und dann kann er gleich
sein Geschäft aufsperren. Was liegt also nahe? Er
fragt einen Nachbarn um das - in diesem Fall
wertvolle - Material. Ohne Sand geht beim Betonieren
eben nix! |
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Ein Lachen kann man sich aber trotzdem kaum
verkneifen. Aber die Komik der Situation ist eben
sehr schwer zu beschreiben. Sie ist nur in einem
bestimmten Moment vorhanden und für Außenstehende
kaum vorstellbar.
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Diese Momente bestätigen unsere Art und Weise des
miteinander leben. Miteinander und nicht
gegeneinander, aber trotzdem mit der notwendigen
Distanz. Gute Nachbarschaft, un
vecindario bueno. |
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Gestern war die Welt, el mundo, noch grau in
grau. Heute war keine Spur mehr davon zu finden. Wir
haben wirklich einen Sommertag genossen. |
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Frischer, grüner Salat, lechuga, aus dem
Garten, und fangfrischen Fisch aus dem Meer auf dem
Grillrost. Dazu Kartoffeln und mojo. Die Sonne im
Nacken - was kann man sich mehr wünschen. Ich möchte
mit niemandem tauschen. |
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Man kann den Menschen nichts beibringen. |
| Man kann ihnen nur helfen, |
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es in sich selbst zu entdecken.
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Galileo Galilei |
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Um halb sechs in der Früh ist er gekommen - der
Sturm. Ziemlich drohend hat er durch die Gegend
gepfiffen aber außer ein paar umgeworfene
Blumentöpfe hat er nichts schlimmes angerichtet. |
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Der Teide hat auch seine, von allen vermisste
Winterhaube bekommen. Es hat ziemlich weit ins Tal
herunter geschneit. Irgendwie eigenartig, die Luft
ist nämlich ziemlich warm. Abkühlung hat weder der
Wind noch der Regen gebracht. |
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Es hat auch sehr imposant geblitzt und gedonnert -
eines der seltenen Gewitter, una
tormenta,
auf der Insel. Das Wetter hat uns heute eine breite
Palette geboten. Die Natur hat uns wieder einmal
gezeigt, was sie alles gleichzeitig zu Stande
bringt. Ein Regenbogen hätte das Ganze noch
abgerundet.
Aber man kann nicht alles haben! |
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Hier ein paar Stimmungsbilder von heute. Ein Tag
grau in grau, monótono.
Fast könnte man glauben, dass hier Schwarz-Weiß
Aufnahmen gemacht worden sind. Schaut aber nur so
aus!
Leider konnte ich keines der Sonnenfenster
einfangen oder festhalten. Die Sonne ist mir heute
immer wieder entkommen.
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Ein richtiger Tag zum faulenzen. Ein bisschen lesen,
Musik hören und Zeit haben für Dinge, zu denen ich
sonst kaum komme. Den Gedanken freien Lauf lassen. |
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Was ist eigentlich Geschichte, la historia?
Wer schreibt sie? Google? Ebay? Die
österreichische Monarchie? Das römische Reich? Wer
sind die Darsteller und warum? |
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Einen roten Faden gibt es. Die meisten Helden der
Geschichte wollten die
größten, die erfolgreichsten Menschen aller Zeiten sein. Das wollten
Cäsar und Napoleon. Auch Hitler ist auf dieser Schiene
zu finden. Was hat es gebracht? Momentane Macht auf
Kosten anderer. |
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Das würde heute nicht mehr so einfach geschehen
können. Nein? Ich behaupte doch!
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Dem Menschen ist auch im neuen Jahrtausend nichts
wichtiger als Macht! Mit aller Macht,
con todas las fuerzas,
und allen nur möglichen Mitteln wird dafür gekämpft,
die Herrschaft über andere Menschen zu bekommen und
die begehrte Spitze zu erklimmen.
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Die Moral aus der Geschichte?
¿la
moraleja de la historia?
Ich kann keine finden. |
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Und genau aus diesem Grunde, por este motivo,
wird sich alles wiederholen, was man aus
Geschichtsbüchern jeder Art herausfischen kann. |
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Erfahrung, la experiencia, kann kein Mensch
weitergeben - jeder muss sie für sich selbst machen.
Ein ungefragter Ratschlag, oder Tipp, wie man es
heute nennt, ist nichts wert. Gratis ist gleich
kostenlos und damit zum Vergessen. |
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Das ist eine Tatsache und damit auch gar nicht zu
verurteilen. Jeder Mensch muss seine Erfahrungen selbst
sammeln.
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Wir haben unseren Eltern nicht geglaubt, sie
belächelt und alles besser gewusst.
Warum sollen
wir es von unseren Kindern anders erwarten? Im
Endeffekt betrifft es, Gott sei Dank, so wieso immer
den einzelnen Menschen. Wer die Wahl hat, hat die
Qual. Die Entscheidung muss jeder für sich treffen.
Jeder ist seines Glückes Schmied. Cada cual se
labra suerte. |
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Schade, dass die Welt heute oft so sprachlos ist,
fast wortlos. Jeder behält seine Gedanken für sich,
fast niemand macht sich die Mühe, seine wirklichen
Gedanken und Überlegungen in Worte zu fassen und
seine Träume oder Pläne anderen Menschen näher zu
bringen. Sich zu unterhalten, zu diskutieren.
Miteinander und nicht gegeneinander zu reden. |
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Vielleicht liegt es auch daran, dass es keine
Zuhörer mehr gibt? Weil niemand mehr fähig ist
zuhören zu können? Oder es keiner mehr will? |
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Es kann natürlich auch sein, dass man die Welt nur
von seinem eigenen Blickwinkel aus betrachtet. Ich
bezweifle es allerdings für mich selbst. Ich bin mir
sicher, dass ich Dinge von mehreren Seiten her
beleuchten kann. Das Für und Wieder abwägen kann. |
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Mein ganz normaler Hausverstand, mit dem ich
eigentlich immer ganz gut gefahren bin, gibt mir ein
Signal. Ich kann es im Moment nur einfach nicht
weiter geben. Ich kann es nicht formulieren.
Wahrscheinlich weil ich bin mir ganz sicher bin, dass das
rote Signal nicht richtig verstanden wird.
Diese Art von Ratschläge möchte niemand hören. |
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Vielleicht schaffe ich es ja doch einmal. Wer weiß?
Irgendwann wird der richtige Zeitpunkt da sein. Er
wird kommen, auch wenn die Zeit keine Anhalter
mitnimmt. |
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Es ist schlimm, in einem Land zu leben, |
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in dem es keinen Humor gibt.
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Aber noch schlimmer ist es,
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in einem Land zu leben in dem man Humor
braucht. |
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Bertold Brecht |
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Gestern fegte ein starker Wind, el viento fuerte,
mit Sturmböen über die Kanarischen Inseln. Im Süden
von Teneriffa haben umgestürzte Laternenmasten den
Verkehr behindert. Zwischen Lanzarote und
Fuerteventura wurde der Fährbetrieb eingestellt. |
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Und wir haben davon nicht ein bisschen bemerkt.
Da soll noch jemand über das schlechte Wetter im
Norden von Teneriffa mosern. Wir hatten einen
regelrechten Sommertag zu verbuchen. |
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Heute hat der meteorologische Dienst der Kanarischen
Inseln die Unwetterwarnung, die für die vergangenen
24 Stunden herausgegeben wurde, aufgehoben.
Besonders betroffen von den heftigen Stürmen war vor
allem die Ostprovinz mit den Inseln Gran Canaria,
Fuerteventura und Lanzarote. |
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Erfolgsmeldung des Tages - der Notar aus Icod ist,
mit ein wenig Nachhilfe durch einen Kollegen, heute
Abend auf der Finca gewesen und hat schlussendlich
doch noch die gewünschten
Fotos gemacht.
Was der ihm wohl erzählt hat?
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Wenn man ganz genau sein will, hat ja seine
Sekretärin fotografiert, denn der Herr Notar musste
auf jedem Bild abgebildet sein.
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Seine neuen, blitzblanken Designerschuhen haben
dabei auch Bekanntschaft mit Erde, Staub und Steinen
gemacht. *g* Staub auf
Schuhen? Für uns schon fast selbstverständlich. Für
diesen Herren natürlich nicht. Plötzlich erzählte er
auch von Wiener Schnitzeln und Schweinsstelzen. Was
er genau gemeint hat, konnte man allerdings nur
erraten. Mit der deutschen Aussprache hapert es ein
wenig.
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Die Kosten für den Rechtsanwalt hätten wir uns auch
sparen können wenn... Ja wenn sich der Rechtsanwalt
besser durchsetzen hätte können. Aber
das ist eine andere Geschichte. |
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Eigentlich hat es ja nur geheißen, dass wir vom
Notar beglaubigte Fotos benötigen.
Da müsste doch eine Ablichtung des
Notars genügen, oder? |
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Drei Tage Aufwand für Georg um zu diesen wertvollen
Dokumentationen zu kommen! Aber eines haben wir
wieder einmal dazu gelernt. Wir wissen jetzt auf den
Punkt genau, wann man welchen Notar auswählen kann
und wann nicht. Ist doch immerhin auch etwas! |
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Der Abend, la última hora de
la tarde, hat begonnen. Sonnenuntergang,
puesta del sol,
haben wir keinen geboten bekommen. Im Moment sieht
die Welt grau in grau aus. Am Meer draußen dürfte es
regnen.
Einige, wenige Regentropfen,
gotas de lluvia, sind
auch bei uns vom Himmel gefallen. Vielleicht haben
wir das Glück und der Regen beehrt uns in der Nacht,
por la noche, auch
einmal. Die Hoffnung, la
esperanza, darf man nie aufgeben. Das ist
die Devise, el lema - auch für dieses Jahr. |
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Jetzt ist es fast Mitternacht. Draußen herrscht ein
diffuses, graues Licht. Es ist nicht hell und auch
nicht dunkel. Dunkelgraue Lieder schwirren durch die
Luft. Der Atem der Luft ist allerdings zärtlich,
weich und warm.
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Die Lichtsignale des Senders über La Vega
sind rot leuchtend in der Dunkelheit zu sehen, die
Lichter des Leuchtturmes von Los Silos kann ich im
Moment nicht orten.
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Eine Nacht, gemacht zum Träumen. Ich glaube ich
werde sie auch dafür nutzen und unter der Bettdecke
verschwinden. Träume sind nicht immer Schäume. Aber
wer weiß, was so in den Nachtstunden auf einem
zukommt? |
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Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit
mit Menschen auszukommen, die man nicht ausstehen
kann. - Autor leider unbekannt. *g* |
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11. Jänner 2007 |
Donnerstag |
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Sommer, Sonne, Sonnenschein! Bis jetzt keine
Winterstürme, nicht einmal ein Stürmchen - aber auch
kein Regen. |
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Dabei hat bereits der Winterschlussverkauf,
rebajas de invierno, begonnen. Doch der Winter
ist bis jetzt noch nicht aufgetaucht. Er muss sich
verlaufen haben *g*
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Heute wird bei der Rampe noch ein Sockel von
ungefähr einem halben Meter aufgemauert. Darauf
werden dann kanarische Holzfelder als Abschluss
befestigt. Dann ist die Auffahrt endgültig fertig. |
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Bis auf die Holzfelder werden wir es morgen wohl
schaffen. Dann bekommt der Obstgarten den letzten
Schliff. |
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Man glaubt es kaum
Puerto de la Cruz hat wieder eine
Internetseite! Veranstaltungskalender habe ich
leider keinen gefunden, die Informationen über die
Stadt sind jedoch recht gut.
Wer Lust hat, sollte einfach selbst mal
nachsehen. |
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Gestern ist noch etwas passiert. Der Deckel einer
alte Truhe auf dem Dachboden hat sich wie von
Zauberhand geöffnet. Zauberei? Magie? |
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Natürlich war es keines von beiden.
Es ist auch nicht der Deckel einer Truhe gewesen,
der sich durch unsichtbare Hand geöffnet hat. Ein
Mail ist in mein Postfach geflattert. Ein ganz
besonderes. |
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Da glaubt man den Absender falsch zu lesen, wenn man
plötzlich eine Botschaft aus einer fast schon
anderen Welt bekommt. Jahrelang kein Kontakt, kein
Schreiben, kein Treffen, kein Telefonat. Und dann
plötzlich ist die Verbindung wieder da. Ausgelöst
vielleicht durch eine Kleinigkeit. Oder doch
Schicksal? |
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Alte Wegbegleiter tauchen wie aus dem Nichts auf.
Es wäre schön, wenn die Wege wieder
nebeneinander verlaufen würden. |
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Die österreichische Bundesregierung wird angelobt.
11.1.2007 um 11 Uhr. Wenn das kein Faschingsdatum
ist. Es fehlet wirklich nur ein Einser. Dem
Prinzenpaar wird immer der Stadtschlüssel übergeben,
ich hoffe nur, dass die neu geborene Regierung mit
dem Staatsschlüssel umgehen kann. |
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Meine Zweifel möchte ich allerdings an dieser Stelle
fest halten.
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Die Mauer an der oberen Rampe ist fertig. Das ist
die gute Meldung! |
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Von Icod bis Garachico gibt es nur einen Notar,
un notario. Das wäre an und für sich keine
schlechte Meldung - ist es aber doch! |
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Ein Notar der anscheinend göttliche Ambitionen
entwickelt. Oder ist es bei irgendjemanden schon
vorgekommen, dass er einen zweiten Notar zu Hilfe
rufen muss, damit der zuständige zur Ordnung gerufen
wird? |
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Ich nicht!
Und wir haben in unserem Leben durchaus mit
einigen Notaren zu tun gehabt. |
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Worum es geht? Wir benötigen eigentlich nur einige,
vom Notar beglaubigten, aktuelle Fotos der Finca.
Nicht mehr und nicht weniger. Das klingt so einfach
- ist es aber nicht. Der Notar fordert nämlich, das
ein Rechtsanwalt eine Notiz über die Finca verfasst.
Natürlich mit allem was man sich so wünschen kann.
Originalkaufvertrag, Original der Steuernummer und
und und. Erst dann ist er bereit, die Fotos zu
beglaubigen. Also muss ein Rechtsanwalt her. |
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Das ist ja alles auch noch recht nett. Doch kaum hat
der Rechtsanwalt seine Anforderungen erfüllt,
verlangt er einen Auftrag von demjenigen, für den
die Fotos gebraucht werden. So einen Blödsinn habe
ich überhaupt noch nirgends gehört. Soll derjenige,
für den die Fotos bestimmt sein die ganze Chose auch
noch bezahlen? Im allgemeinen zahlt ja der
Auftraggeber - soweit ich mich erinnern kann. In
diesem Fall wäre es sogar besonders brisant - die
beglaubigten Fotos benötigen wir für die
Inselregierung, das Cabildo. Hiermit wäre dann auch
die Inselregierung der Auftrageber und zugleich der
Empfänger! |
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Das Blöde an der ganzen Sache ist nur, dass man bei
einer Angelegenheit, die direkt die Finca betrifft
nicht um den ortsansässigen Notar herum kommt. |
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Warten wir mal ab.
Der Notar, mit dem wir bis jetzt zusammen
gearbeitet haben wird ein Wort von Kollege zu
Kollege mit diesem komischen Menschen wechseln. Bin
gespannt, morgen wissen wir mehr. |
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Ich träumte,
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das Leben sei ein Paradies.
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Ich erwachte und siehe,
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das Leben war Arbeit.
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Ich tat diese Arbeit und siehe,
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das Leben war ein Paradies. |
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Seneca |
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Auf den Kanarischen Inseln werden seit geraumer Zeit
tausende kanarischen Dattelpalmen, phoenix
canariensis, gepflanzt. Die Vergangenheit soll
wieder auferstehen und die Inseln sollen mit
unzähligen, dichten Kronen der Palmen überzogen
sein. |
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Die kanarische Dattelpalme ist auch ein Symbol der
kanarischen Identität.
Die Namen Las Palmas, La Palma und andere
wurden ja schließlich nicht zufällig gewählt. |
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Der ultimative Tag ist da. Abreisetag nennt man das
wohl im Allgemeinen. Unser Ofen hat uns heute Früh
auch noch einen Streich gespielt und hat gequalmt
statt geheizt.
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Das Frühstück war trotzdem noch gemütlich. Nach
einem kleinen Abstecher um noch ein paar bestimmte
Kekse zu besorgen haben wir die Abzweigung in den
Süden genommen.
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Wie immer sind wir über Santiago de Teide,
also über die Berge, zum Flughafen gefahren. Diese
Route ist für uns einfach schöner und sympathischer.
Wenn man Glück hat, kann man auf der Fahrt auch noch
die Nachbarinseln La Palma und La Gomera
sehen. |
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Und auch heute hatten wir wieder diese schöne
Aussicht. Zuerst hat uns La Palma begleitet und
anschließend ist La Gomera im Meer draußen
aufgetaucht. Schönere Erinnerungsmomente kann man
sich eigentlich gar nicht wünschen! |
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Am Flughafen hatten wir das Glück, dass noch keine
Hotelbusse angekommen sind. Zumindest nicht für den
Flug nach Nürnberg. Die Koffer sind in nicht einmal
zehn Minuten auf dem Förderband beim Check In
verschwunden. Noch ein kurzer, gemeinsamer Kaffee
und dann stehen wir alleine auf dem Gelände. |
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In ein paar Stunden ist Julian wieder zu Hause. In
zwölf Stunden bei einer Haustüre hinaus und bei der
nächsten hinein. Morgen früh beginnt die Schule und
damit die Normalität. |
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Auch für uns beginnt damit wieder der Alltag, el
dia normal. Irgendwie auch wieder schön. Es geht
weiter. |
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Der Christbaum, el árbol de Navidad, wird
morgen weggeräumt, ebenso die Weihnachtsdekoration.
Die Kekse sind - fast - aufgegessen. Ich glaube
kaum, dass wir noch einige ins Osternest legen
werden oder müssen. Bettwäsche muss gewaschen
und aufbewahrt werden. Die Weihnachtszeit ist
endgültig beendet. |
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Ach ja, in Österreich gibt es brandaktuelle T-Shirts
zu kaufen.
Der sinnige Aufdruck darauf lautet: "Wer hat
uns verraten? Die Sozialdemokraten!" |
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Ein roter Kanzler mit einer schwarzen Regierung ist
auch mit Sicherheit ein Novum in der Politik und
wird dem Pyrrhussieg der österreichischen
Sozialisten auf alle Fälle gerecht, etwas anderes
konnte man sich nicht erwarten. Eine
Regenbogenregierung war ja wirklich nicht
vorstellbar. Oder doch? Rechnerisch wäre es sich
allerdings in Betrachtung der gewissen
Freundschaftserklärungen der kleineren Parteien nie
ausgegangen. |
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Die Zusammenstellung hätte allerdings farblich sehr
apart wirken können. Rot, grün und blau. Oder
Schwarz, orange und ... Das ist wirklich nur reine
Farbzusammenstellung - in der Realität nie
nachvollziehbar. Ein Regenbogen soll das bleiben,
was er ist. Eine Sinnestäuschung, die wunderschön
ist und die Seele streichelt. Man sollte ihn
wirklich nicht missbrauchen. |
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Auf die Angelobung der neuen Regierung kann man ja
gespannt sein. Erhobenen Hauptes wird sich der neue
Kanzler nicht in die Hofburg bewegen können. Aber
die Suppe, die man anderen einbrockt muss man
bekantlicher Weise immer selbst auslöffeln. Wer hat
dem österreichischen bzw. dem wienerischem Teil der
Bevölkerung beigebracht gegen ungeliebte Regierungen
zu demonstrieren? Es ist noch nicht so lange her -
soweit ich mich erinnern kann. |
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Diesmal sind es allerdings Parteigenossen und das
ist sicher bittere Medizin.
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Ich fühle mich dabei als vogelfreier Beobachter. Das
erste Mal in meinem Leben habe ich meine Stimme
nicht abgegeben. Für mich ist ganz einfach niemand
mehr wählbar und wenn ich Unterhaltung haben will,
kaufe ich mir eine Eintrittskarte ins Kabarett. Aber
nicht einmal das ist im Moment notwendig - die
Clownerie bekommen wir frei Haus, per Satellit,
geliefert. Es lebe der Fortschritt. |
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Obwohl - wenn man genauer darüber nachdenkt - komme
ich eigentlich zu der Auffassung, dass ich darauf
verzichten könnte. Warum drückt man dann nicht auf
den berühmten Knopf und schaltet diese Information
ganz einfach weg?
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Kuriositätenkabinett kann man hier auch live
erleben. Dafür benötigt man weder eine
Satellitenschüssel noch ein Empfangsgerät. Doch dazu
morgen mehr.
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Heute war der Tag lange genug und wir beide
Hinterbliebenen haben ihn auch sehr schön
abschließen können. |
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Julian ist bereits gut in Salzburg gelandet und
liegt wahrscheinlich mittlerweile schon in seinem
eigen Bett. Aus diesem Grund werde ich ich jetzt
auch in die Federn verabschieden - bis morgen.
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Der erste Arbeitstag im neun Jahr. Die Mauer für die
Rampe auf die oberste Terrasse ist weiter gewachsen
- natürlich durch die Arbeit von Marcos und Chicho.
Wäre zu schön, wenn so ein Bauwerk von selbst
entstehen würde. |
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Julian ist heute den letzten Tag bei uns und aus
diesem Grund sind wir zu Mittag noch einmal nach
Puerto de la Cruz gefahren. |
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Für diesen Besuch das letzte Mal ein köstliches Eis, un helado,
in einer frisch gedrehten Tüte, ein letztes Mal ins
Einkaufszentrum, centro
comercial, um noch einige, wichtige Dinge
einzukaufen und um danach endlos im Stau zu stehen.
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Wer denkt schon daran, dass heute der erste Tag der
großen Umtauschaktion der Weihnachtsgeschenke
begonnen haben könnte? Wir jedenfalls nicht. |
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Die Kampfwochen im Handel haben begonnen! Seit heute
purzeln auch die Preise! Alles, was die Heiligen
Drei Könige übrig gelassen haben und nicht unter den
Gabentisch wanderte, wird nun mit Preisnachlässen
von bis zu 50 Prozent im Handel verscherbelt. Egal
ob es sich dabei um Kleidung, Schuhe,
Haushaltsartikel oder Möbeln handelt. Rebajas,
frei übersetzt Winterschlussverkauf, ist
das Zauberwort! |
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Die Canarios gehören mit zu den Weltmeistern im
Umtausch ungeliebter Weihnachtsgeschenke und lösen
in den ersten Tagen nach den Feiertagen auch ihre
Geschenkgutscheine ein. Mit Wartezeiten und langen
Schlangen an den Kassen muss man also vor allem in
größeren Geschäften zu rechnen. Man muss nur früh
genug daran denken. Wenn man einmal in das Karussell
eingestiegen ist, kommt man davon nicht mehr so
schnell herunter. |
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Zusätzlich müssen einige Inselbewohner knapp am Verhungern sein.
Immerhin war es ja zwei Tage lang nicht möglich,
einkaufen zu gehen. Schlimm muss das sein. *g* |
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Aber ganz egal wodurch das Verkehrschaos rund ums
La Villa ausgelöst
worden ist.
Wir haben es geschafft mit relativ entspannten
Nerven daheim anzukommen. Den Rest des Filmes,
Afrika mon Amour, auf den ich mich bereits seit
zwei Wochen gefreut habe, habe ich auch noch zu
sehen bekommen.
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Was will der Mensch den mehr?
Wunschloses Unglück, wie Peter Handke einen
Buchtitel gewählt hat, wäre der absolut falsche
Titel für diesen Tag. Es gibt wirklich schlimmeres
und man muss sich einfach eingestehen, dass man
nicht immer alles zur gleichen Zeit haben kann.
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Die letzten Gambas in der Pfanne, die letzte Ananas,
la última piña, auf
dem Teller zerteilt - der Besuch unseres Sohnemannes
ist damit fast vorbei. Wie immer wie im Flug
vergangen. |
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Jetzt werden noch die Koffer,
las maletas, gepackt, ein letztes Mal
auf Teneriffa geschlafen. Man kann eigentlich nur mehr sagen - bis
zum nächsten Mal! |
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In Österreich spielt sich ja im Moment eine andere
Operette ab. Womit sich der zukünftige Bundeskanzler
wohl sein Amt erhandelt hat?
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Ein Bundeskanzler ohne Macht und ein
Koalitionspartner, der die wichtigen Karten in der
Hand behält. Wer hätte sich das gedacht? Na ja, man
kann eben nie abschätzen, was einem Menschen ein
Lebenstraum wert ist. Anscheinend so ziemlich alles.
Seine Parteifreunde müssten allerdings eigentlich
Albträume haben.
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Auf die Fortsetzung der Komödie bin ich gespannt. Es
dürfte sehr unterhaltsam werden. Für Abwechslung und
Überraschungen wird sicher gesorgt werden.
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Wir gehen jetzt schlafen, morgen wollen wir noch
gemütlich frühstücken, dann müssen wir uns auf den
Weg in den Süden machen. Das Flugzeug, el
avión, hebt um halb
zwei Uhr vom Boden ab.
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Ein gemütlicher Tag mit gemeinsamen Frühstück in der
Sonne. Danach waren Julian und Christina am Strand.
Nach einem kurzen Zwischenspiel der Wolken hat
jedoch die Sonne wieder die Regie übernommen. Ein
schöner, letzter Urlaubstag. |
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Nicolás, der die Krippe in Garachico betreut hat
heute angerufen und uns noch ein Glückliches Neues
Jahr gewünscht. Wahrscheinlich das letzte Mal -
un feliz año nuevo! |
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Am Abend stand noch eine Fincabesichtigung bei
Marcos und seinem Schwiegervater auf dem Programm.
Marcos hat uns alle eingeladen seine Tiere und die
Pflanzungen anzusehen. Diese Gelegenheit darf man
sich natürlich nicht entgehen lassen. So oft hat sie
auch wieder nicht.
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Tiere aller Gattungen sind hier vertreten. Von der
Henne und dem Hahn über Enten und Truthähnen zu
Schafen, Ziegen und Schweinen. Und alle müssen
versorgt werden.
Sogar einen Esel für die Reitstunden der kleinsten
Tochter ist gesattelt! |
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Passt doch genau zur Jahreszeit! Vielleicht bringen
die beiden Schweine auch noch ein bisschen
zusätzliches Glück. Wissen kann man ja nie,
oder?
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Schade, dass es dann bereits dunkel geworden ist,
aber für die Zitronenernte hat es noch gereicht.
Ungespritzte, saftige Zitronen. Sogar die Blätter
duften ganz intensiv - herrlich. Ein Teil davon wird
die Reise nach Österreich antreten.
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Wer ist blind?
Der eine andere Welt nicht sehen kann.
Wer ist stumm?
Der zur rechten Zeit nichts Liebes sagen
kann.
Wer ist arm?
Der von allzu heftigem Verlangen
Gequälte.
Wer ist reich?
Dessen Herz zufrieden ist. |
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aus Nepal |
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6. Jänner 2007 |
Dreikönigstag - Reyes Magos |
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Es begab sich zu einer Zeit, als den Wünschen noch
geholfen wurde ... |
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Santa Claus und die Heiligen Drei Könige haben sich
mit dem heutigen Tag endgültig verabschiedet. Die
Feiertage und Fiestas sind vorbei, am Montag beginnt
das normale Arbeitsleben. Die Realität hat uns
wieder voll im Griff. |
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Der heutige Tag war am Vormittag sonnig, doch dann
haben uns, das erste Mal seit langer Zeit, die
Wolken die Ehre gegeben. Doch es war total
entspannend. Frühstück mit Sonne und danach den Tag
einfach laufen lassen. Einfach so, an der langen
Leine. Fachsimpeln, ein wenig planen, Nichts tun.
Ein Gläschen Wein trinken, gegen Abend ein Feuer
anmachen, gut essen, den Abend auf sich zu kommen
lassen.
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Wir können uns nicht beklagen - und morgen haben wir
den ganzen Sonntag zu unserer freien Verfügung. |
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Schlaft gut und träumt schön - wir machen es auch! |
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Indirekt ist heute der große Tag der
Heiligen Drei Könige, los
Reyes Magos. Das ist der Tag für
die spanischen Kinder. Heute - bis spätestens morgen
in der Früh - kommen so zu sagen der Weihnachtsmann,
das Christkind und die Heiligen Drei Könige mit
üppigen Geschenken zu den Sprösslingen auf der
Insel.
Die Geschäfte haben zum Teil so lange geöffnet, wie
Kunden anwesend sind. |
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Auf alle Fälle werden auch wir uns heute die Ankunft
der Gabenbringer ansehen. Wir hätten dafür viele
Orte zur Auswahl. Für dieses Jahr haben wir uns für
Puerto de la Cruz entschieden. Julian möchte auch
noch unbedingt chinesisch essen gehen und da können
wir diese beiden Erlebnisse miteinander verbinden.
Das Abreisedatum kommt unweigerlich immer näher.
Auch zwei Wochen verfliegen in Rekordzeit. |
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Um 19 Uhr werden im Castillo San Felipe die
Heiligen Drei Könige empfangen. Anschließend ziehen
sie bis zur Plaza del Charco und Plaza de
Europa, wo auch ein Krippenspiel aufgeführt
wird. Nach der Verabschiedung der Heiligen Drei
Könige gibt es ein großes Feuerwerk. So steht es im
Veranstaltungskalender.
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Wir sind schon am Nachmittag nach Puerto de la Cruz
gefahren und haben mit einem gemütlichen Essen beim
Chinesen am Plaza del Charco begonnen. Gegen Abend
sind wir durch kleine, weihnachtlich geschmückte
Gassen zum Castillo San Felipe geschlendert. Überall
tauchten Menschen auf, vor allem viele Kinder. Aber
alle hatten verschiedene Ziele. Die einen wanderten
in die Stadt, die anderen Richtung Strand. |
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The day befor Christmas ist hier der 5. Jänner. Die
Heiligen Drei Könige werden schon sehnsüchtig
erwartet. Vor allem von den Kindern. Goldene
Krönchen aus Papier werden verteilt und stolz auf
den Kopf gesetzt. |
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Die Menge verdichtet sich rasch, es wird immer enger
- und immer dunkler. Doch es ist nichts zu sehen. Es
dauert noch ein bisschen. Als es dann richtig dunkel
ist hört man plötzlich Trommeltöne. Sie werden immer
lauter.
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Und dann ist es endlich soweit. Der erste König
taucht kurz am Dach des Castillos auf - und
verschwindet wieder. Doch die Kinder sind jetzt
gespannt wie die Sehnen eines Bogens. Sie können es
kaum mehr erwarten. Die Augen werden immer größer
und die Rufe immer lauter. |
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Und dann sind sie endlich ja und werden jubelnd
begrüßt! Es wird gelacht, gesungen und gerufen. Da
stehen sie nun hinter den Zinnen der Burg und werden
mit einem Feuerwerk gebührend empfangen. Melchor,
Gaspar y Baltasar. Traumhaft,
maravilloso!
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Los Reyes Magos halten noch eine kurze Rede und dann
machen sie sich endlich auf den Weg um mit ihrem
großen Gefolge auf ihren Thronwägen durch die
Strassen und engen Gassen zu ziehen. Tausende von
Zuschauern säumen ihren Weg! |
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Begleitet von
prunkvoll gekleideten Pagen, Trägern, die die großen
Truhen mit Geschenke auf den Schultern tragen und
mit lauten Trommelwirbeln. Sie verteilen kleine
Geschenke und natürlich noch mehr Süßigkeiten. Ein
Regen von Bonbons prasselt auf die Zuschauer herab.
Wehe dem, der am Kopf getroffen wird. *g* |
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Mein Schluss aus der Veranstaltung? Man darf die
spanischen Kinder nicht bemitleiden, dass sie keinen
Christbaum und kein Christkind kennen. Wobei man den
Christbaum schon differenziert betrachten muss. Der
steht mittlerweile ja bereits in vielen Häusern. |
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Sie bekommen dafür ein ganzes Märchen präsentiert!
Ein Schauspiel der Sonderklasse - Magie der Nacht,
Zauberei, der bildlich dargstellt wird. Eine
Theateraufführung für die Bevölkerung. Mystik, die
jeder für sich mit nach Hause nehmen kann.
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Eine Stimmung, die man schwer beschreiben kann, da
die gesamte Inszenierung für uns ungewohnt ist. Man
muss es selbst erleben, diese Kinderaugen leuchten
sehen. Aber auch Erwachsene, die in diesem Moment
vergessen, das sie erwachsen geworden sind und
irgendwo auf diesem Weg die Kindheit verloren haben.
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In der Dunkelheit der Nacht sind sie unbeobachtet
und mit der goldenen Krone auf dem Kopf, die sie ja
nur den Kindern zuliebe aufgesetzt haben, nicht
erkennbar. Da hat sogar der kleine Teil Kindheit das
Recht für kurze Momente wieder an die Oberfläche zu
kommen. Für einen Wimpernschlag nur. Die
Seelenregulierung für eine gewisse Zeit? |
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Etwas Schöneres kann man keinem Kind wünschen, denn,
wie ich gesehen habe, werden sogar Erwachsene
dadurch indirekt in eine magische Welt entführt und
leben in diesem Moment mit ihren Kindern in
derselben Welt. Sie haben ein gemeinsames Erlebnis.
Wer hat denn diese Gelegenheit im Leben?
Und wer nimmt sie wahr? |
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Vielleicht sollte man öfter daran denken und die
Kinder in ihrer uneingeschränkten Freude als Vorbild
sehen? |
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Also nehmt euch alle an der Nase und ergreift bei
der nächsten Gelegenheit die Möglichkeit und
betrachtet mit kindlicher Freude und runden
Kinderaugen die Welt! Diese Momente kommen im Leben
sehr selten! Man muss sie wirklich nutzen. Die
Freude, die innere Zufriedenheit, das Lachen aus
ganzem Herzen und die Erwartung dieser kleinen
Erdenbürger sind Goldes wert. Grenzen zwischen
verschiedenen Menschen fallen dadurch automatisch,
sie sind plötzlich gar nicht mehr vorhanden. |
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Zum Schluss noch eine kleine Bemerkung am Rande. Es
gibt einen Unterschied, ob man die Ankunft der
Könige erlebt oder den Umzug in Puerto de la Cruz
selbst. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. |
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Der Tipp von einem Canario, uns die
Begrüßungszeremonie anzusehen war goldrichtig! Wir
sind danach auf Schleichwegen vor dem ganzen Zug auf
dem Plaza del Charco gewesen und konnten den Einzug
der Könige im Umzug erleben. Es ist nur mehr ein
Abklatsch, ein Faschingszug gewesen. Die mystische
Stimmung entsteht in der Mitte der Touristenhochburg
nicht mehr. Das Märchen ist verloren gegangen. Dazu
benötigt man keine Stunde. Schade. |
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Zur Abwechslung wird heute einmal
ein ganzer Arbeitstag eingeschaltet. Vielleicht
schaffen wir es, den oberen Gartenteil so halbwegs
fertig zu bekommen. Wir möchten endlich einen
weiteren Teil abhaken können und dieser Abschnitt
zieht sich bereits in die Länge. Wir haben die
Arbeit unterschätzt. *g* |
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Also dann - rann an die Arbeit Georg, Julian und
seine Freundin sind bereits fleißig, ich
musste leider den ersten Papierkram erledigen. Der
nächste Buchhaltungstermin ruft leider hüben wie
drüben.
Ich liebe diese Arbeit!
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Besonders lustig und einfach wird das
Ganze natürlich auch durch die
Entfernung nach Österreich.
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Doch wir haben ja Gott sei Dank noch ein
fleißiges Töchterchen zur Seite.
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An dieser Stelle einmal ein ganz dickes
Bussi, un beso para ti, und ein
herzliches
Danke, für die oft mühsamen,
Postzusammenfassungen!
¡muchas gracias!
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Bis zum Nachmittag haben wir viel geschafft und weil
wir ja doch irgendwie ein bisschen Urlaub haben,
wurde der schöne Tag mit einem Nudelessen in der
Abendsonne beendet. |
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Nach dem Essen haben unsere Youngsters noch einen
kurzen Ausflug ins Land der Süßigkeiten gemacht und
in der dulceria La Pirámide
kleine, köstlicher Stückchen für den
Nachtisch geholt. Anschließend wollten die beiden
Männer noch zur Quelle oberhalb Icod frisches Wasser
holen fahren.
Aber wie immer - es kommt anders als man denkt. |
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Marcos, sein Vater und sein Schwiegervater sind mit
Äpfeln und frischem Fleisch aufgetaucht und Georg
hat sein Betätigungsfeld nach draußen verlegt.
Unterstützt mit Weingläsern und der dazu gehörigen
Flasche Wein. Ziemlich frisch ist es allerdings um
diese Zeit. *g*
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Die drei sind heute auf dem Weg alle Verwandten und
Freunde zu beschenken. Am Nachmittag wurde
geschlachtet, das Fleisch aufgeteilt - und am Abend
verschenkt. Dank unserer Vorkenntnisse konnten wir
mit diesem riesigen Stück Fleisch auch umgehen. Doch
ohne diese? Keine Ahnung, wie das irgend jemand
braten könnte. Die Stücke wurden nämlich nicht
ausgelöst sondern einfach die zwei Schweinehälften
in große, breite Stücke zersägt. Vier rippenbreite
Teile sind so ei uns gelandet.
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Eine schönere Integrationsbestätigung kann man
eigentlich gar nicht bekommen, oder? |
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Auf diese "Verteilerliste" muss man erst einmal
kommen! Aber es ist schon so - wie man in den Wald
hineinruft, so schallt es zurück.
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Die meisten EU-Bürger, oder auch andere, die hier
ihre Zelte aufschlagen, beginnen die meisten Sätze
damit: ...aber bei uns zu Hause ist das ganz anders!
Was erhofft sich jemand mit dieser Aussage? Ich kann
es mir nicht erklären. |
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Wenn man in ein anderes Land geht, muss man sich
doch erst einmal darüber im Klaren sein, dass man
einem anderen Land ist. Man hat ja die Qual
der Wahl. Asiatischer, afrikanischer, amerikanischer
oder europäischer Raum. In welcher Kultur fühle ich
mich wohl? Kann ich damit umgehen? Kann ich die
Sprache? Was möchte ich machen?
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Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass man in dem
Land, das man sich ausgewählt hat - oder noch besser
gesagt - das einem überhaupt die Möglichkeit bietet,
alles und jedes für gut befindet. Doch wer hat diese
Voraussetzung denn in seiner so genannten Heimat? Im
Ausland werden dann plötzlich alle groß und
überheblich. Fast niemand ist bereit, über die neue
Kultur nachzudenken, geschweige über die Mentalität
der Menschen.
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Doch genau das ist der Punkt! |
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Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Das ist der
Grundsatz für Menschlichkeit. Der Knackpunkt liegt
jedoch bei der Eigenliebe, die heute so schnöde als
Egoismus abgehandelt wird. Wie viele Menschen können
sich heutzutage noch am Morgen im Spiegel anschauen?
Sich oder den neuen Tag lächelnd begrüßen?
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Heute tut sich der Mensch selbst ja oft schlimmeres
an, als er es seinen Nachbarn antun würde.
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Für viele Menschen geht es in der heutigen Zeit ums
Überleben. Das ist gar nicht weg zu diskutieren.
Doch es hat immer eine Gesellschaftsschicht gegeben,
für die nur das pure Überleben gegolten hat. Der
Mensch musste immer kämpfen. So lautet die Regel. |
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Heute hat sich ganz einfach der Standard verändert.
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Grundschüler brauchen zum Überleben ein
Mobiltelefon. Telefoniert wird an jedem Platz an der
Sonne oder vor dem Kühlregal. Am Caféhaustisch, beim
Essen, mitten in einer Besprechung oder auf der
Straße. Muss wohl so sein - denke ich mir. Für mich
sind das alles arme Menschen, die ihr Geld für
irgendwelche Schallwellen in den Wind schicken.
Aber mit dieser Meinung stehe ich sicher
ziemlich alleine auf dieser Seite unseres blauen
Planten. |
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Heute muss man ja schon den Umkehrschluss ziehen.
Wer kann es sich leisten, ab und zu unerreichbar zu
sein? Wo sind die goldenen Zeiten des
Festnetzanschlusses geblieben? Büro geschlossen -
kein Anschluss unter dieser Nummer! |
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Aber ich glaube, jetzt beginne ich mich zu
verzetteln. Mir kann ja auch jeder zu Recht
vorhalten, dass ich die neuen Medien benutze, ich
könnte mir das Internet auch gar nicht mehr
wegdenken. Nicht nur das, unsere Arbeit könnten wir
unter anderen Umständen fast gar nicht erledigen. Es
wäre unmöglich für uns, denn nur so können wir
"fast" in zwei verschiedenen Büros - eines in
Österreich und eines auf Teneriffa - arbeiten.
Trotzdem muss ich eingestehen, mit SMS und Handy,
wie es in Österreich genannt wird, kann ich nur
bedingt umgehen.
Zu meiner Schande? |
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Ich bin eben der Typus Mensch, der sich lieber mit
dem Gesprächspartner an einen Tisch setzt und sich
von Angesicht zu Angesicht unterhält. Und dafür
benötige ich wirklich keine Technik!
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23 ° Celsius |
Sonnenaufgang 7.59 Ortszeit |
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Icod de los Vinos |
Sonnenuntergang 18.23 Ortszeit
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Kalenderblatt |
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Für heute steht der Loro Parque
in Puerto de a Cruz auf dem Programm
Das Wetter ist - wie könnte es anders sein -
traumhaft. Aber das ist auch nichts Neues mehr. |
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Nach dem Frühstück haben wir die Jugend also nach
Puerto gebracht. Wir sind ja schon öfter im Loro
Parque gewesen, deshalb haben wir den schönen
Sommertag auch lieber auf der Finca verbracht. |
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Am Abend haben wir die beiden wieder abgeholt. Die
Wartezeit haben wir mit einem Gläschen Wein im Café
de Paris an der Promenade von Puerto de la Cruz
genutzt. Das sind zwei Fotos der wunderschönen
Abendstimmung. |
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Eine traurige Meldung noch zum Schluss - wir haben
leider ein weiteres Todesopfer zu beklagen. Ein
oranger, kleiner Goldfisch hat heute im Laufe des
Tages sein kurzes Leben ausgehaucht. Vielleicht
haben wir ihn gestern Abend mit dem Duft köstlich
gegrillter Fische die Lust auf ein langes Leben
vermiest? Wer weiß? |
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Die Sonne bleibt uns weiterhin treu.
Julian und Christina sind am Strand, a la playa,
in San Marcos und wir verbringen unsere Stunden mit
Gartenarbeit.
Bei dem schönen Wetter ist diese Arbeit aber
sogar ein Vergnügen. |
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Gegen Abend sind wir dann zum kulinarischen Teil des
Tages übergegangen. Geschmeckt hat es ausgezeichnet
- wie immer.
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Mögest du immer Arbeit haben,
für deine Hände etwas zu tun.
Mögest du immer Geld in der Tasche
haben,
eine Münze oder zwei.
Immer möge das Sonnenlicht
auf deinem Fenstersims schimmern
und in deinem Herzen die Gewissheit
wohnen,
dass ein Regenbogen auf den Regen folgt. |
| Irischer
Segensspruch |
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1. Jänner 2007 |
Neujahr - Año Nuevo |
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Was will man mehr? Traumhaftes Wetter, ein
kulinarisch hochwertiges Frühstück mit der Kulisse
Neujahrskonzert und ein erfrischendes Telefonat.
Mehr kann man sich gar nicht wünschen! |
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K & K? Dieser Ausdruck ist irgendwie für die
letzte Monarchie Österreichs bekannt. Ich habe diese
Abkürzung heute einer neuen Bedeutung zugeführt.
Kinder und Kometen - beide sind nicht einschätzbar.
:-) Stars in der Manege? |
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Der Neujahrstag eignet sich ausgezeichnet dafür, den
Tag einmal mit einem Märchen den Tag zu beschließen. |
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Wer will - sollte sich also
eine Märchenstunde gönnen - ist wirklich
entspannend. Auch als Erwachsener muss man sich
öfter in diese, oft fälschlicherweise als kindliche
Welt bezeichnete Umgebung bewegen. |
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Nur keine Berührungsängste!
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Meine Devise fürs neue Jahr? Alles oder Nichts! |
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Versuche zu Lächeln auch wenn du keinen Grund hast -
sagte schon Charlie Chaplin. Entschuldigung, hier
sein vollständiger Titel - Sir Charles Spencer
Chaplin. Er wurde als kleiner, trauriger
Landstreicher, als Tramp weltberühmt.
Gerade er musste es eigentlich wissen, oder?
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Und wenn gar nichts mehr hilft - Musik streichelt
die Seele immer wieder aufs Neue. Das beste Rezept
fürs neue Jahr - verordnet von mir - für mich! Für
den Fall, dass es zu Nebenwirkungen kommen sollte -
fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! *g* |
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Falls jemand doch noch im alten Jahr stöbern möchte
- hier geht's zu
meinem Archiv.
Ich glaub allerdings, dass man seinen Blickwinkel
eher nach vorne ausrichten sollte. Das alte Jahr ist
abgelaufen! |
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Prosit Neujahr! |
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16. bis 31. Dezember 2006 |
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Fragen, Vorschläge und Kritik |
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Schreiben Sie uns einfach eine
kleine
Nachricht |
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Ergängungen |
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Afrika mon Amour |
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Iris Berben spielt darin eine Frau der hohen
Berliner Gesellschaft zu Beginn des 20.
Jahrhunderts,
einer Zeit, als die Grundlagen für die Emanzipation
der Frau gelegt wurden, und erzählt mit der
Geschichte der Katharina von Strahlberg (Iris Berben)
ein bemerkenswertes Frauenschicksal vor dem
Hintergrund der Kolonialzeit. Sie wird
unerwartet mit dem Ehebruch ihres Mannes (Atzorn)
konfrontiert. Damit bricht für sie eine Welt
zusammen. Das Patriarchat regiert und eine Scheidung
scheint unmöglich. Einsam und gedemütigt flüchtet
sie nach Afrika. Sie findet neue Kraft, fängt von
vorn an und findet in der wilden Romantik Afrikas
eine neue Liebe. Doch die Rache ihres Mann verfolgt
sie... |
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Als Katharinas Schwägerin Martha (Catherine
Flemming) aus Verzweiflung ihrem Leben ein Ende
setzt, weil sie schwanger ist, – allerdings nicht
von ihrem Ehemann Richard (Alexander Held), sondern
von Katharinas Ehemann Oberst Richard von Strahlberg
(Robert Atzorn) – beginnt für Katharina ein
ungeheuer schwerer Weg, um sich aus den
Fesseln ihrer Ehe zu befreien. Eine Scheidung kommt
auf Grund der herrschenden Rechtslage nicht in
Frage, dennoch verlässt sie ihren Mann und muss
dabei in Kauf nehmen, dass ihr der Umgang mit ihrem
geliebten Sohn Georg (Benjamin Strecker) untersagt
wird. |
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Im notleidenden Berlin des Jahres 1914 gerät
Katharina daraufhin schnell gesellschaftlich und
sozial ins Abseits. Ihr bleibt nur eine Wahl: Sie
muss Berlin verlassen. Deshalb nimmt sie die
Einladung von Richards undurchsichtigem
Geschäftspartner Arne Larson (Thorsten Merten) nach
Deutsch-Ostafrika an. Als sie in Tanga ankommt, ist
Larson allerdings verschwunden, und Katharina muss
alleine als Frau in der Fremde von vorne anfangen.
Erst als sie den Tropenarzt Dr. Franz Lukas
(Matthias Habich), den sie durch die
Krankenschwester Tanja (Bettina Zimmermann) kennen
gelernt hat, um Hilfe bittet, scheint sich alles zum
Guten zu wenden. Auf der wunderschön gelegenen
Farm des deutschen Aussteigers Sebastian Hofmann
(August Schmölzer) kommt Katharina erstmals zur
Ruhe. Dort trifft sie auch den Schotten Victor March
(Pierre Besson), der für das britische Militär
arbeitet. Beide fühlen sich sofort zueinander
hingezogen. |
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Doch die Schatten der Vergangenheit holen Katharina
schneller ein, als ihr lieb ist. Denn sie begegnet
Richard und Heinrich wieder – die sich wegen
dubioser Geschäfte in Deutsch-Ostafrika aufhalten
und Georg bei sich haben. Noch bevor Katharina sich
mit ihrem Sohn versöhnen kann, kommt dieser in einem
Hinterhalt tragisch ums Leben. Katharina ist blind
vor Trauer und Wut. Sie schwört den Schuldigen zur
Rechenschaft zu ziehen, doch vor dem Hintergrund des
Ersten Weltkriegs, der nun auch die Kolonien erfasst
hat, ist an Ermittlungen von offizieller Seite nicht
zu denken. Ungereimtheiten rund um die Geschäfte der
von Strahlbergs geben Katharina indessen weitere
Rätsel auf, und in den Kriegswirren kommen weitere
"Geschäftspartner" der Brüder auf rätselhafte Weise
ums Leben. Aber Katharina gibt nicht auf. Sie will
herausfinden, was Georgs Tod mit den geheimnisvollen
Machenschaften zu tun hat. |
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