1 de mayo de 2007  - Dienstag- martes
30 de abril de 2007  - Montag- lunes
 
ein paar kleine Wölkchen  
17 ° centígrados Sonnenaufgang 07.28 Ortszeit
21 ° centígrados Sonnenuntergang 20.40 Ortszeit
Icod de los Vinos  
  Um ein Uhr Mittag haben wir einen Termin in Santa Cruz. Die Pflanzenwelt muss heute ohne uns zurecht kommen. Dafür kümmern wir uns morgen verstärkt darum. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Ich hoffe, unsere Blumentopfkinder nehmen es uns nicht übel. Aber auf zwei Stühlen kann man nicht gleichzeitig sitzen.
   
  Alte Häuserfronten in der Hauptstadt von Teneriffa. Das Stadtgebiet von Santa Cruz de Tenerife gehörte zur Zeit der Guanchen zum Königreich von Anaga.
  Teneriffa liegt aber auf einer perfekten Stelle zwischen der alten und neuen Welt. Die Spanier wollten die Insel - koste es was es wolle.
  Nachdem alle anderen kanarischen Inseln bereits erobert waren, landete 1494 der Andalusier Alonso Fernández de Lugo in der Bahía de Ananza. Er ließ das Fort Agaete bauen, um einen festen Stützpunkt im Kampf gegen die Guanchen zu haben. Aber es dauerte zwei Jahre, bis es de Lugo gelang, die Guanchen zu besiegen. Aber das ist eine andere Geschichte.
  Zum Zeichen des Sieges ließ er ein Holzkreuz errichten, nach dem die Siedlung den Namen Santa Cruz de Santiago de Tenerife erhielt.
   
  Heute ist die Stadt eine Stadt der Gegensätze. Großstadt mit weltoffenem Kreuzschiffhafen, Hafenstadt für riesige Containerschiffe, Raffinerien für die Beweglichkeit der Inselbewohner, Parkanlagen, Kirchen und Geschäfte. Gemütliche Cafehäuser, Bars Restaurants und Märkte. Auf  einem Platz modernes Fitnessangebot der besonderen Art und Armut in einer gewissen Harmonie. Ein Lächeln verändert die Welt :o) In Santa Cruz ist - fast alles - möglich!
  Hat jemand daran gedacht? Heute ist die Walpurgisnacht, la noche de los Walpurgis! Eine Orakel- und Zaubernacht, una noche de hechizo. Müsste eigentlich jeder kennen. Das Buch "Die kleine Hexe" war zumindest in meiner Jugend eine Pflichtlektüre. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Die Nacht, in der angeblich die Hexen auf dem Blocksberg ein großes Fest abhalten. In dieser Nacht wurden Freudenfeuer entzündet, um den Frühling zu begrüßen. Es wurde in den Mai, en el mayo, getanzt.
  Besonders wild und gefährlich geht es in diesen Stunden in der näheren Umgebung des Harzes zu, wo nach einem alten Volksglauben Hexen auf ihren Besen durch die Lüfte reiten. Sie wollen auf dem Brocken an den Hexenfeiern zur Walpurgisnacht teilzunehmen. ¿Entendido?
  Das ist also nicht unbekannt. Wer kennt das Problem, la problema, der kleinen Hexe nicht ? Diese arme jungfräuliche Hexe musste sich ja wirklich einiges einfallen lassen, um an dieser Zeremonie teilnehmen zu können. Aber diese Dinge werden ja nur als Märchen abgetan, dabei haben sie durchaus einen tieferen Hintergrund.
  In der Walpurgisnacht muss viel Lärm, mucho ruido, gemacht werden. Lärm oder fröhliche Musik, la música , damit die Hexen und Dämonen vertrieben werden können. So hat die Natur wieder freie Bahn und der Sommer kann beginnen.  Mit feiern und tanzen wurden schon in alten Zeiten die Geister der Finsternis endgültig vertrieben.
  Mit Beginn der Christianisierung, nach dem Sieg Karls des Großen über die Sachsen, wurden diese Feste verboten. Wer die Feste auch weiterhin in der alten Form feierte, wurde als dem Teufel hörig oder als Hexe bezeichnet. Die Kirche verdammte jeden und verbreitete das Gerücht, dass in dieser Nacht die Hexen ausflogen, um sich auf dem Blocksberg zu versammeln und dort auf die Ankunft des Teufels zu warten.
  Das war der Ursprung des Hexenglaubens und ein triftiger Grund um unliebsame Mitbewohner als Hexen verbrennen zu können. Das Vermögen der diversen Hexen konnte die Kirche ganzgut für ihre Vermögensvermehrung brauchen. Egal obe es sich dabei um gewinnbringende Postlinien oder Waffenherstellung handelte.
  Der Ursprung geht also nicht auf die alten Feste und den Volksglauben zurück, sondern wurde in den Kirchenbüchern erfunden. Auf diese Art wurde der Bevölkerung weiß gemacht, dass Frauen mit medizinischen Kenntnissen mit dem Teufel im Bunde stehen müssten.
  Es war die Kirche, la Iglesia, die im Schatten der Inquisition immer schaurigere Geschichten erzählte, welches Unwesen, die von ihnen als Hexen bezeichneten, Frauen angeblich trieben.
  Aber wie auch bei anderen heidnischen Feiertagen, hat die Kirche dafür gesorgt, dass diese Feste in einem kirchlichen Fest aufgefangen wurde. Der erste Mai wurde ganz einfach der der heiligen Walpurga, der Schutzpatronin der Bäuerinnen und Mägde geweiht. So entstand der Name Walpurgisnacht. Selbstverständlich, por supuesto, wurde der heiligen Walpurga von der Kirche nachgesagt, dass sie vor den Hexen schützen sollte. Wie sollte es auch anders sein?¿No podía haber sido de otra manera?
  Die Walpurgisnacht auf dem Brocken wird heute noch gefeiert. Doch was kaum jemand weiß - das Fest hat eigentlich Goethe mit seinem Faust "verbrochen".
  Also tanzt alle in den Mai! Ein Lächeln verändert die Welt :o) Wir werden heute nur gedanklich in den Mai tanzen, dafür werden wir morgen viele Pflanzen einsetzen. Das ist unsere Ehrung an den Wonnemonat.
  Letzte Meldung des Tages - es ist ein Mädchen!
  'Sie wird auf den Namen Sofia getauft' - Mit diesen Worten trat gestern Abend ein bis über beide Ohren strahlender Prinz Felipe vor die Kameras.
  Seine zweite Tochter hat gestern um 16.15 Uhr in der Privatklinik Ruber Internacional in Madrid das Licht der Welt erblickt. Die kleine Prinzessin ist kerngesund, 3,3 Kilogramm schwer und 50 Zentimeter groß.
  Den Namen hat sie von ihrer Großmutter geerbt. Das Mädchen nimmt den dritten Rang in der Thronfolge hinter Schwester Leonor ein. Sie ist der achte Enkel des Königspaares.
29 de abril de 2007  - Sonntag- domingo
 
wolkig und feucht  
17 ° centígrados temperatura mínima
21 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Eigentlich wollten wir ja heute nach Santa Cruz auf die Landwirtschaftsmesse, Agrocanarias, fahren. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Aber das Wetter hat uns dazu verführt einen richtig faulen Sonntag einzuschalten. Es ist warm aber trüb - ein Tag wie geschaffen zum Faulenzen.
  Zurzeit ist Teneriffas wichtigste Einnahmequelle der Fremdenverkehr. In früheren Zeiten war es die Landwirtschaft. Doch auch jetzt wird durch Ackerbau, Viehzucht und Obstplantagen noch ein wesentlicher Teil erwirtschaftet.
  Auf allen Inseln war die Ziege, la cabra, das am meisten verbreitete Nutztier und das ist bis heute so geblieben. Gott sei Dank, denn sonst hätten wir keinen so schmackhaften Käse auf dem Teller.
  Wer denkt heute noch daran, dass Teneriffa vor vierhundert Jahren das bedeutendste Weinanbaugebiet der Welt war und einen Rebensaft exportierte, von dem schon William Shakespeare schwärmte? Im 18. Jahrhundert beendeten zwar die Vulkanausbrüche die glänzenden Geschäfte der Weinbauern, doch inzwischen blüht das Geschäft mit dem Wein und die Rebensäfte der fünf Anbaugebiete von Teneriffa heimsen regelmäßig internationale Preise ein.
  Auch Kartoffeln, papas, sind ein Thema. Oder an Honig, la miel? Und erst die Zigarren, los puros! Die Herstellung dieser Rauchwaren hat eine lange Tradition. Den Rum, el ron, nicht zu vergessen! Ein Lächeln verändert die Welt :o) Ohne die Kanarischen Inseln wäre der Rum nie zu den Piraten, los piratas, in die Karibik gelangt. Er wird übrigens noch heute in Tejina, einem Ortsteil von La Laguna produziert.
  Sei es wie es sei, wir können uns die Messe, la feria, ja nächstes Jahr, el año próximo, anschauen. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Im Endeffekt haben wir es vorgezogen daheim zu bleiben.
  Erstens haben wir gestern bis acht Uhr abends gearbeitet und wollten doch lieber ausschlafen und gemütlich frühstücken. Zweitens pflanzen wir einige Sträucher und Blumen ein - das ist wichtiger als alles andere. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Und drittens haben wir uns vorgenommen am Nachmittag ganz entspannt und gemütlich lieber einen Fisch auf die Glut zu legen als irgendwo in der Großstadt essen zu gehen.
  Ein Tag, an dem wir nur das machen wollen, was uns wirklich gut tut. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Entspannung, el relajación, muss auch einmal sein.
 

 
Love it,
change it
or leave it!
Reinhard K. Sprenger
 
  Zufriedenheit mit sich, seinen Entscheidungen und dem Leben soll eine einfache Sache sein. Man muss sich nur aus belastenden und unangenehmen Situationen befreien.
  In seinem Buch "Das Prinzip Selbstverantwortung“ behauptet er: „Wer sagt ,Ich kann nicht‘, der will nicht.“ Mit anderen Worten: Er will den Preis für eine Entscheidung nicht bezahlen.
  Aber wie sagte schon Bernhard Shaw: "Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten." Deshalb wird wahrscheinlich auch mehr gejammert als getan. Wer weiß heute denn noch, was sich hinter dem Wort Eigenverantwortung steckt?
  Irgendjemand wird's schon richten. Warum soll man denn seinen eigenen Kopf anstrengen? Gibt es dafür einen Grund? Eigentlich nicht. Die Gesellschaft lässt schon keinen verhungern. Sonst gäbe es heute nicht so viele Menschen, die sich mehr oder weniger weder um eine Ausbildung noch um sonst was kümmern.
  Aber das Thema passt wirklich nicht zu unserem Sonntag. Wir genießen heute unseren Faulenzertag, damit wir die nächste Woche mit voller Kraft arbeiten können. Bis morgen also, hasta luego amigos!
28 de abril de 2007  - Samstag - sábado
 
ein paar kleine Wölkchen  
17 ° centígrados temperatura mínima
23 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Wieder einmal Samstag, eine Woche neigt sich dem Ende zu. Wenn ich auf den Kalender, el calendario, schaue, ist auch der April fast zu Ende. Es dauert nicht mehr lange, dann gibt sich der Wonnemonat Mai die Ehre. Ein Monat, der schon mit einem freien Tag beginnt, ein Monat mit vielen Feiertagen und Festen.
  Aber heute wird erst einmal gearbeitet. Es wird gepflanzt und Steine werden geschlichtet. Na, dann wollen wir mal! ¡Empezamos entonces!
   
  Damit jeder einer Vorstellung bekommt, auf welcher Terrasse wir jetzt weiterarbeiten, zeige ich euch hier zwei Fotos. Erkennt jemand Georg und den Bagger am ersten Foto? Genau auf dieser Mauer, este muro, werden nun Säulen, las columnas, aus Stein, de piedra, gebaut. Es ist die Terrasse über dem renovierten Haus.
   
  Verantwortlich für die Bauwerke ist diesmal Jorge, ein Spezialist für Steinmauern, un piedrero. Für das Fundament und den Beton ist der Chef höchstpersönlich zuständig.
  Meine Wenigkeit hat sich heute in der Pflanzenwelt bewegt. Im Untergrund so zusagen. Meine Fingernägel können am Abend wieder ein Lied davon singen. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Bis ich die schwarzen Schmuckränder unter den Fingernägeln wieder los bin sind wahrscheinlich auch die diversen Kratzer auf den Händen verheilt.
27 de abril de 2007  - Freitag - viernes
 
ein paar kleine Wölkchen  
17 ° centígrados temperatura mínima
21 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Die Sonne will auch heute nicht so richtig scheinen. Ist sie vielleicht auch in irgendeinen Streik getreten und wir wissen nichts davon? Ich hoffe nicht! Immerhin schaut es ein bisschen freundlicher als gestern aus.
 
 
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße;
man kann gut darauf gehen -
doch es wachsen keine Blumen auf ihr.
Vincent van Gogh
 
  Blumen sind Hühnersuppe für die Seele. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Vor allem bei trüben Wetter. Ein blöder Spruch? ¿Un dicho estúpido? Nein, ganz und gar nicht! Es ist der Titel eines äußerst lesenswerten Büchleins mit Kurzgeschichten. Geschichten die teilweise das Leben schreibt, die jederzeit irgendwo, irgendjemanden passieren können.
  Warum, por qué, mir dieser Satz gerade jetzt wieder eingefallen ist? Keine Ahnung! ¡Ni idea!  Wahrscheinlich ist es ein Zeichen dafür, dass ich das Buch, el libro, wieder einmal in die Hand nehmen sollte. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Ein gutes Buch ist wie ein guter Freund. Man braucht ihn immer wieder.
  Wenn man krank ist und sich nicht gut fühlt, dann bekommt man Hühnersuppe. Wenn die Seele kränkelt, dann gibt es eben Hühnersuppe für die Seele. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Natürlich in etwas anderer Konsistenz als im Suppenteller. Dafür braucht man Pflanzen, Blumen. Blumen spenden Freude und Trost. Mit Blumen wird jeder Tag ein ganz klein wenig sonniger. Sie sind Balsam für unser Seelenleben.
   
  Der Musiker Max Reger sagte einmal: "Blumen sind das Lächeln der Natur. Es geht auch ohne sie, aber nicht so gut." Wie recht er hatte!
  So, wir machen uns jetzt auf den Weg nach Santa Cruz. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Vielleicht ist das Wetter auf der anderen Seite der Insel ja etwas freundlicher.
  Der kleine Minikontinent mit seinen verschiedenen Mikroklima-Wetterzonen hat heute wirklich alle Stücklein gespielt. In Icod ziemlich grauer Himmel und wolkig, un cielo bastante gris y nuboso, in La Orotava ebenso, del mismo modo. Doch La Laguna hat die Ehre des Wetters im so genannten Norden der Insel gerettet. Blauer Himmel und Sonnenschein. Auf dem Weg nach Hause, hat sich die Situation allerdings rigoros gewandelt. Wolken auf der Heimfahrt, en el regreso a casa, und Sonnenschein in Icod! Was will man mehr?
  Moral, la moraleja, aus der Geschichte? Auf der Insel gibt es kein schlechtes Wetter, mal tiempo, - Ein Lächeln verändert die Welt :o) man befindet sich zur falschen Stunde lediglich am falschen Ort. *g*
26 de abril de 2007  - Donnertag - jueves
 
wolkig und feucht  
18 ° centígrados temperatura mínima
21 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos Regen in der Nacht
  In der Nacht hat es geregnet und auch heute morgen ist der Himmel grau in grau und ab und zu fällt noch ein wenig feiner Regen. Trostlos irgendwie. Es kann im Laufe des Tages nur besser werden.
   
  Wieder eine neue Variante von einem gelben Hibiskus. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, jetzt sind wir stolze Besitzer von sechs verschiedenen, gelben Blütenformen. Die weiße Rosenblüte ist von einem der neuen Rosenbäumchen.
  Für Gartenarbeit, para el trabajo en el jardín, habe ich heute keine Lust gehabt, das Wetter war wirklich nicht einladend für mich. Den ganzen Tag grauer Himmel. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Morgen ist ja auch noch Tag.
  Georg hat seinen Arbeitstag heute ebenfalls im Büro verbracht. Unterbrochen worden ist er nur zweimal. Das erste Mal von der Policia Local - Ein Lächeln verändert die Welt :o) nein, nein, keine Angst, es war ein rein freundschaftlicher Besuch - und das zweite Mal von Andrés. Aber die beiden Unterrechungen haben Georg nicht geschadet. So ist er immerhin zu einem Espresso gekommen.
  Mittlerweile ist es Abend geworden und Georg arbeitet noch mit dem Bagger auf der obersten Terrasse. Am Samstag werden auf der Außenmauer die ersten Säulen aufgebaut und dafür muss zuerst noch ein Fundament, los cimientos, gemacht werden. Die Arbeit geht also nicht aus.
  Gestern gegen Abend ist Marcos aufgetaucht. Für Georg hat es somit kein Entkommen gegeben. Ab ins Auto und auf zu einer der Fincas der Familie um Stangen für unsere Bäume zu holen.
  Die Fahrt ging quer durch die Landschaft, vorbei an La Florida und La Guancha. Stangen aussuchen und nebenbei Kanarischen Wein trinken - das ist so ziemlich eines. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Nach zwei Stunden sind die Stangen bei uns gelandet und der gemütliche Teil der Aktion wurde gestartet. Marcos, sein Bruder, sein Vater und das Töchterlein haben den Abend des Namenstages von Marcos gemütlich hier beendet.
  Marta kommt übrigens nur aus einem ganz bestimmten Grund so gerne mit. Maulbeerblätter, las hojas de mora, sind des Rätsels Lösung. Sie hat seit Monaten Seidenraupen in einem Schuhkarton. Mit Hilfe der schmackhaften Blätter unserer Maulbeerbäume geht es den Tieren anscheinend recht gut. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Wer weiß? ¿Quién sabe? Vielleicht komme ich auf diese Art und Weise irgendwann einmal zu einem Stück Seide?
  Damit war unser halber Feiertag vorbei. Georg hat aus irgendeinem Grund eine Ersatzfamilie gefunden. *g* Marcos hat schon seine Fühler ausgestreckt. Er möchte gerne wieder auf dieser Baustelle arbeiten. Na ja, kein Wunder. Hier war er der Tonträger, der Allroundmann. Gut für uns und gut für ihn. So schnell bekommt man so einen Arbeitsplatz nicht wieder. Pünktliche Bezahlung und relative Freiheit bei der Arbeit. Abgesehen davon, dass bei uns auch gelobt wird. Ehre wem Ehre gebührt.
  Nachdem er jedoch nicht mehr mit Steinen, con piedras, arbeiten wollte, hat jetzt un piedrero, also ein Fachmann für Steinmauern, seinen Platz eingenommen. Für den Bau der Steinmauern haben wir sämtliche Genehmigungen. Auf die Gesamtgenehmigung für alle neuen Gebäude müssen wir noch warten. Es wird wahrscheinlich Ende August, Anfang September werden.
  Bis dahin muss Marcos nun leider warten. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Sein Rücken, la espalda, hat eine Erholungspause verdient. Das hat seinen Vorteil, la ventaja, - sowohl für ihn als auch für uns. Bis dahin ist er wieder voll einsatzfähig.
  Alles Käse! iTodos queso! Mitte März wurde in London der World Cheese Award 2007 verliehen.
  Die Veranstaltung ist der größte internationale Käse-Wettbewerb, bei dem in zahlreichen Käsesorten aus aller Welt prämiert werden. Auch einige kanarische Käsesorten sahnten dieses Jahr Auszeichnungen ab.
  Wie auch im Vorjahr gab es eine Goldmedaille für den "Curado Gofio" in der Kategorie Ziegen-Hartkäse aus der Queseria de Arico aus Teneriffa.
  Ob mit oder ohne Auszeichnung kann man die kanarischen Käsesorten als Delikatessen, exquisitez, bezeichnen. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Egal ob Frischkäse, geräucherter Ziegenkäse oder aromatischer Mischkäse aus Schaf- und Ziegenmilch, leche de oveja y de cabra. Dazu etwas Feigenmarmelade, mermelada de higos, ein frisches Weißbrot, un pan blanco, und ein Glas kühlen Weißwein - ein kulinarischer Hochgenuss! iDelicioso!
25 de abril de 2007  - Mittwoch - miércoles
 
ein paar kleine Wölkchen  
18 ° centígrados temperatura mínima
26 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Festividad de San Marcos Evangelista. In Icod ist heute ein regionaler Feiertag! Rundherum wird gearbeitet, aber in unserem Weinstädtchen bleiben die Geschäfte heute geschlossen.
  Gefeiert wird dieses traditionelle Fest, esta fiesta tradicional, allerdings in mehreren Orten auf Teneriffa. Ein großes Fest zu Ehren des Evangelisten Markus.
  Fiesta San Marcos Icod de los Vinos 2006  Fiesta San Marcos Icod de los Vinos 2006
  Besonderes schöne Veranstaltungen finden in Tegueste und Icod de los Vinos statt. Er ist auch der Schutzheilige dieser beiden Orte. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Wir sind also wieder einmal im Mittelpunkt des Geschehens. Zumindest für heute. Hier sind ein paar Fotos vom Vorjahr.
    Fiesta San Marcos Icod de los Vinos 2006  Fiesta San Marcos Icod de los Vinos 2006
  Die Kirche von San Marcos Evangelista steht auf der Plaza Lorenzo Cáceres. Ihr Ursprung liegt vermutlich in den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts. Wir werden sie heute nicht besuchen.
  Wir haben uns für heute einen halben Feiertag, un día festivo, vorgenommen. Was das heißt? ¿Qué significa esto? Ganz normal unsere Arbeit erledigen, aber ein bisschen ausgedehnter frühstücken und zwischendurch ein wenig langsamer treten. Ein paar gemütlichere Pausen einlegen. Das ist doch ein guter Kompromiss - oder?
  Es gibt wieder Vogelnachwuchs auf unserer Finca! Ein Lächeln verändert die Welt :o) Die ersten Jungen reißen bereits hungrig ihre Schnäbel, los picos, auf und im anderen Nest, el otro nido, wird noch geduldig gebrütet.
   
  Als Nistplatz haben sich beide Vogelpärchen auch in diesem Jahr, en este año, einen Ficus Benjamin ausgesucht. Damit sie auch im nächsten Jahr gute Nistbedingungen vorfinden werden wir wohl einen der Bäume in die Nähe der momentanen Standplätze in die Erde setzen. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Was tut man nicht alles für seine Vogelfreunde. Dafür belohnen sie uns mit fröhlichem Gezwitscher und fressen fleißig Raupen und anderes Ungeziefer. Ein Geben und Nehmen. So soll es sein.
   
  Die gelben Blüten der Gewürzrinde oder Cassia verbreiten sonnige Stimmung begleitet von einem leichten Erdnussgeruch. Nebenan hat der gelbe Trompetenbaum seine zarten Blüten geöffnet
  Wenn ich über die verschiedenen Terrassen spaziere, gibt es auf allen Ecken und Enden etwas neues zu entdecken. Eine Blume nach der anderen öffnet ihre Blüte. Eine Mischung aus Frühling und Sommer. Das kann man auf der kleinen Insel im Atlantik nicht so schwer einordnen. Schließlich haben wir hier keine vier Jahreszeiten.
   
  Nennen wir die Zeit ganz einfach Erwachen der Natur. Die ersten Knospen der Agapanthus öffnen sich ganz vorsichtig. Die Wärme der letzten Tage haben die einzelnen Blütenteile anscheinend doch neugierig gemacht. In ein bis zwei Tagen können wir mit Sicherheit die komplette Blumenkugel bewundern.
  In ihrer Heimat, dem Regenbogen-Land Südafrika, ist die Agapanthus als Liebesblume bekannt. Wir nennen sie im allgemeinen eigentlich eher Schmucklilie. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Doch egal ob African Lily, Lily of the Nile, Liebesblume oder Schmucklilie - es ist eine der schönsten blau blühenden Pflanzen die ich kenne.
   
  Und damit uns die Arbeit nicht ausgeht, hat uns die Gärtnerei El Castillo mit einer neuen Ladung Pflanzen aller Art versorgt. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Gestern haben wir die Gustostückerln ausgesucht und heute sind sie bereits an Ort und Stelle. Das nenne ich Kundenservice bester Art!
 

 
Man hört nicht auf zu spielen,
weil man alt wird, man wird alt,
weil man aufhört zu spielen!
Oliver Wendell Holmes
 
24 de abril de 2007  - Dienstag - martes
 
ein paar kleine Wölkchen  
17 ° centígrados temperatura mínima
26 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos sommerliches Wetter
  Neun Uhr Termin beim Steuerberater, el asesor fiscal, in La Orotava. Ich begleite Georg und werde die Wartezeit dafür nutzen, einige Seiten in meinem Buch, el ibro, meiner aktuellen Lektüre, zu lesen.
  Beim Steuerberater muss Georg noch einige Formulare für einen Teil der Subventionen ausfüllen. Eine Nerven tötende Angelegenheit. 
   
  Die Sonne scheint und deshalb haben wir uns noch einen Kaffee, un cortado, in einer der kleinen Bars gegönnt. Richtig schön, in der Sonne sitzen und die Ruhe genießen. Einfach den Kopf ein bisschen ausrauchen lassen. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Anschließend fahren wir gemeinsam, zur Abwechslung, in eine Gärtnerei, una jardinería.
  Wir müssen beizeiten für Pflanzennachschub sorgen. In einigen Wochen bekommt man verschiedene Exemplare nicht mehr.
  Heute war die Ausbeute noch relativ gut. Oleander, Hibisken, Bleiwurz und diverse Rosen. Fünf zauberhafte und herrlich duftende Rosenbäumchen sind auch dabei.
  Knapp vor Icod hat eine neue Gärtnerei ihre Pforten geöffnet. Ich habe mich darauf gefreut, da man von der Strasse aus riesige Palmen sehen konnte. Der Anblick von weitem war aber das Schönste daran. Der Rest ist ziemlich schlampig und die Pflanzen dümpeln oder besser gesagt trocknen eher vor sich hin. Nichts Aufregendes also.
  Wir haben jetzt einmal so über den Daumen ausgerechnet, wie viel wir von unserer gesamten Bepflanzung bereits geschafft haben. Wir sind auf ein Ergebnis von ungefähr einem Viertel gekommen. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Es liegt also noch ein Großteil der Arbeit vor uns.
  Ich bin fasziniert von unserer Lotusblume, el loto. Aber was macht die Lotusblume so besonders?
  Die Lotusblume ist eine der ältesten Symbole der Menschheit.
  Sie wächst in schlammigen Gewässern und streckt ihre Blätter und Blüten, hojas y flores, über die Wasseroberfläche hinaus. Nachts schließt sich die Blüte und taucht ins Wasser, la agua, ein. In der Morgendämmerung kommt sie wieder an die Oberfläche, la superficie, und öffnet sich.
  Die Lotusblume symbolisiert die Reinheit des Herzen und des Geistes. Sie steht für langes Leben, Gesundheit, Ehre und Glück.
23 de abril de 2007  - Montag - lunes
 
ein paar kleine Wölkchen  
16 ° centígrados temperatura mínima
20 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Unsere Hibiskensammlung ist wieder einmal ergänzt worden. Wir habe zwei Neuheiten in einer der Gärtnereien entdeckt. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele verschiedene Schönheiten es gibt.
   
  Thema des Tages: Ein Lächeln verändert die Welt :o) Unkrautvernichtung - das steht zumindest auf meiner Punkteliste für heute.
  Georg ist mit dem Bagger unterwegs. Auf einer Terrasse wird Erde abgetragen, durch das Erdsieb geworfen und auf der Terrasse über unserem zukünftigen Büro wieder aufgeschüttet.
  Ich komme im Moment nicht einmal zum Schreiben meiner Emails. Oh Schande. ¡Es una vergüenza! Aber die Pflanzen sind wichtiger. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Ich werde mich bessern, mejorar, das verspreche ich.
  Wir sind seit einer Woche, desde una semana, wieder auf unserem Stammplatz. Auf der kleinen Insel im Atlantik. Viel hat sich in dieser Zeit getan.
  Vor allem haben wir nun die Sicherheit, la seguridad, dass wir in den letzten Jahren richtig entschieden haben. Wir sind unserem Ziel wieder einen großen Schritt näher gekommen. Hartnäckigkeit kann sich also durchaus auszahlen. Auch wenn man zwischendurch das Gefühl hat, von vielen Bekannten oder Mitmenschen belächelt zu werden.
  Vor allem, wenn es sich dabei um ein Projekt in Spanien handelt. Man wird nicht mehr ernst genommen. Vor allem, da wir immer dafür bekannt waren, unsere Ideen in relativ kurzer Zeit ohne sonderliche Kompromisse in die Realität umzusetzen. Egal um welches Projekt es sich gehandelt hat.
  Und plötzlich sind auch wir auf Grenzen gestoßen.
  Doch wenn diese Grenzen nicht in einer Zeit fallen, die sich andere Mitmenschen vorstellen wird man bald unglaubwürdig. Wie heißt es so schön? Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
  Ich halte mich persönlich lieber an eine andere Weisheit - wer zuletzt lacht, lacht am besten! Das Problem daran liegt nur in einer kleinen aber sehr wichtigen Kleinigkeit versteckt. Man braucht Mitstreiter. Wir haben nur eine Handvoll davon zur Seite gehabt. Doch diese wenigen haben eine ganze Armee ersetzt. An dieser Stelle - noch einmal ein Danke Schön aus ganzem Herzen.
   
 
 
Die sieben Todsünden
der modernen Gesellschaft:
Reichtum ohne Arbeit
Genuss ohne Gewissen
Wissen ohne Charakter
Geschäft ohne Moral
Wissenschaft ohne Menschlichkeit
Religion ohne Opfer
Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
 
   
22 de abril de 2007  - Sonntag - domingo
 
 
15 ° centígrados temperatura mínima
20 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Grau in grau - Wolken und Wind geben sich heute die Hand. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Na ja, für einen erholsamen Sonntag auch nicht das schlechteste Wetter.
  Das besinnliche Wort zum Sonntag kommt heute von Mark Twain. Einer meiner Lieblingsautoren.
 

 
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es,
dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist.
Jedermann ist auf deiner Seite,
wenn du im Recht bist.
Mark Twain
 
  Gestern wurden in Wien die Romys verliehen. Die österreichische Schauspielerin Senta Berger nahm die Platin-Romy für ihr Lebenswerk entgegen. Mich hat das besonders gefreut, denn sie ist eine meiner Lieblingsdarstellerinnen. Ich glaube, es gibt wenige Frauen, die in so vielen verschiedenen Rollen diese Ausstrahlung über die Leinwand bringen können.  Für mich einfach eine bewundernswerte Frau.
  Im Jahr 1990 wurde die Verleihung der Romys das erst Mal vom Filmkritiker Rudolf John verliehen. Die Trophäen erinnern an die Schauspielerin Romy Schneider und haben sich mittlerweile zu einem Fixpunkt für österreichische und deutsche Medienkünstler etablieren können.
  Weitere Preisträger waren Iris Berben, die bereits zum dritten Mal mit der Romy für die "Beliebteste Schauspielerin" ausgezeichnet wurde. Als "Beliebtester Schauspieler" setzte sich bei der Verleihung der Fernsehpreise Karl Markovics durch.
  Armin Wolf wiederholte seinen Vorjahres-Sieg als "Beliebtester Moderator", der Preis in der weiblichen Kategorie ging an Danielle Spera.
21 de abril de 2007  - Samstag - sábado
 
ein paar kleine Wölkchen  
15 ° centígrados temperatura mínima
20 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos eine kühle Nacht mit Regen
  Ich bin ja von gestern noch ein paar Fotos schuldig. Hier sind sie.
   
  Das sind unsere neuen Mitglieder in der Wohngemeinschaft des Teiches.
  Eine gelbe Lotusblume und etwas Kitsch. Meine drei kleinen Entchen, los patos, sind doch allerliebst, oder nicht? Kitsch ist Kunst, cursilería es arte, - und dazu stehe ich auch. Ein bisschen Spaß, hay que divertirse, muss der Mensch sich leisten können. In dem Fall ich höchstpersönlich. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Georg gibt dazu ein Lächeln ab. Aber immerhin - ich werde nicht ausgelacht.
  Das Wochenende haben wir mit einem gemütliche Breakfast-Lunch, sprich Brunch eingeleitet. Danach haben wir noch unsere Lebensmittelvorräte aufgestockt und nachdem die Tierhandlung noch geöffnet hatte, haben wir noch ein paar Fische erstanden. Den letzten Fest vom Schützenfest so zusagen. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Ganze acht passende Fische hat der Händler noch in seinem Aquarium gehabt.
   
  Einer davon sieht eher wie eine Kugel vor der Explosion aus. Wir haben ihn dann doch mitgenommen. Mutterseelen allein wollten wir ihn auch nicht zurück lassen. Wahrscheinlich wäre er sonst vor Einsamkeit gestorben. Ich bin gespannt, ob unser Kugelfisch bei uns überlebt.
  Am Abend haben wir die neuen Wasserbewohner in die große weite Wasserwelt des Teiches, el estanque, entlassen. Und wer hat als erster zu fressen begonnen? Richtig! Der Kugelfisch hat den Felsen in der Mitte des Teiches mit viel Geduld abgeweidet. Vielleicht ist es wirklich nur der beste und schnellste Fresser unter seinen Artgenossen gewesen?
  Der Speck weiß schon wo er wächst - das hat mein Schwiegervater immer gesagt. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Vielleicht trifft das ja auch auf unsere Kugeline zu.
  Wir werden es ja sehen. Entweder überlebt das Fischchen, oder es schwimmt in den nächsten Tagen irgendwann mit dem Bauch nach oben auf der Wasseroberfläche.
20 de abril de 2007  - Freitag - viernes
 
ein paar kleine Wölkchen  
15 ° centígrados temperatura mínima
20 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos starker Regen in der Nacht
  Gestern Abend sind wir bis zehn Uhr abends im Freien verbracht. Die Luft war lau, tibio, wie an einem Sommerabend, cómo una tarde de verano.
  Heute morgen hat das Wetter ein anderes Gesicht gezeigt. In der Nacht, por la noche, hat es stark geregnet und die sommerliche Wärme hat sich für den heutigen Tag leider verabschiedet.
   
  Georg hatte heute um neun Uhr einen Termin bei unserem Steuerberater in La Orotava.
  Da ergreifst du die Gelegenheit beim Schopf und erledigst in der Zwischenzeit ein paar Einkäufe - hab' ich mir gedacht. Um neun Uhr morgens in einem Einkaufszentrum, un centro comercial. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Das ist wie die Stille, la tranquilidad, auf einem Friedhof, un cementerio. Es tut sich rein gar nix. Der Parkplatz ist leer, die Geschäfte haben noch die Rollläden herunter gelassen. Niemand bewegt sich. Keine Kasse klingelt um diese Zeit.
  Zur Ehrenrettung des ganzen Konsumtempels hat wenigstens das Lebensmittelgeschäft seine Pforten um neun Uhr geöffnet. Der Rest der Geschäfte erwacht erst um halb zehn bis zehn Uhr.
  Das nächste Mal bin ich schlauer. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Meine Einkäufe habe ich aber trotz alledem noch in Ruhe erledigen können.
  Auf dem Heimweg haben wir noch unsere gelbe Lotusblume abgeholt und etwas ziemlich Kitschiges für unseren Teich gekauft. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Fotos davon gibt es morgen - heute ist das Licht leider nicht mehr so optimal.
  Ach ja, momentan steht zwar kein Feiertag auf dem Kalender, trotzdem arbeitet momentan nur ein Teil der Bevölkerung auf unserer kleinen Insel.
  Die Lehrer streiken, los  profesores estar en huelga, die Angestellten im Reinigungsbereich haben auch keine Lust den Mist wegzuräumen und die Ambulanzfahrer und Sanitäter verweigern ebenfalls ihren Dienst. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Haben alle Urlaubsanspruch? Nein im Ernst, sie streiken für das Angleichen ihrer Löhne an die Tarife auf dem Festland. Am Wochenende haben sie jedoch eine Verschnaufpause. Freizeit ist schließlich Freizeit. Wir werden ja sehen, wie es nächste Woche weitergeht.
19 de abril de 2007  - Donnerstag - jueves
 
Sonnenschein und blauer Himmel  
17 ° centígrados temperatura mínima
23 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Lange Hosen, un pantalón, und kurzärmelige T-Shirts, una camiseta, bei der Gartenarbeit sind nun endgültig out. Kurze Hose, pantalones cortos, und Spaghettiträger sind angesagt. Die Sonne ist schon ziemlich stark. Meine Schultern geben mir am Abend die Bestätigung. Kein Sonnenbrand aber doch ein wenig rot angehaucht.
  Ich bin aber nicht auf dem Liegestuhl, la tumbona, gelegen. Ich habe leider keine Zeit gehabt ein angenehmes Sonnenbad, un baño de sol, zu nehmen. Statt dessen habe ich den Gartenschlauch, la manguera, von einer Pflanze zur anderen gezogen. Meine Blumenkinder haben es bitter nötig gehabt. Die nächsten Monate werde ich also hauptsächlich mit der Bewässerung zu tun haben.
   
  Die nächste Etappe, la etapa próxima, der Bepflanzung. Georg hat den ganzen Tag gerodet und geschlichtet. Auf diesem Fleck haben wir unter anderem auch die alten Dachziegel gelagert. Ab jetzt sind sie an diesem Ort leider wieder einmal im Weg. Also bleibt es uns nicht erspart, sie wieder einmal in die Hand zu nehmen und an einer anderen Stelle zu lagern. Wir werden sie noch verwenden - aber erst in einigen Wochen.
   
  So sah die Knospe am Vormittag aus. Ich war mir sicher, dass sich die Blüte am Abend öffnen wird. Ich habe richtig getippt.
  Pünktlich zum Sonnenuntergang, puntual por la puesta del sol,  hat sich die Schönheit, la belleza, entfaltet.
 

 
Willst du schnell gehen,
geh allein.
Willst du weit kommen,
geh gemeinsam mit anderen.
Sprichwort aus Kenia
 
  Bis zum nächsten Mal. A la próxima vez.
18 de abril de 2007  - Mittwoch - miércoles
 
Sonnenschein und blauer Himmel  
17 ° centígrados Sonnenaufgang: 07.41 Ortszeit
23 ° centígrados Sonnenuntergang: 20.33 Ortszeit
Icod de los Vinos  
  Strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen in Sicht. Der Tag beginnt richtig schön.
   
  Georg hat den Rasenmäher, el cortacésped, gestartet - heute wird die Obstplantage bearbeitet. *g* Dicht, dunkelgrün und kräftig - so sieht unser Rasen, el césped, nun aus. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Ein grüner Teppich, una alfombra verde. Ich glaube allerdings, dass wir das nächste mal ein bisschen früher mit der Rasenrasur beginnen sollten. Bei der Höhe der Grashalme, las pajas,  wird es ziemlich anstrengend.
  Der Rest der Fläche wird dem Erdboden gleich gemacht und Gras angesät. Vorher müssen wir allerdings wahrscheinlich noch einige Tonnen Unkraut entsorgen. Wenn man ein bisschen übertreiben möchte. Aber einige Kilo werden es wohl werden. Die Natur hat in unserer Abwesenheit ganze Arbeit geleistet.
   
  Die Stecklinge der Weihnachtssterne, las flores de Pascua, treiben bereits, Ein Lächeln verändert die Welt :o) auch wenn Weihnachten noch weit weg ist. Auf jedem einzelnen Steckchen sprießen die ersten, zarten Blätter. Bis Dezember haben die kleinen Pflanzen ja noch Zeit. Bis dahin sollten sie allerdings schön rot blühende kleine Sträucher sein.
  Der Weihnachtsstern, Euphorbia pulcherrima, stammt ursprünglich aus Lateinamerika. Flores de Noche Buena, Blume der Heiligen Nacht, heißt er in seiner mexikanischen Heimat.
  Bei den Azteken war die Pflanze das Symbol für neues Lebens der Krieger, die im Kampf gefallen waren. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Für uns ist es einfach eine wunderschöne Pflanze.
17 de abril de 2007  - Dienstag - martes
 
ein paar kleine Wölkchen  
16 ° centígrados temperatura mínima
21 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos  
  Georg ist nach Santa Cruz gefahren und ich arbeite meinen Schreibtischkram auf. Der Alltag, la rutina, hat uns wieder.
  Ein paar Urlaubstage, vacaciones, zur Abwechslung wären schön. Ein Lächeln verändert die Welt :o) So bald wie möglich, cuanto antes, würde ich sagen.
  Zuerst der Stress, el estrés, auf Teneriffa - vor dem Flug in die alte Heimat - in Villach dann ein Termin nach dem anderen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, el tiempo pasó volando. Wieder zurück auf der Insel müssen jetzt hier die Dinge, die in den letzten zwei Wochen liegen geblieben sind, aufgearbeitet werden.
  Wir werden jetzt eben einen Punkt nach dem anderen abhaken. Schritt für Schritt, paso a paso, und dann gönnen wir uns ein paar gemütliche Tage. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Es ist zumindest ein Vorsatz, una intención.
   
  Die Tajinaste, ist ein Markenzeichen Teneriffas. Sie wird auch "der Stolz Teneriffas" genannt. Diese endemische Pflanze fasziniert durch ihre großen, konischen Blütenstände, die bis zu drei Meter hoch in den Himmel ragen können.
   
  Bei uns am Parkplatz reckt sich natürlich eine Zuchtpflanze stolz in den Himmel. Die Bienen, las abejas, stört das allerdings nicht. Sie umschwirren die tausenden, kleinen, weißen Blüten, las flores, mit lautem Summen. Eine richtige Bienenweide auf konzentriertem Platz.
  Im Teide Nationalpark blüht jedoch die Steigerungsstufe - die wunderschöne Tajinaste rojo oder der rotblühende Natternkopf.
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  Die Pflanze gehört zu den Kräutergewächsen. Ihr botanischer Name "Wildprets Natternkopf" oder Echium wildpretii, erinnert an ihren Entdecker. Sie wurde vom deutschen Botaniker Hermann Wildpret als endemische Pflanze entdeckt und katalogisiert. Der Botaniker übernahm im Jahr 1860 als botanischer Leiter die Pflege des bekannten Jardin botanico.
16 de abril de 2007  - Montag - lunes
 
Sonnenschein und blauer Himmel  
16 ° centígrados temperatura mínima
26 ° centígrados temperatura diurna
Icod de los Vinos Regen in der Nacht
  In der Nacht hat es ziemlich stark geregnet. Wer hätte damit gerechnet? Und das nach einem Sommertag wie er im Reiseprospekt steht. Der Wasserschlauch ist damit für die nächsten Stunden nicht so wichtig für mich. Ich kann dem Unkraut den Vorzug geben. Ein Lächeln verändert die Welt :o) Auf in den Kampf! ¡Al ataque!
   
  Aber zuerst werde ich einmal einen Streifzug durch die Botanik machen. Eines ist klar, es hat sich allerhand getan während den letzten zehn Tagen. Ein Lächeln verändert die Welt :o)  Unter anderem hat sich das Schilf, la caña, am Teichrand als blau blühende Iris geoutet. Das war vielleicht eine Überraschung! ¡Qué sorpresa!
  Am Nachmittag habe ich die Tulpen aus einem halben Meter hohen Unkrautdschungel befreit. Jetzt sehen sie die Sonne wieder. Morgen steht also vermutlich Gartenarbeit Teil zwei auf meinem Stundenplan.
  Mehr gibt es für heute eigentlich nicht mehr zu erzählen. Außer eines  -  alle haben uns eine gute Reise gewünscht. ¡Buen viaje!
1. bis 15. April 2007
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last update 16.09.08

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